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Full text: Epi-Info Issue 2016,33

1

Epi -Info

Wochenbericht
Epidemiologischer Wochenbericht für die Meldewoche 33/2016
über die im Land Berlin gemäß IfSG erfassten Infektionskrankheiten
herausgegeben am 26. August 2016 (Datenstand: 24.08.2016 - 10:00 Uhr)

Inhalt
1. Allgemeine Lage
2. Besondere Fälle
3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
3.3. Besondere Ausbrüche

4. Besondere Hinweise
4.1. Epidemiologisches Bulletin 33/2016
4.2. Aedes albopictus in Deutschland: Aktionsplan der Nationalen Expertenkommission
4.3. Bettwanzen: Biozidportal bietet mehrsprachige Informationsblätter
4.4. Gelbes Heft: Neue Kinder-Richtlinie ab 01.09.2016

5. Spezial
entfällt

6. Tabellen
6.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen / Inzidenzen)
6.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche
6.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche (Fallzahlen und Anteile)

7. Abbildungen ausgewählter wöchentlicher Fallzahlen im Berichtsjahr mit Vorjahresvergleich
Campylobacter-Erkrankung, Legionellose, Listeriose, Norovirus-Gastroenteritis, Rotavirus-Erkrankung,
Salmonellose

Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo)
Fachgruppe Infektionsepidemiologie und umweltbezogener Gesundheitsschutz (I C 2)
Hr. Schubert / Fr. Dr. Bitzegeio / Fr. Hoffmann / Fr. Wendt / Fr. Dr. Simon / Hr. PD Dr. Werber
Darwinstraße 15, 10589 Berlin (Charlottenburg), Tel. 90229-2427/-2428/-2420/-2432/-2430/-2421, Fax: (030) 90229-2096
Groupmail: infektionsschutz@lageso.berlin.de, Groupfax-IfSG: (030) 90283385, www.berlin.de/lageso/gesundheit/index.html
Neben dem statistischen Teil enthalten die Berichte im Textteil auch allgemeine und weiterführende Informationen, deren
Interpretation infektiologischen und epidemiologischen Sachverstand und Kenntnisse über die Datengrundlagen erfordern.
Eine Weitergabe sowie Be- und/oder Verarbeitung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist ohne Genehmigung des
Herausgebers nicht zulässig.
© 2016

Link zum Download
der Wochenberichte
des LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

Abb.: Deutsche Leberhilfe e.V.

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1. Allgemeine Lage
Für die Berichtswoche wurde eine neue Masernerkrankung übermittelt. Sowohl diese als auch
die Masernerkrankungen der 32. Meldewoche stehen in keinem epidemischen Zusammenhang
zum Ausbruch mit dem Masernvirusstamm „B3-Harare“, der somit als beendet angesehen
werden kann. Der Ausbruch, der von der 11. – 29. Meldewoche andauerte, umfasst 55 Erkrankungen, davon 69% bei Erwachsenen. Die meisten Patienten waren nicht gegen die Masern
geimpft (siehe unter 3.).
Bei den weiteren Meldekategorien wurden im Berichtszeitraum keine Infektionsereignisse von
gesamtstädtischer Bedeutung festgestellt (siehe unter 2., 6. und 7.).
Erstmals in diesem Jahr wurde der Fall einer Creutzfeldt-Jakob-Krankheit übermittelt. Die Zahl
übermittelter Salmonellosen stieg in den vergangenen Wochen an, wie in dieser Jahreszeit
üblich. Über die Hälfte der übermittelten Salmonellen-Erkrankungen waren S. EnteritidisInfektionen bzw. Infektionen mit Salmonellen der Gruppe D1 (zu der S. Enteritidis gehört).
In der Berichtswoche wurden drei Ausbrüche übermittelt. Neue nosokomial bedingte Ausbrüche wurden nicht übermittelt (siehe unter 3.).

Hätten Sie's gewusst?

