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Full text: Beteiligungsbericht ... Issue 2013

Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

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Inhalt

7 9 17 19 21 131 153 205 307 349 359 361

Vorwort Einführung Beteiligungsportfolio Unternehmensporträts nach Aufgabenbereichen Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung Technologie, Wirtschaftsförderung und Umwelt Gesundheit Öffentliches Sparkassenwesen Suchregister Weitere Informationen

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Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

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Vorwort
Sei es die Versorgung mit Trinkwasser und Energie, die Gewährleistung des öffentlichen Personennahverkehrs, die Bereitstellung von Krankenhausleistungen, Bildungsund Kulturangebote, umweltschonende Strom- und Gaserzeugung oder die Ansiedlung zukunftsorientierter Arbeitsplätze sowie die von sozialer Verantwortung geleitete Versorgung mit finanzierbarem Wohnraum – allein dieser Auszug aus dem umfangreichen Leistungsangebot der städtischen Unternehmen zeigt deren hohe und ganz unmittelbare Bedeutung für die Fürther Bevölkerung. Dort, wo es im Einklang mit der kommunalen Aufgabenerfüllung unter wirtschaftlichen Erwägungen sinnvoll war, hat die Stadt privatrechtliche und öffentlich-rechtliche Unternehmen gegründet oder sich, etwa zusammen mit anderen Gebietskörperschaften, aber auch privaten Personen oder Gesellschaften, an diesen Unternehmen beteiligt. Die insgesamt sehr erfolgreiche Arbeit dieser aus der Kernverwaltung der Stadt Fürth ausgegliederten Aufgabenbereiche wollen wir dem Stadtrat und den interessierten Bürgerinnen und Bürgern mit unserem zehnten Beteiligungsbericht, der die Ergebnisse des Jahres 2013 sowie der vier vorangegangenen Geschäftsjahre zum Inhalt hat, transparent machen. Ich würde mich freuen, wenn der vorliegende Beteiligungsbericht Ihre Aufmerksamkeit findet. Fürth, im März 2015 Ihr

Dr. Thomas Jung Oberbürgermeister

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Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

Vorwort

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Einführung
Die in den Beteiligungsbericht einbezogenen Unternehmen erzielten im Jahr 2013 einnahmewirksame Erträge von insgesamt rd. 549 Mio. €. Und obgleich für diese Unternehmen kein Gesamtabschluss aufzustellen ist, somit interne Leistungsbeziehungen nicht eliminiert (konsolidiert) werden, so verdeutlichen die genannten Einnahmevolumina, in welch immensem Umfang öffentliche Aufgaben von den rechtlich verselbständigten Unternehmenseinheiten organisiert und wahrgenommen werden. Die bereinigten Einnahmen des städtischen Verwaltungshaushalts sowie die einnahmewirksamen Erträge der vier Sondervermögen beliefen sich im gleichen Zeitraum auf ca. 341 Mio. € (bei einem Schuldenstand von 355 Mio. € zum 31.12.2013 ohne innere Darlehen). Es errechnet sich für das Jahr 2013 somit ein unkonsolidiertes Gesamt-Einnahmevolumen von 890 Mio. €. Mit daran 62 % (549 Mio. €) unterstreichen die privatrechtlichen Unternehmen und Beteiligungen sowie die beiden Kommunalunternehmen eindrucksvoll ihren städtischen Konzern-Beitrag. Würde man sämtliche der in den Beteiligungsbericht aufgenommenen Unternehmenseinheiten in einen städtischen Gesamtabschluss einbeziehen, wären dort Finanzverbindlichkeiten (dieser Unternehmen) von in Summe rd. 222 Mio. € zum 31.12.2013 zu bilanzieren. Dieser Wertansatz berücksichtigt, in vereinfachter Form, die im Rahmen einer Konzernbilanzierung erforderlichen Konsolidierungsmaßnahmen, also insbesondere jene Mechanismen zur Vermeidung von Doppelzählungen. Diesen 222 Mio. € Finanzverbindlichkeiten kann im Folgeschritt das – wiederum vereinfacht konsolidierte – GesamtAnlagevermögen der im Beteiligungsbericht erfassten Unternehmen gegenübergestellt werden; sein konzernbilanzielles Volumen ist mit etwa 366 Mio. € anzusetzen. Daraus ist eine Verschuldungsrelation von 0,61 (222 Mio. € zu 366 Mio. €) abzuleiten. Die beiden Folgeseiten und die dortige Gesamtübersicht zeigen die zentralen Kennzahlen des städtischen Beteiligungsportfolios für das Jahr 2013.

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Stammkapital oder Kapitalanteile 31.12.2013 Tsd. € Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 infra fürth holding gmbh infra fürth beteiligung gmbh infra fürth dienstleistung gmbh infra fürth service gmbh infra fürth verkehr gmbh infra fürth bäder gmbh infra fürth gmbh Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH enPlus eG 65.000 25 130 1.500 24.975 25 50.000 25 52 120

Anteilsquote und Beteiligungskategorie *) 31.12.2013 %

gehalten über 31.12.2013

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2013

bilanzielles Jahresergebnis 2013 Tsd. €

100,0 (A) 100,0 (A) 100,0 (A) 100,0 (A) 100,0 (A) 94,8 (A) 80,1 (A) 49,0 (C) 11,5 (D) 8,3 (D)

Stadt Fürth 1 1 1 1 1 1 5 5 7

102 0 20 1 10 0 273 112 38 0

2.451 0 0 338 0 0 0 -8 0 6

Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege 11 12 Volkshochschule Fürth gGmbH ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH 25 26 100,0 (A) 100,0 (A) Stadt Fürth Stadt Fürth 7 42 -107 5

Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung 13 14 15 Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung Soziales Wohnen Fürth GmbH wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH 4.289 25 250 67,1 (A) 100,0 (A) 20,0 u. 80,0 (A) Stadt Fürth 13 3 und 13 40 0 0 280 108 23

Technologie, Wirtschaftsförderung und Umwelt 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 Gewerbehof Fürth GmbH Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds Neue Materialien Fürth GmbH IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-Fürth-Erlangen GmbH Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG solid GmbH Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG ProVitako eG 25 50 1.506 50 36 25 3 6.800 37 6.700 131 100,0 (A) 40,0 (B) 33,2 (C) 15,0 (D) 14,1 (D) 75,0 (A) 60,0 u. 0,0 (A) 25,0 (C) 22,2 (C) 9,0 (D) 3,8 (D) Stadt Fürth Stadt Fürth Stadt Fürth Stadt Fürth Stadt Fürth 7 7 und 21 7 7 7 17 0 60 0 28 3 0 0 0 2 0 1 -94 0 71 -167 -81 0 -46 -244 44 -531 76

Gesundheit 27 28 29 Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH Klinik-Kompetenz-Bayern eG 3.203 25 22 100,0 (A) 100,0 (A) 4,5 (D) Stadt Fürth 27 27 2.034 217 2 1.880 -4 -66

Öffentliches Sparkassenwesen 30 Sparkasse Fürth keine Angabe entfällt ****) keine Angabe 686 3.863

*) Beteiligungskategorie A: Kommunalunternehmen, Eigengesellschaften (Anteilsquote von 100 %) sowie Mehrheitsbeteiligungen (Anteilsquote von mehr als 50 %) Beteiligungskategorie B: Gemeinsame Kommunalunternehmen (zusammen mit anderen Gebietskörperschaften) Beteiligungskategorie C: Assoziierte Unternehmen (Anteilsquote von mindestens 20 % bis einschließlich 50 %) Beteiligungskategorie D: Unternehmen, bei denen die Anteilsquote weniger als 20 % beträgt, sowie Genossenschaften **) Summe aus Betriebs- und Finanzerträgen, bereinigt um darin enthaltene nicht-einnahmewirksame Vorgänge (z.B. Zuschreibungen, Erträge aus der Auflösung von Sonderposten und Rückstellungen) sowie um einnahmewirksame Erträge, die nicht der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind (z.B. Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen) ***) Bei der Sparkasse Fürth ist der Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ (§ 340g HGB) dem Eigenkapital hinzugerechnet. ****) Sparkassen werden in einen kommunalen Gesamtabschluss nicht einbezogen (Artikel 102a Absatz 1 Satz 2 GO).

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Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

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Ergebnis der gewöhnlichen/ normalen Geschäftstätigkeit 2013 Tsd. €

laufende Erträge, soweit einnahmewirksam **) 2013 Tsd. €

Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2013 Tsd. €

Netto-Kreditaufnahmen 2013 Tsd. €

Investitionen 2013 Tsd. €

Bilanzsumme 31.12.2013 Tsd. €

Eigenkapital ***) 31.12.2013 Tsd. €

Finanzverbindlichkeiten 31.12.2013 Tsd. €

Anlagevermögen, saldiert mit den Investitionszuschüssen 31.12.2013 Tsd. €

3.003 0 208 565 -10.306 498 20.854 3 1 10

10.892 6 3.835 3.195 12.416 954 191.530 9.758 6.508 137.662

-4.168 0 557 -439 -6.827 305 20.542 33 -247 1.113

-854 0 0 0 -1.156 0 6.928 0 0 0

620 0 389 0 2.458 78 19.366 34 191 0

108.521 15 1.838 3.023 62.423 30.450 255.592 715 941 10.260

73.303 14 776 2.745 27.135 25 67.782 16 52 251

14.003 0 0 0 11.651 0 122.806 0 0 0

85.075 0 1.183 161 49.299 24.427 164.445 15 352 0

-107 6

1.978 1.773

-140 -124

0 -4

8 25

561 433

343 128

0 40

55 71

573 117 34

10.666 467 3.342

1.288 252 327

5.047 795 2

8.045 1.595 0

66.049 6.202 3.982

15.182 218 439

42.432 5.262 2

61.584 5.894 0

-50 1 81 -168 -145 0 -46 -244 64 -531 109

992 11.493 425 2.331 602 7 194 1.717 337 248 193

1 3.703 310 -30 2 -1 -3.624 550 38 3.837 51

-85 18 -262 0 0 0 9.111 13.333 0 14.850 0

54 3.457 0 200 14 0 7.964 13.426 21 18.914 8

6.992 11.829 2.493 2.037 1.731 37 12.240 24.967 201 27.940 298

-48 3.164 1.362 1.618 1.226 35 2.596 6.255 113 6.286 231

6.876 2.301 919 0 0 0 9.111 18.488 0 14.850 0

6.347 8.931 2.287 909 1.054 0 8.122 23.808 18 18.880 5

2.066 0 -70

130.746 4.674 254

-267 288 -48

1.235 0 0

9.241 0 6

172.243 467 60

17.898 25 15

19.515 0 0

29.821 0 6

9.348

keine Angabe

keine Angabe

keine Angabe

keine Angabe

2.874.312

237.129

keine Angabe

keine Angabe

549.195

unkonsolidierte Summen, jeweils ohne Sparkasse Fürth ****) konzernbilanzielle Bereinigungen (vereinfacht), abhängig von der jeweiligen Beteiligungskategorie konsolidierte Summen

268.256 -45.995 222.261

492.749 -126.567 366.182

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Die im Kontext der konzernbilanziellen Betrachtungen für die Finanzverbindlichkeiten und das Anlagevermögen verwendete Bereinigungsmethodik ist auf den Seiten 363 und 364 dargestellt. Für – und wie hier im Beteiligungsbericht – globale Analysezwecke ist es bei den Bereinigungen sachgerecht, die Grundsätze der Voll- und Quotenkonsolidierung sowie der Equity-Methode in vereinfachter Form anzuwenden. Die wirtschaftliche Beurteilung der Finanzverbindlichkeiten sollte sich jedoch nicht auf ihre Verschuldungsrelation (0,61) verengen. Ganz entscheidend ist die stetige Innenfinanzierungskraft der Unternehmen, also ihre Fähigkeit, aus der operativen Tätigkeit den Kapitaldienst auf die Finanzverbindlichkeiten bedienen zu können. Weiterhin wird im Gesamt-Portfolio ein ganz wesentlicher Fokus darauf liegen, dass die erbrachten öffentlichen Leistungen zu sozial gerechtfertigten aber ebenso finanziell tragfähigen Preisen bzw. Entgelten angeboten und nachgefragt werden. In dieser Balance, aus öffentlichem Auftrag einerseits und der gleichzeitigen Notwendigkeit, den Unternehmen ihre Ertrags- und Finanzkraft zu erhalten und dabei ebenso die Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit des städtischen Haushalts zu sichern, liegt eine außerordentlich hohe Herausforderung. Im Jahr 2013 waren im städtischen Gesamtgefüge (Kernhaushalt, Sondervermögen, Kommunalunternehmen plus privatrechtliche Gesellschaften) etwa 5.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 2.445 in der Kernverwaltung und den Sondervermögen. Ihnen, den Geschäftsführungen sowie den in die Aufsichtsgremien entsandten oder gewählten Mitgliedern danke ich an dieser Stelle ganz ausdrücklich für ihren Einsatz zum Wohle eines funktionierenden Gemeinwesens. Dabei lässt sich aus der nebenstehenden Grafik die Dynamik ableiten, die die städtischen Unternehmen und Beteiligungen bis heute erfahren haben. Und so weist das Beteiligungsportfolio der Stadt Fürth zum 31.12.2013 insgesamt 29 Unternehmen auf; Kriterium für die Nennung im vorliegenden Beteiligungsbericht ist, dass sich die städtische Anteilsquote zum 31.12.2013 oder zu einem der vorangegangenen vier Stichtage auf mindestens 5 % belief.

Entwicklung der Zahl der Unternehmen und Beteiligungen

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Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

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Zwar müssen in den städtischen Beteiligungsbericht einzig Unternehmen in Privatrechtsform aufgenommen werden, also vorrangig GmbHs oder kommunalrechtlich zulässige Personengesellschaften, etwa in Form der GmbH & Co. KG.
zum Stichtag 31.12.2013 20 4 3 2 Gesellschaften mit beschränkter Haftung Kommanditgesellschaften (GmbH & Co. KG) Genossenschaften Kommunalunternehmen

Wir haben – wie in den bisherigen Beteiligungsberichten der Stadt Fürth – jedoch ergänzend das Klinikum Fürth einbezogen, welches seit dem Jahr 2001 als Kommunalunternehmen (Artikel 89 bis 91 der bayerischen Gemeindeordnung) in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts geführt wird. Seit 2011 sind in diesem Kommunalunternehmen auch jene Aktiva (insbesondere die Grundstücke und Gebäude) und Passiva ausgewiesen, die davor noch im städtischen „Sondervermögen Klinikum Fürth“ bilanziert worden waren. Außerdem zeigt der Beteiligungsbericht das „KommunalBIT“ (gemeinsames Kommunalunternehmen nach den Artikeln 49 und 50 des Gesetzes über die kommunale Zusammenarbeit). Es bündelt seit 2010 den Bedarf an Informations- und Kommunikationstechnik der Städte Erlangen, Fürth und Schwabach.

aktuelle Entwicklung Überleitung der Beschäftigten der Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH auf das Kommunalunternehmen des Klinikums und geplante Umwidmung der Service-GmbH zur gemeinnützigen „Klinikum Fürth MVZ gGmbH“ paritätische Beteiligung der infra fürth holding gmbh an der Stadion-Gesellschaft (zukünftige Firmierung: „Stadion Fürth GmbH“) der SpVgg Greuther Fürth

Auch nach dem Jahresende 2013 entwickelte sich das städtische Beteiligungsportfolio weiter: Zum 01.10.2014 wurden die Beschäftigten der Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH auf das Kommunalunternehmen des Klinikums übergeleitet, womit nun dem gesamten Servicepersonal der Tarifrahmen des Klinikums zugute kommt. Für die Service-GmbH, die somit seit Oktober 2014 keine operative Tätigkeit mehr ausübt, wird eine inhaltliche Neuausrichtung angestrebt. Geplant ist eine Umwidmung dieser GmbH zu einer zukünftig gemeinnützigen Trägergesellschaft für Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und damit die Erbringung ambulanter Leistungen, unter Nutzung von Synergieeffekten mit dem Klinikum Fürth. Bis Jahresmitte 2015 wird sich die infra fürth holding gmbh an der Stadion-Gesellschaft der SpVgg Greuther Fürth paritätisch beteiligen. Dies ist Bestandteil eines Maßnahmenpakets, mit dem sich die Stadt Fürth und ihre infra-Unternehmensgruppe bei der Modernisierung des Stadions am Laubenweg engagieren. Die Beteiligung erfolgt durch Übernahme von im Zuge einer Kapitalerhöh-

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ung der Stadion-Gesellschaft (sie wird zukünftig als „Stadion Fürth GmbH“ firmieren) von dieser neu ausgegebenen Stammeinlagen in Höhe von 2,5 Mio. €, die von der infra fürth holding gmbh in bar geleistet werden. Die Spielvereinigung Greuther Fürth GmbH & Co. KGaA (bisherige Alleineigentümerin der Stadion-Gesellschaft) und die infra fürth holding gmbh werden dann jeweils 50 % der Anteile an der Stadion Fürth GmbH halten.
Aufgabenbereiche Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung Technologie, Wirtschaftsförderung und Umwelt Gesundheit Öffentliches Sparkassenwesen

Auch der Beteiligungsbericht 2013 (unter Einbeziehung der Geschäftsjahre 2009 bis 2012) will keine bloße Aneinanderreihung von Daten sein. Vielmehr möchte die Stadt Fürth das umfangreiche „Zahlenwerk“ allen Leserinnen und Lesern wieder durch systematische Darstellungen, ergänzt um differenzierte Erläuterungen und Analysen, nahe bringen. Erst mit einer qualitativen Dokumentierung kann so der Beteiligungsbericht dem Informationsbedürfnis seiner Adressaten gerecht werden. Ein Schaubild zeigt auf der Seite 16 das Beteiligungsportfolio zum 31.12.2013. Dem folgen die detaillierten Porträts der städtischen Unternehmen und Beteiligungen.

Unternehmensporträts Rechtlicher Rahmen Zusammensetzung der Unternehmensorgane Bezüge der Geschäftsführung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Entwicklung der Ertragslage Entwicklung ausgewählter Kennzahlen Abschlussprüfung Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013

Die Unternehmensporträts beginnen mit Einführungen insbesondere zum rechtlichen Rahmen und zur Zusammensetzung der Unternehmensorgane. Außerdem sind, soweit möglich, die Einzel-Bezüge der Mitglieder des geschäftsführenden Organs genannt. Überdies werden Informationen zur Beschäftigtenzahl gegeben. Daran schließt sich die Darstellung der Ertragslage an, die durch die Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet wird. Die Unternehmensporträts münden in einen kurzen Analyse- bzw. Erläuterungsteil. Die Bilanzen, als Ausdruck der Vermögenslage, stellen wir in komprimierter Form dar. Ergänzend wird mit den Kennzahlen Finanzmittelfonds, Working Capital, Finanzverbindlichkeiten, Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie Angaben zu den Kreditaufnahmen und Investitionen auf die Finanzlage der Unternehmen eingegangen; diese sechs Kennzahlen bzw. ihre Ermittlung werden auf der Seite 365 allgemein erläutert. Den Abschluss eines jeden Unternehmensporträts bildet der Bericht zum Jahr 2013, verbunden mit einem Ausblick auf die weitere Unternehmensentwicklung.

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Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

Suchregister

Weitere Informationen

Erneut wurde in den Beteiligungsbericht auch die Rechnungslegung der Sparkasse Fürth (ca. 2,874 Mrd. € Bilanzsumme zum 31.12.2013) als Kurzporträt aufgenommen. Ebenfalls für diesen zusätzlichen Bestandteil des Beteiligungsberichts besteht keine gesetzliche Verpflichtung. Aber in einem erweiterten, regionalwirtschaftlichen Kontext verstehen wir die Sparkasse als ein kommunal verankertes Unternehmen mit herausragender Bedeutung für die Stadt Fürth und ihr Umland. Insgesamt werden 38 Einzelporträts gezeigt. Neben den zum 31.12.2013 vorhandenen 29 Unternehmenseinheiten plus Sparkasse Fürth existierten im Berichtszeitraum 2009 bis 2013 acht weitere Gesellschaften, Beteiligungen oder Sondervermögen, die mittlerweile nicht mehr bestehen oder wo die städtische Beteiligung beendet wurde; diese acht Porträts sind bei den jeweiligen Aufgabenbereichen nachrichtlich angeführt. Ein Suchregister, das ein schnelles Auffinden des interessierten Unternehmens ermöglicht, rundet auf Seite 359 die Berichterstattung ab. Weitere Informationen, insbesondere auch zu den rechtlichen Grundlagen des Beteiligungsberichts, finden sich am Ende des Berichts. Und so ist mit diesem durch das Beteiligungsmanagement erstellten Bericht wieder eine aus finanzwirtschaftlicher Sicht spannende Lektüre entstanden, die wir uns als ein wirkliches Instrument für Information und Transparenz verstanden wünschen. Fürth, im März 2015 Ihre

Dr. Stefanie Ammon Berufsm. Stadträtin Stadtkämmerin

15

Klinik-Kompetenz-Bayern eG

4,5 %

Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH

100,0 %

ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG

3,8 %

Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth

Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR

Sparkasse Fürth

100,0 %

infra fürth holding gmbh

67,1 %

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Gewerbehof Fürth GmbH

100,0 %

Volkshochschule Fürth gGmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth beteiligung gmbh

Soziales Wohnen Fürth GmbH

100,0 %

Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds

33,2 %

ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth dienstleistung gmbh

20,0 %

wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH

80,0 %

Neue Materialien Fürth GmbH

15,0 %

100,0 %

infra fürth service gmbh

49,0 %

Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH

IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-FürthErlangen GmbH

14,1 %

100,0 %

infra fürth verkehr gmbh

11,5 %

Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH

94,8 %

infra fürth bäder gmbh

25,0 %

FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG

80,1 %

infra fürth gmbh

22,2 %

solid GmbH

75,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH

9,0 %

Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG

60,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG

8,3 %

enPlus eG

16

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

Suchregister

Weitere Informationen

Beteiligungsportfolio

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Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

Suchregister

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Unternehmensporträts nach Aufgabenbereichen

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Klinik-Kompetenz-Bayern eG

4,5 %

Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH

100,0 %

ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG

3,8 %

Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth

Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR

Sparkasse Fürth

100,0 %

infra fürth holding gmbh

67,1 %

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Gewerbehof Fürth GmbH

100,0 %

Volkshochschule Fürth gGmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth beteiligung gmbh

Soziales Wohnen Fürth GmbH

100,0 %

Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds

33,2 %

ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth dienstleistung gmbh

20,0 %

wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH

80,0 %

Neue Materialien Fürth GmbH

15,0 %

100,0 %

infra fürth service gmbh

49,0 %

Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH

IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-FürthErlangen GmbH

14,1 %

100,0 %

infra fürth verkehr gmbh

11,5 %

Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH

94,8 %

infra fürth bäder gmbh

25,0 %

FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG

80,1 %

infra fürth gmbh

22,2 %

solid GmbH

75,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH

9,0 %

Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG

60,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG

8,3 %

enPlus eG

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Unternehmensporträts

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Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie

Aufgabenbereich Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie

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Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

Suchregister

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Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie

Verzeichnis

25 33 39 47 55 65 73 87 95 105 113 119 125

infra fürth holding gmbh infra fürth beteiligung gmbh infra fürth dienstleistung gmbh infra fürth service gmbh infra fürth verkehr gmbh infra fürth bäder gmbh infra fürth gmbh Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH enPlus eG
nachrichtlich

Kommunale Energie Allianz Bayern GmbH KEA Vermögensverwaltungs GmbH KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG

23

Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

Suchregister

Weitere Informationen

Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie infra fürth holding gmbh

infra fürth holding gmbh

25

26

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

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Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

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Weitere Informationen

Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie infra fürth holding gmbh

infra fürth holding gmbh
Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4000 Telefax: 0911/9704 4001 Internet: www.infra-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Stadt Fürth Tsd. € 65.000,0 65.000,0 % 100,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Aufsichtsrat Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Dr. Joachim Schmidt, Stadtrat (stellv. Vorsitzender) Angela Amesöder-Schwab, Stadträtin Horst Däumler, Stadtrat Waltraud Galaske, Stadträtin Andreas Göppl, Stadtrat Heidi Lau, Stadträtin Marion Luft, Stadträtin Peter Pfann, Stadtrat Christiane Stauber, Stadträtin Franz Stich, Stadtrat Kurt Georg Strattner, Stadtrat Hermann Wagler, Stadtrat Peter C. Wirl, Stadtrat Michaela von Wittke, Stadträtin Martin Koch, Betriebsratsvorsitzender infra-Unternehmensgruppe Karin Vigas, Stadträtin/stellv. Betriebsratsvorsitzende infra-Unternehmensgruppe Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 26.198 €. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 102 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 96 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Leistung der Querschnittsfunktionsaufgaben, insbesondere Rechnungswesen, Personalmanagement und Innenrevision, für die infra-Unternehmensgruppe und für kommunale Unternehmen, an denen die Stadt Fürth einen beherrschenden Einfluss hat, sowie das Halten, das Verwalten und die Kontrolle von Beteiligungen der infra-Unternehmensgruppe. Weiterer Unternehmensgegenstand ist der Betrieb von Häfen, Schieneninfrastrukturnetzen, Bädern und die Erbringung von Dienstleistungen zur Unterstützung des Bäderbetriebs.

27

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 10.564 279 10.843 -4.537 -5.090 -489 -1.793 -11.909 -1.066 13.722 0 -8.808 388 0 175 71 -1.479 4.069 3.003 0 0 1.617 -2.037 -132 -552 2.451 2012 Tsd. € 10.298 2.070 12.368 -4.724 -4.990 -488 -3.171 -13.373 -1.005 12.392 0 -6.050 0 -287 359 102 -1.076 5.440 4.435 0 0 1.057 -990 -4 63 4.498 2011*) Tsd. € 9.693 1.999 11.692 -4.222 -4.603 -230 -1.960 -11.015 677 13.495 0 -7.338 0 0 230 70 -806 5.651 6.328 0 0 1.174 -1.477 -118 -421 5.907 2010*) Tsd. € 9.739 1.917 11.656 -3.740 -4.607 -228 -16.214 -24.789 -13.133 15.052 1.018 0 0 0 107 56 -1.396 14.837 1.704 1 -231 2.918 -308 -551 1.829 3.533 2009*) Tsd. € 9.177 2.967 12.144 -4.158 -4.518 -227 -14.750 -23.653 -11.509 12.368 0 -332 0 0 186 60 -910 11.372 -137 0 0 4.353 -2.241 -113 1.999 1.862

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Gewinnabführung infra fürth gmbh Gewinnabführung infra fürth verkehr gmbh Verlustübernahme infra fürth verkehr gmbh Gewinnabführung infra fürth bäder gmbh Verlustübernahme infra fürth bäder gmbh Gewinnabführung infra fürth dienstleistung gmbh Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Steuergutschrift aus Konzernverrechnung Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Bis zum 31.12.2011 hatte die Holding die Rechtsform einer GmbH & Co. KG. Mit Umwandlungsbeschluss vom 21.08.2012 wurde die Holding formwechselnd gemäß den §§ 190 ff., 214 ff. UmwG rückwirkend zum 31.12.2011/01.01.2012 in eine GmbH umgewandelt.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 85.075 10.870 12.576 108.521 73.303 6.329 28.831 58 108.521 514 -10.070 14.003 2012 Tsd. € 84.944 4.830 13.155 102.929 70.987 5.240 26.702 0 102.929 596 -12.191 14.857 2011*) Tsd. € 77.145 14.266 13.736 105.147 75.211 7.448 22.434 54 105.147 697 -2.329 12.986 2010*) Tsd. € 76.406 15.671 14.328 106.405 72.148 6.032 28.171 54 106.405 42 -4.741 13.541 2009*) Tsd. € 76.555 11.940 14.922 103.417 70.477 4.933 27.930 77 103.417 -15 -6.908 14.096

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen Konzernabschluss Konzernjahresüberschuss Aktiva/Passiva der Konzernbilanz zum 31.12.

-4.168 0 620

11.060 0 5.647 **)

-1.431 0 984

-13.636 0 79

-9.529 0 21

5.514 332.864

6.604 328.135

6.791 311.842

4.617 285.725

5.079 264.343

*) Bis zum 31.12.2011 hatte die Holding die Rechtsform einer GmbH & Co. KG. Mit Umwandlungsbeschluss vom 21.08.2012 wurde die Holding formwechselnd gemäß den §§ 190 ff., 214 ff. UmwG rückwirkend zum 31.12.2011/01.01.2012 in eine GmbH umgewandelt. **) Die – rein bilanziellen – Effekte aus der Einbringung des städtischen Bäderaltbestands sowie der Geschäftsanteile an der infra fürth beteiligung gmbh im Zuge der Umwandlung am 21.08.2012 sind im genannten Wert nicht enthalten.

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die Dünkel Storg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fürth, bestellt. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2009 war durch die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, erfolgt.

Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Zum 01.01.2001 erfolgte die Umwandlung der infra fürth gmbh in einen Konzern. In diesem Zusammenhang wurde als Dachgesellschaft des infra fürth Konzerns die infra fürth holding gmbh & co. kg (infra holding) gegründet. Seit 2001 bestehen auch mit den Tochtergesellschaften infra fürth gmbh, infra fürth verkehr gmbh und infra fürth dienstleistung gmbh Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. Damit wurde sowohl eine gewerbesteuerliche als auch eine umsatzsteuerliche Organschaft als Organträger mit den Organgesellschaften infra fürth gmbh, infra fürth verkehr gmbh und infra fürth dienstleistung gmbh begründet. Des Weiteren wurden 2003 die Querschnittsfunktionen Rechnungswesen, Interne Revision, Zentrale Dienste und

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2005 noch die Bereiche Abrechnung und Marketing der infra fürth unternehmensgruppe (einschließlich des Personals) von der infra fürth gmbh in die infra holding übertragen. Diese Bereiche sind nicht nur ausschließlich für die infra fürth unternehmensgruppe tätig, sondern es ist beabsichtigt, auch für externe Unternehmen Verwaltungstätigkeiten gegen Entgelt auszuüben. In diesem Zusammenhang wurden u.a. die Buchführungsarbeiten für die Gewerbehof Fürth GmbH (complex) übernommen. Nach Beschluss des Fürther Stadtrats wurden die Fürther Hafengrundstücke von der Stadt Fürth auf die infra holding übertragen. Seit 2005 firmiert somit der Fürther Hafenbetrieb (Lände am Rhein-Main-Donau-Kanal) auch unter dem Dach der infra holding. Die Durchführung des Verkehrs als gemeinwirtschaftliche Verpflichtung der Stadt Fürth erfolgt durch die infra fürth verkehr gmbh (Betrauungsakt). Um dieses Verhältnis auch europarechtskonform abzubilden, werden jährlich im Voraus zwischen der infra holding und der infra fürth verkehr gmbh die entsprechenden gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen (Ausgleichsparameter) definiert und marktkonform bepreist. Die Gesellschaft betrieb von 2003 bis 2005 zusätzlich zur Holding-Tätigkeit die Fürther Frei- und Hallenbäder. In diesem Zusammenhang werden die dem Bäderbetrieb zugeordneten Anlagegüter (Grund und Boden, Gebäude und bewegliches Anlagevermögen) von der Stadt Fürth gepachtet. Zum 01.01.2006 konnte der Fürther Bäderbetrieb an ein privates Betreiberkonsortium, bestehend aus den Firmen TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG (TFB) und der Vitaplan Thermalbad GmbH & Co. KG (Vitaplan), planmäßig übergeben werden. Mit diesen wurden vertragliche Vereinbarungen hinsichtlich des Betreibens der bestehenden Sommer- und Hallenbäder und des Errichtens und Betreibens des Thermal- und Freizeitbades getroffen. Die infra holding als bisheriger Betreiber fungiert seit 01.01.2006 als Verpächter des Thermal- und Freizeitbades mit einer vorab definierten Betreiberentgeltverpflichtung und eines Facility-Management-Vertrages. Zum 01.05.2010 wurde von der infra holding die Mehrheit der Anteile an der TFB von den bisherigen privaten Anteilseignern erworben. Das Kommanditkapital der TFB wurde vom 01.05.2010 bis Mitte 2012 von der infra holding mit 94,0 Tsd. € (89,5 %) und Rödl GmbH sowie ConTech GmbH Real Estate Management mit jeweils 5,5 Tsd. € (5,2 %) gehalten. Rechtliche und wirtschaftliche Neuordnung Im August 2012 erfolgte rückwirkend zum 01.01.2012 die formwechselnde Umwandlung der infra fürth holding gmbh & co. kg in die infra fürth holding gmbh. Zeitgleich wurden

sowohl das bestehende Sonderbetriebsvermögen des alleinigen Kommanditisten Stadt Fürth als auch der bisherige Komplementär in die infra fürth holding gmbh eingebracht. Ebenfalls zeitgleich wurde die TFB Objektgesellschaft mbH & Co. KG ebenfalls formwechselnd in die infra fürth bäder gmbh umgewandelt. Im Anschluss daran wurde zwischen der infra fürth bäder gmbh und der infra fürth holding gmbh ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2013 Die Geschäftstätigkeit der infra fürth holding gmbh umfasst folgende Bereiche: Allgemeiner Bereich Der Allgemeine Bereich beinhaltet i.W. die Durchführung der mit den Tochtergesellschaften infra fürth gmbh, infra fürth verkehr gmbh, infra fürth dienstleistung gmbh und infra fürth bäder gmbh bestehenden Ergebnisabführungsund Gewerbesteuerumlageverträge und die Beteiligungsfinanzierung der infra fürth bäder gmbh. Hafenbetrieb Der Gleisumschlag verminderte sich von 156.912 t in 2012 auf 148.689 t in 2013. Dies entspricht einem Rückgang um 8.223 t (9,5 %). Die Einnahmen aus der Waggonabrechnung und der Wagenverschiebeanlage blieben jedoch nahezu konstant, da der Umschlag von Allgemeingütern mit einer Gebühr von 6,15 € pro Waggon zunahm. Der Schiffsumschlag ging von 54.414 t in 2012 auf 39.481 t in 2013 zurück. Das entspricht einem Rückgang um 14.932 t (27,5 %). Die Ufergeldeinnahmen entwickelten sich allerdings aufgrund von Garantiesummen nur geringfügig nach unten und betrugen in 2013 insgesamt wie im Vorjahr 50 Tsd. €. Der Kanal war in 2013 an 65 Tagen aufgrund von Sperrungen für den Schiffsverkehr nicht befahrbar, in 2012 war dies an 60 Tagen der Fall. Shared-Service-Bereich Im Shared-Service-Bereich (Bereich Kaufmännische Dienste KD) sind die Querschnittsfunktionen Rechnungswesen, Interne Revision, Zentrale Dienste, Abrechnung und Marketing der infra fürth unternehmensgruppe gebündelt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden 373 Tsd. € an Dienstleistungen für Fremde und 7.655 Tsd. € innerhalb der infra fürth unternehmensgruppe erwirtschaftet. Bäderbereich Im Herbst 2007 wurde das neue Fürther Thermal- und Erlebnisbad unter dem Namen „Fürthermare“ eröffnet. Bereits die ersten Besucherzahlen zeigten, dass mit ei-

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nem vorausschauenden Konzept ein multifunktionales Bad erfolgreich betrieben werden kann. Leider führen die stark gestiegenen Energiepreise zu Schwierigkeiten. Es wurde daher entschieden, diese von den Investoren/Betreibern nicht zu vertretende und auch mittelfristig nicht ausgleichbare ungünstige Kostenentwicklung sowohl mittels einer Energiekostenstundung als auch durch entsprechende Ausgleichsleistungen aufgrund sozialverträglicher Eintrittspreise im Bäderaltbestand abzufedern. Die Finanzierung der infra fürth holding gmbh erfolgt grundsätzlich über die infra fürth gmbh und ist daher nicht gefährdet. Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 verlief trotz erschwerter Bedingungen wiederum insgesamt sehr positiv. Der erzielte Jahresüberschuss von 2.451 Tsd. € ermittelt sich wie folgt: • Bereich Versorgung (incl. Hafen) • Anteil E.ON Bayern AG (incl. Gewinnsteuern) • Bereich Verkehr • Bereich Bäder • Gewinnsteuern 20.822 Tsd. € -3.409 Tsd. € -10.330 Tsd. € -2.595 Tsd. € -2.037 Tsd. €

stand des Unternehmens akut bedrohen, erfolgt ein Adhoc-Bericht. Im Fürther Thermal- und Erlebnisbad „Fürthermare“ führen sowohl die gestiegenen Energiekosten als auch andere Faktoren zu Schwierigkeiten, wobei jedoch mit vielfältigen Maßnahmen versucht wurde und auch noch versucht wird, dem entgegenzuwirken. Bestandsgefährdende Risiken wurden bei der Katalogisierung nicht identifiziert. Finanzrisikoberichterstattung gemäß § 289 Absatz 2 Nr. 2 HGB Aufgrund des Abschlusses eines PPP-Rahmenvertrags und eines Vertrags zum Betrieb der Fürther Bäder in 2005 schuldet die infra fürth holding gmbh der infra fürth bäder gmbh (vormals TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG) für den Betrieb der Fürther Bestandsbäder ein jährliches Entgelt bis 2035. Über diesen Anspruch der infra fürth bäder gmbh wurde zusammen mit der infra fürth holding gmbh und der Commerzbank AG eine Finanzierungsvereinbarung mittels eines Forfaitierungsvertrags getroffen. In diesem Forfaitierungsvertrag ist eine gewisse Zins- und Tilgungsstruktur hinterlegt, wobei für einen Teil (Commerzbank-Tranche) eine 10-jährige Festzinsbindung besteht. Zur Absicherung des in die Zukunft reichenden Zinsänderungsrisikos wurde diese Forfaitierungstranche mit einem Swap zinsgesichert. Damit sind die internen Voraussetzungen für die Planbarkeit und Stetigkeit der zukünftigen Höhe des an die infra fürth bäder gmbh zu entrichteten Betreiberentgelts erfüllt.

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben. Ausblick auf die folgenden Geschäftsjahre Für die Bereiche Hafen und Kaufmännische Dienste wird auch zukünftig mit einer unveränderten Geschäftstätigkeit gerechnet und damit mit entsprechenden positiven Ergebnissen (rd. 0,8 Mio. €). Aus der Saldierung der erwarteten Gewinne aus dem Versorgungsbereich mit den aufgabenbedingten Verlusten des Bäder- und Verkehrsbereichs kann jedoch trotzdem aus heutiger Sicht mittelfristig ein positives Jahresergebnis auf Ebene der infra fürth holding gmbh erzielt werden. Bericht zur Risikovorsorge Das bei der infra holding gmbh im Zuge der Umsetzung des Gesetzes zu Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) in den Vorjahren aufgebaute interne Risikomanagement- und Frühwarnsystem wurde inhaltlich weiter ausgebaut. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte ein regelmäßiges, quartalsmäßiges Risikoreporting im Rahmen der Sitzung des Aufsichtsrats der infra fürth gmbh und seit Herbst 2012 in den eigenen Aufsichtsratssitzungen. Dabei werden auch mögliche Chancen in angemessener Weise berücksichtigt. Sofern Risiken und Neueinschätzungen bekannt werden sollten, die die Liquidität oder den Be-

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Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4000 Telefax: 0911/9704 4001 Internet: www.infra-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth holding gmbh Tsd. € 25,0 25,0 % 100,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt aus seiner Organstellung im Jahr 2013 keine Bezüge. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Mit den Beschlüssen und Verträgen vom 21.08.2012 (umwandlungsrechtlicher Formwechsel gemäß den §§ 190 ff., 214 ff. UmwG für die infra fürth holding gmbh & co. kg zur infra fürth holding gmbh) wurde die infra fürth beteiligung gmbh in die Holding-GmbH eingebracht. Die infra fürth beteiligung gmbh fungiert seitdem als Vorratsgesellschaft.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 0 6 6 0 -6 -6 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2012 Tsd. € 0 6 6 0 -6 -6 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2011 Tsd. € 0 2 2 0 -1 -1 1 0 0 0 1 -1 0 -1 0 2010 Tsd. € 0 2 2 0 0 0 2 0 0 0 2 0 0 0 2 2009 Tsd. € 0 1 1 0 -6 -6 -5 0 0 0 -5 0 0 0 -5

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 0 15 0 15 14 1 0 0 15 15 14 0 2012 Tsd. € 0 15 0 15 14 1 0 0 15 14 14 0 2011 Tsd. € 0 15 0 15 13 2 0 0 15 13 13 0 2010 Tsd. € 0 14 0 14 13 1 0 0 14 13 13 0 2009 Tsd. € 0 16 0 16 12 4 0 0 16 16 12 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

0 0 0

0 0 0

0 0 0

-3 0 0

-3 0 0

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die Dünkel Storg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fürth, bestellt. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2009 war durch die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Im Rahmen der formwechselnden Umwandlung der infra fürth holding gmbh & co. kg in die infra fürth holding gmbh rückwirkend zum 01.01.2012 ist die infra fürth beteiligung gmbh funktionslos geworden. Da der Fortbestand der infra fürth beteiligung gmbh im Interesse der infra fürth holding gmbh liegt, wurde vertraglich geregelt, dass diese vom 01.01.2012 an sämtliche Kosten der laufenden Verwaltung der infra fürth beteiligung gmbh übernimmt. Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

Ausblick auf die folgenden Geschäftsjahre Solange die vertragliche Vereinbarung bzgl. der Kostenübernahme besteht, wird die Gesellschaft auch zukünftig ein ausgeglichenes Jahresergebnis erzielen. Bericht zur Risikovorsorge Die infra fürth beteiligung gmbh ist in das bei der infra fürth unternehmensgruppe bestehende interne Risikomanagement- und Frühwarnsystem integriert, welches auch mögliche Chancen in angemessener Weise berücksichtigt. Nachdem die spezifischen Risiken identifiziert, quantifiziert und bewertet wurden, sind für die infra fürth beteiligung gmbh bestandsgefährdende Risiken nicht identifiziert worden.

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Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4000 Telefax: 0911/9704 4001 Internet: www.infra-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth holding gmbh Tsd. € 130,0 130,0 % 100,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 19.710 €. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, durchschnittlich 20 MitarbeiterInnen.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Erbringung von Dienstleistungen im Bereich kommunaler Aufgaben und des Facilitymanagements.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 3.821 23 3.844 -1.242 -1.243 -526 -588 -3.599 245 0 -37 -37 208 0 0 -33 -175 -208 0 2012 Tsd. € 3.551 15 3.566 -1.104 -1.150 -459 -403 -3.116 450 0 -26 -26 424 0 0 -65 -359 -424 0 2011 Tsd. € 3.248 34 3.282 -1.092 -1.089 -429 -378 -2.988 294 0 -24 -24 270 0 0 -40 -230 -270 0 2010 Tsd. € 2.912 6 2.918 -860 -1.094 -386 -434 -2.774 144 7 -11 -4 140 1 -11 -23 -107 -140 0 2009 Tsd. € 3.348 12 3.360 -1.140 -1.301 -374 -312 -3.127 233 1 -12 -11 222 0 0 -36 -186 -222 0

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Steuerlastschrift aus Konzernverrechnung Aufwendungen aus Gewinnabführung Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 1.183 468 187 1.838 776 435 627 0 1.838 375 -564 0 2012 Tsd. € 1.443 402 183 2.028 776 287 965 0 2.028 276 -747 0 2011 Tsd. € 1.198 344 204 1.746 776 333 637 0 1.746 195 -524 0 2010 Tsd. € 1.075 314 72 1.461 776 426 259 0 1.461 177 -190 0 2009 Tsd. € 1.171 273 47 1.491 772 374 345 0 1.491 148 -239 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

557 0 389

1.145 0 705

813 0 565

432 0 299

727 0 506

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die Dünkel Storg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fürth, bestellt. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2009 war durch die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die infra fürth dienstleistung gmbh wurde zum 04.07.2000 gegründet. Mit Wirkung zum 01.01.2001 erwarb die infra fürth dienstleistung gmbh von der infra fürth gmbh zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs die Soft- und Hardware, welche sie seitdem i.W. den Gesellschaften der infra fürth unternehmensgruppe sowie Teilbereichen der Stadt Fürth und zunehmend auch externen Dritten einschließlich des erforderlichen Know-hows zur Verfügung stellt. Auch besteht mit der infra fürth holding gmbh (bis 2011: infra

fürth holding gmbh & co. kg) seit 2001 ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag. Geschäftsbereiche Die infra fürth dienstleistung gmbh betreibt ein zertifiziertes Hochleistungsrechenzentrum, in dem sämtliche Anwendungen und Datenbanken der infra fürth unternehmensgruppe sowie externer Kunden gehostet werden. Im Hinblick auf die strategische ESL-Lizenzierung (Embedded Software Licenses) für die Abrechnungssoftware kVASy und die Anforderungen der übrigen eingesetzten Softwaresysteme wurde die Hardwarelandschaft zu den bisher vorhandenen beiden Servern für die Netz- und Vertriebsmandanten um einen dritten extra zu lizenzierenden Hauptserver erweitert. Als weitere Schritte für eine GreenIT wurden nahezu alle Systeme (auch das in der infra fürth unternehmensgruppe eingesetzte ERP-System) auf einem Serververbund, bestehend aus vier VM-Servern, als virtuelle Systeme aufgespielt. Das reduziert den Betreuungsaufwand, homogenisiert die administrativen Abläufe und schafft Synergien. Generell wurde bei der Auswahl und Beschaffung der Clientrechner wie auch der Server auf hohe Effizienz Wert gelegt. Im Backup-Bereich konnten durch den Einsatz einer modernen zweistufigen

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Backupstrategie die Datensicherungsfenster – trotz gestiegenen Datenvolumens – verkleinert werden. Um eine bessere Applikationsverfügbarkeit zu schaffen, wurde mit der Konsolidierung der Datenbanksysteme auf virtuelle und teilphysikalische Systeme begonnen, um auf die neuen Anforderungen im Energiemarkt flexibel reagieren zu können. Der zweite Bereich umfasst die Client-PC Infrastruktur, welche aus ca. 400 PCs und Laptops besteht. Der physikalische Aufbau des PC-Netzes entspricht dem aktuellen Stand der Technik, d.h. die Verbindungen zwischen den einzelnen Gebäudetrakten und dem Rechenzentrum bestehen aus Lichtwellenleiter; innerhalb der Gebäude sind die PCs durch Sternverteiler verbunden. Aus Gründen der IT-Sicherheit werden moderne Systeme zur Sicherung des Netzwerks eingesetzt. Mit der Implementierung einer Wireless LAN Infrastruktur für mobile Endgeräte und auch Ablesesysteme wurde eine neue zukunftsträchtige Technologie geschaffen. Als Firewall-/Antivirus-System befindet sich ein Clustersystem von Sophos im Einsatz. Das Mailsystem wird durch die Software Antivir der Firma Avira gegen Virenbefall geschützt. Die Arbeitsplätze werden mit dem Lösungsportfolio von Symantec abgesichert. Für die Daten im neuen Fileservice (DocuWare5) wird die Software Symantec Virus Protection eingesetzt. Die vier Anti-Viren-Systeme aktualisieren sich minütlich bzw. viertelstündlich selbsttätig. Auch neue proaktive Technologie zur Abwehr von Cyberkriminalität in Form von IPS-Systemen an den Abgrenzungen des Netzwerks finden Einsatz in der ganzheitlichen IT-Sicherheitsstrategie. Entwicklung der Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2013 Folgende Maßnahmen im Bereich der Informationstechnik wurden 2013 durchgeführt: • Vollständige Umstellung des bisher eingesetzten NetWare Betriebssystem der Firma Novell und der auf Server und Clientbasis eingesetzten Betriebssysteme (Microsoft XP) auf Microsoft Outlook/Windows 7 • Beginn des Austausches der bestehenden strategischen Server durch leistungsfähigere Modelle • Erfolgreiche Durchführung des Wiederholungsaudits nach ISO/IEC 27001:2005 (IT-Sicherheit) durch den TÜV Süd, der erneut die hohe Qualität der ITSicherheit der infra fürth dienstleistung gmbh bis Herbst 2015 zertifizierte

• Relaunch des in der infra fürth unternehmensgruppe eingesetzten Dokumentenmanagementsystems DocuWare • IT-technische Umsetzung der ab 2014 geltenden Vorschriften bzgl. des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrs (SEPA) • Integration einer Netzentgeltdatenbank in das bestehende Abrechnungssystem für die infra fürth gmbh • Einführung eines Kunden-Webportals • Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Rechenzentrum durch ein Einhausungskonzept der bestehenden Serverlandschaft, sowie weiterer Ausbau der Server-Virtualisierung Auch 2013 wurden die Leistungen für externe Kunden im systemtechnischen Bereich wieder weiter verstärkt. Die systemnahen Dienstleistungen werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 3.821 Tsd. € stellen sich wie folgt dar: • Umsätze mit Konzernunternehmen • Umsätze mit Dritten 3.231 Tsd. € 590 Tsd. €

In den bezogenen Leistungen sind i.W. Wartungsgebühren für Soft- und Hardware, EDV-Leasingraten und übrige IT-bezogene Fremdleistungen enthalten. Die Erfüllung der Aufgaben des Geschäftszwecks erforderte im Geschäftsjahr 2013 Investitionen in Höhe von 389 Tsd. €, welche voll aus Abschreibungen refinanziert werden konnten. Aufgrund des positiven Verlaufs der wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 konnte insgesamt ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 175 Tsd. € erwirtschaftet werden. Aufgrund des mit der infra fürth holding gmbh bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wurde dieses Ergebnis in voller Höhe an diese abgeführt. Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten. Ausblick auf die folgenden Geschäftsjahre Für die nächste Zeit sind u.a. folgende weitere Maßnahmen im Bereich der Informationstechnik vorgesehen: Fertigstellung der bereits in 2013 begonnenen Projekte: Die notwendigen Arbeiten zur SEPA-Einführung wurden im Januar fristgemäß abgeschlossen. Dies umfasste noch diverse Programmkorrekturen im kVASy-Abrechnungsprogramm sowie die Anpassungen im Zahlungseingangspro-

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gramm, welche durch die Firma up2date vorgenommen wurden. Diese Anpassungen konnten zum Teil erst nach Fertigstellung der Korrekturen im kVASy-Abrechnungssystem erfolgen. Die bereits begonnene Umstellung unserer Druckprojekte von PDF- auf XML-Technologie wird sukzessive im Jahr 2014 fortgesetzt werden. Der Umzug der Novell-Netzlaufwerke hingegen wird im ersten Halbjahr 2014 abgeschlossen. Als bedeutende Projekte des Jahres 2014 werden nachfolgend in Stichpunkten aufgezählt: • Neubeschaffung des VM-Cluster • Verlängerung unseres Enterprise Agreement mit der Firma Microsoft für unsere Office-Programme • IT-Unterstützung bei Kommunal- und Europawahl • Umstellung unserer Abrechnungssoftware kVASy4 auf kVASy5 • Einführung der eBilanz in unserer ERP-Software • weiterer Ausbau unseres Kundenportals • Verlängerung der Portfolios der Sicherheitsprodukte • technische Umsetzungen im kVASy-System (kVASyMobile, Techn.-Lebenslaufakte, WiM, MaBis 2.0) Die von der Gesellschafterversammlung im Dezember 2013 verabschiedete Wirtschaftsplanung für die Geschäftsjahre 2014 bis 2017 geht von einer unveränderten Geschäftstätigkeit aus. Dabei werden jeweils positive Jahresergebnisse (Umsatzrendite von rd. 8 %) vor Ergebnisabführung prognostiziert.

Bericht zur Risikovorsorge Das bei der infra fürth dienstleistung gmbh im Zuge der Umsetzung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) in den Vorjahren aufgebaute interne Risikomanagement- und Frühwarnsystem wurde inhaltlich weiter ausgebaut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte ein regelmäßiges, quartalsmäßiges Risikoreporting im Rahmen der Sitzung des Aufsichtsrats der infra fürth gmbh. Sofern Risiken und Neueinschätzungen bekannt werden sollten, welche die Liquidität oder den Bestand des Unternehmens akut bedrohen, erfolgt ein Ad-hoc-Bericht. Nachdem die spezifischen Risiken identifiziert, quantifiziert und bewertet wurden, stellt sich für das Unternehmen besonders folgender Bereich als risikoträchtig dar: Bei Ausfall der Hardware-Landschaft würde eine erhebliche Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit, sowohl für Firmen innerhalb der infra fürth unternehmensgruppe als auch für die Stadt Fürth sowie weitere externe Dritte (RDE, RSV, Forchheim, etc.), eintreten. Dem wurde jedoch durch den Aufbau eines Informations-SicherheitsManagement-Systems entgegengewirkt, welches auch regelmäßig nach der internationalen Norm ISO/IEC 27001:2005 (IT-Sicherheit) einer Zertifizierung unterzogen wird. Bestandsgefährdende Risiken wurden bei der Katalogisierung nicht identifiziert.

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Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4000 Telefax: 0911/9704 4001 Internet: www.infra-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth holding gmbh Tsd. € 1.500,0 1.500,0 % 100,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt aus seiner Organstellung im Jahr 2013 keine Bezüge. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 einen Mitarbeiter. Im Vorjahr waren 3 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Konzeption und Durchführung von Energie-ContractingProjekten in der industriellen, kommunalen und privaten Energiewirtschaft, insbesondere die Planung, Optimierung, Sanierung, Finanzierung, der Bau und Betrieb von dezentralen Energieversorgungsanlagen einschließlich sämtlicher Dienstleistungen in diesem Zusammenhang, sowie das Facilitymanagement.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 2.550 542 3.092 -2.219 -61 -69 -284 -2.633 459 107 -1 106 565 -155 -72 -227 338 2012 Tsd. € 2.788 550 3.338 -2.636 -109 -99 -339 -3.183 155 43 -8 35 190 -27 -70 -97 93 2011 Tsd. € 4.928 75 5.003 -4.385 -96 -141 -263 -4.885 118 30 0 30 148 -24 -69 -93 55 2010 Tsd. € 4.022 81 4.103 -3.328 -55 -201 -294 -3.878 225 22 0 22 247 -47 -48 -95 152 2009 Tsd. € 4.006 102 4.108 -2.827 -53 -275 -274 -3.429 679 2 -1 1 680 -175 -53 -228 452

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 161 2.862 0 3.023 2.745 165 113 0 3.023 303 2.585 0 2012 Tsd. € 230 2.385 0 2.615 2.407 45 163 0 2.615 742 2.177 0 2011 Tsd. € 329 2.348 0 2.677 2.314 241 122 0 2.677 238 1.985 0 2010 Tsd. € 470 2.091 0 2.561 2.259 227 75 0 2.561 340 1.789 0 2009 Tsd. € 671 1.732 0 2.403 2.107 167 129 0 2.403 693 1.436 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-439 0 0

504 0 0

-102 0 0

-353 0 0

574 0 34

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die Dünkel Storg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fürth, bestellt. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2009 war durch die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Zur Intensivierung des Contracting-Angebots durch Konzeption und Durchführung von Energie-Contracting-Projekten wurde 2004 die infra fürth service gmbh gegründet. Geschäftsbereiche Bereits 2004 konnte zwischen der infra fürth service gmbh und dem Klinikum Fürth ein Vertrag über Wärmecontracting abgeschlossen werden. Seit 2005 konnte das Geschäftsfeld der infra fürth service gmbh – Forcieren von Contractingvorhaben – durch Abschluss eines langfristi-

gen Vertrags über Straßenbeleuchtung mit der Stadt Fürth (Stichwort: Verkauf von Lichtpunkten) und durch Inbetriebnahme eines größeren erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerks (Erzeugung von Strom und Wärme durch 2,2 MW thermische und 2 MW elektrische Leistung) erheblich ausgeweitet werden. Im Frühjahr 2007 gingen zu dem bestehenden BHKW noch zwei kleinere Blockheizkraftwerke an den Standorten Klinikum Fürth und Schule Stadeln in Betrieb. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Bereichen konnten mit der Stadt Fürth in 2008 noch zwei kleinere Dienstleistungsverträge abgeschlossen werden, und in 2009 konnte ein weiteres kleineres BHKW in Fürth auf der Schwand in Betrieb genommen werden. Von der infra fürth dienstleistung gmbh wurde 2010 die Abrechnung der Dienstleistungen im Rahmen der Betreuung der Brunnen und Uhren der Stadt Fürth übernommen. Seit 2012 werden die im Eigentum der infra fürth service gmbh stehenden Blockheizkraftwerke in der Fronmüllerstraße, auf der Schwand und in Stadeln an die infra fürth gmbh verpachtet.

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Entwicklung der Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2013 Die Umsatzerlöse gingen, bedingt durch niedrigere Energiebeschaffungskosten, von 2.788 Tsd. € auf nunmehr 2.550 Tsd. € zurück. Dabei wurde u.a. im Geschäftsfeld „Wärmecontracting mit dem Klinikum Fürth“ ein Umsatz von 951 Tsd. € erzielt, während im Geschäftsfeld „Contracting Straßenbeleuchtung mit der Stadt Fürth“ 1.417 Tsd. € generiert wurden. Insgesamt wurde über alle Bereiche ein unversteuertes Jahresergebnis von 493 Tsd. € erzielt. Nach Abzug der rechnerischen Einkommen- und Ertragsteuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 338 Tsd. €. Das gesamte Rechnungswesen wird durch die infra fürth holding gmbh mit dem ERP-System Microsoft Business Solutions Navision abgewickelt. Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten. Ausblick auf die folgenden Geschäftsjahre Die von der Gesellschafterversammlung im Dezember 2013 verabschiedete Wirtschaftsplanung für die Geschäftsjahre 2014 bis 2017 geht von einer unveränderten Geschäftstätigkeit aus. Dabei wird, ausgehend von Umsatzerlösen zwischen 2,2 Mio. € und 2,5 Mio. €, jeweils mit Jahresüberschüssen zwischen 0,2 Mio. € und 0,3 Mio. € gerechnet.

Chancen- und Risikobericht Chancenbericht: Durch die sich ständig im Wandel befindlichen Inhouse-Vergabe-Kriterien könnten zusätzliche Geschäftsbereiche bei der infra fürth service gmbh entstehen und damit einhergehend eine Umsatz- und Ergebnismehrung. Bericht zur Risikovorsorge Mit Beginn des Geschäftsbetriebs wurde die infra fürth service gmbh in das bei der infra fürth unternehmensgruppe bereits eingesetzte interne Risikomanagementund Frühwarnsystem eingebunden. Hierbei erfolgt grundsätzlich ein regelmäßiges, quartalsmäßiges Risikoreporting im Rahmen der Sitzung des Aufsichtsrats der infra fürth gmbh. Sofern Risiken und Neueinschätzungen bekannt werden sollten, welche die Liquidität oder den Bestand des Unternehmens akut bedrohen, erfolgt ein Ad-hoc-Bericht. Nachdem die spezifischen Risiken identifiziert, quantifiziert und bewertet wurden, stellten sich für die infra fürth service gmbh keine bestandsgefährdenden Risiken dar.

