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Full text: Vitako intern (Rights reserved) Issue2021,5 (Rights reserved)

Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier. Oktober 2021 | Nr. 5 VITAKO INTERN >>> LIEBE LESERINNEN UND LESER, die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und FDP laufen vor dem Hintergrund großer Herausforderungen für die Digitalpolitik öffentlicher IT – zahlreiche Fragen sind künftig zu klären. Ganz Wichtig: Wie kann die Umsetzung von kleineren bis zu umfassenden Vorhaben von Bund und Ländern mit Bezug zur Fläche künftig gelingen? Denn wenn es in der Bundesrepublik grundsätzlich um Verwaltungsdigitalisierung geht, der muss schlicht erst einmal von den Kommunen ausgehen. In über 11.00 Städten, Gemeinden und Landkreisen findet 80 Prozent der Verwaltungsleistung statt. • • • Wie funktioniert die bundesweite Verteilung von OZG-Services nach dem EfAPrinzip? Wie läuft die Anbindung von OZG-Verfahren an bestehende kommunale Strukturen des Backend – wer bezahlt jetzt und langfristig? Was passiert mit bisherigen Lösungen? Welchen Bestands- und Investitionsschutz gibt es auf kommunaler Ebene bei Konsolidierungen? • Langfristiger Betrieb und Support – was kommt nach Ende 2022, v. a. wie sieht die Finanzierung aus? (Der Bund erklärt, ihm seien die Hände gebunden, weil er keine direkten Beziehungen zu den Kommunen eingehen darf) Zu diesen Aspekten und weiteren Themen hat sich VITAKO kürzlich mit Staatssekretär Dr. Markus Richter ausgetauscht. Ein Interview mit dem Bundes-CIO dazu lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Vitako aktuell 04-2021 Anfang Dezember. Für VITAKO hängt der Erfolg langfristiger Digitalisierung sowohl von Bottom-up-Impulsen als auch von Top downSteuerung und gegenseitige Verknüpfungen beider Verfahren ab. So braucht es klare staatliche Vorgaben durch Standards, insbesondere für einheitliche Schnittstellen, um zu viele Insellösungen zu verhindern. Gleichzeitig ist vor Ort und projektspezifisch Raum zu lassen für kreative Lösungen, um strukturelle Besonderheiten integrieren zu können. Schließlich muss die operative Ebene mit ihrer unerlässlichen Expertise aus Ortskenntnissen und Erfahrungswissen weitaus stärker in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Dass die kommunalen IT-Dienstleister den Betrieb in der Fläche jeden Tag aufrechterhalten, zeigen die Beiträge dieser Ausgabe. Die vielfältige Zusammenarbeit der VITAKO-Mitglieder steht dabei einmal mehr im Mittelpunkt. Aus der Praxis erfahren Sie zudem, woran die Mitglieder AKDB, ekom21, gkd-el, GKD RE, GovConnect, KDN, krz, KRZN und regio iT schon jetzt arbeiten und welche Produkte, Leistungen und Strategien sie ihren zahlreichen öffentlichen Kunden, Gesellschaftern und Trägern bieten. WIR WÜNSCHEN INTERESSANTE LEKTÜRE, IHR VITAKO-TEAM <<< Verwaltungscloud(s) - wie kommen Effizienz, Usability und digitale Souveränität zusammen? Zum Thema öffentliche Verwaltungscloud fand am 1. September eine virtuelle InfoVeranstaltung mit und für die VITAKO-Mitglieder statt. Neben Dr. Johann Bizer und Ralf Sutorius von VITAKO sprachen als Gäste der CIO des BMF Harald Joos zur Multi-Cloud-Strategie der Bundesregie-rung sowie Dr. Andreas Reckert-Lodde aus dem BMI zum Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS). Zwei durch William Schmitt und Sören Kuhn moderierte Diskussionsphasen gaben Zeit, dass sich VITAKO-Mitglieder und -Vorstände mit den Gästen intensiv austauschen konnten. Zukunftskongress-Spezial vor der Wahl Der 8. Zukunftskongress Staat & Verwaltung findet Mitte Dezember statt – bereits Ende August gab es vorab eine Spezial-Veranstaltung „Deutschland vor der Wahl“. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen bei dem hybriden Event im Berliner Hotel de Rome zusammen. Mehrere Hundert weitere Interessierte nahmen die Möglichkeit wahr, den Kongress über einen Online-Live-Stream zu besuchen. Der VITAKO-Vorstandsvorsitzende Dr. Rolf Beyer (zweiter von rechts) unterstrich während eines Panels zur Zukunft öffentlicher IT, dass sich die kommunalen IT-Dienstleister seit Jahren konsolidieren, vielfach miteinander kooperieren und je nach Region auch im Wettbewerb untereinander stehen. Künftig werde man in größeren Strukturen, souverän mit eigener moderner Verwaltungscloud und aktiv durch die govdigital eG die Digitalisierung weiter voranbringen, so Beyer. Die kommunalen IT-Dienstleister kennen die Strukturen vor Ort und sehen sich nicht nur dafür zuständig, dass OZG/EfA-Leistungen „irgendwie“ entwickelt werden und in die Kommunen kommen, sondern dort auch bis ins Backend angebunden werden. Eine bürgerfreundliche Frontend-Anbindung sei wichtig, die eigentliche „Verwaltung“ findet aber dahinter statt, in den Fachverfahren, unterstrich Beyer. Diese seien unbedingt mitzudenken und effizient anzubinden. (Foto: Einhaus) KURZ GEMELDET Hochkarätiger Euritas-Summit in Brüssel Eine