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Full text: Epi-Info Issue 2015,25

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Wochenbericht
Epidemiologischer Wochenbericht für die Meldewoche 25/2015 über die im Land Berlin gemäß IfSG erfassten Infektionskrankheiten
herausgegeben am 25. Juni 2015

Epi -Info

Inhalt 1. Allgemeine Lage 2. Besondere Fälle 3. Ausbrüche
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG 3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG 3.3. Besondere Ausbrüche - Masernausbruch in Berlin

4. Besondere Hinweise
4.1. MERS-Coronavirus: Ausbruch außerhalb der arabischen Halbinsel 4.2. MERS-Coronavirus: Neues Flussschema des RKI 4.3. Epidemiologisches Bulletin 25/2015 4.4. Ebola-Virus: Neue Erkenntnisse zur Evolution und zum Verlauf der Epidemie in Westafrika 4.5. Läuse- und Nissenkamm: Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis

5. Spezial
Präventionsgesetz: Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention

6. Tabellen
6.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen und Inzidenzen) 6.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche (Fallzahlen)

7. Grafiken der wöchentlichen Fallzahlen im Berichtsjahr mit Vorjahresvergleich
Campylobacter, Legionellose, Salmonellose

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Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo) Fachgruppe Infektionsepidemiologie und umweltbezogener Gesundheitsschutz (I C 2) Hr. Schubert / Fr. Hentschel / Fr. Hoffmann / Fr. Wendt / Fr. Dr. Simon / Hr. PD Dr. Werber Turmstraße 21 Haus A, 10559 Berlin, Tel. 90229-2427/-2428/-2420/-2432/-2430/-2421, Fax: (030) 90229-2096 Groupmail: infektionsschutz@lageso.berlin.de, Groupfax-IfSG: (030) 90283385, www.berlin.de/lageso/gesundheit/index.html Neben dem statistischen Teil enthalten die Berichte im Textteil auch allgemeine und weiterführende Informationen, deren Interpretation infektiologischen und epidemiologischen Sachverstand und Kenntnisse über die Datengrundlagen erfordern. Eine Weitergabe sowie Be- und/oder Verarbeitung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist ohne Genehmigung des Herausgebers nicht zulässig. © 2015

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 25/2015

Link zum Download der Wochenberichte des LAGeSo

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1. Allgemeine Lage
Mit 22 Neuerkrankungen wurde in der Berichtswoche annähernd die dreifache Zahl an Masernfällen übermittelt als in der Vorwoche (n=8), ohne das größere lokalisierte Infektionsgeschehen berichtet wurden. Aufgrund der deutlichen Schwankungen in den wöchentlichen Fallzahlen im aktuellen Masernausbruch erlaubt die Betrachtung einer einzigen Meldewoche keine Einschätzung des Trends. Bezogen auf die Kalendermonate ist er seit April 2015 abnehmend, ohne das ein Ende des Ausbruchs bisher absehbar ist. Insgesamt werden dem Ausbruch, der in der 41. MW 2014 begann, 1.312 Fälle zugerechnet, davon 1.191 im Jahr 2015 (siehe unter 3.3.). Bei den weiteren Meldekategorien traten im Vergleich zur Vorwoche keine auffälligen Änderungen auf (siehe unter 2. und 6.). Im Berichtszeitraum wurden insgesamt drei kleinere Ausbrüche nicht-nosokomialen Ursprungs übermittelt (siehe unter 3.1.).