Hintergrund:
Der direkte und indirekte Nachweis von EHEC sowie der Verdacht, die Erkrankung und der Tod an HUS sind meldepflichtig.
Die amtlichen Meldezahlen stellen eine Untererfassung der tatsächlichen Erkrankungszahlen dar. Im Jahr 2015 beispielsweise registrierte das RKI 1.604 Fälle von EHEC-Erkrankungen und 69 Fälle von HUS (in Berlin: 95 EHEC- und 3 HUSErkrankungen). Es gibt große Unterschiede in der Virulenz zwischen verschiedenen EHEC-Bakterien. Im Jahr 2011 kam es
in Deutschland zum weltweit größten Ausbruch von HUS-Erkrankungen (>800 Fälle) durch den Verzehr von EHECkontaminierten Bockshornklee-Sprossen.
Quelle:
1. Kühne A, et al.: Estimating true incidence of O157 and non-O157 Shiga toxin-producing Escherichia coli illness in Germany based on
notification data of Haemolytic Uraemic Syndrome. Epidemiol Infect 2016 (epub ahead of print).
2. Robert Koch-Institut: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch für 2015, Berlin, 2016.
3. Frank C, Werber D, et al. Epidemic Profile of Shiga-Toxin-Producing Escherichia coli O104:H4 Outbreak in Germany. New Engl J Med
2011.)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

Abb.: Thommy Weiss /pixelio.de

Schätzungen zufolge ereignen sich in Deutschland pro Jahr durchschnittlich mehr als
28.000 Erkrankungen durch Infektionen mit Shigatoxin-produzierenden E. coli („STEC“, syn.
EHEC), wovon mehr als 100 zu einem potentiell lebensbedrohlichem hämolytisch urämischen
Syndrom (HUS) führen.

3

2. Besondere Fälle
CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)
GA Tempelhof-Schöneberg
Erkrankung eines 76-jährigen Mannes mit Myoklonie und akinetischem Mutismus bei
fortschreitender Demenz, bei dem im Liquor das 14-3-32-Protein nachgewiesen wurde.
Der Mann verstarb in Folge einer Aspirationspneumonie.
Es handelt sich um den ersten, der Referenzdefinition entsprechenden Fall im Land Berlin in
diesem Jahr (Median des Vergleichszeitraumes der letzten fünf Jahre: fünf Fälle).

EHEC/STEC
GA Tempelhof-Schöneberg
Erkrankung eines 28-jährigen Mannes mit Bauchschmerzen, bei dem aus dem E. coliIsolat labordiagnostisch mittels PCR der Nachweis des Shiga-Toxin-2-Gens (stx2)
erfolgte.
Hepatitis E
GA Neukölln
Oberbauchbeschwerden bei einem 45-jährigen Mann. Aus Blut erfolgte ein IgM-Antikörper-Nachweis. Ermittlungsergebnisse zur möglichen Ansteckungsquelle wurden nicht
übermittelt.
GA Pankow
Fieber und Ikterus bei einer 51-jährigen Frau. Aus Blut erfolgte ein IgM-AntikörperNachweis. Ermittlungsergebnisse zur möglichen Ansteckungsquelle wurden nicht übermittelt.
Legionellose
GA Tempelhof-Schöneberg
Erkrankung einer 70-jährigen Frau mit einer Lungenentzündung. Sie wurde hospitalisiert. Aus Urin erfolgte der Antigen-Nachweis Legionella pneumophila der Serogruppe 1.
Zur Ursachenklärung wurden Trinkwasseruntersuchungen eingeleitet.
Masern
GA Neukölln
Erkrankung eines 51-jährigen Berlin-Besuchers (australischer Staatsbürger, ungeimpft)
bei dem mittels IgG- und IgM-Antikörper-Nachweise die Infektion bestätigt wurde.
Der Erkrankte bereiste im Infektionszeitraum auch Großbritannien und die Niederlande.
Das Gesundheitsamt hat die Gesundheitsbehörden dieser Länder sowie Australien informiert. Eine Genotypisierung des Masernvirus wurde am Nationalen Referenzzentrum
(NRZ) eingeleitet.
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

