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Full text: Epi-Info Issue 2016,20

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Epi -Info

Wochenbericht
Epidemiologischer Wochenbericht für die Meldewoche 20/2016
über die im Land Berlin gemäß IfSG erfassten Infektionskrankheiten
herausgegeben am 27. Mai 2016

Inhalt
1. Allgemeine Lage
2. Besondere Fälle
3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
3.3. Besondere Ausbrüche

4. Besondere Hinweise
4.1. Meldepflichtige Erkrankungen / Erregernachweise unter Asylsuchenden in Berlin
4.2. Epidemiologisches Bulletin 20/2016
4.3. RKI: WHO-Kooperationszentrum für neu auftretende Infektionen und biologische Gefahren
4.4. Influenza: AGI-Monatsbericht
4.5. CRM: Gesundheitstipp für Senioren auf Reise

5. Spezial
Sommerhitze im Büro - Gesundheit auch an heißen Tagen

6. Tabellen
6.1.Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen /Inzid.)
6.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche
6.3.Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche (Fallzahlen und Anteile)

7. Abbildungen der wöchentlichen Fallzahlen im Berichtsjahr mit Vorjahresvergleich
Campylobacter-Erkrankungen, Legionellose, Salmonellose

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Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo)
Fachgruppe Infektionsepidemiologie und umweltbezogener Gesundheitsschutz (I C 2)
Hr. Schubert / Fr. Hentschel / Fr. Hoffmann / Fr. Wendt / Fr. Dr. Simon / Hr. PD Dr. Werber
Darwinstraße 15, 10589 Berlin (Charlottenburg), Tel. 90229-2427/-2428/-2420/-2432/-2430/-2421, Fax: (030) 90229-2096
Groupmail: infektionsschutz@lageso.berlin.de, Groupfax-IfSG: (030) 90283385, www.berlin.de/lageso/gesundheit/index.html
Neben dem statistischen Teil enthalten die Berichte im Textteil auch allgemeine und weiterführende Informationen, deren
Interpretation infektiologischen und epidemiologischen Sachverstand und Kenntnisse über die Datengrundlagen erfordern.
Eine Weitergabe sowie Be- und/oder Verarbeitung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist ohne Genehmigung des
Herausgebers nicht zulässig.
© 2016

Link zum Download
der Wochenberichte
des LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

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1. Allgemeine Lage
In Berlin ereignet sich erneut ein Masernausbruch. Nach Angaben des Nationalen Referenzzentrums für Masern, Mumps, Röteln am RKI gehören alle bislang typisierten Isolate von
Berliner Masernerkrankten seit der 11. Meldewoche (n=15) zur Masernvirusvariante
„B3- Harare“. Für die 20. Meldewoche wurden sieben Fälle übermittelt, womit die Fallzahl
für das Jahr 2016 auf 39 anstieg. Es erkranken vor allem erwachsene Personen ohne Impfschutz gegen die Masern. (Details siehe im Bericht unter 3.3.). Annähernd jede zweite
Masernerkrankung wurde stationär im Krankenhaus behandelt.
Abgesehen von den berichteten Masernfällen fielen keine Infektionsereignisse von gesamtstädtischer Bedeutung auf. Unter allen im Berichtszeitraum übermittelten Meldekategorien
entfielen knapp die Hälfte der Fälle auf Gastroenteritiden viraler bzw. bakterieller Ursache
(siehe unter 6. und 7.).
In der Berichtswoche wurden lediglich vier Ausbrüche, darunter drei durch Norovirus, übermittelt sowie ein nosokomial bedingter Ausbruch durch Clostridium difficile (siehe unter 3.).

