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Full text: Epi-Info Issue 2016,41

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Epi -Info

Wochenbericht
Epidemiologischer Wochenbericht für die Meldewoche 41/2016
über die im Land Berlin gemäß IfSG erfassten Infektionskrankheiten
herausgegeben am 20. Oktober 2016 (Datenstand: 19.10.2016 - 10:00 Uhr)

Inhalt
1. Allgemeine Lage
2. Besondere Fälle
3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
3.3. Besondere Ausbrüche

4. Influenza-Saison 2016/2017
4.1. Zur aktuellen Situation im Land Berlin
4.2. Information der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland

5. Besondere Hinweise
5.1. Epidemiologisches Bulletin 41/2016
5.2. Versorgungsatlas: Neue Studie zur Teilnahme Jugendlicher an Untersuchungen
5.3. Verbreitung invasiver Arten: Studie zeigt neuartige Methode zur Modellierung
5.4. Veranstaltungshinweis: Gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen
5.5. Veranstaltungshinweis: Gefährliche Erreger in medizinischen Einrichtungen

6. Spezial
Desinfektionsmittel-Liste des VAH 2016 erschienen

7. Tabellen
7.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen / Inzidenzen)
7.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche
7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche (Fallzahlen und Anteile)

8. Abbildungen ausgewählter wöchentlicher Fallzahlen im Berichtsjahr mit Vorjahresvergleich
Campylobacter-Erkrankung, Listeriose, Meningokokken-Meningitis, Norovirus, Rotavirus, Salmonellose

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Neben dem statistischen Teil enthalten die Berichte im Textteil auch allgemeine und weiterführende Informationen, deren
Interpretation infektiologischen und epidemiologischen Sachverstand und Kenntnisse über die Datengrundlagen erfordern.
Eine Weitergabe sowie Be- und/oder Verarbeitung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist ohne Genehmigung des
Herausgebers nicht zulässig.
© 2016

Link zum Download
der Wochenberichte
des LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 41/2016

Foto: Uta Herbert/pixelio.de

Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo)
Fachgruppe Infektionsepidemiologie und umweltbezogener Gesundheitsschutz (I C 2)
Hr. Schubert / Fr. Dr. Bitzegeio / Fr. Wendt / Fr. Dr. Simon / Hr. PD Dr. Werber
Darwinstraße 15, 10589 Berlin (Charlottenburg), Tel. 90229-2427/-2428/-2432/-2430/-2421, Fax: (030) 90229-2096
Groupmail: infektionsschutz@lageso.berlin.de, Groupfax-IfSG: (030) 90283385, www.berlin.de/lageso/gesundheit/index.html

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1. Allgemeine Lage
Mehr als die Hälfte der in der Berichtswoche übermittelten Fälle betrafen gastrointestinale
Erkrankungen, insbesondere durch Norovirus und Campylobacter. Mit zwei weiteren
Meningokokken-Meningitiden erhöhte sich die Fallzahl in diesem Jahr auf 33 (Vorjahr n=9).
Sie war nur im Jahr 2001 höher (n=35) (siehe unter 2., 7. und 8.).
In der laufenden Influenza-Saison 2016/17 wurden im Land Berlin bislang keine Erkrankungen
(gem. Referenzdefinition) übermittelt (siehe unter 4.).
Die gesamtstädtische epidemiologische Lage zeigte in der Berichtswoche keine Auffälligkeiten.
Im Berichtszeitraum wurden sieben Ausbrüche übermittelt, darunter fünf bedingt durch
Norovirus. Bei einem Ausbruch durch diesen Erreger erkrankten mehr als zwei Dutzend Kinder
und Erwachsene einer Kindereinrichtung. Nosokomial bedingte Ausbrüche wurden nicht
übermittelt (siehe unter 3.).

