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Full text: Epi-Info Issue 2015,48

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Wochenbericht
Epidemiologischer Wochenbericht für die Meldewoche 48/2015 über die im Land Berlin gemäß IfSG erfassten Infektionskrankheiten
Inhalt 1. Allgemeine Lage 2. Besondere Fälle 3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG 3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG 3.3. Besondere Ausbrüche

Epi -Info

herausgegeben am 04. Dezember 2015

4. Influenza-Saison 2015/2016
4.1. Information der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland 4.2. Zur aktuellen Influenza - Saison 2015/2016 im Land Berlin

5. Besondere Hinweise
5.1. Meldepflichtige Erkrankungen / Erregernachweise unter Asylsuchenden in Berlin 5.2. Ebolafieber: Aktuelle Situation 5.3. Französisch-Polynesien: Steigende Anzahl von Hirnfehlbildungen 5.4. Asylsuchende und Gesundheit: Rapid Risk Assessment des ECDC zu Shigellose 5.5. Asylsuchende und Gesundheit: Piktogramme 5.6. Asylsuchende: RKI-Bericht zu übermittelten Infektionskrankheiten in Deutschland 5.7. Behandlungsqualität: Veröffentlichung der Ergebnisdaten von Perinatalzentren 5.8. ECDC: HIV-Test-Finder in der Europäischen Union

6. Spezial
Legionellose: Erkrankungsfälle in Berlin 2015

7. Tabellen
7.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen und Inzidenzen) 7.2. Bezirksübersicht kumulativ der Berichtswoche 7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche (Fallzahlen und Anteile)

8. Grafiken der wöchentlichen Fallzahlen im Berichtsjahr mit Vorjahresvergleich
Campylobacter, Giardiasis, Norovirus-Gastroenteritis, Salmonellose, Rotavirus, Tuberkulose
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Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo) Fachgruppe Infektionsepidemiologie und umweltbezogener Gesundheitsschutz (I C 2) Hr. Schubert / Fr. Hentschel / Fr. Hoffmann / Fr. Wendt / Fr. Dr. Simon / Hr. PD Dr. Werber Turmstraße 21 Haus A, 10559 Berlin, Tel. 90229-2427/-2428/-2420/-2432/-2430/-2421, Fax: (030) 90229-2096 Groupmail: infektionsschutz@lageso.berlin.de, Groupfax-IfSG: (030) 90283385, www.berlin.de/lageso/gesundheit/index.html Neben dem statistischen Teil enthalten die Berichte im Textteil auch allgemeine und weiterführende Informationen, deren Interpretation infektiologischen und epidemiologischen Sachverstand und Kenntnisse über die Datengrundlagen erfordern. Eine Weitergabe sowie Be- und/oder Verarbeitung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist ohne Genehmigung des Herausgebers nicht zulässig. © 2015

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 48/2015

Link zum Download der Wochenberichte des LAGeSo

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1. Allgemeine Lage
Im Berichtszeitraum wurden u. a. ein Fall eines hämolytisch-urämischen Syndroms sowie ein Fall einer Meningokokken-Meningitis übermittelt. Des Weiteren wurden zwei Legionellosen übermittelt. Kumulativ liegt die Fallzahl in diesem Jahr nunmehr bei 85 Fällen, die höchste Zahl seit Einführung des IfSG im Jahre 2001 (vertiefende Analyse siehe unter Punkt 6.). Einen Großteil der insgesamt übermittelten Fälle betrafen Gastroenteritiden bakterieller und viraler Ursachen (siehe unter 2., 7. und 8.). In der laufenden Influenza-Saison wurde in der Berichtswoche keine Erkrankung übermittelt. Bei der kumulativen Fallzahl in der Saison wurde bei fünf der bisherigen neun Infektionen der Typ A(H1N1)pdm09 diagnostiziert. Die Situation blieb weiterhin, wie im übrigen Bundesgebiet, unauffällig (siehe unter 4.). Insgesamt 12 Ausbrüche wurde in der Berichtswoche übermittelt, bis auf einen Salmonella und einen Scharlach-Ausbruch wurde bei allen weiteren Geschehen Norovirus diagnostiziert, darunter zwei nosokomiale Ausbrüche (siehe unter 3.).

