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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

122 Ebeling. - Ebers. den Edlen, Vesten, Hoehgclahrten und wohlbenannten Herren Advocaten des Churf. Brandb. Kammergerichts. - 4. Hft. Das Ausländische in Bcrlin und Cöln vorhandene Frauenzimmer, 8. Nov. 1GG6. - 5. Hft. Au mehrere Churf. Häthc, 21. Dec. 1GGti. ·- G. llft. Die Hof-l\Iedizi, Doktoren der Medizin, 24. Jan. 1767. (In der Vorrede zu die- sem Hefte erschallt eine Klage über den Verfall aller Künste, die Musik unter ihnen, da ~ie "mit ehestens auf das letzte Loch pfcipfeu oder gar agouisircu werde".) 7. lift. Der Geh. Sccr. Sam Fchrn, u. d. Churf. Kammcr-Ampts-, Kammer-Hof-Rcnthey-Secrctaire, 8. :\Iärz 16ii7. - 8. Hft. Den Kaufleuten der Stadt Berlin, 3. Apr. 1667. - 9. lift. An 12 Bürger, - Das 10. und letzte Dutzend ist den Frauen ohne Unterschied gewid- met, - Von seinen Choralmelodien habeu sich erhalten: "Warum füllt ich mich grä- men"; "Schwing dich auf zu deinem Gott"; "Gicb dich zufrieden nnd sei still"; "die güldue Sonne voll Freud und 'Vouuc". - Ferner sind folgende ·werke \'Oll ihm bekannt geworden: "Archaeologiae Orphicae, sive antiquitates musicae, Stettin 1657. 4. (gehen nur bis auf das J. d, Welt 3920) und sind nach dem Urtheile des Fabricius (Bibi. Graec. lib. 3., c. 10.) sehr unbedeutend. Ehelln.- ( ), K. Kammermusikus und Oboebläser der Opern-Kapelle zu Ber- lin, befand sich um 1779 in der Kapelle des Prinzen von Preussen und trat nach dessen Hegicrnngsantritte in die K. Kapelle über, in uer er 1802 noch war, jctl?ch zum letzten l\Iale in dem Bcrl. Auress-Kaleuder genannt wird. Er soll ein ausgezeichneter Virtuose gewcs cu sein. Eberlaartlt (.Jola. Alllö·), geb. n. Gerber u. Forke! 31. Aug. 1738, n .• Jördeu's Lexik. Supplbd. jedoch 1739 zu Halberstadt, stndirte 1756 zu Halle Theologie, kam später nach Bcrlin zum Staatsminister v. d. Horst und ward dann Prediger bei dem Arbeitshanse dasclbst, 'Vährcud seines Aufenthaltes in Berliu war er ein Schüler des berühmten Theoretikers Kimberger und beschäftigte sich überhaupt viel mit .Musik. Im .J. 177 4 waru er Prediger in Charlottcnbnrg um! 1778 Professor der Philosophie bei der Universität in Halle; 1786 l\litglicd der K. Akademie der Wis~enschaften zu Berlin; 1804 Geh. Hath; 1808 Doktor der Theologie und starb 6. Jan. 1809 zu H~lle. Von seinen \V crken gehören hierher: 1. Theorie der schönen Künste und Wissenschaften. Bcrl. 1790. 3. Auf!. 2. Hand- buch der AeHthctik. Halle 1803-5. 3 Bdc. 3. In seinen vermischten Schriften. Halle, Gebaucr 1788. 8., ist ein Aufsatz über das Melodrama, der sich missbilligend dariibcr ausspricht. 4. Fragmente einiger Gedanken zur Beantwortung einer Frage über die Blaseinstrumente (mus. Wochenblatt 1791, 13 Stück). 5. Erkliirung über Spazicr'e Hechtfertigung l\larpurg's, cnthlilt eine V crtheidigung Kirubcrger's (Lcipz. nms. Zeitung Jahrg. 2. p. 870.). 6. In seiner: "Allgemeinen Theorie des Denkcns" sollen sich (n. Forkel's AJman. 178!l) vortreffiiclJC zur Musik gehörige llemerlnmgen befinden. Eherlll (Carl Frletlr. ), geh. 25. März 177!). zu Cassel *), wo sein Vater Lehrer der englischen Sprache war, jedoch spätrr als Obcr-"''lütten-Inspector in Halle angestellt ward und dann nat>h Bcrlin zog. Carl Friedr. war nicht zur l\Iusik bestimmt, zeigte aber grosscs Talent und N cigung dazu, war schon früh ein fertiger Clavierspieler und ver- suchte sich in der Composition. Seines Leichtsinns wegrn zOI-{ er sich den Zorn des Vaters zu, der, nm ihn durch Disciplin zur Ordnung znrückzufiihren, ihn eine Zeit lang bei der Artillerie dntrcten Iicss. Als der Jüngling seine Dienstzeit beendigt hatte, be- nutzte er die wieder erlangte Prcihcit und engagirte sich bei einer wandernden Truppe als l\fusik-Dircctor, ging Rpätcr (1793) nach Sehwcrin und 1797 ~ach Strelitz. Auch l!ier blieb er nicht lange, begab sich nach Pcsth, ward um 1814 be1 der. Seconda'schcn Truppe in Leipzig cugagirt, war dann längere Zeit ohne .Anstellung, bis er um 1817 Musik-Director bei der Fabricius'schen Gesellschaft in Magdeburg ward. Auch diese '"') Nach dem Ne~rolog der Deutschen; stimmt ,mit dem i~ ~er ,Todesanzeige seiner 'Vittwe angegebenen Alter, dies ist mit der Angabe Gerbers und Schillmg s, wonach er 1772 geboren wäre, nicht der Fall.
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