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3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
Gesamtzahl der Häufungen nach Erreger / Krankheit und Fallzahlen, Fallzahlspannen
und Gesamtfallzahl in der Berichtswoche
Zahl der
Ausbrüche

Erreger / Krankheit

Fallzahl pro
Ausbruch

Gesamtfallzahl

Salmonellose (S. Typhimurium)

1

2

2

Windpocken

2

2-5

7

3

2-5

9

Summe / Spanne

3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
Kumulative Übersicht 2016 bis einschließlich der Berichtswoche (ohne Norovirus)
Zahl der
Ausbrüche

Erreger

1

3

3

Citrobacter freundii 4MRGN

1

2

2

Clostridium difficile

4

2-4

12

Enterobacter cloacae

1

2

2

Influenza

4

2 - 22

35

Klebsiella pneumoniae (3MRGN)

1

4

4

Klebsiella pneumoniae (4MRGN)

2

2-3

5

6

2-6

19

24

2 - 24

168

3

8 - 21

38

47

2 - 24

288

1

Rotavirus
VRE

2

Summe / Spanne
2

Gesamtfallzahl

Acinetobacter baumannii, 4MRGN

MRSA

1

Fallzahl pro
Ausbruch

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus
Vancomycin resistente Enterokokken

3.3. Besondere Ausbrüche
Masernausbruch in Berlin (Datenstand 25.08.2016, 10:00 Uhr)
Für die Berichtswoche wurde eine Masernerkrankung an das LAGeSo übermittelt (siehe
unter 2. Besondere Fälle). Da sowohl dieser als auch die Masernfälle der 32. Meldewoche
(MW) keinen epidemischen Zusammenhang zum Ausbruch „B3/Harare“ aufweisen, kann
der Ausbruch als beendet angesehen werden. Der letzte Erkrankungsfall, der dem Ausbruch zugerechnet wird, erkrankte am 8. Juli.
Von der 11. MW bis einschließlich 29. MW verzeichnete das LAGeSo 55 Fälle, die der Falldefinition des Ausbruchs entsprechen. Der überwiegende Anteil der Erkrankten (87%) war
nicht gegen Masern geimpft. Von den sieben geimpften Fällen waren drei einmal geimpft
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

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Abb.: Zeitlicher Verlauf (in Wochen) des Masernausbruchs (blau) in Berlin von der 11. bis 29. MW 2016
(N=55, Stand 25.08.2016, 10.00 Uhr)

Quelle: LAGeSo

und vier zweimal geimpft. Die Hospitalisierungsrate war in diesem Ausbruch besonders
hoch. 25 (45%) Erkrankte wurden in einem Krankenhaus stationär behandelt. Der Ausbruch betraf Personen im Alter von unter einem Jahr bis 62 Jahre. Das mediane Alter betrug 22 Jahre (Interquartilsabstand 14 – 32 Jahre), 69% waren Erwachsene. Kein Todesfall
wurde verzeichnet.
Wie im Wochenbericht 20/2016 beschrieben, wurde das Masernvirus durch einen
Geschäftsreisenden aus Südostasien importiert. Es wurden Fälle aus allen 12 Berliner
Bezirken übermittelt, mehr als ein Viertel der Fälle (27%) kam aus Neukölln. Des Weiteren
wurde das LAGeSo von Landesbehörden anderer Bundesländer (Baden-Württemberg,
Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen) über mehrere
Fälle informiert, deren Infektion mutmaßlich in Berlin im Zeitraum von Ende März bis
Ende Mai erworben wurde.
Wie die epidemiologische Verlaufskurve verdeutlicht, bedeutet das Ende des Ausbruchs
nicht, dass künftig keine Masernerkrankungen in Berlin zu erwarten sind, sondern lediglich, dass diese nicht länger mit dem Ausbruch in Verbindung gebracht werden. In Berlin
treten weiterhin Masernerkrankungen auf und es muss von einer zu geringen Impfquote
in vielen Altersgruppen ausgegangen werden.
Wir bitten die Gesundheitsämter weiterhin, geeignete Proben von allen an Masern
erkrankten Personen an das NRZ zu senden.