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

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2. Besondere Fälle (Datenstand: 25.05.2016 - 10:00 Uhr)
Diphtherie
GA Treptow-Köpenick
Bei einem wohnungslosen 40-jährigen Mann wurde in Wundmaterial Corynebacterium
diphtheriae labordiagnostisch nachgewiesen. Da sich der Patient der medizinischen
Versorgung entzog, konnte das Gesundheitsamt keine weiteren Ermittlungen zu den
Umständen der Infektion durchführen.
Die letzte Erkrankung im Land Berlin wurde im Mai 2015 bei einem Asylbewerber
erfasst.
Der aktuelle Fall wurde vom Robert Koch-Institut noch nicht freigegeben und erscheint
deshalb nicht in den aktuellen Tabellenübersichten.
EHEC /STEC
GA Friedrichshain-Kreuzberg
Durchfall-Erkrankung bei einer 53-jährigen Frau. Im Stuhl wurde Shigatoxin-Gen 1 (stx1)
nachgewiesen. Hinweise zur möglichen Infektionsquelle wurden nicht übermittelt.
GA Reinickendorf
Bauchbeschwerden bei einem 57-jährigen Mann. Im Stuhl wurde Shigatoxin-Gen 1 (stx1)
nachgewiesen. Hinweise zur möglichen Infektionsquelle wurden nicht übermittelt.
Legionellose
GA Friedrichshain-Kreuzberg
Pneumonie bei einem 80-jährigen Mann, der in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut
wird. Aus Urin erfolgte der Antigen-Nachweis Legionella pneumophila. Hinweise zu eingeleiteten Maßnahmen zur Abklärung der möglichen Infektionsquelle liegen nicht vor.
GA Lichtenberg
Pneumonie bei einem 75-jährigen Mann, bei dem Legionella pneumophila der Serogruppe 1 nachgewiesen wurde. Hinweise zur Nachweismethode sowie zur Exposition
wurden nicht übermittelt.
GA Reinickendorf
Pneumonie bei einem 52-jährigen Mann, in dessen Urin Legionella pneumophila der
Serogruppe 1 mittels Antigen-Test nachgewiesen wurde. Das Gesundheitsamt vermutet
die Exposition im privaten oder beruflichen Bereich.
GA Steglitz-Zehlendorf
Pneumonie bei einem 83-jährigen Mann, in dessen Urin Legionella pneumophila der
Serogruppe 1 mittels Antigen-Test nachgewiesen wurde. Hinweise zu eingeleiteten
Maßnahmen zur Abklärung der möglichen Infektionsquelle liegen nicht vor.
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Masern
In der Berichtswoche wurden sieben Neuerkrankungen aus den Bezirken FriedrichshainKreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln und Spandau übermittelt. Die
Alterspanne der Erkrankten liegt zwischen zwei und 42 Jahren.
Unter Punkt 3.3. wird die im letzten Wochenbericht beschriebene Ausbruchssituation
im Land Berlin fortgeschrieben.
Meningokokken
GA Reinickendorf
Fieber, Meningitis und Kopfschmerzen bei einem 64-jährigen Mann, die in der labordiagnostischen Abklärung zu einem kulturellen Erregernachweis führte.

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3. Ausbrüche (Datenstand: 25.05.2016 - 10:00 Uhr)
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
Gesamtzahl der Häufungen nach Erreger / Krankheit und Fallzahlen bzw.
Fallzahlspannen in der Berichtswoche
Zahl der
Ausbrüche

Erreger / Krankheit

Fallzahl pro
Ausbruch

Keuchhusten

1

2

Norovirus

3

2-4

4

2-4

Summe / Spanne

3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
Kumulative Übersicht 2016 bis einschließlich der Berichtswoche (ohne Norovirus)
Zahl der
Ausbrüche

Erreger

Fallzahl pro
Ausbruch

Gesamtfallzahl

Citrobacter freundii 4MRGN KPC

1

2

2

Clostridium difficile

3

2-3

8

Enterobacter cloacae (3MRGN)

1

2

2

Enterobacter cloacae (4MRGN)

1

2

2

Enterococcus faecium van A
Enterococcus faecium van B
Influenza

1
1
4

17
9
2 - 22

17
9
35

Klebsiella pneumoniae (3MRGN)

1

4

4

Klebsiella pneumoniae (4MRGN)

2

2-3

5

MRSA

4

2-6

13

20

2 - 24

118

39

2 - 24

235

Rotavirus
Summe / Spanne

3.3. Besondere Ausbrüche
Masernausbruch in Berlin
Für die 20. Meldewoche wurden sieben Masernerkrankungen übermittelt. Insgesamt wurden in
diesem Jahr bereits 39 Masernerkrankungen übermittelt. Nach Angaben des Nationalen Referenzzentrums für Masern, Mumps, Röteln am RKI gehören alle bisher typisierten Isolate von Berliner
Masernerkrankten seit der 11. Meldewoche (n=15) zur Masernvirusvariante „B3- Harare“, jedoch
keines der Isolate von Patienten vor diesem Zeitraum. Diese Variante wurde in diesem Jahr in
Deutschland lediglich von Berliner Patienten sowie von einem aus Brandenburg isoliert, der sich
wahrscheinlich in Berlin angesteckt hat. Somit gibt es nun auch eine virologische Bestätigung
für ein zusammenhängendes Infektionsgeschehen, ergo einen Krankheitsausbruch, durch
(„endemische“) Übertragungen des Masernvirus innerhalb der Stadt. Die nachfolgenden Darstellungen beziehen sich auf die 35 Fälle seit der 11. Meldewoche.
Das mediane Alter der 35 Erkrankten (15 weiblich) beträgt 29 Jahre (Interquartilsabstand: 17-34
Jahre), bei 26 (74%) Patienten handelt es sich um Erwachsene. 16 Fallpersonen wurden
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

