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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

8 Amalia Ann11.. einen Choral ihrer Composition: "1\Iun lobt dich in der Stille," und fiigt hinzu: "Ich bc- .,sitze alle Choriilc, die die>irectorium Roll Sorge und AnfRicht nuf 1liese 2 koHlbare Sammlungen halJCJI, der- "masseu, 1lass keiu Hnclt, uicht ein Blatt Papier üns llem HnnRe komme, somlcrn alles ,,so wohl verwahrt bleibe. als wiire es ein I leiligtlnun. Nur allein fiir die lüuucr der .,Literatur uud lll'r schöucn \Yisseuschaft soll es zum Ergötzen dienen." - Nach dieseu llestinunnugen wird noch jetzt vcrfnhreu, da iudesscn durch das Testament dcucn, dii~ im llan~c wohncu, der Gehrauch der Bihl. nkht versngt schien, so baten schon dnmah; tlcr Hcktor mHl der Bibliothekar um die Erlaubniss, gegen eiuen Empfangschein Bücher ans der Bihl. verabfolgen lassen zn diirfcn, unter 1ler Bedingung, dasR jeder, der ein Bncb erhielt, im Hau~e wolmeu, HIHI dafiir ein;;tehcu miisse. Die Behördeu hewilligtcu dieseil Antrag, nud erlauhtcu nnch, 1lass voa den znrn Thcil sehr seltenen Musikalien, Abseltrif- ten zu nehmen, mit grosser Yorc;icltt zu gestatten Rci. llirm:wh ist daher die iu Gerhrr 1812. Th. I. p. 120. gemachte Augahe, dass ciue "Abkopirtmg"' nicht gestattet sei, zn modificircn. \Vie strPng dagegen sonst nnch dem Bneh~taben des Testamentes 1lnrauf g-ehalten winl, 1lass kein Stiick der Bibliothek aus dem Hanse verliehen, oder gar verkauft 1renlc, geht aus dem Folgenden hen-or: Köui~ Fried. \Vilh, li. liess durch Dnport bt·i dem Hcktor 1\leierotto ~ich erkundigen, ob er einige Stiieke der Musikalien- ~:nnmlunv ;..:cgcn ein Aetptivalcnt acqniriren kiimw, erhielt aber von dem Hektor die AlttwOI·t , daHs ihm dit) Eatscheitlung dariiLer nicht. zustehe, da 1las Testament seiucm BuchstalJeu uach Jngrgen sprcelw: auch nur ein Blatt fortzugeben; in1lessen sei er gern erbötig, .\ bscln·il'- ten von den ausgewiihltcn Stücken auf jede \V eise zu hefön!Prn. Damit war Duport zu- frieden, und stellte sogleich A bschrciher au, nachdem der Kiinig zuvor Kirehcnnntsikcu von Lotti, I...eo, Pcrgolcsi und Mens **) ausgcwiihlt hatte. In Folge dieses Vorfalls ward von dem Dir. des Sclml- Collegiums, nachherigem l\linister Wöllncr, der Gedauke :wgc· regt, llem Könige die ganze Sammlung gegen ein Aequivaicnt anzubieten, wogrgeu sielt jedoch tlie ,Juristen drs Collegiums erkl:irten, - Demnach schien dnreh das 'J'est:tmcut t!ie lleuntzung der Bibliothek sehr erschwert, was den Unwillcu der l\Insiker vidfnl'lt t~r­ regt ltat. Hciehnrdt sngt u. a. (\Vochenblatt. 3. St.): "Vou Lcopol1l IIasslcr's höchst sehiitzhnrem PR:tlm- nnd Choralwerke, das die Prinzessin A. dnrrh Kimberger uns dPm ~[auuscripte, welches in der iilteren 'l'ablatnrRcl1rift geschrieben ist, in umcre modemc :\Iusikschrift übertragen und bei Breitkopf und llärtel heransgeben liess, einzig uud alleiu, um tlrt· Kunst. durch die rniig-lichste Verbreitung dieses \V erkcs zu nutzen, liegen jetzt in dieser Sammlung ei11igc llnndert. Exemplare Ullf!'l'nntzt. - Gerber gicbt im, dass von dieser Hibl. noch kein Katalog vorhanden sei, ~piitrr ist jedoch dunh Zclter ein solcher augefertigt worden, der in ueuerer Zeit. durch Profcs~or .Tacohs, den jetzigen Bibliothcknr, n'vidirt wonlcn. ist. Ein alphabetisches V crzeichni,·;; der in dt·r Amalicn-Bibl. vorhandenen l\lusikalicn mit. A11galw der Jl;ahl der vorh:uulent·lt \Vcrkc findet mau in Kocpke's Gcscl~ichtc der llibl. des Joachimth. Gymn. *) Die Notizen iihcr diese llibl. nac~h Koepkc's Gcsch. d. ßihl. d. Joachimstltalcr Gymn. . **) Sollte dieser. Name richtig geschrieben sein? 'V alter und Gerher geben keinen Comp. d1escs No.mcns an, ViCl!cicht soll es heissen: Philippe de Mons oder Montc.
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