Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365770
Path:
APRIL

NR. 2 | 2019

VITAKO INTERN
LIEBE LESER INNEN UND LESER ,
wir möchten Ihnen in den nächsten Ausgaben unseres E-Magazin
die drei neuen Vorstandsmitglieder bei Vitako in Form eines Interviews
vorstellen. Den Anfang macht Sören Kuhn, Geschäftsführer der GKD
Recklinghausen und Gastgeber der Anfang April dort stattfindenden
Mitgliederversammlung.
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Schon jetzt ist die
Vitako-Geschäftsstelle mit der Organisation des Zukunftskongresses
2019 befasst, der in diesem Jahr etwas früher vom 27. - 29. Mai in Berlin
stattfindet. Vitako ist wie immer Partner des Kongresses, mit eigenem
Messestand und vielen Beiträgen im Kongressprogramm präsent. Darüber hinaus berichten wir vom IT-Planungsratskongress in Lübeck und
von der Saarbrückener Regionalkonferenz.
In der Rubrik „Aus der Branche“ finden sich spannende Berichte von
Vitako-Mitgliedern. So ist Leipzig einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) gegangen: Als erste sächsische Kommune bietet die Stadt Verwaltungsleistungen online über ein
Bürgerportal an. ekom21 hat ein Standesamtsportal in Hessen gestartet,
vom krz Lemgo wird der erfolgreiche Start von Amtshilfe.net vermeldet
und Citeq und das KRZN verkünden eine strategische Partnerschaft.

THEMEN
DATA DRIVEN GOVERNMENT
Kurzstudie des NEGZ

IM GESPRÄCH
Sören Kuhn, Vorstandsmitglied
bei Vitako

UMSETZUNG OZG
Bericht vom
IT-Planungsratskongress

MUT ZUR VERÄNDERUNG
Bericht über die Regionalkonferenz Saarbrücken

MODELLPROJEKTE FÜR SMART
CITIES
BMI startet Aufruf

NEUE HANDLUNGSFELDER
Zukunftskongress 2019

VORREITER LEIPZIG
Services für das Bürgerportal

VOLLSTRECKUNG ONLINE
krz entwickelt bundesweite
elektronische Amtshilfe

OZG IN HESSEN

›

Standesamtsportal ist online

Wir wünschen eine interessante Lektüre,
Ihr Vitako-Team

1

THEMEN

Data Driven Government

regio iT und das Berliner Alexander von Humboldt Institut für Internet und
Gesellschaft legen Kurzstudie vor

›

Die Vorstellung, für die Beantragung einer Verwaltungsdienstleistung nicht mehr persönlich bei einer
Behörde vorsprechen zu müssen, ist nicht mehr neu. Wesentliches Ziel aller E-Government-Bemühungen war und
ist es, zeit- und ortsunabhängige Verwaltungsdienstleistungen mittels digitaler Technologien zu ermöglichen. Das
E-Government-Gesetz des Bundes aus dem Jahr 2013
verfolgt laut Bundesministerium des Innern, für Bau und
Heimat (BMI) das Ziel, die elektronische Kommunikation
mit der Verwaltung zu erleichtern und einfachere, nutzerfreundlichere und effizientere elektronische Verwaltungsdienste anzubieten.
Eine vom Nationalen E-Government-Kompetenzzentrum
(NEGZ) geförderte Kurzstudie der regio iT und des Berliner
Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft
geht demgegenüber einer neueren, innovativeren Fragestellung nach. Unter dem Stichwort „Data Driven Government“ wird
untersucht, welche Potenziale eine datenbasierte Verwaltung
hat. Verbunden damit ist die Vorstellung, dass dem Bürger auf
Basis seiner der Verwaltung bekannten Daten Verwaltungsdienstleistungen proaktiv und mittels digitaler Technologie angeboten werden. Ein Paradigmenwechsel in der Verwaltung,
mithin auch die Infragestellung bisheriger Verfahrensregeln,
ginge damit einher.

INTERN Nr. 2 | 2019

Die Autoren der Studie legen dar, dass datenbasiertes Verwaltungshandeln eine neue Dimension modernen staatlichen
Handelns eröffnen kann. Dem Staat aus verschiedenen Zusammenhängen bekannte Datenbestände können unter Achtung
der individuellen Datensouveränität der Bürger so miteinander
verknüpft werden, dass neue Leistungen und Services generiert werden. So ist es beispiels… datenba- weise denkbar, dass der Staat,
siertes Verwal- der spätestens mit Ausstellung der
standesamtlichen Geburtsurkuntungshandeln de Kenntnis von der Geburt eines
bedeutet einen Kindes erhält, eigeninitiativ weitere
Schritte etwa zur Bewilligung und
Paradigmen- Auszahlung von Kinder- oder Elwechsel in der terngeld in Gang setzt. Erforderlich hierfür ist freilich, dass die in
Verwaltung... der Bundesrepublik Deutschland
auf eine Vielzahl verschiedener Register verteilten Informationen zusammengeführt werden und
dass dies auf Basis höchster IT-Sicherheit und unter Beachtung
der datenschutzrechtlichen Vorgaben geschieht.
Die Studie arbeitet heraus, dass eine datenbasierte Verwaltung enorme Effizienzsteigerungen und Verbesserungen mit
sich bringen kann. Sie kann einerseits dazu beitragen, dass
Masseverfahren, die typische Lebenslagen mit repetetiven Ver-

2

THEMEN

fahrensschritten enthalten, zügiger und weniger fehleranfällig
verlaufen. Andererseits kann sie einen Beitrag zu materieller
Gerechtigkeit leisten, wenn und soweit Betroffene in herkömmlichen Verwaltungsverfahren etwa durch einen falsch oder gar
irrtümlich nicht gestellten Antrag Nachteile oder Einbußen hinzunehmen gehabt hätten.
DATENBASIERTE VERWALTUNG VERLANGT MANAGEMENT DER ABLÄUFE

Notwendig für die datenbasierte Verwaltung ist freilich ein entsprechendes Management-System. Hier bietet sich als IT-basierte Lösung ein zentrales Dashboard an, das die Kommunikationsbeziehungen zwischen Bürgerschaft und Verwaltung
anbietet und darüber hinaus einer Person die Möglichkeit einräumt, den Zugriff auf ihre Stammdaten zu regeln beziehungsweise berechtigte Zugriffe nachzuvollziehen. Die Verwaltung
kann insoweit dezentral auf Daten zugreifen, ohne dafür – wie
bisher – parallele Strukturen in Form von Datensilos bereitstellen zu müssen.
Stehen wiederkehrende Verwaltungsdienstleistungen in
Rede – etwa bei befristet erteilten Bewohnerparkausweisen
oder sonstigen Berechtigungen – kommt als Instrument der
datenbasierten Verwaltung ein Abonnement-Modell in Betracht.
Hierbei würden in Fällen, in denen die Inanspruchnahme einer
wiederkehrenden Leistung typisch ist, nicht erneut fehleranfällige und zeitaufwändige Eingaben von Primärdaten (Name, Adresse, ggf. Aktenzeichen) notwendig. Vielmehr könnten durch
einen automatisierten, aber gleichzeitig nicht minder transparenten Prozess Synergien gehoben und Ressourcen geschont
werden; dies sowohl auf Seiten des Bürgers als auch auf Seiten der Verwaltung.

gleichsam nicht weniger individualschützende Auslegungen
der datenschutzrechtlichen Bestimmungen möglich sind. Dem
IT-Sicherheitsrecht muss vor diesem Hintergrund die Aufgabe
zukommen, nicht nur die Sicherheit der verwendeten Produkte und IT-Verfahren zu garantieren, sondern ganzheitlich die
gesamte Organisation einschließlich der Sphäre des Bürgers
sicherheitstechnisch zu optimieren.
Das Verwaltungsverfahrensrecht steht derweil vor der Aufgabe, auf die Dateninfrastruktur der Verwaltung einzuwirken,
um insbesondere Grundprinzipien der Datenhaltung zu formulieren. Fraglich werden vor dem Hintergrund einer datenbasierten Verwaltung die in vielen Fachgesetzen enthalten
Antragserfordernisse. Der Antrag (als mitunter für die Verfahrenseinleitung obligatorischer Parameter) hat sich vor diesem
Hintergrund einer Debatte über seine Notwendigkeit beziehungsweise seine zukunftsgerichtete Ausgestaltung zu stellen.

STUDIE

Benjamin Fadavian / Dina Franzen-Paustenbach / Dieter
Rehfeld / Michael Schmitt / Dirk Schweikart / Christian
Djeffal: Data Driven Government, Kurzstudie, herausgegeben und gefördert von dem Nationalen E-GovernmentKompetenzzentrum (NEGZ).
DOI: 10.30418/2626-6032.2019.04
Link (PDF)

AUTOR: BENJAMIN FADAVIAN, REGIO IT

ARCHITEKTURMODELLE IN ENTWICKLUNG

Darüber hinaus setzt sich die Studie mit informationstechnologischen Architekturüberlegungen einer datenbasierten
Verwaltung auseinander. Zwar müssten Anwendungen der
datenbasierten Verwaltung nicht bei Null beginnen. Als zu überwindende Hürde erweist sich jedoch der Umstand, dass noch
keine elaborierten, durchgängig standardisierten Vorgaben
für Schnittstellen der Fachverfahren existieren. Diese jedoch
sind zwingend erforderlich, um eine effiziente Umsetzung und
Anbindung vornehmen zu können.
Eine erste Beleuchtung erfahren überdies die juristischen
Aspekte einer datenbasierten Verwaltung. Die betroffenen
Rechtsgebiete und Kodifikationen – das Datenschutzrecht,
das IT-Sicherheitsrecht, die E-Government-Gesetze, das Online-Zugangsgesetz und insbesondere das Verwaltungsverfahrensrecht – erfahren eine erste Analyse, inwieweit sie Grund,
Grenze und Gestaltung einer datenbasierten Verwaltung darstellen. Dabei prüft die Studie die jeweiligen Gesetzeswerke
exemplarisch daraufhin ab, inwieweit sie Festlegungen oder
Regulierungen für die datenbasierte Verwaltung enthalten und
wie sich diesbezügliche Anwendungen und Services in den
vorhandenen legislativen Kanon einfügen lassen.
Mit Blick auf das Datenschutzrecht bringt die Studie Argumentationsstränge ins Spiel, mit deren Hilfe progressive und

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INTERVIEW

„Die Verwaltung muss attraktiv bleiben“
Im Gespräch: Sören Kuhn, Vorstandsmitglied bei Vitako

