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§ 8. Das Schullocal

Full text: Geschichte der Dorotheenstädtischen Realschule während der ersten fünfundzwanzig Jahre ihres Bestehens / Kleiber, Ludwig (Public Domain)

63 1809 wurde der Saal wiederum durch eine bewegliche Holzwand getheilt und dadurch in zwei Klassenzimmer verwandelt. Gegenwärtig sind die 16 Klassen, aus denen die Anstalt besteht, in folgender Weise untergebracht: a) im Vorderhause, Georgenstrasse 23, 8 Klassen, nämlich 1., lla., IIb., lIla. 1, lila, 2, lIIb., IVa. und IVb. b) im Hinterhause 6 Klassen, nämlich Va., Vb., VIa., Vlb., die 1. und die 4. Vorschulklasse. c) im Hause, Georgenstrasse 18, 2 Klassen, nämlich die 2. und die 3. Vorschulklasse. Nachtrag. Die in dem Obigen mitgetheilten Nachrichten wurden den 20. September 1861 ab- geschlossen. Seit dieser Zeit ist die Anstalt um eine Klasse gewachsen, so dass sie jetzt aus folgenden 17 Klassen besteht: 1. Prima, 2. Ober-Secunda, 3. Unter-Secunda, 4. und 5. Ober- Tertia Coet. 1 und Coet. 2, 6. und 7. Unter-Tertia Coet. 1 und Coet. 2, 8. und 9. Quarta Coet. 1 und Coet. 2, 10. und 11. Quinta Coet. 1 und Coet. 2, 12. und 13. Sexta Coet. 1 und Coet.2, 14. - 17. vier Elementarklassen. In dem Lokal ist keine Aenderung eingetreten, weil die neu gegründete Klasse (Unter- Tertia Coet. 2) in dem Schulhause Georgenstrasse 23 untergebracht werden musste; dadurch ist der spärlich zugemessene Raum noch beschränkter geworden, ein Umstand, der auf die Ver- theilung der Lehrstunden nicht ohne Einfluss bleiben konnte. Die Lehrverfassung selbst ist unverändert geblieben, doch ist durch die Errichtung des neuen ParalIel-Coetus der Unter-Tertia der gleichmässige Fortschritt der Schüler mehr ge- sichert worden, weil dadurch einer Ueberfiillung der Unter-Tertia vorgebeugt wird. Von den Verfügungen, welche das Kgl. Schulcollegium der Provinz Brandenburg in letzter Zeit erlr.ssen hat, dürfte folgende von allgemeinerem Interesse sein, weil sie auf die Stellung der preussischen Realschulen einen nachhaltigen Einfluss ausüben wird. Dieselbe lautet wörtlich also: ,., Unter dem 10. Mai 1828 ist durch Ministerial-Rescript verordnet worden, dass solche Schüler der vier untern Klassen eines Gymnasiums, welche nach dem reiflichen und gewissen- haften einstimmigen Urtheile sämmtIicher Lehrer, aller Bemühungen ungeachtet, sich zu den Gymnasialstudien nicht eignen, und wegen Mangels an Fähigkeit und Fleiss, nachdem sie zwei Jahre in einer Klasse gesessen haben, doch zur Versetzung in die nächstfolgende höhere Klasse nicht für reif erklärt werden können, aus der Anstalt entfernt werden solIen, nachdem den Ael- tern, Vormündern oder sonstigen Angehörigen derselben mindestens ein Vierteljahr zuvor Nach- richt gegeben worden ist." ,.,Durch Rescript vom 4. März d. J. (No. 4660 U.) hat der Herr Minister der geistlichen Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten die Ausdehnung dieser Bestimmung auch auf die drei untern Klassen der Realschulen angeordnet und uns beauftragt, die Directoren der- selben zu ermächtigen, ein entsprechendes Verfahren bei Schülern der Sexta, Quinta und Quarta dieser Anstalten in dem FalIe eintreten zu lassen, wenn ihre Lehrer einstimmig der Ansicht sind, dass, nachdem ihnen auch nach zweijährigem Aufenthalt in der Klasse die Ver-
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