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Full text: Epi-Info Issue 2016,9

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Epi -Info

Wochenbericht
Epidemiologischer Wochenbericht für die Meldewoche 09/2016
über die im Land Berlin gemäß IfSG erfassten Infektionskrankheiten
herausgegeben am 11. März 2016
Inhalt
1. Allgemeine Lage
2. Besondere Fälle
3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
3.3. Besondere Ausbrüche

4. Influenza-Saison 2015/2016
4.1. Zur aktuellen Influenza - Saison 2015/2016 im Land Berlin
4.2. Information der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland

5. Besondere Hinweise
5.1. Meldepflichtige Erkrankungen / Erregernachweise unter Asylsuchenden in Berlin
5.2. Epidemiologisches Bulletin 09/2016
5.3. Zikavirus: Reisewarnung der WHO für Schwangere
5.4. Neuer Leitfaden: Handlungsempfehlungen für Pflegeeinrichtungen
5.5. Infektionsschutzgesetz: Änderungen durch das Präventionsgesetz vom 17. Juli 2015

6. Spezial
Legionellose-Ausbruch in Bremen

7. Tabellen
7.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen und Inzidenzen)
7.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche
7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche (Fallzahlen und Anteile)

8. Abbildungen der wöchentlichen Fallzahlen im Berichtsjahr mit Vorjahresvergleich
Campylobacter, Hepatitis C, Salmonellose
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Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo)
Fachgruppe Infektionsepidemiologie und umweltbezogener Gesundheitsschutz (I C 2)
Hr. Schubert / Fr. Hentschel / Fr. Hoffmann / Fr. Wendt / Fr. Dr. Simon / Hr. PD Dr. Werber
Darwinstraße 15, 10589 Berlin (Charlottenburg), Tel. 90229-2427/-2428/-2420/-2432/-2430/-2421, Fax: (030) 90229-2096
Groupmail: infektionsschutz@lageso.berlin.de, Groupfax-IfSG: (030) 90283385, www.berlin.de/lageso/gesundheit/index.html
Neben dem statistischen Teil enthalten die Berichte im Textteil auch allgemeine und weiterführende Informationen, deren
Interpretation infektiologischen und epidemiologischen Sachverstand und Kenntnisse über die Datengrundlagen erfordern.
Eine Weitergabe sowie Be- und/oder Verarbeitung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist ohne Genehmigung des
Herausgebers nicht zulässig.
© 2016

Link zum Download
der Wochenberichte
des LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

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1. Allgemeine Lage
Die Zahl der übermittelten Influenza-Erkrankungen in der aktuellen Berichtswoche war mit
315 Fällen erneut höher als in der Vorwoche. Seit vergangener Woche ist die Mehrzahl der
Erkrankungen auf Infektionen mit Influenzaviren vom Typ B zurückzuführen, deren Anzahl in
den letzten Wochen deutlich gestiegen ist – eine Entwicklung, die auch auf Bundesebene zu
beobachten ist. Bislang wurden in der Saison 2015/2016 (ab 40. Meldewoche 2015) 1.975
Erkrankungen übermittelt (siehe detaillierten Bericht zur Lage in Berlin unter 4.1.).
Bei den weiteren Meldekategorien traten aus gesamtstädtischer Sicht keine Auffälligkeiten
auf. Kumulativ liegen die Fallzahlen für Campylobacter-Enteritis, Kryptosporidiose, Legionellose und Norovirus-Enteritis im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum auf teils deutlich
niedrigerem Niveau. Dem gegenüber sind die Meldezahlen für einige eher seltene Infektionserkrankungen - Denguefieber, Hepatitis A, Listeriose, Shigellose- aber auch für RotavirusEnteritis und Salmonellose etwas erhöht (siehe unter 2. und 7.).
Im Berichtszeitraum wurden 41 Ausbrüche übermittelt, darunter 26 Ausbrüche durch
Influenzaviren mit bis zu acht Ausbruchserkrankungen sowie einen Rotavirus-Ausbruch in
einem Pflegeheim mit bisher 21 Erkrankungen. Übermittelt wurde zudem ein nosokomialer
Ausbruch mit drei Fällen durch Klebsiella pneumoniae (4MRGN) (siehe unter 3. und 4.).

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

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2. Besondere Fälle (Datenstand: 09.03.2016 - 10:00 Uhr)
EHEC/STEC
GA Tempelhof-Schöneberg
Erkrankung eines 51-jährigen Mannes mit Durchfall. Die labordiagnostische Abklärung
aus einer Stuhlprobe erbrachte den Nachweis des Shigatoxin 2-Gens (stx2) aus der
E. coli-Kultur.
Meningokokken-Meningitis
GA Friedrichshain-Kreuzberg
Petechien bei einer 72-jährigen Frau. Aus Blut erfolgte ein kultureller Nachweis von
Neisseria menigitidis der Serogruppe C.
Mumps
GA Tempelhof-Schöneberg
Erkrankung eines siebenjährigen Jungen geschwollener Speicheldrüse über mehrere
Tage, in denen er auch seine Schule besuchte. Aus Blut erfolgte ein IgM-AntikörperNachweis. Das Kind hatte im dritten Lebensjahr einmalig eine MMR-Impfung erhalten.

