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Full text: Epi-Info Issue 2016,15

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Epi -Info

Wochenbericht
Epidemiologischer Wochenbericht für die Meldewoche 15/2016
über die im Land Berlin gemäß IfSG erfassten Infektionskrankheiten
herausgegeben am 21. April 2016
Inhalt
1. Allgemeine Lage
2. Besondere Fälle
3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
3.3. Besondere Ausbrüche

4. Influenza-Saison 2015/2016
4.1. Zur aktuellen Influenza - Saison 2015/2016 im Land Berlin
4.2. Information der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland

5. Besondere Hinweise
5.1. Meldepflichtige Erkrankungen / Erregernachweise unter Asylsuchenden in Berlin
5.2. Epidemiologisches Bulletin 15/2016
5.3. Zikavirus: Fachartikel zur Übertragung durch Oralsex
5.4. Zikavirus: Stellungnahme des Arbeitskreises Blut
5.5. Veranstaltungshinweis: Public Health-Tagung am 30.6./1.7.2016 am RKI

6. Spezial
6.1. Europäische Impfwoche 2016 / Elimination der Masern in Deutschland nicht in Sicht
6.2. So geht leise - der Tag gegen Lärm 2016

7. Tabellen
7.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen und Inzidenzen)
7.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche
7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche (Fallzahlen und Anteile)

8. Abbildungen der wöchentlichen Fallzahlen im Berichtsjahr mit Vorjahresvergleich
Campylobacter-Erkrankungen, Hepatitis A, Salmonellose

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Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo)
Fachgruppe Infektionsepidemiologie und umweltbezogener Gesundheitsschutz (I C 2)
Hr. Schubert / Fr. Hentschel / Fr. Hoffmann / Fr. Wendt / Fr. Dr. Simon / Hr. PD Dr. Werber
Darwinstraße 15, 10589 Berlin (Charlottenburg), Tel. 90229-2427/-2428/-2420/-2432/-2430/-2421, Fax: (030) 90229-2096
Groupmail: infektionsschutz@lageso.berlin.de, Groupfax-IfSG: (030) 90283385, www.berlin.de/lageso/gesundheit/index.html
Neben dem statistischen Teil enthalten die Berichte im Textteil auch allgemeine und weiterführende Informationen, deren
Interpretation infektiologischen und epidemiologischen Sachverstand und Kenntnisse über die Datengrundlagen erfordern.
Eine Weitergabe sowie Be- und/oder Verarbeitung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist ohne Genehmigung des
Herausgebers nicht zulässig.
© 2016

Link zum Download
der Wochenberichte
des LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

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1. Allgemeine Lage
In der Berichtswoche wurde erneut eine labordiagnostisch-bestätigte Masern-Erkrankung
übermittelt. Die Fallzahl im Jahr 2016 erhöhte sich somit auf acht. Wenngleich die Zahl insgesamt klein erscheint, entfällt in diesem Jahr bislang jede fünfte Masernerkrankung in Deutschland auf das Land Berlin, das somit bundesweit die höchste Inzidenz aufweist. Die Fortschritte
hinsichtlich der Elimination der Masern in Europa, die kürzlich von der WHO berichtet wurden,
erstrecken sich nicht auf Deutschland (siehe auch unter 6.1.).
Der rückläufige Trend bei den übermittelten Influenza-Erkrankungen hat sich auch in der
Berichtswoche mit 63 Fällen (letzte Woche: 92 Fälle) fortgesetzt. Die insgesamt lang anhaltende Grippewelle (seit der 2. Meldewoche) nähert sich Ihrem Ende (siehe detaillierten Bericht zur
Lage in Berlin unter 4.1.).
In den weiteren Meldekategorien wurden keine Infektionsereignisse von gesamtstädtischer
Bedeutung erfasst (siehe unter 2., 7. und 8.).
In der Berichtswoche wurden 13 Ausbrüche übermittelt, darunter nur noch vier Ausbrüche
durch Influenzaviren mit jeweils zwei Ausbruchserkrankungen. Alle drei Norovirus-Ausbrüche
waren nosokomialen Ursprungs. Vier Ausbrüche traten durch die impfpräventable Erkrankungen Keuchhusten und Windpocken auf.
Bei den weiteren, nosokomial bedingten Ausbrüchen (ohne Norovirus) wurden in der Berichtswoche zwei Ausbrüche durch Rotavirus erfasst. Unter allen, bisher in diesem Jahr übermittelten 29 nosokomialen Ausbrüchen hat dieser Erreger mit 14 Ausbrüchen den höchsten Anteil
(siehe unter 3.).

