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Full text: Epi-Info Issue 2016,40

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Epi -Info

Wochenbericht
Epidemiologischer Wochenbericht für die Meldewoche 40/2016
über die im Land Berlin gemäß IfSG erfassten Infektionskrankheiten
herausgegeben am 13. Oktober 2016 (Datenstand: 12.10.2016 - 10:00 Uhr)

Inhalt
1. Allgemeine Lage
2. Besondere Fälle

15. Oktober:
Internationaler
Händewaschtag:
Lass das Händewaschen
zur Routine werden!
(Make Handwashing
a Habit!)

3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
3.3. Besondere Ausbrüche

4. Influenza-Saison 2015/2016 und 2016/2017
4.1. Rückblick auf die vergangene Saison und Ausblick auf die aktuelle Saison im Land Berlin
4.2. Information der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland

5. Besondere Hinweise
5.1 Epidemiologisches Bulletin 40/2016
5.2. Poliomyelitis: Nach zwei Jahren wieder Fälle in Nigeria
5.3. Arbeitszeitreport: Zusammenhang zwischen Arbeitszeit, Gesundheit und Wohlbefinden

6. Spezial
Das Risiko einer Influenza-Erkrankung ernst nehmen - Grippeschutzimpfung jetzt!

7. Tabellen
7.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen / Inzidenzen)
7.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche
7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche (Fallzahlen und Anteile)

8. Abbildungen ausgewählter wöchentlicher Fallzahlen im Berichtsjahr mit Vorjahresvergleich
Borreliose, Campylobacter-Erkrankung, Kryptosporidiose, Legionellose, Listeriose, Salmonellose

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Neben dem statistischen Teil enthalten die Berichte im Textteil auch allgemeine und weiterführende Informationen, deren
Interpretation infektiologischen und epidemiologischen Sachverstand und Kenntnisse über die Datengrundlagen erfordern.
Eine Weitergabe sowie Be- und/oder Verarbeitung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist ohne Genehmigung des
Herausgebers nicht zulässig.
© 2016

Link zum Download
der Wochenberichte
des LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016

Foto: Uta Herbert/pixelio.de

Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo)
Fachgruppe Infektionsepidemiologie und umweltbezogener Gesundheitsschutz (I C 2)
Hr. Schubert / Fr. Dr. Bitzegeio / Fr. Wendt / Fr. Dr. Simon / Hr. PD Dr. Werber
Darwinstraße 15, 10589 Berlin (Charlottenburg), Tel. 90229-2427/-2428/-2432/-2430/-2421, Fax: (030) 90229-2096
Groupmail: infektionsschutz@lageso.berlin.de, Groupfax-IfSG: (030) 90283385, www.berlin.de/lageso/gesundheit/index.html

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1. Allgemeine Lage
Die Mehrzahl der Meldungen in der Berichtswoche entfiel auf gastroenteritische Erkrankungen
durch Campylobacter spp. (n=30) und Norovirus (n=29). Die dritthäufigste Meldekategorie war
Keuchhusten (n=14). Insgesamt ist die Anzahl der Keuchhusten-Erkrankungen in diesem Jahr
deutlich erhöht. Bis zur 40. Meldewoche wurden dem LAGeSo 803 Erkrankungen übermittelt
verglichen mit 490 für den Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Keuchhusten-Erkrankungen
in der Meldewoche betrafen Personen im Alter von 0-62 Jahren (Median: 24 Jahre); sechs
gehörten zu fünf Krankheitsausbrüchen, von denen vier bereits in den Vorwochen begannen.
Sechs erwachsene Personen waren nicht gegen Keuchhusten geimpft. Zudem wurde ein
klinisch-labordiagnostisch bestätigter Masernfall und erneut eine Listeriose-Erkrankung übermittelt (siehe unter 2., 3., 6. und 7.).
Mit der 40. Kalenderwoche (KW) 2016 beginnt die Influenza-Saison 2016/17 und damit auch
der wöchentliche Berichtsrhythmus. In der Berichtswoche wurde keine Influenza-Erkrankung
an das LAGeSo übermittelt (siehe unter 4.).
Infektionsereignisse von gesamtstädtischer Bedeutung wurden nicht festgestellt.
Im Berichtszeitraum wurden fünf Ausbrüche übermittelt, darunter ein KryptosporidioseAusbruch mit fünf Erkrankten in einer Familie, zwei Windpocken-Ausbrüche sowie jeweils ein
Ausbruch durch Keuchhusten und Salmonella Gruppe B.
Es wurde ein nosokomial bedingter Ausbruch durch Vancomycin resistente Enterokokken (VRE)
mit sieben Erkrankten übermittelt (siehe unter 3.).