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2. Besondere Fälle
Adenovirus (K[eratok]onjunktivitis)
GA Lichtenberg
Die Rötung der Bindehaut bei einem 69-jährigen Mann wurde mittels PCR aus einem
Konjunktivalabstrich labordiagnostisch als Infektion bestätigt. Hinweise zur Infektionsquelle wurde nicht bekannt.
EHEC/STEC
GA Steglitz-Zehlendorf
Erbrechen und Bauchschmerzen bei einem 22-jährigen Mann, bei dem aus einer
Stuhlprobe der Erreger-Nachweis mit Genen für die Shiga Toxine 1 (stx1) und 2 (stx2)
erfolgte.
Kryptosporidiose
GA Steglitz-Zehlendorf
Erkrankung eines zweijährigen Mädchens, das als klinisch-epidemiologischer Fall zu
einem familiären Ausbruch übermittelt wurde. Die labordiagnostische Bestätigung liegt
bei ihrem sechsjährigen Bruder vor, der in der 39. Woche übermittelt wurde. Als möglichen Infektionsort ermittelte das Gesundheitsamt u. a. Potsdam, wo sich das Kind einen
Tag aufhielt.
Legionellose
GA Steglitz-Zehlendorf
Lungenentzündung bei einer 49-jährigen Frau, die hospitalisiert wurde. Labordiagnostisch wurde mittels Antigen-Nachweis aus Urin Legionella pneumophila der
Serogruppe 1 festgestellt. Es handelt sich um eine reiseassoziierte Infektion, die
Erkrankte hielt sich in einem Hotel auf der Insel Sylt auf.
Meningokokken-Meningitis
GA Marzahn-Hellersdorf
Erkrankung eines sechs Monate alten männlichen Säuglings (Hauskind) mit typischer
Symptomatik. Der labordiagnostische Nachweis erfolgte aus Liquor. Die Typisierung des
Befundes wurde veranlasst. Es wurden ca. 25 Kontaktpersonen (Familie und Bekannte)
mit einer Prophylaxe versorgt.
GA Mitte
Eine 79-jährige Touristin aus Kanada wurde einen Tag nach Ankunft in Berlin, mit
Zeichen einer Meningitis hospitalisiert. Aus der Blutkultur wurden Meningokokken der
Gruppe C nachgewiesen. Die Frau reiste mit Familienangehörigen mit teils mehrtätigen
Aufenthalten per Flug von Kanada (Vancouver) nach London zu einer Familienfeier,
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flog anschließend in ein Hotel nach Prag und hielt danach in Hotels in Bayern und
Hessen auf. Die Weiterreise nach Berlin erfolgte dann ab Frankfurt/M. mit dem ICE.
Die mitreisende Familie erhielt über das Krankenhaus eine Chemoprophylaxe. Die
Familie in London wurde kontaktiert und durch das Gesundheitsamt eine Impfung
empfohlen.
Weitere Kontaktpersonen (in Hotels, Zug usw.) wurden, soweit möglich, ermittelt.
Die Zugbegleiter der Bahn erhielten ebenfalls eine Chemoprophylaxe.

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3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
Gesamtzahl der Häufungen nach Erreger / Krankheit und Fallzahlen, Fallzahlspannen
und Gesamtfallzahl in der 41. Berichtswoche
Zahl der
Ausbrüche

Erreger / Krankheit

Fallzahl pro
Ausbruch

Gesamtfallzahl

Norovirus

5

2 - 28

36

Salmonellose (Gr. D1)

1

2

2

Windpocken

1

3

3

7

2 - 28

41

Summe / Spanne

3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
Kumulative Übersicht 2016 bis einschließlich der 41. Berichtswoche (ohne Norovirus)
Zahl der
Ausbrüche

Erreger

Fallzahl pro
Ausbruch

Gesamtfallzahl

Acinetobacter baumannii, 4MRGN

1

3

3

Citrobacter freundii 4MRGN

1

2

2

Clostridium difficile

4

2-4

12

Enterobacter cloacae

1

2

2

Influenza

4

2 - 22

35

Klebsiella pneumoniae (3MRGN)

1

4

4

Klebsiella pneumoniae (4MRGN)

2

2-3

5

6

2-6

19

24

2 - 24

168

4

11 - 21

49

48

11 - 24

299

MRSA

1

Rotavirus
VRE

2

Summe / Spanne
1
2

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus
Vancomycin resistente Enterokokken

3.3. Besondere Ausbrüche
Norovirus
Das Gesundheitsamt Tempelhof-Schöneberg übermittelte einen Ausbruch in einer
Kindereinrichtung und Hort mit insgesamt 28 Erkrankungen (von 42 Anwesenden), die
zwischen dem 29.09. und 11.10.216 auftraten. Betroffen waren Kita- und Hortkinder
sowie Erzieher/innen. Von drei Erkrankten liegen labordiagnostische Nachweise vor.
Die Erstmeldung an das Gesundheitsamt erfolgte durch Eltern eines erkrankten Kindes.
Hinweise zur Infektionsquelle wurden nicht bekannt.

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4. Influenza-Saison 2016/2017
4.1. Zur aktuellen Situation im Land Berlin (Stand: 20.10.2016, 10:00 Uhr)
In der Berichtswoche (41/2016) wurden keine der Referenzdefinition entsprechenden
Influenza-Neuerkrankungen übermittelt. Auch für die aktuelle Kalenderwoche wurden bis
zum o. g. Stand keine Influenzafälle (nach Referenzdefinition) erfasst.
Der Praxisindex der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) lag in der AGI-Großregion
Osten, Region Brandenburg/Berlin, bei 107 und somit auf einem jahreszeitlich üblichen
Niveau im Bereich der Hintergrund-Aktivität (bis 115).
Weitere Informationen:
www.impfen-info.de/grippe
www.rki.de/influenza
www.pei.de/influenza-impfstoffe
www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza/
www.who.int/influenza/surveillance_monitoring/updates/en/
Quelle: LAGeSo/SurvNet/AGI/

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4.2. Informationen der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland (Stand: 18.10.2016)
Praxisindex Region Berlin Brandenburg

Der Praxisindex basiert auf Daten zu akuten respiratorischen Erkrankungen
der aktuellen Saison (rot), im Vergleich zu 2015/2016 und 2014/2015.
Indexwerte bis 115 entsprechen der Hintergrundaktivität.

