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Full text: Gutachten betreffend die Zuschüttung des Königsgrabens

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Gerber, Deutsches Privatrecht II. An1l. � 63; Blnntschli, Deutsches 
Privatrecht 3. An�. � 7 5 ; Scheele, das Preuss. Wasserrecht S. 13; 
Nieberding, das Wasserrecht S. 30, 31. Das allgemeine Land-
recht hat sich dieser letzteren Characterisirung im Wesentlichen 
angeschlossen, indem es die schiffbaren Fl�sse f�r �ffent-
liche erkl�rt (cfr. s 21. II. 14. � 38. II. 15. A. L.-R. cfr. 
Koch Comment. z. A. L.-R. ad � 38. II. 15. 
Danach ist fiir das Allg. Landrecht, sonach f�r das altl�n-
dische Preussische Recht, das allein entscheidende Criterium die 
Scbiffbarkeit von Natur, jedoch werden, wie weiterhin gezeigt 
werden wird, auch die zu schiffbaren Fl�ssen gemachten 
Fl�sse, �ffentliche Fl�sse. 
Dass nicht der ganze Fluss schiffbar zu sein braucht, um 
den Character des �ffentlichen zu haben, ist noch nicht bezweifelt, 
es kann also auch ein Fluss an einem Theile nicht schiffbar sein, 
w�hrend er an einem anderen Theile, z. B. dem unteren schiffbar 
ist - flumina navigabilia et ex quibus fiunt navigabilia. - Nur 
dar�ber herrschte Streit: ob denn der ganze Fluss als �ffent-
licher zu betrachten sei oder nur so weit als er schiffbar ist. 
Das Obertribunal hatte skh fr�her f�r die erstere Alternative 
entschietlen -- Praejud. 2253 - dagegen Sommer in Dirichs 
Archiv Band 15, S. G66 und Scheele a. a. 0. S. 12; - indessen 
das Obertribunal ist in dem Pienarbeschluss vom 3 .. Juni 1867 
von dem Praejudiz 2253 wieder abgegangen und hat den Satz 
angenommen : dass die von X atur schiffbaren Str�me und Fl�sse 
nur von dem Punkte an, wo diese Schiffbarkeit beginnt, 
als �ffentliche im Sinne der � 53 Tit. 15 und � 21 Tit. 14 II. 
Allg. L.-R. anzusehen seien, cfr. Entscheid. Band 58 S. I. 
Auch nach gemeinem Rechte reichte der �ffentliche Character 
nicht weiter als die Schiflbarkeit oder Fl�ssbarkeit. Endemann, 
das l�ndliche Wasserrecht. 1862. Scheele S. 13. 
�werden nun Privatfl�sse zu schiffbaren gemacht, so 
nehmen sie mit der Schiffbarkeit den Character der �ffentlichen 
Fitisse a.n. �� 40, 41, II. 15 A. L.-R. Bluntschli � 76. Jedoch 
llier ist dar�ber Einverst�ndniss vorhanden gewesen, dass der Fluss 
nur soweit �ffentlichen Characters sei, als die k�nstliche 
Schiffbarkeit reicht, cfr. Entsch. d. Obertribunals vom 13. Decem-
ber 1849 Entscheid. Band 18, S. 529. Nieherding S. 28. Diese 
�ffentliche Natur bei schiffbar gemachten Privatfl�ssen ist auch 
keine unbedingte, sondern es bleiben alle fr�heren Berechtigungen 
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