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2. Besondere Fälle
Hepatitis E
GA Tempelhof-Schöneberg
Grippeähnliche Symptome, Oberbauchbeschwerden und Ermattungsgefühle bei einem
46-jährigen Mann, bei dem labordiagnostisch ein vierfacher Antikörper-Anstieg in der
zweiten Probe festgestellt wurde. Eine Reiseanamnese liegt nicht vor. Das Gesundheitsamt konnte keine Hinweise auf die Infektionsquelle ermitteln.
Kryptosporidiose
GA Treptow-Köpenick
Erkrankung eines neunjährigen Jungen, bei dem labordiagnostisch ein AntigenNachweis die Infektion bestätigte. Im Infektionszeitraum hielt sich der Erkrankte mit
seiner Familie in Libanon auf. Er gehört zu einem familiären Ausbruch (siehe unter 3.3.).
Legionellose
GA Tempelhof-Schöneberg
Lungenentzündung bei einer 75-jährigen Frau, die hospitalisiert wurde. Labordiagnostisch wurde mittels Antigen-Nachweis aus Urin Legionella pneumophila
der Serogruppe 1 festgestellt.
Listeriose
GA Tempelhof-Schöneberg
Septisches Krankheitsbild bei einem 62-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Die Erregerisolierung erfolgte aus Blut und Liquor. Hinweise zur Infektionsquelle konnten nicht
ermittelt werden.
Masern
GA Spandau
Typische Symptomatik bei einem einjährigen ungeimpften Mädchen, das hospitalisiert
wurde. Es besuchte keine Gemeinschaftseinrichtung. Labordiagnostisch wurde ein IgMAntikörper-Nachweis geführt. Hinweise zur Infektionsquelle liegen nicht vor.
Shigellose
GA Lichtenberg
Erkrankung einer 24-jährigen Frau, die sich eine Woche in einem Hotel in Hurghada
(Ägypten) aufhielt und kurz vor der Rückkehr Durchfall hatte. Sie badete im hoteleigenen Pool, aber auch im Meer. Labordiagnostisch wurde aus Stuhl Shigella sonnei
isoliert. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine reiseassoziierte Infektion.

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3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
Gesamtzahl der Häufungen nach Erreger / Krankheit und Fallzahlen, Fallzahlspannen
und Gesamtfallzahl in der Berichtswoche
Zahl der
Ausbrüche

Erreger / Krankheit

Fallzahl pro
Ausbruch

Gesamtfallzahl

Keuchhusten

1

2

2

Kryptosporidiose

1

5

5

Salmonellose

1

2

2

Windpocken

2

2

4

5

2-5

13

Summe / Spanne

3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
Kumulative Übersicht 2016 bis einschließlich der Berichtswoche (ohne Norovirus)
Zahl der
Ausbrüche

Erreger

Fallzahl pro
Ausbruch

Gesamtfallzahl

Acinetobacter baumannii, 4MRGN

1

3

3

Citrobacter freundii 4MRGN

1

2

2

Clostridium difficile

4

2-4

12

Enterobacter cloacae

1

2

2

Influenza

4

2 - 22

35

Klebsiella pneumoniae (3MRGN)

1

4

4

Klebsiella pneumoniae (4MRGN)

2

2-3

5

MRSA1

6

2-6

19

24

2 - 24

168

4

7 - 21

45

48

2 - 24

295

Rotavirus
VRE

2

Summe / Spanne
1
2

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus
Vancomycin resistente Enterokokken

3.3. Besondere Ausbrüche
Kryptosporidiose
Das Gesundheitsamt Treptow-Köpenick übermittelte einen familiären Ausbruch mit
fünf Erkrankten (davon vier klin.-epid. Fälle). Betroffen waren die Eltern und ihre drei
Kinder (Altersspektrum neun bis 46 Jahre). Die Erkrankungsbeginne lagen im Zeitraum
von vier Tagen. Die Familie hielt sich eine Woche in Beirut (Libanon) auf. Dort erkrankten,
kurz vor der Rückreise, die ersten drei Familienmit-glieder. Die Ermittlungen des Gesundheitsamtes erbrachten keine Hinweise auf die Infektionsquelle (siehe auch unter 2.).