Konsultationsinzidenz Region Berlin Brandenburg

Konsultationsinzidenz aufgrund akuter respiratorischer Erkrankungen in der aktuellen Saison
im Vergleich zur Saison 2015/2016

Übersicht Deutschland
Auf dem Praxisindex basierende Aktivität der akuten
respiratorischen Erkrankungen in der Berichtswoche
Quelle: AG Influenza: https://influenza.rki.de

Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage:

stark erhöht

deutlich erhöht

moderat erhöht

Keine aktuelle Karte
der AGI vorhanden

geringfügig erhöht

Normal

Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist in
der 41. Kalenderwoche (KW) 2016 im Vergleich zur Vorwoche
bundesweit gestiegen, die Werte des Praxisindex lagen insgesamt im Bereich der ARE-Hintergrund-Aktivität und damit auf
einem für die Jahreszeit üblichen Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden
in der 41. KW 2016 in 24 (38 %) von 63 Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. In 24 Proben wurden Rhinoviren
und in jeweils einer Probe wurden Adeno- bzw. RS-Viren nachgewiesen.
Für die 41. Meldewoche 2016 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 29 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt.

alle Abb.: © Robert Koch-Institut

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5. Besondere Hinweise
5.1. Epidemiologisches Bulletin 41/2016
Das aktuelle Epidemiologische Bulletin 41/2016 vom 17.10.2016 befasst sich in einem
Beitrag zum Thema "Legionellen in der Hausinstallation von Mehrfamilienhäusern" mit
einer "Studie zu eingeleiteten Schritten und dem finanziellen Aufwand bei Überschreitung
des technischen Maßnahmenwertes".
Eine regelmäßige Wartung, Anpassung der Warmwassertemperatur auf 60 Grad im Trinkwassererwärmer sowie die Analyse und ggf. Korrektur des technischen und hygienischen
Zustandes sind wichtige Faktoren in der Kontrolle des Legionellen-Wachstums in Trinkwassersystemen. Legionellen-Konzentrationen von unter 100 KBE/100 ml (KBE = koloniebildende Einheiten) gelten als anzustrebender "Zielwert", dieser wird auch als "technischer Maßnahmewert" (TMW) bezeichnet. Laut Trinkwassserverordnung sind Inhaber
einer Wassergewinnungs- oder -versorgungsanlage (Trinkwasserinstallation) verpflichtet,
eine Überschreitung des TMW an das zuständige Gesundheitsamt zu melden und Maßnahmen einzuleiten, die zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher erforderlich sind.
Das Gesundheitsamt in Ravensburg hat Inhaber einer Trinkwasserinstallation, die eine
Überschreitung des TMW gemeldet hatten, befragt, inwieweit die gesetzlich vorgeschriebenen Schritte eingeleitet wurden und welche Kosten dabei entstanden sind. Die Ergebnisse werden in dieser Ausgabe vorgestellt.
Ein weiterer Beitrag betrachtet die unklare Epidemiologie der Tularämie beim Menschen
in Deutschland.
Während sich die jährlichen Meldezahlen für die humane Tularämie vor 2005 meist unter
fünf pro Jahr bewegten, ist danach ein vermeintlicher Anstieg der Fallzahlen mit einem
Maximum von 34 in 2015 zu verzeichnen. Seroepidemiologische Studien lassen allerdings
auf eine erhebliche Dunkelziffer schließen.
Mit einer erhöhten Aufmerksamkeit und differentialdiagnostischen Erwägung der Tularämie durch medizinisches Personal und Diagnostiklabore könnten mehr Einblicke in die
tatsächliche Verbreitung der Tularämie in Deutschland, aber auch die im Ausland erworbenen und importierten Fälle erzielt werden. Das Konsiliarlabor für Tularämie ist am RKI
angesiedelt.
Download-Link: www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/41/Tabelle.html
Quelle: RKI

