Path:
D

Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

110 Devrient. Scene passende Stücke spielen und erregte damals durch seinen vortrefflichen Vortrag Aufsehen. Um sich noch mehr in der l\lu~ik auszubilden, nahm er bei L. Derger im Klavierspiel und bei Zelter, später bei B. Klein in der Composition Unterricht; auf der Ha1fe war l\fad. Möser-Longhi ~eine Lehrerin. Dnrch den Grafen Pombelles mehreren reichen Familien als Klavicrlchret· empfohlen; ward er bald als solcher sehr gesucht und ausserordentlich gut honorirt. Im .Jahre 1818 warrl er als Harfenist bei der K. Kapelle angestellt und gerieth nm diese Zeit durch Heiritth in eine sehr wohlhabende La~e. Wegen eines Zwistes mit Spontini forderte er seinen Abschied von •lcr K. Kapelle, kaufte hierauf nlriissig, blieb er 3 Jahre dort; doch nt (Edullrd Plalllptt ), Grosshcrz. Badenscher Dircctor der Schau- epiele zu Carlsrnhe. Gcb. 11. Aug. 1801 zn Berlin, wo sein \" ater Kaufmann war. Devrient, ebenfalls zur Handlung bestimmt, fiihlte, wie sein Onkel, der berühmte Schau- spieler Ludw. Dcvrient, eine grosse Neigung zur dramatischen Kunst, welcher Neigung er jedoch nicht gleich folgen durfte. Schon als Kind besass er eine schöne Sopran- Stimme, die sich in den Jünglingsjahren zu einem Bariton umwandelte. Am 31. März 1818 trat er, damals noch Handlungsdiener, in die Sing-Akademie und Zelter, der so- gleich den Werth seiner Stimme erkannte*), ertheilte ihm sowohl Unterricht im Gesange, als im Generalbass. Am Charfeitage d. J. 1819 sang Devricnt zum ersten Male öffent- lich die Ba8spartie im "Tod JeBn" von Grann. Der Beifall, den er errang, crmuthigte ihn (jedoch ohne seinen Namen zu nennen) einen theatralischen Versuch zu machen, und in der Partie des Thanatos (A Icestc) aufzutreten. Als
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.