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2. Besondere Fälle (Datenstand: 24.06.2015 - 12:00 Uhr)
Influenza GA Friedrichshain-Kreuzberg Erkrankung eines 43-jährigen Mannes mit typischer Symptomatik, die drei Tage nach Rückkehr von einem zweiwöchigen Aufenthalt in Tansania begann. Aus dem Nasenabstrich wurde mittels PCR das Influenza-Virus B - Yamagata-Linie nachgewiesen. Der Mann hatte keinen Impfschutz. Legionellose GA Steglitz-Zehlendorf Erkrankung einer 75-jährigen Frau mit Lungenentzündung. Aus Urin erfolgte der Nachweis von Legionella pneumophila, Serogruppe 1. Die Erkrankte wurde hospitalisiert. Hinweise zur Exposition wurden nicht angegeben. Masern GA Neukölln Ein Berliner Erwachsener erkrankte am 28.05.2015 mit allg. Unwohlsein und Verdacht auf eine Erkältung. Am Folgetag, 29.05.2015 flog er mit seiner Familie nach Italien. Vor Ort suchte der Erkrankte zweimal ein Krankenhaus auf, zwei verschiedene Ärzte diagnostizierten unabhängig voneinander jeweils eine Allergie, obwohl er gegenüber den Ärzten einen Masernverdacht angab. Rückflug nach Berlin war am 12.06 2015. Der Mann suchte nach Rückkehr in Berlin einen Arzt auf, der eine Laboruntersuchung veranlasste. Bei ihm wurde ein positiver IgM-Antikörper-Nachweis festgestellt. Während des Flugs nach Italien sowie während des Urlaubs in Italien bestanden Infektionsgefahren für andere Fluggäste bzw. Touristen (diverse Ausflüge). Das betroffene Gesundheitsamt hat die italienischen Gesundheitsbehörden über den Fall informiert. Über evtl. bekanntwerdende Kontaktfälle in anderen Bezirken bittet das LAGeSo, neben der üblichen Übermittlung, um Mitteilung per E-Mail an die Adresse: Infektionsschutz@lageso.Berlin.de. VHF (Chikungunya) GA Pankow Während ihres zweimonatigen Aufenthalts in Äquatorialguinea erkrankte eine 34-jährigen Frau mit Fieber und Petechien. Die labordiagnostische Abklärung nach ihrer Rückkehr erbrachte den Nachweis der Infektion.

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3. Ausbrüche (Datenstand: 24.06.2015 - 12:00 Uhr)
3.1. Ausbrüche durch meldepflichtige Erreger / Krankheiten übermittelt gemäß §11(1) IfSG Gesamtzahl der Häufungen nach Erregern / Krankheiten und Fallzahlen bzw. Fallzahlspannen in der Berichtswoche
Erreger / Krankheit Campylobacter Rotavirus Salmonellose Summe / Spanne Zahl der Ausbrüche 1 1 1 3 Fallzahl pro Ausbruch 2 2 2 2

3.2. Nosokomiale Ausbrüche übermittelt gemäß §11(2) IfSG Kumulative Übersicht 2015 bis einschließlich der Berichtswoche (ohne Norovirus)
Erreger Clostridium difficile Enterococcus faecium (VRE) Influenza A Klebsiella pneumoniae (3MRGN) Klebsiella pneumoniae (3MRGN / 4MRGN) MRSA Pseudomonas aeruginosa (3MRGN) Rotavirus Serratia marcescens Summe / Spanne Zahl der Ausbrüche 2 2 3 3 1 3 1 3 1 19 Fallzahl pro Ausbruch 6-8 3 - 11 2 - 18 5-8 10 2-4 2 4-9 4 2 - 18 Gesamtfallzahl 15 14 25 23 10 10 2 17 4 120

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3.3. Besondere Ausbrüche Masern: Ausbruch in Berlin
(von der Berichtswoche abweichender Datenstand; Fortschreibung aus den Vorwochen) In der 25. Meldewoche (MW) wurden 22 neu gemeldete Masernerkrankungen übermittelt (Stand 24.06.2015; 12:00 Uhr). Damit ist die Zahl der Neuerkrankungen in dieser Berichtswoche etwa dreimal so hoch wie in der Vorwoche (N=8) (s. Abb.). Trotz der Schwankungen der gemeldeten Masernfälle, dargestellt nach Meldewoche, ist der Trend der Anzahl der Fälle nach Meldemonat abnehmend. Nach der höchsten Anzahl an Neuerkrankungen pro Meldemonat im März (N=300), nimmt die monatliche Fallzahl seit April stetig ab (bisher im Juni N=50).
Gemeldete Masernfälle Gleitender Mittelwert (3-Wochen Fenster) 90 80 70

100

Anzahl der Fälle

60 50 40 30 20 10 0 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 2014 Meldewoche 2015

Abb.: Zeitlicher Verlauf der Masernfälle in Berlin seit 41. MW 2014 mit gleitendem Mittelwert (Fenster 3 Wochen) - nach Meldewoche (N=1.312, Stand 24.06.2015, 12.00 Uhr)

