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II. Baldower und Flatterfahrer

Full text: Schwere Jungen / Hyan, Hans

 ...... ..........H- Baldower und Flatterfahrer.	19

„Un so schwer is es ja auch nid), es is doch man ’n einfacher Kasten, wo das Geld drin liegt."

„Aber verschütt gehen kann man dabei doch . . . dazu is immer Zeit ..."----------------------------------------------------

In der folgenden Nacht wurde dem Rentier Krause >n Tegel die auf sein Haus empfangene Anzahlung von zehntausend Mark mittels gewaltsamen Einbruchs entwendet, nachdem die Diebe vorher den sehr scharfen Hofhund mit einem Stück Fleisch, das mit Krähenaugen vergiftet war, getötet hatten.

Niemand von den Gestohlenen dachte daran, daß das kleine, blasse Jungchen, welchem Frau Krause zu Unttag von ihren Bohnen gegeben hatte, derjenige gewesen sein tonnte, der diesen frechen Diebftabl ausgekundschaftet hatte.

Erst als eine geraume Zeit später Bottenwilhelm •lief) mit der dicken Emma entzweite »nd diese ihn verpfiff, kam es heraus, wer dieUrheber des Verbrechens waren

Aber das verbrecherische Kind wurde auch da nicht gefaßt. Seine beiden Komplizen dachten garnicht daran, lhn zu verraten.

Und so wie in diesem Falle werden vielfach bettelnde ■Wider, aber auch Erwachsene, dazu benutzt, Diebstähle »uszubaldowern. In anderen Fällen kommen Händlerinnen mit Radeln, Zwirn und ähnlichem Kleinkram. Frauen.

, ^ ^Eulationskarten oder irgend eine Schnurrpfeiferei .feilbieten, denen aber viel weniger daran liegt, etwas zu erkaufen, als in die Wohnungen hineingelassen zu werden, um dort mit ihren flinken Spitzbnbenaugen die Geleqen-leit zum Dieb stahl auszuspähen.

Vielfach indessen ist es einer von der Chrawusse^) Mbst, der sich dieser Mühe unterzieht. Er erscheint im -aufe des Tages in der blauen Bluse und mit einem

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