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Full text: Epi-Info Issue 2016,28

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Epi -Info

Wochenbericht
Epidemiologischer Wochenbericht für die Meldewoche 28/2016
über die im Land Berlin gemäß IfSG erfassten Infektionskrankheiten
herausgegeben am 21. Juli 2016 (Datenstand: 20.07.2016 - 10:00 Uhr)
Inhalt
1. Allgemeine Lage
2. Besondere Fälle
3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
3.3. Besondere Ausbrüche

4. Besondere Hinweise
4.1. Epidemiologisches Bulletin 28/2016
4.2. Zikavirus: Erstmals Nachweis einer sexuellen Transmission von Frau zu Mann
4.3. Zikavirus: CDC-Untersuchungen zu einem besonderen Fall im US-Bundesstaat Utah
4.4. Influenza: Monatsbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza
4.5. Ferienbeginn: Ausgezeichnete Qualität der Berliner Badegewässer

5. Spezial
Legionellose: Erkrankungsfälle in Berlin 2016

6. Tabellen
6.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen /Inzidenzen)
6.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche
6.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche (Fallzahlen und Anteile)

7. Abbildungen ausgewählter wöchentlicher Fallzahlen im Berichtsjahr mit Vorjahresvergleich
Campylobacter-Erkrankung, Hepatitis C-Infektion, Listeriose, Norovirus-Gastroenteritis,
Rotavirus-Erkrankung, Salmonellose

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Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo)
Fachgruppe Infektionsepidemiologie und umweltbezogener Gesundheitsschutz (I C 2)
Hr. Schubert / Fr. Dr. Bitzegeio / Fr. Hoffmann / Fr. Wendt / Fr. Dr. Simon / Hr. PD Dr. Werber
Darwinstraße 15, 10589 Berlin (Charlottenburg), Tel. 90229-2427/-2428/-2420/-2432/-2430/-2421, Fax: (030) 90229-2096
Groupmail: infektionsschutz@lageso.berlin.de, Groupfax-IfSG: (030) 90283385, www.berlin.de/lageso/gesundheit/index.html
Neben dem statistischen Teil enthalten die Berichte im Textteil auch allgemeine und weiterführende Informationen, deren
Interpretation infektiologischen und epidemiologischen Sachverstand und Kenntnisse über die Datengrundlagen erfordern.
Eine Weitergabe sowie Be- und/oder Verarbeitung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist ohne Genehmigung des
Herausgebers nicht zulässig.
© 2016

Link zum Download
der Wochenberichte
des LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

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1. Allgemeine Lage
In Berlin wurden vier neue Masernerkrankungen ermittelt, insgesamt fünf für die 28. Meldewoche (MW). Die Gründe für den Anstieg im Vergleich zu den Vorwochen sind derzeit nicht
bekannt. Bislang konnte kein epidemischer Zusammenhang zwischen den neuen und vorangegangenen Fällen ermittelt werden, aktuelle genotypische Ergebnisse liegen ebenfalls noch
nicht vor. Insgesamt wurden in diesem Jahr 63 Masernerkrankungen übermittelt. Mit einer
Inzidenz von 1,9 Masernerkrankungen pro 100.000 Einwohner erreicht das Land Berlin im Jahr
2016 damit weiterhin den höchsten Wert unter den Bundesländern, gefolgt von Brandenburg
(1,1) und Sachsen (0,6) (Details siehe im Bericht unter 3.3.).
Seit der 26. MW wurden sechs Listeriose-Erkrankungen aus vier Bezirken (Marzahn-Hellersdorf, Pankow, Spandau je ein Fall, Tempelhof-Schöneberg drei Fälle) übermittelt. Im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum hat sich die Fallzahl in diesem Jahr (n=13) mehr als verdreifacht. Allerdings ist die Gesamtfallzahl des aktuellen Jahres im Vergleich zum langjährigen Mittel nicht
auffällig.
In den weiteren Meldekategorien wurden keine Infektionsereignisse von gesamtstädtischer
Bedeutung in den Meldedaten festgestellt (siehe unter 6. und 7.).
In der Berichtswoche wurden vier Ausbrüche mit kleinen Fallzahlen übermittelt, darunter drei
durch Windpocken. Zudem wurde ein nosokomial bedingter Ausbruch durch MRSA mit drei
Erkrankungen registriert (siehe unter 3.).