Quelle: LAGeSo

Insgesamt sind 1.312 Fälle (1.191 in 2015) seit der 41. MW 2014 übermittelt worden. Jüngster Erkrankungsbeginn ist der 20.06.2015. Bei der Abbildung ist zu beachten, dass die Fallzahlen insbesondere für die aktuelle Meldewoche (26/2015) noch unvollständig sind. Fälle wurden aus zehn Bezirken gemeldet, wobei die größte Anzahl von Meldungen an Masernerkrankungen für die letzte Berichtswoche aus den Bezirken Tempelhof-Schöneberg, CharlottenburgWilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf (jeweils N=4) übermittelt wurden. Lediglich 6 der 22 gemeldeten Fälle lassen sich einer Häufung zuordnen (insgesamt 4 Häufungen), womit das Ausbruchsgeschehen auch in der beschriebenen Meldewoche seinen Charakter mit einer überwiegend diffusen Verteilung der Fälle innerhalb der Berliner Bevölkerung beibehält. Die Anzahl der Neuerkrankungen bezogen auf die Berliner Bevölkerung ist in dem Ausbruch unverändert in Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Reinickendorf am höchsten. Inzidenzen unterhalb des Durchschnitts für ganz Berlin finden sich weiterhin vor allem in Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf (s. Tab.1). Der Anteil der Asylsuchenden unter den Erkrankten liegt insgesamt bei 11%; im Jahr 2015 beträgt dieser Anteil 7%. Für 9% (112/1.312) der Fälle liegt diese Information noch nicht vor. Das mediane Alter aller Fälle beträgt 16 Jahre (Interquartilsspanne 4-29 Jahre), 55% der Fälle sind männlich. Die größte Anzahl an Erkrankungsfällen unter der Berliner Bevölkerung tritt unter Erwachsenen auf. Hingegen liegt die höchste Inzidenz unverändert bei Kindern unter einem Jahr (3.463,1/1.000.000 Einw.), bei denen zu einem großen Teil noch kein Impfschutz vorliegen kann, ———————————————————————————————————————————
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Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg Neukölln Reinickendorf Mitte Tempelhof-Schöneberg Pankow Marzahn-Hellersdorf Treptow-Köpenick Spandau Lichtenberg Steglitz-Zehlendorf Charlottenburg-Wilmersdorf Gesamt Altersgruppen
(in Jahren)

Fallzahl *
N (%)

Inzidenz
[pro 1 Mio. Einw.]

163 (14) 176 (15) 124 (11) 130 (11) 113 (10) 128 (11) 66 (6) 59 (5) 51 (4) 58 (5) 46 (4) 50 (4) 1.164 (100)

591,2 540,3 488,2 364,7 336,5 333,0 257,6 236,5 221,3 216,0 153,7 153,2 326,8 Inzidenz
Tab. 1: Fallzahl und Inzidenz der Masernfälle in Berlin seit 41. MW - nach Bezirk (N=1.164, Stand 24.06.2015, 12.00 Uhr)

* Zur Darstellung von Fallzahl und Inzidenz sind Fälle ausgenommen, die von den Gesundheitsämtern als asylsuchend übermittelt wurden (N=148); Berechnungsgrundlage ist die Bevölkerungsstruktur Berlins nach Bezirken (Quelle: Amt für Statistik BerlinBrandenburg)

Quelle: LAGeSo

Fallzahl *
N (%)

[pro 1 Mio. Einw.]

<1 1 2-5 6 - 17 18 - 43 44+ Summe

115 (10) 96 (8) 92 (8) 260 (22) 528 (45) 73 (6) 1.164 (100)

3.463,1 2.768,2 694,6 769,2 403,7 42,5 326,8

* Zur Darstellung von Fallzahl und Inzidenz sind Fälle ausgenommen, die von den Gesundheitsämtern als asylsuchend übermittelt wurden (N=148; Berechnungsgrundlage ist die Bevölkerungsstruktur Berlins nach Bezirken (Quelle: Amt für Statistik BerlinBrandenburg)

Tab. 2: Fallzahl und Inzidenz der Masernfälle in Berlin seit 41. MW - nach Altersgruppen (N=1.164, Stand 24.06.2015, 12.00 Uhr)

