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Full text: Vitako intern Issue 2018,4

August Nr. 4 | 2018 Vitako Intern Themen IT-Planungsr at Liebe Leser innen und Leser , die Digitalisierung der Verwaltung kommt voran. Kürzlich erst hat der IT-Planungsrat eine To-Do-Liste zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes vorgelegt, der eine Aufgabenverteilung zwischen Bund und Ländern zu entnehmen ist. Die Bundesländer konnten sich für Themenfelder eintragen, an denen sie besonders interessiert sind. Insgesamt 575 Verwaltungsleistungen oder „Anliegen“ sollen bis 2022 digitalisiert werden. Einige sind es ja längst, andere noch weit vor der Fertigsstellung – eine Herausforderung allemal. Vitako und die kommunalen IT-Dienstleister wollen sich bei der Umstellung des Führerscheins auf den EU-Standard beteiligen. Circa 40 Millionen Führerscheine müssen ersetzt werden. Da sind Koordination und Kooperation gefragt. Neue Formen der Zusammenarbeit deuten sich auch im Verhältnis der kommunalen IT-Dienstleister zu den Kommunalen Spitzenverbänden an, wo das Thema Digitalisierung inzwischen auch auf der Tagesordnung steht. Die neue Beigeordnete für Recht und Verwaltung beim Deutschen Städtetag, Uda Bastians, bescheinigt den kommunalen IT--Dienstleistern im Interview fachliche Expertise für die Herausforderungen der kommunalen Digitalisierung. › Wir wünschen eine interessante Lektüre, Ihr Vitako-Team Umsetzung des OZG Im Gespr äch Dr. Uda Bastians, Deutscher Städtetag Ver anstaltungen Rückblick Zukunftskongress Facharbeitsgruppen Suchen und Finden im Portalverbund Fusionen Neugründung von ITEOS AöR In Sachen SIcherheit ITDZ mit BSI-Standards neues Rechenzentrum LVR und Stadt Köln daten Offene Verwaltung KDVZ standardisiert Wahldaten euritas CIO-Konferenz im November 1 aktuelles Zur Umsetzung des OZG IT-Planungsrat veröffentlicht Leistungskatalog › Die Umsetzung des Online-Zugangsgesetze (OZG), das bereits seit einem knappen Jahr in Kraft ist, beschäftigt weiterhin Verwaltungsexperten aller föderalen Ebenen und ist Dauerthema im IT-Planungsrat. Das OZG schreibt vor, dass bis 2022 alle Verwaltungsleistungen digital zur Verfügung gestellt werden müssen. In seiner Juni-Sitzung hat der IT-Planungsrat beschlossen, dass der Umsetzungskatalog für Bund, Länder und Kommunen eine Grundlage für die Umsetzung des OZG bilden soll. In diesem auch als „575er-Liste“ bekannten Katalog sind nach einer bundesweiten ersten Erhebung von Verwaltungsleistungen aller Ebenen circa 55 Lebens- und Geschäftslagen mit insgesamt 575 Einzelleistungen zusammengefasst worden. Diese Liste ist eine Momentaufnahme, die weiter vervollständigt wird, die aber als Ausgangspunkt für die Digitalisierung von Leistungen verwendet wird. Damit nicht jedes Bundesland und jede Kommune eigene Lösungen entwickelt, haben sich Bund und Länder im IT-Planungsrat in der Juni-Sitzung auch auf ein arbeitsteiliges Vorgehen verständigt. So wird beispielsweise das Thema Unternehmensführung und -entwicklung federführend von Hamburg bearbeitet, für das Thema Umwelt wird Schleswig-Holstein verantwortlich zeichnen und für das Thema Familie und Kind die Freie Hansestadt Bremen. Vorgesehen ist die Einrichtung sogenannter Digitalisierungslabore, in denen Fachverantwortliche und Digitalisierungsexperten, Anwender und Betroffene gemeinsam gute Lösungen für eine entsprechende Digitalisierung der einzelnen Leistungen entwickeln. Diese können dann von anderen übernommen werden. Sollten einzelne Kommunen beispielsweise bereits eigene digitale Verfahren im Einsatz haben, sind sie mit Rücksicht auf bereits getätigte Investitionen und Aufwände aber nicht gezwungen, neu entwickelte Lösungen zu übernehmen. Ansprechpartner für die Digitalisierungslabore werden noch benannt. herausforderung durch EU-Führerschein Die Kommunalen Spitzenverbände haben in der Sitzung des Planungsrates ebenfalls angeboten, Leistungen zu digitalisieren. Im Gespräch ist derzeit das Thema Waffenbesitzkarte. Die kommunalen IT-Dienstleister werden sich hieran beteiligen. Darüber hinaus will Vitako sich im Bereich Mobilität engagieren und mit dem Thema Führerschein befassen. Denn auf die kommunalen Führerscheinstellen kommt in den nächsten Jahren ein erheblicher Aufwand bei der Ausstellung neuer Kartenführerscheine zu. Aufgrund der europaweit notwendigen Vereinheitlichung von Führerscheindokumenten müssen alle Führerscheine umgetauscht werden, die vor dem 1. Januar 2013 ausgestellt worden sind. Führerscheine nach dem 1. Januar 2013 haben dann nur noch eine befristete Gültigkeit von 15 Jahren. Insgesamt müssen rund 40 Millionen Führerscheine ersetzt werden. Zu überlegen ist, ob im Rahmen des Digitalisierungsprogramms ein elektronischer Prozess für den Umtausch gestaltet werden Intern Nr. 4 | 2018 kann. Die kommunalen IT-Dienstleister wollen das Thema in einer eigenen Arbeitsgruppe behandeln und geeignete Vorschläge für einen Online-Prozess erarbeiten. Portalverbund und Servicekonto Neben den verschiedenen Vorhaben des Digitalisierungsprogramms laufen auch die Konzeptentwicklungen für den Portalverbund und die interoperablen Servicekonten weiterhin auf Hochtouren. Um die Portale des Bundes und die Verwaltungsdienstleistungen, der Länder und der Kommunen miteinander zu verknüpfen, wurde ein „Suchen und Finden“-Konzept erarbeitet, das federführend von der Freien und Hansestadt Hamburg vorangetrieben wird. Um die bestehenden Portale mit ihren Anwendungen so zu verknüpfen, dass Bürgerinnen und Bürger entsprechende Dienste auch länderübergreifend nutzen können, werden vom Bund sowie den Ländern Berlin, Bayern, Hamburg und Hessen jetzt Integrationsszenarien erarbeitet. Es wird außerdem an einer Architekturrichtlinie für den Portalverbund gearbeitet. Eine erste Liste mit Kriterien für die Portalverbundfähigkeit liegt vor, darin werden Aussagen beispielsweise zu Anforderungen an die Verwaltungsportale, an die Nutzerkonten, Postfächer, an die Onlinedienste oder auch an Single-Sign-On oder an das Payment getroffen. Aus Sicht der Länder und der Kommunen gibt es hier allerdings noch viele offene Fragen und erheblichen Diskussionsbedarf. Vitako wird sich an dieser Diskussion gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden beteiligen und das fachliche Know-how der kommunalen IT-Dienstleister einbringen. Autorin: Tina Siegfried, Vitako 2 aktuelles Übersicht über die Verteilung von OZG-Leistungen laut IT-Planungsratsbeschluss 20118/22 vom Juni 2018 1. Unternehmensführung und -entwicklung a. Hamburg (Federführung) b. Bremen (Mitarbeit) c. Nordrhein-Westfalen (Interesse) d. Hessen (Interesse für die Geschäftslagen Arbeitsschutz und Statistik & Berichtspflichten) 8. Bauen und Wohnen a. Mecklenburg-Vorpommern (Federführung) b. Bayern (Interesse) c. Baden-Württemberg (Interesse) 9. Engagement und Hobbies a. N.N. 2. Steuern & Zoll 10. Recht und Ordnung a. Thüringen (Federführung für Lebenslage Steuern) b. Hamburg (Interesse für Geschäftslage Auslandsgeschäft) a. Sachsen (Federführung) 11. Ein- und Auswanderung 3. Umwelt a. Brandenburg (Federführung) a. 1. Schleswig-Holstein (Federführung) b. 2. Rheinland-Pfalz (Co-Federführung) c. Hessen (Interesse an Geschäftslage Anlagen und Stoffe) 12. Gesundheit a. Niedersachsen (Federführung für die Lebenslagen Gesundheitsvorsorge und Krankheit) 4. Forschung und Förderung a. Rheinland-Pfalz (Interesse) 13. Familie und Kind 5. Bildung a. Bremen (Federführung) b. Saarland (Mitarbeit) a. Sachsen-Anhalt (Federführung) 14. Querschnitt 6. Arbeit und Ruhestand a. Hessen (Interesse für Lebenslage Arbeitsplatzverlust) 7. Mobilität und Reisen a. Berlin (Federführung) b. Brandenburg (Mitarbeit) c. Hamburg (Mitarbeit) d. Thüringen (Interesse) a. N.N. Meldung › GovL ab Arnsberg Viele Herausforderungen der Zukunft aber auch der Gegenwart sind mit klassischen Methoden kaum zu bewältigen. In Arnsberg/ Sauerland testet die Landesverwaltung neue Wege der Zusammenarbeit mit interdisziplinären Projektgruppen und Methoden wie dem Design Thinking. „Was dabei rauskommt, wenn Handwerker, Informatiker, Juristen und Verwaltungsleute an einen Tisch sitzen? Das lässt sich nicht vorhersagen. Aber: Die Chancen für neue Ideen stehen gut!“, heißt es auf der Website. Das Gov-Lab Arnsberg steht für neues Regieren durch interdisziplinäre und gemeinsame Lösungsfindung und bietet für Interessierte Raum und Rahmen, Intern Nr. 4 | 2018 um eigene Ideen und Lösungen zu entwickeln. Dabei ist das Ziel, die Verwaltung einfacher, schneller und besser zu machen. Ein aktuelles Projekt ist das Bereitstellen von Informationen zum LEADERProgramm der EU durch einen LEADER Chatbot. Auf Algorithmus-Basis sollen Informationen zu Unterlagen, formalen Anforderungen und Basis-Informationen abgefragt werden können. Ziel ist die Erstellung eines Prototypen, der auf den Websiten und Social-Media Kanälen der LEADER-Regionen getestet wird und dann auch anderen Kommunen oder Regionen zugute kommt. Das Gov-Lab will auch Best-Practice-Empfehlungen von Arbeitsabläufen in der Verwaltung entwickeln. Wie funktioniert eine Anhörung und wie erstelle ich einen Zuwendunsbescheid? Für viele Quereinsteiger in der Verwaltung sei es wichtig, schnell und zielgruppengerecht das passende Verwaltungswissen parat zu haben. Link: Gov-Lab Arnsberg 3 Interview Neue Formen der Zusammenarbeit Dr. Uda Bastians, Beigeordnete für Recht und Verwaltung beim Deutschen Städtetag › Auf der Vitako-Mitgliederversammlung in Hamburg hat Uda Bastians die Position des Deutschen Städtetages in Sachen Digitalisierung erläutert und dabei auf das partnerschaftliche Verhältnis von Kommunen und ITDienstleistern hingewiesen. Frau Bastians, wie sieht die Beschäftigung des Deutschen Städtetages mit der Digitalisierung aus? Die Bundesregierung hat sich bei der Digitalisierung viel vorgenommen. Es werden Herausforderungen benannt, denen sich die Kommunen bereits heute – und mit Erfolg – stellen. Es werden aber auch Aufgaben beschrieben, die die Kommunen vielerorts neu in Angriff nehmen müssen. Deshalb müssen wir uns effektiv aufstellen, um Lösungen zu erreichen, die die politischen Ziele der Kommunen unterstützen und deren Umsetzung erleichtern. Hierin liegt die Kernaufgabe des Deutschen Städtetages. Und hier setze ich auf eine enge Zusammenarbeit mit den kommunalen IT-Dienstleistern. Was ist bei der Digitailisierung für Kommunen besonders relevant? Eine gute Infrastruktur ist Grundvoraussetzung. Bis 2025 brauchen wir flächendeckend Gigabit-Netze. Nur mit einer sinnvollen Politik von Bund und Ländern ist ein Ausbau auf Gigabitniveau zu erreichen. Dann die digitale Verwaltung: Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und die Ausgestaltung des Portalverbundes stehen an. Ein Portalverbund von Bund, Ländern und Kommunen bietet Chancen, mehr Bürgernähe zu erreichen. Die kommunalen Portale müssen dabei sichtbar bleiben und die bereits heute dort abrufbaren Informationen weiter möglich sein. Beim Ausbau digitaler Angebote der Verwaltung setzen wir auf benutzerfreundliche Zugänge zur Verwaltung. Wir als Deutscher Städtetag plädieren für eine Überprüfung der Digitaltauglichkeit unserer Gesetze, um den digitalen Zugang zur Verwaltung grundsätzlich möglich zu machen. Wir möchten aber auch weiterhin den persönlichen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern aufrechterhalten! Inwieweit können IT-Dienstleister behilflich sein? Kommunen sind mit den IT-Dienstleistern seit Beginn der 1990er Jahre Vorreiter bei der Einführung von E-GovernmentAngeboten in Deutschland. Die Einführung und stetige Verbesserung digitaler Verwaltungsabläufe gehört zu den größten Herausforderungen der Zeit in der öffentlichen Verwaltung. Hierfür brauchen die Kommunen fachliche Unterstützung. Wer soll für die Kosten der Digitalisierung aufkommen? Die Planung und Implementierung neuer Verwaltungsabläufe, die notwendige technische Ausstattung und Schulungen werden erhebliche Ressourcen erfordern. Hier sind Bund und Länder gefragt. Dabei will ich sie keinesfalls auf die Rolle als Geldgeber reduzieren. Sie können selbst durch die Digitalsierung ihrer Verwaltungsabläufe und -dienstleistungen das The- Intern Nr. 4 | 2018 ma E-Government voranbringen, mit Standardisierungen Effizienzen schaffen und die Nutzerfreundlichkeit für Bürgerinnen und Bürger