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

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2. Besondere Fälle
Hepatitis E
GA Marzahn-Hellersdorf
Ikterus bei einem 68-jährigen Mann. Labordiagnostisch wurden IgG- und IgM-Antikörper
nachgewiesen. Auf Grund der Symptomatik wurde der Erkrankte hospitalisiert. Er hielt
sich während der Inkubationszeit in seinem Wohnbezirk auf.
Legionellose
GA Spandau
Lungenentzündung bei einer 37-jährigen Frau. Labordiagnostisch erfolgte ein AntigenNachweis von Legionella pneumophila aus Urin. Hinweise zur Exposition wurden nicht
übermittelt.
Listeriose
GA Marzahn-Hellersdorf
Erkrankung einer 58-jährigen Frau mit Fieber und weiteren Symptomen, bei der labordiagnostisch aus Blut eine Erregerisolierung erfolgte. Das Gesundheitsamt ermittelte
u. a., dass die Erkrankte kein rohes Fleisch und keinen Rohmilchkäse verzehrte.
GA Tempelhof-Schöneberg
Erkrankung eines 72-jährigen Mannes mit grippeähnlichen Symptomen, bei dem labordiagnostisch aus Blut eine Erregerisolierung erfolgte.
Erkrankung eines 82-jährigen Mannes mit einem septischen Krankheitsbild bei dem
labordiagnostisch aus Blut eine Erregerisolierung erfolgte.
Masern
In der 28. Kalenderwoche wurden vier Neuerkrankungen aus den Bezirken Lichtenberg,
Pankow, Reinickendorf und Treptow-Köpenick übermittelt. Die Erkrankten sind zwischen
einem Jahr und 19 Jahren alt.
Unter Punkt 3.3. wird die in den vergangenen Wochenberichten beschriebene
Ausbruchssituation im Land Berlin fortgesetzt.

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

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3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
Gesamtzahl der Häufungen nach Erreger / Krankheit und Fallzahlen, Fallzahlspannen
und Gesamtfallzahl in der Berichtswoche
Zahl der
Ausbrüche

Erreger / Krankheit

Fallzahl pro
Ausbruch

Gesamtfallzahl

Keuchhusten

1

2

2

Windpocken

3

2 -5

9

4

2 -5

11

Summe / Spanne

3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
Kumulative Übersicht 2016 bis einschließlich der Berichtswoche (ohne Norovirus)
Zahl der
Ausbrüche

Erreger
Acinetobacter baumannii, 4MRGN

Fallzahl pro
Ausbruch

1

3

Gesamtfallzahl
3

Citrobacter freundii 4MRGN

1

2

2

Clostridium difficile

4

2-4

12

Enterobacter cloacae

1

2

2

Influenza

4

2 - 22

35

Klebsiella pneumoniae (3MRGN)

1

4

4

Klebsiella pneumoniae (4MRGN)

2

2-3

5

6

2-6

19

23

2 - 24

164

3

8 - 21

38

46

2 - 24

284

MRSA

1

Rotavirus
VRE2
Summe / Spanne
1
2

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus
Vancomycin resistente Enterokokken

3.3. Besondere Ausbrüche
Masernausbruch in Berlin (Datenstand: 21.07.2016, 10:00 Uhr)
Seit dem letzten Bericht (26. und 27. Meldewoche [MW]) wurden vier neue der Referenzdefinition entsprechende Masernfälle übermittelt. Insgesamt wurden in diesem Jahr 63
Masernerkrankungen in Berlin erfasst. Davon werden dem Ausbruch, der in der 11. MW
begann, 57 Masernerkrankungen zugerechnet. Das jüngste Erkrankungsdatum ist der
15.07.2016.
Bei den neu übermittelten Fällen handelt es sich um eine 19-jährige Person, ein einjähriges Kind und zwei Geschwisterkinder im schulpflichtigen Alter (familiäre Übertragung).
Damit kam es in der 28. MW zu einem erneuten Anstieg der Fallzahlen (n=5, ein Fall lag
bereits zum letzten Bericht vor).
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

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Die jüngsten Fälle, für die bislang kein Zusammenhang zu vorangegangenen Fällen
ermittelt wurde, werden derzeit dem aktuellen Ausbruch zugeordnet (s. Falldefinition EpiInfo für MW 21). Ob sie tatsächlich im Zusammenhang mit diesem Ausbruch stehen, oder
ob es sich eventuell um zusätzliche unabhängige Einzelerkrankungen handelt, kann ohne
weitere Hinweise für epidemische Zusammenhänge nur mit Hilfe der Genotypie näher
beurteilt werden. Der Start der Feriensaison und eine damit verbundene erhöhte Reiseaktivität können zu weiteren vom aktuellen Ausbruch unabhängigen Erkrankungen führen.
So ist z.B. bekannt, dass sich ein in England erkrankter Patient im infektiösen Zeitraum in
Berlin aufgehalten hat.