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016

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4. Influenza-Saison 2015/2016 und 2016/2017
4.1. Rückblick auf die vergangene Saison und Ausblick auf die aktuelle Saison im Land Berlin
(Stand: 12.10.2016, 10:00 Uhr)

Rückblick:
Die Zahl der gemeldeten Influenza-Fälle in der vergangenen Saison (40. MW 2015 bis
20. MW 2016) war mit 4.276 Fällen verglichen zu 3.154 Fällen 2014/2015 erneut stark
erhöht (2013/2014: 462 Fälle).
700

Min-Max der 5 vorherigen Influenzasaisons (2010/11-2014/15)
600

Median der 5 vorherigen Influenzasaisons (2010/11-2014/15)
500

Fallzahl (n)

2015/2016
400

300

200

100

0
40 41 42 43

44

45 46 47 48

49

50 51 52

53

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11 12 13 14

15

16 17 18 19

20

Meldewoche

Abb. 1: Vergleich der Grippewelle im Land Berlin 2015/2016 (n=4.276) mit denen der fünf vorherigen Influenzasaisons
(2010/11-2014/15). Datenstand 10.10.2016, 14.00 Uhr
.
(Datenquelle: LAGeSo Berlin)

Während es in den ersten fünf Wochen 2016 zu einem moderaten Anstieg der Fallzahlen
durch den Influenzatyp A kam, nahmen in der Folge die Infektionen durch den Typ B stark
zu und erreichten mit 659 übermittelten Fällen in der 10. KW ihren Höhepunkt. Damit
wurde gleichzeitig die höchste Influenza-Wochenfallzahl im Land seit Einführung des IfSG
2001 erreicht. Das Influenzavirus B dominierte in der vergangenen Saison (zur Stärke der
10
9
8

2016

7

Fallzahl (n)

6
5
4
3
2
1
0
21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

32

33

34

35

36

37

38

39

Meldewoche

Abb. 2: Verlauf der Influenza-Erkrankungen im Land Berlin außerhalb der Influenza-Saison 2016 (21. bis 39. KW) (n=8).
Datenstand 10.10.2016, 14.00 Uhr
.
(Datenquelle: LAGeSo Berlin)

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letztjährigen Influenza-Saison siehe auch unter 6.).
Außerhalb der Saison (21. bis 39. KW 2016) wurden acht Erkrankungen erfasst. Im
Sommer, 30. KW, wurden für diese Jahreszeit etwas ungewöhnlich, vier Erkrankungen
an Influenza übermittelt; darunter ein familiärer Ausbruch. Nachgewiesen wurden in drei
Fällen das Influenzavirus B. Ab der 31. KW wurden bis zum aktuellen Datenstand keine
weiteren Fälle übermittelt.
Ausblick
Mit der 40. Kalenderwoche (KW) 2016 beginnt offiziell die Influenza-Saison 2016/17
und damit auch der wöchentliche Berichtsrhythmus. In der Berichtswoche wurde keine
Influenza-Erkrankung an das LAGeSo übermittelt. Wie die Arbeitsgemeinschaft für
Influenza (AGI) berichtet, ist die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) in
der 40. Kalenderwoche (KW) 2016 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit gestiegen, die
Werte des Praxisindex lagen insgesamt im Bereich der ARE-Hintergrund-Aktivität und
damit auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau.
Die Influenza ist eine Atemwegserkrankung, die durch respiratorische Sekrete in Tröpfchenform übertragen wird und schwer u.U. tödlich verlaufen kann, insbesondere bei
Personen über 60 Jahren (s. Spezial). Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die
Influenzaimpfung für:
•
alle Personen ab 60 Jahre bzw. Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen,
•
alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung
infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon,
•
Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens
(wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie z.B. Multiple Sklerose mit
durch Infektionen ausgelösten Schüben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV),
•
Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von
ihnen betreute Risikopersonen gefährden können. Als Risikopersonen gelten hierbei
Personengruppen mit Grundkrankheiten, bei denen es Hinweise auf eine deutlich
reduzierter Wirksamkeit der Influenza-Impfung gibt, wie z.B. Personen mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz oder Personen mit angeborener oder erworbener
Immundefizienz bzw. -suppression.
Zudem sollten im Rahmen eines beruflichen Risikos Personen mit erhöhter Gefährdung
(z.B. medizinisches Personal) und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute
Risikopersonen fungieren können, geimpft werden. Ebenso geimpft werden sollten
Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln (die Impfung schützt zwar
nicht vor der Vogelgrippe, aber es können damit problematische Doppelinfektionen
vermieden werden).
Abweichend zum Vorjahr wird die Empfehlung für die bevorzugte Verwendung des nasalen Lebendimpfstoff (live attenuated influenza vaccine, LAIV) bei Kindern zwischen zwei
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016

