Path:
Periodical volume

Full text: Berliner Wald-Zeitung Issue 2015,02

Ausgabe 2 | 2015

BERLINER
In dieser Ausgabe Seite 3 Schreibwettbewerb für Grundschulen

WALDZEITUNG
Seite 5 Der Förster von Eichkamp Seite 6 Hundeauslauf – aber wie?

Wie naturfern wachsen unsere Kinder auf?
zeigten anlässlich der Festveranstaltung zur Verleihung des Titels „Walgebiet des Jahres 2015“ an den Berliner Grunewald, wie sehr sie sich dem Wald und seinen Pflanzen und Tieren verbunden fühlen und dass Naturnähe und -beobachtung auch im digitalen Zeitalres Wissen über Wildtiere und Pflanzen vor unserer Haustür immer mehr schwindet. Dass die Begegnung mit Wald und Natur elementare Bedeutung für das Aufwachsen unserer Kinder hat, ist keine Neuigkeit. Motorische Fähigkeiten, Sprachvermögen, Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen werden damit geschult. Doch dieses Wissen praktisch ginnen und Waldpädagogen in sechs Berliner Waldschulstützpunkten verstärkt durch zwei mobile Rucksackwaldschulteams. Hier werden Kinder in jeder Jahreszeit spielerisch an die Natur des Waldes herangeführt, die stets sehr neugierig, berührt und begeistert sind. So genießen jährlich rund 35.000 Mädchen und Jungen mit ihren Gruppen und Schulklassen ein Walderlebnis und werden angeregt, mit ihren Familien und Freunden wiederzukommen. Kostenlos und rund um die Uhr geöffnet gibt es mitten in Berlins Wäldern zwölf fantasievoll gestaltete Waldspielplätze. Berliner Forstleute haben die hölzernen Spielgeräte entworfen, aus ökologisch zertifiziertem Berliner Holz gebaut und sie liebevoll in die Natur des Waldes eingefügt. Es gibt Klettertürme, Eisenbahnen, Schiffe, Flugzeuge, Stämme zum Balancieren, Wippen oder Tiere aus dem Rohstoff Holz zu erklimmen. Hier ist viel Platz für fantasievolle Spiele im Wald, fürs Familienpicknick oder das Naturfrühstück beim Ausflug mit der Schulklasse. Selbst ein Kindergeburtstag kann hier ein besonderes Erlebnis werden beim Insekten beobachten, beim Knüppelhütte bauen oder bei tierischen Weitsprüngen. Jetzt ist das Verzeichnis der Berliner Waldspielplätze im Internet zu finden: www.stadtentwicklung. berlin.de/forsten/freizeit/ waldspielplaetze/
Foto: Jonas Herrmann

I

mmer weniger Kinder in Deutschland dürfen auf Bäume klettern, im Wald spielen oder haben die Möglichkeit, Wildtiere zu beobachten. Eine Emnid-Umfrage, die von der Deutschen Wildtier Stiftung in Auftrag gegeben wurde, zeigt eine erschreckende Naturferne von Kindern zwischen vier und zwölf Jahren. So sind 49 Prozent in dieser Altersgruppe noch nie selbständig auf einen Baum geklettert! Was für die Generation ihrer Eltern vor wenigen Jahrzehnten noch selbstverständlich war, ist heute selten geworden: Kinder, die draußen in der Natur spielen und herumtoben, auf Bäume klettern, Wildtiere beobachten oder Bäche anstauen. Eltern von heute finden es mehrheitlich zu gefährlich, ihre Kinder in Wald und Natur spielen zu lassen. Auch die Beobachtung von Wildtieren gehört für viele Kinder nicht mehr zu den selbstverständlichen Erlebnissen. 22 Prozent der Mütter und Väter gaben an, dass ihre Kinder „nie oder fast nie“ ein frei lebendes Tier zu Gesicht bekommen. Damit geht einher, dass elementa-

Foto: Wolfgang Behrens

durchzusetzen, wird in der medialen Gesellschaft immer schwieriger. Dabei werden die Gegenmaßnahmen, die Wissen und Erlebnisse im Berliner Wald vermitteln, von unseren Kindern sehr begeistert angenommen:

Ein bemerkenswertes Beispiel ist die „Arbeitsgemeinschaft digitale Naturfotografie“ unter der Leitung von Wolfgang Behrens am Hans-CarossaGymnasium in Berlin-Kladow. Zehn Mädchen und Jungen zwischen 11 und 17 Jahren

ter angesagt sind. Sie nutzen diese Fototechnik, um sich mit Pflanzen und Tieren des Waldes auseinanderzusetzen und sie in eindrucksvollen Fotos festzuhalten. Ihre Multimediapräsentation von Fotos aus dem Berliner Wald und eine dazugehörige Ausstellung mit technisch raffinierten Naturaufnahmen lässt hoffen, dass Berliner Kinder und Jugendliche nicht völlig naturentwöhnt im ruhelosen Großstadtgetümmel untergehen, sondern Wald und Natur als wertvollen Schatz erkennen, deren Faszination sie nun auch mit den modernen technischen Möglichkeiten entdecken. Ähnliche Begeisterung wecken die engagierten Waldpädago-

Foto: Sophie Wolff

KURZ & KNAPP

2|2015 BERLINER

WALDZEITUNG

SEITE 2

Veranstaltungen in den Waldschulen
Fr 10.4. 10-12 Uhr Familienradtour durch den Grunewald /ab 8 Jahre Radeln durch die Reviere Eichkamp, Saubucht und Nikolassee mit Entdeckungen, Spielen Havelblick und einem schönen Picknick aus dem eigenen Rucksack Treffpunkt: Schmetterlingsplatz/ S-Bhf.Grunewald Ende: S-Bahnhof Nikolassee Anmeldung: Tel. 80 49 51 80 2,50 € Kind/5 € Erw./10 € Familie Waldschule Zehlendorf Stahnsdorfer Damm 3, 14109 Berlin Fr 10.4. 20-22 Uhr Nachtwanderung im Grunewald Stimmen der Nacht im grünen Wald. Neue Blätter wachsen an den Laubbäumen. Die Geräusche der Stadt sind leiser geworden. Hier und da knackt ein Ast, manchmal sehr laut. Ob dort wohl Wildschweine sind? Anmeldung: Tel. 813 34 42 2,50 € Kind/5 € Erw./10 € Familie Waldmuseum mit Waldschule Grunewald der SDW Königsweg 4/Jagen 57 14193 Berlin

Grunewald Titel „Waldgebiet des Jahres 2015“ verliehen
WALDGEBIET 2015

ZU RECHT GESAGT! Achtung: Waldbrandgefahr im Frühjahr besonders groß!
Trockenes und sonniges Frühlingswetter führt in den Berliner Wäldern besonders im April und Mai regelmäßig zu hohen Waldbrandrisiken! Laub, Nadel und Reisig des vergangen Jahres werden schnell Opfer der Flammen und durch das noch fehlende frische Grün der neuen Vegetationszeit kann sich ein Bodenfeuer schnell ausbreiten. Fast immer ist menschliches Fehlverhalten Ursache von Waldbränden. Rauchen im Wald oder in dessen Nähe – etwa an den Stränden der zahlreichen Gewässer – ist der häufigste Grund für das Feuer. Aber auch das Grill- oder Lagerfeuer und die achtlos aus dem Autofenster geworfene Kippe verursachen Waldbrände. Die Berliner Forsten weisen deshalb darauf hin, dass das Rauchen im Wald ganzjährig verboten ist. Im Wald und in dessen Nähe (bis 100 m Abstand) darf kein offenes Feuer entfacht werden und das Grillen ist in allen Wäldern verboten. Wer in diesen Tagen

Am 21. März, dem „Tag des Waldes“, wurde der Berliner Grunewald auf einer offiziellen Festveranstaltung in Zehlendorf zum „Waldgebiet des Jahres 2015“ gekürt. Die Auszeichnung wird alljährlich vom Bund der Forstleute vergeben. Der Grunewald bekam sie, weil es hier gelingt, den hohen Besucherdruck von rund 100 Millionen Waldbesuchen im Jahr mit dem Naturschutz und forstlicher Nutzung in Einklang zu bringen. Auch Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (Foto 2. v.l.) würdigte die Arbeit der Forstleute vom Grunewald in seiner Festrede.