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

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3. Ausbrüche (Datenstand: 09.03.2016 - 10:00 Uhr)
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
Gesamtzahl der Häufungen nach Erregern / Krankheiten und Fallzahlen bzw.
Fallzahlspannen in der Berichtswoche
Zahl der
Ausbrüche

Fallzahl pro
Ausbruch

Influenza

261

2-8

Norovirus

9

2

2-8

Rotavirus

4

2 - 21

Windpocken

2

2-3

41

2 - 21

Erreger / Krankheit

Summe / Spanne
1
2

darunter ein Ausbruch einem anderen Bundesland zugeordnet
darunter zwei nosokomiale Ausbrüche

3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
Kumulative Übersicht 2016 bis einschließlich der Berichtswoche (ohne Norovirus)
Zahl der
Ausbrüche

Erreger

Fallzahl pro
Ausbruch

Gesamtfallzahl

Clostridium difficile

1

2

2

Enterobacter cloacae (3MRGN)

1

2

2

Influenza

1

1

2

Klebsiella pneumoniae (3MRGN)

1

2

2

Klebsiella pneumoniae (4MRGN)

1

3

3

MRSA

3

2-6

11

8

2-6

22

Summe / Spanne

3.3. Besondere Ausbrüche
In einem Pflegeheim in Neukölln erkrankten zwischen dem 22.02. und 07.03.2016 bisher
21 Bewohner im Alter von 62 bis 104 Jahren. Bei fünf Erkrankten erfolgten labordiagnostische Nachweise von Rotavirus. Hinweise auf eine in Betracht kommende Infektionsquelle
konnten nicht angegeben werden.

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4. Influenza-Saison 2015/2016

4.1. Zur aktuellen Influenza - Saison 2015/2016 im Land Berlin (Stand: 09.03.2016, 10:00 Uhr)
In der aktuellen Berichtswoche wurden aus den Gesundheitsämtern 315 Influenzaerkrankungen, entsprechend der Referenzdefinition, an das LAGeSo übermittelt. Dies entspricht
erneut einer höheren berichteten Zahl als in der Vorwoche (286 Fälle zum Berichtsstand)
und damit steuert die Grippewelle in Berlin ihrem zweiten Gipfel entgegen (siehe Abb. 1).
Insgesamt wurden in der Influenza-Saison 2015/2016 von der 40. bis zur 9. Meldewoche
(MW) 1.975 Erkrankungen erfasst. Gegenüber dem Vergleichszeitraum der vorherigen
Influenzasaison wurden 12% mehr Fälle gemeldet. In der Mehrzahl wurden Einzelerkrankungen übermittelt. Seit Saisonbeginn wurden zudem 164 Ausbrüche gemeldet,
davon 26 in der aktuellen Berichtswoche. Die Ausbrüche traten insgesamt überwiegend
im Haushalt sowie in Kitas mit bis zu 37 Erkrankungen auf.
500
450
400

2014/2015

350

2015/2016

Fallzahl (n)

300
250
200
150
100
50
0
40

41

42

43

44

45

46

47

48

49

50

51

52

53

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

Meldewoche

Abb. 1: Verlauf der Influenza-Erkrankungen im Land Berlin, kumulativ für die aktuelle Saison bis 09. KW 2016
(n=1.975) im Vergleich zur Vorjahressaison (keine 53.KW 2014). Datenstand 09.03.2016, 10.00 Uhr
Hinweis: Durch nachträglich eingehende Meldungen und Übermittlungen, insbesondere für die Berichtswoche,
werden sich die Zahlen in den Folgewochen noch verändern.
(Datenquelle: LAGeSo Berlin)

Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner)

Bislang wurden 183 (9%) der in der Meldestatistik erfassten Erkrankten hospitalisiert.
In den Meldedaten für das gesamte Bundesgebiet beträgt der Anteil hospitalisierter
Fälle 18%.
250,00

200,00

150,00

100,00

50,00

0,00
00-04
(n=383)

05-09
(n=300)

10-14
(n=109)

15-19
(n=88)

20-24
(n=66)

25-29
(n=117)

30-39
(n=325)

40-49
(n=272)

50-59
(n=218)

60-69
(n=60)

70+
(n=37)

Altersklassen in Jahren

Abb 2: Inzidenz der Influenza-Erkrankungen im Land Berlin nach Altersklassen, kumulativ für die aktuelle Saison
Datenstand 09.03.2016, 10.00 Uhr
(Datenquelle: LAGeSo Berlin)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

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Es trat kein weiterer Todesfall durch eine Influenza-Erkrankung auf. Die Anzahl gemeldeter Todesfälle in der diesjährigen Saison liegt damit weiterhin bei fünf.
In der aktuellen Berichtswoche nahm die Anzahl der Neuerkrankungen in allen Altersklassen zu. Weiterhin zeigen die Neuerkrankungsraten nach Altersklassen (siehe Abb. 2)
die höchsten Werte bei (Klein-) Kindern bis neun Jahre. Unter Erwachsenen trat die höchste
Inzidenz in der Altersgruppe 30-39 Jahre auf. Unter den übermittelten Influenzaerkrankungen ist die Inzidenz bei Menschen >70 Jahre, wie in den Vorjahren, verhältnismäßig
niedrig.
Bei den Differenzierungen der Influenzaviren zeigt sich aktuell ein
starker Anstieg von Influenza Typ BViren. Sie wurden in der Berichtswoche
in 186 (59%) der Influenzaerkrankungen nachgewiesen, ihr Anteil in der
aktuellen Influenzasaison beträgt mit
771 Nachweisen (siehe Tab. 1) mittlerweile 39%. Das entspricht einem Zuwachs von 20% im letzten Monat.
Diese Entwicklung kann auch in der
virologischen Surveillance des Nationalen Referenzzentrums für Influenza
am Robert Koch-Institut nachvollzogen werden, das Einsendungen aus
dem gesamten Bundesgebiet erhält.
Im Meldesystem erfasste Erkrankte
mit Influenza Typ B-Infektionen
wurden zu einem geringeren Anteil
hospitalisiert (6%) und waren jünger
(Altersmedian: 13 Jahre) als Fälle mit
Influenza-Typ A-Infektionen (Anteil
Hospitalisierungen: 13%, Altersmedian 34 Jahre, siehe auch Tabelle 2).