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

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4. Besondere Hinweise
4.1. Epidemiologisches Bulletin 33/2016
Das Epidemiologische Bulletin 33/2016 des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 22.08.2016
veröffentlichte einen Tuberkulose-Fallbericht unter dem Titel "Husten als unspezifisches
Leitsymptom - vom unklaren Beschwerdebild zur Diagnose". Er illustriert anschaulich
diagnostische Fallstricke und mögliche Ursachen für eine verzögerte TuberkuloseDiagnose. Husten ist dabei ein wichtiges Leitsymptom. Im Bericht wird auch die heraus­
ragende Rolle der hausärztlichen Behandler deutlich, welche bei unklaren Krankheitsbildern die weiterführende Diagnostik bahnen und daher in Deutschland eine entscheidende Schnittstelle für eine erfolgreiche Tuberkulosekontrolle sind. Umgebungsuntersuchungen sind darüber hinaus ein entscheidendes Instrument in der Tuberkulosekontrolle, um Transmissionsketten frühzeitig zu entdecken und zu unterbinden sowie
mögliche andere Infektionsquellen zu finden.
Desweiteren wird über Ausbrüche von Cyclosporose berichtet, die auch Mexiko-Urlauber
aus Großbritannien betreffen. Im Vereinigten Königreich, in Texas (USA) und Kanada wird
aktuell ein gehäuftes Auftreten von Cyclospora cayetanensis-Infektionen berichtet. Die
große Mehrheit der Fälle aus dem Vereinigten Königreich mit erhobener Reiseanamnese
hatte sich zuvor in Mexiko aufgehalten. Bislang ist unbekannt, ob die drei auffälligen
Häufungen zusammenhängen. Ebenso ist unklar, ob auch weitere Länder und Gebiete
von Ausbrüchen durch importierte Lebensmittel betroffen sind, oder ob sich auch Mexikotouristen aus anderen Ländern infiziert haben. Bei Reiserückkehrern, aktuell insbesondere aus Mexiko, mit langanhaltenden wässrigen Durchfällen sollte an das Vorliegen
einer Kokzidien-Infektion des Darmes gedacht werden.
Download-Link des Epidemiologischen Bulletins:

www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/33/Tabelle.html
Quelle: RKI

4.2. Aedes albopictus in Deutschland: Aktionsplan der Nationalen Expertenkommission
Die Nationale Expertenkommission „Stechmücken als Überträger von Krankheitserregern“ hat nach der Veröffentlichung von
Handlungsempfehlungen im Umgang mit der Asiatischen Tigermücke im April d. J. nun einen "Aktionsplan für den Umgang
mit der Asiatischen Tigermücke" erarbeitet und zum Download
bereitgestellt.
Die Expertenkommission „Stechmücken als Überträger von
Krankheitserregern“ nahm im Januar 2016 ihre Arbeit auf. Sie
berät über Fragen zur Überwachung und Bekämpfung von
Stechmücken als Vektoren von Infektionserregern und erarbeitet entsprechende Handlungsempfehlungen.
Link: https://www.fli.de/de/kommissionen/nationale-expertenkommission-stechmuecken-alsuebertraeger-von-krankheitserregern/

Quelle: FLI

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

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4.3. Bettwanzen: Biozidportal bietet mehrsprachige Informationsblätter
Das Biozidportal des Umweltbundesamtes bietet u.a. Informationsblätter zum Thema Bettwanzen in
den Sprachen albanisch, arabisch, deutsch, englisch, französisch und persisch zum Download an. Diese können insbesondere für Asylbeherbergungseinrichtungen sehr hilfreich
sein.
Link zur Download-Seite:
www.biozid.info/deutsch/schaedlingsratgeber/insekten-und-andere-gliedertiere/bettwanzen/detail/