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und sechs Jahren (die infolge eines Grundleidens eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung durch eine Influenzavirus-Infektion aufweisen) ausgesetzt. Stattdessen empfiehlt
die STIKO in der kommenden Saison für die Altersgruppe von zwei bis siebzehn Jahren
entweder den nasalen Lebendimpfstoff oder einen inaktivierten Impfstoff zu verwenden.
Für die Saison 2016/17 sind folgende Stämme im Impfstoff enthalten:
a) Trivalente Impfstoffe
• Ein A/California/07/2009 (H1N1) pdm 09-ähnlicher Stamm
• Ein A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2)-ähnlicher Stamm
• Ein B/Brisbane/60/2008-ähnlicher Stamm (Victoria-Linie)
b) Tetravalente Impfstoffe
enthalten neben den oben aufgeführten drei Stämmen noch ein
B/Phuket/3073/2013-like Stamm, der die Yamagata-Linie repräsentiert.
Somit unterscheiden sich die Impfstoffe für die neue Saison 2016/2017 in zwei der drei
Komponenten gegenüber denen der vorangegangenen Saison. Angepasst wurden nach
der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die A(H3N2)-Komponente und
die B-Komponente in den klassischen Impfstoffen mit drei Komponenten (trivalent). Bei
den zwei zugelassenen tetravalenten Impfstoffen wurde lediglich der A(H3N2)-Stamm
ausgetauscht.
Weitere Informationen:
www.impfen-info.de/grippe
www.rki.de/influenza
www.pei.de/influenza-impfstoffe
www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza/
www.who.int/influenza/surveillance_monitoring/updates/en/
Quelle: LAGeSo/SurvNet/AGI/STIKO/RKI
Abb.: LAGeSo

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4.2. Informationen der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland (Stand: 11.10.2016)
Praxisindex Region Berlin Brandenburg

Der Praxisindex basiert auf Daten zu akuten respiratorischen Erkrankungen
der aktuellen Saison (rot), im Vergleich zu 2015/2016 und 2014/2015.
Indexwerte bis 115 entsprechen der Hintergrundaktivität.

Konsultationsinzidenz Region Berlin Brandenburg

Konsultationsinzidenz aufgrund akuter respiratorischer Erkrankungen in der aktuellen Saison
im Vergleich zur Saison 2015/2016

Übersicht Deutschland
Auf dem Praxisindex basierende Aktivität der akuten
respiratorischen Erkrankungen in der Berichtswoche
Quelle: AG Influenza: https://influenza.rki.de

Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage:
Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist in
der 40. Kalenderwoche (KW) 2016 im Vergleich zur Vorwoche
bundesweit gestiegen, die Werte des Praxisindex lagen insgesamt im Bereich der ARE-Hintergrund-Aktivität und damit auf
einem für die Jahreszeit üblichen Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden in
der 40. KW 2016 in 17 (50 %) von 34 Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. In 16 Proben wurden Rhinoviren und in
einer Probe wurden Adenoviren nachgewiesen.

stark erhöht

deutlich erhöht

moderat erhöht

geringfügig erhöht

Normal

Für die 40. Meldewoche 2016 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 27 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle
an das RKI übermittelt.
Daten aus dem bevölkerungsbasierten Überwachungsinstrument GrippeWeb:
Die für die deutsche Bevölkerung geschätzte Rate von Personen
mit einer neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankung (ARE,
mit Fieber oder ohne Fieber) ist in der 40. KW (03.10. bis
09.10.2016) im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben (6,8 %;
Vorwoche: 6,8 %). Weitere Informationen und ausführliche
Ergebnisse erhalten Sie unter: https://grippeweb.rki.de

alle Abb.: © Robert Koch-Institut

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5. Besondere Hinweise
5.1. Epidemiologisches Bulletin 40/2016
Im Epidemiologischen Bulletin 40/2016 vom 10.10.2016 wird über ein Projekt des
Gesundheitsamtes Görlitz zur Schließung von Impflücken bei Schülern der 6. Klassenstufe und Lehrern im Landkreis Görlitz (Sachsen) berichtet. Seit dem Jahr 2013 werden
dort bei Kindern der 6. Klassenstufe die Impfpässe jährlich kontrolliert. Im Jahr 2015
wurden 37 Schulen mit 1.967 Sechstklässlern und 1.408 Lehrer in die Untersuchung
einbezogen. Es konnten dabei Angaben von 1.102 (56%) Schüler und 123 (9%) Lehrer
erhoben werden. Insgesamt hatten nur 54% der Untersuchten einen vollständigen
altersgerechten Impfschutz für Keuchhusten und nur 91% der Untersuchten waren
altersgerecht gegen Masern geimpft bzw. galten als immun.
Download-Link: www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/40/Tabelle.html
Quelle: RKI