›

„Vitako intern“ stellt an dieser Stelle regelmäßig „neue
Köpfe“ aus der Vitako-Mitgliedschaft vor, meistens
sind dies neue Geschäftsführer nach einem Wechsel in
der Führungsetage. In dieser und den nächsten Ausgaben stellen wir Ihnen drei im vergangenen Jahr in den
Vorstand gewählte Mitglieder vor und befragen sie nach
ihren Erwartungen und ersten Erfahrungen mit der Vorstandsarbeit. Den Anfang macht Sören Kuhn, Geschäftsführer der GKD Recklinghausen, der auch Gastgeber der
Vitako-Mitgliederversammlung Anfang April ist.
Herr Kuhn, Sie sind auf der Mitgliederversammlung im
November letzten Jahres in den Vitako-Vorstand gewählt
worden. Was hat Sie bewogen, in den Vitako-Vorstand zu
gehen?
In erster Linie habe ich mich bei den Mitgliedern um einen
Vorstandsposten beworben, da ich die Zusammenarbeit der
verschiedenen staatlichen Ebenen insbesondere im Thema
Digitalisierung für hochspannend und auch für weiter optimierbar halte. Zudem bin ich ja „hauptberuflich“ Geschäftsführer
bei einem eher kleinen Vitako-Mitglied und finde, dass das
eine wertvolle Perspektive für die Vorstandsarbeit ist – ohne
es dabei für ein überlegenes Konzept zu halten.
Wie haben Sie die ersten Monate Vorstandsarbeit wahrgenommen und was sind Ihre Prioritäten?
In erster Linie war es bisher neben dem eigentlichen Job bei
der GKD Recklinghausen ganz gut zu bewältigen – da hatte ich
vorher etwas Sorge. Wie erwartet, hat die intensivere Befassung mit einigen Themen wirklich Spaß gemacht, und ich hoffe,
dass ich auch zunehmend gute Beiträge zur Vorstandsarbeit
leisten kann. Die Arbeitsatmosphäre in den Vorstands-videokonferenzen habe ich als sehr konzentriert erlebt, auch wenn
natürlich nicht alle von Anfang an der gleichen Meinung sind.
Was die Prioritäten für die Vorstandsarbeit angeht, würde
ich gerne mithelfen, die Zusammenarbeit der verschiedenen
staatlichen Ebenen ein bisschen zu verbessern. Herausforderungen wie „Digitale Souveränität“ werden wir mit mehr Einigkeit besser in den Griff bekommen. Mindestens mit Blick auf
die kommunalen Spitzenverbände hoffe ich hier auf weitere
Fortschritte in der Zusammenarbeit.
Mit welchen Herausforderungen beschäftigen Sie sich
gegenwärtig in Ihrem Unternehmen und ist dies typisch
für die Region?
Wir sind gerade mit einigen großen Themen für einen kleinen
Zweckverband unterwegs. Da ist zum einen das vom Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE NRW) geförderte
Serviceportalprojekt mit Fokus auf Unternehmer in der Emscher-Lippe Region und zum anderen die Umsetzung digitaler Aktenführung für das kommunale Jobcenter des Kreises
Recklinghausen mit rund 1.000 Mitarbeitern an 16 Standorten

INTERN Nr. 2 | 2019

in diesem Jahr.
Die Bestrebungen eine BSI-Grundschutzzertifizierung zu
erreichen, werden wir
weiter fortführen und
hoffentlich im nächsten Jahr eine erste
Zertifizierung erhalten. Zudem wird der
Support für Schulen
zunehmend zu einem
Thema in dem wir uns
engagieren sollen und
wollen. Diese Herausforderungen sind so
oder so ähnlich wohl
auch überregional
vorhanden.
Welche Prioritäten setzen Sie bei der Digitalisierung?
In dem Thema Online-Dienstleistungen sind wir durch das
Förderprojekt des MWIDE NRW vor allem mit dem Fokus auf
Dienstleistungen für Unternehmen befasst. Das Ganze zusammen mit 13 Gebietskörperschaften, zwei weiteren Rechenzentren und einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Den
Gedanken, den Standort „Emscher-Lippe“, der heute schon
viel zu bieten hat, dadurch noch attraktiver zu machen finde
ich nach wie vor gut.
In welchem Ausmaß sind Sie von Fachkräftemangel und
der veränderten Arbeitswelt durch die Digitalisierung
betroffen?
Das Fachkräftereservoir ist einer der wichtigsten Standortfaktoren des Ruhrgebietes. Zahlreiche Universitäten und Fachhochschulen und eben auch eine hohe Bevölkerungsdichte sind
hier ein echter Pluspunkt. Hochspezialisierte Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter kriegen aber auch wir derzeit nur schlecht im
Rahmen des TVöD.
Die „veränderte Arbeitswelt durch die Digitalisierung“ wollen wir als kommunale IT-Dienstleister doch aktiv mitgestalten.
Das ist in erster Linie kein Schreckgespenst das da auf die
Menschheit losgelassen worden ist, sondern doch auch für
viele eine Erleichterung der täglichen Arbeit und gerade bei
jungen Menschen sogar Teil des persönlichen Erwartungshorizontes. Die teilweise Automation insbesondere von wiederkehrenden Aufgaben ist gut um zukünftig als Verwaltung
attraktiv zu bleiben.
FRAGEN: HELMUT MERSCHMANN, VITAKO

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VERANSTALTUNGEN

Umsetzung des OZG im Visier

Bericht vom Kongress des IT-Planungsrates 2019 in Lübeck

›

Am 12. und 13. März 2019 fand in
der Hansestadt Lübeck der jährliche Fachkongress des IT-Planungsrates statt. Jan Phillipp Albrecht, Digitalisierungsminister des Landes
Schleswig-Holstein und Hans-Henning Lühr, Vorsitzender des IT-Planungsrates, begrüßten die über 700
Teilnehmer.
Bei Vorträgen und in Workshops tauschten sich die Anwesenden über aktuelle
Themen rund um die Digitalisierung aus.
Auch neben dem offiziellen Programm
wurde das Forum für zahlreiche Gespräche und Diskussionen genutzt. Insbesondere stand dabei die Umsetzung des
Online-Zugangsgesetzes (OZG) im Vordergrund und ist aus unterschiedlichen
Perspektiven betrachtet und rege diskutiert worden.
Vertreter von Bund, Ländern und
Kommunen informierten über die Fortschritte und die weiteren Umsetzungspläne in den einzelnen Themenfeldern.
Der IT-Planungsrat hatte im vergangenen Jahr die an Lebenslagen orientierten Themenfelder in die Verantwortung
einzelner Bundesländern gestellt. Insgesamt war der Tenor dabei optimistisch,
dass die Umsetzung der 575 Leistungen sich auf einem guten Weg befände.
Gleichzeitig soll aber auch mehr Transparenz geschaffen werden. Vertreter
des Bundesinnenministeriums kündigten an, möglichst bald eine Online-Übersicht zum aktuellen Sachstand in den
einzelnen Themenfeldern verfügbar zu
machen. Außerdem sollen Hinweise zu
nötigen Rechtsänderung über eine Art Ticketsystem eingereicht werden können.
Darüber hinaus wurde von vielen Rednern auch immer wieder betont, dass die
Zusammenarbeit zwischen den föderalen Ebenen und besonders mit den Kommunen weiter verstärkt werden muss.
DIGITALE SOUVERÄNITÄT

Neben dem OZG waren unter anderem
der Datenschutz und die digitale Souveränität wichtiges Thema, bei dem auch
das Zusammenwirken mit der Informationssicherheit diskutiert wurde. Auch Vi-

INTERN Nr. 2 | 2019

tako-Mitglieder brachten sich
mit Beiträgen ein. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender
von Dataport und Vorstandsmitglied bei Vitako, stellte in
seinem Vortrag über digitale
Souveränität die besondere
Rolle der IT-Dienstleister bei
der Wahrung dieses Prinzips
heraus. Dr. Christine Zoppke
und Henning Elbe, ebenfalls
von Dataport, zeigten unter
dem Schlagwort Green IT
auf, wie ein Rechenzentrum
möglichst energieeffizient
gestaltet werden kann und
welche Möglichkeiten bestehen, auch bei der Beschaffung im IT-Bereich für mehr
Nachhaltigkeit zu sorgen.
Tino Eilenberger vom ITDZ
Berlin gab Einblicke in die
Funktionsweise des Virtuellen Bürger-Service-Assistenten, eines Chatbots, der
Nutzer im Online-Portal der
Berliner Verwaltung bei der
Suche nach Informationen
und Dienstleistungen zur
Seite steht.

Der Vorsitzende des IT-Planungsrats und Staatsrat bei der
Bremer Senatorin für Finanzen, Hans-Henning Lühr, bei der
Eröffnung des 7. Fachkongresses des IT-Planungsrats am 12.
März in Lübeck.(Foto: ©jankonitzki.com)

UMSETZUNG VON KI

Im Bereich Künstliche Intelligenz wurde
einerseits Grundlagenwissen vermittelt,
andererseits aber auch die technische
Umsetzung einzelner Projekte demonstriert. Prof. Dr. Thomas Franke und André Gode zeigten auf, in welchen Anwendungsbereichen die tatsächlichen
Stärken von KI liegen und was bei der
Gestaltung solcher Systeme zu beachten ist. Immer wieder richteten sie dabei auch Fragen zu Verständnis und zukünftigen Erwartungen an das Publikum.
Stefan Bregenzer vom Bundesfinanzministerium stellte sein in Eigenarbeit entwickeltes KI-Projekt vor, mit dem E-Mails
aus dem Behördenpostfach automatisch
an die zuständigen Empfänger weiterverteilt werden. Er erläuterte, wie er einen Deep-Learning-Algorithmus darauf
trainierte die E-Mails zu analysieren und
welche Tools dafür zum Einsatz kamen.

