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Full text: Beteiligungsbericht der Stadt Oberhausen (Rights reserved) Ausgabe 2008(2009) (Rights reserved)

BETEILIGUNGSBERICHT DER STADT OBERHAUSEN 2008 Stadt Oberhausen Der Oberbürgermeister Bereich 9-5 Stabsstelle Beteiligungen Stand: Oktober 2009 Vorwort Beteiligungsbericht 2008 Zur Information der Ratsmitglieder und der Einwohner/innen ist von der Stadt Oberhausen jährlich ein Bericht zur Erläuterung der wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Betätigung zu erstellen. Mit dem 15. Bericht über die städtischen Beteiligungen kommt die Stadt Oberhausen dieser Vorgabe aus der Gemeindeordnung in Verbindung mit dem Einführungsgesetz zum Neuen Kommunalen Finanzmanagement (NKF) nach. Die Stadt Oberhausen hat zum Ende des vergangenen Jahrhunderts verstärkt kommunale Aufgaben auf eigenbetriebsähnliche Einrichtungen sowie rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen übertragen. Dadurch konnten kommunale Haushalte entlastet und durch die Beteiligung Privater Know-how sowie Erfahrung zur Modernisierung und zur Verbesserung der Qualität von öffentlichen Dienstleistungen genutzt werden. Im 21. Jahrhundert müssen die Aufgaben der Stadt und ihrer Beteiligungen vor dem Hintergrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, des demographischen Wandels sowie der geltenden rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen neu definiert werden. Die städtischen Beteiligungen unterliegen somit einer ständigen Kontrolle und Überprüfung. Dabei werden die Ziele der Optimierung der Stadtentwicklung, der Erhaltung von Infrastruktur, der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Effektivität sowie der Bereitstellung einer angemessenen Daseinsvorsorge unter politischen und gesellschaftlichen Maßgaben verfolgt. Der Beteiligungsbericht 2008 Entwicklung der mittel- und Einrichtungen und über die Jahresabschlüsse des Jahres 2010 vorgelegt. beinhaltet Informationen über die wirtschaftliche und finanzielle unmittelbaren Beteiligungen sowie der eigenbetriebsähnlichen Trägerschaft der Stadtsparkasse Oberhausen. Er enthält die 2008 und wird zeitgleich mit dem Entwurf des Haushaltsplanes Der Bericht soll zur transparenten Darstellung des Konzerns Stadt beitragen und der interessierten Öffentlichkeit umfangreiche Informationen über die städtischen Beteiligungen geben. Ratsmitgliedern und der Verwaltungsführung bietet er eine einheitliche Informationsbasis, um Steuerungs- und Kontrollaufgaben in Gesellschaftsorganen besser wahrnehmen zu können. Oberhausen, im Oktober 2009 -3- -4- Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Gründungshistorie Allgemeine Hinweise zur Präsentation der Unternehmen Erläuterungen der verwendeten Kennzahlen Einzelberichterstattung Ver- und Entsorgung OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Marina Oberhausen am Centro GmbH STOAG Stadtwerke Oberhausen AG WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH evo Energieversorgung Oberhausen AG evo Energie-Netz GmbH FSO GmbH & Co.KG FSO Verwaltungs- GmbH RWE Aktiengesellschaft RW Holding Aktiengesellschaft GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH VKA Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH Wirtschaftsförderung WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH Freizeit und Tourismus Gasometer Oberhausen GmbH TMO Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH LAH Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH Revierpark Vonderort GmbH Wohnungsgenossenschaften Bau- und Wohnungsgenossenschaft "Werkbundsiedlung Am Ruhrufer" e.G. 5 7 9 11 19 21 24 34 38 60 70 76 82 90 94 114 118 122 126 138 142 153 156 164 170 178 185 188 194 202 216 226 231 232 -5- Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Sonstige Gesellschaften BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH ASO Service GmbH ARGE SODA (Soziale Dienstleistungen am Arbeitsmarkt) Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH & CO. KG Public Konsortium d-NRW GbR Stadtsparkasse Oberhausen Eigenbetriebsähnliche Einrichtungen Theater Oberhausen Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen Besetzung der Gesellschaftsorgane Wesentliche gesetzliche Grundlagen der wirtschaftlichen Betätigung Beteiligungsrichtlinien der Stadt Oberhausen Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen Alphabetisches Inhaltsverzeichnis 235 238 246 258 264 268 274 282 288 315 318 328 339 345 359 370 373 -6- Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Gründungshistorie Gründungs-/ Beitrittsjahr 1898 1900 1904 1912 1922 1925 1926 1946 1952 1964 1965 1968 1970 1970 1971 1971 1988 1988 1989 1990 1990 1991 1992 1992 1992 1992 1992 1993 1993 1994 RWE-Aktiengesellschaft Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Oberhausen Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Osterfeld RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft Deutsche Städte Medien GmbH Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Sterkrade Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH ekz.bibliotheksservice GmbH Oberhausener Bauförderungsgesellschaft mbH Stadtwerke Oberhausen AG LAH Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein Landesentwicklungsgesellschaft mbH NW Heimbau Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Energieversorgung Oberhausen AG Revierpark Vonderort GmbH TZU Technologiezentrum Umweltschutz (früher EGO) Bau- und Wohnungsgenossenschaft - Werkbundsiedlung Am Ruhrufer 56 e. G. GEG Grundstücksentwicklungsgesellschaft GmbH HDO High Definition Technologiezentrum GmbH Lokalfunk Radio Mülheim/Oberhausen FRIEDA Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft für Frauen gGmbH UMSICHT-Institut-Immobilienverwaltung GbR Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO RZO-Recycling-Zentrum-Oberhausen GmbH RW Kommunale Finanzbeteiligungs GmbH RW Kommunale Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen Theater Oberhausen Schloss Oberhausen GmbH -7- Gesellschaft Sparte* (V) (W) (W) (V) (S) (W) (S) (S) (E) (V) (F) (V) (E) (W) (V) (F) (E) (W) (E) (E) (S) (S) (E) (E) (V) (V) (V) (EB) (EB) (F) Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Gründungs-/ Beitrittsjahr 1994 1994 1995 1995 1997 1997 1997 1998 1998 1999 1999 1999 1999 1999 2000 2002 2002 2003 2003 2003 2004 2004 2004 2006 2006 2009 2009 2009 2009 2009 Gesellschaft Sparte* Gasometer Oberhausen GmbH Stadion Niederrhein GmbH (Gesellschaft wurde im Jahr 2000 liquidiert) Landesgartenschau Oberhausen GmbH Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH TMO Tourismus & Marketing Oberhausen GmbH TheatrO. CentrO. GmbH PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH CPO Circus Park Oberhausen Betriebs GmbH IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH O.Vision Zukunftspark Oberhausen GmbH O.Vision Projektgesellschaft mbH KOSTAT-DST (Kommunalstatistik-Deutscher Städtetag) GmbH BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH ASO Alteneinrichtung der Stadt Oberhausen gGmbH World Games 2005 GmbH ASO Service GmbH meoline GmbH Marina Oberhausen am CentrO. GmbH FSO Verwaltungs GmbH FSO GmbH & Co. KG ARGE SODA (Gesellschaft öffentlichen Rechts sui generis) evo Energie-Netz GmbH Public Konsortium d-NRW GbR Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVAA RRW), Anstalt öffentlichen Rechts Quantum GmbH strasserauf GmbH Biostrom-Oberhausen GmbH & Co. KG Biostrom-Oberhausen Management GmbH (F) (F) (F) (V) (F) (E) (E) (F) (F) (E) (E) (E) (E) (S) (S) (S) (F) (S) (V) (V) (V) (V) (S) (V) (S) (S) (V) (V) (V) (V) V F S Ver- und Entsorgung Freizeit und Tourismus Sonstige E W EB Stadtentwicklung Wohnungsgenossenschaften Eigenbetriebe -8- Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Allgemeine Hinweise zur Präsentation der Unternehmen Umfang der Präsentation Soweit die Beteiligung der Stadt bzw. einer ihrer Tochtergesellschaften an einem Unternehmen niedriger als 20 % ist, wird - insbesondere mit Blick auf die fehlenden Einflussmöglichkeiten - auf die differenzierte Darstellung der Unternehmensdaten verzichtet. Die Präsentation wird in diesen Fällen auf die Beschreibung des Unternehmensgegenstandes, die Besetzung der Gesellschaftsorgane sowie die Beteiligungen der Gesellschaft beschränkt. Eine Ausnahme stellt hier die Sparte Ver- und Entsorgung dar, deren Unternehmen gemäß den aktuellen Beteiligungsrichtlinien der Stadt Oberhausen unabhängig von der Beteiligungsquote umfassend dargestellt werden. Die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt sind in der Übersicht der Finanzbeziehungen zu den Beteiligungen 2008 im allgemeinen Teil tabellarisch dargestellt. Dieser Aufstellung ist auch der Stand städtischer Bürgschaften zum Stichtag 31.12.2008 zu entnehmen. Ausgewählte finanz- und betriebswirtschaftliche Daten der bedeutsamen Beteiligungen sind ebenfalls tabellarisch dargestellt. Diesen Aufstellungen sind auch die jeweiligen Mitarbeiterund Auszubildendenzahlen zu entnehmen. Auf die Darstellung von Gesellschaften im Liquidationsverfahren wird verzichtet. Im laufenden Berichtsjahr befinden sich die nachfolgenden ehemaligen städtischen Beteiligungen im Liquidationsverfahren: • FRIEDA Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft für Frauen GmbH i.L. • TheatrO. CentrO. GmbH i.L. • World Games 2005 GmbH i.L. Unternehmensdaten Die Unternehmensdaten 2006 - 2008 basieren auf den geprüften Jahresabschlüssen. Durch die Auswahl des Stichtages 31.12.2008 für die Präsentation der Unternehmen werden die Planzahlen 2009 im Betrachtungszeitraum nicht mit erfasst. Da der Haupt- und Finanzausschuss über die Statusberichte regelmäßig sehr zeitnah über die Planzahlen informiert wird, soll auf die freiwillige Angabe der Planzahlen im Beteiligungsbericht für die Zukunft verzichtet werden. -9- Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Kennzahlen Im vorliegenden Beteiligungsbericht werden für alle wesentlichen Gesellschaften Kennzahlen gebildet. Die Zusammensetzung dieser Kennzahlen wird im nächsten Abschnitt näher erläutert. Bei der Auswertung der Kennzahlen zu berücksichtigen, dass die städtischen Gesellschaften insbesondere hinsichtlich der Kapitalausstattung und der Liquidität anders gewertet werden müssen als rein privatwirtschaftliche Unternehmen. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass die städtischen Gesellschaften in erster Linie auf Aufgaben der Daseinsvorsorge ausgerichtet sind. Bei den für die Stadtsparkasse Oberhausen gebildeten Kennzahlen ist zu beachten, dass die Bilanzstruktur von der einer AG oder einer GmbH abweicht. Eine unmittelbare Vergleichbarkeit zwischen diesen Kennzahlen ist somit nicht gegeben. Beteiligungen Die Angaben über die Beteiligungen der einzelnen Unternehmen beruhen auf dem Stand des letzten vorliegenden Jahresabschlusses (31.12.2008). Besetzung der Gremien Die Angaben über die Besetzung der Gesellschaftsorgane in den Einzeldarstellungen entsprechen dem Stand des letzten vorliegenden Jahresabschlusses (31.12.2008). In der Anlage zu diesem Beteiligungsbericht sind die aktuellen städtischen Vertreterinnen und Vertreter (Stand 30.09.2009) aufgeführt. Soweit nachfolgend im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft in einem Organ oder sonstigen Gremium auf § 113 GO verwiesen wird (z. B. „Mitglied gem. § 113 GO“), bezieht sich dies auf die durch § 113 Abs. 2 Satz 2 bzw. Abs. 3 Satz 3 GO NRW gesetzlich vorgeschriebene Mitgliedschaft des Oberbürgermeisters oder eines/einer von ihm vorgeschlagenen Bediensteten der Gemeinde in dem betreffenden Organ oder Gremium. - 10 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Erläuterungen der verwendeten Kennzahlen Kennzahlen zur Ertragslage Umsatzrentabilität: Jahresergebnis x 100 Umsatz Die Kennzahl ist ein Maßstab für die Effizienz der betrieblichen Tätigkeit. Sie drückt aus, in welchem Umfang sich der Umsatz für die Gesellschaft rentiert hat. Ihre Aussagekraft gewinnt die Kennzahl durch die mehrjährige Entwicklung. Ein mittelfristiger Rückgang könnte durch den Rückgang der innerbetrieblichen Effizienz oder veränderte Rahmenbedingungen im Markt verursacht werden. Eigenkapitalrentabilität: Jahresergebnis x 100 Eigenkapital Durch die Kennzahl wird der geschäftliche Erfolg der Gesellschaft in Relation zum eingesetzten Kapital gebracht. Der Vergleich zur am Kapitalmarkt erzielbaren Rendite gibt einen Anhaltspunkt für die Beurteilung, ob der Einsatz des Eigenkapitals im Unternehmen unter finanzwirtschaftlichen Aspekten sinnvoll ist. Aussagekräftiger als die Kennzahl an sich ist die mehrjährige Entwicklung. Sofern die Kennzahl mittelfristig unter der Kapitalmarktrendite liegt, könnte es finanzwirtschaftlich sinnvoll sein, das Eigenkapital aus der Gesellschaft abzuziehen und anderweitig einzusetzen. Die Kennzahl erlaubt keine umfassende Wertung der Gesellschaft. Cash-Flow: Jahresergebnis + Abschreibungen (-Zuschreibungen) Der Cash-Flow dient als Indikator der Zahlungskraft und ermöglicht eine Beurteilung des Innenfinanzierungspotenzials in einem Unternehmen. Der Cash-Flow-Wert bringt zum Ausdruck, in wie weit oder ob ein Unternehmen in der Lage ist, Vermögen, das in der Bilanz abgebildet ist, im Rahmen eines Umsatzprozesses wieder zu gewinnen und in wie weit das Unternehmen dabei die Mittel für die Substanzerhaltung und Erweiterungsinvestitionen selbst erwirtschaften kann. - 11 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Gesamtleistung je Mitarbeiter: Gesamtleistung *) Anzahl der Mitarbeiter *) = Umsatz, Bestandsveränderung, akt. Eigenleistungen, Sonstige betriebliche Erträge Die Kennzahl drückt die Produktivität des eingesetzten Personals aus. Im Branchenvergleich kann so die Effizienz des Personaleinsatzes gewertet werden. Je niedriger die Gesamtleistung pro Mitarbeiter im Branchenvergleich, desto intensiver sollte der Umfang des Personaleinsatzes überprüft werden. Personalaufwandsquote: Personalaufwand x 100 Gesamtleistung Die Kennzahl ist ein Indikator für die Personalintensität der Gesellschaft. Im Branchenvergleich kann sie auf die Notwendigkeit personalwirtschaftlicher Maßnahmen hinweisen. Ggf. kann die Rentabilität der Gesellschaft durch den verstärkten Einsatz anderer Produktionsfaktoren verbessert werden. Je höher die Kennzahl im Branchenvergleich, desto größer ist die Notwendigkeit, den Umfang des Personaleinsatzes zu überprüfen. Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur Sachanlagenintensität: Sachanlagevermögen x 100 Bilanzsumme Diese Kennzahl lässt Rückschlüsse auf den Automatisierungsgrad, die Kapitalintensität sowie die Konjunkturabhängigkeit zu. Überaltertes Anlagevermögen drückt sich in sinkender Anlagenintensität aus. Ein hoher Automatisierungsgrad drückt sich in hoher Anlagenintensität bzw. hohen Reinvestitionen aus. - 12 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Eigenkapitalquote: Eigenkapital x 100 Bilanzsumme Die Finanzierung der Aktivseite der Bilanz wird auf der Passivseite ausgewiesen. Dabei belegt der Anteil des Eigenkapitals an der Gesamtfinanzierung, wie gut das Unternehmen mit Kapital versorgt wird. Je niedriger die Ausstattung des Unternehmens mit Eigenkapital, desto abhängiger ist es von Gläubigern bzw. desto eher werden ggf. Kapitalzuführungen von Gesellschaftern benötigt. Fremdkapitalquote: (Bilanzsumme - Eigenkapital) x 100 Bilanzsumme Die Fremdkapitalquote gibt an, wie hoch der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital ist. Die Fremdkapitalquote dient dazu, das Kapitalrisiko zu beurteilen. Das heißt, dass bei steigendem kurz-, mittel- oder langfristigem Fremdkapital auch die Neuaufnahme von Krediten schwieriger werden kann oder das Risiko der Kündigung von Krediten steigt. - 13 - Stadt Oberhausen Ertrags-/ Betriebskostenzuschüsse Verlustausgleich Investitions zuschüsse Kapitalzuführung Darlehensgewährung Stand der Bürgschaften Übrige Vergünstigungen Gewinnabführung Konzessionsangaben Übrige Zahlungen an die Stadt Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen ARGE SODA (Soziale Dienstleistungen am Arbeitsmarkt) ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH ASO Service GmbH Bau- und Wohnungsgenossenschaft "Werkbundsiedlung Am Ruhrufer" e.G. Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH & CO. KG Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO evo Energie-Netz GmbH evo Energieversorgung Oberhausen AG FSO GmbH & Co.KG FSO Verwaltungs- GmbH Gasometer Oberhausen GmbH GMVA Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH LAH Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH Marina Oberhausen am Centro GmbH OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 428.806,66 Finanzbeziehungen zu den Beteiligungen 2008 18.980,00 586.457,19 434.600,00 371.889,00 - 14 - 5.951.000,00 9.604.002,00 1.630.000,00 655.948,00 1.175.980,00 6.907.047,65 Beteiligungsbericht 2008 1.227.554,35 6.646.233,67 9.454.298,18 Stadt Oberhausen Ertrags-/ Betriebskostenzuschüsse Verlustausgleich Investitions zuschüsse Kapitalzuführung Darlehensgewährung Stand der Bürgschaften Übrige Vergünstigungen Gewinnabführung Konzessionsangaben Übrige Zahlungen an die Stadt Revierpark Vonderort GmbH RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH Stadtsparkasse Oberhausen STOAG Stadtwerke Oberhausen AG Theater Oberhausen TMO Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH SUMME 297.600,00 336,70 3.207.129,16 5.325.000,00 7.873.000,00 23.425,00 329.322,00 41.009.313,41 22.352,00 145.141,24 27.607.457,42 - 15 - 11.098.584,54 6.830.302,00 145.141,24 0,00 0,00 92.053.156,99 0,00 7.581.336,70 12.811.131,16 413.221,00 Beteiligungsbericht 2008 Stadt Oberhausen Übersicht über ausgewählte finanz- und betriebswirtschaftliche Daten aller Gesamtleistung in T€ Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH ASO Service GmbH Bau- und Wohnungsgenossenschaft "Werkbundsiedlung Am Ruhrufer" e.G. BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH ENO evo Energie-Netz GmbH 2.614,34 23.489,21 468,34 150,84 6.093,16 246,25 71.314,00 231.519,00 1.320,69 99.421,99 1.283,63 1.085,91 21,54 98.564,27 2.849,59 4.564,14 0,62 2.688,77 Umsatz in T€ Jahresergebnis (vor EAV) in T€ 135,06 Bilanzsumme Anlagevermöge in T€ n in T€ 36.670,08 11.008,18 32,55 1.511,37 1.552,66 1.201,50 15.890,00 171.252,00 1.966,32 261.984,65 305,08 8.643,66 133,90 74.291,10 10.787,91 12.742,17 1.166,01 3.695,22 1.370,73 57,84 27,21 32,00 74.321,00 19,43 211.235,11 17,90 