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hospitalisiert und z. T. intensivmedizinisch behandelt. Viele Erkrankte (n=14, 40%) haben ihren
Wohnsitz in Neukölln, allerdings nur zwei (14%) der 14 aus den letzten zwei Meldewochen. Die
weiteren 21 Fälle verteilen sich auf zehn Bezirke mit Fallzahlen zwischen ein und fünf. Lediglich
Pankow hat im Ausbruchszeitraum bislang keinen Fall übermittelt. Für 27 (86%) von 31 Fällen mit
vorliegender Information wurde angegeben, dass die Patienten nicht gegen die Masern geimpft
waren.
8

Anzahl übermittelter Fälle

7
6
5
4
3
2
1
0
1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

Meldewoche 2016
Abb.: Anzahl übermittelter Masernerkrankungen im Land Berlin im Jahr 2016 nach Meldewoche,
(rot: Ausbruchsfälle). Stand: 25.05.2016

Quelle: LAGeSo

In der Zusammenschau der virologischen Informationen des NRZ und den Ermittlungsergebnissen
der Gesundheitsämter ergibt sich folgendes Bild:
Bei dem Indexfall handelt es sich um einen erwachsenen Mann aus Südostasien, der Anfang März
nach Berlin reiste und in einem Hotel im Bezirk Mitte wohnte. Aufgrund seiner Erkrankung hatte
er das Hotel vor seiner stationären Behandlung nicht oder nur sehr selten verlassen. Die zeitlich
nachfolgenden zwei Fälle sind ebenfalls mit dem Hotel in Verbindung zu bringen. Die darauffolgenden Fälle erfolgten in einem gewissen räumlichen Zusammenhang zu dem Wohnort der zwei
Berliner Folgefälle, ohne dass der genaue Ansteckungsort bekannt ist. Im Anschluss kam es zu
weiteren Einzelerkrankungen bzw. kleinen Übertragungsketten in Haushalten, zumeist innerhalb
von Familien (ohne Impfschutz gegen Masern).
Zusammenfassend kommt es in Berlin aktuell erneut zu einem Ausbruch von Masernerkrankungen
mit derzeit ca. einer neuen Masernerkrankung pro Tag. Betroffen sind vor allem erwachsene
Personen ohne entsprechenden Impfschutz. Die Ansteckungsorte sind mittlerweile offenbar weiträumiger über das Land Berlin verteilt als noch im April.
Wir bitten die Gesundheitsämter weiterhin, geeignete Proben von Erkrankungsverdächtigen bzw.
labordiagnostisch bestätigten Erkrankten an das NRZ zu senden.
Quelle: LAGeSo

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4. Besondere Hinweise
4.1. Meldepflichtige Erkrankungen / Erregernachweise unter Asylsuchenden in Berlin
(Datengrundlage: Übermittlungen seit der 40. KW)

Für die 17. bis 20. Meldewoche (MW)
2016 wurden insgesamt 57 Erkrankungen übermittelt (Tabelle 1), davon
sind 48 (85%) prinzipiell impfpräventabel. Das Alter der Erkrankten lag im
Median bei 10 Jahren (Spanne <1- 32
Jahre), 39 (68%) der Erkrankten
waren männlich.
Bei den impfpräventablen Erkrankungen handelte es sich um Windpocken
(n=45), Masern (n=1) und Mumps
(n=2). Von Windpocken betroffen
waren Personen im Alter von unter
<1 bis 31 Jahre, 30 (67%) männlich,
in der Mehrzahl handelte es sich
weiterhin um Kinder (Altersmedian
neun Jahre). Bei allen 22 Erkrankten,
für die Angaben zum Einreisedatum
und dem Erkrankungsbeginn vorliegen, ist die Infektion sicher nach
Einreise in Deutschland erworben
worden (Aufenthalt in Deutschland
vor Erkrankungsbeginn mehr als vier
Wochen).
Die Windpocken-Erkrankungen traten
weiterhin überwiegend (33/45, 73%)
im Rahmen von Ausbrüchen in
Gemeinschaftsunterkünften auf.
Bei der an Masern erkrankten Person
handelt es sich um einen einjährigen
Jungen übermittelt in der 19. MW, bei
dem das Einreisedatum nicht bekannt
ist. Ein epidemiologischer Zusammenhang zu anderen Masernfällen des in
diesen Wochen in Berlin stattfindenden Masernausbruchs wurde bisher
nicht beschrieben.
Die beiden an Mumps erkrankten
Personen im Alter von einem und

