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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Dam. - Damcke. 103 gegeben). 3. Der Geisterring, Op. v. Gehde, 1842 comp. (die Ouv. in Concerten gegeben). 4. Die engl. Waaren, Operette von Kotzebuc, 1844 im Theater Urania zu Berlin aufgef. Lieder und Gesänge. 3 Lieder f. 1 Sgst. m. Pf., den K Schauspielerinnen Bertba und Clara. Stich. ded. Berl. Schiele. 2 Ged. v. Dilla Helena op. 5. Berl. Challier. ' *,Dan• (lUad• Gre.-er•), K. KammermuRikus, Violinist und Symphouie.Dirigent der Opern-Kapelle zu Berlin. Geh. 2. Apr. 1791 in dem dänischen Städtchen Sw~nborg. Die Armuth seiner Eltern zwang diese den 5 jährigen Knaben, welcher grosse Neigung zum Violinspiel zeigte, zu dem Swenborger Stadtmusikus in die Lehre zu geben. Schnell entwickelte sich hier das Talent des Knaben und fand bald Anerkennung, so dass, wenn sein Lehrmeister zum Tanzspielen bestellt wurdt), dies immer mit der Bedingung geschah: "Mads Dam müsse mitwirken." Das 12. Jahr fand den Knaben in Copenhagen, wo ein Mitglied der dortigen Kapelle, Namens Gregers Simonson, sich freundlich seiner annahm und für ihn ein Concert veranstaltete, bei welchem das Spiel des jungen Dam ausseror- dentlichen Beifall fand. Hierdurch erregte er die Aufmerksamkeit mehrerer Musikfreuude; es ward eine Sammlung für ihn veranstaltet, die einen so reichlichen Ertrag lieferte, dass Dam in Copeuhagen bleiben und unter Leitung Simonson's sich auf der Violine wei- ter ausbilden konnte. Im 15. Jahre kam Dam in die Kapelle zu Copenhagen, doch das Streben, sich weiter auszubilden, trieb ihn bald nach Deutschland, das er mehrere Jahre hindurch auf Kunstreisen durchzog. Im Jahre 1811 liess er sich zum ersten Male als Concertspieler in Berlin .hören und erwarb dort, wie auch in dem darauf folgenden Jahre, grossen Beifall. Später ward er im J. 1815 als K. Kammermus. bei der Kapelle zu Berliu angestellt, bei der er 1827 zum Symphonie-Dirigenten ernannt wurde, welche Stelle er, nach- dem er sie 25 J. hindurch versehen, jüngeren Kräften überliess, und seitdem nur noch bei grössern Opernaufführungen in der K. Kapelle mitwirkt. Er gilt für einen gründ- lichen Musiker. Von seinen Compositionen sind bekannt geworden: Quatuor. p. 2 V. A., B. Leipz, Breitkopf u. Härte!. - 3 Duos p. 2 V. Berl. Kunstburcau. - Adagio u. Polon. f. Viol. - Dameke (Berthold), geh. (n. Schilling's Suppl.-Bd.) 6. Febr. 1812 zu Han- nover, war Anfangs zum Studium der Theologie bestimmt und besuchte daR Gymnasium seiner Vaterstadt, machte aber auch bedeutende Fortsclnitte in der Musik und fasste auf Anrathen seines Lehrers, des ausgezeichneten Clavierspielcrs Aloys Schmitt, den Ent- schlu!!fl, sich ganz der Musik zu widmen. Im J. 1833 trat er als Bratschist in die Hof- Kapelle zu Hannover, setzte aber dabei seine Uebungen im Clavierspiele fort; auch er- lernte er die Orgel und Iiess sich 1834 öffentlich auf diesem Instrumente hören , bei welcher Gelegenheit auch eine eigene Composition Damcke's, ein Männerchor mit Orgel und Bcgl. von Blechinstrumenten, zur Aufführung kam. Von Hannover be"'ab sieb Damcke zu seiner weitem Ausbildung nach Frankfurt a. M., um sich unter F. 0Hies und Seheihle im Clavierspiele noch zu vervollkommnen, Von hier aus ward er als Musik- Director nach Kreuznach berufen; wo er den dortigen Musikverein und die Liedertafel leitete und mehrere grösscre Compositioneu schrieb. Im J. 1837 ging er nach Potsdam, wo er Musik-Director der philharmonischen Gesellschaft ward und auch die Direction des Gesangvereins für O~ernmusik übernahm. Mit diesem Musikvercine, unter Hinzu- ziehung von Künstlern Berlms, veranstaltete er namentlich in den J. 1839-40 bedeutende Musikaufführuugen klassischer Compositionen; auch Iiess er sich 1843 in Berlin als Con- certspieler auf dem Claviere hören .. Im J. 1844 nahm er die Stelle eines Musik-Dirce- tors in Königsberg an, die er aber m demselben Jahre schon wieder aufgab und nach Berlin zurückkehrte. Er erhielt 184& die grosse goldene Medaille für Kunst und unter- nahm in demselben Jahre eine Reise nach Russland, wo er mehrere Jahre blieb und be- sonders um das J. 1850 in Petcrsburg auch als Kritiker erwähnt wird. Später kehrte er nach Deutschland zurück und hielt sich um 1855 in Frankfurt a. M. auf, wo er Vor- lesungen über Geschichte der :Musik hielt. Von seinen Compositionen können folgende angegeben werden: Oratorien, Cantaten, geistliche Gesänge. 1. Deborah, Orat., in Kreuznach comp. 2. Die Geburt Jnsu, Orat., 1839 in Potsdam uuter seiner Dircction aufgeführt.
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