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2. Besondere Fälle (Datenstand: 02.12.2015 - 10:00 Uhr)
EHEC/STEC GA Mitte Erkrankung an nicht näher bezeichneten Durchfall eines 75-jährigen Mannes während seines einmonatigen Aufenthalts in der Türkei. Die Symptomatik begann zehn Tage nach Ankunft. Aus der E. coli-Kultur erfolgte mittels PCR der Nachweis eines ShigatoxinGens (stx). GA Tempelhof-Schöneberg Erkrankung an nicht näher bezeichneten Durchfall mit Bauchschmerzen einer 75-jährigen Frau. Aus der E. coli-Kultur erfolgte mittels PCR der Nachweis des Shigatoxin 1-Gens (stx1). Hepatitis E GA Lichtenberg Oberbauchbeschwerden bei einem 53-jährigen Mann zum Ende einer dreiwöchigen Rundreise durch Nepal. Mehrere Wochen nach Rückkehr erfolgte der IgM-AntikörperNachweis aus Blut. HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom) GA Neukölln Hämolytische Anämie, Thrombozytopenie und Durchfall bei einem 13 Monate alten Mädchen in häuslicher Betreuung. Die Hospitalisierung erfolgte zehn Tage nach Erkrankungsbeginn. Es handelt sich um einen EHEC-assoziierten Erkrankungsfall, labordiagnostisch wurde aus der E.coli-Kultur mittels PCR das Shigatoxin 2-Gen (stx2) nachgewiesen. Hinweise zur Infektionsursache konnten nicht ermittelt werden. So gab es u. a. auch keine Durchfallerkrankungen in der Familie in den zwei Wochen vor Erkrankungsbeginn. Legionellose GA Friedrichshain-Kreuzberg Lungenentzündung bei einem 73-jährigen Mann. Aus Urin erfolgte der Antigen-Nachweis Legionella pneumophila, Serogruppe 1. Das Gesundheitsamt vermutet die mögliche Infektionsquelle in Polen, wo sich der Erkrankte im Infektionszeitraum aufhielt. GA Tempelhof-Schöneberg Lungenentzündung bei einem 68-jährigen Mann. Aus Urin erfolgte der AntigenNachweis Legionella pneumophila, Serogruppe 1. Der Erkrankte ist Asylsuchender aus Bosnien-Herzegowina, reiste im Februar 2013 ein und wohnt in einer abgeschlossenen Wohneinheit in einer Asylbewerberunterkunft. Das Gesundheitsamt hat Untersuchungen des Trinkwassers veranlasst.
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Meningokokken GA Friedrichshain-Kreuzberg Erkrankung eines 11 Monate alten weiblichen Säugling in häuslicher Betreuung und ohne Impfschutz mit Fieber, Meningitis, Erbrechen, Nackensteifigkeit sowie veränderten Bewusstseinslage. Aus Blut erfolgte der kulturelle Nachweis, eine Differenzierung des Erregers wird vom NRZ vorgenommen. Prophylaktisch behandelt wurden insgesamt 23 Kontaktpersonen in der Familie und im Krankenhaus. Röteln GA Neukölln Generalisierter Ausschlag und Lymphknotenschwellungen im Kopf-, Hals- oder Nackenbereich bei einer 22-jährigen nicht schwangeren Frau. Der Nachweis erfolgte mittels IgM-Antikörpertest. Die Symptomatik begann zum Ende eines mehrwöchigen Aufenthalts in Köln (NRW). Das Gesundheitsamt vermutet dort die Infektionsquelle.

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3. Ausbrüche (Datenstand: 02.12.2015 - 10:00 Uhr)
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG Gesamtzahl der Häufungen nach Erregern / Krankheiten und Fallzahlen bzw. Fallzahlspannen in der Berichtswoche
Erreger / Krankheit Norovirus Salmonella Enteritidis (D1) Scharlach Summe / Spanne
*

Zahl der Ausbrüche 10* 1 1 12

Fallzahl pro Ausbruch 2-5 4 3 2-5

darunter zwei nosokomiale Ausbrüche, davon ein Ausbruch einem anderen Bundesland zugehörig.

3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG Kumulative Übersicht 2015 bis einschließlich der Berichtswoche (ohne Norovirus)
Erreger Clostridium difficile Enterococcus faecium Enterococcus faecium (VRE) Enterococcus faecium (VRE), Typ VanB Influenza A Klebsiella pneumoniae Klebsiella pneumoniae (3MRGN) Klebsiella pneumoniae (3MRGN / 4MRGN) MRSA Pseudomonas aeruginosa (3MRGN) Rotavirus Serratia marcescens Summe / Spanne Zahl der Ausbrüche 2 1 2 1 3 1 4 1 8 1 3 1 28 Fallzahl pro Ausbruch 8, 9 2 2, 11 3 2 - 18 2 2 - 20 10 2-6 2 4-9 5 2 - 20 Gesamtfallzahl 17 2 13 3 25 2 32 10 28 2 17 5 156

3.3. Besondere Ausbrüche keine

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4. Influenza-Saison 2015/2016 (Stand: 01.12.2015)
4.1. Informationen der AGI für Berlin, Brandenburg und Deutschland (46. Berichtswoche)
Praxisindex Region Berlin Brandenburg (bis einschließlich der Berichtswoche)

Der Praxisindex basiert auf Daten zu akuten respiratorischen Erkrankungen der aktuellen Saison (rot), im Vergleich zu 2014/2015 und 2013/2014. Indexwerte bis 115 entsprechen der Hintergrundaktivität.

Konsultationsinzidenz Region Berlin Brandenburg

Konsultationsinzidenz aufgrund akuter respiratorischer Erkrankungen in der aktuellen Saison im Vergleich zur Saison 2014/2015

Übersicht Deutschland
Auf dem Praxisindex basierende Aktivität der akuten respiratorischen Erkrankungen in der Berichtswoche
Quelle: AG Influenza: https://influenza.rki.de

Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage: Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist bundesweit in der 48. KW 2015 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben. Die Werte des Praxisindex lagen insgesamt im Bereich der Hintergrund-Aktivität. Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden im Berichtszeitraum in 22 (27 %) von 82 Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. In neun (11 %) Proben wurden Rhinoviren, in sechs (7 %) Adenoviren und in fünf (6 %) humane Metapneumoviren (hMPV) nachgewiesen. In jeweils einer (1 %) Probe wurden Influenza- bzw. Respiratorische Synzytial (RS)Viren festgestellt. Für die 48. Meldewoche (MW) 2015 wurden bislang 34 klinisch-labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 01.12.2015).

