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V. In der Kaschemmme

Full text: Schwere Jungen / Hyan, Hans

V. In der Kaschemme.	47

„Mir soll er mal kommen, ich verfarg’n76) so, daß er genug hat!"

Hutzelchen wollte etwas erwidern, aber in diesem Augenblick betrat ein Mann den Keller, der, mit englischer Eleganz gekleidet, hier gar nicht herzugehören schien.

Die andern betrachteten ihn fast ehrfurchtsvoll, wie er sich ein Glas Bier bestellte, sein silbernes Cigaretten-Etui hervorholte und eine Papieros in Brand setzte, die mit ihrem Duft bald den ganzen Raum erfüllte.

„'s is'n Pickpocket/7)," sagte der kleine Jude zu Schwindelmüller.

„'n Internationaler is es," raunte dieser ebenso leise.

„Er kommt her auf ’tt Zug und verduftet denn wieder. . .. Gestern hat er 'n Blanflügel78) wechseln lassen hier."

„Und macht mit gar keinem Kabrusche?" fragte Hutzelchen.

Der Andere schüttelte den Kopf.

„Der arbeitet alleine! ... Nich mal ’ne Schickse 7^> hat er. . .. Aber neulich habe ich zufällig mal gesehen, wie er aus de Winde rauskam, wo er bleibt80). Ich sage Dir, mitten in Moccum81), in de beste Gegend..., Der pfeift auf de Heimlichen8^."

Der kleine Jude seufzte.

„Besser is es, als wenn man so'n Bruchkadett ^) is! ... Was nteinste denn, was er macht? ... Chal-derapes8^)? .. . oder geht er auf die Chilferfahrt8^?"

„Ehauineln86) geht er," meinte Schwindelmüller und tippte sich an den Kopf.

„Ich hab' Dir doch schon gesagt, das is 'n ganz. schwerer, der kesse Xante!87) hat."

„Nu eines Tages wird er auch gebumst88) werden," sagte der kleine jüdische Xalfer86).

„Und wenn ’n erst der Balmischpet90) in de Knochen
        
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