Meldekategorie

MW 17-20, N Kumulativ, N(%)

Windpocken

45

367 (63)

Tuberkulose

1

43 (7)

Skabies

6

36 (6)

Rotavirus

0

29 (5)

Hepatitis A

0

28 (5)

Influenza

0

22 (4)

Hepatitis C

1

13 (2)

Giardiasis

0

10 (2)

Norovirus

0

6 (1)

Masern

1

4 (1)

Hepatitis B

0

4 (1)

Mumps

2

4 (1)

Brucellose

1

2 (0.5)

Campylobacter

0

2 (0.5)

Legionellose

0

2 (0.5)

MRSA

0

2 (0.5)

E.-coli-Enteritis

0

1 (0.2)

Kryptosporidiose

0

1 (0.2)

Salmonellose

0

1 (0.2)

Typhus

0

1 (0.2)

Summe

57

578 (100)

Tab. 1: Erkrankungen und Erregernachweise unter Asylsuchenden
im Land Berlin übermittelt von der 17. bis 20. MW 2016 und
kumulativ seit der 40. MW 2015, Datenstand 25.05.2016, 10.00 Uhr
(Quelle: LAGeSo Berlin)

Anzahl der
Häufungen

Anzahl der
Fälle

Skabies

6

2-6

Windpocken

36

2-61

Hepatitis A

3

2-7

Norovirus

1

2

Rotavirus

1

4

Mumps

1

2

Meldekategorie

Summe/Spanne

48

2-61

Tab. 2: Übermittelte Häufungen unter Asylsuchenden seit der
40. MW 2015, Datenstand 25.05.2016, 10.00 Uhr
(Quelle: LAGeSo Berlin)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

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11 Jahren gehören zu einer Häufung in einer Gemeinschaftsunterkunft. Für den 11-jährigen Jungen ist bekannt, dass er im Januar einmal gegen MMR (Masern, Mumps,
Röteln) geimpft wurde, für den Einjährigen liegen diese Informationen nicht vor. Bei dem
Jungen mit vorliegender Information zum Einreisedatum ist die Infektion sicher nach der
Einreise in Deutschland erworben (Aufenthalt in Deutschland vor Erkrankungsbeginn
mehr als 25 Tage).
An Skabies sind sechs Personen, drei (50%) männlich, im Alter von 5-32 Jahren erkrankt.
Die Erkrankungen wurden aus drei Bezirken übermittelt, ein epidemiologischer Zusammenhang zwischen den Fällen besteht nach vorliegenden Angaben nicht.
Des Weiteren wurden im Berichtszeitraum jeweils eine Erkrankung mit Tuberkulose,
Hepatitis C und Brucellose übermittelt.
Für die 17. bis 20. MW 2016 wurden sieben neue Häufungen erfasst, davon betrafen sechs
Häufungen Windpocken und eine Häufung Mumps. Insgesamt wurden seit der 40. MW
48 Häufungen mit mindestens zwei der Referenzdefinition (Ausnahme: Skabies) entsprechenden Erkrankungen übermittelt (Tabelle 2). Es handelt sich um Häufungen durch
Windpocken (n=36), Skabies (n=6), Hepatitis A-Virus (n=3), sowie durch Mumps-, Rotaund Noroviren (jeweils n=1).
Seit Wochen liegt ein stabiles Bild hinsichtlich der auftretenden Erkrankungen unter Asylsuchenden vor. Die meisten Erkrankungen betreffen Windpocken, die überwiegend in
Häufungen in Gemeinschaftseinrichtungen auftreten.
Aus diesem Grunde erfolgt die Berichterstattung monatlich. Bei veränderter Lage bezüglich des Krankheitsspektrums oder der Zahl der Erkrankten werden wir die Berichterstattung entsprechend anpassen.
Hinweise zur Datenqualität:
Die Auswertung dieser Angaben, die softwarebedingt in Berlin derzeit nur über ein Textfeld erfasst werden, ist fehleranfällig. Zudem ist davon auszugehen, dass Behandlungen
häufig ohne begleitende labordiagnostische Untersuchungen erfolgen (z.B. Therapie von
Durchfall- und Atemwegserkrankungen). Insgesamt ist, wie bei allen Meldedaten, von
einer Untererfassung der Erkrankungen auszugehen. Dies betrifft insbesondere solche,
bei denen der labordiagnostische Nachweis die Grundlage der Meldung nach IfSG ist.
Bei der Meldekategorie Windpocken kommt es zudem aufgrund der Verwendung unterschiedlicher Standards in der Meldesoftware der Gesundheitsämter einerseits und in
der der Landesbehörde andererseits zu Fehlern in der Fallzählung (weswegen Zahlen zu
Windpocken in den Tabellen des Wochenberichts seit dem Frühjahr 2015 nicht mehr aufgeführt werden). Darüber hinaus kann die Zahl der übermittelten Erkrankungen aktuell
nicht verlässlich in Relation zur Gesamtzahl der Asylsuchenden in Berlin gesetzt werden.
Zusammenfassend ist eine Bewertung der Zahlen nur sehr eingeschränkt möglich.
Quelle: / Abb.: LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