Weitere Vorträge und Workshops
behandelten die IT-Sicherheit und die
Blockchain-Technologie. Außerdem
wurden die Digitalisierung in der Stadt
und auf dem Land sowie die Personalsituation in der digitalen Verwaltung in
verschiedenen Workshops in den Blick
genommen.
Zum Schluss übergab SchleswigHolstein symbolisch den Staffelstab an
Sachsen-Anhalt, wo der Kongress im
nächsten Jahr am 25. und 26. März in
Halle an der Saale stattfinden wird.
AUTOR: DANIEL SIEBERATH, VITAKO

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VERANSTALTUNGEN

Mut zur Veränderung

Regionalkonferenz Saarbrücken zur Verwaltungsdigitalisierung

›

Am 21. März 2019 fand in Saarbrücken die zweite Regionalkonferenz zur Verwaltungsdigitalisierung
im Zuge des Online-Zugangsgesetzes
(OZG) statt, die Vitako zusammen mit
der Staatskanzlei des Saarlandes organisiert hat.
Staatssekretär und CIO des Saarlandes,
Prof. Dr. Ulli Meyer, übernahm die Begrüßung und stellte die Digitalisierungsstrategie seines Bundeslandes vor. Das
Saarland verfolgt eine DigitalisierungsGesamt-Strategie, die alle wichtigen
Player auf Landes- und kommunaler
Seite einbezieht wie das IT-Innovationszentrum und das IT-Dienstleistungszentrum des Saarlandes, die IT-Referenten
der Ressorts, den CIO genauso wie den
Zweckverband egoSaar. Ebenenübergreifendes Gremium der Zusammenarbeit ist der IT-Kooperationsrat. Vor Jahren hätte die Devise gegolten, wenn von
IT nichts zu hören war, sei alles gut verlaufen. Dies habe sich, so Meyer, in den
letzten drei Jahren deutlich verändert.
Welche wichtige Rolle die IT für die Modernisierung der Verwaltung spiele, sei
nunmehr klar sichtbar und gegenwärtig.
Meyer stellte die saarländischen
Masterprojekte der Digitalisierung vor,
allen voran die Umsetzung des OnlineZugangsgesetzes, Portalverbund und
Servicekonto, E-Akte und das digitale
Landesamt. Beim OZG ist das Saarland
an den Themenfeldern Familie & Kind
sowie Bauen & Wohnen beteiligt. Das
Land will dabei eng mit den Kommunen
kooperieren und stellt ihnen die für die
Umsetzung des OZG erforderlichen Basiskomponenten (Portal, Servicekonto,
E-Payment) zur Verfügung. Das Portal
„Bürgerdienste-Saar“ soll in diesem Zuge
zu einem gemeinsamen Serviceportal
weiterentwickelt werden.
Alexander Handschuh, Sprecher
des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, referierte über „Digitalisierung
als strategisches Umbauprojekt in Kommunen“. Digitalisierung bedeute ein völlig
neues Ökosystem für Kommunen, wofür eine geeignete Strategie notwendig
sei. Obwohl 90 Prozent aller Kommunen
große Chancen in der Digitalisierung er-

INTERN Nr. 2 | 2019

kennen, haben ebenfalls 90 Prozent sich
noch keine konkreten Gedanken über
die Umsetzung gemacht. Vor allem die
Geschwindigkeit der Veränderungen, der
notwendige Kulturwandel und das „mitzunehmende“ Personal bildeten dabei
große Herausforderungen. Handschuh
sprach sich dabei für „kleine und knackige“ Projekte anstelle von komplexen
Masterplänen aus.
BINNENDIGITALISIERUNG
ERFOLGREICH

Paul Maurer, Ministerialdirigent im
saarländischen Ministerium für Soziales,
Gesundheit, Frauen und Familie, brachte Beispiele für die Binnendigitalisierung
in der Landesverwaltung. So ist die Online-Antragstellung im Schwerbehindertenverfahren (schweb.net) im Saarland
möglich. Für dieses Verfahren sind digitale Akte und Vernetzung mit anderen
Verfahrensbeteiligten bisher nicht realsiert. Allerdings gab es bei insgesamt
21.670 Anträgen jährlich lediglich 23
Anträge, die online eingereicht worden
sind. Maurer sprach sich dafür aus, dass
umgebaut werden muss, was keine ausreichende Akzeptanz findet.
Beim Bundeselterngeld (BEEG online) ist das Saarland gemeinsam mit
Bayern Vorreiter. Für dieses Verfahren
ist der Gesamtablauf digitalisiert. Neben
der Onlineantragstellung gehören dazu
die integrierte Bescheiderteilung und die
DMS-Einbindung – also die digitale Akte.
Es kann sogar der Verfahrensstand digital abgefragt werden, auch das Widerspruchsverfahren ist online abwickelbar!
DIE ROLLE DER KOMMUNALEN
IT-DIENSTLEISTER

Lars Greifzu, Mitglied der Geschäftsleitung der Lecos GmbH, die langjähriges
Vitako-Mitglied ist, sprach über die Rolle
der kommunalen IT-Dienstleister bei der
Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes. Dabei stellte er heraus, dass bei der
Breite der zu digitalisierenden Prozesse
nur ein koordiniertes Vorgehen Erfolg
versprechen wird. Jene Kommunen, die
sich aktiv beteiligen können und wollen,
müssen mit den kommunalen IT-Dienstleistern gemeinsam Lösungen schaffen,

die den Digitalisierungsbedarf aller Kommunen in einem Land decken können.
Dabei wird es ohne schrittweise Vereinheitlichung der Prozesse und IT-Landschaft nicht gehen. Greifzu schilderte die
Situation in Sachsen: In der OZG-Werkstatt arbeiten die Kommunalen Spitzenverbände, die SAKD, die kommunalen
IT-Dienstleister und einige Kommunen
kontinuierlich zusammen.
Prozessspezifisch werden Bürger,
Wirtschaft, Verfahrenshersteller einbezogen. Resultat sind produktionsreife
Lösungen, deren Funktionsumfang und
Integrationstiefe in Schritten ausgebaut
werden. Wichtige Lösungselemente sind
die „Basiskomponenten“ Serviceportal
und Bezahl- und Authentifizierungsdienste, die das Land Sachsen bereitstellt.
Greifzu berichtete zudem, dass die
Lösungen in der Regel zentral betrieben
werden, beispielsweise die Basiskomponenten im Rechenzentrum des Landes und kommunale Fachverfahren im
Rechenzentrum der Lecos, also beim
kommunalen IT-Dienstleister. Diese
Rollenverteilung gewährleistet auch
das Ausrollen der Lösungen in die Fläche und den stabilen Betrieb. Arbeiten
im „stillen Kämmerlein“ zähle aber nicht!
Schon vor dem Start müssen Informationen für alle Kommunen bereitgestellt
werden, besonders jene, die mangels
Größe, Kapazität und vielleicht auch
Know-how nicht aktiv an der Lösungsentwicklung mitwirken können.
Anhand des Beispiels der Gästetaxe
der Stadt Leipzig illustrierte Lars Greifzu,
was die Digitalisierung im Zuge des OZG
konkret bedeutet: Der Prozess ist von
Beginn an vollständig digital abgebildet,
von der Meldung der Übernachtungen
durch die Beherbergungsbetriebe bis zur
Verbuchung im Finanzwesen.
Die konkreten Beispiele aus der Praxis fanden beim saarländischen Publikum großen Anklang, und man konnte
den Eindruck gewinnen, dass das Interesse an der Mitgestaltung der Digitalisierung größer geworden ist.
AUTOR: HELMUT MERSCHMANN,
VITAKO

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AUS DER GESCHÄFTSSTELLE

Den Wandel in die Spur bringen

Die Major-Cities-of-Europe-Jahreskonferenz findet in Venedig statt

›

Mit dem Slogan „Channeling
Change - Digital Cities in a changing world“ lädt Major Cities of Europe – das Netzwerk von IT-Experten
aus europäischen Städten – zum Jahrestreffen nach Venedig ein. Der Kongress findet vom 13. – 14. Juni 2019
statt.
So historisch die Lagunenstadt auch erscheinen mag, so modern ist sie in ihrer digitalen Infrastruktur. IT-Experten
aus Venedig sind seit Jahren Gast beim
MCE-Jahrenkongress und haben stets
von spannenden Projekten berichtet, beispielsweise einem vorbildlichen Ticketsystem mit NFC-Chip für den örtlichen
Nahverkehr zu Lande und zu Wasser,
das gut funktioniert und leicht bedienbar ist.
In diesem Jahr ist Venedig Gastgeberstadt des MCE-Kongresses und will

ein neues digitales
Stadtinformationssystem vorstellen.
Bereits angekündigt haben sich
des Weiteren, Liona Shechter, CIO
von Tel Aviv, Isabella Mader vom
Excellence Institute
Österreich, Norbert
Weidinger, CIO der
Stadt Wien, Jörn
Riedel aus Hamburg sowie Dieter
Rehfeld vom Vitako-Mitglied regio iT,
der eine Diskussion
über Blockchain und Künstliche Intelligenz veranstalten und leiten wird.
2010 trat Vitako als Gastgeber auf,
im letzten Jahr fand der Kongress in

Leipzig statt. Anmeldungen für 2019 können jetzt vorgenommen werden.
Zur Anmeldung

Modellprojekte für Smart Cities
BMI startet Aufruf für Modellprojekte

›

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)
hat einen Aufruf zur Einreichung von
Modellprojekten für Smart Cities veröffentlicht. Zudem wird auch die Dialogplattform „Smart Cities“ fortgeführt. Hiermit sollen Städte und
Gemeinden bei der digitalen Modernisierung und Entwicklung zu Smart
Cities aktiv begleitet werden.
Ziel der Modellprojekte ist die Suche und
Umsetzung beispielhafter Lösungen im
Bereich der Digitalisierung. Dabei geht
es einerseits um neue technologische
Lösungen für bekannte stadtentwicklungspolitische Aufgaben, andererseits
um Lösungen für neue zentrale Herausforderungen des technologischen
Wandels.
Die Förderung erfolgt in zwei Phasen: Zuerst wird die Entwicklung kommunaler und fachübergreifender Strategien
zur Gestaltung der Digitalisierung geför-

INTERN Nr. 2 | 2019

dert. Dann soll sich die Umsetzung der
Strategien anschließen. Kommunen, die
bereits eine Strategie entwickelt haben,
können unmittelbar mit der Umsetzung
beginnen, sofern die geplanten Maßnahmen mit den Leitlinien und Handlungsempfehlungen der Smart-City-Charta in
Einklang stehen.
RATSBESCHLUSS ERFORDERLICH

Die geförderten Strategien und Konzepte
müssen von Beginn an darauf ausgerichtet sein, durch einen Ratsbeschluss Verbindlichkeit zu erlangen. Eine Förderung
von Maßnahmen und Investitionen zur
Umsetzung sind nur bei Strategien oder
Konzepten möglich, die vom Stadt- oder
Gemeinderat beschlossen wurden.
Die Modellprojekte werden durch
den Bund über die KfW befristetet gefördert. Insgesamt sollen über einen
Zeitraum von zehn Jahren in vier Staffeln rund 50 Modellprojekte mit circa 750
Millionen Euro gefördert werden. Für die

erste Staffel mit rund zehn Modellprojekten stehen im Bundeshaushalt 2019
rund 150 Millionen Euro zur Verfügung.
Kommunen erhalten für die förderfähigen Kosten Zuschüsse in Höhe von 65
Prozent oder bis zu 90 Prozent im Falle
kommunaler Haushaltsnotlage.
Ab dem 29. März 2019 steht eine
Website mit weiteren Informationen und
einem Rückfragepool zur Verfügung.
Fragen zur Auslobung sind dort für alle
transparent eingestellt. Antragsteller können sich online bis zum 17. Mai 2019 bewerben. Die Auswahl der Modellprojekte
wird auf Basis von Fachgutachten von
einer Expertenjury durch vergleichende Bewertung am 1. Juli 2019 getroffen.
Eine Auftaktveranstaltung der Modellprojekte ist für September 2019 im Rahmen des 13. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik in Stuttgart
vorgesehen.
Weitere Infos: Link

