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Zwei socher massiven Baracken sind auf Anregung des Ver-
fas~ers in Kiel für die l\Iarine erbaut und erfreuen sich des ein-
stimmigen Beifalles aller S achkenne r. Zwei Oefen (die bekann-
ten Ventilationsöfen), welche nur bei Tage geheizt wurden, ge-
nügten in die~en massiven Baral:ken, um in den beiden kältesten
l\Ionaten Deeember und Januar eine Temperatur von durch-
s c h n i t t I ich + \)" R. zn erzi,clen. Wenn für die kurze Zeitdauer
der strengsten Kälte noch ein eiserner Kanonenofen in der Mitte
des Saales aufgestellt wird, so kann die Temperatur selbst bei
strengster Kälte bequem auf + 15° gebracht werden. Ob nach die-
sem Vorg:mge, oder aus denselben Gründen, - kurz es sind seitdem
auch bereits an anderen Orten massive Baracken erbaut worden.
ßeschränkung l\lit Rücksicht auf die fortwährende Heizung der eisernen
der Firstven-
tilation. Ocfen und die dadurch herbei geführte Aufsaugung der unteren
Luftschicht des Krankensaales wurde die Firstventilation
durch Klappen am Dachreiter beschränkt, um den Austritt der
warmen Luft zu mässigen. Bei den fiskalischen Baracken öffne-
ten sich diese Klappen nach oben, waren also in der Ruhe-
lage geschlossen, bei den städtischen öffneten sie sich
nach unten, hingen also in der Ruhelage offen. Die letztere
Anordnung verdient vor jener den Vorzug, weil im Winter das Stre-
ben der Wärter und Kranken darauf gerichtet ist, Alles dicht zu ver-
schlies~en und weil bei einer Ausdehnung der Bretter durch Nässe
die Kbppen sich bei jenen nicht leicht öffnen, hei diesen dagegen
sich nur schwer schliessen lassen.
Oefen. In den fiskalischen und Vereins-Baracken waren.zwei Schütt-
öfen und aussenlern in der 1\Iitte jeder Baracke noch ein Kano-
nenofen aufgestellt. In den städtischen Baracken waren theils
Wiehl'sche Füllöfen, theils Ga~öfen nach verbessertem System des
Ingenieurs II e n n e b er g, theils gewöhnliche Kanonen- resp. Säulen-
öfen zur Anwendung gekommen.
Alle diese verschiedenen Oefen haben ihre Vortheile
Strome y er im Jahre 18G7 in dßr militairärztlicheo Conferenz gemacht. Nach
der Berecbnuug eines Bauraths betragen die Kosten einer mall s i v e n Baracke
aus Ziegelmauerwerk, ein Stein stark, nur ca. 400 Thlr. mehr als unsere
hölzernen Baracken, wenu blos Waud gegen Wand gerechnet wird.