steigern. Darüber hinaus können nur Bund und Länder als Gesetzgeber die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, um die Digitalisierung der Verwaltung zu ermöglichen. Und die Kommunen? Bund, Ländern und Kommunen müssen zusammenwirken, um maximale Nutzerfreundlichkeit zu erreichen. Die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern ist am Ende ein wesentlicher Faktor. Für sie muss der Mehrwert neuer Lösungen erkennbar werden und der Einsatz der notwendigen Steuergelder effizient, nachvollziehbar und in einem gesunden Verhältnis zum erreichten Mehrwert stehen. Akzeptanz zu gewinnen, bedeutet auch, die Herausforderungen und Risiken zu benennen. Deshalb müssen Sicherheitsaspekte einschließlich eines hohen Datenschutzniveaus eine ganz wesentliche Rolle spielen. Mir sind Akzeptanz und Vertrauen aber noch aus einem weiteren Grund wichtig: Bei der Digitalisierung der Verwaltung geht es um die Organisation staatlichen Handelns in einem demokratisch verfassten Gemeinwesen. Die gesamte Staatsgewalt geht vom Volk aus. Die Nutzerinnen und Nutzer sind unsere Auftraggeber und Kontrolleure. Dieser „Primat der Politik“ als Konsequenz der Demokratie bleibt nicht ganz ohne Auswirkung, wie wir die Digitalisierung gemeinsam gestalten können. Sie als kommunale IT-Dienstleister sind sicherlich die fachlichen Experten. Doch die Kommunen müssen – auf Basis demokratisch legitimierter Entscheidungsprozesse – vorgeben, welche Zielsetzungen sie beschreiten möchten. Aber sie brauchen die IT-Dienstleister mit ihrer Expertise und ihrem Sachverstand, um nach guter fachlicher Beratung die Ziele zu erreichen. Das klingt nach neuen Formen der Zusammenarbeit. Wir haben nicht immer deckungsgleiche Ziele, jedoch ist es unabdingbar, dass sowohl die kommunalen IT-Dienstleister als auch die Kommunen mit ihren Spitzenverbänden Verständnis und Akzeptanz für die jeweiligen Interessen und Rahmenbedingungen aufbringen. Sicher ist, dass wir die Digitalisierung in den Kommunen nur gemeinsam voranbringen können. Nur im gemeinsamen Schulterschluss wird die Digitalisierung in den Kommunen gelingen! Fragen: Helmut Merschmann, Vitako 4 veranstaltungen Digitalisierung gelingt nur gemeinsam Impressionen vom 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung › Jünger, größer, vielfältiger - mit diesen Steigerungsformen trat der Zukunftskongress in diesem Jahr an. Im Vorfeld gab es ein Barcamp, an dem vor allem die Generation U30 teilgenommen hatte - junge Leute unter 30 Jahren, die ihre Sicht auf die Verwaltung diskutierten und am ersten Kongresstag präsentieren konnten. Das Credo des Kongresses: „Die Digitalisierung muss schnell zu sichtbaren Ergebnissen führen“. IT-Governance Vitako-Geschäftsführer Ralf Resch nahm an einem Zukunftsforum zum Thema „IT-Governance als Schlüssel zur Digitalisierung der Verwaltungen in Deutschland“ teil und plädierte für eine engere Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen beim Onlinezugangsgesetz und beim Digitalisierungsprogramm und für eine neue ebenenübergreifende Diskussionskultur. Als Verband der kommunalen IT-Dienstleister stellt Vitako sein Know-how und das seiner Mitglieder bei der praktischen Umsetzung der Digitalisierungsvorhaben des Bundes zur Verfügung. Besuch am Stand Bundes-CIO Klaus Vitt (oben Mitte) verweilte bei seinem Rundgang am Vitako-Stand und ließ sich von den VitakoVorständen Rudolf Schleyer (links) und Reinhold Harnisch (rechts) in die Verbandsarbeit einweihen. Zuvor hatte Vitt, stellvertretend für Bundesinnenminister Horst Seehofer, eine Keynote gehalten und dabei sein Arbeitsprogramm rund um den Portalverbund und das OnlineZugangsgesetz (OZG) vorgestellt. Bei der Umsetzung setzt Vitt auf „hochengagierte Beteiligte in Länder und Kommunen“ und verspricht „Nutzerorientierung First“. Eine vom Koalitionsvertrag vorgesehene E-Government-Agentur soll in Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft und öffentlichen IT-Dienstleistern entstehen und Innovationsmanagement betreiben. Intern Nr. 4 | 2018 Zentral gelegen und gut besucht Wie in jedem Jahr fand der Zukunftskongress im Berliner Congress Centrum (bcc) am Alexanderplatz statt. 5 veranstaltungen Moderne Register Allein das Melderegister im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen verzeichnet 200.000 Abrufe pro Monat, 1100 Behörden mit 87.000 Benutzer können darauf zugreifen. Der Servicelevel erfordert eine Antwort binnen 10 Sekunden. Ob dies auch bei einem zentral geführten Bundesregister möglich ist? Der von Vitako-Referentin Tina Siegfried (2.v.l.) moderierte Best-Practice-Dialog diskutierte zusammen mit Florian Kunstein, AKDB (2. v.r.), Mark Holzhauer, KRZN (links) und Petra Mittag, BVA (rechts) die Frage, wie sinnvoll zentrale Register sind. Image aufpolieren Bereits drei Wochen zuvor, am 1. Juni 2018, fand das Barcamp „neueVerwaltung U30“ statt, bei dem sich junge Leute Gedanken über Wissensmanagement, neue Führungskultur und attraktive Karrieremöglichkeiten in der Verwaltung der Zukunft gemacht hatten. Auf dem Zukunftskongress präsentierten sie ihre Überlegungen. Dabei sein ist alles Für Vitako bot der Zukunftskongress die Gelegenheit, auf Themen wie IT-Governance, auf die Wichtigkeit von Vernetzung auch bei der Registermodernisierung und auf neue Trends in der Public Sector IT wie Blockchain aufmerksam zu machen. Der Vitako-Messestand, wo frisch zubereitete alkoholfreie Cocktails ausgeschenkt wurden, war für viele Kongressteilnehmer attraktiver Anziehungspunkt und Ort interessanter Gespräche. Im nächsten Jahr wird Vitako wieder dabei sein und an dem Motto festhalten: Digitalisierung gelingt nur gemeinsam. Intern Nr. 4 | 2018 6 veranstaltungen KOLLOQUIUM ZUKUNFT PROSOZ: Von der digitalen Strategie zur Umsetzung im Fachamt › Wie übersetzt man als Fachamtsleitung „Digitalisierung“? Digitale Strategien auf Rathausebene sind das Rüstzeug für eine bürgernahe und serviceorientierte Arbeit in allen Kommunen. Aber wie gelingt dann die Umsetzung von Digitalisierung im SGB II, XII und VIII? Das Kolloquium Zukunft von PROSOZ wagt den Blick nach vorne. Experten weisen den Weg – den Weg hin zum „best practice Digitalisierung“ im Fachamt. Die Digitalisierung in Kommunen: Zwischen Strategie und Aktionismus Referent: Prof. Dr. Volker Wittpahl, Leitung Institut für Innovation und Technik (iit), Berlin Als Mitherausgeber des Ergebnisberichts „Zukunftsradar digitale Kommune“ (2018) ist Prof. Dr. Volker Wittpahl Experte für die Digitalisierung in Kommunen. Er zeigt auf, warum Digitalisierung alternativlos ist und es Sinn macht, sich strategisch aufzustellen und auf digitale Technik und Prozesse einzulassen, ohne in Aktionismus zu verfallen. Für Ihre Arbeit im Fachamt stellt er Ihnen praktische Digitalisierungsbeispiele in Kommunen vor. Digital geht nicht mehr weg – Auswirkungen auf Ihre Verwaltung und Impulse für Ihre Digitalisierung Referent: Thomas WeingartenLippmann, PROSOZ DA+, Berater Changemanagement Wir leben digital und in unserem privaten Umfeld sind digitale Prozesse an der Tagesordnung. Für die Umsetzung der digitalen Transformation in der öffentlichen Verwaltung gibt es unzählige Initiativen vom Bund und den Digitalisierungsbeauftragten der Länder. Doch was bedeutet das für Ihre Kommune? Welches Verständnis von Digitalisierung braucht es? Wie kann eine erfolgversprechende Umsetzung aussehen? Für Ihre Arbeit Intern Nr. 4 | 2018 im Fachamt zeigen wir Ihnen auf, dass Digitalisierung vor allem auch gelebte Organisationsentwicklung und weniger eine Frage der Technik ist. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) – Welche Auswirkungen ergeben sich für SGB II, XII und VIII? KOLLOQUIUM ZUKUNFT Von der digitalen Strategie zur Umsetzung im Fachamt Wie gelingt die Übersetzung von Digitalisierung im SGB II, XII und VIII? Unsere Experten weisen Ihnen den Weg. Weitere Informationen zu unserer Veranstaltung und eine ausführliche Agenda finden Sie auf www.prosoz.de Referent: Dr. Chris19.09.2018 I 10:00–16:30 Uhr I bauwerk, Köln tian Janssen, ]init AG[, Dienstleister PROSOZ Kolloquium_Anzeige Behördenspiegel.indd 1 13.07.2018 des BMI / Mitglied des BMI-OZG-Vorbereitungsprojektes Government-Verantwortlichen, wie Juzur Planung der OZG-Umsetzung gendamt, Sozialamt oder Jobcenter im Im Rahmen der Umsetzung des Online- Kreis Bergstraße Digitalisierung umsetzugangsgesetzes (OZG) müssen Kom- zen und welche Erkenntnisse in Bezug munen ihre Verwaltungsleistungen bis auf die notwendige Organisations- und zum 31.12.2022 auch online anbieten. Prozessgestaltung gewonnen werden Die init AG ist Mitglied des BMI-OZG- konnten. Für Ihre Arbeit im Fachamt gibt Vorbereitungsprojektes zur Planung der er damit hilfreiche Tipps für die Praxis. OZG-Umsetzung, in welchem die kon- Im Anschluss laden wir Sie ins Worldcafé kret online anzubietenden Leistungen „Digitales Fachamt“ ein. Diskutieren Sie in 575 OZG-Leistungen zusammen ge- mit anderen Fachbereichsleitungen über fasst wurden. Für Ihre Arbeit im Fachamt das Gehörte, geben Sie Ihre Erfahrunübersetzen wir, welche Lebens- und Ge- gen weiter und profitieren Sie vom Erschäftslagen davon im SGB II, XII und fahrungsschatz Anderer. Gestalten Sie VIII betroffen sind. den Wandel Ihres Fachamtes aktiv mit. Erfahrungsbericht Kreis BergstraSSe – Digitalisierung im Fachamt geht, aber nur mit Prozess-Optimierungen Referent: Gert Lefèvre, Leiter des Fachbereichs E-Government und Digitalisierungsbeauftragter im Kreis Bergstraße, Berater für die KGST Der Fachbereich E-Government im Kreis Bergstraße gestaltet und optimiert im Zuge der Digitalisierung Verwaltungsprozesse im Kreis. In seinem Erfahrungsbericht verdeutlicht Gert Lefèvre aus Sicht des Digitalisierungsbeauftragten und E- Wann? 19. September 2018, 10.00-16.30 Uhr Wo? bauwerk Köln Weitere Informationen? www.prosoz.de/kolloquium-zukunft 7 12:42:10 neues aus den facharbeitsgruppen Suchen und Finden Vitako-Facharbeitsgruppe E-Government zum Portalverbund › Mitte Juli traf sich in Berlin die Facharbeitsgruppe E-Government zu ihrer zweiten Sitzung in diesem Jahr, um sich mit aktuellen Themen zu befassen. Zu Gast war Frank-Rüdiger Srocke vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Srocke berichtete über den aktuellen Stand der Planungen zum gemeinsamen Portalverbund von Bund und Ländern sowie über die Vorhaben des Digitalisierungsprogramms. Beim Portalverbund befasst sich weiterhin eine Arbeitsgruppe des IT-Planungsrates mit der Ausgestaltung von Details. Die sogenannte Suchen- und Findenkomponente, über die Verwaltungsleistungen über alle föderalen Ebenen hinweg aufgerufen werden können, wird derzeit von Hamburg erprobt. Die Bundesverwaltung arbeitet parallel daran, alle Leistungen auffindbar zu machen und in den Verbund zu integrieren. Die Kooperationsgruppe Strategie arbeitet an einer Roadmap und hat erste Überlegungen zu einer Architekturrichtlinie diskutiert. Diese müssen allerdings noch mit den Ländern diskutiert werden. blaupausen für andere Bei der Umsetzung des Digitalisierungsprogramms wurden in der letzten Sitzung des IT-Planungsrates Federführer für Lebenslagen und Leistungsbündel bestimmt. So ist beispielsweise Bremen Federführer bei der Lebenslage Familie und Kind und wird Vorschläge erarbeiten, wie die Digitalisierung der Leistungen vorangebracht werden kann. Hamburg ist Federführer beim Thema Unternehmensführung und –gründung, und Mecklenburg-Vorpommern für den Bereich Bauen und Wohnen zuständig. Die Verwaltungsleistungen in diesen Bereichen sollen optimiert und als Blaupausen anderen zur Verfügung gestellt werden. Hierfür werden Digitalisierungslabore bereitgestellt, in denen die unterschiedlichen Beteiligten gemeinsam gute Lösungen erarbeiten können. Die Beteiligung der Kommunen und ihrer IT-Dienstleister ist hierbei ausdrücklich erwünscht. Intern Nr. 4 | 2018 positionspapier in arbeit Die Vitako-Facharbeitsgruppe hat sich darauf verständigt, bis Ende September ein Positionspapier zur Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes zu erarbeiten, in dem wichtige Punkte aus Sicht der IT-Dienstleister skizziert werden. Dazu gehört eine Konzeption für interoperable Servicekonten mit Postfachfunktionalitäten, elektronische Bezahlmöglichkeiten sowie die Befassung mit rechtlichen und technischen Fragen für die Umsetzung des Once Only-Prinzips. Diskussion zum Thema Umtausch von Führerscheinen. Eine europäische Verordnung sieht die Vereinheitlichung von Führerscheindokumenten aller Mitgliedstaaten vor. Circa 40 Millionen Führerscheine in Deutschland sind davon betroffen. Diskutiert wurde, wie eine solche bevorstehende Umtauschaktion sinnvoll elektronisch abgewickelt werden könnte. Eine Unter-Arbeitsgruppe der Facharbeitsgruppe E-Government wird hierzu entsprechende Vorschläge erarbeiten. Eine weitere Arbeitsgruppe wird sich in Kürze mit Fragen der Registermodernisierung befassen. Neue eu-führerscheine Ein weiterer Themenschwerpunkt der Facharbeitsgruppen-Sitzung war eine Autorin: Tina Siegfried, Vitako 8 Meldungen › T o r s t e n ko s s w i r d n e u e r vo r s ta n d b e i data p o r t Zum 1. September 2018 übernimmt Torsten Koß (52) den Unternehmensbereich Digitale Transformation bei Dataport. Neben Johann Bizer und Andreas Reichel ist der Vorstand von Dataport damit wieder vollständig. Torsten Koß greift auf viele Jahre Erfahrung im öffentlichen Sektor zurück. Der Wirtschaftswissenschaftler stieg nach dem Studium als Account Manager für den Bereich Public Services bei SAP ein. Von 2003 bis 2007 hatte er dort die Position eines Vice President und Leiter des Geschäftsbereiches Public Services inne. 2007 wechselte Torsten Koß als Partner zu Roland Berger Strategy Consultants. Dort beriet er vor allem den öffentlichen Sektor, darunter Bundes- und Landesbehörden, Kommunen und Hochschulen. Seit 2010 arbeitete er als freier Unternehmensberater sowie als Senior Advisor für Roland Berger. › Michael Richter, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Dataport, zur Entscheidung: „Torsten Koß ist ein ausgewiesener Kenner der öffentlichen IT, der die Entwicklung unseres Unternehmens Dataport weiter nach vorne bringen wird.