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AUS DER GESCHÄFTSSTELLE

Neue Handlungsfelder

Zukunftskongress Staat & Verwaltung am 27.-29. Mai in Berlin

›

Unter dem Motto „Deutschland und Europa erfolgreicher und lebenswerter machen!“ startet vom 27. bis 29. Mai
2019 der Zukunftskongress Staat & Verwaltung in Berlin. Seit 2013 findet die „Leitveranstaltung des Public Sectors für Digitalen Wandel“ unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Innern, Bau und Heimat im Berlin
Congress Center am Alexanderplatz statt. Vitako ist seit 2013 Partner des Zukunftskongresses.
Digitalisierung und Globalisierung zeitigen in allen Bereichen
des Alltags umfangreiche Veränderungen. Heute werden Dinge
in Echtzeit erledigt, die früher Stunden, Tage oder Wochen in
Anspruch nahmen. Die Digitalisierung verändert die Kommunikation, die Mobilität und das gesellschaftliche Miteinander.
Daher ist der Staat selbst als Akteur gefordert, der sich der
Geschwindigkeit dieser Veränderungen stellt und möglichst
keine digitale Lücke zwischen den Entwicklungen in der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor entstehen lässt.
Auf dem Zukunftskongress werden diese Themen wie
in jedem Jahr von hochkarätigen Experten diskutiert. Unterschiedlichste Programmformate wie Plenen, Zukunftsforen,
interaktive Veranstaltungen und Best-Practice-Dialoge stehen
dafür zur Verfügung. Eine „Arena der Lösungen“ sowie das
zentrale Networking auf den Ausstellungsfläches sind weitere
klassische Programmbestandteile. Vitako wird wie in jedem
Jahr einen eigenen Messestand mit Cocktail-Bar betreiben
und lädt alle Kongressbesucher ein, sich dort über die aktuelle
Arbeit der kommunalen IT-Dienstleister zu informieren.
ZUKUNFT DER RECHENZENTREN

Das bislang bekannte Programm setzt verschiedene Schwerpunkte und „Handlungsfelder“: IT-Governance, Umsetzung des
OZG, Zukunft der Arbeit im öffentlichen Sektor, Innovationsmanagement und die Öffentliche IT-Landschaft der Zukunft.
Letztere umfasst die Zukunft der öffentlichen Rechenzentren
und will – unter Teilnahme der kommunalen IT-Dienstleister –
Strategien, Strukturen, Technologien und die IT- und Dienstekonsolidierung diskutieren. Außerdem ist ein eID-Forum geplant, das den Schutz und die Gestaltung sicherer digitaler

INTERN Nr. 2 | 2019

Identitäten und Transaktionen thematisieren will.
Als Keynote-Speaker haben sich angekündigt Bundesinnenminister Horst Seehofer mit einem Impuls über „Starke
Strukturen für Staat und Verwaltung“, Bundesarbeitsminister
Hubertus Heil spricht zur Digitalisierung der Arbeitswelt, und
auch viele Landesminister und Staatssekretäre finden sich im
Programm.
VITAKO-VERANSTALTUNGEN

Vitako ist mit drei Veranstaltungen auf dem Zukunftskongress
vertreten. Auf einer Fachkonferenz zum Thema „Digitale Souveränität“ soll diskutiert werden, welche (industriepolitischen)
Maßnahmen ergriffen werden können, um mittelfristig das digitale Arbeiten zu realisieren und zu mehr Datensouveränität
zu gelangen.
Ein Best-Practice-Dialog fragt nach dem Zuschnitt und
dem Mehrwert der FITKO (Föderale IT-Kooperation) für die
Digitalisierung. Die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) soll
die Handlungs- und politisch-strategische Steuerungsfähigkeit
des IT-Planungsrats stärken und ihre Dienstsitz in Frankfurt
am Main haben.
Ein weiterer Best-Practice-Dialog zum Thema IT-Sicherheit
behandelt die Notwendigkeit stärkerer föderaler Zusammenarbeit bei der Abwehr von Cyberangriffen. Darüber hinaus
bringen sich viele Vitako-Mitglieder im Kongressprogramm zu
den verschiedensten Themen ein.
Auf der Vitako-Website werden in Kürze mehr Informationen hierzu bereitgestellt.

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NEUES AUS DEN FACHARBEITSGRUPPEN

Blockchain as a Service

Projektgruppe Blockchain diskutiert die Gründung einer Genossenschaft

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Im Vorfeld der nationalen
Blockchain-Strategie, die die
Bundesregierung im Sommer
vorlegen will, entwickelt die Projektgruppe Blockchain bei Vitako weitere
Anwendungsszenarien.
Am 7. Februar kam die Vitako-Projektgruppe Blockchain auf Einladung vom
LVR Infokom in Köln zusammen und
diskutierte Neuigkeiten im Zusammenhang mit der Blockchain-Technologie.
Dabei ist die Idee einer „Blockchain-Genossenschaft“ entstanden, die Angebote
für den kommunalen Raum in Form von
Blockchain as a Service (BaaS) entwickeln will. Inwieweit dies in Form einer zu
gründenden Genossenschaft oder unter
dem Dach von ProVitako stattfinden soll,
ist noch offen.
Den Vorstellungen zufolge soll eine
BaaS-Infrastruktur entstehen, die Anwendungen sowohl für den öffentlichen
als auch für den privaten Sektor entwickelt und anbietet. Im Zuge europäischer

Zielsetzungen und der Entwicklung einer
nationalen Blockchain-Strategie könnte eine solche BaaS-Infrastruktur einen
guten Beitrag für den Durchbruch der
Technologie leisten. Nach Auffassung
der Vitako-Projektgruppe müssen Anwendungeszenarien für den öffentlichen
Bereich indessen einen echten Mehrwert
bieten.
Derweil tut sich in vielen der BundesArbeitsgemeinschaft angeschlossenen
Mitgliedshäusern bereits eine Menge. An
der gemeinsamen Arbeit an einem auf
Blockchain basierenden FührerscheinFachverfahren beteiligen sich KDO, regio
iT, AKDB und ITEOS. Die Idee ist aufgekommen, auf einem Hackathon mit Technikern aus dem Vitako-Netzwerk weitere
Anwendungen auszuprobieren und real
zu progammieren. Nach Auskunft von regio iT hat der Autovermieter Sixt Interesse an einem Piloten für das Fahrerlaubnisszenario angemeldet. Dies setze aber
voraus, dass die Führerscheinstellen einbezogen werden, um einen durchgängi-

gen Workflow einzurichten. ITEOS prüft
den Use-Case einer Authentifizierung
mittels Blockchain, davon ausgehend,
dass ID-Management ein zukunftsträchtiges Feld ist. Beim ID-Management will
regio iT auf Lösungen von Jolocom und
Sovereign setzen, deren Lösung SelfSovereign-Identity (SSI) auf der Sitzung
vorgestellt wurde und auch für kommunale Anwendungen denkbar ist. Die Projektgruppe hat dies intensiv diskutiert.
Fragen nach der Kontrolle von Zugängen
zu Identitäten und wie sich diese sicher
verwalten lassen, müssen erst noch beantwortet werden.
Die Gruppe sprach sich auch dafür
aus der European Blockchain Partnership beizutreten. Unterdessen hat
regio-iT-Chef Dieter Rehfeld ein Govchain-Blog gestartet, wo die aktuellen
Diskussionen nachvollzogen werden.
AUTOR: RALF RESCH, VITAKO

Testphase verlassen

Sitzung der Facharbeitsgruppe E-Government

›

Am 19. und 20. März trafen sich
die Mitglieder der FAG E-Government in Berlin. Karl Klein, Leiter der
Facharbeitsgruppe, und Ralf Resch,
Geschäftsführer von Vitako, begrüßten Frank-Rüdiger Srocke und Björn
Bünzow vom Bundesinnenministerium (BMI) als Gastreferenten.
In ihrem Vortrag gaben diese Einblicke
in den aktuellen Stand und die Planungen beim Portalverbund, beim Unternehmenskonto und bei der Umsetzung der
OZG-Leistungen. Für den Portalverbund
wurde ein Onlinegateway als Pilotprojekt entwickelt, das noch in diesem Jahr
die Testphase verlassen soll und an das
dann der Bund und alle Länder angeschlossen werden. Dieses Ziel soll bis
Ende 2020 erreicht werden. Der IT-Planungsrat hat ein Koordinierungsprojekt

INTERN Nr. 2 | 2019

zum Thema Unternehmenskonten eingesetzt mit der Aufgabe, Vor- und Nachteile von Zentralität und Interoperabilität
zu erarbeiten.
Die Projektgruppe eID-Strategie
soll außerdem fachliche Anforderungen
für Unternehmenskonten festlegen. Zur
Umsetzung der OZG-Leistungen sind
30 Digitalisierungslabore geplant. Für
alle Leistungen sollen FIM-Bausteine
und Prozessbeschreibungen entwickelt
werden, die dann allen Ländern zur
Nachnutzung zur Verfügung stehen. Mit
Hilfe von Steckbriefen zu den jeweiligen
Verwaltungsleistungen sollen dann Umsetzungsprojekte entstehen.
VERKNÜPFUNG DER REGISTER

Die Vitako-Geschäftsstelle berichtete
über die Gespräche mit dem BMI zu den
Verhandlungen der Konditionenverträge

sowie zur Registermodernisierung. Aus
diesen geht hervor, dass der Select-PlusVertrag um drei Jahre verlängert wird,
beim Enterprise-Agreement wurde allerdings noch keine Einigung erzielt.
Das BMi beabsichtig zur Registermodernisierung eine Verknüpfung der
bestehenden dezentralen Register und
die Entwicklung eines zentralen Identifiers. Die FAG diskutierte außerdem das
Zusammenspiel zwischen E-Akte und
den Fachverfahren. Karl Klein (ITEOS)
informierte die Mitglieder zur Änderungen der PSI-Richtlinie der EU und Christian Drews (Governikus) analysierte die
EU-Verordnung zum Free Flow of Data.
Das nächste Treffen wird am 19. und
20. November 2019 stattfinden.
AUTOR: DANIEL SIEBERATH, VITAKO

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MELDUNGEN

›

ZUGFERD 2.0

Der hybride E-Rechnung-Standard
ZUGFeRD ist in der neuen Version
2.0 veröffentlicht worden. Das Format ist
für den Rechnungsaustausch zwischen
Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung und Verbrauchern geeignet.
ZUGFeRD 2.0 ist eine Weiterentwicklung des bereits bewährten Standards ZUGFeRD 1.0, der im Sinne der
Richtline 2014/55/EU und der Europäischen Norm EN 16931 im Juni 2017 vom
Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) erarbeitet wurde. Überdies
gab es bei der Entwicklung enge Abstimmungen mit dem französischen Standard
Factur-X 1.0, mit dem ZUGFeRD 2.0
technisch identisch ist.
Der hybride ZUGFeRD-Standard
richtet sich auch an kleinere und mittelständische E-Rechnung-„Anfänger“, die
bisher vor elektronischer Rechnungsübermittlung zurückschreckten.
Mehr Infos: hier

Konditionenverträge mit
Microsoft
Verlängerung bis 2022 ausgehandelt

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Am 15. März 2019, haben sich Microsoft und das Bundesinnenministerium (BMI) über die Verlängerung
des Select Plus-Vertrages bis zum
31. Mai 2022 geeinigt. Die Konditionen bleiben unverändert. Angepasst
wurden lediglich die Regelungen zur
Laufzeit der Software Assurance (SA).
Vitako ist am 18. März 2019 über den
aktuellen Sachstand der Verhandlungen
zu den Konditionenverträgen zwischen
Microsoft und dem BMI unterrichtet worden. Hintergrund ist, dass der Konzernvertrag (Enterprise Agreement, EA) und
der Select Plus-Vertrag zum 31. Mai
2019 auslaufen und dementsprechend
eines Neuabschlusses beziehungsweise
einer Verlängerung bedurften. Der Mi-

crosoft Business- und Service-Vertrag
läuft unbefristet, aber auch dieser Vertrag
ist Verhandlungsgegenstand.
Über eine Verlängerung des Konzernvertrages (Enterprise Agreement,
EA) und die mögliche Anpassung des
Microsoft Business und Service-Vertrages (MBSA) wird weiter verhandelt. Eine
Einigung zu EA und MBSA wurde noch
nicht erzielt.