D8

Abb: Anzahl übermittelter Masernerkrankungen im Land Berlin seit der 11. MW 2016 (Ausbruchsbeginn), Ausbruchsfälle in blauer Farbe, Datenstand 21.07.2016, 10.00 Uhr
Hinweis: Durch nachträglich eingehende Meldungen und Übermittlungen, insbesondere für die aktuelle Woche
(MW 28), kann sich die Fallzahl in den Folgewochen noch verändern
(Quelle: LAGeSo)

Das mediane Alter beträgt 21 Jahre (Interquartilsabstand: 13-32 Jahre, Spanne <1 bis 61
Jahre) und nimmt damit weiter leicht ab. 32(56%) der Erkrankten sind männlich. Von 50
Erkrankten mit vorliegender Information waren 43 (86%) nicht geimpft.
Mit 26 (46%) stationär behandelten Patienten ist der Anteil Hospitalisierter weiterhin sehr
hoch (Anteil im Ausbruch 2014/2015 25 %). Dies könnte auf eine Untererfassung nichthospitalisierter Fälle im aktuellen Ausbruch hindeuten. Kein Erkrankter ist verstorben.
Wir bitten die Gesundheitsämter weiterhin, geeignete Proben von allen an Masern
erkrankten Personen an das NRZ zu senden.
Quelle: LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

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4. Besondere Hinweise
4.1. Epidemiologisches Bulletin 28/2016
Das Epidemiologische Bulletin 28/2016 vom 18.07.2016 bietet in dem Beitrag "Klinische
Aspekte der HIV-Versorgung – Die ClinSurv-HIV-Kohorte" einen Überblick über wichtige
Veröffentlichungen und ihre Ergebnisse aus der ClinSurv-HIV-Kohorte.
Die Studie Klinische Surveillance der HIV-Erkrankung – ClinSurv HIV – ist eine Langzeitbeobachtungs-Kohorte HIV-positiver Patienten. Sie wird seit 1999 am Robert Koch-Institut
durchgeführt. In die ClinSurv-HIV-Kohorte eingeschlossen werden alle HIV-positiven
Patienten, die in den teilnehmenden Kliniken und HIV-Schwerpunktpraxen behandelt
werden, derzeit circa 25.000 Patienten. Die Daten ermöglichen das Monitoring des klinischen Verlaufs der Erkrankung HIV-infizierter Patienten sowie deren antiretrovirale
Behandlung im klinischen Alltag. So können wichtige Aussagen über den Therapiestatus,
die Zusammensetzung von Therapieregimen, Unterbrechungen der Therapie sowie der
Therapietreue (Therapieadhärenz) und deren Einfluss auf den Therapieerfolg oder die
Entwicklung von Therapieversagen getroffen werden.
Download-Link des Epidemiologischen Bulletins:

www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/28/Tabelle.html
Quelle: RKI

4.2. Zikavirus: Erstmals Nachweis einer sexuellen Transmission von Frau zu Mann
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) berichten vom weltweit ersten Fall
einer sexuellen Übertragung des Zikavirus von Frau zu Mann. Die Frau war zum Zeitpunkt
der Transmission gerade aus einer Region mit anhaltender Zikavirus-Übertragung in die
USA zurückgekehrt. Sie zeigte bereits am Tag der wahrscheinlichen Übertragung erste
Anzeichen einer Infektion (Kopfschmerzen und abdominelle Krämpfe) und erkrankte am
darauffolgenden Tag mit den für eine Zikavirus-Erkrankung üblichen Symptomen Fieber,
Fatigue, Hautausschlag, Muskel-, Gelenk- und Rückenschmerzen sowie Schwellungen,
Taubheit und Juckreiz in den Extremitäten. Einige Tage später wurde sie positiv auf Zikaviren getestet (PCR), ein Test auf Zikavirus-Antikörper (IgM) fiel jedoch negativ aus. Ihr
Partner entwickelte sieben Tage nach dem Sexualverkehr ähnliche Symptome und wurde
neun Tage später ebenfalls positiv in der PCR und negativ auf Zikavirus-Antikörper (IgM)
getestet. Der Mann gab an, innerhalb des letzten Jahres vor seiner Infektion nicht im Ausland gewesen zu sein.
Link zum Artikel "Suspected Female-to-Male Sexual Transmission of Zika Virus - New York
City, 2016":
https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/65/wr/mm6528e2.htm?s_cid=mm6528e2_w