Influenza-Typ bzw. Subtyp
Influenza A Virus

Anzahl
Typ

Anzahl
Subtyp

1.180

A(H1N1)pdm09 Virus

640

A(H3N2) Virus

10

A ohne Subtypangabe
Influenza B Virus

530
771

Influenza A/B undifferenziert

12

ohne Angaben

12

Gesamt

1.975

Tabelle 1: Influenzavirusnachweise im Land Berlin mit
Subtypisierung, kumulativ für die aktuelle Saison
Datenstand 09.03.2016, 10.00 Uhr
(Datenquelle: LAGeSo Berlin)

Altersgruppe Influenza A, Influenza B,
Summe; N
(Jahre)
N (%)
N (%)
0-4

253 (21)

129 (17)

382

5-9

89 (8)

206 (27)

295

10-19

73 (6)

124 (16)

197

20-29

94 (8)

88 (11)

182

30-39

206 (17)

110 (14)

316

40-49

204 (17)

63 (8)

267

50-59

180 (15)

35 (5)

215

60+

81 (7)

16 (2)

97

Insgesamt ist bislang immer noch die
Summe
1.180 (100) 771 (100)
1951
Mehrzahl (60%, n=1.180) der überTabelle 2: Altersverteilung von Influenza A und B Erkrankten
mittelten Fälle auf Influenza Typ ADatenstand 09.03.2016, 10.00 Uhr
(Datenquelle: LAGeSo Berlin)
Infektionen zurückzuführen (128
in der Berichtswoche). Jeweils weniger
als 1% betrug der Anteil an Nachweisen von Influenza A/B undifferenziert bzw. ohne
Angaben zum Typ (siehe Tabelle 1). In 650 (55%) von 1.180 Fällen lagen Informationen
zum Subtyp des Influenza A-Virus vor. Demnach gehörten 640 (98%) zum Subtyp A(H1N1)
pdm09 und nur 10 (2%) zum Subtyp A(H3N2).
96% der Erkrankten waren nicht gegen die Influenza geimpft. Impfstoffe gegen Influenza
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enthalten entweder drei oder vier verschiedene Impfstämme. Der Unterschied liegt in
der Einbeziehung eines weiteren Typ B-Impfstamms. Die trivalenten Impfstoffe sind am
weitesten verbreitet.
Den Berichten der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) ist zu entnehmen, dass sowohl die
A(H1N1)pdm09-Viren als auch die A(H3N2)-Viren gut mit dem Immunserum gegen die
aktuellen Impfstämme reagieren. Die aktuell zirkulierende B-Linie ist im tetravalenten
Impfstoff, jedoch nicht in den trivalenten Impfstoffen enthalten.
Quelle: LAGeSo/SurvNet/AGI
Abb.: LAGeSo

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4.2. Informationen der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland (Stand: 08.03.2016)
Praxisindex Region Berlin Brandenburg (bis einschließlich der Berichtswoche)

Der Praxisindex basiert auf Daten zu akuten respiratorischen Erkrankungen
der aktuellen Saison (rot), im Vergleich zu 2014/2015 und 2013/2014.
Indexwerte bis 115 entsprechen der Hintergrundaktivität.

Konsultationsinzidenz Region Berlin Brandenburg

Konsultationsinzidenz aufgrund akuter respiratorischer Erkrankungen in der aktuellen Saison
im Vergleich zur Saison 2014/2015

Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage:

Übersicht Deutschland
Auf dem Praxisindex basierende Aktivität der akuten
respiratorischen Erkrankungen in der Berichtswoche
Quelle: AG Influenza: https://influenza.rki.de

stark erhöht

deutlich erhöht

moderat erhöht

geringfügig erhöht

Normal

Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist
bundesweit in der 9. Kalenderwoche (KW) 2016 im Vergleich zur
Vorwoche gestiegen und liegt geringfügig unter dem Niveau der
7. KW 2016. Die Werte des Praxisindex lagen insgesamt weiterhin im Bereich deutlich erhöhter ARE-Aktivität.
Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden
in der 9. KW 2016 in 183 (68 %) von 269 Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. In 141 (52 %) Proben wurden Influenza-, in 16 (6 %) Respiratorische Synzytial (RS)-, in 13 (5 %)
humane Metapneumoviren (hMPV), in acht (3 %) Adeno- und in
16 (6 %) Rhinoviren nachgewiesen. Influenza A(H1N1)pdm09Viren sind bisher mit 57 % gegenüber 3 % A(H3N2)- und 40 %
Influenza B-Viren die am häufigsten nachgewiesenen Influenzaviren in der Saison 2015/16.
Für die 9. Meldewoche (MW) 2016 wurden bislang 6.389 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt
(Datenstand 08.03.2016).
Die diesjährige Grippewelle in Deutschland hält seit der 2. KW
an. Seit der 5. KW ist der Anteil an Influenza B an allen Influenzanachweisen von 23 % (5. KW) auf 57 % (9. KW) gestiegen.