stark erhöht

deutlich erhöht

moderat erhöht

geringfügig erhöht

Normal

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4.2. Zur aktuellen Influenza - Saison 2015/2016 im Land Berlin In der aktuellen Berichtswochen 48/2015 wurde keine Erkrankung übermittelt. Die kumulative Fallzahl in der aktuellen Saison beträgt neun. Insgesamt wurden bislang folgende Typen nachgewiesen: 5 x Influenzavirus A(H1N1)pdm09 3 x Influenzavirus B 1 x Influenzavirus A (undifferenziert) Die Influenza-Lage im Land Berlin blieb weiterhin unauffällig und entsprach der Situation in den übrigen Regionen Deutschlands (siehe auch unter 4.1.).
Influenza-Saison 2014 / 2015 (n=3.074) und 2015 / 2016 (n=9) Virusnachweise im Land Berlin
500 450 400 350

Stand: 02.12.2015
2014 / 2015 2015 / 2016

Fallzahl (n)

300 250 200 150 100 50 0 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

Meldewoche

Quelle: LAGeSo Abb.: LAGeSo

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5. Besondere Hinweise
5.1. Meldepflichtige Erkrankungen / Erregernachweise unter Asylsuchenden in Berlin
(Datengrundlage: Übermittlungen seit der 40. KW)

Um Infektionswege und Infektionsrisiken bei Asylsuchenden besser einschätzen zu können, wurde vom Robert Koch-Institut (RKI) auf Grundlage des § 11 Abs. 1 Nr. 6 IfSG in der 40. Meldewoche (MW) die Erfassung zusätzlicher Angaben zu meldepflichtigen Erkrankungen unter Asylsuchenden eingeführt. Neben der Erkrankung/Infektion sollen ergänzende Informationen zu Geburtsland, Einreisedatum und Unterbringungsort erfasst werden. Abweichend hiervon werden Tuberkulose-Erkrankungen bei Asylsuchenden nicht über diese neuen Zusatzangaben erfasst, sondern indirekt über den routinemäßig dokumentierten Anlass der Diagnose (Screening auf infektiöse Tuberkulose zwecks Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge oder Asylsuchende, §36 Absatz 4 IfSG). Dargestellt sind an das LAGeSo übermittelte meldepflichtige Tatbestände nach IfSG unter Asylsuchenden, die der Surveillance-Referenzdefinition des RKI entsprechen. Eine Ausnahme bildet Skabies, für die es keine Referenzdefinition gibt. Für die 48. MW wurden insgesamt neun Erkrankungen übermittelt (Tabelle 1), davon sind sieben impfpräventabel. Das Alter der Erkrankten lag im Median bei sechs Jahren (Spanne <1-69 Jahre), acht der Erkrankten waren männlich. Bei den impfpräventablen Erkrankungen handelt es sich um Rotavirus-Gastroenteritiden (n=3), Windpocken (n=3) und Hepatitis A (n=1). Die Rotavirus – Erkrankungen betreffen zwei Kinder im Alter von unter Meldekategorie MW 47, N Kumulativ, N(%) einem Jahr und sechs Jahren sowie eine 54-jährige Frau. Die ErkranRotaviren 3 24 (24) kung trat in einem Fall nach EinWindpocken 3 22 (22) reise auf, bei zwei Fällen ist der Skabies 0 16 (16) Zeitpunkt der Einreise nach Tuberkulose 0 8 (8) Hepatitis A 1 7 (7) Deutschland unbekannt. Der Giardiasis 0 6 (6) betroffene Säugling gehört zu 1 5 (5) einem Ausbruch mit vier labordiag- Hepatitis C Norovirus 0 4 (4) nostisch bestätigten Fällen. Die MRSA 0 2 (2) Erkrankten mit Windpocken waren Mumps 0 1 (1) zwischen zwei und zwanzig Jahren Masern 0 1 (1) alt, die Erkrankung wurde in einem Legionellose 1 1 (1) Fall in Deutschland erworben, bei Kryptosporidiose 0 1 (1) einem Fall kann die Infektion soInfluenza 0 1 (1) wohl vor als auch nach Einreise in Hepatits B 0 1 (1) Deutschland stattgefunden haben, Brucellose 0 1 (1) ein Erkrankter hat die Erkrankung Summe 9 101 (100) vor der Einreise erworben. Die Hepatitis A - Erkrankung betrifft Tab. 1: Erkrankungen und Erregernachweise unter Asylsuchenden im Land Berlin übermittelt in der 48. MW und kumulativ seit der 40. MW, ein zweijähriges Kind, bei dem das Datenstand 02.12.2015, 12.00 Uhr (Quelle: LAGeSo Berlin) Einreisedatum unbekannt ist.
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Insgesamt wurden seit der Meldekategorie Anzahl der Häufungen Anzahl der Fälle 40. MW sieben Häufungen Skabies 3 3-5 mit mindestens zwei der 2 3-8 Referenzdefinition entspre- Windpocken Norovirus 1 2* chenden Erkrankungen Rotavirus 1 4 übermittelt (Tabelle 2). Summe 7 Es handelt sich um HäuTab. 2: Übermittelte Häufungen unter Asylsuchenden seit der 40. MW, fungen durch Skabies Datenstand 02.12.2015, 12.00 Uhr (Quelle: LAGeSo Berlin) (n=3) und Windpocken *zusätzlich zum Ausbruch 59 klin.-epid. Fälle (n=2) und sowie durch Rota- und Norovirus (jeweils n=1). Hinweise zur Datenqualität: Die Auswertung dieser Angaben, die softwarebedingt in Berlin derzeit nur über ein Textfeld erfasst werden, ist fehleranfällig. Zudem ist davon auszugehen, dass Behandlungen häufig ohne begleitende labordiagnostische Untersuchungen erfolgen (z.B. Therapie von Durchfall- und Atemwegserkrankungen). Insgesamt ist, wie bei allen Meldedaten, von einer Untererfassung der Erkrankungen auszugehen. Dies betrifft insbesondere solche, bei denen der labordiagnostische Nachweis die Grundlage der Meldung nach IfSG ist. Darüber hinaus kann die Zahl der übermittelten Erkrankungen aktuell nicht verlässlich in Relation zur Gesamtzahl der Asylsuchenden in Berlin gesetzt werden. Zusammenfassend ist eine Bewertung der Zahlen nur sehr eingeschränkt möglich.
Quelle: LAGeSo