6.981,28 18,84 55.077,13 0,08 1,51 1.020,00 2.399,57 34.939,68 1.264,99 Eigenkapital in T€ 8.719,20 3.625,90 25,00 452,46 240,01 1.012,73 1.142,00 36.992,00 1.609,40 24.484,08 98,07 0,00 0,00 4.112,88 0,00 0,00 1.159,21 3.085,62 Eigenkapital in % zur Bilanzsumme 23,8 32,9 76,8 29,9 15,5 84,3 7,2 21,6 81,8 9,3 32,1 0,0 0,0 5,5 0,0 0,0 99,4 83,5 Mitarbeiter Auszubildende 0 448 33 0 211 2 8 449 2 185 9 10 0 772 0 1 1 27 0 0 0 22.697,05 467,23 131,80 555,77 0,00 36,11 32,52 bedeutsamen Beteiligungen zum 31.12.2008 0 1 0 0 24 0 7 1 0 0 43 0 0 11,27 71.085,00 225.438,00 979,46 98.766,75 197,06 929,14 21,50 96.574,91 2.565,30 4.193,36 -887,34 6.222,00 11.902,00 -28,62 24.036,88 -25,43 1.181,50 -66,48 951,79 1.246,64 1.569,00 -4,26 Geschäfts- und Ertragslage - 16 - evo Energieversorgung Oberhausen AG Gasometer Oberhausen GmbH GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH LAH Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH Marina Oberhausen am Centro GmbH OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Public Konsortium d-NRW GbR Revierpark Vonderort GmbH Beteiligungsbericht 2008 1.950,33 -633,85 2 Stadt Oberhausen Übersicht über ausgewählte finanz- und betriebswirtschaftliche Daten aller Gesamtleistung in T€ STOAG Stadtwerke Oberhausen AG Theater Oberhausen TMO Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 33.754,32 8.938,31 1.216,02 2.826,20 3.453,32 40.391,05 1.306,78 639.582,27 Umsatz in T€ Jahresergebnis (vor EAV) in T€ 5.325,32 9,13 -348,85 1.606,20 41,13 3.733,19 -66,80 56.522,63 Bilanzsumme Anlagevermöge in T€ n in T€ 134.171,60 970,68 226,23 16.287,69 31.065,92 27.532,23 10.874,39 835.963,10 6,02 9.783,96 29.982,23 17.575,33 3.591,18 565.814,53 116.091,50 Eigenkapital in T€ 62.114,95 144,23 36,92 0,00 0,00 5.273,59 0,00 154.328,28 Eigenkapital in % zur Bilanzsumme 46,3 14,9 16,3 0,0 0,0 19,2 0,0 Mitarbeiter Auszubildende 25.831,25 365,57 1.040,00 741,00 3.308,18 48.710,34 625,05 606.629,55 483 132 12 0 0 364 11 3.160 14 0 bedeutsamen Beteiligungen zum 31.12.2008 1 0 0 Geschäfts- und Ertragslage 19 0 112 - 17 - SUMME Beteiligungsbericht 2008 Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 18 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Einzelberichterstattung - 19 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 20 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Ver- und Entsorgung OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 21 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 22 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 23 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Bahnhofstraße 66 46145 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet Rechtsform: Stammkapital in T€: 0208 / 594-5 0208 / 594-7070 ogminfo@ogm.de www.ogm.de/ GmbH 5.000,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen T€ 5.000,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens sind Dienstleistungen im Bereich Gebäudemanagement, insbesondere die Unterhaltung von Verwaltungsgebäuden der Stadt Oberhausen sowie die Integration von Planung, Kontrolle und Bewirtschaftung bei Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen und die Verbesserung von Nutzungsflexibilität, Arbeitsproduktivität und Kapitalrentabilität unter Berücksichtigung von Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld, die Vermietung von Räumen sowie im Einzelfall der Erwerb und die Veräußerung von Immobilien im Stadtgebiet Oberhausens. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Rechtsgeschäften berechtigt, durch die der vorgenannte Gesellschaftszweck auch mittelbar gefördert werden kann. Die Gesellschaft ist berechtigt, zur Förderung ihres Unternehmenszwecks Beteiligungen gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben oder Tochtergesellschaften zu gründen. Wichtige Verträge BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH Leistungsvertrag mit der OGM GmbH vom 05.03.2001 IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH Leistungsvertrag vom 20.02./18.04.2002 im Bereich der Materialwirtschaft, Postdienste, Vervielfältigungen, Speditionsdienste, Arbeitssicherheit und Telekommunikation LAH Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH Dienstleistungsvertrag (insbesondere Gebäudeinnen- und Fensterreinigung sowie Transportarbeiten), Vertragsbeginn 01.01.1999 (ehem. Vertrag mit WBO) - 24 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Marina Oberhausen am Centro GmbH Rahmenvertrag über den Betrieb und die Unterhaltung eines Freizeithafens im Bereich des Bebauungsplanes 275B aus 11/2003, durch Verschmelzung der OBG auf OGM übergegangen Pachtvertrag mit der OGM vom 14.09.2006 (Betriebsführung der Eislaufhalle). Geschäftsbesorgungsvertrag zur Realisierung des kommunalen Wohnungsbauprogramms aus 11/1999; Übergang durch Verschmelzung der OBG auf die OGM zum 01.01.2007 Leistungsvertrag zwischen der Stadt Oberhausen (Auftraggeberin) und der OGM GmbH vom 20.12.2000 (gültig ab 01.01.2001), zuletzt modifiziert am 27.03.2007 rückwirkend zum 01.01.2007 Mietvertrag zwischen der Stadt Oberhausen (Mieterin) und der OGM (Vermieterin) über das Schloss Oberhausen; Übergang durch Verschmelzung der Schloß Oberhausen GmbH auf OGM Pachtvertrag Tiergehege inkl. Zuschussvereinbarung vom 28.12.2005 Rahmenleistungsvertrag zwischen der Stadt Oberhausen (Auftraggeberin) und der OGM (Auftragnehmerin) vom 20.12.2000 (gültig an 01.01.2001), zuletzt modifiziert am 27.03.2007 rückwirkend zum 01.01.2007 Vertrag über die Bewirtschaftung städtischer Friedhöfe Vertrag über die Leistungen der OGM im Bäderwesen vom 19.09.2006 Vertrag zur Übereignung des gesamten beweglichen Anlagevermögens der Stadt Oberhausen auf die OGM vom 10.09.2002 Pachtvertrag vom 22.12.2006 Betreibervertrag zwischen der VZS GmbH und der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH vom 26. September / 25. Oktober 2001 Mietvertrag zwischen der VZS GmbH und der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH vom 26. September / 25. Oktober 2001 Revierpark Vonderort GmbH Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Geschäftsführer Elsemann, Bernhard Schmidt, Hartmut - 25 - Stadt Oberhausen Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Wehling, Klaus Beteiligungsbericht 2008 Aufsichtsrat: Vorsitzender Zimkeit, Stefan stellv. Vorsitzende (AN) Broll, Marianne stellv. Vorsitzende Oesterbeck, Barbara Mitglied gem. § 113 GO Klunk, Peter Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Cordes, Hubert Flore, Manfred Grefermann, Jürgen Grothe, Helga Jäntsch, Angelika Nakot, Werner Wolter, Marita Bosserhoff, Ralf Hansmeier, Udo Zander, Jutta Zwick, Andrea Prokura: Prokurist Prokurist Kalthoff, Horst Könings, Reinhard Gesamtprokura Reinhard Könings mit Gesamtprokura mit Horst Kalthoff c) Beteiligungen unmittelbar Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO Marina Oberhausen am Centro GmbH T€ 12,50 12,50 % 5,94 50,00 - 26 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 35.864,77 12.787,93 15,15 % 73,7 26,3 0,0 T€ 45.268,27 20.643,72 22,16 % 68,7 31,3 0,0 T€ 55.077,13 19.036,42 177,55 % 74,1 25,6 0,2 T€ 9.808,86 -1.607,30 155,39 % 21,67 -7,79 701,22 Bilanzsumme 48.667,85 100,00 65.934,14 100,00 74.291,10 100,00 8.356,96 12,67 Passiva Eigenkapital Sonderposten mit Rücklagenanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 5.527,87 % 11,4 T€ 3.161,09 2.068,19 % 4,8 3,1 5,0 87,0 0,0 T€ 4.112,88 1.927,98 2.648,92 65.601,32 % 5,5 2,6 3,6 88,3 T€ 951,79 -140,21 -648,97 8.208,22 % 30,11 -6,78 -19,68 14,30 5.454,78 37.685,21 11,2 77,4 3.297,89 57.393,10 13,87 -13,87 -100,00 Bilanzsumme 48.667,85 100,00 65.934,14 100,00 74.291,10 100,00 8.356,96 12,67 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 89.605,95 -1.478,81 2.621,04 41.246,22 27.576,91 4.924,87 11.718,57 159,36 2.064,31 3.376,65 3.689,01 -3.689,01 2008 T€ 96.574,91 1.427,15 562,21 47.684,22 28.977,52 5.040,49 12.174,67 164,42 2.780,67 2.071,13 91.316,92 -3.556,57 595,65 41.450,63 27.629,49 4.287,32 10.607,48 171,21 1.356,28 3.196,02 1.380,29 115,64 1.700,08 1.806,31 248,11 -2.366,78 804,99 314,35 951,79 -6.107,91 1.700,08 -2.366,78 -5.156,12 - 27 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: 1,86 44,41 5.987,40 113,86 31,27 31.12.2007 -2,64 -42,82 2.558,10 118,01 30,39 31.12.2008 0,99 10,27 5.992,28 127,67 29,40 Angaben in % % T€ T€ % dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 71,77 11,36 88,64 Angaben in 31.12.2007 67,07 4,79 95,21 31.12.2008 72,97 5,54 94,46 % % % e) Lagebericht I. Aufgabenfelder Die OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH wurde am 05.09.1999 gegründet. Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Dienstleistungen im Bereich des FacilityManagementes, insbesondere für die Verwaltungsgebäude der Stadt Oberhausen zu erbringen. Das operative Geschäft wurde zum 01.01.2001 mit folgenden Geschäftsfeldern aufgenommen: • Durchführung aller Baumaßnahmen einschließlich Planungsberatung und Technikausstattung, • Gebäudeunterhaltung, • Bereitstellung von Serviceleistungen (haustechnischer Dienst, zentraler Einkauf, Post- und Botendienste, Druckerei / Vervielfältigung etc.), • Flächenmanagement und Vermietungswesen (einschließlich Sportstätten), • Bereitstellung von IT-Leistungen einschließlich Durchführung von Schulungen. In Dezember 2005 hat der Rat der Stadt beschlossen, der OGM GmbH mit Wirkung vom 01.01.2006 zusätzlich folgende – bis dahin von der WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH wahrgenommene - Geschäftsfelder zu übertragen: • • • • • • Gebäudereinigung / Glasreinigung, Bäderwesen, Werkstätten (Maler, Installateure, Schreiner, Spediteure), Sportanlagen, Grünflächenunterhaltung, Tiergehege, - 28 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 • Friedhöfe. Zum 01.01.2007 erfolgte die Verschmelzung der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH mit der Oberhausener Bauförderungsgesellschaft mbH sowie der Schloß Oberhausen GmbH und damit eine deutliche Ausweitung des operativen Geschäfts im Bereich Flächenmanagement und Vermietungswesen. Hauptkundin der OGM GmbH ist nach wie vor die Stadt Oberhausen. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zu nahezu allen städtischen Tochtergesellschaften. II. Das Geschäftsjahr 2008 1. Allgemeines Bereits seit Aufnahme des operativen Geschäfts ist das Handeln der OGM GmbH wesentlich dadurch geprägt, die Wirtschaftlichkeit, Effektivität und Leistungsfähigkeit stetig zu verbessern und damit nicht nur positive Geschäftsergebnisse zu erzielen, sondern die Stadt Oberhausen bei ihren Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung zu unterstützen und gleichzeitig das in den Aufgabenbereich der OGM fallende Leistungsangebot gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt mit möglichst wenig Einschränkungen aufrecht zu erhalten. Im Geschäftsjahr 2008 ist der Druck, Beiträge zur Haushaltskonsolidierung zu erbringen, noch einmal deutlich gestiegen. So wurden im Rahmen einer von der Bezirksregierung Düsseldorf geforderten Prüfung des Konzerns „Stadt Oberhausen“ durch die Gemeindeprüfungsanstalt sowie durch die BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH auch die Geschäftsfelder der OGM auf mögliche Optimierungs- und Einsparpotentiale untersucht. Auf dieser Basis wurden seitens der Geschäftsführung der OGM GmbH umfangreiche Konsolidierungsvorschläge für die Jahre 2008 ff erarbeitet, die im Sommer 2008 vom Aufsichtsrat genehmigt und vom Rat der Stadt in das städtische Konsolidierungskonzept aufgenommen wurden. Um das hieraus resultierende Konsolidierungspotential zu realisieren, sind zum einen weitere Umstrukturierungen in einzelnen Abteilungen der OGM GmbH, zum anderen ist eine Neudefinition des von der OGM GmbH zu erbringenden Leistungsumfangs erforderlich. Entsprechende Parameter wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2008 erarbeitet. Die entsprechenden Verhandlungen mit der Stadt Oberhausen können jedoch erst im Laufe des Geschäftsjahres 2009 abgeschlossen werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt, um einerseits die Konsolidierungsvorgaben zu erfüllen und andererseits weiterhin positive Ergebnisse für die OGM GmbH zu erwirtschaften, ist das kontinuierliche Bemühen um die Optimierung der Konditionen für Fremdleistungen. Nachdem im Geschäftsjahr 2007 deutliche Einsparungen im Bereich der Gebäude- und Glasreinigung spürbar wurden, haben sich im Geschäftsjahr 2008 die Auswirkungen aus den in 2007 neu verhandelten Verträgen für die Stromversorgung der von der OGM verwalteten Liegenschaften sowie die öffentliche Straßenbeleuchtung und die Lichtsignalanlagen positiv niedergeschlagen. Gleichwohl sind in allen Geschäftsfeldern der OGM GmbH in Bezug auf den Einkauf von Fremdleistungen Preiserhöhungen zwischen 5 – 20 % absehbar. 2. Projekte im Geschäftsjahr 2008 Im Geschäftsjahr 2008 wurden nach entsprechender Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat die folgenden Projekte begonnen bzw. weitergeführt: - 29 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 • Das auf Grund eines Sturmschadens nicht mehr nutzbare Südbad wurde abgerissen. An gleicher Stelle wird mit einem Volumen von 7,2 Mio. € ein neues Hallenbad erbaut. Der Spatenstich erfolgte im Sommer 2007. Die Eröffnung fand Ende Oktober 2008 statt. Im Juni 2006 hat der Aufsichtsrat einen Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines Familienallwetter-Bades an der Marina Oberhausen gefasst. Nachdem die Planungen im 2. Halbjahr 2007 abgeschlossen werden konnten, hat der Aufsichtsrat im Dezember 2007 der Vergabe eines Auftrages in Höhe von 19,6 Mio. € zugestimmt. Die Grundsteinlegung erfolgt im August 2008. Die Eröffnung des Bades soll Ende 2009 erfolgen. Mit der Errichtung der beiden Bäder erfolgt die Umsetzung des im Jahre 2006 vom Rat der Stadt Oberhausen beschlossenen Bäderkonzeptes. • • Im Sommer 2007 wurde an der Straße „Zum Eisenhammer“ ein Grundstück mit einer Gesamtgröße von rd. 62.000 qm zum Preis von 3 Mio. € erworben. Nach umfangreichen Vorbereitungen wurde Ende 2008 mit der Errichtung eines Zentralen Betriebshofs für die OGM GmbH begonnen. Die Baukosten werden sich auf 3,5 Mio. € belaufen. Die Fertigstellung wird im Frühjahr 2009 erfolgen. Mit dem Bezug können die Arbeitsabläufe optimiert und damit die Wirtschaftlichkeit gesteigert sowie die Voraussetzungen für die Beschäftigung weiblicher Arbeitskräfte verbessert werden. Ebenfalls im Sommer 2007 wurde im Stadtteil Osterfeld ein weiteres Grundstück mit einer Gesamtfläche von 1.250 qm erworben. Hier wurde im Herbst 2007 mit der Errichtung eines Kindergartens, der an die Stadt Oberhausen vermietet wird, begonnen. Die Baukosten beliefen sich auf rd. 1,3 Mio. €. Die Eröffnung erfolgte im Frühjahr 2008. • 3. Beteiligungen Die OGM GmbH hält Beteiligungen an der Marina Oberhausen am Centro GmbH sowie an der Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH – ENO. 4. Risikomanagement Die OGM GmbH hat bereits im ersten Halbjahr 2005 in Zusammenarbeit mit einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ein Risiko-Management aufgebaut, das • den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie den gemeinderechtlichen Anforderungen an kommunale Beteiligungsgesellschaften Rechnung trägt, allen Verantwortlichen die Früherkennung und Steuerung unternehmensgefährdender Risiken ermöglicht, einen laufenden Überblick über die aktuelle Risikosituation gibt und Optimierungspotentiale etc. aufzeigt. • Das Risiko-Portfolio wird durch halbjährliche Risiko-Inventuren regelmäßig aktualisiert. Damit haben der Aufsichtsrat, die Geschäftsführung und die leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit eine zeitnahe Übersicht über die Risiken in den einzelnen Bereichen und können gegebenenfalls zeitnah gegensteuern. - 30 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 5. Wirtschaftliche Entwicklung Die Umsatzerlöse im Jahr 2008 belaufen sich auf 96,6 Mio. €im Vergleich zu 89,6 Mio. € im Vorjahr. Das Betriebsergebnis weist einen Überschuss in Höhe von 4.687 T€ aus. Im Vergleich zum Ergebnis des Geschäftsjahres 2007 ist dies ein Rückgang um 594 T€ bzw. 11,3 %. Außerordentliche Einflüsse auf das Ergebnis der OGM GmbH waren – anders als im Geschäftsjahr 2007, das durch die oben genannten Verschmelzungen beeinflusst war - im Geschäftsjahr 2008 nicht zu verzeichnen. Unter Berücksichtigung der Steuerlast ergibt sich für das Geschäftsjahr 2008 insgesamt ein Überschuss in Höhe von 951.793,55 €. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung um 3.318.569,91 €. Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die Entwicklung einiger finanzieller Leistungsindikatoren sowie der Vermögens- und Kapitalstruktur. 2004 Umsatzerlöse (in T€) 70.694 2005 66.620 2006 91.317 2007 89.606 2008 96.575 Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Personalaufwand pro Kopf ( in T€) Jahresergebnis (in T€) 57 % 19 % 39 63 % 20 % 39 47 % 31 % 35 46 % 30 % 34 51 % 31 % 36 931 714 1.700 -2.367 952 Eigenkapital (in T€) Eigenkapitalquote Investitionen (in T€) Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad 3.114 12,4 % 3.733 87,6 % 84,5 % 3.828 10,4 % 8.388 89,6 % 67,9 % 5.528 11,4 % 19.420 88,6 % 82,4 % 3.161 4,8 % 16.087 92,0 % 93,3 % 4.113 5,8 % 14.952 92,3 % 88,9 % Alle vorgenannten Werte machen deutlich, dass sich die OGM GmbH – nicht zuletzt auch durch den engagierten und überdurchschnittlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – weiter - 31 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 positiv entwickelt und den Anforderungen der Stadt Oberhausen an eine verlässliche, wirtschaftliche und bürgerfreundliche Erfüllung der Aufgaben gerecht wird. 8. Sonstiges Notwendige Finanzierungen im Berichtsjahr erfolgten durch Kontokorrentkredite, Darlehen und Leasing-Verträge. Weitere Finanzierungsinstrumente wurden nicht eingesetzt. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Beendigung des Geschäftsjahres 2008 nicht aufgetreten. III. Ausblick Der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2009 weist bei einem Umsatzvolumen von 94,4 Mio. € ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,66 Mio. € und einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 1,02 Mio. € aus. Investitionen sind in Höhe von 3,52 Mio. € vorgesehen. Bei der Aufstellung des Wirtschaftsplans wurden die in 2009 für den Haushalt der Stadt Oberhausen zu erbringenden Konsolidierungsbeiträge berücksichtigt, obwohl die Vertragsverhandlungen mit der Stadt Oberhausen zur Anpassung des Leistungsvertrages und der die Aufgabeninhalte und das Aufgabenvolumen beschreibenden Leistungsverzeichnisse noch nicht abgeschlossen werden konnten. Gegebenenfalls führen die sich im Rahmen der abschließenden Verhandlungen noch ergebende Änderungen zu Auswirkungen auf den Wirtschaftsplan, auf die dann zu gegebener Zeit zu reagieren und - bei negativen Auswirkungen – gegenzusteuern sein wird. Insbesondere können sich Auswirkungen durch die geplante Umstellung der Abrechnungsmodalitäten mit der Stadt Oberhausen – Einführung von marktkonformen Einheitspreisen – ergeben. Noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, inwieweit die OGM GmbH erneut durch möglicherweise von der Bezirksregierung künftig gegen die Stadt Oberhausen verhängte Auflagen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung betroffen ist und eventuell weiteren Prüfungen z.B. auch mit Blick auf die Themen (Teil)-Rekommunalisierung und (Teil)-Privatisierung unterzogen wird. Positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsplan 2009 sind durch das inzwischen beschlossene Konjunkturpaket zu erwarten. Hieraus erwartet die Stadt Oberhausen Mittel in Höhe von rd. 25,4 Mio. €. Hierdurch werden sich das Auftragsvolumen für Baumaßnahmen und damit die zu erwartenden Erlöse deutlich erhöhen. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die positive Entwicklung der OGM GmbH auch im Geschäftsjahr 2009 fortsetzt und ein zumindest dem Wirtschaftsplan entsprechendes Ergebnis erzielt werden kann. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Oberhausen, den 18. März 2009 gez. Bernhard Elsemann Geschäftsführer gez. Hartmut Schmidt Geschäftsführer - 32 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 33 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Marina Oberhausen am Centro GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Bahnhofstr. 66 46145 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/8578-4799 0208/8578-488 - Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 25,00 Gesellschafter: OGM Oberhausener GmbH Gebäudemanagement T€ 12,50 12,50 % 50,00 50,00 STOAG Stadtwerke Oberhausen AG Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb und die Bewirtschaftung des Freizeithafens am Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen. Die Firma darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch Geschäfte vornehmen, die der Erreichung und Förderung des Unternehmenszweckes dienlich sein können, und auch Zweigniederlassungen errichten. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland unter ihrer oder unter anderer Firma Zweigniederlassungen errichten, gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben und / oder Vertretungen von solchen übernehmen und wieder aufgeben. Die Gesellschaft darf sich ferner mit anderen gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen zu Arbeits- und Interessengemeinschaften zusammenschließen und solche auflösen. - 34 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Wichtige Verträge OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Rahmenvertrag über den Betrieb und die Unterhaltung eines Freizeithafens im Bereich des Bebauungsplanes 275B aus 11/2003, durch Verschmelzung der OBG auf OGM übergegangen b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Langenbusch, Jürgen Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Geschäftsführung der OGM Vorstand der STOAG d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag T€ 21,97 2,08 % 91,3 8,7 T€ 20,41 10,13 37,53 % 30,0 14,9 55,1 T€ 18,84 11,04 104,01 % 14,1 8,2 77,7 T€ -1,57 0,91 66,48 % -7,69 8,98 177,14 Bilanzsumme 24,06 100,00 68,06 100,00 133,90 100,00 65,84 96,74 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 17,70 0,70 5,66 % 73,6 2,9 23,5 T€ % T€ % T€ 0,00 % 8,97 59,09 13,2 86,8 16,69 117,21 12,5 87,5 7,72 58,12 86,06 98,36 Bilanzsumme 24,06 100,00 68,06 100,00 133,90 100,00 65,84 96,74 - 35 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 18,32 2,44 2008 T€ 21,50 0,04 55,77 11,05 1,57 11,92 34,43 13,62 55,99 8,33 1,70 5,30 0,30 3,51 10,59 10,59 10,59 1,57 6,94 3,16 -55,22 -55,22 -55,22 7,71 -66,48 -66,48 -66,48 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 91,34 73,56 26,44 Angaben in 31.12.2007 -301,40 -100,00 -53,66 31.12.2008 -309,21 -100,00 -64,92 Angaben in 30,77 149,16 12,30 % % T€ T€ 40,12 51,31 % 31.12.2007 29,99 0,00 100,00 31.12.2008 14,07 0,00 100,00 % % % e) Entwicklung Die Marina GmbH weist für das Geschäftsjahr 2008 einen Jahresfehlbetrag von rd. -66 TEUR aus. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zum 31.12.2008 beträgt rd. 104 TEUR. Die Bewertung wurde trotz der zum 31.12.2008 bestehenden bilanziellen Überschuldung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen, da die Gesellschaft rückwirkend zum 01.01.2009 auf die OGM verschmolzen wurde. - 36 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 37 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 STOAG Stadtwerke Oberhausen AG a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Max-Eyth-Str. 62 46149 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail e-Mail Internet 0208/ 835 5000 0208/ 835 5009 h.worch@stoag.de w.overkamp@stoag.de www.stoag.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: AG 25.600,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen T€ 25.600,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die Bedienung des Nahverkehrs sowie die Beteiligung an Energieversorgungs- und anderen Ver- und Entsorgungsunternehmen. Daneben kann das Unternehmen andere, ihm von der Stadt Oberhausen zugewiesene Aufgaben wahrnehmen. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben an anderen Unternehmen beteiligen, fremde Unternehmen erwerben sowie Hilfs- und Nebenbetriebe einrichten. Wichtige Verträge evo Energieversorgung Oberhausen AG Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der von der STOAG und der RWE Rhein-Ruhr AG im Geschäftsjahr 2003 gegründeten FSO GmbH & Co. KG und der EVO vom 16.12.2003 Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der evo und STOAG vom 24.09.2004 im Rahmen der kaufmännischen Verwaltung für die STOAG Betriebsführungsvertrag zwischen den Betrieben der Stadt Mülheim an der Ruhr und der STOAG vom 24.06.1994 (Straßenbahn). Gestattungs- und Nutzungsvertrag über den Personennahverkehr zwischen der Stadt Oberhausen und der STOAG in der Fassung vom 12.01.2007 sowie Zusatzvereinbarung über die Einrichtung eines rechnergesteuerten Betriebsleitsystems vom 29.11.1989 evo Energieversorgung Oberhausen AG Mülheimer Verkehrsgesellschaft mbH Stadt Oberhausen - 38 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Verkehrsverbund Rhein Ruhr Vertragswerk über den Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) i.d.F. vom 31.12.1989 bestehend aus: - der Zweckverbandssatzung für den Zweckverband VRR - Satzung der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR - dem Kooperationsvertrag für den VRR - dem Einnahmeaufteilungsvertrag b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Vorstand: Mitglied Mitglied Klunk, Peter Overkamp, Werner Hauptversammlung: Der/die Vertreter/in der Stadt in der Hauptversammlung wird jeweils vom Rat der Stadt benannt. In der ordentlichen Hauptversammlung 2008 hat die Stadtverordnete Frau Anne Janßen die Stadt Oberhausen vertreten. Aufsichtsrat: Vorsitzender (Mitglied gem. § 113 GO) 1. stellv. Vorsitzender Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Wehling, Klaus Hausmann, Wilhelm Albrecht-Mainz, Elia Balthaus, Dirk Emmerich, Karl-Heinz Janßen, Dieter Müthing, Christa Niemczyk, Heinz Oberste-Kleinbeck, Kirsten Pflugbeil, Karl-Heinz Kozlik, Peter Kriebel, Carsten Maubach, Horst Röder, Alfred Schneider, Detlef 2. stellvertrender Vorsitzender Prokura: Prokurist Achterfeld, Uwe - 39 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 c) Beteiligungen unmittelbar Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO evo Energieversorgung Oberhausen AG FSO GmbH & Co.KG FSO Verwaltungs- GmbH GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH Marina Oberhausen am Centro GmbH PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH RWE Aktiengesellschaft RW Holding Aktiengesellschaft WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH T€ 12,50 3.276,80 15,00 15,00 38,81 12,50 130,38 3.012,68 661,83 637,50 % 5,94 10,00 50,00 50,00 15,18 50,00 51,00 0,21 0,89 51,00 mittelbar Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO evo Energie-Netz GmbH evo Energieversorgung Oberhausen AG OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Projektgesellschaft FIBE S.p.A., Neapel/Italien T€ 12,63 15,00 13.107,20 17,75 51,13 % 6,00 50,00 40,00 71,00 20,00 0,01 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 92.509,00 17.089,00 20,00 % 84,4 15,6 0,0 T€ 92.640,00 22.620,00 32,00 % 80,4 19,6 0,0 T€ 116.091,50 18.055,97 24,14 % 86,5 13,5 0,0 T€ 23.451,50 -4.564,03 -7,86 % 25,31 -20,18 -24,56 Bilanzsumme 109.618,00 100,00 115.292,00 100,00 134.171,60 100,00 18.879,60 16,38 Passiva Eigenkapital Sonderposten mit Rücklagenanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 