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4.2. Epidemiologisches Bulletin 20/2016
Im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) Nr. 20/2016 vom
23.05.2016 ist der Bericht der Arbeitsgruppe KRINKO-BfArM-RKI erschienen:
Zu spezifischen Fragen der Rekonstitution, Zubereitung und Applikation von Arzneimitteln
und Infusionslösungen sowie Hautantiseptik.
Bei den o.g. Fragestellungen überschneiden sich häufig die Themenbereiche Arzneimittelsicherheit, Stabilität, Anwendungssicherheit von Medizinprodukten sowie wichtige Aspekte der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention. Die für eine sichere Anwendung
erforderlichen Informationen (z.B. Dauer der Anwendung, Haltbarkeit sowie Lagerung
insbesondere nach Anbruch) sind nicht immer in der wünschenswerten Ausführlichkeit in
der Packungsbeilage von Arzneimitteln bzw. in der Gebrauchsanweisung von Medizinprodukten ausgewiesen, oder die Informationen sind in einzelnen Fällen wenig praktikabel.
So gibt es in praxi immer wieder Fragestellungen zur konkreten sicheren Anwendung des
Arzneimittels oder Medizinproduktes.
Download-Link des Epidemiologischen Bulletins:

www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/20/Tabelle.html
Quelle: RKI

4.3. RKI: WHO-Kooperationszentrum für neu auftretende Infektionen und biologische Gefahren
Das Robert Koch-Institut wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum WHOKooperationszentrum für neu auftretende Infektionen und biologische Gefahren ernannt.
Die Ernennung erfolgte durch die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan im Beisein von
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und RKI Präsident Lothar H. Wieler am
23. Mai 2016 auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf. WHO-Kooperationszentren
werden weltweit von der WHO zu unterschiedlichen Fragestellungen eingerichtet. Es handelt sich dabei um nationale Institutionen, wie zum Beispiel Behörden oder Forschungseinrichtungen, die die WHO bei der Umsetzung ihrer Programme und Aufgaben durch
Fachwissen und Personal unterstützen.
Das WHO-Kooperationszentrum am RKI unterstützt die WHO und ihre Mitgliedsstaaten
bei der Vorbereitung und Bewältigung von Infektionsgeschehen und biologischen
Bedrohhungen. Es ist eine Kooperation des Zentrums für Biologische Gefahren und
Spezielle Pathogen (ZBS) sowie der Abteilungen für Infektionsepidemiologie und
Infektionskrankheiten.
Weitere Informationen unter: www.bundesgesundheitsministerium.de
Quelle: BMG

4.4. Influenza: AGI-Monatsbericht
Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am 25.5.2016 ihren aktuellen InfluenzaMonatsbericht (17. bis 20. KW 2016) veröffentlicht.
Zusammenfassend bewertet die AGI die epidemiologische Lage der Influenza-Infektionen
wie folgt:
Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist von der 17. bis zur 20.

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

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Kalenderwoche (KW) 2016 bundesweit gesunken, die Werte des Praxisindex lagen insgesamt im Bereich der ARE-Hintergrund-Aktivität und damit auf einem für die Jahreszeit
üblichen Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden zwischen der 17. und der
20. KW 2016 in 70 (51 %) von 138 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren
identifiziert. Insgesamt waren 18 (13 %) Proben positiv für Influenza.
In 41 (30 %) Proben wurden Rhinoviren, in jeweils acht (6 %) wurden Respiratorische
Synzytial (RS)-Viren bzw. Adenoviren und in zwei (1 %) humane Metapneumoviren (hMPV)
identifiziert.
Im Berichtszeitraum wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 1.703 und seit der
40. MW 2015 71.086 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt
(Datenstand 24.05.2016).
Weitere Informationen finden Sie unter: https://influenza.rki.de/
Quelle: AGI/RKI