Quelle: UBA
Abb.: UBA

4.4. Gelbes Heft: Neue Kinder-Richtlinie ab 01.09.2016
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) teilte mit, dass am 1. September 2016 die neu
gefasste Kinder-Richtlinie in Kraft treten wird. Die Teilbeschlüsse zu den grundlegend
überarbeiteten Untersuchungsinhalten, zum Mukoviszidose-Screening (Zystische Fibrose),
zu qualitätssichernden Maßnahmen und zum Kinderuntersuchungsheft – besser bekannt
als „Gelbes Heft“ – wurden im Juni und August 2015 sowie im Mai 2016 gefasst.
Im „Gelben Heft“ werden die in der Kinder-Richtlinie geregelten sogenannten U1 bis U9
sowie spezielle Früherkennungsuntersuchungen wie zum Beispiel das NeugeborenenHörscreening dokumentiert. Das neue Untersuchungsheft kann von Krankenhäusern, Kassenärztlichen Vereinigungen sowie dem Bund Freiberuflicher Hebammen Deutschlands
und dem Deutschen Hebammenverband e.V. ab sofort bei der zuständigen Druckerei angefordert werden.
Das Kinderuntersuchungsheft ist vom G-BA entsprechend den neu konkretisierten und
standardisierten Inhalten der Früherkennungsuntersuchungen umgestaltet worden. Mit
einer herausnehmbaren Teilnahmekarte erhalten die Eltern eine neue Möglichkeit, beispielsweise gegenüber Kindergärten nachzuweisen, dass die Früherkennungsuntersuchungen wahrgenommen wurden, ohne dabei die vertraulichen Informationen zu Entwicklungsständen und ärztlichen Befunden des Kindes weiterzugeben.
Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres haben gemäß § 26 SGB V Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten, die ihre körperliche oder geistige Entwicklung in nicht geringfügigem Maße gefährden. Das „Gelbe Heft“ wird den Eltern nach
der Geburt von der Entbindungsstation oder der Hebamme übergeben.
Link Druckerei:

https://www.g-ba.de/institution/service/publikationen/merkblaetter/
Quelle: G-BA

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

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6. Tabellen

6.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen1 und Inzidenzen2)
1 2 3 4 5

/ / / / Erläuterungen am Ende der folgenden Seite

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus-K(eratok)onjunktivitis
3

Berichtswoche
Fallzahl

0

Inzidenz

kumul.
2015

kumulativ 2016

Todesfälle

Fallzahl

0,0

0

13

Inzidenz

Todesfälle

Fallzahl

0,4

0

2
333

Borreliose

16

0,5

0

402

11,4

0

Botulismus

0

0,0

0

1

0,0

0

1

Brucellose

0

0,0

0

3

0,1

0

0

Campylobacter-Enteritis

42

1,2

0

1.929

54,8

0

1.987

CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)

1

0,0

0

1

0,0

0

5

Clostridium difficile

2

0,1

1

95

2,7

25

97

Denguefieber

0

0,0

0

68

1,9

0

30

Diphtherie

0

0,0

0

0

0,0

0

1
50

EHEC-Erkrankung

1

0,0

0

53

1,5

0

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

0

0,0

0

2

0,1

0

0

Giardiasis

1

0,0

0

237

6,7

0

207

Haemophilus influenzae, inv. Erkrankung

0

0,0

0

17

0,5

0

17

Hepatitis A

0

0,0

0

36

1,0

0

21

Hepatitis B

0

0,0

0

49

1,4

0

40

Hepatitis C

7

0,2

0

238

6,8

0

263

Hepatitis D

0

0,0

0

0

0,0

0

2

Hepatitis E

2

0,1

0

79

2,2

0

37

HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom)