38.717,00 % 35,3 T€ 38.717,00 1.275,00 % 33,6 1,1 14,8 50,5 T€ 62.114,95 667,01 18.356,83 53.032,81 % 46,3 0,5 13,7 39,5 T€ 23.397,95 -607,99 1.271,83 -5.182,19 % 60,43 -47,69 7,44 -8,90 16.582,00 54.319,00 15,1 49,6 17.085,00 58.215,00 Bilanzsumme 109.618,00 100,00 115.292,00 100,00 134.171,60 100,00 18.879,60 16,38 - 40 - Stadt Oberhausen bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen Erträge aus anderen Wertpapieren und Beteiligungsbericht 2008 2007 T€ 24.879,94 3.788,18 14.371,66 24.242,22 4.111,69 4.576,04 7.020,60 5.022,48 78,77 2.536,45 -9.048,10 2008 T€ 25.831,25 7.923,07 15.265,09 24.108,13 4.311,20 5.491,44 7.490,95 4.512,78 379,96 2.234,67 -5.272,53 25.418,00 3.858,00 15.201,00 24.386,00 4.246,00 3.426,00 7.903,00 2.502,00 52,00 2.232,00 -9.758,00 -88,00 52,00 Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Erträge aus Verlustübernahmen Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 53,15 52,79 5.325,32 -9.722,00 -9.722,00 -9.101,24 -9.101,24 0,00 0,00 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 50,57 35,32 64,68 Angaben in 31.12.2007 -36,58 -19,03 -4.989,55 60,74 84,56 31.12.2008 -20,62 -8,57 -1.014,12 69,88 71,42 Angaben in -38,25 -20,07 -5.476,00 59,50 83,30 % % T€ T€ % 31.12.2007 48,04 33,58 66,42 31.12.2008 41,44 46,30 53,70 % % % - 41 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 e) Lagebericht 1. Geschäftsentwicklung Unternehmensziele Die Stadtwerke Oberhausen AG ist der kommunale Anbieter für Bus- und Straßenbahnverkehr in Oberhausen. Vier Unternehmensziele stehen gleichberechtigt im Mittelpunkt des wirtschaftlichen und strategischen Handelns: • • • • Wahrnehmung der Regie- und Managementaufgaben für den kommunalen ÖPNV Optimierung der Markt- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens Sicherung der Leistungsfähigkeit des ÖPNV Sicherung der Arbeitsplätze Durch nachfragegerechte Ausrichtung des ÖPNV möchte die STOAG den Fahrgästen Mobilität außerhalb des motorisierten Individualverkehrs ermöglichen und das Umsteigen auf Bus und Bahn fördern. Jeder Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Fahrgastentwicklung Die Fahrgastzahlen sind in den Jahren 2003 bis 2007 um insgesamt 2,3% gestiegen, der jährliche Zuwachs betrug maximal ein Prozent. Wird diese relativ geringe Fahrgaststeigerung zur Entwicklung der Einwohnerzahl der Stadt Oberhausen (- 1,2%) in Beziehung gesetzt und gewertet, sind die Fahrgastzuwächse durchaus zufrieden stellend. Im Jahr 2008 gingen die Fahrgastzahlen erstmals zurück und reduzierten sich um 1% auf 40,2 Millionen. Zu beobachten war ein deutlicher Rückgang des Anteils der Schwerbehinderten unter den Fahrgästen (3%). Dieses ist der Hauptgrund für den minimalen Fahrgastrückgang. Entwicklung der Einwohner- und Fahrgastzahlen Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 Einwohner 219.607 219.159 218.756 218.089 216.910 215.594 Veränderung Vorjahr in % 0,2 0,18 0,3 0,54 0,61 zum Fahrgäste Mio. 39,7 40,1 40,2 40,5 40,6 40,2 in Veränderung Vorjahr in % + + + + 1,0 0,25 0,75 0,25 1,0 zum Im Jahr 2008 wurden die alle zwei Jahre stattfindenden Erhebungen zur Berechnung des Anteils der Schwerbehinderten und der Kunden mit Fahrausweisen anderer VRR-Verkehrsunternehmen in den STOAGVerkehrsmitteln (Übersteiger) durchgeführt. Der Anteil der Schwerbehinderten unter den Fahrgästen ist von 17,4% im Jahr 2000 auf nunmehr 7% im Jahr 2008 gesunken. Der Prozentsatz zur Berechnung der Erstattung für diese unentgeltlich beförderte Fahrgastgruppe beträgt 5,67% im Jahr 2008. Damit sanken die Erstattungen um 498 TEUR auf 1.274 TEUR. - 42 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Entwicklung der Abgeltungszahlungen für die Beförderung Schwerbehinderter Jahr 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 Abgeltungszahlung in TEUR 3.093 2.998 2.879 1.896 1.725 1.885 1.772 1.274 Veränderung in TEUR - 95 - 119 - 983 - 171 + 160 - 113 - 498 Die Zahlungen der STOAG für Übersteiger betrugen 1.329 TEUR und lagen um 625 TEUR unter dem Vorjahreswert von 1.954 TEUR. Entwicklung der Ausgleichbeträge für Übersteiger Jahr 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 Ausgleichsbeträge in TEUR - 584 - 586 + 9 +1.793 - 650 - 335 -1.954 -1.329 Fahrgeldeinnahmen Die Abonnentenzahlen entwickeln sich seit Jahren positiv. Dieser Trend setzte sich auch im Jahr 2008 fort. 35.066 Kunden verfügten über ein Abonnement der STOAG, das bedeutet eine 1,5%ige Steigerung gegenüber dem Vorjahr. 16,3% der Oberhausener Bevölkerung besaß ein Abonnement der STOAG, statistisch gesehen ca. jeder sechste Bürger der Stadt. Derzeit erzielt die STOAG 75,2% der Verkaufserlöse durch Stammkunden und Zeitkartennutzer. Entwicklung der Abonnentenzahlen Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 Anzahl 31.274 32.331 33.635 33.958 34.531 35.066 Veränderung in % + + + + + 3,4 4,0 1,0 1,7 1,5 Die Verkaufsstatistik im Abonnentenbereich weist – mit Ausnahme des Ticket1000 und Ticket2000 in der 9Uhr-Variante – Zuwächse bei allen Ticketarten auf. Die größten Einnahmesteigerungen waren beim Ticket1000 (+12,0%), beim Ticket1000 9 Uhr (+9,9%) und beim BärenTicket (+9,0%) zu verzeichnen. - 43 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Im Barsortiment gab es nur bei den EinzelTickets (+2,8%) und ZusatzTickets (+1,4%) Zuwächse, die Einnahmen bei den übrigen Ticketarten waren, wie schon in den letzten Jahren, rückläufig. Jahr für Jahr erfreulich ist die Entwicklung im Ausbildungsverkehr, die Einnahmen wuchsen weiterhin kontinuierlich und wiesen eine Steigerung von 6,8% auf. Deutliche Zuwächse gab es bei der Monatskarte für Auszubildende, dem YoungTicket (+46,6%), die Zuwächse beim YoungTicketPLUS, der Abo-Variante des Tickets, lagen zwar unter der Vorjahressteigerung, aber mit 16,2% immer noch erfreulich hoch. Die erfolgreiche Ausbildungsoffensive in Oberhausener Betrieben zeigt auch hier positive Auswirkungen. Hoher Kundenakzeptanz erfreuten sich die KombiTickets, die beispielsweise für die Zweitligaspiele von RotWeiß-Oberhausen oder das Megaevent „Ruhr in love“ abgeschlossen wurden. Aber auch die KombiTickets für die Fronleichnamskirmes oder das erstmalig offerierte WeihnachtswaldTicket zum Weihnachtsmarkt in der Oberhausener Innenstadt führten zu einem Anstieg der Verkaufserlöse im Segment Sonderfahrten. Einnahmeentwicklung Zeitfahrausweise Ticketart Ticket1000 Ticket2000 Ticket1000 Abo Ticket2000 Abo Ticket1000 9 Uhr Ticket2000 9 Uhr Ticket1000 9 Uhr Abo Ticket2000 9 Uhr Abo BärenTicket YoungTicket YoungTicket PLUS Firmenticket Veränderung in % + 9,0 + 6,0 + 12,0 + 8,6 - 0,5 - 4,5 + 9,9 + 7,2 + 9,0 + 46,6 + 16,2 + 5,1 Einnahmeentwicklung Bartarif Ticketart Einzelticket Mehrfahrtenticket Tagesticket SchönerTagTicket SchönesWochenendTicket Zusatzticket Veränderung in % + 2,8 - 0,5 - 5,3 + 18,9 - 17,1 + 1,4 Betriebsergebnis Die Verkaufserlöse in Höhe von 23.885 TEUR lagen um 5,65% (1.279 TEUR) über denen des Vorjahres und damit in etwa in Höhe der durchschnittlichen Tariferhöhung von 5,5% zum 01.08.2008. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 6,32% (1.535 TEUR) auf 25.831 TEUR. Die Betriebserträge fielen mit 33.754 TEUR um 5.086 TEUR höher aus als im Vorjahr. Grund hierfür ist in erster Linie die Generierung eines einmaligen Ertrages durch die Kapitalherabsetzung eines Beteiligungsunternehmens. - 44 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Betriebsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.874 TEUR auf 49.176 TEUR. Dies ist hauptsächlich auf gestiegene Rohstoffeinkaufspreise (Diesel) und erhöhte Abschreibungsbeträge insbesondere im Bereich der Forderungsausfälle zurück zuführen. Das Betriebsergebnis veränderte sich gegenüber dem Jahr 2007 um 3.212 TEUR auf -15.422 TEUR. Die Erträge aus Beteiligungen und anderen Wertpapieren betrugen 12.243 TEUR und verminderten sich damit um 327 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (12.570 TEUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 3.775 TEUR auf -5.273 TEUR. Nach Berücksichtigung des Steueraufwands ergibt sich ein reduzierter verbleibender Finanzierungsbedarf in Höhe von 5.325 TEUR (Vorjahr 9.101 TEUR). Entwicklung der Verkaufserlöse Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 Verkaufserlöse in TEUR 18.350 18.662 19.626 20.450 21.771 22.606 23.885 Beteiligungen Der Rat der Stadt Oberhausen hat am 08.09.2008 der unentgeltlichen Übertragung der Geschäftanteile der Stadt Oberhausen an der GMVA Niederrhein GmbH in Höhe von 15,18% auf die STOAG zum Buchwert von 23.397.262 EUR zugestimmt. Am 19.12.2008 wurde die Übertragung beurkundet. Der Übergang von Besitz, Nutzungen, Lasten und Gefahr erfolgte rückwirkend zum 01.01.2008. Betriebsleistung Die Betriebsleistung der STOAG auf Oberhausener Stadtgebiet und den benachbarten Stadtgebieten lag mit 10,67 Mio. Nutzwagenkilometern (Nwkm) geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (10,62 Mio.). Ursache dafür sind die Lage der Wochenfeiertage und der zusätzliche Wochentag aufgrund des Schaltjahres. Entwicklung der Betriebsleistung Jahr 2004 2005 2006 2007 2008 Betriebsleistung in Nwkm 11.325.183 11.338.306 10.681.616 10.622.042 10.669.261 Auch die Aufteilung der Betriebsleistung auf Solo-, Gelenkbus und Straßenbahn hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert. - 45 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Entwicklung der Betriebsleistung je Verkehrsmittel Verkehrsmittel Solobus Gelenkbus Straßenbahn Betriebsleistung 2008 in % 55,0 40,2 4,8 Betriebsleistung 2007 in % 54,4 40,9 4,7 Zum Fahrplanwechsel August 2008 wurden nur geringfügige Veränderungen des Verkehrsangebotes vorgenommen, da sich das neue Netz vom Mai 2006 bewährt hat. Nennenswert ist die Optimierung des Angebots im Stadtteil Alstaden – durch Verschmelzung der Linienwege wurde aus zwei SchnellBus-Linien eine Linie geschaffen. 