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5. Besondere Hinweise
5.1. Meldepflichtige Erkrankungen / Erregernachweise unter Asylsuchenden in Berlin
(Datengrundlage: Übermittlungen seit der 40. KW)

Für die 8. und 9. MW 2016 wurden insgesamt 32 Erkrankungen übermittelt (Tabelle 1),
davon sind 31 (97%) prinzipiell impfpräventabel. Das Alter der Erkrankten lag im Median
bei 4 Jahren (Spanne <1- 54 Jahre), 19 (59%) der Erkrankten waren männlich.
Bei den impfpräventablen ErkrankunMeldekategorie
MW 08/9, N Kumulativ, N(%)
gen handelte es sich um Windpocken
(n=24), Influenza (n=4), Hepatitis A
24
Windpocken
209 (54.9)
(n=2) und Hepatitis B (n=1). Von Wind- Rotavirus
0
28 (7.4)
pocken waren Personen im Alter von
0
Skabies
28 (7.4)
unter 1 bis 21 Jahre (Median 2.5 Jahre) Tuberkulose
0
27 (7.1)
betroffen, 13 (54%) männlich. Bei elf
2
Hepatitis A
27 (7.1)
Erkrankten, für die Angaben zum
4
Influenza
19 (5)
Einreisedatum und dem Erkrankungs1
Hepatitis C
13 (3.4)
beginn vorliegen, wurde die Infektion
0
Giardiasis
8 (2.1)
in neun Fällen nach der Einreise in
0
Norovirus
6 (1.6)
Deutschland erworben, für zwei
1
Hepatitis B
3 (0.8)
Erkrankte kann die Infektion sowohl
0
Campylobacter
2 (0.5)
vor als auch nach der Einreise erwor0
MRSA
2 (0.5)
ben worden sein. Die Windpocken0
Masern
2 (0.5)
Erkrankungen traten weiterhin über0
Brucellose
1 (0.3)
wiegend (17/24, 71%) im Rahmen von
0
E.-coli-Enteritis
1 (0.3)
Ausbrüchen in Gemeinschaftsunter0
Kryptosporidiose
1 (0.3)
künften auf.
0
1 (0.3)
Die vier Influenza-Erkrankungen traten Legionellose
bei Jungen und Männern im Alter von
2 bis 20 Jahren auf.
Zwei Hepatitis A-Erkrankungen traten
bei einem 6-jährigen Mädchen und einem 32-jährigen Mann auf. Bei einem
der Erkrankten ist die Infektion sicher
nach der Einreise in Deutschland erworben worden, bei dem anderen kann
die Infektion sowohl vor als auch nach
Einreise erworben sein. Die Hepatitis BErkrankung trat bei einem 33-jährigen
Mann auf.
Darüber hinaus wurde eine Hepatitis CErkrankung bei einer 54-jährigen Frau
übermittelt.
In der 8. und 9. MW 2016 wurden vier

Mumps

0

1 (0.3)

Typhus

0

1 (0.3)

32

380 (100)

Summe

Tab. 1: Erkrankungen und Erregernachweise unter Asylsuchenden
im Land Berlin übermittelt in der 8. und 9. MW 2016 und kumulativ seit der 40. MW,
Datenstand 09.03.2016, 10.00 Uhr
(Quelle: LAGeSo Berlin)

Meldekategorie
Skabies
Windpocken

Anzahl der
Häufungen

Anzahl der
Fälle

4

2-6

16

3-59

Norovirus

1

2

Rotavirus

1

4

Hepatitis A

3

2-7

25

2-59

Summe/Spanne

Tab. 2: Übermittelte Häufungen unter Asylsuchenden seit der
40. MW 2015,
Datenstand 09.03.2016, 10.00 Uhr
(Quelle: LAGeSo Berlin)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