4.5. CRM: Gesundheitstipp für Senioren auf Reisen
Viele Senioren nutzen die Rentenzeit, um noch einmal die Welt zu erkunden. Dank stetig
verbesserter Serviceleistungen sind Fernreisen im Alter heute kein Problem mehr. Bei der
Gesundheitsvorsorge sollten ältere Menschen jedoch manches beachten.
Das CRM Centrum für Reisemedizin gibt hierzu wichtige Tipps auf seinen Webseiten zur
Vorsorge, Arzneimittel und Zeitumstellung, Gepäcktransport und Flüssigkeitszufuhr.
Link: www.crm.de/reise-gesundheitstipp/index_reise-gesundheitstipp_ut.html
Quelle: CRM

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

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5. Spezial
Sommerhitze im Büro - Gesundheit auch an heißen Tagen
Die ersten Sommertage traten bereits
auf und die nächste Hitzewelle kommt
bestimmt. Nach Arbeitsschutzgesetz und
Arbeitsstättenverordnung müssen auch
im Sommerfall bei der Arbeit Schutzmaßnahmen ergriffen werden - aber
wie? die Bundesanstalt für Arbeitsschutz
und Arbeitsmedizin (BAuA) informiert
mit einem neuen Faltblatt auf wenigen
Seiten über Maßnahmen, die Arbeitnehmern und -gebern helfen, die Arbeit in der Sommerhitze erträglich zu gestalten.
Denn ab 26°C Raumtemperatur sollten, spätestens aber ab 30°C müssen Vorkehrungen
gegen die Hitze getroffen werden. Ab 35°C Innentemperatur gilt ein Raum als zur Arbeit
gänzlich ungeeignet, es sei denn es werden Maßnahmen wie bei Hitzearbeit ergriffen.
Unter diesem kritischen Wert jedoch können bereits lockere Kleidung und ausreichend
Flüssigkeit Linderung verschaffen. Auch die konsequente Nutzung der Sonnenschutzeinrichtungen und sinnvolles Lüften - am besten vor 10 Uhr morgens - sind unerlässlich und
für jeden Beschäftigten einfach umzusetzen. Arbeitgeber können den Arbeitsalltag ihrer
Mitarbeiter erleichtern, indem sie beispielsweise von Gleitzeitregelungen Gebrauch machen. So kann die Arbeit auf Zeiten geHINWEISE AUS DER Arbeitsstättenregel (ASR) A3.5 ZUR
legt werden, zu denen die InnentempeRAUMTEMPERATUR
ratur angenehmer ist.
Das Faltblatt "Sommerhitze im Büro Hinweise und Tipps für die heißen Tage"
informiert außerdem über die relevanten Rechtsgrundlagen und gibt eine
Übersicht über weitere Informationsquellen. So bietet die BAuA auf wenigen,
übersichtlichen Seiten einen umfassenden Überblick, wie Arbeitgeber und Beschäftigte mit der sommerlichen Hitze
am Arbeitsplatz umgehen können und
sollten.
Download-Link zum neuen Faltblatt:
www.baua.de/dok/2822024

• Lufttemperatur im Arbeitsraum von +26 °C bis +30 °C
Wenn die Außenlufttemperatur über +26 °C liegt und
geeigneter Sonnenschutz bereits verwendet wird, soll
der Arbeitgeber Maßnahmen nach Tabelle 4 der
ASR A3.5 ergreifen.

• Lufttemperatur im Arbeitsraum über +30 °C bis +35 °C
Der Arbeitgeber muss wirksame Maßnahmen nach
Tabelle 4 der ASR A3.5 ergreifen; dabei sind technische
und organisatorische gegenüber personenbezogenen
Maßnahmen zu bevorzugen.
• Lufttemperatur im Arbeitsraum über +35 °C
Der Raum ist während der Überschreitungszeit,
d. h. dem Zeitraum mit Temperaturen über +35 °C,
ohne Maßnahmen wie Hitzearbeit als Arbeitsraum
ungeeignet.