2. Leistungsprofil Vertrieb und Marketing Prüfdienste Regelmäßige Fahrausweisprüfungen im Linienetz und so genannte Schwerpunktkontrollen in Kooperation mit der Polizei führen zu einer relativ niedrigen Schwarzfahrerquote. Der Anteil der Personen, die kein gültiges Ticket vorweisen konnte (EBE-Fälle), lag bei durchschnittlich 1,4% oder 12.980 Personen. Die hohe Rate der regelmäßigen Fahrgastkontrollen des vergangenen Jahres ist auf einen erhöhten Personaleinsatz bei den Fahrausweisprüfern zurück zu führen. Im Berichtsjahr wurden 905.450 Personen überprüft. Entwicklung der Kontrolldaten Jahr 2004 2005 2006 2007 2008 Anzahl der kontrollen 237.838 462.958 602.979 588.384 905.450 Fahrausweis- Anzahl der EBE-Fälle 4.755 8.507 8.987 7.638 12.980 Neue Tarifstruktur Am 01. August wurde im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr eine neue Tarifstruktur eingeführt. Das neue System basiert auf einer differenzierten Preisgestaltung, die sich an den Reiseweiten der Kunden und der Qualität des ÖPNV vor Ort orientiert. Den Kunden stehen vier anstelle der bisherigen drei Preisstufen zur Verfügung. Während der räumliche Zuschnitt und der Geltungsbereich der Preisstufen A und B gleich geblieben sind, gilt die Preisstufe C für zwei benachbarte Tarifgebiete sowie alle daran angrenzenden Gebiete. Dadurch ergeben sich zahlreiche individuelle Kombinationen mit beträchtlichen Reiseweiten. Für verbundweite Fahrten gilt die Preisstufe D. Die Preisstufe A wurde zweigeteilt und trägt dem unterschiedlichen Niveau des örtlichen ÖPNV-Angebots Rechnung. In 17 Städten mit einem qualitativ hochwertigen Nahverkehrsangebot wird im Zeitkartenbereich ein Zuschlag erhoben – Oberhausen gehört mit dazu. - 46 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Schnupperabo Ausschlaggebend für die Entscheidung, Stammkunde zu werden, ist die praktische positive Erfahrung, das Fahrerlebnis. Wie bereits im Vorjahr wurde den Kunden die Möglichkeit gegeben, sich für ein Schnupperabonnement mit einer Laufzeit von drei Monaten zu entscheiden. Zielgruppe waren in erster Linie Gelegenheitskunden sowie Fahrgäste, die sich nicht für eine zwölfmonatige Bindung an ein Abonnement entscheiden können. 82% Zuwachs bei den Schnupperabos im Vergleich zum Vorjahr zeigt die positive Resonanz auf dieses Angebot. Erfreulich, dass über die Hälfte der Abschlüsse auf das hochwertige Ticket2000 entfallen sind. 57% der „Schnupperabonnenten“ haben sich im Anschluss für ein Jahresabonnement entschieden. Ausschlaggebend für den erfolgreichen Verlauf der Aktion waren neben der Direktansprache der Kunden durch die Kundendienstmitarbeiter und die Bewerbung über die InfoScreens, die in allen drei KundenCentern neu installiert wurden und über Aktuelles informieren, zwei gezielte Aktionen vor den KundenCentern in Sterkrade und am Hauptbahnhof. Kundenbindung Die Berechtigung zur Nutzung des YoungTicketPlus wird regelmäßig kontrolliert. Verbunden wurden diese routinemäßigen Prüfungen mit zwei Maßnahmen zur Kundenbindung. Im Frühjahr wurde Kunden, die nicht mehr in einem Ausbildungsverhältnis stehen, das Ticket2000 Abonnement als Aktion „12 Monate fahren, 11 Monate zahlen“ angeboten. 21% der Abonnenten nutzten dieses Angebot. Effektiver war die zweite Aktion, bei der Kunden, die keine Ausbildungsbescheinigung nachweisen konnten, in ein Ticket1000-Abonnement übergeleitet wurden. 47% dieser Kunden behielten das Ticket1000 oder wechselten in das höherwertige Ticket2000-Abonnement. Als attraktives Angebot für den Einstieg in ein Abonnement wurde Monatskartenkäufern ab August 2008 erstmals eine Bonusaktion offeriert. Kunden konnten sich im Aktionszeitraum den Erwerb einer Ticket2000 Monatswertmarke in eine Bonuskarte eintragen lassen und gegen Vorlage der vollständig ausgefüllten Bonuskarte ein Ticket2000 Abonnement zum Vorzugspreis erwerben. Die Resonanz war sehr positiv. Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Planvolles, strategisches und kontinuierliches Kommunizieren bildet die Basis erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit. Vertrauen zum Unternehmen und zur Dienstleistung aufzubauen ist Ziel jeder PRMaßnahme. Unternehmenskommunikation beeinflusst Werte und Meinungen – im positiven wie auch im negativen Sinne. Eine aktive Steuerung und Entwicklung der Kommunikation ist deshalb genau so wichtig wie das frühzeitige Erkennen von Meinungsbildungsprozessen, Trends und Entwicklungen. Abgestimmte Kommunikations-konzepte – unternehmensintern und verbundweit – bestimmen das Profil des Unternehmens. Einer der Schwerpunkte der Unternehmenskommunikation war die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Corporate Designs. Vertrautes und Innovatives sollen den neuen öffentlichen Auftritt prägen. Wurde das Logo nur marginal überarbeitet, so wurden die Printmedien hingegen grundlegend neu gestaltet. Dynamik und Bewegung, aber auch Verknüpfung und Verbindung drücken die drei geschwungenen Linien aus, verbunden durch das Haltestellen-Icon. Bei den Onlinemedien steht ein Relaunch noch an. Die Zugriffe auf die Website der STOAG haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 16% erhöht und liegen bei durchschnittlich 18.500 Zugriffen pro Tag. - 47 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Kunst als Kommunikationsmittel, aber auch Kommunikation über Kunst und Kommunikation mit Künstlern – der Kulturtransport der STOAG bietet dazu Gelegenheit. Zum sechsten Mal in Folge wurden die Besucher an sieben Veranstaltungstagen zum Kunstgenuss in Bus und Straßenbahn eingeladen. Im regulären Linienverkehr sowie im Rahmen von Sonderfahrten präsentierten ausgesuchte Künstler spezielles Kulturgut: kosmopolitische Musik zum Stummfilmklassiker „Berlin, Symphonie einer Großstadt!“, indische Livemusik zu zeitgenössischer indischer Gegenwartsliteratur oder Poetry Slam. Neu beim diesjährigen Kulturtransport war die Kooperation mit örtlichen und überregionalen Institutionen, so wurde beispielsweise die Aktion mobiLes des Kultursekretariats NRW in die Veranstaltungsreihe integriert. Verkehrsplanung Linienleistungs- und Linienerfolgsrechnung Die Linienleistungs- und Linienerfolgsrechnung ist ein Analyseinstrument, das die Erlöse aus den Fahrgeldeinnahmen (Linienerlösrechnung) in Relation zu den Kosten für das Verkehrsangebot (Linienkostenrechnung) setzt. Anhand der daraus ermittelten Deckungsbeiträge kann die Angemessenheit des Angebots geprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Die Linienerlösrechnung wurde beispielhaft für das Jahr 2007 umgesetzt. Grundlage bildeten die Daten der automatischen Fahrgastzählungen aus 2007, ergänzt durch Daten der Übersteigererhebung 2008, der Verkaufsstatistik sowie durch das Ergebnis der Einnahmeaufteilung von 2007. Die Linienerlösrechnung liefert differenzierte Parameter für jeden Betriebszweig (Bus oder Straßenbahn), für Linien, Tagesarten und – zeiten. Basis der Linienkostenrechnung sind variable Kosten, die für die erbrachten Leistungen verursachungsgerecht ermittelt und zugeordnet werden. Über den Ressourceneinsatz ergeben sich Kostenschlüssel für Personal, Fahrzeuge und Fremdleistungen. Die Linienleistungs- und Linienerfolgsrechnung soll jährlich mit aktuellen Daten fortgeschrieben werden. Während die Linienkostenrechnung bereits in der Hand der STOAG liegt, wird für die Linienerlösrechnung zurzeit von der WVI Braunschweig ein auf einer Datenbank basierendes Berechnungsmodell für die STOAG erarbeitet. Zukünftig kann das gesamte Projekt in Eigenregie fortgeführt werden. Kundenbarometer Vom 13. Mai bis 27. Juni 2008 wurde eine schriftliche Befragung der Oberhausener Bevölkerung durchgeführt, um die Zufriedenheit in den Bereichen Information, Beförderungsqualität, Ticket, Personal und Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs in Oberhausen sowie deren Bedeutung für den Fahrgast zu ermitteln. 900 Fragebogen konnten ausgewertet werden. Eine hohe Kundenzufriedenheit ist nach wie vor einer der größten Garanten für die Kundenbindung, dem wichtigsten Ziel eines Dienstleistungsunternehmens. 35% der Befragten gaben an, vollkommen oder sehr zufrieden mit den Leistungen der STOAG zu sein, weitere 56% waren zufrieden. 