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neue Häufungen erfasst, alle neuen Häufungen betrafen Windpocken. Insgesamt wurden
seit der 40. MW 25 Häufungen mit mindestens zwei der Referenzdefinition (Ausnahme:
Skabies) entsprechenden Erkrankungen übermittelt (Tabelle 2). Es handelt sich um Häufungen durch Windpocken (n=16), Skabies (n=4), Hepatitis A-Virus (n=3) sowie durch Rotaund Noroviren (jeweils n=1).
Seit Ende September 2015 werden Asylsuchenden in der Zentralen Impfstelle am LAGeSo
Impfungen angeboten. Bis zum 29.2.2016 wurden 20.250 Personen geimpft (im Median
965 pro Woche). Das mediane Alter der Impflinge betrug 23 Jahre, 50% waren zwischen
14 und 31 Jahre alt; 68% waren männlich. Die meisten der geimpften Asylsuchenden
waren Personen aus Syrien (47%), gefolgt von Personen aus Afghanistan (20%) und dem
Irak (18%). 96% der Impfungen entfielen auf die zwei Kombinationsimpfstoffe Masern,
Mumps, Röteln und Tetanus, Diphterie (je 48%).
Hinweise zur Datenqualität:
Die Auswertung dieser Angaben, die softwarebedingt in Berlin derzeit nur über ein Textfeld erfasst werden, ist fehleranfällig. Zudem ist davon auszugehen, dass Behandlungen
häufig ohne begleitende labordiagnostische Untersuchungen erfolgen (z.B. Therapie von
Durchfall- und Atemwegserkrankungen). Insgesamt ist, wie bei allen Meldedaten, von
einer Untererfassung der Erkrankungen auszugehen. Dies betrifft insbesondere solche,
bei denen der labordiagnostische Nachweis die Grundlage der Meldung nach IfSG ist. Bei
der Meldekategorie Windpocken kommt es zudem zu Fehlern in der Fallzählung. Dies liegt
an der Verwendung unterschiedlicher Standards in der Meldesoftware der Gesundheitsämter einerseits und in der der Landesbehörde andererseits (weswegen Zahlen zu Windpocken in den Tabellen des Wochenberichts seit dem Frühjahr 2015 nicht mehr aufgeführt
werden). Darüber hinaus kann die Zahl der übermittelten Erkrankungen aktuell nicht verlässlich in Relation zur Gesamtzahl der Asylsuchenden in Berlin gesetzt werden. Zusammenfassend ist eine Bewertung der Zahlen nur sehr eingeschränkt möglich.

Quelle: LAGeSo

5.2. Epidemiologisches Bulletin 09/2016
In der aktuellen Ausgabe vom 07.03.2016 berichtet das Robert Koch-Institut (RKI) über die
Gründung des Nationales Register für Mykotische Keratitiden (NRZMyk).
Das vom RKI berufene Nationale Referenzzentrum für Invasive Pilzinfektionen am LeibnizInstitut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut - in Jena ist
seit 2014 Ansprechpartner für Ärzte und Mikrobiologen bei Fragen zur Diagnostik und
Behandlung invasiver Pilzinfektionen. Eine zentrale Aufgabe des NRZMyk ist es, Änderungen und Auffälligkeiten bei den eingesandten Materialien kontinuierlich zu beobachten.
Im Rahmen dieser Analyse fiel zuletzt eine Häufung von Fällen mit Schimmelpilzkeratitis
auf, einer seltenen Pilzinfektion des Auges, wie das NRZMyk im aktuellen Bulletin berichtet. Auf gemeinsame Initiative des NRZMyk und der Universitätsaugenklinik Düsseldorf
wurde ein nationales Register für mykotische Keratitiden etabliert. Im Rahmen des Registers sollen deutschlandweit möglichst umfassend alle Fälle einer mykotischen Keratitis
erfasst werden. Durch die Verknüpfung klinischer und mikrobiologischer Daten können
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bisher nicht bekannte Risikofaktoren erkannt oder Ansätze zur Therapieoptimierung identifiziert werden.
Download-Link des Epidemiologischen Bulletins:

www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/09/Tabelle.html
Quelle: RKI

5.3. Zikavirus: Reisewarnung der WHO für Schwangere
Die WHO hat nun, fünf Wochen nach
Ausrufung des globalen Gesundheitsnotstands wegen des Zikavirus, eine
Warnung für schwangere Frauen herausgegeben, die in die betroffenen
Gebiete reisen wollen. Es gebe alarmierende wissenschaftliche Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen
dem Virus und Missbildungen bei Babys. Darüber hinaus scheine der Erreger auch eine Rolle bei anderen neurologischen Störungen zu spielen.
Grund zu großer Sorge sei außerdem,
dass der Erreger häufiger als bisher
angenommen durch Geschlechtsverkehr übertragen werden könne. Die
WHO rechnet mit noch mehr Zika-Fällen und einer weiteren geographischen Ausbreitung,
u. U. wie die des Dengue-Fiebers.
Ausführliche Informationen der WHO zu Zikavirus sind über diese Webadresse aufrufbar:
http://www.who.int/emergencies/zika-virus/en/

Quelle: WHO
Abb.: WHO

5.4. Neuer Leitfaden: Handlungsempfehlungen für Pflegeeinrichtungen
Die Pflege in Deutschland befindet sich vor großen Herausforderungen: Eine alternde Bevölkerung mit mehr älteren Patienten benötigt in den nächsten Jahren deutlich mehr Pflegedienstleistungen. Dem gegenüber steht - demografisch bedingt - immer weniger Pflegepersonal. Zudem verlassen viele
Pflegekräfte nach wenigen Jahren den Beruf wieder. Gründe
hierfür sind oft ungünstige Arbeitsbedingungen wie Schichtarbeit, Überstunden, mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und
Privatleben sowie hohe körperliche und seelische Belastungen.
Einrichtungen können durch betriebliche Maßnahmen die Arbeitsbedingungen und die Zufriedenheit der Beschäftigten
nachhaltig verbessern.
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Der Leitfaden "Gute Stationsorganisation" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin (BAuA) beschreibt, wie mit dem Verfahren "Stationsorganisation - analysieren, bewerten und gestalten" verschiedene Handlungsfelder der Arbeitsorganisation
erfasst, bewertet und verbessert werden. Er richtet sich an Pflegebereichsleitungen
sowie an die Verantwortlichen für Qualitätsmanagement, Sicherheit und Gesundheit bei
der Arbeit. Sie können mit dem Verfahren ihre Station bzw. ihre Pflegeeinrichtung systematisch hinsichtlich Sicherheit und Gesundheit beurteilen und den Handlungsbedarf
ermitteln.
Die 48-seitige PDF steht über diesen Link zum Download zur Verfügung:
www.baua.de/de/Publikationen/Broschueren/Stationsorganisation.html