STELLENMARKT
Attraktive Jobs und Ausbildungsberufe bei öffentlichen IT-Dienstleistern

iStock.com/Sritakoset

www.vitako.de / karriere

INTERN Nr. 2 | 2019

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AUS DER BRANCHE

Leipzig übernimmt Vorreiterrolle
Lecos entwickelt Services für das Bürgerportal

›

Leipzig ist einen ersten wichtigen
Schritt bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) gegangen. Als erste sächsische Kommune
bietet die Stadt Verwaltungsleistungen online über ein Bürgerportal an.
Das Vitako-Mitglied Lecos GmbH hat
erste Services für das Portal entwickelt und integriert.
Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen
und Vereine in der Stadt Leipzig können Verwaltungsleistungen künftig online über ein Bürgerportal in Anspruch
nehmen – anwenderfreundlich, vollkommen unabhängig von Ort und Zeit, ganz
ohne Wartezeiten und zusätzliche Wege.
Die Kommune nimmt damit – in enger
Zusammenarbeit mit der Sächsischen
Staatsregierung – eine Vorreiterrolle im
Freistaat ein und bietet als erste sächsische Stadt Leistungen auf dem neuen
Bürgerportal an. Das Portal wurde nach
erfolgreichem Test Mitte Februar offiziell durch Ulrich Hörning, Bürgermeister
und Beigeordneter für Allgemeine Verwaltung, und Torsten Bonew, Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen,
freigeschaltet.
ERSTE SERVICES ONLINE

Zunächst stehen zwei von der Lecos
GmbH in Zusammenarbeit mit dem
Zweckverband KISA entwickelte Services zur Verfügung. So können Hotels,
Ferienwohnungen und andere Objekte
zur Unterbringung von Gästen online für
die Gästetaxe angemeldet und monatlich abgerechnet werden. Bürgern steht
die Möglichkeit der bequemen OnlineAbforderung von Personenstandsurkunden für Geburt, Sterbefälle, Ehe und
Lebenspartnerschaft zur Verfügung. Weitere werden zeitnah folgen, etwa die Services „Anwohnerparken“ und „Anträge
für die Sondernutzungen im öffentlichen
Raum“. Bei der Entwicklung der Leistungen wurde und wird eng mit den eigentlichen Nutzern zusammengearbeitet. So
gab es beispielsweise einen intensiven
Kontakt und Austausch mit den Leipziger
Hoteliers für die Leistung zur Gästetaxe.
„Mit dem Serviceportal macht die
Leipziger Stadtverwaltung einen gro-

INTERN Nr. 2 | 2019

Seit Februar 2019 können die Leipzigerinnen und Leipziger erste Verwaltungsleistungen über ein
Serviceportal nutzen. (Bild: Lecos)

ßen Schritt in
… viele
Richtung MoVerwaltungsdernisierung
und Digitalisievorschriften
rung”, erläutert
Verwaltungs- können so bebürgermeister schleunigt und
Ulrich Hörning.
vereinfacht
„Zukünftig können viele städtiwerden...
sche Dienstleistungen bequem
von zuhause erledigt werden, und das
absolut sicher und einfach. Davon profitieren nicht nur die Leipziger Bürgerinnen
und Bürger. Auch viele Verwaltungsvorgänge können so beschleunigt und vereinfacht werden. Die Stadt Leipzig und
der Freistaat Sachsen arbeiten gemeinsam mit ihren Partnern daran, die Funktionen rund um das Serviceportal zügig
auszubauen, um weitere Services anbieten zu können.”
EINFACHE REGISTRIERUNG

Das für die Nutzung des Portals erforderliche Servicekonto ist schnell angelegt – mit einer einfachen Registrierung
von Bürger oder Organisationen mittels
Benutzername und Passwort. Diese Da-

ten werden für die wiederholte Nutzung
gespeichert. Dem Servicekonto zugehörig sind ein Postfach sowie ein Dokumentensafe, in dem persönliche Dokumente
abgelegt werden können. Das Konto wird
auch als Zugang zu dem bundesweiten
Portalverbund dienen. Einrichtung und
Nutzung sind freiwillig.
Basis für die Online-Bereitstellung
der Verwaltungsleistungen der Stadt
Leipzig ist die Anbindung an das Serviceportal des Freistaates Sachsen „Amt24“.
Die neuen Online-Verwaltungsservices
ergänzen die bekannten Informationen
sowie den bereits etablierten Behördenfinder unter https://amt24.sachsen.de.
Weiterhin wird über einen Link der Zugang von den Fachamtsseiten der Stadt
Leipzig möglich sein.
Mit dem Servicekonto entsteht für
Bürger und Wirtschaft ein einheitlicher,
digitaler Ansprech-partner für den Umgang mit der Verwaltung – ein wichtiger
Schritt in Richtung digitale Verwaltung
der Zukunft.
AUTORIN: MANUELA KASPAR, LECOS

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AUS DER BRANCHE

Reiter und Angler dürfen sich freuen

citkoOutdoor verwaltet die Beantragung von Jagd- und Angelscheinen

›

Mit dem Softwarepaket citkoOutdoor bietet die Südwestfalen IT –
SIT (aus der Fusion zwischen der KDZ
Westfalen-Süd und Citkomm hervorgegangen) eine moderne und vielseitige Softwarelösung. Die Aktivitäten
in den Bereichen Waffen, Sprengstoff,
Jagd, Fischerei und Reitabgabe/Reitkennzeichen sind ohne viel Aufwand
zu verwalten.

de bei der Jagdscheinverwaltung. Auch
der Einsatz in der Jagdrevierverwaltung
wird dort derzeit vorbereitet. Das Modul
Fischereiverwaltung erleichtert die Planung und Organisation der Fischerprüfung. Die Fischereischeinverwaltung hilft
bei der anschließenden Erteilung der Fischereischeine. Gute Zeiten für Angler
also!

citkoOutdoor besteht aus verschiedenen
Modulen. Diese lassen sich abhängig
von den örtlichen Zuständigkeiten zwischen einzelnen Behörden bedarfsgerecht kombinieren. Durch die weitgehend
intuitive Benutzerführung in Web-Dialogen ist der Schulungs- und Betreuungsaufwand gering. Darüber hinaus ermöglicht die Browser-Anwendung einen
unaufwändigen Betrieb. Die Kombination
aus Einfachheit und Funktionalität konnte
auch die Städte Wuppertal und Mülheim
überzeugen. Seit 2017 beziehungsweise
2018 kommt die Software in den beiden
Ruhrmetropolen zum Einsatz.
citkoOutdoor unterstützt bei der
Stadt Wuppertal die Untere Jagdbehör-

Auch die Reiter gehören in den beiden
Städten zu den Profiteuren der neuen
Software, ihre Anliegen können nun
schneller bearbeitet werden. Die Erteilung und Verlängerung von Reitkennzeichen wird durch den Einsatz des Moduls
Reitabgabe/Reitkennzeichen deutlich
vereinfacht.
„Wir haben uns für citkoOutdoor entschieden, weil es sich um eine webbasierte Anwendung handelt. Im Hinblick
auf die Digitalisierung war uns das wichtig. Mobiles Arbeiten und Telearbeit ist
somit für unsere Mitarbeiter möglich. Des
Weiteren können wir mit citkoOutdoor
unser Hauptgeschäft der Unteren Jagdund Fischereibehörde, sowie die Aufga-

INTERN Nr. 2 | 2019

SCHNELLERE BEARBEITUNG

be der Unteren Naturschutzbehörde mit
den Reitplaketten sicherstellen“, sagt Annika Mehnert vom Ressort Umweltschutz
Stadt Wuppertal.
LEICHTER EINSTIEG FÜR
NEUANWENDER

Auch Katja Siric (Abteilung Sicherheit
und Ordnung) profitiert seit Mai 2018 vom
Einsatz von citkoOutdoor bei der Stadt
Mülheim. „Die Benutzerfreundlichkeit der
Software hat uns direkt überzeugt. Neuen Anwendern fällt der Einstieg leicht.“
Martin Krengel, Produktmanager der SIT,
ist erfreut, dass die Software auch außerhalb des südwestfälischen Verbandsgebietes gut ankommt: „Ich bin überzeugt,
dass wir unseren Kunden mit citkoOutdoor ein ausgereiftes und vielseitiges
Produkt anbieten können. Die Benutzerfreundlichkeit der Anwendung ist gewiss
einer der ausschlaggebenden Punkte für
den Einsatz in den Verwaltungen. Aber
auch der Bürger profitiert – durch kürzere
Wartezeiten.“
AUTORIN: MARAY PAUL, SIT

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AUS DER BRANCHE

Enge Partnerschaft

citeq und KRZN arbeiten bei personalwirtschaftlicher Software auf Basis
von SAP-HCM zusammen. ITEOS mit an Bord.

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Die kommunalen IT-Dienstleister
der Stadt Münster citeq und das
Kommunale Rechenzentrum Niederrhein KRZN haben im Februar 2019
ihre enge Zusammenarbeit im Bereich
der personalwirtschaftlichen Software
SAP-HCM offiziell bekannt gegeben.
In einem ersten Schritt haben die Fachteams des KRZN und der citeq mit Unterstützung der ITEOS das bisher vom
KRZN eingesetzte Modul Personalabrechnung bereits auf SAP-HCM umgestellt. Die insgesamt mehr als 28.000
Personalfälle konnten die citeq und das
KRZN in neun Monaten und damit in einer für solche Projekte sehr kurzen Projektlaufzeit erfolgreich in SAP-Mandanten überführen. Gemeinsam betreiben
die beiden Partner ihre Lösung damit
nun für Kommunen in NRW mit mehr
als 62.000 Personalfällen. Die Zusammenarbeit kommt sowohl dem wirtschaftlichen und sicheren Betrieb als auch der
Kundennähe und der Lösungskompetenz zu Gute.

