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III. Geldschrankknacker

Full text: Schwere Jungen / Hyan, Hans

34	Großstadt-Dokumente	Bd.	28.	Schwere	Jungen.

Firmen — sind ausgesucht sichere und erfahrene Leute die Wohl wissen, daß sie sich dadurch, daß sie ihre Auf traggeber nennen, jeder ferneren Hilfeleistung beraube würden. Ja, die Gesellschaften sollen einen Verrat oder eine Unterschlagung der in ihrem Auftrage gestohlene-Geldsummen mit sofortiger Denunziation beantworten und man sagt daher, daß die Leute, die sich einmal eine solchen Gesellschaft anschließen, ihre förmlichen Sklaven werden und lebend kaum jemals wieder loskommen.

Diese internationalen Verbrecher halten sich auch niemals lange am Schauplatz ihrer Tat auf; darin liegt, wie mir ein bekannter Polizeimann sagte, eben auch die große Schwierigkeit, sie jemals zu fassen. Sie kommen mit einer genau vorgeschriebenen Arbeitsordre am Platze ihrer Tat an, bereiten alles auf das Sorgfältigste vor. wobei ihnen die reichlichen Geldmittel, mit welchen die Society sie jederzeit versieht, natürlich sehr zu statten kommen. Dann wird der Coup ausgeführt, und vielleicht, noch ehe der Bestohlene seinen Verlust merkt, sitzt der D^eb schon wieder im Schlafwagen des Courierzuges und eilt neuen Taten entgegen.

Deutschland scheint von diesen ganz gefährlichen Gaunern glücklicherweise weniger heimgesucht zu werden, die Städte für diese großen Diebe sind Paris, London. Lissabon, Madrid, Rom. vielleicht auch Neapel, aber besonders Moskau und Petersburg auf dem Kontinent.

In Amerika, wo ebenfalls das Unglaublichste riskiert wird, arbeiten die Detektivs zu gut, und die gerichtlichen Strafen sind ungemein hart. — Wiederum ein Beweis, daß die Abschreckungstheorie einen praktischen Wert nicht besitzen kann.
        
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