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

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2. Besondere Fälle (Datenstand: 20.04.2016 - 10:00 Uhr)
EHEC /STEC
GA Mitte
Erkrankung einer 24-jährigen Frau mit blutigem Durchfall, bei der die Shigatoxin-Gene
1 und 2 (stx1 und stx2) aus einer Stuhlprobe nachgewiesen wurden.
GA Pankow
Erkrankung eines 12-jährigen Mädchens mit Fieber und Erbrechen, bei dem aus einer
Stuhlprobe mittels PCR das Shigatoxin-Gen 2 (stx2) nachgewiesen wurde. Das Gesundheitsamt vermutet die Infektionsquelle im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, wo sich die
Erkrankte während der Inkubationszeit aufhielt.
GA Reinickendorf
Erkrankung einer 38-jährigen Frau mit Durchfall, bei der aus einer Stuhlprobe mittels
PCR das Shigatoxin-Gen 2 (stx2) nachgewiesen wurde. Eine mutmaßliche Infektionsquelle konnte nicht ermittelt werden.
Hepatitis A
GA Pankow
Ikterus bei einem 50-jährigen Mann ca. vier Wochen nach Rückkehr von einem Auslandsaufenthalt. Die Infektion wurde mittels IgM-Antikörper-Nachweis bestätigt.
Der Erkrankte hielt sich ca. drei Monate in Bolivien auf und hatte keinen Impfschutz.
Masern
GA Neukölln
Husten, Fieber und Hautausschlag bei einer neunjährigen Schülerin. Labordiagnostisch
erfolgte ein IgM-Antikörper-Nachweis. Das Mädchen hatte keinen Impfschutz.
Meningokokken
GA Neukölln
Septisches Krankheitsbild bei einer 34-jährigen Frau ohne Impfschutz. Mikroskopisch
wurden im Blut gram-negative Diplokokken gefunden, differenzierte Untersuchungen
laufen derzeit am Nationalen Referenzzentrum.
Typhus
GA Neukölln
Reiseassoziierte Infektion bei einer 37-jährigen Frau, die mit Fieber, Kopfschmerzen und
Obstipation (Verstopfung) erkrankte. Labordiagnostisch erfolgte ein kultureller ErregerNachweis. Das Gesundheitsamt ermittelte, dass der Ort der mutmaßlichen Infektionsquelle wahrscheinlich in Indien liegt. Die Frau hielt sich im Rahmen einer Indienreise drei
Wochen privat in der Stadt Ambala (Bundesstaat Haryana/Nordindien) auf.
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3. Ausbrüche (Datenstand: 20.04.2016 - 10:00 Uhr)
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG
Gesamtzahl der Häufungen nach Erregern / Krankheiten und Fallzahlen bzw.
Fallzahlspannen in der Berichtswoche
Zahl der
Ausbrüche

Erreger / Krankheit
Influenza

4

Keuchhusten

2

Fallzahl pro
Ausbruch
2
2

1/2

Norovirus

3

Rotavirus

2

2

Windpocken

2

3

13

2-5

Summe / Spanne
1
2

3-5

darunter ein Ausbruch einem anderen Bundesland zugeordnet
alle Ausbrüche nosokomial bedingt

3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG
Kumulative Übersicht 2016 bis einschließlich der Berichtswoche (ohne Norovirus)
Zahl der
Ausbrüche

Erreger

Fallzahl pro
Ausbruch

Gesamtfallzahl

Clostridium difficile

1

2

2

Enterobacter cloacae (3MRGN)

1

2

2

Enterobacter cloacae (4MRGN)

1

2

2

Enterococcus faecium van A
Enterococcus faecium van B
Influenza

1
1
3

16
9
2 - 22

16
9
26

Klebsiella pneumoniae (3MRGN)

1

4

4

Klebsiella pneumoniae (4MRGN)

2

2-3

5

MRSA

4

2-6

13

14

2 - 14

82

29

2-22

161

Rotavirus
Summe / Spanne

3.3. Besondere Ausbrüche
Keine

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4. Influenza-Saison 2015/2016
4.1. Zur aktuellen Influenza - Saison 2015/2016 im Land Berlin (Stand: 20.04.2016, 10:00 Uhr)
Insgesamt wurden in der Influenza-Saison 2015/2016 von der 40. bis zur 15. Meldewoche
(MW) 4.096 Fälle erfasst (siehe Abb. 1). Seit dem Höchststand in der 10. MW sinken die
Fallzahlen. In der aktuellen (15.) Berichtswoche wurden aus den Gesundheitsämtern noch
63 Influenzaerkrankungen entsprechend der Referenzdefinition an das LAGeSo übermittelt. Die Gesamtfallzahl der Grippesaison 2014/2015 mit 3.159 Fällen wurde mittlerweile
um 937 Fälle (30%) überschritten. Die meisten Fälle wurden als Einzelerkrankungen übermittelt. Seit Saisonbeginn wurden zudem 303 Ausbrüche gemeldet, davon vier in der
Berichtswoche. Diese traten im Haushalt mit jeweils zwei Erkrankungen auf.
650

700
600

539
493

400

Fallzahl (n)