Quelle: BAuA
Abb.: Paul-Georg Meister/
pixelio.de

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

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6. Tabellen (Datenstand: 25.05.2016 - 10:00 Uhr)
6.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen1 und Inzidenzen2)
1 2 3 4 5

/ / / / Erläuterungen am Ende der folgenden Seite

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus-K(eratok)onjunktivitis

Berichtswoche
Fallzahl

Inzidenz

kumul.
2015

kumulativ 2016

Todesfälle

Fallzahl

Inzidenz

Todesfälle

Fallzahl

0

0,0

0

9

0,3

0

2

5

0,1

0

76

2,2

0

82

Botulismus

0

0,0

0

0

0,0

0

1

Brucellose

0

0,0

0

3

0,1

0

0

35

1,0

0

943

26,8

0

1.049

CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)

0

0,0

0

0

0,0

0

4

Clostridium difficile

1

0,0

1

53

1,5

14

62
20

Borreliose3

Campylobacter-Enteritis

Denguefieber

0

0,0

0

49

1,4

0

Diphtherie

0

0,0

0

0

0,0

0

0

EHEC-Erkrankung

2

0,1

0

32

0,9

0

23

Giardiasis

5

0,1

0

140

4,0

0

134

Haemophilus influenzae, inv. Erkrankung

0

0,0

0

11

0,3

0

14

Hantavirus-Erkrankung

0

0,0

0

0

0,0

0

0

Hepatitis A

0

0,0

0

28

0,8

0

10

Hepatitis B

0

0,0

0

34

1,0

0

27

Hepatitis C

7

0,2

0

135

3,8

0

176

Hepatitis D

0

0,0

0

0

0,0

0

2

Hepatitis E

0

0,0

0

44

1,3

0

17

HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom)

0

0,0

0

2

0,1

2

0

Influenza

0

0,0

0

4.217

119,9

6

3.110

8

0,2

0

364

10,3

0

296

Kryptosporidiose

2

0,1

0

38

1,1

0

43

Legionellose

4

0,1

0

32

0,9

2

37

Leptospirose

0

0,0

0

1

0,0

0

4

Listeriose

0

0,0

0

7

0,2

0

4

Masern

7

0,2

0

39

1,1

0

1.099

Meningokokken, invasive Erkrankung

1

0,0

0

20

0,6

1

7

Keuchhusten4

MRSA, invasive Infektion
Mumps4

5

Norovirus-Gastroenteritis
Paratyphus
Q-Fieber
Rotavirus-Gastroenteritis

Röteln, postnatal4

11

0,3

0

112

3,2

8

107

0

0,0

0

21

0,6

0

19

22

0,6

0

1.523

43,3

0

1.684

0

0,0

0

2

0,1

0

1

0

0,0

0

1

0,0

0

1

29

0,8

0

981

27,9

0

975

0

0,0

0

3

0,1

0

3

Salmonellose

3

0,1

0

136

3,9

0

145
16

Shigellose

0

0,0

0

29

0,8

0

Trichinellose

0

0,0

0

1

0,0

0

0

Tuberkulose

0

0,0

0

146

4,2

1

123

Tularämie

0

0,0

0

0

0,0

0

0

Typhus abdominalis

0

0,0

0

3

0,1

0

7

VHF (Chikungunya)

0

0,0

0

3

0,1

0

10

Yersiniose

1

0,0

0

43

1,2

0

24

1

9.281

34

9.338

Summe

143

———————————————————————————————————————————
Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

13
18.

6.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche (Fallzahlen1)
Summe

Reinickendorf

Lichtenberg

MarzahnHellersdorf

TreptowKöpenick

Neukölln

TempelhofSchöneberg

SteglitzZehlendorf

Spandau

CharlottenburgWilmersdorf

Pankow

FriedrichshainKreuzberg

Mitte

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis

1

0

1

1

0

3

1

1

0

1

0

0

9

Borreliose1

6

8

19

2

1

7

3

8

1

13

4

4

76

0

0

0

0

2

0

0

0

0

0

1

0

3

67

71

115

90

43

85

96

68

63

77

79

89

943

Clostridium difficile

5

4

8

1

4

4

3

2

7

2

7

6

53

Denguefieber

4

16

11

1

1

4

3

5

0

0

3

1

49

EHEC-Erkrankung

7

3

1

3

2

4

5

1

0

1

1

4

32

12

25

17

9

5

6

20

14

10

9

4

9

140

0

0

0

1

0

2

1

2

1

1

1

2

11

Hepatitis A

3

0

2

4

3

2

10

1

0

2

0

1

28

Hepatitis B

8

7

4

2

6

1

1

0

1

1

2

1

34

Hepatitis C

11

19

12

8

16

17

5

10

13

4

0

20

135

Hepatitis E

6

4

6

3

2

2

7

2

1

3

2

6

44

0

0

0

0

0

0

0

0

0

2

514 193

441

491

271

179

318

147

243

4.217

27

53

41

23

26

34

11

14

364

Brucellose
Campylobacter-Enteritis

Giardiasis
Haemophilus influenzae, inv. Erkr.