Das RKI hat die Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) auf seiner Internetseite zu
Zikavirus-Infektionen entsprechend angepasst .
Link zu den FAQs: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Zikavirus/Zikavirus-Infektionen.html
Ferner überarbeitet das RKI in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt seine Empfehlungen
für den Mückenschutz von Reiserückkehrern aus Gebieten mit Populationen von Aedes
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

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(Ae.) albopictus (und der in Deutschland nicht endemischen Gattung Ae. aegypti), die in
den FAQs des RKI und in den Merkblättern für Reisende des Auswärtigen Amts berücksichtigt werden sollen. Laut RKI werden sich die Empfehlungen an den aktuellen Empfehlungen des ECDC und der WHO für Reiserückkehrer aus Südamerika im Rahmen der Olympischen und Paralympischen Spiele orientieren. Diese beinhalten Maßnahmen zur Risikoreduktion in Endemiegebieten von Ae. albopictus, was auch auf die bekannten Verbreitungsgebiete in Deutschland (Regionen Freiburg und Heidelberg [beides BW] sowie Jena [TH])
zutreffen würde.
Link zum Auswärtigen Amt (Brasilien: Reise- und Sicherheitshinweise):

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/BrasilienSicherheit.html
Quelle: RKI/CDC/AA

4.3. Zikavirus: CDC-Untersuchungen zu einem besonderen Fall im US-Bundesstaat Utah
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) berichten über einen derzeit unerklärten Erkrankungsfall eines Mannes aus Utah, der offenbar nicht gestochen wurde und
auch keinen Sex mit einem Infizierten hatte. Er hatte jedoch einen erkrankten Patienten
gepflegt, der sich in einem Zikavirusgebiet aufhielt und mit mehr als die 100.000-fache
übliche Virus-Konzentration im Blut verstarb.
Utah ist nicht als Risikogebiet ausgewiesen. Die Experten des CDC untersuchen nun das
Gebiet auf infizierte Mücken. Der Fall ist insofern besonders, da der Verdacht besteht,
dass das Zikavirus womöglich auch über andere, als bisher bekannt Körperflüssigkeiten
übertrag sein könnte.
Link zum CDC-Media-Statement "CDC assisting Utah investigation of Zika virus infection
apparently not linked to travel" vom 20.07.2016 zu diesem Fall:
http://www.cdc.gov/media/releases/2016/s0718-zika-utah-investigation.html

Quelle: CDC

4.4. Influenza: Monatsbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza
Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) hat am 20.07.2016 ihrer Webseite unter den
Monatsbericht für die Kalenderwochen (KW) 25 bis 28 / 2016 veröffentlicht.
Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage:
Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist von der 25. bis zur 28. KW 2016
bundesweit stabil geblieben, die Werte des Praxisindex lagen insgesamt im Bereich der
ARE-Hintergrund-Aktivität und damit auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden zwischen der 25. und der
28. KW 2016 in 26 (48 %) von 54 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren
identifiziert. Insgesamt war keine Probe positiv für Influenzaviren. In 23 (43 %) Proben
wurden Rhinoviren, in zwei (4 %) humane Metapneumoviren (hMPV) und in einer (1 %)
Probe wurden Adenoviren nachgewiesen.
Im Berichtszeitraum wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 32 und seit der
40. MW 2015 wurden 71.322 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 19.07.2016).
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

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Weitere Informationen erhalten Sie auf der AGI-Homepage unter
https://influenza.rki.de/

