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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Dankelmann. - Deeker. 105 Clavier-Musik. Leichter 4händiger Satz f. Pf. op. 7. Magdeburg, Heinrichs· hofen. Dnnkelnuuan (Ernst), Freiherr von. Von ihm erschien: Facke\tanz, zur Vermählung der PrinzesRin Charlotte I"Ou Prenssen, 18 . .Mai 1850 aufgeführt, arr. f. Pf. Berl. Trautwein. Der Componist ist wt~hrscheinlich der Oberst-Lieuteuant und Militair- Gouvcrncur beim Prinzen Albrecht (Sohn) v. Preussen, geh. 21. Nov. 1805, gest. 1. Febr. 1855 zu Berlin. Dt•t•kt>r {Constnn11n), geh. (n. Schilling's Suppl.-Bd.) 29. Dec. 1810 zu Fürstenau (Mark Brandenburg). Sein Vater ward bald nach seiner Geburt als Ober- Lehrer nach Stolp (Hinterpommern) versetzt und unterrichtete den Knaben selbst in den Schulwi~scnschnftcn. Schon früh zeigte dieser Neigung und Talent zur ~lusik, erhielt guten Unterricht darin und spielte schon vom 10 Jahre an Bach'lil wohltemperirtes Cla- vier, machte Generalbass-Uebungcn, transpouirte fleissig und übte die Clavicrwerke 100 Herz, Kalkbreuner, Moscheles, Field u. A. Nachdem er das Gymnasium zu Coeslin be- sucht und. dabei Gelegenheit gehabt, den musikalischen Gesellschaften des Präsidenten Grafen Dohna beizuwohnen und dort am Flügel zu begleiten, bezog er im 18. Jahre die Universität BeJ!in. wo er neben seinen Studien fleissig musicirte und seinen Geschmack durch das Hören klassischer Musikwerke bildete. Pecnniäre Verhältnisse, sowie Hypo- chondrie veraulassten ihn 1831 Berlin zu verlassen und eine Hauslehrerstelle anzuneh- men, und erst im J. 1835 kehrte er dahin zurück mit dem Entschlusse, sich gauz der Musik zu widmen. Er erhielt nun den gründlichen Unterricht des Prof. Dehn in der Theorie der l\Iusik, schloss sieh in demselben Jahre den Qum1ett-Versammlungen der Kammermusiker Zimmermann und Genossen an und ward dadurch angeregt, selbt einige Quartette zu componiren. Um dirse Zeit setzte die K. Akademie der Künste einen Preis für die beste Cantate für die Altstimme aus. Decker bewarb sich um den P1·eis, den er zwar nicht erhielt, jedoch lobend erwähnt ward. Im J. 1838 trat er eine Kunstreise an, die er bis Russland ausdehnte, wo er sich uiederliess. Erst im J. 1861 besuchte er auf kurze Zeit Berlin wieder. Von seinen W crken kön~en hier folgende angegeben werden: 0 p er n. 1. Die Geusen in Breda, histor. rom. Op. 3 A., 1837 comp. 2. Giaffar, der Weiberfeind, k. Op. 2 A., von Rückert. 1838. 3. Jsolde, Gräfin von Toulonse, 1852 in Königsberg gegeben. Cantaten. 1. Jno, Cant. n. Ramler's Ged. f. 1. Altst. m. Chor, 1836. 2. Maurer- Cant. ·zur 100jlihr. Gedäehtuissfeicr der Aufnahme Friedr. d. Gr. in den Maurer-Orden. Lieder und Gesänge. Das Glas in der Rechten, von Hoffm. v. Fallersl. (Liederb f. deutsche Künstler) ßerl. 1833. 7 Lieder f. ßar. od. A. m. Pf., op. 2. Berl. Schlesinger 1836. Graf Ebcrstc;n, Ballade von Uhland, f. Bar. od. Bs. m. Pf. op. 3. ebend, 5 Lieder u. Ges. f. Sopr. od. Tcn. m. Pf. op. 5. 9 Lieder von Uhland, Marggraff v. Kopisch m. Pf. op. 6, Berl. Bechtold u. Hartje. 4 Ges. f. Ils. od. A. m. Pf. op. 1:.!. Leipz. HoffmeistPr. 3 kom. Ges. f. Bs. m. Pf. op. 13, Berl. Bechtold u. Hartje 1837. In der Ferne, f. 1 Sgst. m. Pf. op. 14. Bcrl. Bote u. Bock. 3 Ducttinen f. 2 Rgst. m. Pf. op. 15. Magdb, Heinrichsh. 1839. Der treue Kriege~, Romanze f. 1 Sgst. m. Pf. op. 16. Berl. Cranz J8:l9. 2 Balladen f. 1 Sgst. m. Pf. op. 17. Le1pz. Hoffmei~ter 1841. Der Abschied, Ballade von Uhland,. f. 1 Sgst. m. Pf. op. 18. 1\Igdb. Heinrichshofen, Des Goldschmieds Töchterlein, Ballade von Uhland, f. 1 Sgst. m. Pf. op. Hl. Ilcrl, Rock. 3 Romanzen f. 1 Sgst. m. Pf. op. 20. Mg
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