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Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4800 Telefax: 0911/9704 4801 Internet: www.stadtverkehr-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth holding gmbh Tsd. € 24.975,0 24.975,0 % 100,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Aufsichtsrat Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Dr. Joachim Schmidt, Stadtrat (stellv. Vorsitzender) Angela Amesöder-Schwab, Stadträtin Horst Däumler, Stadtrat Waltraud Galaske, Stadträtin Andreas Göppl, Stadtrat Heidi Lau, Stadträtin Marion Luft, Stadträtin Peter Pfann, Stadtrat Christiane Stauber, Stadträtin Franz Stich, Stadtrat Kurt Georg Strattner, Stadtrat Hermann Wagler, Stadtrat Peter C. Wirl, Stadtrat Michaela von Wittke, Stadträtin Martin Koch, Betriebsratsvorsitzender infra-Unternehmensgruppe Karin Vigas, Stadträtin/stellv. Betriebsratsvorsitzende infra-Unternehmensgruppe Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 47.305 €. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 10 MitarbeiterInnen (davon 4 sog. Minijobber). Im Vorjahr waren 6 MitarbeiterInnen (davon keine Minijobber) für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Errichtung und Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs in Fürth, die Bewirtschaftung von Parkflächen und Parkhäusern sowie der Betrieb anderer technischer Einrichtungen im Bereich des ÖPNV.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 9.291 0 2.238 11.529 -15.018 -447 -3.006 -2.285 -20.756 -9.227 1 -1.080 -1.079 -10.306 0 1.522 0 0 -24 8.808 0 10.306 0 2012 Tsd. € 10.687 8 2.587 13.282 -13.933 -411 -2.941 -2.534 -19.819 -6.537 127 -836 -709 -7.246 0 1.220 0 0 -24 6.050 0 7.246 0 2011 Tsd. € 9.956 0 2.852 12.808 -13.706 -484 -2.761 -3.662 -20.613 -7.805 6 -873 -867 -8.672 0 1.358 0 0 -24 7.338 0 8.672 0 2010 Tsd. € 9.009 50 15.406 24.465 -13.946 -490 -2.744 -5.500 -22.680 1.785 33 -855 -822 963 164 0 -85 0 -24 0 -1.018 -963 0 2009 Tsd. € 8.475 29 13.046 21.550 -15.022 -449 -2.638 -2.865 -20.974 576 4 -945 -941 -365 0 54 0 0 -21 332 0 365 0

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Steuergutschrift aus Konzernverrechnung Steuerlastschrift aus Konzernverrechnung Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Erträge aus Verlustübernahme Aufwendungen aus Gewinnabführung Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 49.299 13.121 3 62.423 27.135 0 6.861 28.427 0 62.423 -534 -9.851 11.651 2012 Tsd. € 50.600 10.173 34 60.807 27.135 53 6.539 27.080 0 60.807 -21 -8.646 12.807 2011 Tsd. € 51.805 10.125 14 61.944 27.135 0 7.030 27.279 500 61.944 -338 -9.640 13.477 2010 Tsd. € 53.633 13.392 17 67.042 27.135 0 8.146 30.761 1.000 67.042 -395 -6.536 14.401 2009 Tsd. € 55.447 17.717 38 73.202 27.135 0 7.547 38.519 1 73.202 3.478 -11.960 15.375

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-6.827 0 2.458

-3.033 0 1.854

-5.118 0 1.913

-1.045 0 1.645

8.601 5.744 5.361

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die Dünkel Storg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fürth, bestellt. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2009 war durch die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Zum 04.07.2000 wurde die infra fürth verkehr gmbh errichtet. Rückwirkend zum 01.01.2001 wurde der Teilbetrieb Verkehr der infra fürth gmbh auf die infra fürth verkehr gmbh übertragen. Demnach konnte die Aufnahme des Geschäftsbetriebs zum 01.01.2001 beginnen. Mit der Muttergesellschaft infra fürth holding gmbh besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Geschäftsbereiche Die Betriebsführung des öffentlichen Personennahverkehrs im Stadtgebiet Fürth ist der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) übertragen. Zur Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs in Fürth werden der VAG die im Eigentum der infra fürth verkehr gmbh stehenden U-Bahn-Anlagen (4,9 km Streckennetz und sechs U-Bahnhöfe) sowie 32 Standardlinien-, 18 Gelenkbusse und 3 Buszüge sowie 19 bei Dritten angemietete Busse (Stand 31.12.2013) zur Verfügung gestellt. U-Bahnbetrieb Die VAG betreibt den U-Bahnbetrieb auf eigene Rechnung. Gemäß dem mit der VAG abgeschlossenen UBahn-Betriebsführungsvertrag zur Bedienung des Nahverkehrs Fürth vom 07.12.1985 ist die infra fürth verkehr gmbh verpflichtet, den auf sie entfallenden negativen Ergebnisanteil zu erstatten bzw. hat das Recht auf Erstattung eines positiven Ergebnisses. Busbetrieb Der Busbetrieb wird ebenfalls von der VAG durchgeführt, jedoch auf Namen und Rechnung der infra fürth verkehr

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gmbh. Grundlage bildet hierfür der Bus-Betriebsführungsvertrag zur Bedienung des Nahverkehrs Fürth vom 07.12.1985. Ende 2006 wurde dieser an die aktuellen Gegebenheiten angepasst und bis zum Jahre 2016 verlängert. Damit wurden die Grundlagen für eine EU-konforme und damit zukunftssichere Ausrichtung des Fürther Stadtverkehrs geschaffen. Basierend auf dem nunmehr geltenden Tarifvertrag TV-N sind somit die Arbeitsplätze von mehr als 100 VAG-MitarbeiterInnen bis 2016 gesichert. Für die gemeinsame Nutzung des Fürther Busbetriebshofes mit Verwaltungsgebäude wurde ebenfalls am 07.12.1985 ein Nutzungsvertrag mit der VAG geschlossen. Um auch die Abwicklung des Busverkehrs ab 2017 unter den Vorgaben der EU-Marktöffnungsverordnung (1370/07) rechtssicher mit der VAG abbilden zu können, wurde die infra fürth verkehr gmbh im Oktober 2009 von der Stadt Fürth mit der Durchführung gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen im Stadtverkehr Fürth für den Zeitraum 18.11.2009 bis 17.11.2019 betraut. Die Stadtbus Fürth GmbH wurde zum 01.01.2010 zur Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH mit Sitz in Fürth reorganisiert. Anschließend beteiligte sich daran mit 49 % zum 01.01.2010 die infra fürth verkehr gmbh. Die restlichen Anteile (51 %) hält die VAG. Damit wurde die Bildung einer gemeinsamen Busgesellschaft zusammen mit der VAG vollzogen. Somit werden seit 2010 die damit verbundenen jeweiligen Verkehrsleistungen der VAG sukzessive im Rahmen dieser gesellschaftlichen Kooperation erbracht. Aufgrund der VAG-Betriebsführung des Busbetriebs im Namen und auf Rechnung der infra fürth verkehr gmbh werden die diesbezüglichen Umsatzerlöse daher separat ausgewiesen. Die dementsprechenden Aufwendungen (Personal- und Sachkosten) werden unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen verbucht. Entwicklung der Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2013 Die Umsatzerlöse, welche im VGN insgesamt anfallen, werden nach bestimmten mathematisch-statistischen Verfahren auf die entsprechenden Verbundteilnehmer, also auch auf die infra fürth verkehr gmbh, aufgeteilt. Rückwirkend seit dem Jahr 2003 werden die Fahrgeldeinnahmen nach den Regelungen des neuen Einnahmeaufteilungsvertrags den einzelnen Verkehrsunternehmen zugeschieden. Entsprechend der erzielten Einigung zwischen den Einnahmenaufteilungspartnern im VGN galt im Jahr 2008 erstmals vollständig die neue, nachfrageorientierte Einnahmenaufteilung.

Die Fahrgeldeinnahmen der infra fürth verkehr gmbh lagen im Jahr 2013 mit 16,46 Mio. € ziemlich exakt auf dem Wert des Vorjahres. Hierin sind jedoch Rückzahlungen für das Jahr 2009 in Höhe von 737 Tsd. € enthalten. Auch im Vorjahr fielen Nachzahlungen aus dem Jahr 2008 in nahezu gleicher Höhe an. Wie üblich muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die von der VGN GmbH zugeschiedenen Einnahmen des aktuellen Jahres als vorläufig zu betrachten sind. Eine endgültige Berechnung und Zuscheidung der Fahrgeldeinnahmen an die Verkehrsunternehmen ist erst möglich, wenn die Fahrgastzählung des jeweiligen Jahres ausgewertet, vom externen Gutachter WVI testiert und die daraus resultierende Einnahmenaufteilung berechnet und in der VGN-Gesellschafterversammlung beschlossen wurde. Aufgrund des regelmäßig sehr intensiven Abstimmungsprozesses zwischen den Einnahmeaufteilungspartnern verzögert sich die Verabschiedung der Ergebnisse zum Teil um mehrere Jahre. Aufgrund interner Berechnungen könnten sich für das Jahr 2013 Nachzahlungen ergeben. Es wurde daher mit 940 Tsd. € entsprechend Vorsorge getroffen und die entsprechenden Umsatzerlöse gekürzt. Zurzeit erfolgen die letzten Abstimmungsarbeiten der Verkehrserhebung 2010 zwischen VGN, externem Gutachter WVI und den Einnahmeaufteilungspartnern im VGN. U-Bahnbetrieb Die U-Bahn-Fahrgastzahlen werden anhand der Lichtschranken-Dauerzählungen in den sechs Fürther U-Bahnhöfen ermittelt. Im Jahr 2013 ergaben sich gegenüber dem Vorjahr auf der U-Bahn nahezu keinen Veränderungen bei den Linienbeförderungsfällen (LBF). Busbetrieb Wie sich die Fahrgastzahlen im Betriebszweig Bus entwickeln, kann grundsätzlich nur relativ unsicher prognostiziert werden. Zwar werden inzwischen i.d.R. jährlich detaillierte Fahrgastzählungen für die VGN-Einnahmenaufteilung durchgeführt, diese werden jedoch erst jeweils nach Abschluss des Jahres für alle Verkehrsunternehmen im VGN einheitlich von einem externen Gutachter ausgewertet, testiert und nach einem einheitlichen Schema hochgerechnet. Aufgrund der extrem umfangreichen Datenmenge der Verkehrszählungen aller im VGN zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen lassen die Ergebnisse dieser Hochrechnung bedauerlicherweise regelmäßig sehr lange auf sich warten. Aufgrund des Verlaufs der wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 wurde insgesamt ein Verlust vor Ergebnisübernahme in Höhe von 8.808 Tsd. € erzielt. Auf-

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grund des mit der infra fürth holding gmbh bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird dieser Verlust von der infra fürth holding gmbh ausgeglichen. Ohne die gebuchte Gewerbesteuerumlage (Gutschrift in Höhe von 1.522 Tsd. €) hätte sich aufgabenbedingt ein Jahresfehlbetrag (vor Ergebnisübernahme) von 10.330 Tsd. € ergeben. Das Bilanzbild zeigt die für Verkehrsbetriebe übliche Anlagenintensität. Das Anlagevermögen beläuft sich auf 79,0 % des Gesamtvermögens, der Eigenkapitalanteil entsprechend auf 43,5 %. Die Erfüllung der Verkehrsaufgaben erforderte im Geschäftsjahr 2013 Investitionen (abzüglich vereinnahmter Zuwendungen Dritter) in Höhe von 1,7 Mio. €, welche voll aus Abschreibungen finanziert werden konnten. Die Brutto-Investitionen beliefen sich auf 2.458 Tsd. €. Das gesamte Rechnungswesen wird über das ERP-System Microsoft Business Solutions Navision durch die infra fürth holding gmbh abgewickelt. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Ausblick auf die folgenden Geschäftsjahre Den stetig steigenden Kosten zur Durchführung des Stadtverkehrs wurde mit massiven Kostensenkungsmaßnahmen, wie Einführung des TV-N und v.a. Synergieeffekten in Zusammenarbeit mit der VAG (Stichwort: Gemeinsame Gesellschaft), entgegengewirkt. Damit konnte eine erheblichen Steigerung des operativen Verlustes der infra fürth verkehr gmbh abgemildert werden. Auf der Einnahmenseite wurde im Fürther Stadtrat daher im Juli 2010 eine grundsätzliche Fahrpreiserhöhung für die Folgejahre in zwei Stufen (zum 01.01.2012 und zum 01.01.2015) beschlossen. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Steigerung der jährlichen Verkehrsverluste weiter abgemildert wird. Leider stehen jedoch weiterhin den Kosten des Stadtverkehrs nur rd. 2/3 auf der Einnahmenseite gegenüber und in den nächsten Jahren müssen verstärkte Reinvestitionen im U-Bahnbereich durchgeführt werden, wodurch der Verkehrsverlust mittelfristig (ab 2017) deutlich ansteigen wird, da diese Kostenerhöhungen voraussichtlich nicht in gleichem Maße durch entsprechende Fahrpreiserhöhungen ausgeglichen werden können. Chancen der künftigen Entwicklung sind derzeit nicht erkennbar und i.d.R. bedingt durch den Geschäftszweck nicht vorhanden.

Bericht zur Risikovorsorge Das bei der infra fürth verkehr gmbh im Zuge der Umsetzung des Gesetzes zu Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) in den Vorjahren aufgebaute interne Risikomangement- und Frühwarnsystem wurde inhaltlich weiter ausgebaut. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte ein regelmäßiges, quartalsmäßiges Risikoreporting an den Aufsichtsrat. Sofern Risiken und Neueinschätzungen bekannt werden sollten, die die Liquidität oder den Bestand des Unternehmens akut bedrohen, ist ein Ad-hoc-Bericht an den Aufsichtsrat vorgesehen. Als wesentliche Risiken sind besonders eine mögliche Nichtdurchführung von geplanten Fahrpreisanpassungen (nicht der durch die Stadt Fürth, sondern durch andere Verkehrsverbundpartner) und Kostenerhöhungen durch den Anstieg der Mineralölpreise sowie der daran gebundenen Steuern, aber v.a. auch Unsicherheiten bei der korrekten Höhe der Einnahmenzuscheidung seitens des VGN zu nennen. Bestandsgefährdende Risiken wurden nur für den vorliegenden Fall bei der Katalogisierung identifiziert, wobei dessen Eintrittswahrscheinlichkeit nicht als sehr hoch eingeschätzt wird: Mögliche Konsequenzen des EuGH-Urteils vom 24.07.2003 zur ÖPNV-Finanzierung in Verbindung mit dem Freistellungsbeschluss 2012/21/EU der EU Kommission als Bestandteil des „Almunia-Pakets“ Mit seinem Urteil in der Rechtssache Altmark Trans hat der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaft eine weit reichende Entscheidung für die beihilferechtliche Bewertung der ÖPNV-Finanzierung in Deutschland getroffen. Die vom EuGH aufgestellten vier Kriterien zur Vermeidung von unzulässigen EU-Beihilfen werden von der infra fürth verkehr gmbh erfüllt. Insbesondere hat der Stadtrat die infra fürth verkehr gmbh mit der Durchführung gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen betraut. Der Freistellungsbeschluss der EU-Kommission (2012/21/EU) erlaubt eine jährliche Ausgleichsleistung von Gemeinwohlverpflichtungen bis zu 15 Mio. €. Dabei können sämtliche, durch die Aufgabenerfüllung tatsächlich entstandenen Kosten (abzüglich der dabei erzielten Erlöse) berücksichtigt werden. Die infra fürth verkehr gmbh geht folglich von einer EU-konformen Finanzierung der Verkehrsleistungen aus, wenngleich juristische Restrisiken nicht ausgeschlossen werden können.

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EU-Marktöffnungsverordnung (1370/07) Des Weiteren regelt die EU-Marktöffnungsverordnung (1370/07) vom 23.10.2007 die Vorgaben der Durchführung des ÖPNV mit Inkrafttreten am 03.12.2009 neu. Hierbei ist jedoch noch die bisherige, o.a. EuGH-Rechtsprechung in allgemeinverbindliches Recht umzusetzen, wobei dem Wettbewerbsgedanken u.a. mit einer grundsätzlichen Ausschreibungspflicht für den ÖPNV Rechnung getragen werden soll. Gleichwohl soll für bestimmte gesetzlich definierte Ausnahmen die direkte Inhouse-Vergabe weiter fortbestehen. Obgleich mittlerweile die Transformation dieser EU-Verordnung in das deutsche Recht mittels des novellierten PBefG, welches nunmehr seit 01.01.2013 in Kraft getreten ist, erfolgt ist, bestehen weiterhin viele offene Auslegungsfragen. Auch sind einschlägige Begrifflichkeiten noch nicht endgültig definiert, sodass die weitere Entwicklung abgewartet werden muss.

Finanzrisikoberichterstattung gemäß § 289 Absatz 2 Nr. 2 HGB In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Kreditverträge mit variabler Verzinsung enthalten. Zur Absicherung des in die Zukunft reichenden Zinsänderungsrisikos wurden diese Kredite mit einem Swap zinsgesichert. Des Weiteren wurden bestehende Kreditverträge mit Festzinsvereinbarung im Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko nach dem Ablauf der Zinsfestbindung mit einem Cap zinsgesichert. Damit sind die internen Voraussetzungen für die Planbarkeit und Stetigkeit sowohl bei den Finanzverbindlichkeiten als auch für Investitionsentscheidungen erfüllt.

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Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4000 Telefax: 0911/9704 4001 Internet: www.infra-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth holding gmbh RÖDL GmbH Tsd. € 23,7 1,3 25,0 % 94,8 5,2 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt aus seiner Organstellung im Jahr 2013 keine Bezüge. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck ist der Bau, der Betrieb und die Verpachtung von öffentlichen Bädern und Freizeiteinrichtungen in Fürth, insbesondere zur Aufrechterhaltung des Schul- und Breitensports.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 2.538 391 2.929 -12 -1.511 -1.076 -2.599 330 169 -1 168 498 0 0 0 -53 0 -57 0 -388 -498 0 2012 Tsd. € 1.178 1.143 2.321 -11 -1.594 -951 -2.556 -235 11 -33 -22 -257 0 0 62 0 0 -92 287 0 257 0 2011*) Tsd. € 1.899 20 1.919 0 -1.578 -871 -2.449 -530 4 -24 -20 -550 0 -2.232 0 0 0 -220 0 0 -2.452 -3.002 2010*) Tsd. € 1.802 44 1.846 0 -1.577 -701 -2.278 -432 4 -164 -160 -592 1.211 0 0 0 -113 0 0 0 1.098 506 **) Tsd. €

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Steuergutschrift aus Konzernverrechnung Steuerlastschrift aus Konzernverrechnung Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Erträge aus Verlustübernahme Aufwendungen aus Gewinnabführung Jahresergebnis

*) Bis zum 31.12.2011 hatte die Objektgesellschaft die Rechtsform einer GmbH & Co. KG. Mit Umwandlungsbeschluss vom 21.08.2012 wurde die Objektgesellschaft formwechselnd gemäß den §§ 190 ff., 214 ff. UmwG rückwirkend zum 31.12.2011/01.01.2012 in eine GmbH umgewandelt, die nunmehr als infra fürth bäder gmbh firmiert. **) Für das Geschäftsjahr 2009 entfallen die Werte, da die infra fürth holding gmbh & co. kg (jetzt: infra fürth holding gmbh) erst seit 01.05.2010 Anteile an der Objektgesellschaft gehalten hatte.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 24.427 3.977 2.046 0 30.450 25 322 529 29.574 30.450 94 3.125 0 2012 Tsd. € 25.887 4.025 2.165 0 32.077 25 297 49 31.706 32.077 219 3.679 0 2011*) Tsd. € 27.027 419 2.285 4.279 34.010 0 242 1.417 32.351 34.010 315 -1.240 0 2010*) Tsd. € 27.862 695 4.905 1.276 34.738 0 490 353 33.895 34.738 85 -148 0 **) Tsd. €

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

305 0 78

-4.233 0 72 ***)

972 0 742

368 0 154

*) Bis zum 31.12.2011 hatte die Objektgesellschaft die Rechtsform einer GmbH & Co. KG. Mit Umwandlungsbeschluss vom 21.08.2012 wurde die Objektgesellschaft formwechselnd gemäß den §§ 190 ff., 214 ff. UmwG rückwirkend zum 31.12.2011/01.01.2012 in eine GmbH umgewandelt, die nunmehr als infra fürth bäder gmbh firmiert. **) ***) Für das Geschäftsjahr 2009 entfallen die Werte, da die infra fürth holding gmbh & co. kg (jetzt: infra fürth holding gmbh) erst seit 01.05.2010 Anteile an der Objektgesellschaft gehalten hatte. Die – rein bilanziellen – Effekte aus der Einbringung der städtischen Erbbaurechtsgrundstücke (am Scherbsgraben) sowie der Geschäftsanteile an der TFB Fürth Verwaltungs GmbH (jetzt: Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH) im Zuge der Umwandlung am 21.08.2012 sind im genannten Wert nicht enthalten.

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 (damals noch für die TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG) und 2012, die Dünkel Storg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fürth, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die infra fürth holding gmbh & co. kg pachtete bis Ende 2011 die im Eigentum der Stadt Fürth stehenden, dem

Bäderaltbestand zugeordneten Anlagegüter (Grund und Boden, Gebäude und bewegliches Anlagevermögen – mit Ausnahme des Grundstücks für das Freibad) und verpachtete diese weiter an die TFB. Der Bau des Fürthermare und die Baumaßnahmen auf dem Gelände des Freibads wurden der TFB von der Stadt Fürth im Rahmen eines Erbbaurechts gestattet. Als Folge der gewonnenen PPP-Ausschreibung zur Errichtung und zum Betrieb eines Fürther Thermal- und Erlebnisbads („Fürthermare“) mit Integration bei den Bestandsbädern (ein Freibad und zwei Hallenbäder) wurden bereits seit 2006 unter Zuhilfenahme der Vitaplan die Fürther Bestandsbäder betrieben, und es wurde mit dem Bau des Fürthermare begonnen. Pünktlich zur Jahrtau-

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sendfeier der Stadt Fürth konnte die gesamte Bäderlandschaft im Oktober 2007 eröffnet werden. Die bislang als Personengesellschaft fungierende Besitzgesellschaft des Fürthermare, die TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG (TFB), wurde im Sommer 2012 mit Wirkung zum 01.01.2012 in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt und firmiert mit Wirkung zum 01.01.2012 als infra fürth bäder gmbh. Als Folge der Umwandlung wurden auch die bislang im Eigentum der Stadt Fürth stehenden Erbbaurechtsgrundstücke in die neue infra fürth bäder gmbh eingebracht. Auch wurde 2012 die Mehrheitsgesellschafterin der infra fürth bäder gmbh, die infra fürth holding gmbh & co. kg formwechselnd in die infra fürth holding gmbh umgewandelt. Anschließend wurde das zum 31.12.2011 bestehende negative Eigenkapital der TFB von 4.279 Tsd. € durch die infra fürth holding gmbh ausgeglichen, da eine Umwandlung von einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft nur mit einem positiven MindestEigenkapital von 25 Tsd. € möglich ist. Dieser Ausgleich wurde erfolgsneutral vollzogen. Anschließend wurde ebenfalls noch 2012 zwischen der infra fürth bäder gmbh und der infra fürth holding gmbh ein Ergebnisabführungs- und ein Gewerbesteuerumlagevertrag mit Wirkung ab 2012 abgeschlossen. Zum 01.05.2010 wurde von der infra holding die Mehrheit der Anteile an der infra fürth bäder gmbh (damals noch TFB) von den bisherigen privaten Anteilseignern (Contech und RÖDL) erworben. Das Kapital der TFB wurde vom 01.05.2010 von der infra fürth holding mit 94,0 Tsd. € (89,6 %) und RÖDL sowie ConTech mit jeweils 5,5 Tsd. € (5,2 %) gehalten. Mit Umwandlung der TFB in die infra fürth bäder gmbh wurden auch die Gesellschaftsanteile neu geordnet. Rückwirkend seit 01.01.2012 sind nunmehr die infra fürth holding gmbh mit 94,8 % und die RÖDL GmbH mit 5,2 % Anteilseigner an der neuen infra fürth bäder gmbh. Die infra fürth bäder gmbh (ehem. TFB) ist daher weiterhin für den Bau und die Sicherstellung des Betriebs folgender Bäder in Fürth verantwortlich: • das Fürther Frei- und Hallenbad am Scherbsgraben zusammen mit dem in 2007 neu errichteten Fürthermare • das Hallenbad in Stadeln Der operative Betrieb dieser Bäder obliegt einem privaten Pächter. Im Herbst 2009 wurde festgestellt, dass die TFB, jetzt infra fürth bäder gmbh, Dienstleistungen von allgemein wirtschaftlichem Interesse erbringt (Betreiben eines Sommerbads und zwei Hallenbäder) und dafür berechtigt ist,

entsprechende Ausgleichsleistungen zu erhalten, soweit die entsprechenden Eintrittspreise trotz Kostensteigerungen vertraglich nicht angepasst werden können. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 wurde insgesamt ein Jahresüberschuss vor Gewerbesteuerumlage und Ergebnisabführung in Höhe von 441 Tsd. € erzielt. Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten. Ausblick auf die folgenden Geschäftsjahre Die von der Gesellschafterversammlung im Herbst 2013 verabschiedete Wirtschaftsplanung für die Geschäftsjahre 2014 bis 2017 geht von einer unveränderten Geschäftstätigkeit aus. Es ist in den Folgejahren mit verminderten Gewinnen vor Ergebnisabführung zu rechnen. Bericht zur Risikovorsorge Im Zuge des Gesellschafterwechsels wurde die Gesellschaft in das bei der infra fürth unternehmensgruppe bestehende interne Risikomanagement- und Frühwarnsystem integriert, welches auch mögliche Chancen in angemessener Weise berücksichtigt. Chancen sind derzeit nicht erkennbar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte ein regelmäßiges, quartalsmäßiges Risikoreporting im Rahmen der Sitzungen des Aufsichtsrats der infra fürth gmbh. Sofern Risiken und Neueinschätzungen bekannt werden sollten, welche die Liquidität oder den Bestand des Unternehmens akut bedrohen, erfolgt ein Ad-hoc-Bericht. Nachdem die spezifischen Risiken identifiziert, quantifiziert und bewertet wurden, stellt sich für das Unternehmen besonders folgender Bereich als besonders risikoträchtig dar: Die vertragliche Konstruktion des Thermalbadprojekts ist stark von der wirtschaftlichen Lage des Pächters abhängig. Im Fall, dass der Pächter seinen vertraglichen Pflichten nicht mehr nachkommen kann, müsste die infra fürth bäder gmbh als Hauptleistungsschuldner den Betrieb der Bäder fortführen. Dies wäre mit erheblichen Aufwendungen verbunden. Bestandsgefährdende Risiken wurden – unter Zugrundelegung der weiteren Einbindung in die infra fürth unternehmensgruppe – bei der Katalogisierung nicht identifiziert.

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Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4000 Telefax: 0911/9704 4001 Internet: www.infra-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth holding gmbh Bayernwerk AG Tsd. € 40.050,0 9.950,0 50.000,0 % 80,1 19,9 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Aufsichtsrat Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Dr. Joachim Schmidt, Stadtrat (stellv. Vorsitzender) Angela Amesöder-Schwab, Stadträtin Horst Däumler, Stadtrat Waltraud Galaske, Stadträtin Andreas Göppl, Stadtrat Heidi Lau, Stadträtin Marion Luft, Stadträtin Peter Pfann, Stadtrat Christiane Stauber, Stadträtin Franz Stich, Stadtrat Kurt Georg Strattner, Stadtrat Hermann Wagler, Stadtrat Peter C. Wirl, Stadtrat Michaela von Wittke, Stadträtin Ludwig Schiebler, Leiter der Regionalleitung Oberfranken der Bayernwerk AG Martin Koch, Betriebsratsvorsitzender infra-Unternehmensgruppe Karin Vigas, Stadträtin/stellv. Betriebsratsvorsitzende infra-Unternehmensgruppe Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 162.689 €. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 273 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 264 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Versorgung des Stadtgebietes Fürth und, soweit rechtlich zulässig, des Umlandes mit Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme sowie in diesem Rahmen • die Anbietung von Telekommunikations- und anderen Übertragsdiensten, • die Errichtung von Strom-, Erdgas-, Wasser- und Fernwärmenetzen, • die Erbringung von Ingenieur- und sonstigen Energiedienstleistungen für Dritte, • die An- und Vermietung bzw. An- und Verpachtung von Immobilien, • die Wahrnehmung von Entsorgungsaufgaben, • die Bewirtschaftung von Parkflächen und Parkhäusern, • die Durchleitung von Energie und Wasser, • der Betrieb anderer technischer Einrichtungen der Stadt Fürth und • das Halten von Beteiligungen an Unternehmen, die diese Aufgaben wahrnehmen. Ziel ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen unter Beachtung des Prinzips der Nachhaltigkeit zu schützen und auf einen möglichst sparsamen Umgang mit Energie und Wasser zu achten.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 179.223 2 1.658 7.522 188.405 -116.242 -14.816 -10.880 -22.271 -164.209 24.196 2.155 0 -5.497 -3.342 20.854 0 0 -3.053 -535 -670 -2.874 -13.722 -20.854 0 2012 Tsd. € 175.352 -347 1.442 7.064 183.511 -113.717 -14.683 -10.801 -22.073 -161.274 22.237 1.436 0 -5.251 -3.815 18.422 0 0 -2.274 -481 -680 -2.595 -12.392 -18.422 0 2011 Tsd. € 155.256 172 1.922 5.514 162.864 -97.964 -13.387 -9.224 -19.450 -140.025 22.839 1.253 0 -4.108 -2.855 19.984 0 0 -2.492 -519 -653 -2.825 -13.495 -19.984 0 2010 Tsd. € 157.429 -117 1.738 6.890 165.940 -96.599 -13.183 -9.835 -22.475 -142.092 23.848 1.489 -4 -2.767 -1.282 22.566 120 -515 -2.810 -588 -568 -3.153 -15.052 -22.566 0 2009 Tsd. € 154.260 -3 1.502 5.948 161.707 -96.432 -12.369 -9.925 -21.471 -140.197 21.510 1.467 0 -2.691 -1.224 20.286 0 0 -4.371 -480 -477 -2.590 -12.368 -20.286 0

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Abschreibungen auf Finanzanlagen Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Steuerlastschrift aus Konzernverrechnung Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Ausgleichszahlung an E.ON Bayern AG Aufwendungen aus Gewinnabführung Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 175.706 79.163 723 255.592 67.782 11.261 13.670 162.769 110 255.592 2.260 20.875 122.806 2012 Tsd. € 167.580 77.794 728 246.102 67.282 9.291 13.018 156.381 130 246.102 7.630 18.602 115.878 2011 Tsd. € 157.728 69.751 1.210 228.689 65.282 8.388 13.546 140.116 1.357 228.689 10.656 11.867 96.336 2010 Tsd. € 131.320 70.163 1.327 202.810 64.282 7.651 15.638 114.798 441 202.810 9.929 12.361 68.075 2009 Tsd. € 128.145 65.909 796 194.850 64.282 9.062 20.888 100.353 265 194.850 6.673 18.851 66.546

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

20.542 14.294 19.366

12.354 28.932 22.254

25.910 32.900 35.674

33.324 5.000 16.991

28.274 10.707 11.401

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die Dünkel Storg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fürth, bestellt. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2009 war durch die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die infra fürth gmbh ist 1999 entstanden durch Ausgliederung zur Aufnahme des der Stadt Fürth gehörenden Eigenbetriebs „Stadtwerke Fürth“. Geschäftsbereich Strom Zusammen mit der Erlanger Stadtwerke AG, den Stadtwerken Forchheim und den Stadtwerken Zirndorf wird ein mengen- und wertmäßig optimierter Strombezug für die vier Energieversorger mittels der Regnitzstromverwertung

AG (RSV) abgewickelt. Diese deckt den diesbezüglichen Strombedarf unter Zuhilfenahme von Instrumenten des außerbörslichen Stromhandels (Termingeschäfte). Die Gesellschaft bezog daher ihren Strom auch 2013 nahezu ausschließlich von der RSV. Der physikalische Bezug erfolgt über die bestehenden 110 kV-Schaltanlagen (Kriegenbrunn, Vacher Straße, Dambacher Straße und Leyher Straße) und wird von dort im Versorgungsgebiet weiterverteilt. Die eigene Wasserkraftanlage an der Rednitz mit einer Kraftwerksleistung von 315 kW lieferte 2013 1,7 Mio. kWh (Vorjahr 2,0 Mio. kWh) für die öffentliche Stromversorgung. Die Einspeisung von PV-Strom betrug 2013 insgesamt 15,6 Mio. kWh (Vorjahr 15,0 Mio. kWh). Zusammen mit den Mengen aus der Wasserkraft sowie Deponie- und Biogas erreichte damit die Naturstromerzeugung ein Volumen von 60,5 Mio. kWh (Vorjahr 59,2 Mio. kWh). Geschäftsbereich Erdgas Seit Oktober 2010 erfolgt der Gasbezug über die in 2008 neu gegründete enPlus eG, Würzburg, an welcher neben

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der infra fürth gmbh aktuell noch elf weitere kommunal bestimmte Energieversorger Gesellschafter sind. Neben der Stadt Fürth unterhält die Gesellschaft Konzessionsverträge mit der Stadt Langenzenn, der Marktgemeinde Cadolzburg, den Gemeinden Veitsbronn, Seukendorf und Obermichelbach sowie dem Markt Wilhermsdorf aufgrund der Versorgung mit Erdgas in deren Gebiet. Seit 2011 erfolgt die technischen Betriebsführung des Zirndorfer Gasnetzes (Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung). Geschäftsbereich Wasser Der Wasserbedarf des Versorgungsgebiets wird mit drei Wasserwerken, die über eine Gesamtleistung von durchschnittlich 22.600 m³/d, aber bei Spitzenbedarf momentan bis zu 48.500 m³/d verfügen, gedeckt: • Das Wasserwerk im Rednitztal (Stadtgebiet Fürth), bestehend aus 76 Flach- und 4 Tiefbrunnen mit Tiefen zwischen 10 und 45 m trägt momentan ca. 50 % zur gesamten Versorgungsleistung bei. Zur Sicherung der Trinkwasserqualität wurde bereits 1989 eine Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb genommen. Im Wasserwerk befinden sich zwei Reinwasserbehälter mit einem Nennvolumen von 4.000 m². • Das Wasserwerk Knoblauchsland (Ortsteil Mannhof) wird momentan gespeist von zwei Tiefbrunnen. Zusätzlich zu einer Aufbereitungsanlage sind zwei Reinwasserbehälter angeschlossen, welche ein Nennvolumen von 4.000 m³ aufweisen. Zur weiteren Speicherung und zum Ausgleich von Schwankungen im Wasserdruck steht ein Wasserturm mit einem Nennvolumen von 500 m³ zur Verfügung. Des Weiteren bestehen fünf Flachbrunnen, welche mit dem Bau einer neuen Aufbereitungsanlage in den nächsten Jahren wieder zur Trinkwasserversorgung herangezogen werden. • Das Wasserwerk Guggenmühle (Landkreis Roth), bestehend aus 20 Tiefbrunnen zwischen 90 und 125 m Tiefe und einer zeitlich befristeten Spitzenleistung von 275 l/s. Auch dieses Werk ist mit einer Wasseraufbereitungsanlage ausgerüstet, in der eine Belüftung und Entsäuerung des geförderten Grundwassers erfolgt. Ein Reinwasserbehälter mit einem Nennvolumen von 2.000 m³ ist angeschlossen. Das Wasserwerk Guggenmühle ist über eine ca. 33 km lange Fernleitung mit dem Fürther Versorgungsnetz verbunden. Zur Speicherung im Fürther Stadtnetz stehen am „Katzenstein“ zwei Hochbehälter mit einem Nennvolumen von zusammen 15.000 m³ und an der „Alten Veste“ drei Hochbehälter mit einem Nennvolumen von ebenfalls 15.000 m³

zur Verfügung, wovon aber nur 6.800 m³ tatsächlich nutzbar sind. Sämtliche Wasserrechte für die Fassungen I, II und III im Rednitztal sind nun entweder abschließend positiv beschieden oder haben noch Bestand. Dies gilt ebenfalls für das Wasserrecht für die Fernwasserversorgung (Guggenmühle) sowie für die Fassung im Knoblauchsland. Damit konnte die Grundlage der zukünftigen Sicherstellung der Fürther Wasserversorgung erreicht werden. Die Wasserrechte des ehemaligen „Brunnen Vach“ mussten zurückgegeben werden, da dieser für die Trinkwassergewinnung zukünftig leider nicht mehr nutzbar ist. Über die Lieferung von Trinkwasser bestehen Verträge sowohl mit den Städten Oberasbach und Zirndorf als auch mit den Zweckverbänden zur Wasserversorgung der Brunnbachgruppe und der Schwarzachgruppe. Geschäftsbereich Wärme Der Wärmebedarf des Versorgungsgebiets „Auf der Schwand“, der Wohnsiedlung Dambach, der „Neuen Kalbsiedlung“ sowie der gesamten Liegenschaften des Bundes wird derzeit mit 4 Heizwerken gedeckt: • Heizwerk „Auf der Schwand“ • Heizwerk Fronmüllerstraße • Heizwerk Dambach mit 10,6 MW mit 50,0 MW mit 3,0 MW

• Heizwerk Vacher Straße mit 14,0 MW installierter Kesselleistung In 2011 wurden auch die Heizzentrale und das Nahwärmenetz der Gemeindewerke Cadolzburg übernommen und seitdem im Namen und für Rechnung der infra fürth gmbh betrieben. Gerade in der Wohnungswirtschaft und für Gewerbe und Industrie besteht ein interessantes Entwicklungspotential für Wärme-Contracting und Wärmedienstleistungen (24Stunden-Service, Vollwartung von Station und Leitungen, Wärmeeinzelabrechnung u.a.), das stetig ausgebaut wird. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Wirtschaftsleistung in Deutschland hat im Jahr 2013, wie erwartet, nur sehr moderat expandiert. Auch die fortdauernde Kombination aus fehlenden lukrativen langfristigen risikoarmen Geldanlagemöglichkeiten im Inland und der erheblichen Unsicherheit bei Investitionen im Ausland trägt nach wie vor einen wesentlichen Beitrag zur positiven Konjunkturentwicklung in Deutschland bei. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukts um rd. 0,5 % gestiegen. Als Folge der relativ stabilen deutschen Konjunktur blieb auch die Arbeitslosenquote weiter knapp unter 7 %.

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Im ersten Vierteljahr 2014 ist die deutsche Wirtschaft jedoch kräftig gewachsen. Dazu beigetragen hat neben dem außergewöhnlich milden Winterwetter auch die merklich zunehmende Beschäftigung, steigende Importe und die verstärkte Industrieerzeugung. Auch in den Folgemonaten wird die Konjunktur wachsen, wenn auch etwas verlangsamt, da zwar die Auftragseingänge bei der Industrie etwas zurückgehen, jedoch die Binnenwirtschaft angesichts des außerordentlich günstigen Konsumklimas und der lebhaften Wohnungsbaunachfrage dies kompensieren wird. Insgesamt wird in Fachkreisen für 2014 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zwischen 1,5 % und 2,0 % gerechnet. Solange jedoch die fundamentalen Probleme der Schuldenkrise nicht gelöst sind, bleiben der Geldpolitik politisch die Hände gebunden – wie lange allerdings die sehr niedrigen, kurz- und auch langfristigen Zinsen (der wesentliche Garant für das auch für 2014 ff. geplante Wirtschaftswachstum) in Kombination mit einer Inflationsrate von unter 2 % und gegebenen hohen strukturellen Problemen (Gesundheitswesen, Überalterung der Bevölkerung, Schulden zu Lasten künftiger Generationen usw.), die von der Politik zu halbherzig angegangen werden, gehalten werden können, bleibt abzuwarten. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Aus der Statistik des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) geht hervor, dass der Stromverbrauch in Deutschland 2013 leicht um 1,1 % zurückgegangen ist, während der Gasverbrauch aufgrund des relativ langen und kalten Winters 2013 um 6,4 % stieg. Die Bruttostromerzeugung erhöhte sich leicht im Vergleich zum Vorjahr (+0,6 %). Für eine der führenden Industrienationen Europas wie Deutschland ist eine stabile und effiziente Energieversorgung unverzichtbar. Strom Da der Ausbau der Erneuerbaren Energien immer noch stark subventioniert ist, erhöhten sich auch 2013 wiederum die Umlagen nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG). Sämtliche Stromverbraucher in Deutschland tragen aktuell jährlich über 20 Mrd. € zum subventionierten EEG-Strom bei. Als Antwort auf die seit Jahren stark volatilen Strompreise wird seit 2003 zusammen mit der Erlanger Stadtwerke AG und den Stadtwerken Forchheim ein entsprechendes Beschaffungsmodell eingesetzt. Es ermöglicht den Stromeinkauf einschließlich entsprechender Handelselemente bis zu vier Jahre im Voraus und kann somit den starken Volatilitäten entgegenwirken.

Erdgas Auch 2012 war die Kundengruppe der Haushalte und Kleinverbraucher größter Erdgasverbraucher. Nahezu die Hälfte der Wohnungen in Deutschland werden unverändert mit Erdgas beheizt, die restlichen mit Heizöl, Fernwärme, Strom, Kohle und Erneuerbaren Energien. Regulierung der Strom- und Gasnetze Das 2005 in Kraft getretene Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) brachte durch die strikte Umsetzung der Regulierungsbehörden weitreichende Folgen für die Versorgungswirtschaft: Die zentrale Forderung war und ist zum einen die strikte Trennung von Monopol- und Wettbewerbsbereichen, d.h. die Trennung des Netzbetriebs Strom und Gas von allen anderen Aktivitäten wie Vertrieb, Erzeugung und Dienstleistungen. Zum anderen wurde aber auch eine Regulierung der Netzentgelte (Stichwort: Anreizregulierung mit Erlösobergrenzen) eingeführt, welche den Netzbetreibern eine nur sehr langfristige Rendite ermöglicht. Investitionen in Erneuerbare Energien Das in 2011 verabschiedete bayerische Energiekonzept sieht in einem ersten Schritt bis 2021 eine Verdoppelung des EEG-Anteils an der Stromerzeugung in Bayern von aktuell 25 % auf 50 % vor. Infolgedessen hat der Aufsichtsrat der infra fürth gmbh im Frühsommer 2011 beschlossen, dass der Ausbau der umweltschonenden Energieerzeugung für Fürth von 7 % im Jahr 2011 auf 25 % im Jahr 2021 erreicht werden soll. Die hierfür notwendigen Investitionen wurden seitens der infra fürth gmbh von 2012 bis 2021 mit rd. 40 Mio. € beziffert. Aktuell konnten bereits diesbezüglich u.a. folgende größere Projekte erfolgreich realisiert werden: Bio-Energie-Zentrum (BEZ) Das im Frühsommer 2010 von den Gremien beschlossene BEZ – inklusive Gasaufbereitung zur Einspeisung von Bioerdgas direkt in das eigene Gasverteilnetz im Bereich der Gemarkungsgrenze Langenzenn (Horbach) und Cadolzburg (Roßendorf) – wurde planmäßig Ende Dezember 2011 fertig gestellt und danach in Betrieb genommen. Die Leistung der Anlage beträgt rd. 2,30 MWel. Mit der gewonnenen Gasmenge können in BHKWs Strom für ca. 6.300 Haushalte und Wärme für ca. 2.000 Haushalte erzeugt werden. Das BEZ ersetzt damit jährlich ca. 4 bis 6 % der gesamten benötigten Erdgasmenge durch eigenerzeugtes Bioerdgas. PV-Freiflächenanlagen 2011 wurden zwei Photovoltaik-Freiflächenanlagen (bei Heilsbronn) mit einer Gesamtleistung von 3,2 MW errich-

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tet und an das bestehende Stromnetz angeschlossen. Bei jährlich rd. 1.000 Betriebsstunden ergibt sich eine geplante jährliche umweltfreundliche Stromerzeugung von 3,2 GWh. Tatsächlich konnten 2012 3,4 GWh Strom erzeugt und auch in das Netz eingespeist werden. Ende Juni 2012 konnte eine weitere Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Langenzenn (Ortsteil Kirchfembach) mit einer Leistung von rd. 3 MW erworben werden. Bei jährlich rd. 1.000 Betriebsstunden ergibt sich hierbei eine jährliche umweltfreundliche Stromerzeugung von rd. 3 GWh. Dieser Solarpark wurde zunächst intern vorfinanziert. Mitte Februar 2013 wurde hierüber ein Bürgerbeteiligungsmodell (Bürgerdarlehen) erfolgreich implementiert. Damit wurde ein regelrechter Beteiligungs-Boom ausgelöst: Innerhalb von nur drei Tagen waren über fünf Millionen Euro gezeichnet. Die jeweiligen Darlehensbeträge werden bis 31.12.2017 mit einem festen Zinssatz von 3,1 % verzinst. Windkraftanlagen Zusammen mit der N-ERGIE, den Stadtwerken Schwabach und anderen kleineren Gesellschaftern hat sich die infra fürth gmbh an einem Windpark (fünf Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 12 MW) in Illschwang (gelegen zwischen Amberg und SulzbachRosenberg) mit 1,7 Mio. € am Eigenkapital der Projektgesellschaft, was 25,0 % entspricht, beteiligt. Der Windpark soll jährlich knapp 40 GWh erzeugen. Zusammen mit der N-ERGIE und den Stadtwerken Schwabach hat sich die infra fürth gmbh an einem bis Ende 2013 zu errichtenden Windpark in der Nähe von Denkendorf mit 0,6 Mio. € am Eigenkapital der Projektgesellschaft, was 9,0 % entspricht, beteiligt. Der Windpark soll jährlich knapp 20 Mio. kWh erzeugen, was dem Strom-Jahresverbrauch von ca. 5.000 Haushalten entspricht. Zusammen mit der Herzo Werke GmbH, Herzogenaurach, der AREVA GmbH, Erlangen, der AREVA WIND GmbH, Bremerhaven, hat sich die infra fürth gmbh im Spätherbst 2013 an der Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG mit Sitz in Bremerhaven beteiligt. Unternehmensgegenstand ist das Betreiben einer 5 MW Windkraftanlage in Bremerhaven. Das Windrad soll jährlich knapp 13 GWh erzeugen, was dem Strom-Jahresverbrauch von ca. 3.250 Haushalten entspricht. Der Anteil der infra fürth gmbh beträgt 60,0 %. Strom Bereits seit 2008 werden die Haushalts- und Gewerbekunden der infra fürth gmbh mit Strom aus Erneuerbaren Energien beliefert. Produziert wird dieser sog. Grüne

Strom in einem Wasserkraftwerk in Norwegen. Die Herkunft und alleinige Vermarktung ist durch europäisch anerkannte RECS-Zertifikate (Renewable Energy Certificate System) nachgewiesen, die das Freiburger Öko-Institut überwacht. Zusätzlich hat dieses Produkt eine TÜVZertifizierung. Bei rd. 250 Mio. kWh Stromverbrauch werden dadurch jährlich ca. 120.000 t CO2 eingespart. Obwohl weltweit noch mehr Zertifikate aus bestehenden Erneuerbaren Energien vorhanden sind, werden durch eine prognostizierte steigende Nachfrage nach Strom aus regenerativen Quellen Anreize geschaffen, in entsprechend neue Anlagen zu investieren. Der im Januar 2010 begonnene individualisierte Stromspar-Check für Hartz IV-Kunden war bislang sehr erfolgreich und wurde daher auch 2013 weitergeführt. Dabei werden sowohl Beratungen vor Ort durchgeführt als auch bei Bedarf entsprechende Einspargeräte (Energiesparlampen, abschaltbare Steckerleisten etc.) installiert. Dadurch können je Haushalt rd. 480 kWh jährlich eingespart werden – der beste Wert in ganz Bayern. Daneben werden in enger Zusammenarbeit mit der kirchlichen Beschäftigungsinitiative monatliche Beratungen nach den Mahnläufen durchgeführt. Erdgas Seit Oktober 2012 wurden die Gasbezugspreise der infra komplett von der Ölbindung gelöst und auf EEX-Basis umgestellt. Hierdurch konnten die Gaspreise für Letztverbraucher zum 01.01.2013 leicht gesenkt werden. Die beiden Erdgastankstellen in Fürth und Langenzenn werden von den Erdgasfahrzeugbesitzern der Region weiterhin gut angenommen. Die Tankstellen, insbesondere die in der Nürnberger Straße, werden auch von auswärtigen Erdgasfahrern gut genutzt. Wettbewerbssituation Gerade bei Haushalts- und Kleingewerbekunden nimmt der Wettbewerb durch neue Anbieter kontinuierlich zu. Aktuell nutzen rd. 150 verschiedene fremde Lieferanten neben dem eigenen Vertrieb der infra fürth gmbh das Stromnetz und rd. 100 Lieferanten das Gasnetz der infra fürth gmbh zur Energiebelieferung ihrer Kunden. Der Fremdmengenlieferanteil beläuft sich im Strombereich auf weniger als 15 % der nicht leistungsgemessenen Netzkundenmengen (i.W. Haushalte) und 54 % der leistungsgemessenen Netzkundenmengen (i.W. Industrie- und Gewerbekunden). Im Gasbereich sind es bei den nicht leistungsgemessenen Mengen ebenfalls weniger als 15 % und bei den leistungsgemessenen Mengen 30 %.

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Wasser Für die Fernwasserleitung (Planung und Bau 1967 bis 1969) von Allersberg (Gewinnungsgebiet) nach Fürth, welche rd. 45 % des für die Fürther Wasserversorgung benötigten Wassers bereitstellt, wurde eine Gefahrenpotentialanalyse mit anschließender Machbarkeitsstudie zur Umsetzung ausgeschrieben und vergeben. An der Umsetzung wird derzeit gearbeitet. Ein Abschluss der Arbeiten wird nicht vor 2020 erwartet. Wärme/Contracting Aufgrund sich veränderter Marktgegebenheiten (Stichwort: Gasbeschaffung auf EEX-Basis und eigenerzeugtes Bioerdgas) wurde im Herbst 2012 die Fernwärmepreisformel komplett neu aufgesetzt. Zusätzlich zu den bisherig bestehenden 120 Heizkesselund BHKW-Contracting-Anlagen werden laufend weitere Contracting-Modelle angeboten bzw. erarbeitet. Telekommunikation und Dienstleistungen Die Beteiligung an der M-net GmbH entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Sowohl 2013 als auch für die kommenden Jahre werden entsprechende Ausschüttungen erwartet. Unternehmensergebnis Trotz anspruchsvoller rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte bei der infra fürth gmbh im Geschäftsjahr 2013 das positive Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 14.987 Tsd. € (Vorjahr) auf 16.596 Tsd. € gesteigert werden. Aufgrund des mit der infra fürth holding gmbh bestehenden Ergebnisabführungsvertrags, in welchem die Bayernwerk AG die Stellung eines außenstehenden Gesellschafters einnimmt, wurden an die infra fürth holding gmbh 13.722 Tsd. € (Vorjahr 12.392 Tsd. €) abgeführt; die Bayernwerk AG erhält als Ausgleichszahlung 2.874 Tsd. € (Vorjahr 2.595 Tsd. €). Dementsprechend verbleibt in der infra fürth gmbh kein Jahresüberschuss. Die Umsatzerlöse erreichten im Jahr 2013 179.223 Tsd. € (Vorjahr 175.352 Tsd. €). Sowohl die Zuführungen als auch der Verbrauch der Mehrerlösabschöpfung, der periodenübergreifenden Saldierung und der Beträge des Regulierungskontos nach § 5 ARegV sind in den Umsatzerlösen umsatzerlösmindernd bzw. umsatzerlöserhöhend enthalten. Entsprechende Auflösungen werden dagegen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

In den einzelnen Sparten stellen sich die Umsatzerlöse (abzgl. Energiesteuer) im Geschäftsjahr 2013, Vorjahreswerte in Klammern, wie folgt dar: • Strom • Gas • Wasser • Fernwärme • Dienstleistungen 89.615 Tsd. € 52.714 Tsd. € 12.747 Tsd. € 7.496 Tsd. € 1.345 Tsd. € (82.799 Tsd. €) (54.629 Tsd. €) (13.112 Tsd. €) (6.422 Tsd. €) (1.990 Tsd. €) (16.400 Tsd. €)

• Sonstige Sparten 15.306 Tsd. €

Die Stromabsatzmengen (eigenes und fremdes Netz) sind um 11,4 % von 496,1 Mio. kWh auf nunmehr 439,4 Mio. kWh gesunken. Der Rückgang ist nahezu ausschließlich auf den Weggang eines größeren Kunden zurückzuführen. Die Gasabsatzmengen (eigenes und fremdes Netz) konnten um 4,3 % von 1.233,0 Mio. kWh auf 1.285,7 Mio. kWh gesteigert werden. Hauptursache war die im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung. Der Wasserabsatz sank leicht um 3,1 % von 7,0 Mio. m3 auf 6,8 Mio. m3. Die Wärmeabsatzmengen stiegen um rd. 5,7 % von 61,2 Mio. kWh auf 64,7 Mio. kWh. In den sonstigen und gemeinsamen Umsatzerlösen sind u.a. die Auflösung der passivierten Ertragszuschüsse mit 1.344 Tsd. € (Vorjahr 1.322 Tsd. €) und die Weiterverrechnung der EEG-/KWK-Erlöse mit 8.464 Tsd. € (Vorjahr 13.076 Tsd. €) enthalten. Die Konzessionsabgabezahlungen an Städte und Gemeinden im Versorgungsgebiet der infra fürth gmbh entsprechen den diesen Verpflichtungen zugrunde liegenden Absatz- bzw. Umsatzentwicklungen. Sie wurden, wie auch in den Vorjahren, in voller Höhe erwirtschaftet. Lage Das Bilanzbild zeigt die für Versorgungsbetriebe übliche Anlagenintensität. Das Anlagevermögen von 175.706 Tsd. € (Vorjahr. 167.580 Tsd. €) beläuft sich auf 68,7 % (Vorjahr 68,1 %) der Bilanzsumme. Die Erfüllung der Versorgungsaufgaben erforderte im Geschäftsjahr 2013 Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 17.130 Tsd. € (Vorjahr 20.553 Tsd. €), die aus Abschreibungsmitteln lediglich mit 63,5 % (Vorjahr 52,6 %) finanziert werden konnten. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände verteilten sich im Geschäftsjahr

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2013 (Vorjahreswerte in Klammern) auf die einzelnen Betriebszweige wie folgt: • Stromversorgung • Gasversorgung • Wasserversorgung • Wärmeversorgung • Gemeins. Anlagen 4.120 Tsd. € (8.320 Tsd. €) 3.261 Tsd. € (5.064 Tsd. €) 5.158 Tsd. € (3.894 Tsd. €) 2.123 Tsd. € (1.551 Tsd. €) 2.468 Tsd. € (1.724 Tsd. €)

schen und v.a. auch bezahlbaren Lösungen gesucht. Auch fehlt es in Deutschland an großflächigen Energiespeichern, „Stromautobahnen“ zum Energietransport und flexiblen Kraftwerken zum Ausgleich der Schwankungen bei der regenerativen Einspeisung. Die mit der eingeläuteten Energiewende erforderlichen Aufgaben können nur bewältigt werden, wenn alle erforderlichen Maßnahmen strategisch und effektiv koordiniert werden. Auch muss das bisherige Stromnetz von i.W. zentraler Großeinspeisung (z.B. Kohle, Gas- und Atomkraftwerke) auf den intelligenten Mix aus dezentraler und zentraler Stromeinspeisung umgestellt werden. Daher wird das effiziente Zusammenspiel zwischen Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Verbrauch zukünftig für eine nachhaltige Stromversorgung entscheidend sein, damit das Ziel der deutschen Energiepolitik – eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Energieversorgung, die auch in Zukunft Basis für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz in Deutschland sein muss – erreicht werden kann. Es wird nur gelingen, wenn von der Politik den Verbrauchern klar gemacht werden kann, dass, wer das regenerative Zeitalter befürwortet, sowohl die dafür notwendige Infrastruktur als auch entsprechend höhere Preise akzeptieren muss. Die infra fürth gmbh stellt sich weiterhin den aus dem Ausbau der regenerativen Energieerzeugung und den erforderlichen Netzinvestitionen bestehenden Herausforderungen, um ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland zu leisten. Erneuerbare Energien Im Bereich der Erneuerbaren Energien wird die 2010 begonnene verstärkte Investitionstätigkeit in den Bereichen Windenergie sowie Photovoltaik auch 2014 ff. fortgesetzt – jedoch in einem reduzierten Umfang, da die Wirtschaftlichkeit von am Markt verfügbaren Projekten aufgrund der derzeitigen Rahmenbedingungen oftmals nicht gegeben ist. Regulierung der Strom- und Gasnetze Das den Netzentgeltentscheidungen zugrunde liegende Prinzip der Kostenregulierung wurde zum 01.01.2009 durch die Festschreibung von Erlösobergrenzen (Anreizregulierung) ersetzt. Für die dritte Regulierungsperiode wird das Geschäftsjahr 2015 das Basisjahr für den Gasbereich zur Berechnung der Kostenbasis sein, während es für den Strombereich das Geschäftsjahr 2016 sein wird. Ergebnis wird die Berechnung eines zugestandenen Erlöspfades für das Gasbzw. Stromnetz für die Jahre 2018 ff. bzw. 2019 ff. sein.

Außerdem wurden 2.236 Tsd. € im Jahr 2013 in Finanzanlagen (Unternehmensbeteiligungen) investiert. Das Vermögen der infra fürth gmbh insgesamt erhöhte sich im Berichtsjahr auf 255.592 Tsd. € (Vorjahr 246.102 Tsd. €). Das Kapital der infra fürth gmbh setzt sich im Wesentlichen aus dem Eigenkapital von 67.782 Tsd. € (Vorjahr 67.282 Tsd. €), den Rückstellungen von 13.670 Tsd. € (Vorjahr 13.018 Tsd. €) und Verbindlichkeiten von 162.769 Tsd. € (Vorjahr 156.381 Tsd. €) zusammen. Auch 2013 stufte die Deutsche Bundesbank die infra fürth gmbh (aufgrund der Jahresabschlusszahlen 2012) wieder als notenbankfähig ein. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten. Prognosebericht Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Als Folge der Nuklearkatastrophe von Japan (Fukushima) im März 2011 wurden als Sofortmaßnahme sieben Atomkraftwerke vom Netz genommen. Abschließend wurde die sukzessive Abschaltung aller weiteren Atomkraftwerke in Deutschland bis 2022 beschlossen. Die verstärkte Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien erfordert ein intelligentes Lastmanagement innerhalb des Netzes. Derzeit steht in Deutschland regional inzwischen zeitweise mehr Strom aus Erneuerbaren Energien zur Verfügung, als verbraucht oder abtransportiert werden kann. An sonnen- und windreichen Tagen muss diese Stromeinspeisung daher abgeschaltet werden, um das Netz nicht zu überlasten und damit einen großflächigen Stromausfall zu vermeiden. An trüben und windarmen Tagen dagegen muss die Produktion aus konventionellen Kraftwerken hochgefahren werden, um insgesamt genug Strom einzuspeisen. Dies führt dazu, dass konventionelle Kraftwerke teilweise nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. Soweit es sich um systemrelevante Kraftwerke handelt, wird aktuell nach techni-

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Strom Der Strombedarf für das Gesamtjahr 2014 wurde über die RSV bereits 2013 vollständig sichergestellt. Derzeit wird verstärkt an der strukturierten Beschaffung (Portfoliomanagement) für den Strombedarf 2015 bis 2017 (Gesamtportfolio und Teilportfolios) gearbeitet. Durch die strukturierte Strombeschaffung mittels der RSV können die Preisentwicklungen aufgrund des stark volatilen Marktes genutzt werden und somit zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Erdgas Der Gasbezug erfolgt mittels der enPlus eG. Auch hier wird seit Oktober 2012 strukturiert beschafft. Von der N-ERGIE AG wurden drei Erdgastankstellen (davon zwei in Nürnberg und eine in Öttingen/Bayern) übernommen. Die infra fürth gmbh betreibt nunmehr sechs Erdgastankstellen mit einer Jahresabsatzmenge von rd. 6 Mio. kWh. Wasser In den nächsten Jahren sind neben der Sanierung der Fernwasserleitung auch der Bau einer neuen Aufbereitungsanlage für die Brunnen im Wasserwerk im Knoblauchsland vorgesehen. Wärme/Contracting Zusätzlich zu den bisherig bestehenden 120 Heizkesselund BHKW-Contracting-Anlagen werden laufend weitere Contracting-Modelle angeboten bzw. erarbeitet. Fazit Trotz politisch gewollten Verschärfungen im Strom- und Gasbereich und des immer stärker werdenden Wettbewerbs im Strom- und Gasmarkt (Stichwort: preisaggressive Mitbewerber bei stetig steigender Transparenz) wird aus heutiger Sicht bei der infra fürth gmbh mittelfristig weiter mit einer Umsatzrendite zwischen 8 % und 12 % gerechnet. Ob jedoch hieraus die Verlustbereiche Verkehr und Bäder auf Ebene der Muttergesellschaft infra fürth holding gmbh auch künftig ausgeglichen werden können, bleibt abzuwarten. Bericht zur Trennung der Rechnungslegung gemäß § 6b EnWG Der Jahresabschluss zum 31.12.2013 (Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung sowie Anhang) der infra fürth gmbh wurde gemäß § 6b EnWG entkonsolidiert.

Aus dem Jahresabschluss der infra fürth gmbh wurden folgende Tätigkeitsbereichsabschlüsse nach § 6b Absatz 3 EnWG entwickelt: • Elektrizitätsverteilung (Stromnetz) • andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors (Stromerzeugung- und -vertrieb) • Gasverteilung (Gasnetz) • andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors (Gaserzeugung und -vertrieb) • Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors (übrige Bereiche) Die infra fürth gmbh ist den weiteren Bereichen, welche in § 6b Absatz 3 EnWG noch aufgeführt sind (Elektrizitätsübertragung, Gasfernleitung, Gasspeicherung und Betrieb von LNG-Anlagen) nicht tätig. Die jeweiligen Zuordnungen erfolgten grundsätzlich aufgabenbedingt. Soweit eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeitsbereichen nur mit unvertretbarem Aufwand möglich gewesen wäre, wurden diese Zuordnungen mit Hilfe sachgerechter Schlüsselungen vorgenommen. Chancenbericht Kommunale Versorger stehen aufgrund der Energiewende vor einer Renaissance. Der erforderliche dezentrale Ausbau der Erzeugerkapazitäten kann effektiv durch sie mitbewerkstelligt werden. Hierdurch könnte die Notwendigkeit eines massiven Netzausbaus abgemildert werden. Laut einer aktuellen vom BDEW zitierten Emnid-Umfrage wollen zudem 84 % der befragten Bundesbürger eine stärkere Rolle der kommunalen Versorger auf dem Energiemarkt. Der BDEW sieht den Marktanteil der Stadtwerke von derzeit 9,2 % auf mindestens 20 % bis 2020 verdoppelt. Hierin sieht auch die infra fürth gmbh ihre Chance, als solider zuverlässiger Partner ihren Kundenkreis weiter ausbauen zu können. Risikobericht Das Risikomanagementsystem wird bei der infra fürth gmbh als ein wichtiger integraler Bestandteil der Unternehmensführung verstanden. In diesem Sinne ist das Risikomanagement als ein Baustein in die Unternehmensprozesse integriert. Ziel ist die frühzeitige Erkennung, Analyse und systematische Klassifizierung und Bewertung von negativen Folgen auf einzelne Unternehmensbereiche oder auf das Gesamtunternehmen. Durch das implementierte Risikomanagementsystem werden Risiken mit unterschiedlichen Ursachen gesteuert. Ausgehend von der strategischen Positionierung werden neben den operativen Risiken, wie zum Beispiel Erzeugungsrisiken und Netzrisiken, insbesondere die mit der

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Liberalisierung der Energiemärkte einhergehenden Veränderungen der Risikolandschaft berücksichtigt. Dadurch stehen verstärkt Energiehandels-, Markt- und Bonitätsrisiken in der Betrachtung des Risikomanagements. Um den Ordnungsrahmen für das Risikomanagementsystem sicherzustellen, sind Verfahrensweisen und Verantwortlichkeiten in einem Risikomanagementleitfaden eindeutig geregelt und festgelegt. Im Rahmen der systematischen permanenten Risikoinventur werden die Risiken hinsichtlich ihrer potenziellen Schadenshöhe sowie der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und als regelmäßiges quartalsmäßiges Risikoreporting den jeweiligen Aufsichtsgremien mitgeteilt. Sofern Risiken und Neueinschätzungen bekannt werden sollten, welche die Liquidität oder den Bestand des Unternehmens akut bedrohen, ist ein Ad-hoc-Bericht an die jeweiligen Aufsichtsgremien vorgesehen. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir nach wie vor folgenden Risikokategorien: Politisch-rechtliche Risiken Von den politischen Rahmenbedingungen wird nach wie vor ein erheblicher Einfluss auf die Energiewirtschaft ausgeübt. Durch die Anreizregulierung, verschärfte Kartellvorschriften und wachsende Investitionsunsicherheit im Bereich der Energieerzeugung können die entsprechenden Auswirkungen auf die infra fürth unternehmensgruppe zum heutigen Zeitpunkt nur vage abgeschätzt werden. Operative Risiken Am Strommarkt sind wir Absatzmengen- und Preisrisiken ausgesetzt. Die Großhandelspreise sind auch nach den erheblichen Verwerfungen im Rahmen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise nach wie vor überaus stark volatil mit einer steigenden Tendenz. Angesichts eines immer stärker werdenden Verdrängungswettbewerbs bleibt das Wettbewerbsrisiko daher sehr hoch. Wir stellen uns dem Wettbewerb mit innovativen kundenspezifischen Lösungen und einer konsequenten Kostenorientierung. Um Marktpreis- und Kreditrisiken durch den Einsatz von Instrumenten zur strukturierten Strom- und Gasbeschaffung (unter Zuhilfenahme der RSV und der enPlus) zu begrenzen, vergeben wir Risikolimite, deren Ausnutzung wir kontinuierlich überwachen. Des Weiteren wird regelmäßig über das Handelsgeschehen, den Handelserfolg sowie über die Ausnutzung und Einhaltung der vorgegebenen Limite berichtet. Damit kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch Einkaufspreise entstehen, die so nicht am Absatzmarkt realisiert werden können.