“ Torsten Koß wird bei Dataport den neu entstandenen Unternehmensbereich Digitale Transformation aufbauen. Ein Bereich, der die Entwicklung der öffentlichen IT in den Trägerländern von Dataport entscheidend beeinflussen wird. Johann Bizer, Vorstandsvorsizender von Dataport, betont: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Torsten Koß. Mit ihm werden wir die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung erfolgreich weiterentwickeln.“ Im Umfeld von Dataport hat sich Torsten Koß in den vergangenen Jahren bereits als Projektleiter einen Namen gemacht. So führte er das elektronische Personenstandsregister in den Ländern Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg ein. 2016 übernahm er die Projektleitung für die Einführung des Personalmanagementsystems Kopers in den Behörden und Betrieben der Freien und Hansestadt Hamburg. B u n d e s r e g i e ru n g s e t z t au f KI Die Bundesregierung will bis Ende November eine Strategie Künstliche Intelligenz (KI) erarbeiten und diese auf dem Digital-Gipfel 2018 in Nürnberg vorstellen. In dieser Woche sind Eckpunkte vorgelegt worden, die unter anderem auf den Empfehlungen des Fachforums Autonome Systeme der HightechStrategie vom 20. März 2017 und der Expertenanhörung auf Einladung der Bundeskanzlerin am 29. Mai 2018 sowie Vorarbeiten der Bundesministerien aufbauen. Weitere Expertenanhörungen, etwa zu speziellen Anwendungsfeldern und dem Ordnungsrahmen sowie zu sozialen Fragestellungen, sollen durchgeführt werden. Außerdem wird es einen Konsultationsprozess mit bundesweit arbeitenden Verbänden, Organisationen und Institutionen geben. Den Eckpunkten zufolge soll Deutschland auf ein „führendes Niveau“ bei Forschung, Entwicklung und Anwendung gebracht werden. Wörtlich heißt es: „Deutschland soll zum weltweit führenden Standort für KI werden, insbesondere durch einen umfassenden und schnellen Transfer von Forschungsergebnissen in Anwendungen sowie die Intern Nr. 4 | 2018 › Modernisierung der Verwaltung. „Artificial Intelligence (AI) made in Germany“ soll zum weltweit anerkannten Gütesiegel werden.“ Der Verwaltung soll dabei ein besonderer Stellenwert zuwachsen. In den Eckpunkten heißt es: „Der Einsatz von KI bietet im Bereich der öffentlichen Verwaltung die Chance, Informationen und Leistungen zielgerichteter, passgenauer und niedrigschwelliger für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen bereitzustellen.“ Auch Daten der öffentlichen Hand sollen für KI-Forschung verfügbar werden. Link: Eckpunktepapier (PDF) Fö r de r r ic h tl inie Br ei tbandau s bau Die überarbeitete Förderrichtlinie für den Breitbandausbau liegt jetzt vor. Das Verfahren für die Antragstellung soll einfacher und unbürokratischer werden. Es sollen alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ – Gebiete mit einer verfügbaren Bandbreite ≤ 30 Mbit/s – schneller an das Gigabit-Netz angeschlossen werden können. Der Startschuss für die Antragstellung erfolgt am 1. August 2018. Zu den Neuerungen gehört ein deutlich vereinfachtes Antragsverfahren, das Fördermittel schneller bereitstellt. Um die Förderfähigkeit des beantragten Gebiets nachzuweisen, soll es genügen, das Ergebnis des Markterkundungsverfahrens einzureichen, ein Wirtschaftlichkeitsvergleich und ein detaillierter Finanzierungsplan sind nicht mehr nötig. Zudem erhalten Kommunen, die bislang auf Kupfertechnologie gesetzt haben, die Möglichkeit für ein Technik-Upgrade und können ihr Projekt bis Ende 2018 auf Glasfaser umstellen. Link: Förderrichtlinie (PDF) 9 aus der branche Eine starke Gemeinschaft Neue kommunale IT-Dienstleisterin ITEOS (AöR) gegründet › In Baden-WÜrttemberg haben sich vier IT-Dienstleister zu einer Anstalt öffentlichen Rechts zusammengeschlossen. Die ITEOS (AöR) bündelt bisher verteilte kommunale IT-Zuständigkeiten nach unternehmerischen Gesichtspunkten neu. Kommunen und Land agieren in gemeinsamer Trägerschaft, um zusammen den digitalen Wandel in den Kommunen flächendeckend und kostengünstig voranzubringen. Mit der Gründung der neuen kommunalen IT-Dienstleisterin ITEOS (AöR) am 1. Juli 2018 ist auch eine jahrzehntelange Ära zu Ende gegangen. Seit den 1970er Jahren wurden die Kommunen in BadenWürttemberg über die Mitglieder des Datenverarbeitungsverbundes (DVV) mit IT-Lösungen versorgt, die sie für die Erfüllung ihrer hoheitlichen Aufgaben benötigen. Eine 2014 eingeleitete Prüfung der Zusammenarbeit der Datenzentrale Baden-Württemberg (DZBW) und der kommunalen Zweckverbände KDRS, KIRU und KIVBF im DVV zeigte jedoch, dass eine wirtschaftliche Aufgabenerledigung auf diesem Weg nicht mehr dauerhaft gewährleistet war. Zu vielfältig und schnell geschieht inzwischen der digitale Wandel, als dass die damit verbundenen Aufgaben auf Dauer erfolgreich von Einzelnen gelöst werden könnten. Innovative Mobilitätskonzepte, Telemedizin, digitale Bildung oder Smart City sind nur einige der Herausforderungen, denen die Kommunen sich bereits heute stellen müssen. gebündelte Zuständigkeiten Die wachsende Erwartung von Behörden, Bürgern und Unternehmen an Daten, Informationen und Services ist es, dass sie jederzeit und überall einfach, schnell und sicher verfügbar sind. Eine effiziente digitale Verwaltung wird damit zu einem wesentlichen Standortfaktor. Mit der Gründung von ITEOS wurden die auf kommunaler Ebene bisher verteilten IT-Zuständigkeiten jetzt in einer nach unternehmerischen Gesichtspunkten aufgestellten Anstalt öffentlichen Rechts gebündelt. Begleitet und unter- Intern Nr. 4 | 2018 stützt wurde der Prozess von Beginn an von der Landeshauptstadt Stuttgart und den drei kommunalen Spitzenverbänden Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag. Geschäftszweck von ITEOS ist es, IT-gestützte integrierte Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette der kommunalen, öffentlichen Hand bereitzustellen. Durch den Einsatz standardisierter Lösungen wird die interkommunale Zusammenarbeit gefördert. Angeboten werden neben Entwicklung, Verkauf, Support und Schulung von Software auch Beratungs- und Projektleistungen, Betriebsleistungen für Kommunikationsnetze, Rechnersysteme und Fachverfahren, Services für Druck und Kuvertierung sowie die Unterstützung von Geschäftsprozessen und Geschäftsabwicklung. Die Standardisierung soll zudem die IT-Kooperation zwischen dem Land und den Kommunen vereinfachen und den Ausbau einer modernen bürgerfreundlichen Verwaltung in Baden-Württemberg mit flächendeckenden E-GovernmentAngeboten erleichtern. Praktische Vorteile Beispiele wie die 2017 noch vom DVV entwickelte „E-Akte Flüchtlingsmanagement“ für die unteren Aufnahmebehörden mit Anbindung an das landeseigene Migranten-Verwaltungs-Informationssystem (MigVIS) zeigen die praktischen Vorteile einer Zusammenarbeit zwischen dem Land und den Kommunen über Zuständigkeitsgrenzen hinaus. Sie zeigen auch, dass den Herausforderungen der Digitalisierung für die zukünftige Daseinsvorsorge am besten dann begegnet werden kann, wenn Land und Kommunen besser zusammenarbeiten. Deshalb hat der Landtag in seinem Gesetzesbeschluss vom 28. Februar 2018 die Möglichkeit zur Gründung der ITEOS (AöR) geschaffen, indem die Zweckverbände KDRS, KIRU und KIVBF der Datenzentrale Baden-Württemberg beitreten und diese wiederum ihre Satzung ändert. Mit Fassung der erforderlichen Verbandsbeschlüsse und der Änderung der Satzung der Datenzentrale Baden-Würt- temberg durch ihren Verwaltungsrat im Mai 2018 waren die rechtlichen Voraussetzungen für die Gründung der ITEOS zum 1. Juli 2018 gegeben. Gleichzeitig haben die drei Zweckverbände sich per Verbandsbeschluss zum neuen Zweckverband 4IT vereint, der seinen Sitz in Karlsruhe hat und für die Kommunen die Trägerschaft von ITEOS übernommen hat. gemeinsame trägerschaft In gemeinsamer Trägerschaft mit dem Land (12%) hält der Zweckverband 4IT insgesamt 88% der Anteile an ITEOS. Geführt wird ITEOS von den beiden Vorständen William Schmitt (Vorsitzender des Vorstandes) und Andreas Pelzner (Mitglied des Vorstandes), die an den Verwaltungsrat berichten, dem der Metzinger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler vorsitzt. Mit den strategischen Schwerpunkten E-Government und Bürgerbeteiligung hat die ITEOS (AöR) sich in Anlehnung an das Bundesprogramm „digitale Verwaltung 2020“ unter anderem das Ziel gesetzt, notwendige Angebote für eine moderne Kommunalverwaltung wie EGovernment-Portale oder Bürgerkonten auszubauen und bereitzustellen. Die erforderliche Sicherheit für die Bereitstellung der Daten ist durch das Landesverwaltungsnetz und das Kommunale Verwaltungsnetz gewährleistet. Zusätzlich wird das ITEOS-Produktportfolio in Baden-Württemberg bereits heute von kommunalen Unternehmen, Eigenbetrieben, Schulen, öffentlichrechtlichen Organisationen und aus der kommunalen Daseinsvorsorge hervorgegangenen Unternehmen, insbesondere von Versorgern und Entsorgern, bei der Erfüllung ihrer Aufgaben genutzt. Autor: Gamal Morsi, Iteos 10 aus der branche Dataport druckt für den Bund Informationstechnikzentrum Bund lagert seine Druckservices aus › Dataport druckt nun auch für den Bund. Das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) gibt sein Druckgeschäft auf. Es geht hierbei um Druckleistungen für das Bundesministerium der Finanzen, das Bundeszentralamt für Steuern, das Bundesverwaltungsamt, die Generalzolldirektion und das ITZBund selbst. Rund 29 Millionen Druckseiten und 14,4 Millionen kuvertierte Briefsendungen wird Dataport künftig für den Bund drucken. Grundlage dafür ist eine Verwaltungsvereinbarung, welche die beiden IT-Dienstleister im Juni in Hamburg beschlossen haben. „Wir freuen uns über das Vertrauen des Bundes in die Leistungsfähigkeit unseres digitalen Druckzentrums. Unsere Kooperationsvereinbarung mit dem ITZBund ist ein sinnvolles Beispiel für interföderale Zusammenarbeit“, kommentiert Andreas Reichel, Dataports Vorstand für den Unternehmensbereich Technik. Dr. Alfred Kranstedt, Direktor des ITZBund, ergänzt: „Diese Kooperation ermöglicht es, Drucktätigkeiten zukünftig wirtschaft- licher als bisher zu erbringen. Das ITZBund tritt mit seinem Partner Dataport für eine moderne und effiziente Erledigung staatlicher Aufgaben nach höchsten Sicherheitsstandards ein.