Jonas Fischer, Geschäftsleiter des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein (KRZN), Stefan
Schoenfelder, Betriebsleiter der citeq, Susanne Diehm, Mitglied der Geschäftsleitung der SAP
Deutschland, Dirk Adamy (SAP) und Andreas Pelzner, Mitglied des Vorstands der ITEOS (v.r.n.l.)
haben in Münster offiziell die Zusammenarbeit der citeq und des KRZN im Bereich Personalwesen
gestartet. (Foto: Presseamt Münster)

REGIONALE BERATUNGSTEAMS

Die citeq setzt SAP-HCM bereits seit
2010 erfolgreich in verschiedenen Aufgabenfeldern der Personalwirtschaft ein.
Spezielle Funktionen für den kommunalen Markt liefert der KommunalMaster
Personal der ITEOS aus Stuttgart. „Sowohl mit der SAP und der ITEOS als
auch mit dem KRZN verbinden uns bereits seit Jahren enge Partnerschaften.
Unsere kommunalen Kunden und Partner profitieren von vielen bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Softwaremodulen in den wichtigen Aufgabenfeldern der
Personalwirtschaft und des Datenabgleichs, die aus diesen Partnerschaften
hervorgegangen sind“, berichtet Stefan
Schoenfelder, Betriebsleiter der citeq.
Das kooperative und arbeitsteilige
Betriebsmodell wird von einem zentralen technischen Betrieb in Münster und
regional agierenden Beratungsteams
in Münster und Kamp-Lintfort geprägt.
Die Zusammenarbeit spiegelt auch die
wachsende Bedeutung der Investitionssicherheit in der Informationstechnik wider.

INTERN Nr. 2 | 2019

„Kurze Projektlaufzeiten und langfristige
Investitionssicherheit waren die Triebfeder für die ITEOS, um KommunalMaster-Produkte für die Personalwirtschaft
und das Rechnungswesen auf SAP-Basis zu ent… kurze Pro- wickeln. Die
Entscheijektlaufzeiten dung der ciund langfri- teq und des
KRZN für
stige Inves- den Komtitionssicher- munalMaster bestäheit sind die tigt unsere
Triebfeder... Strategie“,
sagt Andreas Pelzner,
Mitglied des Vorstands der ITEOS. Susanne Diehm, Leiterin des Geschäftsbereichs Public & Healthcare und Mitglied
der Geschäftsleitung der SAP ergänzt:
„Die SAP entwickelt ihre personalwirtschaftlichen Lösungen integriert im Rahmen ihrer intelligenten ERP-Softwaresu-

ite kontinuierlich weiter. Das KRZN und
die citeq sind damit auch im Hinblick auf
die zukünftigen Entwicklungen bestens
aufgestellt.“
NUR NEUN MONATE
PROJEKTDAUER

„Mich begeistert die Art und Weise wie
SAP-HCM und der KommunalMaster
Personal der ITEOS uns dabei unterstützen, die Personalabrechnung rechtskonform und komfortabel durchzuführen.
Durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit unserer Häuser konnte die Projektdauer auf nur neun Monate begrenzt
werden“, bilanziert Jonas Fischer, Geschäftsleiter des KRZN. „Wir freuen uns
darauf, die Lösung gemeinsam mit der citeq auch in weiteren Bereichen wie dem
Stellen- und Organisationsmanagement
auszurollen.“
AUTOR: VOLKER LECHTENBERG, CITEQ

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AUS DER BRANCHE

Vollstreckung online

Erfolgreicher Start der bundesweiten elektronischen Amtshilfe-Lösung

›

Anfang März wurde zwischen dem
Kreis Lippe und der Stadt Detmold
das erste elektronische Amtshilfeersuchen versendet. Die Verwaltungen
in Ostwestfalen-Lippe und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den
Vollstreckungsabteilungen in den Rathäusern freuen sich über den erfolgreichen Start von AMTSHILFE.net. Ab
sofort steht diese Möglichkeit den krzVerbandskommunen zur Verfügung.
Der erste Produktivgang im Kommunalen
Rechenzentrum Minden-Ravensberg/
Lippe (krz) in Lemgo stellt einen großen
Meilenstein für den bundeseinheitlichen
elektronischen Amsthilfeaustausch dar,
der nach mehreren Jahren komplexer
Entwicklung und intensiver Tests erreicht
wurde. Im Rahmen der Produktivsetzung
wurde das erste digitale Ersuchen von
der Kreisbehörde an die Stadtverwaltung
versendet. Michael Held vom Kreis Lippe
ist sich sicher: „Da wir häufig Amtshilfeersuchen an die umliegenden Kommunen
versenden, profitieren die Empfänger unserer Ersuchen sofort von AMTSHILFE.
net.“ „Weil wir diese Ersuchen vollautomatisch in unsere Vollstreckungssoftware eingespielt bekommen“, ergänzt
Michael Peuker von der Stadt Detmold.
Das Ersuchen ist vollständig in den
digitalen Prozess der Vollstreckung
eingebettet. Der Vorgang erscheint in
der Software des empfangenden Amtes so, als wäre er von einem Kollegen im Büro nebenan abgeschickt worden. Damit erweist sich gerade der
Prozess, der oft ganz am Ende eines
Verwaltungsverfahrens steht, nämlich
die Vollstreckung einer Forderung, als
ein Vorreiter der Digitalisierung in den
Kommunalverwaltungen.
BEITRAG ZUR
STEUERGERECHTIGKEIT

Deutsche Kommunen stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre
Amtshilfeersuchen nicht nur einfach auszutauschen, sondern diese in einer effizienteren Art und Weise abzuarbeiten als
sich in den letzten Jahren etabliert hat.
Die Masse an Schuldnern, die nicht im
Einzugsgebiet der eigentlich zuständigen

INTERN Nr. 2 | 2019

Am Start: Martin Kroeger (krz, Abteilungsleiter Finanzservice), krz- Projektleiter Timm Mühlenweg,
Philipp Wittner (Projektleiter DATA-team) und DATA-team Geschäftsführer Thomas Teschner.

Vollstreckungsbehörde liegt, wächst stetig. Neben den eigenen vollstreckungsrelevanten Fällen kommt eine Vielzahl
von Ersuchen hinzu, die an andere Kommunen gestellt werden müssen oder die
man selbst empfängt.
„Dadurch, dass wir das Verfahren so
schnell und einfach machen, tragen wir
zur Steuergerechtigkeit in Deutschland
bei. Vorher waren die Ersuchen mit viel
manuellem Aufwand verbunden – nun
kann eine Vollstreckung für eine andere
Kommune mit so wenig Umständen erfolgen wie für die eigene. In einem anderen Ort zu wohnen, ist kein Ausweg mehr
für den Schuldner“, erläutert Thomas Teschner, Geschäftsführer des SoftwareEntwicklers DATA-team.
BUNDESWEITE STANDARDS

Die AMTSHILFE.net-Lösung wurde gemeinsam von den öffentlich-rechtlichen
Partnern krz Lemgo und KDO Oldenburg sowie dem Marktführer für Vollstreckungssoftware DATA-team GmbH aus
Leipzig entwickelt. Sie basiert auf einem
gemeinsamen IT-System bestehend aus
der Server-Komponente, einem zentralen Authority-Server zur Ermittlung der
zuständigen Vollstreckungsbehörde, einem Webclient für Vollstreckungsbehörden ohne eigene Vollstreckungsprogramme und einer Webservicekomponente für
die Anbindung von Vollstreckungsfachverfahren im XAmtshilfe Standard. Sie

kombiniert zudem bundesweite zertifizierte Kommunikationsstandards in nur
einer Lösung: XFINANZ 3.1, XAMTSHILFE 1.0, XTA 2.0 und OSCI. Dadurch
sind die Anträge auch in andere Vollstreckungslösungen und Finanzverfahren
integrierbar.
Das krz betreibt die bundesweite
zentrale Serverkomponente, in der die
automatische Ermittlung und Adressierung der zuständigen Vollstreckungsbehörde vorgenommen wird. „Das krz
ist ein Vorreiter in Sachen Datensicherheit. Mit seiner BSI-Zertifizierung ist das
Rechenzentrum in Lemgo der ideale
Dienstleister für die anderen Rechenzentren und Kommunen, die AMTSHILFE.net einsetzen“, so Teschner.
„Als nächster Meilenstein ist der
Produktivgang im Mai dieses Jahres
mit der KDO in Niedersachsen gesetzt.
Weitere Rechenzentren in Baden-Württemberg und Hamburg wollen folgen“,
so Teschner. „Mit AMTSHILFE.net gibt
es eine Vision: Die gerechte Beitreibung
von offenen Steuern und Abgaben wird
zukünftig ohne Zeitverlust und ohne
manuelle Arbeit im ganzen Bundesland
durchgeführt, als hätten alle Kommunen
eine gemeinsame Vollstreckungsabteilung. Das ist Digitalisierung“, fügt Martin
Kroeger, Abteilungsleiter Finanzservice
im krz, hinzu.
AUTOR: TIMM MÜHLENWEG, KRZ

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AUS DER BRANCHE

Ausgezeichnet!

Lecos zählt zu den besten Arbeitgebern in der ITK-Branche Leipzigs

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Die Lecos GmbH ist in den Wettbewerben „Beste Arbeitgeber in
der ITK 2019“ (Kategorie 101 bis 500
Mitarbeiter) und „Beste Arbeitgeber in
der ITK - Sonderkategorie SYSTEMHÄUSER“ vom Great Place to Work®
Institut Deutschland ausgezeichnet
worden.
Die Auszeichnung wurde am 19. März
2019 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in den Münchner Highlight Towers vom Great Place to Work®-Institut
bekannt gegeben. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die sich in besonderer
Weise für die Gestaltung einer vertrauensvollen und mitarbeiterorientierten Kultur der Zusammenarbeit im Unternehmen
engagieren und ihren Mitarbeitenden attraktive Arbeitsbedingungen bieten.
ERFOLGSFAKTOR MENSCH

„Wir sind wirklich stolz darauf, dass sich
Lecos als kommunales Unternehmen
in diesem Wettbewerb gegen die anderen, vorrangig privatwirtschaftlich organisierten Teilnehmer behaupten konnte“,
sagt Lecos-Geschäftsführer Peter Kühne. „Die Lecos ist ein großartiger Platz
zum Arbeiten, weil sich unsere Mitarbeitenden täglich mit Herzblut und Leidenschaft der IT und der Digitalisierung der
Verwaltung widmen. Es ist unsere Aufgabe als Arbeitgeber, ihnen das Umfeld
zu schaffen, in welchem sie das können
und auch gern tun.“ Peter Kühne betonte, dass die Auszeichnung ein Ansporn
sei, auch künftig alles zu tun, um attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Schließlich seien sie ein wichtiger Faktor, um im wachsenden Wettbewerb um
junge Talente mithalten können.
WERTUNG DER MITARBEITENDEN

