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Ueber die Verminderung der Prostitutions-Ursachen

Full text : Norddeutsches Babel

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Anno domini ACCCCLXXI fundata est domus ista in
fundamentis.

Im Jahre des Herrn 1471 ist dieses Haus auf seinen
Fundamenten gegründet.)
An der vierten Säule steht unterhalb:
Anno domini MNOCOCLXXIII consumatum est hoc opus
per magistum Bernbard.
(Im Jahre des Herrn 1473 ist dieses Werk vollendet
worden durch den Meister Bernhard.)
Endlich wurde im Jahre 1516 der letzte Bau von den Mönchen
ausgeführt, nämlich der lange Flügel neben dem Lagerhause, von der
Klosterstraße nach der Neuen Friedrichstraße hin, in welchem der große
Conventsaal hergestellt und mit dem Säulensaale verbunden wurde.
Zwischen diesem Gebäude, der großen Kapelle, der Klosterkirche
und dem Wohnhause der Mönche befand sich der Garten des Klosters,
welcher von Kreuzgängen theils umgeben, theils durchschnitten war.
Der übrige unbebaute Raum zwischen der Straße und der großen
Kapelle war mit einer Mauer umgeben und diente als Klosterhof,
während der freie Raum von der Kirche, zwischen der Wohnung des
Probstes und der alten Zelle (Nr. 73) als Begräbnißstätte benutzt
wurde.

Es verdient noch bemerkt zu werden, wie sich bei dem im Jahre
1863 vorgenommenen Bau ergeben hat, daß das ursprüngliche
Straßenniveau um sämmtliche Klostergebäude mehr als 6 Fuß unter
dem heutigen gelegen hat. Bei der Aushebung des Fundaments zu
dem neuen Treppenhause fand sich nämlich, daß die alte Plinthe der
Gebäude 4 Fuß unter der jetzigen Ebene lag und daß sich noch zwei
Fuß tiefer Brandschutt (wahrscheinlich aus dem großen Brande i. J.
1380), und unter diesem geebneter, mit Kies übertragener und festge⸗
tretener Boden, unbedingt das ursprüngliche Terrain, vorgefunden hat.
In dem oben gedachten Zustande befand sich das Kloster, als im
Jahre 1539 die Kirchenreformation begann und durchgeführt wurde.
Es wurde vom Kurfürsten Joachim II. zwar eingezogen, jedoch einst⸗
weilen den Mönchen zur Wohnung belassen. Als nun im Jahre
1571 der letzte Mönch gestorben war und die beiden Schulen der
Nicolai- und Marienkirche vereinigt werden sollten, baten der Ma⸗
gistrat und die Kirchen⸗-Visitatoren den Kurfürsten Johann Georg,
einen guten Theil des Klosters zu einer Schule widmen und einrich⸗
            
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