5.2. Ebolafieber: Aktuelle Situation In der Woche bis zum 22.11.2015 wurden drei bestätigte Fälle von Ebolafieber aus Liberia berichtet. Der Indexfall ist ein 15-jähriger Junge, an dem sich dessen Bruder und Vater angesteckt haben. Liberia wurde zuvor am 03.09.2015 als Ebola-frei erklärt. Die Gesamtzahl der bisher registrierten Ebolafieber-Fälle beträgt 28.637; darunter sind 11.314 Todesfälle zu verzeichnen.
Staat Guinea Italien Liberia Mali Nigeria Senegal Sierra Leone Spanien USA V. Königreich Summe

Ebolafieber Fälle* 3.804 1 10.675 8 20 1 14.122 1 4 1 28.637

davon Todesfälle* 2.536 0 4.808 6 8 0 3.955 0 1 0 11.314
Quelle: WHO

* Stand: 25.11.2015

5.3. Französisch-Polynesien: Steigende Anzahl von Hirnfehlbildungen Am 24.11.2015 berichtete die Gesundheitsbehörde von Französisch-Polynesien über eine steigende Anzahl von Fehlbildungen des zentralen Nervensystems bei Föten und Säuglingen, die im Zeitraum März 2014 bis Mai 2015 geboren wurden.
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Ein Zusammenhang mit dem Zikafieber-Ausbruch, der zwischen September 2013 und März 2014 stattfand, kann nicht ausgeschlossen werden. Keine der Frauen berichtete über klinische Symptome einer Zikavirus-Infektion während der Schwangerschaft. Vier der getesteten Frauen waren in der Serologie positiv auf Flaviviren, was auf eine durchgemachte (ggf. asymptomatische) Zikavirus-Infektion hinweisen kann.
Quelle: WHO/ECDC

5.4. Asylsuchende und Gesundheit: Rapid Risk Assessment des ECDC zu Shigellose Das ECDC hat ein am 30.11.2015 das Rapid risk assessment "Shigellosis among refugees in the EU" veröffentlicht. Download-Link:
http://ecdc.europa.eu/en/publications/Publications/Shigella-RRA-24-11-2015-Austria-Greece-Slovenia.pdf Quelle: ECDC

5.5. Asylsuchende und Gesundheit: Piktogramme Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) hat in Zusammenarbeit mit einem Grafiker Piktogramme zusammengestellt, in denen die Nutzung der in Deutschland üblichen Sitz-Toiletten dargestellt wird. Ebenfalls gibt es Bilder mit dem Hinweis, keine Gegenstände in die Toiletten zu werfen und Füße nicht in den Handwaschbecken zu waschen. Weitere Piktogramme zeigen die häufigsten Symptome von Infektionskrankheiten. Die Piktogramme können auf der Internetseite des NLGA abgerufen werden. Link:

http://www.nlga.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=37339&article_id=138110&_psmand=20 Quelle: NLGA Abb.: NLGA/R. Michael

