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III. Geldschrankknacker

Full text: Schwere Jungen / Hyan, Hans

III. Geldschrankknacker.	27

Doch trieben sie sich noch lange hinter den Häusern auf den unbebauten Grundstücken umher, gingen auch wieder zu den Schiffern hinab, wechselten aber fortwährend ihren Platz und hielten sich in weiter Entfernung von der Fabrik, die sie heimsuchen wollten.

In der hellen Dämmerung des Sommerabends glühten die Laternen, wie schwache, kraftlose Flämmchen, und nur ganz allmählich sank die Nacht hernieder.

Die drei lagen hinter einem Zaun im Gestrüpp und unterhielten sich flüsternd. Auf einmal sagte Revolverfred:

„Nun müssen wir ran, 's is Zeit."

Sie warfen ihre Cigarren fort, stiegen in gemessenen Abständen über den Zaun und schlichen einzeln und ent-.fernt voneinander nach dem Fabrikgrundstück hin, dessen ziemlich hoher Bretterzaun etwa fünfzig Schritt hinter der Straßenfront lag. Das Vordergrundstück hatte nur an der Seite ein Häuscheu, das unbewohnt schien.

„Aber der Werkmeester wohnt drin," flüsterte Narben emil, als sie jetzt irrt Schatten des Zaunes beieinander standen.

„'n Hund is titch da?" fragte Schiefneese.

„Bloß sott janz kleener," erwiderte Narbenemil. „Und der schläft oben, bei seinen Herrn!"

Als sie aber nun, einer dem andern helfend und mit Lappett die spitzen Zaunnägel umwickelnd, hinüber-stiegen, da wurde der Hund in dem an die Fabrik an gebauten Wohngebäude doch laut.

„Der verfluchte Beller!" sagte Schiefneese.

„Det macht nifcht!" meinte der Narbige. „Der Werkmeester. der sitzt jetzt in de Kneipe, und seine Olle, die traut sich nich runter."

„Denn dürfen wir jedenfalls nich eher anfangen, als bis der Alte zu Hause is," sagte Revolverfred, und die beiden andern waren einverstanden.
        
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