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abzuwarten den Anfang machte. Am 3uten May bewil⸗
ligte der Kreis endlich 3z00sm Rations.
Was man lange vermuthet hatte, fuͤhlte man nun
endlich handgreiflich: nemlich daß diese enorme Anfode⸗
rungen weit mehr betrugen, als die wuͤrkliche Verpfle⸗
gung des Heeres erfodern konnte. Man entdekte die
groben Unterschleife die dabey vorgiengen und fand, daß
die Entreprenneurs blos Quittungen von den Commis
einkauften, wofuͤr diese das Geld theilten, und keine Fou⸗
rage erhielten: Das Kriegscommissariat handelte oͤffent⸗
lich wie im Kramladen mit diesem Geschaͤfte.
Am Izten October 1762. verlangte der Franzoͤsische
Gesandte nochmals 1,500 000 Rations, unterm Ver—⸗
sprechen der Zahlung eines à Compte von 5 Sols per
Ration: auch diese wurden vom Kreise verwilligt!
Außer diesen enormen Lieferungen dauerten die Pri⸗
vatverpflegungen, Transporte ꝛc. bis zum Abzug saͤmt⸗
licher Truppen im Maͤrz 1763 ununterbrochen fort; ein
gleiches geschah mit den Mehlsuhren nach Fulda, wo⸗
hin der Fraͤnkische Kreis noch im August und Septem⸗
ber 1762. 6000 Saͤke liesern mußte, von welchen Ans⸗
bach allein 2000 uͤbertragen wurden: was uͤber 20000.
fl. betrug.
Fuͤr diesen schweren Aufwand ist keinem der Kreis⸗
staͤnde, auch nicht ein Heller, von Frankreich verguͤtet
oder zuruͤkbezahlt worden.
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