2014/2015

450

500

302
300

2015/2016

320

302

268

198

196
200
100

0

1

0

2

2

2

1

3

0

2

5

6

7

9

14

40

41

42

43

44

45

46

47

48

49

50

51

52

53

1

50

126

85

63

0
2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

Meldewoche

Abb. 1: Verlauf der Influenza-Erkrankungen im Land Berlin, kumulativ für die aktuelle Saison bis 15. KW 2016 (n=4.096)
im Vergleich zur Vorjahressaison (keine 53.KW 2014). Datenstand 20.04.2016, 10.00 Uhr
Hinweis: Durch nachträglich eingehende Meldungen und Übermittlungen, insbesondere für die Berichtswoche,
werden sich die Zahlen in den Folgewochen noch verändern.
(Datenquelle: LAGeSo Berlin)

500

Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner)

450
400
350
300
250
200
150
100
50
0
00-04
(n=714)

05-09
(n=612)

10-14
(n=241)

15-19
(n=205)

20-24
(n=145)

25-29
(n=290)

30-39
(n=707)

40-49
(n=498)

50-59
(n=407)

60-69
(n=145)

70+
(n=132)

Altersklassen in Jahren

Abb 2: Inzidenz der Influenza-Erkrankungen im Land Berlin nach Altersklassen, kumulativ für die aktuelle Saison,
Datenstand 20.04.2016, 10.00 Uhr
(Datenquelle: LAGeSo Berlin)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

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Es wurden 335 (8%) der in der Meldestatistik erfassten Erkrankten hospitalisiert. In den
Meldedaten für das gesamte Bundesgebiet beträgt der Anteil hospitalisierter Fälle 18%.
Die Anzahl gemeldeter Todesfälle in der diesjährigen Saison liegt weiterhin bei sechs. 95%
der Erkrankten waren nicht gegen die Influenza geimpft.
Die Neuerkrankungsraten nach Altersklassen (siehe Abb. 2) zeigen unverändert die höchsten Werte bei (Klein-) Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahre. Unter Erwachsenen trat die
höchste Inzidenz in der Altersgruppe 30-39 Jahre auf. Unter den übermittelten Influenzaerkrankungen ist die Inzidenz bei Menschen >70 Jahre wie auch in den Vorjahren verhältnismäßig niedrig.
Bei den Differenzierungen der
Anzahl
Anzahl
(%)
Influenzaviren überwiegen weiterhin Influenza-Typ bzw. Subtyp
Typ
Subtyp
Influenza Typ B-Viren (siehe Tabelle
Influenza A Virus
1.854
45
1). In der Berichtwoche (52%, n=206)
A(H1N1)pdm09 Virus
986
wie auch in der gesamten bisherigen
A(H3N2) Virus
14
Influenzasaison (54%, n=2.214)
A ohne Subtypangabe
854
wurden sie in über der Hälfte der
Influenza B Virus
2.214
54
Influenzaerkrankungen nachgewieInfluenza A/B undifferenziert
15
0
sen. Influenza Typ A-Infektionen
ohne Angaben
13
0
wurden in 1.854 Fällen nachgewieGesamt
4.096
sen. Zu 1.000 (54%) Fällen lagen
Tabelle 1: Influenzavirusnachweise im Land Berlin mit
Informationen zum Subtyp des
Subtypisierung, kumulativ für die aktuelle Saison
Influenza A-Virus vor. Demnach
Datenstand 20.04.2016, 10.00 Uhr (Datenquelle: LAGeSo Berlin)
gehörten 986 (99%) zum Subtyp A
(H1N1)pdm09 und nur 14 (1%) zum Subtyp A(H3N2). Jeweils <1% betrug der Anteil an
Nachweisen von Influenza A/B undifferenziert bzw. ohne Angaben zum Typ. Die Verteilung der verschiedenen Influenzaviren in Berlin entspricht der des Bundesgebietes.
Quelle: LAGeSo/SurvNet/AGI
Abb.: LAGeSo

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

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4.2. Informationen der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland (Stand: 19.04.2016)
Praxisindex Region Berlin Brandenburg

Der Praxisindex basiert auf Daten zu akuten respiratorischen Erkrankungen
der aktuellen Saison (rot), im Vergleich zu 2014/2015 und 2013/2014.
Indexwerte bis 115 entsprechen der Hintergrundaktivität.