5.6. Asylsuchende: RKI-Bericht zu übermittelten Infektionskrankheiten in Deutschland Der Bericht über meldepflichtige Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden vom 02.12.2015 beschreibt die Verteilung von Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden, die entsprechend den Vorgaben des Robert Koch-Institut (RKI) gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) gemeldet und danach an das RKI übermittelt wurden. In der 48. Kalenderwoche wurden 170 Fälle von meldepflichtigen Infektionskrankheiten übermittelt, von der 40. bis zur 48. Kalenderwoche wurden insgesamt 1.466 Fälle übermittelt. Unter Vorbehalt der eingeschränkten Bewertbarkeit der übermittelten Zahlen (siehe Limitationen) stehen derzeit bei Asylsuchenden vor allem impfpräventable Krankheiten und Magen-Darm-Infektionen im Vordergrund. Außerdem werden durch ScreeningUntersuchungen erwartungsgemäß Fälle mit Tuberkulose, Hepatitis B und C gefunden. Es wurden nur vereinzelte Fälle von schwerwiegenden importierten Krankheiten wie Typhus und Läuserückfallfieber übermittelt. Die Zahlen zeigen, dass Asylsuchende durch
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impfpräventable Krankheiten und Magen-Darm-Infektionen gefährdet sind, gegen die Impfungen und Basishygienemaßnahmen schützen würden. Wie auch in der Allgemeinbevölkerung findet sich die höchste Anzahl von Fällen bei den 0-4-Jährigen. In Kalenderwoche 46 zeigen sich höhere Fallzahlen, ohne dass hier eine Übermittlungskategorie, ein Bundesland oder ein Gesundheitsamt besonders hervorsticht. Das RKI sieht derzeit weiterhin keine erhöhte Infektionsgefährdung der Allgemeinbevölkerung durch Asylsuchende. Der mehrseitige Bericht steht zum Download (PDF) auf den Seiten des RKI zur Verfügung. Link: www.rki.de/asyl 5.7. Behandlungsqualität: Veröffentlichung der Ergebnisdaten von Perinatalzentren Werdende Eltern und einweisende Ärzte können ab sofort die Ergebnisdaten zur Behandlungsqualität aller derjenigen Krankenhäuser einsehen, die für die Versorgung von Frühgeborenen mit sehr niedrigem Geburtsgewicht zugelassen sind. Dies teilte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 01.12.2015 in Berlin mit. Auf einer zentralen Internetplattform wird allen Interessierten die Möglichkeit geboten, Krankenhäuser nach bestimmten Kriterien zu sortieren. Dazu zählen sowohl die risikoadjustierte Fallzahl, die ein Perinatalzentrum aufweisen kann, als auch das Überleben der Frühgeborenen insgesamt sowie deren Überleben ohne schwere Erkrankungen. Kliniken können darüber hinaus nach Name, Region und Entfernung vom jeweiligen Wohnort ausgewählt werden. Datengrundlage der Internetplattform, die das AQUA-Institut im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erstellt hat, sind Angaben zur Behandlungsqualität von 222 Krankenhäusern der letzten fünf Erfassungsjahre von 2010 bis 2014. Ab dem 1. Januar 2016 wird das Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) – ebenfalls im Auftrag des G-BA – für den Betrieb der Website verantwortlich sein. In Deutschland werden jährlich etwa 9000 Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm geboren, die auf eine intensive medizinische und qualitativ hochwertige Versorgung in spezialisierten Krankenhäusern angewiesen sind. Link: www.perinatalzentren.org
Quelle: G-BA

Quelle: RKI

5.8. ECDC: HIV-Test-Finder in der Europäischen Union Das ECDC bietet über eine Online-Suche das gezielte Auffinden eines Einrichtung innerhalb der gesamten Europäischen Union, die einen HIV-Test durchführt. Die praktische Suche funktioniert über die Auswahl des Landes, anschließend den Ort oder alternativ über die Eingabe der örtlichen Postleitzahl. Die Ergebnisse der Einrichtungen werden entweder auf einer Liste mit vollständigen Adressangaben oder auf einer Landkarte angezeigt. Link:
http://www.aidsmap.com/european-hiv-test-finder
Quelle: ECDC

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6. Spezial
Legionellose: Erkrankungsfälle in Berlin 2015 (Datenstand: 47. KW 2015) Bis zur 47. Meldewoche 2015 wurden dem LAGeSo insgesamt 85 Fälle von Legionellose (Legionärskrankheit mit akuter Pneumonie) übermittelt, die der Referenzdefinition entsprechen. Diese Zahl ist 50% höher als der Median aus den letzten fünf Jahren (57 Fälle), wobei zu berücksichtigen ist, dass die jährliche Gesamtfallzahl seit Jahren steigt. Das Land Berlin hat seit Einführung der Meldepflicht 2001 im bundesweiten Vergleich, mit Ausnahmen von 2009 und 2010, die höchsten Inzidenzen. Im Jahr 2015 beträgt diese 2,6 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner, wobei der Median der übrigen Bundesländer bei 1,0 liegt. Nach den Meldungen handelte es sich ausschließlich um Einzelfälle, keine Ausbrüche. Darüber hinaus gab es elf Meldungen von Fällen, die der Referenzdefinition (noch) nicht entsprachen.
9 8 7

Anzahl Fälle

6 5 4 3 2 1 0 1 3 5 7 9 11 13 15 17 19 21 23 25 27 29 31 33 35 37 39 41 43 45 47 Median 2010-2014 Anzahl 2015

Woche
Abb.: Erkrankungsbeginn der Legionellosen im Land Berlin, Vergleich Median 2010 bis 2014 mit 1.-47. Kalenderwoche 2015

(Quelle: LAGeSo)

Wie in der Abbildung zu erkennen ist, waren die Erkrankungsbeginne über die gesamten 47 Wochen des Jahres verteilt. In der neunten Kalenderwoche gab es einen Gipfel mit acht Erkrankungen, sowie zwei kleinere Gipfel in der 21. und 25. Woche (jeweils n=6). Die Patientinnen und Patienten (gesamt, seit Jahresbeginn) waren zwischen 28 und 92 Jahre alt, Median 67 Jahre. Das Geschlechterverhältnis hat sich im Laufe des Jahres von einer Gleichverteilung verschoben und liegt aktuell bei 54 Männern zu 31 Frauen. 79 (93%) Patientinnen und Patienten wurden aufgrund ihrer Erkrankung hospitalisiert, sechs Patienten verstarben an der Legionellose. Die Fälle wurden aus elf Bezirken übermittelt mit den höchsten Meldezahlen aus Reinickendorf (16), Neukölln (13) und Steglitz-Zehlendorf (11). Die wenigsten Meldungen gingen aus Spandau (1) und Lichtenberg (3) ein. Aus Treptow-Köpenick wurden keine Fälle übermittelt. Diese Rangfolge entspricht im Wesentlichen der Rangfolge aus den Summenzahlen der Fälle seit Einführung der Meldepflicht 2001. Die meisten Fälle in den Vorjahren wurden aus Reinickendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln gemeldet (Tabelle siehe nächste Seite).
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Seit 2015 wurden zusätzliche Informationen, standardisiert über Fragebogen, von den

