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II. Reserve-Lazarethe, stationaire Krankenhäuser, Vereins- und Privat-Lazarethe, Privatpflege und das Barackenlager

Full text: Die Kriegslazarethe und Baracken von Berlin / Steinberg, A.

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Professor Virchow fast durchweg mit Asphalt auf Pappe belegt, 
und in einer Baracke (Nr. 50) bestand der~elbe aus Ziegelstei-
nen, welche unmittelbar auf dem Erdboden gemauert und 
au~serdem noch cementirt waren. Die letztere Einrichtung war 
deshalb getroffen, weil die~e Baracke mit Brandigen belegt wer-
den sollte und deshalb eine h�ufigere Desinfection des Fuss-
b o d e n s d u r c h W a s c h u n g e n n � t h i g wurde. 
Der Asphalt-Belag macht den Fussbodeo kalt und 
nimmt ihm auch das saubere Ansehen, weil A�phalt 
von jeder S�ure angegriffen und fleckig wird; iodessen 
kam dieser Umstand bei Kriegsbaracken wenig in Be-
tracht, mehr dagegen der Nutzen, welehen das schnellere 
Trocknen dieses A~phalthodens nach dem Abwaschen ge-
w�hrt. F�r Baracken, in welchen Brand oder �hnliche 
ansteckende Krankheiten behandelt werden sollen, ist ein 
cementirter oder, mit R�cksicht auf den billigeren Preis 
ein a~phaltirter Fussboden als zweckm�ssig zu erachten. 
In den tbkalisehen Baracken war der Fussboden wegen des nach 
den Schlachten von W eis~en burg und W�rth eintretenden sch oellen 
Zuganges von Verwundeten Anfangs nicht mit Oelfarbe gestrichen. 
Der Oelan~trieh mus5te aber doch ~p�ter angeordnet werden;, weil 
die ungestrichenen Fussb�den nach dem Waschen zu 
langsam trockneten. Diesem Uebelstande entgingen die st�d-
tischen Baracken, deren B�den von vorn herein dreimal gestrichen 
waren. 
Dagegen ist bei den fiskalischen Baracken als Vorzug hervor-
zuheben, dass die ~~ z�lligen gehobelten und gespundeten Bretter 
des Fussbodens auf Balkenlagen nach der L�nge des Saales 
gelegt waren, w�hrend sie in den Vereinsbaracken parallel der 
schmalen .Seite des Saales direct auf den Unterz�gen lagen, 
wodurch eine Vibration beim Gehen durch den Mittelgang entstand, 
welche von den Verwundeten mit empfunden wurde. Dieser Uebel-
stand wurde von mehreren schwerverwundeten Officieren zur Sprache 
gebracht und erst dureh Legen von Decken und L�ufern erm�ssigt. 
Bei den st�dtischen Baracken war dieser Uebebtand da, wo die 
Bretterfuss b�den ebenso, wie in den Vereinsbaracken gelegt waren,
        
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