0

0,0

0

2

0,1

2

1

0

0,0

0

4.244

120,7

6

3.120

19

0,5

0

663

18,8

0

428

Influenza

Keuchhusten4
Kryptosporidiose

1

0,0

0

69

2,0

0

75

Legionellose

1

0,0

0

58

1,6

3

67

Leptospirose

0

0,0

0

2

0,1

0

4

Listeriose

0

0,0

0

20

0,6

0

8
1.236

Masern

1

0,0

0

65

1,8

0

Meningokokken, invasive Erkrankung

0

0,0

0

24

0,7

1

9

MRSA, invasive Infektion

5

0,1

0

180

5,1

13

180

Norovirus-Gastroenteritis5

1

0,0

0

34

1,0

0

30

9

0,3

0

1.785

50,7

0

1.918

Mumps4

Paratyphus

0

0,0

0

3

0,1

0

2

Q-Fieber

0

0,0

0

3

0,1

0

4
1.248

Rotavirus-Gastroenteritis
Röteln, postnatal4

Salmonellose

1

0,0

0

1.213

34,5

0

0

0,0

0

3

0,1

0

5

14

0,4

0

271

7,7

0

289

Shigellose

1

0,0

0

40

1,1

0

42

Trichinellose

0

0,0

0

1

0,0

0

0

Tuberkulose

5

0,1

0

262

7,4

5

219

Typhus abdominalis

0

0,0

0

6

0,2

0

7

VHF (Chikungunya)

0

0,0

0

5

0,1

0

12

Yersiniose

2

0,1

0

60

1,7

0

42

55

12.039

Summe

132

1 12.236

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

9
18.

6.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche (Fallzahlen1)
Summe

Reinickendorf

Lichtenberg

MarzahnHellersdorf

TreptowKöpenick

Neukölln

TempelhofSchöneberg

SteglitzZehlendorf

Spandau

CharlottenburgWilmersdorf

Pankow

FriedrichshainKreuzberg

Mitte

Krankheit bzw. Infektionserreger
1

1

2

2

1

3

1

1

0

1

0

0

13

Borreliose1

30

44

77

15

11

50

28

31

17

63

18

18

402

Botulismus

0

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

Brucellose

0

0

0

0

2

0

0

0

0

0

1

0

3

138

156

236

173 101

175

199

132

138

155

165

161

1.929

Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis

Campylobacter-Enteritis

0

0

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

1

10

8

15

3

5

11

4

5

10

3

11

10

95

Denguefieber

9

17

16

3

1

4

4

6

2

0

3

3

68

EHEC-Erkrankung

7

5

2

6

6

7

8

2

1

1

3

5

53

Clostridium difficile
CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)

FSME (Frühsommer-Meningoenz.)
Giardiasis

0

0

0

0

1

1

0

0

0

0

0

0

2

24

40

32

18

9

12

31

24

13

13

10

11

237

Haemophilus influenzae, inv. Erkr.