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Meldebezirk Reinickendorf Neukölln Steglitz-Zehlendorf Tempelhof-Schöneberg Charlottenburg-Wilmersdorf Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Spandau Treptow-Köpenick

Fallzahl bis 47/2015 16 13 11 10 9 7 5 5 5 3 1 0

Rang 2015 1 2 3 4 5 6 7 7 7 10 11 12

Rang 2001-2014 1 3 6 2 5 4 7 9 12 11 8 10

Tabelle: Fallzahlen Legionellosen 1. bis 47. Kalenderwoche 2015 und Rangfolge im Vergleich 2015 und 2001 bis 2014 der Bezirke der Legionellosen im Land Berlin, (Quelle: LAGeSo)

Gesundheitsämtern erhoben und nichtnamentlich an das LAGeSo gesendet. Insgesamt gingen 56 Bögen mit Zusatzinformationen beim LAGeSo ein. Das entspricht einer Rücklaufquote von 66% (n=85). Verwendet wurde zunächst eine kürzere Version des Fragebogens (gültig bis Juli 2015), der Informationen zu möglichen Expositionsorten und Grunderkrankungen erhielt (Rücklauf 29 Bögen oder 52% (n=56)). Seit Anfang Juli wurde eine ausführlichere Version eingesetzt, die zusätzlich Informationen zur Expositionsart (Expositionswege und –risiken) enthielt (Rücklauf 27 Bögen oder 48% (n=56)). Bei 16 Fällen (19%, n=85) war es zudem möglich, Auskünfte aus der Meldung zu entnehmen, obwohl keine Fragebögen vorhanden waren. Nur in 13 Fällen (15%, n=85) waren keinerlei zusätzliche Informationen auszuwerten. Die vorhandenen Zusatzinformationen, die sich letztendlich auf 72 Patienten und Patientinnen beziehen, waren aufgrund der unterschiedlichen Datengrundlagen heterogen. Aus den übermittelten Meldedaten bzw. den Zusatzinformationen der Fragebögen werden die näheren Umstände der Erkrankungen wie folgt beschrieben. Bei 31 (43%, n=72) Patienten und Patientinnen lag eine relevante Grunderkrankung als Risikofaktor vor. Die Ermittlungen der Gesundheitsämter zur Expositionslokalisierung ergaben, dass bei elf Personen (15%, n=72) eine Reiseanamnese vorlag. Acht Personen (11%) hatten sich wahrscheinlich im Krankenhaus und sechs Personen (8%) in einer Pflegeeinrichtung angesteckt. Aus den Zusatzinformationen war kein epidemischer Zusammenhang mehrerer Fälle zu einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung ersichtlich. Als weitere mögliche Expositionsorte wurden angegeben: Fitnessstudio (2), Schwimmbad (3), JVA (1) und in einem Fall drei mögliche Expositionsorte (Haushalt, Krankenhaus und Arbeit). 35 Patientinnen und Patienten (49%) hatten sich vermutlich im privaten Haushalt oder im beruflichen Umfeld infiziert. Bei der Exposition im Haushalt dürfte es sich teilweise um eine Ausschlussangabe handeln, nachdem die anderen aufgelisteten Möglichkeiten nicht in Frage kamen. Zu sechs Fällen (11%) gab es keine Angaben zu

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Möglichen Expositionsorten. Nähere Angaben zur häuslichen Wasserversorgung (Haustyp, Art der Wasserversorgung) konnten aus Fragebögen und Meldedaten in 18 Fällen (25%, n=72) entnommen werden. Die anderen Zusatzinformationen waren diesbezüglich nicht eindeutig oder enthielten keine Information. In elf Fällen lagen Informationen entweder zum Haustyp oder zur Wasserversorgung vor, bei sieben Fällen fanden sich Angaben zu beidem. Zusammengefasst wurden angegeben: Mehrfamilienhaus (11) oder Einfamilienhaus (2), Wasserversorgung zentral (8) bzw. dezentral (5). Acht Patientinnen und Patienten hatten Kontakt mit Aerosolbildner, vier davon durch Beatmungstherapie, eine durch Frisörbesuch, einer im Urlaub, einer im Therapiebad und einer auf der Arbeitsstelle. Aufgrund der geringen Zahl an Erkrankungen, für die diese Angaben vorliegen, ist die Bewertbarkeit stark eingeschränkt. Vereinzelt liegen Angaben zu Untersuchungen der Trinkwasser-Installation nach Trinkwasser-Verordnung vor, es sind jedoch zu wenige, um bewertet werden zu können. Aus den vorhandenen Informationen wird ersichtlich, dass die Altersverteilung typisch für Legionellose- Erkrankungen in Deutschland ist. Zudem weist ein nicht unerheblicher Anteil der Fälle schwere Grunderkrankungen auf. Insgesamt konnte aus den vorliegenden Angaben kein Hinweis auf eine zeitlich oder örtlich zusammenhängende Infektionshäufung oder -quelle hergestellt werden. Anhand der Informationen lassen sich keine Anhaltspunkte für die hohe Inzidenz im Land Berlin finden. Die Situation der Legionellosen wird vom LAGeSo weiter engmaschig beobachtet.
Quellen: Legionellose-Erhebungsbogen Gesundheitsämter Berlin 2015 SurvNet-Abfrage Stand: 27.11.2015 SurvSat@RKI-Abfrage Stand: 27.11.2015