1

0

1

316

352

752

28

23

57

Kryptosporidiose

4

3

14

1

1

0

6

4

1

2

0

2

38

Legionellose

1

1

3

0

3

5

6

3

1

0

2

7

32

Leptospirose

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

Listeriose

1

0

0

0

0

0

1

3

0

0

1

1

7

Masern

4

4

0

1

1

1

3

15

1

2

5

2

39

Meningokokken, inv. Erkrankung

5

2

1

0

3

0

2

2

1

2

1

1

20

MRSA, invasive Infektion

9

7

13

7

10

13

5

17

3

12

3

13

112

Mumps4

4

1

5

0

1

0

5

1

1

0

1

2

21

79

53

181

106 112

192

195

91

163

99

123

129

1.523

0

2

0

0

0

0

0

0

0

0

2

HUS (Hämol.-urämisches Syndrom)
Influenza
Keuchhusten4

Norovirus-Gastroenteritis5
Paratyphus

27

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

0

0

0

1

23

49

46

26

39

50

119

278

122

54

87

88

981

0

0

1

1

0

0

0

0

1

0

0

0

3

Salmonellose

12

16

12

13

7

6

16

13

3

12

19

7

136

Trichinellose

8

3

3

6

0

0

3

0

2

0

3

1

29

Shigellose

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

0

0

1

Q-Fieber
Rotavirus-Gastroenteritis
Röteln

16

7

3

6

13

4

16

10

2

7

56

6

146

Typhus abdominalis

0

0

1

0

0

0

1

0

0

0

1

0

3

Virale hämorrhagische Fieber

1

1

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

3

6

6

4

3

6

2

4

0

3

1

2

43

908 1.068

849

604

660

565

661

9.281

Tuberkulose

6

Yersiniose
Summe

649

687 1.295

837 498

1

Veröffentlichung der Fälle entspr. Referenzdefinition des RKI (U. a. weichen wegen noch nicht erfolgter Freigabe durch das RKI die Fallzahlen von den beschriebenen Einzelfällen ab) / 2 Die angegebenen Inzidenzen sind berechnet als Fallzahl pro 100.000 Einw. Dabei wird die Einwohnerzahl Berlins von 3.517.424 mit Stand vom 31.12.2013
zugrunde gelegt. (Datenquelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg) / 3 Arzt- und Labormeldepflicht in Berlin seit 07.04.2013 (vorher nur Arztmeldepflicht) / 4 Meldepflicht
seit 29.03.2013 / 5 Angabe nur lab. best. Fälle (o. aggregierte Daten)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

14

6.5. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche
(Fallzahlen und Anteile)
Rangfolge der in 2016 gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. Serogruppen,
kumuliert bis einschließlich der 19. Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere
Differenzierung

Gruppe

n
2016

Anteil
%

n
2015

1

S.Typhimurium

B

30

22,1

29

20,0

2

S.Enteritidis

D1

21

15,4

22

15,2

3

Salmonella der Gruppe B

21

15,4

30

20,7

4

Salmonella der Gruppe D1

9

6,6

9

6,2

5

Salmonella der Gruppe C1

6

4,4

7

4,8

6

S.Derby

B

5

3,7

8

5,5

7

S.Infantis

C1

4

2,9

5

3,4

25

18,4

19

15,2

1

0,7

1

0,7

14

10,3

12

8,3

136

100,0

142

100,0

andere Serovare
ohne Angabe
nicht ermittelbar
gesamt
*

Anteil
%

In der Kategorie „andere Serovare / Gruppen“ werden Serovare, die bisher nur weniger als dreimal
nachgewiesen wurden, und andere nicht häufige Gruppen zusammengefasst.

Rangfolge der gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. -gruppen
der Berichtswoche
Rang
1

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere Differenzierung

Fallzahl

S. Hadar

1

2

S.Typhimurium

1

3

Salmonella der Gruppe D1

1
gesamt

3

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 20/2016

15

7. Abbildungen der wöchentlichen Fallzahlen 2016 mit Vorjahresvergleich
(Datenstand: 25.05.2016 - 10:00 Uhr)
Campylobacter
120
2016
2015

100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Legionellose
8
2016
2015

7

Anzahl Fälle

6
5
4
3
2
1
0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Salmonellose
25
2016
2015

Anzahl Fälle

20

15

10

5

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

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