Foto: D. Müller

Freude über die Auszeichnung für den Grunewald bei den verantwortlichen Forstleuten

Gefährliche Begegnungen mit Wildtieren
Nach dem Winter sind die Wildtiere in Berlins Wäldern besonders hungrig und deshalb besonders häufig unterwegs auf Nahrungssuche. Dazu kommt nun noch die Umstellung auf die Sommerzeit. Damit fällt der morgendliche Berufsverkehr einige Wochen lang genau in die Zeit der Morgendämmerung, in der die Wildtiere aktiv sind. Dann ist von Autofahrern besondere Aufmerksamkeit in allen Straßen gefordert, die durch Waldgebiete führen. Im Grunewald sind das vor allem die Königsallee, die Onkel-Tom-Straße, Wildunfällen kommt es meist erst oberhalb der 50 km/h. Allein mit Wildschweinen gab es in Berlin zwischen 1. April 2013 und 31. März 2014 75 polizeilich aufgenommene Unfälle. Diese hohe Zahl sollte durch besonnenes Fahren unbedingt vermieden werden. Vor wenigen Wochen wurde an der Lieper Bucht ein Wildfütterer von einem Wildschwein schwer verletzt. Deshalb der dringende Hinweis: Wildtiere zu füttern ist verboten, keinesfalls ein Kavaliersdelikt und im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich.
Foto: Berliner Forsten

Sa 11.4. 11-14 Uhr Wildtiere im Spandauer Forst! Wir gehen auf die Pirsch! Bei einem Besuch am Wildgehege Spandauer Forst können Familien Wissenswertes über die „großen“ Tiere im Wald erfahren, sie beobachten und sie dann vielleicht auch beim Pirschen durch den Wald in freier Wildbahn entdecken. Treffpunkt: Bushaltestelle Jonannesstift (Bus M 45) Anmeldung: Tel.0176 / 56 91 42 21 10 € pro Familie Rucksackwaldschule „Mistkäfer“

„KunstStoffHolz“ – Aktionstage im Jagdschloss Grunewald
Zu einem aktionsreichen Familienfest bei freiem Eintritt laden am Wochenende 25./26.5. die Berliner Forsten und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ins Jagdschloss Grunewald ein. An beiden Tagen geht es zwischen 11 und 18 Uhr um Holz und seine kreative Nutzung. Besucher können sich bei Holzarbeiten versuchen und an Werkbänken unter fachkundiger Anleitung aktiv werden. Zu sehen sind auch Vorführungen des Instrumentenbaus, der Zimmermannskunst, die Skulpturengestaltung mit der Kettensäge, der Bootsbau und hölzerne Kunstwerke aus der Natur. Imker erklären, was Bienen mit dem Holz zu schaffen haben. Außerdem gibt es Informationen rund ums Jagdschloss Grunewald und die Berliner Wälder. Für das leibliche Wohl sorgt Süßes und Deftiges, darunter Wildschwein und Wildbratwurst aus dem Räucherofen. Bei dezenter Livemusik auf dem historischen Schlosshof kann man die künstlerischen und kulinarischen Eindrücke ganz entspannt auf sich wirken lassen. Auch eine Besichtigung der Gemäldeausstellung im Jagdschloss Grunewald ist an den Aktionstagen möglich. Der Eintritt kostet 6 € für Erwachsene und ermäßigt 5 €.

Fotos: Berliner Forsten

der Hüttenweg und die Havelchaussee. „Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sollte hier unbedingt eingehalten werden“, empfiehlt Forstamtsleiter Elmar Kilz, denn zu schweren

Foto: Berliner Forsten

im Wald raucht, muss mit einem Bußgeld von mindestens 100 € rechnen. Das Landeswaldgesetz sieht für Verstöße gegen das Rauch- und Feuerverbot sogar Bußgelder bis zu einer Höhe von 50.000 € vor, denn die Schäden können erheblich sein: Brennender Wald gefährdet das Leben von Menschen und Tieren. Außerdem gehen wichtige Leistungen unserer Wälder wie die Erholungswirkung und seine Klimaschutzfunktion verloren. Falls Sie einen Waldbrand entdecken, bitte sofort die Feuerwehr alarmieren!

SEITE 3

BERLINER

WALDZEITUNG 2|2015

KURZ & KNAPP

„Da läuft doch was im Grunewald!“

Veranstaltungen in den Waldschulen
Sa 18.4. 10.30-14 Uhr Walderlebnistag für Familien rund um das Thema Vögel/ab 5 J. Morgenspaziergang durch den Düppeler und belauschen der Vögel beim Frühlingsgesang. Jede Familie spielt ein Vogelteam und soll Herausforderungen bewältigen, die das Vogelleben mit sich bringt. Bitte Picknick mitbringen! Anmeldung: Tel. 80 49 51 80 2,50 € Kind/5 € Erw./10 € Familie Waldschule Zehlendorf Stahnsdorfer Damm 3 14109 Berlin Sa 18.4. 15-17.30 Uhr Familientag im Wald/ab 5 J. Ein Waldspaziergang mit Oma und Opa – wie langweilig? Nicht, wenn man mal querfeldein geht, Spuren sucht, Ameisenlöwen beobachtet und gemeinsam spielt. Anmeldung: Tel. 336 30 55 2,50 € Kind/5 € Erw./10 € Familie Treffpunkt: Waldschule Spandau Niederneuendorfer Allee 81, 13587 Berlin Sa 18.4. 20-22.30 Uhr Sonne, Mond und Sterne/ab 7 J. Wie entstehen Tag und Nacht? Wie die Jahreszeiten? Warum sieht man im Sommer andere Sternzeichen am Himmel als im Winter? Dann wird draußen der frühlingshaften Sternenhimmel mit seinen Sternbildern und den Planeten Jupiter und Venus beobachtet. sehen. Die Veranstaltung findet nur bei klarem Himmel statt. Anmeldung: Tel. 336 30 55 2,50 € Kind/5 € Erw./10 € Familie Waldschule Spandau Niederneuendorfer Allee 81 13587 Berlin
I M P R E S S U M

