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III. Der Krankendienst

Full text: Die Kriegslazarethe und Baracken von Berlin / Steinberg, A.

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aus den Baracken nicht der Bev�lkerung der Staut Sch�u-
lichkeiten zugef�hrt wurden. 
Die Einrichtungen, welche die Beseitigung jener Sch�dlich-
keiten zum Zwecke hatten, sind bereits in den vorhergehenden 
Abschnitten hervorgehoben und bed�rfen daher hier nur einer kur-
zen Recapitulation. 
Die sofortige Isolirung von neu ankommenden Kran-
ken wurde durch die oben entwickelte Einrichtung von Krankeo-
stat i o n e n erm�glicht, ausserdem hatte jede Baracke eine Bade-
Einrichtung, um diejenigen Kranken, deren Zustand es erlaubte, 
gleich nach ihrer Ankunft in einem warmen Bade zu reinigen, sie 
hatte ferner eine Uniform s kam m er, um die Uniformst�cke etc. der 
angekommenen Kranken aufzunehmen und zu desinticiren, sie ent-
hielt ~ndlich f�r jeden neu ankommenden Kranken reine Leib-
und Bettw�sche, w�hrend seine unreine Leibw�scne in einem 
besonderen Depot gesammelt und baldig~t nach der Dampfw�scherei 
geschickt wurde. In diesem Depot f�r unreine W�sche be-
fand sich eine besondere Abtheilung f�r die unreine W�sche 
der Typhus- resp. ansteckenden Kranken. Sie wurde in 
blechernen W�s~hekasten, welche eil}en Wasser-Zu- und 
Abfluss hatten, aufbewahrt und mit Garbolwasser desinfi-
cirt. Die Uniformst�cke und das Lederzeug wurden ausser-
halb der Baracke gel�ftet, geklopft, geb�rstet und schliess-
lich mit Garbolwasser besprengt. Trotzdem muss auch hier 
auf den Vorzug aufmerksam gemacht werden, welchen die st�dti-
schen Baracken dadurch gewannen, dass sie zur Aufnahme der trotz 
aller L�ftung dennoch �belriechenden Montirungsst�cke einen be-
sonderen Schuppen hatten, welcher die D c s in f e c t i o n der Stoffe 
durch fortw�hrende Aufstellung von Desinfectionsmitteln wesentlich 
erleichterte. 
Jede Baracke hatte einen Ausguss, welcher die schleunige 
Entfernung aller fl�ssigen Auswurfstoffe der Kranken ohne 
M�he m�glich machte. Bei den Typhus -Baracken war noch ein 
besonderer Ausguss mit Wasserzufluss eingerichtet, wie Seite 59 
erw�hnt it;t. 
Was die Desinfection ganzer Baracken betrifft, welche
        
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