Quelle: BAuA
Abb.: BAuA

5.5. Infektionsschutzgesetz: Änderungen durch das Präventionsgesetz vom 17. Juli 2015
Durch das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention
(Präventionsgesetz – PrävG) vom 17. Juli 2015 wurden mehrere neue Vorschriften in das
Infektionsschutzgesetz eingefügt. Ziel ist die Stärkung der Impfprävention.
Das RKI hat hierzu eine Veröffentlichung online gestellt, in der die einzelnen Änderungsvorschriften zusammen mit der jeweiligen Begründung des Entwurfs dokumentiert werden. Zusätzlich wird in einer Anmerkung das Verhältnis des neuen § 23a zu den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und der Ständigen Impfkommission
erläutert.
Download-Link (PDF):

www.rki.de/DE/Content/Infekt/IfSG/Gesetze/Aenderungen_des_IfSG_durch_das_PraevG.html
Quelle: RKI

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

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´6. Spezial
Legionellose-Ausbruch in Bremen
Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der freien Hansestadt
Bremen hat am 04.03.2016 in einer Pressemitteilung die Betreiber von Rückkühlanlagen zur
Mithilfe bei der Ursachenklärung der aufgetretenen Legionellosen aufgerufen.
In Bremen tritt derzeit eine Häufung von schweren Legionellenerkrankungen auf. Seit dem
17. Februar sind bisher 17 Fälle gemeldet worden (Stand: 04. 03 2016). Die Patienten werden
zurzeit in Bremer Krankenhäusern behandelt. Ein Patient ist verstorben. Im Zuge intensiver
Ursachenforschung und Befragungen der Patienten nach häufigen Aufenthaltsorten vermuten Gesundheitsamt und Gewerbeaufsichtsamt, dass es sich bei der Ursache um eine Rückkühlanlage handeln könnte, die Legionellen im Wasserdampf in die Umgebung abgibt.
Gemäß den Vorgaben werden bei allen Patienten in den privaten Haushalten Trinkwasserproben genommen, um auszuschließen, dass eine Infektion über die häusliche Dusche erfolgt
ist. Alle bislang vorliegenden Ergebnisse sind negativ. Parallel befragten Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Erkrankten und deren Angehörige nach Aufenthaltsorten, mit dem Ziel Gemeinsamkeiten zwischen den Patienten zu erkennen
(Schwimmbäder, Saunen etc.).
Alle diese Befragungen haben als einziges Resultat den gemeinsamen Aufenthaltsort
(Wohnung/Arbeit) im Bremer Westen ergeben. Vor diesem Hintergrund wird vermutet, dass,
wie auch bei früheren Legionellen-Vorkommen in anderen Regionen Deutschlands, eine
Übertragung durch die Luft (Aerosole), wahrscheinlich aus einer Rückkühlanlage, erfolgte.
Das sind Anlagen, bei denen die Kühlung direkt durch Verdunstung von Wasser erfolgt, insbesondere bestehend aus einem Kühlwasserkreislauf und einem Wärmeüberträger, wobei
Wasserdampf an die Umgebung abgegeben wird.
Vor drei Monaten wurde ebenfalls eine Häufung von schweren Legionellenerkrankungen
verzeichnet. Im Zeitraum von 4. bis 23. November 2015 erkrankten 19 Menschen, ein Patient
starb. Die Ursache konnte trotz intensiver Suche nicht ermittelt werden. Bei der jetzt aufgetretenen Häufung konnte ein Stamm des Erregers identifiziert werden, der bereits im November aufgetreten war.
Die wichtigste medizinische Maßnahme bei Legionellenerkrankungen ist die rasche Gabe
eines geeigneten Antibiotikums. Da es sich bei Legionellosen um eher selten auftretende
Krankheiten handelt, sind bereits bei den ersten Fällen im November und auch jetzt wieder
die Kassenärztliche Vereinigung und die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte über die Häufung an Legionellosen informiert worden. Ebenfalls wurden die Bremer Kliniken informiert.
Ein Krisenstab zwischen beiden zuständigen senatorischen Behörden, dem Gesundheitsamt,
dem Gewerbeaufsichtsamt und dem Landesuntersuchungsamt wurde eingerichtet.
Die Identifizierung von Rückkühlanlagen gestaltet sich als äußerst schwierig, weil diese nach
Imissionsschutzrecht nicht genehmigungs- oder meldepflichtig sind. Mit Hilfe von Luftbildern
werden derzeit solche Nasskühlanlagen auf Dächern identifiziert. Unternehmen werden
weiterhin telefonisch kontaktiert, Kammern und Verbände informiert. Anlagen sind bereits
beprobt, der Erregerstamm konnte bisher jedoch nicht entdeckt werden.
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

