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IV. Die Jugendlichen

Full text: Schwere Jungen / Hyan, Hans

IV. Die Jugendlichen.	37

bet Bodenfenster zuzuklappen . . . un ooch mal ’rte Hinne, wo 'ck nachher jesacht habe, sie is wechgeloofen, un wie unse Katze Junge hatte, die Kleenen ..."

„Haste die ooch entzweischnitten?"

„Na jewiß!"

Otto schüttelte den Kopf.

„Wie alt wahst'n da?"

„Acht Jahre gloob' ick ... kann aber ooch erst sie'm jewesen sin ..."

„Komisch," meinte Otto, „ick habe imma bloß mit de Meechens jespielt. . . mein Vata, der soff doch fürchterlich, un da wa'n wa imma froh, wenn wa draußen wa'n . .. meine Mutta is ja denn nachher ooch varrickt jeworn..."

„Na, un nn wohnste bei Deine Schwester, nich wahr?"

Otto nickte. Sein großer Schädel hatte dabei etwas Haltloses auf dem verhältnismäßig dünnen Halse.

„Ja, die is vaheirat' mit ’n Bahnbeamten."

Willys Augen glitzerten, sein starklippiger Mund zog sich ins Breite.

„Da mußte doch ooch manchmal dolle Dinger Heeren, Ihr schlaft doch alle in eene Stube, wah?"

Der Aeltere machte eine Bewegung mit der schmutzigen Linken am Kopfe vorbei.

„Ick kann da sagen! . . . jetzt jetzt et ja noch, wo't so lange helle is, aber in Winter, bei die langen A'mde, da ham se ja keen Licht anjestochen . . . Die Mielje sagte, bet Petroljum wäre zu deier .. . aber ick weeß, wat los wa. . . mir kunn keena dumm machen!..."

Willy schnitt mit seinem Messer an einem Stückchen.

„Nee, Du, so is meine Mutta nich!. . . Wie da Olle tzod wa un Jeld hatte se doch ooch keens, da kam imma eena, der wollte se heiraten... ick jlobe, ’n Schornsteinfeja
        
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