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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

154 Fischer. (Cortez) bei der K. Oper Gastrollen gegeben, bei derselben engagirt ward. Seine vor- züglichsten Rollen bei der K. Oper waren ausser den genannten: 1837: Heinrich VI. {Agnes von Hohenstaufen); Julius {Bergamo); Bijou (Postillon); Apollo {Aiceste). 1838: Jaqnifannes (Falkners Braut); Graf (Joconde); Olkar (l\lacht des Liedes). 1839: Leporello (D. Juan); Schwarzbart (D. beiden Schützen); Baptist (:Maurer); Capellio {Capnlctti). 1840: Lnigi (D. Bravo); Gubetta (Lucrezia Borg.); Tristau (J essonda); Fritz (Fcensec). 1841: Arkas (Iphig. i. Aulis); Steifen (Hans Sachs); OroeH (Semirarnis); Pedro {D. Hirtin v. Piemont); Fabius (D. Guitarrenspieler). 1842: l\lelchthal (Tell); La Rose (Herz. v. Olonna); Anton (Linda); Mönch (D. Hugenotten). 1843: Gnlf (Faust); Vasco (Nachtlager); Fra Antonio (Carlo ilroschi). 18H: Caroli (Raonl d. Blaubart). 1845: Robert Y. Düben (Krcutzfahrer); Spiridio (Catharina Cornaro). 1846: Morales (Cortcz); Richard (D. 2 Prinzen) j Jgnaz (Wilh. v. Omnien); 1\Ionostatos (Zauberflöte). 1847: Huggiero (.Jüdin); Chatillon {Zaire); Raimondo (Rien7.i); Waterspout (D. Prätendent); !stock (Ochsenmenuct). 1849: Landvoigt (Rich. Löwenhcrz); Wirth (D. lustig-en Weiber); Hichard Sommcrsctt (D, Verbannte). 1850: l\lorlierc (D. l\Inlatte); Hauptmann (D. Zigeuncrin). - Am 1. April 1851 ward er pensionirt; er bcsass eine schöne Stimme, und war ein brauchbarer Sänger, 1loch genügte er als Künstler nicht ganz den Anforderungen, die eine erste Bühne machen muss; besonders tadelte die Kritik die fehlerhafte Aussprache der Consonanten. Sein Bild ist in v. Küstner's Album zu finden. Fhll'hel." (A. ), Vorsteher einer Musiklehranstalt, und Lehrer der Harmonie in Berlin nm 1831. Von ihm erschienen: 6 Polon. couc. p. Pf. Der Prinzessin Elise Radziwill ded, op. 2. Berlin, Cosmar u. Krause. Fil!!l'her (Darluua ), gcborne Strasser. Geh. Mannheim 1758, erhielt ihren ersten Gesangunterricht von dem dortigen Gesanglehrer Giorgetti, betrat 1772 als Chur- pfälzisehe Siingerin zuerst die Bühne, '"ard 1773 nach Ludwigsburg berufen, von wo sie 177 4 in ihre frühere Stelle zurückkehrte, bis 1779 blieb, dann nach München ging und sich mit dem berühmten Sänger Ludw. F. verhcirathcte *). Im J. 1789 ward sie von einer Brustkrankheit befallen, und verlicss hierauf ganz die Bühne. Im J. 1790 ging sie mit ihrem Gatten nach Bcrlin, wo sie 1792 in 1lie Sing-Akademie eintrat, zu deren ersten Mitgliedern Rie gehörte. Noch im J. 1825 war sie in der Sing·Akad. gegen- wärtig, später fehlen die Nachrichten. Fl.selter (II ), Oberlehrer und Gesanglehrer bei d. K. Realschule zu Berlin. Von semer Compos. erschien: d. 96. Psalm, V. 1-4: Singt dem Herrn ein neues Lied, f. S. A. T. B. in Cdur. Bcrlin, Trautwein 1854; ferner: Victoria-Einzugsmarsch f. Pf. ebend. 1858. · Fiselter (U. Berlin, seit 1841. ), K. Kammermusikus und Contrebassist der Opernkapelle zu Fiselat>r (Ernst Gottt'ried), K. Professor der Mathematik am Gymnasium zum grauen Kloster n. der Univ. und Mitglied der K. Akad. d. Wissenschaften zu Berlin. Geh. d. 17. Juli 1754 zu Hoheneiche (Saalfeld), ward Lehrer beim K. Piidagogium zu Glaucha, und erhielt später oben genannte Amtellung. Von ihm (nicht von seinem Sohne Gottfricd Emil) ist das Werk: "V ersuch über die Schwingungen gespannter Saiten, besonders zur Bestimmung eines 8ichcrn Maassstabes für die Stimmung". Berlin 1824. Er st. 21. .Jan. 1831. Fiseher (Gottfrlecl Entll), Dr. d. Phil., Professor und Lehrer des Gesanges am Gymnasium zum grauen Kloster zu Berlin einziger Sohn des Vorigen. Geb. 28. Nov. 1791 zu Berlin, besuchte dort später das "gr'auc Kloster" ~is 1809, wid~ete sich dann Anfangs d~m Bergfache, ward später Lehrer der Mathe~abk, u~d erthc1lte als solcher dem damahgen Kronprinzen (Friedr, Wilh. IV.), dem Prmzen Fr!Cdr. v. Pr,, dem P1in- zen v. Oranien (Wilhelm II. der Niederlande) u. dem Erbprinzen v. Hessen Unterricht in *) Siehe Ludw. Fischer.
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