Konsultationsinzidenz Region Berlin Brandenburg

Konsultationsinzidenz aufgrund akuter respiratorischer Erkrankungen in der aktuellen Saison
im Vergleich zur Saison 2014/2015

Übersicht Deutschland
Auf dem Praxisindex basierende Aktivität der akuten
respiratorischen Erkrankungen in der Berichtswoche
Quelle: AG Influenza: https://influenza.rki.de

stark erhöht

deutlich erhöht

Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage:
Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist
bundesweit in der 15. Kalenderwoche (KW) 2016 im Vergleich
zur Vorwoche deutlich gesunken. Die Werte des Praxisindex
lagen insgesamt im Bereich der ARE-Hintergrund-Aktivität.
Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden in
der 15. KW 2016 in 49 (60 %) von 82 Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. In 30 (37 %) Proben wurden Influenza-,
in vier (5 %) Respiratorische Synzytial (RS)-, in fünf (6 %)
Adeno-, in zwölf (15 %) Rhino- und in einer (1 %) Probe wurden
humane Metapneumoviren (hMPV) nachgewiesen.
Für die 15. Meldewoche (MW) 2016 wurden bislang 2.218 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt
(Datenstand 19.04.2016).

moderat erhöht

Insgesamt wurden seit Beginn der Saison im NRZ am häufigsten
Influenza B-Viren (54 %) nachgewiesen.

geringfügig erhöht

Viele der akuten Atemwegserkrankungen, deren Zahl sich
jahreszeitlich erwartungsgemäß auf einem niedrigeren Niveau
befindet, werden weiterhin durch Influenzaviren verursacht.

Normal

alle Abb.: © Robert Koch-Institut

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

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5. Besondere Hinweise
5.1. Meldepflichtige Erkrankungen / Erregernachweise unter Asylsuchenden in Berlin
(Datengrundlage: Übermittlungen seit der 40. KW)

Auf Grund des gleichbleibenden Niveaus der Erkrankungshäufigkeit und der Meldekategorien erscheint der nächste Bericht über meldepflichtige Erkrankungen / Erregernachweise unter Asylsuchenden in Berlin im nächsten Epi-Info-Wochenbericht.
5.2. Epidemiologisches Bulletin 15/2016
Im Epidemiologischen Bulletin 15/2016 vom 18.04.2016 sind die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Überprüfung des Impfstatus Erwachsener durch Impf-Selbst-Check
veröffentlicht.
Eltern von Kleinkindern sind eine wichtige Zielgruppe für Impfungen. Zum einen können
sich ungeschützte Säuglinge bei ihren Eltern mit impfpräventablen Erkrankungen anstecken. Darüber hinaus haben Erwachsene bei bestimmten Erkrankungen, z.B. Masern und
Windpocken, ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe und Komplikationen. Die derzeitige
Elterngeneration weist häufig Impflücken auf, v.a. bei Masern und Keuchhusten, geht
gleichzeitig aber relativ selten selbst zum Arzt. Bei der Einschulungsuntersuchung, die
bundesweit für jedes Kind verpflichtend ist, könnten die anwesenden Eltern für das
Thema Impfungen im Erwachsenenalter sensibilisiert werden. Das Robert Koch-Institut
hat dies im Rahmen einer Machbarkeitsstudie gemeinsam mit Berliner Gesundheitsämtern erprobt.
Download-Link des Epidemiologischen Bulletins:

www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/15/Tabelle.html
Quelle: RKI

5.3. Zikavirus: Fachartikel zur Übertragung durch Oralsex
Wissenschaftler berichten in einem aktuellen Artikel der Fachzeitschrift "„New England
Journal of Medicine“ über den Fall einer 24-jährigen Frau, die sich möglicherweise über
Oralsex mit ihrem 46-jährigen Mann infiziert hatte. Er erkrankte am 7. Februar 2016
während seines Aufenthaltes ab 11. Dezember 2015 in Rio de Janeiro u. a. mit Fieber,
Schüttelfrost und Hautausschlag. Nach seiner Rückkehr hatte er mit seiner Frau ab
11. Februar 2016 mehrfach Geschlechtsverkehr ohne Ejakulation und ohne Verwendung
von Kondome sowie Oralsex mit Ejakulation. Am 20. Februar 2016 erkrankte die Frau
u. a. mit akutem Fieber und juckenden Ausschlag, drei Tage später wurden in Proben aus
Urin und Speichel von ihr mittels PCR Zikavirus-RNA und aus Serum IgM-Antikörper nachgewiesen. Ein Vaginalabstrich im März verlief mittels PCR negativ.
Die in Paris lebende Frau hatte keine Bluttransfusionen erhalten und war noch nie in eine
bekannte Zikavirus-Region gereist. Populationen von Aedes (A.) aegypti und A. albopictus
Mücken sind in Paris nicht heimisch, zudem treten in Frankreich in den Monaten Dezember bis Mai keine Populationen von Aedes-Arten auf.
Die ausgewerteten Daten unterstützen nach Ansicht der Autoren die Hypothese der
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sexuellen Übertragung (entweder oral oder vaginal) des Zikavirus. Eine Übertragung
durch andere biologische Flüssigkeiten, wie Pre-Ejakulat, Sekrete oder Speichel, kann
nicht ausgeschlossen werden.
Der Artikel „Evidence of Sexual Transmission of Zika Virus“ (April 13, 2016DOI: 10.1056/
NEJMc1604449) steht über diesen Link zur Verfügung:
www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMc1604449

