Path:
Unsa Erich! Von Karl Schnog

Full text: Erich Carow / Georg, Manfred (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

UNSA ERICH! 
von Karl Schnog. 
Det se bei uns zuhaus so komisch sind 
und imma uff die fremden Jreeßen schweeren ?! 
Singt mal een Nigger, sagt Dir jedet Kind : 
„Da mußte hin, Mensch und det mußte heeren I“ — 
Wennse so flistern, faß ’ck mir an Deetz, 
weil doch, — ’ck zieh da an ne andre Strippe. 
"ck sare ruhich : „Na und Paule Graetz ? 
Und Claire Waldoff mit de kesse Lippe 2!“ 
Nee Kinders, wia sind doch sehr reich in Berlin, 
wid ham de Schenies hid „en bloc‘‘. 
De Minchner ham Karlstadt und Valentin, 
de Schweizer ham Reso und Grock. 
Wia aba, wenn ’ck det jut ieberlech, 
wid ham doch den Chaplin von Weinberchsweech! 
Jeh hin, denn lachste jeheerich. 
Nua Eena, wenn ma det richtich besieht 
hat unsa Herz als besetztet Jebiet : 
Unsa Erich! 
Wenn der een Flunsch zieht, schreien N. und O. 
und ooch die feinen Pinkels ausn Westen. 
Der Junge macht det nich, der is man so. 
Und weil er’t bleibt, drum zählt er zu die Besten. 
Der knorke Erich macht det nicht mit „Kunst“ 
und aus sein Herz ooch keene Mördergrube, 
Macht ihn wer madig, jiebt et tichtich Dunst 
mitn Schißlawäng und ohne Kinderstube. 
37
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.