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B. Einzelnes.
deren Mitwirkung die an verschiedenen Orten gemachten Beobachtungen zu sammeln
und mit den Erfahrungen des Gesundheitsamtes in Vergleich zu stellen').
Die im Aufträge des Berliuer Magistrats über die Beschaffenheit des Leitungswasfers
geführte Kontrole hat Gelegenheit zu eingehenden Ermittelungen über
die Leistungsfähigkeit der Sandfiltration dargeboten. Im Anschluß an diese Beobachtungen
sind Versuche an Hausfiltern neuerer Konstruktion angestellt worden, deren
Ergebniß demnächst veröffentlicht werden soll 2 ).
8. Kauwesrn.
An das Kaiserliche Gesundheitsamt sind theils aus Unkenntniß über die
Grenzen der Zuständigkeit, theils aus Nichtachtung des Jnstanzenzuges von Anfang
an bis in die letzte Zeit vielfach Klagen und Beschwerden über bauhygienische Mißstände
der verschiedensten Art gerichtet worden. Bald waren es feuchte Wohnungen,
bald zu enge Schlafstellen, bald Mängel in der Beseitigung der Auswurfstoffe und
Abwässer u. dgl. mehr, für welche die Gesundheitsbehörde des Reiches Abhülfe schaffen
sollte. Dazu kommen Gesuche um Prüfung und Begutachtung von Erfindungen
und Fabrikaten, Bitten um Schutz gegenüber den Forderungen der Sanitätspolizei,
z. B. dein Verbote der Rauchrohrklappen. Diese Eingänge sind zum Theil an die
Gesuchsteller unter Hinweis auf den vorschriftsmäßigen Weg zurückgesandt, zum
Theil dein Herrn Staatssekretär des Innern mit dem Anheimgeben der Ueberweisung
an die zuständigen Landesbehörden vorgelegt worden.
Zu einer bemerkenswerthen gutachtlichen Thätigkeit auf dein Gebiete der Wohnungshygiene
gelangte das Kaiserliche Gesundheitsamt zuerst im Februar 1883,
indem ihm der Auftrag zu Theil geworden war, das Dienstgebäude des Reichsschatzamtes
und insbesondere dessen Dienstwohnungen, in welchen wiederholt Erkrankungen
vorgekoinmen waren, auf sanitäre Mißstände zu untersuchen und Vorschläge zur
Abhülfe zu machen. Im März und Mai 1885 wurde dieses Gebäude zum zweiten
und dritten Male Gegenstand der Begutachtung. Ein anderer Auftrag dieser Art
ist dem Amte im Januar 1884 ertheilt worden, indem ein Bericht über die sanitären
Verhältnisse im Dieustgebäude des Reichsamtes des Innern erfordert wurde. Diese
Untersuchungen sind in der eingehendsten Weise ausgeführt worden, sie erstreckten
') Arbeiten aus dem Kaiserl. Gesundheitsamte, Berlin 1886, Band I, S. 546.
3 ) Erwähnung mag hier noch finden, daß Regierungsrath vr. Wolffhügel, allerdings in
außeramtlicher Thätigkeit, für das von Professor vr. von Pettenkofer herausgegebene Handbuch der
Hygiene und der Gewerbekrankheiten (II. Theil, I, Abtheilung, 2. Hälfte) den Abschnitt „Wasserversorgung"
geschrieben (Leipzig 1882 bei F. C. W. Bogel), sowie bei der zehnten Jahresversammlung
des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, Berlin 1883, ein Referat über die hygienische
Beurtheilung des Trink- und Nupwassers erstattet hat (Deutsche Vierteljahrsschrift f. öffentl. Gesundheitspfl,
1883, XV, 552).