5.2. Versorgungsatlas: Neue Studie zur Teilnahme Jugendlicher an Untersuchungen
Eine neue Studie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Versorgungsatlas des
Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) dokumentiert, dass
die Teilnahme von Jugendlichen an der Jugenduntersuchung regional sehr unterschiedlich
ausfällt. Die Art der Einladung und andere lokale Maßnahmen spielen dabei eine Rolle.
Dargestellt werden anhand interaktiver Karten und Tabellen u. a. die Inanspruchnahmeraten auf Kreisebene für die Geburtsjahrgänge 1997 bis 1999. Spitzenreiter ist RheinlandPfalz auf der Länderebene und der Landkreis Mettmann auf der Kreisebene.
Die Wissenschaftler hatten bei ihrer Studie die pseudonymisierten Abrechnungsdaten aus
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Arztpraxen von knapp einer Million Jugendlichen ausgewertet, die in den Jahren 2009 bis
2014 am J1-Gesundheits-Check teilgenommen hatten. Die gewonnenen Erkenntnisse können auch für den ÖGD und insbesondere seine Kinder- und Jugendärztlichen Dienste ggf.
von Interesse sein.
Die Studie sowie alle Tabellen und Karten (interaktiv) sind im Versorgungsatlas
veröffentlicht.
Link: www.versorgungsatlas.de/themen/alle-analysen-nach-datum-sortiert/?tab=6&uid=77
Quelle:
Schulz Mandy, Goffrier B, Bätzing-Feigenbaum J. Teilnahme an der Jugendgesundheitsuntersuchung J1
im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) - Update für den Zeitraum 2009 bis 2014.
Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi).
Versorgungsatlas-Bericht Nr. 16/08. Berlin 2016. DOI: 10.20364/VA-16.08.

5.3. Verbreitung invasiver Arten: Studie zeigt neuartige Methode zur Modellierung
Der intensive Frachtschiffverkehr
führt zur Ausbreitung invasiver
Arten rund um den Globus. Dr.
Hanno Seebens vom Senckenberg
Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt hat gemeinsam mit Kollegen eine neuartige
Methode zur Modellierung dieser
Potentielle Routen invasiver Arten über den Schiffsverkehr.
Invasionen entwickelt. Unter Feder© Seebens
führung des Instituts für Chemie
Quelle: Senckenberg/Uni Oldenburg
und Biologie des Meeres (ICBM) der
Universität Oldenburg wurden Daten über Schiffsbewegungen und Schiffsgrößen mit
Wassertemperaturen und Salzgehalt des Wassers verbunden. Eine Kopplung der Modellierung mit Verbreitungskarten potenziell invasiver Arten ermöglichte erstmals auch Prognosen zu deren zukünftiger Verbreitung. Die Studie zeigt, dass besonders in Regionen
mit hohem Schiffsaufkommen und gemäßigtem Klima wie der Nordsee und der Westküste
der USA mit der Ansiedlung fremder Arten zu rechnen ist – diese stammen vor allem aus
Asien. Zusätzlich untersuchen die Forscher auch die biologischen Zusammenhänge, die
eine Ansiedlung begünstigen.
Ziel ist es, alle Informationen zusammenfließen zu lassen, um möglichst effizient weitere
Invasionen zu verhindern. Invasive Arten verursachen jährlich Schäden in Milliardenhöhe
und können Ökosysteme grundlegend verändern.
Link zur Studie: www.pnas.org/content/113/20/5646
Quelle: Senckenberg, September 2016 Highlights 02

5.4. Veranstaltungshinweis: Gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen
Am 06.12.2016, 09:30 bis 16:00 Uhr, veranstaltet die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf im Hotel Aquino Tagungszentrum, Hannoversche Straße 5,
10115 Berlin eine Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereiche des
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öffentlichen Gesundheitsdienstes zum Thema "Gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen – gelebt, gelernt, geplant".
Teilnehmer der öffentlichen Verwaltungen der Bundesländer Berlin, Bremen, Hamburg,
Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder Schleswig-Holstein,
die Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes wahrnehmen zahlen kein Teilnahmeentgelt. Für alle anderen beträgt das Teilnahmeentgelt 157,00 Euro.
Die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des öffentlichen Gesundheitsdienstes stellt diese vor unterschiedliche neue Herausforderungen und führt in vielen Bereichen zu Unsicherheiten im Arbeitsalltag. In dieser Fortbildungsveranstaltung stellen unterschiedliche Fachexperten Erfahrungen und Trends vor
und zur Diskussion. Ziel ist es, den konstruktiven Austausch und die inhaltliche Zusammenarbeit interdisziplinär tätiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterschiedlichen
hochaktuellen Themen zu verbessern. Insbesondere sollen gemeinsame Strategien debattiert und beschrieben werden, um die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen zu
verbessern.
Online-Anmeldung und Download des Programmflyers (PDF, 144 KB):

www.akademie-oegw.de/programm/veranstaltungskalender/einzelheiten/termine/2016/12/06/
veranstaltung/gesundheitliche-versorgung-von-fluechtlingen-gelebt-gelernt-geplant-d2.html
Quelle: Akademie Düsseldorf