Quelle: LAGeSo

gefolgt von Kindern im zweiten Lebensjahr (2.768,2/1.000.000 Einw.). Insgesamt haben Kinder und Jugendliche eine höhere Inzidenz als Erwachsene. Die niedrigste Inzidenz findet sich bei Erwachsenen in der Altersgruppe ab 44 Jahre (s. Tab.2). Für 326 (25%) der Fälle ist übermittelt, dass sie hospitalisiert wurden und ein Kind verstarb auf Grund der Masernerkrankung (s. Bericht 8. MW). Komplikationen wurden für zwölf Fälle berichtet (neun Fälle mit Otitis media, drei Fälle mit Lungenentzündung). Von 1.227 Fällen mit vorliegender Information wurde für 1.060 (86%) angegeben, dass sie nicht geimpft und für 167, dass sie geimpft waren (36x 2 Impfungen, 90x 1 Impfung, 41x ohne Angabe). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass den Gesundheitsämtern nicht in allen Fällen ein Impfpass zur Erhebung des Impfstatus zur Verfügung steht. Es konnten bisher 910 Fälle labordiagnostisch bestätigt werden. Nach vorläufigen Ergebnissen liegt bei allen 285 Fällen mit durchgeführter Genotypisierung der Genotyp D8 vor, davon bei 252 Fällen eine identische Masernvirusvariante und bei 33 Fällen eine eng verwandte Virusvariante. Wir bitten die Gesundheitsämter weiterhin, Untersuchungsmaterial an das NRZ einzusenden.

 Bis auf Weiteres finden Sie tagesaktuelle Fallzahlen auf der LAGeSo-Homepage unter
www.berlin.de/lageso/gesundheit/infektionsschutz/
Quelle: LAGeSo Abb.: LAGeSo

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4. Besondere Hinweise
4.1. MERS-Coronavirus: Ausbruch außerhalb der arabischen Halbinsel Mit Datenstand vom 24.06.2015 berichtet die WHO (Western Pacific Region) 179 Fälle von MERS-Coronavirus, darunter 178 Fälle in Südkorea und ein Fall in China, der zuvor in Südkorea als Kontaktperson identifiziert worden war. Die Zahl der durch die Infektion Verstorbenen stieg von 19 Fällen in der Vorwoche auf nunmehr 27. Insgesamt ist die epidemische Kurve, selbst unter Berücksichtigung eines Meldeverzugs, deutlich fallend. Auch die Zahl der unter Beobachtung stehenden Personen ist deutlich gesunken. Dieses deutet darauf hin, dass es den Behörden zunehmend gelingt, das Geschehen zu kontrollieren.

Epicurve der bestätigten Fälle und Todesfälle in der Republik Korea und China Quelle: WHO/24.06.2015

Die wichtigsten Empfehlungen wurden auf der WHOInternetseite veröffentlicht, darunter neu die nebenstehende verständliche Infografik zur Verhinderung von Ansteckungen: www.wpro.who.int/mediacentre/mers-hlmsg/en/. Weitere, ausführliche Informationen bietet die WHO über diese Seite: www.who.int/emergencies/mers-cov/en/ Thailand berichtet über einen ersten importierten Fall von MERS. Der 75-Jährige erkrankte am 10.06.2015 im Oman und flog zur medizinischen Versorgung am 15.06.2015 nach Thailand. Dort wurde am 18.06.2015 MERS-CoV nachgewiesen. Es befinden sich 59 Kontaktpersonen in Quarantäne. 4.2. MERS-Coronavirus: Neues Flussschema des RKI Das RKI hat ein Flussschema zur Abklärung von MERS-Verdachtsfällen erstellt, welches die
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bestehende Falldefinition und die wichtigsten sonstigen Informationen auf einer Seite zusammenfasst. Das Dokument wird auf folgender RKI-Webseite zur Verfügung gestellt: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/M/MERS_Coronavirus/Flussschema_MERS.pdf.
Quelle: WHO/WPRO/ECDC/RKI