Illustration: Gabriele Lattke

Grunewald
WALDGEBIET 2015

Berlin ist eine lebhafte Großstadt und hat trotzdem viel Wald. Das ist nicht selbstverständlich, aber sehr schön, denn der Wald sorgt für saubere Luft in unserer Umgebung. Er speichert unser Trinkwasser, liefert uns Holz zum Bauen und Heizen. Außerdem bietet er Wildtieren, Vögeln und Insekten ein Zuhause. Kinder können im Berliner Wald auch wunderbar spielen und klettern, lauschen und schauen, schnuppern und erleben, was die Natur zu bieten hat. In diesem Frühling ist der Grunewald ausgezeichnet worden. Er bekam den Titel „Waldgebiet des Jahres 2015“. Deshalb rufen die Berliner Forsten nun zusammen mit den Waldschulen zu einem Wettbewerb auf: Liebe Kinder, schaut, was da läuft im Grunewald oder auch in anderen Waldgebieten Berlins. Schreibt auf, was ihr im Wald erlebt

habt, was ihr im Wald empfindet oder welche Wünsche ihr für seine Zukunft habt! Kommt den Geheimnissen des Waldes auf die Spur und lasst dabei auch eurer Fantasie freien Lauf!

Zum Wettbewerb
Kindergruppen im Grund­ schulalter, Schulklassen sowie andere Gruppen im 1. bis 6. Schuljahr sind aufgerufen, Textbeiträge zum Thema Wald einzureichen und sie auch gern mit passenden Zeichnungen oder Fotos zu ergänzen. Beiträge können sein: Gedichte, fantasievolle Geschichten, Episoden und Erlebnisberichte von einem Waldspaziergang oder einem Waldschultag. Sie können von der Begegnung mit Vögeln, Insekten, Wildtieren des Waldes, mit dem Boden oder den Bäumen, mit Menschen, die im Wald ar-

beiten oder ihn zur Erholung nutzen, handeln. Möglich ist auch ein Drehbuch oder Theaterstück aus dem Leben im Wald oder eine Zukunftsvision: Wie sieht wohl der Wald in 100 Jahren aus? Erlaubt ist alles zum Thema Wald, was auf maximal drei A4-Seiten zu Papier gebracht werden kann oder in digitaler Form ca. 7.000 Zeichen zählt. Fragen und Aussagen von Kindern als Anregung für eure Geschichten: Ist der Wald sonntags geöffnet? Was kostet der Eintritt in den Wald? Wer schließt den Wald abends ab? Warum ist der Waldboden so schön weich? So still war es um mich herum noch nie! Wo schlafen Wildschweine, Rehe und Füchse?

Einsendeschluss ist der 15. September 2015. Die Jury bewertet die Einsendungen in den Altersgruppen: Klasse 1-3 und 4-6! Die Gewinner dürfen sich mit ihrer Klasse oder Gruppe auf eine festliche Preisverleihung im Herbst 2015 freuen und natürlich werden alle Einsendungen auch in der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu gewinnen gibt es gemeinsame Erlebnisse für die Klasse oder Gruppe in der Natur des Waldes oder den Besuch von Einrichtungen, für die der Wald bedeutsam ist. Anschrift für die Beiträge zum Wettbewerb: Landesforstamt Berlin BF B 2, Frau Japp Dahlwitzer Landstraße 4 12587 Berlin berliner_forsten@senstadtum.berlin.de

Die BERLINER WALDZEITUNG wird herausgegeben von der Senatsver­waltung für Stadtentwicklung und Umwelt Redaktion: Berliner Forsten, Landesforstamt Berlin Dahlwitzer Landstraße 4, 12587 Berlin, Tel. 641 93 70, Fax 64 19 37 99 Erscheinungsweise: vierteljährlich Auflagenhöhe: 25.000 Ex. Redaktionelle Betreuung, Layout, Illustrationen: Journalisten&GrafikBüro Druck: Berliner Zeitungsdruck

DieBERLINER WALDZEITUNG ist erhältlich an den Berliner Forstämtern und Revierförstereien, den bezirklichen Bürgerberatungen und in den meis­ ten umweltpädagogischen Einrichtungen der Stadt. Berliner Forstämter: Forstamt Köpenick Klaus Pogrzeba, Dahlwitzer Landstraße 4, 12587 Berlin, Tel. 64 19 37 71 Forstamt Pankow Romeo Kappel, Blankenfelder Chaussee 7, 13159 Berlin, Tel. 474 98 80 Forstamt Grunewald Elmar Kilz, Koenigsallee 80, 14193 Berlin, Tel. 895 38 10 Forstamt Tegel Karl-Heinz Marx, Ruppiner Chaussee 78, 13503 Berlin, Tel. 436 02 60

KURZ & KNAPP

2|2015 BERLINER

WALDZEITUNG

SEITE 4

Veranstaltungen in den Waldschulen
Di 21.4. 9-15 Uhr Fortbildung für PädagogInnen: Wie bringe ich den Wald zu den Kindern?“ – Eine Einführung in die Waldpädagogik Sie planen mit Ihrer Klasse oder Kitagruppe Wandertag, Projektwoche oder Klassenfahrt. In der Walschule werden Theorie und Praxis der waldpädagogischen Arbeit vorgestellt: Dazu gehören Aktionen, Spiele, Methoden und naturkundliches Wissen. Bitte auf wetterfeste Kleidung achten. Die Veranstaltung findet vor allem im Wald statt. Anmeldung: Tel. 80 49 51 80 Kosten: 26 € pro Person auch als Studientag buchbar Waldschule Zehlendorf Stahnsdorfer Damm 3, 14109 Berlin Di 21.4. 17-19.30 Uhr Schmackhaftes aus dem Wald ab 10 J. Knoblauchrauke und Vogelmiere sind nicht nur nahrhafte Pflanzen für Tiere, sondern auch eine gesunde Bereicherung in der Kräuterküche. Auf Erkundungstour durch den Plänterwald lernen wir viele Wildpflanzen kennen, verarbeiten einige zu leckeren Speisen und Getränken, die gemeinsam verkostet werden. Anmeldung: Tel. 53 00 09 70 Kosten: 6 € inkl. Zutaten Waldschule Plänterwald Dammweg 1b, 12437 Berlin

Grunewald
WALDGEBIET 2015

Umfrage im Grunewald
Was machen Sie im Grunewald?
un
da

Von Mai 2014 bis März 2015 untersuchte das Potsdamer Institut für Klimaforschung und die Berliner HumboldtUniversität in Kooperation mit den Berliner Forsten in einem Projekt des Waldklimafonds (WAHYKLAS) am Beispiel des Grunewaldes, wie seine Besu­ cher Klimawandel und Forst­ maßnahmen im urbanen Wald wahrnehmen. Neele Larondel­ le, wissenschaftliche Mitarbei­ terin beider Institute, betreute diese Befragung. Über die Er­ gebnisse gab sie Doris Müller von der Berliner Waldzeitung folgendes Interview:  Wie lief diese wissenschaft­ liche Umfrage ab? Zunächst waren Waldbesucherinnen und -besucher im Internet aufgerufen, Fragen zu ihren Wahrnehmungen im Grunewald zu beantworten. Dazu stand die Befragung auf der Internetseite der Berliner Forsten und wurde an Mitglieder des Landessportbundes, der Universitäten, Jugendzentren, Seniorenvereine und die Netzwerke von Reitern verschickt. Daran haben sich rund 460 Waldbesucher/innen beteiligt. Außerdem wurden im Sommer