internationale Konferenz zur digitalen Souveränität der EU-Regierungen fand am 30. September in Brüssel statt. Die Veranstaltung versammelte Akteure aus nationalen und regionalen Regierungen, öffentlichen IT-Dienstleistern und EU-Institutionen. EURITAS-Präsident Markus Kaiser (Foto) vom österreichischen Bundesrechenzentrum (BRZ) unterstrich die Bedeutung der digitalen Unabhängigkeit europäischer öffentlicher Verwaltungen. „Digital souverän zu sein, ist für unsere Regierungen und Bürger:innen von größtem Interesse. Nur so können wir sicherstellen, dass die Daten nicht missbraucht oder gar als Pfand in politischen Krisen verwendet werden“, sagte Kaiser. (Bild: Screenshot) Euritas-Meeting mit der DG CONNECT Die Generaldirektion Kommunikations-netze, Inhalte und Technologien (DG CONNECT) der EUKommission, vertreten durch den Referatsleiter Pierre Chastanet (2. v. r. im Gespräch mit Ralf Resch), ist sehr interessiert an Informationen über die Arbeit aller Ebenen öffentlicher IT. Ziel sei es, dass die verschiedenen EU-Initiativen zur Stärkung der digitalen Souveränität Europas operativ Früchte tragen. Dies ist ein Ergebnis eines Gespräches mit dem Euritas-Vorstand vom 29. September. (Foto: U. Schenk for Euritas) Dataport stellt Phoenix vollumfänglich bereit Mit der dPhoenixSuite steht der öffentlichen Verwaltung ab sofort ein vollständiger Arbeitsplatz mit allen Anwendungen für die digitale Zusammenarbeit zur Verfügung, teilte Dataport mit. Das System basiert auf Open-Source-Software und wird in der Cloud bereitgestellt. Die von Dataport entwickelte Lösung sei nun für bis zu 250.000 Nutzerinnen und Nutzer einsatzbereit. Der Arbeitsplatz ist eine Alternative zu proprietärer Software. (Foto: Team G-Stock Studio Shutter-stock.com) Smart-eID-Gesetz seit September in Kraft Der Bundesrat hat das Gesetz zur Einführung eines elektronischen Identitätsnachweises mit einem mobilen Endgerät (Smart-eID-Gesetz) am 25. Juni 2021 gebilligt. Am 1. September trat das Gesetz in Kraft, teilte das Bundesinnenministerium mit. Damit sei die rechtliche Grundlage für eine weitere Nutzung der Online-Ausweisfunktion – die Smart-eID möglich. (Foto: BSI) Saarland: neues Digitalisierungsgesetz Der Ministerrat hat Ende September nach eigenen Angaben eines der umfassendsten Vorhaben der letzten Jahre bekanntgegeben: Den Entwurf zum Saarländischen Digitalisierungsgesetz. Bei künftigen Gesetzesvorhaben werde es begründungs-pflichtig, wieso einfache digitale Lösungen nicht ausreichend sein sollen, erklärte Landes-CIO Ammar Alkassar. Durch das Digitalisierungsgesetztes würden 271 Gesetze und Verordnungen des Landes angepasst. Neben dem schriftlichen Verfahren würden alternativ auch einfache digitale Kommunikationsformen, wie etwa E-Mail ermöglicht. KOOPERATIONEN Lutherstadt Eisleben 90. Mitglied der KITU Am 1. September 2021 ist die Lutherstadt Eisleben der Kommunalen IT-UNION eG (KITU) beigetreten. Die 2009 gegründete Genossenschaft zählt nun 90 Mitglieder. KITU ermöglicht den Kommunen speziell in Sachsen-Anhalt, interkommunale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der IT zu praktizieren. Durch die Nutzung größerer Strukturen, die Bündelung des Bedarfs an IT-Leistungen sowie die Partizipation von den Erfahrungen der Experten der KITU eröffneten sich der Stadt u. a. Einsparpotentiale. krz: AMTSHILFE.net startet in Paderborn Nach der Kooperation der GKD Paderborn mit dem krz Lemgo und der Gründung des gemeinsamen Rechenzentrums OWL-IT ist die Stadt Paderborn nun als erster Kunde der GKD an das Netzwerk der Amtshilfe-Lösung angeschlossen worden. Mit der Einführung von AMTSHILFE.net konnten in Paderborn demnachcAnforderungen zur Digitalisierung umgesetzt und weiter vorangetrieben werden. Durch die elektronische Zustellung der Amtshilfeersuchen sollen zahlreiche Briefe entfallen, die in der städtischen Verwaltung nicht länger ausgedruckt, kuvertiert, frankiert und postalisch versendet werden müssen. KISA unterstützt "Wir digitalisieren Sachsen" Um die OZG-Umsetzung zu unterstützen, fördert der Freistaat Sachsen nochmals die Einrichtung von Online-Antragsassistenten, teilte der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen - KISA mit. Aus diesem Grund startet KISA gemeinsam mit der zentralen IT-Gesellschaft Komm24 GmbH sowie der sächsischen Landesregierung eine neue OZG-Aktion: „Wir digitalisieren Sachsen“. Die Aktion umfasse alle Online-Antragsassistenten, die aktuell im KISA-Webshop aufgeführt sind, heißt es. So z. B. Baumfällgenehmigung, Bewohnerparkausweis und Nutzung von Sportund Freizeitangeboten. (Bild: Zdenek Harnoch/Shutterstock.com) ProVitako Starke Umsatzentwicklung Der Umsatz der ProVitako eG folgt der Menge an erfolgreichen Ausschreibungen von Rahmenverträgen - und liegt damit weiter deutlich über den geplanten Umsätzen. Diese Entwicklung hängt immer noch mit den Folgen der Pandemie zusammen sowie mit der inzwischen stark