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II. Reserve-Lazarethe, stationaire Krankenhäuser, Vereins- und Privat-Lazarethe, Privatpflege und das Barackenlager

Full text: Die Kriegslazarethe und Baracken von Berlin / Steinberg, A.

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welches im Centrum der Gruppe aufgestellt war. Die an den Sei-
ten an~ebrachten Gardinen konnten je nach der Windrichtung ge-
�tTnet oder geschlo~sen werden. Vor diesem Zelte befand sich ein 
Springbrunnen und das ganze Terrain war durch Beete geziert. 
Diese Anlagen gaben der Vereins-Gruppe einen Vorzug 
vor den anderen, so da~s sie trotz ihrer entfernten Lage am 
�usser:;ten Ende des Terrain~ dennoch am meisten besucht wurde. 
Einrichtungen zur Ueberwinterung. 
F�r die Benutzung w�hrend der Wintermonate wurden auf 
Anordnung der l\lilitair-l\Iedicinal-Abtheilung in den einzelnen Grup-
pen folgende Einrichtungen getroffen. 
Erdaufschiit- Die Wasserleitungsr�hren waren nicht tief genug gelegt 
tungen aufdie l mu~sten de:;halb durch Erdaufsch�ttungen gegen den Frost 
'Va:<>er Iei- Ulll 
tungsr�hren ge:,;chiitz.t werden. Dies hat si~;h auch im Allgemeinen bew�hrt, 
denn die Entw�sserungsr�hren sind selb~t bei strenger K�lte 
niclJt zugefroren, dagegen fror der Zufluss Anfangs nur in 
mehreren R�hren, bei andauernder K�lte jedoch auch in 
einem Hauptrohr ein, so dass das Wa~ser zeitweise aus den 
Hydranten mitteist Sehl�uchen entnommen und in Wasserk�beln 
nach den Baracken getragen werdl'n mu~ste. 
Erdaufschiit- Au~;h der Unterbau wurde bei s�mmtlichen Baracken 
Iungen nnden durch Erdauf:ochiittungen bis zur H�he des Fussbodens 
Unterbau. 
gegen das Eindringen der Kiilte gesiehert, indessen durch Oeffnun-
gen iu der Erdan::ehiittung der Zutritt der Luft nicht ganz abge-
schlossen. Diese Oefl'nungen konnten je nach der Witterung durch 
Klappen geschlossen werden. 
Vwehoalnng Um uen W�nden der Ruacken mehr Schutz gegen das Eindringen 
rler Baracken- .1 r���]t �-1 ,1 d' .. B d h 
w�nde uer \a e zu gewa 1ren, wurue 1e aus s er e retterwan noc 
c1 un.:h eine innere Bretter I a g e verst�rkt und der Raum zwischen 
beiden Bretterlagen in den Vereins-Baracken mit Coaksasche, in 
einzelnen tbkali~chen mit Torf gef�llt. In dieser Beziehung wurden 
die verschiedensten Versuche angestellt, indem die Veri'chaalung in 
einzelnen Baracken nur bis zur Br�stungilh�he der Fenster statt-
fand, bei anderen die Aussenwand verst�rkt wurde, z. B. mit 
Dachpappe, bei einer auch mit Stroh unu Lehm.
        
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