S pa

zieren gehe

n

u sfü h ren

31 %

65 %

B

ad

en

24 %
g Jo
gen
/ W al k e

F ahr

ra

d

fa h

ren

28 %

n

Befragten sehr freundlich und interessiert waren und eine hohe Akzeptanz für Forstmaßnahmen im Wald aufbringen. 50 % meinen, gut über die Auswirkungen des Klimawandels informiert zu sein. Aber 80  gaben an, dass sie sich % davon im lokalen Bereich nicht ausreichend informiert fühlen. 52 % wünschten sich z.B. Hinweisschilder zu den forstlichen Maßnahmen im Wald (die leider zu oft dem Vandalismus zum Opfer fielen) und 30 % eine gut zugängliche eigene Internetseite für den Grunewald. Welche Erkenntnis aus der Umfrage war für Sie beson­ ders spannend? 80  der Befragten gaben an, % den Wald einem städtischen Park vorzuziehen. Sie wollen im Grunewald Wildnis erleben, die Schönheit der Natur genießen, Ruhe und Entspannung suchen. Doch auf die Frage, was ihnen im Wald fehlt, nennen sie besonders oft Mülleimer, Bänke und Toiletten. Sie wünschen sich also den Aufenthalt im Wald, haben aber die gemanagte Grünanlage im Kopf! Das ist wissenschaftlich hochinteressant!

H

S

pi

ele n

m it K

in
d

7%

Fre

un 6 %

de tre ff en
P ic k n i c
So

23 %

n s ti g e s

4%
Es konnten mehrere Antworten gegeben werden, dadurch kommt es zu %-Angaben über 100 %.

ke

15 %

2014 zwölf Tage lang 900 Besucherinnen und Besucher des Grunewalds von sechs Student an verschiedenen Standorten direkt befragt.

Wie haben die Waldbesucher reagiert? Vor allem in den direkten Gesprächen im Grunewald konnten wir feststellen, dass die

Foto: Emer – fotolia

Berliner Energietage fördern Energiewald
Die deutsche Leitveranstaltung für Energieeffizienz findet 2015 erneut in Berlin statt, diesmal vom 27. bis zum 29. April. Eine Vielzahl von Veranstaltungen für Firmenvertreter und Fachleute sind zu erwarten. Sie sind für die Teilnehmer überwiegend kostenfrei. Das ist einmalig für so einen großen inhaltsreichen Kongress. Seit dem letzten Jahr gibt es deshalb die Idee, diesen finanziellen Spielraum zu nutzen, um insgesamt 20.000 Bäumen für einen Energiewald in Berlin zu finanzieren und damit ein gutes Stammkapital für den Klimaschutz in unserer Stadt zu schaffen. Berlin braucht neue Bäume – für die CO2-Bindung, die Verbesserung des lokalen Klimas, für den Wasserhaushalt und natürlich für die Naherholung. Jeder Teilnehmer des Energietages ist nun aufgerufen, pro Veranstaltung, die er besucht, 10 Euro für diesen besonderen Wald zu spenden. Damit soll ein starkes Zeichen für die Zukunft gesetzt werden – die Idee zu diesem wunderbaren Geschenk für die Hauptstadt können die Berliner Forsten nur begrüßen. Ein Energiewald ist eine wunderbare Idee für die Zukunft. Die Spenden der Teilnehmer des Energietages gehen zu 100 Prozent direkt an die Stiftung Naturschutz, die als Stiftung öffentlichen Rechts zur Gemeinnützigkeit verpflichtet ist. Sie koordiniert die Aktion und stellt die Gelder den Berliner Forsten für Pflanzungen des Energiewaldes bereit, die 2015 und 2016 umgesetzt werden könnten.

Waldfest anlässlich 100 Jahre Dauerwaldvertrag
1915 erwarb Berlin den Grunewald – das „Waldgebiet des Jahres 2015“ – und andere Wälder vom Preußischen Staat. Deshalb laden die Berliner Forsten am 20. Juni von 16 bis 20 Uhr im Rahmen des „Langen Tages der Stadtnatur“ zum Waldfest auf den Hof der Revierförsterei Eichkamp nahe dem S-Bahnhof Grunewald ein. Hier gibt es viele Möglichkeiten, sich über den Wald und Holz zu informieren: bei Waldspaziergängen mit Förstern zur Geschichte des Waldes und seiner Bewirtschaftung, zum Klimaschutz und der Erholungsnutzung. Hier werden Baumfällungen vorgeführt, die Holzrückepferde im Einsatz gezeigt oder Kremserfahrten angeboten. Außerdem gibt es Informationen zu den Berufen im Wald, viele Mitmachaktionen und auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Am Abend klingt die Veranstaltung mit Live-Musik aus. Infos und weitere Veranstal­ tungen: www.langertagder­ stadtnatur.de

n

Foto: T. Wiehle

Do 23.4. 10-14 Uhr Girlsday – Frauen im Forst Berufe im Wald/für Mädchen und junge Frauen ab 5. Klasse Forstliche Berufsbilder und das Freiwillige Ökologische Jahr im Wald werden vorgestellt. Wir zeigen, wie eine Waldschule arbeitet und was es im Wald alles zu entdecken gibt. Eine Baumfällung und der Einsatz von Rückepferden werden vorgeführt. Jede Teilnehmerin kann sich mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz ein kleines Werkstück schnitzen. Die Veranstaltung findet im Freien statt. Bitte an witterungsgemäße Kleidung denken! Anmeldung: Tel. 80 49 51 80 Kostenfrei Waldschule Zehlendorf Stahnsdorfer Damm 3, 14109 Berlin

SEITE 5

BERLINER

WALDZEITUNG 2|2015

KURZ & KNAPP

Förster im Revier Eichkamp
Nicht weit vom S-Bahnhof Grunewald liegt die Revierförsterei Eichkamp. Das Forsthaus hat hier schon seit 1914 seinen angestammten Platz. Seit 2003 ist Förster Klaus Micknaus mit seiner Familie hier zu Hause. Wenn er vor die Tür des idyllisch gelegenen Wohnhauses tritt, dann ist er mit seinem großen braunen Labrador Lobo nur selten allein im Wald unterwegs. Besonders an schönen Tagen findet mit jeder anrollenden S-Bahn eine Flut von Spaziergängern, Wanderern, Joggern, Walkern und Radlern ins Revier. Schnell wird klar, in Eichkamp Förster zu sein, heißt vor allem, sich auf besonders viele Berliner und Touristen im Wald einzustellen. Klaus Micknaus tut das gern und sagt: „Ich wusste, worauf ich mich als Förster in diesem Revier einlasse!“ Wenn er auf Kindergruppen trifft, nimmt er sich gern ein paar Minuten Zeit, stellt seinen Hund vor und plaudert mit den Kindern. Völlige Ruhe und Einsamkeit gibt es in Eichkamp kaum. Das ist auch der besonders schönen Natur im 844 ha großen Revier geschuldet. Mit Teufelsfenn und Teufelssee, Postfenn, Murellenschlucht und Schanzenwald sind hier allein fünf Naturschutzgebiete ausgewiesen. Dazu hat das Revier noch besonders viele Besuchermagneten wie den Teufelsberg, den die Drachenflieger und Sportler lieben, den Teufelssee, der an warmen Sommertagen unzählige Badegäste anzieht, die ehemalige Sandgrube, in der sich heute ein herrlicher Sandberg erhebt, der nicht nur Kinder ganz magisch zum Toben anzieht und nicht zuletzt ein gutes Stück Haveluferweg samt beliebter Badebuchten und schönen Aussichten auf die wasserreiche Gegend. Die wunderbare Natur mit ihrer Anziehungskraft bringt allerdings auch Konflikte zwischen all den Waldbesuchern, die pure Ruhe und Erholung suchen, rücksichtslosen Bikern, die mit Affenzahn auf den Waldwegen unterwegs sind, Autorennfahrern auf der Straße zum Ökowerk oder Partyfans, die ihren Müll einfach mal im Wald „vergessen“. Das