In der mittelfristigen Finanzplanung wird investitionsbedingt weiter mit einem Anstieg von verzinsten langfristigen Verbindlichkeiten und damit auch der entsprechenden Zinsbelastung gerechnet. Bestandsgefährdende Risiken wurden bei der Katalogisierung nicht identifiziert. Finanzrisikoberichterstattung gemäß § 289 Absatz 2 Nr. 2 HGB In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Kreditverträge mit variabler Verzinsung enthalten. Zur Absicherung des in die Zukunft reichenden Zinsänderungsrisikos wurden diese Kredite mit Swaps, Caps und Collars zinsgesichert. Des Weiteren wurden sowohl bestehende Kreditverträge mit Festzinsvereinbarung als auch bei einem Teil der bis 2014 noch abzuschließenden Kreditverträge im Hinblick auf das inhärente Zinsänderungsrisiko nach dem Ablauf der Zinsfestbindung zinsgesichert. Damit werden die internen Voraussetzungen für die Planbarkeit und Stetigkeit sowohl bei den Finanzverbindlichkeiten als auch für Investitionsentscheidungen erfüllt. Eine Vorsorge für Ausfallrisiken auf der Forderungsseite wird durch die Vornahme von Einzel- und Pauschalwertberichtigung getroffen.

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Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH

Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH
Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4800 Telefax: 0911/9704 4801 Internet: www.stadtverkehr-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth verkehr gmbh VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Tsd. € 12,3 12,7 25,0 % 49,0 51,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Klaus Dieregsweiler-Grünsfelder Elmar Maier Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Herr Dieregsweiler-Grünsfelder ist Beschäftigter der infra fürth verkehr gmbh und erhielt aus seiner Organstellung als SBG-Geschäftsführer im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 4.800 €. Herr Maier ist Beschäftigter der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft; aus seiner Organstellung als SBG-Geschäftsführer erhielt er im Jahr 2013 keine Bezüge. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 112 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 79 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck ist der Betrieb und das Management von öffentlichen Verkehrsmitteln und Verkehrsanlagen im Busbereich auf den Verkehrsgebieten Nürnberg und Fürth mit grenzüberschreitenden Linien und auf dem jeweiligen Verbundgebiet des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 9.752 6 9.758 -5.912 -3.817 -26 -9.755 3 0 0 0 3 -11 0 -11 -8 2012 Tsd. € 9.741 66 9.807 -7.122 -2.667 -13 -9.802 5 0 0 0 5 -4 0 -4 1 2011 Tsd. € 8.121 33 8.154 -7.004 -1.141 -9 -8.154 0 2 0 2 2 -1 0 -1 1 2010 Tsd. € 7.611 14 7.625 -6.923 -694 -9 -7.626 -1 0 0 0 -1 -1 0 -1 -2 *) Tsd. €

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für das Geschäftsjahr 2009 entfallen die Werte, da die infra fürth verkehr gmbh erst seit 01.01.2010 Anteile an der Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH hält.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 15 700 0 715 16 235 464 0 715 30 1 0 2012 Tsd. € 0 535 0 535 25 108 402 0 535 32 25 0 2011 Tsd. € 0 349 0 349 24 37 288 0 349 27 24 0 2010 Tsd. € 0 487 0 487 23 43 421 0 487 31 23 0 *) Tsd. €

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

33 0 34

5 0 0

-4 0 0

6 0 0

*) Für das Geschäftsjahr 2009 entfallen die Werte, da die infra fürth verkehr gmbh erst seit 01.01.2010 Anteile an der Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH hält.

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Insgesamt entspricht die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Abschluss des Geschäftsjahres 2013 den Erwartungen. Ertragslage Das von der SBG angebotene Leistungsspektrum wurde in vollem Umfang im Auftrag der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG), Nürnberg, und der infra fürth verkehr gmbh (infra), Fürth, erbracht. Die notwendigen Betriebsmittel und Managementleistungen haben die VAG und die infra der SBG gegen ein angemessenes Entgelt zur Ver-

fügung gestellt. Im Gegenzug erhielt die SBG für ihre gegenüber der VAG und der infra erbrachten Leistungen eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Die Umsatzerlöse betragen in 2013 insgesamt 9.752 Tsd. € (Vorjahr 9.741 Tsd. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 6 Tsd. € (Vorjahr 66 Tsd. €). Dagegen stehen Aufwendungen für bezogene Leistungen von 5.912 Tsd. € (Vorjahr 7.122 Tsd. €), Personalaufwendungen in Höhe von 3.817 Tsd. € (Vorjahr 2.667 Tsd. €) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von 26 Tsd. € (Vorjahr 13 Tsd. €). Ursächlich für die Steigerung des Personalaufwands sind die in 2013 weiterhin erfolgten Neueinstellungen in der Gesellschaft. Insgesamt schließt die SBG das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -8 Tsd. € (Vorjahr Jahresüberschuss von 1 Tsd. €). Finanzlage Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der Städtischen Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung

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(StWN), Nürnberg, eingebunden, so dass die Liquiditätsentwicklung darüber gesteuert wird. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist damit jederzeit gewährleistet. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg um 180 Tsd. € auf 715 Tsd. €. Wesentlicher Grund dafür war auf der Aktivseite die Zunahme der sonstigen Forderungen aus Konzernverrechnungen und auf der Passivseite ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Gesellschaftern. Die Eigenkapitalquote beträgt 2,3 % (Vorjahr 4,6 %). Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres wurden keine Risiken oder Vorgänge von besonderer Bedeutung identifiziert, die den Fortbestand des Unternehmens oder die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage wesentlich beeinträchtigen. Prognosebericht Die VAG und die infra werden auch weiterhin die Hauptauftraggeber für die SBG sein. Im Rahmen der Neuausrichtung der Bus Nürnberg BNG GmbH, Nürnberg, wird zum 01.01.2014 ein Teil des Personals von der SBG übernommen. Im Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2014 wird von Umsatzerlösen und Aufwendungen auf Vorjahresniveau ausgegangen sowie mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.

Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement-System der StWN integriert, wodurch mögliche Risiken identifiziert und in entsprechende Risikokategorien differenziert eingeteilt werden können. Bestandsgefährdende Risiken, die die künftige Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen, sind nicht erkennbar. Durch die spezifizierte, vorliegende Vertragsgestaltung mit der VAG und der infra ist die Grundauslastung der Gesellschaft hinsichtlich der Verkehrsleistungen gesichert und somit die Chance gegeben, dass die betriebswirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft nahezu als stabil einzuschätzen ist.

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Rothenburger Straße 9 90443 Nürnberg Telefon: 0911/27075 0 Telefax: 0911/27075 50 Internet: www.vgn.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth verkehr gmbh VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft DB Regio AG Erlanger Stadtwerke Stadtverkehr GmbH Omnibusverkehr Franken GmbH GkV Gesellschaft kommunaler Verkehrsunternehmen im VGN GbR Gesellschaft privater Verkehrsunternehmen im VGN mbH BVB Bayreuther Verkehrsund Bäder-GmbH Stadtverkehr Schwabach GmbH Tsd. € 6,0 14,0 8,0 6,0 6,0 4,0 4,0 2,0 2,0 52,0 % 11,5 26,9 15,4 11,5 11,5 7,7 7,7 3,9 3,9 100,0 • den Gemeinschaftstarif (Verbundtarif) und die Beförderungsbedingungen zu erstellen und weiterzuentwickeln, • die Einnahmen aus dem Verbundtarif nach Maßgabe des Einnahmenaufteilungsvertrags zu erfassen und aufzuteilen, • das Einnahmenaufteilungsverfahren sachgerecht fortzuentwickeln, • Marketingleitlinien und einen Marketingplan aufzustellen und fortzuschreiben, • Konzepte und Richtlinien für ein einheitliches Abfertigungsverfahren – Vertrieb, Verkauf, Fahrgastkontrollen – zu schaffen, • Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Information und Verkaufsförderung für den Verbundverkehr zu betreiben, • durch Marktuntersuchungen Daten zur Kenntnis der Markterfordernisse zu gewinnen, • die durch die Einführung des Verbunds entstehenden Verluste zu ermitteln und fortzuschreiben, • den verbundbedingten Aufwand zu erfassen und • ein Konzept zur Aufteilung der Vertriebskosten der Verbundunternehmen zu entwickeln. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Jürgen Haasler Andreas Mäder Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Dem Anhang zum Jahresabschluss war zu entnehmen, dass die Geschäftsführer im Jahr 2013 jeweils und mit gleicher Einstufung Bezüge in Anlehnung an die Bundesbesoldungsordnung B erhielten. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 38 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 37 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Im Auftrag ihrer Gesellschafter oder der durch sie vertretenen Verkehrsunternehmen, der übrigen im Verbund tätigen Verkehrsunternehmen, des Grundvertrags-Ausschusses (GA) und des Zweckverbands Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (ZVGN) erfüllt die Verbundgesellschaft Aufgaben des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Verbundgesellschaft hat in Abstimmung mit den vorstehend genannten Verkehrsunternehmen • Verkehrserhebungen durchzuführen, • dem Verbundzweck dienende Verkehrsuntersuchungen und Verkehrsplanung zu betreiben, • Verkehrsbedienungs- und Produktkonzepte zu erstellen, • das Liniennetz und das betriebliche Leistungsangebot für den Verbundverkehr zu koordinieren sowie einen Verbundfahrplan herauszugeben,

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 5.129 1.405 6.534 -1.276 -2.820 -121 -2.316 -6.533 1 0 0 0 1 0 0 -1 -1 0 2012 Tsd. € 6.770 1.364 8.134 -2.917 -2.653 -127 -2.436 -8.133 1 0 0 0 1 0 0 -1 -1 0 2011 Tsd. € 4.851 1.230 6.081 -1.198 -2.606 -133 -2.148 -6.085 -4 5 0 5 1 0 0 -1 -1 0 2010 Tsd. € 4.932 1.297 6.229 -1.346 -2.613 -131 -2.140 -6.230 -1 4 -1 3 2 -1 0 -1 -2 0 2009 Tsd. € 4.838 1.123 5.961 -1.252 -2.416 -123 -2.170 -5.961 0 2 -1 1 1 0 0 -1 -1 0

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 352 513 76 941 52 357 532 0 941 18 -376 0 2012 Tsd. € 311 722 30 1.063 52 355 656 0 1.063 427 -289 0 2011 Tsd. € 370 816 32 1.218 52 519 647 0 1.218 23 -283 0 2010 Tsd. € 374 1.039 23 1.436 38 442 956 0 1.436 51 -359 0 2009 Tsd. € 288 1.167 20 1.475 38 334 1.103 0 1.475 65 -270 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-247 0 191

262 0 68

-2 0 148

889 0 228

-330 0 326

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie im Vorjahr, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main/Nürnberg, bestellt. Die Abschlussprüfung für die Jahre 2009, 2010 und 2011 war durch die KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2013 um 0,4 % höher als im Vorjahr. Wichtigster Faktor für das moderate Wachstum waren die privaten und staatlichen Konsumausgaben. Die Bruttoinvestitionen, die sich aus den Bruttoanlageinvestitionen und den Vorratsveränderungen zusammensetzen, lieferten keine positiven Wachstumsimpulse. Vom Außenbeitrag, der aus der Differenz zwischen Exporten und Importen resultiert, ging gar ein negativer Einfluss auf die Wirtschaftsentwicklung aus.

Das Statistische Bundesamt teilte weiter mit, dass die Wirtschaftsleistung nach vorläufigen Berechnungen im Jahresdurchschnitt von 41,8 Mio. Erwerbstätigen erbracht wurde. Das entspricht einem Anstieg von 0,6 % zum Vorjahr. Die Zahl der Erwerbslosen ging nach Schätzungen um 1,6 % auf knapp 2,3 Mio. Personen zurück. Die Verbraucherpreise stiegen nach den Informationen des Statistischen Bundesamts im Durchschnitt des Jahres 2013 um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. Verkehrsdienstleistungen verteuerten sich dabei für Verbraucher mit +2,6 % überdurchschnittlich, maßgeblich beeinflusst von der Preisentwicklung für kombinierte Personenbeförderungsleistungen in Verkehrsverbünden (+3,6 %) und für die Personenbeförderung im Schienenverkehr (+2,9 %). Nach Mitteilungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) sowie des statistischen Bundesamts ist bei den Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Deutschland im Jahr 2013 im Vergleich zum Jahr 2012 von einem Anstieg um 0,8 % auszugehen. Die Zuwächse im Eisenbahn- sowie im Straßenbahn- und U-Bahnverkehr waren dabei etwa doppelt so hoch wie im Busverkehr. Für die Fahrgeldeinnahmen der deutschen ÖPNV-Unternehmen meldet der VDV einen Anstieg um 3,3 %.

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Die von den Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) im Jahr 2013 erzielten Fahrgeldeinnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % auf 299,3 Mio. €. Zum 01.01.2013 wurde neben einer allgemeinen Anhebung der Fahrpreise um durchschnittlich 3,37 % in der Stadt Erlangen ein Wechsel von der Tarif-/Preisstufe K zur Tarif-/Preisstufe Z vorgenommen. Nach vorläufigen Ergebnissen entsteht den Verkehrsunternehmen im VGN aus der Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs im Jahr 2013 ein Fehlbetrag von 290,2 Mio. € (Vorjahr 292,4 Mio. €). Der Aufwanddeckungsgrad verbessert sich voraussichtlich auf einen Wert von 55,4 % (Vorjahr 54,8 %). Geschäftsverlauf der VGN GmbH Die Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH (VGN GmbH) hat im Geschäftsjahr 2013 die ihr nach den bestehenden Verträgen übertragenen Aufgaben des öffentlichen Personennahverkehrs erfüllt. Im Auftrag der Gesellschafter oder der durch sie vertretenen Verkehrsunternehmen, des Grundvertrags-Ausschusses und des Zweckverbands Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (ZVGN) wurden Aufgaben auf den Gebieten Planungsgrundlagen, konzeptionelle Verkehrsplanung, SPNVPlanung, Fahrplan, Nahverkehrsplan, Bauleit- und Objektplanung sowie der Weiterbildung des Verbundtarifs und Marketing wahrgenommen. Neben der generellen Wirtschaftsplanung wurden die Einnahmen aus dem Verbundtarif nach Maßgabe des Einnahmenaufteilungsvertrags erfasst und aufgeteilt. Die Bearbeitung der im Jahr 2012 von der Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH (WVI) durchgeführten verbundweiten Fahrgastbefragung wurde fortgeführt. Im Rahmen der Marketingstrategie wurden Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Information und Verkaufsförderung für den Verbundverkehr betrieben. Informations- und Auskunftsdienste wurden neu- und weiterentwickelt sowie Marktforschungsuntersuchungen durchgeführt. Darüber hinaus wurde im Laufe des Jahres 2013 auf Wunsch der Gesellschafter für die Fortschreibung der Einnahmenaufteilung ein neues Sachgebiet eingerichtet und besetzt, um gegenüber der bisher extern vergebenen Bearbeitung schnellere und transparentere Einnahmenaufteilungsberechnungen zu erhalten. Im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen mit 10 (Vorjahr 10) Landkreisen und fünf (Vorjahr fünf) Städten wurden lokale Nahverkehrspläne bearbeitet. Die Datenpflege und Fortschreibung der Datenbasis für intermodale Verkehrsuntersuchungen und Auswertungen im Großraum Nürnberg (DIVAN) erfolgt im Auftrag des ZVGN. Für die laufenden Entscheidungsprozesse bei den an einem Beitritt interessierten Gebietskörperschaften in Oberfran-

ken und in der Oberpfalz wurden weitere Informationen erarbeitet und diesen zur Verfügung gestellt. Ertragslage Zur Deckung der durch die Erfüllung ihrer Aufgaben entstehenden Aufwendungen erhält die VGN GmbH gemessen an den Gesamttarifeinnahmen für jedes Geschäftsjahr einen festen Prozentsatz zugewiesen (§ 7 Absatz 1 Gesellschaftsvertrag). Die Gesellschafter und die durch Assoziierungsverträge integrierten Verkehrsunternehmen vergüten im Rahmen dieses Budgets die durch eigene Erträge, Zuwendungen und Zuschüsse nicht gedeckten Aufwendungen der VGN GmbH (§ 7 Absatz 5 Gesellschaftsvertrag und § 12 Assoziierungsverträge). Die Aufwandserstattung im Jahr 2013 beträgt 4.502 Tsd. €. Sie ist damit um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Bezogen auf die im Jahr 2013 erzielten Bruttofahrgeldeinnahmen errechnet sich ein realisierter Budgetprozentsatz von 1,50 %. Der genehmigte Wirtschaftsplan der VGN GmbH für das Jahr 2013 sah einen Budgetprozentsatz von 1,77 % vor. Aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der im Jahr 2012 laufenden verbundweiten Fahrgastzählung und -befragung sowie zur Untersuchung der Auswirkungen eines möglichen Anschlusses an den VGN entstanden, resultieren Erträge in Höhe von insgesamt 246 Tsd. €. Die Finanzierung der Aufwendungen für die Verkehrserhebung 2012 durch die Gesellschafter und assoziierten Verkehrsunternehmen erfolgte gesondert außerhalb der Budgetierung. Nach Abschluss der Feldarbeit im Jahr 2012 fielen im Jahr 2013 deutlich geringere Aufwendungen und damit auch Erträge an. Die Erträge aus dem Verkauf von Fahrplanbüchern betragen im Jahr 2013 25 Tsd. € und sind damit 19,4 % niedriger als im Vorjahr. Der Verkaufspreis für das ab 15.12.2013 gültige und wiederum aus zwei Bänden bestehende Jahresfahrplanbuch 2014 beträgt unverändert 4,00 €. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Absatzentwicklung wurde bei der Herstellung der Bücher bereits die Auflage verringert. Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen i.W. die Finanzierung der Datenpflege und Fortschreibung von DIVAN durch den ZVGN und die Autobahndirektion Nordbayern, die Kostenbeiträge der Landkreise und Städte für die Bearbeitung der lokalen Nahverkehrspläne, die Finanzierung von Untersuchungen zur Stadt-Umland-Bahn (StUB) Erlangen, zur Hesselbergbahn und zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 nach Stein durch betroffene Gebietskörperschaften und den ZVGN. Enthalten sind auch die Erträge aus der Belieferung von assoziierten Verkehrsunternehmen mit Fahrausweisen und anderem Vertriebsmaterial. Insgesamt sanken die sonstigen Umsatzerlöse

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gegenüber dem Jahr 2012 um 3,8 % auf 356 Tsd. € im Jahr 2013. Aus der Auflösung von Rückstellungen entstanden 2013 Erträge in Höhe von insgesamt 26 Tsd. € (Vorjahr 20 Tsd. €). Die zum 31.12.2012 gebildete Rückstellung für Zuschussrückzahlungen wurde nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen. Auch die Aufwendungen für die Wartung des Infomobils, die Erstellung des Verbundberichts, die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2012 und die Beiträge zur Berufsgenossenschaft waren geringer als die jeweiligen Rückstellungsbeträge. Auf der Basis des Kooperationsvertrags gewährt der ZVGN Zuschüsse zu den Personal- und Sachaufwendungen sowie zu den Aufwendungen von Marketingmaßnahmen. Die Zuschüsse im Jahr 2013 betragen insgesamt 1.327 Tsd. € und sind damit um 3,5 % höher als im Vorjahr. Die Entwicklung beruht dabei hauptsächlich auf höheren Personal- und Sachaufwendungen in den Sachgebieten, die der Bemessung der Zuschüsse hierfür zugrunde liegen. Periodenfremde Erträge ergaben sich aus der Abrechnung der Beiträge zur Künstlersozialversicherung für das Jahr 2012 sowie aus Lieferantengutschriften. Aus der Weiterverrechnung von Selbstkosten für Softwarewartung und -lizenzen, der Einlage der Gesellschafter zum Verlustausgleich sowie aus buchungstechnischen Gründen im Zusammenhang mit der Besteuerung von Sachbezügen resultieren andere sonstige betriebliche Erträge. Diese betrugen im Jahr 2013 in Summe 48 Tsd. € (Vorjahr 55 Tsd. €). Insgesamt sanken die Erträge um 19,7 % gegenüber dem Vorjahr auf 6.534 Tsd. €. Dieser deutliche Rückgang ist vor allem auf die Finanzierung der Erhebungsaufwendungen für die Fahrgastbefragung 2012 zurückzuführen. Im Jahr 2013 fielen im Zusammenhang mit der verbundweiten Fahrgastbefragung 2012 für Folgearbeiten, wie Datenaufbereitung und Plausibilitätsprüfungen, deutlich geringere Aufwendungen an als noch im Jahr 2012, in dem sich insbesondere der hohe Personaleinsatz bei der Feldarbeit für diese Erhebung auswirkte. Vor allem deshalb sank der Materialaufwand insgesamt auf weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. Außerdem waren auch die Aufwendungen für Gutachten zu Infrastrukturplanungen, die im Auftrag von betroffenen Gebietskörperschaften oder dem ZVGN vergeben wurden, geringer als im Vorjahr. Der Personalaufwand war mit 2.820 Tsd. € 6,3 % höher als im Vorjahr. Im Jahresmittel waren ohne Geschäftsführung 38 (Vorjahr 37) Mitarbeiter beschäftigt. Darin sind

durchschnittlich sechs (Vorjahr sieben) Teilzeitbeschäftigte enthalten. Die auf Vollzeitkräfte umgerechnete Zahl der Aushilfskräfte ergibt im Jahresdurchschnitt wie im Vorjahr einen Mitarbeiter. Aufgrund des Ergebnisses der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst vom 31.03.2012 erhöhten sich die Tabellenentgelte des TVöD ab 01.01.2013 und ab 01.08.2013 jeweils um 1,4 %. Im Rahmen des vereinbarten kontinuierlichen Ausbaus der leistungsorientierten Bezahlung stieg das Volumen für das Leistungsentgelt auf 2,0 % (Vorjahr 1,75 %) der ständigen Monatsentgelte des Vorjahres. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen im Jahr 2013 121 Tsd. €. Sie sind damit um 4,7 % geringer als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 4,9 % auf 2.316 Tsd. €. Ausschlaggebend sind i.W. die gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Aufwendungen für Werbung und Inserate sowie für Leiharbeitnehmer im Rahmen von Arbeitnehmerüberlassungsverträgen. Die Summe der Aufwendungen ist mit 6.533 Tsd. € nur geringfügig niedriger als die Summe der Erträge. Dem sich daraus errechnenden positiven Betriebsergebnis stehen sonstige Steuern in gleicher Höhe gegenüber, wodurch sich letztlich, wie aufgrund der vertraglichen Regelungen vorgegeben, ein ausgeglichenes Jahresergebnis ergibt. Vermögenslage In Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erfolgten im Geschäftsjahr 2013 Brutto-Investitionen in Höhe von 191 Tsd. €. Die Netto-Investitionen, definiert als Brutto-Investitionen abzüglich zugegangener GVFG-Mittel, lagen im Berichtsjahr bei 162 Tsd. €. Die Anlagenzugänge der immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Softwarelizenzen für Verkehrsplanungs-, Graphik-, Virtualisierungs- und Betriebssystemprogramme, für Module der Fahrplan- und Auskunftssysteme sowie eine Anzahlung für Lizenzen im Zusammenhang mit dem Releasewechsel bei der Fahrplansoftware auf DIVA4. Die zugegangene Betriebs- und Geschäftsausstattung umfasst i.W. die Beschaffung von Büroeinrichtung, einer zusätzlichen Klimaanlage für den Serverraum, von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten sowie von Ausstattungen des Infostands. Für das im Jahr 2010 in Betrieb genommene spracherkennende Auskunftssystem EFAspeech gewährte der Freistaat Bayern eine weitere Zuwendung aus GVFG-Mitteln. Die Kosten für die Beschaffung eines neuen Servers für DIVAN wurden gemäß dem Vertrag zu Datenpflege und Betrieb vom ZVGN und der Autobahndirektion Nordbayern erstattet. Die empfangenen Kapitalzu-

101

schüsse wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Das bilanzielle Gesamtvermögen der VGN GmbH beträgt am 31.12.2013 941 Tsd. € und ist damit um 11,5 % geringer als zum Vorjahresstichtag. Der Rückgang betrifft auf der Aktivseite vor allem den Bestand an flüssigen Mitteln, auf der Passivseite wirken sich niedrigere Verbindlichkeiten aus. Die Restbuchwerte zum 31.12.2013 betragen 352 Tsd. €. Das Anlagevermögen erhöhte sich damit um 41 Tsd. € oder 13,2 % zum Vorjahr. Der Wert der Anlagenzugänge lag über dem Betrag der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind am Bilanzstichtag mit 452 Tsd. € 75,2 % höher als im Jahr davor. Deutlich höhere Forderungen gegen Gesellschafter sind aufgrund der erst zum Jahresende erfolgten Weiterverrechnung der Aufwendungen für die Verkehrserhebung 2012 sowie im Zusammenhang mit der Endabrechnung der Aufwandsvergütung für das Jahr 2013 zu verzeichnen. Der Wert des Bestands an Fahrausweisen, Fahrplanbüchern und sonstigen Vorräten hat sich etwas erhöht und beträgt 43 Tsd. €. Der Bestand an flüssigen Mitteln war mit 18 Tsd. € deutlich niedriger als im Vorjahr. Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt um 28,9 % verringert. Vor allem aufgrund einer Vorauszahlung für eine Telefonbefragung von Schülern, Auszubildenden und Studenten zu ihrem Kaufverhalten in Bezug auf VGN-Fahrausweise betragen die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten 76 Tsd. € und sind 46 Tsd. € oder 153,3 % höher als im Vorjahr. Das Eigenkapital beträgt nach der Kapitalerhöhung im Jahr 2011 unverändert 52 Tsd. €. Bei einer Verringerung der Bilanzsumme um 11,5 % ergibt sich ein leichter Anstieg der Eigenkapitalquote von 4,9 % im Vorjahr auf 5,5 % zum Jahresende 2013. Die für ungewisse Verbindlichkeiten gebildeten Rückstellungen umfassen Aufwendungen zur Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses, Aufwendungen aus Resturlaubsansprüchen, Gleitzeit- und Überstundenüberhängen, das noch auszuzahlende Leistungsentgelt und Abschlussvergütungen, Aufwendungen für die Berufsgenossenschaftsbeiträge, für Fremdleistungen sowie die voraussichtliche Rückzahlung von Zuschüssen. Die zum 31.12.2013 bestehenden Rückstellungen sind mit 357 Tsd. € nur wenig höher als im Vorjahr. Der leichte Anstieg betrifft i.W. die Rückstellung für Zuschussrückzahlungen und bei den sonstigen Rückstellungen die ausstehende Verbrauchsabrechnung für die Kopiergeräte. Die

Rückstellungen für die Personalkosten blieben insgesamt annähernd gleich hoch. Die Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstigen Verbindlichkeiten. Sie betragen zum Bilanzstichtag insgesamt 532 Tsd. € und sind damit 18,9 % niedriger als im Vorjahr. Finanzlage Vierteljährliche Zuschusszahlungen des ZVGN auf der Grundlage des Kooperationsvertrags und Abschlagszahlungen der Gesellschafter sowie der Verkehrsunternehmen mit Assoziierungsverträgen zur Finanzierung der nicht gedeckten Aufwendungen gemäß Gesellschaftsvertrag und der Assoziierungsverträge dienten zur Sicherung der Liquidität. Entsprechend den vertraglichen Regelungen weist die VGN GmbH ein ausgeglichenes Jahresergebnis auf. Die mit der Stadtsparkasse Nürnberg vereinbarte Kreditlinie über 150 Tsd. € für Kontokorrentkredite wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen. Eine einmalige kurzfristige Kreditaufnahme von 100 Tsd. € erfolgte über das Cash-Pooling der StWN im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrags. Chancen und Risiken Durch die vertraglich gesicherte Refinanzierung der nicht gedeckten Aufwendungen im Rahmen des vorgegebenen Budgets durch die Gesellschafter und den mit Assoziierungsvertrag integrierten Verkehrsunternehmen besteht ein Zusammenhang zwischen Aufwandsentwicklung und Entwicklung der Umsatzerlöse. Aufgrund dieser vertraglichen Situation der Gesellschaft bestehen keine Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, oder solche mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage. Markt- und Absatzrisiken für die im Rahmen der bestehenden Verträge für Gesellschafter, assoziierte Verkehrsunternehmen, den ZVGN und Gebietskörperschaften erbrachten Leistungen sind nicht erkennbar, auf die Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems wurde daher verzichtet. Chancen mit Blick auf eine Gewinnerzielung bieten sich aufgrund der bestehenden vertraglichen Rahmenbedingungen allerdings ebenfalls nicht. Ausblick Aufgrund der weiterhin gültigen vertraglichen Regelungen wird sich auch künftig ein ausgeglichenes Jahresergebnis ergeben. Im Zusammenhang mit der verbundweiten Fahrgastbefragung im Jahr 2012 werden im Jahr 2014 nochmals Auf-

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wendungen in Höhe von rd. 219 Tsd. € erwartet, die sich in gleicher Höhe im Materialaufwand und aufgrund der Weiterverrechnung an die Gesellschafter und assoziierten Verkehrsunternehmen bei den Umsatzerlösen niederschlagen. Aufwandssteigerungen resultieren v.a. aus der geplanten Umsetzung der verbundweiten elektronischen Fahrscheinkontrolle. Die Finanzierung der Aufwendungen und Investitionen hierfür erfolgt im Rahmen der Budgetierung. Bei der Tariffortschreibung zum 01.01.2014 wurde dazu ein Aufschlag von 0,2 Prozentpunkten auf den Steigerungssatz vorgenommen. Aus dem Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst, der ab März 2014 zur Verhandlung ansteht, werden Kostensteigerungen im Personalbereich erwartet. Weitere Aufwandssteigerungen sind aus den Stellenschaffungen und -besetzungen gegen Ende des Jahres 2013 und Anfang des Jahres 2014 absehbar. Die Refinanzierung der Aufwendungen ist aufgrund der bestehenden vertraglichen Regelungen gesichert. Entsprechend dem genehmigten Wirtschaftsplan für das Jahr 2014 werden Umsatzerlöse in Höhe von 6.488 Tsd. € erwartet. Das entspricht einem Anstieg um 26,5 % gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Budgetprozentsatz für die Aufwandsvergütung durch die Gesellschafter und assoziierten Verkehrsunternehmen beträgt laut Wirtschaftsplan im Jahr 2014 1,93 % der erwarteten Bruttofahrgeldeinnahmen. Im Rahmen des Wirtschaftsplanes 2014 sind Investitionen von rd. 505 Tsd. € vorgesehen. Der Anstieg gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr um 211,7 % resultiert i.W. aus der geplanten Beschaffung der Systeme für die verbundweite elektronische Fahrscheinkontrolle, weiteren Investitionen im Rahmen des Releasewechsels bei der Fahrplansoftware sowie aus geplanten Erweiterungen und Anpassungen der eingesetzten Fahrplan- und Auskunftssysteme.

Mit dem Wirtschaftsplan für 2014 wurde auch eine mittelfristige Vorschau für die Jahre 2015 und 2016 vorgelegt. Gemäß diesen Planungen ist bei den Umsatzerlösen weiter ein starker Anstieg um jährlich zwischen 10 % und 20 % zu erwarten. Der Budgetprozentsatz, das Verhältnis der Aufwandsvergütung durch die Verkehrsunternehmen zu den erwarteten Fahrgeldeinnahmen, wird nach den bisherigen Planungen im Jahr 2015 1,95 % und im Jahr 2016 1,89 % betragen. Mögliche Erweiterungen des Verbundgebiets in Ober- und Unterfranken, der Oberpfalz und in Schwaben wurden im gesamten Planungszeitraum nicht berücksichtigt. Diese würden sich auf der Aufwandsseite vor allem bei den Marketingaufwendungen auswirken, damit verbunden aber auch zu höheren ZVGNZuschüssen führen. Die geplanten Investitionen bewegen sich mit 536 Tsd. € im Jahr 2015 und 350 Tsd. € im Jahr 2016 weiterhin auf hohem Niveau.

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Haugerring 5 97070 Würzburg Telefon: 09281/812 340 Telefax: 09281/812 370 Internet: www.enplus-energie.de Mitgliedschaftsverhältnisse Mitglieder infra fürth gmbh Aschaffenburger Versorgungs-GmbH Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgung GmbH BEW Bayreuther Energieund WasserversorgungsGmbH Gasversorgung Ebermannstadt GmbH Erlanger Stadtwerke AG EFG Erdgas Forchheim GmbH Herzo Werke GmbH HEW HofEnergie + Wasser GmbH SWN Stadtwerke Neustadt GmbH Stadtwerke Würzburg AG Unterfränkische Überlandzentrale eG Tsd. € 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0 120,0 % 8,3 8,3 8,3 8,3 8,3 8,3 8,3 8,3 8,3 8,3 8,3 8,3 100,0 Organe der Genossenschaft Vorstand Dr. Hans Partheimüller Klaus Rubach Generalversammlung Nach § 12 der Satzung hat die enPlus eG keinen Aufsichtsrat. In Entsprechung von § 57 Absatz 5 GenG wurde von der Generalversammlung aus ihrer Mitte Herr Thomas Schäfer (Vorstandsmitglied der Stadtwerke Würzburg AG) zu ihrem Bevollmächtigten gewählt. Bezüge der Geschäftsführung Aus dem Jahresabschluss war abzuleiten, dass die Geschäftsführung die ihr im Jahr 2013 gewährten Bezüge unter Bezugnahme auf § 336 HGB nicht angeführt hat. MitarbeiterInnen der Genossenschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck ist die gemeinsame Beschaffung von Energie, insbesondere der Ein- und Verkauf von Gas zur Versorgung der Mitglieder, mit dem Ziel, die örtliche Energieversorgung zu stärken sowie die Erbringung von unterstützenden Dienstleistungen für die Mitglieder.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 137.519 133 137.652 -137.488 -164 -137.652 0 10 0 10 10 -4 0 -4 6 2012 Tsd. € 180.585 125 180.710 -180.567 -143 -180.710 0 36 0 36 36 -11 0 -11 25 2011 Tsd. € 163.069 120 163.189 -162.945 -244 -163.189 0 30 0 30 30 -10 0 -10 20 2010 Tsd. € 165.669 142 165.811 -165.611 -200 -165.811 0 27 0 27 27 -9 0 -9 18 2009 Tsd. € 121.018 101 121.119 -121.038 -81 -121.119 0 75 0 75 75 -21 0 -21 54

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 0 10.258 2 10.260 251 48 9.961 0 10.260 4.247 249 0 2012 Tsd. € 0 27.589 2 27.591 245 43 27.303 0 27.591 3.729 243 0 2011 Tsd. € 0 16.022 530 16.552 220 44 15.760 528 16.552 3.793 218 0 2010 Tsd. € 0 27.212 0 27.212 180 43 26.989 0 27.212 2.173 180 0 2009 Tsd. € 0 12.340 0 12.340 162 38 12.140 0 12.340 870 162 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

1.113 0 0

582 0 0

2.450 0 0

1.303 0 0

451 0 0

Abschlussprüfung Die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 im Rahmen der Pflichtprüfung nach § 53 GenG sowie die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG oblagen, wie in den Vorjahren, dem Genossenschaftsverband Bayern e.V., München, als dem nach § 54 GenG zuständigen gesetzlichen Prüfungsverband. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die enPlus eG ist ein Einkaufsverbund für die gemeinsame Beschaffung von Energie zur Versorgung der Mitglieder. Die Mitglieder des Verbunds sind gegenwärtig zwölf Energieversorgungsunternehmen unterschiedlicher Unternehmensgröße. Die enPlus eG verfolgt keine Gewinnerzielungsabsicht. Sie ist eine horizontale Kooperation für die Energiebeschaffung und bietet ihren Mitgliedern ökonomische und nicht-ökonomische Vorteile: • Direkter Zugang zu Expertenwissen und Transparenz für die neuen und komplexeren Märkte

• Stärkung der Marktstellung zur Bündelung der Nachfrage • Minimierung der Risiken für jedes Einzelunternehmen Geschäftsverlauf Infolge der Liberalisierung hat im deutschen Gasmarkt ein deutlicher Strukturwandel stattgefunden. Der Eintritt neuer Wettbewerber sowie die Gründung von Vertriebsgesellschaften durch etablierte Energieversorgungsunternehmen haben zu einem signifikanten Anstieg der Anzahl der Gasversorgungsunternehmen und zu erheblichen Preisspreizungen im Endkundenbereich geführt. Um sich nachhaltig auf dem Gasmarkt behaupten zu können, bedarf es somit wettbewerbsfähiger Endkundenpreise, die insbesondere durch eine Absenkung der Beschaffungskosten erreicht werden können. Durch den sich ändernden Beschaffungs- wie Endkundenmarkt müssen die Energieversorger reagieren, um weiterhin kompetitiv an den Märkten teilzunehmen. Hohe Preisdifferenzen im Endkundenmarkt forcieren den Wettbewerb weiter und erfordern eine intensive Auseinandersetzung mit der Energiebeschaffung.

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Auftrags- und Umsatzentwicklung Von den insgesamt zwölf Mitgliedern der Genossenschaft haben neun Mitglieder im Geschäftsjahr 2013 Kommunal-, Kraftwerks- und Biogas bezogen. Die für den Zeitraum vom 01.01.2013 bis 31.12.2013 erzielten Umsatzerlöse und vermarkteten Gasmengen stellen sich insgesamt wie folgt dar: Umsatz *) Tsd. € • Kommunalgasverkauf 101.608 • Kraftwerksgasverkauf • Biogasverkauf • Biogasflexibilitäten insgesamt Beschaffung Mit Beginn der Belieferung durch die enPlus eG zum 01.10.2008 wurde zunächst der Gesamtbedarf an Kommunalgas für fünf Mitglieder gedeckt. Seit Oktober 2010 werden neun Mitglieder mit Erdgas beliefert. Für den Zeitraum bis einschließlich Dezember 2016 wurden Vollversorgungsverträge mit Lieferanten auf Basis prognostizierter Jahresverbrauchsmengen geschlossen. Für den Bedarf verschiedener Großkunden wurden außerdem entsprechende Einzelverträge (sog. back-to-backVerträge) geschlossen. Zusätzlich zu der Belieferung mit konventionellem Erdgas werden seit 01.01.2011 nun auch Teilmengen, in Form von Biogasbelieferungen, durchgeführt. Seit 01.01.2012 führt die enPlus außerdem einen eigenen Biogasbilanzkreis, welcher mittlerweile von 4 Mitgliedern genutzt wird. Die Absicherung der Belieferung durch die Vorlieferanten ist durch Verpflichtungserklärungen sichergestellt. Die Verträge mit den Mitgliedern wurden analog zu den Bezugsverträgen der enPlus abgeschlossen, so dass für enPlus kein Risiko entsteht. Investitionen Investitionen sind bislang nicht vorgesehen. Notwendige Einrichtungen zur Erbringung von Dienstleistungen werden von den Mitgliedern der Gesellschaft vorgehalten. Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben Die Finanzierung des laufenden Gasbezugs erfolgt durch entsprechende Liquiditätsdisposition. Langfristige Finanzierungsmaßnahmen sind derzeit nicht geplant. 34.424 1.461 26 137.519 Menge kWh 3.591.927.927 1.246.365.000 20.155.879 0 4.858.448.806

Personal- und Sachbereich Die Genossenschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Sie bedient sich der Unterstützung der Mitgliedsunternehmen gegen Aufwandsumlage im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrags. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr 2013 wurden zwei Generalversammlungen abgehalten. Wesentliche Beschlüsse wurden gefasst. Mit dem Abschluss einer Vereinbarung mit der Ferngas Nordbayern (FGN) und den Stadtwerken Würzburg (STW) konnte eine Einigung über die unterschiedliche Vertragsauslegung erzielt werden. Die Anpassung des Risiko- und Prozesshandbuchs wurde umgesetzt und stellt einen Grundsatz der Beschaffung dar. Das Controlling wurde als Stabsstelle etabliert und ist künftig auch für das zentrale Risikomanagement verantwortlich. Darüber hinaus erfolgten Beschlussfassungen zum Wirtschaftsplan 2014. Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Die Perspektiven der Gesellschaft werden vom Vorstand positiv eingeschätzt. Diese Einschätzung wird durch die Entwicklung der grundlegenden Rahmenbedingungen im Branchenumfeld gestützt. Die Prozesse werden regelmäßig überprüft und kontinuierlich verbessert. Mit dem Aufbau eines verbesserten Risikocontrollings wird ein wichtiger Schritt hin zu einer noch besseren Absicherung der Geschäftsprozesse vollzogen. Die Einrichtung eines Bilanzkreises Biogas ist erfolgt, womit der Energiewende im Rahmen der enPlus eG Rechnung getragen wird. Auch die Strategien im Stromeinkauf werden unter den enPlus-Mitgliedern weiter diskutiert, wenngleich eine Ausdehnung der Geschäftstätigkeit auf den Stromeinkauf für einzelne Mitglieder der Genossenschaft sowie die Aufnahme neuer Mitglieder aktuell nicht wahrscheinlich ist. Vermögenslage Das Eigenkapital besteht aus den Geschäftsguthaben verbleibender Mitglieder, den Rücklagen und dem Bilanzgewinn. Die Eigenkapitalquote – bezogen auf die Bilanzsumme – erhöhte sich um 1,5 %. Sämtliche Vermögens- und Schuldposten haben kurzfristigen Charakter. Der Rechnungsabgrenzungsposten des Jahres 2013 betrifft den zeitanteilig abzugrenzenden Aufwand für das Folgejahr. Finanz- und Liquiditätslage Zur Finanzierung der Außenstände am Bilanzstichtag werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten herangezogen. Bankfinanzierungen werden nicht benötigt. Zur Liquiditäts-

*) abzüglich genossenschaftliche Rückvergütung

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steuerung sind Vorkehrungen mit den Mitgliedern getroffen worden. Zur Deckung der laufenden betrieblichen Aufwendungen werden Pauschalen und Umlagen von den Mitgliedern erhoben. Die Finanz- und Liquiditätslage war jederzeit geordnet. Ertragslage Wesentliches Ziel der Genossenschaft ist die preisgünstige Beschaffung von Energie für die Mitglieder ohne wesentliche Gewinnerzielungsabsicht. Das erwirtschaftete Rohergebnis basiert auf Dienstleistungserlösen. Risikobericht Die enPlus eG hat ein systematisches Risikofrühwarnsystem eingerichtet, um alle den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das System wird bedarfsorientiert fortentwickelt. Den Mitgliedern der Generalversammlung geht halbjährlich ein konsolidierter Risikobericht zu. Die für das Unternehmen relevanten Risiken werden laufend identifiziert, analysiert und hinsichtlich ihrer sich im ungünstigsten Fall ergebenden Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit vor und nach dem Einsatz von Sicherungssystemen bewertet. Das Risikomanagement umfasst alle relevanten Unternehmensdaten für den mengenmäßigen Ein- und Verkauf von Gas. Die wesentlichen Risikosteuerungsinstrumente betreffen vor allem die Bereiche Frontoffice, Vertrieb, Backoffice, Prognose, Controlling, Informationstechnologie und Recht. Die Absicherung der Belieferung durch die Vorlieferanten ist durch Verpflichtungserklärung sichergestellt. Bis einschließlich Dezember 2016 sind die voraussichtlichen Bezugs- und Absatzmengen, die sich vollumfänglich entsprechen, durch vertragliche Vereinbarungen sichergestellt. Wesentliche Risiken sind derzeit aufgrund der Vertragsgestaltung zwischen Ein- und Verkaufsverträgen nicht erkennbar. Insoweit wird die Eigenkapitalausstattung als angemessen beurteilt. Nach den bisherigen Erkenntnissen ergeben sich keine bestandsgefährdeten Risiken.

Nachtragsbericht Die Verhandlungen zur Sicherstellung der Gasbeschaffung für das Jahr 2017 werden derzeit sowohl bezugs- als auch absatzseitig geführt. Prognosebericht Die Belieferung der Mitglieder wird mengenmäßig und bezogen auf die Mitgliederzahl abnehmen. Nach dem Wirtschaftsplan für 2014 erwartet der Vorstand bei einem Umsatz von rd. 126 Mio. € ein ausgeglichenes Ergebnis.

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Emmy-Noether-Straße 2 80992 München Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth gmbh Stadtwerke Augsburg Holding GmbH Stadtwerke München GmbH REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co. KG Erlanger Stadtwerke AG Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG Linz Strom GmbH Tsd. € 27,8 55,6 55,6 55,6 27,8 22,3 25,3 270,0 % 10,3 20,6 20,6 20,6 10,3 8,2 9,4 100,0 Organe der Gesellschaft Liquidator Joachim Martini Beirat Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister Stadt Erlangen Gabriele Bauer, Oberbürgermeisterin Stadt Rosenheim Dr. Kurt Gribl, Oberbürgermeister Stadt Augsburg Hans Schaidinger, Oberbürgermeister Stadt Regensburg Christian Ude, Oberbürgermeister Landeshauptstadt München Franz Dobusch, Bürgermeister Stadt Linz Gesellschafterversammlung MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Liquidationszeitraum (Jahre 2011 und 2012) keine MitarbeiterInnen mehr.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck sind (waren) der Vertrieb und die Beschaffung von Energie und aller damit im Zusammenhang stehenden Produkte und Dienstleistungen sowie die Förderung der kommunalen Kooperation im Wasser- und Abwasserbereich.

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Entwicklung der Ertragslage
*) Tsd. € 2012*) Tsd. € 0 0 0 0 0 0 0 -6 -6 -6 0 0 0 -6 -4 0 -4 -10 2011 Tsd. € 79 -7 4 76 -32 0 0 -44 -76 0 7 0 7 7 1 0 1 8 2010 Tsd. € 545 -19 15 541 -108 -281 -3 -113 -505 36 4 0 4 40 -14 0 -14 26 2009 Tsd. € 654 19 1 674 -320 -149 -2 -159 -630 44 23 0 23 67 -22 0 -22 45

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Es handelt sich um den Liquidationsabschluss zum 31.03.2012. Die Liquidation ist mittlerweile beendet, deshalb entfallen die Werte für das Geschäftsjahr 2013.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
*) Tsd. € 2012*) Tsd. € 0 389 0 389 352 27 10 0 389 370 352 0 2011 Tsd. € 0 394 0 394 363 21 10 0 394 374 363 0 2010 Tsd. € 27 1.433 0 1.460 1.299 132 29 0 1.460 1.322 1.272 0 2009 Tsd. € 30 1.396 1 1.427 1.272 62 93 0 1.427 1.179 1.241 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-4 0 0

-30 0 0

149 0 6

21 0 1

*) Es handelt sich um den Liquidationsabschluss zum 31.03.2012. Die Liquidation ist mittlerweile beendet, deshalb entfallen die Werte für das Geschäftsjahr 2013.

Liquidation Durch die Fortentwicklung der Erzeugungsmärkte, insbesondere im Bereich der regenerativen Energien, verlagern die Gesellschafter ihre Investitionen zunehmend auf Projekte der dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung. Die daraus erwachsenden Projekte werden einen starken lokalen Bezug und lnvestitionsvolumen haben, die die Vorteile gemeinsamer Projekte mehr und mehr in Frage stellen. Die Gesellschafter wollen diese Aufgaben daher zukünftig individuell lösen. Stadtwerke und Geschäftsführung haben sich in der Gesellschafterversammlung am 04.11.2010 in großem Einvernehmen darauf verständigt, die Gesellschaft zu beenden und die operativen Tätigkeiten zum 31.12.2010 einzustellen. Die KEA Vermögensverwaltungs GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft, wurde mit Wirkung zum 31.12.2010 auf die KEA Bayern GmbH verschmolzen. Die Gesellschaft befindet sich seit dem 11.03.2011 in Liquidation (Datum der Veröffentlichung im elektr. Bun-

desanzeiger). Die Liquidationseröffnungsbilanz wurde zum 01.04.2011 erstellt. Das Produkt „virtuelles Regelkraftwerk“ wurde an den Gesellschafter Stadtwerke Rosenheim veräußert. Die Wort-Bildmarken KEA Bayern und KEA Forum wurden an die Bayerngas GmbH veräußert. Das übrige Inventar wurde veräußert oder entsorgt. Die Aufbewahrung aller wesentlichen Unterlagen der Gesellschaft erfolgt durch den Gesellschafter Stadtwerke München GmbH. Die KEA Bayern verfügt seit 01.01.2011 über keine MitarbeiterInnen mehr. In der Gesellschafterversammlung am 10.05.2012 wurde, unter Berücksichtigung eines Rückbehalts für noch offene Verbindlichkeiten, die Auskehrung des Liquidationsguthabens an die Gesellschafter beschlossen. Die Gesellschaft ist mittlerweile erloschen (Handelsregistereintrag am 12.11.2013).

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KEA Vermögensverwaltungs GmbH
Emmy-Noether-Straße 2 80992 München Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Kommunale Energie Allianz Bayern GmbH Tsd. € 25,0 25,0 % 100,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Joachim Martini Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Aus dem Jahresabschluss war abzuleiten, dass der Geschäftsführer aus seiner Organstellung im Jahr 2010 keine Bezüge erhielt. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2010, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck ist (war) die Verwaltung eigenen Vermögens sowie der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen und die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung in Handelsgesellschaften zur Stärkung der örtlichen Energieversorgung, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG mit Sitz in München.

121

Entwicklung der Ertragslage
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2010 Tsd. € 6 1 7 -6 -2 -8 -1 0 0 0 -1 0 0 0 -1 2009 Tsd. € 18 1 19 -18 -1 -19 0 0 0 0 0 0 0 0 0

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für die Geschäftsjahre 2011, 2012 und 2013 entfallen die Werte, da das Unternehmen zum Jahreswechsel 2010/2011 auf die Kommunale Energie Allianz Bayern GmbH verschmolzen wurde.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2010 Tsd. € 0 194 0 194 25 6 163 0 194 193 25 0 2009 Tsd. € 0 31 0 31 25 1 5 0 31 25 25 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

0 0

168 0 0

-3 0 0

*) Für die Geschäftsjahre 2011, 2012 und 2013 entfallen die Werte, da das Unternehmen zum Jahreswechsel 2010/2011 auf die Kommunale Energie Allianz Bayern GmbH verschmolzen wurde.

Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2010 Die KEA Vermögensverwaltungs GmbH (KEA-V) ist die Komplementärin der KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG (KEA-KG). Sie ist ausschließlich für die KEA-KG tätig. Ihr werden von dieser sämtliche marktangemessenen Ausgaben und Aufwendungen für die Geschäftsführung erstattet, sobald sie entstehen. Der Aufwendungsersatzanspruch besteht nicht gegenüber den Gesellschaftern. Die Komplementärin erhält ferner eine jährliche, jeweils zum Ende eines jeden Geschäftsjahres zu bezahlende Vorabvergütung von 1.250 € (5 % des Stammkapitals in Höhe von 25 Tsd. €). KEA-V wiederum hat einen Vertrag über Verwaltungsdienstleistungen mit der KEA Bayern GmbH (KEA-B) abgeschlossen. Der Vertrag wirkt seit dem 01.04.2007. Die Laufzeit ist unbefristet. Aufwendungen für die Wirtschaftsprüfung etc. trägt die KEA-V selbst.

Beendigung der Gesellschaft Um ein zeit- und kostenaufwendiges Liquidationsverfahren für die KEA-KG und für die Komplementärin zu vermeiden, wurde beschlossen, dass alle Gesellschafter eine Austrittsvereinbarung für die KEA-KG schließen und die KEA-KG zum 31.12.2010 beenden. Dieser Beschluss ist wirksam. Die Komplementärin wird mit Wirkung zum 31.12.2010 auf die KEA Bayern GmbH verschmolzen. Der o.g. Vertrag über Verwaltungsdienstleistungen mit der KEA-B wurde aufgehoben.

123

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Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG

KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG

125

126

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Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG

KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG
Emmy-Noether-Straße 2 80992 München Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter KEA Vermögensverwaltungs GmbH (Komplementärin) Kommanditisten infra fürth gmbh Stadtwerke München GmbH Linz Strom GmbH SWU Energie GmbH REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co. KG Stadtwerke Augsburg Energie GmbH Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG Tsd. € 0,0 15,0 100,0 37,5 25,0 20,0 10,0 10,0 217,5 % 0,0 6,9 46,0 17,2 11,5 9,2 4,6 4,6 100,0 Geschäftsführung und Vertretung Nach § 5 Absatz 1 des Gesellschaftsvertrags der KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG ist hierzu allein die Komplementärin, die KEA Vermögensverwaltungs GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer, Herrn Joachim Martini, berechtigt und verpflichtet. Bezüge der Geschäftsführung Aufgrund § 264a Absatz 2 HGB gelten als angabepflichtige Bezüge jene des gesetzlichen Vertreters der Komplementär-GmbH. Aus dem Jahresabschluss der KEA Vermögensverwaltungs GmbH war abzuleiten, dass der Geschäftsführer aus seiner Organstellung im Jahr 2010 keine Bezüge erhielt. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2010, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck ist (war) die Planung, der Bau und der Betrieb von Kraftwerken, vorzugsweise im Bundesgebiet, zur Versorgung der Gesellschafter mit Strom und/ oder Wärme mit dem Ziel, die örtliche Energieversorgung zu stärken, sowie alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Die Gesellschaft bündelt als Beteiligungsgesellschaft die Interessen ihrer Gesellschafter im Rahmen der Beteiligung an dem Steinkohlekraftwerksprojekt Herne 5, das zusammen mit der STEAG GmbH und anderen kommunalen Partnern realisiert werden soll(t)e.

127

Entwicklung der Ertragslage
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2010 Tsd. € 0 0 0 0 -9 -9 -9 0 0 0 -9 0 0 0 -9 2009 Tsd. € 0 0 0 0 -22 -22 -22 2 0 2 -20 0 0 0 -20

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für die Geschäftsjahre 2011, 2012 und 2013 entfallen die Werte, da die Gesellschaft zum 31.12.2010 beendet wurde.

128

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

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Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Wasser und Energie KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG

Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2010 Tsd. € 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2009 Tsd. € 0 182 0 182 174 1 7 0 182 181 174 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-16 0 0

2 0 0

*) Für die Geschäftsjahre 2011, 2012 und 2013 entfallen die Werte, da die Gesellschaft zum 31.12.2010 beendet wurde.

Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2010 Die Gesellschaft hatte den Zweck, sich an dem Steinkohlekraftwerk Herne 5 zu beteiligen und diese Beteiligung anteilig an ihre Kommanditisten weiterzuschalten. Projektstatus Am 30.01.2008 wurde das Projekt Herne 5 aufgrund der Erhöhung der Investitionskosten gestoppt, da sich daraus eine nicht ausreichende Wirtschaftlichkeit des Projekts ergab. Am 06.05.2009 beschloss die Gesellschafterversammlung einstimmig, die Verträge mit STEAG zum 30.09.2009 auslaufen zu lassen. Es endeten alle wesentlichen Rechte und Pflichten der Vertragsparteien des Konsortialvertrags Herne 5. Seit dem 01.10.2009 findet keine wesentliche Geschäftstätigkeit in der Gesellschaft statt. Beendigung der Gesellschaft Um ein zeit- und kostenaufwendiges Liquidationsverfahren für die KEA-KG und die Komplementärin zu vermeiden, wurde beschlossen, dass alle Gesellschafter eine

Austrittsvereinbarung schließen und die Gesellschaft zum 31.12.2010 beenden. Dieser Beschluss ist wirksam. Risiken Es bestehen keine Risiken, insbesondere nicht für die Rechtsnachfolger der Gesellschaft. Insbesondere bestehen weder gegenüber der STEAG noch gegenüber den Kommanditisten aus den Verträgen Herne 5 irgendwelche offenen Verpflichtungen.

129

Klinik-Kompetenz-Bayern eG

4,5 %

Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH

100,0 %

ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG

3,8 %

Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth

Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR

Sparkasse Fürth

100,0 %

infra fürth holding gmbh

67,1 %

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Gewerbehof Fürth GmbH

100,0 %

Volkshochschule Fürth gGmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth beteiligung gmbh

Soziales Wohnen Fürth GmbH

100,0 %

Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds

33,2 %

ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth dienstleistung gmbh

20,0 %

wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH

80,0 %

Neue Materialien Fürth GmbH

15,0 %

100,0 %

infra fürth service gmbh

49,0 %

Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH

IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-FürthErlangen GmbH

14,1 %

100,0 %

infra fürth verkehr gmbh

11,5 %

Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH

94,8 %

infra fürth bäder gmbh

25,0 %

FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG

80,1 %

infra fürth gmbh

22,2 %

solid GmbH

75,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH

9,0 %

Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG

60,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG

8,3 %

enPlus eG

130

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege

Aufgabenbereich Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege

131

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege

Verzeichnis

135 143

Volkshochschule Fürth gGmbH Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Dienstleistungsbereich – ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

133

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Volkshochschule Fürth gGmbH

Volkshochschule Fürth gGmbH

135

136

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Volkshochschule Fürth gGmbH

Volkshochschule Fürth gGmbH
Hirschenstraße 27/29 90762 Fürth Telefon: 0911/974 1700 Telefax: 0911/974 1706 Internet: www.vhs-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Stadt Fürth Tsd. € 25,0 25,0 % 100,0 100,0 • Durchführung von Lehrgängen zur Vorbereitung auf Schulabschlüsse, • Akquisition und Durchführung von Auftragsmaßnahmen öffentlicher und privater Auftraggeber. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne der §§ 51 ff. AO. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig, sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Gesellschaft erstrebt keinen Gewinn. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer David Cunningham Aufsichtsrat Marianne Niclaus, Stadträtin (Vorsitzende) Peter C. Wirl, Stadtrat (stellv. Vorsitzender) Markus Braun, Bürgermeister Susanne Jahn, Stadträtin Dagmar Orwen, Stadträtin Herbert Schlicht, Stadtrat Felice Balletta, Volkshochschule Fürth gGmbH Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer ist Beschäftigter der Stadt Fürth. Die entsprechenden Personalausgaben werden der Stadt Fürth von der Volkshochschule Fürth gGmbH erstattet. Veröffentlichungspflichtige Bezüge im Sinn von § 285 Nr. 9 Buchst. a HGB sind damit nicht gegeben. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 7 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 6,5 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmensgegenstand ist die rechtliche Trägerschaft einer Volkshochschule. Das Unternehmen erfüllt damit die der Stadt Fürth nach Artikel 57 Absatz 1 GO übertragenen öffentlichen Aufgaben. Die Volkshochschule ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig und allen Bevölkerungsschichten ohne Unterschied der ethnischen Herkunft, Nationalität, Religion, des Geschlechts und der sexuellen Identität oder des Berufs zugänglich. Sie hat die Aufgabe, Erwachsenen und Heranwachsenden diejenigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die erforderlich sind, sich unter den gegenwärtigen und für die Zukunft zu erwartenden Lebensbedingungen in allen Bereichen einer freiheitlich-rechtsstaatlich geordneten Gesellschaft zurechtfinden zu können. Dazu bietet die Volkshochschule Hilfen für das Lernen, für Orientierung und Urteilsbildung und für die Eigentätigkeit. Der Gesellschaftszweck wird insbesondere erfüllt durch • Planung, Organisation und Durchführung von Lernangeboten in Form von Einzelveranstaltungen, Vortragsreihen, Kursen, Lehrgängen, Tages-, Wochenend-, Wochen- und Kompaktseminaren im Bereich der allgemeinen und politischen Bildung, der Sprachen, des Berufes, der Gestaltung und der Gesundheit, • Planung, Organisation von Führungen, Ausstellungsbesuchen, Besichtigungen und Studienreisen, • Durchführung von Ausstellungen, • Durchführung von Prüfungen, • Durchführung von Sonderveranstaltungen, • Weiterbildungsberatung, • Einrichtung und Förderung von Selbstlerngruppen, • Überlassung von Räumen, Geräten sowie Medien,

137

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 902 1.075 1.977 -1.057 -276 -27 -725 -2.085 -108 1 0 1 -107 0 0 0 -107 2012 Tsd. € 822 1.092 1.914 -973 -249 -28 -702 -1.952 -38 4 0 4 -34 0 0 0 -34 2011 Tsd. € 802 1.086 1.888 -942 -253 -30 -601 -1.826 62 5 0 5 67 0 0 0 67 2010 Tsd. € 860 1.104 1.964 -964 -206 -30 -714 -1.914 50 5 0 5 55 0 0 0 55 2009 Tsd. € 969 1.096 2.065 -1.021 -269 -48 -715 -2.053 12 6 0 6 18 0 0 0 18

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

138

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Volkshochschule Fürth gGmbH

Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 55 505 1 561 343 68 100 50 561 271 337 0 2012 Tsd. € 75 522 1 598 450 59 38 51 598 419 425 0 2011 Tsd. € 62 565 0 627 484 58 31 54 627 531 476 0 2010 Tsd. € 59 641 1 701 417 59 170 55 701 466 412 0 2009 Tsd. € 78 492 1 571 362 32 127 50 571 358 333 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-140 0 8

-71 0 41

97 0 32

119 0 11

83 0 27

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München/Nürnberg, bestellt. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2009 war durch Herrn Wirtschaftsprüfer Dr. Johann Pentenrieder, München, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die Gesamtzahl der an der vhs mit unbefristetem Vertrag Mitarbeitenden blieb – einschließlich des städtischen Personals der vhs – mit 11 Personen konstant. Die Stellenzahl erhöhte sich allerdings von 9,70 auf 9,87, bedingt durch den Aufsichtsratsbeschluss vom 10.12.2012, mit dem die Arbeitszeit einer Mitarbeiterin für den Zeitraum vom 01.01.2013 bis 31.12.2014 von Teilzeit (32,5 Stunden) auf Vollzeit (39 Stunden) erhöht wurde. Begründung: Steigende Zahlen im Bereich Integration, verbunden mit erhöhtem Aufwand – Gegenfinanzierung durch gesteigerte BAMF-Einnahmen.

