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II. Reserve-Lazarethe, stationaire Krankenhäuser, Vereins- und Privat-Lazarethe, Privatpflege und das Barackenlager

Full text: Die Kriegslazarethe und Baracken von Berlin / Steinberg, A. (Public Domain)

39 ser aufgelöst und weiter geführt wurden. A~s dieser Scukgrubc führte nämlich ein Leitungs-Rohr nach dem Haupt- resp. Strassen- rohr, welche alle Auswurfstoffe nach dem Bassin leitete. So lange der Wasserdruck resp. Wa~serfall stark genug ist, um die com- pacten Excremente zu zertheilen und a u fz u I ö s e n, läs;,;t sich diese Einrichtung nicht bemängeln,- aber bei schwachem Wasser- drucke z. B. im Winter, blieb immer ein Theil der Excre- mente in der Senkgrube zurück und veranlasste nach- theilige Exhalationen. Es mussten daher im Winter diese Senkgruben der fiskalischen und Vereinsbaracken wöchentlich zwei- mal entleert, und ihr Inha}t nach besonderen, entfernt gelegenen Gruben geschafft werden, wo derselbe durch Eisenvitriol und Erd- auf~chüttung desinficirt wurde. Jene ersterwähnten, kleinen, gemauerten Senkgruben machten daher nur eine doppelte, mit gesteigerter Arbeit und Kosten ver- bundene Desinfection nöthig, ohne irgend einen Vortlleil zu ge- währen. In den städtischen Baracken war dagegen die Anordnung ge- troffen, dass die Fallröhren der Closets direct, d. h. ohne An- lage einer Senkgrube, in die 18zölligen Haupt- resp. Strassen- rohre mündeten. Die in England allgemein gemaeilte Erfahrung, da~s Wate r- Closets keiner Senkgruben bedürfen, Lat sich auch hier bewährt. Sind die Senkgruben aber vom bautechnischen Stand- punkt aus nicht nothwendig, so verdienen sie vom sanitairen eine entschiedene Zurückweisung und ist deshalb ihre Anlage zu vermeiden. Um die Baracken der Stadt zog sich eine 3 Fuss breite Gallerie mit einfachem Eisengeländer, welche durch Leinwand· Vorhänge vom Dacht} bis zum Fussboden geschützt werden konnte. Sie wurde von Reconvalescenten mit Vorliebe bei günstiger Witterung auf der dem Winde nicht ausgesetl.ten Seite als Sitzplatz gewählt. Für
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