4.3. Epidemiologisches Bulletin 25/2015 Im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) Nr. 25/2015 vom 22.06.2015 ist der vollständig überarbeitete Ratgeber für Ärzte zum Thema HantavirusInfektionen erschienen. Hantaviren werden von kleinen Säugetieren beherbergt. Bei Übertragung auf den Menschen können sie in Abhängigkeit von der Virusspezies verschiedenartige Krankheitsbilder mit unterschiedlich schwerem Verlauf verursachen. In Deutschland wie auch in West-, Nord- und Mitteleuropa manifestiert sich die Hantavirus-Infektion in der Regel als milde Form des Hämorrhagischen Fiebers mit renalem Syndrom, die auch Nephropathia epidemica genannt wird. Die Leitsymptome sind hohes Fieber, Myalgien, Kopfschmerz, gastrointestinale Beschwerden und akutes Nierenversagen. Für die Berliner Gesundheitsämter wird der neue Ratgeber als PDF in UMINFO BERLIN zum Download bereitgestellt. Download-Link des Epidemiologischen Bulletins:
www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2015/25/Tabelle.html.
Quelle: RKI/LAGeSo

4.4. Ebola-Virus: Neue Erkenntnisse zur Evolution und zum Verlauf der Epidemie in Westafrika Wissenschaftler des EU-Projekts „EVIDENT“ untersuchten rund 180 Patientenproben aus der Ebola-Epidemie in Westafrika, um ungeklärten Fragen nach dem Ursprung der Epidemie in den einzelnen Ländern und der Evolution des Virus nachzugehen. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift „Nature“ publiziert. Die bisher größte Ebola Epidemie breitete sich im Jahr 2014 rasant in Westafrika aus und forderte bis zum heutigen Tag mehr als 11.000 Tote. Über den Ursprung der Epidemie und den Verlauf der Ausbreitung lagen bislang nur epidemiologische Daten vor. Seit Beginn des Ausbruchs im März 2014 waren Teams von Wissenschaftlern des „European Mobile Laboratory Project“ (EMLab) vor Ort in Guinea, um Ebola-Diagnostik durchzuführen. Die in diesem Zusammenhang gesammelten Proben von Ebola-Patienten dienten den Wissenschaftlern nun für eine genauere Charakterisierung des Virus. In der aktuellen Studie wurde die Evolution des Ebola-Virus, also die Veränderung seines Erbguts, mithilfe moderner Sequenziertechniken und mathematischer Modelle zurückverfolgt. Die Berechnungen zeigen, dass das Virus im Dezember 2013 in Guinea nur ein einziges Mal vom Tierreich auf den Menschen übertragen wurde, was frühere epidemiologische Annahmen bestätigt. Von Guinea breitete es sich Ende April nach Sierra Leone und Liberia aus. Berichte über Veränderungen im Erbgut des Virus sorgten 2014 für Aufsehen. Die Folgen
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könnten eine schnellere Ausbreitung des Virus und Wirkungsverlust von Medikamenten und Impfstoffen sein. Die neue Studie zeigt jedoch, dass die Evolution des Virus langsamer verläuft als angenommen und dass die Veränderungen nur selten in dem für Impfungen wichtigen Oberflächenprotein beobachtet werden. Diese Ergebnisse lassen hoffen, dass Impfstoffe, die sich derzeit in klinischen Studien befinden, auch in Zukunft wirksam sind. Download: www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature14594.html
Quelle: BNI/Nature

4.5. Läuse- und Nissenkamm: Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis Der GKV-Spitzenverband hat den NYDA® Läuse- und Nissenkamm in das Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen. Ab sofort ist der ergonomische Metallkamm gleichzeitig mit der Verordnung eines Pedikulozids über die Krankenkassen erstattungsfähig. Es handelt sich um den bekannten Metallkamm mit besonders eng stehenden, langen Metallzinken, die eine zuverlässige Diagnose und Nachbehandlung der Pediculosis capitis ermöglichen. In Kombination mit der Verordnung eines Pedikulozids ist der Metallkamm (Artikel-Nr. 7377850101 / PZN 05357095) nach §139 SGBV im Hilfsmittelverzeichnis mit der Nr. 99.17.02.0001 als erstattungsfähiges Hilfsmittel geführt. Damit ist dieser Läuse- und Nissenkamm das einzige verordnungsfähige Hilfsmittel in diesem Therapiebereich.
Quelle: Pohl-Boskamp