Quelle: PEI

4.5. Ferienbeginn: Ausgezeichnete Qualität der Berliner Badegewässer
In keiner anderen Millionenstadt gibt es derart viele und vielfältige Möglichkeiten zum
Baden an natürlichen Gewässern wie in Berlin.
Neu in die Liste der Badestellen wurde mit Beginn der diesjährigen Badesaison das Freibad
Halensee aufgenommen. Somit enthält die Berliner Liste insgesamt 39 offizielle Badestellen. Derzeit sind alle diese Badegewässer sehr gut zum Baden geeignet.
Das LAGeSo lässt im 14-tägigen Rhythmus die physikalisch-chemische und mikrobiologische Beschaffenheit der Berliner Oberflächengewässer überprüfen. Aufgrund der besonderen Verschmutzungsrisiken durch die Zuflüsse von Spree und Havel aus dem Berliner
Stadtgebiet finden im Bereich der Unterhavel verdichtete Untersuchungsreihen im wöchentlichen Rhythmus statt. Die Laborbefunde werden im LAGeSo umweltmedizinisch
bewertet und die Bewertungen jeder Untersuchungsstelle im Internet veröffentlicht.
Bei auftretenden Starkregenfällen kann es durch Einspülung von Regenwasser und ungeklärten Abwässern zu Verunreinigungen der Berliner Badegewässer kommen. Die in einem
solchen Fall erhöhte Belastung mit Krankheitserregern ist vorübergehend und wird durch
die Selbstreinigungskräfte des Gewässers und bei fließenden Gewässern durch den natürlichen Abfluss bis zur Normalisierung verringert.
In der Spree, in den Kanälen, in der Havel von der Insel Eiswerder bis zum Pichelsdorfer
Gmünd, einschließlich der seenartigen Erweiterungen bis Höhe Schildhorn, in den Häfen,
an Brücken, in Schleusen, an Schiffsanlegestellen, sowie an Fähren ist das Baden aus
Sicherheitsgründen immer verboten.
Über die jeweilige Badestelle und die hygienische Beurteilung der Badegewässerqualität
können im Internet oder auf den RBB-Teletextseiten 657 und 659 jederzeit Informationen
abgerufen werden.
Nähere Informationen zu allen Badestellen findet man auf den Internetseiten des Landessamtes für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) oder direkt vor Ort auf der Informationstafel an der jeweiligen Badestelle.
Das LAGeSo wünscht allen Berlinerinnen und Berlinern sowie allen Gästen in der Stadt
einen schönen Sommer und uneingeschränktes Badevergnügen an den ausgewiesenen
Badestellen in den Berliner Gewässern.
Link zur LAGeSo-Webseite "Bäder und Badestellen in Berliner Gewässern":
http://www.berlin.de/lageso/gesundheit/gesundheitsschutz/badegewaesser/

Quelle: LAGeSo

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5. Spezial
Legionellose: Erkrankungsfälle in Berlin 2016
Bis zur 28. Meldewoche (MW) 2016 wurden dem LAGeSo insgesamt 50 Fälle von Legionellose
(Legionärskrankheit mit akuter Pneumonie) übermittelt, die der Referenzdefinition entsprechen. Die kumulative Fallzahl ist in ihrer Größenordnung bislang niedriger als 2015 (59 Fälle).
Den Übermittlungen nach handelte es sich ausschließlich um Einzelfälle, keine Ausbrüche.
Darüber hinaus gab es fünf Meldungen von Fällen, die der Referenzdefinition nicht entsprechen.
Die Erkrankungsbeginne sind über das gesamte erste Halbjahr verteilt (siehe Abb. 1). In der
20. Kalenderwoche (KW) gab es einen Gipfel mit sechs Erkrankungen sowie zwei kleinere Gipfel
in der 9. und 15. KW mit je vier Erkrankungen.
9
8

Anzahl Fälle

7
6
5
4

2015

3

2016

2
1
0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Woche

Abb. 1: Legionellose-Erkrankungsbeginn 2016 (n=49*) im Vergleich zu 2015 im Land Berlin
* bei einem Fall Erkrankungsbeginn 2015

Die Patientinnen und Patienten
(gesamt, seit Jahresbeginn) sind
zwischen 22 und 86 Jahre alt, Median
66 Jahre. Der Altersmedian bei den
Frauen (66 Jahre) ist 2016 bislang um
sechs Jahre jünger als 2015, bei den
Männern (65 Jahre) ein Jahr jünger.
Das Geschlechterverhältnis liegt bei
35 (70%) Männern zu 15 Frauen.
47 (94%) Patientinnen und Patienten
wurden aufgrund ihrer Erkrankung
hospitalisiert, drei (6%) Erkrankte
verstarben an der Legionellose.

Meldebezirk

Quelle: LAGeSo

Fallzahlen Rang 2016 Rang 2015
bis 28/2016 (bis 20.07.) (bis 31.12.)