dynamischen Digitalisierung auf kommunaler Ebene. Auch das Modernisierungsprojekt zur Digitalisierung der eigenen internen Prozesse gewinnt laut ProVitako an Fahrt. Mitarbeiterzuwachs Seit September freut sich das ProVitako-Team aus Siegburg über Zuwachs. Frau Bettina Thielen unterstützt als Teilzeitkraft das Rechnungswesen der Genossen-schaft. govdigital Martin Schallbruch neue CEO ab Januar 2022 Für die künftige Entwicklung der govdigital eG übernimmt Martin Schallbruch ab Januar 2022 als Mitglied des Vorstandes die Funktion des CEO der Genossenschaft. Der Fachmann und Stratege für öffentliche IT und IT-Sicherheit besitzt mehr als zwei Jahrzehnte Branchen-erfahrung, ein breites Netzwerk und tiefes Verständnis föderaler Zusammenarbeit im digitalpolitischadministra-tiven Prozess. Als IT-Direktor und CIO im BMI begleitete, steuerte und prägte der Informatiker zahlreiche Digital-vorhaben der deutschen Verwaltung. Hessen will digitale Schulzeugnisse testen Noch in diesem Jahr wollen mehrere Bundesländer ein System zur Erstellung digitaler Schulzeugnisse testen. Hessen plant laut eines Berichts bei heise online, nächstes Jahr dazuzustoßen. Ein Testbetrieb für digitale Zeugnisse startet in diesem Sommer in NRW, Berlin und RheinlandPfalz. Gemeinsam mit govdigital und dem Land Sachsen-Anhalt hat die Bundesdruckerei ein neues System zur Erstellung digitaler Zeugnisse auf Blockchain-Basis entwickelt. (Bild: Siipkan Creative/shutterstock.com). PERSONALIEN VITAKO: Bereichsleiter Informationsmanagement Seit 1. Oktober verstärkt Martin Schultheiß (28) die VITAKO-Geschäftsstelle in Berlin. Der studierter Wirtschaftsinformatiker und bisherige IT-Berater ergänzt künftig als Bereichsleiter Informationsmanagement das VITAKO-Team. Besonders das OZG und seine weitere Umsetzung stehen im Vordergrund seiner Arbeit, bei der ihn die VITAKO-Referenten Daniel Sieberath und Martin Fuhrmann unterstützen. Die genauen Aufgabenzuschnitte werden auf der Mitgliederversammlung im November in Leipzig vorgestellt. (Foto: privat) Wolfsburg: Dennis Weilmann neuer OB Die Stichwahl um das Amt der Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters in Wolfsburg hat Dennis Weilmann (CDU) gewonnen. Der 46-jährige CDU-Politiker tritt damit die Nachfolge des bisherigen Stadtoberhauptes Klaus Mohrs (SPD) an. Weilmann ist aktuell Erster Stadtrat Wolfsburgs und unter anderem für die Bereiche Wirtschaft, Digitalisierung und Kultur verantwortlich. (Foto: Stadt Wolfsburg) Sachsen-Anhalt: Bernd Schlömer neuer CIO Der Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Bernd Schlömer, wurde Mitte Oktober zum Beauftragten der Landesregierung für Informationsund Kommunikations-technologie (CIO) berufen. Schlömer tritt die Nachfolge von Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter an, der die Aufgabe im Zuge des Neuzuschnitts der Ressorts abgibt. (Foto Benjamin Diedering) WISSENSCHAFT & FORSCHUNG NKR-Jahresbericht 2021: zehn Vorschläge Zum Ende seiner dritten Mandatszeit hat der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Bundeskanzlerin Angela Merkel seinen Jahresbericht 2021 übergeben. Der Titel lautet: „Zukunftsfester Staat – weniger Bürokratie, praxistaugliche Gesetze und leistungsfähige Verwaltung“. (Foto: Bundesregierung / Sandra Steins) Smart City Index: Hamburg wieder auf Platz 1 Der Branchenverband Bitkom hat den jährlichen Smart City Index vorgestellt. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat zum dritten Mal in Folge den ersten Platz erreicht. Die Studie untersucht, alle deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit insgesamt 133 Parametern in den fünf Kategorien Verwaltung, IT-Infrastruktur, Energie/Umwelt, Mobilität und Gesellschaft. BSI: Digitalbarometer 2021 Im dritten Jahr der verbraucherbezogenen Erhebung zu Cyber-Kriminalität und CyberSicherheit gibt immer noch jede/r Vierte an, bereits Opfer von Kriminalität im Internet geworden zu sein. Das ergab das „Digitalbarometer 2021“ des Bundesamts für Sicherheit in der Informations-technik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). Difu-Studie: Großer Bedarf bei Schul-digitalisierung Zwar habe die Mehrheit der Schulträger bereits in Endgeräte, W-LAN und Präsentationstechnik investiert. Hemmnisse für die Digitalisierung seien jedoch vor allem die mangelnde Finanzausstattung und fehlendes Fachpersonal, zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Befragung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu). Demnach sehen 70 Prozent der befragten Kommunen einen großen Bedarf an Investitionen in Digitalisierungsmaßnahmen in Schulgebäuden. Nur vier Prozent der Kommunen gingen dabei davon aus, dass dieser Investitionsbedarf einmaliger Natur ist und in Zukunft wieder abnehmen wird, 96 Prozent erwarten hingegen einen dauerhaften Bedarf. (Foto: Kinga/Shutterstock.com) NEGZ-Kurzstudie zu E-Government-Gesetzgebung In der Reihe „Berichte des NEGZ“ ist die 21. Kurzstudie „E-Government- Gesetzge-bung von Bund und Ländern im Vergleich und Best-Practice-Leitlinie“ erschienen. (Bild: NEGZ) Uni Potsdam: Studie zu Data Driven Government Eine neue Studie der Uni Potsdam im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geht auf Daten als Grundlage für Politikberatung und ein künftiges Data Driven Government ein. Die Autorinnen und Autoren empfehlen u. a., regionale Datenkompetenzzentren vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Corona-Krise zu etablieren, um regionale und lokale Kompetenzen bei der Sammlung, Aufbereitung und Auswer-tung von Daten zu stärken. (TippaPatt/ shutterstock.com) AUS DER BRANCHE gkd-el, GKD RE und KRZN Region Emscher-Lippe: Kommunale IT-Dienstleister entwickeln gemeinsame Portale Das „Serviceportal Emscher-Lippe“ bietet als regionales Dachportal einen Überblick über alle 13 lokalen Serviceportale und ihre digitalen Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft. Damit das gelingt, haben die zuständigen kommunalen Rechenzentren eine Arbeitsgruppe organisiert. Teil der „Technik-Taskforce“ sind Vertreter der IT-Dienstleister Gelsenkirchener Kommunale Datenzentrale Emscher-Lippe (gkd-el) für die Stadt Gelsenkirchen, das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) für die Stadt Bottrop und die Gemeinsame Kommunale Datenzentrale Recklinghausen (GKD RE) als Betreiber der Serviceportale der Verwaltungen des Kreises Recklinghausen. Zusammen realisieren sie das Serviceportal Emscher-Lippe. „Als einheitliche digitale Service-Plattform für die Emscher-Lippe-Region wird das Serviceportal Emscher-Lippe Privatpersonen und Unternehmen befähigen, ihre Anliegen und Anträge online und digital an die Verwaltungen ihrer Region zu übermitteln. Diesen steht im Gegenzug mit dieser Plattform eine Möglichkeit für die effiziente Bearbeitung der eingegangenen Anträge zur Verfügung“, erklärt Rainer Dolata, Projektleiter bei der GKD RE, die für die technische Umsetzung im Projekt zuständig ist. Die IT-Dienstleister stellen die digitale Serviceplattform als Verbund von Portalen bereit. Um die im Zuge der technischen Entwicklung aufkommenden Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren, haben sie eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. „Hier geht es beispielsweise um Themen wie die Portalkonfiguration, das Rechte- und Rollenkonzept, die Entwicklung von Web-Extensions oder das Aufsetzen von Payment- und UpdateProzessen“, so Rainer Dolata weiter. Projektpartner der GKD RE ist die WiN Emscher-Lippe GmbH mit Sitz in Herten. Die WiN ist als regionale Wirtschaftsförderung für die Koordinierung der Projektpartner sowie für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Das Projekt wird durch Mittel des Landes NRW gefördert. Autor Thomas Klement, WiN Emscher-Lippe Gesellschaft zur Strukturverbesserung KDN Vernetzte Stadt: OZG als Chance für neue Prozesse In der Stadt Gelsenkirchen wird die Verwaltungsdigitalisierung mithilfe einer ganzheitlichen, nachhaltigen Strategie umgesetzt. Innovative Ansätze wie ein Changemanagement sorgen dafür, dass im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes nicht nur neue digitale Angebote für Bürgerinnen und Bürger entstehen, sondern auch eine Offenheit für neue Arbeitsabläufe bei den Verwaltungsmitarbeitenden verankert wird. Denn nur gemeinsam und vernetzt gelingt eine erfolgreiche, digitale Stadtentwicklung. Für die digitale Zukunft der Kommunen in Nordrhein-Westfalen spielt die Entwicklung von nachhaltigen E-Government- und Smart-City-Lösungen eine wesentliche Rolle. Um eine umfassende Verwaltungsdigitalisierung zu erreichen, werden Menschen, Netzwerke und Kooperationen benötigt – denn nicht Insellösungen bringen uns weiter, sondern eine BestPractice-Kultur. Die Stadt Gelsenkirchen greift genau dieses Motto als Leitbild auf: »Gelsenkirchen – Die Vernetzte Stadt«. Die gemeinsame Arbeit an Digitalisierungsprojekten mit Stakeholdern aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft steht dabei im Fokus. Koordiniert wird die digitale Stadtentwicklung vom Team der Stabsstelle "Vernetzte Stadt". Ziel ist, unter Berücksichtigung des technologischen Fortschritts das Zusammenleben der Menschen zu gestalten. Die Digitalisierung bietet mit vielfältigen Projekten die Chance, die Stadt lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten, um als Ort zum Leben, Arbeiten und Besuchen attraktiv zu bleiben. Doch nicht nur die Stadt selbst, sondern die ganze Region profitiert von der Digitalisierungsstrategie der »Vernetzten Stadt«: Als Leitkommune der Digitalen Modellregion Emscher-Lippe setzt Gelsenkirchen zusammen mit der Stadt Bottrop und dem Kreis Recklinghausen im Rahmen des Förderprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen innovative Projekte in vielfältigen Bereichen um. (Bild: UX Indonesia/ Unsplash.com) Hier weiterlesen. Autorin Nadine Garba, Stadt