5.5. Veranstaltungshinweis: Gefährliche Erreger in medizinischen Einrichtungen
Am 06.12.2016, 10:00 bis 15:00 Uhr, veranstaltet der Bundesverband Medizintechnologie
e.V. (BVMed) im Steigenberger Hotel Am Kanzleramt, Ella-Trebe-Straße 5 , 10557 Berlin
das Hygieneforum 2016. Die Teilnahme ist kostenlos
Die Veranstaltung widmet sich den praktischen Fragen der Infektionsvermeidung im
Krankenhaus, legt den Fokus auf das Wechselspiel von Menschen, Produkten und Verfahren und stellt Lösungsansätze vor. Traditionell wird ein Themenblock der BVMed-Tagung
dem "Beitrag der Medizintechnik" zur Infektionsvermeidung gewidmet. Die Themenschwerpunkte der Veranstaltung sind:
•
Welche Erreger sind besonders gefährlich?
•
KRINKO-Empfehlungen
•
Möglichkeiten der Prävention
•
Vom Nutzen der Meldepflicht
•
Aufbereitung von flexiblen Endoskopen
•
Der Beitrag der Medizintechnik
Die BVMed-Tagung richtet sich ausschließlich an die folgenden Interessenten: Mitarbeiter
medizinischer Einrichtungen, wie Hygieniker und Hygienefachkräfte, Ärzte, Pflege- und
OP-Personal, Verwaltung und Einkauf sowie die Vertreter aus Selbstverwaltung und Politik. Die Veranstaltung ist als Fortbildung für beruflich Pflegende und Ärzte anerkannt.
Online-Anmeldung und Download des Programmflyers (PDF, 331 KB):
https://www.bvmed.de/de/bvmed/veranstaltungen/2016-12-06-bvmed

Quelle: BVMed

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6. Spezial
Desinfektionsmittel-Liste des VAH 2016 erschienen
Die Desinfektionsmittel-Kommission im Verbund für Angewandte Hygiene e. V (VAH) hat die
aktualisierte und vollständig überarbeitete und ergänzte VAH-Liste für 2016 veröffentlicht. Die
VAH-Liste mit Zertifikatsstand vom 1. Juni 2016 enthält die vom VAH zertifizierten Verfahren
für die prophylaktische Desinfektion sowie für die hygienische Händewaschung, die auf der
Basis der aktuellen Anforderungen und Methoden zur VAH-Zertifizierung geprüft und als
wirksam befunden wurden. Diese Methoden berücksichtigen die geltenden EN-Normen [1, 2].
Desinfektionsverfahren, die vom VAH zertifiziert werden, wurden von unabhängigen Experten
auf Wirksamkeit und Konformität mit den aktuellen wissenschaftlichen Methoden und
Standards überprüft und erfüllen damit die geltenden Empfehlungen der Kommission für
Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut (KRINKO), des AWMFArbeitskreises für Krankenhaus- und Praxishygiene und der führenden medizinischen Fachgesellschaften im Hinblick auf die Qualitätssicherung in der prophylaktischen Desinfektion.
Durch die Anwendung VAH-gelisteter Verfahren ist sichergestellt, dass ein behördlich
anerkannter Nachweis für die Wirksamkeit vorliegt.
Alle 1242 zertifizierten Verfahren in der Desinfektionsmittel-Liste des VAH sind wirksam
gegen Bakterien sowie Hefen (Sprosspilze). Die Angaben zur Einwirkzeit und Konzentration
für diese beiden Wirkspektren sind als Mindestanforderungen für die Praxis der Desinfektion
anzusehen.
Darüber hinaus sind zusätzliche Wirkspektren zertifiziert und ausgewiesen, wenn diese vom
Hersteller beantragt werden. Diese zusätzlichen Wirkspektren sind: Mykobakterizidie, Tuberkulozidie, Fungizidie (d. h. Wirksamkeit gegen Schimmelpilze wie z. B. Aspergillus und deren
Sporen) sowie die begrenzte Viruzidie und die Viruzidie (wirksam gegen behüllte und unbehüllte Viren). Nach der gemeinsamen Mitteilung des Fachausschusses Virusdesinfektion der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. und der Gesellschaft für Virologie e.V. erfüllt die Listung viruswirksamer Produkte in der VAH-Liste die Kriterien, die für einen
ausreichenden Beleg der Viruswirksamkeit definiert wurden [3]. In der 2016er Liste sind 50
Produkte mit Angaben zur Viruswirksamkeit enthalten. Die Wirkung gegen bakterielle Sporen