Grunewald
WALDGEBIET 2015

Veranstaltungen in den Waldschulen
Sa 25.4. 14-18 Uhr Waldfest im Plänterwald

wald“, erklärt der Förster und zeigt dabei auf junge Buchen, die es nun im ausgelichteten Kiefernwald zu beachtlicher Größe bringen. An einem Waldweg nahe der Försterei ist viel Brennholz aufgestapelt. Das können sich Bürger selbst zurechtsägen oder die Forstlehrlinge üben sich mit dem Spalthammer und stellen es verkaufsfertig bereit. Da schwingt ein wenig Stolz in der Stimme von Förster Micknaus. Denn als Leiter des im Ausbildungsrevier will er dem Nachwuchs möglichst viel ganz praktisches Rüstzeug mitgeben. Außerdem vermittelt er den angehenden Forstwirten wöchentlich zwei Stunden Fachwissen in der Berufsschule und nimmt am Ende auch ihre Prüfungen mit ab.

Großes Fest zum „Tag des Baumes“ mit Spielen, Basteln und Forschen. Waldexperten aus verschiedenen Waldschulen bieten thematische Führungen für Groß & Klein an. Ein Waldbuffet sorgt für Stärkung und Wohlbefinden. Anmeldung: Tel. 53 00 09 70 Eintritt frei, Kosten für Bastel­ arbeiten und Speisen/Getränke Waldschulen der INU gGmbH Dammweg 1b, 12437 Berlin

Foto: Ökowerk Berlin

Sein Weg zum Beruf
Klaus Micknaus ist mit fünf Geschwistern in der kleinen Stadt Adelebsen nahe Göttingen in Südniedersachsen aufgewachsen. Seine Kindheit ist eng mit dem ausgedehnten Waldgebiet des „Solling“ verbunden, das direkt vor der Haustür lag. Nach dem Abitur machte er ein Praktikum im Forst, schaute sich erst einmal in der Welt um, lernte Tischler und studierte schließlich in Göttingen Forstwirtschaft. Dann zog es ihn nach Berlin und er arbeitete zuerst einige Zeit in verschiedenen Forstämtern. Bevor er im Dezember 2002 das Revier Eichkamp übernehmen konnte, hat er zwei Jahre als Entwicklungshelfer des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) in Ecuador verbracht. Dort ging es um Waldweiden für Rinder, um Agroforst und sehr viel auch um den einfühlsamen Umgang mit den Menschen vor Ort. Diese Erfahrungen sind für Klaus Micknaus bis heute sehr wichtig. Er setzt auf Vertrauen in seinem Team in Eichkamp, fördert eine freundliche kollegiale Atmosphäre und erlebt die meisten Waldbesucher als rücksichtsvolle Partner in einem herrlichen Wald, der Ruhe und Erholung verspricht und jetzt zum Waldgebiet des Jahres 2015 gehört.
Text: Doris Müller

Sa 25.4. 19-20.30 Uhr Gemütlicher Filmabend, ab 10 J. Anlässlich des „Tag des Baumes“ laden wir zum „Public Viewing“ der besonderen Art ein. Wir zeigen den sehr beeindruckenden Film „Das Geheimnis der Bäume“. Anmeldung: Tel. 53 00 09 70 Eintritt frei, Kosten für Imbiss Waldschule Plänterwald Dammweg 1b 12437 Berlin Mi 6.5. 9-15 Uhr Fortbildung für PädagogInnen „Frühling im Wald“ Praktische Übungen und viele zur Jahreszeit passende Spiel- und Aktionsvorschläge sollen auch bei Wind und Wetter Lust auf Wald machen. Themen: Frühblüher, Laubausbruch, Kinderstuben im Wald, Vögel Anmeldung: Tel. 336 30 55 Kosten: 26 € pro Person Waldschule Spandau Niederneuendorfer Allee 81 13587 Berlin Fr 8.5. 11-14 Uhr Waldspaziergang mit Kinderwagen – geführte Waldwanderung für Familien mit Babys Eine schöne Waldroute durch den Düppeler Forst ist kinderwagentauglich. Ihre Babys genießen die frische Waldluft und Sie werden von der Försterin kurzweilig über Besonderheiten der Berliner Wälder informiert. Anmeldung: Tel. 80 49 51 80 Kosten: 7 €/Erw./5 € ermäßigt Waldschule Zehlendorf Stahnsdorfer Damm 3 14109 Berlin

Foto: Klaus Micknaus

ärgert Förster Micknaus, denn in Eichkamp wollen sich die Besucher eigentlich erholen. Dafür ist rücksichtsvolles Miteinander nötig.

Holzeinschlag und Waldpflege
In jedem Winter steht auch das Revier Eichkamp im Zeichen des Holzeinschlags. Den organisiert der Förster im Ausbildungsrevier, sobald die Vegetation ruht. Dann fällen drei Forstwirte und sechs Auszubildende ausgewählte Bäume und für die Durchforstung

großer Waldflächen wird eine Firma mit dem Harvester bestellt. Die Holzvollerntemaschine schafft den Löwenanteil der ca. 2500 Festmeter Holz, die im Revier pro Jahr gefällt werden. Wenn Waldbesucher sich aufregen, dass so viele Bäume fallen müssen, erklärt Klaus Micknaus, dass jedes Jahr mehr Holz nachwächst, als im Revier entnommen wird. Holzeinschlag ist nötig für die Pflege des Waldes, damit unter den Kiefern auch Laubbäume Licht und Platz zum Wachsen bekommen. „Hier entwickelt sich jetzt ein gesunder Misch-

KURZ & KNAPP

2|2015 BERLINER

WALDZEITUNG

SEITE 6

Veranstaltungen in den Waldschulen
Fr 8.5. 21-23 Uhr
Nachtwanderung im Grunewald Stimmen der Nacht – es

Grunewald
WALDGEBIET 2015

blühen die Waldbäume, der Wald summt. Die Bienen sind noch in der Dämmerung laut summend in den Kronen der Bäume unterwegs und sammeln den Honigtau, die Ausscheidungen der Blattläuse, die die Bienen zu würzig-aromatisch dunklem Honig verarbeiten. Anmeldung: Tel. 813 34 42 2,50 € Kind/5 € Erw./10 € Familie
Waldmuseum mit Wald­ schule Grunewald des SDW