Zusätzlich wurden drei Personen in den folgenden Projekten angestellt: • „WIN“ 6 Wochenstunden, befristet bis 31.05.2014 • „StartKlar Reloaded“ 13,5 Wochenstunden, befristet bis 30.06.2014 • „Bildungspaten“ 19,5 Wochenstunden, befristet bis 30.06.2014 Eine Stundenumschichtung fand zum 01.08.2013 statt, da die Stunden des „WIN“-Projektmitarbeiters in Absprache mit dem Projektpartner (Bildungszentrum Nürnberg) von 6 auf 12 erhöht wurden, die dadurch entfallenen 6 Stunden im Projekt „StartKlar“ wurden der Mitarbeiterin der „Bildungspaten“ zugeschlagen. Die Zahl der freiberuflichen DozentInnen blieb im Rahmen der natürlichen Fluktuation mit 300 im üblichen Rahmen. Im Jahr 2013 fanden weder eine Entgelt- noch eine Honorarerhöhung statt. Zur künftigen Planung diesbezüglich, siehe nachstehend unter den Chancen und Risiken. Der Deckungsbeitrag (Erlöse TeilnehmerInnenentgelte und Erlöse BAMF gegenüber Honorarausgaben) lag im positiven Bereich bei 132 %. Damit konnte gesichert werden, dass der kommunale Mitfinanzierungsanteil des vhs-

139

Haushalts für das Personal, das Haus und die dazugehörige und notwendige Infrastruktur eingesetzt wurde. Dennoch ist ein Rückgang des Deckungsbeitrags im Vergleich mit 2012 (133 %) festzustellen. Der Grund hierfür ist i.W. eine breitere Streuung der Anmeldungen, die dazu führte, dass mehr Kurse zustande kamen – aber mit weniger Personen pro Kurs. TeilnehmerInnen Die erfreuliche Entwicklung der Unterrichtsleistung der Jahre 2011 und 2012 setzte sich 2013 fort: • Die Gesamtzahl der Veranstaltungen nahm um knapp 4 % zu, die der anrechenbaren Veranstaltungen um 3,3 %. • Die Zahl der anrechenbaren TeilnehmerInnen nahm jedoch geringfügig um 0,01 % ab. • Die anrechenbaren Doppelstunden nahmen um 6 % zu. • Die Zahl der tatsächlichen Teilnehmerdoppelstunden nahm um 3,7 % auf 168.238 (Vorjahr 162.311, im Jahr 2011 157.302) zu. Somit konnte das vhs-interne Ziel (mindestens 150.000 tatsächliche Teilnehmerdoppelstunden) erneut übertroffen werden. Es ist zu beachten, dass diese Zahlen 2014 zurückgehen werden, da drei Projekte Mitte des Jahres auslaufen. Die so gut wie gleichbleibende TeilnehmerInnen-Zahl verbunden mit einer erhöhten Gesamtunterrichtsleistung führte zu dem vorstehend erwähnten Rückgang des Deckungsbeitrags. Ausgaben, Investitionen, Finanzierung Nach dem hohen Aufwand für den Abbau des Investitionsstaus im Jahr 2012 gingen die Investitionen 2013 erwartungsgemäß zurück, die Ausstattung der Technikabteilung wurde jedoch verbessert, die Investitionssumme hierfür betrug 8 Tsd. €. Zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind für das Geschäftsjahr 2013 anzumerken: Vermögenslage Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt ca. 9,8 %. Die Veränderung in der Vermögensstruktur bei sinkender Bilanzsumme ist i.W. auf die erhebliche Erhöhung des Forderungsbestands unter gleichzeitiger Verminderung der liquiden Mittel zurückzuführen. Die Forderungen sind kurzfristig realisierbar. Die Kapitalstruktur ist durch eine hohe Eigenkapitalquote von 61,1 % geprägt.

Finanzlage Die Verbindlichkeiten (100 Tsd. €) sind vollständig durch liquide Mittel gedeckt. Es liegt zum Stichtag ein hoher Bestand an liquiden Mitteln (271 Tsd. €) vor. Ertragslage Die Gesellschaft hat in 2013 einen Jahresfehlbetrag von -107 Tsd. € erzielt. Der Cash Flow des Geschäftsjahres beläuft sich unter Hinzurechnung der Abschreibungen auf -80 Tsd. €. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wurde in 2013 i.W. durch folgende finanzielle Leistungsindikatoren beeinflusst: • Ausweitung der originären Umsatzausrichtung, Projektgewinnung • Erhöhung diverser Kostenblöcke (z.B. Mietvertrag, höhere Nebenkosten infolge schlechterer Witterungsverhältnisse) Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Mit dem Beteiligungsmanagement der Stadt Fürth wurde vereinbart, dass in den Jahren 2015 bis 2017 die TeilnehmerInnenentgelte jeweils im Sommersemester steigen, die Dozentenhonorare stets im Wintersemester. Geplant ist, dass die kalkulatorischen Mehreinnahmen höher als die kalkulatorischen Mehrausgaben liegen. Diese Vorgehensweise soll einen Beitrag zum Defizitabbau und zur langfristigen Sicherung der finanziellen Situation der Volkshochschule leisten. Das Qualitätsmanagementzertifikat nach dem Modell „European Foundation for Quality Management“ (EFQM) läuft im Dezember 2014 aus. Nach einer Übergangsphase wird die Rezertifizierung für Juni 2015 angestrebt. Die Stufe „Committed to Excellence“ ist bereits zweimal erreicht worden und kann nicht noch einmal wiederholt werden. Angestrebt wird daher entweder die „Initiative Ludwig-Erhard-Preis Zwischenstufe“ (ILEP) oder gar die höhere EFQM-Stufe „Recognised for Excellence“. Somit wäre die vhs für die in dieser Legislaturperiode zu erwartende Novellierung des Erwachsenenbildungsförderungsgesetzes gut aufgestellt, da davon auszugehen ist, dass das neue Gesetz bei der Bezuschussung die zertifizierten Volkshochschulen bevorzugen wird. Die Projekte „WIN“, „Bildungspaten“ sowie „Check Out“ laufen Ende Mai bzw. Ende Juni 2014 aus, die Endabrechnung soll bis Ende 2014 möglichst abgeschlossen sein. Nach derzeitigem Stand werden erfreulicherweise mehr Einnahmen als Ausgaben erwartet.

140

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Volkshochschule Fürth gGmbH

Nach Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ist im bayerischen ESF-Programm 2014 bis 2020 kein eigener Projektbereich für Maßnahmen der Erwachsenenbildung im Übergang Schule-Beruf vorgesehen. Da jedoch die Einrichtung nicht auf die Projektarbeit verzichten möchte, wird ein neues, dreijähriges Projekt von Januar 2015 bis Dezember 2017 angestrebt. Der Arbeitstitel ist „WN – Willkommen in der Metropolregion Nürnberg“, inhaltlich geht es um gesellschaftskundliche und sprachliche Fortbildungen für Drittstaatler mit dauerhafter Bleibeperspektive. Die Mittel fließen aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIS) des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Hierdurch entstünde Planungssicherheit für die vhs und den Projektmitarbeiter. Bisher konnten die „Aufs“ und „Abs“ in den Fachbereichen immer durch Anpassungen und Neuangebote ausgeglichen werden und die Gesamtunterrichtsleistung in den letzten Jahren gesteigert werden. Wie erwähnt wird sich diese Leistung 2014 wegen der Beendigung der Projekte verringern, der Kernbereich wird jedoch davon nicht betroffen sein. Er wird weiterhin zweimal im Jahr neu geplant (Kursangebote im Programmheft und auf der Website) und an die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst. Ausblick In ihrer Gesamtheit betrachtet steht die vhs sehr gut da. Es wird darauf hingewiesen, dass das Bilanzergebnis 2013 keine wesentliche Änderung im Vergleich mit 2009 (vor der vierjährigen Sparrunde) darstellt. Das bedeutet, dass es der vhs aus eigener Kraft gelungen ist, sowohl eine kumulierte Zuschusskürzung in Höhe von 230 Tsd. € als auch Kostensteigerungen bei Miete, Strom und Hausund Bewirtschaftungskosten (über 100 Tsd. €) auszugleichen. Allerdings ist auch für die nächsten Jahre in von der vhs nicht beinflussbaren Bereichen mit Kostensteigerungen zu rechnen. Die Einsparpotenziale sind aber weitestgehend ausgeschöpft. Hier sind Belastungen für die Ergebnisse der Folgejahre zu erwarten. Kostensenkungspotenzial wird weiterhin gesucht und in Programmen umgesetzt. Das Qualitätsmanagement nach dem EFQM-Modell wird weitergeführt (siehe vorstehend). Die turnusmäßige DozentInnenbefragung ist für Herbst 2014 vorgesehen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2013, über die zu berichten wäre, liegen nicht vor. Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente Die finanzwirtschaftliche Situation wird durch diverse Controllinginstrumente überwacht.

141

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Dienstleistungsbereich – ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Dienstleistungsbereich – ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

143

144

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Dienstleistungsbereich – ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Dienstleistungsbereich – ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH
Kapellenstraße 47 90762 Fürth Telefon: 0911/743259 30 Telefax: 0911/743259 33 Internet: www.elan-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Stadt Fürth Tsd. € 25,6 25,6 % 100,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Uwe Bühling Aufsichtsrat Markus Braun, Bürgermeister (Vorsitzender) Susanne Jahn, Stadträtin (stellv. Vorsitzende) Birgit Bayer-Tersch, Stadträtin Brigitte Dittrich, Stadträtin Elisabeth Reichert, Berufsm. Stadträtin Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer ist Beschäftigter der Stadt Fürth. Die entsprechenden Personalausgaben werden der Stadt Fürth von ELAN erstattet. Veröffentlichungspflichtige Bezüge im Sinn von § 285 Nr. 9 Buchst. a HGB sind damit nicht gegeben. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 40 MitarbeiterInnen plus 2 Auszubildende. Im Vorjahr waren 40 MitarbeiterInnen und 8 Auszubildende für die Gesellschaft tätig; hinzukamen 7 Personen (TANDEM und Bürgerarbeit).

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Förderung der Jugendhilfe, Erziehung und Bildung durch individuelle und strukturelle Unterstützung benachteiligter, in der Stadt Fürth lebender Menschen, die erwerbslos sind oder von Erwerbslosigkeit bedroht sind. Die Chancen dieser Menschen auf gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt sollen erhöht werden. Der Gesellschaftszweck wird verwirklicht insbesondere durch: • Beratung • Berufsorientierung • Qualifizierung • Aufbau und Durchführung von Beschäftigungsprojekten • Arbeitsplatzentwicklung und -vermittlung • Kooperation mit Bildungs- und Arbeitsmarktakteuren, Jugendhilfe, freien Trägern u.a., wenn es die Verwirklichung des Gesellschaftszwecks erfordert Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinn des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

145

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 65 1.709 1.774 -95 -1.335 -40 -296 -1.766 8 0 -2 -2 6 0 -1 -1 5 2012 Tsd. € 87 1.792 1.879 -101 -1.424 -30 -314 -1.869 10 1 -4 -3 7 0 -1 -1 6 2011 Tsd. € 148 2.028 2.176 -137 -1.597 -34 -401 -2.169 7 1 -2 -1 6 0 -1 -1 5 2010 Tsd. € 136 2.492 2.628 -143 -2.019 -29 -426 -2.617 11 1 -3 -2 9 0 -1 -1 8 2009 Tsd. € 104 2.577 2.681 -150 -2.159 -24 -344 -2.677 4 1 -3 -2 2 0 -1 -1 1

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Dienstleistungsbereich – ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 71 362 0 433 128 98 189 18 433 183 119 40 2012 Tsd. € 86 389 0 475 123 88 124 140 475 336 217 44 2011 Tsd. € 91 448 1 540 117 76 334 13 540 178 82 48 2010 Tsd. € 59 380 1 440 113 62 235 30 440 92 131 52 2009 Tsd. € 57 470 1 528 105 44 367 12 528 165 111 57

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-124 0 25

185 0 25

153 0 70

-36 0 34

51 0 21

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie im Vorjahr, die Curacon GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster/Nürnberg, bestellt. Die Abschlussprüfung für die Jahre 2009, 2010 und 2011 war durch die Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München/Nürnberg, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Im Jahr 2013 ist der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen zusammengekommen. Neben der Beurteilung des Verlaufs und der Entwicklung der Geschäfte der Gesellschaft standen Diskussionen zur strategischen Ausrichtung und die Realisierung des Gesellschaftszwecks im Fokus der Aufsichtsratssitzungen. Aus Sicht der Geschäftsführung hat sich die Zusammenarbeit mit der neuen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und dem neuen Steuerberater nach anfänglichem Mehraufwand und der Einarbeitungszeit eingespielt und bewährt. Im Bereich U25 ist es gelungen, in Kooperationen mit anderen Trägern bestehende Lücken in der Bildungskette zu schließen und in modellhafter Weise ein

Bildungsangebot zu etablieren, das bruchlose Übergänge für benachteiligte Jugendliche ermöglicht. Daneben wurde die Gesellschaft beauftragt, auch für den Erwachsenenbereich neue Ansätze zur Aktivierung und Integration bildungsbenachteiligter Menschen zu entwickeln. Projekte Als Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft der Stadt Fürth bietet ELAN in zahlreichen Projekten Unterstützung beim (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben. Neben der Bereitstellung erprobter und adäquater Bildungsangebote ist die zeitnahe Reaktion auf neu auftretende Herausforderungen innerhalb bekannter Zielgruppen oder das Auftauchen neuer Bedarfsgruppen wesentliche Aufgabe der Gesellschaft. Die politischen Entscheidungsträger und die Verwaltung in Fürth sind sich einig, dass nur durch die Hebung des Bildungs- und Qualifikationsniveaus bildungsferner Bevölkerungsschichten das Armutsrisiko begrenzt und der Bedarf an Fachkräften gedeckt werden kann. ELAN eröffnet durch die Akquise von nationalen und internationalen Fördergeldern und die Umsetzung von Aktivierungs- und Qualifizierungsprojekten gerade jenen Bevölkerungsgruppen den Zugang zu Bildung und Teilhabe, die bisher keinen oder nur begrenzten Zugang hatten.

147

Erfolgreiche Fortführung bestehender Projekte Folgende Projekte konnten entweder aufgrund mehrjähriger Förderperioden oder gelungener Beantragung der Anschlussfinanzierung fortgeführt werden: • 7 Up (Berufsorientierung für alle 7. Klassen der Mittelund 8. Klassen der Förderschulen) • Ganztagsschule am Helene-Lange-Gymnasium (adäquate Förderung und Unterstützung der SchülerInnen nach Unterrichtsende) • Nachwuchsleistungszentrum der SpVgg Greuther Fürth (Förderung und Betreuung der Internatsschüler der SpVgg) • Durchblick ausBildung (Informationsveranstaltungen zum Thema Berufseinstieg für SchülerInnen, Eltern und Multiplikatoren) • Kompetenzagentur (Beratung und Unterstützung für junge benachteiligte Menschen am Übergang SchuleBeruf) • KOMPASS (Aktivierung und Stabilisierung instabiler Jugendlicher und junger Erwachsener) • Arbeitsgelegenheiten nach § 16 SGB II (Koordinierung der Beschäftigungsverhältnisse im Rahmen der sog. „1-€-Jobs“, Mehraufwandsvariante) • Förderung von Arbeitsverhältnissen nach § 16 SGB II (Qualifizierung und Arbeitserprobung in städtischen Dienststellen, Entgeltvariante) • Mathilde 17 (Qualifizierung und Übergangscoaching (langzeit-)arbeitsloser Frauen, die in der Innenstadt wohnen und für den Einstieg ins Erwerbsleben Unterstützung benötigen, insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund) Beendigung von Projekten Es war in 2013 nicht immer möglich, eine Anschlussfinanzierung für auslaufende Projekte zu akquirieren und damit angemessen auf vorhandene Bedarfslagen zu reagieren. So konnte für das erfolgreiche Projekt Schulverweigerung – die 2. Chance (Beratung und Unterstützung für schulverweigernde Kinder und Jugendliche und deren Lehrkräfte und Eltern) nach Auslaufen der ESF-Förderung keine Anschlussmaßnahme aufgelegt werden. Die Ausschreibung für das Projekt Impuls, aufsuchende Aktivierung von Jugendlichen, für die Anschlussmaßnahme im Dezember konnte, trotz beachtlicher Erfolge im ersten Projektjahr, nicht gewonnen und damit das Projekt nicht fortgeführt werden. Die Förderstruktur im Programm TANDEM (Wiedereingliederungsmaßnahme für Alleinerziehende und Paare mit Kind(ern)) hat sich verändert, die Qualifizierung der TeilnehmerInnen durch ELAN musste deshalb eingestellt werden.

Entwicklung und Umsetzung neuer Projekte Nach einjähriger Pause ist es gelungen, gemeinsam mit der Kinderarche Fürth, 12 integrative Ausbildungsplätze in drei Berufsfeldern zu installieren. Die Ausbildungsplätze bilden zusammen mit 20 Plätzen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme das Kernstück eines Modellprojekts zur Reduzierung von Qualifizierungsabbrüchen bei Jugendlichen und sind ein wesentlicher Bestandteil der Bildungskette Fürth. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem ESF, der Agentur für Arbeit Fürth, dem Jobcenter Fürth Stadt, der Stadt Fürth und den beiden Bildungsträgern sichert die Finanzierung für drei Jahre. Ebenfalls im Bereich U25 realisiert ELAN seit September 2013 im Auftrag der Stadt und in Kooperation mit der Berufsschule I das Berufsintegrationsjahr für Asylsuchende (BIJ-V) und Flüchtlinge mit 32 Plätzen. Mit der Einführung der BIJ Klassen reagiert die Bayerische Staatsregierung auf die steigende Zahl an jugendlichen Flüchtlingen mit einem sinnvollen Angebot aus Sprachunterricht, Berufsorientierung und pädagogischer Betreuung. Im Erwachsenenbereich wurde in Kooperation mit der kirchlichen Beschäftigungsinitiative und dem Jobcenter das Projekt LEO auf den Weg gebracht, das Langzeitarbeitslosen mit innovativen Methoden Wege zur gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe erschließt. Mit dem Start der neuen Projekte in 2013 wurden Lücken in der bestehenden Angebotsstruktur geschlossen und die Erprobung neuer Ansätze in der Arbeit mit langzeitarbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen realisiert. Projektunabhängig wurden u.a. folgende Leistungen erbracht: • Mitarbeit in regionalen, lokalen und überregionalen (Planungs)Gremien • Teilnahme (teils als ReferentInnen) an überregionalen Fachveranstaltungen • Weiterentwicklung des Berufshilfeangebots und der Berufsorientierung Auftragslage und Finanzierung Der Anteil der ESF-Mittel ist auf 30 % (Vorjahr 42 %) – bezogen auf die Gesamtfinanzierung – gesunken. Diese Entwicklung entspricht nach dem Auslaufen des Projekts „AiQ“ in 2012 den Erwartungen, da es nicht gelungen ist, eine gleichwertige Anschlussfinanzierung zu generieren. Die Fördermittel des Jobcenters an der Gesamtfinanzierung sind auf 30 % (Vorjahr 19 %) deutlich gestiegen. Dabei hat sich v.a. das, leider bereits wieder eingestellte, JC Projekt „Impuls“ ausgewirkt, das dazu beigetragen hat, dass der Rückgang der ESF-Förderung annähernd ausgeglichen werden konnte.

148

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

Vorwort

Einführung

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Bildung, Beschäftigungsqualifizierung und Kulturpflege Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Dienstleistungsbereich – ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

Der Anteil der Stadt Fürth (incl. Jugendamt) in Form von Betriebskosten-, Personalkosten- und der Projektkostenzuschüsse belief sich auf 32 % (Vorjahr 31 %) an der Gesamtfinanzierung und konnte somit, trotz einiger Umbrüche in der Angebotspalette und der Finanzierungsstruktur, nahezu konstant gehalten werden. Die restlichen 8 % steuerten das Kultusministerium, die Regierung von Mittelfranken im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Soziale Stadt“ und der Ganztagsschule, die Agentur für Arbeit für Projekte der vertieften Berufsorientierung und die SpVgg Greuther Fürth für die Betreuung des Jugendinternats bei. Insgesamt konnten im Jahr 2013 bei einem Einsatz von 546 Tsd. € an kommunalen Mitteln 1.162 Tsd. € im Rahmen der Projektfinanzierung extern akquiriert werden. Für jeden eingesetzten kommunalen Euro hat ELAN zwei zusätzliche Euro extern akquiriert. Dadurch ist es ELAN auch in 2013 gelungen, das Angebot an innovativen und hochwertigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekten aufrechtzuerhalten. Investitionen Zur Realisierung der Projekte waren Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 25 Tsd. € (im Vorjahr ebenfalls 25 Tsd. €) notwendig. Geschäftsergebnis Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Jahres 2013 beläuft sich auf 6 Tsd. € (Vorjahr 7 Tsd. €). Vermögenslage Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt ca. 16 % (Vorjahr 18 %). Die liquiden Mittel sind aufgrund der projektbezogenen Verwendung bereits im Jahr 2012 vereinnahmter Gelder zurückgegangen. Der diesbezüglich gebildete passive Rechnungsabgrenzungsposten konnte aufgelöst werden. Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies führte insgesamt dazu, dass die Bilanzsumme von 475 Tsd. € um 42 Tsd. € auf 433 Tsd. € gesunken ist. Finanzlage Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber der Gesellschafterin und die sonstigen Verbindlichkeiten sind nahezu vollständig durch liquide Mittel gedeckt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Jahr 2013 ist mit -124 Tsd. € negativ, was darin begründet liegt, dass bereits im Vorjahr vereinnahmte Finanzierungsmittel in 2013 verwendet wurden.

Die Liquidität der Gesellschaft war zu jeder Zeit gesichert. Ertragslage Wie im letzten Jahr sind die Umsatzerlöse und die sonstigen betrieblichen Erträge leicht rückläufig. Durch Anpassung der Leistungsbezüge, der Personal- und der sonstigen Kosten konnte dennoch – wie im Vorjahr – ein positives Ergebnis erzielt werden. Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Ihrem Wesen als gemeinnützige Einrichtung folgend ist ELAN nicht auf erwerbswirtschaftliche Zwecke ausgerichtet. Betätigungsfeld der ELAN ist die Qualifizierung und Beschäftigung arbeitsloser Menschen mit dem Ziel, diese in Gesellschaft und Erwerbsleben zu integrieren. Damit dient sie dem Wohle der Allgemeinheit. ELAN hat in 2013 Bestandsprojekte weitergeführt und entwickelt und wichtige und modellhafte Projekte initiiert. Durch Kooperationen mit anderen Trägern konnten Kompetenzen zusammengeführt und neue Herausforderungen angenommen werden, die das Angebot für langzeitarbeitslose Menschen in Fürth verbessern und zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen. Die Entwicklung neuer Ansätze in der Berufshilfe und in der Quartiersarbeit wird auch zukünftig ein wichtiger Aspekt bei der Akquise von Projekten und Finanzierungen sein. Durch die derzeit stark ansteigende Zahl von zuziehenden Menschen mit ausländischen Wurzeln wird der Bereich Migration und Integration weiterhin an Bedeutung gewinnen. Gerade in der Arbeit mit dieser Zielgruppe erweist es sich immer wieder, dass ELAN über bestens qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen verfügt, die sich mit hohem persönlichen Einsatz in den Projekten engagieren. Das Projekt Mathilde 17 hat beispielhaft gezeigt, dass viele Migrantinnen bereit sind, aus freien Stücken Zeit und Energie in Sprachkurse und berufliche Qualifizierung zu investieren, wenn die AnsprechpartnerInnen Willkommenskultur im positivsten Sinn praktizieren und das Lernumfeld richtig gewählt wird. Die konstruktive Zusammenarbeit mit kooperierenden Stellen, neben dem Sozial- und dem Bildungsreferat, das Jobcenter Fürth Stadt, die Agentur für Arbeit Fürth, Schulen, Arbeitgeber, Kammern und Verbände, wurde erfolgreich ausgebaut. Die Einbindung in regionale Netzwerke sichert den Ergebnistransfer und die Bedarfserhebung und ermöglicht erfolgreiche Partnersuche zur Umsetzung größerer Projekte. Die Weiterentwicklung der Qualitätsstandards besitzt deshalb auch zukünftig hohe Priorität. Die Anforderungen der

149

Retestierung nach AZWV in 2013 wurden ohne größere Auflagen erfüllt, was für die Aktualität des QM-Prozesses spricht. Für 2014 stehen ein weiterer Meilenstein, die Überprüfung des LQW-Selbstreportes, und die Verlängerung des Qualitätssiegels an. Damit ist ELAN für die Beteiligung an Ausschreibungen der Arbeitsverwaltung und des ESF im Bereich der Fort- und Weiterbildung auch zukünftig gut aufgestellt und erfüllt alle geforderten Standards. Mit der 2. Chance ist bereits ein ESF-finanziertes Projekt ausgelaufen, da es den zuständigen Behörden nicht gelungen ist, rechtzeitig die Ausschreibungen für die ESFFörderperiode 2014 bis 2020 zu platzieren. Für die Kompetenzagentur konnte mit Hilfe der SpVgg Greuther Fürth eine Übergangsfinanzierung für 2014 installiert werden, dennoch ist eine direkte Fortführung in 2015 nicht sicher. Auch Mathilde 17 ist zur Fortführung auf eine Zwischenfinanzierung angewiesen, da es keine Anschlussfinanzierung durch den ESF in 2014 geben wird. Drei Beispiele erfolgreicher Projektarbeit, die nicht weitergeführt werden können und die Abhängigkeit der Gesellschaft von befristeten Finanzierungsmodellen aufzeigen. Die Unsicherheit der Finanzierung hat direkte, negative Auswirkungen auf das Angebot für langzeitarbeitslose Menschen in Fürth und die Personalstruktur der Gesellschaft. Entscheidend für Umfang und Qualität des Angebots wird sein, ob es im Herbst 2014 gelingt, die Übergänge zwischen den ESF-Förderperioden tragfähig zu gestalten und Anschlussförderungen im neuen Ausschreibungsverfahren zu generieren, die die Bereitstellung des Angebots für die kommende Förderperiode sichern. Eigentlich sollte dieser Prozess bereits Ende 2013 abgeschlossen sein, durch die Verschiebungen im Ausschreibungsverfahren verzögert sich die Umsetzung um 15 Monate. Darüber hinaus sind keine wirtschaftlichen, rechtlichen oder sonstigen Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erkennbar. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Nach Schluss des Geschäftsjahres 2013 liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, vor. Risikoberichterstattung Gesetzliche und fachliche Grundlagen der Berufshilfe, Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsprogramme über Bund, Land, EU und Jobcenter werden ebenso kontinuierlich ausgewertet wie die Trends am Arbeitsmarkt. Das Angebot der ELAN wird kontinuierlich an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst.

Prognose Für 2014 wird ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Aufgrund der Verschiebungen der Ausschreibungen des ESF für die Projekte „Mathilde 17“ und „Kompetenzagentur“ bleibt die Prognose des letzten Jahres auch für 2014 bestehen. Für die ESF-kofinanzierten Projekte wird es keine direkte Anschlussfinanzierung geben, deshalb werden Möglichkeiten der Überbrückung mit den regionalen Partnern erarbeitet. Eine Fortführung der Inhalte ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss. Es wird nicht für alle MitarbeiterInnen aus diesen Projekten eine Anschlussperspektive bei ELAN geben können. Darüber hinaus werden alle anderen Projekte bis August 2015 fortgeführt, und die Aufrechterhaltung der Bildungskette Fürth ist allen Kooperationspartnern ein erklärtes Anliegen. Die ungewisse politische und gesellschaftliche Entwicklung durch die Neuzusammensetzung des EU-Parlaments und der kurzfristige Planungshorizont wesentlicher Partner und öffentlicher Haushalte macht eine eindeutige Prognose für die Entwicklung der Gesellschaft ab 2015 derzeit nicht möglich.

150

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

151

Klinik-Kompetenz-Bayern eG

4,5 %

Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH

100,0 %

ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG

3,8 %

Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth

Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR

Sparkasse Fürth

100,0 %

infra fürth holding gmbh

67,1 %

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Gewerbehof Fürth GmbH

100,0 %

Volkshochschule Fürth gGmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth beteiligung gmbh

Soziales Wohnen Fürth GmbH

100,0 %

Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds

33,2 %

ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth dienstleistung gmbh

20,0 %

wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH

80,0 %

Neue Materialien Fürth GmbH

15,0 %

100,0 %

infra fürth service gmbh

49,0 %

Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH

IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-FürthErlangen GmbH

14,1 %

100,0 %

infra fürth verkehr gmbh

11,5 %

Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH

94,8 %

infra fürth bäder gmbh

25,0 %

FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG

80,1 %

infra fürth gmbh

22,2 %

solid GmbH

75,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH

9,0 %

Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG

60,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG

8,3 %

enPlus eG

152

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

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Einführung

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Unternehmensporträts

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Weitere Informationen

Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung

Aufgabenbereich Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung

153

Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

Suchregister

Weitere Informationen

Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung

Verzeichnis

157 165 173 181 189 197

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung Soziales Wohnen Fürth GmbH wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH
nachrichtlich

SOPHIA Franken GmbH & Co. KG Wohn- und Lebensqualität GeWo Vach Gemeinnützige Wohnungs-Baugesellschaft mit beschränkter Haftung Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mit beschränkter Haftung Fürth-Stadeln

155

Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

Suchregister

Weitere Informationen

Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

157

158

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

Suchregister

Weitere Informationen

Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung
Siemensstraße 28 90766 Fürth Telefon: 0911/75995 0 Telefax: 0911/75995 44 Internet: www.wbg-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Stadt Fürth Sparkasse Fürth Tsd. € 2.877,4 1.411,7 4.289,1 % 67,1 32,9 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Aufsichtsrat Sepp Körbl, Stadtrat (Vorsitzender) Markus Braun, Bürgermeister (stellv. Vorsitzender) Birgit Arnold, Stadträtin Petra Guttenberger, Stadträtin Rudi Lindner, Stadtrat Claudia Middendorf, Stadträtin Herbert Schlicht, Stadtrat Stefan Ultsch, Stadtrat Jörg Vollbrecht, Stadtrat Michaela von Wittke, Stadträtin Hans Wölfel, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Fürth Reinhold Gründl, Sparkasse Fürth Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 38.700 €. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 31 MitarbeiterInnen plus 9 Teilzeitbeschäftigte (insbesondere HausmeisterInnen). Im Vorjahr waren 27 MitarbeiterInnen plus 11 Teilzeitbeschäftigte für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Zweck der Gesellschaft ist vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung im Rahmen des Gesetzes über die soziale Wohnraumförderung (Wohnraumförderungsgesetz – WoFG) und der städtebaulichen Aufgaben. Die Gesellschaft errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen. Sie kann außerdem alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen, Grundstücke erwerben, belasten und veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben. Sie kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen bereitstellen. Die Preisbildung für die Überlassung von Mietwohnungen und die Veräußerung von Wohnungsbauten soll angemessen sein, d.h., sie soll eine Kostendeckung einschließlich angemessener Verzinsung des Eigenkapitals sowie die Bildung ausreichender Rücklagen unter Berücksichtigung einer Gesamtrentabilität des Unternehmens ermöglichen.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 10.529 19 418 10.966 -4.385 -1.568 -1.817 -1.253 -9.023 1.943 33 -1.403 -1.370 573 0 0 0 -293 -293 280 2012 Tsd. € 9.936 230 226 10.392 -4.627 -1.510 -1.530 -1.030 -8.697 1.695 40 -1.345 -1.305 390 0 0 0 -285 -285 105 2011 Tsd. € 9.329 -13 1.007 10.323 -4.503 -1.518 -1.469 -876 -8.366 1.957 105 -1.218 -1.113 844 0 0 0 -293 -293 551 2010 Tsd. € 9.321 -196 924 10.049 -5.381 -1.421 -1.417 -847 -9.066 983 47 -1.299 -1.252 -269 1.775 -366 *) 0 -291 1.118 849 2009 Tsd. € 9.199 -339 4.801 13.661 -6.867 -1.352 -1.457 -930 -10.606 3.055 20 -1.357 -1.337 1.718 0 0 0 -257 -257 1.461

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Mit Vertrag vom 29.07.2010 wurden die GeWo Vach sowie die GeWo Stadeln rückwirkend zum 01.01.2010 auf die WBG der Stadt Fürth verschmolzen. Hierdurch entstand ein (rein bilanzieller) Verschmelzungsverlust von 350 Tsd. €., der in den außerordentlichen Aufwendungen enthalten ist.

160

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

Vorwort

Einführung

Beteiligungsportfolio

Unternehmensporträts

Suchregister

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Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 61.584 4.313 152 66.049 15.182 3.278 47.496 93 66.049 -2.105 -6.244 42.432 2012 Tsd. € 55.426 5.177 166 60.769 14.902 3.488 42.328 51 60.769 -603 -4.272 37.385 2011 Tsd. € 49.695 5.366 120 55.181 14.796 3.928 36.403 54 55.181 473 -3.457 32.371 2010 Tsd. € 48.854 5.057 63 53.974 14.246 4.296 35.384 48 53.974 431 -4.207 31.090 2009 Tsd. € 45.727 4.045 61 49.833 11.379 5.391 33.023 40 49.833 -153 -6.074 27.503

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

1.288 6.558 8.045

1.185 5.898 7.386

332 2.716 2.911

756 2.300 *) 2.931 *)

1.423 130 1.248

*) Mit Verschmelzungsvertrag vom 29.07.2010 gingen weitere 2.027 Tsd. € an Darlehensverbindlichkeiten (der GeWo Vach sowie der GeWo Stadeln) auf die WBG der Stadt Fürth über. Im Gegenzug erhielt die WBG der Stadt Fürth die Aktiva der GeWo Vach und GeWo Stadeln (insbesondere deren Grundvermögen); ergänzt um Buchwertaufstockungen bewirkte die Verschmelzung zum 01.01.2010 eine Zunahme des Anlagevermögens der WBG der Stadt Fürth in Höhe von 5.025 Tsd. € (in den Investitionen 2010 nicht enthalten).

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Vorjahren, Dünkel.Schmalzing & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg/Fürth, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die deutsche Wirtschaft wurde 2013 durch die anhaltende Rezession in einer Reihe europäischer Länder und einer nur moderaten weltwirtschaftlichen Konjunktur gebremst. Auch 2014 bleibt die Überwindung der Krise des Euroraums die bedeutendste Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft konnte sich in der Krise trotz Wachstumseinbußen, im Unterschied zu den schuldenge-

plagten Euroländern im Süden, deutlich behaupten. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2013 um 0,4 %. Allerdings blieb das deutsche Wirtschaftswachstum damit im zweiten Jahr in Folge deutlich hinter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre (+1,2 %) zurück. Bereits im vergangenen Jahr war das BIP lediglich um 0,7 % gewachsen. Die deutsche Wirtschaft ist damit hinter dem längerfristigen Potenzialwachstum zurückgeblieben und konnte die bestehenden Kapazitäten nicht voll nutzen. Die wirtschaftliche Dynamik ging 2013 ausschließlich von den Dienstleistungsbranchen aus. Das produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung ausmachte, stagnierte und erreichte in etwa wieder die Wertschöpfung von 2012. Hier offenbart sich die gegenwärtige Schwäche der exportorientierten deutschen Industrie. Die Unternehmensdienstleister waren im Jahr 2013 der Wirtschaftsbereich im Dienstleistungssektor mit einem be-

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sonders deutlichen Zuwachs (+3,4 %). Aber auch die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe verzeichneten ein überdurchschnittliches Wertschöpfungsplus von 0,9 %. Finanz- und Versicherungsdienstleister rutschten 2013 aufgrund zahlreicher Verlustabschreibungen mit -4,9 % kräftig ins Minus. Die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe sank 2013 deutlich um 1,2 %. Vor allem der öffentliche Tiefbau und der gewerbliche Bau zeigten einen Rückgang der Wertschöpfung. Dagegen entwickelte sich der Wohnungsbau weiter aufwärtsgerichtet. Der Wohnungsbau zeigte mit einem Zuwachs von 0,3 % im Jahr 2013 nun im vierten Jahr in Folge eine aufwärtsgerichtete Tendenz. Investitionen in den Wohnungsbau profitieren gegenwärtig von einem historisch niedrigen Zinsniveau und einer günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die expansive Geldpolitik der EZB nährt zudem die Sorge vor einer Inflation. Vor diesem Hintergrund hält die Suche nach stabilen Sachwerten als Anlagegut weiter an. Mit einem Anteil von knapp 59 % an der Gesamtsumme aller Bauinvestitionen haben die Wohnbauten ihre Stellung als bedeutendste Teilsparte unter den Bauarten weiter ausgebaut. Der Wohnungsbau dürfte auch im Jahr 2014 weiter zulegen. Darauf deuten nach Urteil der Institute neben den genannten Rahmenbedingungen vor allem auch die hohen Auftragsbestände bei den Bauunternehmen hin. Ein Wachstum um die 4 % wird dabei für 2014 erwartet. Darstellung des Gesellschaftszwecks Die WBG mit ihren beiden Gesellschaftern, der Stadt Fürth sowie der Sparkasse Fürth, ist unverändert überwiegend in folgenden Geschäftsfeldern tätig: • Verwaltung und Bewirtschaftung des eigenen Wohnungsbestands • Übernahme von Geschäftsbesorgungen größerer Wohnungsbestände von Dritten • Übernahme von Verwaltungen nach dem Wohnungseigentumsgesetz Das Unternehmen ist im Bereich der Stadt Fürth, daneben auch im regionalen Umfeld tätig. Die Stadt Fürth ist Teil der für den mittelfränkischen Raum wirtschaftlich bedeutungsvollsten Drei-Städte-Achse innerhalb Nordbayerns. Sie besteht aus den Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen und bildet bundesweit den siebtgrößten Wirtschaftsraum.

Finanzielle Leistungsindikatoren Die WBG konnte im Berichtsjahr die Eigenkapitalquote nicht auf Vorjahresniveau halten (Rückgang 1,5 %). Die Gesamtkapitalrentabilität stieg hingegen um 0,1 %. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die MitarbeiterInnen der WBG sind ein wesentlicher Teil des Kapitals. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Der Wohnungsbestand des Unternehmens ist zukunftsfähig und bereitet der Unternehmung dauerhafte Nachfrage. Die WBG kann in Verbindung mit ihren Töchtern alle Schichten der Bevölkerung bedienen. Entwicklung 2013 Neben der abgeschlossenen energetischen Sanierung der Objekte Komotauer Str. 10/12; 29/31; 11/15 inklusive Aufstockung um jeweils ein Geschoss, mit insgesamt 23 neuen Wohnungen, konnte auch der Neubau der Geschäftsstelle mit 13 darüber liegenden Wohnungen fertiggestellt werden. Eine weitere energetische Sanierung wurde am Objekt Herboldshoferstr. 13/Schleifweg 4 umgesetzt. Des Weiteren erwarb das Unternehmen ein Objekt im Zehentweg 5 in Fürth, um es nach abgeschlossener Sanierung an die Stadt Fürth für fünf Jahre zur Nutzung als Kindergarten zu vermieten. Die Gesamtinvestition für diese Maßnahmen beträgt im Berichtsjahr ca. 7,5 Mio. €. Im Bau befindet sich das Personalwohnheim in der Nürnberger Str. 164, welches im Berichtsjahr begonnen wurde. Nach Fertigstellung wird dieses über einen Zeitraum von 25 Jahren an das Klinikum Fürth vermietet. Der Ausbau des Geschäftsfelds Fremd- und WEG-Verwaltung konnte im Berichtsjahr ebenfalls weiter vorangetrieben werden. Derzeit befinden sich 26 (Vorjahr 27) Wohnungseigentumsgemeinschaften mit 413 (Vorjahr 390) Einheiten in der Verwaltung. Für Fremde verwaltet die Gesellschaft weitere 310 (Vorjahr 293) Einheiten. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Gesellschaft gerade im Bereich der Instandhaltung, Instandsetzung, Modernisierung enorme Anstrengungen unternimmt, um den Bestand zu optimieren. Ertragslage Die Gesellschaft verwaltet zum 31.12.2013 1.675 eigene Wohnungen sowie 18 gewerbliche Einheiten. Des Weiteren bestehen Geschäftsbesorgungs- und Verwaltungsverträge im Rahmen des Wohnungseigentumsgesetzes für weitere Einheiten.

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Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung betrugen im Jahr 2013 9.632 Tsd. € (Vorjahr 9.127 Tsd. €). Das Hausbewirtschaftungsergebnis ist belastet durch Erlösschmälerungen für Sollmieten von 145 Tsd. € (Vorjahr 172 Tsd. €). Der Ausweis der Leerstandsquote für das Geschäftsjahr beträgt 2,9 % und ist damit deutlich geringer als im Vorjahr mit 4,0 %. Erfreulicherweise konnten gegenüber dem Vorjahr sowohl die Umsatzerlöse, die Gesamtleistung, der Rohertrag und das Betriebsergebnis gesteigert werden. Insofern war das abgelaufene Jahr ein erfolgreiches Jahr. Wegen der vielen zuvor geschilderten Investitionen stieg allerdings auch die Fremdfinanzierung und damit der Zinsaufwand. Dennoch konnte im Berichtsjahr ein gegenüber dem Vorjahr deutlich höherer Jahresüberschuss mit 280 Tsd. € (Vorjahr 105 Tsd. €) erzielt werden. Finanzlage Der Cash-Flow (DVFA/SG) beträgt 2.180 Tsd. € (Vorjahr 1.728 Tsd. €). Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2013 um 8,7 % (5.280 Tsd. €) erhöht. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 23,0 % (Vorjahr 24,5 %). Die Investitionen in Sachanlagen und Finanzanlagen liegen um 6.228 Tsd. € über dem Niveau der Abschreibungen. Auf der Passivseite spiegelte sich die Investitionstätigkeit in um 5.079 Tsd. € erhöhten Bankverbindlichkeiten wider. Zukünftig muss versucht werden, die positive Entwicklung dauerhaft fortzuführen. Rechtsstreitigkeiten Kalbsiedlung Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Wohnungen in der Kalbsiedlung sind nach wie vor gerichtsanhängig. Wie in den Vorjahren wurden hierfür entsprechende Rückstellungen gebildet. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu erwähnen. Risikobericht Generell ist im Rahmen des Portfoliomanagements geplant, den Bestand marktkonform zu halten. Teile des Bestands müssen insbesondere energetisch saniert werden, um einen durch zu hohe Energiekosten bedingten Leerstand zu vermeiden. Dies gelingt nur bei einer entsprechenden Reduktion der „zweiten Miete“.

Die Gesellschaft erhofft sich durch gezielte und rentable Investitionen, den Bestand langfristig marktkonform halten zu können, um den wachsenden Risiken innerhalb der Wohnungswirtschaft positiv zu entgegnen. Nur bei wirtschaftlichen Investitionen und marktgerechten Mietpreisen kann ungewollter Leerstand vermieden werden. Im Hinblick auf die notwendigen Investitionen sind die Preisentwicklungen für Baustoffe und Handwerkerleistungen im Auge zu behalten. Chancen der künftigen Entwicklung Der Trend der Zuwanderung in die Stadt Fürth hat sich in den letzten Jahren bestätigt. Die stetig wachsende Nachfrage nach Wohnraum innerhalb des Stadtgebiets führte zur Ausweisung von Neubaugebieten. Da diese nicht ausreichend vorhanden sind, sieht die Unternehmung aufgrund ihrer Ressourcen im Bereich der Nachverdichtung Möglichkeiten, die Nachfrage auch zukünftig wirtschaftlich befriedigen zu können. Durch ein aktives Portfoliomanagement wird das Unternehmen marktkonformen Wohnungsbestand neu schaffen, um somit eine dauerhafte positive Vermietungssituation zu gewährleisten. Prognosebericht Der gewonnene wirtschaftliche Spielraum wird auch zukünftig im Sinn der positiven Entwicklung der Stadt Fürth genutzt werden. Dies setzt allerdings voraus, dass auch in den nächsten Jahren der Finanzaufwand reduziert und die Ertragssituation verbessert werden muss. Im Rahmen von gezielten Modernisierungsmaßnahmen inklusive einiger Geschossaufstockungen verfolgt die WBG die Strategie, mittelfristig von einem ausgewogenen Mieterklientel zu profitieren. Insbesondere die Nachverdichtungsmöglichkeiten und die gewonnene Kapitalstärke bieten der Unternehmung bei wirtschaftlichem Handeln besondere Möglichkeiten. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, aus dem Kerngeschäft Hausbewirtschaftung zukünftig wieder das ertragsstärkste Geschäftsfeld zu entwickeln – wozu auch die kontinuierliche Anpassung des Mietzinses gehört. Von positiven Jahresergebnissen kann in den Jahren 2014 und 2015 ausgegangen werden. Ein weiterer Baustein zur Verbesserung des Ertrags sind die Umsatzerlöse aus Betreuungstätigkeit. Hier wird insbesondere die Wohnungsverwaltung für Dritte in den Fokus rücken.

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Siemensstraße 28 90766 Fürth Telefon: 0911/75995 0 Telefax: 0911/75995 44 Internet: www.wbg-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung Tsd. € % Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt aus seiner Organstellung im Jahr 2013 keine Bezüge. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte aufgrund des mit der Alleingesellschafterin bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrags im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

25,0 25,0

100,0 100,0

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Gesellschaftszweck ist • die Förderung der Wohlfahrtspflege, der Bildung und Erziehung einschließlich Studentenhilfe, des Schutzes von Ehe und Familie, der Jugend- und Altenhilfe, • die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch • die Errichtung, Sanierung und Instandhaltung von Wohnraum zur selbstlosen Überlassung – gegebenenfalls über einen mit der Stadt Fürth abzuschließenden Generalmietvertrag – an Personen mit besonderer sozialer und/oder wirtschaftlicher Bedürftigkeit, insbesondere an Personen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder hiervon bedroht sind, an Familien mit Kindern und/oder allein erziehende Personen, an in Schul-, Berufs- oder Hochschulausbildung befindliche Personen, an Senioren und an Personen, die ihren Wohnungsbedarf wegen ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands nicht aus eigener Kraft decken können, • die soziale Integration wohnungsloser Personen durch Betreuung und Beratung, • Sanierung von Baudenkmälern.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 358 37 72 467 -95 -116 -27 -238 229 0 -112 -112 117 0 -9 -9 108 2012 Tsd. € 222 6 8 236 -26 -89 -16 -131 105 0 -112 -112 -7 0 -2 -2 -9 2011 Tsd. € 197 3 0 200 -22 -70 -32 -124 76 0 -89 -89 -13 0 -6 -6 -19 2010 Tsd. € 189 4 2 195 -6 -69 -26 -101 94 0 -81 -81 13 0 -1 -1 12 2009 Tsd. € 148 0 1 149 0 -53 -13 -66 83 2 -76 -74 9 0 0 0 9

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 5.894 275 33 6.202 218 7 5.962 15 6.202 -224 -665 5.262 2012 Tsd. € 5.783 22 35 5.840 10 7 5.811 12 5.840 -122 -1.458 4.467 2011 Tsd. € 4.023 13 0 4.036 19 7 4.002 8 4.036 -46 -950 3.096 2010 Tsd. € 3.602 74 0 3.676 38 6 3.631 1 3.676 16 -538 3.077 2009 Tsd. € 3.332 72 0 3.404 26 9 3.369 0 3.404 -19 -319 3.033

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

252 852 1.595

480 1.352 1.849

408 68 501

338 84 340

-129 1.584 1.565

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Vorjahren, Dünkel.Schmalzing & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg/Fürth, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die deutsche Wirtschaft wurde 2013 durch die anhaltende Rezession in einer Reihe europäischer Länder und einer nur moderaten weltwirtschaftlichen Konjunktur gebremst. Auch 2014 bleibt die Überwindung der Krise des Euroraums die bedeutendste Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft konnte sich in der Krise trotz Wachstumseinbußen, im Unterschied zu den schuldengeplagten Euroländern im Süden, deutlich behaupten. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2013 um 0,4 %. Allerdings blieb das deutsche Wirtschaftswachstum damit im zweiten Jahr in Folge deutlich hinter dem Durch-

schnittswert der letzten zehn Jahre (+1,2 %) zurück. Bereits im vergangenen Jahr war das BIP lediglich um 0,7 % gewachsen. Die deutsche Wirtschaft ist damit hinter dem längerfristigen Potenzialwachstum zurückgeblieben und konnte die bestehenden Kapazitäten nicht voll nutzen. Die wirtschaftliche Dynamik ging 2013 ausschließlich von den Dienstleistungsbranchen aus. Das produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung ausmachte, stagnierte und erreichte in etwa wieder die Wertschöpfung von 2012. Hier offenbart sich die gegenwärtige Schwäche der exportorientierten deutschen Industrie. Die Unternehmensdienstleister waren im Jahr 2013 der Wirtschaftsbereich im Dienstleistungssektor mit einem besonders deutlichen Zuwachs (+3,4 %). Aber auch die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe verzeichneten ein überdurchschnittliches Wertschöpfungsplus von 0,9 %. Finanz- und Versicherungsdienstleister rutschten 2013 aufgrund zahlreicher Verlustabschreibungen mit -4,9 % kräftig ins Minus. Die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe sank 2013 deutlich um 1,2 %. Vor allem der öffentliche Tiefbau und der

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gewerbliche Bau zeigten einen Rückgang der Wertschöpfung. Dagegen entwickelte sich der Wohnungsbau weiter aufwärtsgerichtet. Der Wohnungsbau zeigte mit einem Zuwachs von 0,3 % im Jahr 2013 nun im vierten Jahr in Folge eine aufwärtsgerichtete Tendenz. Investitionen in den Wohnungsbau profitieren gegenwärtig von einem historisch niedrigen Zinsniveau und einer günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die expansive Geldpolitik der EZB nährt zudem die Sorge vor einer Inflation. Vor diesem Hintergrund hält die Suche nach stabilen Sachwerten als Anlagegut weiter an. Mit einem Anteil von knapp 59 % an der Gesamtsumme aller Bauinvestitionen haben die Wohnbauten ihre Stellung als bedeutendste Teilsparte unter den Bauarten weiter ausgebaut. Der Wohnungsbau dürfte auch im Jahr 2014 weiter zulegen. Darauf deuten nach Urteil der Institute neben den genannten Rahmenbedingungen vor allem auch die hohen Auftragsbestände bei den Bauunternehmen hin. Ein Wachstum um die 4 % wird dabei für 2014 erwartet. Darstellung des Geschäftsverlaufs Im Berichtsjahr (2013) wurde der Neubau der viergruppigen Kinderkrippe in der Siemensstr. 16, welcher in 2012 begonnen wurde, abgeschlossen. Die dort entstandene Krippe mit 48 Plätzen wird seit dem 06.12.2013 von der Arbeiterwohlfahrt Fürth betrieben. Es besteht ein umfassender Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Alleingesellschafterin, der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH. Finanzielle Leistungsindikatoren Erstmalig nach der Gründung im Jahre 2008 konnte die Gesellschaft im Berichtsjahr einen deutlichen Jahresüberschuss erzielen. Entgegen der vergangenen Jahre wurde das Ergebnis nicht negativ durch Erlösschmälerungen wegen Sanierungsarbeiten geprägt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr nicht durch eigenes Personal, sondern im Rahmen der Geschäftsbesorgung durch das Personal der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH erbracht. Ertragslage Aufgrund des Mietgarantievertrags zwischen der Unternehmung und der Stadt Fürth ist weiterhin von dauerhaften Einnahmen auszugehen.

Im Berichtsjahr hinzugekommen ist ein 25-jähriger Mietvertrag mit dem Betreiber der neu erstellten Kinderkrippe. Die Ertragslage des Jahres 2013 ist i.W. durch die Vollvermietung der Sanierungsobjekte beeinflusst. Die Unternehmensleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2013 als günstig, da langfristige Mietverträge die Zukunft des Unternehmens sichern. Finanzlage Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft zeigt sich solide durch die Finanzierung eines örtlichen Kreditinstituts sowie der Ausreichung eines staatlichen Darlehens. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung sind die Finanzverhältnisse geordnet. Vermögenslage Die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ist gemessen an einer Eigenkapitalquote mit 3,5 % (Vorjahr 0,2 %), nicht ausreichend. Aufgrund der vorstehend genannten vertraglichen Rahmenbedingungen ist die Vermögenslage der Gesellschaft dennoch geordnet. Nachtragsbericht Die Unternehmung wird im Jahr 2014 die Außenanlagen der viergruppigen Kinderkrippe in der Siemensstraße fertigstellen. Darüber hinaus sind keine weiteren Ereignisse geplant. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine den Bestand des Unternehmens gefährdende oder sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Aufgrund des engen Satzungszwecks sind darüber hinaus keine besonderen Chancen zu erkennen. Durch die städtische Mietgarantie ist von einer positiven Prognose auszugehen.

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Siemensstraße 28 90766 Fürth Telefon: 0911/75995 0 Telefax: 0911/75995 44 Internet: www.wbg-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung infra fürth dienstleistung gmbh Tsd. € % Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Rolf Perlhofer Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 25.495 €. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte aufgrund des mit der Hauptgesellschafterin bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrags im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

200,0 50,0 250,0

80,0 20,0 100,0

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck sind • die Entwicklung, Verwertung, Errichtung, Betreuung, Bewirtschaftung und Verwaltung von Liegenschaften, die im Eigentum der Stadt Fürth und der Gesellschaften, an denen die Stadt Fürth mehrheitlich beteiligt ist, stehen oder von diesen verwaltet werden. Die Gesellschaft kann hierzu Grundstücke erwerben, belasten und veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben. • die Durchführung städtebaulicher Aufgaben, insbesondere Entwicklungsmaßnahmen im Sinne der §§ 136 fortfolgende des Baugesetzbuches und Sanierungsmaßnahmen im Sinne der §§ 165 fortfolgende des Baugesetzbuches einschließlich der Übernahme von Maßnahmen der Infrastruktur.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 3.469 -150 20 3.339 -3.256 -29 -37 -3.322 17 18 -1 17 34 -11 0 -11 23 2012 Tsd. € 3.232 1.023 13 4.268 -3.955 -36 -27 -4.018 250 3 -5 -2 248 -59 0 -59 189 2011 Tsd. € 3.305 -754 0 2.551 -2.321 -21 -31 -2.373 178 0 -12 -12 166 0 0 0 166 2010 Tsd. € 275 1.461 5 1.741 -1.890 -17 -32 -1.939 -198 1 -6 -5 -203 0 0 0 -203 2009 Tsd. € 2.657 -1.101 8 1.564 -1.272 -12 -24 -1.308 256 1 -22 -21 235 0 0 0 235

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 0 3.982 0 3.982 439 156 3.387 0 3.982 335 439 2 2012 Tsd. € 0 3.560 8 3.568 416 183 2.969 0 3.568 759 408 0 2011 Tsd. € 0 1.759 5 1.764 226 61 1.477 0 1.764 -158 221 346 2010 Tsd. € 0 2.030 9 2.039 60 38 1.941 0 2.039 -214 87 350 2009 Tsd. € 0 810 1 811 261 55 495 0 811 364 261 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

327 0 0

917 0 0

56 0 0

-278 350 0

820 0 0

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Vorjahren, Dünkel.Schmalzing & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg/Fürth, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die deutsche Wirtschaft wurde 2013 durch die anhaltende Rezession in einer Reihe europäischer Länder und einer nur moderaten weltwirtschaftlichen Konjunktur gebremst. Auch 2014 bleibt die Überwindung der Krise des Euroraums die bedeutendste Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft konnte sich in der Krise trotz Wachstumseinbußen, im Unterschied zu den schuldengeplagten Euroländern im Süden, deutlich behaupten. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2013 um 0,4 %. Allerdings blieb das deutsche Wirtschaftswachstum damit im zweiten Jahr in Folge deutlich hinter dem Durch-

schnittswert der letzten zehn Jahre (+1,2 %) zurück. Bereits im vergangenen Jahr war das BIP lediglich um 0,7 % gewachsen. Die deutsche Wirtschaft ist damit hinter dem längerfristigen Potenzialwachstum zurückgeblieben und konnte die bestehenden Kapazitäten nicht voll nutzen. Die wirtschaftliche Dynamik ging 2013 ausschließlich von den Dienstleistungsbranchen aus. Das produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung ausmachte, stagnierte und erreichte in etwa wieder die Wertschöpfung von 2012. Hier offenbart sich die gegenwärtige Schwäche der exportorientierten deutschen Industrie. Die Unternehmensdienstleister waren im Jahr 2013 der Wirtschaftsbereich im Dienstleistungssektor mit einem besonders deutlichen Zuwachs (+3,4 %). Aber auch die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe verzeichneten ein überdurchschnittliches Wertschöpfungsplus von 0,9 %. Finanz- und Versicherungsdienstleister rutschten 2013 aufgrund zahlreicher Verlustabschreibungen mit -4,9 % kräftig ins Minus. Die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe sank 2013 deutlich um 1,2 %. Vor allem der öffentliche Tiefbau und der

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gewerbliche Bau zeigten einen Rückgang der Wertschöpfung. Dagegen entwickelte sich der Wohnungsbau weiter aufwärtsgerichtet. Der Wohnungsbau zeigte mit einem Zuwachs von 0,3 % im Jahr 2013 nun im vierten Jahr in Folge eine aufwärtsgerichtete Tendenz. Investitionen in den Wohnungsbau profitieren gegenwärtig von einem historisch niedrigen Zinsniveau und einer günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die expansive Geldpolitik der EZB nährt zudem die Sorge vor einer Inflation. Vor diesem Hintergrund hält die Suche nach stabilen Sachwerten als Anlagegut weiter an. Mit einem Anteil von knapp 59 % an der Gesamtsumme aller Bauinvestitionen haben die Wohnbauten ihre Stellung als bedeutendste Teilsparte unter den Bauarten weiter ausgebaut. Der Wohnungsbau dürfte auch im Jahr 2014 weiter zulegen. Darauf deuten nach Urteil der Institute neben den genannten Rahmenbedingungen vor allem auch die hohen Auftragsbestände bei den Bauunternehmen hin. Ein Wachstum um die 4 % wird dabei für 2014 erwartet. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Stadt Fürth ist Teil der für den mittelfränkischen Raum wirtschaftlich bedeutungsvollsten Drei-Städte-Achse innerhalb Nordbayerns. Sie besteht aus den Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen und bildet bundesweit den siebtgrößten Wirtschaftsraum. In den vergangenen Jahren hat der Standort Fürth eine positive Wanderungsbilanz, deutlich stärker als die in nächster Nähe gelegenen Städte Nürnberg und Erlangen, erfahren. Die Einwohnerzahl mit ca. 120.000 Einwohnern hat schon heute das Niveau erreicht, welches durch den Demographiebericht der Bertelsmann Stiftung für das Jahr 2030 prognostiziert wurde. Seit dem 16.02.2005 besteht ein umfassender Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH. Die Errichtung und der Verkauf von 18 Eigentumswohnungen in der Westlichen Waldringstr. 22, welcher 2011 begonnen wurde, konnte im Jahr 2012 mit Fertigstellung der Außenanlagen wirtschaftlich abgeschlossen werden. Die Mängelbeseitigung erfolgte im Berichtsjahr. Im Jahr 2012 erwarb die wohnfürth das Grundstück in der Stiftungsstr. 1 bis 3 von der König-Ludwig-Stiftung. Hier entstehen 13 neue Eigentumswohnungen, welche bis Endes des Berichtsjahres vollständig verkauft wurden und im ersten Quartal 2014 fertiggestellt und übergeben werden.

Der im April 2012 begonnene Neubau in der Weiherstr. 13 mit insgesamt 15 Wohneinheiten und 15 Stellplätzen/Garagen wurde im Berichtsjahr fertiggestellt und übergeben. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wohnfürth, die im Jahr 2005 gegründet wurde, hat im Berichtsjahr 2013 ihre Bautätigkeit fortgeführt. Da im Berichtsjahr wirtschaftlich das Bauprojekt Weiherstr. mit 15 Wohnungen incl. Stellplätzen abgeschlossen wurde, konnte das Unternehmen einen Umsatz aus diesem Projekt von 3.469 Tsd. € (Vorjahr 3.232 Tsd. €) ausweisen. Der Vorjahresumsatz betraf ausschließlich das Projekt Westliche Waldringstr. Die Eigenkapitalquote verminderte sich auf 11,0 % gegenüber dem Vorjahreswert von 11,6 %. Betragsmäßig erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses von 416 Tsd. € auf 439 Tsd. €. Grund für die prozentuale Minderung ist die erhöhte Bilanzsumme. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr durch den Geschäftsführer und im Rahmen der Geschäftsbesorgung durch das Personal der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH erbracht. Ertragslage Die Gesellschaft hat im Jahr 2013 den Abverkauf der restlichen 6 Einheiten in der Stiftungsstr. 1 mit einem Preisvolumen in Höhe von 1.501 Tsd. € (Vorjahr 5.339 Tsd. €) erzielen können. Da die Maßnahme in 2013 noch nicht fertiggestellt ist, konnte der sich hieraus abzeichnende Gewinn noch nicht erfolgswirksam ausgewiesen werden. Das Preisvolumen von im Vorjahr abgeschlossenen Kaufverträgen von 5.339 Tsd. € betraf 7 Einheiten der Stiftungsstr. mit 1.853 Tsd. € und Einheiten der Weiherstr. mit 3.486 Tsd. €. Die Unternehmensleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2013 als sehr positiv. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragssteuern in Höhe von 34 Tsd. € (Vorjahr 248 Tsd. €) ist erwartungsgemäß. Finanzlage Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft ist nicht angespannt. Beispielhaft ist hier das Verhältnis der Position „Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit unfertigen Bauten“ mit 2.320 Tsd. € zu den „Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen“ von 2.916 Tsd. €.