5.2. Poliomyelitis: Nach zwei Jahren wieder Fälle in Nigeria
Nach mehr als zwei Jahren ohne Nachweis des Poliovirus vom Wildtyp in Nigeria, hat
die Regierung drei laborbestätigte Fälle von Poliovirus Typ 1 Wildtyp (WPV1) mit Erkrankungsbeginn zwischen Juli und August 2016 gemeldet. Alle drei Fälle wurden im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias unter Binnenflüchtlingen entdeckt. Der Nachweis
erfolgte bei Kindern zwischen zwei und fünf Jahren. Zwei von ihnen entwickelten eine
akute schlaffe Lähmung (AFP) während ein Kind, als ein enger Kontakt eines Kindes mit
AFP-Symptomen, asymptomatisch blieb. Die Sequenzierungen zeigten, dass der Erreger
am engsten mit WPV1 verbunden war, das 2011 zuletzt in Borno entdeckt wurde. Dies
deutet darauf hin, dass dieses Virus seither im Umlauf war, ohne nachgewiesen worden
zu sein.
Quelle: WHO

5.3. Arbeitszeitreport: Zusammenhang zwischen Arbeitszeit, Gesundheit und Wohlbefinden
Die Gestaltung der Arbeitszeit gehört zu den zentralen Fragestellungen des Arbeitsund Gesundheitsschutzes. Dabei geht es um die Dauer und Lage von Arbeitszeiten und
Ruhezeiten sowie um die Planbarkeit und Beeinflussbarkeit der persönlichen Arbeitszeiten. Die Flexibilisierung der Arbeitszeit – vor dem Hintergrund des Wandels der
Arbeitswelt – wirft hierbei neue Fragen auf, die es gilt, faktenbasiert und differenziert
zu beantworten. Eine Basis für diese Antworten legt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz
und Arbeitsmedizin (BAuA) mit ihrem Arbeitszeitreport 2016, einer repräsentativen
Befragung von rund 20.000 Beschäftigten in Deutschland. Die Daten geben differenziert
Aufschluss über die Arbeitszeitrealität der Beschäftigten und erlauben daher eine Einschätzung zu Fragen der Arbeitszeitflexibilität und deren Gestaltung.
Arbeitszeitreport Deutschland 2016; Dr. Anne Marit Wöhrmann, Dr. Susanne Gerstenberg; Lena Hünefeld, Dr.
Franziska Pundt, Dr. Anne Reeske-Behrens, Frank Brenscheidt, Dr. Beate Beermann; Dortmund; Bundesanstalt
für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin; 2016; 187 Seiten, ISBN 978-3-88261-206-6.

Download-Link des Berichts (im PDF-Format): www.baua.de/Arbeitszeitreport-Deutschland
Quelle: BAuA