Reinickendorf

11

1

1

Tempelhof-Schöneberg

10

2

3

Steglitz-Zehlendorf

9

3

3

Pankow

4

4

8

Spandau

4

4

11

Mitte

3

6

6

Neukölln

3

6

2

Friedrichshain-Kreuzberg

2

8

7

Lichtenberg

2

8

10

Charlottenburg-Wilmersdorf

1

10

3

Treptow-Köpenick

1

10

12

Marzahn-Hellersdorf

0

12

8

Tab.: Legionellose-Fallzahlen in Berlin und Rangfolge der Bezirke (n=50)

Die Fälle wurden aus elf Bezirken
Quelle: LAGeSo
übermittelt mit den höchsten Fallzahlen aus Reinickendorf (11),
Tempelhof-Schöneberg (10) und Steglitz-Zehlendorf (9). Die wenigsten Fälle gingen aus
Charlottenburg-Wilmersdorf und Treptow-Köpenick (je ein Fall) ein. Bislang wurde keine
Erkrankung aus Marzahn-Hellersdorf übermittelt (siehe Tabelle).
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

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Zur näheren Beschreibung der Fälle
lagen dem LAGeSo als Datenquellen
die Auskünfte aus den Meldungen
sowie Informationen aus den zusätzlich übermittelten Fragebögen vor.
Insgesamt gingen 34 Bögen mit Zusatzinformationen beim LAGeSo ein.
Das entspricht einer Rücklaufquote
von 68% (n=50). Zusammen mit den
Informationen aus den Meldungen
lagen damit Zusatzinformationen zur
Expositionslokalisierung (Aufenthaltsorte und –art) in 44 Fällen sowie zur Expositionsart (Expositionswege und –risiken) in 21 Fällen vor.

8%

Haushalt und
Arbeitsstätte
Pflegeheim

25%

Krankenhaus

77%
Sonstiges

23%
Reise

8%

Keine Angabe

1%

Abb. 2: Legionellose Land Berlin 2016, Expositionslokalisierung (n=44),
Mehrfachnennung möglich
Quelle: LAGeSo

Bei 17 (81%, n=21) Patientinnen und Patienten lagen eine relevante Grunderkrankung oder
ein Nikotinabusus als Risikofaktor vor. Die Ermittlungen der Gesundheitsämter zur Expositionslokalisierung (siehe Abb. 2) ergaben, dass bei 12 Personen (27%, n=44) eine Reiseanamnese bestand. Vier Personen (9%, n=44) hatten sich im Krankenhaus und eine Person in einer
Pflegeeinrichtung angesteckt. Aus den Zusatzinformationen war kein epidemischer Zusammenhang mehrerer Fälle zu einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung ersichtlich. Als
weitere Expositionsorte wurden angegeben Fitnessstudio, Turnhallen, Reha-Sport (je ein Fall).
37 Patientinnen und Patienten (84%, n=44) hatten sich vermutlich im privaten Haushalt oder
im beruflichen Umfeld infiziert. Bei der Exposition im Haushalt dürfte es sich teilweise um eine
Ausschlussangabe handeln, nachdem die anderen aufgelisteten Möglichkeiten nicht in Frage
kamen.
Nähere Angaben zur häuslichen Wasserversorgung (Haustyp, Art der Wasserversorgung)
konnten aus Fragebögen und Meldedaten in 14 Fällen entnommen werden. Untersuchungen
der Trinkwasser-Installation wurden nach den vorliegenden Informationen in 11 Fällen veranlasst. Davon waren acht ohne positiven Befund. Aufgrund der geringen Anzahl, für die diese
Angaben vorliegen, ist die Bewertbarkeit stark eingeschränkt.
Die Gesundheitsämter werden gebeten, von den Auswahlmöglichkeiten des Fragebogens
Gebrauch zu machen und über das Freitextfeld nachträglich Ergebnisse von veranlassten
Zweck-c- Untersuchungen zu übermitteln. Die Situation der Legionellosen wird vom LAGeSo
weiter engmaschig beobachtet.
Hinweis:
Für die Weiterleitung reiseassoziierter Legionellosen an das internationale LegionellenNetzwerk ELDSNet ist es erforderlich, das Infektionsland sowie die Adressen der Unterkünfte
in die Meldung einzutragen. Die genauen Modalitäten sind im Infobrief 44 des RKI dargestellt,
der allen Gesundheitsämter zugesandt wurde sowie über UMINFO BERLIN abrufbar ist.
Quelle: LAGeSo/SurvNet
Abb.: LAGeSo/SurvNet

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

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6. Tabellen

6.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen1 und Inzidenzen2)
1 2 3 4 5

/ / / / Erläuterungen am Ende der folgenden Seite

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus-K(eratok)onjunktivitis
3

Berichtswoche
Fallzahl

0

Inzidenz

kumul.
2015

kumulativ 2016

Todesfälle

Fallzahl

0,0

0

12

Inzidenz

0,3

Todesfälle

Fallzahl

0

2
185

Borreliose

24

0,7

0

238

6,8

0

Botulismus

0

0,0

0

1

0,0

0

1

Brucellose

0

0,0

0

3

0,1

0

0

Campylobacter-Enteritis

33

0,9

0

1.558

44,3

0

1.624

CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)