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Die bestehenden Verbindlichkeiten können durch den Abruf der Bauträgerraten erfüllt werden. Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt wegen des Jahresüberschusses über eine ausreichende Eigenkapitalausstattung. Die Eigenkapitalquote beträgt 11,0 % (Vorjahr 11,6 %). Bei Saldierung der erhaltenen Anzahlungen mit den teilfertigen Bauten beträgt die Quote 41,2 % (Vorjahr 28,7 %). Die Vermögenslage der Gesellschaft ist erwartungsgemäß befriedigend. Im Berichtsjahr wurde ein Neubauprojekt abgeschlossen. Nachtragsbericht Durch die notariell beurkundeten Kaufverträge aus dem bis Ablauf des Geschäftsjahres vollständig erfolgten Abverkauf der Einheiten in der Stiftungsstr, besteht ein Umsatzvolumen für die GuV 2014 von ca. 3.354 Tsd. €. Durch die hieraus entstehende Gewinnrealisierung, die zum wesentlichen Teil im Jahr 2014 mit der Fertigstellung des Objekts in der Stiftungsstr. zum Tragen kommt, wird die wohnfürth auch das kommende Wirtschaftsjahr mit einem Jahresüberschuss beenden. Dieser wird voraussichtlich mindestens auf Höhe der Jahre 2011 und 2012, also deutlich über 100 Tsd. €, erwartet. Im ersten Halbjahr 2014 beginnt die Unternehmung mit der Realisierung eines Neubaus von sieben Wohnungen in der Flößaustr. 10. Risikobericht Risiken werden in den aufgrund des derzeitigen Baubooms und der Finanzkrise und dem sehr günstigen Zinsniveau in den ständig steigenden Material- und Handwerkerpreisen gesehen. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen im Stadtgebiet Fürth ist jedoch weiterhin ungebrochen hoch, auch im Wirtschaftsjahr 2014 ist davon auszugehen, dass weiter Projekte erfolgreich umgesetzt werden können. Chancen der künftigen Entwicklung Neben dem laufenden Neubau in der Stiftungsstr. in Fürth sieht die Planung der wohnfürth weitere Maßnahmen bis ins Jahr 2018 vor. Aufgrund der vorhandenen Grundstücksressourcen des Hauptgesellschafters WBG im Stadtgebiet Fürth ist davon auszugehen, dass die wohnfürth jährlich mindestens ein Bauvorhaben realisieren und abschließen wird.

Prognosebericht In der Metropolregion besteht derzeit und auch in Zukunft ein hohes Interesse an Eigentum. Dies wird u.a. dadurch belegt, dass die durchschnittlichen Quadratmeter-Verkaufspreise von neuen Eigentumswohnungen in Fürth auf ca. 3.000 € (Vorjahr 2.700 €) gestiegen sind. In Nachbarstädten wie Erlangen und Nürnberg liegen diese noch höher. Schenkt man den Statistiken Glauben, ist die Region in den nächsten Jahren durch Zuwanderung und Bevölkerungsanstieg mit einer erhöhten Nachfrage konfrontiert. Neben den klassischen Neubaugebieten steht hier primär die Nachverdichtung der wenigen Flächen im Fokus.

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182

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Maria-Ward-Straße 8 96047 Bamberg Telefon: 0951/2088 0 Telefax: 0951/2088 291 Internet: www.sophia-franken.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter SOPHIA – Consulting & Concept GmbH (Komplementärin) Kommanditisten Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung Stadtbau GmbH Bamberg Gemeinnützige Wohnungsbau- und Wohnungsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg mbH GEWOBAU Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Erlangen mbH Evangelisches Siedlungswerk in Bayern, Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Joseph-Stiftung, kirchliches Wohnungsunternehmen SeniVita Holding OHG SOPHIA-Beteiligungs GbR WSG Wohn-Service-Gesellschaft mit beschränkter Haftung Tsd. € 0,0 % 0,0 Geschäftsführung und Vertretung Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft ist die Komplementärin, die SOPHIA – Consulting & Concept GmbH, Bamberg, vertreten durch die Geschäftsführer, Herrn Anton Zahneisen, Frau Sabine Brückner-Zahneisen und Herrn Gerhard Nunner, allein berechtigt und verpflichtet. Bezüge der Geschäftsführung Aufgrund § 264a Absatz 2 HGB gelten als angabepflichtige Bezüge jene der gesetzlichen Vertreter der Komplementär-GmbH. Aus dem Anhang zum Jahresabschluss der SOPHIA Franken GmbH & Co. KG Wohn- und Lebensqualität war abzuleiten, dass im Jahr 2010 ggf. erfolgte Vergütungen der SOPHIA – Consulting & Concept GmbH an ihre Geschäftsführer unter Bezugnahme auf § 288 Absatz 1 HGB nicht angeführt wurden. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2010 durchschnittlich 11 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 16 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

25,0 25,0

11,1 11,1

25,0 25,0

11,1 11,1

25,0 25,0 25,0 25,0 25,0 225,0

11,1 11,1 11,1 11,1 11,2 100,0

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck ist die Bereitstellung eines ServicePakets zum Erhalt selbständigen Wohnens. Menschen sollen hierdurch länger in ihren bisherigen Wohnungen bleiben können. Dazu sollen unter Fortführung und Erweiterung des Modellprojekts SOPHIA neue technische Möglichkeiten entwickelt und eingebunden werden und verschiedene diesen Zweck unterstützende Dienstleistungen aufgebaut und betrieben werden.

183

Entwicklung der Ertragslage
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2010 Tsd. € 469 -137 -27 -290 15 15 0 -1 -1 14 0 -1 -1 13 2009 Tsd. € 436 -155 -29 -243 9 9 0 0 0 9 0 0 0 9

Betriebsergebnis Rohergebnis Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Zum 01.01.2011 wurde die Kündigung des Kommanditanteils der WBG der Stadt Fürth an der SOPHIA wirksam. Deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2011, 2012 und 2013.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2010 Tsd. € 78 261 0 339 171 11 117 40 339 -3 133 3 2009 Tsd. € 99 286 7 392 165 7 155 65 392 47 124 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-37 0 6

38 0 6

*) Zum 01.01.2011 wurde die Kündigung des Kommanditanteils der WBG der Stadt Fürth an der SOPHIA wirksam. Deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2011, 2012 und 2013.

Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2010 Das Geschäftsmodell der SOPHIA wird inzwischen nicht nur auf Bundesebene, sondern auch global wahrgenommen. Eine Studie von Ernst & Young (intelligente ICT Lösungen für Altere Menschen zu Hause) benennt unser Konzept als eines von 10 Best Practice Konzepten weltweit. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr war insgesamt erfolgreich. Das positive Ergebnis in Höhe von 12.667,54 € lag etwas unter den Erwartungen. Allerdings waren Aufwendungen und Zuschüsse für das Projekt SOPHIA MlGRA eingestellt, das jedoch leider nicht bewilligt wurde. Eine Neuberechnung der Sachkostenpauschale für die SOPHIA – Consulting & Concept GmbH hat dazu beigetragen, dass die Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung deutlich reduziert werden konnten. Damit ist es gelungen, die Mehraufwendungen für den Betrieb der Filiale in Nürnberg aufzufangen.

Auch in 2010 wurden wieder mehr als 10.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet, und es ist gelungen, den Bedarf für die Studioarbeit (Patenanrufe) zu decken. Auch die Entwicklung in Nürnberg verläuft dank dem Engagement aller Mitarbeiter sehr positiv. Die Räume in Nürnberg sind nun vollständig fertig gestellt. Neben einem Besprechungsraum, 2 Technikerarbeitsplätzen und 2 Verwaltungsarbeitsplätzen stehen 4 Studios für Teilnehmerbetreuung zur Verfügung. Leistungsindikatoren Das Ziel eines positiven Jahresergebnisses wurde erreicht. Die anvisierte Teilnehmerzahl in Höhe von 1.400 wurde nur sehr knapp verfehlt (1.386). Der wachsende Bedarf ehrenamtlichen Engagements konnte gedeckt werden. Eine Studienarbeit an der Fachhochschule Nürnberg belegt die große Kundenzufriedenheit unserer TeiInehmerInnen.

185

Arbeitnehmerbelange Mit allen Mitarbeitern des Unternehmens werden regelmäßig Personalgespräche geführt. Alle Mitarbeiter des Unternehmens zeichnen sich auch weiterhin durch ein überdurchschnittliches Engagement aus. Das Engagement der Ehrenamtlichen ist weiterhin ungebrochen. Auch in diesem Jahr ist es gelungen, weitere Personen zur ehrenamtlichen Mitarbeit zu motivieren. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Ergebnis von 12.667,54 € erwirtschaftet. Die Ertragslage ist gesichert, für die kommenden Geschäftsjahre wird weiterhin eine positive Entwicklung der Gesellschaft erwartet. Vermögens- und Finanzlage Die Gesellschaft weist eine solide Bilanzstruktur auf. Die Vermögenswerte sind fristgerecht finanziert, die Liquidität ist gesichert. Die finanziellen Verhältnisse sind geordnet, die Finanzierung der begonnenen und geplanten Investitionen ist durch Eigen- und Fremdfinanzierungsmittel gesichert.

Prognosebericht 2011 Im kommenden Geschäftsjahr rechnen wir mit einem moderaten Teilnehmerwachstum. Zielgröße sind 1.500 Teilnehmer zum Jahresende. Des Weiteren wird in Kooperation mit PME Familienservice ab Mitte des laufenden Jahres ein Eldercareprojekt für Industriepartner starten.

186

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190

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GeWo Vach Gemeinnützige Wohnungs-Baugesellschaft mit beschränkter Haftung
Komotauer Straße 30 90766 Fürth Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Stadt Fürth Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung Tsd. € 5,9 110,7 116,6 % 5,1 94,9 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Aufsichtsrat Werner Bloß, Stadtrat (Vorsitzender) Helga Middendorf, Stadträtin (stellv. Vorsitzende) Angela Amesöder-Schwab, Stadträtin Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt aus seiner Organstellung im Jahr 2009 keine Bezüge. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte aufgrund des mit der Hauptgesellschafterin bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrags im Geschäftsjahr 2009, wie auch im Vorjahr, kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Die Gesellschaft errichtet(e) und bewirtschaftet(e) Kleinwohnungen im eigenen Namen und kann (konnte) auch die Errichtung von Kleinwohnungen betreuen und fremde Kleinwohnungen verwalten.

191

Entwicklung der Ertragslage
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2009 Tsd. € 326 3 8 337 -141 -28 -71 -240 97 1 -50 -49 48 0 -9 -9 39

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Mit Vertrag vom 29.07.2010 wurde die GeWo Vach rückwirkend zum 01.01.2010 auf die WBG der Stadt Fürth verschmolzen. Deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2010, 2011, 2012 und 2013.

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Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung GeWo Vach Gemeinnützige Wohnungs-Baugesellschaft mit beschränkter Haftung

Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2009 Tsd. € 1.418 310 0 1.728 207 180 1.340 1 1.728 120 82 1.165

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

86 0 0

*) Mit Vertrag vom 29.07.2010 wurde die GeWo Vach rückwirkend zum 01.01.2010 auf die WBG der Stadt Fürth verschmolzen. Deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2010, 2011, 2012 und 2013.

Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2009 Nach einer steilen Talfahrt im Winterhalbjahr 2008/2009 hat sich die Weltkonjunktur wieder gefangen. Seit dem Frühjahr ist die globale Produktion deutlich gestiegen. Die asiatischen Schwellenländer, mit China an der Spitze, hatten dabei insofern eine Vorreiterrolle inne, als sie die Rezession relativ rasch überwanden und danach einen dynamischen Expansionskurs einschlugen. Im Euro-Raum war die konjunkturelle Lage im ersten Halbjahr 2009 noch von einer schweren Rezession geprägt. Vor dem Hintergrund eines beträchtlichen gesamtwirtschaftlichen Abwärtsdruckes, einer deutlich gedämpften monetären Dynamik und den daraus resultierenden gesunkenen Inflationsgefahren sowie solide verankerter Inflationserwartungen setzte der EZB-Rat in der ersten Jahreshälfte 2009 seinen zinspolitischen Lockerungskurs fort. Bis Mai senkte das Entscheidungsgremium des Eurosystems den Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte in vier Schritten bis auf 1 %. Das Zusammenspiel aus Zinssenkungen, geldpolitischen Sondermaßnahmen und

massiven fiskalischen Stützungsprogrammen führte schließlich im zweiten Halbjahr zu einer merklichen Aufhellung der konjunkturellen Lage und einer Stabilisierung der Finanzmärkte. Die deutsche Wirtschaft wurde von der globalen Rezession angesichts des hohen Grades an außenwirtschaftlicher Verflechtung überaus hart getroffen. Im Jahresdurchschnitt ging das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt mit 5,0 % so stark zurück wie niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Wirtschaftsleistung konnte zwar im Jahresverlauf die konjunkturelle Talsohle durchschreiten, blieb aber insgesamt auf ausgesprochen niedrigem Niveau. Umso bemerkenswerter ist, dass der Arbeitsmarkt bislang nur sehr verhalten reagierte. Das Preisklima war 2009 äußerst vorteilhaft. Infolge des starken Konjunktureinbruchs, der auch mit einer Korrektur der vorherigen positiven Sonderentwicklung bei den gewinnabhängigen Steuern einherging, und der umfangreichen finanzpolitischen Stützungsmaßnahmen haben sich die Staatsfinanzen drastisch verschlechtert.

193

Ohne korrigierendes Gegensteuern ist auch mittelfristig mit hohen Defiziten und einer schnell steigenden Schuldenquote zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird die Konsolidierung der Staatsfinanzen zur vordringlichsten Politikaufgabe der kommenden Jahre. Darstellung des Gesellschaftszweckes und des Umfeldes der Gesellschaft Die GeWo Vach ist in dem Geschäftsfeld Verwaltung und Bewirtschaftung des eigenen Wohnungsbestandes tätig. In den vergangenen Jahren hat der Standort Fürth eine positive Wanderungsbilanz, deutlich stärker als die in nächster Nähe gelegenen Städte Nürnberg und Erlangen, erfahren. Fürth ist als Pendlerstandort bzw. präferierter Wohnstandort anzusehen. Seit dem 01.01.2005 besteht ein umfassender Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH. Ertragslage Die Gesellschaft verwaltet zum 31.12.2009 unverändert 61 Wohnungen. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung in Höhe von 326 Tsd. € (Vorjahr 301 Tsd. €). Des Weiteren konnten die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung um ca. 37 Tsd. € auf 141 Tsd. € (Vorjahr 178 Tsd. €) gesenkt werden. Der Jahresüberschuss von 39 Tsd. € liegt über Vorjahresniveau (25 Tsd. €). Die Unternehmensleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2009 als günstig. Finanzlage Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft stellt sich ordentlich dar, es bestehen keine Klumpenrisiken. Die Ausgewogenheit zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Darlehen ist bei der GeWo Vach gegeben. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung sind die Finanzverhältnisse geordnet. Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt über eine durchschnittliche Eigenkapitalausstattung. Die Eigenkapitalquote beträgt 12,0 % (Vorjahr 10,0 %). Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die GeWo Vach war im Berichtsjahr in der Lage, das Ergebnis des Vorjahres deutlich zu verbessern.

Die Geschäftsleitung bewertet die finanzielle Lage als positiv und geht davon aus, dass die nächsten Jahre ähnlich erfolgreich verlaufen werden. Die Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr nicht durch eigenes Personal, sondern im Rahmen der Geschäftsbesorgung durch das Personal der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH erbracht. Nachtragsbericht Derzeit werden Vorbereitungen getroffen, die GeWo Vach auf Ihre Mutter, die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH zu verschmelzen. Die Verschmelzung soll rückwirkend zum 01.01.2010 vollzogen werden. Risikobericht Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Jüngste Studien (Corpus Sireo GmbH Köln, Geographisches Institut der Universität Köln) belegen, dass sich die jahrelange Abwanderung der Bevölkerung in ländliche Gegenden umkehrt. Dementsprechend zieht es die Bevölkerung wieder mehr in die Stadt. Hieraus lässt sich die hohe Nachfrage nach Wohnungen im Stadtgebiet erklären und gewährleistet eine dauerhafte positive Vermietungsposition. Die angestrebte Verschmelzung auf die WBG Fürth wird in Zukunft den bisher angefallenen Investitionsstau der GeWo Vach verringern helfen und mittelfristig für einen nachfragegerechten Bestand sorgen können. Prognosebericht Geht man davon aus, dass sich der Trend der Demographie- und Arbeitmarktsentwicklung fortsetzt, sieht sich die GeWo Vach aufgrund der Substanz Ihres derzeitigen Wohnungsbestandes in der Lage, einer zukünftigen Nachfrage gerecht zu werden.

194

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198

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Komotauer Straße 30 90766 Fürth Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung Sparkasse Fürth Tsd. € % Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Aufsichtsrat Hartmut Träger (†), Stadtrat (Vorsitzender) Siegfried Tiefel, Stadtrat (stellv. Vorsitzender) Marianne Niclaus, Stadträtin Hermann Wagler, Stadtrat Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt aus seiner Organstellung im Jahr 2009 keine Bezüge. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte aufgrund des mit der Hauptgesellschafterin bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrags im Geschäftsjahr 2009, wie auch im Vorjahr, lediglich 1 Aushilfskraft.

556,3 86,9 643,2

86,5 13,5 100,0

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Zweck der Gesellschaft ist (war) vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung. Dazu errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet sie Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen. Sie kann außerdem alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen, Grundstücke erwerben, belasten und veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben. Sie kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen bereitstellen. Die Preisbildung für die Überlassung von Mietwohnungen und die Veräußerung von Wohnungsbauten soll angemessen sein, d.h. sie soll eine Kostendeckung einschließlich angemessener Verzinsung des Eigenkapitals sowie die Bildung ausreichender Rücklagen unter Berücksichtigung einer Gesamtrentabilität des Unternehmens ermöglichen.

199

Entwicklung der Ertragslage
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2009 Tsd. € 830 -10 51 871 -499 -6 -66 -167 -738 133 2 -15 -13 120 0 -25 -25 95

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Mit Vertrag vom 29.07.2010 wurde die GeWo Stadeln rückwirkend zum 01.01.2010 auf die WBG der Stadt Fürth verschmolzen. Deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2010, 2011, 2012 und 2013.

200

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Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mit beschränkter Haftung Fürth-Stadeln

Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2009 Tsd. € 1.841 673 0 2.514 783 429 1.298 4 2.514 331 173 862

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

294 0 0

*) Mit Vertrag vom 29.07.2010 wurde die GeWo Stadeln rückwirkend zum 01.01.2010 auf die WBG der Stadt Fürth verschmolzen. Deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2010, 2011, 2012 und 2013.

Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2009 Nach einer steilen Talfahrt im Winterhalbjahr 2008/2009 hat sich die Weltkonjunktur wieder gefangen. Seit dem Frühjahr ist die globale Produktion deutlich gestiegen. Die asiatischen Schwellenländer, mit China an der Spitze, hatten dabei insofern eine Vorreiterrolle inne, als sie die Rezession relativ rasch überwanden und danach einen dynamischen Expansionskurs einschlugen. Im Euro-Raum war die konjunkturelle Lage im ersten Halbjahr 2009 noch von einer schweren Rezession geprägt. Vor dem Hintergrund eines beträchtlichen gesamtwirtschaftlichen Abwärtsdruckes, einer deutlich gedämpften monetären Dynamik und den daraus resultierenden gesunkenen Inflationsgefahren sowie solide verankerter Inflationserwartungen setzte der EZB-Rat in der ersten Jahreshälfte 2009 seinen zinspolitischen Lockerungskurs fort. Bis Mai senkte das Entscheidungsgremium des Eurosystems den Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte in vier Schritten bis auf 1 %. Das Zusammenspiel aus Zinssenkungen, geldpolitischen Sondermaßnahmen und

massiven fiskalischen Stützungsprogrammen führte schließlich im zweiten Halbjahr zu einer merklichen Aufhellung der konjunkturellen Lage und einer Stabilisierung der Finanzmärkte. Die deutsche Wirtschaft wurde von der globalen Rezession angesichts des hohen Grades an außenwirtschaftlicher Verflechtung überaus hart getroffen. Im Jahresdurchschnitt ging das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt mit 5,0 % so stark zurück wie niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Wirtschaftsleistung konnte zwar im Jahresverlauf die konjunkturelle Talsohle durchschreiten, blieb aber insgesamt auf ausgesprochen niedrigem Niveau. Umso bemerkenswerter ist, dass der Arbeitsmarkt bislang nur sehr verhalten reagierte. Das Preisklima war 2009 äußerst vorteilhaft. Infolge des starken Konjunktureinbruchs, der auch mit einer Korrektur der vorherigen positiven Sonderentwicklung bei den gewinnabhängigen Steuern einherging, und der umfangreichen finanzpolitischen Stützungsmaßnahmen haben sich die Staatsfinanzen drastisch verschlechtert.

201

Ohne korrigierendes Gegensteuern ist auch mittelfristig mit hohen Defiziten und einer schnell steigenden Schuldenquote zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird die Konsolidierung der Staatsfinanzen zur vordringlichsten Politikaufgabe der kommenden Jahre. Darstellung des Umfeldes der Gesellschaft Die GeWo Stadeln ist in dem Geschäftsfeld Verwaltung und Bewirtschaftung des eigenen Wohnungsbestandes tätig. In den vergangenen Jahren hat der Standort Fürth eine positive Wanderungsbilanz, deutlich stärker als die in nächster Nähe gelegenen Städte Nürnberg und Erlangen, erfahren. Fürth ist als Pendlerstandort bzw. präferierter Wohnstandort anzusehen. Als wesentliche Wettbewerber stehen der GeWo Stadeln nicht nur die ansässigen Wohnungsunternehmen, sondern vielmehr auch die zahlreichen Privatpersonen, welche ebenfalls Wohnraum vermieten, gegenüber. Seit dem 01.01.2005 besteht ein umfassender Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH. Finanzielle Leistungsindikatoren Die GeWo Stadeln war im Berichtsjahr in der Lage, das Ergebnis des Vorjahres deutlich zu verbessern. Der Jahresüberschuss beträgt 95 Tsd. € gegenüber 37 Tsd. € im Vorjahr. Die Geschäftsleitung bewertet die finanziellen Leistungsfaktoren als positiv und geht davon aus, dass die nächsten Jahre ähnlich erfolgreich verlaufen werden. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftstätigkeit wurde – mit Ausnahme einer Aushilfskraft – im Berichtsjahr nicht durch eigenes Personal, sondern im Rahmen der Geschäftsbesorgung durch das Personal der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH erbracht. Ertragslage Die Gesellschaft verwaltet zum 31.12.2009 unverändert 230 eigene Wohnungen mit einer Wohnfläche von 13.317 m2 und ein eigengenutztes Büro. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung in Höhe von 830 Tsd. € (Vorjahr 784 Tsd. €). Des Weiteren blieben die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung mit 499 Tsd. € auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (498 Tsd. €). Die Unternehmensleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2009 als günstig.

Finanzlage Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft stellt sich ordentlich dar, es bestehen keine Klumpenrisiken. Die Ausgewogenheit zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Darlehen ist bei der GeWo Stadeln gegeben. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung sind die Finanzverhältnisse geordnet. Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt über eine überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung. Die Eigenkapitalquote beträgt 31,2 % (Vorjahr 29,4 %). Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Nachtragsbericht Derzeit werden Vorbereitungen getroffen, die GeWo Stadeln auf Ihre Mutter, die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mbH zu verschmelzen. Die Verschmelzung soll rückwirkend zum 01.01.2010 vollzogen werden. Risikobericht Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Jüngste Studien (Corpus Sireo GmbH Köln, Geographisches Institut der Universität Köln) belegen, dass sich die jahrelange Abwanderung der Bevölkerung in ländliche Gegenden umkehrt. Dementsprechend zieht es die Bevölkerung wieder mehr in die Stadt. Hieraus lässt sich die hohe Nachfrage nach Wohnungen im Stadtgebiet erklären und gewährleistet eine dauerhafte positive Vermietungsposition. Die angestrebte Verschmelzung auf die WBG Fürth wird in Zukunft den bisher angefallenen Investitionsstau der GeWo Stadeln verringern und mittelfristig für einen ausgewogenen Bestand sorgen können. Prognosebericht Geht man davon aus, dass sich der Trend der Demographie- und Arbeitmarktsentwicklung fortsetzt, sieht sich die GeWo Stadeln aufgrund der Substanz ihres derzeitigen Wohnungsbestandes in der Lage, einer zukünftigen Nachfrage gerecht zu werden.

202

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

203

Klinik-Kompetenz-Bayern eG

4,5 %

Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH

100,0 %

ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG

3,8 %

Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth

Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR

Sparkasse Fürth

100,0 %

infra fürth holding gmbh

67,1 %

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Gewerbehof Fürth GmbH

100,0 %

Volkshochschule Fürth gGmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth beteiligung gmbh

Soziales Wohnen Fürth GmbH

100,0 %

Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds

33,2 %

ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth dienstleistung gmbh

20,0 %

wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH

80,0 %

Neue Materialien Fürth GmbH

15,0 %

100,0 %

infra fürth service gmbh

49,0 %

Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH

IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-FürthErlangen GmbH

14,1 %

100,0 %

infra fürth verkehr gmbh

11,5 %

Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH

94,8 %

infra fürth bäder gmbh

25,0 %

FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG

80,1 %

infra fürth gmbh

22,2 %

solid GmbH

75,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH

9,0 %

Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG

60,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG

8,3 %

enPlus eG

204

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

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Aufgabenbereich Technologie, Wirtschaftsförderung und Umwelt

205

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Verzeichnis

209 217 225 233 241 249 257 265 273 281 291 299

Gewerbehof Fürth GmbH Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds Neue Materialien Fürth GmbH IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-Fürth-Erlangen GmbH Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG solid GmbH Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG
nachrichtlich

Curiavant Internet GmbH

207

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209

210

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Gewerbehof Fürth GmbH
Benno-Strauß-Straße 5 90763 Fürth Telefon: 0911/9794 660 Telefax: 0911/9794 669 Internet: www.complex-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Stadt Fürth Tsd. € 25,0 25,0 % 100,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Beirat Vertreter des Stadtrates Markus Braun, Bürgermeister (Vorsitzender) Angela Amesöder-Schwab, Stadträtin (stellv. Vorsitzende) Horst Müller, Berufsm. Stadtrat Dagmar Orwen, Stadträtin Dr. Tobias Wagner, Stadtrat sowie Gerhard Fuchs, Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken Thomas Mörtel, Kreishandwerkerschaft Fürth Peter Orth, Sparkasse Fürth Irmtraut Schreiber, Bundesagentur für Arbeit Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 4.800 €. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte aufgrund des mit der infra fürth holding gmbh bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrags im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Gewerbehofes. Ziele des Unternehmens sind die Stärkung der Wirtschaftskraft, die Schaffung neuer zukunftsorientierter Arbeitsplätze vor allem für mittelständische Betriebe und die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Struktur der Stadt Fürth, insbesondere durch die Planung, die Errichtung und den Betrieb von Gewerbehöfen sowie durch die Beratung und Betreuung ansässiger und ansiedlungswilliger Unternehmen.

211

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 966 26 992 -294 -6 -209 -178 -687 305 0 -355 -355 -50 0 -44 -44 -94 2012 Tsd. € 682 21 703 -266 -6 -181 -136 -589 114 2 -297 -295 -181 0 -28 -28 -209 2011 Tsd. € 548 7 555 -199 -6 -144 -135 -484 71 2 -230 -228 -157 0 -27 -27 -184 2010 Tsd. € 535 6 541 -179 -6 -142 -133 -460 81 0 -252 -252 -171 0 -27 -27 -198 2009 Tsd. € 556 9 565 -174 -6 -142 -100 -422 143 0 -266 -266 -123 0 -24 -24 -147

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

212

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 6.347 592 5 48 6.992 0 0 6 6.976 10 6.992 317 345 6.876 2012 Tsd. € 6.566 493 0 164 7.223 0 0 6 7.205 12 7.223 286 322 6.961 2011 Tsd. € 6.842 1.153 8 138 8.141 0 1.576 5 6.548 12 8.141 823 474 5.818 2010 Tsd. € 4.240 124 8 153 4.525 0 0 8 4.507 10 4.525 -56 -190 4.117 2009 Tsd. € 4.168 123 6 101 4.398 0 0 6 4.379 13 4.398 -71 -29 4.257

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

1 0 54

-382 1.228 2.182

174 3.415 2.746

113 1.595 215

35 0 28

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Vorjahren, Dünkel.Schmalzing & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg/Fürth, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Das Objekt complex1 ist im Jahr 2001 und complex2 im Jahr 2012 zur Stärkung der Wirtschaftskraft der Stadt Fürth für überwiegend junge Unternehmen und Existenzgründer aus Handwerk und Dienstleistung entstanden. Der Unterschied zu anderen Gewerbehöfen liegt i.W. im Konzept des veredelten Rohbaus als Vermietungsfläche. Dies bedeutet, dass die Mieter von einem günstigen Mietpreis profitieren können, den Innenausbau im Gegenzug jedoch selbst vornehmen müssen. Damit können die Mieter sich selbst verwirklichen, die Räume selbst planen und einteilen. Die Mieter mieten nur so viel Fläche an, wie sie

für ihre Tätigkeit benötigen. Sozialräume, Teeküchen und WCs werden vermieterseits vorgehalten. Auch das integrierte Seminarzentrum spart den Mietern Kosten, da sie keine eigenen Besprechungsräume benötigen. Sie mieten diese einfach und kostengünstig an. All dies führt zu einer erheblichen Kostenersparnis für die Mieter. Bauabschnitt 1 (complex1) Die Investitionen für complex1 beliefen sich insgesamt auf rd. 7,5 Mio. € (beim bilanzierten Ausweis wurden die Zuschüsse von diesen Kosten abgesetzt). Bauabschnitt 2 (complex2) Anfang des Jahres 2010 bewilligte die Bayerische Staatsregierung ein Sonderstrukturprogramm für die Metropolregion Nürnberg in Folge der Quelle-Insolvenz. complex wurden hierbei 3,7 Mio. € Fördermittel zugesichert. Davon entfallen 1,2 Mio. € auf die weitere Aussetzung der Erbpacht (10 Jahre), und maximal 2,5 € Mio. dienen als 50 %ige Förderung zur Realisierung des 2. Bauabschnitts (complex2). Bei dem Projekt handelt es sich um ein Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 5,6 Mio. € netto. Spatenstich war am 15.04.2011. Die Fertigstellung erfolgte Ende

213

Mai 2012, so dass die ersten Mieter am 01.06.2012 das Gebäude beziehen konnten. Bei den Vergaben an die ausführenden Firmen konnten teilweise günstigere Preise erzielt werden als in der Kostenberechnung kalkuliert. Somit konnten die Gesamtkosten um ca. 0,5 Mio. € unterschritten werden, und die Gesamtinvestition belief sich auf 5,1 Mio. €. Mit complex2 sind weitere 4.000 m² Mietfläche entstanden. Umweltschutz Das Dach von complex1 wurde an die Firma Welivit AG und das Dach von complex2 an die Firma Unternehmersolarpark Fürth vermietet, die jeweils eine Photovoltaikanlage installiert haben. Der erzeugte Strom auf dem Dach von complex2 wird in das Gebäude eingespeist und versorgt einen Mieter direkt mit Sonnenenergie. Somit beteiligt sich der Gewerbehof aktiv an der Ausweitung regenerativer Energien in der Solarstadt Fürth. Entwicklung der Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2013 Die Nachfrage nach Büroräumen und Handwerksflächen war im Geschäftsjahr nach wie vor gegeben. Das Gebäude complex2 war nahezu ganzjährig zu 100 % vermietet, und dies, obwohl gleich zu Beginn des Jahres der größte Mieter (Focusa Tec) mit insgesamt über 530 m² Insolvenz angemeldet hat. Die entstandene Lücke konnte jedoch kurzfristig neu vermarktet werden. Im complex1 gab es einige Leerstände zu verzeichnen. Aber auch diese konnten noch während des Geschäftsjahres wieder vermietet werden. Einige Mieter sind von complex1 ins neue Gebäude complex2 umgezogen. Bemerkenswert war die im Vergleich zu den Vorjahren verstärkte Nachfrage durch externe Unternehmen nach Seminarräumen. Personalbereich Das Unternehmen hatte im Jahr 2013 keine MitarbeiterInnen beschäftigt. Die Betriebsführung wird seit August 2004 durch die infra fürth unternehmensgruppe geleistet. Das Facility-Management wird neben der Objektbetreuung durch die infra fürth unternehmensgruppe von Fremdfirmen erbracht. Ergebnis im Geschäftsjahr 2013 Nach einem im Vorjahr erzielten Verlust von -209 Tsd. € musste auch im Geschäftsjahr 2013 aufgabenbedingt wieder ein Verlust (-94 Tsd. €) hingenommen werden. Der Verlust hat sich gegenüber dem Prognosewert für 2013 (Verlust von -105 Tsd. €) vermindert. Dies ist v.a. auf die

sehr gute Vermietungsquote beim complex2 zurückzuführen. Ausblick auf die Geschäftsjahre 2014 und 2015 Das Objekt weckt auch im Jahr 2014 bei Mietern und Mietinteressenten besonders auch hinsichtlich der Infrastruktur und der hervorragenden Verkehrsanbindung sowie dem attraktiven Seminarzentrum bei gleichzeitig attraktiven Mietpreisen hohes Interesse, wenn auch die Neuvermietung mit einem höheren Engagement verbunden ist als in den vergangenen Jahren. Es hat sich gezeigt, dass die Nachfrage eher in Richtung „Einmannbüro“ geht und dass Mietflächen über 100 m² nicht mehr so leicht zu vermieten sind als früher. Dennoch schätzen alle Mieter und Interessenten das Wachstumspotential an diesem Standort. Zum aktuellen Stand (September 2014) liegt der Vermietungsstand in beiden Gebäuden bei 100 %. Bei allen neu abgeschlossenen Mietverträgen in complex1 wurde ein höherer Mietzins durchgesetzt. Bei Werkstätten wurde der Mietzins von ehemals 4,09 €/m² netto auf 5,00 €/m² netto erhöht. Bei Büroflächen wurde die Miete von ehemals 6,65 €/m² netto auf 7,50 €/m² netto angehoben. In complex2 liegen die Mieten ebenfalls bei 7,50 €/m² netto (Büro) und 5,00 €/m² netto (Werkstatt). Die Gesellschaft arbeitet weiterhin erfolgreich mit folgenden Netzwerken zusammen: • GriF (Gründerinitiative Fürth) • Wirtschaftsjunioren Fürth • IHK Gremium Fürth • Vollversammlung der IHK zu Mittelfranken • Netzwerk Nordbayern • Vision Fürth e.V. • Ludwig Erhard Initiativkreis • Bündnis für Familien (u.a. Vereinbarkeit von Beruf und Familie) • Arbeitskreis Schule/Beruf Seit der Übernahme der Geschäftsführung Mitte 2004 durch Herrn Dr. Hans Partheimüller steht auch das Netzwerk der infra fürth unternehmensgruppe, in welcher Herr Dr. Partheimüller auch die Geschäftsführung innehat, mit Synergieeffekten für einen positiveren Geschäftsverlauf zur Verfügung. Dies spiegelt sich auch in den im Vergleich zu 2004 gesunken Verlusten wieder. Für das Geschäftsjahr 2014 wird mit einem Verlust in Höhe von -75 Tsd. € gerechnet. Die unzureichende Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Gewerbehofs ist jedoch weiterhin gesellschaftsrecht-

214

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lich unbefriedigend. Für die Jahresfehlbeträge, auch unter Berücksichtigung der zu leistenden Tilgungen der bestehenden Bankdarlehen, empfiehlt sich ein zeitnaher Ausgleich durch den Gesellschafter. Wünschenswert wäre auch eine Stärkung des Eigenkapitals seitens des Gesellschafters, welche mindestens in Höhe eines zukünftig zu erwartenden Jahresverlusts erfolgen sollte. Wesentliche Vorgänge nach Beendigung des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen. Risiko- und Chancenberichterstattung Gemäß Erbbaurechtsvertrag wurden ab November 2009 jährlich 120 Tsd. € Erbbauzinsen fällig. Nach § VIII des Vertrags kann jedoch auf Antrag beim Bayerischen Staatsministerium der Finanzen im Benehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie um weitere Ermäßigung ersucht werden. Um eine weitere Aussetzung der Erbpacht von 10 Jahren wurde ersucht. Diese weitere Aussetzung wurde durch eine Förderung von 1,2 Mio. € gesichert. Der Erbbauzins ist bis 11.11.2019 ausgesetzt. Im Umkehrschluss heißt dies, dass nach derzeitigem Förderstand ab 2020 die Gesellschaft wieder mit den Erbbauzinsen voll belastet wäre.

Durch die Inbetriebnahme des neuen Bauabschnitts complex2 konnte sich die Ergebnissituation nachhaltig verbessern. Bereits ab 2013 hat complex2 einen Überschuss erzielt und dadurch den strukturbedingten Verlust aus complex1 deutlich verringern können. complex2 wurde nutzungsoptimierter geplant als complex1, d.h. es wurde das Maximum an vermietbarer Fläche herausgeholt. Sprungfixe Mehrkosten entstehen durch den Neubau faktisch nicht, da es weder eine Personal(kosten)mehrung gibt, noch sonstige Kosten, die zusätzlich anfallen würden. Alle Betriebskosten (Hausmeister, Reinigung, Energie- und Wasserkosten, Grundabgaben, etc.) werden auf die Mieter umgelegt und sind somit durchlaufende Posten.

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Kaiserstraße 30 90763 Fürth Telefon: 0911/21777 0 Telefax: 0911/21777 100 Internet: www.kommunalbit.de Rechtsstatus KommunalBIT ist ein selbstständiges gemeinsames Unternehmen der Städte Fürth, Erlangen und Schwabach in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts (gemeinsames Kommunalunternehmen) mit Dienstherrnfähigkeit. Stammkapitalverteilung Stammeinlagen Stadt Fürth Stadt Erlangen Stadt Schwabach Tsd. € 20,0 20,0 10,0 50,0 % 40,0 40,0 20,0 100,0 • Projektleitung, Beratung, Vertragsabwicklung, Planung, Projektierung und Koordinierung übergreifender Projekte, • Entwicklung und Fortschreibung von Standards von ITK-Systemen, • IT-Fortbildungen, • Zentrale Beschaffung und Beschaffungsabwicklung von ITK-Ausstattung (z.B. Hardware, Software, Netzkomponenten) einschließlich der Durchführung des förmlichen Beschaffungsverfahrens für das Unternehmen und die anschließende Bereitstellung für die Kommunen gegen Entgelt, • Sprach- und Datendienste für die Städte, insbesondere Telekommunikation. Organe des gemeinsamen Kommunalunternehmens Vorstand Walter Brosig Verwaltungsrat Matthias Thürauf, Oberbürgermeister Stadt Schwabach (Vorsitzender) Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister Dr. Stefanie Ammon, Berufsm. Stadträtin, Stadtkämmerin Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister Stadt Erlangen Thomas Ternes, Referent für Zentrale Verwaltung der Stadt Erlangen Harald Schmitt, Personalratsvorsitzender Bezüge der Geschäftsführung Der Vorstand erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 77.509 €. MitarbeiterInnen des gemeinsamen Kommunalunternehmens KommunalBIT beschäftigte im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, durchschnittlich 49 MitarbeiterInnen; hinzukamen 11 BeamtInnen von KommunalBIT.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Die Städte übertragen auf das Unternehmen die Aufgabe, umfassend Informationstechnik- und Kommunikationstechnik (ITK) -Dienstleistungen für die Städte Fürth, Erlangen und Schwabach zu erbringen und sie bei der Vorbereitung und Nutzung des Technikeinsatzes wirkungsvoll zu unterstützen. Das Kommunalunternehmen ist als zentraler ITK-Dienstleister den Kommunen behilflich, ein umfassendes Angebot an Hard- und Software sowie von Dienstleistungen auf diesem Gebiet zur Verfügung zu stellen. Dazu zählen insbesondere • Betrieb von Hard- und Software in Rechenzentren einschließlich Basisdienste (wie Email, File- und Printdienste, Dokumentenmanagementsystem, Datenbanksysteme, Datensicherung, Datensicherheit), • Anwendungsbetrieb und evtl. -entwicklung für Fachanwendungen und Intranet- sowie Internetanwendungen aller Art, • Dienstleistungen im Zusammenhang mit Datennetzen, Übergang zu öffentlichen Netzen, • Hotline/Support, • Betreuung von Endgeräten aller Art,

219

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 11.408 352 11.760 -3.559 -4.485 -2.578 -1.053 -11.675 85 38 -122 -84 1 0 0 0 -1 -1 0 2012 Tsd. € 10.501 213 10.714 -3.503 -3.831 -2.484 -801 -10.619 95 55 -150 -95 0 404 -404 0 0 0 0 2011 Tsd. € 10.708 224 10.932 -3.406 -3.989 -2.370 -1.108 -10.873 59 70 -128 -58 1 298 -298 0 -1 -1 0 2010 Tsd. € 9.896 147 10.043 -1.139 -3.699 -2.110 -2.909 -9.857 186 25 -110 -85 101 312 -413 0 0 -101 0 *) Tsd. €

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für das Geschäftsjahr 2009 entfallen die Werte, da das Unternehmen zum 01.01.2010 seine Betriebstätigkeit aufnahm.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 8.955 2.314 560 11.829 3.164 24 2.869 5.772 0 11.829 1.562 -1.278 2.301 2012 Tsd. € 8.077 2.031 414 10.522 3.164 24 2.048 5.286 0 10.522 1.336 -868 2.283 2011 Tsd. € 8.658 1.358 353 10.369 3.164 23 2.129 5.053 0 10.369 622 -1.109 2.148 2010 Tsd. € 7.936 819 542 9.297 3.164 31 2.102 4.000 0 9.297 480 -1.409 821 *) Tsd. €

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

3.703 500 3.457

2.948 500 2.279

2.424 1.500 3.383

3.355 860 3.667

*) Für das Geschäftsjahr 2009 entfallen die Werte, da das Unternehmen zum 01.01.2010 seine Betriebstätigkeit aufnahm.

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach Artikel 107 Absatz 3 Satz 2 GO war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, Dünkel.Schmalzing & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg/Fürth, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Mit Beschlüssen der Stadträte im Jahr 2009 errichteten die Städte Erlangen, Fürth und Schwabach das „gemeinsame Kommunalunternehmen für Informationstechnik“ in Form einer Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Namen „Kommunaler Betrieb für Informationstechnik KommunalBIT AöR“ zum 01.01.2010. Das Unternehmen stellt seitdem umfangreiche Dienste im Bereich der Informationstechnik als „Beistandsleistungen“ zu den hoheitlichen Aufgaben der Städte zur Verfügung.

Das Kommunalunternehmen wurde als Bargründung mit Stammkapital von 50.000 € entsprechend der Eigentümerverhältnisse ausgestattet und übernahm in Gesamtrechtsnachfolge das in einer gemeinsamen Ausgliederungsvereinbarung definierte Vermögen und die Dauerschuldverhältnisse der ehemaligen Regiebetriebe „Ämter für Informationstechnik“ zum 31.12.2009, deren jeweilige Abschlussbilanzen somit Basis der Eröffnungsbilanz des Unternehmens waren. Die Städte haben damals folgendes Anlagevermögen zu Buchwerten in das Unternehmen eingebracht: • Stadt Erlangen • Stadt Fürth • Stadt Schwabach Gesamt 3.685 Tsd. € 1.750 Tsd. € 623 Tsd. € 6.058 Tsd. €

Dabei wurde auch das entsprechende Personal der Regiebetriebe in das Unternehmen übergeleitet, soweit die Personen nicht von der Stadt abgeordnet wurden (nur Teile des Personals der Stadt Fürth, Verwaltungsverein-

221

barung mit KommunalBIT). Für Entgeltbeschäftigte ist von den Städten ein Überleitungstarifvertrag mit den Gewerkschaften abgeschlossen worden, der lt. Unternehmenssatzung für beamtetes Personal analog angewendet wird. Als Grundlage für den Leistungsumfang und die -bereitstellung wurde von den Städten eine gemeinsame Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung mit KommunalBIT abgeschlossen, später wird in einem Rahmenvertragswerk die Leistungserbringung detailliert vereinbart werden. Im vierten Geschäftsjahr von KommunalBIT macht sich das „Rückkehrrecht“ der ehemals städtischen Beschäftigten kaum mehr bemerkbar, die Konsolidierung des Personals ist weitgehend abgeschlossen. Die Umsetzung von Konsolidierungen (z.B. Druckerkonsolidierung durch gemeinsame Ausschreibung für Multifunktionsgeräte über alle Städte) und Standardisierungen (Windows7-Rollout mit Umstellung auf Office-Paket 2010 und einheitlichen Versionen anderer Standardsoftware oder einheitliches Konzept für den Einsatz mobiler Geräte) ist zwar weiterhin noch im Gange, aber schon deutlich fortgeschritten, die technische Umsetzung auf die zentrale Rechenzentrumsstruktur ist abgeschlossen. KommunalBIT bietet seinen Auftraggebern eine deutlich verbesserte Betriebssicherheit für die IT (wie auch aus der Bewertung der technischen Infrastruktur im Rahmen der vom Verwaltungsrat initiierten Prozessuntersuchung deutlich war) und reduziert weiterhin den Betreuungsaufwand, was sich derzeit aber positiv bei der Qualität der Leistungserbringung niederschlägt aufgrund der für andere Aufgaben freigewordenen personellen Ressourcen. Zusammen mit inzwischen aufgetretenen Mehrungen durch notwendige Neuinvestitionen (darunter auch eine nötige Vergrößerung des zentralen Datenspeichers) gegenüber dem Leistungsportfolio 2009 führt das dazu, dass die Werte des Geschäftsplans von 2009 endgültig nicht mehr direkt mit den Ergebnissen des Unternehmens verglichen werden können. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Planungen für das Wirtschaftsjahr 2013 erfolgten auf Grundlage der Ist-Kosten, die Ende Oktober 2012 vorgelegen haben, weiterhin sind Mehrungen der Städte für das Jahr 2013 (aus neuen Aufgaben oder Zusatzinvestitionen) entsprechend im Plan berücksichtigt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geprägt von der Aufrechterhaltung des laufenden Geschäfts sowie den Investitionen, die bei der Konsolidierung und Standardisierung der IT-Infrastruktur angefallen sind, und den geplanten und ungeplanten Mehrungen der Städte. Im Berichtszeitraum wurden langfristige Darlehen für Investitionen in Höhe von 500 Tsd. € aufgenommen. Das gesamte Finanzvolumen hat sich gegenüber 2011 nur moderat er-

höht, obwohl die Stadt Erlangen das Budget für die ITSchulbetreuung gegenüber 2012 noch einmal aufgestockt hat und die Aufwendungen für Pensionsrückstellungen sowie für Besoldung und Entgelt durch die Tariferhöhungen stärker angestiegen sind, als wir das geplant hatten. Dadurch werden allerdings positive finanzielle Effekte aus Standardisierung und Konsolidierung insgesamt weitgehend neutralisiert. Das Unternehmen hat sich im Berichtsjahr überwiegend aus Abschlägen finanziert. Dabei wurden 12.151 Tsd. € an Abschlägen bis zum 31.12.2013 eingenommen: • Stadt Erlangen • Stadt Fürth • Stadt Schwabach Gesamt 5.982 Tsd. € 4.488 Tsd. € 1.681 Tsd. € 12.151 Tsd. €

Nach Abrechnung der auf die einzelnen Städte entfallenen Anteile (aus einer optimierten Kostenstellenrechnung, wobei direkt den Städten zuordenbare Aufwendungen bereits entsprechend gebucht wurden), ergibt sich die unten genannte „Verteilung auf erhaltene Leistungen“. • Stadt Erlangen • Stadt Fürth • Stadt Schwabach Gesamt 5.616 Tsd. € 4.121 Tsd. € 1.622 Tsd. € 11.359 Tsd. €

Als Grund für die Planunterschreitung wird angeführt, dass im Rahmen des Projekts „Umstellung auf Windows 7/Office 2010“ eine vorsorgende und risikobewusste Planung durch KommunalBIT erfolgte. Gleichzeitig gelang es, durch einen sparsamen und wirtschaftlichen Mitteleinsatz sowie durch die konsequente Nutzung der vorhandenen, eigenen Ressourcen die Beauftragung von Dienstleistungen durch Dritte gering zu halten. Dadurch konnten Ausgaben vermieden werden. Ein weiterer, wesentlicher Grund liegt im Netzausbau für den Bereich der Schulen Erlangen. Dieser konnte nicht wie geplant voranschreiten, da es von Seiten der Kunden Verzögerungen gab. Die geplanten Kosten wurden deshalb nicht verausgabt. Ferner verursachte der überraschende und nicht geplante Abgang eines Mitarbeiters, dass die geplanten Soll-Stellen gemäß Stellenplan erst zu Beginn des nachfolgenden Wirtschaftsjahres voll besetzt werden konnten. Die hierfür geplanten Personalkosten wurden deshalb im Berichtszeitraum nicht ausgabenwirksam. Schließlich führte die späte Genehmigung des Wirtschaftsplans (Verwaltungsratssitzung vom 08.05.2013) dazu, dass KommunalBIT lediglich 8 von 12 Monaten für die Realisierung des umfangreichen Erfolgs-, Vermögens-

222

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Technologie, Wirtschaftsförderung und Umwelt Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR

und Stellenplans zur Verfügung stand. Trotz intensiver Bemühungen gelang es deshalb nicht, alle geplanten Projekte in dem vorgesehen Zeitraum abzuarbeiten. Dies hat in Bezug auf den Vermögensplan zu unmittelbar niedrigeren Investitionsausgaben geführt. In der Folge waren die Auswirkungen auf den Erfolgsplan in Form von Abschreibungen jedoch gravierender. Da die umfangreichen Neu-Investitionen nicht wie geplant im Jahresdurchschnitt getätigt werden konnten, sondern in der weit überwiegenden Anzahl erst ab der zweiten Jahreshälfte, führte das zu massiv niedrigeren, tatsächlichen Abschreibungsbeträgen. Risikobericht Die Darstellung der Risiken der künftigen Entwicklung erfolgt unter Beachtung des deutschen Rechnungslegungsstandards DRS 5. Da KommunalBIT als einzige Kunden und Leistungsabnehmer die 3 Städte Erlangen, Fürth und Schwabach bedient, die als Eigentümer gleichzeitig Gewährsträgerhaftung übernehmen, ergeben sich aus der weiteren Geschäftstätigkeit keine erwähnenswerten Risiken im Sinn des DRS 5. Prognosebericht KommunalBIT hat für die Stadt Erlangen die Aufgabe der IT-Schulbetreuung sowohl für den Verwaltungsbereich als auch für den pädagogischen Bereich übernommen. Der Aufgabenbereich wird gesondert abgerechnet und wird in 2014 nochmals gegenüber 2013 von Seiten des Sachaufwandsträgers erhöht werden. Der gestiegene Umfang des betreuten Bestands erfordert jetzt allerdings auch eine Verstärkung der Personalkapazitäten. Das Geschäftsjahr 2014 wird weiterhin von der Fortführung von Investitionen in Standardisierung und Konsolidierung der IT geprägt sein, die Umstellung auf Windows7 bzw. auf Office2010 als Standard-Office-Produkt und eine Vereinheitlichung der Versionsstände anderer Standardsoftware wird aber voraussichtlich noch in 2014 fast vollständig abgeschlossen. Rechnerische Einsparungen im Vergleich zu den Aufwendungen für das IT-Portfolio 2009 können dabei nicht sichtbar sein, da KommunalBIT gerade jetzt das Personal benötigt, um ohne bedeutsame externe Unterstützung auch die aufgetretenen Aufgabenmehrungen aus dem laufenden Betrieb und die der Umstellung bewältigen zu können. Weitere Zunahmen im Aufgabenbereich „mobile IT“ werden ebenfalls zu diesem Trend beitragen, ebenso werden wir in 2014 und dann weiter die fällige Ersatzbeschaffung der TK-Hauptanlagen in den Städten planen und vorbereiten, wofür wir externe Unterstützung als Beratungsleistung und im Projekt einsetzen müssen, weil wir das mit unseren Personalres-

sourcen neben dem laufenden Geschäft nicht bewältigen können. Die eingangs genannte Prozessuntersuchung bei KommunalBIT hat einige Potentiale identifiziert, die sich aber erst auf spätere Berichtszeiträume auswirken werden, weil der Beginn der Umsetzung erst in 2014 erfolgen kann und dafür auch noch weitere Abstimmungen und externe Beratungen sowie strategische Entscheidungen im Unternehmen und auf Eigentümerseite nötig sind. Dadurch verzögert sich auch die Fertigstellung der „leistungsabhängigen Verrechnung nach Produktkatalog“, für die wir uns aber wertvolle Erkenntnisse insbesondere aus dem Vergleich mit bestehenden Verfahren anderer öffentlicher ITDienstleister erwarten. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet. KommunalBIT erstellt 2014 zusammen mit einem Dienstleister eine sogenannte Lizenzbilanz, bisher liegt dazu noch kein Ergebnis vor.

223

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Dorfstraße 1 39435 Egeln Telefon: 039268/3999 0 Telefax: 039268/3999 39 Internet: www.wpd.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter WPD Windpark Dritte Management GmbH & Co. KG (Komplementärin) Stadt Fürth (Kommanditistin) Streubesitz (weitere Kommanditisten) Tsd. € % Bezüge der Geschäftsführung Aufgrund § 264a Absatz 2 HGB gelten auch bei doppelstöckigen Personengesellschaften als angabepflichtige Bezüge jene der gesetzlichen Vertreter der Komplementär-GmbH. Aus dem Anhang zum Jahresabschluss der Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds war abzuleiten, dass im Jahr 2013 ggf. erfolgte Vergütungen der wpd windmanager business GmbH an ihre GeschäftsführerInnen unter Bezugnahme auf § 288 Absatz 1 HGB nicht angeführt wurden. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte aufgrund der im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Komplementär-Vergütung im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

0,0 500,0 1.005,5 1.505,5

0,0 33,2 66,8 100,0

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Der Gesellschaftszweck wird verwirklicht durch • die Errichtung und den Betrieb einer Photovoltaikanlage mit einer Gesamtnennleistung von ca. 1 MWp auf der Mülldeponie Atzenhof in Fürth sowie einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von ca. 10 kwp auf dem Dach der Schickedanzschule in Fürth zur Erzeugung von elektrischer Energie sowie den Verkauf der elektrischen Energie an Energieversorgungsunternehmen und den Verkauf der jeweiligen Photovoltaikanlagen, • den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, nämlich Boden, Wasser und Luft sowie des Waldes durch den Betrieb der Photovoltaikanlagen und der Erzeugung von Solarstrom, • alle sonstige, mit dem vorgenannten Geschäftszweck im Zusammenhang stehende Handelsgeschäfte, Handlungen und Rechtsgeschäfte aller Art. Geschäftsführung und Vertretung Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft ist die Komplementärin, die WPD Windpark Dritte Management GmbH & Co. KG, Bremen, vertreten durch die wpd windmanager business GmbH, Bremen, wiederum vertreten durch die GeschäftsführerInnen, Herrn Nils Brümmer, Herrn Dr. Klaus Meier, Herrn Carsten Meyer und Frau Delia Richter, allein berechtigt und verpflichtet.

227

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 425 0 425 -231 -83 -314 111 0 -30 -30 81 -10 0 -10 71 2012 Tsd. € 499 0 499 -231 -56 -287 212 1 -57 -56 156 -52 0 -52 104 2011 Tsd. € 528 6 534 -231 -53 -284 250 1 -68 -67 183 -27 0 -27 156 2010 Tsd. € 443 0 443 -231 -47 -278 165 2 -80 -78 87 -14 0 -14 73 2009 Tsd. € 476 1 477 -205 -50 -255 222 7 -91 -84 138 0 0 0 138

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

228

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 2.287 199 7 2.493 1.362 201 930 0 2.493 -84 -114 919 2012 Tsd. € 2.519 272 0 2.791 1.411 186 1.194 0 2.791 -10 -14 1.181 2011 Tsd. € 2.749 264 0 3.013 1.428 132 1.453 0 3.013 -14 -13 1.444 2010 Tsd. € 2.979 293 0 3.272 1.453 111 1.708 0 3.272 17 18 1.706 2009 Tsd. € 1.853 353 0 2.206 222 13 1.971 0 2.206 73 83 1.969

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

310 0 0

388 0 0

417 0 2

328 0 0

345 0 0

Abschlussprüfung Die Gesellschaft ist nicht prüfungspflichtig. Mit der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013 war, wie in den Vorjahren, die RKH GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, beauftragt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Das Solarjahr 2013 brachte in der Summe ein durchschnittliches Wetter mit sich. Die Temperaturen lagen ein wenig über dem langjährigen Mittel, die Niederschlagsmengen und die Sonnenscheindauer lagen dagegen leicht unter dem Schnitt. Für Betreiber von Solarastromanlagen ist natürlich die Sonnenscheindauer – genauer: die Globalstrahlung der interessanteste Wert: deutschlandweit waren 1.480 Sonnenstunden zu verzeichnen. Nach dem langjährigen Mittel sind jedoch 1.528 Stunden zu erwarten. Die meisten Sonnenstunden waren in Arkona auf Rügen mit 1.950 Stunden und die wenigsten Stunden auf dem Kahlen Asten im Sauerland zu verzeichnen. Dort betrug die Sonnenstundenzahl rd. 1.200 Stunden. Die Globalstrahlung war insgesamt leicht unterdurchschnittlich: im deutschlandweiten Mittel bei -1 %.

Dabei waren die Abweichungen regional sehr unterschiedlich: Während die Küstenstreifen insbesondere an der Ostsee und in Ostfriesland deutlich positive Abweichungen zu verzeichnen hatten, lagen diese in den süddeutschen Bundesländern bis zu neun Prozentpunkte unter dem langjährigen Mittel. In Bayern, wo alle von der wpd betriebenen Solarstromanlagen liegen, zeigt sich bei den Globalstrahlungswerten ein zweigeteiltes Bild: In den Regionen nördlich der Donau lag die Globalstrahlung bei 1.061 bis 1.080 kWh/m², südlich der Donau waren deutlich höhere Globalstrahlungswerte zwischen 1.121 und 1.140 kWh/m² zu verzeichnen. Energieertrag Atzenhof Im Jahr 2013 wurde von der Solarstromanlage auf der ehemaligen Mülldeponie Atzenhof 915.548 kWh umweltfreundlicher Strom produziert. Damit ist das Jahr 2013 das erste seit 2004, in dem der Prospektwert unterschritten wurde. Auch der Soll-Ertrag nach DWD liegt unter dem Prospektwert, was das insgesamt etwas schwächere Sonnenjahr widerspiegelt. Den DWD-Wert konnte der Solarpark mit einem Ertrag von 96,6 % ebenfalls nicht erreichen.