Bewertungsgrundlage der Wettbewerbe war eine anonyme Befragung
der Mitarbeitenden zu zentralen Arbeitsplatzthemen wie Vertrauen in die
Führungskräfte, Qualität der Zusammenarbeit, Wertschätzung, Identifikation mit dem Unternehmen, berufliche
Entwicklungsmöglichkeiten, Vergütung,
Gesundheitsförderung und Work-LifeBalance. Darüber hinaus wurde das

INTERN Nr. 2 | 2019

Management zu
Maßnahmen und
Angeboten in der
Personalarbeit befragt. Die Ergebnisse sind in einer Gewichtung von 2:1 in
die Gesamtbeurteilung eingeflossen.
Die unmittelbare
Bewertung der Mitarbeiter stand also
im Vordergrund. Als
besonders positiv
erfahren die Mitarbeitenden von Lecos demnach die
besonderen Sozi- Manuela Kaspar, Unternehmenskommunikation, und Roy Barthel, Leiter
alleistungen, die Marketing und Vertrieb, von der Lecos GmbH nahmen den Preis in MünBeteiligung der chen entgegen.
Belegschaft am Unternehmenserfolg gonomisch ausgestattete Arbeitsplätze,
sowie die Maßnahmen im Rahmen Wechselarbeitsplätze mit höhenverstelldes Gesundheitsmanagements sowie baren Tischen, Obstteller, Beratungstage
zur Förderung einer ausgeglichenen sowie Impf- und Massageangebote im
Work-Life-Balance.
Unternehmen. Außerdem nimmt die Belegschaft regelmäßig an gemeinsamen
LECOS IST FAMILIENFREUNDLICH
sportlichen Aktivitäten teil, zum Beispiel
Dank flexibler Arbeitszeitmodelle kön- am jährlichen Leipziger Firmenlauf, an
nen Lecos-Mitarbeitende ihre Arbeits- verschiedenen Fußball- und Volleyballzeit unkompliziert an individuelle Bedürf- Turnieren. Sport spielt außerdem bei den
nisse anpassen – kurzfristig durch das jährlichen Sommer- und Familienfesten
familien- und freizeitfreundliche Gleit- eine Rolle.
zeitmodell ohne Kernarbeitszeit oder
längerfristig durch Anpassungen der LECOS ÜBERNIMMT SOZIALE
Wochenarbeitszeit, etwa für die Pfle- VERANTWORTUNG
ge von Familienangehörigen. Familien- Als kommunaler IT-Dienstleister bleibt
freundlichkeit spielt für Lecos überhaupt Lecos der eigenen Branche auch im soeine tragende Rolle. Dazu gehören ne- zialen Bereich treu und unterstützt Verben dem Kostenzuschuss für die Krip- eine mit wiederaufbereiteter Technik.
pen- und Kindergartenbetreuung des Unzählige Vereine und karitative EinrichMitarbeiternachwuchses auch zusätzli- tungen vom Kindergarten bis zum Seche Kindkrank-Tage, wenn der gesetzli- niorenzentrum, vom Sportclub bis zum
che Anspruch aufgebraucht ist, und die Jugendfreizeit-Angebot, vom Projekt in
Möglichkeit der Nutzung eines mobilen Äthiopien bis hin zu Schulklassen in der
Eltern-Kind-Arbeitsplatzes. Darüber hin- Ukraine konnten bereits bei ihrer Arbeit
aus bietet Lecos allen Beschäftigten eine unterstützt werden. Gemeinsam mit den
betriebliche Altersvorsorge.
Mitarbeitenden wurde entschieden, auf
Geburtstagsgeschenke zu verzichten
LECOS IST GESUND
und das Geld stattdessen an regionale
Die Gesundheit der Mitarbeitenden liegt soziale Projekte, wie zum Beispiel ein
Lecos am Herzen. Neben einer betrieb- Kinderhospiz oder einen Verein zur Traulichen Krankenversicherung gibt es erbegleitung von Kindern, zu spenden.
deshalb weitere Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Dazu gehören erAUTORIN: MANUELA KASPAR, LECOS

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AUS DER BRANCHE

Standesamtsportal in Hessen freigeschaltet

ekom21 ist bundesweit Vorreiter beim OZG

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Am 8. März 2019 wurde in Hessen
das „Standesamtsportal“ freigeschaltet und damit die Voraussetzung
geschaffen, dass von den Bürgern in
diesem Bereich Leistungen der Kommunalverwaltungen einfach und zu jeder Zeit in Anspruch genommen werden können. Das Land Hessen und
die ekom21 sind damit bundesweit die
Ersten, die für ein ganzes Handlungsfeld den Kommunen eine einheitliche
Plattform anbieten und damit die Anforderungen aus dem Onlinezugangsgesetz (OZG) erfüllen.
Die Beantragung von Personenstandsurkunden von zu Hause aus, an sieben
Tagen und 24 Stunden am Tag – diesen Service können jetzt alle hessischen
Standesämter ihren Bürgerinnen und
Bürgern bieten. Dazu gehört beispielsweise die Ausstellung von Geburtsurkunden, Sterbeurkunden, Eheurkunden und
Lebenspartnerschaftsurkunden.
Gleichzeitig ist es auch möglich,
dass Geburtskrankenhäuser die Daten
für Geburtsanzeigen oder Bestatter die
Daten für Sterbefallanzeigen direkt online dem jeweiligen Standesamt übermitteln. Das spart allen Beteiligten Zeit und
beschleunigt und vereinfacht das Verwaltungshandeln mit dem Standesamt erheblich. Der Online-Service für Geburtsund Sterbefallanzeigen der ekom21 wird
bereits seit einem Jahr von Städten wie
Dortmund und Paderborn eingesetzt.
MISSION OZG: ERFÜLLT

Die Freischaltung des neuen Portals erfolgt jetzt durch jedes Standesamt, in
dem die Verlinkung zum zentralen Antragsservice bei der ekom21 auf die
Homepage der jeweiligen Stadt oder Gemeinde eingebunden wird. Diesen Service nutzen bereits auch Standesämter
außerhalb Hessens, darunter die Stadt
Witten (Nordrhein-Westfalen).
Mit der Nutzung dieser Online-Services erfüllen die Hessischen Standesämter bereits jetzt die Anforderungen aus
dem Onlinezugangsgesetz (OZG), das
im August 2017 in Kraft getreten ist und
alle Verwaltungen verpflichtet, bis Ende

INTERN Nr. 2 | 2019

Geburtsurkunden, Sterbeurkunden, Eheurkunden und Lebenspartnerschaftsurkunden - all dies zu
beantragen, ist in Hessen jetzt online möglich. (Bild: ekom21)

2022 ihre Verwaltungsleistungen auch
online anzubieten.
Der neuartige Service „Standesamtsportal“ wurde durch die Zusammenarbeit hessischer Standesämter mit
dem Verlag
… spart al- für Standesamtswesen
len Beteiligten als Anbieter
Zeit und be- des Fachverfahrens
schleunigt und „AutiSta“ und
vereinfacht das der ekom21
als Hersteller
Verwaltungs- und Betreihandeln... ber des Antragsportals
auf der Basis der Digitalisierungsplattform „civento“ möglich. Unterstützt und
finanziert wurde die Umsetzung durch
das Land Hessen.
NUTZERKONTO KOSTENFREI

Ein wesentlicher Bestandteil des OZG ist
es auch, den Bürgern ein sogenanntes
Nutzerkonto zur Verfügung zu stellen. Mit
der hessischen Standesamtslösung sind
für die Standesämter jetzt auch diese Anforderungen des OZG erfüllt. Das Land

Hessen hat ein solches Nutzerkonto für
alle hessischen Kommunen kostenfrei
zur Verfügung gestellt und jeder Bürger
kann sich unentgeltlich ein solches Konto
einrichten. Die Registrierung erfolgt auf
dem Service Portal des Landes Hessen
„service.hessen.de“ und in Verbindung
mit den Services auf den Internetseiten
der jeweiligen Kommunen.
Nutzbar ist dieses Konto für die Bürger jetzt in Verbindung mit den OnlineAnträgen beim Standesamt aber auch
bei der Beantragung von Bewohnerparkausweisen und anderen Online-Angeboten bei mehreren Kommunen. Weitere
Anwendungen kommen im Rahmen der
Umsetzung der weiteren Themenfelder
hinzu. So ist die Einrichtung eines Sozialportals vorgesehen, über das die Anträge
auf Unterhaltsvorschuss, auf Tagespflege oder die Erstattung von Kitagebühren
bei den hessischen Jugendämtern online
durchgeführt werden können.
AUTOR: STEFAN THOMAS, EKOM21

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AUS DER BRANCHE

Komfortable Bearbeitung der Gewerbedaten
Herford setzt als erster Kreis migewa Region beim krz ein

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Um eine verbesserte Planungsgrundlage zu haben und seine
Vorgänge im Bereich Gewerbe zu
beschleunigen und zu koordinieren,
setzt der Kreis Herford die Anwendung migewa-Region der Firma naviga ein, die vom Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg / Lippe
(krz) betreut wird.
Die Lösung führt zu einer effektiven Vernetzung der Gewerbedaten zwischen
den kreisangehörigen Kommunen und
der Kreisverwaltung. migewa-Region
baut im Lemgoer Rechenzentrum eine
Gewerbedatenbank mit allen Betrieben
und Gewerbetreibenden aus dem Kreisgebiet auf, worauf die Kreisverwaltung
zugreift. Durch die Arbeit am gleichen
Datenbestand werden Fehlerquellen minimiert und alle Stellen gehen vom gleichen Sachstand aus. Die Informationen
können nach unterschiedlichsten Kriterien gefiltert und ausgewertet werden, was
der Kreisverwaltung somit eine bürgerfreundliche gewerbliche Weiterentwicklung ermöglicht.
Die berechtigten Fachämter haben
einen gefilterten Lesezugriff auf freigege-

bene Gewerbedaten. Über
ein Berechtigungssystem
ist sichergestellt, dass alle
Datenschutzrichtlinien eingehalten werden. Gleichzeitig hat der Kreis Zugriff
auf komfortable und fachspezifische Erlaubnismodule (Modul Bewacher, Modul
Prostitution), die den Beschäftigten die Bearbeitung
von verwaltungsinternen
Vorgängen erleichtern. Das
Modul migewa-Anwender Die migewa Regionslösung (Quelle: naviga)
ermöglicht zudem durch die
Erfassung von Notizen, Hinweisen und setzt. Silke Vahrson-Hildebrand, AmtsTerminen eine bequeme Bearbeitung leiterin für Sicherheit und Ordnung, zeigt
und effektive Kommunikation.
sich zufrieden: „Die Anforderungen des
Das krz sorgt für eine tägliche au- Kreises Herford konnten gemeinsam
tomatisierte Aktualisierung der Daten mit dem krz und dem Hersteller naviga
zwischen Kreis und Kommunen. Un- kurzfristig erfolgreich umgesetzt werden.
ter Berücksichtigung der gesetzlichen Über die weiteren Entwicklungschritte
Standards werden die Gewerbedaten wie E-Akte und eine Online-Gewerbeautomatisch über den Kommunikations- anmeldung werden wir uns intern und
server IRIS von naviga versendet und mit dem krz abstimmen.“
empfangen.
Technisch wurde die Lösung durch
AUTOR: INGO FRÖHLICH, KRZ
naviga gemeinsam mit dem krz in Abstimmung mit dem Kreis Herford umge-

