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Text II. Die neue Anstalt

Full text: Die Haupt-Cadetten-Anstalt zu Lichterfelde / Herrig, Friedrich Christian Ludwig

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der damalige Bau-Inspector Steuer, gegenw�rtig Intendantur-
und Bau- Rat in Breslau in der Eigenschaft eines verantwort-
lichen Localbaubeamten beauftragt, indem demselben gleichzeitig 
die erforderlichen technischen Arbeitsgehilfen fiberwiesen wurden. 
Nach erfolgter Beforderung des Bau- Inspectors Steuer in seine 
jetzige Stellung wurde der im Ressort der Intendantur des 
Gardecorps angestellte Garnison- Bauinspector Busse mit der 
Leitung des Baues betraut. Von den mit specieller Ausftlhrung 
von Bauarbeiten besch�ftigten Beamten sind anzuftlhren: der 
damalige Baumeister, jetzige Postbaurat Tuekarmann, der da-
malige Baumeister, jetzige Hofbauinspector H�hertin in Potsdam, 
der noch bis zur Vollendung des Lichterfelder Baues bei dem-
selben t�tige Baumeister D�bber. Ausser den genannten sind 
bei der Ausflihrung des Baues je nach dem wechselnden Be-
dUrfnis eine Anzahl von Bauftlhrern, Hilfszeichnern und Schrei-
bern bald l�ngere, bald kUrzere Zeit besch�ftigt gewesen. Bei 
den EntwUrfen zu den inneren Decorationen hat der Architect 
Grunert in verdienstlicher Weise mitgewirkt. 
Noch im Sp�tsommer des Jahres 1871 wurde mit der 
Ausf�hrung des Baues begonnen; freilich war dieser Zeitpunct 
durch den damaligen grossartigen Aufschwung der Privatbau-
t�tigkeit und der damit in Verbindung stehenden H�he der 
Preise des Materials und der Arbeitsl�hne keineswegs gtlnstig. 
Diese Verh�ltnisse dauerten bis zum Jahre 1873 und verur-
sachten eine erhebliche Steigerung der Baukosten. Erst sp�ter 
trat ein RUckgang der Arbeitsl�hne und Materialienpreise auf 
den normalen Stand ein und erm�glichte eine weniger ungtlnstige 
Gestaltung der Verh�ltnisse. 
Im laufenden Jahre (1878) ist die AusfUhrung des Baues 
soweit vollendet, dass bereits im Anfang August die Uebersie-
delung der Berliner Cadettenanstalt nach Lichterfelde stattfinden 
und der Unterricht in demselben Monat beginnen konnte. Die 
g�nzliche Vollendung der inneren Decorationen der beiden 
Kirchen und des Feldmarschallsaales war bis zur Mitte Sep-
tember d. J. in Aussicht genommen. 
Was somit der angestrengten T�tigkeit zahlreicher ver-
einter Kr�fte im Verlaufe zweier Jahre herzustellen gelungen 
ist, repr�sentirt sich als ein stattlicher H�usercomplex schon
        
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