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5. Spezial
Präventionsgesetz: Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention Der Deutsche Bundestag hat am 18.06.15 das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) verabschiedet. Mit dem neuen Gesetz soll die Gesundheitsförderung direkt im Lebensumfeld – in der Kita, der Schule, am Arbeitsplatz und im Pflegeheim befördert, Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterentwickelt und der Impfschutz verbessert werden. Ziel ist es, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie entstehen. Im Präventionsgesetz ist auch eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft der Pflegeversicherung enthalten. Dem Spitzenverband der Pflegekassen wird der gesetzliche Auftrag erteilt, mit der Erarbeitung von Änderungen der Begutachtungs-Richtlinien zu beginnen. Mit dieser Regelung wird im Vorgriff auf das kommende Zweite Pflegestärkungsgesetz die rechtzeitige Vorbereitung der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs sichergestellt. Die wesentlichen Inhalte des Präventionsgesetzes: • Es setzt auf die zielgerichtete Zusammenarbeit der Akteure in der Prävention und Gesundheitsförderung: Neben der gesetzlichen Krankenversicherung werden auch die gesetzliche Rentenversicherung und die gesetzliche Unfallversicherung, die Soziale Pflegeversicherung und auch die Unternehmen der privaten Krankenversicherung eingebunden. In einer Nationalen Präventionskonferenz legen die Sozialversicherungsträger unter Beteiligung insbesondere von Bund, Ländern, Kommunen, der Bundesagentur für Arbeit und der Sozialpartner gemeinsame Ziele fest und verständigen sich auf ein gemeinsames Vorgehen. Die Soziale Pflegeversicherung erhält einen neuen Präventionsauftrag, um künftig auch Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen mit gesundheitsfördernden Angeboten erreichen zu können. Das Präventionsgesetz fördert durch eine Reihe gesetzlicher Maßnahmen die Impfprävention. Künftig soll der Impfschutz bei allen Routine-Gesundheitsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie den Jugendarbeitsschutzuntersuchungen überprüft werden. Auch Betriebsärzte sollen künftig allgemeine Schutzimpfungen vornehmen können. Bei der Aufnahme eines Kindes in die Kita muss ein Nachweis über eine ärztliche Impfberatung vorgelegt werden. Beim Auftreten von Masern in einer Gemeinschaftseinrichtung (z. B. Kita, Schule, Hort) können die zuständigen Behörden ungeimpfte Kinder vorübergehend ausschließen. Medizinische Einrichtungen dürfen die Einstellung von Beschäftigten vom Bestehen eines erforderlichen Impf- und Immunschutzes

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abhängig machen. Zudem können Krankenkassen Bonus-Leistungen für Impfungen vorsehen. • Das Gesetz sieht vor, dass die bestehenden Gesundheits- und Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterentwickelt werden. Künftig soll ein stärkeres Augenmerk auf individuelle Belastungen und auf Risikofaktoren für das Entstehen von Krankheiten gelegt werden. Ärztinnen und Ärzte erhalten die Möglichkeit, Präventionsempfehlungen auszustellen und damit zum Erhalt und zur Verbesserung der Gesundheit ihrer Patienten beizutragen. Die Kranken- und Pflegekassen werden künftig mehr als 500 Mio. Euro für Gesundheitsförderung und Prävention investieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Gesundheitsförderung in den Lebenswelten wie Kita, Schule, Kommunen, Betrieben und Pflegeeinrichtungen mit insgesamt mindestens rund 300 Mio. Euro jährlich. Auf Grundlage einer nationalen Präventionsstrategie verständigen sich die Sozialversicherungsträger mit den Ländern und unter Beteiligung der Bundesagentur für Arbeit und den kommunalen Spitzenverbänden auf die konkrete Art der Zusammenarbeit bei der Gesundheitsförderung insbesondere in den Kommunen, in Kitas, Schulen, in Betrieben und in Pflegeeinrichtungen. Die finanzielle Unterstützung der gesundheitlichen Selbsthilfe wird durch das Präventionsgesetz um rund 30 Mio. Euro erhöht. Für Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen stellen die Krankenkassen ab dem Jahr 2016 je Versicherten 1,05 Euro zur Verfügung.