14

Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und
Verbraucherschutz bitten daher um Mithilfe, um das Verfahren weiter zu beschleunigen: Sie
rufen Firmeninhaber und Hausverwaltungen in der Stadtgemeinde Bremen auf, die auf dem
Dach oder auf dem Gelände eine Verdunstungskühlanlage bzw. ein Rückkühlwerk haben, ihre
Anlagen vorsorglich fachgerecht zu desinfizieren. Alle werden außerdem dringend aufgefordert, sich zu melden
Da sich die Ursachenforschung sehr schwierig gestaltet, begrüßt es Bremen, dass das Bundesumweltministerium im Januar endlich den Referentenentwurf für eine Bundes-Imissionsschutzverordnung vorgelegt hat. Darin wird geregelt, dass Betreiber von Rückkühlanlagen
diese künftig vor der Inbetriebnahme melden müssen. Dass darin geforderte Kataster dieser
Anlagen wird in Bremen bereits seit 2015 aufgebaut.
Update 10.03.2016:
Das Bremer Umweltressort sowie das Gesundheitsressort verpflichten Betreiber von Rückkühlanlagen mit einer behördlichen Verfügung, diese zu melden. Diese sogenannte Allgemeinverfügung auf Basis des Bundesimmissionsschutzgesetzes tritt am Freitag (11. März
2016) in Kraft. Betreibern, die ihre Anlage jetzt nicht melden, droht ein Bußgeld auf Grund
einer Ordnungswidrigkeit von bis zu 50.000 Euro. Im äußersten Fall können die Behörden
Anlagen auch stilllegen.
Die beiden Ressorts sind sich einig darüber, dass der Schritt notwendig ist, um weitere Informationen zu dem Legionellenherd zu bekommen. Am Donnerstag, 10. März 2016 wurde ein
weiterer Krankheitsfall gemeldet, der nahelegt, dass nach wie vor eine kontaminierte Rückkühlanlage voraussichtlich im Bremer Westen existiert. Damit wurden insgesamt 20 Erkrankungen gemeldet.
Die Gewerbeaufsicht schätzt die Anzahl der Anlagen in Bremen auf etwa 100 Stück. Identifiziert wurden bisher 32. Davon sind fünf nicht in Betrieb.
Der Text der "Allgemeinverfügung" steht zum Download über diese Adresse zur Verfügung:
http://gesundheit.bremen.de/sixcms/media.php/13/20160310_PM_Legionellen_3.pdf

Quelle:
Senat der freien Hansestadt Bremen

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

15

7. Tabellen (Datenstand: 09.03.2016 - 10:00 Uhr)
7.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen1 und Inzidenzen2)
1 2 3 4 5

/ / / / Erläuterungen am Ende der folgenden Seite

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus-K(eratok)onjunktivitis
Borreliose3

Berichtswoche
Fallzahl

Inzidenz

kumul.
2015

kumulativ 2016

Todesfälle

Fallzahl

Inzidenz

Todesfälle

Fallzahl

0

0,00

0

2

0,06

0

1

0

0,00

0

41

1,17

0

34
0

Botulismus

0

0,00

0

0

0,00

0

Brucellose

0

0,00

0

2

0,06

0

0

25

0,71

0

435

12,37

0

504

CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)

0

0,00

0

0

0,00

0

2

Clostridium difficile

1

0,03

0

24

0,68

9

24

Denguefieber

0

0,00

0

14

0,40

0

6

Diphtherie

0

0,00

0

0

0,00

0

0

EHEC-Erkrankung

1

0,03

0

14

0,40

0

11

Campylobacter-Enteritis

Giardiasis

3

0,09

0

58

1,65

0

58

Haemophilus influenzae, inv. Erkrankung

0

0,00

0

7

0,20

0

7

Hantavirus-Erkrankung

0

0,00

0

0

0,00

0

0

Hepatitis A

2

0,06

0

24

0,68

0

3

Hepatitis B

2

0,06

0

18

0,51

0

14

Hepatitis C

13

0,37

0

70

1,99

0

68

Hepatitis D

0

0,00

0

0

0,00

0

2

Hepatitis E

0

0,00

0

16

0,45

0

4

HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom)
Influenza

Keuchhusten4

0

0,00

0

2

0,06

2

0

315

8,96

0

1.935

55,01

5

1.702

12

0,34

0

193

5,49

0

181

Kryptosporidiose

2

0,06

0

12

0,34

0

25

Legionellose

0

0,00

0

8

0,23

0

16

Leptospirose

0

0,00

0

0

0,00

0

2

Listeriose

0

0,00

0

5

0,14

0

1

Masern

0

0,00

0

4

0,11

0

559

Meningokokken, invasive Erkrankung

1

0,03

0

7

0,20

0

6

MRSA, invasive Infektion

8

0,23

0

53

1,51

3

58

1

0,03

0

7

0,20

0

7

84

2,39

0

779

22,15

0

983

0

0,00

0

1

0,03

0

0

Mumps4

5

Norovirus-Gastroenteritis
Paratyphus
Q-Fieber
Rotavirus-Gastroenteritis
Röteln, postnatal4

0

0,00

0

0

0,00

0

0

58

1,65

0

328

9,33

0

267

0

0,00

0

2

0,06

0

0

Salmonellose

4

0,11

0

63

1,79

0

45

Shigellose

0

0,00

0

17

0,48

0

7

Tuberkulose

2

0,06

0

70

1,99

0

64

Tularämie

0

0,00

0

0

0,00

0

0

Typhus abdominalis

0

0,00

0

1

0,03

0

1

VHF (Chikungunya)