“ Hintergrund Das ITZBund, Standort Bonn, ist der IT-Dienstleister unter anderem des Bundesministeriums des Innern, Dr. Alfred Kranstedt, Direktor ITZBund, und Andreas Reichel, des Bundesministeriums Vorstand Technik Dataport, unterzeichnen die Vereinbarung. für Verkehr und digitale Infrastruktur und des Bundesministeriums systeme ermöglichen einen Druckoutput der Finanzen. Es hat bislang für seine von 1.050 Seiten pro Minute und 18.000 Kunden auch Druckservices erbracht. kuvertierten Briefen pro Stunde. Durch Diese Druckleistungen übernimmt nun die Kooperation mit dem ITZBund steiDataport. Das ITZBund will sich durch gert Dataport seine Druckleistung auf dieses Outsourcing auf seine Aufgaben über 200 Millionen Seiten pro Jahr. Derbei der IT-Konsolidierung des Bundes zeit kuvertiert Dataport im 24-Stundenkonzentrieren. Die Druckaufträge werden Schichtbetrieb 55 Millionen Briefe für die nach wie vor vom ITZBund elektronisch Verwaltungen seiner sechs Trägerländer. aufgearbeitet und gesteuert. Dataport betreibt sein digitales Autorin: Kirsten Wohlfahrt, Druckzentrum in Altenholz bei Kiel und Dataport in Lüneburg. Intelligente Hochleistungs- Happy Birthday ePR Fünf Jahre elektronische Personenstandsregister › Seit fünf Jahren gibt es in bayerischen Standesämtern elektronische Personenstandsregister. Betrieben werden sie seit 2013 zentral im Rechenzentrum der AKDB. Am 4. Juli 2018 fand wie jedes Jahr das Expertentreffen „elektronische Personenstandsregister“ statt. Diesmal gab es einen besonderen Anlass: Vor fünf Jahren wurde in Bayern das elektronische Personenstandsregister eingeführt. Die alten Personenstandsbücher aus Papier sind längst in den Behörden archiviert. Viele Standesämter haben auch ihre „Altfälle“ elektronisch nacherfasst, um die Papierregister abzuschaffen. Der Freistaat Bayern hatte 2009 entschieden, dass die elektronischen Intern Nr. 4 | 2018 Standesamtsregister nicht lokal bei den Standesämtern, sondern zentral im Rechenzentrum der AKDB betrieben werden sollten. Standesämter sparen so hohe Investitionen in ihre IT-Infrastruktur inklusive Administrations- und Wartungsarbeiten. Zudem müssen sie die Langzeitarchivierung der Registerdaten nicht selbst fortführen. So verbleiben etwa Sterbeurkunden 30 Jahre im Register, bei Geburten sind es 110 Jahre. Nicht zu unterschätzen: das Thema Datenschutz und Datensicherheit. Geburten, Eheschließungen, Lebenspartnerschaften, Sterbefälle – jedes Mal, wenn sich der Personenstand ändert, gibt es einen Eintrag ins elektronische Personenstandsregister. Im BSI-zertifizierten Rechenzentrum sind diese Personenda- ten optimal geschützt. Inzwischen gibt es über 6,5 Millionen gespeicherte Personenstandsurkunden zu Geburten, Eheschließungen, Lebenspartnerschaften und Sterbefällen. Und durchschnittlich 33.000 – in Spitzenzeiten bis zu 55.000 – Zugriffe pro Tag vonseiten der bayerischen Standesämter. Die Datenabfrage funktioniert reibungslos. Auch aktuelle Themen wurden diskutiert: Vertreter der bayerischen Standesämter, des Bayerischen Staatsministerium des Innern und für Integration, der bayerischen kommunalen Spitzenverbände sowie der AKDB tauschten sich über die elektronische Sammelakte und die digitale Langzeitarchivierung von Personenstandsurkunden aus. Autor: Günter Popp, AKDB 11 aus der branche Serviceportal in Düsseldorf gestartet Bewohnerparkausweise und Urkundenservice von zu Hause nutzbar › Mit einem neuen Serviceportal bündelt die Landeshauptstadt Düsseldorf alle online verfügbaren Dienstleistungen der Verwaltung und erweitert deren Umfang. So können bereits 39 Anliegen online an die Verwaltung gegeben werden und zu 340 weiteren Dienstleistungen sind Formulare herunterzuladen, Termine zu vereinbaren oder weitergehende Informationen abzurufen. In einem ersten Schritt wird der OnlineVollservice nun für Bewohnerparkausweise und Urkundenservice angeboten. Ein rascher Ausbau des Angebotes ist aber schon vorgesehen – und mit dem Werkzeugkasten der neu eingeführten Bezahlmöglichkeiten, dem Formularserver, dem Ausfüllassistenten, dem OnlinePostfach, dem Servicekonto und der Print@Home-Funktion nun auch technisch möglich. Damit können sich die Bürgerinnen und Bürger für immer mehr Anliegen den Behördengang ersparen. Eventuell anfallende Gebühren lassen sich direkt mit den gängigen Bezahlarten Giropay, Paydirekt, Kreditkarte, Lastschrift oder Paypal entrichten. Damit können künftig viele Dienstleistungen vollständig über das Internet abgewickelt werden. Die wichtigsten persönlichen Daten können über ein Servicekonto direkt vorausgefüllt werden und stehen jederzeit für weitere Anträge wieder zur Verfügung. Das Serviceportal ist wie das übrige Angebot von www.duesseldorf.de responsive und passt sich jedem Endgerät vom Computer bis zum Smartphone automatisch an. Oberbürgermeister Thomas Geisel: „Digitale Geschäftsprozesse sind in unserem privaten und beruflichen Umfeld eine Selbstverständlichkeit geworden. Die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen erwarten zu Recht, dass auch die Verwaltung ihre Leistungen online anbietet. Das neue Serviceportal, das ständig erweitert wird, ist hierfür der richtige Schritt.“ „Ergänzend wird es aber natürlich auch noch persönliche Beratung geben“, so Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Per- Intern Nr. 4 | 2018 sonaldezernent und zuständiger Beigeordneter für Bürgerservices. „Allerdings verspreche ich mir eine Entlastung der Bürgerbüros und somit eine Verkürzung der Wartezeiten.“ So funktioniert das Serviceportal Das Serviceportal ist über den Menüpunkt „Rathaus Online“ auf www.duesseldorf. de oder durch Direkteingabe von service. duesseldorf.de zu erreichen. Dabei wird eine sichere „verschlüsselte“ Datenverbindung aufgebaut. Düsseldorf ist eine der ersten Großstädte, die ihr Portal an das Servicekonto.NRW anbindet. Hier kann man sich wahlweise mit dem neuen Personalausweis im Scheckkartenformat (bei aktivierter Online-Ausweisfunktion) oder mit Benutzerkennung und Passwort anmelden. „... techni- Mit dem Sersche Hürden v i c e k o n t o . NRW ist in werden so ge- naher Zuring wie mög- kunft auch der Zugang lich gehalten...“ zu Portalen von Bund, Ländern und anderen Kommunen möglich, beispielsweise seit dem 1. Juli 2018 bei der Online-Gewerbeanmeldung des Landes. Im ersten Schritt können zwei wichtige Verwaltungsleistungen vollständig und rund um die Uhr von zu Hause genutzt werden: Bewohnerparkausweise und Urkundenservice. Der Bewohnerparkausweis kann dabei nicht nur online beantragt und bezahlt werden, er wird auch zu Hause selbst ausgedruckt und ist sofort nutzbar. Der ganze Prozess dauert nur noch wenige Minuten, ein Behördengang ist nur noch in ganz wenigen Ausnahmesituationen erforderlich. Auf Wunsch kann auch online ein Abholtermin in einem der zwölf Bürgerbüros vereinbart werden. Die Ausgabe über das Amt für Verkehrsmanagement entfällt somit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort bleiben aber für fachliche Fragestellungen und die Einrichtung von Parkzonen weiterhin Ansprechpartner. Geburts-, Ehe-, Le- benspartnerschaft- oder Sterbeurkunden können online über das Serviceportal bestellt werden. Da die Nutzer selbst alle wichtigen Daten in das Formular eingeben, wird die Bearbeitung beschleunigt. Dieser Dienst löst die bisherige Möglichkeit einer Bestellung per E-Mail auf Rechnung ab. Alle eventuell anfallenden Gebühren können direkt online mit den gängigen Bezahlarten entrichtet werden. „Mit dem Serviceportal möchten wir einen einfachen Zugang zur Verwaltung ermöglichen. Technische Hürden werden so gering wie möglich gehalten. So macht die Nutzung des neuen Servicekonto.NRW das Portal komfortabler, es wird aber nur dort vorausgesetzt, wo eine Kommunikation auch nach der Antragstellung erforderlich ist. Das Serviceportal erschließt auch Online-Leistungen anderer Behörden wie zum Beispiel die Beantragung eines Führungszeugnisses oder die Abfrage des Punktestandes beim Kraftfahrtbundesamt, die sonst für Bürgerinnen und Bürger nur schwer zu finden sind,“ sagt Peter Adelskamp, Digitalisierungsbeauftragter der Stadt Düsseldorf und verantwortlich für die Einführung des Serviceportals. Der Datenschutz im Serviceportal bleibt immer gewährleistet. Bescheide, Mitteilungen und andere Informationen mit persönlichen Daten werden niemals per E-Mail verschickt. Die Nutzer bewegen sich immer in der abgesicherten Umgebung des Portals und können über das Servicekonto beispielsweise auch später noch online auf eine Kopie ihres Bewohnerparkausweises zugreifen. Das Service-Portal wird nun sukzessive weiter ausgebaut – so sollen unter anderem eine automatisierte Online-Auskunft (Chatbot) angeboten sowie die Bestellung und Bezahlung von Karten und Luftbildern, Elterngeld, Sonderparkgenehmigungen erledigt und die Bezahlung von VHS-Kursen und Angeboten des Gesundheitsamtes online abgewickelt werden können. Autor: WOlfgang Röhl, Stadt Düsseldorf 12 aus der branche Platz 1 in Sachen Sicherheit IT-Dienstleistungszentrum Berlin sichert Bürgerdaten als erstes Unternehmen nach neuen BSI-Standards › Die Datenkommunikation der Berliner Verwaltung läuft über Berlins Highspeed-Datenautobahn. Unterirdisch gelegen, über 1000 km lang und mit über 600 erschlossenen Standorten, rauschen Berlins Bürgerdaten durch die IT-Infrastruktur in die eigens betriebenen Rechenzentren des IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin). Die maximal mögliche Sicherheit beim Datenverkehr herzustellen, liegt in alleiniger Verantwortung des kommunalen IT-Dienstleisters. Daher betreibt und erweitert das ITDZ Berlin seine beiden Rechenzentren stetig und hat sich zum wiederholten Mal den strengen Prüfkriterien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterzogen. Mit Erfolg: Als erstes und bislang einziges Unternehmen in Deutschland ist das ITDZ Berlin mit dem BSI-Zertifikat nach dem neuen IT-Grundschutz zertifiziert worden. Neben den beiden Rechenzentren mit virtuellen (BerlinCloud) und physischen Servern, wurden auch Arbeitsplatzrechner, Netz- und Securitykomponenten, Datenspeicher sowie zentrale IKT-Dienste und Anwendungen betrachtet. Die Prüfung umfasst neben der Technik insbesondere die Prozesse und Zuständigkeiten des Informationssicherheitsmanagements (ITSM) des ITDZ Berlin. Der überprüfte Sicherheitsstandard gilt auch für die Dienstleistungen und Beschaffungen von Dritten und ist im Land Berlin verbindlich. Ines Fiedler, Vorständin des ITDZ Berlin: „In unseren Netzen und Rechenzentren werden die hochsensiblen Daten von mehreren Millionen Berlinerinnen und Berlinern verarbeitet. Das ist eine besondere Verantwortung, der wir uns seit vielen Jahren erfolgreich stellen. Deswegen ist die BSI-Zertifizierung nach neuem Standard nicht nur für unser Haus, sondern auch im Dienste des Landes Berlin von zentraler Bedeutung. Der hohe sicherheitstechnische Standard hilft uns, auch weiterhin eine sehr sichere IT für Berlin betreiben zu können“. Intern Nr. 4 | 2018 Über 1000 km lang ist Berlins unterirdische Datenautobahn und verbindet 600 Standorte miteinander. (Foto: iStockphoto.com) Arne Schönbohm, Präsident des BSI: „Cyber-Sicherheit ist die Grundlage für das Vertrauen in die Dienstleistungen von Staat und Wirtschaft. Gerade Kommunen verarbeiten viele sensible Daten ihrer Bürger, für die sie daher eine besondere Verantwortung tragen. Mit der Zertifizierung verpflichtet sich das ITDZ Berlin nun zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und jährlichen Überwachungsaudits. Wir freuen uns sehr, dass das ITDZ Berlin dieses wichtige Thema ernst nimmt und hier mit gutem Beispiel vorangeht.“ Wesentlicher Baustein in der strategie Eine beispielhafte Anwendung für die Zertifizierung des landeseigenen ITDienstleistungszentrums ist das von den PC-Arbeitsplätzen aller Abteilungen genutzte logistisch-kaufmännische Gesamtsystem, über welches alle kaufmännischen Prozesse abgewickelt werden. Ebenso wichtig sind die für den Betrieb notwendigen Infrastrukturdienste, also Netzkomponenten, Server, Kommunikationsverbindungen und Arbeitsplätze. Die BSI-Zertifizierung ist ein wesentlicher Baustein in der Strategie des ITDZ Berlin, die Informationssicherheit weiter zu erhöhen. Dazu zählen unter anderem auch die konsequente Virtualisierung von physikalischen Serversystemen von über 110.000 Usern der Berliner Verwaltung sowie die Umsetzung von Deutschlands größtem IT-Projekt zur Standardisierung und Konsolidierung von Serversystemen. Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin weist in diesem Bereich Erfahrungen auf, die bereits über ein Jahrzehnt zurückreichen. Autorin: Kathrin Schenk, ITDZ Berlin 13 aus der branche Gründen vom Sofa aus krz hostet Gewerbe-Service-Portal.NRW › Elektronische Gewerbeanmeldung digital aus einer Hand – wer in Nordrhein-Westfalen ein Gewerbe anzeigen will, kann dies nun rund um die Uhr online tun. Das Gewerbe-Service-Portal.NRW ist erfolgreich online gegangen. Das OnlineAngebot, das den Gründungsprozess schneller, einfacher und digitaler macht, wird vom Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe gehostet. Alle Prozesse laufen damit über die Server des BSI-zertifizierten Rechenzentrums in Lemgo. Das Portal vereinigt Wissen zu Kammern und Geschäftslagen und informiert über Gesetze und Vorschriften, Führung in einem Unternehmen oder auch die Schließung eines Betriebs. Ein Zuständigkeitsfinder verschafft Orientierung im Behördendschungel und eine praktische FAQ-Liste geht auf die häufigsten Fragen ein. Darüber hinaus vermittelt das international ausgerichtete Portal Hilfen zur Anerkennung ausländischer Berufsausbildungsabschlüsse oder zu grenzüberschreitenden Unternehmen. Ein Blog enthält zudem aktuelle Informationen etwa zum neuaufgelegten „Gründerstipendium.NRW“. Chatbot Guido Auch eine elektronische Signaturmöglichkeit steht bereit, sodass alle Vorgänge durchgängig ablaufen können. Die Nutzerinnen und Nutzer können mit dem „Governikus Signer“ Dateien signieren, um deren Integrität und Authentizität sicherzustellen. Damit ist das Land NRW bundesweit Vorreiter in der durchgängig digitalen Weiterleitung und Bearbeitung in vielen Kommunen. Grundlage für das Gewerbe-Service-Portal.NRW ist das von der d-NRW AöR entwickelte Content-ManagementSystem nrwGov. Chatbot Guido, ebenfalls ein Produkt von d-NRW, beantwortet die Fragen angehender Gründer rund um die Gewerbeanmeldung. Der Bot verwendet dabei eine natürliche Sprache und lernt ständig hinzu. Wer auf dem Portal nach dem jeweils zuständigen Gewerbeamt sucht, findet Intern Nr. 4 | 2018 dieses über die integrierte Verwaltungssuchmaschine (VSM). Die Suchmaschine hat d-NRW im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW (MWIDE) entwickelt. Einheitlicher Ansprechpartner Alle Anfragen werden von der Bezirksregierung Detmold bearbeitet, die als einheitlicher Ansprechpartner (EA) für das Land NRW arbeitet. Der Einheitliche Ansprechpartner ist ein OnlineService für Dienstleister und Fachkräfte aus dem In- und Ausland. Er bietet Unterstützung bei allen relevanten Verfahren und Formalitäten für die Aufnahme einer Dienstleistungstätigkeit oder bei der Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation (EU-Berufsqualifikationsrichtlinie). Die Nutzerinnen und Nutzer des Einheitlichen Ansprechpartners erhalten gebündelten Service aus einer Hand und ersparen sich den Gang zu den verschiedenen Behörden. Ihre Anträge können Sie über das elektronische Antragssystem jederzeit von überall einreichen und so den bürokratischen Aufwand verringern. „Mit dem Gewerbe-Service-Portal. NRW haben wir uns dem Ziel der Landesregierung, durch digitale Möglichkeiten Services zu verbessern und Bürokratie abzubauen, einen großen Schritt genähert“ bewirbt Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart das Angebot. „So bleibt den jungen Unternehmerinnen und Unternehmern mehr Zeit für den Aufbau ihres Geschäfts.“ Und auch die Verwaltung wird effizienter: Denn die Kammern und die Ordnungsbehörden der Kommunen werden die Eingaben elektronisch weiterleiten und digital bearbeiten. „Digitalisierung bedeutet nicht, dass die Verwaltung elektronische Informationen annimmt, ausdruckt und dann analog bearbeitet“, erläutert Pinkwart. „Wir versetzen die Be- hörden vielmehr in die Lage, ihre Prozesse von Anfang bis Ende zu digitalisieren.“ Weiterentwickelte Lösung In den kommenden Monaten erweitert das Land gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern die Funktionalitäten des neuen Portals, damit immer mehr Behördengänge digital erledigt werden können. Dabei werden sie unterstützt von den Modellkommunen Aachen, Gelsenkirchen, Paderborn, Soest und Wuppertal, die digitale Lösungen für gewerberechtliche Erlaubnisse entwickeln und ihre Erfahrungen mit den Gemeinden, Städten und Kreisen im Land teilen. Ende des Jahres 2018 sollen alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen angebunden sein und die Leistungen kostenfrei nutzen. Ziel ist, das GewerbeService-Portal.NRW bis Ende 2018 zum modernsten Landesportal in Deutschland auszubauen. Das Portal ist eine Weiterentwicklung des EA-Portals der Bezirksregierung Detmold, das bereits vom krz betrieben wurde. Das Gewerbe-Service-Portal. NRW wurde in einer Wochenendaktion durch die Systembetreuer des Lemgoer IT-Dienstleisters zusammen mit den Entwicklern der Firma publicplan produktiv gesetzt! Autorin: Bettina Hoven, krz 14 aus der branche Datacenter as a Service LVR und die Stadt Köln feierten Richtfest für das neue gemeinsame Rechenzentrum › Es geht flott voran beim Bau des neuen LVR-Rechenzentrums in Köln Kalk: Kein halbes Jahr nach Beginn der Bauarbeiten im Januar ist der Rohbau inklusive Dach bereits bis zum Oberbau errichtet. Und so konnte termingerecht Ende Juni das Richtfest von allen am Bau Beteiligten gebührend gefeiert werden. Bei strahlendem Sonnenschein erhielt der Rohbau im Beisein von Reiner Limbach (Erster Landesrat LVR), Dr. Wolfgang Weniger (Geschäftsführer LVRInfoKom), Andreas Engel (Amtsleiter IT Stadt Köln) sowie weiteren Gästen und zahlreichen Bauarbeitern seinen traditionellen Richtkranz. Höchster Standard In Köln Kalk entsteht ein Gebäude mit rund 1.600 m² Nutzfläche, welches die hohen Anforderungen von LVR-InfoKom und der Stadt Köln an Sicherheit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz erfüllt. Durch die gemeinsame Nutzung wird ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit beim Betrieb erreicht. Eine große Herausforderung stellte die Wahl des Standorts dar, denn das neue Rechenzentrum sollte weiterhin rechtsrheinisch, hochwassergeschützt, in notwendiger Entfernung zum zweiten RZ-Standort und effizient anbindbar an vorhandene genutzte Netzinfrastrukturen sein. So geht es weiter Das Richtfest bedeutet zugleich den Startschuss für den Endspurt des Bauprojektes. In den kommenden Monaten erfolgen die Innenausbauten sowie der Einbau der Technischen Gebäudeausstattung. Nach einem abschließenden Infrastruktur-Test, der im Beisein des LVR und der Stadt Köln durchgeführt und mit dem die einwandfreie Funktion des Rechenzentrums nachgewiesen wird, soll dieses im Oktober 2018 übergeben werden. Dann kann sukzessive der Umzug der IT des LVR und der Stadt Köln (Server, Gateways, Datenspeicher und die aktive Netzwerktechnik) stattfinden. Intern Nr. 4 | 2018 Rückblick Die Notwendigkeit für den Bau des neuen Rechenzentrums hatte sich aus dem für 2019 geplanten Abriss des LVR-Hauses ergeben, in dem zurzeit eines der beiden LVR-Rechenzentren beheimatet ist. Nach Abwägung der verschiedenen in Frage kommenden Modelle zum Bau und Betrieb eines Rechenzentrums hatten sich das LVR-Baudezernat und LVRInfoKom dafür entschieden, ein neues Rechenzentrum in Köln Kalk bauen zu lassen und dieses dann als sogenann- tes „Data Center as a Service“ (DcaaS) zu mieten und betreiben zu lassen. Darunter versteht man die Anmietung eines Rechenzentrums einschließlich der kompletten Nicht-IT-Infrastruktur. Untermieter wird dieses Mal die Stadt Köln sein – im Gegensatz zum bereits gemeinsam betriebenen Rechenzentrum in Chorweiler, wo LVR-InfoKom der Untermieter ist. Autor: Robert Helfenbein, LVRInfoKom 15 aus der branche Transformationen in der Kunst Gisela Engeln-Müllges bei der regio iT › Die Aachener Künstlerin Gisela Engeln-Müllges hat ausgewählte Arbeiten, Skulpturen und Malerei bei der regio iT ausgestellt. Überschrieben war die Ausstellung, die ab Anfang Juni über fünf Wochen rund 200 Besucher anlockte, mit „Transformation“. Die Transformation steht für eine deutliche Veränderung einer grundlegenden Eigenschaft, zum Beispiel der Form. Man kennt sie in allen Wissenschaften und aus allen Lebensbereichen. Und selten gelingt sie ohne Reibungsverluste und Widerstände. Gut so, denn das schärft den Blick auf Chancen und Risiken. So auch im Kontext der digitalen Transformation, mit der sich die regio iT als IT-Dienstleister tagtäglich beschäftigt. Die zentrale Frage hierbei lautet: Wie wollen wir die digitale Transformation aktiv gestalten? Neben technischer Expertise brauchen die Köpfe der regio iT auch ein gutes Maß an Kreativität, um konstruktiv in die Zukunft zu denken. neue Wege beschreiten Kreativität, Gestaltungsprozesse, Transformation: Diesem Dreiklang folgt auch Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Gisela EngelnMüllges in ihrem künstlerischen Schaffen. Dabei erleben ihre Skulpturen im Werkprozess, der Technik des Subtraktiv-Gussverfahrens in der Nachfolge von Benno Werth, eine ganz besondere Transformation: Die Plastik wird im Negativ konzipiert und geschaffen, das Verfahren befreit den Formvorrat vom Modell und ermöglicht Formungen in beliebiger Komplexität. Zweitgüsse sind ausgeschlossen, jede Skulptur ist einmalig. Auch auf dem Gebiet der Malerei beschreitet Gisela Engeln-Müllges immer wieder neue Wege, die ihre Arbeiten zur mehrdimensionalen Erlebniswelt werden lassen und dem Betrachter immer wieder aufs Neue überraschende Momente bieten. Rund 150 Gäste begleiteten die Eröffnung der Ausstellung am 8. Juni. In das Werk der Künstlerin führte die Aachener Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Toenges ein, für ein musikalisches Highlight sorgte Jazzsängerin Simone Helle aus Duisburg. Die Arbeiten von Gisela Engeln-Müllges waren auf zahlreichen Einzelausstellungen in Deutschland und Frankreich sowie auf internationalen Kunstmessen in Frankreich, Monaco, Deutschland und Ungarn zu sehen. Autorin: Birgit Becker, regio iT (Informationen zum Begleitkatalog sind unter redaktion@regioit.de erhältlich.) Wachsen und den Standort sichern Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Bielefeld › Das Rechenzentrum der Gütersloher Niederlassung der regio iT zieht zu den Stadtwerken Bielefeld um: Ein entsprechender IT-Dienstleistungsvertrag wurde am 27. Juni 2018 unterzeichnet. „Wir wollen wachsen und zugleich den ostwestfälischen Standort sichern, dafür brauchen wir starke Partner“, betonte Andreas Poppenborg, Mitglied der Intern Nr. 4 | 2018 regio iT-Geschäftsleitung, bei der Vertragsunterzeichnung. Mit ihm signierten Dieter Ludwigs (regio iT-Geschäftsführer), Klaus Fetzer (CIO der regio iT), Friedhelm Rieke (Geschäftsführer der Stadtwerke Bielefeld) und Ulf Dunker (Geschäftsbereichsleiter IT Service & RZ bei den Stadtwerken Bielefeld) die Vereinbarung. Die Stadtwerke Bielefeld verfügen über „eine zukunftsweisende IT-Infra- Freuen sich über die Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.): Ulf Dunker (Geschäftsbereichsleiter IT-Service und Rechenzentrum der Stadtwerke Bielefeld), Dieter Ludwigs (Geschäftsführer regio iT), Friedhelm Rieke (Geschäftsführer Stadtwerke Bielefeld), Andreas Poppenborg (Mitglied der Geschäftsleitung regio iT) und Klaus Fetzer (CIO der regio iT). 16 aus der branche struktur“, ergänzt Ludwigs, die am Standort Gütersloh nun nicht mehr selber vorgehalten werden muss. Zudem bieten auch die Stadtwerke höchste Sicherheitsstandards, sodass eine Zusammenarbeit in der Mitte Westfalens „fast schon logisch war und unter anderem dem gemeinsamen Kunden Stadt Bielefeld zu Gute kommt“, ergänzt Poppenborg. „Für die Stadtwerke Bielefeld ist die IT ein wichtiger Schlüsselfaktor, um unsere Angebote innovativ und kundenorientiert weiterzuentwickeln“, betont Fried- helm Rieke. Ulf Dunker ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass die regio iT langfristig für OWL auf uns als verlässlichen IT-Dienstleistungspartner setzt. Da die regio iT ein ganz ähnliches kommunales Umfeld hat, ergeben sich sicher noch weitere Kooperationsmöglichkeiten.“ neue adresse sen Tochtergesellschaft vote iT und der Zweckverband INFOKOM Gütersloh mit Sitz in der Carl-Bertelsmann-Straße, ein paar Meter weiterziehen. Die neue Adresse – Gleis 13 – liegt in dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs. AUtorin: Birgit Becker, regio iT Mit dem Umzug kommt die Technik den derzeit 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Gütersloh zuvor. 