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Preface

Full text: Schwere Jungen / Hyan, Hans

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Großstadt-Dokumente Bd. 28. Schwere Jungen.

zu geben. Ich verfolge auch hierbei, wie bei den meisten meiner, in einer Reihe von Jahren entstandenen Arbeiten, den Zweck, für diese, von der Allgemeinheit mit Entsetzen und Wut betrachtete Menschenkategorie einzutreten, das Verständnis für die Wurzeln ihrer Handlungen zu fördern und so nicht allein ihr Schicksal zu mildern, sondern im konsequenten Fortgange des immer heller aufleuchtenden Humanitätsgedankens die Häufigkeit des Verbrechens zu mildern und ihm den Boden allmählich abzugraben. Denn es besteht für mich kein Zweifel, daß, je einsichtsvoller der Verbrecher, das heißt, besonders der jugendliche resp. erst einmal strauchelnde, behandelt wird, das Verbrechen an sich immer mehr verschwinden und zum Schluß, besonders wenn die soziale Gesetzgebung ihre Schuldigkeit tut, nur das crimen pathologicum, das Verbrechen aus Leidenschaft, übrigbleiben wird. Man wird mich daraufhin einen Idealisten schelten, aber wer für eine große Sache kämpft, braucht seine Ideale und darf sie sich nicht rauben lassen.
        
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