0

0,00

0

2

0,06

0

6

1

0,03

0

20

0,57

0

4.234

Yersiniose
Summe

535

0

13

19

4.681

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

16

7.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche (Fallzahlen1)
Summe

Reinickendorf

Lichtenberg

MarzahnHellersdorf

TreptowKöpenick

Neukölln

TempelhofSchöneberg

SteglitzZehlendorf

Spandau

CharlottenburgWilmersdorf

Pankow

FriedrichshainKreuzberg

Mitte

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis

0

0

0

0

0

1

0

0

0

1

0

0

2

Borreliose1

2

2

14

1

0

2

3

4

1

8

2

2

41

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

1

0

2

31

34

52

35

15

38

44

31

31

42

38

44

435

1

2

4

0

2

2

1

2

4

1

3

2

24

Denguefieber

2

2

4

0

1

0

0

2

0

0

3

0

14

EHEC-Erkrankung

4

1

0

1

0

3

2

1

0

0

0

2

14

Giardiasis

6

12

5

4

1

5

11

7

4

1

0

2

58

Haemophilus influenzae, inv. Erkr.

0

0

0

1

0

2

0

1

1

0

0

2

7

Hepatitis A

3

0

1

4

1

2

10

1

0

1

0

1

24

Hepatitis B

3

5

1

2

3

1

0

0

0

1

1

1

18

Hepatitis C

5

10

9

7

9

7

2

7

5

2

0

7

70

Hepatitis E

1

1

3

1

1

0

4

1

0

2

1

1

16

0

0

0

0

0

0

0

0

0

2

201 106

202

229

134

63

176

56

114

1.935

18

7

24

5

5

193

Brucellose
Campylobacter-Enteritis
Clostridium difficile

1

0

1

160

176

318

13

8

41

HUS (Hämol.-urämisches Syndrom)
Influenza
Keuchhusten4

12

12

26

22

Kryptosporidiose

4

1

1

1

0

0

4

1

0

0

0

0

12

Legionellose

0

0

0

0

1

1

2

0

1

0

0

3

8

Listeriose

1

0

0

0

0

0

1

2

0

0

1

0

5

Masern

3

0

0

0

0

0

0

1

0

0

0

0

4

Meningokokken, inv. Erkrankung

1

1

1

0

2

0

1

0

0

0

1

0

7

MRSA, invasive Infektion

3

5

5

3

4

5

2

8

1

8

2

7

53

Mumps4
Norovirus-Gastroenteritis5

3

0

0

0

0

0

4

0

0

0

0

0

7

48

29

96

42

54

107

77

39

91

60

55

81

779

Paratyphus

0

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

Rotavirus-Gastroenteritis

6

11

9

11

14

24

15

139

47

8

8

36

328

Röteln

0

0

1

0

0

0

0

0

1

0

0

0

2

Salmonellose

4

10

7

6

1

2

9

5

0

6

11

2

63

Shigellose

3

1

3

3

0

0

1

0

2

0

3

1

17

Tuberkulose

6

1

2

1

4

2

8

5

1

2

36

2

70

Typhus abdominalis

0

0

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

1

Virale hämorrhagische Fieber

1

0

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

2

1

1

2

1

2

0

1

1

2

20

337 233

434

455

411

260

344

228

317

4.234

2

3

4

317

316

582

Yersiniose
Summe
1

Veröffentlichung der Fälle entspr. Referenzdefinition des RKI (U. a. weichen wegen noch nicht erfolgter Freigabe durch das RKI die Fallzahlen von den beschriebenen Einzelfällen ab) / 2 Die angegebenen Inzidenzen sind berechnet als Fallzahl pro 100.000 Einw. Dabei wird die Einwohnerzahl Berlins von 3.517.424 mit Stand vom 31.12.2013
zugrunde gelegt. (Datenquelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg) / 3 Arzt- und Labormeldepflicht in Berlin seit 07.04.2013 (vorher nur Arztmeldepflicht) / 4 Meldepflicht
seit 29.03.2013 / 5 Angabe nur lab. best. Fälle (o. aggregierte Daten)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

17

7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche
(Fallzahlen und Anteile)
Rangfolge der in 2016 gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. Serogruppen,
kumuliert bis einschließlich der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Rang

Gruppe

n
2016

Anteil
%

n
2015

B

15

23,8

13

28,9

11

17,5

10

22,2

8

12,7

6

13,3

21

33,3

12

26,7

ohne Angabe

1

1,6

1

2,2

nicht ermittelbar

7

11,1

3

6,7

63

100,00

45

100,0

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere
Differenzierung

1

S.Typhimurium

2

Salmonella der Gruppe B

3

S.Enteritidis

4

andere Serovare

D1

gesamt
*

Anteil
%

In der Kategorie „andere Serovare / Gruppen“ werden Serovare, die bisher nur weniger als dreimal
nachgewiesen wurden, und andere nicht häufige Gruppen zusammengefasst.

Rangfolge der gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. -gruppen
kumuliert bis zur Berichtswoche
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere Differenzierung

Fallzahl

1

Salmonella der Gruppe B

2

2

S.Typhimurium

1

-nicht ermittelbar-

1
gesamt

4

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 09/2016

18

8. Abbildungen der wöchentlichen Fallzahlen 2016 mit Vorjahresvergleich
(Datenstand: 09.03.2016 - 10:00 Uhr)
Campylobacter
120
2016
2015
100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Hepatitis C
18
2016
2015

16
14

Anzahl Fälle

12
10
8
6
4
2
0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Salmonellose
25
2016
2015

Anzahl Fälle

20

15

10

5

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

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