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6. Spezial
Das Risiko einer Influenza-Erkrankung ernst nehmen - Grippeschutzimpfung jetzt!
Ältere, chronisch Kranke und Schwangere haben ein
höheres Risiko, dass eine Infektion mit Influenzaviren
schwer verläuft und Komplikationen lebensbedrohlich
werden. In der Influenza-Saison 2015/2016 gab es
geschätzte 4,1 Millionen grippebedingte Arztbesuche
und rund 16.000 grippebedingte Krankenhauseinweisungen. Diese im neuen Saisonbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) veröffentlichten Werte
sind deutlich höher als in der milden Saison 2013/
2014, aber geringer als in der starken Saison 2014/
2015. Jedoch sollte das Risiko einer Influenzaerkrankung vor jeder Saison ernst genommen werden.
Gerade in der Saison 2014/2015 war die Zahl der
Influenza-bedingten Todesfälle mit geschätzten
21.300 sehr hoch, der höchste Wert seit der Grippewelle 1995/96. Diese sogenannte Exzess-Mortalität die geschätzte Zahl der der Influenza zugeschriebenen Todesfälle - kann stark schwanken. In
milden Saisons wie 2013/14 bleiben die Schätzwerte unter den Nachweisgrenze. Auch die
Stärke der saisonalen Grippewellen und der jeweilige Anteil der zirkulierenden Grippevirustypen und -subtypen können sehr unterschiedlich sein. Im Bericht der AGI wird deshalb auch
ein neues Überwachungssystem für schwere Krankheitsverläufe vorgestellt und wie jedes Jahr
die Analysen des Nationalen Referenzzentrums für Influenza zur Passgenauigkeit der Impfstoffkomponenten.
Da sich Influenzaviren kontinuierlich verändern, spricht die WHO jährlich eine Empfehlung für
die Zusammensetzung des jeweils aktuellen Impfstoffes aus (siehe auch unter 4.). Es ist daher
notwendig, die Effektivität der Impfung gegen saisonale Influenza jährlich neu zu bestimmen.
Die Impfeffektivität gegen eine laborbestätigte Influenzaerkrankung scheint nach Berechnungen des Robert Koch-Instituts, die im Influenzasaisonbericht enthalten sind, in der Saison
2015/16 niedrig bis moderat gewesen zu sein. In anderen Saisons war die Effektivität meist
höher und lag zwischen 40 und 60 %. Trotz der schwankenden Effektivität ist die Impfung die
wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Influenza-Infektion.
Allerdings sind die Impfquoten für Influenza nach wie vor völlig unzureichend, wie eine im
Epidemiologischen Bulletin Anfang 2016 veröffentlichte Auswertung zeigt. Bei Senioren lag
die Impfquote im Winter 2014/2015 demnach bei 37 %, das ist der niedrigste Stand seit der
Saison 2008/2009.
Impflücken zu schließen und Wissen über die Erkrankung zu fördern, ist das Ziel der gemeinsamen Kampagne "Wir kommen der Grippe zuvor" der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) und des RKI. Für die Impfaufklärung sind Ärztinnen und Ärzte und weiteres
Fachpersonal die wichtigsten Ansprechpartner für ihre Patientinnen und Patienten. Jedes Jahr
werden Medienpakete zur Grippeimpfung an die wichtigsten Multiplikatoren verschickt. Ein
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016

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neues Angebot gibt Tipps zur Durchführung von "Impfaktionen gegen Influenza in Krankenund Altenpflege. Die neuen Materialien und weitere Informationen zur Grippeimpfung stehen
auf www.impfen-info.de/grippe zum Download oder zur kostenlosen Bestellung bereit.
Das Paul-Ehrlich-Institut hat bereits rund 14 Millionen Impfdosen freigegeben. Eine Übersicht
der Influenza-Impfstoffe mit den Angaben zu der zugelassenen Altersgruppe steht auf den
Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts zur Verfügung:
www.pei.de/influenza-impfstoffe.
Neben der Impfung sind für alle Menschen, insbesondere für Gruppen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko, weitere Maßnahmen empfohlen, um das
Risiko einer Influenza-Infektion zu verringern. Auf
der Internetseite www.infektionsschutz.de informiert
die BZgA über Hygienetipps, zum Beispiel regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife und
Abstand zu erkrankten Personen halten.
Bei Patienten mit akuten Atemwegssymptomen
während einer Grippewelle sollten Ärzte eine
Influenza-Erkrankung unabhängig vom Impfstatus
in Betracht ziehen. Insbesondere Menschen mit
einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten ihren Arzt frühzeitig zu Rate
ziehen. Gerade ältere Personen bekommen häufig
kein Fieber und nehmen ärztliche Hilfe zu spät in
Anspruch.
Weitere Informationen:
www.impfen-info.de/grippe
www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza/
www.rki.de/influenza
www.pei.de/influenza-impfstoffe
Quelle: RKI/PEI/BZgA
Abb.: BZgA

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016

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7. Tabellen

7.1. Übersicht der 40. Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen1 und Inzidenzen2)
1 2 3 4 5

/ / / / Erläuterungen am Ende der folgenden Seite

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus-K(eratok)onjunktivitis
3

Berichtswoche
Fallzahl

0

Inzidenz

kumul.
2015

kumulativ 2016

Todesfälle

Fallzahl

0,0

0

14

Inzidenz

Todesfälle

Fallzahl

0,4

0

2
494

Borreliose

13

0,4

0

633

18,0

0

Botulismus

0

0,0

0

1

0,0

0

1

Brucellose

0

0,0

0

3

0,1

0

0

Campylobacter-Enteritis

30

0,9

0

2.365

67,2

0

2.480

CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)