0

0,0

0

0

0,0

0

4

Clostridium difficile

4

0,1

1

78

2,2

16

86

Denguefieber

0

0,0

0

66

1,9

0

27

Diphtherie

0

0,0

0

0

0,0

0

1
42

EHEC-Erkrankung

0

0,0

0

45

1,3

0

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

0

0,0

0

1

0,0

0

0

Giardiasis

3

0,1

0

203

5,8

0

180

Haemophilus influenzae, inv. Erkrankung

0

0,0

0

15

0,4

0

17

Hantavirus-Erkrankung

0

0,0

0

0

0,0

0

0

Hepatitis A

0

0,0

0

35

1,0

0

16

Hepatitis B

0

0,0

0

46

1,3

0

34
226

Hepatitis C

11

0,3

0

205

5,8

0

Hepatitis D

0

0,0

0

0

0,0

0

2

Hepatitis E

1

0,0

0

67

1,9

0

24

HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom)

0

0,0

0

2

0,1

2

1

Influenza

0

0,0

0

4.238

120,5

6

3.119

14

0,4

0

543

15,4

0

388

4

0,1

0

60

1,7

0

64

Legionellose

1

0,0

0

50

1,4

3

59

Leptospirose

0

0,0

0

1

0,0

0

4

Listeriose

3

0,1

0

14

0,4

0

4

Keuchhusten4
Kryptosporidiose

Masern

4

0,1

0

62

1,8

0

1.215

Meningokokken, invasive Erkrankung

0

0,0

0

21

0,6

1

9

MRSA, invasive Infektion
Mumps4

5

Norovirus-Gastroenteritis
Paratyphus
Q-Fieber
Rotavirus-Gastroenteritis

Röteln, postnatal4

4

0,1

0

154

4,4

11

151

0

0,0

0

30

0,9

0

30

18

0,5

0

1.711

48,6

0

1.824

0

0,0

0

3

0,1

0

1

0

0,0

0

2

0,1

0

3

10

0,3

0

1.185

33,7

0

1.164

0

0,0

0

3

0,1

0

5

Salmonellose

6

0,2

0

189

5,4

0

218

Shigellose

0

0,0

0

35

1,0

0

27

Trichinellose

0

0,0

0

1

0,0

0

0

Tuberkulose

1

0,0

0

209

5,9

3

187

Typhus abdominalis

0

0,0

0

6

0,2

0

7

VHF (Chikungunya)

0

0,0

0

5

0,1

0

12

Yersiniose

1

0,0

0

54

1,5

0

39

1

11.151

42

11.002

Summe

142

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

12
18.

6.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche (Fallzahlen1)
Summe

Reinickendorf

Lichtenberg

Marzahn-

TreptowKöpenick

Neukölln

TempelhofSchöneberg

SteglitzZehlendorf

Spandau

Charlottenburg-

Pankow

FriedrichshainKreuzberg

Mitte

Krankheit bzw. Infektionserreger
1

1

2

1

1

3

1

1

0

1

0

0

12

Borreliose1

19

25

44

5

6

26

20

19

8

45

11

10

238

Botulismus

0

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

Brucellose

0

0

0

0

2

0

0

0

0

0

1

0

3

118

115

184

137

83

144

159

103

112

133

132

138

1.558

Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis

Campylobacter-Enteritis
Clostridium difficile

8

7

12

3

6

8

4

4

7

3

9

7

78

Denguefieber

9

17

14

3

1

4

4

6

2

0

3

3

66

EHEC-Erkrankung

7

5

2

4

5

7

6

2

0

1

2

4

45

FSME (Frühsommer-Meningoenz.)

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

0

0

1

19

36

26

15

8

11

28

19

11

12

9

9

203

0

1

1

1

1

2

1

2

1

2

1

2

15

Hepatitis A

7

0

2

4

3

2

12

2

0

2

0

1

35

Hepatitis B

11

9

4

2

5

3

2

1

1

2

3

3

46

Hepatitis C

19

20

19

14

22

24

16

15

19

10

0

27

205

Hepatitis E

7

6

11

5

2

3

8

3

2

4

5

11

67

HUS (Hämol.-urämisches Syndrom)

1

0

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

2

316

353

752

516 193

445

492

273

189

318

148

243

4.238

41

37

82

39

98

61

32

43

41

17

18

543

Kryptosporidiose

8

5

19

3

2

2

7

6

2

3

0

3

60

Legionellose

3

2

4

1

4

9

10

3

1

0

2

11

50

Leptospirose

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

Listeriose

2

0

1

0

1

0

4

3

0

1

1

1

14

Masern

6

7

3

1

3

2

5

16

4

2

9

4

62

Meningokokken, inv. Erkrankung

5

2

1

0

3

0

3

2

1

2

1

1

21

11

8

18

13

13

16

9

23

6

18

3

16

154

0

5

1

8

2

1

0

1

2

30

126 122

203

206

99

176

120

153

147

1.711

0

0

1

0

0

0

0

3

Giardiasis
Haemophilus influenzae, inv. Erkr.