229

Energieertrag Schickedanzschule Auch die Solarstromanlage auf dem Dach der Schickedanzschule, die zu den Gesamterlösen des Solarparks beiträgt, produzierte im Jahr 2013 weniger Strom als prospektiert. Insgesamt wurden 8.516 kWh erzeugt, womit rd. 91 % der Jahresertragsprognose erreicht wurden. Das Soll nach DWD wurde um 7,5 % verfehlt. Technischer Zustand der Solaranlagen Im Januar gab es eine kurze Störung am Wechselrichter, da der Überspannungsschutz ausgelöst hatte. Die Anlage wurde vor Ort aufgestartet. Im April fiel die Kommunikation zur Anlage für ca. eine Woche aus. Der Fehler wurde vor Ort behoben. Im Mai wurde ein Modem getauscht. Im Juni wurde von der infra fürth ein Rundsteuerempfänger getauscht. Dieser versetzt die Netzbetreiberin in die Lage, den Solarpark aus Gründen der Netzstabilität abzuregeln. Im Juli gab es erneut einen Einsatz an den Wechselrichtern aufgrund einer Kommunikationsstörung. psm war vor Ort und stellte fest, dass ein Fehler in der Sicherungskette vorliegt. Siemens wurde mit der Fehlerbehebung beauftragt und stellte vor Ort fest, dass der WebLog keine Daten liefert. Es wurde ein neuer Router installiert und Software aufgespielt. Die Kosten betrugen insgesamt 1.753 €. Im August fiel die Anlage wegen Übertemperatur der Wechselrichter für ca. drei Tage aus. Ende September fiel die Datenfernabfrage der Anlage aus. Der Anlagenertrag wurde hiervon nicht betroffen, allerdings konnte die Verbindung erst am 07.10.2013 durch einen Einsatz der Telekom wiederhergestellt werden, da die ISDN-Leitung betroffen war. Die Produktion der Anlage war davon nicht betroffen. Im Oktober wurde das Gelände durch die Firma Pick gemäht und die Fundamentbepflanzung nachgewässert. Außerdem führte die Firma psm die Wartung der Umrichter und der Transformatoren durch. Im Dezember wurde ein Kabel eines Anzeigedisplays durch Baggerarbeiten beschädigt. Der Schaden wurde durch die Firma psm beseitigt. Die Kosten wurden durch die Stadt Fürth getragen. Wirtschaftliches Ergebnis Der Solarpark Atzenhof Fürth hat im Geschäftsjahr 2013 Stromerlöse in Höhe von 424.564 € erwirtschaftet. Geringfügige außerplanmäßige Erlöse in Höhe von 2.062 € wurden durch den Bonus aus der Direktstromvermarktung generiert. Trotz dessen wurde der prospektierte Ertrag um knapp 13.200 € unterschritten. Die Erträge aus Guthabenzinsen betrugen lediglich 464 €. Die Abweichung gegenüber dem prospektierten Ertrag

von rd. 6.700 € ergibt sich aus dem niedrigen Zinsniveau von nur 0,15 bis 0,3 %. Ursprünglich wurde mit einem Zinssatz von 3,5 % gerechnet. Die sonstigen Erträge in Höhe von rd. 389 € sind durch die Weiterberechnung von Übertragungskosten und die Auflösung einer Rückstellung entstanden. Insgesamt ergeben sich Erträge in Höhe von 425.417 €, womit die geplanten Einnahmen um 19.538 € verfehlt wurden. Die Betriebskosten des Solarparks beliefen sich in 2013 auf 112.265 €. Damit wurde der prospektierte Wert um rd. 10.700, € überschritten. Hintergrund der Überschreitung sind erhöhte Kosten bei den Positionen Wartung, Instandhaltung und Sonstiges. Bei den Positionen Versicherungen und Zinsaufwendungen konnten hingegen Einsparungen von jeweils mehr als 9.500 € erzielt werden. Die Instandhaltungskosten lagen aufgrund der notwendig gewordenen Sanierung der Fundamente, die wir bereits im letzten Geschäftsbericht angekündigt hatten und die Kosten in Höhe von 14.050 € verursacht haben, über dem Planwert. Außerdem sind hier Kosten in Höhe von 2.288 € für die Reparatur einer beschädigten Datenleitung, 2.117 € für mehrere Serviceeinsätze, 2.040 € für die Pflege der Außenanlagen sowie mehrere kleinere Posten in Gesamthöhe von 1.272 € enthalten. Die Wartungskosten überschreiten den geplanten Wert, da hier neben den Kosten der Betriebsführung in Höhe von 5.400 € und den Basis-Wartungskosten in Höhe von 4.600 € auch die zusätzlichen Kosten für die Wartung der Wechselrichter in Höhe von 6.000 € enthalten sind. Die Erhöhung der sonstigen Kosten ist ebenfalls auf Wartungskosten zurückzuführen. Das Service-Unternehmen hatte versäumt, in den Jahren 2010 bis 2012 die BasisWartungskosten in Rechnung zu stellen und hat dies in 2013 nachgeholt. Daher ist hier ein periodenfremder Aufwand in Höhe von 13.840 € enthalten. Des Weiteren beinhalten die sonstigen Kosten Strom- und Messkosten in Höhe von 4.432 €, die Jahresabschlusskosten in Höhe von 4.280 €, die Gebühr für das Portal zur Datenübertragung in Höhe von 1.059 € sowie die Aufwendungen für Porto und die Nebenkosten des Geldverkehrs in Höhe von 937 €. Hinzu kommen verschiedene kleinere Positionen mit einem Gesamtbetrag von 1.281 €. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Bewertung der Rückbaurückstellung zum steuerlichen Barwert ohne Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen. Anpassungen der Bewertungsansätze werden als sonstiger Ertrag bzw. sonstiger Aufwand ausgewiesen. Bis zum Laufzeitende

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des Fonds wird die Rückstellung für die Rückbauverpflichtung ratierlich zugeführt. Gemäß den steuerrechtlichen Vorgaben ist diese Rückstellung als langfristige Verpflichtung mit einem Zinssatz von 5,5 % abzuzinsen. Bei der Rückbaurückstellung handelt es sich um einen rein kalkulatorischen, nicht liquiditätswirksamen Wert. Die Zuführung zur Rückbaurückstellung betrug im Berichtsjahr für den Solarbark Atzenhof Fürth 826 €. Entwicklung des Darlehens und des Zinssatzes Zur Finanzierung des Solarparks wurde entsprechend dem Prospekt ein Bankdarlehen in Höhe von 3,15 Mio. € zu einem Zinssatz von 4,25 % aufgenommen. Die Tilgung begann im Jahr 2005 mit einer Rate in Höhe von 121.584 €, wobei der Minderbetrag zur geplanten Tilgung mit der nächsten Tilgungsleistung ausgeglichen wurde. Seit 2010 erfolgt die Tilgung in vierteljährlichen Raten von 65.625 €. Die Restvaluta des Darlehens betrug zum 31.12.2013 918.750 €. Die vollständige Rückführung des Darlehens ist bis 2017 geplant. Der in der Vergangenheit höhere Zinsaufwand ergibt sich aus der ursprünglichen Kalkulation mit zwei Tilgungsraten ab 2005 und der Nichtanpassung der Zinsen im Prospekt. Seit 01.07.2013 gilt ein neuer, variabler Zinssatz auf Basis des 3-Monats-Euribors zzgl. einer Bankmarge von 0,6 %. Mit Hilfe eines CAP wurde die Zinsobergrenze bei 0,95 % (zzgl. Bankmarge) festgelegt, womit der maximale Zinssatz bei 1,55 % (zuvor 4,25 %) liegt. Die Zinssicherungskosten betrugen einmalig 7.650 €. Dieser Betrag wird über die Restlaufzeit des Darlehens abgeschrieben. Prospektiert war nach Ablauf der Zinsbindung ab dem 01.07.2013 ein Zinssatz von 7 %. Daher lassen sich in den kommenden Jahren erhebliche Zinsersparnisse generieren.

Ausschüttungen Aufgrund der guten Liquiditätslage wurde neben der zweiten Ausschüttung für das Jahr 2012 in Höhe von 4 % in 2013 bereits eine Vorabausschüttung von 4 % für 2013 ausgezahlt. Wie bereits in den Vorjahren wird es auch für 2013 möglich sein, eine weitere Ausschüttung in Höhe von 4 % vorzunehmen, sodass zum sechsten Mal in Folge ein im Vergleich zum Prospekt verdoppelter Betrag ausgeschüttet werden könnte. Einen entsprechenden Vorschlag wird die Geschäftsführung auf der Gesellschafterversammlung zur Abstimmung stellen. Umweltbilanz Durch die Stromproduktion des Solarparks Atzenhof Fürth in Höhe von 915.548 kWh im Jahr 2013 konnten insgesamt 896 t CO2 eingespart werden.

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Dr.-Mack-Straße 81 90762 Fürth Telefon: 0911/766 7210 Telefax: 0911/766 7215 Internet: www.nmfgmbh.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Stadt Fürth Freistaat Bayern Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken Gert Rohrseitz Professor Dr. Robert F. Singer Professor Dr. Dietmar Drummer Professor Dr. Marion Merklein Tsd. € 7,5 25,5 7,0 2,5 4,0 1,5 1,0 1,0 50,0 % 15,0 51,0 14,0 5,0 8,0 3,0 2,0 2,0 100,0 • mit Universitäten und Fachhochschulen sowie anderen Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen, insbesondere mit der Universität Erlangen-Nürnberg, • mit der Neue Materialien Bayreuth GmbH zur Pflege der Marke „Kompetenzzentrum Neue Materialien“ sowie • mit der Bayern Innovativ GmbH. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Professor Dr. Robert F. Singer Mark Hartmann (bis 30.06.2013) Petra Walther (seit 01.07.2013) Beirat bestehend aus mindestens 5 und höchstens 9 Mitgliedern, die von der Gesellschafterversammlung auf Vorschlag des Freistaats Bayern (als Mehrheitsgesellschafter der Neue Materialien Fürth GmbH) berufen werden; der Beirat hat sich am 03.07.2013 konstituiert Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Dem Anhang zum Jahresabschluss war zu entnehmen, dass die Geschäftsführung die ihr im Jahr 2013 gewährten Bezüge unter Bezugnahme auf § 286 Absatz 4 HGB nicht angeführt hat. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 28 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 25 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Materialwissenschaften und Werkstofftechnik zu betreiben mit dem Ziel, die technologischen und wirtschaftlichen Wirkungspotentiale der Region Nordbayern, insbesondere der mittelfränkischen Unternehmen und damit des Wirtschaftsstandorts zu stärken. Zur Verwirklichung des Gesellschaftszwecks dienen insbesondere: • Forschung und Entwicklung, indem die Gesellschaft Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen betreibt, Forschungs- und Entwicklungsaufträge Dritter bearbeitet, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten als Kooperationspartner von Institutionen und (Wirtschafts-) Unternehmen durchführt sowie Forschungsergebnisse beispielsweise durch Lehre, Veröffentlichungen oder Technologietransfer verbreitet. • Projektierung und Fertigung von Prototypen und Kleinserien. Zur Förderung des Gesellschaftszwecks kooperiert die Gesellschaft fachlich

235

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 1.786 3 597 2.386 -261 -1.248 -240 -806 -2.555 -169 1 0 1 -168 2 0 -1 1 -167 2012 Tsd. € 1.333 -14 692 2.011 -146 -1.054 -305 -627 -2.132 -121 1 0 1 -120 0 0 -1 -1 -121 2011 Tsd. € 927 16 836 1.779 -88 -986 -389 -613 -2.076 -297 3 0 3 -294 0 0 -1 -1 -295 2010 Tsd. € 804 0 50 854 -242 -1.048 -441 -556 -2.287 -1.433 3 0 3 -1.430 820 0 -1 819 -611 2009 Tsd. € 1.259 0 18 1.277 -277 -1.150 -575 -631 -2.633 -1.356 11 0 11 -1.345 583 0 0 583 -762

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 909 1.107 21 2.037 1.618 191 78 150 2.037 590 838 0 2012 Tsd. € 1.117 855 22 1.994 1.785 125 72 12 1.994 613 658 0 2011 Tsd. € 1.405 720 20 2.145 1.906 100 139 0 2.145 139 481 0 2010 Tsd. € 1.798 1.635 18 3.451 2.201 107 913 230 3.451 784 615 0 2009 Tsd. € 2.244 747 15 3.006 2.812 101 93 0 3.006 381 553 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-30 0 200

473 0 1.268

-649 0 926

398 0 1.794

-445 0 1.150

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2011 und 2012, die C.P.A. Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Kulmbach/Bayreuth, bestellt. Die Abschlussprüfung für die Jahre 2009 und 2010 war durch die Dr. Bernd Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Hof/Kulmbach, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Das Wirtschaftsjahr 2013 der NMF ist von einer Verbesserung der Ertragslage in allen Geschäftsbereichen gekennzeichnet. Wesentliche Ursache für den Anstieg ist eine signifikante Steigerung der Industrieerlöse im Berichtszeitraum. Auch die Erlöse aus öffentlichen Drittmitteln konnten im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert werden. Neben den Umsatzerlösen wurden sonstige ordentliche Erträge sowie sonstige Erträge im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in etwa auf Vorjahresniveau erreicht. In Summe konnten im Berichtsjahr 2013 die bislang

höchsten externen Erträge (ohne institutionelle Förderung) seit Bestehen der Neue Materialien Fürth GmbH erzielt werden. Damit erreichte auch der Deckungsgrad extern mit 79 % im abgelaufenen Wirtschaftsjahr sein bislang höchstes Niveau (Vorjahr 76 %). Der Deckungsgrad extern ist der Quotient aus dem Gesamtertrag des Unternehmens ohne Institutionelle Förderung und dem Gesamtaufwand des Unternehmens ohne Abschreibungen. Die Eigenfinanzierungsquote stellt im Vergleich zu ähnlichen Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland nach eigener Einschätzung einen sehr hohen Wert dar. Der Deckungsgrad extern ist wichtig als Kennzahl zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit der NMF. Er bringt zum Ausdruck, ob die Forschungsdienstleistung, die NMF erbringt, tatsächlich von der Wirtschaft nachgefragt wird. Der verbesserte Deckungsgrad wurde trotz deutlich gestiegener Kosten erreicht. Die durchschnittliche Zahl der ArbeitnehmerInnen erhöhte sich auf 28 im Berichtszeitraum 2013. Durch den verstärkten Personaleinsatz und die Umsetzung der zweiten Stufe der tariflichen Lohnerhöhung Anfang des Geschäftsjahres wuchs der Personalaufwand an. Auch beim Materialaufwand gab es – bedingt durch ein höheres Projektvolumen – eine Kostensteige-

237

rung. Bei allen übrigen beeinflussbaren Sachkosten waren insgesamt nur geringfügige Steigerungen zu verzeichnen, umsatzabhängige Sachkosten haben sich analog den wachsenden Projektanforderungen erhöht. Der im nicht-wirtschaftlichen Tätigkeitsbereich der Gesellschaft entstandene Fehlbetrag (ohne Abschreibungen) wurde zu 67 % durch den positiven Cashflow aus dem wirtschaftlichen Tätigkeitsbereich der Neue Materialien Fürth GmbH ausgeglichen. Zu 33 % deckte den Fehlbedarf ein Zuschuss des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Im Berichtsjahr 2013 wurden ergänzende Klein- und Ersatzinvestitionen durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie finanziert. Zusätzlich standen öffentliche Drittmittel für projektbezogene Kleininvestitionen zur Verfügung. Die insgesamt positive Entwicklung wird von allen Geschäftsbereichen der NMF getragen. Es ist nachhaltig gelungen, über eine neue Organisationsstruktur das in besonders wichtigen Innovationsbereichen aufgebaute Know-how durch die Bindung wertvoller MitarbeiterInnen an das Unternehmen zu erhalten und dieses erfolgreich zur Akquise von Neukunden, aber auch für die Verhandlung von Folgeaufträgen der Bestandskunden zu nutzen. Die sich aufhellende konjunkturelle Entwicklung in der Gesamtwirtschaft spiegelt sich in der positiven Auftragslage der Gesellschaft wider und lässt ein weiteres Wachstum der F&E-Aktivitäten in den für die NMF wichtigen Branchen, wie z.B. dem Fahrzeugbau und der Elektroindustrie, erwarten.

238

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

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Am Weichselgarten 7 91058 Erlangen Telefon: 09131/691 100 Telefax: 09131/691 111 Internet: www.igz.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Stadt Fürth Stadt Nürnberg Stadt Erlangen Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken Handwerkskammer für Mittelfranken in Nürnberg Tsd. € 5,000 20,000 10,000 0,250 0,250 35,500 % 14,1 56,3 28,2 0,7 0,7 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführerin Sonja Rudolph Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführerin erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 63 Tsd. €. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, durchschnittlich 3 MitarbeiterInnen.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Bildung einer Standortgemeinschaft für überwiegend neu gegründete Betriebe, die technologisch neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen entwickeln. Ziel ist die Stärkung der Innovationskraft der regionalen Wirtschaft und die Schaffung neuer zukunftsorientierter Arbeitsplätze vor allem für mittelständische Betriebe. Schwerpunkte der Tätigkeit sind die Vermietung von gewerblichen Räumen, der Unterhalt von Serviceeinrichtungen sowie die Betreuung der Unternehmen des Zentrums durch Information über Unternehmensplanung, durch Technologie-, Finanzierungs- und Marketingberatung sowie durch Vermittlung von Kontakten.

243

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 595 4 599 -192 -222 -333 -747 -148 3 0 3 -145 84 0 -20 64 -81 2012 Tsd. € 599 8 607 -206 -219 -224 -649 -42 7 -6 1 -41 84 0 -18 66 25 2011 Tsd. € 642 5 647 -184 -184 -291 -659 -12 23 -5 18 6 84 0 -15 69 75 2010 Tsd. € 620 3 623 -179 -11 -552 -742 -119 101 -8 93 -26 89 0 0 89 63 2009 Tsd. € 612 9 621 -246 -9 -549 -804 -183 125 0 125 -58 84 0 0 84 26

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Technologie, Wirtschaftsförderung und Umwelt IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-Fürth-Erlangen GmbH

Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 1.054 676 1 1.731 1.226 22 78 405 1.731 661 571 0 2012 Tsd. € 1.262 695 1 1.958 1.307 20 142 489 1.958 673 527 0 2011 Tsd. € 1.466 632 1 2.099 1.282 90 153 574 2.099 601 452 0 2010 Tsd. € 1.274 837 0 2.111 1.207 181 66 657 2.111 797 730 0 2009 Tsd. € 1.397 824 0 2.221 1.144 258 78 741 2.221 796 709 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

2 0 14

82 0 15

180 0 1.615

-110 0 1

-66 0 32

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war Dünkel.Schmalzing & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, bestellt. Die Abschlussprüfung für die Jahre 2009, 2010, 2011 und 2012 war durch die ETH Erlanger Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Erlangen, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Aussagefähige Marktdaten liegen im Bereich der Wirtschaftsförderungsgesellschaften nicht vor. Derzeit gibt es rd. 50 Wirtschaftsförderungsgesellschaften in Bayern, mit jeweils unterschiedlichen Vermietungsschwerpunkten. Unser Schwerpunkt sind Firmen im technologischen Bereich. Unsere Mietquote ist als gut anzusehen. Die Erlös- und Kostenstruktur wird durch unsere Mieterträge und Mietaufwendungen vorgegeben. Sie hat sich durch den Erwerb (zum 01.03.2011) des Erbbaurechts an dem bebauten Grundstück in 2011 wesentlich geändert. Bei der Festlegung der Vermietungswerte bewegen wir uns entsprechend unserer Zwecksetzung im marktüblichen Bereich.

Bedingt durch unsere satzungsmäßige Geschäftstätigkeit sind wir i.W. von der Entwicklung der Existenzgründer und Jungunternehmer abhängig. Existenzgründungen insbesondere im technologischen Bereich waren 2013 leicht ansteigend. Geschäftsverlauf 2013 Die Belegungsquote ist im Jahresdurchschnitt etwa gleich zum Vorjahr. Sie ist – auch im bayernweiten Vergleich – dennoch zufriedenstellend. Bei Neuvermietungen ist zu berücksichtigen, dass diese allenfalls temporär gesteigert werden kann, damit immer freie Räume verfügbar sind und das IGZ für High-Potentials attraktiv bleibt. Der Geschäftsverlauf 2013 entsprach i.W. unseren Erwartungen. Die Auslastung bei der Vermietung ist weiterhin stabil. Dennoch mussten wir einen Umsatzrückgang von knapp 1 % hinnehmen. Das Jahr 2013 war insbesondere durch die hohen Aufwendungen für die Fassadenrenovierung des Gebäudes belastet. Das Jahresergebnis 2013 in Höhe von -81 Tsd. € (Vorjahr +25 Tsd. €) liegt deshalb deutlich unter dem Vorjahr. Kosteneinsparungspotenziale werden weiterhin genutzt.

245

Die Personalkosten konnten stabil gehalten werden; Kostenentlastungen ergaben sich durch die Beendigung der Altersteilzeitphase eines Mitarbeiters. Trotz des negativen Ergebnisses ist die Eigenkapitalquote zum Jahresende mit 70,8 % immer noch auf einem hohen Niveau. Aufgrund der hohen Abschreibungen erzielte die Gesellschaft im Jahr 2013 trotz der hohen Mittelabflüsse aufgrund der Fassadenrenovierung einen leicht positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Liquiditätsreserven sind unverändert ausreichend. Deshalb ist die Finanzierung des Unternehmens auch künftig sichergestellt. Anstehende Investitionen sowie die Instandhaltungen können weiterhin aus eigenen Mitteln finanziert werden. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Aufgrund des über Jahre hin verbesserten Infrastrukturund Coaching-Angebots sowie des hohen Bekanntheitsgrades des IGZ in der Region gehen wir weiterhin von einem hohen Vermietungsgrad aus. Die Renovierung der Gebäudefassade im Jahr 2013 hat für ein deutlich verbessertes Erscheinungsbild des IGZ nach Außen gesorgt. Die Reaktion von bestehenden und potenziellen Mietern war durchweg positiv. Im Finanzierungsbereich sind die Risiken minimiert. Die Mieteinnahmen sichern den Betrieb der Gesellschaft ab. Ausfallrisiken gegenüber unseren Mietern werden durch Einzugsverfahren minimiert. Die Begleichung von Verbindlichkeiten erfolgt innerhalb der Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonti. Investitionen, Reparaturen und Unterhaltungsmaßnahmen – die die Attraktivität des Zentrums für innovative Existenzgründer und Jungunternehmer steigern – liegen (mit dem Erwerb des Erbbaurechts) in unserem Entscheidungsbereich und können somit selbst gesteuert und finanziert werden. Die Liquiditätssituation wird im Rahmen eines monatlichen Liquiditätsplans überwacht. Die Finanzmitteldisposition sichert ausreichende Liquidität.

Voraussichtliche Entwicklung Die Entwicklung der Gesellschaft ist i.W. abhängig von der Vermietungssituation. Die angestrebte Auslastungsquote von über 90 % ist zwischenzeitlich erreicht. Eine Verbesserung zum gegenwärtigen Zustand ist derzeit unter Berücksichtigung der Attraktivität des Zentrums nicht möglich. Auch in den folgenden Geschäftsjahren ist unser Ziel, eine gute Auslastungsquote und ein möglichst ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen, welches jedoch maßgeblich von den Kosten (wie Instandhaltung) und Aufwendungen (Abschreibungen) geprägt sein wird. Gewinne werden satzungsgemäß nicht ausgeschüttet und erhöhen somit das Eigenkapital. Für die langfristige Entwicklung wird die Frage von Bedeutung sein, wie mit dem bis 2018 laufenden Erbbaurecht weiter verfahren werden wird. Dieses Thema wird bereits im Gesellschafterkreis besprochen. Erste Ergebnisse dieser Gespräche werden im Herbst 2014 erwartet.

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Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4000 Telefax: 0911/9704 4001 Internet: www.infra-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth gmbh Herzo Werke GmbH Tsd. € 18,750 6,250 25,000 % 75,0 25,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller Jürgen Bauer (seit 14.11.2013) Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführer erhielten aus ihrer Organstellung im Jahr 2013 keine Bezüge. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Geschäftsführung und Vertretung der Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG mit Sitz in Bremerhaven, als deren persönlich haftende Gesellschafterin.

251

Entwicklung der Ertragslage
2013***) Tsd. € 0 7 7 0 -7 -7 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2012**) Tsd. € 0 6 6 0 -6 -6 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2011 Tsd. € 5 0 5 0 -2 -2 3 0 0 0 3 0 0 0 3 2010 Tsd. € 5 0 5 0 -6 -6 -1 0 0 0 -1 0 0 0 -1 *) Tsd. €

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für das Geschäftsjahr 2009 entfallen die Werte, da die infra fürth holding gmbh & co. kg (jetzt: infra fürth holding gmbh) erst seit 01.05.2010 die Anteile an der TFB Fürth Verwaltungs GmbH gehalten hatte. **) Mit den Beschlüssen und Verträgen vom 21.08.2012 (umwandlungsrechtlicher Formwechsel gemäß den §§ 190 ff., 214 ff. UmwG für die TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG zur infra fürth bäder gmbh) wurde die TFB Fürth Verwaltungs GmbH in die infra fürth bäder gmbh eingebracht. ***) Am 14.11.2013 veräußerte die infra fürth bäder gmbh ihre Anteile an der TFB Fürth Verwaltungs GmbH zu 75,0 % an die infra fürth gmbh und zu 25,0 % an die Herzo Werke GmbH. Ebenso erfolgte am 14.11.2013 die Umfirmierung zur Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013***) Tsd. € 0 37 0 37 35 2 0 0 37 35 35 0 2012**) Tsd. € 0 38 0 38 36 2 0 0 38 36 36 0 2011 Tsd. € 0 38 0 38 36 2 0 0 38 37 36 0 2010 Tsd. € 0 35 0 35 32 3 0 0 35 34 32 0 *) Tsd. €

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-1 0 0

-1 0 0

3 0 0

-4 0 0

*) Für das Geschäftsjahr 2009 entfallen die Werte, da die infra fürth holding gmbh & co. kg (jetzt: infra fürth holding gmbh) erst seit 01.05.2010 die Anteile an der TFB Fürth Verwaltungs GmbH gehalten hatte. **) Mit den Beschlüssen und Verträgen vom 21.08.2012 (umwandlungsrechtlicher Formwechsel gemäß den §§ 190 ff., 214 ff. UmwG für die TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG zur infra fürth bäder gmbh) wurde die TFB Fürth Verwaltungs GmbH in die infra fürth bäder gmbh eingebracht. ***) Am 14.11.2013 veräußerte die infra fürth bäder gmbh ihre Anteile an der TFB Fürth Verwaltungs GmbH zu 75,0 % an die infra fürth gmbh und zu 25,0 % an die Herzo Werke GmbH. Ebenso erfolgte am 14.11.2013 die Umfirmierung zur Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH.

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die Dünkel Storg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fürth, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die Erträge ergeben sich seit dem 01.12.2013 nahezu ausschließlich aus der Stellung der Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH als persönlich haftende Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG.

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten. Ausblick auf die folgenden Geschäftsjahre Aufgrund der Stellung der Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH als persönlich haftende Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG wird zukünftig ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Bericht zur Risikovorsorge Die Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH wurde ab 01.12.2013 in das bei der infra fürth unternehmensgruppe bestehende interne Risikomanagementund Frühwarnsystem integriert, welches auch mögliche Chancen in angemessener Weise berücksichtigt.

253

Nachdem die spezifischen Risiken identifiziert, quantifiziert und bewertet wurden, sind für die Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH bestandsgefährdende Risiken nicht identifiziert worden.

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Leyher Straße 69 90763 Fürth Telefon: 0911/9704 4000 Telefax: 0911/9704 4001 Internet: www.infra-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH (Komplementärin) Kommanditisten infra fürth gmbh Herzo Werke GmbH AREVA GmbH AREVA Wind GmbH Tsd. € % Geschäftsführung und Vertretung Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft ist die Komplementärin, die Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH (Komplementärin seit 01.12.2013), Fürth, vertreten durch die Geschäftsführer, Herrn Dr. Hans Partheimüller und Herrn Jürgen Bauer, allein berechtigt und verpflichtet. Bezüge der Geschäftsführung 0,000 1,500 0,625 0,188 0,187 2,500 0,0 60,0 25,0 7,5 7,5 100,0 Aufgrund § 264a Absatz 2 HGB gelten als angabepflichtige Bezüge jene der gesetzlichen Vertreter der Komplementär-GmbH. Es wird deshalb auf die entsprechenden Erläuterungen zur Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH verwiesen. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Erzeugung regenerativer Energien und damit der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere durch die Errichtung und den Betrieb einer Windkraftanlage in Bremerhaven, Stadtteil Lehe.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 191 0 191 -42 -180 -222 -31 3 -18 -15 -46 0 0 0 -46 *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. €

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für die Geschäftsjahre 2009, 2010, 2011 und 2012 entfallen die Werte, da erst seit 01.12.2013 Anteile an der Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG gehalten werden.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 8.122 1.751 2.367 12.240 2.596 29 9.615 0 12.240 -8.945 -7.889 9.111 *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. €

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-3.624 0 7.964

*) Für die Geschäftsjahre 2009, 2010, 2011 und 2012 entfallen die Werte, da erst seit 01.12.2013 Anteile an der Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG gehalten werden.

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Mit Wirkung zum 01.12.2013 hat die Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG von der AREVA Wind GmbH eine bereits im September 2013 in Betrieb gegangene 5 MW Windkraftanlage (WKA) mit Standort in Bremerhaven-Lehe für 8,2 Mio. € erworben. Die Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG betreibt nunmehr seit 01.12.2013 diese Windkraftanlage. Zu diesem Zweck wurden auch verschiedene Einzelverträge neu geschlossen bzw. übernommen, u.a. ein auf 25 Jahre abgeschlossener Dienstleistungsvertrag mit der OTB In-

frastruktur- und Verwaltungs GmbH, Bremerhaven. Die hierin jährlich vereinbarten Vergütungen wurden in zwei Einmalbeträgen in Höhe von 1.700 Tsd. € bzw. 500 Tsd. € vorab vergütet und werden bilanztechnisch als Aktive Rechnungsabgrenzung behandelt und über die Vertragslaufzeit (25 Jahre) linear aufgelöst. Zur Finanzierung des Erwerbs der WKA wurde mit der Umweltbank AG, Nürnberg, im Dezember ein langfristiger Finanzierungsvertrag abgeschlossen. Da die Auszahlungsvoraussetzungen der Umweltbank nicht rechtzeitig erfüllt werden konnten, wurde zur Überbrückung ein verzinsliches Gesellschafterdarlehen von der infra fürth gmbh aufgenommen. Die Auszahlung des Darlehens der Umweltbank erfolgte im April 2014, so dass zum gleichen Zeitpunkt das Gesellschafterdarlehen zurückbezahlt werden konnte. Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 46 Tsd. € erwirtschaftet. Die Umsätze in Höhe von 191 Tsd. € betreffen einen Ertrag aus Stromerzeugung für einen Monat. Dem Ertrag stehen Aufwendungen

261

u.a. für Dienstleistungen und sonstige Aufwendungen von mehreren Monaten in Höhe von 180 Tsd. € sowie ein negatives Zinsergebnis von 15 Tsd. € gegenüber. Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten. Ausblick auf die folgenden Geschäftsjahre Die von der Gesellschafterversammlung im Herbst 2013 verabschiedete Wirtschaftsplanung für die Geschäftsjahre 2014 bis 2017 geht von einer Geschäftstätigkeit mit positiven Jahresergebnissen aus.

Bericht zur Risikovorsorge Im Zuge des Gesellschafterwechsels wurde die Gesellschaft in das bei der infra fürth unternehmensgruppe bestehende interne Risikomanagement- und Frühwarnsystem integriert, welches auch mögliche Chancen in angemessener Weise berücksichtigt. Ab dem Geschäftsjahr 2014 erfolgt daher ein regelmäßiges, quartalsmäßiges Risikoreporting im Rahmen der Sitzung des Aufsichtsrats der infra fürth gmbh. Sofern Risiken und Neueinschätzungen bekannt werden sollten, welche die Liquidität oder den Bestand des Unternehmens akut bedrohen, erfolgt ein Ad-hoc-Bericht. Nachdem die spezifischen Risiken identifiziert, quantifiziert und bewertet wurden, stellt sich für das Unternehmen besonders folgender Bereich als besonders risikoträchtig dar: Der Betrieb einer Windkraftanlage ist stark abhängig von den tatsächlichen Wetterverhältnissen und der technischen Ausgestaltung der Windkraftanlage. Aktuell liegen jedoch keine Erkenntnisse vor, dass die verabschiedete Wirtschaftsplanung nicht eingehalten werden kann. Bestandsgefährdende Risiken wurden – unter Zugrundelegung der weiteren Einbindung in die infra fürth unternehmensgruppe – bei der Katalogisierung nicht identifiziert.

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FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG
Milchhofstraße 24 92318 Neumarkt i.d.OPf. Telefon: 09181/26569 0 Telefax: 09181/26569 29 Internet: www.jura-energy.com Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter FLEMMA Verwaltungs GmbH (Komplementärin) Kommanditisten infra fürth gmbh N-ERGIE Regenerativ GmbH Stadtwerke Schwabach GmbH Bürgerbeteiligung Windpark Illschwang GbR Stadtwerke Amberg Holding GmbH Gemeinde Illschwang FLEMMA GmbH & Co. KG Tsd. € % Geschäftsführung und Vertretung Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft ist die Komplementärin, die FLEMMA Verwaltungs GmbH, Neumarkt i.d.OPf., vertreten durch die Geschäftsführer, Herrn Ludwig Fürst und Herrn Martin Fürst, allein berechtigt und verpflichtet. Bezüge der Geschäftsführung 0,0 1.700,0 2.290,0 1.300,0 800,0 510,0 100,0 100,0 6.800,0 0,0 25,0 33,7 19,1 11,7 7,5 1,5 1,5 100,0 Aufgrund § 264a Absatz 2 HGB gelten als angabepflichtige Bezüge jene der gesetzlichen Vertreter der Komplementär-GmbH. Dem Anhang zum Jahresabschluss der FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG waren keine Angaben zu im Jahr 2013 ggf. erfolgten Vergütungen der FLEMMA Verwaltungs GmbH an ihre Geschäftsführer zu entnehmen. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck ist die Errichtung und der Betrieb von regenerativen Energieanlagen, insbesondere von Windkraftanlagen im Bereich der Gemeinden Illschwang und Birkland.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 1.717 0 1.717 -236 -1.226 -116 -1.578 139 0 -383 -383 -244 0 0 0 -244 2012 Tsd. € 0 0 0 0 0 -140 -140 -140 6 -166 -160 -300 0 0 0 -300 *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. €

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für die Geschäftsjahre 2009, 2010 und 2011 entfallen die Werte, da das Unternehmen erst im Jahr 2012 (Rumpfgeschäftsjahr) gegründet wurde.

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Technologie, Wirtschaftsförderung und Umwelt FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG

Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 23.808 1.029 130 24.967 6.255 75 18.637 0 24.967 -363 -146 18.488 2012 Tsd. € 11.607 157 0 11.764 6.498 3 5.263 0 11.764 130 46 5.155 *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. €

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

550 13.333 13.426

-215 5.155 11.607

*) Für die Geschäftsjahre 2009, 2010 und 2011 entfallen die Werte, da das Unternehmen erst im Jahr 2012 (Rumpfgeschäftsjahr) gegründet wurde.

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie im Vorjahr, die Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München/Nürnberg, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Für eine der führenden Industrienationen Europas wie Deutschland ist eine stabile und effiziente Energieversorgung unverzichtbar. Aus den Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) geht hervor, dass der Stromverbrauch von Haushalten in Deutschland seit 2005 leicht zurückgeht. Der positive Trend aus den Vorjahren bei dem Ausbau der Erneuerbaren Energien hat sich fortgesetzt. Ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung betrug nach BDEW-Angaben 2013 rd. 23,4 % (Vorjahr 22,8 %). Der Anteil der Windkraft lag bei 7,9 %.

Im Vergleich der letzten 10 Jahre ist der IWR-Windindex Binnenland bis inklusive September 2013 bei 56,7 %. Der Wert liegt um 10,7 % unter dem Ertragsmittelwert der letzten 10 Jahre. Wesentliche Vorgänge des Geschäftsjahres Die FLEMMA W.1 Energie GmbH &. Co. KG hat im März und April des Geschäftsjahres 2013 die 5 Anlagen des Typs Nordex N117 in Betrieb genommen. Der Windpark besteht aus 5 Anlagen mit Nabenhöhen von 120 m (1 Anlage) und 140 m (4 Anlagen). Am 26.07.2013 erfolgte die offizielle Einweihungsfeier der Windkraftanlagen. Von März bis Dezember wurden ca. 18,5 Mio. kWh Strom produziert. Die SDL-Fähigkeit wurde durch die Bayernwerk AG bereits bestätigt, der Bonus aber bisher nicht ausbezahlt. Die Parkverfügbarkeit lag nach der lnbetriebnahmephase (März bis Mai 2013) bei 97,84 %. Nordex ist mit den Restarbeiten beauftragt. Die Arbeiten sind noch nicht endgültig abgeschlossen. Daher ist noch keine Abnahme erfolgt. Die Anlagen wurden durch das Vermessungsamt vermessen.

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Im April 2013 veräußerte die N-ERGIE Regenerativ GmbH einen Teil ihrer Kommanditbeteiligung an der FLEMMA W.1 Energie GmbH &. Co. KG an die Stadtwerke Amberg (7,5 % vom Gesamtkapital). Lage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der FLEMMA W.1 Energie GmbH &. Co. KG zeigt sich gut. Das Vorjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr und vor allem durch den Bau des Windparks geprägt. Die Werte sind deshalb mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Ertragslage Erstmalig erzielte die FLEMMA W.1 Energie GmbH &. Co. KG Erlöse aus der EEG-Einspeisung in Höhe von 1.717 Tsd. €. Unter Berücksichtigung des Materialaufwands (236 Tsd. €), der Abschreibungen von 1.226 Tsd. € sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 116 Tsd. € und des negativen Finanzergebnisses von 383 Tsd. € erwirtschaftete die FLEMMA W.1 Energie GmbH &. Co. KG einen Jahresfehlbetrag von -244 Tsd. €. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Verwaltungskosten und Pachtaufwendungen enthalten. Das negative Zinsergebnis ergibt sich aus der Finanzierung der Anlagen des Windparks. Finanzlage Die Finanzierung des Windparks erfolgt über die Aufnahme langfristiger Darlehen und die Kommanditeinlagen. Zum 31.12.2013 betragen die liquiden Mittel 587 Tsd. € (Vorjahr 130 Tsd. €). Die Finanzlage ist geordnet. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 24.967 Tsd. € und beinhaltet auf der Aktivseite überwiegend Sachanlagen von 23.808 Tsd. € (95,4 %). Die Passivseite wird im Wesentlichen durch das Eigenkapital von 6.255 Tsd. € (25,1 %) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 18.488 Tsd. € (74,0 %) geprägt. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres wurden keine Risiken oder Vorgänge von besonderer Bedeutung identifiziert, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die FLEMMA W.1 Energie GmbH &. Co. KG ist in das Risikomanagementsystem des N-ERGIE Konzerns integriert, das neben Risiken auch Chancen erfasst. Die Chancen und Risiken werden systematisch analysiert und bewertet und auf Basis dieser Daten Entscheidungen verantwortungsvoll getroffen. In einer Handlungsanweisung sind die Zuständigkeiten und Verantwortungen klar geregelt. Die Effizienz und Wirksamkeit des Risikoinformationssystems wird durch die Interne Revision überprüft. Bestandsgefährdende Risiken, die die künftige Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Die Entwicklung des Unternehmens hängt i.W. vom zukünftigen Windaufkommen sowie im geringeren Maße von der Verfügbarkeit der Anlagen ab. Für 2014 wird ein Jahresüberschuss erwartet, sodass die Negativsalden auf den variablen Kapitalkonten der Kommanditisten gemindert werden können.

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Benno-Strauß-Straße 7 90763 Fürth Telefon: 0911/810 270 Telefax: 0911/810 2711 Internet: www.solid.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter infra fürth gmbh N-ERGIE Aktiengesellschaft Erlanger Stadtwerke AG Stadtwerke Schwabach GmbH Stadtwerke Ansbach GmbH Tsd. € 8,2 18,7 5,2 2,6 2,2 36,9 % 22,2 50,7 14,1 7,0 6,0 100,0 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Markus Rützel Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Dem Anhang zum Jahresabschluss war zu entnehmen, dass die Geschäftsführung die ihr im Jahr 2013 gewährten Bezüge unter Bezugnahme auf § 286 Absatz 4 HGB nicht angeführt hat. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 2 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 3 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Beratung, Unterstützung und Information bei der Verbreitung des Einsatzes erneuerbarer Energien und Energieeffizienz und den für die Energiewende notwendigen Umbau der Energieversorgung und Energieverwendung in der Region. solid begleitet die Gesellschafter und verbundenen Unternehmen auf ihrem Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien. Schwerpunkt der Tätigkeit sind Projekte, welche sich mit innovativen Themen und Fragestellungen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienzen befassen.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 337 10 347 -10 -193 -7 -71 -281 66 0 -2 -2 64 -20 0 -20 44 2012 Tsd. € 339 12 351 -22 -215 -3 -69 -309 42 1 -2 -1 41 -10 0 -10 31 2011 Tsd. € 367 60 427 -95 -204 -4 -115 -418 9 0 -2 -2 7 -6 0 -6 1 2010 Tsd. € 124 327 451 -105 -201 -2 -138 -446 5 0 -4 -4 1 -1 0 -1 0 2009 Tsd. € 88 738 826 -106 -481 -1 -240 -828 -2 2 0 2 0 0 0 0 0

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 18 178 5 201 113 82 6 0 201 166 95 0 2012 Tsd. € 5 156 2 163 69 63 9 22 163 149 91 0 2011 Tsd. € 4 148 3 155 38 70 47 0 155 143 43 0 2010 Tsd. € 5 92 10 107 37 46 24 0 107 70 35 0 2009 Tsd. € 10 202 0 212 37 138 37 0 212 155 51 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

38 0 21

10 0 4

76 0 3

-86 0 0

-110 0 11

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012, Dünkel.Schmalzing & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg/Fürth, bestellt. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2009 war durch die WIBERA Wirtschaftsberatung AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf/Nürnberg, erfolgt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die Verknappung und Verteuerung fossiler Energieträger und die zunehmenden Gefahren durch den Klimawandel bedingen einen Umbau der bisherigen Energieversorgung in Deutschland. Wegen des beschlossenen Ausstiegs aus der Kernenergie muss zusätzlich diese Kraftwerkskapazität stufenweise ersetzt werden. Der Weg hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung im Sinn der Energiewende führt nur über den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den verstärkten Einsatz von Energieeffizienzmaßnahmen.

Politik Die Maßnahmen und Umsetzungspläne der Energiewende sind stark vom gesellschaftlichen und politischen Willen getrieben. In der Politik sind auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene verschiedene Energie- und Klimaschutzkonzepte entstanden. Diese beschreiben die energiepolitische Ausrichtung für einen Zeithorizont bis zum Jahr 2050 und legen insbesondere Maßnahmen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Netze und der Energieeffizienz fest. Die übergeordneten Ziele sind die Umweltverträglichkeit, die Bezahlbarkeit und die Versorgungssicherheit der Energieversorgung sowie die Akzeptanz in der Bevölkerung. Gerade das Thema Bezahlbarkeit des Umbaus der Energieversorgung und in diesem Zusammenhang die starke Erhöhung der EEG-Umlage auf 6,24 ct/kWh für private Haushalte war ein wichtiges Thema im Wahlkampf 2013. Aufgrund der vielen und umfangreichen technischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Energiewende ergibt sich ein großer Beratungs-, Informations- und Unterstützungsbedarf.

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Solarwärmemarkt Nach den konstanten Zubauzahlen aus den Vorjahren reduzierte sich der Solarkollektorabsatz dieses Jahr um 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2013 wurden ca. 136.000 Solarwärmeanlagen neu installiert. Die neu installierte Kollektorfläche betrug rd. 1,02 Mio. m². Die Anzahl der Solarwärmeanlagen in Deutschland beläuft sich auf ca. 1.900.000 Anlagen. Im Jahr 2013 betrug die insgesamt installierte thermische Leistung 12,3 GW bei einer kumulierten Kollektorfläche von ca. 17,5 Mio. m². Der Anteil der Solarthermie am gesamten deutschen Wärmeverbrauch betrug im Jahr 2013 insgesamt rd. 1 %. Solarstrommarkt Das politische Ziel, den Ausbau von netzgekoppelten Solarstromanlagen zu reduzieren, verfehlte seine Wirkung nicht. Nach den Rekordjahren 2010, 2011 und 2012 gab es einen drastischen Einbruch der neu installierten Photovoltaik-Leistung von ca. 7.600 MWp (Megawatt-Peak) auf 3.300 MWp. Der Gesamtbestand erhöhte sich bis Ende 2013 auf rd. 1.400.000 Anlagen, welche eine Gesamtleistung von 35.700 MWp zur Verfügung stellten. Somit konnten im Jahr 2013 29.700 GWh Strom erzeugt werden. Dies entspricht einem Anteil von ca. 5 % am deutschen Stromverbrauch. Die Rahmenbedingungen für den Absatz von Photovoltaikanlagen waren im Jahr 2013 wesentlich schlechter als in den Vorjahren. Zum einen reduzierten sich die Vergütungssätze für Neuanlagen monatlich auf zuletzt 13,28 ct/kWh (ab 01.04.2014 für Anlagen bis 10 kWp). Zum anderen konnten die Preise für den Endverbraucher nicht weiter gesenkt werden. Die Preise im Einfamilienhausbereich gingen nur sehr leicht zurück. Eine Aufdachanlage bis 10 kWp kostete im vierten Quartal 2013 ca. 1.640 € pro kWp netto. Die Rendite für Neuanlagen ist damit deutlich schlechter als in den Vorjahren. Der starke Rückgang der Nachfrage im Solarbereich führte zu zahlreichen Insolvenzen in der Solarbranche. Auch die Beschäftigungszahlen gingen von über 100.000 auf ca. 50.000 bis 65.000 zurück. Umzug von solid Der Umzug von solid war notwendig geworden, da die „Alte Villa“ auf dem Gelände der infra fürth gmbh, dem bisherigen Sitz von solid, kernsaniert werden muss. Deshalb erfolgte im Mai der Umzug in den energieeffizienten Neubau des Gewerbehofs complex in der Benno-StraußStraße 7 in Fürth. Die neuen Büroräume und die zusätzlichen Möglichkeiten des complex bieten für die weitere Entwicklung von solid sehr gute Bedingungen.

Projektarbeit In 2013 begleitete solid die Gesellschafter auf dem Weg in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien und wurde mit vier umfangreichen Projekten beauftragt: • EE-Strom zur Wärmeerzeugung: Da der Strombezugspreis für den Endverbraucher wesentlich höher als die Einspeisevergütung von Photovoltaikstrom ist, ist es sinnvoll, möglichst viel des erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen. Im Rahmen dieser Studie wurde die Kombination bestehend aus einer Erneuerbaren-Energien-Anlage (Photovoltaik- bzw. Windkraftanlage) und einem elektrischen Wärmeerzeuger (Wärmepumpe, Elektrokessel oder Nachtspeicherheizung) mit und ohne EEG untersucht. Es galt festzustellen, ob diese Kombination im Privatbereich (Einfamilienhaus und Mehrfamilienhaus) eine wirtschaftlich sowie ökologisch bessere Variante im Vergleich zu einem Gas-Brennwertkessel mit einer Solarthermieanlage darstellt. • Kleinwasserkraft: Die Kleinwasserkraft ist aufgrund des grundlastähnlichen Erzeugerprofils eine interessante erneuerbare Energiequelle. solid analysierte in diesem Zusammenhang den Bestand und die Ausbaupotenziale in der Metropolregion Nürnberg. Dabei standen die unterschiedlichen Techniken und der aktuelle rechtliche Ordnungsrahmen im Fokus der Untersuchung. • Wärmerückgewinnung aus Abwasser: Jeden Tag fließt in Deutschland eine große Menge thermische Energie in Form von Abwasser in den Abwasserkanal. Ob und wie man diese Wärme aus dem Abwasser rückgewinnen kann, war ein weiteres Projekt von solid in 2013. Hierbei wurden eine bestehende Anlage im Detail untersucht und weitere technische Möglichkeiten analysiert. • Energieautarke Kommune: Viele Kommunen befassen sich mit dem Thema Energieautarkie. Leider wird der Begriff nicht einheitlich verwendet und sehr unterschiedlich ausgelegt. Um die teils politische Diskussion zu objektivieren, untersuchte solid in diesem Projekt die unterschiedlichen Definitionen von Autarkie sowie die ökonomischen Auswirkungen verschiedener Szenarien. Geschäftsentwicklung Die gesamten Umsatzerlöse blieben im Vergleich zu 2012 (339 Tsd. €) mit 337 Tsd. € annährend konstant. Wichtigster Umsatzträger im Jahr 2013 waren, mit einem Anteil am Gesamtumsatz von ca. 99 %, die projektbezogenen Dienstleistungen für die N-ERGIE Aktiengesellschaft, infra fürth gmbh, Erlanger Stadtwerke AG, Stadt-

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werke Schwabach GmbH und Stadtwerke Ansbach GmbH. Die restlichen Erlöse bildeten diverse Verkaufserlöse. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 163 Tsd. € auf 201 Tsd. €. Die Liquidität ist durch den weiter erhöhten Bestand an liquiden Mitteln und den Dienstleistungsvertrag mit den Gesellschaftern für das Jahr 2014 gesichert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich deutlich aufgrund des Jahresüberschusses von 42 % auf 56 %. Der Jahresüberschuss im Jahr 2013 betrug 44 Tsd. €, im Vorjahr 31 Tsd. €. Statistik Bei solid waren im Jahr 2013 neben dem Geschäftsführer durchschnittlich zwei MitarbeiterInnen in aktiven Beschäftigungsverhältnissen angestellt. Des Weiteren wurden für Projektarbeiten Praktikanten beschäftigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 fanden eine ordentliche Gesellschafterversammlung sowie zwei ordentliche Beiratssitzungen statt.

Nachtrags- und Prognosebericht sowie Bericht über die Risiken und Chancen Die Jahre 2014 und 2015 werden wesentlich geprägt sein von der Energiepolitik auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene. Nach wie vor sollen die Erneuerbaren Energien ausgebaut und die Energiewende vorangetrieben werden. Jedoch werden jetzt hauptsächlich die Ziele Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit verfolgt. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel plant aktuell, aufgrund der stark gestiegenen EEG-Umlage und des dadurch erhöhten Strompreises für den Endkunden, eine grundlegende Reformierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Hieraus werden sich verschiedene Chancen und Risiken für die Energiewirtschaft ergeben. Um diesem Umstand und den allgemeinen Trends Rechnung zu tragen, greift solid neue und innovative Projekte auf, um sich damit neue Chancen zu erschließen. Diese Projekte können den gesamten Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energiewende betreffen. Bei der Umsetzung wird eng mit den Gesellschaftern kooperiert. Der im Jahr 2011 geschlossene Dienstleistungsvertrag mit den Gesellschaftern hat sich automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Auf der Gesellschafterversammlung im Januar 2014 wurden Dienstleistungen beauftragt. Darüber hinaus wurden bereits weitere Aufgaben diskutiert. Im Jahr 2013 konnte solid außerdem einen Gewinn in Höhe von 44 Tsd. € erzielen. Insofern ist damit die Finanzierung von solid für die Jahre 2014 ff. sichergestellt. Bestandsgefährdende Risiken, die die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen könnten, sind nicht erkennbar. Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nach Abschluss des Geschäftsjahres 2013 sind nicht eingetreten.

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Puschkinstraße 7 85095 Denkendorf Telefon: 08466/9038567 Internet: www.buergerwindpark-denkendorf.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Bürgerwindpark Denkendorf Verwaltungs GmbH (Komplementärin) Kommanditisten infra fürth gmbh N-ERGIE Regenerativ GmbH Stadtwerke Schwabach GmbH Gemeindewerke Wendelstein Landkreis Eichstätt Streubesitz (weitere Kommanditisten) Tsd. € % Geschäftsführung und Vertretung Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft ist die Komplementärin, die Bürgerwindpark Denkendorf Verwaltungs GmbH, Denkendorf, vertreten durch die Geschäftsführer, Herrn Armin Geyer und Herrn Stephan Schinko, allein berechtigt und verpflichtet. Bezüge der Geschäftsführung Aufgrund § 264a Absatz 2 HGB gelten als angabepflichtige Bezüge jene der gesetzlichen Vertreter der Komplementär-GmbH. Der Lagebericht der Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG bezifferte für das Geschäftsjahr 2013 gemäß § 24 Absatz 1 Satz 3 Nr. 2 VermAnlG die Zahlungen an die 2 Personen der Geschäftsführung auf (in Summe) ca. 50 Tsd. €. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 kein eigenes Personal.

0,0 603,0 1.681,7 603,0 247,9 201,0 3.363,4 6.700,0

0,0 9,0 25,1 9,0 3,7 3,0 50,2 100,0

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Projektentwicklung, Planung, Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen zur Stromerzeugung einschließlich notwendiger Infrastrukturmaßnahmen.

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Entwicklung der Ertragslage
2013**) Tsd. € 76 124 200 -84 -492 -576 -376 48 -203 -155 -531 0 0 0 -531 *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. €

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für die Geschäftsjahre 2009, 2010, 2011 und 2012 entfallen die Werte, da die infra fürth gmbh erst seit 05.04.2013 Anteile an der Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG hält. **) Die Abschlussprüfung für die Rechnungslegung 2013 der Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG war zum Redaktionsschluss des Beteiligungsberichts noch nicht beendet. Die für das Geschäftsjahr 2013 dargestellten Zahlen sind dem Erstellungsbericht für die Rechnungslegung 2013 entnommen; im Zuge der Abschlussprüfung können sich ggf. noch Änderungen zu den Zahlen des Erstellungsberichts ergeben.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013**) Tsd. € 18.880 9.025 35 27.940 6.286 19 21.635 0 27.940 5.286 923 14.850 *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. €

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

3.837 13.400 18.914

*) Für die Geschäftsjahre 2009, 2010, 2011 und 2012 entfallen die Werte, da die infra fürth gmbh erst seit 05.04.2013 Anteile an der Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG hält. **) Die Abschlussprüfung für die Rechnungslegung 2013 der Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG war zum Redaktionsschluss des Beteiligungsberichts noch nicht beendet. Die für das Geschäftsjahr 2013 dargestellten Zahlen sind dem Erstellungsbericht für die Rechnungslegung 2013 entnommen; im Zuge der Abschlussprüfung können sich ggf. noch Änderungen zu den Zahlen des Erstellungsberichts ergeben.

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG ist die Oelmaier – Schranner & Kollegen GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft, Mühldorf am Inn, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG (im Folgenden „Fondsgesellschaft“ genannt) hat am Standort Denkendorf fünf Windenergieanlagen (WEA) zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien (im Folgenden „Windpark Denkendorf“ genannt) errichtet. Dieses Projekt wird unter dem Regime des ErneuerbareEnergien-Gesetzes (EEG) mit Anspruch auf eine zum In-

vestitionszeitpunkt per Gesetz festgelegte Vergütung für die Netzeinspeisung des produzierten Stroms erfolgen. Investitionsobjekt • Anlagentyp: 5 x ENERCON E-92 • Nennleistung: 2.300 kW • Nabenhöhe: 5 x 138 m • Anlagenkonzept: Getriebelos, variable Drehzahl • Einzelblattverstellung Umsetzungshistorie Im Jahr 2013 wurden vier der fünf Enercon E-92-Anlagen in Betrieb genommen und fallen somit unter die EEG-Vergütung 2013. WEA 5 wurde im Februar 2014 in Betrieb genommen und wird dahingehend gemäß EEG 2014 vergütet.

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Für die verspätete Inbetriebnahme der WEA 5 wurde durch den Hersteller Enercon eine Gutschrift an den Bürgerwindpark in Denkendorf in Höhe von 124 Tsd. € ausgestellt. Grund für die verspätete Inbetriebnahme waren Verzögerungen bei der elektrischen Installation in der Anlage. Für Ertragsausfälle in 2013 aufgrund verzögerter Inbetriebnahme der Windenergieanlagen eins bis vier wurde eine Gutschrift von rd. 52,4 Tsd. € ausgestellt. Vorgesehen war die Inbetriebnahme Anfang Dezember 2013. Die abschließende Inbetriebnahme der Windenergieanlagen eins bis vier erfolgte allerdings erst Ende Dezember 2013. Im Laufe des Geschäftsjahres 2014 kam es allerdings noch häufig zu Anlagenstillständen, die durch die Beseitigung von Mängeln bzw. durch Restarbeiten verursacht wurden. Aus diesem Grund hat sich die Abnahme der Anlagen auch zeitlich verzögert und konnte erst im September 2014 durchgeführt werden. Stand heute sind die Anlagen bis auf Kleinigkeiten mängelfrei und konnten somit in den kommerziellen Betrieb übergeben werden. Kabelbau Baubeginn für den Kabelbau war Ende März 2013. Um Behinderungen im Wegebau zu vermeiden wurde die Parkverkabelung vorgezogen und war in ca. 2 Wochen abgeschlossen. Die Verlegung der Trasse vom Bürgerwindpark Denkendorf zum Umspannwerk Kinding erfolgte im Anschluss an die Parkverkabelung. Die Verlegearbeiten, die zumeist mittels Verlegepflug ausgeführt wurden, erfolgten bis Mitte Juni 2013 bis Kemathen. Im Juni 2013 wurde die Altmühlquerung im Spülbohrverfahren hergestellt, die Bauarbeiten von Kemathen Richtung Umspannwerk Kinding fortgeführt und bis Ende September 2013 fertig gestellt. Wegebau und Herstellung der Kranstellflächen Baubeginn für den Wegebau war Ende April 2013. Auftragnehmer für diese Arbeiten war die Firma Ernstberger/Eichstätt. Parallel zur Herstellung der Kranstellflächen wurde der Aushub für die Fundamente erstellt. Die Arbeiten hierzu beauftragte die Firma Enercon direkt an die Firma Ernstberger. Die Wegebauarbeiten liefen bis zur Erstellung der Fundamente Ende Juli 2013, im Anschluss daran wurde der Ringraum-Fundament-Aushub verfüllt und die Kranstellflächen fertig gestellt. Die Erdbauarbeiten wurden nach Ende der Aufstellung der Windenergieanlagen mit dem Rückbau der Vormontageflächen fortgesetzt.

Bodenverbesserung, Fundamentbau Die Bodenverbesserung an den Standorten WEA 1, WEA 2 und WEA 3 mittels Rüttelstopfsäulen und WEA 4 mittels unbewehrten Betonpfählen begann im Juni 2013. Bei WEA 5 musste keine Bodenverbesserung durchgeführt werden, da durch den anstehenden Fels nur geringfügiger Bodenaustausch durchgeführt werden musste. Unmittelbar im Anschluss an diese Arbeiten starteten die Fundamentbauarbeiten. Die Arbeiten der Bodenverbesserung, das Herrichten des Fundamentplanums und die Fundamentbauarbeiten wurden durch die Firma Enercon ausgeführt. Turmbau. Anlagenerrichtung Die Turmbauarbeiten starteten bei WEA 3 um zwei Wochen verspätet Ende August 2013. Der Kran zur Errichtung des Betonturms der WEA 3 wurde im Anschluss an die WEA 4 und an die WEA 5 umgesetzt. Der zweite Kran zur Errichtung der Betontürme wurde nach Einsatz bei der Baustelle WEA Hinterseher an die WEA 1 und WEA 2 versetzt. Dieser Kran wurde nach dem Turmbau zum Ziehen der restlichen Anlagenteile (Stahlsegmente, Gondel, Generator, Stern) umgebaut. Zu Verzögerungen im Bauablauf kam es aufgrund fehlender Montagehilfen bei dem neuen Anlagentyp E-92 der Firma Enercon beziehungsweise durch fehlende Krankapazitäten am Ende des Jahres 2013. Um diese Verzögerungen auszugleichen wurde die Baustelle im Oktober um ein weiteres Kranteam verstärkt, so dass ein Team die Betontürme fertig errichten konnte und zwei Teams die restlichen Anlagenteile ziehen konnte. Ab Ende November 2013 wurde die WEA 1, WEA 2, WEA 3 und WEA 4 fertig montiert und die Anlagenendmontage, Verkabelung in den Anlagen und die Inbetriebnahme durchgeführt. Aufgrund der Witterung konnte die Anlagenendmontage der WEA 5 fertig gestellt werden, die Verkabelung und Inbetriebnahme allerdings erst im Januar bzw. Februar 2014 erfolgen. Investitions- und Finanzlage Die Ausgaben für die Projektumsetzung befanden sich vollständig im Rahmen der Planungsrechnung. Die im Emissionsprospekt angegeben Investitionskosten in Höhe von 19,7 Mio. € bzw. 20,1 Mio. € durch den höheren Turm WEA 5 mit einer Narbenhöhe von 138 Meter anstatt 108 Meter (Genehmigung durch das Landratsamt Eichstätt erfolgte nach Platzierung des Emissionsprospekts) wurden mit der Abnahme bzw. der Beendigung der Bauphase erreicht. Durch die Gutschrift der Firma Enercon in Höhe von 124 Tsd. € (Verzugsschaden für WEA 5), welche von der

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Schlussrate abgezogen wurde, startet das Projekt zudem mit einem positiven Überschuss auf dem Investitionskonto. Gesellschafterstruktur Die Mehrheit der 6,7 Mio. € Eigenmittel liegt in privater Bürgerhand bzw. Energiegenossenschaften. Die weiteren Anteile verteilen sich auf strategische Partner wie Stadtund Gemeindewerke sowie eine Beteiligung des Landkreises Eichstätt. Fremdmittel Der geplante Fremdmitteleinsatz betrug 13,0 Mio. € mit einer Laufzeit von 17 Jahren bei einem Zinssatz von 2,35 % und 2 tilgungsfreien Jahren. Die tatsächlich bereitgestellten Fremdmittel beliefen sich auf 13,4 Mio. € mit einer Laufzeit von 17 Jahren und einem Zinssatz von 2,65 % und 2 tilgungsfreien Jahren. Der Differenzbetrag von 400 Tsd. € bei den Fremdmitteln ergab sich durch die Anhebung der Turmhöhe WEA 5 von ca. 110 Metern Nabenhöhe auf 138,5 Meter. Die Anpassung des Zinssatzes auf 2,65 % ergab sich durch eine Erhöhung der KfWMittel im Zeitraum zwischen der Projektplanung und der Unterzeichnung des Kreditvertrags. Als Ausgleich zur Agio-Zahlung in Höhe von 3,5 % der Einlagesumme wurden folgenden Darlehen gewährt: Sonstige Darlehen (102.210 €, d.h. 60.000 € von der NERGIE Regenerativ GmbH, jeweils 21.105 € infra fürth gmbh und Stadtwerke Schwabach GmbH. Die Rückzahlung der Darlehen ist für 2017 geplant. Das durch die NERGIE Regenerativ GmbH zusätzlich gewährte Liquiditätsdarlehen in Höhe von 50 Tsd. € wird 2015 zurückbezahlt. Ertragslage Das Investitionsbudget für die Errichtung der Anlage wurde eingehalten. Aufgrund dessen wurden die Planzahlen für 2013 aus der GuV-Rechnung für 2013 erreicht. Abweichend hiervon wurde in 2013 nicht wie vorgesehen der Windertrag in Höhe von ca. 148 Tsd. € erreicht. Der Windertrag lag nur bei ca. 24 Tsd. € in 2013. Dies wurde allerdings durch die Enercon Gutschrift in Höhe von ca. 52 Tsd. € aufgrund der Verzögerungen der Inbetriebnahme der Windenergieanlagen in 2014 und die geringeren Zinsaufwendungen in 2013 kompensiert. Der Windertrag weist Ende Oktober 2014 einen Ertrag von 95 % der Planzahlen auf. Auf Basis der uns vorliegenden Windmessdaten aus 2011 und 2012 gehen wir derzeit davon aus, dass die geplanten Erträge für November und Dezember 2014 erreichbar sind. Für den Fall, dass die Gutschrift von Enercon in Höhe von 124 Tsd. € mit herangezogen wird, werden die Einnahmen sowie die Ausga-

ben wie in der GuV 2014 angesetzt ebenfalls erreicht werden. Natürlich müssen die geringeren Einnahmen durch WEA 5 (Inbetriebnahme erst in 2014, d.h. Vergütung nach EEG 2014), welche sich auf ca. 6 Tsd. € pro Jahr belaufen, über die Laufzeit der EEG-Zahlungen damit ausgeglichen werden. Als Ausgleich für diese geringeren Einnahmen hat Enercon den Mindestpreis für den Jahresservice gemäß EPK (Enercon Partnerkonzept) von 42 Tsd. € je Anlage und Jahr auf 40 Tsd. € gesenkt. Auch der Verteilschlüssel über die Jahreszahlungen wurde zum Vorteil des Bürgerwindparks Denkendorf angepasst. Ausschüttungen Die Geschäftsführung wird gemäß § 17 Nr. 2 der Satzung vom 05.12.2012 in der Gesellschafterversammlung am 14.11.2014 vorschlagen, den Jahresfehlbetrag den Gesellschaftern im Verhältnis ihrer Kapitalanteile zuzuweisen. Vergütungen Gemäß § 24 Absatz 1 Nr. 1 VermAnlG wurden durch die Bürgerwindpark Denkendorf GmbH und Co. KG folgende Vergütungen bezahlt: • Bürgerwindpark Denkendorf Verwaltungs GmbH; 65 Tsd. € fixe Zahlungen gemäß Emissionsprospekt für die Geschäftsführung • Bürgerwindpark Denkendorf Verwaltungs GmbH; 1.250,00 € gemäß Emissionsprospekt für die Haftungsvergütung • Berata Barbing; 3.000,00 € gemäß Emissionsprospekt für die Treuhandschaft • Darlehensverzinsung: N-ERGIE Regenerativ GmbH (1.567 €), infra fürth gmbh (242 €) und Stadtwerke Schwabach GmbH (242 €) Gemäß § 24 Absatz 1 Nr. 2 VermAnlG wurden durch die Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG folgende Vergütungen bezahlt: Bürgerwindpark Denkendorf Verwaltungs GmbH; ca. 50 Tsd. € von den 65 Tsd. € fixe Zahlungen gemäß Emissionsprospekt für die Geschäftsführung (2 Personen) Risikobericht Die tatsächliche Gesamterzeugung des Windparks Denkendorf betrug bis Ende Oktober ca. 13 Mio. kWh. Ertragsausfälle, welche durch Anlagenstillstände durch Restarbeiten hervorgerufen wurden, waren bis Ende Oktober 850.000 kWh zu verzeichnen. Zu beachten ist,

287

dass bei den 850.000 kWh nur diejenigen Ausfälle hinzugerechnet wurden, die eindeutig und längerfristig den Restarbeiten zuzurechnen waren. Kleinere Stillstände diesbezüglich wurden nicht berücksichtigt. Die tatsächlichen Ertragsausfälle durch Restarbeiten dürften daher noch etwas höher liegen. Würde man die Ertragsausfälle aufgrund von Restarbeiten 2014 ungeachtet lassen und diese dem tatsächlichen Windertrag in Höhe von 13 Mio. kWh bis Ende Oktober hinzuaddieren, ergäbe sich eine fiktive Gesamterzeugung von ca. 13,85 Mio. kWh. In Relation zu den geplanten Winderträgen bis Ende Oktober 2014 (= 14,5 Mio. kWh) ergäbe sich hieraus eine Zielerreichung von 95 %. Aufgrund des sehr schlechten Windjahres 2014 insgesamt stellt dies eine durchaus positive Performance des Bürgerwindparks in Denkendorf dar. Die im Emissionsprospekt genannten Mehrerträge durch den höheren Turm von WEA 5 mit 600.000 kWh werden wohl nicht erreicht werden. Realistischer ist ein Mehrertrag von ca. 200.000 kWh. Dieser Mehrertrag wird allerdings durch die stärker auftretende Verschattung bei WEA 2 wieder kompensiert. Die Verschattung bei WEA 2 (SNr. 920024) wird durch die benachbarten Anlagen WEA 1 und WEA 3 erzeugt und ist unabhängig von der Turmhöhe WEA 5. Sowohl bei der Zunahme der Ertragslage durch die Turmerhöhung WEA 5, wie auch bei der Annahme der Verschattung der WEA 2 waren die Annahmen der Gutachter etwas zu positiv angesetzt worden. Abschließend sind diese Effekte allerdings nur über einen längeren Betrachtungszeitraum von ca. 5 Jahren zu beurteilen. Aus diesem Grund ist zunächst weiter von einem durchschnittlichen Jahresertrag über die Laufzeit von 19,2 Mio. kWh auszugehen. Verfügbarkeit Die Gesamtverfügbarkeit Stand Anfang Oktober 2014 beträgt ca. 96,2 %. Dies ist in erster Linie durch die verspätete Inbetriebnahme der WEA 5 Anfang Februar 2014 sowie auf die Probleme beim Probebetrieb (von Dezember 2013 bis Februar 2014) der WEA 4 zurückzuführen. Die weiteren Ausfälle sind auf Restarbeiten zurückzuführen. Netzverluste Die Netzverluste der ca. 16 km langen elektrischen Anbindeleitung zum Umspannwerk in Kinding betragen ca. 2,5 % der erzeugten Energie.