2019 wird der kommunale IT-Dienstleister, des- Aufnahme in Zweckverband Die Stadt Höxter ist seit dem 1. Juli 2018 Zweckverbandsmitglied bei der GKD Paderborn › Nachdem der Rat der Stadt Höxter in seiner Sitzung im April auf Vorschlag der Verwaltung die Auslagerung des IT-Serverbetriebs der Stadt Höxter an die GKD Paderborn beschlossen hat, wurde die Aufnahme in den kommunalen Zweckverband nun auch von der Verbandsversammlung der GKD einstimmig und ohne Enthaltungen bestätigt. arbeitung Paderborn (GKD Paderborn) hat die Stadt Höxter einen regionalen IT-Partner ausgewählt, der bereits vollumfänglich IT-Dienstleistungen für alle Kommunen im Kreis Paderborn und für die Städte Bad Driburg, Beverungen und Willebadessen erbringt. Insbesondere die positiven Erfahrungen der langjährigen Bestandskunden haben Höxter bei der Entscheidung bekräftigt, sich dem IT-Dienstleister der GKD Paderborn, der Mit der Gemeinschaft für Kommunikati- für seine Preispolitik und den nahen Kunonstechnik, Informations- und Datenver- denservice bekannt ist, anzuschließen. Mit dem Beitritt zum Zweckverband verspricht sich die Stadt Höxter zum einen ein höheres Maß an IT-Sicherheit und IT-Verfügbarkeit, Einsparungen bei Personalund Sachkosten, aber auch deutliche Preisvorteile beim Erwerb von Softwarelizenzen für Josef Hasenbein (v. l., Leiter Zentrale Dienste), Roland Neils (stellvertre- v e r s c h i e d e n e tender Geschäftsführer der GKD), Bernd Kürpick (Geschäftsführer der Fachverfahren. Als GKD), Höxters Bürgermeister Alexander Fischer und Meinolf ZimmerZweckverbandsmitmann (Leiter IT der Stadt Höxter) freuen sich über die zukünftige Zuglied profitiert Höxsammenarbeit. Neben den Städten Paderborn und Delbrück ist die Stadt ter dann auch von Höxter der drittgrößte Partner im Verbandsgebiet. (FOTO: Stadt Höxter) der Mitgliedschaft Intern Nr. 4 | 2018 der GKD Paderborn im Dachverband kommunaler IT-Dienstleister in NRW (KDN) und kann Software oder Hardware aus Rahmenverträgen kostengünstig beziehen. Beim Antrittsbesuch der GKD zeigte sich Höxters Bürgermeister Alexander Fischer erfreut über die unkomplizierte Umsetzung des Beitrittswunsches zum Zweckverband. „Neben der uneingeschränkten Unterstützung dieses richtungsweisenden Weges im eigenen Hause war es insbesondere auch die Politik, die unsere strategische Entscheidung einvernehmlich getragen hat.“ GKD-Geschäftsführer Bernd Kürpick stellte heraus, dass neben der Stadt Paderborn und der Stadt Delbrück die Stadt Höxter nunmehr der drittgrößte Partner im Verbandsgebiet sei. „Dieses drücke sich auch in den Stimmrechten in den Gremien der GKD Paderborn aus.“ „Mit der operativen Arbeit der Umsetzung wird nach der Sommerpause begonnen“, erklärte Meinolf Zimmermann, EDV-Leiter der Stadt Höxter. „Ich freue mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Zweckverband.“ AUtorin: Gesine Brumby, GKD 17 aus der branche Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten Artikel 30 EU-DSGVO mit der Lösung pmDSR der GovConnect einfach umsetzen › Seit dem 25. Mai 2018 gilt die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Die Firma GovConnect bietet das Datenschutzregister (pmDSR) an, mit dem Verwaltungen das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten einfach erstellen können. Verwaltungen verarbeiten diverse personenbezogene Daten wie Vor- und Nachnamen, Geburtsdaten und Anschriften zur Erledigung ihrer Aufgaben. An die Verarbeitung dieser Daten stellt die EUDSGVO erhöhte Anforderungen, um die Privatsphäre von Bürgerinnen und Bürgern zu schützen. Gemäß der EU-DSGVO müssen Verwaltungen ein sogenanntes Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten führen. Darin müssen sie alle Tätigkeiten aufführen, mit denen sie personenbezogene Daten verarbeiten. Zu den Verarbeitungstätigkeiten zählen unter anderem das Einwohnerwesen, das Personen- standswesen, das Finanzwesen und die Personalabrechnung. Zu jeder Verarbeitungstätigkeit müssen Verwaltungen unter anderem dokumentieren, von welchen Personengruppen sie welche personenbezogenen Daten speichern, an wen sie die Daten weitergegeben und wann sie diese löschen. Um Verwaltungen bei der Erstellung des Verzeichnisses zu unterstützen, bietet GovConnect die Lösung pmDSR an. Dank der übersichtlichen Online-Formulare und Vorlagen für gängige kommunale Verarbeitungstätigkeiten wird der Aufwand für Verwaltungen stark reduziert Mehr überblick Durch das Verzeichnis erhält der Datenschutzbeauftragte einen Überblick über die Verarbeitungstätigkeiten und kann Optimierungspotenziale identifizieren. Um das Verzeichnis aktuell zu halten, können Verwaltungen sich einmalige und wiederkehrende Aufgaben einrichten. Zudem können sie Musterschreiben erzeugen, mit denen sie ihre Bürgerinnen und Bürger über die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten informieren können. Partner der GovConnect, die externe Datenschutzbeauftragte für mehrere Verwaltungen stellen, können ihre Mandanten durch eine übergreifende Rolle in pmDSR einfach betreuen. Autorin: Nina Arsov, GovConnect Erfolgreiche Zusammenarbeit krz und SIT verhelfen Bibliotheken zu neuem Web-Auftritt › In enger Zusammenarbeit haben das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) und der Zweckverband SüdwestfalenIT (SIT) zehn Bibliotheken im Raum Ostwestfalen-Lippe (OWL) zur eigenen Bibliothekswebseite und dazugehörigem Online-Katalog verholfen. Seit Frühjahr 2018 präsentieren sich die Bibliotheken in Bünde, Hiddenhausen, Horn-Bad Meinberg, Kirchlengern, Lage, Leopoldshöhe, Löhne, Spenge, Versmold und Werther mit einem eigenen Web-Auftritt. Leserinnen und Leser finden ihre Bibliothek über entsprechende Verlinkungen wie gewohnt über die Seite www.biblioheken-in-owl.de. Wie bei einem Hausbau die Gewerke mussten bei diesem Projekt mehrere Beteiligte koordiniert werden: Der Soft- Intern Nr. 4 | 2018 warehersteller OCLC, beide Rechenzentren, Bibliotheksmitarbeiter, IT-Fachkräfte vor Ort sowie Fremdfirmen der Online-Schnittstellen. „Die Bibliotheken sind zumeist mit wenig Personal besetzt. Daher war für den Erfolg ausschlaggebend, dass die Kollegen aus Siegen das Projekt beherzt in die Hand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bibliotheken stets mitgenommen haben.“ so Frank Sommer, Projektleiter vom krz. Die Anwendung Bibliothecaplus wird den Bibliotheken nun über eine moderne Terminalserver-Lösung bereitgestellt, sodass der Wartungsaufwand vor Ort minimiert und das Personal entlastet wird. Alle Daten liegen geschützt im zweckverbandseigenen Rechenzentrum der SIT. „Mit dem OPEN stehen unseren Lesern weiterhin die gewohnten Online-Services zur Mediensuche und -ausleihe zur Ver- fügung. Darüber hinaus können sie sich auf unserer Webseite deutlich einfacher über neue Medien, Veranstaltungen und Termine informieren. Wir haben nun ein modernes Portal, auf dem es sogar eine eigene Kinderseite gibt“, so Christine Kuske von der Gemeindebücherei Hiddenhausen. Moderne SuchmaschinenTechnologien, Social-Media-Verknüpfungen und ein Responsive Design machen den digitalen Besuch der Bibliotheken attraktiv und informativ. „Wir freuen uns sehr, das Projekt so erfolgreich umgesetzt zu haben. Ganz nebenbei hat die Zusammenarbeit mit dem krz und den Bibliotheksmitarbeitern viel Freude gemacht, da alle Beteiligten gleichermaßen engagiert und motiviert waren.“, so Projektleiterin Kathleen Hofius von der SIT. Autorin: Bettina Hoven, krz 18 aus der branche Kommunale IT sicherer machen Land Hessen und ekom21 setzen erfolgreiches Programm fort › Es war eine entspannte Atmosphäre, als der Hessische Innenminister Peter Beuth zusammen mit ekom21-Geschäftsführer Ulrich Künkel am 15. Juni 2018 vor die Presse trat. In den Händen hielt der Staatsminister einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Mit dem Geld werden hessische Kommunen in Punkto Cybersicherheit weiterhin „fit“ gemacht. Begonnen hat alles am 28. Januar 2016, als Beuth, die kommunalen Spitzenverbände in Hessen und die ekom21 eine gemeinsame Sicherheitsinitiative vorstellten und die Gründung des „Kommunalen Dienstleistungszentrums Cybersicherheit“ (kurz: KDLZ CS) bekannt gaben. So einfach die Aufgaben des Kompetenzzentrums umrissen waren, so diffizil und komplex waren sie: Erhöhung der Informationssicherheit in Kommunen als Ganzes und gleichzeitige Vorbereitung auf zu erwartende gesetzliche Vorgaben bei der IT-Sicherheit. Um das Ziel zu erreichen, bietet das KDLZ CS den Verwaltungen dazu – damals, wie heute – ein breites Portfolio an Beratungsleistungen, Analyseinstrumenten, Schulungen und Softwarelösungen. Die fachliche und personelle Ausführung liegt dabei bei der ekom21, dem größten kommunalen IT-Dienstleistungsunternehmen in Hessen. Auftrag der ekom21-Experten ist es, die komplette IT-Infrastruktur der Städte, Gemeinden und Landkreise genau unter die Lupe zu nehmen, zu beraten, das kommunale Personal zu sensibilisieren und zu schulen sowie Schwachstellen aufzuzeigen. Danach muss von jeder Kommune ein Informationssicherheits-Managementsystem etabliert werden – das KDLZ CS unterstützt die Verantwortlichen hierbei und sorgt dafür, dass kein Aspekt zu kurz kommt. Daten schützen Mit dem jetzt erteilten Zuwendungsbescheid trägt das Land Hessen dieser großen Resonanz an dem Cybersicherheitsprogramm Rechnung: „Wir wollen mit unserer Initiative die IT-Infrastruktur Intern Nr. 4 | 2018 bei hessischen Kommunen sicherer machen. Verwaltungsdaten sind fast immer Bürgerdaten und müssen vor Cyberattacken besonders geschützt werden. Wir unterstützen Städte und Gemeinden deshalb mit unseren Experten des KDLZ CS und bieten ihnen praktische und kompetente Hilfe an“, sagte der Innenminister. Insgesamt stellt die Landesregierung mehr als fünf Millionen Euro für den Zeitraum Januar 2016 bis 2020 zur Verfügung, mit denen das KDLZ CS die ungebremste Nachfrage bedienen kann. Und die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: 236 Kommunen haben ihr Interesse bekundet, sodass mittlerweile über 481 Termine Für die vor Ort absolteilnehmen- viert wurden, um die Verwalden Kommu- tungs-IT auf nen sind die Risiken, Defizite und VerDienstleistun- besserungsgen des KDLZ potentiale zu untersuchen. CS kostenlos. 179 Städte Unentgeltlich, und Gemeinde haben beweil das Land reits einen inHessen ein be- d i v i d u e l l e n Beurteilungssonderes Au- bericht und genmerk auf Empfehlungen erhalten, wie Cybersicher- sie ihre Inforheit gelegt mationstechnologie sichehat. rer gestalten können. Kommunale Ebene Die Kommunen bleiben bei allen sicherheitsrelevanten Betrachtungen ein wesentlicher Faktor. Das KDLZ CS setzt bei seinem Vorgehen auf Information, Sensibilisierung und Ausbildung. Den Aktivitäten gehen eine umfangreiche Prüfung und eine Bestandsaufnahme in der Verwaltung voraus. Dabei schauen sich die ekom21-Experten auch das Umfeld und die Infrastruktur genau an: Sind Zutritts- Gemeinsam für Sicherheit (v.l.n.r.): Landespolizeipräsident Udo Münch, Staatsminister Peter Beuth und ekom21-Geschäftsführer Ulrich Künkel (©HMDIS) kontrollen vorhanden? Gibt es Nebeneingänge? Wo steht der Zentralrechner? Außerdem werden die einzelnen Arbeitsplätze unter die Lupe genommen: Welche Softwarelösungen sind im Einsatz? Wie sind diese abgesichert? Welche Länge haben die Passwörter? Werden diese regelmäßig geändert? Ein komplexer Fragenkatalog mit mehr als 200 Fragen schließt sich dem an. Nach dessen Auswertung werden eine IT-Sicherheitsleitlinie konzipiert und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommune in Sachen Informationssicherheit sensibilisiert. Hierfür steht eine eigens entwickelte Lernsoftware zur Verfügung und Präsenzschulungen vertiefen noch einmal das Gelernte in den Köpfen. Die Maßnahmen sind wichtiger denn je: Laut Expertenkreisen ist davon auszugehen, dass sich die Intensität und die Qualität von Hackerangriffen in der nächsten Zeit drastisch erhöhen wird. Zahlreiche hessische Kommunen haben sich dieser Herausforderung gestellt und die kostenlosen Dienstleistungen des KDLZ CS in Anspruch genommen – sie sind für die Zukunft gerüstet und sehen der ständig wachsenden Bedrohung wesentlich gelassener entgegen. Für die teilnehmenden Kommunen sind die Dienstleistungen des KDLZ CS kostenlos. Unentgeltlich, weil das Land