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Full text: Gutachten betreffend die Zuschüttung des Königsgrabens

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Die Art der Ermittelung der l\fitte bei Inseln ist nun im 
� 248 I. 9 geordnet. Aber diese Anordnungen sind schwierig in 
ihrer .Ausf�hrung und unklar. Nach R�mischem Recht war eine 
durch die Mitte des Flusses gezogene Linie entscheidend ~ 22, 
7 II. 1. Nach den landrechtliehen Bestimmungen wird die Linie 
anders gezogen. Sie verl�uft nicht in der l\lit.tellinie des Flusses 
in seinen Kr�mmungen, sondern sie verbindet in gerader Richtung 
die l\littelpunkte zweier Querlinien, welche die Endpunkte der 
Insel ber�hrend, von dem einen zu dem anderen der gegen�ber-
liegenden Ufer gezogen werden. � 247-2!12. Wie diese die 
beiden Querlinien in ihrer Mitte durchschneidende Linie zu ziehen, 
ist eben sehr schwierig. 
Wenn bei zugelandetem Flussbett , wo sich das Recht eines 
jeden Uferbesitzers der Breite nach bis zur .Mitte des Yormaligen 
Flussbettes erstreckt, diese Mitte auf die vorgedachte Weise er-
mittelt werden soll, so kann es, wie Schulz S. 129 sehr richtig 
bemerkt, vorkommen, dass eine solche Linie ausserhalb des Fluss-
bettes f�llt, wodurch doch unm�glich die fragliche Mitte er-
mittelt werden kann. Schulz h�lt demgem�ss fiir zul�ssig, die 
Mitte des Flusses durch eine Linie zu bestimmen, welche die nach 
� 248 gezogene Querlinie in ihrer Mitte durchschneidet, und in 
jedem ihrer Punkte gleich weit von den gegen�berliegenden Punkten 
der beiden Ufer entfernt ist. S. 130. 
Aber dadurch mag bei Inseln et\\�as erzielt sein, um zu er-
mitteln, welchem Ufer die Insel am n�chsten ist, bei zugesch�tteten 
resp. zugelandeten resp. giinzlich verlassenen Fussbetten wird 
damit Nichts erreicht. 
Es wird nichts �brig bleiben, als eine Mittellinie, wie 
nach R�mischem Recht, durch das Flussbette zu ziehen und dann 
die Mitte festzustellen. Es ist �berhaupt bei g�nzlich zugelandeten 
Flussbetten die Vorschrift bei Inseln nicht anwendbar. cfr. 
Nieberding S. 42, 43, � 20 J 2, 1. 
Wenn im � 265 gesagt v.�ird, dass wenn ein .Flusshette durch 
Anstalten zugelandet wird, das Recht eines jeden Uferbesitzers 
sich bis zur l\litte des vormaligen Flussbettes erstrecken 
soll, so ist die Bestimmung im � 266 a. a. 0. damit in der 'I'hat 
nicht vereinbar. 
Eventuell m�ssen Linien von den Endpunkten der Grund-
st�cke senkrecht bis zur l\Iitte des vormaligen Bettes gezogen 
werden.
        
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