Prognosebericht Die ersten beiden Monate des Jahres 2014 sowie der Oktober waren ungewöhnlich warm und sonnig. Dies lag daran, dass die für diese Monate typischen kalten Ostwinde ausblieben. Diese Strömungen sind allerdings in unserer Region von hoher Bedeutung für die Erreichung der Ertragsziele. In diesen Monaten wurden die Planzahlen nicht vollständig erreicht. In den anderen Monaten wurden die Planzahlen erreicht bzw. übertroffen. Stärkster Monat war der Mai 2014, in dem die Prognosen sogar deutlich übertroffen wurden. Hier wird deutlich, dass die Ertragswerte durch die natürlichen Schwankungen im Windaufkommen zum Teil stark von den Planzahlen abweichen können. Auch die Ertragsunterschiede zwischen den einzelnen Jahren können recht groß ausfallen. Vergleicht man die bisherigen Ertragswerte der Bürgerwindparks in Denkendorf mit den Index-Werten oder mit vergleichbaren Projekten in der Region, so ist der derzeit erzielte Ertrag im Hinblick auf das vergleichsweise schlechte Windjahr durchaus als positiv zu bewerten. Aus diesem Grund gehen wir Stand November 2014 davon aus, dass wir für 2014 ca. 17 Mio. kWh elektrische Energie im Park erzeugen werden. Ca. 1 Mio. kWh konnten aufgrund von verspäteten Inbetriebnahmen bzw. durch Restarbeiten nicht erzeugt werden. So hätten in 2014 ca. 18 Mio. kWh erzeugt werden können. Dies entspricht ca. 94 % der geplanten Erzeugungsmengen. Geht man davon aus, dass das Windjahr 2014 in Summe ein eher ertragsschwaches Windjahr ist, kann man die Performance des Bürgerwindparks in Denkendorf durchaus als positiv betrachten. Derzeit sind wir der Meinung, dass der Bürgerwindpark Denkendorf die geplanten Erträge gemäß Emissionsprospekt über die Gesamtlaufzeit erwirtschaften kann.

288

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289

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292

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Markgrafenstraße 22 10117 Berlin Telefon: 030/2063156 0 Telefax: 030/2063156 22 Internet: www.provitako.de Mitgliedschaftsverhältnisse Mitglieder Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR sowie 26 weitere Mitglieder Tsd. € % Organe der Genossenschaft Vorstand Dr. Marianne Wulff Karl-Josef Konopka Aufsichtsrat Dieter Rehfeld (Vorsitzender) Reinhold Harnisch (stellv. Vorsitzender) Manfred Allgaier Andreas Reichel Dr. Joachim Schiff Generalversammlung Bezüge der Geschäftsführung Aus dem Jahresabschluss war abzuleiten, dass die Vorstandsmitglieder aus ihrer Organstellung im Jahr 2013 keine Bezüge erhielten. MitarbeiterInnen der Genossenschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 1 Mitarbeiterin. Im Vorjahr hatte die Genossenschaft keine Beschäftigten.

5,0 125,5 130,5

3,8 96,2 100,0

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmenszweck ist im kartellrechtlich erlaubten Rahmen der gemeinsame Einkauf von Investitionsgütern einschließlich Hard- und Software, Waren sowie Roh-, Hilfsund Betriebsstoffen für die Mitglieder. Darüber hinaus umfasst der Unternehmensgegenstand, die Mitglieder durch kooperatives Einkaufsmarketing und weitere Serviceleistungen – wie z.B. Schulung, Beratung und Betreuung in Unternehmensfragen – sowie Vertrieb von Hardware- und Software-Produkten an die Mitglieder zu unterstützen.

293

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 193 0 193 -20 -4 -60 -84 109 0 0 0 109 -33 0 -33 76 2012 Tsd. € 91 1 92 0 0 -52 -52 40 0 0 0 40 -11 0 -11 29 2011 Tsd. € 15 1 16 0 0 -6 -6 10 0 0 0 10 0 0 0 10 *) Tsd. € *) Tsd. €

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 entfallen die Werte, da KommunalBIT erst am 04.01.2011 der Genossenschaft beitrat.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 0 5 292 1 298 231 48 19 0 298 193 225 0 2012 Tsd. € 0 0 182 0 182 125 36 21 0 182 120 125 0 2011 Tsd. € 5 0 66 0 71 66 3 2 0 71 66 66 0 *) Tsd. € *) Tsd. €

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

51 0 8

24 0 0

10 0 0

*) Für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 entfallen die Werte, da KommunalBIT erst am 04.01.2011 der Genossenschaft beitrat.

Abschlussprüfung Die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie die erweiterte Prüfung im Rahmen der Pflichtprüfung nach § 53 GenG obliegen, wie in den Jahren 2011 und 2012, dem Genossenschaftsverband e.V., Neu-Isenburg, als dem nach § 54 GenG zuständigen gesetzlichen Prüfungsverband. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die Gesellschaft finanziert sich aus einer Marge, die auf den Bezug von Leistungen der geschlossenen Rahmenverträge fakturiert wird. Die IT-Branche hat sich auch im vergangenen Jahr der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur entsprechend entwickelt. Im Bereich der kommunalen IT führte die weiterhin schlechte Haushaltssituation der Kommunen zu einer eher zurückhaltenden Nachfrage nach ITLeistungen (Hard- und Software) und zu einem wachsenden Interesse an Kooperationen und gemeinsamen Ausschreibungen mit dem Ziel, wirtschaftliche Synergieeffekte

zu erzielen. Dies ließ sich auch in der Genossenschaft durch eine größere Beteiligung an den gemeinsamen Ausschreibungen erkennen. Im Laufe des Geschäftsjahres konnten sechs neue Mitglieder gewonnen werden, die zukünftig durch ihre Beteiligung an gemeinsamen Vergabeaktivitäten die Vertragsvolumina positiv beeinflussen werden. Im Geschäftsjahr 2013 verstärkte die Abnahme aus dem Ende 2012 geschlossenen Rahmenvertrag für Rechenzentrumskomponenten maßgeblich das Wirtschaftsergebnis der Genossenschaft. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 4 Jahren mit einer Verlängerungsoption von weiteren 12 Monaten, welcher bereits im ersten Jahr sehr intensiv in Anspruch genommen wurde. Die Bestandsverträge aus dem Jahr 2011 (Microsoft Handelspartner, Endgerätevertrag) werden weiterhin mit steigender Tendenz von den Mitgliedern adressiert. Insgesamt kann festgestellt werden, dass ProVitako im Jahr 2013 deutlich an Aufmerksamkeit bei den VitakoMitgliedern, die exklusiv Mitglieder der Genossenschaft

295

werden können, gewonnen hat und durch das hohe Vergabevolumen im Serverumfeld nunmehr auch von den potentiellen Anbietern wahrgenommen wird. Ein weiterer wesentlicher Faktor, der letztendlich auch zu dem deutlichen Mitgliederzuwachs geführt hat, waren die Aktivitäten zur Gestaltung eines neuen Geschäftszweigs Government Clouddienste in der ProVitako. Im Jahr 2013 wurde ein Businessplan erstellt und beschlossen sowie hierauf aufbauend sowohl die technischen Rahmenbedingungen des GovCloud Marktplatzes geschaffen, wie auch die satzungsmäßigen Anpassungen in der Generalversammlung einstimmig verabschiedet. Der Vorstand geht davon aus, dass diese Aktivitäten im folgenden Geschäftsjahr erste Ergebnisse zeigen werden und GovCloud Dienste bereitgestellt werden. Zur Unterstützung der laufendenden Geschäftstätigkeiten wurde im Jahr 2013 eine Geschäftsstelle am Standort Siegburg eingerichtet und mit einer Vollzeitkraft ausgestattet. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Durch die intensive Nutzung der Rahmenverträge hat sich die finanzielle Situation im Laufe des Geschäftsjahres 2013 erneut deutlich verbessert. Nach Abzug der lt. Satzung vorgeschriebenen Mindestzuweisungen an die Rücklage konnte ein Bilanzgewinn erwirtschaftet werden. Die Genossenschaft war im Laufe des Geschäftsjahres 2013 jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen aus eigener Liquidität nachzukommen. Kredite wurden daher nicht in Anspruch genommen. Risiko- und Prognosebericht Die Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung stellen sich wie folgt dar: Im Zuge einer Risikoinventur wurden die Rahmenbedingungen der Genossenschaft betrachtet und in die folgenden Bereiche gegliedert. Über die wesentlichen Risiken wird wie folgt berichtet: • Betriebsspezifische Risiken: Es sind derzeit keine wesentlichen betriebsspezifischen Risiken erkennbar. • Finanz- und steuerrechtliche Risiken: Es sind derzeit keine finanz- oder steuerrechtlichen Risiken erkennbar. • Leistungs- und prozessorientierte Risiken: Die Genossenschaft führt Ausschreibungen für die Mitglieder durch und garantiert in diesem Zusammenhang Mindestabnahmemengen gegenüber den Vertragspartnern. Es besteht das Risiko, dass Genossenschaftsmitglieder die zuvor erklärten Abnahmemengen nicht abrufen. Zur Reduzierung dieses Risikos verlangt die

Genossenschaft im Vorfeld gemeinsamer Ausschreibungen von den Mitgliedern eine verbindliche Abnahmeerklärung, so dass dieses Risiko minimiert werden kann. • Rechtsrisiken: Die Rechtsrisiken lassen sich in die Bereiche allgemeine Rechtsrisiken und vergaberechtliche Risiken gliedern: Unter die allgemeinen Rechtsrisiken lassen sich Rechtsstreitigkeiten und andere Konflikte fassen, die evtl. in einer gerichtlichen Auseinandersetzung enden. Derzeit sind keine Rechtsrisiken erkennbar. Die Genossenschaft ProVitako schreibt den Bezug von Leistungen europaweit aus. Bei diesen Ausschreibungsprozessen besteht seitens der Anbieter ein Nachprüfungs- bzw. nachgelagert ein Klagerecht bei Rechtsverstößen im Zuge von Vergabeentscheidungen. Derartige Nachprüfungsverfahren gehen mit entsprechenden finanziellen Aufwänden durch erforderliche Rechtsberatungen einher. ProVitako sichert dieses Risiko durch eine juristische Begleitung der Vergabeverfahren ab und reduziert auf diesem Wege das Risiko der Genossenschaft. Chancen der Genossenschaft Die Chancen der Genossenschaft liegen in zwei Bereichen: • Begründet durch den Mitgliederzuwachs können in den kommenden Jahren Ausschreibungen mit deutlich höheren Volumina am Markt platziert werden. Voraussetzung hierfür ist eine aktive Beteiligung der Mitglieder, für die der Vorstand permanent wirbt. Gelingt es, diesen Prozess weiter voranzutreiben, werden sich die wirtschaftlichen Ergebnisse der Genossenschaft deutlich verbessern. • Der neu gegründete Geschäftszweig Cloud-Dienste beinhaltet ein Potenzial, das derzeit nur schwer messbar ist. Ein konkreter Nutzen durch die Schaffung dieses neuen Geschäftszweigs ist, dass ProVitako-Mitglieder in der Zukunft Government Cloud-Leistungen als Ergänzung der eigenen Dienste zu attraktiven Konditionen beziehen können. Dadurch wird ihre eigene Position als Dienstleister gegenüber ihren Trägerverwaltungen gestärkt. Für die Anbieter von CloudLeistungen besteht die Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen und ihr eigenes Betriebsumfeld durch neue Nachfragemengen wirtschaftlicher zu gestalten.

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300

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c/o Stadt Nürnberg Fünferplatz 2 90403 Nürnberg Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Stadt Fürth Stadt Nürnberg Stadt Erlangen Stadt Schwabach Tsd. € 3,550 16,500 3,550 1,400 25,000 % 14,2 66,0 14,2 5,6 100,0 Organe der Gesellschaft Liquidator Herbert Schaa Gesellschafterausschuss Wolfgang Köhler, berufsm. Stadtrat der Stadt Nürnberg (Vorsitzender) Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen (stellv. Vorsitzender) Rudolf Becker, berufsm. Stadtrat der Stadt Fürth Knut Engelbrecht, Stadt Nürnberg Dr. Roland Fleck, berufsm. Stadtrat der Stadt Nürnberg Horst Förther, Bürgermeister der Stadt Nürnberg Richard Schwager, berufsm. Stadtrat der Stadt Schwabach Gesellschafterversammlung MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Liquidationszeitraum (Jahre 2008 und 2009) keine MitarbeiterInnen mehr.

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmensgegenstand war • die Entwicklung, das Gesamtprojektmanagement, die Verbreitung und die damit zusammenhängende Vermarktung und Veräußerung des „RegioSignCardKonzeptes“, inklusive aller Rechte, Lizenzen, Software und des Know-Hows, sowie der Aufbau von Folgebetätigungsfeldern für den Fortbestand der Gesellschaft über den Förderzeitraum hinaus, • die Beantragung von Fördergeldern und die Beachtung ihrer richtlinienkonformen Verwaltung und Verwendung, • die Lizenzträgerschaft der lizenzfähigen Produkte und die Vergabe von Lizenzen und Rechten, • die Koordination und das Controlling von Projekten sowie das Projektreporting, • Aufbau und Betrieb von technischen Plattformen; • Qualifizierung und Schulung von Anwendern, sowie die Wartung der Anwendungs- und Grundlagensoftware, • Beratungsdienstleistungen bei der Analyse und Modellierung kommunaler und vergleichbarer Geschäftsprozesse in Verbindung mit digitaler Signatur und die Beratungsdienstleistungen und der Support bei der Einführung digitaler Signaturen.

301

Entwicklung der Ertragslage
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2009*) Tsd. € 0 4 4 0 -23 0 -22 -45 -41 1 -3 -2 -43 0 0 0 -43

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Es handelt sich um den Liquidationsabschluss zum 23.12.2009. Die Liquidation ist mittlerweile beendet, deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2010, 2011, 2012 und 2013.

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2009*) Tsd. € 0 175 0 175 0 0 175 0 175 168 168 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

1 0 0

*) Es handelt sich um den Liquidationsabschluss zum 23.12.2009. Die Liquidation ist mittlerweile beendet, deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2010, 2011, 2012 und 2013.

Liquidation Im Februar 1998 hatte das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie den MEDIA@Komm Städtewettbewerb Multimedia ausgeschrieben, in dem sich der Städteverbund Nürnberg als einer von drei Siegern durchsetzen konnte. Als Projektträgergesellschaft wurde 1999 die Curiavant Internet GmbH (damals MaKoN MEDIA-Komm Region Nürnberg GmbH) gegründet und mit der Projektrealisierung beauftragt. Eine Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin wurde mit dem Zuwendungsbescheid vom 04.12.1999 für den Zeitraum vom 01.10.1999 bis 30.09.2002 zugesagt. Der Fördersatz wurde auf 35,9 % der förderfähigen Projektkosten, höchstens 8,406 Mio. € festgelegt. Die Städte als Gesellschafter sicherten die Eigenleistungen der Gesellschaft in einer Gesamthöhe von 14,672 Mio. € gegenüber dem Fördermittelgeber ab. Im Jahr 2002 wurde eine kostenneutrale Projektverlängerung beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit beantragt. Mit Bescheid vom 26.6.2002

verlängerte der Zuwendungsgeber die Projektlaufzeit bis zum 31.12.2003. Das MEDIA@Komm-Projekt Region Nürnberg wurde planmäßig Ende 2003 abgeschlossen. Parallel war es bereits ab dem Jahr 2003 die Aufgabe der Curiavant, eine Geschäftskonstruktion aufzubauen, die im Anschluss an die Förderphase die wirtschaftlich tragfähige Existenz der Gesellschaft sicherstellt. Die Geschäftsziele lagen in der Vermarktung von Know-how, Produkten und Dienstleistungen, insbesondere in folgenden Geschäftsfeldern: • Vertrieb der Online-Plattform (Produkt CuriaWORLD™) • Integration von elektronischen Signaturen mit Hilfe des Produktes CuriaSIGN™ • Reorganisation/Digitalisierung von Geschäftsprozessen für Kommunen und andere Einheiten der öffentlichen Hand • Vertrieb von interaktiven Online-Anwendungen inkl. Wartung und Weiterentwicklung

303

Mit dem Beschluss der Gesellschafter, die Curiavant Internet GmbH zum 01.01.2008 zu liquidieren, wurden keine neuen Projekte oder Aufträge mehr begonnen. Die Liquidation wurde am 09.01.2008 im Handelsregister eingetragen. Im Rumpfgeschäftsjahr 01.01. bis 23.12.2009 wurden keine Umsatzerlöse mehr erzielt. Der erzielte Fehlbetrag wurde von den Gesellschaftern durch Umwidmung von der Gesellschaft gewährter Darlehen übernommen. Die Gesellschaft beschäftigte im Liquidationszeitraum ausschließlich den bestellten Liquidator. Im Liquidationszeitraum wurden keine Investitionen getätigt. Im Liquidationszeitraum erfolgte, neben einigen Veräußerungen von Möbeln, Hard- und Software, insbesondere die Entsorgung von nicht verwertbaren Gegenständen. Die Auflösung des Anlagevermögens wurde in 2009 abgeschlossen. Die Gesellschaft wurde durch Kündigung aller Gesellschafter eingestellt. Die am 09.01.2008 im Handelsregister eingetragene Auflösung der Curiavant Internet GmbH ist mit der notariellen Erklärung der Beendigung der Liquidation vom 23.12.2009 und der abschließenden Eintragung der Löschung im Handelsregister in Kürze abgeschlossen.

304

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305

Klinik-Kompetenz-Bayern eG

4,5 %

Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH

100,0 %

ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG

3,8 %

Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth

Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR

Sparkasse Fürth

100,0 %

infra fürth holding gmbh

67,1 %

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Gewerbehof Fürth GmbH

100,0 %

Volkshochschule Fürth gGmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth beteiligung gmbh

Soziales Wohnen Fürth GmbH

100,0 %

Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds

33,2 %

ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth dienstleistung gmbh

20,0 %

wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH

80,0 %

Neue Materialien Fürth GmbH

15,0 %

100,0 %

infra fürth service gmbh

49,0 %

Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH

IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-FürthErlangen GmbH

14,1 %

100,0 %

infra fürth verkehr gmbh

11,5 %

Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH

94,8 %

infra fürth bäder gmbh

25,0 %

FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG

80,1 %

infra fürth gmbh

22,2 %

solid GmbH

75,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH

9,0 %

Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG

60,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG

8,3 %

enPlus eG

306

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Aufgabenbereich Gesundheit

307

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311 325 333 341

Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH Klinik-Kompetenz-Bayern eG
nachrichtlich

Sondervermögen Klinikum Fürth

309

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311

312

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Jakob-Henle-Straße 1 90766 Fürth Telefon: 0911/7580 0 Telefax: 0911/7580 1890 Internet: www.klinikum-fuerth.de Rechtsstatus Das Klinikum Fürth ist ein selbstständiges Unternehmen in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts (Kommunalunternehmen). Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Unternehmensgegenstand sind insbesondere die Vorhaltung und der Betrieb des Klinikums Fürth einschließlich der dazugehörigen Ausbildungsstätten. Das Kommunalunternehmen versorgt die Bevölkerung mit Krankenhausleistungen im Rahmen der Aufgabenstellung nach dem Krankenhausplan des Freistaates Bayern. Ferner versorgt das Kommunalunternehmen die Bevölkerung sowohl mit ambulanten Gesundheitsleistungen, als auch mit Leistungen der Pflege, Rehabilitation und Prävention. Als akademisches Lehrkrankenhaus nimmt das Klinikum Fürth an der klinisch-praktischen Ausbildung der StudentInnen teil. Zu den Ausbildungsstätten gehören insbesondere die erforderlichen Berufsfachschulen als eigene Aufgabe. Das Kommunalunternehmen ist gemäß Artikel 89 Absatz 2 Satz 3 GO insoweit berechtigt, die hierfür notwendigen Satzungen, insbesondere solche gemäß Artikel 27 Absatz 2 Satz 1 BayEUG, zu erlassen. Das Kommunalunternehmen verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinn des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck des Kommunalunternehmens ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der Berufsbildung. Das Kommunalunternehmen ist selbstlos tätig; es verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Kommunalunternehmens dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Stadt Fürth als Anstalts- und Gewährträgerin erhält keine Gewinnanteile und auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Kommunalunternehmens. Organe des Kommunalunternehmens Vorstand Peter Krappmann Verwaltungsrat Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Markus Braun, Bürgermeister (stellv. Vorsitzender) Birgit Bayer-Tersch, Stadträtin Stefan Haßgall, Stadtrat Marion Luft, Stadträtin Helga Middendorf, Stadträtin Dagmar Orwen, Stadträtin Dr. Joachim Schmidt, Stadtrat Christiane Stauber, Stadträtin Karin Vigas, Stadträtin Jörg Vollbrecht, Stadtrat Bezüge der Geschäftsführung Der Vorstand erhielt im Jahr 2013 Bezüge in Höhe von 219.538 €. MitarbeiterInnen des Kommunalunternehmens Das Klinikum Fürth beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 2.034 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 1.930 MitarbeiterInnen für das Klinikum Fürth tätig.

313

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 112.835 2.119 1.747 5.681 225 3.433 8.146 134.186 -82.129 -31.617 -15.195 -128.941 5.245 7.828 437 6.210 14.475 -7.849 -45 0 -9.269 -17.163 -2.688 2.557 2012 Tsd. € 104.534 2.048 1.547 5.905 284 3.066 5.326 122.710 -78.020 -29.352 -10.464 -117.836 4.874 4.297 324 5.890 10.511 -4.302 -110 0 -8.217 -12.629 -2.118 2.756 2011 Tsd. € 99.674 2.040 1.376 5.966 -420 3.125 5.003 116.764 -74.554 -28.557 -10.594 -113.705 3.059 4.610 283 6.298 11.191 -4.876 -164 0 -7.758 -12.798 -1.607 1.452 2010 Tsd. € 95.673 2.018 1.294 5.308 91 2.649 5.130 112.163 -72.190 -26.715 -10.687 -109.592 2.571 2.389 0 2.308 4.697 -2.298 -166 -11 -3.524 -5.999 -1.302 1.269 2009 Tsd. € 92.243 1.934 1.339 5.052 630 2.439 6.933 110.570 -66.621 -25.102 -17.276 -108.999 1.571 2.463 0 2.108 4.571 -2.350 -112 -1 -3.065 -5.528 -957 614

Betriebsergebnis I Erlöse aus Krankenhausleistungen Erlöse aus Wahlleistungen Erlöse aus ambulanten Leistungen Nutzungsentgelte der Ärzte Bestandsveränderungen Betriebszuschüsse der öffentlichen Hand Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Materialaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Anlagenergebnis *) Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand Erträge aus der Einstellung von Ausgleichsposten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten Aufwendungen für KHG-geförderte Nutzungen Aufwendungen für KHG-geförderte Maßnahmen Abschreibungen

Betriebsergebnis II Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen *) Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

141 -632 -491 2.066 0 -165 -21 -186 1.880

135 -627 -492 2.264 0 -399 -104 -503 1.761

273 -480 -207 1.245 0 -247 -21 -268 977

238 -372 -134 1.135 -281 -295 -37 -613 522

312 -207 105 719 0 -250 -4 -254 465

*) Im Vergleich zu den Jahren 2009 und 2010 ergeben sich ab dem Geschäftsjahr 2011 insbesondere bei den betreffenden Positionen erhebliche Änderungen, die aus der Zusammenführung von Sondervermögen Klinikum Fürth (vgl. S. 341 des Beteiligungsberichts) und Kommunalunternehmen mit Wirkung zum 01.01.2011 resultieren.

314

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 133.006 30.789 8.146 296 6 0 172.243 17.898 103.185 19.686 31.474 0 172.243 3.610 6.997 19.515 2012 Tsd. € 133.080 27.206 7.709 333 16 0 168.344 16.018 105.500 21.602 25.224 0 168.344 1.231 -1 18.280 2011 Tsd. € 128.954 38.208 7.386 217 12 0 174.777 12.074 106.985 21.643 34.075 0 174.777 4.805 7.529 15.039 2010 Tsd. € 16.621 29.009 0 141 29 0 45.800 1.329 6.788 22.520 15.163 0 45.800 9.575 8.521 166 2009 Tsd. € 14.775 29.232 0 783 0 5.889 50.679 0 7.112 23.679 19.888 0 50.679 11.362 842 325

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen *) Umlaufvermögen Ausgleichsposten nach dem KHG *) Aktive Rechnungsabgrenzung Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital *) Sonderposten *) Rückstellungen Verbindlichkeiten *) Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten *) **) Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) *) **) Investitionen *)

-267 5.000 9.241

-1.326 18.805 12.414

1.053 15.000 6.225

-67 0 5.396

3.593 0 3.004

*) Im Vergleich zu den Jahren 2009 und 2010 ergeben sich ab dem Geschäftsjahr 2011 insbesondere bei den betreffenden Positionen/Kennzahlen erhebliche Änderungen, die aus der Zusammenführung von Sondervermögen Klinikum Fürth (vgl. S. 341 des Beteiligungsberichts) und Kommunalunternehmen mit Wirkung zum 01.01.2011 resultieren. **) Im Jahr 2012 wurden Verbindlichkeiten, die – mit ca. 9,7 Mio. € – bis dato gegenüber der Stadt Fürth bestanden, im Volumen von 8.532 Tsd. € durch Kreditaufnahmen umgeschuldet, was sich in den Finanzverbindlichkeiten zeigt; in der Summe aller Verbindlichkeiten zum 31.12.2012 (25.224 Tsd. €) hatte dies keine nennenswerten Auswirkungen, da die Umschuldung i.W. einen „Passivtausch“ (innerhalb der Verbindlichkeiten) darstellte. Die mit 18.805 Tsd. € im Jahr 2012 erfolgten Gesamt-Kreditaufnahmen beinhalten im Umfang von 6.005 Tsd. € einen kurzfristigen Kassenkredit; die langfristige Kreditaufnahme belief sich somit auf 12.800 Tsd. €.

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach Artikel 107 Abs. 3 Satz 2 GO war, wie in den Vorjahren, der Bayerische Kommunale Prüfungsverband, München, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Trotz leichter konjunktureller Abkühlung hat sich die deutsche Wirtschaft vor dem Hintergrund des schwierigen in-

ternationalen Umfelds auch 2013 gut behauptet. Mit dem vorläufigen Ergebnis von +0,4 % (Statistisches Bundesamt, DESTATIS) hat sich das jährliche Wachstum des realen deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aber weiter abgeschwächt. Im Jahr 2012 hatte der reale Zuwachs der Wirtschaftsleistung im Vorjahresvergleich noch bei 0,7 % gelegen. Auch der Arbeitsmarkt befindet sich in einer guten Grundverfassung. Trotz der positiven Arbeitsmarktentwicklung zeigt sich im Gesundheitswesen ein Verteilungsproblem an qualifiziertem Fachpersonal zwischen Stadt und Land.

315

Die Inflationsrate (Verbraucherpreisindex) hat sich im Jahr 2013 leicht abgeschwächt. Nach Angaben von DESTATIS stiegen im Jahresdurchschnitt die Verbraucherpreise 2013 in Deutschland gegenüber 2012 um 1,5 %. Positiv wirkte sich der Preisrückgang bei den Mineralölprodukten aus. Neben den für unsere Krankenhäuser wichtigen Energiekosten entwickelten sich auch die Nahrungsmittelpreise im Jahr 2013 weiterhin deutlich oberhalb der Gesamtteuerungsrate. Für das Jahr 2014 erwartet die Bundesregierung laut Jahreswirtschaftsbericht eine Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,8 %. Auskunftsgemäß liegt das Wirtschaftswachstum in Deutschland damit voraussichtlich abermals deutlich über dem Durchschnitt des Euroraums. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Laut Krankenhausstatistik 2013 hat sich die Zahl der Krankenhäuser und Krankenhausbetten in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr wiederum verringert. Die Zahl der vollstationären Fälle hat sich im Gegensatz dazu jedoch um ca. 1,5 % erhöht. In 2013 wurden in den Krankenhäusern 18,6 Mio. Patienten (im Vorjahr 18,3 Mio.) behandelt. Die durchschnittliche Verweildauer konnte auf 7,6 (im Vorjahr 7,7) Tage, davon in Allgemeinen Krankenhäusern auf 7,1 (im Vorjahr 7,2) Tage gesenkt werden. Die Rahmenbedingungen des Krankenhaussektors wurden im Jahr 2013 vor allem durch das Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderungen bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung beeinflusst. Bundesweit sollen die gesetzlichen Änderungen den Krankenhäusern in den Jahren 2013 und 2014 durch folgende Regelungen etwa 1,1 Mrd. € an zusätzlichen Finanzmitteln einräumen: • Über den Versorgungszuschlag soll in den Jahren 2013 und 2014 das Abschlagsvolumen der vereinbarten Mehrleistungsabschläge pauschal an alle Krankenhäuser in einem Bundesland zurückfließen. Die Auszahlung erfolgt über den fallbezogenen Zuschlag ab 01.08.2013 in Höhe von 1,0 %. • Für 2013 erfolgt eine anteilige Finanzierung der Tariflohnsteigerungen, die oberhalb des für 2013 geltenden Veränderungswerts von 2,0 % liegen. Die Tarifrate führt im Folgejahr zu einer Basiserhöhung der Landesbasisfallwerte. Um im Jahr 2013 eine zeitnahe Umsetzung der anteiligen Refinanzierung der Tariflohnsteigerungen für die Krankenhäuser zu erzielen, wurde der abzurechnende Versorgungszuschlag ab 01.09.2013 auf 1,64 % erhöht. • In den Jahren 2013 bis 2016 werden Neueinstellungen und Aufstockungen bereits vorhandener Teilzeitstellen von Hygienepersonal sowie die Qualifizierung

von Pflegekräften und Ärzten zu Hygienepersonal über Fort- und Weiterbildungen über das HygieneFörderprogramm finanziell unterstützt. Weiterhin gültig bleiben vorerst die Regelungen zum Mehrleistungsabschlag. 2013 beträgt die Abschlagshöhe 25 %. Mehrleistungen, die im Jahr 2013 vertraglich vereinbart und erbracht wurden, unterliegen auch im Jahr 2014 dem Mehrleistungsabschlag von 25 %. Der Bundesbasisfallwert für das Jahr 2013 betrug 3.068,37 € (unter Berücksichtigung der Tariferhöhungsrate 2012 und des Veränderungswerts von 2,0 %). Die schrittweise Angleichung der Landesbasisfallwerte an den Bundesbasisfallwertkorridor erfolgt seit dem Jahr 2010 und betrug im Jahr 2013 50 %. Der gewichtete Durchschnitt der Landesbasisfallwerte 2013 liegt mit 3.064,10 € noch deutlich unter dem Landesbasisfallwert Bayern (ohne Ausgleich) von 3.100 €. Bereits zum 26.02.2013 ist das Patientenrechtegesetz in Kraft getreten. Damit werden erstmalig sämtliche Patientenrechte, die sich im Laufe der Jahre größtenteils durch die Rechtsprechung als Richterrecht herauskristallisiert haben, durch Hinzufügung der §§ 630a bis 630h in das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) nunmehr in einem Gesetz kodifiziert. Geschäftsverlauf Durch die vom Klinikum Fürth angebotene und erbrachte Qualität erhöhte sich die Fallzahl gegenüber dem Vorjahr um mehr als 1.000 stationäre PatientInnen. Im Zusammenhang mit der konsequenten Verfolgung unserer Visionsaspekte führte dies für das abgelaufene Geschäftsjahr zu einer Verbesserung der finanziellen Ergebnisse. Der im Wirtschaftsplan 2013 geplante Jahresfehlbetrag von -1,9 Mio. € wurde durch den tatsächlichen Jahresüberschuss in Höhe von 1.880 Tsd. € weit übertroffen. Belegungsentwicklung Akutbereich • Akutbetten • Fallzahlen • Belegungstage • Verweildauer • Nutzungsgrad 2013 706 37.760 202.355 5,4 Tage 78,5 % 2012 706 36.682 196.574 5,4 Tage 76,1 %

Im Akutbereich erhöhte sich die Zahl der Patienten erneut um 2,9 % und verdeutlicht damit das hohe Vertrauen, welches das Klinikum in der örtlichen Bevölkerung und im weiteren Einzugsbereich genießt. Durch den Anstieg der Fallzahlen erhöhte sich auch der Nutzungsgrad um 2,4 %-

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Punkte. Die Verweildauer blieb auf dem Niveau vom Vorjahr. Im Bereich der geriatrischen Rehabilitation erhöhten sich die durchschnittlich belegten Betten trotz eines Rückgangs der Verweildauer (2013: 19,6; Vorjahr: 20,9) geringfügig auf 31,7 (Vorjahr: 31,0) durch den Anstieg der Patienten um 7,5 %. Die Schmerztagesklinik sowie die Tagesklinik für Kinderund Jugendpsychiatrie und -psychotherapie weisen weiterhin eine wachsende Belegung auf. Mit Wirkung vom 01.07.2013 wurden am Klinikum Fürth daher zusätzlich drei Plätze für die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in den Krankenhausplan des Freistaates Bayern aufgenommen. Ertragslage Das Jahresergebnis erhöht sich im Vorjahresvergleich um 6,8 % auf 1.880 Tsd. €. Der Jahresüberschuss ist dabei ausschließlich auf das positive Betriebsergebnis zurückzuführen. Sowohl das Finanzergebnis als auch die Ergebnisse im geförderten und nicht-geförderten Bereich beeinflussen das Jahresergebnis negativ. Das im Geschäftsjahr 2011 in das Kommunalunternehmen Klinikum Fürth integrierte Sondervermögen der Stadt Fürth verringerte im Berichtsjahr den Jahresüberschuss um 481 Tsd. €. Hauptursächlich für die Steigerung des Jahresergebnisses sind die gestiegenen Betriebserträge. Dabei stiegen insbesondere die Erlöse aus Krankenhausleistungen, da im Vergleich zum Vorjahr Mehrleistungen erbracht wurden, auch wenn die vereinbarte Leistung nicht erreicht wurde: DRG-Patienten • vereinbart • erreicht • mehr/weniger Durchschn. Fallschweregrad • vereinbart • erreicht • mehr /weniger 2013 38.274 37.677 -597 2013 0,884 0,893 0,009 2012 35.974 36.595 621 2012 0,912 0,880 -0,032

Werte für die geriatrische Rehabilitation) veränderten sich wie folgt: 2013 • Personalaufwendungen in Tsd. € • Durchschnittskosten je Vollkraft in € • Durchschnittskosten je Relativgewicht in € 82.129 61.279 2.440 2012 78.020 61.094 2.424

Der Anstieg der Personalaufwendungen (+5,3 %) liegt wie im Vorjahr unterhalb der Ertragssteigerung (+9,3 %). Der Mehraufwand ist durch den gestiegenen Personaleinsatz einerseits und tarifliche Steigerungen andererseits geprägt. Auch im Geschäftsjahr 2013 wurden ausscheidende MitarbeiterInnen im Wirtschaftsdienst durch den verstärkten Einsatz von Kräften der Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH ausgeglichen. Die Steigerung der Sachaufwendungen ist i.W. auf die um 4,73 Mio. € höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Dabei ergaben sich hauptsächlich bei Instandhaltungsaufwendungen, Miet-, Pacht-, Lizenzaufwendungen, periodenfremden und sonstigen Aufwendungen sowie den betriebsbedingten Nachzahlungen Erhöhungen. Zudem ist der Materialaufwand um 2,3 Mio. € aufgrund von Mehrleistungen angestiegen. Zudem erhöhte sich die Unterdeckung beim Ergebnis im nicht-geförderten Bereich durch die umfangreichen mit Eigenmitteln finanzierten Investitionen, wobei die hierauf entfallenden Abschreibungen nicht neutralisiert werden können und das Jahresergebnis verschlechtern. Das Ergebnis aus der Förderung nach dem KHG zeigt wie im Vorjahr eine Unterdeckung durch die Abführung von Mitbenutzungsanteilen an die Förderbehörde. Das im Geschäftsjahr 2013 erreichte positive Betriebsergebnis wäre durchaus eine Grundlage, um Sicherheit bei der wirtschaftlichen und finanziellen Unternehmensentwicklung zu schaffen sowie mittlere Investitionen ohne Kreditaufnahmen aus Eigenmitteln bestreiten zu können. Allerdings führen demgegenüber die steigenden Unterdeckungen beim Ergebnis im nicht-geförderten Bereich infolge steigender Zinsaufwendungen und Abschreibungen zu dauerhaften Ergebnisbelastungen. Finanzlage Der Bestand und die Verwendung der flüssigen Mittel waren im Geschäftsjahr 2013 maßgeblich durch die umfangreichen nicht-geförderten Investitionen und die notwendigen Kreditaufnahmen geprägt. Im Einzelnen verteilen sich die Zahlungsmittelströme im Geschäftsjahr 2013 wie folgt:

Aufgrund der gestiegenen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen infolge der Auflösung nicht mehr benötigter Instandhaltungsrückstellungen ergibt sich eine Erhöhung der sonstigen Erträge um 3.146 Tsd. € bzw. 37,8 %. Die Steigerung der Betriebsaufwendungen insgesamt resultiert aus höheren Personalaufwendungen und der Zunahme der Sachaufwendungen. Die Personalaufwendungen, der Personaleinsatz und die entsprechenden Kennzahlen (unter Berücksichtigung der

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Cash Flow aus der • laufenden Geschäftstätigkeit in Tsd. € • Investitionstätigkeit in Tsd. € • Finanzierungstätigkeit in Tsd. € Finanzmittelveränderung in Tsd. €

2013 -267 -1.443 1.235 -475

2012 -1.326 -8.186 5.423 -4.089

Kraft die Investitionen vornehmen zu können, welche zur Erhaltung einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung erforderlich sind. Die Stärkung der eigenen Finanzkraft ist auch deshalb unverzichtbar, weil ein vertraglicher Anspruch des Kommunalunternehmens gegenüber dem Träger auf Investitionsförderung entfallen ist und staatliche Fördermittel zunehmend schwieriger zu erreichen sind. Nachtragsbericht Für das Klinikum Fürth sind bislang keine Ereignisse und Sachverhalte bekannt, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rückwirkend auf das Geschäftsjahr 2013 oder frühere Geschäftsjahre haben werden oder die nach Schluss des Geschäftsjahres aufgetreten sind und nicht bereits im Jahresabschluss für das Jahr 2013 berücksichtigt wurden. In Anbetracht der wirtschaftlichen Entwicklung des Klinikum Fürth und der Diskussionen im Stadtrat der Stadt Fürth am 29.01.2014 haben die Tarifvertragspartner der Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH am 14.05.2014 eine Absichtserklärung mit dem Ziel unterzeichnet, die Beschäftigten der GmbH zum 01.07.2014 in das Kommunalunternehmen Klinikum Fürth (KU), unter der Voraussetzung einer Vergütung nach § 15 Abs. 3 TVöD, in den TVöD zu überführen. Nach detaillierten Berechnungen wird die Überleitung der Beschäftigten jährliche Mehrkosten um 400 Tsd. € für das Kommunalunternehmen Klinikum Fürth bedeuten (anteilig für 2014 betragen die Mehrkosten 260 Tsd. €). Risikobericht Im Klinikum Fürth ist ein ganzheitliches Risikomanagementsystem etabliert. Um Entwicklungen, die zu einer Bestandsgefährdung führen könnten, ausschließen zu können, begegnen wir Risiken gezielt und mit geeigneten Steuerungsmaßnahmen. Damit unterstützen wir zugleich die dauerhafte Sicherung von Qualität, Wirtschaftlichkeit und Investitionskraft. Risiken, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Klinikum Fürth haben können, sind den nachfolgend aufgelisteten Risikofeldern zugeordnet: • Politische und rechtliche Rahmenbedingungen • Klinische Risiken • Marktrisiken und strategische Risiken • Finanz- und Leistungsrisiken • Risiken in der Infrastruktur und aus betrieblicher Tätigkeit • Personalrisiken • Rechtliche Risiken

Die Finanzmittel sanken im Jahr 2013 um insgesamt -475 Tsd. €. Aus laufender Geschäftstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von insgesamt -267 Tsd. €. Ursächlich hierfür sind einerseits die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche zu einem Mittelzuwachs führten und andererseits die Zunahme der Forderungen nach dem KHG, welche einen Mittelabfluss bewirkten. Wie in den Vorjahren konnten die verfügbaren Fördermittel die Bruttoinvestitionen nicht decken. Die Investitionstätigkeit (-1.443 Tsd. €) erforderte deshalb im Geschäftsjahr 2013 den hohen Einsatz von eigenen Finanzmitteln und der ergänzenden Aufnahme von Bankkrediten. Durch Darlehensaufnahmen wurde der Mittelzuwachs gewonnen, der insbesondere zur Finanzierung der Investitionen benötigt wurde. Das Kommunalunternehmen hat aus der Übernahme des Sondervermögens einen aufwendigen Schuldendienst zu bedienen, der sich im Geschäftsjahr 2013 trotz weitgehender Minderung der Zinssätze durch die Darlehensaufnahme von 5,000 Mio. € nochmals erhöhte. Diese Belastungen erfordern in den Folgejahren durch die Abwicklung beträchtlicher Aufwandsrückstellungen und geplanter Baumaßnahmen umfangreiche Auszahlungen, welche den massiven Einsatz liquider Mittel und Darlehensaufnahmen erfordern, so dass künftig ein steigender Schuldendienst zu bewältigen ist. Die zum Bilanzstichtag 31.12.2013 verfügbaren liquiden Mittel reichten nur zur Deckung von 32,2 % (Vorjahr: 28,9 %) der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2013 erhöhte sich die Bilanzsumme. Ursächlich hierfür sind überwiegend die gestiegenen Forderungen nach dem KHG (+3,6 Mio. €), die für bereits gebilligte Baumaßnahmen (Baumaßnahme ZNA) eingestellt wurden Das Kommunalunternehmen ist dringend auf eine positive Ertrags- und Finanzlage angewiesen, um aus eigener

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• Risiken in der Organisation und im Management Politische und rechtliche Rahmenbedingungen Nach insgesamt sechs Verhandlungswochen hatten sich Ende November 2013 die Spitzen von CDU/CSU und SPD auf die Ziele der 18. Legislaturperiode geeinigt und umfassend in einer Koalitionsvereinbarung niedergelegt. Schwerpunkte der Regierungsarbeit in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 waren der Arzneimittelbereich, das Thema Finanzierung und die ersten Schritte zur Weiterentwicklung des Pflegebereichs. Der G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) hat mit der Fortschreibung der Bedarfsplanungsrichtlinie zur Feststellung von Über- und Unterversorgung seinen Beitrag geleistet. Das Thema Versorgungsgefälle zwischen Stadt und Land ist auch Thema des Sachverständigengutachtens 2014 unter dem Titel „Bedarfsgerechte Versorgung – Perspektiven für ländliche Regionen und ausgewählte Leistungsbereiche“. Finanzstruktur und Qualitätsweiterentwicklungsgesetz (GKV-FQWG) Durch das am 24. Juli im Bundesgesetzblatt verkündete Gesetz wird zum 01.01.2015 der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5 % auf 14,6 % abgesenkt werden. Die Hälfte, nämlich 7,3 %, trägt der Arbeitnehmer, die andere Hälfte trägt der Arbeitgeber. Der bisherige mitgliederbezogene Beitragssatzanteil von 0,9 % entfällt. Stattdessen können die Krankenkassen künftig einkommensabhängig Zusatzbeiträge erheben. Gleichzeitig wird durch eine Weiterentwicklung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs die Zielgenauigkeit der Zuweisungen, die die Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, verbessert. Bei der Erhebung von Zusatzbeiträgen erhält jedes Kassenmitglied ein Sonderkündigungsrecht. Das Gesetz schafft auch die Grundlagen für die Gründung eines Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen durch den G-BA. Weiterhin weitet das GKV-FQWG die Förderung der unabhängigen Patientenberatung (UPD) deutlich aus, um insbesondere das Angebot der telefonischen Beratung zu verbessern. Eine weitere Regelung des Gesetzesvorhabens aus dem parlamentarischen Verfahren betrifft die Verlängerung der Einführungsphase des pauschalierenden Vergütungssystems für psychiatrische und psychosomatische Krankenhäuser und Fachabteilungen (PEPP) um zwei Jahre. Für die psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen bedeutet das, dass sie auch in den Jahren 2015 und 2016 frei darüber entscheiden können, ob sie bereits das neue oder noch das alte Vergütungssystem anwenden wollen.

Ausblick auf das zweite Halbjahr 2014 Das zweite Halbjahr 2014 wird ebenfalls von neuen Vorhaben geprägt sein. Im Mittelpunkt steht die Klinikreform, für das eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe bereits installiert ist. Die defizitäre Lage der deutschen Kliniklandschaft ist seit Jahren bekannt und vom RWI in Essen im Krankenhausreport 2014 für das zurückliegende Jahr aufs Neue bestätigt worden. Die Reform der Klinikstruktur stellt deshalb eine besondere Herausforderung dar, weil darin nicht nur alle politischen Ebenen (Kommunen/Kreise, Bundesländer, Bund) eingebunden sind, sondern darüber hinaus die Krankenhausträger und die Krankenkassen eine wichtige Rolle spielen. Erschwert wird die Reform der Krankenhausstruktur auch durch die duale Struktur von ambulanter und stationärer Versorgung. Die betroffenen Gruppen (niedergelassene Ärzte) sind aktuell nur in stark unterversorgten Gebieten bereit, von ihrem (dann nicht erfüllten) Versorgungsauftrag abzurücken und ihre Interessen gegenüber einem Versorgungsauftrag hintenan zu stellen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat in ihrem Vertreterversammlungsbeschluss ihre Position bekräftigt. Das Positionspapier vom 24.03.2014 betont weiterhin ihre vorrangig standesorientierte Position und unterbreitet jenseits der Forderung nach höheren Honoraren keine Vorschläge, wie auf die wachsenden Herausforderungen und Veränderungen des Gesundheitssystems reagiert werden kann. Ähnlich grundsätzlich äußert sich auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die richtigerweise auf das Investitionsdefizit der Länder von 2,7 Mrd. € hinweist, jedoch keinerlei Vorschläge für einen Abbau von Klinikkapazitäten, wie sie von Experten für notwendig erachtet wird, unterbreitet. Auch unter Experten werden derzeit lediglich mögliche Vorschläge für eine Krankenhausreform erörtert, aufgrund der Vielzahl beteiligter Interessen können jedoch keine Aussagen über den Ausgang der Verhandlungen gemacht werden. Ebenfalls für das zweite Halbjahr 2014 ist die Vorlage eines Präventionsgesetzes vorgesehen. Inwieweit darin die Konzepte der 17. Legislaturperiode aufgenommen werden oder neue Akzente gesetzt werden sollen, ist nicht bekannt. Debatten um die Ausgestaltung des Innovationsfonds, die Installation des neuen Qualitätsinstituts sowie eine beschleunigte Umsetzung der eGK dürften weitere Schwerpunktthemen des zweiten Halbjahres darstellen.

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Klinische Risiken Hygiene- und Arbeitssicherheitsrisiken werden in regelmäßigen Kommissions- und Ausschusssitzungen besprochen. Der jährliche Bericht des Datenschutzbeauftragten weist auf mögliche datenschutzrechtliche Risiken hin. Die Früherkennung im Bereich der klinischen Risiken erfolgt durch das bereits etablierte CIRS (Critical Incident Reporting-System). Im Rahmen von CIRS werden kontinuierlich „Beinahe-Zwischenfälle“ gemeldet. Die problematischsten Kategorien sind hierbei „Organisationsmangel“ und „Menschliche Faktoren“. Aus dem aktuellen CIRS–Bericht ist abzulesen, dass bei ca. 30 % der gemeldeten Ereignisse sofortiger Handlungsbedarf bestand und knapp 50 % der Zwischenfälle als dringlich eingestuft wurden. Als häufigste Ursache wurde nach „Unaufmerksamkeit“ der Punkt „ungenügende Information“ genannt. Die eingeleiteten Maßnahmen und die für die Umsetzung zuständigen Verantwortlichen werden im CIRS-Ergebnisbericht dokumentiert. Instrumente wie PatientInnen-, MitarbeiterInnen- und Einweiserbefragungen sowie das Beschwerdemanagement werden ebenfalls als Frühwarnindikatoren genutzt. Neu entwickelt wurde eine regelmäßige Auswertung über gemeldete medizinische Schäden und Haftpflichtfälle im Klinikum Fürth. Zur Verminderung des Risikos der Patientenverwechslung werden bei Einverständnis der PatientInnen im Klinikum Fürth Patientenidentifikationsarmbänder eingesetzt. Ziel ist es, das Netz aus Präventionsstrategien und Kontrollmechanismen unter aktiver Mitwirkung aller am Behandlungsprozess beteiligten MitarbeiterInnen weiter zu verstärken und jederzeit eine sichere Patientenidentifikation zu ermöglichen. Das Risiko von Fehlbelegungen wird durch die neu implementierten Abläufe in der Zentralen Notaufnahme vermindert. Die Stationen werden von PatientInnen mit niedrig bewerteten Krankheitsbildern entlastet. Dies trägt neben einer Effizienzsteigerung auch zur weitgehenden Vermeidung von Gangbetten und damit auch zur Steigerung der PatientInnen- und MitarbeiterInnenzufriedenheit bei. Marktrisiken und strategische Risiken Durch die staatliche Krankenhausplanung verfügen Plankrankenhäuser über einen staatlich regulierten Gebietsschutz. Ein klassisches Marktrisiko besteht demnach nur eingeschränkt. Der Verkauf der EuromedClinic an die Schön-Gruppe bedeutet aber sicher auch für das Klinikum Fürth eine Verschärfung der Wettbewerbssituation.

Der zunehmende Mangel an qualifiziertem Fachpersonal, die erhöhten Präferenzen potentieller, aber auch angestellter MitarbeiterInnen hinsichtlich des Arbeitsumfelds sowie demografische Entwicklungstendenzen, schlagen sich in steigenden Anforderungen bei der Akquise und Bindung von qualifizierten Arbeitskräften nieder. Risiken resultieren für das Klinikum Fürth aus dem sich verschärfenden Wettbewerb um MitarbeiterInnen und Leistungsrisiken infolge nicht besetzter Stellen. Wir begegnen diesen Risiken durch eine stete Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie mit gezielten Konzepten zur Verbesserung der Attraktivität als Arbeitgeber im Gesundheitswesen. Speziell für diese Themen wurde im Klinikum Fürth eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Darüber hinaus wirkt sich die neue Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe günstig aus. Finanz- und Leistungsrisiken Das Forderungsausfallrisiko des Klinikum Fürth kann als generell sehr gering angesehen werden, da die wesentlichen Forderungen der klinischen Leistungen gegenüber den wesentlichen Geschäftspartnern der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen bestehen. Ein damit verbundenes Bonitätsrisiko besteht daher nicht. Für ausgewählte lang laufende Forderungen führt das Klinikum Fürth entsprechende Wertberichtigungskonten, um entsprechende Risiken zu verbuchen. Liquiditätsrisiken könnten sich dann ergeben, wenn Finanzmittel in nicht ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, um fällige Verbindlichkeiten in Bezug auf Fristigkeit und Volumen bedienen zu können. Das Klinikum Fürth begegnet diesem Risiko mit einer langfristigen Liquiditätsplanung. Die bestehenden Finanzschulden setzen sich daher aus fest verzinsten oder mit einfach strukturierten Zinsswaps langfristig gesicherten Krediten zusammen. Darüber hinaus verfügt das Klinikum Fürth über zwei unabhängige Kreditlinien. Die öffentliche Sensibilität für Gesundheitsthemen zeigt sich insbesondere in der heutigen Medienberichterstattung. Die Qualität von Behandlung und Pflege sowie die weiteren Dienstleistungen werden oft einseitig und ungeprüft zu Ungunsten der Kliniken dargestellt. Im Rahmen der Risikosteuerung ist daher u.a. auch eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Themengebiet „Social Media“ anzuführen. Das Klinikum Fürth begegnet diesen Risiken durch das etablierte Qualitätsmanagementsystem KTQ, organisiert durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement, und die Etablierung einer Marketingabteilung. Darüber hinaus ist das Klinikum Fürth in den Neuen Medien sowie in sozialen Netzwerken präsent.

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Risiken in der Infrastruktur und aus betrieblicher Tätigkeit Die für den Betrieb eines Krankenhauses erforderliche Infrastruktur hat normativen Erfordernissen und qualitativen Ansprüchen einer effizienten Leistungserbringung zu entsprechen. Wesentliche neue Anforderungen ergeben sich aus der so genannten Energiewende im Rahmen zukünftiger Beschlüsse der Bundesregierung und/oder der EU-Kommission. Ein Energiekosten-Contracting Vertrag unterstützt das Klinikum Fürth derzeit bei der Überwachung des gesamten Energieverbrauchs und zeigt Energieeinsparmöglichkeiten auf. Ein großer Einspareffekt wird sich aus der Erneuerung der Heizungsanlage ergeben, die im Frühjahr 2014 ihren Betrieb aufgenommen hat. In den nächsten Jahren stellen die erforderlichen Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen von älteren Wasserversorgungsleitungen und zentralen Warmwasseraufbereitungsanlagen eine zusätzliche Herausforderung für das Klinikum Fürth dar. Personalrisiken Durch den Fachkräftemangel ergibt sich für alle Kliniken das Risiko einer hohen Fluktuation und Überalterung der Belegschaft. Das Klinikum Fürth begegnet dieser Tatsache mit einem umfassenden Ausbildungsangebot zu einer gezielten Nachwuchssicherung. Als weitere Maßnahmen hat das Klinikum Fürth zur Sicherstellung der MitarbeiterInnenzufriedenheit, neben der im Wesentlichen zur Anwendung kommenden Vergütung nach TvÖD, ein umfangreiches Anreizsystem geschaffen. Das altersbedingte Ausscheiden von Experten in den ärztlichen, pflegerischen und administrativen Professionen wird regelmäßig durch eine frühzeitige Nachfolgeplanung begleitet. Daneben kann das Klinikum Fürth durch vorgehaltene Kooperationen sowohl Kinderkrippen- als auch Kindergartenbetreuung in unmittelbarer Nähe anbieten. Dem demografischen Wandel begegnen wir mit entsprechenden Maßnahmen, wie einer altersgerechten Gestaltung der Arbeitsbedingungen sowie speziellen Teilzeitarbeitsmöglichkeiten. Daneben soll das vorgehaltene Angebot für eine präventive Gesundheitsarbeit das Bewusstsein der Belegschaft für eine Eigenverantwortung der individuellen Gesundheitsvorsorge stärken. Rechtliche Risiken Durch die zunehmende Komplexität rechtlicher und steuerlicher Vorschriften entsteht zunehmend die Gefahr von Rechtsunsicherheit infolge verschiedener Auffassungen. Daneben kann bewusstes und individuelles Fehlverhalten einzelner Personen nicht vollständig verhindert werden. Durch die zwischenzeitlich etablierte, auch präventiv tätige

Interne Revision wird potenziellem Fehlverhalten durch Prüfungen aktiv entgegengewirkt. Daneben wurde im Herbst 2012 das Intranet ausgebaut, so dass die Einhaltung rechtmäßigen Handelns noch nachhaltiger gesichert werden kann. Derzeit ist das Klinikum Fürth in keine Gerichts- oder Schiedsverfahren involviert, die nachhaltig auf die wirtschaftliche Lage Einfluss nehmen könnten. Risiken in der Organisation und im Management Die Effizienz der Aufbau- und Prozessorganisation sowie der Managementstrukturen wird durch die Stabstellen Interne Revision und Qualitätsmanagement einer permanenten Überprüfung unterzogen. Die Strategieentwicklung und -umsetzung erfolgt unter besonderer Beachtung damit verbundener Risikoquellen. Alle bedeutenden Entscheidungen werden auf Basis einer umfassenden rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Beratung getroffen. Gesamtbeurteilung Im Fall des Eintretens einzelner oder mehrerer der vorgenannten Risiken sind nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Finanz-, Ertrags- sowie Vermögenslage des Klinikum Fürth möglich. Aufgrund des implementierten Risikomanagementsystems stellt der Vorstand fest, dass unter Beachtung der Gegebenheiten und Fakten aktuell keine Risiken ersichtlich sind, die den Fortbestand des Klinikum Fürth in absehbarer Zeit gefährden könnten. Für nicht abwendbare Risiken besteht ein angemessener Versicherungsschutz, der halbjährlich auf Aktualität hin geprüft wird. Prognose Der Krankenhaus-Rating-Report 2013 listet auf, dass inzwischen 27 % aller rd. 2.000 Kliniken in Deutschland insolvenzgefährdet sind. Ein dauerhafter Kritikpunkt bleibt die Unzulänglichkeit der Bundesländer, ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Finanzierung von Investitionen in ausreichendem Maße nachzukommen. Nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) steht einem jährlichen Investitionsbedarf von rd. 6 Mrd. € lediglich ein Fördervolumen in Höhe von 2,7 Mrd. € gegenüber. Sorgen bereiten daneben auch die bereits absehbaren Engpässe bei der Suche nach qualifiziertem Personal, denn nach dem Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts sind vom Fachkräftemangel v.a. OP- und Intensivbereiche betroffen. 40 % der Kliniken haben bereits Probleme, offene Stellen der Intensivpflege zu besetzen; beim nichtärztlichen OP-Personal haben 29 % und beim Anästhesiepersonal 18 % aller Krankenhäuser Stellenbesetzungsprobleme. 58 % der Krankenhäuser hatten Probleme, offene Arztstellen zu besetzen; in der Pflege auf Normalstation waren es 33 % der Einrichtungen. Zunehmend fehlendes Fachpersonal bewirkt, dass ange-

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strebte Leistungszahlen auch im Klinikum Fürth nicht erreicht werden können. Der Aufbau eines Personalentwicklungssystems, flankiert durch die Akademie und Krankenpflegeschulen des Kommunalunternehmens, soll dieses Risiko minimieren. Aufgrund der demographischen Entwicklung gehen wir von einer weiter steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen aus. Diese erhöhte Nachfrage wird den Krankenhäusern aber auch im Jahr 2014 nur teilweise vergütet werden, denn mit dem Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (Psych-Entgeltgesetz – PsychEntgG) werden die Preisabschläge für die Differenz der vereinbarten Budgetmengen in 2013 und 2014 im Vergleich zum Jahr 2012 mit konkret 25 % vorgegeben. Daneben wurde der Orientierungswert lediglich in Höhe von 2 % festgelegt und deckt somit in der Praxis in keiner Weise die vorhandenen Steigerungen der Kosten bei Personal, Energie und Sachkosten. In den nächsten Jahren wird in der Psychiatrie das bisherige Entgeltsystem mit tagesgleichen Pflegesätzen durch ein pauschalierendes Entgeltsystem (PEPP) abgelöst. Die konkreten Auswirkungen auf die Tagesklinik für Kinderund Jugendpsychiatrie und Psychotherapie sind momentan noch nicht absehbar. Eine Projektgruppe arbeitet daran, die Tagesklinik auf diese Umstellung vorzubereiten. Der hohe Investitionsbedarf für die nächsten Jahre, insbesondere für Neubauten, Instandsetzungen und Anschaffung von Großgeräten, der sich zusätzlich zu den durch Einzelförderung genehmigten Maßnahmen und den pauschalen Fördermitteln ergibt, stellt eine zunehmende Herausforderung für das Klinikum Fürth dar. Die Finanzierung aus Eigenmitteln und die dadurch entstehende langfristige Zinsbelastung senkt die Liquidität und erhöht den Verschuldungsgrad. Zusätzlich belasten die anfallenden Abschreibungen das Betriebsergebnis. Seit Juli 2012 wurden vom Klinikum Fürth zur teilweisen Finanzierung der hohen Investitionen für Krankenhausneu- und -umbauten hohe Darlehen aufgenommen. Auch die ebenfalls weitgehend durch Darlehen zu finanzierende zusätzliche Einrichtung und Ausstattung der Klinik für Urologie mit Inventar belastet das Betriebsergebnis durch Zins- und Abschreibungsaufwand in den nächsten 25 Jahren mit jährlich ca. 300 Tsd. € erheblich. Für das Jahr 2014 ist für das Kommunalunternehmen ein negatives Jahresergebnis von -1.986 Tsd. € geplant. Dieses Ergebnis beinhaltet weiterhin deutliche Steigerungen bei den Umsatzerlösen von ca. 6.000 Tsd. €. Diesen stehen aber wesentliche Steigerungen bei Personal- und Sachaufwendungen gegenüber. Aufgrund einer sehr positiven Mengenentwicklung im ersten Halbjahr 2014 gehen

wir bei Stabilisierung der guten Leistungszahlen derzeit von einem deutlich besseren Ergebnis für das Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Wirtschaftsplan aus. Die zwischenzeitlich beschlossene Finanzhilfe für die Krankenhäuser beinhaltet, mit einem Versorgungszuschlag, dem vollen Orientierungswert, der anteiligen Finanzierung der Tariflohnsteigerung und dem Hygiene-Förderprogramm, vier Maßnahmen zur finanziellen Entlastung. Insgesamt wird die Entlastung der Krankenhäuser in den Jahren 2013 und 2014 rd. 1,1 Mrd. € betragen. Das Klinikum Fürth erhält mit dieser Finanzhilfe rd. eine Million Euro zusätzlicher Erlöse im Jahr 2013. Die damit geschaffene finanzielle Entlastung der Kliniken ist sicher eine Hilfe, mittel- und langfristig jedoch keine Lösung für die dargestellten Finanzierungsprobleme. Auf Grundlage der bekannten Fakten kann im Jahr 2014 dennoch von einem stabilen Verhältnis für die Finanzierung von stationären Krankenhausleitungen – allerdings auf unzureichendem Niveau – ausgegangen werden. Unabhängig von den turbulenten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den branchenspezifischen Herausforderungen ist das Klinikum Fürth in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2014 auch weiterhin auf einem Wachstumskurs. Das Portfolio des Klinikum Fürth ist mit der neuen Fachrichtung Akutgeriatrie, der im April 2013 neu eröffneten Klinik für Urologie, dem abgeschlossenen Neubau einer neurologischen Station und dem gleichzeitigem Eintritt eines neuen Chefarztes für diesen Fachbereich sowie der Eröffnung der Zentralen Notaufnahme mit stationären Betten im Juli 2013 zukunftsfähig ausgerichtet und kann im Jahr 2014 profitabel wachsen. Die zu erwartenden Kostensteigerungen bei Energie, Wasser, Lebensmitteln, Verbrauchsmitteln sowie den Gehältern im März 2014 werden auch weiterhin die Herausforderungen für das Management des Klinikum Fürth bleiben. Zudem kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht davon ausgegangen werden, dass der erhöhte Versorgungszuschlag im Jahr 2015 weiter abgerechnet werden kann. Dem Klinikum fehlen ab dem Jahr 2015 dauerhaft Erlöse in Höhe von ca. 870 Tsd. € jährlich. Wir werden deshalb weiter daran arbeiten, unsere Strukturen und Prozesse effizient zu gestalten und zu optimieren, sowie Synergiepotenziale im Rahmen der Genossenschaft Klinik-Kompetenz-Bayern eG suchen. Es ist unsere feste Überzeugung, mit diesem Weg einen nachhaltigen Wert für das Klinikum Fürth, unsere PatientInnen und unsere MitarbeiterInnen zu schaffen.