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Der Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) ist als Drucksache 18/4282 (18. Wahlperiode) vom 11.03.2015 veröffentlicht und über diesen Link auf den Seiten des Ministerium für Gesundheit als PDF abrufbar:
www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/P/ Praeventionsgesetz/141217_Gesetzentwurf_Praeventionsgesetz.pdf

Quelle: BMG Abb.: bschpic/pixelio, CFalk/pixelio

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6. Tabellen (Datenstand: 24.06.2015 - 12:00 Uhr)
6.1. Übersicht der Berichtswoche im Vergleich zum Vorjahr (Fallzahlen1 und Inzidenzen2)
1 2 3 4 5

/ / / / Erläuterungen am Ende der folgenden Seite

Berichtswoche
Fallzahl Inzidenz Todesfälle Fallzahl

kumulativ 2015
Inzidenz Todesfälle

kumul. 2014 Fallzahl

Krankheit bzw. Infektionserreger
Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis Borreliose3 Botulismus Brucellose Campylobacter-Enteritis CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) Clostridium difficile Denguefieber Diphtherie EHEC-Erkrankung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) Giardiasis Haemophilus influenzae, invasive Erkrankung Hepatitis A Hepatitis B Hepatitis C Hepatitis D Hepatitis E HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom) Influenza Keuchhusten4 Kryptosporidiose Legionellose Leptospirose Listeriose Masern Meningokokken, invasive Erkrankung MRSA, invasive Infektion Mumps4 Norovirus-Gastroenteritis Paratyphus Q-Fieber Rotavirus-Gastroenteritis Röteln, postnatal4 Salmonellose Shigellose Tuberkulose Tularämie Typhus abdominalis VHF (Chikungunya) Yersiniose Summe
5

0 4 0 0 31 0 2 0 0 0 0 4 0 0 0 13 0 2 0 1 9 3 1 0 0 22 0 4 0 10 0 0 18 0 8 1 1 0 0 1 2 137

0,00 0,11 0,00 0,00 0,88 0,00 0,06 0,00 0,00 0,00 0,00 0,11 0,00 0,00 0,00 0,37 0,00 0,06 0,00 0,03 0,26 0,09 0,03 0,00 0,00 0,63 0,00 0,11 0,00 0,28 0,00 0,00 0,51 0,00 0,23 0,03 0,03 0,00 0,00 0,03 0,06

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

2 127 1 0 1.315 1 77 23 1 32 0 161 14 12 29 214 2 22 1 3.115 348 53 50 4 4 1.188 9 129 22 1.752 1 1 1.096 4 185 22 152 0 6 12 33

0,06 3,61 0,03 0,00 37,39 0,03 2,19 0,65 0,03 0,91 0,00 4,58 0,40 0,34 0,82 6,08 0,06 0,63 0,03 88,56 9,89 1,51 1,42 0,11 0,11 33,77 0,26 3,67 0,63 49,81 0,03 0,03 31,16 0,11 5,26 0,63 4,32 0,00 0,17 0,34 0,94

0 0 0 0 0 1 35 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 2 0 0 1 2 3 0 0 0 0 0 0 0 0 7 0 0 0 0 52

7 194 0 2 1.145 5 58 26 0 44 0 184 19 15 44 265 1 11 0 459 342 51 27 3 13 9 14 138 31 1.900 1 2 1.177 3 319 39 182 0 1 4 38 6.773

0 10.220

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6.2. Bezirksübersicht kumulativ bis einschließlich der Berichtswoche (Fallzahlen1)
01 Mitte 02 FriedrichshainKreuzberg 03 Pankow 04 CharlottenburgWilmersdorf 05 Spandau 06 SteglitzZehlendorf 07 TempelhofSchöneberg 08 Neukölln 09 TreptowKöpenick 10 MarzahnHellersdorf 11 Lichtenberg 12 Summe Reinickendorf

Krankheit bzw. Infektionserreger

Adenovirus- (Kerato-) Konjunktivitis Borreliose
1

0 8 0 128 0 6 3 1 4 21 1 3 6 35 0 4 0 273 22 10 5 0 0 143 3 13 4 96 0 0 54 0 18 3 14 1 2 0 881

0 8 0 107 0 1 7 0 2 29 0 2 5 18 0 2 0 169 35 11 2 1 0 160 0 5 3 55 0 0 50 2 12 3 7 1 1 3