Hessen ein besonderes Augenmerk auf Cybersicherheit gelegt hat. Autor: Stefan Thomas, ekom21 19 aus der branche Mit wenigen Klicks Die Städte Münster und Hamm sowie die Kreise Coesfeld und Warendorf erarbeiten gemeinsames Konzept für ein Bürgerportal › Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen wollen die Dienstleistungen der Verwaltung heute mit wenigen Klicks über das Internet erreichen. Die Städte Münster und Hamm sowie die Kreise Coesfeld und Warendorf haben jetzt beschlossen, zur Erreichung dieses Ziels ein gemeinsames Bürgerportal zu schaffen. Den Betrieb der Plattform übernimmt Münsters kommunaler IT-Dienstleister citeq. Im Vorfeld der anstehenden Einführung haben die E-Government-Fachleute der beteiligten Kommunen und Kreise ihre Idealvorstellungen eines Bürgerportals zusammengetragen und mit verschiedenen Lösungen am Markt abgeglichen. Nach sorgfältiger Prüfung haben jetzt die beteiligten Akteure zugestimmt, das Bürgerportal der regio iT (Aachen) als Gemeinschaftsverfahren in einem eng abgestimmten Gemeinschaftsprojekt einzuführen. „Das gemeinsam erarbeitete Konzept lässt unterschiedliche Geschwindigkeiten bei der Umsetzung der Vorhaben zu. Die Größe der Portal-Anwendergemeinschaft sorgt dabei für Zukunftssicherheit und stärkt unsere Innovationskraft“, sagt Münsters Stadtrat Wolfgang Heuer. „Die Kooperation ist für den wirtschaftlichen und effizienten Betrieb unserer Verwaltung von großer Bedeutung. So haben wir die Chance, unsere hochgesteckten Ziele in der vorgegebenen Zeit zu erreichen“, sagt Jürgen Schickhoff, Leiter des Amtes für Organisation und Informationsverarbeitung der Stadt Hamm. „Da wir ein gemeinsames Ziel ansteuern, können wir bei den komplexen Aufgaben exzellent voneinander lernen“, fügt Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau vom Kreis Coesfeld hinzu. Und Kreisdirektor Stefan Funke vom Kreis Warendorf hebt hervor, dass jetzt Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, sich einmal zu registrieren, ihre gespeicherten Daten vielfach nutzen können: „Die Anmeldung am Bürgerportal erfolgt dann automa- Intern Nr. 4 | 2018 tisch in dem jeweils erforderlichen Vertrauensniveau“, sagt Funke. Einsatz der elektronischen Identität des Personalausweises ermöglicht. Bürgerportal basiert auf Open Source E-Gov-Gesetz NRW und OZG bilden den Rechtsrahmen Das Bürgerportal der regio iT basiert auf der technischen Grundlage der Open Source Portalsoftware Liferay CE und lässt sich an die Bedürfnisse der Städte und Kreise anpassen. Das Portal erlaubt Bürgerinnen und Bürgern das selbstständige Anlegen eines Benutzerkontos. Die Kommunikation mit der Verwaltung läuft über eine verschlüsselte Browsersession, sodass keine persönlichen Daten über unverschlüsselte E-Mails versendet werden. Bürgerinnen und Bürger können nach Dienstleistungen und Ansprechpartnern in der Verwaltung suchen, Termine vereinbaren und über Formulare Anträge stellen. Um sich sicher gegenüber ihrer Verwaltung auszuweisen, können sich Bürgerinnen und Bürger am Bürgerportal anmelden. Dabei unterstützt sie der landesweit verfügbare Dienst Servicekonto.NRW, der neben der Authentisierung über Kennung und Passwort auch den Das E-Government-Gesetz NRW soll das Online-Angebot der Verwaltungen für die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen des Landes voranbringen. Ab 2022 kommen verbindlich geltende Anforderungen des Online-Zugangsverbesserungsgesetzes des Bundes hinzu. All das fordert die Kommunalverwaltungen erheblich, ihre Online-Angebote umfassend auszubauen. Eine der Hauptforderungen besteht in der Einrichtung eines Portalverbundes, in dem alle Dienstleistungen öffentlicher Verwaltungen – egal ob auf kommunaler, Landes-, oder Bundesebene – mit wenigen Klicks zu erreichen sind. Den Städten Münster und Hamm sowie den Kreisen Coesfeld und Warendorf kommt jetzt zugute, dass sie in den letzten Jahren schon einiges an Vorarbeit geleistet haben. AUtor: Lothar Lechtenberg, Citeq 20 aus der branche NRW arbeitet an GovChain Blockchain in der Verwaltung Deutschland (BiVD) › Das Thema „Blockchain“ ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Bereichen präsent: Neben der Kryptowährung Bitcoin hat die Blockchain oder besser die „Distributed Ledger Technology“ auch Einzug in Koalitionsverträge gehalten. Ist Blockchain eine Lösung, für die wir erst ein Problem suchen müssen? Oder kann uns die Blockchain-Technology helfen, das Verwaltungshandeln zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger sowie der Wirtschaft effizienter zu gestalten? Kommunalen IT-Dienstleitser zusammen mit regio iT Aachen, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie der Bundesblock (Blockchain Bundesverband - Verband zur Förderung der Blockchain-Technologie in Deutschland) als Initiativpartner gewonnen werden. Das Ziel der Initiative lässt sich wie folgt beschreiben: Es soll an der konkreten Umsetzung gearbeitet werden, um die Blockchain-Technologie (Distributed Ledger Technology) in der Verwaltung voranzubringen. Der CIO des Landes Nordrhein-Westfalen hat eine Initiative ins Leben gerufen, die versucht, das Thema „Blockchain“ Verwaltungsebenen übergreifend zu betrachten und insbesondere im Hinblick auf einen Einsatz in der Verwaltung zu bewerten. Neben der CIO-Abteilung des nordrhein-Westfälischen Wirtschaftsund Digitalisierungsministeriums konnten Vitako - Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Vorteile Zu erwarten sind von der Technologie insbesondere folgende Vorteile: ►► Once-only-Prinzip (Bürger und Unternehmen müssen bestimmte Standardinformationen der Verwaltung nur noch einmal mitteilen) ►► Selbstsouveräne Identität ►► Gemeinsame Standards, behördenübergreifender und länderüber- greifender Datenaustausch, auch im europäischen Kontext ►► Mehr Sicherheit durch Dezentralisierung In einer „Bauphase“ sollen technische Planungen und Machbarkeitsstudien zusammengetragen und daraus eine Blaupause erstellt werden: „Wie müsste eine Blockchain in der Verwaltung im Hinblick auf Technik, Governance, Leistung, aufgebaut sein?“ In der „Implementierungsphase“ soll ür den Pilotbetrieb einer Blockchain der Verwaltung (Arbeitstitel „GovChain“) die bereits vorhandene Infrastruktur der Kommunen genutzt werden. Autor: Helmut Nehrenheim, mwide Offene Verwaltung Kick-off zur Entwicklung eines neuen Standards › Open Data ist schon seit einigen Jahren ein großes Thema in der öffentlichen Verwaltung. Offene Daten einer Kommune werden seitens der Open Data-Community immer mehr angefragt, um hieraus interessante Applikationen zu programmieren, oder auch für journalistische Zwecke. Spätestens seit den Wahlen im Jahr 2017 hat sich der Trend verfestigt, dass auch Wahldaten für die Community, aber auch für viele Bürgerinnen und Bürger und etwa Forschungseinrichtungen von großem Interesse sind. Ein Problem bei der gewünschten (Weiter-)Verwendung der Wahldaten ist oftmals, dass diese keinem Standard unterliegen und somit häufig eine heterogene Datenstruktur vorweisen. Daneben besteht ganz praktisch das Problem die Da- Intern Nr. 4 | 2018 ten überhaupt auffindbar zu machen, da Wahldaten in Deutschland an ganz unterschiedlichen Stellen bereitliegen und bei Bedarf mühevoll zusammengesucht werden müssen. Standardisierte Daten Im Zuge ihrer Open Data-Strategie hat die kdvz nun ein Projekt gestartet mit dem Ziel Wahldaten in einem größeren Verbund standardisiert bereitzustellen und damit einen weiteren, nicht unbedeutenden Schritt in Richtung „offene Verwaltung“ zu gehen. Partner in diesem Projekt sind mit der vote iT GmbH der Hersteller des Wahlverfahrens, das bei der kdvz eingesetzt wird, die Städte Bonn, Düsseldorf und Köln, die Südwestfalen-IT sowie Vertreter der OpenData-Community. In einem ersten Treffen der Projektbeteiligten, zu dem die kdvz kürzlich ein- lud, wurden die Rahmenbedingungen zur Etablierung eines offenen Wahlstandards diskutiert und bereits erste Umsetzungsziele vereinbart. Danach sollen bis zur Europawahl im kommenden Jahr Straßen- und Wahllokal-Daten standardisiert angeboten werden können. Bis zur Kommunalwahl 2020, so der Plan, sollen darüber hinaus Ergebnisdaten vorliegen, die dann interessenabhängig weiterverarbeitet werden können. In den nächsten Wochen werden die bisherigen Ideen, Ansätze und Konzepte von den Akteuren weiterentwickelt und in Treffen der Arbeitsgruppe abgestimmt. Im Sinne des Standardisierungsgedankens würden sich die Projektpartner über die Mitarbeit weiterer Institutionen in diesem Projekt freuen. Autor: Tim Leroy, kdvz RheinErft-Rur 21 aus der branche Sommermärchen 4.0 eXPO18 wurde mit neuem Besucherrekord Erwartungen gerecht › Die ekom21 sowie 50 weitere Mitaussteller und Partnerunternehmen hatten am 13. Juni 2018 zum Sommermärchen 4.0 geladen. Mehr als 620 Besucher aus Städten, Gemeinden, Landkreisen und anderen öffentlichen Einrichtungen waren dem Ruf gefolgt und bescherten der eXPO den fünften Besucherrekord in Folge. Und dies obwohl zeitgleich die CeBIT in Hannover stattfand. Begrüßt wurden die Gäste von Bertram Huke, Geschäftsführer der ekom21, der auf die einzelnen Veranstaltungspunkte und deren Highlights hinwies. Auch auf das Onlinezugangsgesetz und dessen Herausforderungen für die Landes- und Kommunalverwaltungen ging er ein. Sein Appell an die eXPO-Besucher: „Informieren Sie sich, lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie den heutigen Tag, um mit den Ausstellern und uns in einen intensiven Dialog zu treten“. Huke weiter: „Es geht im Kern darum, unsere Städte, Gemeinden und Landkreise – unsere Verwaltungen – zukunftsfähig zu machen. Die Digitalisierung wird alle Lebensbereiche immer mehr vorantreiben und modernisieren. Das ist in der Industrie so, das ist im Gesundheitswesen so und das wird auch in der Verwaltung immer mehr. Ich denke, die Digitalisierung wird einen enormen Schub erzeugen – für uns alle gemeinsam und für unsere Städte und Gemeinden. Wir sollten uns also auf dem Weg machen“. Digitale offensive Stadtrat Thomas Morlock von der Stadt Hanau begrüßte quasi als Hausherr das Publikum. Morlock, Verkehrs- und Ordnungsdezernent, erläuterte auch die „Digitale Offensive 2025“ der Stadt Hanau, für die er ebenfalls zuständig ist. In seinem Vortrag spannte der Stadtrat einen weiten Bogen von der wirtschaftlichen Entwicklung Hanaus, die mit steigenden Einwohnerzahlen einhergeht, über die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung bis hin zum Onlinezugangsgesetz. Intern Nr. 4 | 2018 Die hessische Landesverwaltung vertrat Roland Jabkowski, der Co-CIO des Landes Hessen und Bevollmächtigter für E-Government und Informationstechnologie. Der gebürtige Österreicher sprach der eXPO ein großes Lob aus: „Sommermärchen 4.0 lautet das diesjährige Motto der Hausmesse. Dabei ist die Geschichte der eXPO selbst eine Art Sommermärchen. Die jährlich neu aufgestellten Besucherrekorde der größten kommunalen IT-Fachmesse Hessens zeugen von deren Bedeutung und exzellentem Ruf – weit über die Landesgrenze hinaus“. Im hier und jetzt Die Keynote hielt Dr. Pero Mićić, der als international führender Experte für Zukunftsmanagement gilt. Mit seinem Vortrag „Was kommt - was bleibt - was geht? − Wie mächtige Trends und erstaunliche Technologien unser Leben verändern“, traf er genau den Nerv der Gäste und bescherte dem Publikum spannende, visionäre und fachlich fundierte Unterhaltung. Mićić machte deutlich, dass jede Handlung im Hier und Jetzt auf persönlichen Annahmen über die Zukunft beruht: „Wenn man in einer Institution jemand einstellt oder entlässt, wenn man in einer Organisation eine Software einführt oder nicht, wenn man einen Prozess ändert oder nicht – das basiert immer auf persönlichen Annahmen über die Zukunft – und das gilt auf kommunaler oder staatlicher Ebene ganz genauso“. Der rund einstündige Vortrag wurde mit viel Applaus bedacht und seine erstaunlichen Thesen sorgten in der Pause (und darüber hinaus) für allerlei Gesprächsstoff. Ausstellung und Workshops Der zweite Teil der eXPO gehörte der Fachausstellung, den Workshops, der Sonderausstellung und dem Future Lab. An 40 Ständen tummelten sich die Gäste und konnten in entspannter Atmosphäre einen informativen Tag erleben. Die eXPO – ausgelegt als Ort der Kommunikation und Information – wurde ihrem Namen wieder mehr als gerecht. Besonderen