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Gemeinschaften und Freistätten

Full text: Moderne Geisterbeschwörer und Wahrheitssucher / Freimark, Hans

Gemeinschaften und Freistätten.

Die Ruhepunkte der spiritistischen und vor allem der theosophischen Bewegung, wie sie sich in den Großstädten entwickelt hat, stellen die Gemeinschaften und die Freistätten dar, die auf theosophischer Grundlage aufgebaut sind. Ihr Wesen ist nur zu verstehen im Zusammenhalt mit der aus der Großstadtkultur resultierenden Sehnsucht nach einem Anderssein.

Dieses Anderssein, wie jeder sensible Großstadtmensch es innigst ersehnt, hat seine, wenn auch vielfach noch mangelhafte Verkörperung in den Stätten, welche eine Vereinigung geistig Gleichstrebender sind und zugleich eine Rückkehr zu einer natürlicheren Daseinsgestaltung bedeuten. Meist sind diese Kolonien zunächst als Sammelpunkt licht- und lufthungriger Vegetarier gegründet worden. Aber schon in dieses Bestreben nach Licht und Luft, das anfangs als rein körperliches Bedürfnis empfunden ward, mischten sich bald spirituelle Motive, die allmählich den Vorrang erlangten, ohne die Pflege der natürlichen Lebensweise zu beeinträchtigen. Durch die Beobachtung der Natur, das ständige Leben und Weben in der Natürlichkeit kamen diese Menschen allmählich zu einem tieferen Verständnis von deren Gesetzen, als dies dem im Rauch und Dunst der Städte Eingeschlossenen möglich ist. Was ist aber natürlicher, als daß derjenige, welcher die Gesetze des Lebens in höherem oder sagen wir bescheiden in anderem Maße begreift als der Gewohnheitsmensch sie zu erfüllen trachtet. Er kommt in Harmonie mit dem Unendlichen. Und aus dieser Harmonie vermeint er ein tieferes Begreifen des Daseinsphänomens, des Weltbegebens überhaupt zu er-
        
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