Quelle: nejm.org

5.4. Zikavirus: Stellungnahme des Arbeitskreises Blut
Der AK Blut hat am 13.04.2016 eine Stellungnahme zum derzeit weltweit zirkulierenden
Zikavirus veröffentlicht.
Dieser Arbeitskreis des Bundesministeriums für Gesundheit gibt als nationales Beratungsgremium Stellungnahmen zu neuartigen Erregern ab, bewertet neue Erkenntnisse zu
bekannten Erregern und erarbeitet entsprechende Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit. Diese Serie von Stellungnahmen zu einzelnen Erregern wird als Zusammenfassung
des aktuellen Wissensstandes veröffentlicht, speziell unter transfusionsmedizinisch
relevanten Aspekten.
Die 32-seitige Stellungnahme steht über diesen Link als PDF zum Download zur
Verfügung:

www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/AK_Blut/Stellungnahmen/download/Zikavirus.html
Quelle: RKI

5.5. Veranstaltungshinweis: Public Health-Tagung am
30.6./1.7.2016 am RKI
Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Prof. Dr. Lothar H.
Wieler, lädt ein zur Public Health-Tagung am 30. Juni und
1. Juli 2016, die zum Höhepunkt der Jubiläumsaktivitäten
anlässlich des 125. Jahrestags der Gründung des Instituts
veranstaltet wird. Bei dieser Veranstaltung sollen aktuelle
Public Health-Fragestellungen diskutiert und die Gestaltung
künftiger Arbeitsfelder des Robert Koch-Instituts vorgestellt
werden.
Veranstaltungsort:
Robert Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin (Hörsaal).
Anmeldung:
mit Antwortkarte oder per E-Mail an 125-Jahre@rki.de
Das Programm steht über diesen Link als PDF zum Download
zur Verfügung:

www.rki.de/DE/Content/Service/Veranstaltungen/PH-Tagung_06-2016_Programm.html
Quelle: RKI

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

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6.1. Spezial
Europäische Impfwoche 2016 / Elimination der Masern in Deutschland nicht in Sicht
Die Eliminierung der Masern und Röteln ist eine zentrale
Zielsetzung des Europäischen Impfaktionsplans (2015–
2020) und ein wichtiger Bestandteil der weltweiten
Bemühungen um mehr Gesundheit und einen Abbau von
Ungleichheiten.
In der kommenden Woche (24. bis 30. April 2016) findet
die diesjährige Europäische Impfwoche statt. Das Ziel ist,
das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von
Impfmaßnahmen zu stärken. Die Aktivitäten der WHO
betreffen in diesem Jahr vor allem die Fortschritte und
Herausforderungen im Hinblick auf die Eliminierung der Masern und Röteln.
Europa ist der Eliminierung der Masern und Röteln näher denn je, verbleibende Länder
(darunter Deutschland, siehe unten) werden dringend aufgefordert nachzuziehen. In 32
Ländern der Europäischen Region ist eine Unterbrechung der Übertragung der endemischen
Masern und/oder Röteln gelungen. So lautet das am 5. April 2016 veröffentlichte Fazit der
Verifizierungskommission der Europäischen Region der WHO für die Eliminierung der
Masern und Röteln.
Auf ihrer vierten Tagung im Oktober 2015 konnte die Verifizierungskommission zum ersten
Male das Abschneiden jedes einzelnen Landes über einen Zeitraum von 36 Monaten bewerten. Nach dem Rahmen für den
Prozess der Verifizierung in der
Europäischen Region der WHO
und den Schlussfolgerungen des
Europäischen Beirats für Immunisierungsfragen kann die Verifizierungskommission in Ländern, die
den Nachweis über eine Unterbrechung der endemischen Übertragung der Masern oder Röteln
für die Dauer von mindestens
36 Monaten erbracht haben, offiziell eine Eliminierung der Krankheit in diesem Land feststellen.
Für Deutschland stellte die Verifizierungskommission für den Zeitraum 2012 bis 2014 bei
Masern und Röteln sowohl bei der Übertragung, als auch bei der Eliminierung den Status
"endemisch" fest. Die Elimination der Masern (und Röteln) ist ein erklärtes Ziel der deutschen Gesundheitspolitik. Aus den Meldezahlen der letzten zehn Jahre lässt sich allerdings
keine Tendenz ablesen, dass sich Deutschland dem Ziel der Elimination genähert hat. Dies
trifft insbesondere auf das Land Berlin zu, in dem sich in den letzten Jahren mehrere große
Ausbrüche an Masernerkrankungen ereignet haben und das die höchste
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