1

1

1

1

1

2

2

2

1

2

1

2

17

Hepatitis A

7

0

2

4

3

2

13

2

0

2

0

1

36

Hepatitis B

11

9

4

3

5

3

3

1

1

2

3

4

49

Hepatitis C

24

20

26

15

24

27

18

18

22

13

0

31

238

Hepatitis E

7

7

12

5

5

4

8

5

3

4

6

13

79

0

0

0

0

0

0

0

0

0

2

516 193

446

494

273

190

318

148

243

4.244

1

0

1

316

355

752

HUS (Hämol.-urämisches Syndrom)
Influenza
Keuchhusten4

52

43

100

53

41

113

80

36

49

47

27

22

663

Kryptosporidiose

8

6

21

5

2

3

7

7

3

3

0

4

69

Legionellose

4

2

4

2

5

11

11

4

1

0

3

11

58

Leptospirose

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

0

2

Listeriose

2

0

3

0

1

0

5

3

0

2

3

1

20

Masern

7

8

3

1

3

2

6

17

3

2

8

5

65

Meningokokken, inv. Erkrankung

5

2

1

0

4

0

4

3

1

2

1

1

24

16

12

20

13

14

22

10

25

6

18

6

18

180

4

2

7

0

5

2

8

2

1

0

1

2

34

138 133

MRSA, invasive Infektion
Mumps4
5

101

70

206

207

209

105

180

126

159

151

1.785

Paratyphus

0

2

0

0

0

0

0

1

0

0

0

0

3

Q-Fieber

1

0

0

0

0

0

0

0

1

1

0

0

3

35

58

67

40

49

80

156

297

147

70

115

99

1.213

0

0

1

1

0

0

0

0

1

0

0

0

3

Salmonellose

17

29

25

21

16

20

28

23

10

16

30

36

271

Shigellose

Norovirus-Gastroenteritis

Rotavirus-Gastroenteritis
Röteln

10

6

5

7

0

1

4

0

2

0

4

1

40

Trichinellose

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

0

0

1

Tuberkulose

30

14

11

13

19

12

24

21

6

14

86

12

262

Typhus abdominalis

2

1

1

0

0

0

1

0

0

0

1

0

6

Virale hämorrhagische Fieber

1

1

0

0

0

0

2

1

0

0

0

0

5

Yersiniose

7

6

6

7

3

7

7

6

1

3

3

4

60

926 1.659 1.065 663 1.227 1.376 1.053

810

882

817

Summe

889

869 12.236

1

Veröffentlichung der Fälle entspr. Referenzdefinition des RKI (U. a. weichen wegen noch nicht erfolgter Freigabe durch das RKI die Fallzahlen von den beschriebenen Einzelfällen ab) / 2 Die angegebenen Inzidenzen sind berechnet als Fallzahl pro 100.000 Einw. Dabei wird die Einwohnerzahl Berlins von 3.517.424 mit Stand vom 31.12.2013
zugrunde gelegt. (Datenquelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg) / 3 Arzt- und Labormeldepflicht in Berlin seit 07.04.2013 (vorher nur Arztmeldepflicht) / 4 Meldepflicht
seit 29.03.2013 / 5 Angabe nur lab. best. Fälle (o. aggregierte Daten)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

10

6.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche
(Fallzahlen und Anteile)
Rangfolge der in 2016 gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. Serogruppen,
kumuliert bis einschließlich der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere
Differenzierung

Gruppe

n
2016

Anteil
%

n
2015

Anteil
%

. D1

70

25,8

64

22,1

B

52

19,2

58

20,1

1

S.Enteritidis

2

S.Typhimurium

3

Salmonella der Gruppe B

42

15,5

43

14,9

4

Salmonella der Gruppe D1

21

7,7

21

7,3

5

Salmonella der Gruppe C1

12

4,4

16

5,5

6

S.Derby

B

7

2,6

10

3,5

7

S.Infantis

C1

6

2,2

10

3,5

35

12,9

47

16,3

4

1,5

1

0,3

22

8,1

19

6,6

271

100,0

289

100,0

andere Serovare
ohne Angabe
nicht ermittelbar
gesamt
*

In der Kategorie „andere Serovare / Gruppen“ werden Serovare, die bisher nur weniger als dreimal
nachgewiesen wurden, und andere nicht häufige Gruppen zusammengefasst.

Rangfolge der gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. -gruppen
der Berichtswoche
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere Differenzierung

Fallzahl

1

S.Enteritidis

5

2

Salmonella der Gruppe D1

3

3

Salmonella der Gruppe C1

2

4

S.Typhimurium

2

5

Salmonella der Gruppe B

2
gesamt

14

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

11

7. Abbildungen ausgewählter wöchentlicher Fallzahlen 2016 mit Vorjahresvergleich
Campylobacter
120
2016
2015

100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Legionellose
8
2016
2015

7

Anzahl Fälle

6
5
4
3
2
1
0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Listeriose
3
2016
2015

Anzahl Fälle

2

1

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 33/2016

12

Norovirus-Gastroenteritis
(nur klinisch-labordiagnostisch bestätigte Fälle)
2016

150

2015

125

Anzahl Fälle

100

75

50

25

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Rotavirus-Erkrankung
120
2016
2015

100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Salmonellose
25
2016
2015

Anzahl Fälle

20

15

10

5

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

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