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Jakob-Henle-Straße 1 90766 Fürth Telefon: 0911/7580 0 Telefax: 0911/7580 1890 Internet: www.klinikum-fuerth.de Gesellschaftsverhältnisse Gesellschafter Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth Tsd. € % Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Peter Krappmann Aufsichtsrat Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Markus Braun, Bürgermeister (stellv. Vorsitzender) Birgit Bayer-Tersch, Stadträtin Stefan Haßgall, Stadtrat Marion Luft, Stadträtin Helga Middendorf, Stadträtin Dagmar Orwen, Stadträtin Dr. Joachim Schmidt, Stadtrat Christiane Stauber, Stadträtin Karin Vigas, Stadträtin Jörg Vollbrecht, Stadtrat Gesellschafterversammlung Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt aus seiner Organstellung im Jahr 2013 keine Bezüge. MitarbeiterInnen der Gesellschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 217 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr waren 200 MitarbeiterInnen für die Gesellschaft tätig.

25,0 25,0

100,0 100,0

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Erbringung von nicht-medizinischen Dienstleistungen und aller damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten überwiegend gegenüber den Einrichtungen des Klinikums Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth, ferner die Personalgestellung im Auftrag des Kommunalunternehmens sowie aller mit ihm im Sinn von § 15 AktG verbundenen Unternehmen. Dies umfasst insbesondere • Reinigungsarbeiten aller Art, • Dienstleistungen im Bereich Lager, • Dienstleistungen im Bereich Logistik, • Dienstleistungen im Bereich Küche, • Dienstleistungen im Bereich Wäscherei und Näherei, • Dienstleistungen im Bereich Sterilisation, • Dienstleistungen im Bereich Technik.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 4.648 28 4.676 -199 -4.436 -40 -4.675 1 0 -1 -1 0 -4 0 -4 -4 2012 Tsd. € 4.236 12 4.248 -198 -4.012 -31 -4.241 7 0 0 0 7 -10 0 -10 -3 2011 Tsd. € 3.839 29 3.868 -198 -3.629 -40 -3.867 1 2 0 2 3 -1 0 -1 2 2010 Tsd. € 3.650 21 3.671 -198 -3.430 -46 -3.674 -3 0 0 0 -3 0 0 0 -3 2009 Tsd. € 3.347 38 3.385 -182 -3.140 -59 -3.381 4 1 0 1 5 -3 0 -3 2

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 0 467 0 467 25 178 264 0 467 449 25 0 2012 Tsd. € 0 195 0 195 29 136 30 0 195 161 29 0 2011 Tsd. € 0 250 0 250 32 116 102 0 250 241 32 0 2010 Tsd. € 0 167 0 167 30 118 19 0 167 37 30 0 2009 Tsd. € 0 158 0 158 31 97 30 0 158 156 31 0

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

288 0 0

-80 0 0

204 0 0

-119 0 0

-61 0 0

Abschlussprüfung Zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013, des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG war, wie in den Vorjahren, Frau Wirtschaftsprüfer Renate Haertle, München, bestellt. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH ist eine im Handelsregister Nr. 9594 eingetragene Gesellschaft mit Sitz in Fürth. Im Innenverhältnis besteht die Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH seit dem 01.01.2004. Das Unternehmen wurde von der Stadt Fürth gegründet und anschließend mit notarieller Beurkundung vom 19.03.2004 dem Kommunalunternehmen Klinikum Fürth übertragen. Alleiniger Gesellschafter ist das Kommunalunternehmen Klinikum Fürth. Das Stammkapital beträgt 25.000 €; es wurde in bar erbracht. Die Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH wurde mit der Zielsetzung gegründet, wirtschaftliche Dienstleistungen

überwiegend für das Kommunalunternehmen Klinikum Fürth der Stadt Fürth zu erbringen. Sie ist kein Mitglied des Kommunalen Arbeitgeberverbands. Für die Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH wurde mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Landesbezirk Bayern, ein eigener Tarifvertrag geschlossen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Aufgaben der beim Klinikum ausscheidenden Kräfte nach Möglichkeit durch neue MitarbeiterInnen der Servicegesellschaft im Wege des umsatzsteuerfreien Innenumsatzes wahrgenommen. Bis auf den ärztlichen und den pflegerischen Dienst sind dabei alle Dienstarten betroffen. Hierzu wurden die Voraussetzungen für eine umsatzsteuerliche Organschaft geschaffen. Ertragslage Eine Erhöhung der verrechneten Stundenpauschalen bei gleichzeitig gestiegenen abgerechneten Istarbeitsstunden ist hauptursächlich für die gestiegenen Umsatzerlöse, wie die nachstehenden Kennzahlen verdeutlichen:

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2013 • Istarbeitsstunden • Eingesetzte VK • Aufwand je VK in € 249.155 167,8 26.436

2012 229.215 154,1 26.035

bei verbundenen Unternehmen, gibt. Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD zur 18. Legislaturperiode (S. 49 ff.) sieht daneben ggf. weitere Anpassungen zum AÜG sowie Änderungen der Rahmenbedingungen bei der Ausgestaltung von Werkverträgen vor. Das Kommunalunternehmen ist prinzipiell nicht konkursfähig; in der Service-GmbH sind deshalb keine Erlösausfälle zu befürchten. Eine Steigerung des Personaleinsatzes in der Service-GmbH erfolgt nur, sofern und soweit durch Personalabgänge innerhalb des Klinikums bzw. durch Aufgabenerweiterungen ein entsprechender Bedarf gegeben ist. Durch die Umstellung im Kommunalunternehmen Klinikum Fürth auf den TvÖD im Jahr 2005 und die damit verbundene Einführung einer niedrigen Einstiegsentgeltgruppe haben sich die finanziellen Vorteile für das Kommunalunternehmen reduziert. Jedoch würden eine Vielzahl der MitarbeiterInnen der Service-GmbH aufgrund der Tätigkeitsprofile im Mutterunternehmen nicht in die Entgeltgruppe 1, sondern in die Entgeltgruppe 2 eingruppiert, so dass sich im Zusammenhang mit der Einsparung für die Zusatzversorgung weiterhin finanzielle Vorteile für das Kommunalunternehmen ergeben. Durch den im Vorjahr mit der Gewerkschaft verdi neu vereinbarten Haustarifvertrag kommt es zu einer weiteren Annäherung der Vergütung an den in der Muttergesellschaft Kommunalunternehmen Klinikum Fürth geltenden TVöD. Die Angleichung der Tarife gefährdet möglicherweise langfristig die Attraktivität von Personaldienstleistungen. Risikobehaftet sind auch nicht absehbare politische Neuregelungen wie die Beurteilung der umsatzsteuerlichen Organschaft in der Europäischen Union bzw. durch die höchstrichterliche Rechtsprechung des BFH. Prognosebericht Die Übertragung von Wirtschafts- und sonstigen Dienstleistungen innerhalb des Klinikums an die Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH erfolgte im Jahr 2004 zur Realisierung verbesserter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und von Einsparungen für das Mutterunternehmen, welche sich zudem mit steigendem Umsatz weiter erhöhten. Der Zwang des Mutterunternehmens, jegliche Wirtschaftlichkeitsreserven auszuschöpfen, um aus eigener Kraft die Zukunftssicherung bewältigen zu können, erfährt durch die derzeit noch bestehenden steuerlichen und tariflichen Vorteile der Servicegesellschaft die benötigte Unterstützung. Eine bedarfsgerechte Steigerung der Umsätze fördert damit diese Bestrebungen. Die Servicegesellschaft wird sich

Die Zunahme der Anzahl der eingesetzten Vollkräfte (VK) um rd. 14 VK spiegelt sich in den gestiegenen verrechneten Ist-Arbeitsstunden wieder. Durch den ab März 2012 gültigen Entgelttarif erhöhte sich der Aufwand je VK deutlich. Die sichere Kostendeckung der höheren Personalaufwendungen ist durch eine Ausweitung der verrechenbaren Arbeitsleistung jederzeit gewährleistet. Die Sachaufwendungen setzen sich hauptsächlich aus der Vergütung für die Erledigung aller Verwaltungs- und Managementaufgaben durch die Verwaltung des Kommunalunternehmens Klinikum Fürth zusammen. Reinigungsmittel werden bis auf weiteres vom Klinikum gestellt, so dass eine gesonderte Bevorratung durch die Service-GmbH entfällt. Vermögens- und Finanzlage Die Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH nutzt derzeit die vorhandenen Reinigungsgeräte und die Infrastruktureinrichtungen des Klinikums. Eigene Investitionen waren deshalb bisher nicht erforderlich. Ein Abfluss von Finanzmitteln für Investitionen ist deshalb bis auf weiteres nicht zu erwarten. Aufgrund monatlicher Abschlagszahlungen durch das Klinikum sind die Zwischenfinanzierung bedeutender Betriebsmittel und ggf. hierzu notwendige Kreditaufnahmen entbehrlich. Die Zahlungsbereitschaft war durch ausreichende Eigenmittel stets sichergestellt. Die Liquidität hat sich stichtagsbezogen erhöht, was insbesondere auf höhere Bestände an liquiden Mitteln zurückzuführen ist. Nachtragsbericht In Anbetracht der wirtschaftlichen Entwicklung des Klinikums Fürth und der Diskussionen im Stadtrat der Stadt Fürth am 29.01.2014 haben die Tarifvertragspartner der Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH am 14.05.2014 eine Absichtserklärung mit dem Ziel unterzeichnet, die Beschäftigten der GmbH zum 01.07.2014 in das Kommunalunternehmen Klinikum Fürth (KU), unter der Voraussetzung einer Vergütung nach § 15 Abs. 3 TVöD, in den TVöD zu überführen. Risikobericht Die weitere Entwicklung des Unternehmens ist mit Risiken behaftet, da es seit den gesetzlichen Anpassungen der Bundesregierung im Bereich des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) politische und gesellschaftliche Diskussionen, gerade auch zum Thema von Werkverträgen

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deshalb auf der Grundlage der tariflichen und steuerlichen Gegebenheiten bemühen, die notwendigen Kapazitäten flexibel bereitzustellen, um die geforderte Ausdehnung der Dienstleistungen zu ermöglichen und dem Mutterunternehmen zu wachsenden Einsparungen zu verhelfen. Es kann deshalb bei Fortbestand der Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH von sicheren Umsätzen und weiteren Steigerungen ausgegangen werden. Sofern sich in den kommenden Jahren deutliche Mehrkosten abzeichnen, sind zeitnahe Preisanhebungen vorgesehen. Um den bisherigen Wettbewerbsvorteil gegenüber gewerblichen Konkurrenten zu erhalten, können jedoch Preissteigerungen nur insoweit durchgesetzt werden, wie dies durch unvermeidbare Aufwandssteigerungen begründet ist.

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Krankenhausstraße 1 91781 Weißenburg Telefon: 09141/903 3080 Telefax: 09141/903 3081 Internet: www.klinik-kompetenz-bayern.de Mitgliedschaftsverhältnisse Mitglieder Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth sowie 21 weitere Mitglieder Tsd. € % Organe der Genossenschaft Vorstand Josef Götz Professor Dr. Alexander Schraml Jürgen Winter Aufsichtsrat Peter Krappmann (Vorsitzender) Manfred Wendl (stellv. Vorsitzender) Lorenz Meier Stefan Schilling Martin Stapper Generalversammlung Bezüge der Geschäftsführung Aus dem Jahresabschluss war abzuleiten, dass die Vorstandsmitglieder aus ihrer Organstellung im Jahr 2013 keine Bezüge erhielten. MitarbeiterInnen der Genossenschaft Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 2 MitarbeiterInnen. Im Vorjahr war eine Teilzeitbeschäftigte für die Genossenschaft tätig.

1,0 21,0 22,0

4,5 95,5 100,0

Unternehmensgegenstand und öffentlicher Zweck Die Genossenschaft ist ein freiwilliger Zusammenschluss von bayerischen kommunalen und freigemeinnützigen Krankenhäusern mit folgenden Zielen: • Sicherung und Verbesserung der flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Klinikversorgung • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Marktposition der einzelnen Einrichtungen • Know-how-Transfer und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern • Zusammenarbeit bei der Personalentwicklung Die kommunalen Mitglieder der Genossenschaft verfolgen mit der Genossenschaft den Zweck der Errichtung und des Unterhalts der erforderlichen Krankenhäuser gemäß Artikel 57 Absatz 1 GO und Artikel 51 Absatz 3 Satz 1 Ziff. 1 LKrO.

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Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 55 199 254 -37 -115 -2 -170 -324 -70 0 0 0 -70 4 0 4 -66 2012 Tsd. € 29 192 221 -21 -41 -1 -134 -197 24 0 0 0 24 -7 0 -7 17 2011 Tsd. € 26 78 104 0 -11 -0 -93 -104 0 0 0 0 0 0 0 0 0 *) Tsd. € *) Tsd. €

Betriebsergebnis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

*) Für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 entfallen die Werte, da die Genossenschaft erst im Jahr 2011 gegründet wurde.

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2013 Tsd. € 6 51 3 60 15 23 22 0 60 23 6 0 2012 Tsd. € 2 105 0 107 76 15 16 0 107 72 74 0 2011 Tsd. € 2 68 2 72 10 6 56 0 72 16 6 0 *) Tsd. € *) Tsd. €

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

-48 0 6

7 0 0

9 0 3

*) Für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 entfallen die Werte, da die Genossenschaft erst im Jahr 2011 gegründet wurde.

Abschlussprüfung Die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2013 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 sowie die erweiterte Prüfung im Rahmen der Pflichtprüfung nach § 53 GenG oblag, wie in den Jahren 2011 und 2012, dem Genossenschaftsverband Bayern e.V., München, als dem nach § 54 GenG zuständigen gesetzlichen Prüfungsverband. Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2013 Die Klinik-Kompetenz-Bayern eG ist ein freiwilliger Zusammenschluss von bayerischen kommunalen und freigemeinnützigen Krankenhäusern in der Rechtsform einer Genossenschaft. Die Satzung mit Firmennamen, Sitz und Gegenstand wurde in der Generalversammlung am 20.01.2011 beschlossen. Die Genossenschaft wurde unter dem Firmennamen Klinik-Kompetenz-Bayern eG am 21.06.2011 ins Genossenschaftsregister eingetragen. Die Genossenschaft wird von einem Vorstand geleitet, der mit drei Mitgliedern besetzt ist. Im Aufsichtsrat sind fünf der insgesamt 22 Mitglieder der Genossenschaft vertreten.

Nach dem Bilanzstichtag sind drei weitere Mitglieder der Genossenschaft beigetreten. Wirtschaftsbericht Zum Gründungszeitpunkt setzte sich die Genossenschaft aus zehn Mitgliedern zusammen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres ist die Anzahl der Genossen auf 22 Krankenhausträger angestiegen, die 43 Kliniken und Krankenhäuser vornehmlich in Nordbayern betreiben. Im Zusammenschluss mehrerer Krankenhäuser und Krankenhausträger verfolgt die Klinik-Kompetenz-Bayern eG in erster Linie die Sicherung und Verbesserung der flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Klinikversorgung in Bayern. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Marktposition der einzelnen Einrichtungen stehen genauso im Vordergrund wie der Know-how-Transfer und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit bei der Personalentwicklung, die Aufarbeitung spezieller Themen wie z.B. Hygiene und die Erarbeitung eines gemeinsamen Fortund Weiterbildungskalenders sind weitere Schwerpunkte der Aktivitäten in der Klinik-Kompetenz-Bayern eG. Ein

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zentrales Thema im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Vereinheitlichung des Einkaufs. Hierzu erfolgte die Anstellung eines Mitarbeiters durch die Genossenschaft. Des Weiteren wurde festgelegt, dass die Mitgliedshäuser grundsätzlich mit ein und derselben Einkaufsgemeinschaft zusammenarbeiten. Durch eine Vielzahl von Aktivitäten hat sich die KlinikKompetenz-Bayern eG zu einem einflussreichen Interessenvertreter der kommunalen Krankenhäuser in Bayern entwickelt, der sowohl von den Kostenträgern, von der Wirtschaft als auch von den politisch verantwortlichen Repräsentanten wahrgenommen wird. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2013 sind die Erlöse aus den Mitgliedsbeiträgen gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. Die Einnahmen aus konkreten Projekten, die den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben zugeordnet wurden, sind durch umfangreichere Projektarbeit deutlich gegenüber dem Vorjahr angestiegen, wobei auch höhere Kosten für die Fremdleistungen bei den verschiedenen Projekten angefallen sind. Aktivierungspflichtige Investitionen (Sammelposten) betrafen die Anschaffungen von geringwertigen Wirtschaftsgütern. Die Erlöse aus Mitgliedsbeiträgen und Kostenerstattungen aus konkreten Projekten decken die jährlichen Betriebskosten – insbesondere wegen der höheren Personalkosten – im abgelaufenen Wirtschaftsjahr nicht, da durch die neuen Vereinbarungen mit den Lieferanten erst im folgenden Geschäftsjahr entsprechende Erlöse dem Unternehmen zufließen. Nach dem Wirtschaftsplan 2014 wird zwar noch von einem geringen Jahresfehlbetrag ausgegangen, die sonstigen Erlöse werden allerdings den Planansatz deutlich überschreiten, so dass im folgenden Wirtschaftsjahr ein Jahresüberschuss erwartet werden kann. Das gezeichnete Kapital ist wegen der neuen Mitglieder auf 22 Tsd. € angestiegen und die Aufnahmegebühren führen zu einer Kapitalrücklage in Höhe von 42 Tsd. €. Der Bilanzverlust des Berichtsjahres soll trotz des deutlich niedrigeren Eigenkapitals zum Bilanzstichtag auf neue Rechnung vorgetragen werden, da im folgenden Wirtschaftsjahr zumindest ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erwartet wird. Gegenüber den Ansätzen im Wirtschaftsplan 2014 mit einem geringfügigen Jahresfehlbetrag ergeben sich niedrigere Personalkosten, da eine Neueinstellung erst drei Monate später als geplant erfolgt ist. Im darauffolgenden Wirtschaftsjahr 2015 wird ein Jahresüberschuss erwartet. Die Liquidität war während des gesamten Wirtschaftsjahres jeder Zeit gewährleistet.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die Leistungen der Klinik-Kompetenz-Bayern eG werden sowohl von den politischen Mandatsträgern, den Kostenträgern, der Industrie im Gesundheitsbereich als auch von den Krankenhausträgern wahrgenommen. Die Vertretung der Krankenhausinteressen wegen der unzureichenden politischen Rahmenbedingungen für die Finanzierung der Krankenhäuser in Deutschland steht weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit der Genossenschaft. Weitere Krankenhausträger sind deshalb als ordentliche Mitglieder der Genossenschaft beigetreten. Wirtschaftliche Erfolge können im Bereich des Einkaufs oder auch in anderen Bereichen nur aufgrund der Größe des Unternehmens erreicht werden. Des Weiteren findet ein umfangreicher Wissenstransfer durch die verschiedenen Projektgruppen zwischen den Mitgliedshäusern statt, der zur Leistungsfähigkeit der einzelnen Einrichtungen der Mitglieder erheblich mit beiträgt. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Die erfolgreiche Arbeit der Klinik-Kompetenz-Bayern eG hat dazu geführt, dass zu Jahresbeginn 2014 bereits 25 Mitglieder der Genossenschaft beigetreten sind. Es wird auch künftig mit weiteren Beitritten gerechnet. Risiken zum Fortbestand der Genossenschaft bestehen deshalb nicht. Der Vorstand besteht aus drei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern, die gemeinsam die Verantwortung für die Früherkennung und Abwendung von Risiken, die geeignet sind, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden, tragen. Das Management aktueller Themen im Klinikbereich, permanente Kontrollen der Kosten für die erbrachten Leistungen und eine kostendeckende Projektdurchführung dienen der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Damit können auch rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um den wirtschaftlichen Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Mit der zunehmenden Größe der Genossenschaft erhöhen sich die Chancen, die wirtschaftlichen Voraussetzungen so zu schaffen und die politischen Rahmenbedingungen so zu beeinflussen, dass die flächendeckende und qualitativ hochwertige Klinikversorgung erhalten werden kann. Risiken bei Finanzinstrumenten Risiken in Bezug auf Finanzinstrumente sind nicht vorhanden.

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Sondervermögen Jakob-Henle-Straße 1 90766 Fürth Telefon: 0911/7580 0 Telefax: 0911/7580 1890 Internet: www.klinikum-fuerth.de Verwaltung des Sondervermögens Kämmerei der Stadt Fürth 90744 Fürth Telefon: 0911/974 1371 Telefax: 0911/974 1377 Rechtsstatus Die im Zuge der Umwandlung des früheren Eigenbetriebs Klinikum Fürth in eine Anstalt des öffentlichen Rechts (Kommunalunternehmen) nicht übertragenen Grundstücke, Gebäude und grundstücksgleichen Rechte werden (wurden) nach Artikel 88 Absatz 6 GO als rechtlich unselbständiger Regiebetrieb der Stadt Fürth wie ein Sondervermögen nach den Vorschriften über die Wirtschaftsführung der Eigenbetriebe geführt. MitarbeiterInnen des Sondervermögens Dem Sondervermögen war im Wirtschaftsjahr 2010, ebenso wie im Vorjahr, kein eigenes Personal zugeordnet.

343

Entwicklung der Ertragslage
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2010 Tsd. € 3.261 42 3.303 0 -3 -3 3.300 12.600 53 2.956 227 15.836 -15.802 -3.639 -19.441 -3.605 -305 2009 Tsd. € 972 42 1.014 0 -9 -9 1.005 0 53 3.369 227 3.649 -1.316 -3.378 -4.694 -1.045 -40

Betriebsergebnis I Betriebszuschüsse der öffentlichen Hand Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Anlagenergebnis Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand Erträge aus der Einstellung von Ausgleichsposten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten Erträge aus der Auflösung von Ausgleichsposten Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten Abschreibungen

Betriebsergebnis II Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Finanzerträge Zinsen und ähnliche Finanzaufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

1 -277 -276 -581 0 0 0 -581

3 -467 -464 -504 0 0 0 -504

*) Mit Wirkung zum 01.01.2011 wurde das Sondervermögen mit dem Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth zusammengeführt. Deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2011, 2012 und 2013.

344

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
*) Tsd. € *) Tsd. € *) Tsd. € 2010 Tsd. € 113.872 7.866 7.272 0 129.010 8.736 101.608 176 18.321 169 0 129.010 -6.458 -2.685 17.300 2009 Tsd. € 99.016 2.517 7.219 0 108.752 7.981 88.762 3 11.609 397 0 108.752 -7.208 -5.187 11.156

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Anlagevermögen Umlaufvermögen Ausgleichsposten nach dem KHG Aktive Rechnungsabgrenzung Passiva der Bilanz zum 31.12. Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Passive Rechnungsabgrenzung Sonstige Bestandskennzahlen zum 31.12. Finanzmittelfonds Working Capital Finanzverbindlichkeiten Strömungskennzahlen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Investitionen

3.653 6.530 18.313

1.398 5.000 2.060

*) Mit Wirkung zum 01.01.2011 wurde das Sondervermögen mit dem Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth zusammengeführt. Deshalb entfallen die Werte für die Geschäftsjahre 2011, 2012 und 2013.

Allgemeine Erläuterungen Der frühere Eigenbetrieb Klinikum Fürth wurde gemäß Artikel 89 Absatz 1 GO zum 01.01.2001 in ein Kommunalunternehmen (Anstalt des öffentlichen Rechts) umgewandelt. Auf das Kommunalunternehmen gingen im Wege der Gesamtrechtsnachfolge alle Vermögenswerte, Rechte und Pflichten, alle bestehenden Forderungen, Mitgliedschaften, Vermögensrechte und Verbindlichkeiten, die mit dem Betrieb des Klinikums zusammenhängen, über. Nicht übertragen wurden die zum Klinikum gehörenden Grundstücke, Gebäude und grundstücksgleichen Rechte. Sie wurden deshalb von der Gesamtrechtsnachfolge nicht erfasst. Ihre Nutzung und der sonstige Leistungsaustausch zwischen dem Kommunalunternehmen und der Stadt werden durch Vereinbarungen geregelt.

Das Sondervermögen (Regiebetrieb) veranschlagt in seinem Wirtschaftsplan die Fördermittel nach Artikel 11 BayKrG (Bayerisches Krankenhausgesetz) und die dazugehörigen Investitionen für das Klinikum. Nach dem Pachtvertrag zwischen der Stadt Fürth und dem Kommunalunternehmen ist die Stadt für die Durchführung von Investitionen am Klinikum zuständig. Adressat der Fördermittel ist jedoch nicht die Stadt, sondern nach Artikel 9 Absatz 4 BayKrG als Krankenhausbetreiber das Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth (Kommunalunternehmen), das diese an die Stadt (Investor) als Verpächter weiterleitet. Ertragslage Das Wirtschaftsjahr 2010 wurde mit einem Fehlbetrag von -581 Tsd. € abgeschlossen. Der Fehlbetrag setzt sich wie folgt zusammen:

345

• Nicht vom Träger erstattete Zinsen (Betriebsmittel, Darlehen Cafeteria, Vorfinanzierung Fördermittel) • Nicht neutralisierte Abschreibungen (Geriatrie und Wohnbauten) • Sonstige Aufwendungen • Erträge Erbbauzins • Erträge aus der Verrechnung nicht geförderter Abschreibungen • Sonstige Erträge

Investitionen -218 Tsd. € -403 Tsd. € -3 Tsd. € 15 Tsd. € 27 Tsd. € 1 Tsd. € Die im Wirtschaftsjahr 2010 in Höhe von 18.313 Tsd. € bilanzierten Gesamt-Investitionen verteilen sich wie folgt: • Bauabschnitt V • Zentrale Notaufnahme • Sanierung Küche 15.059 Tsd. € 221 Tsd. € 3.033 Tsd. €

346

Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

347

Klinik-Kompetenz-Bayern eG

4,5 %

Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH

100,0 %

ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG

3,8 %

Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth

Kommunaler Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR

Sparkasse Fürth

100,0 %

infra fürth holding gmbh

67,1 %

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth mit beschränkter Haftung

Gewerbehof Fürth GmbH

100,0 %

Volkshochschule Fürth gGmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth beteiligung gmbh

Soziales Wohnen Fürth GmbH

100,0 %

Solarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG Renditefonds

33,2 %

ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH

100,0 %

100,0 %

infra fürth dienstleistung gmbh

20,0 %

wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH

80,0 %

Neue Materialien Fürth GmbH

15,0 %

100,0 %

infra fürth service gmbh

49,0 %

Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH

IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-FürthErlangen GmbH

14,1 %

100,0 %

infra fürth verkehr gmbh

11,5 %

Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH

94,8 %

infra fürth bäder gmbh

25,0 %

FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG

80,1 %

infra fürth gmbh

22,2 %

solid GmbH

75,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH

9,0 %

Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG

60,0 %

Bremerhaven-Lehe Windkraft GmbH & Co. KG

8,3 %

enPlus eG

348

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353

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353

354

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Sparkasse Fürth
Maxstraße 32 90762 Fürth Telefon: 0911/7878 0 Telefax: 0911/7878 2900 Internet: www.sparkasse-fuerth.de Rechtsstatus Die Sparkasse Fürth ist ein kommunales Wirtschaftsunternehmen in der Rechtsform einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts. Kommunale Trägerkörperschaft nach Artikel 4 SpkG ist der Zweckverband Sparkasse Fürth, dem als Mitglieder • die Stadt Fürth, • der Markt Ammerndorf, • der Markt Cadolzburg, • der Landkreis Fürth, • die Gemeinde Großhabersdorf, • die Stadt Langenzenn, • der Markt Roßtal, • die Gemeinde Seukendorf, • die Stadt Stein, • der Markt Wilhermsdorf und • die Stadt Zirndorf angehören. Aufgabe Aufgabe der Sparkasse Fürth ist es, die örtliche Versorgung mit Finanzdienstleistungen nach Maßgabe der Sparkassenordnung (SpkO) sicherzustellen. Die Sparkasse unterstützt die Mitglieder ihrer kommunalen Trägerkörperschaft als Hausbank in der Erfüllung ihrer kommunalen Aufgaben. Die Sparkasse Fürth unterhält zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben die erforderlichen Geschäftsstellen in ihrem Geschäftsbezirk. Organe der Sparkasse Fürth Vorstand Hans Wölfel (Vorsitzender) Adolf Dodenhöft Lothar Mayer Verwaltungsrat Vertreter der Stadt Fürth Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister (Vorsitzender bis 28.02.2013/stellv. Vorsitzender seit 01.03.2013) Sepp Körbl, Stadtrat (stellv. Vorsitzender) Dr. Joachim Schmidt, Stadtrat (stellv. Vorsitzender) Birgit Bayer-Tersch, Stadträtin Markus Braun, Bürgermeister Gabriele Chen-Weidmann, Stadträtin Marianne Niclaus, Stadträtin sowie Matthias Dießl, Landrat Landkreis Fürth (Vorsitzender seit 01.03.2013/stellv. Vorsitzender bis 28.02.2013) Jürgen Habel, 1. Bürgermeister Stadt Langenzenn (stellv. Vorsitzender) Bernd Obst, 1. Bürgermeister Markt Cadolzburg (stellv. Vorsitzender) Thomas Zwingel, 1. Bürgermeister Stadt Zirndorf (stellv. Vorsitzender) Maximilian Gaul, Altbürgermeister Markt Roßtal Fred Höfler Heinz-Friedrich Hufnagel Günter Krugmann Werner Nickel Gerhard Ströbel Johann Völkl, 1. Bürgermeister Markt Roßtal und Hans Wölfel (Vorstandsvorsitzender) Bezüge der Geschäftsführung Dem Anhang zum Jahresabschluss war zu entnehmen, dass der Vorstand im Jahr 2013 Gesamtbezüge in Höhe von 987 Tsd. € erhielt. MitarbeiterInnen der Sparkasse Fürth Die Sparkasse Fürth hatte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 686 MitarbeiterInnen (gegenüber 685 MitarbeiterInnen im Vorjahr).

355

Entwicklung der Ertragslage
2013 Tsd. € 77.024 -30.832 15.936 62.128 18.037 -716 17.321 0 4.216 4.216 83.665 -36.046 -15.267 -2.498 -3.915 -57.726 -16.591 -74.317 9.348 119 0 -5.402 -202 -5.485 3.863 2012 Tsd. € 85.002 -32.397 17.483 70.088 18.752 -737 18.015 0 6.704 6.704 94.807 -36.214 -14.657 -2.904 -3.789 -57.564 -16.938 -74.502 20.305 0 -6.595 -9.138 -206 -15.939 4.366 2011 Tsd. € 88.953 -37.285 19.839 71.507 18.704 -808 17.896 0 3.915 3.915 93.318 -35.920 -14.374 -2.527 -6.490 -59.311 -15.127 -74.438 18.880 0 0 -13.956 -179 -14.135 4.745 2010 Tsd. € 90.123 -43.109 17.212 64.226 18.491 -1.200 17.291 0 7.369 7.369 88.886 -35.541 -14.733 -2.811 -3.591 -56.676 -16.326 -73.002 15.884 0 -2.769 -8.424 -225 -11.418 4.466 2009 Tsd. € 102.232 -57.801 21.445 65.876 17.108 -1.256 15.852 155 6.968 7.123 88.851 -35.994 -15.401 -2.779 -8.013 -62.187 -22.420 -84.607 4.244 0 0 -2.101 -208 -2.309 1.935

Zinsüberschuss Zinserträge Zinsaufwendungen Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen Provisionsüberschuss Provisionserträge Provisionsaufwendungen Übrige betriebliche Erträge Nettoerträge des Handelsbestands Sonstige betriebliche Erträge

Betriebliche Aufwendungen Personalaufwand Anderer Verwaltungsaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Bewertung/Risikovorsorge Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis

356

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Entwicklung ausgewählter Kennzahlen
2013 Tsd. € 26.672 295.679 1.833.109 611.137 69.631 28.242 9.842 2.874.312 211.193 2.309.305 3.133 61.778 237.129 51.774 2.874.312 2012 Tsd. € 40.702 338.262 1.791.552 567.130 56.324 31.328 38.678 2.863.976 271.475 2.231.252 3.133 62.001 228.767 67.348 2.863.976 2011 Tsd. € 41.849 293.298 1.671.394 579.171 41.478 33.834 35.040 2.696.064 180.285 2.156.885 10.984 65.623 221.401 60.886 2.696.064 2010 Tsd. € 68.713 248.353 1.650.434 629.737 43.313 38.284 39.630 2.718.464 179.826 2.200.439 43.399 74.271 161.656 58.873 2.718.464 2009 Tsd. € 58.993 162.308 1.712.209 685.576 28.530 38.282 68.641 2.754.539 154.838 2.196.079 139.277 72.852 136.500 54.993 2.754.539

Aktiva der Bilanz zum 31.12. Barreserve Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden Wertpapiere Beteiligungen Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Sonstige Posten Passiva der Bilanz zum 31.12. Bankverbindlichkeiten Kundeneinlagen Verbriefte Verbindlichkeiten Nachrangige Verbindlichkeiten Eigenkapital und Fonds für allgemeine Bankrisiken Sonstige Posten

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Beschäftigungs- und QualifizierungsgesellBremerhaven-Lehe Windkraft Bremerhaven-Lehe Windkraft

schaft im Dienstleistungsbereich – ELAN – Einsteigen, Lernen, Arbeiten, Neuorientieren GmbH ................................................................. 143 Beteiligungsgesellschaft mbH .................................. 249 GmbH & Co. KG ....................................................... 257

KEA Vermögensverwaltungs GmbH ........................... 119 Klinik-Kompetenz-Bayern eG...................................... 333 Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen
Rechts der Stadt Fürth ............................................. 311

Kommunale Energie Allianz Bayern GmbH ................ 113 Kommunaler Betrieb für Informationstechnik
„KommunalBIT“ AöR ................................................ 217

Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG ............ 281 Curiavant Internet GmbH ............................................. 299 enPlus eG .................................................................... 105 FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG ...................... 265 Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft
mit beschränkter Haftung Fürth-Stadeln .................. 197

Neue Materialien Fürth GmbH .................................... 233 ProVitako Marketing- und DienstleistungsgesellSolarpark Atzenhof Fürth GmbH & Co. KG
schaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG ............ 291

Servicegesellschaft Klinikum Fürth mbH ..................... 325
Renditefonds ............................................................ 225

Gewerbehof Fürth GmbH ............................................ 209 GeWo Vach Gemeinnützige Wohnungs-BauIGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürngesellschaft mit beschränkter Haftung ..................... 189

solid GmbH.................................................................. 273 Sondervermögen Klinikum Fürth ................................. 341 SOPHIA Franken GmbH & Co. KG Wohnund Lebensqualität .................................................. 181

berg-Fürth-Erlangen GmbH...................................... 241

infra fürth bäder gmbh .................................................... 65 infra fürth beteiligung gmbh ............................................ 33 infra fürth dienstleistung gmbh ....................................... 39 infra fürth gmbh .............................................................. 73 infra fürth holding gmbh .................................................. 25 infra fürth service gmbh .................................................. 47 infra fürth verkehr gmbh ................................................. 55 KEA Kraftwerksprojekt GmbH & Co. KG ..................... 125

Soziales Wohnen Fürth GmbH.................................... 165 Sparkasse Fürth .......................................................... 353 Städte-Bus-Gesellschaft Fürth Nürnberg mbH.............. 87 Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH .............. 95 Volkshochschule Fürth gGmbH................................... 135 wohnfürth Immobilien und Bauträger GmbH............... 173 Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth
mit beschränkter Haftung ......................................... 157

359

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363 365 367 369 371

Konzernbilanzielle Bereinigungsmethodik Finanzwirtschaftliche Kennzahlen Rechtsgrundlagen des Beteiligungsberichts Impressum und Bezugsquelle Bildnachweis

361

362

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Konzernbilanzielle Bereinigungsmethodik

Einheitstheorie als Leitprinzip In den für alle 29 Unternehmen zum 31.12.2013 in der Gesamtübersicht auf der Seite 11 für die Finanzverbindlichkeiten und das Anlagevermögen ausgewiesenen unkonsolidierten Summen sind Doppelzählungen (im Sinn rein „konzerninterner“ Vorgänge) enthalten. Dies hat folgende Ursachen: Zum einen resultieren die Doppelzählungen daraus, dass in den Einzel-Jahresabschlüssen der Unternehmen (wie sie in den Einzelporträts des Beteiligungsberichts gezeigt sind) u.a. auch Finanzverbindlichkeiten enthalten sind, denen korrespondierende Forderungen eines anderen „Konzernunternehmens“ gegenüberstehen. Bei diesen konzerninternen Forderungen kann es sich auch um Finanzforderungen handeln, die die Stadt Fürth gegen ihre Unternehmen hat. Weitere Doppelzählungen kommen – beim konzernbilanziellen Anlagevermögen – dadurch zustande, dass bestimmte städtische Tochter-Unternehmen (etwa die infra fürth holding gmbh) ihrerseits Beteiligungen an, dann aus Sicht der Stadt, Enkel-Unternehmen halten. Die Anteile am Enkel-Unternehmen sind Bestand des (Finanz)Anlagevermögens des beteiligten Tochter-Unternehmens in dessen Einzel-Jahresabschluss. Dem steht beim Enkel-Unternehmen in dessen Einzel-Jahresabschluss (anteiliges) Eigenkapital gegenüber. Letztlich zeigen aber auch diese beiden Bilanzpositionen (Finanzanlagevermögen beim Tochter-Unternehmen/anteiliges Eigenkapital des Enkel-Unternehmens) lediglich konzerninterne Anteilsbeziehungen. Diese Doppelzählungen widersprechen den Grundsätzen der Konzernrechnungslegung. Maßgebend ist die sog. „Einheitstheorie“, und ihr hat auch ein städtischer Gesamtabschluss zu folgen. Hiernach ist die Stadt zusammen mit ihren voll zu konsolidierenden Unternehmen (Beteiligungskategorie A, erläutert auf Seite 10) als eine Einheit zu verstehen. Die tatsächliche rechtliche Selbständigkeit sowohl der Stadt als auch ihrer Unternehmen bleibt von dieser Fiktion unangetastet. Mit der Einheitstheorie ist u.a. verbunden, dass das „städtische Konzerngefüge“, bestehend aus dem Kernhaushalt der Stadt Fürth, ihren Sondervermögen und den vollkonsolidierten Unternehmen, keine konzerninternen Anteils- und Schuldenbeziehungen zeigen darf. Die bei den vollkonsolidierten Unternehmen in deren

Einzel-Jahresabschüssen bilanzierten Vorgänge müssen, sofern sie einen konzerninternen Charakter haben, also für einen städtischen Gesamtabschluss eliminiert werden. Dahinter steht, ausgehend von der Einheitstheorie, der Gedanke, dass der „Konzern Stadt“ keine Anteilsbeziehungen oder Forderungen bzw. Verbindlichkeiten „mit sich selbst“ in einem Gesamtabschluss ausweisen kann. Um dies zu bewerkstelligen sind Bereinigungen erforderlich. Und dies bedeutet, dass die konzerninternen Bilanzpositionen (wie sich in den Einzel-Jahresabschlüssen richtigerweise finden) im städtischen Gesamtabschluss gegeneinander verrechnet, dort – im einfachsten Fall – also schlicht weggelassen werden. Die die Konzernbilanzierung prägende Einheitstheorie spiegelt sich in der Beteiligungskategorie A und der auf sie anzuwendenden Vollkonsolidierung wider. Alle darin einbezogenen Unternehmen werden in der Fiktion der Einheitstheorie als „unselbständige Teile“ des städtischen Konzerngefüges aufgefasst. Für die unter bestimmten Voraussetzungen mögliche Quotenkonsolidierung (für die Beteiligungskategorie B) sowie für die Bewertungsprinzipien bei den Beteiligungskategorien C und D greift die Einheitstheorie nicht. Dies begründet sich aus den – gegenüber der Beteiligungskategorie A – immer weiter abnehmenden Möglichkeiten der Einflussnahme bei den Unternehmen der B-, C- und D-Kategorie. Vollkonsolidierung Die Unternehmen der Beteiligungskategorie A werden – in einem ersten Schritt – mit ihrem gesamten Anlagevermögen und ihren gesamten Finanzverbindlichkeiten (also vollständig) in den städtischen Gesamtabschluss übernommen. Im zweiten Schritt findet mittels der Kapitalkonsolidierung (§ 301 HGB) und der Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) die Bereinigung der – wesentlichen – konzerninternen Sachverhalte statt, soweit sie im Konsolidierungskreis (Stadt Fürth plus die auf sie vollkonsolidierten Unternehmen) anzutreffen waren/sind. Die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierungen) ist stets durchzuführen. Eine Schuldenkonsolidierung erlangt nur dann Relevanz, wenn Kreditvorgänge (egal ob kurz-, mittel- oder langfristig) im Konsolidierungskreis gegeben sind.

363

Die Vollkonsolidierung findet auch bei Anteilsquoten von unter 100 % Anwendung, soweit im Übrigen die Voraussetzungen für die Beteiligungskategorie A gegeben sind. Für die damit einhergehenden Anteile anderer (Minderheits)Gesellschafter bedarf es im städtischen Gesamtabschluss dann eines (passiven) Ausgleichspostens gemäß § 307 HGB. Bei der Kapitalkonsolidierung kann es, zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung, zu aktiven oder passiven Unterschiedsbeträgen kommen. Beim Erwerb von Unternehmen oder Anteilen an ihnen, die zum Erwerbszeitpunkt bereits (oder gar länger davor) existierten, sind derartige Unterschiedsbeträge üblich. Man bezahlt für ein Unternehmen nur in seltenen Ausnahmefällen exakt den auf den erworbenen Anteil entfallenden Eigenkapital-Wert dieses Unternehmens, wie er nach den Grundsätzen der Konzernbilanzierung anzusetzen ist. Und dann entspricht der Wertansatz der dem Erwerber von nun an gehörenden Anteile nicht dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des betreffenden (und jetzt) Tochter- oder Enkel-Unternehmens. Entstehen Unternehmen (auch wenn stadtexterne Mitgesellschafter daran beteiligt sind) hingegen mittels Bargründung oder buchwertneutraler Ausgliederung, treten i.d.R. keine Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung auf. Etwaige (und im städtischen Konzerngefüge eher seltene) Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind, soweit möglich, in den konzernbilanziellen Betrachtungen des Beteiligungsberichts berücksichtigt. Quotenkonsolidierung Für „KommunalBIT“ als gemeinsames Kommunalunternehmen (Beteiligungskategorie B), mit 40 % städtischer Anteilsquote, besteht die Möglichkeit einer anteilsmäßigen Konsolidierung gemäß § 310 HGB. Die Methodik der Quotenkonsolidierung entspricht jener der Vollkonsolidierung, wobei lediglich 40 % des Anlagevermögens sowie ebenfalls nur 40 % der Finanzverbindlichkeiten von KommunalBIT dann in den städtischen Gesamtabschluss übernommen werden. Im Zuge der konzernbilanziellen Bereinigungen werden also 60 % der Finanzverbindlichkeiten sowie 60 % des Anlagevermögens herausgerechnet.

Equity-Methode Bei assoziierten Unternehmen (Beteiligungskategorie C, erläutert auf Seite 10) werden weder deren Finanzverbindlichkeiten noch deren Anlagevermögen in den städtischen Gesamtabschluss übernommen. Die in den unkonsolidierten Summen auf Seite 11 enthaltenen Beträge für die Finanzverbindlichkeiten und das Anlagevermögen sind – zur Überleitung auf die konsolidierten Werte – daher wieder herauszurechnen. Stattdessen wird bei der Equity-Methode („Equity“ steht im Englischen für Eigenkapital) das buchmäßige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens entsprechend des Anteils, den das beteiligte Unternehmen (Stadt bzw. eines ihrer Tochter- oder Enkel-Unternehmen) am assoziierten Unternehmen hält, nach Maßgabe von § 312 HGB im Finanzanlagevermögen des städtischen Gesamtabschlusses abgebildet. Die ursprünglichen Anschaffungskosten, die das beteiligte Unternehmen für seine Beteiligung (am assoziierten Unternehmen) aufzubringen hatte, erhöhen/vermindern sich dabei über die Jahre um die anteiligen Gewinne/Verluste des assoziierten Unternehmens. Gewinnausschüttungen des assoziierten Unternehmens reduzieren den Equity-Bewertungsansatz im Finanzanlagevermögen des städtischen Gesamtabschlusses. Bewertung zu Anschaffungskosten Auch bei den Unternehmen der Beteiligungskategorie D (wiederum auf Seite 10 erklärt) werden weder deren Finanzverbindlichkeiten noch deren Anlagevermögen im städtischen Gesamtabschluss gezeigt. Analog zur Beteiligungskategorie C müssen deshalb die in den unkonsolidierten Summen auf Seite 11 einbezogenen Beträge für die Finanzverbindlichkeiten und das Anlagevermögen der Beteiligungskategorie D ebenfalls im Zuge der konzernbilanziellen Bereinigungen neutralisiert werden. Im Regelfall sind es einzig die ursprünglichen Anschaffungskosten für eine Beteiligung an einem Unternehmen der D-Kategorie, die im städtischen Gesamtabschluss als Finanzanlagevermögen bilanziert werden. Spätere Erhöhungen dieser Anschaffungskosten können bspw. durch weitere Zahlungen in das Eigenkapital des betreffenden Unternehmens entstehen, und das wird dann auch so im Gesamtabschluss berücksichtigt.

364

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Finanzwirtschaftliche Kennzahlen

Finanzmittelfonds Stichtagsbezogener Saldo der liquiden Mittel, also insbesondere Kassenbestände und Kontokorrentguthaben, abzüglich – ggf. vorhandener – kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten. Die Errechnung des kurzfristigen Verbindlichkeitswerts erfolgt mittels des in der Bilanz oder im Anhang angegebenen Vermerks (§ 268 Absatz 5 Satz 1 HGB) für die in den Finanzverbindlichkeiten enthaltenen Anteile mit einer Restlaufzeit von maximal einem Jahr, welche neben negativen Kontokorrentsalden und sog. „Kassenkrediten“ auch Tilgungsraten für mittel- und langfristige Darlehen enthalten (können), die im Folgejahr zu bezahlen sind. Working Capital Stichtagsbezogener Wert des kurzfristig gebundenen Umlaufvermögens, von dem die kurzfristig fälligen Rückstellungen sowie sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten abgezogen werden. Das kurzfristig verflüssigbare Umlaufvermögen ergibt sich durch Eliminierung mittel- und langfristiger Posten des gesamten Umlaufvermögens; die mittel- bzw. langfristigen Bestandteile des Umlaufvermögens bestimmen sich aus dem Restlaufzeitvermerk nach § 268 Absatz 4 Satz 1 HGB, d.h. Forderungen mit einem in der Zukunft liegenden Zahlungsausgleich von länger als einem Jahr. Die Eruierung jener Rückstellungsbestandteile, die in Kürze Zahlungsabflüsse erwarten lassen, erfolgt durch Einzelauswertung der bilanzierten Rückstellungen. Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten, also jene Schulden, die innerhalb eines Jahres zu begleichen sind, werden wiederum aus dem Restlaufzeitvermerk nach § 268 Absatz 5 Satz 1 HGB abgeleitet. Finanzverbindlichkeiten Stichtagsbezogener Wert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; er beinhaltet sowohl kurzfristige Verbindlichkeiten (wie sie ggf. bereits im Saldo des Finanzmittelfonds enthalten sind) als auch mittel- und langfristige Darlehensverbindlichkeiten. Außerdem werden in die Kennzahl Verbindlichkeiten einbezogen, die in anderen (passiven) Bilanzpositionen ausgewiesen sind, sofern sie bei einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise ebenfalls als Finanzverbindlichkeiten aufzufassen sind.

Aus der Gegenüberstellung der Finanzverbindlichkeiten des Vorjahresstichtags lässt sich die Netto-Kreditaufnahme errechnen. Für die zum 31.12.2013 vorhandenen 29 Unternehmen sind ihre jeweiligen NettoKreditaufnahmen auf der Seite 11 dargestellt. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Zeitraum- bzw. Strömungsgröße, mittels derer das bilanzielle Jahresergebnis (Überschuss/Fehlbetrag) – in einem ersten Schritt – um nicht-ausgabewirksame Aufwendungen (insbesondere Abschreibungen) und nichteinnahmewirksame Erträge (z.B. Auflösung von Rückstellungen) neutralisiert wird. Im zweiten Schritt wird die Bindung/Verwendung von Finanzmitteln aufgrund der Zunahme von Vorräten, Forderungen und aktiver Rechnungsabgrenzung sowie der Abnahme von Rückstellungen, Verbindlichkeiten (ohne jene gegenüber Kreditinstituten) und passiver Rechnungsabgrenzung in Abzug gebracht. Im Gegenzug wird die Freisetzung/Herkunft von Finanzmitteln durch die Abnahme dieser Aktiva/Zunahme dieser Passiva hinzugerechnet. Der sich daraus ergebende Finanzmittelzufluss oder -abfluss, im Sinn eines erweiterten Cash Flow, weicht i.d.R. von jenem Wert ab, wie er sich aus der verbreiteten Cash Flow-Formel (bilanzielles Jahresergebnis plus Abschreibungen) errechnet. Kreditaufnahmen (ohne Kontokorrent) Zunahme der/Umschichtungen innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten infolge der Aufnahme mittel- und langfristiger Darlehen (einschließlich damit verbundener Umschuldungen) und der Valutierung kurzfristiger Kassenkredite. Typische Kontokorrentkredite (durch ggf. negative Girokonten aufgrund der Inanspruchnahme entsprechender Überziehungslinien) bleiben hingegen außer Ansatz. Investitionen Zugänge zum Anlagevermögen durch Ausgaben für immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen, wie sie dem Anlagegitter (§ 268 Absatz 2 HGB) zu entnehmen sind. Ggf. mit den Zugängen saldierte Investitionszuschüsse werden eliminiert, so dass die Kennzahl den Brutto-Investitionen entspricht.

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Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

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Rechtsgrundlagen des Beteiligungsberichts

Gemeindewirtschaft Die Pflicht der Städte, Märkte und Gemeinden zur Aufstellung eines Beteiligungsberichts ist in Artikel 94 Absatz 3 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (Gemeindeordnung – GO) verankert. Danach hat die Stadt Fürth jährlich einen Bericht über ihre Beteiligungen an Unternehmen in einer Rechtsform des Privatrechts zu erstellen, wenn ihr mindestens der zwanzigste Teil der Anteile eines Unternehmens gehört. Der Beteiligungsbericht soll insbesondere Angaben über die Erfüllung des öffentlichen Zwecks, die Beteiligungsverhältnisse, die Zusammensetzung der Organe der Gesellschaft, die Bezüge der einzelnen Mitglieder des geschäftsführenden Unternehmensorgans bei Mehrheitsbeteiligungen nach § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes (HGrG), die Ertragslage und die Kreditaufnahme enthalten. Haben die Mitglieder des geschäftsführenden Unternehmensorgans ihr Einverständnis mit der Veröffentlichung ihrer Einzelbezüge nicht erklärt, sind ihre Gesamtbezüge so zu veröffentlichen, wie sie von der Gesellschaft nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in den Anhang zum Jahresabschluss aufgenommen werden. Der Bericht ist dem Stadtrat vorzulegen. Die Stadt weist ortsüblich darauf hin, dass jeder Einsicht in den Bericht nehmen kann. Geschäftsführer- und Vorstandsbezüge Bei Mehrheitsbeteiligungen (§ 53 HGrG) hat die Stadt Fürth gemäß Artikel 94 Absatz 1 Satz 1 Nr. 5 GO darauf hinzuwirken, dass jeder Geschäftsführer vertraglich verpflichtet wird, die ihm im Geschäftsjahr jeweils gewährten Bezüge (im Sinn von § 285 Nr. 9 Buchst. a HGB) jährlich zur Veröffentlichung im Beteiligungsbericht mitzuteilen. Unternehmensanteile in dem in § 53 Absatz 1 HGrG bezeichneten Umfang liegen vor, wenn der Stadt Fürth die Mehrheit der Anteile eines Unternehmens in einer Rechtsform des privaten Rechts gehört oder der Stadt Fürth mindestens der vierte Teil der Anteile gehört und ihr zusammen mit anderen Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile zusteht. Nach § 53 Absatz 2 Satz 2 HGrG gelten als Mehrheitsbeteiligungen der Stadt Fürth ferner jene (mittelbaren) Anteile, die Unternehmen gehören, bei denen die Rechte aus § 53 Absatz 1 HGrG der Stadt Fürth zustehen.

Bei Kommunalunternehmen besteht gemäß Artikel 90 Absatz 1 Satz 3 GO eine analoge Hinwirkungspflicht der Stadt Fürth, dass jedes Vorstandsmitglied sein Einverständnis zur Veröffentlichung seiner Bezüge erteilt. Der vorliegende Beteiligungsbericht enthält, soweit möglich, für jene Unternehmen und Anteile, die die Mehrheitskriterien nach § 53 HGrG erfüllen, die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen 2013. Ebenso sind für das Klinikum Fürth – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Fürth (Kommunalunternehmen) sowie den Kommunalen Betrieb für Informationstechnik „KommunalBIT“ AöR (gemeinsames Kommunalunternehmen) die Vorstandsbezüge 2013 genannt. Bei städtischen Unternehmensanteilen, die keine Mehrbeteiligungen im Sinn von § 53 HGrG darstellen, wurden die Angaben zu den Bezügen des geschäftsführenden Organs in der Weise in den Beteiligungsbericht übernommen, wie sie im Anhang zum jeweiligen Jahresabschluss vermerkt waren oder sich aus dem Jahresabschluss selbst ergaben. Berücksichtigung wesentlicher Beteiligungen Entsprechend der „Bagatellregelung“ des Artikel 94 Absatz 3 Satz 1 GO wurde bei der Aufstellung des Beteiligungsberichts darauf verzichtet, jene Anteile an Unternehmen in Privatrechtsform auszuweisen, deren städtische Beteiligung unmittelbar oder mittelbar nicht mindestens 5 % erreicht. Im Falle mittelbarer Beteiligungen wurde die für die Bagatellklausel maßgebliche Anteilsquote anhand einer einschlägigen Berechnungsmethode des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr ermittelt. Maßgebend ist die Anteilsquote zum 31.12.2013 oder zu einem der vorangegangenen vier Stichtage. Im Beteiligungsbericht 2013 sind, mit der Klinik-KompetenzBayern eG sowie der ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister eG, daher auch Unternehmen aufgeführt, bei denen die rechnerische Anteilsquote zum 31.12.2013 unter 5 % lag, da zu Vorjahresstichtagen der betreffende Wert noch überschritten worden war.

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Impressum und Bezugsquelle

Herausgeber Stadt Fürth Referat II – Finanzen, Organisation, Personal Referatsleitung: Dr. Stefanie Ammon Berufsm. Stadträtin, Stadtkämmerin Rathaus Königstraße 88 90762 Fürth Bearbeitung: Beteiligungsmanagement Christian Wolf

Telefon: 0911/974 1021 Telefax: 0911/974 1022 E-Mail: referat2@fuerth.de Kostenfreier Download Der Beteiligungsbericht (PDF-Dokument) steht unter www.fuerth.de als kostenfreier Download zur Verfügung. Zur Navigation auf der Homepage der Stadt Fürth bitte in der Schnellsuche „Beteiligungsbericht“ eingeben.

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Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013

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Bildnachweis

AREVA (Kradisch, Annette): Seite 248; AREVA Wind: Seite 256; Beres, Rolf: Seite 360; Börner, Melanie: Seiten 22, 132, 308; Bürgermeister- und Presseamt der Stadt Fürth (Mittelsdorf, Norbert): Seite 358; Bürgerwindpark Denkendorf GmbH & Co. KG: Seite 280; complex: Seite 208; Curiavant/Fotograf unbekannt: Seite 298 [M]; FLEMMA W.1 Energie GmbH & Co. KG: Seite 264; Fotostudio Wilke/Wien: Seite 64; Heinl, Oliver: Seiten 156, 188, 196 [M]; Horn, C.: Seite 142 oben [M]; infra: Seite 72; infra (Homm, Reinhold): Seite 94; KEA: Seiten 112 [M], 118, 124; Klinik-Kompetenz-Bayern eG: Seite 332; Kögler, Günter B.: Seiten 24, 38 [M], 46 [M], 54 [M]; Kränzlein, A.: Seite 142 unten links [M]; Malter, Erich: Seiten 18, 154, 180, 206, 224, 350; NMF (Hoffmann, L.): Seite 232; Oemus, Kristin: Seite 32 [M]; OPTOCRAFT GmbH/Fuchs, Kurt: Seite 240; Photoproduction Hanselmann: Seite 86; Photos.com: Seite 104; solid/Fotograf unbekannt: Seite 272 [M]; Sparkasse Fürth: Seite 352; vhs/Fotograf unbekannt: Seite 134 [M]; Vogel, A.: Seite 142 unten rechts [M]; WBG: Seiten 164, 172; W.M. Photofabrik GmbH: Seiten 310, 324, 340

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Stadt Fürth Beteiligungsbericht 2013 www.fuerth.de
        
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