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Die Apostel

Full text: Moderne Geisterbeschwörer und Wahrheitssucher / Freimark, Hans

Die Apostel. 
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Herren vorn Vereine und man beschloß, den Herrn Assessor 
nicht wieder einzuladen. Damit hätte die Sache erledigt sein 
können. Doch das über seine in diesem Falle zu Recht er¬ 
folgte Entlarvung erboste Medium entrüstete sich über den 
Ausschluß, spielte den in seiner Assessorenwürde Gekränkten 
und ließ, als die Herren der Vereinigung seinen Ausschluß 
mit dem Bruch seines Ehrenwortes begründeten, zwei der 
Vorstandsmitglieder fordern. Diese lehnten die Forderung 
mit erneutem Hinweis auf den Bruch des Ehrenwortes 
von feiten des Assessors ab. Darauf setzte dieser das Ehren¬ 
gericht in Bewegung. Major v. D. legte dem Ehrengericht 
sämtliches Beweismaterial für den erfolgten Bruch vor 
Das Gericht aber lehnte die Beachtung des Materials ab, 
da es sich zum Teil um spiritistische Fakten handle. Es 
erkannte den Bruch des Ehrenwortes nicht an und ab¬ 
erkannte Major v. D. wegen Verweigerung der Forderung 
des medialen Assessors seinen militärischen Nang und das 
Recht auf Tragen der Uniform. Bei diesem Ergebnis be¬ 
ruhigte sich Major v. D. nicht. Der trotz seiner ziemlich 
hohen Jahre doch noch Ungestüme beschuldigte nun das 
Ehrengericht der Befangenheit. Er wiederholte diese Be¬ 
schuldigung mündlich und in Broschürenform, bis man ihm 
wegen Beleidigung den Prozeß machte. Und als man 
auch in diesem den von ihm geführten Wahrheitsbeweis 
nicht anerkennen wollte, schreckte er auch hier nicht vor 
den stärksten Benennungen der Richter zurück, immer in 
der Absicht, durch dieses Mittel, da ihm kein anderes blieb, 
zu erzwingen, daß sich höhere Gerichtsinstanzen mit seiner 
Sache befaßten und ihm das wiedergäben, was man ihm 
widerrechtlich genommen. Roch immer kämpft der Major 
um sein Recht. Er wird nicht müde, in dünnen Broschüren 
und m dickleibigen Schriften, ein unentwegter Kämpe, für 
seme gute Sache einzutreten. Eifrig verficht er auch die 
Tatsächlichkeit okkulter Erscheinung, welche zu beobachten 
er glücklicherweise bereits vor seinem Rencontre mit dem 
Herrn Assessor Gelegenheit hatte, und mit herzerfrischender 
Überzeugungskraft tritt er für die ihm aus diesen Tatsachen 
resultierenden sittlichen Konsequenzen ein. 
Tags über und bis spät in die Rächt sitzt der Uner¬ 
müdliche vor seinem mit Schriften aller Art überladenen
        
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