Influenza
Keuchhusten4

MRSA, invasive Infektion
Mumps4
Norovirus-Gastroenteritis5
Paratyphus
Q-Fieber
Rotavirus-Gastroenteritis
Röteln

4

1

5

96

63

200

0

2

0

0

34

0

1

0

0

0

0

0

0

0

1

0

0

0

2

34

56

64

37

48

74

151

296

146

67

114

98

1.185

0

0

1

1

0

0

0

0

1

0

0

0

3

14

22

18

16

9

12

22

17

6

13

28

12

189

Shigellose

9

4

4

7

0

1

3

0

2

0

4

1

35

Trichinellose

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

0

0

1

Tuberkulose

Salmonellose

23

8

10

9

17

12

19

17

4

10

73

7

209

Typhus abdominalis

2

1

1

0

0

0

1

0

0

0

1

0

6

Virale hämorrhagische Fieber

1

1

0

0

0

0

2

1

0

0

0

0

5

6

6

6

3

6

5

6

1

3

2

3

54

969 603 1.118 1.269

974

747

814

733

7

Yersiniose
Summe

810

821 1.511

782 11.151

1

Veröffentlichung der Fälle entspr. Referenzdefinition des RKI (U. a. weichen wegen noch nicht erfolgter Freigabe durch das RKI die Fallzahlen von den beschriebenen Einzelfällen ab) / 2 Die angegebenen Inzidenzen sind berechnet als Fallzahl pro 100.000 Einw. Dabei wird die Einwohnerzahl Berlins von 3.517.424 mit Stand vom 31.12.2013
zugrunde gelegt. (Datenquelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg) / 3 Arzt- und Labormeldepflicht in Berlin seit 07.04.2013 (vorher nur Arztmeldepflicht) / 4 Meldepflicht
seit 29.03.2013 / 5 Angabe nur lab. best. Fälle (o. aggregierte Daten)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

13

6.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche
(Fallzahlen und Anteile)
Rangfolge der in 2016 gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. Serogruppen,
kumuliert bis einschließlich der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere
Differenzierung

Gruppe

n
2016

Anteil
%

n
2015

Anteil
%

1

S. Typhimurium

B

40

21,2

48

22,0

2

S. Enteritidis

D1

35

18,5

39

17,9

3

Salmonella der Gruppe B

29

15,3

38

17,4

4

Salmonella der Gruppe D1

14

7,4

17

7,8

5

Salmonella der Gruppe C1

7

3,7

12

5,5

6

S. Derby

B

7

3,7

8

3,7

7

S. Infantis

C1

4

2,1

5

2,3

34

18,0

33

15,1

2

1,1

1

0,5

17

9,0

17

7,8

189

100,0

218

100,0

andere Serovare
ohne Angabe
nicht ermittelbar
gesamt
*

In der Kategorie „andere Serovare / Gruppen“ werden Serovare, die bisher nur weniger als dreimal
nachgewiesen wurden, und andere nicht häufige Gruppen zusammengefasst.

Rangfolge der gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. -gruppen
der Berichtswoche
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere Differenzierung

Fallzahl

S. Enteritidis

1

S. Typhimurium

1

-nicht ermittelbar-

2

-andere/sonstige-

2
gesamt

6

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

14

7. Abbildungen ausgewählter wöchentlicher Fallzahlen 2016 mit Vorjahresvergleich
Campylobacter
120
2016
2015

100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Hepatitis C
18
2016

16

2015

14

Anzahl Fälle

12
10
8
6
4
2
0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Listeriose
3
2016
2015

Anzahl Fälle

2

1

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 28/2016

15

Norovirus-Gastroenteritis
(nur klinisch-labordiagnostisch bestätigte Fälle)
2016

150

2015

125

Anzahl Fälle

100

75

50

25

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Rotavirus-Erkrankung
120
2016
2015

100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Salmonellose
25
2016
2015

Anzahl Fälle

20

15

10

5

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

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