Gelsenkirchen krz Korrekte Lohnabrechnung in der Pandemie Kurzarbeiterregelungen, Quarantäne, Kita- und Schulschließungen – Die Corona-Pandemie hat zu vielen Änderungen im Bereich der Lohn- und Gehaltsauszahlung geführt. Um seinen Verbandskommunen und Betrieben die „händische“ Umsetzung dieser Arbeiten abzunehmen, hat das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) die Abrechnung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) kurzfristig in das Lohnabrechnungsverfahren LOGA eingearbeitet. Dabei standen die 13 Mitarbeitenden im Team Entgeltmeldeverfahren des Lemgoer ITDienstleisters vor großen Herausforderungen, denn als Grundlage für die Umstellung diente ausschließlich der Wortlaut des § 56 IfSG, der aufgrund fehlender Durchführungshinweise unterschiedliche Interpretationen zuließ. Auch die vom LOGATeam des krz besuchten Seminare kamen zu unterschiedlichen Auslegungen. So musste die grundsätzliche Programmierung immer wieder durch den Hersteller der Software angepasst und korrigiert werden, was Rückrechnungen nach sich zog, die zu vermehrten Anfragen bei den Verfahrensbetreuern im krz führten: Seit Frühjahr 2020 gingen hier allein unter dem Stichwort Quarantäne mehr als 1100 Kundenanfragen im LOGA-Ticket-System ein. Im Frühjahr 2021 lief die Abrechnung nach § 56 IfSG endlich fehlerfrei – nur, um kurz darauf mit einer neuen gesetzlichen Änderung konfrontiert zu werden: Die Ermittlung der Abzüge in den Fiktivabrechnungen erfolgte nun pauschal über die Kurzarbeitergeld-Tabelle der Bundesagentur für Arbeit. Obwohl auch hier keine Durchführungshinweise vorlagen und die LOGA-Programmierung erneut angepasst werden musste, machten sich die Sachbearbeitenden der Personalämter und das LOGA-Team schnell mit dem neuen Berechnungsmodus vertraut, so dass die Umsetzung und Einarbeitung zügig erfolgten. “Eine gerechte und korrekte Lohn- und Gehaltsauszahlung ist von grundlegender Bedeutung, und wir sind stolz, dass wir in diesen schwierigen Zeiten dazu beitragen konnten“, resümiert krz-Bereichsleiter Personalwirtschaft Dirk Kleemeier. Digitalisierung und Wissensmanagement: passgenaue Strategien Am 24. Juni präsentierte das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg-Lippe (krz) der Stadt Oerlinghausen die Ergebnisse zweier DigiChange-Projekte, welche die Bergstadt Anfang des Jahres in Auftrag gegeben hatte: Eine Digitalisierungsstrategie bis zum Jahr 2028 sowie ein Konzept, wie das in der Verwaltung vorhandene Wissen erfasst und zur Verfügung gestellt werden kann, um Personalabgänge aufzufangen sowie Urlaubs- und Krankheitsvertretungen optimal zu gestalten. Seit Januar 2021 hatten der krz-Koordinator für Kommunalberatung Torsten Fisahn und sein Team mit der Oerlinghauser Digitalisierungsbeauftragten Sabine Lindhorst, dem Fachbereichsleiter Marcel Jagnow sowie Beschäftigten der Stadt die beiden Konzepte entwickelt. Für Torsten Fisahn war es dabei wichtig, genau die Punkte herauszuarbeiten, „wo der Schuh drückt“. Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie habe die Arbeitsgruppe daher die Bereiche ermittelt und priorisiert, die aufgrund der personellen Ausstattung, der demografischen Entwicklung und der Zielgruppe besonders von der digitalen Umwandlung profitieren. Auf dieser Basis ist gemeinsam mit Oerlinghausen eine Strategie entwickelt worden, die bedarfsgerecht die nächsten sieben Jahre der Verwaltungsdigitalisierung im Fokus hat. Auch beim Wissensmanagement-Konzept wurde auf Basis des Altersstrukturatlasses der Stadt und der Publikumsnähe der einzelnen Fachbereiche eine Priorisierung der vorgeschlagenen Maßnahmen vorgenommen. Alle Beteiligten lobten die schnelle wie zielgerichtete Arbeitsweise der krz-Teams, die dazu führte, dass das Wissensmanagement-Konzept bereits bei einigen Oerlinghauser Kolleginnen und Kollegen angewandt wird. Laut Torsten Fisahn habe sich wieder einmal bestätigt, „dass Digitalisierung weit mehr ist als nur die Einführung neuer Technik, vielmehr eine ganzheitliche Umstrukturierung, die immer auch die Mitarbeitenden in den Fachbereichen betrifft“. (Foto: krz) Autorin Irina Fuchs, krz GovConnect Die Lösung für alle Angelegenheiten rund um Hund und Halter Landesrechtliche Gesetze zur Haltung von Hunden regeln die Pflichten der Hundehalter und der zuständigen Verwaltungen. So ist beispielsweise in Niedersachsen der Nachweis von Sachkunde, Kennzeichnung und Haftpflichtversicherung eine gesetzliche Pflicht der Hundehalter, deren Einhaltung Verwaltungen zu überwachen haben. Die Software zum Management von Hund und Halter Unterstützung bei den vielfältigen Aufgaben bietet die Software pmHundManager der Firma GovConnect. Der pmHundManager ist eine Webanwendung, mit der diese Vorgänge nach den jeweiligen landesrechtlichen Gesetzen komfortabel bearbeitet werden können. Die bisher geführten Papierakten entfallen und die Bearbeitung der Fälle wird erleichtert. Mithilfe eines