Anklang fand auch das Zukunftslabor, in dem neueste Entwicklungen präsentiert wurden, die bereits in naher Zukunft die Arbeit der Verwaltungen erleichtern werden. Die Sonderausstellung widmete sich den Kommunen und ihren Bemühungen, die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Sechs ausgewählte Verwaltungen präsentierten – quasi von Kollegen zu Kollegen – wie sie der Herausforderung an eine moderne und bürgernahe Informationstechnologie begegnen. Mit dabei waren die Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie die Städte Bad Hersfeld, Offenbach am Main, Neu-Isenburg, Rodgau und Wiesbaden. Großen Andrang erfuhren auch die insgesamt 24 Workshops, die von der ekom21 und ihren Partnerunternehmen ausgerichtet wurden. An vielen Workshops war die Resonanz derart groß, dass die Sitzplätze nicht ausreichten. Autor: Stefan Thomas, ekom21 22 aus der branche Doppelter Erfolg ekom21 wieder in Hannover auf der CeBIT vertreten › Zum 22. Male in Folge war ekom21 auf der Computermesse CeBIT vertreten. In diesem Jahr sollte das neue Konzept der Deutschen Messe AG greifen und die CeBIT zu Europas führender Eventplattform und zum Festival für digitale Technologie machen. Hat das funktioniert? und Finanzwesen ma GmbH. Dort wurde das kommunale fünf Tage lang dem Finanzwesen „Infoma newsystem“ mit Fachpublikum vor. zahlreichen Modulen, wie RechnungsDurch eine inten- workflow, E-Rechnung und E-Faktura mit sive Messekoope- epay21 gezeigt. ration mit Partnern sind bei der dies- Qualitativ hochwertig jährigen CeBIT drei Die Anzahl der hessischen Besucher war Stände in zwei Hal- im Vergleich zu den Vorjahren geringer, len personell be- da viele Kunden das Angebot wahrnahmen, sich auf der eXPO ausführlich zu stückt worden. In Halle 14 war informieren. Dennoch herrschte an den die ekom21 Partner drei Messeständen der ekom21 und ihrer am Stand des Lan- Partner keine Langeweile. Es wurden – des Hessen unter trotz des allgemeinen beklagten Besudem Motto „Digi- cherrückgangs – überraschend viele Getales Hessen“. Die spräche mit kommunalen Bediensteten Steffi Lemke von der ekom21 (Bildmitte) demonstrierte die E-Government-Plattform „civento“ Zusammenarbeit aus nahezu allen Bundesländern geführt und das gemeinsa- und auch Vertreter aus außerhessischen Der Termin war – zumindest aus Sicht me Präsentieren mit dem Land hat eine Staatsministerien informierten sich rege der ekom21 – unglücklich gewählt. Denn lange und erfolgreiche Tradition und inso- über die Produkte und Dienstleistungen zeitgleich zur CeBIT fand am 13. Juni fern änderte sich auch dieses Jahr nichts der ekom21. Im nächsten Jahr wird es zu keiner auch die hauseigene Fachmesse eXPO an diesem Konzept. Schwerpunkte an statt (Bericht in dieser Ausgabe). Für das den Arbeitsplätzen waren die E-Govern- Terminüberschneidung, denn dann finStandteam der ekom21 bedeutete das ment-Plattform „civento“ mit zahlreichen det die CeBIT vom 24. bis 28. Juni 2019 teilweise eine doppelte Reisetätigkeit. Features, wie der innovativen Vorgangs- statt, während die eXPO bereits am 5. Natürlich stand die Ausrichtung des bearbeitung, E-Payment- und Online- Juni 2019 startet. eigenen Events im Fokus, trotzdem Services sowie OZG-ready (Onlinezuwurde so geplant, dass ausreichend gangsgesetz) und das Nutzerkonto. Autor: Stefan Thomas, ekom21 ekom21-Fachpersonal auch auf der CeEbenfalls in Halle 14 präsentierte BIT zugegen war, um alle Fragen von sich die ekom21 als Besuchern beantworten und Präsentati- Partner am Dataonen durchführen zu können. Um es vor- bund-Stand mit der wegzunehmen: Die Planung ging auf und Firma HSH Komsorgte für einen doppelten Messeerfolg m u n a l s o f t w a r e . – sowohl in Hanau, als auch in Hannover. Dort gab es mit der Ein positiver Nebeneffekt: Die bishe- Kfz-Zulassungsrige Ausrichtung der CeBIT in den wetter- software „kfz21“ launigen März gab ihr auch zuweilen den (beziehungsweiSpitznamen „SchneeBIT“ – die Termin- se VIATO Z) und verlagerung sorgte nun dafür, dass das „VOIS|Kfz“ detailMesse-Team Schals und dicke Mäntel zu lierte Einblicke in Hause lassen konnte. die neue Welt des ZulassungsweSchwerpunkt Digitales sens. In Halle 15 Hessen In diesem Jahr stellte sich die ekom21 war die ekom21 mit bewährten Produkten sowie Neu- Partner auf dem ekom21-Mitarbeiter Timo Kohl (Bildmitte) präsentierte Neuerungen im entwicklungen aus den Bereichen E- Messestand der Kfz-Zulassungswesen Government, Straßenverkehrsbehörden Firma Axians Info- Intern Nr. 4 | 2018 23 bericht aus der EU Making the Digital Agenda Work Euritas veranstaltet CIO-Konferenz Ende November in Brüssel › Euritas, das Netzwerk der öffentlichen europäischen IT-Dienstleister in Europa, veranstaltet am 28.November 2018 in Brüssel eine Konferenz unter dem Motto „Making the digital agenda work – the journey from policy to reality“. Auf europäischer Ebene werden vielfältige Anstrengungen unternommen, um den Binnenmarkt weiter auszubauen und eine europaweite digitale Agenda einzuführen. Die Umsetzung von drei großen von der EU initiierten Gesetzesvorhaben hält die öffentliche Verwaltung in allen Mitgliedstaaten seit dem letzten Jahr in Atem. Dazu gehören die Umsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung sowie die eIDAS-Verordnung zum Thema elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste. Beide Verordnungen sind bereits in Kraft getreten. Eine weitere steht kurz bevor: Mit dem zentralen digitalen Zugangstor (Single Digital Gateway) plant die EU, einen zentralisierten Zugang für Bürger und Unternehmen in der Europäischen Union zu allen Informationen zu gewährleisten, die sie benötigen, wenn sie ihre Rechte auf Mobilität in der EU in Anspruch nehmen, und den uneingeschränkten Zugang zu OnlineVerfahren zu gewährleisten. Hierfür müssen insgesamt 14 Verwaltungsverfahren europaweit für alle Intern Nr. 4 | 2018 online nutzbar angeboten werden, zum Beispiel Unternehmensgründungen, die Registrierung eines Arbeitgebers/ Arbeitnehmers in den gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungssystemen, die Beantragung von Studienbeihilfen und -darlehen oder die Beantragung einer europäischen Krankenversicherungskarte sowie die Zulassung eines Kraftfahrzeugs. Mehr EInbindung gefordert Die bei Euritas zusammengeschlossenen öffentlichen IT-Dienstleister sind maßgeblich an der Umsetzung dieser und ähnlicher Vorhaben in den verschiedenen Mitgliedstaaten beteiligt. Nach Ansicht der EuritasMitglieder hätten einige Probleme bei der Umsetzung der Verordnungen vermieden werden können, wenn sie frühzeitig Gelegenheit bekommen hätten, auf konkrete Probleme wie unklare Zielformulierungen und Interpretationsspielräume oder Inkompatibilitäten und unterschiedliche Ausprägungen bestehender technischer Infrastrukturen hinzuweisen. Die europäischen IT-Dienstleister mit ihrem großen Erfahrungsschatz bei der Umsetzung komplexer ITVorhaben sehen sich in einer Vermittlerrolle zwischen den rechtlichen Vorgaben der Kommission beziehungsweise des EU-Parlaments und der Vollzugsebene in den lokalen und regionalen Verwaltungen der Mitgliedstaaten. Euritas zielt darauf ab, in IT-Fragen als wichtiger Ansprechpartner der Kommission wahrgenommen zu werden. Die Euritas-Mitglieder bieten an, ihre Beratungskompetenz und Expertise in technischen Fragen frühzeitig bei der Entstehung von Gesetzge- bungsprozessen auf europäischer Ebene einzubringen und somit dazu beizutragen, Reibungsverluste zu vermindern. Lessons learnt Im Vordergrund der Konferenz Ende November in Brüssel steht der Erfahrungsaustausch (Lessons learnt) zu den Themen eIDAS und Datenschutz-Grundverordnung. Zum Thema Single Digital Gateway werden die Euritas-Mitglieder eigene Vorstellungen präsentieren, was zu tun sei, um die Umsetzung des Vorhabens voranzubringen, und hierzu das Gespräch mit Kommissionsmitgliedern suchen. Zielgruppe der Konferenz sind neben Vertretern der EU-Kommission alle CIOs auf regionaler, staatlicher und europäischer Ebene sowie lokale CIOs und für die Digitalisierung der Verwaltung Verantwortliche. Die Agenda der Veranstaltung wird in Kürze unter folgendem Link abrufbar sein: EURITAS-Konferenz. Autorin: Tina Siegfried, Vitako 24 Bericht aus der EU Meldung › Meldung EU-Förderung zur Cybersicherheit Noch bis zum 22. November 2018 können sich Betreiber Kritischer Infrastrukturen und Anbieter Digitaler Dienste im Sinne der NIS-Richtlinie um EU-Fördermittel zur Förderung der Cyber-Sicherheit bewerben. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „2018 CEF Telecom Call - Cyber Security“ (CEF-TC-2018-3). Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) begrüßt diese Aktivität der EU-Kommission zur Förderung der Cyber-Sicherheit bei Betreibern Kritischer Infrastrukturen und Anbietern Digitaler Dienste, ist jedoch nicht in die Vergabe der Fördermittel eingebunden und kann keine verbindlichen Auskünfte bezüglich des Bewerbungsprozesses erteilen. Die Details zur Ausschreibung und Bewerbung sind auf der Website der EU-Kommission erhältlich. Link › Vier weitere Galileo-Satelliten im All Vier weitere Galileo-Satelliten sind mit der europäischen Trägerrakete Ariane 5 vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana gestartet. Damit erreicht die Konstellation mit den nun 26 Satelliten im All ihre Gesamtstärke, die für 2020 geplant ist. In dem Jahr soll Galileo seine volle Betriebsfähigkeit erlangen. Galileo wird dann auf 20 Zentimeter genaue Daten senden und damit einen Präzisionsrekord unter den Satellitennavigationssystemen der Welt aufstellen. Galileo erbringt seit Dezember 2016 Ortungs- und Zeitgebungsdienste für inzwischen bereits rund 400 Millionen Nutzer. Galileo stellt derzeit drei auf Satellitennavigation basierende Dienste bereit: ►► Galileos offener Dienst: ein kostenfreier Dienst für Ortung, Navigation und Zeitgebung. Der Zeitgebungsdienst wird im Vergleich zu anderen Ortungssystemen immer robuster, genauer und schneller (in der Größenordnung von Nanosekunden). Er ermöglicht das eCall-System, das seit dem 31. März 2018 in allen Neufahrzeugen in der EU verbindlich vorgeschrie- TERMINE 30. August 2018 … Smart City Forum … Bad Hersfeld 4. September 2018 … E-Goverment und Digitalisierung NRW … Köln 6. September 2018 … 19. ÖV-Symposium … Münster 12. September 2018 … 14. Fachtagung IT-Beschaffung… Berlin 13. September 2018 … Digitale Mülltrennung … Karlsruhe www.itkalender.de … für mehr Informationen + Termine ben ist, um den Rettungsdiensten den Standort des verunfallten Fahrzeugs zu melden. ►► Galileos Such- und Rettungsdienst (Search and Rescue – SAR): Ortung der von einem entsprechend ausgerüsteten Sender abgegebenen Notsignale. Mit dem Start der ersten GalileoDienste im Dezember 2016 hat sich die Zeit bis zur Ortung einer auf See oder in den Bergen vermissten Person von bis zu 4 Stunden auf rund 10 Minuten nach Aktivierung des Notfallsenders verringert. Die Ortungsgenauigkeit hat sich von 10 km ohne Hilfe von Galileo auf weniger als 2 km mit Galileo-Unterstützung verbessert. Zudem wird der Dienst ab dem kommenden Jahr sogar ein Antwortsignal zurücksenden, mit dem die in einer Notlage befindliche Person benachrichtigt wird, dass ihr Notsignal empfangen und geortet worden ist. ►► Galileos öffentlicher regulierterDienst (Public Regulated Service – PRS): ein verschlüsselter, für Behörden konzipierter Dienst, der sicherheitsrelevanten Zwecken (z. B. militärischen Operationen) vorbehalten ist. Mit dem PRS soll selbst unter den widrigsten Umständen die Dienstkontinuität sichergestellt sein. Er bietet staatlichen Nutzern in nationalen Notfällen oder Krisensituationen, etwa bei Terrorangriffen, einen besonders zuverlässigen und komplett verschlüsselten Dienst. Link Impressum Herausgegeben von www.vitako.de Bildnachweis: Fotolia 1,3 | IT-Planungsrat 2 | Frank Nürnber- Vitako Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e. V. V.i.S.d.P.: Dr. Ralf Resch Markgrafenstraße 22 D - 10117 Berlin Intern Nr. 4 | 2018 Redaktion & Kontakt: Dr. Helmut Merschmann Telefon: +49 30 20 63 156 - 14 E-Mail: redaktion@vitako.de ger 4 | Wegweiser GmbH 5,6 | T.Siegfried 7 | Dataport 8,10 | iStockphotos 8,12,13,14 | ITEOS 9 | regio iT 15 | Stadt Höxter 16 | GovConnect 17 | HMDIS 18 | Citeq 19 | ekom 21,22 | EURITAS 23 25
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