Für diesen Bericht danken wir Frau Sophia Pinecki Socias, MSc. Klinische Forschung in Internationaler Gesundheit an der Universität von Barcelona - ISGlobal. Sie absolviert derzeit ein Praktikum im LAGeSo.
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7. Tabellen (Datenstand: 02.12.2015 - 10:00 Uhr)
7.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen1 und Inzidenzen2)
1 2 3 4 5

/ / / / Erläuterungen am Ende der folgenden Seite

Berichtswoche
Fallzahl Inzidenz Todesfälle Fallzahl

kumulativ 2015
Inzidenz Todesfälle

kumul. 2014 Fallzahl

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis Borreliose3 Botulismus Brucellose Campylobacter-Enteritis CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) Clostridium difficile Denguefieber Diphtherie EHEC-Erkrankung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) Giardiasis Haemophilus influenzae, invasive Erkrankung Hepatitis A Hepatitis B Hepatitis C Hepatitis D Hepatitis E HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom) Influenza Keuchhusten4 Kryptosporidiose Legionellose Leptospirose Listeriose Masern Meningokokken, invasive Erkrankung MRSA, invasive Infektion Mumps4 Norovirus-Gastroenteritis Paratyphus Q-Fieber Rotavirus-Gastroenteritis Röteln, postnatal4 Salmonellose Shigellose Tuberkulose Tularämie Typhus abdominalis VHF (Chikungunya) Yersiniose Summe
5

0 3 0 0 41 0 3 0 0 2 0 10 0 4 0 8 0 1 1 0 11 0 2 0 0 0 1 9 2 50 0 0 5 1 9 3 1 0 0 0 1 168

0,00 0,09 0,00 0,00 1,17 0,00 0,09 0,00 0,00 0,06 0,00 0,28 0,00 0,11 0,00 0,23 0,00 0,03 0,03 0,00 0,31 0,00 0,06 0,00 0,00 0,00 0,03 0,26 0,06 1,42 0,00 0,00 0,14 0,03 0,26 0,09 0,03 0,00 0,00 0,00 0,03

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

5 587 1 1 2.903 3 138 49 1 88 0 333 24 44 60 388 2 59 3 3.132 607 137 87 5 16 1.243 11 281 43 2.593 3 5 1.380 6 473 79 339 1 9 17 62

0,14 16,69 0,03 0,03 82,53 0,09 3,92 1,39 0,03 2,50 0,00 9,47 0,68 1,25 1,71 11,03 0,06 1,68 0,09 89,04 17,26 3,89 2,47 0,14 0,45 35,34 0,31 7,99 1,22 73,72 0,09 0,14 39,23 0,17 13,45 2,25 9,64 0,03 0,26 0,48 1,76

0 0 0 0 1 2 56 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 6 0 1 1 2 16 0 0 0 0 0 0 0 0 12 0 0 0 0 98

16 614 0 6 2.855 7 120 50 0 75 3 319 26 31 69 544 1 23 3 472 657 115 66 8 28 38 21 259 46 2.706 3 4 1.392 3 610 86 324 1 5 14 68 11.688

1 15.218

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7.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche (Fallzahlen1)
Mitte FriedrichshainKreuzberg Pankow CharlottenburgWilmersdorf Spandau SteglitzZehlendorf TempelhofSchöneberg Neukölln TreptowKöpenick MarzahnHellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Summe

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis Borreliose
1

1 30 0 0 245 0 11 6 1 11 42 2 8 16 59 0 7 0 277 36 22 7 0 2 148 3 27 6

1 46 0 0 209 0 7 13 0 10 52 1 2 14 40 0 3 0 169 57 20 6 1 4 170 1 15 4 105 1 0 65 2 32 11 18 0 1 2 4

1 108 1 1 366 0 12 5 0 4 47 2 4 2 42 0 7 0 558 121 17 5 0 1 134 0 30 4 350 1 0 102 0 42 12 18 0 0 3 5

1 29 0 0 0 8 3 0 13 23 1 1 4 28 0 4 0 36 9 9 0 0 59 0 21 6 0 0 89 0 26 9 29 1 2 0 6

0 24 0 0 1 9 1 0 2 12 3 5 4 16 0 3 0 19 7 1 0 0 63 0 24 1 0 0 76 1 22 0 22 0 0 2 2

0 60 0 0 286 0 19 3 0 10 17 1 2 4 40 0 4 1 349 68 4 11 0 1 43 0 28 1 434 0 1 185 0 66 1 12 0 1 2 8

1 50 0 0 307 0 12 3 0 12 39 3 8 5 22 1 7 0 358 48 15 11 0 0 115 1 28 6 291 0 0 149 1 55 16 27 0 2 3 7

0 30 0 0 254 0 9 3 0 7 51 6 8 3 38 1 7 1 209 39 14 13 1 3 175 2 34 3 234 1 0 190 1 51 10 27 0 1 1 5

0 60 0 0 159 0 16 2 0 2 19 1 1 0 17 0 3 0 163 67 7 0 0 3 66 0 15 3 166 0 1 144 0 27 3 13 0 0 0 4 962