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Neuerkrankungsrate in Deutschland aufweist.
Die Nationale Kommission zur Verifizierung der Elimination der Masern und Röteln konstatiert, dass die Immunitätslage in Deutschland noch nicht ausreichend ist. Zudem fehle es
in Deutschland noch an Belegen (allerdings auch an diesbezüglichen Studien), welche Interventionen wirksam und effizient sind. Gegebenenfalls sei eine angemessene Vergütung
entsprechender ärztlicher Leistungen erforderlich, in jedem Fall aber eine stärkere gesundheitspolitische Unterstützung, beispielsweise durch bundesweite sektorenübergreifende
Impfaktionen für ungenügend geimpfte Bevölkerungsgruppen. Der Masernausbruch
2014/2015 hat gezeigt, dass eine unzureichende Immunitätslage in Berlin in allen für die
Masernimpfung empfohlenen Altersgruppen besteht.
Der "Nationale Aktionsplan 2015-2020 zur Elimination
der Masern und Röteln in Deutschland" formuliert
nationale strategische und messbare Ziele sowie
konkrete Maßnahmen die zur erfolgreichen Elimination
der Masern und Röteln beitragen können.
Er steht als PDF zum Download beim
Bundesministerium für Gesundheit zur Verfügung:

www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/dateien/
Publikationen/Gesundheit/Broschueren/
Aktionsplan_Masern_Roeteln.pdf

Quelle:
LAGeSo / WHO / BMG /
Dtsch Arztebl 2016; 113(14): A-646/B-543/C-538

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6.2. Spezial
So geht leise - der Tag gegen Lärm 2016
Der „Tag gegen Lärm“ findet seit 1998 in Deutschland statt. Die Sensibilisierung in Bezug auf die
Lärmproblematik sowie die Verbreitung des Wissens
um Ursachen und Folgen des Lärms sind die Ziele, die
mit diesem Aktionstag erreicht werden sollen.
Dieses Mal ist es der 27. April 2016, an dem bundesweit Aktionen stattfinden werden. Er steht unter
dem Motto: „ So geht leise.“
Für die EU-weit einheitliche Bewertung der Lärmbelastungen beträgt z.B. der Nacht-Lärmindex in
Bezug auf Schlafstörungen 55 db(A). Bei Überschreitungen sind Maßnahmen zu ergreifen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Die Zahl der Lärmbetroffenen wird alle fünf Jahre bestimmt. Die letzte
Erhebung aus dem Jahr 2012 wies ca. 300 000
Berliner Bürgerinnen und Bürger aus, die nachts bezogen auf den Straßenverkehr einem
Lärmindex von über 55dB (A) ausgesetzt waren. (Quelle: Lärmaktionsplan 2013-2018 der
SenStadtUm)
Lärm wirkt im Schlaf auch unabhängig von seiner Wahrnehmung. Zu den akuten Auswirkungen gehören Aufwachreaktionen, die Verkürzung des Tiefschlafes und vermehrte
Bewegungen, die den notwendigen Erholungsseffekt mindern und nach und nach zu
gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Langfristig können kardiovaskuläre Erkrankungen und Depressionen auftreten. Mit einer wesentlichen Reduzierung der Schallpegel
der Fahrzeuge ist in den nächsten Jahren nicht zu rechnen, da dazu europäische Einigungen
erzielt werden müssen. Vorgesehen ist eine stufenweise Grenzwertverschärfung bis 2026.
Da diese erst wirksam werden, wenn die Fahrzeugflotten vollständig erneuert sind, wird
erst bis zum Jahr 2035 eine Lärmminderung „an der Quelle“ von etwa ein bis zwei dB(A)
erreicht werden. Also müssen andere Potenziale zur Reduzierung der Lärmbetroffenheiten
genutzt werden. Erst eine Reduzierung um drei dB(A) entspricht einer Halbierung der
Schallleistung.
Die Schwerpunkte des diesjährigen Tags gegen Lärm liegen auf folgenden Bereichen:
1. Aktiv werden!
Die Umgebungslärmrichtlinie ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern sich mit Lärmproblemen, aber auch Ideen und Lösungsmöglichkeiten in aktuell laufende Aktionspläne
einzubringen und Einfluss zu nehmen. Bürgerinnen und Bürger können so als „lokale
Experten/-innen“ (z. B. Anwohner/innen) in aktuell laufende Umsetzungsprozesse aktiv
eingreifen. Dazu werden regelmäßig von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt und dem jeweiligen Bezirksamt Lärmforen und Lärmwerkstätten organisiert. Unter diesem Link gibt es dazu weitere Informationen:

www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/laerm/laermminderungsplanung/index.shtml
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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

13

2.

Lärmbewusstes Handeln
Je nach Situation im Alltag kann
jeder sowohl Lärmbetroffener als
auch Lärmverursacher sein. „So geht
leise“ – ein Motto, das auch ganz
bewusst unser eigenes möglicherweise lärmintensives Handeln hinterfragt. Spielt z.B. beim Kauf von Elektrogeräten, Autos, Autoreifen usw. der
Schalldruck ebenso eine Rolle wie der
Energieverbrauch? Muss es ein Laubsauger sein oder genügt auch ein
Besen oder eine Harke, auch ein
elektrischer Rasenmäher ist grundsätzlich leiser als einer mit Benzinantrieb.

