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IV. Die Jugendlichen

Full text: Schwere Jungen / Hyan, Hans

36	Großstadt-Dokumente	Bd. 28. Schwere Jungen. _________

der Tasche seines gelbbraunen, abgerissenen Jacketts. Sie zündeten sich beide eine an, dann meinte Willy:

„Du, jetzt müßten wa'n Schnaps haben! . .

Der Aeltere sah vor sich hin, in den stühlingsgrünen Wald, und stieß den Rauch durch die Nase.

„Wenn se uns nu aber doch kriegen, Willy?"

„Ach, Mensch, Otte! Du bist ja zu dämlich! .	.

Kricht denn de Polezei iebahaupt een'? Un nu ja n

Merder! . . ."

„Quatsch' donich so!" meinte der Aeltere kleinlaut

und sah sich scheu um im Walde.

Ein Vogel flog vom Ast, wo er längst still gesessen haben mochte, da sprang der Kleine auch auf und griff gleich in die Tasche, wo das Klappmesser steckte.

Otto blieb furchterfüllt stehen, aber Willy warf sich lachend wieder ins Moos, und an seinem Messer putzend, grinste er:

„Det de Flecken doch jamch wegjehn wollen, aber weeßte, ick hab' ooch nich schlecht zujestochen! ... Da ha' ick ma iebrijens schon von kleen uff drin jeibt: mein Olla wa doch Schlecht« jewesen, na, un da hatt' ick imma 't Messa bei'u Wickel. . . un mein Vata, der meente, bet were ooch janz jut, det ick ma dadran imma

jewehnte ..."

„’m! . . . Du! ..Der andere sah ihn ungläubig an, „wie alt wahste denn da, wo de schon jeschlacht' hast?"

Willy schüttelte den Kopf.

„Mensch, jeschlacht' hab'k doch nich! ... Dazu wa' ick doch noch ville zu kleen! . . . nee, so bei 't Wurschtmachen, det Fleesch kleene schneiden un so ... aba, wenn die Ollen nich da wa'n. da hab' ick ma wat anders vorjenonrm': Sperlinge, die ick mir jefangen hatte, oben uff'n Boden, wo sie imma rinflogen un ick brauchte bloß
        
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