Königsweg 04/Jagen 57 14193 Berlin

Sa 9.5. 11-14 Uhr So ein Mist-Käfer! Die Müllabfuhr im Wald! Der Mistkäfer ist so besonders, dass sich die Rucksack-Waldschule nach ihm benannt hat. Aber warum ist dieser schillernde Käfer so wichtig für unseren Wald? Warum nennt man ihn die Müllabfuhr des Waldes? Wir erforschen gemeinsam die Welt von Mist- und anderen Käfern und versprechen – es wird keine stinkige Angelegenheit! Treffpunkt: Bushaltestelle „Ruppiner Chaussee/Heiligenseestraße“, Tegel 2,50 € Kind/5 € Erw./10 € Familie Anmeldung: M 0176 56 91 42 21 Rucksackwaldschule „Mistkäfer“

Die meisten Menschen gehen gern in den Wald, um hier Ruhe und Erholung vom Alltag zu finden und frische Waldluft zu atmen. Fast immer ist das problemlos möglich. Aber es kommt auch manchmal zu Konflikten. Dann geht es z. B. um den Auslauf für Hunde im Wald und in der warmen Jahreszeit zunehmend um Hinterlassenschaften von Picknick und Freiluftpartys an den zahlreichen Berliner See- und Flussufern und anderen idyllischen Plätze in freier Natur. Die Berliner Förster appellieren deshalb immer wieder an die Vernunft der Waldbesucher und bitten sie, ihre Abfälle der heimischen Mülltonne zu übereignen. In den meisten Fällen klappt das auch gut. Nur wenige Zeitgenossen lassen ihren Müll im Wald liegen – ein Ärgernis nicht nur für die Förster, sondern vor allem für alle Waldbesucher, die Natur und frische Luft uneingeschränkt genießen wollten.

Erholung im Wald birgt auch Konflikte
dem Berliner Hundegesetz dürfen die Vierbeiner nicht an öffentliche Badestellen mitgenommen werden. Doch weil hier seit Langem ein Hundeauslaufgebiet ist, entwickelte sich ein scheinbar rechtsfreier Raum. Deshalb sind nun to, nutzt das Gebiet und sagt: „Meinem Hund Emma und mir fällt der Abschied vom gewohnten Weg schwer. Es gibt jedoch einen klaren gesetzlichen Auftrag. Viele Menschen haben aufgrund der Vielzahl von Hunden, wegen Belästibeachten, desto freundlicher und toleranter stehen Menschen ohne Hund ihren Vierbeinern gegenüber. Ina Schoenfeldt zum Beispiel kommt täglich mit ihrem Hund Willi, einem Jack Russel Terrier, ins Hundeauslaufgebiet. Sie mag die Flaniermeilen an den Grunewaldseen und freut sich, hier Bekannte zu treffen. Sie sieht in der neuen Regelung an den Badeseen kein Problem. Die gute Nachricht für alle Hundehalter: 96 Prozent des Hundeauslaufgebietes Grunewald bleiben erhalten, und ein Rundgang um Schlachtensee und Krumme Lanke ist oberhalb des Uferweges weiterhin möglich. Die Vierbeiner dürfen nach wie vor im Grunewaldsee baden. In diesem See ist das Baden für Menschen aus hygienischen Gründen schon seit 2004 verboten. Weitere Informationen zu den Neuregelungen im Hundeauslaufgebiet gibt es auf der Webseite: www.bhskl.de. Dort ist auch Ihre Meinung gefragt. Zwei Jahre haben Menschen und Hunde nun Zeit, sich an die neuen Vorgaben zu gewöhnen. Dann sollen sie noch einmal überprüft werden.

Uferbereiche jetzt hundefrei
Auch Konflikte zwischen Erholungssuchenden mit und ohne Hund beschäftigten die Berliner Behörden schon seit Jahrzehnten. Besonders ausgeprägt sind sie innerhalb des größten Hundeauslaufgebiet Europas: an Schlachtensee und Krumme Lanke. Denn die viel besuchten Badegewässer unterliegen natürlich der Badegewässerverordnung. Und soweit das Ufer nicht abgesperrt ist, gilt das gesamte Seeufer als „Badestelle“. Nach

zum Beginn der diesjährigen Badesaison ab 15. Mai 2015 die genauen Grenzen des Hundeauslaufgebietes verbindlich neu festgelegt worden. Sie liegen jetzt oberhalb der Badegewässer. In die Uferbereiche dürfen Hunde nicht mehr. Die neuen Grenzen im Gelände sind mit Symbolen der Hundeampel gekennzeichnet. Schlachtensee und Krumme Lanke am Rande des Hundeauslaufgebietes Grunewald sind natürlich auch für den Spaziergang mit dem Hund besonders reizvoll. Auch die Bezirksstadträtin von SteglitzZehlendorf, Christa Markl-Vie-

gungen und hygienischen Befürchtungen die Seen nicht mehr besucht. Die Neuregelung stellt nun die Menschen in den Vordergrund.“ Eine große Gefahr für die beiden Seen geht nämlich vom Hundekot aus. Er wurde mit dem Regen in die Seen gespült oder fand sich oft sogar dort, wo Badegäste in der Sonne liegen wollten oder Kinder spielten. Mit der neuen Regelung soll das friedliche und geordnete Zusammenleben von Bürgern mit und ohne Hund gefördert werden. Auf 100 Berliner kommen knapp vier Hunde. Je mehr Hundehalter die Regeln

Foto: Klaus Micknaus

Fotos: D. Müller

20.6. 18-22 Uhr Langer Tag der Stadtnatur: Familienrallye in den abendlichen Wald, ab 8 J. Lasst euch entführen, lustige und interessante Wald-Rallye-Aufgaben in Familie zu lösen, miteinander in den Abend zu wandern, Tiere zu belauschen und am Feuer zu entspannen. Anmeldung: über Stiftung Naturschutz Berlin erforderlich www.langertagderstadtnatur.de Kontakt: Harald Fuchs, Katja Becker Kosten: Einzelticket/Tagesticket „Langer Tag der Stadtnatur“ Waldschule Bucher Forst Wiltbergstraße 55, 13125 Berlin

SEITE 7

BERLINER

WALDZEITUNG 2|2015

KURZ & KNAPP

IGA Berlin 2017 – neuer Wald am Kienberg in Sicht
In Berlin findet 2017 zum ersten Mal die Internationale Gartenausstellung (IGA) statt. 185 Tage lang wird dann rund um den Kienberg mitten in der größten Plattenbausiedlung Europas in Marzahn-Hellersdorf vielfältige und moderne Gartenkunst präsentiert. Dazu werden über zwei Millionen Gäste erwartet. Schon jetzt sind die Vorbereitungen dafür in vollem Gange. Denn in den nächsten Monaten wird auf einem über 100 Hektar großen Areal in Berlins östlichstem Stadtbezirk eine zukunftsweisende Park- und Waldlandschaft entstehen. Darin eingebunden sind dann die „Gärten der Welt“ mit einer vergrößerten Fläche, der Kienberg und Teile des weitläufigen Wuhletals. Der Kienberg soll anlässlich der IGA zum ökologischen Stadtwald mit vielfältigen Sportmöglichkeiten entwickelt werden und im angrenzenden Wuhletal sind Projekte der Naturbildung vorgesehen. Um die Artenvielfalt auf dem Kienberg zu fördern, erarbeitete die Grün Berlin GmbH gemeinsam mit Naturschutzverbänden und Wissenschaftlern der TU Dresden einen langfristigen Pflege- und Entwicklungsplan. Die Maßnahmen sind auf einen Zeitraum von 20 Jahren ausgelegt. Zur IGA im Jahr 2017 werden erste Ergebnisse zu sehen sein. Die volle Wirkung der waldbauli© LEITNER ropeways/Kolb Ripke Architekten