Wer ist für die Entgegennahme von
Anzeigen bei Lärmbelästigungen zuständig, wenn ein höflicher Hinweis nicht
mehr ausreicht?
Der folgende Link hilft weiter:

www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/
laerm/laermminderungsplanung/index.shtml

Der Flyer des Arbeitskreises Tag gegen
Lärm der Deutschen Gesellschaft für
Akustik gibt weitere Informationen.
Download-Link (PDF):

www.tag-gegen-laerm.de/images/Download/
TgL2016_Flyer.pdf

Quelle: LAGeSo/Kadler
Abb.: Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V. (DEGA)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

14

7. Tabellen (Datenstand: 20.04.2016 - 10:00 Uhr)
7.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen1 und Inzidenzen2)
1 2 3 4 5

/ / / / Erläuterungen am Ende der folgenden Seite

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus-K(eratok)onjunktivitis

Berichtswoche
Fallzahl

Inzidenz

kumul.
2015

kumulativ 2016

Todesfälle

Fallzahl

Inzidenz

Todesfälle

Fallzahl

0

0,0

0

7

0,2

0

1

1

0,0

0

54

1,5

0

47

Botulismus

0

0,0

0

0

0,0

0

1

Brucellose

0

0,0

0

2

0,1

0

0

19

0,5

0

653

18,6

0

800

CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)

0

0,0

0

0

0,0

0

3

Clostridium difficile

0

0,0

0

39

1,1

11

45
13

Borreliose3

Campylobacter-Enteritis

Denguefieber

0

0,0

0

30

0,9

0

Diphtherie

0

0,0

0

0

0,0

0

0

EHEC-Erkrankung

3

0,1

0

22

0,6

0

16

Giardiasis

5

0,1

0

92

2,6

0

87

Haemophilus influenzae, inv. Erkrankung

0

0,0

0

10

0,3

0

13

Hantavirus-Erkrankung

0

0,0

0

0

0,0

0

0

Hepatitis A

1

0,0

0

27

0,8

0

6

Hepatitis B

0

0,0

0

25

0,7

0

23

Hepatitis C

14

0,4

0

104

3,0

0

129

Hepatitis D

0

0,0

0

0

0,0

0

2

Hepatitis E

0

0,0

0

19

0,5

0

12

HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom)
Influenza

Keuchhusten4

0

0,0

0

2

0,1

2

0

63

1,8

0

4.056

115,3

6

3.025

13

0,4

0

281

8,0

0

239

Kryptosporidiose

1

0,0

0

26

0,7

0

32

Legionellose

0

0,0

0

20

0,6

2

32

Leptospirose

0

0,0

0

0

0,0

0

2

Listeriose

0

0,0

0

5

0,1

0

4

Masern

1

0,0

0

8

0,2

0

960

Meningokokken, invasive Erkrankung

1

0,0

0

14

0,4

1

7

MRSA, invasive Infektion

5

0,1

1

84

2,4

5

88

3

0,1

0

15

0,4

0

14

33

0,9

0

1.320

37,5

0

1.449

0

0,0

0

1

0,0

0

0

Mumps4

5

Norovirus-Gastroenteritis
Paratyphus
Q-Fieber
Rotavirus-Gastroenteritis
Röteln, postnatal4

Salmonellose

0

0,0

0

0

0,0

0

0

50

1,4

0

682

19,4

0

629

0

0,0

0

2

0,1

0

0

8

0,2

0

108

3,1

0

98

Shigellose

1

0,0

0

22

0,6

0

11

Tuberkulose

0

0,0

0

114

3,2

0

95

Tularämie

0

0,0

0

0

0,0

0

0

Typhus abdominalis

1

0,0

0

3

0,1

0

6

VHF (Chikungunya)

0

0,0

0

3

0,1

0

8

1

0,0

0

32

0,9

1

7.882

Yersiniose
Summe

224

0

16

27

7.913

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

15

7.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche (Fallzahlen1)
Summe

Reinickendorf

Lichtenberg

MarzahnHellersdorf

TreptowKöpenick

Neukölln

TempelhofSchöneberg

SteglitzZehlendorf

Spandau

CharlottenburgWilmersdorf

Pankow

FriedrichshainKreuzberg

Mitte

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis

1

0

0

0

0

3

1

1

0

1

0

0

7

Borreliose1

6

4

17

1

0

3

3

5

1

9

3

2

54

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

1

0

2

45

44

81

58

30

65

70

40

49

48

56

67

653

Clostridium difficile

4

4

6

0

2

4

2

2

5

2

6

2

39

Denguefieber

2

9

7

0

1

3

1

3

0

0

3

1

30

EHEC-Erkrankung

7

1

1

2

1

3

2

1

0

0

1

3

22

Giardiasis

9

19

9

7

3

6

17

10

4

1

1

6

92

Haemophilus influenzae, inv. Erkr.