(z. B. von Clostridium difficile) wird derzeit noch nicht zertifiziert. Der VAH wird in Kürze eine
Methode zur Wirksamkeitstestung gegenüber Clostridium difficile-Sporen veröffentlichen und
empfiehlt die Wirksamkeitsprüfung mit dieser Methode.
Die Desinfektionsmittel-Liste des VAH enthält einen Tabellenteil, in dem die zertifizierten
Produkte mit Namen des Herstellers, Wirkstoffbasis sowie den Angaben zur Einwirkzeit und
Dosierung aufgeführt sind. Dieser Teil mit den gelisteten Verfahren ist in folgende Rubriken
unterteilt:
 Hygienische Händewaschung (Hinweis: Die Anforderungen an die Reduktion der
Testorganismen ist für diese Verfahren geringer, darum stellen diese Produkte keine
Alternative zur Händedesinfektion dar).
 Hygienische und chirurgische Händedesinfektion
 Hautantiseptik
 Flächendesinfektion
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 Flächendesinfektionsprodukte für die Anwendung als Sprühdesinfektion oder als
Wischdesinfektion.
 Flächendesinfektion mit Tuchsystemen. Diese neue Rubrik enthält Verfahren, die im
Praxistest des VAH mit einem vom Hersteller vorgegebenen Tuch getestet wurden. Es
sind hier sowohl Ready-to-use-Verfahren gelistet, die gebrauchsfertig geliefert werden
und vom Anwender sofort eingesetzt werden können, als auch Tuchtränkesysteme. Hier
werden die spezifizierten Tücher vom Anwender vor der eigentlichen Nutzung mit der
dafür vorgesehenen Desinfektionsmittel-Lösung getränkt [4].
 Instrumentendesinfektion
 Wäschedesinfektion.
Ein ausführliches Verzeichnis der Hersteller und/oder Vertriebsfirmen mit Kontaktadressen
und der vollständigen Auflistung der zertifizierten Produkte nach Rubrik für jede Firma ermöglicht eine schnelle Orientierung und Marktübersicht.
Zusätzlich zu dem eigentlichen Listenteil enthält die Broschüre noch verschiedene Zusatzinformationen, die ebenfalls aktualisiert und überarbeitet wurden. Dazu gehören:
 Kurz gefasste Informationen zur Prüfmethodik für jeden Anwendungsbereich und alle
Wirkspektren
 Anwenderhinweise für jeden Anwendungsbereich
 Informationen zu den Wirkstoffen
 Tabellarische Übersicht über die in der Liste angegebenen Bezeichnungen für die Wirkstoffbasis und die hier einzuordnenden Einzelwirkstoffe
 Übersicht über die einzelnen Erreger, die mit den Wirkspektren Bakterizidie, Levurozidie,
Tuberkulozidie, Mykobakterizidie, Fungizidie und (begrenzte) Viruzidie abgedeckt wird,
 eine Übersicht über die Rechtsvorschriften in Deutschland mit Relevanz für die prophylaktische Desinfektion.
Die Desinfektionsmittel-Kommission des VAH stellt mit der Desinfektionsmittel-Liste allen
Anwendern und Einkäufern von Desinfektionsmitteln ein praxisorientiertes Arbeitsmittel zur
Verfügung, das die Auswahl eines sicher wirksamen Produkts bzw. Desinfektionsverfahrens
nach objektiven Qualitätskriterien ermöglicht.
Zur Desinfektionsmittel-Kommission im VAH:
Die Mitglieder der Desinfektionsmittel-Kommission sind unabhängige Expert(inn)en auf dem
Gebiet der Prüfung, Bewertung und Verwendung von Desinfektionsverfahren. Die Zusammenstellung der VAH-Liste erfolgt ohne finanzielle Zuwendungen von Seiten der Hersteller, Vertriebsfirmen oder Institutionen. 1959 wurde die erste Desinfektionsmittel-Liste veröffentlicht. Die
Expertise und Erfahrung aus 57 Jahren intensiver Beschäftigung mit der DesinfektionsmittelTestung auf nationaler und internationaler Ebene ermöglicht diese Zusammenstellung der
zertifizierten Produkte für präventive Desinfektionsverfahren für ein hohes Maß an Sicherheit
für Patienten und Anwender.
Literatur
1.
Desinfektionsmittel-Kommission im VAH (Hrsg.). Anforderungen und Methoden zur VAHZertifizierung chemischer Desinfektionsverfahren. Stand 2. April 2015. Wiesbaden: Mhp-Verlag.