Veranstaltungen in den Waldschulen
Sa 20.6. 21-ca. 23.30 Uhr Langer Tag der Stadtnatur Nachtwanderung in den Düppeler Forst für Familien In zwei Gruppen geht es mit dem Waldschulteam in den Wald. Wir wollen pirschen, Fledermäuse belauschen und Raubwild locken. Für Mutige gibt es eine spannende Lichterreise! Anmeldung: über Stiftung Naturschutz Berlin www.langertagderstadtnatur.de Kontakt: Bettina Foerster-Baldenius, Tabea Ball Kosten: Einzelticket/Tagesticket „Langer Tag der Stadtnatur“ Waldschule Zehlendorf Stahnsdorfer Damm 3, 14109 Berlin So 21.6. 5-7 Uhr Langer Tag der Stadtnatur Morgenwanderung im Grunewald Naturerwachen zum Sommeranfang im Grunewald – ein Morgenspaziergang mit anschließendem Besuch des Berliner Waldmuseums und Waldgartens. Anmeldung: über Stiftung Naturschutz Berlin www.langertagderstadtnatur.de Kosten: Einzelticket/Tagesticket „Langer Tag der Stadtnatur“ Waldmuseum mit Waldschule Grunewald des SDW Königsweg 04/ Jagen 57 14193 Berlin Fr 26.6. 21-23 Uhr Nachtwanderung im Grunewald Stimmen der Nacht – im Grunewald ist es kühl, die Stadt ist von der Tageshitze noch heiß. In der abendlichen Kühle unter den Bäumen sind Erholung, Freude und Entspannung garantiert. Weht ein Wind durch die Baumwipfel, kann man ihn hören? Treffpunkt wird bei Anmeldung genannt: Tel. 813 34 42 2,50 € Kind/5 € Erw./10 € Familie Waldmuseum mit Waldschule Grunewald des SDW Königsweg 04/ Jagen 57 14193 Berlin So 28.6. 16-20 Uhr Sommerduft und Abendrot Wir möchten die Vielfalt des Sommers einfangen. Deshalb werden bunte Kränze gebunden, , gewisse „Hexen“kräuter aufgespürt und kraftspendende Wildkräuterspeisen zubereitet. Anmeldung: Tel. 53 00 09 70 8 € Erw./6 € Kind inkl. Zutaten Waldschule Plänterwald Dammweg 1b 12437 Berlin

Verlauf der Seilbahn vom Wuhletal auf den Kienberg chen Aktivitäten kann sich jedoch erst im Laufe der Jahre voll entfalten. Bisher war der Kienberg fast vollständig mit Gehölzen zugewachsen. Nun sollen in seiner Landschaft neben den dicht bewaldeten Flächen sonnige Lichtungen geschaffen werden. Denn gerade der Übergang von Lichtungen zu schattigen Bereichen ist für die Entwicklung von mehr Artenvielfalt sehr bedeutsam. An den Wegen sind reich strukturierte Gehölzränder vorgesehen, die vielen Tier- und Pflanzenarten, darunter auch seltenen Exemplaren, mehr Lebensraum bieten. Künftig sollen hier die Kienbergterrassen entstehen. Dazu wurden in den Wintermonaten 2014/15 bereits Gehölze entnommen. Das waren vor allem Bäume und Sträucher wie Robinien und Eschenahorne, sogenannte Neophyten, die Obstgehölze am südlichen Fuß des Kienberges bedrängt haben. So werden nun bis zum Beginn der IGA Berlin 2017 Streuobstwiesen, artenreiche Gehölzsäume und fugenreiche Natursteinmauern mit offenen Wiesenbereichen angelegt. Dort siedeln sich gern Tierarten an, die Licht und Wärme lieben. Der Waldrand wird mit geschwungenen Rändern harmonisch in die offene terrassenförmige Fläche übergehen. Diese reicht dann von einem bestehenden Weg rund 30 Meter auf den Kienberg hinauf. Die Naturschützer suchen hier auch nach geeigneten warmen und trockenen Standorten, um Zauneidechsen auf dem Kienberg anzusiedeln. Für sie werden berlinweit dringend Lebensräume gesucht. Schon bald können Spaziergänger und Naturliebhaber Vögel, Schmetterlinge und andere Tiere auf dem einstigen Trümmerberg beobachten und dabei durch einen Wald mit abwechslungsreichen Wegen und Lichtungen wandern – eine schöne Vorstellung! Hauptattraktion der IGA 2017 soll eine Seilbahn werden. Vorgesehen ist, dass sie die Besucher vom U-Bahnhof „Neue Grottkauer Straße“ aufs Aussichtsbauwerk „Wolkenhain“ auf den Kienberg bringt und zunächst für drei Jahre über das Parkgelände schwebt. Der neu gestaltete Wald auf dem Kienberg wird nach der IGA wieder kostenlos zugänglich sein.

Gesunde Böden braucht der Wald!
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Bodens“ erklärt. Denn der Boden bildet für den Wald die Lebensgrundlage, die ihn ernährt und auf dem er steht. Leider hat der Mensch diese Lebensgrundlage des Waldes erheblich gestört. Heute ist bekannt, dass hohe Einträge von Schadstoffen aus der Luft die Waldböden verändert haben. Durch Waldökosystemforschung, Bodenzustandserhebung und die intensive Überwachung der Waldböden ist bekannt, dass Böden Schadstoffe nicht in unbegrenztem Maße speichern können, ohne Gefahren für Menschen, Tiere und Pflanzen. Die steigende Nitratbelastung und die örtlich zunehmende Konzentra­ tion von Sulfat und Aluminium im Grundwasser sind nur ein Alarmsignal für diese negative Entwicklung. Bei der „Stiftung Wald in Not“ ist dazu eine interessante Broschüre mit dem Titel: „Gesun­

de Böden braucht der Wald!“ herausgegeben worden. Sie beschäftigt sich mit dem Lebensraum „Waldboden“, mit seiner Bildung, dem ausgeprägten Leben im Boden, das für seine Fruchtbarkeit sorgt, zeigt den Waldboden als Schaltstelle für den Stoffkreislauf im Wald, als Hochwasserschutz und Wasserfilter. Informiert wird auch über die Gefährdung der Waldböden durch Luftverschmutzung und Bodenero­sion sowie über Möglichkeiten, sie zu schützen.