0

0

0

1

0

2

1

2

1

1

0

2

10

Hepatitis A

3

0

2

4

2

2

10

1

0

2

0

1

27

Hepatitis B

5

7

3

2

3

1

0

0

1

1

1

1

25

Hepatitis C

7

14

9

11

13

12

4

7

9

4

0

14

104

Hepatitis E

1

2

3

1

1

0

4

1

0

2

2

2

19

0

0

0

0

0

0

0

0

0

2

495 190

423

468

263

171

316

138

232

4.056

21

36

32

22

18

29

6

12

281

Brucellose
Campylobacter-Enteritis

1

0

1

297

342

721

21

16

45

HUS (Hämol.-urämisches Syndrom)
Influenza
Keuchhusten4

23

Kryptosporidiose

4

2

9

1

1

0

5

3

0

1

0

0

26

Legionellose

1

0

2

0

2

3

5

0

1

0

0

6

20

Listeriose

1

0

0

0

0

0

1

2

0

0

1

0

5

Masern

4

0

0

0

0

0

0

3

0

0

0

1

8

Meningokokken, inv. Erkrankung

5

2

1

0

2

0

2

1

0

0

1

0

14

MRSA, invasive Infektion

7

7

9

6

7

8

4

13

2

10

2

9

84

0

1

0

4

1

0

0

1

1

15

90 102

175

150

83

147

86

90

117

1.320

Mumps4
Norovirus-Gastroenteritis5

4

1

2

72

45

163

0

1

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

16

26

26

19

24

46

49

240

86

38

36

76

682

Röteln

0

0

1

0

0

0

0

0

1

0

0

0

2

Salmonellose

9

15

8

10

4

5

14

12

2

9

17

3

108

Shigellose

5

2

3

4

0

0

2

0

2

0

3

1

22

3

4

9

2

11

8

2

3

48

5

114

Paratyphus
Rotavirus-Gastroenteritis

14

5

Typhus abdominalis

0

0

1

0

0

0

1

0

0

0

1

0

3

Virale hämorrhagische Fieber

1

1

0

0

0

0

1

0

0

0

0

0

3

5

5

2

2

2

2

4

0

2

1

2

32

741 422

804

866

728

502

565

419

566

7.882

Tuberkulose

5

Yersiniose
Summe

557

574 1.138

1

Veröffentlichung der Fälle entspr. Referenzdefinition des RKI (U. a. weichen wegen noch nicht erfolgter Freigabe durch das RKI die Fallzahlen von den beschriebenen Einzelfällen ab) / 2 Die angegebenen Inzidenzen sind berechnet als Fallzahl pro 100.000 Einw. Dabei wird die Einwohnerzahl Berlins von 3.517.424 mit Stand vom 31.12.2013
zugrunde gelegt. (Datenquelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg) / 3 Arzt- und Labormeldepflicht in Berlin seit 07.04.2013 (vorher nur Arztmeldepflicht) / 4 Meldepflicht
seit 29.03.2013 / 5 Angabe nur lab. best. Fälle (o. aggregierte Daten)

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

16

7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche
(Fallzahlen und Anteile)
Rangfolge der in 2016 gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. Serogruppen,
kumuliert bis einschließlich der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere
Differenzierung

Gruppe

n
2016

Anteil
%

n
2015

Anteil
%

B

24

22,2

22

22,4

20

18,5

24

24,5

1

S.Typhimurium

2

Salmonella der Gruppe B

3

S.Enteritidis

D1

17

1,6

13

13,3

4

S.Infantis

C1

3

2,8

1

1,0

5

Salmonella der Gruppe C1

3

2,8

4

4,1

6

Salmonella der Gruppe D1

3

2,8

8

8,2

22

20,4

16

16,3

1

0,9

1

1,0

15

13,9

9

9,2

108

100,00

98

100,0

andere Serovare*
ohne Angabe
nicht ermittelbar
gesamt
*

In der Kategorie „andere Serovare / Gruppen“ werden Serovare, die bisher nur weniger als dreimal
nachgewiesen wurden, und andere nicht häufige Gruppen zusammengefasst.

Rangfolge der gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. -gruppen
der Berichtswoche
Rang

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere Differenzierung

Fallzahl

1

S.Typhimurium

2

2

Salmonella der Gruppe B

2

3

-nicht ermittelbar-

2

4

S.Derby

1

5

S.Enteritidis

1
gesamt

8

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 15/2016

17

8. Abbildungen der wöchentlichen Fallzahlen 2016 mit Vorjahresvergleich
(Datenstand: 20.04.2016 - 10:00 Uhr)
Campylobacter
120
2016
2015
100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Hepatitis C
18
2016
2015

16
14

Anzahl Fälle

12
10
8
6
4
2
0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

Salmonellose
25
2016
2015

Anzahl Fälle

20

15

10

5

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53

Wochen

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