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II. Reserve-Lazarethe, stationaire Krankenhäuser, Vereins- und Privat-Lazarethe, Privatpflege und das Barackenlager

Full text: Die Kriegslazarethe und Baracken von Berlin / Steinberg, A.

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gemessenen B�chern und Zeitschriften ausge~tattet, so dass er allen 
Kranken, deren Zustand es gestattete, einen�� angenehmen Aufent-
halt bot. 
In allen diesen Lazarethen war die Verpflegung eine vortreff-
liche (ihre Kosten beliefen sich durchschnittlich auf 17} Sgr. pro 
Kopf). Helfende Damen, welche die Controle der K�che, sowie 
ausserdem die der W�sche �uernommen hatten, erg�nzten dieselbe 
noch durch Vertheilung von Extradi�t nach Anordnung der Aerzte 
an solche Kranke, deren Zustand danach angethan war. 
Ferner wurde auch auf besondere Lazarethe f�r solche 
Reconvalescenten Bedacht genommen, welche in kurzer Zeit 
zur mobilen Armee zur�ckkehren konnten. F�r die~e war selbst-
redend zwischen der Krankenverpflegung der Lazarethe und 
der Verpflegung eines Feldlagers ein Uebergang nothwen-
dig. Diesen Uebergang bildeten die von der l\lilitair-l\ledicinal-Ab-
tlleilung angeordneten sogenannten Kranken-Depots. Auch die 
Unbrauchbaren und Invaliden, welche keiner �rztlichen Be-
handlung mehr bedurften, wurden bis zu ihrer Entlassung in diesen 
Krankendepots untergebracht. 
F�r diejenigen Verwundeten und Kranken endlich, welche f�r 
die �stlichen Provinzen bestimmt, Berlin nur passirten,jedoch 
Behufs Uebern�chtigung oder wegen eingetretener Hindernisse einer 
sofortigen Weiterbef�rderung in �erlin f�r die Dauer von etwa 24 
bis 48 Stunden untergebracht werden mussten, waren die sogenann-
ten Etappenlazarethe eingerichtet, und zwar wurden zu diesem 
Zwecke die Reitbahn der Garde-Dragoner-Kaserne und das Exer-
cierhaus der Kaiser Franz-Kaserne in Anwendung gezogen. Auch 
diese sonst nicht zum dauernden Aufenthalt von Monsehen dienen-
den R�ume, ebenso wio die vorerw�hnten ueiden Kranken- Depots, 
von welchen das eine in dem ehemaligen Exercierhaus des Kaiser 
Franz-Regiments, Annenstrasse 55, das andere in den R�umen des 
Landv�;ehrzeughausos, K�niggr�tzstrasse l:Z:J, eingerichtet war, wur-
den durch Herstellung geeigneter Ventilationsvorrichtungen, durch 
Aufstellung einer ent~prechenden Zahl eh;erner Kanonen�fen etc. 
selbst f�r die Wintermonate zu einem zweckrn�ssigen Aufenthalt 
f�r . Reconvalescenten etc. umgeschaffen. Das Exercierhaus der
        
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