Auf dem Weg zur intelligenten Stadt

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Die Digitalisierungsoffensive
nimmt Fahrt auf, auch in den Modellkommunen in Ostwestfalen-Lippe.
Vorn mit dabei: Die Stadt Delbrück, die
mit flächendeckendem LoRaWAN das
Internet der Dinge (IoT) in ihre Verwaltungsprozesse einbinden will.
In fünf digitalen Modellkommunen erprobt das Land Nordrhein-Westfalen seit
2018 innovative Projekte des E-Governments und der digitalen Stadtentwicklung.
Eine dieser Modellkommunen ist die Region Ostwestfalen-Lippe.
Beim Ausbau eines funkbasierten
IoT-Netzes legte die Stadt Delbrück
großen Wert auf Nachhaltigkeit. Zudem sollte das dahingehende Konzept
bereits konkrete Anwendungsfälle beinhalten, die Verwaltung, Bürgerinnen

INTERN Nr. 2 | 2019

und Bürger, Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Dienstleistungsbetriebe
gleichermaßen beteiligen. Bei der entsprechenden Ausschreibung hatte die
regio iT GmbH mit Sitz in Aachen Ende
2018 die Nase vorn und nahm die Umsetzung direkt in Angriff. Der Weg zur
„Smart City“ begann mit der Installation
von drei LoRa-WAN-Gateways.
Intelligent wird eine Stadt aber erst,
wenn durch Vernetzung und Sensorik die
unterschiedlichsten Datenströme erfasst,
zusammengebracht und analysiert werden – aus Bereichen wie Umwelt, Energie, Verkehr und Sicherheit. Das ist nicht
nur wirtschaftlich, sondern sorgt auch an
vielen Stellen für neuartige Transparenz.
Möglich machen dies unter anderem
Smart Energy-Lösungen wie „e2watch“,
die Energieeffizienz-Lösung der regio iT

zur Visualisierung von Energieverbräuchen und Sensorwerten. In Delbrück wird
man über das neue IoT-Netz künftig den
Grundwasserpegel messen, Energiemonitoring betreiben und das Glatteis überwachen. Auch soll die neue Vernetzung
dabei helfen, Gebäudeauslastungen
auszuwerten sowie Kleinkläranlagen,
Regenrückhaltebecken und Grundwasser zu kontrollieren und somit besser
steuern zu können.
Dabei soll die Skalierbarkeit einzelner Anwendungsfälle sowie deren
Übertragbarkeit auf andere Kommunen
im Fokus stehen, ebenso wie Fragen zu
den Verantwortlichkeiten, Betreibern und
Geschäftsmodellen.
AUTORIN: MIRJA NIEWERTH-HALIS,
REGIO IT

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AUS DER BRANCHE

Impulse für die digitale Verwaltung

AKDB-Vorstand skizziert Zukunftsmodelle der Digitalisierung

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Die wichtigsten Themen beim 7.
Zukunftskongress Staat & Verwaltung sind die Entwicklungen in den
Bereichen Verwaltungsmodernisierung und Digitalisierung. Der Kongress Ende Mai in Berlin soll Impulsgeber für die digitale Verwaltung der
Zukunft sein – und ist mit erneut über
1.500 erwarteten Teilnehmern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eine
der führenden Veranstaltungen dieser Art.
Wie im Vorjahr wird beim Zukunftskongress Ende Mai in Berlin auch die AKDB
wieder vertreten sein: Mit einem Ausstellerstand sowie mit Beteiligungen an
verschiedenen Foren und Plenen stellen
Vertreter der AKDB ihre Fachkompetenz
bei den Themen Verwaltungsdigitalisierung und E-Government unter Beweis.
Im Zukunftsforum I.1 am zweiten
Veranstaltungstag wird der AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer gemeinsam mit weiteren Experten den
Umsetzungsstand des Onlinezugangsgesetzes analysieren. Führt das Gesetz
zu einer noch engeren Zusammenarbeit
der föderalen Ebenen? Mit dem interoperablen Bürgerservice-Portal steht bayerischen und außerbayerischen Kommunen bereits heute die modernste und
reichweitenstärkste E-Government-Plattform für Onlineverwaltungsdienste zur
Verfügung.
ZUKUNFT DER RECHENZENTREN

AKDB-Vorstandsmitglied Gudrun
Aschenbrenner beteiligt sich währenddessen im Zukunftsforum I.4 an einer
Diskussionsrunde zum Thema Zukunft
der öffentlich-rechtlichen Rechenzentren: Diese RZ-Landschaft wurde in den
vergangenen Jahren bekanntlich stark
durch Kooperationen und Fusionen geprägt. Wird der Konsolidierungstrend in
Richtung größerer regionaler Strukturen
anhalten?
Wie wichtig eine agile und dienstleistungsorientierte Verwaltung für den erfolgreichen Wirtschaftsstandort Deutschland ist, darüber diskutieren am dritten
Veranstaltungstag Experten unter ande-

INTERN Nr. 2 | 2019

Auf dem Zukunftskongress im Vorjahr: Der AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer (links) im
Gespräch mit dem IT-Beauftragten der Bundesregierung, Klaus Vitt. (Bild: Simone M. Neumann)

rem aus Ministerien, IT-Planungsrat und
AKDB. Und in der Zukunftswerkstatt III.A
referiert der Leiter der Stabsstelle für Digitalisierung bei der AKDB, Michael Diepold, über integrierte E-Payment-Lösungen für die öffentliche Verwaltung: Dort
hält diese Zahlungsform immer stärker
Einzug, erhöht sie doch den Online-Bürgerservice und reduziert den administrativen Aufwand.

Das Land Hessen betreibt das Servicekonto im Zuge einer Länderkooperation mit Bayern seit 2018. Darüber hinaus
plant der Bund den Einsatz im Rahmen
des eigenen Online-Angebots.
AUTOR: ANDREAS HUBER, AKDB

TRENDS IM E-GOVERNMENT

Am Ausstellerstand präsentiert die AKDB
neue Trends im Bereich E-Government:
Bei digitalen Servicekonten für Bürger
und Wirtschaft etwa ist die AKDB starker
Partner für Bund, Länder und Kommunen. Bereits seit 2011 bietet das AKDBServicekonto eine sichere Lösung für
die Authentifizierung von Bürgern und
Wirtschaft im Rahmen von Online-Verwaltungsprozessen an. Im Rahmen der
Digitalisierungsinitiative des Freistaats
Bayern wird das AKDB-Servicekonto seit
2015 als BayernID von rund 1.300 bayerischen Kommunen eingesetzt.

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BERICHT AUS DER EU

Bündelung der Kräfte

EU für mehr Cybersicherheit

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Die Europäische Union (EU) hat
Initiativen für Cybersicherheit initiiert. Am 12. März verabschiedete
das Europäische Parlament die EUVerordnung zur Cybersicherheit (EU
Cybersecurity Act), die EU-weite Zertifikate für Cybersicherheit von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen
einführt sowie ein ständiges Mandat
und mehr Mittel für die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA vorsieht.
Mit der Cybersicherheitsverordnung führt
die EU ein eigenes Zertifizierungssystem
samt Cybersicherheits-Gütesiegel ein.
Es soll Produkten, Verfahren und Dienstleistungen bescheinigen, dass sie die
Sicherheit der „gespeicherten, übermittelten oder verarbeiteten Daten, Funktionen oder Dienste“ schützen. Welche Produkte zertifiziert werden können, soll die
Kommission festlegen. Ein entsprechendes Zertifizierungsschema wird von der
europäischen Cybersicherheitsagentur
ENISA („EU Agency for Network Information Security“) im Auftrag der Kommission ausgearbeitet. Zwar ist die Teilnahme

an der Zertifizierung für Unternehmen
freiwillig, doch spätestens 2023 will die
EU-Kommission die Zertifizierungen evaluieren und möglicherweise dann verpflichtend festlegen. Besonders kritische
Infrastrukturen stehen dabei im Fokus.
DAUERHAFTES MANDAT

2004 war die Cybersicherheitsagentur
ENISA befristet ins Leben gerufen und
ihr Mandat seitdem mehrfach verlängert
worden. Nun erhält ENISA ein dauerhaftes Mandat. Die Aufgaben der Sicherheitsbehörde werden außerdem über den
bisherigen Informations- und Unterstützungsauftrag hinaus erweitert: Zukünftig
soll sie unter anderem „Rechtsetzungsinitiativen im Bereich der Cybersicherheit“ vorlegen, alle zwei Jahre eine umfassende Cybersicherheits-Großübung
veranstalten, eigene Aufklärungskampagnen durchführen und das genannte
Cybersicherheits-Zertifizierungsschema
ausarbeiten.
KOMPETENZEN BÜNDELN

Bereits im September 2018 ist ein Vor-

TERMINE
2. April 2019 … Dataport Hausmesse … Hamburg
4. - 5. April 2019 … Vitako-Mitgliederversammlung … Haltern am See
7. Mai 2019 … Microsoft Business User Forum … Karlsruhe
21. Mai 2019 … 16. Deutscher IT-Sicherheitskongress … Bad Godesberg

www.itkalender.de … für mehr Informationen + Termine

schlag zur Einrichtung dreier europäischer Cybersicherheits-Organisationen
angeregt worden: 1. eines Europäischen
Kompetenzzentrums für Cybersicherheit
in Industrie, Technologie und Forschung,
2. eines Netzes nationaler Koordinierungszentren sowie 3. einer Kompetenzgemeinschaft für Cybersicherheit. Diese
drei Initiativen sollen nun dem Willen der
Kommission zufolge stärker zusammenarbeiten und ihre Arbeiten bündeln.
Ziel des Kompetenzzentrums ist es,
Forschung und Innovation im Bereich
Cybersicherheit besser zu koordinieren.
Das Kompetenznetz für Cybersicherheit
soll nationale Koordinierungszentren verknüpfen, die über technisches Fachwissen auf dem Gebiet der Cybersicherheit
verfügen, etwa in den Bereichen Kryptografie, Angriffserkennung oder menschliche Sicherheitsaspekte, oder Zugang
dazu haben. Die Ausschreibung eines Pilotprojektes für ein solches Netz in Höhe
von 50 Millionen Euro hatte die Kommission Anfang Februar veröffentlicht.
Die dritte Initiative, die Kompetenzgemeinschaft für Cybersicherheit, soll zukünftig industrielle, akademische und gemeinnützige Forschungseinrichtungen
und Verbänden mit öffentlichen und anderen Einrichtungen zusammenführen,
um externe Expertise in die Arbeit der
Kompetenz- und Koordinierungszentren
einzubinden.
Zur Cybersicherheits-Verordnung:
Link

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Kommunalen IT-Dienstleister e. V.
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