Ampelsystems können die Sachbearbeiter auf einen Blick erkennen, ob alle notwendigen Unterlagen der Hundehalter vorliegen. Sind Angaben unvollständig, kann der Halter mit einem automatisch generierten Anschreiben aufgefordert werden, diese nachzureichen. An- und Abmeldung zur Hundesteuer Mithilfe des Moduls „Hundesteuer“ können Halter An- und Abmeldungen zur Hundesteuer online durchführen. Die Hundehalter sind damit nicht an die Öffnungszeiten der Verwaltung gebunden, sondern können alle notwendigen Unterlagen wie Versicherungsund Sachkundenachweise bequem online einreichen. Anbindung an ein Hunderegister Der pmHundManager kann optional in Kombination mit einem Hunderegister (bspw. Hunderegister Niedersachsen) eingesetzt werden. Verwaltungen können die Steuerdaten dann im pmHundManager mit denen aus dem Hunderegister abgleichen. Dadurch können sie Inkonsistenzen aufdecken und automatisierte Anschreiben an Hundehalter mit entsprechenden Handlungsaufforderungen erstellen. Portalintegration Die Hundesteuer lässt sich als Einzellösung, aber auch eingebunden in ein Portal oder eine OZG-Umsetzungs-Plattform einsetzen. Die Integration rundet den Anmeldeprozess vollständig ab. Die medienbruchfreie Anbindung an die Fachverfahrenssoftware pmHundManager sorgt für eine gelungene und durchgängige Verwaltungsdigitalisierung. Autorin Maren Wulf, GovConnect AKDB Bund und Länder verknüpfen ihre Nutzerkonten Das von der AKDB entwickelte Nutzerkonto Bund wird interoperabel: Bis Ende 2021 werden alle Nutzerkonten technisch so angepasst, dass Bürger mit dem einen Konto ihrer Wahl digitale Dienstleistungen aller Verwaltungsportale bundesweit nutzen können. Nutzerkonten sind als Authentifizierungs- und Identifizierungskomponente essenziell für die Inanspruchnahme digitaler Verwaltungsdienste. Doch je nach Zuständigkeit für den jeweiligen Online-Behördengang muss man auf unterschiedliche Konten der Länder und des Bundes zurückgreifen. Diese Hürde gehört dank der neu geschaffenen Interoperabilität des Nutzerkonto Bund bald der Vergangenheit an: Bis Ende 2021 sind alle Nutzerkonten so angepasst, dass Bürger mit einem Konto digitale Verwaltungsleistungen bundesweit nutzen können. Derzeit ist das bereits mit den Nutzerkonten des Bundes sowie von Bremen, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Brandenburg möglich. Das Nutzerkonto Bund wird somit interoperabel. Das Bundesinnenministerium stellte das Nutzerkonto Bund – eine Entwicklung aus dem Hause der AKDB – im September 2019 bereit. Nahezu alle Bundesländer bieten mittlerweile Nutzerkonten an, mit denen Bürger die Verwaltungsleistungen ihres Bundeslandes oder ihrer Kommune in Anspruch nehmen können. Für eine Leistung, die in einem anderen Bundesland oder vom Bund angeboten wird, wurde bislang ein weiteres Nutzerkonto benötigt, da Länder und Bund ihre Nutzerkonten unterschiedlich schnell mit ihrer jeweils bevorzugten Informationstechnik bereitstellten. Um dies zu erleichtern, müssen die jeweiligen Konten miteinander kommunizieren und interagieren. Dies wird nun mit der sogenannten „Interoperabilität“ für das Nutzerkonto Bund ermöglicht. Alle Länderkonten werden bis zum Jahresende nachziehen. Martin Senft, Projektleiter für Weiterentwicklungen am Nutzerkonto Bund bei der AKDB: „Wir freuen uns, dass dank der produktiv gestellten Interoperabilität das Nutzerkonto Bund von nun an für sämtliche Einer-für-Alle/Viele-Leistungen als Einstiegstor zu den ebenfalls interoperablen Länder-Konten dient. Auch in Hinblick auf die Umsetzungsdauer können wir stolz sein: Innerhalb von nur fünf Monaten haben wir diesen Meilenstein erreicht. Nach dieser ersten Stufe der interoperablen Bürgerkonten folgt als nächstes die Interoperabilität der Postfächer, was den Service für Bürger weiter optimiert.“ (Bild: galaira/shutterstock.com) ekom21 1. Platz beim eGovernment-Wettbewerb Beim 20. eGovernment-Wettbewerb konnte sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg ganz nach vorne schieben. Die Nordhessen belegten in der Kategorie „Bester Beitrag zur kurzfristigen Krisenbewältigung 2021“ den ersten Platz mit einer Lösung für Impfnachrücker. Technische Grundlage ist die Digitalisierungsplattform „civento“ von der ekom21. Im April stand der Landkreis – wie die meisten Kommunen auch – vor einem großen Problem: Kurzfristig abgesagte oder nicht wahrgenommene Termine zur Covid19-Impfung sollten schnellstmöglich neu vergeben werden. Und: Keine Impfdosis sollte verfallen! Da der Landkreis bereits mit der ekom21-Plattform „civento“ arbeitet und einige Bedienstete sogar zum Prozessmanager oder Prozessdesigner ausgebildet wurden, war die Wahl des „Werkzeuges“ klar. Ein kurzfristig einberufenes Projektteam um DigitalisierungsProjektmanagerin Nastasia Sluzalek, Prozessmanager Oliver Merhof, PressestellenMitarbeiterin Tanja Reitmaier, Pressereferentin Ann-Katrin Heimbuchner sowie Impfzentrums-Leiter Gerhard