2.

Desinfektionsmittel-Kommission im VAH (Hrsg.). Zur Äquivalenz der Desinfektionsmittel-Testung

gemäß VAH-Methoden und der Testung gemäß den aktuellen europäischen Normen. HygMed
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3.

4.

2016; 41(3):83-84.
Fachausschuss Virusdesinfektion der DVV und Gesellschaft für Virologie. Welche viruswirksamen
Desinfektionsmittel sollten iGesundheitseinrichtungen eingesetzt werden und in welcher Liste
finde ich das passende Desinfektionsmittel? HygMed 2015;40(10):425. http://edoc.rki.de/oa/
articles/rermYbXvvxKIw/PDF/20ZULfXunmmH2.pdf
Desinfektionsmittel-Kommission im VAH (Hrsg.). Listung von Flächendesinfektionsmitteln.
HygMed 2016; 41(6):169-170.

Weitere Publikationen des VAH unter: www.vah-online.de

Die VAH-Liste ist für 39,80 Euro über den mhp-Verlag (www.mhp-verlag.de) zu beziehen.
Quelle: VAH

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 41/2016

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7. Tabellen

7.1. Übersicht der 41. Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen1 und Inzidenzen2)
1 2 3 4 5

/ / / / Erläuterungen am Ende der folgenden Seite

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus-K(eratok)onjunktivitis
3

Berichtswoche
Fallzahl

1

Inzidenz

kumul.
2015

kumulativ 2016

Todesfälle

Fallzahl

0,0

0

15

Inzidenz

Todesfälle

Fallzahl

0,4

0

3
506

Borreliose

7

0,2

0

653

18,6

0

Botulismus

0

0,0

0

1

0,0

0

1

Brucellose

0

0,0

0

3

0,1

0

0

33

0,9

0

2.434

69,2

0

2.538

CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)

Campylobacter-Enteritis

0

0,0

0

1

0,0

0

8

Clostridium difficile

4

0,1

1

120

3,4

32

118

Denguefieber

0

0,0

0

70

2,0

0

39

Diphtherie

0

0,0

0

0

0,0

0

1
70

EHEC-Erkrankung

1

0,0

0

73

2,1

0

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

0

0,0

0

2

0,1

0

0

Giardiasis

6

0,2

0

312

8,9

0

284

Haemophilus influenzae, inv. Erkrankung

0

0,0

0

21

0,6

0

20

Hantavirus-Erkrankung

0

0,0

0

1

0,0

0

0

Hepatitis A

0

0,0

0

40

1,1

0

29

Hepatitis B

0

0,0

0

55

1,6

0

51
321

Hepatitis C

11

0,3

0

308

8,8

0

Hepatitis D

0

0,0

0

0

0,0

0

2

Hepatitis E

0

0,0

0

93

2,6

0

50

HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom)

0

0,0

0

3

0,1

2

2

Influenza

0

0,0

0

4.244

120,7

6

3.124

17

0,5

0

827

23,5

0

501

1

0,0

0

104

3,0

0

118
79

Keuchhusten4
Kryptosporidiose
Legionellose

1

0,0

0

74

2,1

3

Leptospirose

0

0,0

0

2

0,1

0

4

Listeriose

0

0,0

0

29

0,8

1

15

Masern

0

0,0

0

72

2,0

0

1.239

Meningokokken, invasive Erkrankung

2

0,1

0

33

0,9

1

9

MRSA, invasive Infektion

Mumps4

5

Norovirus-Gastroenteritis

1

0,0

1

213

6,1

17

231

0

0,0

0

42

1,2

0

40

39

1,1

0

2.083

59,2

0

2.169

Paratyphus

0

0,0

0

3

0,1

0

3

Q-Fieber

0

0,0

0

4

0,1

0

5

Rotavirus-Gastroenteritis

7

0,2

0

1.283

36,5

0

1.306

0

0,0

0

3

0,1

0

5

Röteln, postnatal4

Salmonellose

8

0,2

0

398

11,3

0

404

Shigellose

0

0,0

0

45

1,3

0

60

Trichinellose

0

0,0

0

1

0,0

0

0

Tuberkulose

2

0,1

0

310

8,8

6

297

Tularämie

0

0,0

0

0

0,0

0

1

Typhus abdominalis

0

0,0

0

6

0,2

0

8

VHF (Chikungunya)

0

0,0

0

6

0,2

0

17

0

0,0

0

69

2,0

Yersiniose
Summe

141

2 14.056

0

53

68

13.731

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 41/2016

15
18. 41.

7.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der 41. Berichtswoche (Fallzahlen1)
Summe

Reinickendorf

Lichtenberg

Marzahn-

TreptowKöpenick

Neukölln

TempelhofSchöneberg

SteglitzZehlendorf

Spandau

Charlottenburg-

Pankow

FriedrichshainKreuzberg

Mitte

Krankheit bzw. Infektionserreger
1

1

3

2

1

3

1

1

0

1

1

0

15

Borreliose1

44

72

125

29

16

69

45

52

33

94

43

31

653

Botulismus

0

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

Brucellose

0

0

0

0

2

0

0

0

0

0

1

0

3

187

191

280

230 124

237

245

170

172

193

198

207

2.434

Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis

Campylobacter-Enteritis

0

0

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

1

10

8

16

4

5

14

5

6

13

10

17

12

120

Denguefieber

9

19

16

3

1

4

4

6

2

0

3

3

70

EHEC-Erkrankung

9

5

5

9

6

11

12

4

1

2

3

6

73

CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)
Clostridium difficile

FSME (Frühsommer-Meningoenz.)
Giardiasis

0

0

0

0

1

1

0

0

0

0

0

0

2

37

54

43

22

11

14

45

30

15

13

15

13

312

Haemophilus influenzae, inv. Erkr.

