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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Dickmann. - Dielitz. 111 (Hof~r); Mahomed (ßeln~rerung von Corinth); Harald (Alfred); Kookburn (Fr. Di11volo); Johann (Liebe in der Mädchenschule); St. Val. (Brant); Montezu!iiii (Cortei); 1831: Guilbert (Templer u. Jüdin);~ (Fidelio); Orest (Jphigenia in Tauris); Rubert (Jocoride); Viterbo (Ränberbraut); 18J2:HanslKirmes); Daudölo (Zampa); Patroelus (J rene); Rübezahl (B .. Idrian u. Rosa); 1SJ3: Heilin,., in d. Op. gl.l'.; YillacUma (Opferfest); 183-l: Polgar (d.Zigenner); Tburccht (d. de~erren); Zadig (d. 3 Wünsche); Fialka (Drak~na); Lorenzo (Capu- letti); Moralez \Curtez); 1835; Evan Dlm (Trilby); 1836: Walton (Puritaner). Im J. 1822 unternahm er zu seiner weiteren Ausbildung eine Kunstreise über Dres- den, Cassel, Leipzig, Frankfmt nach Wien, blieb längere Zeit an dem letztgenannten Orte, bildete sich nach den Vorbildern der damals dort weilenden berühmten Sänger der italienischen Oper: Rnbini, Lablache, David, die Fodor u. a. und suchte sich die moderne italienische Gesangweise, in der er schon in Berlin bei einem italienischen Gesanglehrer den Grund gelegt, noch in höherem Grade anzueignen. Dabei ward jedoch das Studium deutscher klassischer Gesangwerke nicht vernachlässigt und er studirte die- selben eifrig unter Leitung Schelble's in Frankfurt a. l\L - Die Fortschritte, die er auf dieser Reise als Künstler gemacht, traten nach seiner Rückkehr sichtlich hervor und seine Leistungen als Sänger wurden noch durch ein durchdachtes vortreffliches Spid unterstützt. Auch die klassische Kirchenmusik besass in ihm einen eifrigen Beförderer, so war es mit auf seine Veranlassung, da~s die grosse Passionsmusik n. Matthaei von S. Bach nach 100jähriger Ruhe in Bcrlin durch die Sing·Akademic am 11. März 1829 zur Aufführung gebracht wurde*). Devrient hatte dabei die Partie des Heilandes über- nommen und die Auffassung und der Vortrag dieser schwierigen Partie !!alten als ~Inster. Im J. 1831 hatte Devrient die Rolle des Templers (Templer und Jüdin) übernommen und fand in derselbeu grossen Beifall, ungeachtet er damals an einem Halsübel litt; die zn grossen Anstreugungen hierbei wirkten nachtheilig auf seiue Stimme, die von dieser Zeit im Abnehmen war, bis er sich 1838 ganz von der Oper zurückzog, jedoch als vor- trefflicher Schauspieler ferner eine Stütze der Bühne war. Im J. 1844 ward er als Regisseur der K. sächsischen Bühne nach Dresden und 1852 als Grossherzogl. baden- scher Theater-Director nach Carlsruhc berufen; in dieser letztgenannten Stellung befin- det er sich noch gegenwärtig (1859). - Devrient hat sich auch als Bühnendichter vor- theilhaft bekannt gemacht; besonders mnss hier bemerkt werden, dass er die Texte zu den Opern: "d. Kinnes" und "d. Zigeuner", beide eomponirt von W. Taubert, und die zur Oper: "Hans Heyling", eomponirt von H. Marsclmer, gedichtet hat. Dlekmann (Marle), Säugerin beim Königsstädter Theater zu Berlin, geh. 5. Nov. 1817 zu Elbing, erhielt in ßerlin den Unterricht im Gesange, Clavier etc. durch Carl Nicolai, später war sie im Gesange eine Schülerin L. Rellstab's, trat 1836 in die Sing·Akademie und lh~ss sich in demselben Jahre dort in dem Orat. "Joseph" von Hän- del, zuerst als "Ascnath'' hören. Im J. 1837 ward sie beim KönigRstä
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