Biederbick und seinem Stellvertreter Bernd Berghöfer kreierte den Online-Prozess, der es möglich machte, schnell, innovativ und flexibel auf die tägliche Situation und die entsprechenden Bedarfe zu reagieren. Die Auszeichnung beim eGovernment-Wettbewerb war dann quasi die „Krönung“. „Ich bin stolz darauf, dass mein Team aus innovativen und extrem engagierten jungen Mitarbeitenden es geschafft hat, so eine geniale Platzierung in dem internationalen Digitalisierungs-Wettbewerb zu belegen“, freut sich Landrat Dr. Reinhard Kubat über den außerordentlichen Erfolg seiner Verwaltung. „Für einen noch besseren Bürgerservice und auch um bis Ende 2022 das Online-Zugangsgesetz zu erfüllen, haben wir uns bereits vor einigen Jahren auf den Weg gemacht und eine nachhaltige Strategie aufgesetzt. Diese setzen wir derzeit Schritt für Schritt um, um diese Prozesse systematisch zu steuern. Die Auszeichnung ist auch eine Bestätigung unserer Arbeit, die wir seit Jahren in diesem Bereich leisten“. Autor Stefan Thomas, ekom21 ekom21 erforscht Künstliche Intelligenz Künstliche Intelligenz (KI) und Technologien des maschinellen Lernens sind wichtige Treiber der Digitalisierung. Im privaten Bereich nutzen wir bereits ganz selbstverständlich Sprachassistenten, wie beispielsweise Siri und Alexa, die uns das Leben erleichtern sollen. Dabei müssen digitale Assistenten die Bedeutung von gesprochenen Sätzen so exakt und vollständig wie möglich erfassen können. Hierbei unterstützt eine neuartige Technologie: Natural Language Processing (NLP). Auch die ekom21 hat das Potenzial dieser Technologie erkannt. Im Fachbereich Softwareentwicklung der ekom21 forschen Mitarbeiter*innen insbesondere an verschiedenen Methoden und Modellen, wie Computer die natürliche Sprache verarbeiten. Die Ergebnisse dieser Forschungen präsentierte ekom21-Mitarbeiter Dirk Hofmeister auf der renommierten „Minds Mastering Machines (M3) -Konferenz“ Ende April 2021. Auch die ekom21-Kunden erhielten erste Einblicke in das Projekt am „Digitalen Kundentag“ Mitte Juni 2021. Die menschliche Sprache ist äußerst komplex und unglaublich differenziert. Und genau hier liegt auch die große Herausforderung in der Entwicklung von Chatbots. „Wir arbeiten mit der NLP-Technik und kombinieren verschiedene Modelle, beispielsweise RNNs (Rekurrente Neuronale Netze) oder BERT (Google-Algorithmus zur verbesserten Spracherkennung), um einen eigenen Chatbot für Kommunen zu entwickeln." Bei Verwaltungsanliegen müssen Bürger*innen häufig noch persönlich mit Behörden in Kontakt treten. Ein großer Teil davon sind Standardfragen, für die Mitarbeiter*innen viel Zeit aufwenden müssen. Ein Chatbot kann hier Unterstützung leisten, denn das Programm bietet Service rund um die Uhr. So werden Wartezeiten minimiert und Sachbearbeiter*innen entlastet. Das Team um Dirk Hofmeister arbeitet aktuell an einem Chatbot-Prototyp, der in das hauseigene Content-Management-System cms21 integriert wird, das speziell für den Einsatz bei kommunalen Kunden entwickelt wurde. Zukünftig wird der virtuelle Assistent die Bürger*innen auf Websites begrüßen und deren Anliegen noch intuitiver und einfacher bedienen können. Autorin Dr. Caroline Feuerstacke, ekom21 regio iT SIT neue Gesellschafter bei cogniport GmbH Erst im April 2021 wurde die Aachener cogniport GmbH als Unternehmenstochter des ITDienstleisters regio iT GmbH neu aufgestellt, nun nimmt bereits ein weiterer Partner Platz am Gesellschaftertisch. Mit der Südwestfalen-IT aus Hemer erhält die Gesellschaft für Wissenstransfer gewichtige Verstärkung aus der kommunalen Familie. Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für die Handlungsfähigkeit des Public Sector ist. Digital war an vielen Stellen nicht mehr die Ausnahme, sondern wurde über Nacht für alle zum Standard. Gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen muss die Interaktion von Bürger*innen und Unternehmen mit ihrer Verwaltung auch ohne Gang zum Amt möglich sein. Zudem verpflichtet das Onlinezugangsgesetz (OZG) Bund und Länder, ihre Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 auch elektronisch anzubieten. Um die Mitarbeitenden und Führungskräfte der öffentlichen Verwaltungen sowie der kommunalen Unternehmen fit zu machen für die Anforderungen der zunehmenden Digitalisierung, ist die cogniport da. Dabei setzt sie mit eLearning und Blended Learning auch auf innovative Bildungsmethoden. Ob Online-Seminare zu DMS-Systemen, Windows, Office, votemanager, Infoma, ITIL oder Führen aus dem Home-Office: Das Angebot der Gesellschaft ist so dynamisch wie der gegenwärtige Wandel in den Kommunen. Auch Präsenz- und Individualschulungen vor Ort beim Kunden gehören dazu. Mit der Südwestfalen-IT, die 20 Prozent der Gesellschaftsanteile übernimmt, macht die cogniport einen weiteren Entwicklungssprung nach vorn. "Erst im Frühjahr wurde der Schulungszweig der regio iT GmbH mit uns zur eigenständigen Gesellschaft. Dass