2

1

1

1

1

2

3

2

1

3

2

2

21

Hantavirus-Erkrankung

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1
40

Hepatitis A

8

0

2

4

3

2

14

2

0

2

0

3

Hepatitis B

12

10

4

3

5

4

4

1

1

2

3

6

55

Hepatitis C

32

30

35

20

31

33

26

22

24

15

1

39

308

Hepatitis E

8

8

15

5

5

5

10

5

4

5

10

13

93

HUS (Hämol.-urämisches Syndrom)

1

0

1

0

0

0

0

0

0

0

0

1

3

516 193

446

494

273

190

318

148

243

4.244

137

98

44

58

59

41

26

827

316

355

752

Keuchhusten4

69

52

121

Kryptosporidiose

Influenza

75

47

10

8

25

7

3

9

15

9

10

3

0

5

104

Legionellose

6

2

4

4

5

13

14

8

1

0

4

13

74

Leptospirose

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

0

2

Listeriose

3

1

5

0

1

0

7

4

0

4

3

1

29

Masern

7

9

3

1

4

2

11

17

3

2

8

5

72

Meningokokken, inv. Erkrankung
MRSA, invasive Infektion
Mumps4
Norovirus-Gastroenteritis5

6

2

1

1

4

2

4

4

1

4

1

3

33

18

12

25

16

17

27

15

28

7

20

9

19

213

0

5

2

9

3

1

2

3

2

42

156 144

232

239

131

208

158

189

167

2.083

4

2

9

122

93

244

Paratyphus

0

2

0

0

0

0

0

1

0

0

0

0

3

Q-Fieber

1

0

0

0

0

0

0

0

1

1

0

1

4

39

62

72

45

54

91

167

301

151

75

121

105

1.283

Rotavirus-Gastroenteritis

0

0

1

1

0

0

0

0

1

0

0

0

3

Salmonellose

31

33

36

30

24

28

42

28

28

22

38

58

398

Shigellose

10

6

6

7

0

1

5

1

2

0

5

2

45

Röteln

Trichinellose

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

0

0

1

Tuberkulose

34

14

14

20

24

16

27

23

8

17

100

13

310

2

1

1

0

0

0

1

0

0

0

1

0

6

Typhus abdominalis
Virale hämorrhagische Fieber

1

1

0

0

0

0

2

2

0

0

0

0

6

Yersiniose

9

6

7

7

3

10

8

6

1

4

4

4

69

Summe

1.050 1.061 1.872 1.218 740 1.415 1.573 1.184

937 1.030

973 1.003 14.056

1

Veröffentlichung der Fälle entspr. Referenzdefinition des RKI (U. a. weichen wegen noch nicht erfolgter Freigabe durch das RKI die Fallzahlen von den beschriebenen Einzelfällen ab) / 2 Die angegebenen Inzidenzen sind berechnet als Fallzahl pro 100.000 Einw. Dabei wird die Einwohnerzahl Berlins von 3.517.424 mit Stand vom 31.12.2013
zugrunde gelegt. (Datenquelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg) / 3 Arzt- und Labormeldepflicht in Berlin seit 07.04.2013 (vorher nur Arztmeldepflicht) / 4 Meldepflicht
seit 29.03.2013 / 5 Angabe nur lab. best. Fälle (o. aggregierte Daten)

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 41/2016

16

7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur 39. Berichtswoche
(Fallzahlen und Anteile)
Rangfolge der in 2016 gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. Serogruppen,
kumuliert bis einschließlich der 41. Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere
Differenzierung

Gruppe

n
2016

Anteil
%

n
2015

Anteil
%

1

S.Enteritidis

D1

100

25,1

108

26,7

2

S.Typhimurium

B

69

17,3

81

20,0

3

Salmonella der Gruppe B

57

14,3

55

13,6

4

Salmonella der Gruppe D1

44

11,1

29

7,2

5

Salmonella der Gruppe C1

16

4,0

20

5,0

6

S.Derby

B

11

2,8

10

2,5

7

S.Infantis

C1

10

2,5

17

4,2

8

S.Agona

B

8

2,0

6

1,5

9

S.Braenderup

C1

3

0,8

0

0,0

44

11,1

55

13,6

ohne Angabe

5

1,3

1

0,2

nicht ermittelbar

31

7,8

22

5,4

398

100,0

404

100,0

*

andere Serovare

gesamt
*

In der Kategorie „andere Serovare / Gruppen“ werden Serovare, die bisher nur weniger als dreimal
nachgewiesen wurden, und andere nicht häufige Gruppen zusammengefasst.

Rangfolge der gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. -gruppen
in der 41. Berichtswoche
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere Differenzierung

Fallzahl

1

S.Enteritidis

2

2

Salmonella der Gruppe D1

2

3

S.Typhimurium

1

4

Salmonella der Gruppe B

1

5

Salmonella der Gruppe C1

1

-nicht ermittelbar-

1
gesamt

8

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 41/2016

17

8. Abbildungen ausgewählter wöchentlicher Fallzahlen 2016 mit Vorjahresvergleich
Campylobacter
120
2016
2015

100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Listeriose
5
2016
2015

Anzahl Fälle

4

3

2

1

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Meningokokken-Meningitis
3
2016
2015

Anzahl Fälle

2

1

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 41/2016

18

Norovirus-Gastroenteritis
(nur klinisch-labordiagnostisch bestätigte Fälle)
2016

150

2015

125

Anzahl Fälle

100

75

50

25

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Rotavirus-Erkrankung
120
2016
2015

100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Salmonellose
30
2016
2015

25

Anzahl Fälle

20

15

10

5

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

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