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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Cubelius. - Cnrsehmann. 99 1666 bereits die 12. Aufl. mit 731 Liedern, und 1733 die 43. Aufl. mit 1316 Liedern. Die 24. Auflage habe ich selbst gesehen, von derselben lautet der Titel wie folgt: Praxis Pietatis Melica. Das ist: Uebung der Gottseeligkeit in Christlichen und Trost- reichen Gesängen, Herrn D. Martini Lutheri fürnemlich, wie auch andrer seiner getreuen Nachfolger und reiner Evangelischer Lehre Bekenner: Ordentlich zusammengebracht und nunmehr mit Johann Heermann's Evangelien bis in 1'!20 Gesängen vermehret, auch zur Befordernng dess sowohl Kirchen- als Privatgottesdienstes mit beigesetzten bishero ge- bräuchlichen und schönen Melodien, nebst dem dazu gehörigen Fundament angeordnet von J oh. · Crügern Gub. Lusato, Direct. Music. ad Div. Nicol. J tzo zum an dermahl in diesem Format Vier Stimmig aufgelegt, die vor diesem mit eingeschlicbenen Christlichen Liedern unanständige Melodien hcraussgelasscn, hingegen mit unterschiedenen neuen ver- mehrt, wie auch zu deuen hinzugethanen Melorlien Mittelstimmen gesetzet, von Jacob Hintzen. Musico InstrumeutaH, bey der Churf. Residentz und Veste Berlin. Nebst Johann Habcrmann's vermehrten Gebätbuche, Cantus et Bassus. Mit Churf. Freiheit in keiner Edition nachzudrucken noch in dero Lande einzuführen. Editio XXIV. Zu Ber- lin gedr. u. verl. von David Salfeld's sel. Wittwe 1690. 6. Hymni Selecti, In gratiam studiosae Inventutis Gymnasü Berlinenais ad modulan- dum simul ac precandum simplici 4. vocum stylo adornati a Johanne Crügero. Nunc sub incudem denuo revocati. Coloniae ßrandenb. Literis Georgi Scbultzi. Elect. Ty- pogr. 1680. kl. 8. 16 S. (enthielt folgende Hymnen: Veni crcator spiritus. - 0 Dei Jesu venerandc fili. - Qui Veritatis Spiritus nostris. - Grates agamus omnibus Deo. - Anribus nostris pietatis artes. - Serva Deus vcrba tuum. - Aufer immensam Deus. - 0 pacis et concordiae Autor. - Veni maxime Spiritus tuornm. - In dem Dresdener Gesangbuche stehen noch folgende Lieder von Crüger's Com- position: 1. 0 J esu Christ, dein Kripplein ist. 2. Fröhlich soll mein Herze springen, 3, Ein Weib, das Gott den Herrn liebt. 4. Jcsu meine Freude. *C11belh111 (.-l.n.-. Ferd.), K. Kammermusikus und Violoncellist d. Op.-Kapclle zu ßerlin Geboren daselbst im Jan. 1798, verlor seinen Vater früh und sah sich schon als Knabe genöthigt, seinen Unterhalt zu verdiE'nen. Lust und Talent zur Musik bewogen ihn, sich dieser Kunst zu widmen, und er erhielt den ersten unvollkommenen Unterricht auf der Flöte und dem Violoneeil von dem Musiker Mettingsdorfer. Als Cube- lius sein 15 Jahr erreicht hatte, ward er durch einen Freund seines verstorbenen Vaters an Zelter empfohlen, der sich des Jünglings väterlich annahm, ihm mit Rath und That zur Seite stand, erlaubte, dass er seinen Unterrichtsstunden beiwohnen durfte, und ihn mit Schreiben von Partituren der besten klassischen Meister beschäftigte. Eben so durfte Cubelius den von Zelter gestifteten Uebungs-Concerten, die den Namen "nipienschule" führten, beiwohnen, und Iiese sich dort am 23. Sept. 1813 mit einem Coneert in A-dur von Quanz, auf der Flöte hören. Auf dem Violoneeil erhielt er um diese Zeit den Un- terricht der Kammermusiker Kelz und Hausmann. Im Jahre 1813 ward P-r Mitglied der Sing-Akademie, deren thätigcs :\litglicd im Bass er noch gegenwärtig (1859) ist. Jene glückliche Lehrzeit dauerte im Ganzen nur 3 Jahre, worauf er auf Empfehlung Zelter's durch den Grafen Briihl ohne weitere Prüfung als Kammermusikus und Violon- cellist bei der Opern-Kapelle am 1. l\Iai 1816 augestellt ward. Neben seiner dienst- lichen Beschäftigung crtheilt er viell\Iusikunterricbt, basonders auf dem C!avier. Wenuso auch Cubelius von der Kunst leben musste, so hat er doch stets für dieselbe gelebt, und darf sich als einen ihrer eifrigsten Diener betrachten. Die. Lust und Liebe zu allem Edlen in der Musik hat sich auch in seinen reiferen Jahren stets frisch erhalten, und dies verdankt er hauptsächlich seinem alten Lehrer Zelter, der seinem Geschmacke eine Richtung gab, die das, wa~ die Zeit mit sich bringt, richtig zu würdigen weiss, aber das wahrhaft gute Alte nicht untergehen lässt. Corsehmann (Ft•ledrleh), geh. 21. Juni 18~5 zu ~erlin, wo sein Vater Weinhändler war. Schon in früher Jugend hatte er eme schone und ausgebildete Sopranstimme und trug bei öffentlichen Schulfeierlichkeiten grosse Solopartien mit Bei- fall vor. Anfangs studirte er die Rechtswissenschaft, doch seine grosse Liebe zur Musik bewog ihn, sich ganz dieser Kun5t zu weihen. Er ging nun nach Cassel, um unter 13*
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