1 23 1 160 0 6 4 0 0 23 0 2 1 18 0 2 0 556 64 5 0 0 1 133 0 15 2 247 0 0 73 0 20 5 9 0 2 3

0 7 0 121 0 3 0 0 6 10 1 0 2 21 0 0 0 21 4 7 0 0 53 0 11 2 116 0 0 64 0 9 5 14 1 0 4

0 8 0 84 0 6 0 0 2 8 3 0 3 8 0 2 0 12 1 0 0 0 60 0 11 0 71 0 0 54 0 13 0 13 0 1 2

0 13 0 125 0 10 1 0 5 12 1 1 3 24 0 0 0 349 30 3 6 0 1 37 0 15 0 342 0 0 172 0 19 0 5 0 2 4

1 10 0 150 0 7 2 0 5 14 1 1 2 9 1 1 0 355 25 6 4 0 0 108 1 14 2 195 0 0 134 1 23 4 17 2 3 6

0 8 0 105 0 7 2 0 4 21 5 2 3 20 1 2 0 209 22 9 7 1 0 167 2 13 1 165 1 0 159 0 18 1 11 0 0 3 969

0 5 0 67 0 9 1 0 2 9 0 1 0 10 0 2 0 163 48 0 0 0 1 66 0 8 2 103 0 0 110 0 9 1 9 0 0 1 627

0 17 0 88 0 8 2 0 2 4 1 0 0 7 0 0 1 145 30 0 4 1 1 63 0 9 4 73 0 1 120 0 22 0 3 1 0 3 610

0 9 0 82 1 9 1 0 0 6 0 0 2 2 0 4 0 127 18 0 1 0 0 66 0 3 1 95 0 0 38 1 8 0 43 0 0 1 518

0 11 0 98 0 5 0 0 0 4 1 0 2 42 0 3 0 271 21 4 14 1 0 132 3 12 1 194 0 0 68 0 14 0 7 0 1 3

2 127 1 1.315 1 77 23 1 32 161 14 12 29 214 2 22 1 3.115 348 53 50 4 4 1.188 9 129 22 1.752 1 1 1.096 4 185 22 152 6 12 33

Botulismus Campylobacter-Enteritis CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) Clostridium difficile Denguefieber Diphtherie EHEC-Erkrankung Giardiasis Haemophilus influenzae, inv. Erkr. Hepatitis A Hepatitis B Hepatitis C Hepatitis D Hepatitis E HUS (Hämol.-urämisches Syndrom) Influenza Keuchhusten4 Kryptosporidiose Legionellose Leptospirose Listeriose Masern Meningokokken, inv. Erkrankung MRSA, invasive Infektion Mumps4 Norovirus-Gastroenteritis5 Paratyphus Q-Fieber Rotavirus-Gastroenteritis Röteln Salmonellose Shigellose Tuberkulose Typhus abdominalis Virale hämorrhagische Fieber Yersiniose Summe
1 2

349 149

701 1.376

831 511 1.180 1.104

912 10.220

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Epi-Info Wochenbericht Berlin Nr. 25/2015

Veröffentlichung der Fälle entsprechend Referenzdefinition des RKI (U. a. weichen wegen noch nicht erfolgter Freigabe durch das RKI die Fall zahlen von den beschriebenen Einzelfällen ab) Die angegebenen Inzidenzen sind berechnet als Fallzahl pro 100.000 Einwohner. Dabei wird die Einwohnerzahl Berlins von 3.517.424 mit Stand vom 31.12.2013 zugrunde gelegt. (Datenquelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg) 3 Arzt- und Labormeldepflicht in Berlin seit 07.04.2013 (vorher nur Arztmeldepflicht) / 4 Meldepflicht seit 29.03.2013 5 Angegeben sind nur labordiagnostisch bestätigte Fälle (ohne aggregierte Daten)

14

7. Grafiken der wöchentlichen Fallzahlen 2015 mit Vorjahresvergleich (Datenstand: 24.06.2015 - 12:00 Uhr)
Campylobacter
100 90 80 70 2015 2014

Anzahl Fälle

60 50 40 30 20 10 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52

Wochen

Legionellose
8 7 6 5 4 3 2 1 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52

2015 2014

Anzahl Fälle

Wochen

Salmonellose
35 2015 2014

30

25

Anzahl Fälle

20

15

10

5

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52

Wochen

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