0

0,0

0

1

0,0

0

6

Clostridium difficile

3

0,1

2

116

3,3

31

116

Denguefieber

0

0,0

0

70

2,0

0

39

Diphtherie

0

0,0

0

0

0,0

0

1
67

EHEC-Erkrankung

0

0,0

0

71

2,0

0

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

0

0,0

0

2

0,1

0

0

Giardiasis

2

0,1

0

305

8,7

0

274

Haemophilus influenzae, inv. Erkrankung

0

0,0

0

20

0,6

0

20

Hantavirus-Erkrankung

0

0,0

0

1

0,0

0

0

Hepatitis A

0

0,0

0

40

1,1

0

26

Hepatitis B

0

0,0

0

53

1,5

0

50
315

Hepatitis C

8

0,2

0

302

8,6

0

Hepatitis D

0

0,0

0

0

0,0

0

2

Hepatitis E

1

0,0

0

93

2,6

0

48

HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom)

0

0,0

0

3

0,1

2

2

Influenza

0

0,0

0

4.244

120,7

6

3.123

14

0,4

0

803

22,8

0

490

7

0,2

0

103

2,9

0

115
79

Keuchhusten4
Kryptosporidiose
Legionellose

1

0,0

0

72

2,0

3

Leptospirose

0

0,0

0

2

0,1

0

4

Listeriose

1

0,0

0

29

0,8

1

14

Masern

1

0,0

0

71

2,0

0

1.239

Meningokokken, invasive Erkrankung

0

0,0

0

31

0,9

1

9

MRSA, invasive Infektion

1

0,0

0

212

6,0

16

224

1

0,0

0

43

1,2

0

39

Mumps4

5

29

0,8

0

2.019

57,4

0

2.136

Paratyphus

Norovirus-Gastroenteritis

0

0,0

0

3

0,1

0

3

Q-Fieber

0

0,0

0

4

0,1

0

5

Rotavirus-Gastroenteritis

2

0,1

0

1.274

36,2

0

1.301

0

0,0

0

3

0,1

0

5

Röteln, postnatal4

Salmonellose

11

0,3

0

386

11,0

0

392

Shigellose

1

0,0

0

45

1,3

0

56

Trichinellose

0

0,0

0

1

0,0

0

0

Tuberkulose

3

0,1

0

303

8,6

6

292

Tularämie

0

0,0

0

0

0,0

0

1

Typhus abdominalis

0

0,0

0

6

0,2

0

8

VHF (Chikungunya)

0

0,0

0

5

0,1

0

16

1

0,0

0

69

2,0

Yersiniose
Summe

130

2 13.821

0

52

66

13.546

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016

13
18.

7.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche (Fallzahlen1)
Summe

Reinickendorf

Lichtenberg

MarzahnHellersdorf

TreptowKöpenick

Neukölln

TempelhofSchöneberg

SteglitzZehlendorf

Spandau

CharlottenburgWilmersdorf

Pankow

FriedrichshainKreuzberg

Mitte

Krankheit bzw. Infektionserreger
1

1

3

2

1

3

1

1

0

1

0

0

14

Borreliose1

43

72

121

28

15

69

45

51

31

92

35

31

633

Botulismus

0

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

Brucellose

0

0

0

0

2

0

0

0

0

0

1

0

3

181

188

275

217 122

229

239

166

167

188

191

202

2.365

Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis

Campylobacter-Enteritis

0

0

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

1

10

8

16

4

5

14

5

6

12

8

16

12

116

Denguefieber

9

19

16

3

1

4

4

6

2

0

3

3

70

EHEC-Erkrankung

8

5

5

9

6

10

12

4

1

2

3

6

71

CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)
Clostridium difficile

FSME (Frühsommer-Meningoenz.)
Giardiasis

0

0

0

0

1

1

0

0

0

0

0

0

2

36

52

41

22

11

14

43

30

15

13

15

13

305

Haemophilus influenzae, inv. Erkr.

1

1

1

1

1

2

3

2

1

3

2

2

20

Hantavirus-Erkrankung

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

Hepatitis A

8

0

2

4

3

2

14

2

0

2

0

3

40

Hepatitis B

12

9

4

3

5

3

4

1

1

2

3

6

53

Hepatitis C

32

29

34

21

31

31

27

20

23

15

1

38

302

Hepatitis E

8

8

15

5

5

5

10

5

4

5

10

13

93

HUS (Hämol.-urämisches Syndrom)

1

0

1

0

0

0

0

0

0

0

0

1

3

516 193

446

494

273

190

318

148

243

4.244

135

97

42

53

59

39

24

803

316

355

752

Keuchhusten4

67

51

117

74

Kryptosporidiose

Influenza

45

10

8

25

7

3

8

15

9

10

3

0

5

103

Legionellose

6

2

4

3

5

12

14

8

1

0

4

13

72

Leptospirose

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

0

2

Listeriose

3

1

5

0

1

0

7

4

0

4

3

1

29

Masern

7

9

3

1

4

2

10

17

3

2

8

5

71

Meningokokken, inv. Erkrankung
MRSA, invasive Infektion
Mumps4
Norovirus-Gastroenteritis5