0 90 0 0 194 0 11 6 0 5 7 3 1 1 12 0 2 1 147 47 5 5 1 1 63 0 22 4 118 0 2 176 0 43 1 11 0 1 1 6 987

0 30 0 0 193 2 15 3 0 8 12 0 1 4 6 0 7 0 128 32 9 3 0 1 68 0 8 2 180 0 0 56 1 31 4 113 0 0 0 6

0 30 0 0 219 0 9 1 0 4 12 1 3 3 68 0 5 0 272 37 8 16 2 0 139 4 29 3 260 0 0 83 0 32 0 18 0 0 1 5

5 587 1 1 2.903 3 138 49 1 88 333 24 44 60 388 2 59 3 3.132 607 137 87 5 16 1.243 11 281 43 2.593 3 5 1.380 6 473 79 339 1 9 17 62 15.218

Botulismus Brucellose Campylobacter-Enteritis CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) Clostridium difficile Denguefieber Diphtherie EHEC-Erkrankung Giardiasis Haemophilus influenzae, inv. Erkr. Hepatitis A Hepatitis B Hepatitis C Hepatitis D Hepatitis E HUS (Hämol.-urämisches Syndrom) Influenza Keuchhusten4 Kryptosporidiose Legionellose Leptospirose Listeriose Masern Meningokokken, inv. Erkrankung MRSA, invasive Infektion Mumps4 Norovirus-Gastroenteritis Paratyphus Q-Fieber Rotavirus-Gastroenteritis Röteln Salmonellose Shigellose Tuberkulose Tularämie Typhus abdominalis Virale hämorrhagische Fieber Yersiniose Summe
5

289 182

352 150

161 0 1 65 0 46 12 31 0 1 2 4

186 108

1.290 1.086 2.005 1.244 760 1.662 1.603 1.432

923 1.264

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 48/2015

1 Veröffentlichung der Fälle entspr. Referenzdefinition des RKI (U. a. weichen wegen noch nicht erfolgter Freigabe durch das RKI die Fallzahlen von den beschriebenen Einzelfällen ab) / 2 Die angegebenen Inzidenzen sind berechnet als Fallzahl pro 100.000 Einw. Dabei wird die Einwohnerzahl Berlins von 3.517.424 mit Stand vom 31.12.2013 zugrunde gelegt. (Datenquelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg) / 3 Arzt- und Labormeldepflicht in Berlin seit 07.04.2013 (vorher nur Arztmeldepflicht) / 4 Meldepflicht seit 29.03.2013 / 5 Angabe nur lab. best. Fälle (o. aggregierte Daten)

17

7.3. Übersicht Salmonellenserovare bzw. -gruppen bis zur Berichtswoche (Fallzahlen und Anteile) Rangfolge der in 2015 gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. Serogruppen, kumuliert bis einschließlich der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Rang
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere Differenzierung
S.Enteritidis S.Typhimurium Salmonella der Gruppe B Salmonella der Gruppe D1 Salmonella der Gruppe C1 S.Infantis S.Derby S.Agona S.Virchow Salmonella der Gruppe E S.Bovismorbificans S. Will andere Serovare* ohne / nicht eindeutige Angabe Serovar nicht ermittelbar gesamt

Gruppe
D1 B

n 2015
128 89 72 32 24

Anteil %
27,1% 18,9% 15,3% 6,8% 5,1% 3,8% 2,3% 1,3% 0,8% 0,8% 0,6% 0,6% 10,2% 0,4% 5,9% 100,0

n 2014
121 169 70 30 14 16 50 9 5 3 3 0 77 21 22 610

Anteil %
19,8% 27,7% 11,5% 4,9% 2,3% 2,6% 8,2% 1,5% 0,8% 0,5% 0,5% 0,0% 12,6% 3,4% 3,6% 100,0

C1 B B C1 C2 - C3 C1

18 11 6 4 4 3 3 48 2 28 472

*

In der Kategorie „andere Serovare / Gruppen“ werden Serovare, die bisher nur weniger als dreimal nachgewiesen wurden, und andere nicht häufige Gruppen zusammengefasst.

Rangfolge der gemäß IfSG übermittelten Salmonellenserovare bzw. -gruppen kumuliert - aktuelle Berichtswoche
Rang
1 2 3 4

Serovar bzw. Gruppe ohne weitere Differenzierung
S.Enteritidis Salmonella der Gruppe B S.Typhimurium Salmonella der Gruppe E gesamt

Fallzahl
2 2 4

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8. Grafiken der wöchentlichen Fallzahlen 2015 mit Vorjahresvergleich (Datenstand: 02.12.2015 - 10:00 Uhr)
Campylobacter
120 2015 2014 100

80

Anzahl Fälle

60

40

20

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52

Wochen

Giardiasis
20 2015 2014 15

Anzahl Fälle

10

5

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52

Wochen

Norovirus-Gastroenteritis
(nur klinisch-labordiagnostisch bestätigte Fälle)
175 2015 2014 150

125

Anzahl Fälle

100

75

50

25

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52

Wochen

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Salmonellose
35 2015 2014

30

25

Anzahl Fälle

20

15

10

5

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52

Wochen

Rotavirus-Erkrankung
140 2015 2014 120

100

Anzahl Fälle

80

60

40

20

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52

Wochen

Tuberkulose
20 2015 2014 16

Anzahl Fälle

12

8

4

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52

Wochen

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