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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

174 Fuchs. - Fuhrmann. J<'nt!h!il ( (,. ), K. Kammermusikus und Violoncellist d. Op.-Kapellc zu ßerlin seit 1844, ertheilte auch Unterricht im Quartettspiel fiir angehende Musiker. * Fiillet• (Gnst1n·), Componist und l\Insiklehrer zu Bcrlin. Geb. daselbst den 17. Oct. 1812, besuchte das graue Kloster, erhielt im Clavierspiele den Unterricht des K. Kammermusikus F . .i\Iohs und liess sich 1843 öffentlich in einem Concerte hören. Unter seinen vielen Compositionen befinden sich: Geistliche Lieder, Hymnen, .i\Iänner- Quartette, patriotische Gcsiinge, 2 Symphonien f. gr. Orch., Clavierstückc etc. - Her- ansgegeben sind: Clavierstiicke. Erinnerung an Nen-Strelitz, " 7alzrr, d. Grossh. v. Strelitz ded. op. 1. ßcrlin, 'Vestphahl. - Lachgalopp u. 'Valzer a. "d. Liebestrank'', op. 2. ebend. - Emelincn-Galopp, o p. 4. ebcnd. - :\Iarien-Galopp, o p. 5. ebcnd. - Var. (Schöne Minka), d. K.-U. l\lohs ded. op. 6. Berl. Challier. - Sehnsuchts-Walzer, op. 7. ebene!. - Augusten- u . .i\Iarieu-Schottisch, op. 8. ebcnd. - Jugendtriiume, 'Valzer, I. K. H. d. Prinzessin Elisabcth ded. o p. 10. Bcrl. Bock. - Florinda-Gal. (a. d. hinkenden Teufel), op. 11. ebenll. - Stnclenten-,Valzer, ebendaher, op. 12. ebenu. - Schwarzer Domino, Pot.-,Valzcr, op. 13. ebend. - Iluldi<,nngstiinzc, op. 14. Bcrl. Spindlcr. - Sonatine iL 4 m. ( J. Gesandtin), o p. 15. ebend. ~ Faul. et Pol. o p. 16. ebene!. - Intr. et Rond., d. Fürstin v. Liegnitz ded. o p. 1 7. ebene!.- Das l\Ianoeuvrc bei l'otsdam, Potp. o p. 18. ßerliu, Esslinger. Lieder. Der kleine Eduard: "Ach, wenn ich nur ein Liebchen hätte", f. S. u. T. m. Pf., Hrn. Mantins ded. up. 3. Berl. Bock. - 2 L1eder m. Pf. od. Guit. op. 9. ebend. - An die Preussen, Miinner-Qnart. op. 18. Berl. Esslinger. - Des. grossen Friedrich's unsterblicher Huhm, l\Iänncr-Qnart. u. Chor, zur Enthüllung des Denkmals Friedr. II. comp. u. im Lokale des Treuhundes anfgcfiihrt, dem General v. Wrangel ded. op. 20. ebend. 1851, Fnlarrnann (.iUas•tinllehn•ieh), Cantor a. d. Friedriehs-Weruerschen Kirche und dem gleichnamigen Gymnasium zu Berlin. Geb. um 1670 zu Tcmplin, wo er (nach Küster) auch um 169~ als Organist angestellt war, kam 1694 als Organist nach Soldin, ward 1695 zum Cantorat der Neustadt nach Berlin berufen und erhielt 1704 die Cantor- stciic an der Friedrichs- 'Vcrdcrschcn Kirche dasclbst. Im .J. 1740 erhielt er seines Altcrs wegen einen Adjunetcn und starb wahrscheinlich bald darauf. Seine Schriften sind in !'incm vermeintlich witzin-en Ton der aber fiir die jetzige Zeit unerträglich lang- weilig ist, abgefasst, wie man" schon ~us den unten folgenden Titeln derselben sehen wird. Der V erfass er zieht in denselben besonders gegen den Besuch des Theaters zu Felde. Zu seinen musikalischen Schriften gehören: I. .1\I u s i k a I i s c her Trichter dadurch ein geschickter Informator seinen Infor- mandis die cule Singekunst nach hc~tiger Manier bald und leicht einbringen kann, uarin vitiosa ausgemustert, obscura crHiutcrt deficicntia aber erstattet, mit einer Vorrede VOll der heutigen l\Iusik Vollkommenheit, 1 Kraft, Nutz und Nothwendigkeit herausgegeben durch ein Mitglied der singenden und klingenden Gesellschaft. Frankfurt (?) an der Spree 1706, quer 4. 148 S., davon die Vorrede allein 33 S. einnimmt. Am Ende noch ein Anhang von G sogenannten Exercitia od. Violin-Duettc f. Anf:inger. Sein Name ist nur durch die Anfangsbuchstaben l\I. H F. unter der Vorrede ann-edcutct. - II. Musica vocalis in nuce, d. i. richtige und völlige Unterweisung zur Slngckunst. Berlin 1728*). - III: M. H. F .... G. F. C. Musikalisher Striegel, womit 1) diejenigen Super- lativ-Virtuosen aus der Singenden und Klingenden Gesellschaft, so nicht chormässig als Künstler die Grüntzen des Appolinis seines Musikalischen Reichs; sondern Thormässig als Hiimpler die Pllitzc des Appolyonis seiner Musikahlen Barbarey vermehren. 2) Die Super-kluge Quacksalber ans der 1\Insikal Giildc so in des Antoris 1\Ius. Trichter sine fronte et fontc herumstöhren, siiubcrlich ~cputzet werden. Dc~en Canonicis zur Nach- richt, denen Apocryphis zum Unterricht, und dem Neid zum Leid herausgegeben und in *) Gerber vermuthet dass dies entweder eine 2te Autl., oder dass die Jahreszahl verdruckt s~i, da Fuhrmann selbst 'in seinem II. Musikalischen Striegel das J. 1715 als das der Ausgabe iheses Werkes nennt; ebenso, dass das Werk mehr Seiten gehabt, da Fuhrmann die ö9. Seite daraus citirt.
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