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich beim Projekt „Wald in Not“, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Fax (0228) 81002-57 info@wald-in-not.de oder www.wald-in-not.de/ download12

KURZ & KNAPP

2|2015 BERLINER

WALDZEITUNG

SEITE 8

Veranstaltungen im Ökowerk Berlin
So 17.5. 12.30/15/17 Uhr Wildkräuter für die Küche entdecken Schon unsere Urgroßmütter nutzen Wildkräuter in der Küche. Sie werden heute wieder entdeckt. Wir riechen, schnuppern und schmecken uns durch die Düfte von essbaren Kräutern und erkunden genießbare Wildpflanzen. Aus selbst Gesammeltem bereiten wir duftende Wildkräuterschnecken oder leckere Kräuterpaste zu. Kosten: 4 € Erw./3 € Kind/10 € Familie, zzgl. Materiabeitrag 3 € So 24.5. 21-23.30 Uhr Der Heldbock Eine Dämmerungs- und Nachttour zu einem der größten mitteleuropäischen Käfer im Waldgebiet des Jahres, dem Grunewald. Bitte Taschenlampen mitbringen. Treffpunkt: Parkplatz Hüttenweg/ Königsweg Anmeldung: bis 22.5. Tel. 30 00 05-0 Kosten: 4 € Erw./3 € Kind/10 € Fam. Mo 25.5. 12.30-17 Uhr Pfingstaktionen im Waldgebiet des Jahres 12.30-14 Uhr – Der Grunewald – Waldgebiet des Jahres. Was zeichnet diesen Wald aus? Wie entwickelt er sich? Eine Waldwanderung mit dem Förster. 14.30-15.30 Uhr – Fragen rund um Wald- und Holznutzung – offene Sprechstunde mit dem Pressesprecher von Berliner Forsten im Ökowerk. 15.30-17 Uhr – Unterirdische Erlebnistour durch das alte Wasserwerk, bitte Taschenlampe mitbringen und alte Kleidung tragen. 14-17 Uhr: Holzaktion im Ökowerk – Wasserräder und Rindenboote basteln und am Wasserspielplatz ausprobieren. Kosten: 4 € Erw., 3 € Kind, 10 € Fam. So 14.6. 14/16/18 Uhr Alles über Ameisen Bei einer Entdeckungstour durch den Wald lernt man spielerisch, warum manche Ameisen Flügel haben, wie sie gemeinsam leben, wie sie sich orientieren und sich untereinander verständigen und es wird ein eigenes kleines Ameisenlabyrinth gebaut. Kosten: 2 € Erw./3 € Kind/7 € Fam. Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V. Teufelsseechaussee 22 14193 Berlin Tel. 30 00 05 0 www.oekowerk.de

Klein, aber inhaltsreich – der Plänterwald!
Am Spreeufer in Treptow zwischen Bulgarischer Straße, Neuer Krugallee und Baumschulenstraße liegt ein schönes Waldgebiet. Es ist 89 Hektar groß und mitten im städtischen Umfeld zu finden. Im Frühling ist der Plänterwald sogar stark zu riechen, denn hier wächst Bärlauch. Seine Blättchen durften nach Lauch und Zwiebel, sind auf dem Waldboden weit verbreitet und sogar bestens zur Verarbeitung in der Küche geeignet. Im Sommer spendet der Plänterwald mit seinen hohen Laubbäumen Schatten und sorgt auch an heißen Tagen für etwas mehr Kühle im aufgeheiztem Stadtklima. Er schließt sich direkt an den Treptower Park an, der sich vom S-Bahnhof Treptow, vorbei am Gelände des Hafens der Stern- und Kreisschifffahrt bis zur Ausflugsgaststätte Zenner am Spreeufer und der Insel der Jugend hinzieht. Etwas versteckt im Plänterwald liegt die gleichnamige Waldschule als Lernort und Anziehungspunkt für Kindergruppen und Familien. Besonders eindrucksvoll ist es, hier im Sommer Fledermäuse zu beobachten und einiges über die Lebensweise dieser pfiffigen Flugsäuger zu erfahren. Im Sommer halten sich Familien auch gern an der Kinderplantsche auf, die an warmen Tagen spritzige Abkühlung verspricht. Nicht weit davon findet sich auch ein schöner Waldspielplatz, der Kinder zum fantasievollen Spielen einlädt. Ziemlich markant liegt mitten im Plänterwald das Gelände des ehemaligen Spreeparks Berlin. Davon, dass hier einst vergnügliches Rummeltreiben herrschte, künden immer noch alte Fahrgeschäfte und das weithin sichtbare Riesenrad. Es taugt noch zur Besichtigung, trägt aber schon längst keine Ausflügler mehr in luftige Höhe. Im Februar

2014 erwarb das Land Berlin das Erbbaurecht am Spreepark von der insolventen Spreepark GmbH. Land und Bezirk suchen nun nach einem neuen Nutzungskonzept. Das Parkgelände ist inzwischen mit einem hohen neuen Zaun gesichert, in Ansätzen sogar entrümpelt worden und träumt weiterhin einer sinnvollen Nutzung entgegen. Neben der Spreepark-Fläche am Flussufer dämmert das einstige „Eierhäuschen“ dahin. Es war schon im 19. Jahrhundert eine beliebte Ausflugsgaststätte und wurde sogar von Theodor Fontane in seinem Roman „Der Stechlin“ beschrieben. Leider ist es seit über 20 Jahren dem Verfall preisgegeben. Da bleibt vielen Waldbesuchern nur ein ratloses Kopfschütten. Dennoch lohnt sich ein Spaziergang durch den Plänterwald zu jeder Jahreszeit.

Fotos: D. Müller, A. Estko – fotolia (Taube)

Grunewald Jubiläumsfest 30 Jahre Ökowerk und
WALDGEBIET 2015

Waldgebiet des Jahres 2015

Am Sonntag, den 7. Juni gibt es von 10 bis 18 Uhr grüne Aktionen für die ganze Familie mit Rückepferden, Grünholzdrechseln und Skulpturen­schnit­zen und viele Informationen über 100 Jahre Dauerwaldvertrag für die Berliner Wälder und über das Waldgebiet des Jahres 2015. Besucherinnen und Besucher können sich an spektakulären Mitmachak­tionen beteiligen, z.B. bei einer Jubiläumsrallye mitmachen, die an verborgene Orte führt, Wildniswissen testen, Greifvögel kennenlernen, Beratung zu Imkerei und Honigverkauf oder Miniwork-

shops mit Tierfotografen erleben. Außerdem stehen Musik, Festliches und Gaukelei auf dem Programm wie Musikimprovisationen zum Mitmachen für Kinder und gemeinsames Musizieren mit Klangröhren, Trommeln und Perkussionsin-

strumenten. Eine „a capellaReise“ von vier preisgekrönten Stimmen durch die Hits der Weltmusik ertönt, ein Gaukler fertigt erstaunliche Luftballon-Kunstwerke. Um 14.30 Uhr wird der 30. Geburtstag des Ökowerkes und die Auszeich-

nung des Grunewaldes als Waldgebiet des Jahres 2015 in einem Festakt gewürdigt. Als weiterer Höhepunkt des Tages erklingt Musik im Reinwasserbehälter des alten Wasserwerkes bei Klang­mprovisationen, i Lichttonwel­ und Kostprolen ben von Obertonmusik (für das Publikum ist hier warme Kleidung nötig). Eintritt: 3 € Erw./1 € erm. Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V. Teufelsseechaussee 22 14193 Berlin Tel. 30 00 05 0 www.oekowerk.de

Foto: Ökowerk Berlin
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.