5

2

1

1

4

2

4

4

1

3

1

3

31

18

12

25

16

17

27

15

27

7

20

9

19

212

0

5

2

9

3

1

2

3

2

43

154 143

225

235

128

197

154

180

165

2.019

4

3

9

118

89

231

Paratyphus

0

2

0

0

0

0

0

1

0

0

0

0

3

Q-Fieber

1

0

0

0

0

0

0

0

1

1

0

1

4

38

61

70

45

54

90

166

301

151

75

119

104

1.274

Rotavirus-Gastroenteritis

0

0

1

1

0

0

0

0

1

0

0

0

3

Salmonellose

30

33

35

29

24

26

40

27

25

22

37

58

386

Shigellose

10

6

6

7

0

1

5

1

2

0

5

2

45

Röteln

Trichinellose

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

0

0

1

Tuberkulose

33

14

13

20

24

16

26

23

8

16

98

12

303

2

1

1

0

0

0

1

0

0

0

1

0

6

Typhus abdominalis
Virale hämorrhagische Fieber

1

1

0

0

0

0

2

1

0

0

0

0

5

Yersiniose

9

6

7

7

3

10

8

6

1

4

4

4

69

909 1.015

940

Summe

1.030 1.049 1.839 1.200 734 1.389 1.556 1.169

991 13.821

1

Veröffentlichung der Fälle entspr. Referenzdefinition des RKI (U. a. weichen wegen noch nicht erfolgter Freigabe durch das RKI die Fallzahlen von den beschriebenen Einzelfällen ab) / 2 Die angegebenen Inzidenzen sind berechnet als Fallzahl pro 100.000 Einw. Dabei wird die Einwohnerzahl Berlins von 3.517.424 mit Stand vom 31.12.2013
zugrunde gelegt. (Datenquelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg) / 3 Arzt- und Labormeldepflicht in Berlin seit 07.04.2013 (vorher nur Arztmeldepflicht) / 4 Meldepflicht
seit 29.03.2013 / 5 Angabe nur lab. best. Fälle (o. aggregierte Daten)

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016

14

7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur 39. Berichtswoche
(Fallzahlen und Anteile)
Rangfolge der in 2016 gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. Serogruppen,
kumuliert bis einschließlich der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere
Differenzierung

Gruppe

Anteil
%

n
2015

Anteil
%

1

S.Enteritidis

D1

97

25,1

106

27,0

2

S.Typhimurium

B

66

17,1

80

20,4

3

Salmonella der Gruppe B

57

14,8

53

13,5

4

Salmonella der Gruppe D1

41

10,6

28

7,1

5

Salmonella der Gruppe C1

16

4,1

19

4,8

6

S.Derby

B

11

2,8

10

2,6

7

S.Infantis

C1

9

2,3

16

4,1

8

S.Agona

B

7

1,8

6

1,5

9

S.Braenderup

C1

3

0,8

0

0,0

43

11,1

52

13,3

5

1,3

1

0,3

31

8,0

21

5,4

386

100,0

392

100,0

*

andere Serovare
ohne Angabe

nicht ermittelbar
gesamt
*

n
2016

In der Kategorie „andere Serovare / Gruppen“ werden Serovare, die bisher nur weniger als dreimal
nachgewiesen wurden, und andere nicht häufige Gruppen zusammengefasst.

Rangfolge der gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. -gruppen
in der Berichtswoche
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere Differenzierung

Fallzahl

1

S.Enteritidis

3

2

Salmonella der Gruppe B

3

3

Salmonella der Gruppe C1

2

4

Salmonella der Gruppe D1

1

5

Salmonella der Gruppe E

1

-nicht ermittelbar-

1
gesamt

11

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016

15

8. Abbildungen ausgewählter wöchentlicher Fallzahlen 2016 mit Vorjahresvergleich
Borreliose
60
2016
2015

50

Anzahl Fälle

40

30

20

10

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Campylobacter
120
2016
2015

100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Kryptosporidiose
14
2016
2015

12

Anzahl Fälle

10

8

6

4

2

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016

16

Legionellose
8
2016
2015

7

Anzahl Fälle

6
5
4
3
2
1
0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Listeriose
5
2016
2015

Anzahl Fälle

4

3

2

1

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Salmonellose
30
2016
2015

25

Anzahl Fälle

20

15

10

5

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 40/2016
        
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