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II. Reserve-Lazarethe, stationaire Krankenhäuser, Vereins- und Privat-Lazarethe, Privatpflege und das Barackenlager

Full text: Die Kriegslazarethe und Baracken von Berlin / Steinberg, A.

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Um diese Ventilation ,ie nach Bed�rfniss erma~s1gen ret:p. die 
Oeffnungen je nach der Windrichtung auf einer Seite des Saales 
schliessen zu k�nnen, waren am Dachreiter der Vereins-Baracken 
stellbare Klappen angebracht, welche mittebt Schn�ren vom 
Krankensaal aus leicht nach Bed�rfniss benutzt werden konnten. 
Es ist dies zweifellos als ein Vorzug anzuerkennen, wenn das Warte-
und Pflege-Personal zu einem Verst�ndniss �ber den Werth der 
Ventilation nnd ihrer richtigen Benutzung gelangt ist, also wenn 
keine Besorgni~s vorliegt, dass jene Klappen aus unbegr�ndeter 
Furcht vor Zugluft Nachts von einzelnen W�rtern oder Kranken 
geschlossen werden In den st�dtischen Baracken war eine durch-
gehende unbeschr�nkte First-Ventilation vorhanden. 
Die Br�stungsh�he der Fenster betrug durchschnittlich Die Fenster. 
4 Fuss und dieses l\laass hat sich f�r den unterhalb liegenden 
Kranken im Allgemeinen nicht als zu hoch herausgestellt, obgleich 
die H�he vom Fussboden bis zum Fenster nicht gr�sser zu 
sein braucht, als die H�he des Kopfendes der Bettstelle 
gew�hnlich betr�gt, n�mlich 3 F u s s; indem bei solcher H�he der 
Luftaustausch durch die Fenster immer noch �ber dem Bettlager 
stattfindet. Die Fenster in den fi~kali~chen und Vereins- Baracken 
bestanden aus Glasscheiben mit stell barem Oberlicht. Dieses 
Mittel zur Vermehrung des Luftzuges ist im Sommer ganz noth-
wend ig, es wurde jedoch l~.ider, wie alle Ventilationsmittel, welche 
vom Willen der W�rter und Kranken abh�ngen, nicht ge-
n�gend benutzt, - meist nur auf besondere Anordnung des 
Arztes, Daher verdiente f�r den Sommer die Einrichtung in den 
st�dtischen Baracken den Vorzug, wo die Fenster durch Draht-
g az e ersetzt waren. Selbstredend waren ausserdem auch Glas-
fenster vorhanden, um je nach der Richtung, oder der St�rke des 
Windes an Stelle der Drahtgaze entweder einzelne, oder s�mmt-
liche Fenster auf einer, oder auf beiden Seiten des Saales ein-
zusetzen. 
DerFussboden war in den einzelnen Baracken verschieden 
eingerichtet, theils durch Belegung mit Asphalt, theils durch 
Oelanstrich, theils auch durch die Lage der Bretter. 
In den Vereins-Baracken war er auf Anordnung des Herrn 
3* 
Der 
Fussboden.
        
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