wir sogleich die Südwestfalen-IT als neuen Gesellschafter gewinnen konnten, bestätigt unseren Erfolgskurs. Wir freuen uns nun darauf, das neue Unternehmen gemeinsam strategisch und wirtschaftlich optimal aufzustellen und weiterzuentwickeln", erklärt cogniportGeschäftsführer Christoph Grosswardt. Smart City – Zenner und regio iT vertiefen Partnerschaft Die Idee der Smart City ist Vernetzung. Was liegt also näher, als dass sich Dienstleister und Hersteller in diesem Segment vernetzen? So dachten die Verantwortlichen bei dem Messtechnikspezialisten und IoT-Lösungsanbieter ZENNER und dem kommunalen ITDienstleister regio iT schon 2018 und schlossen sich für einige Projekte zusammen. Mit großem Erfolg. Die Zusammenarbeit wird jetzt vertieft. „Zahlreiche gemeinsame Projekte und Produktlösungen haben uns von der Tragfähigkeit unserer Zusammenarbeit überzeugt“, berichtet Dieter Ludwigs, Geschäftsführer der regio iT. Die Fakten sprechen für sich: Alle in 2018 gesteckten Ziele der Partner sind vollumfänglich erfüllt worden. „Neben zahlreichen Smart-City-Projekten gab es Produktentwicklungen, in denen Sensoren getestet, Anwendungsfälle ausgearbeitet und Best-Practice-Projekte etabliert wurden“, erläutert René Claussen, Leiter Geschäftsbereich IoT & Digitale Lösungen bei ZENNER. Neben der Entwicklung individueller Smart-City-Anwendungen, wie z. B. automatisierte Glatteis-Warner für kommunale Winterdienste, wurden erste größere Projekte gemeinsam realisiert. In den Städten Aachen und Delbrück entstand ein flächendeckendes LoRaWANNetz. Parallel wurden diverse Anwendungen im Feld ausgerollt. Beteiligte Partner neben ZENNER und regio iT waren die STAWAG als Errichter des LoRaWAN-Netzes in Aachen und die Stadt Delbrück. Letztere hat in Zusammenarbeit mit der regio iT ihre Kommune zur Smart City umgestaltet. Die dazu passende Hardware mit dem entsprechenden Know-how stammt zu einem großen Teil von ZENNER. Genau hier soll sich auch in Zukunft die Kooperation bewähren. Gerade im Umfeld von innovativen Kommunen und Elektrizitätsversorgern sehen die Spezialisten Chancen und Ideen, die es in Pilotprojekten zu entwickeln gilt. „Wir möchten mit etablierten Smart-CityLösungen drängende Themen wie Klima- und Umweltschutz, Mobilität, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Smart-City-Kontext bedienen“, so René Claussen. Dieter Ludwigs ergänzt: „Dabei wollen wir individuelle Kundenanfragen im Bereich LoRaWAN und Internet of Things (IoT) bearbeiten und gemeinsam mit den Auftraggebern neue Use Cases testen und etablieren sowie die gewonnenen Daten miteinander vernetzen." „Nun ist es an der Zeit, die erfolgreiche Partnerschaft auf ein neues Fundament zu stellen“, betont René Claussen. „Der frisch geschlossene Kooperationsvertrag ist eine solide Basis für eine langfristige Zusammenarbeit." Auf diese Weise wollen die beiden Unternehmen den Aufbau der Smart City in den Städten und Kommunen kontinuierlich voranbringen. Durch gebündeltes Know-how sollen Elektrizitätsversorger, Städte und Gemeinden von der guten Zusammenarbeit beider Unternehmen profitieren. Denn die Vorbildfunktion auch kleinerer Projekte, das Lernen voneinander und miteinander spielt für den Erfolg von Smart Citys eine zentrale Rolle. VITAKO ITKalender 03.-05.11.2021, Vater Smart Hack, hybrid 09.11.2021, VITAKO-AG Infoma newsystem – Rechenzentren, digital 10.11.2021, e-nrw, (digital) 13.11.2021, Digital Education Day der Stadt Köln, digital 29.11.2021, interface 2021 der regio iT, digital 13.-15.12.2021, 8. Zukunftskongress Staat & Verwaltung, Berlin Die in dieser E-Mail enthaltenen Informationen dienen der privaten Information der Nutzer dieser Internet-Seite. Eine Weiterleitung dieser E-Mail an die Kunden, Gesellschafter und Mitglieder der VITAKO-Mitgliedsunternehmen und -organisationen ist erwünscht. Sie sind kein Angebot von Vitako – Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e. V. zum Abschluss eines entgeltlichen oder unentgeltlichen Auskunftsvertrages. Durch das Aufsuchen dieser Internet-Seite und/oder den Abruf von auf dieser Internet-Seite enthaltenen Informationen kommt daher kein Auskunftsvertrag zwischen Vitako – Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen ITDienstleister e. V. und dem Nutzer zustande. Die in dieser E-Mail enthaltenen Informationen geben lediglich den Kenntnisstand von Vitako – Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e. V. – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der E-Mail wieder. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in diesem Newsletter gegebenen Informationen aufgrund der unregelmäßigen Erscheinungsperiode nicht mehr aktuell sein können. Die in dieser E-Mail enthaltenen Informationen sind keine wie auch immer gearteten Zusicherungen von Vitako – Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen ITDienstleister e. V. 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