9% der Befragten äußerten Unzufriedenheit – ein ähnlicher Wert wie bei der Befragung vor zwei Jahren. Der Wert der Globalzufriedenheit, d.h. der generellen Zufriedenheit der STOAGKunden, hat sich von 2,62 im Jahr 2002 über 2,65 im Jahr 2004 und 2,63 im Jahr 2006 auf 2,65 im Jahr 2008 entwickelt. Damit schneidet die STOAG im Vergleich zum bundesweiten Branchendurchschnitt von 2,87 überdurchschnittlich gut ab. Die Zufriedenheit der Fahrgäste konnte wesentlich im Bereich der Leistungsgruppe Ticket gesteigert werden. Die „Möglichkeit des Ticketerwerbs“ wurde mit 2,50 sowie die „Ticketautomaten“ mit 3,01 besser als im - 48 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Jahre 2006 bewertet. Hier ist auch die größte Steigerung der sehr zufriedenen Kunden zu verzeichnen. Das wichtigste Leistungsmerkmal für die Globalzufriedenheit der Kunden und insofern auch maßgebend für die Kundenbindung insgesamt, ist das Linien- und Streckennetz. Das Angebot wurde mit 2,57 überdurchschnittlich, aber etwas schlechter als im Jahr 2006 bewertet. Zwischen den Erhebungen 2006 und 2008 hat die STOAG ein neues Busliniennetz mit reduzierter Leistung eingeführt. Die Zufriedenheit mit Informationen bei Störungen und Verspätungen war bei der STOAG – wie auch bei anderen Verkehrsunternehmen – eher gering. Der Wert beträgt 3,91, hat sich jedoch gegenüber dem Jahr 2004 mit 3,96 und dem Jahr 2006 mit 3,94 kontinuierlich verbessert. Hierzu hat die Einführung der dynamischen Fahrgastinformation beigetragen. Alle im Rahmen des Kundenbarometers identifizierten Handlungsfelder zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit werden analysiert, um konkrete Maßnahmen abzuleiten. Aktuelle Projekte wie der Ausbau der dynamischen Fahrgastinformation und des Beschwerdemanagements sind Maßnahmen, die an den bestehenden Kritikpunkten bereits ansetzen. Technische Infrastruktur Trassensanierung Um die Leistungsfähigkeit und Betriebssicherheit der ÖPNV-Trasse zu erhalten, werden Fahrbahndecke und Bauwerksabdichtung in einem dreijährigen Sanierungsprogramm (2007 bis 2009) abschnittsweise saniert. Mit der Fertigstellung der beiden Bauabschnitte „MAN/GHH“ und „Eisenheim“ wurden im Jahr 2008 weitere 850 laufende Meter Trassenfahrbahn planmäßig erneuert. Zusammen mit der Baumaßnahme aus dem Vorjahr sind derzeit rund 80% des Gesamtbauprogramms fertig gestellt. Bauorganisation, Bauverfahren und Baustofftechnologie wurden dem modernsten Stand der Technik entsprechend gewählt. Mit der Errichtung der neuen Trassenzufahrt/-abfahrt an der Sterkrader Straße konnte die Verkehrsführung während der Sanierungsphase für den Busbetrieb nochmals wesentlich optimiert und die erforderliche Umfahrung ab bzw. bis OLGA-Park merklich verkürzt werden. Dynamische Fahrgastinformation (DFO) Die dynamische Fahrgastinformation, bis im Jahr 2006 bestehend aus Anzeigetafeln am Oberhausener Hauptbahnhof, wurde in zwei Stufen ausgebaut. Im Zuge der zweiten Ausbaustufe wurden 2008 im gesamten Stadtgebiet 34 Anzeiger an 15 Haltestellen installiert. Die ÖPNV-Trasse ist von der Landwehr bis zum Neumarkt komplett mit Anzeigern ausgerüstet. Darüber hinaus wurden weitere wichtige zentrale Haltestellen und Umsteigepunkte wie zum Beispiel Rathaus Sterkrade, Bero Zentrum, Holten Markt, Rathaus und Flockenfeld mit Anzeigefahnen und Stelen bestückt. Bei diesen Haltestellen kommt die zukunftsweisende UMTS-Technik zum Einsatz. Durch diese Technik kann auf eine kostspielige Verkabelung zu den außen liegenden Standorten vollständig verzichtet werden. Die Daten werden über ein öffentliches Mobilfunknetz und das Internet zu den Anzeigern übertragen. An der Haltestelle werden diese Daten über einen Kurzstreckenfunk verteilt, dieses bedingt lediglich einen Stromanschluss zum Betrieb eines Anzeigers. Im Stadtgebiet Oberhausen sind an insgesamt 33 Haltestellen 102 Anzeiger für die dynamische Fahrgastinformation eingesetzt. Ein weiterer Ausbau – fünf Anzeiger an häufig frequentierten Umstiegshaltestellen sowie ein weiterer Vorweganzeiger am Bahnhof Sterkrade – ist geplant. - 49 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Umzug der Leitstelle Im Zuge des Neubaus der Verwaltung wird die Leitstelle vom heutigen Standort Neue Mitte in den Neubau an der Max-Eyth-Straße integriert. Da die gesamte Leitstellentechnik auf der ÖPNV-Trasse untergebracht ist, mussten umfangreiche Fernsteuerungsmöglichkeiten geschaffen werden, die eine vollumfängliche Bedienung der gesamten Technik von der neuen Leitstelle aus ermöglicht. Über eine leistungsfähige Lichtwellenleiterverbindung von der Neuen Mitte zur Max-Eyth-Straße können zukünftig folgende Systeme ferngesteuert werden: • Funkanlage (Betriebs- und Arbeitsfunk) • Fernwirkanlage (Steuerung Fahrstrom) • Videoüberwachung (Überwachung von Trasse und Betriebshof) • Notrufanlage (Notrufsäulen Trasse) • Haltestellen Bedienrechner (Beleuchtung, Fahrtreppen, Aufzüge, etc.) Zusätzlich wurden die bisherigen Funktionen der Ausfahrt in die neue Leitstelle integriert. Für die neue Leitstelle wurden ergonomische Arbeitsplätze mit integrierten Bildschirmen und optimierten Bedienmöglichkeiten konzipiert und beschafft. Werkstatt und Betriebseinrichtungen Fuhrpark Die endgültige Fassung des Luftreinhalteplans für Oberhausen sowie das übrige Ruhrgebiet ist seit dem 04. August 2008 rechtsverbindlich. Ein Drittel des Oberhausener Stadtgebietes (23,8 km²) wurde am 01. Oktober 2008 zur Umweltzone erklärt. Seitdem gilt die Plakettenpflicht für alle Fahrzeuge, die in die Umweltzone einfahren. Alle STOAG-Fahrzeuge erfüllen diese Bedingungen. Das Konzept der Busbeschaffung ist darauf ausgerichtet, durch kontinuierliche Neubeschaffung von rund zehn Prozent der Fahrzeugflotte die Instandhaltungskosten auf niedrigem Niveau zu stabilisieren und die Reduzierung der Emissionen zu forcieren. Dazu wurden im Jahr 2008 zwölf Gelenkbusse vom Typ MAN Lion`s City A 23 mit EEV (Enhanced Environmentally friendly Vehicle) bestellt, die im Februar 2009 ausgeliefert wurden. Diese besonders umweltschonenden Fahrzeuge übertreffen die Abgasqualität der ab Oktober 2008 bei Lkw und Bussen für alle neuen Fahrzeugtypen gültigen Euro 5 Norm. Die Investitionssumme von 3.800 TEUR beinhaltet die Nachrichtentechnik, Klimaanlagen, TFT-Monitore und Rollstuhlrampen. Das Durchschnittsalter der Busflotte betrug am Stichtag 31.12.2008 sechs Jahre und elf Monate. Mit Ausnahme der Oldtimer Straßenbahn aus dem Jahr 1899 und zweier Schulbusse sind alle Fahrzeuge mit Niederflurtechnik ausgestattet. Der Ausrüstungsgrad der Busse mit TFT-Monitoren beträgt 56%, Klimaanlagen gibt es in 82% der Busse. - 50 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Entwicklung und Ausrüstungsstand der Busse Jahr Gesamtbestand Busse (31.12.2008) 136 136 128 131 128 121 121 125 125 Bestand Solobusse davon Solobusse mit Klimaanlage 7 13 23 31 31 49 57 57 57 Bestand Gelenkbusse davon Gelenkbusse mit Klimaanlage 9 11 11 13 18 18 29 45 45 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 98 96 88 89 81 74 66 66 66 38 40 40 42 47 47 55 59 59 Hybridtechnologie Hybridbusse werden seit einiger Zeit erfolgreich im Rahmen von Pilotprojekten in verschiedenen Verkehrsunternehmen eingesetzt. Die STOAG hat im Februar 2008 den Doppelgelenk-Hybridbus der Firmen Hess AG und Vossloh Kiepe Electrial Systems im Linienverkehr getestet. Damit konnten Erfahrungen sowohl hinsichtlich der Fahreigenschaften eines 25 Meter langen Busses als auch hinsichtlich der Hybridtechnik gesammelt werden. Geplant ist die Anschaffung eines Doppelgelenk-Hybridbusses zurzeit nicht. Photovoltaikanlage Ein verantwortungsvoller und effizienter Umgang mit Energie ist für die STOAG als Ökoprofit-zertifizierter Betrieb eine Selbstverständlichkeit – nicht nur beim Einsatz moderner Fahrzeuge mit energiesparenden Motoren. Im Rahmen der Teilnahme am European Energy Award® konkretisierte sich die Idee, eine Photovoltaikanlage auf den Hallendächern des Unternehmens zu errichten. Die Machbarkeitsstudie der EnergieAgentur.NRW in Kooperation mit der Energieversorgung Oberhausen AG ergab die Nutzungsmöglichkeit von 3.500 m² der 9.000 m² großen Dachfläche. Nach vier Monaten Bauzeit ging die Anlage Mitte November 2008 ans Netz. Insgesamt wurden 2.120 polykristalline Solarpaneele mit einer Leistung von 466 kWp montiert. Die STOAG rechnet mit einer jährlichen Einspeisung von 424.402 kWh bei einem Leistungsabfall von 1% pro Jahr. Das ergibt eine jährliche CO2-Einsparung von rund 250 Tonnen. Mit der Anlage erweitert die STOAG ihre ressourcensparenden Aktivitäten um den Bereich der erneuerbaren Energien und leistet einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Profil der Stadt und der Region. Stichwort European Energy Award®: Der European Energy Award® (EEA) wird an europäische Städte und Gemeinden verliehen, die sich erfolgreich an einem Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren zum schonenden Energieeinsatz beteiligt haben. Seit 2005 nimmt die Stadt Oberhausen an dem Projekt teil, um die Energieerzeugung und Energienutzung zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen. Ziel ist die Erschließung neuer Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz. Die STOAG ist als ständiges Mitglied im EEA-Projekt vertreten. Im Jahr 2008 lag das Ergebnis der Zertifizierung für die Stadt Oberhausen bei effektiven 66,7% - dieser Wert ist gleichzusetzen mit einer Silbermedaille. Der Bereich Mobilität trat erneut bei der Zertifizierung mit 84% besonders positiv hervor, im Bereich Öffentlicher Verkehr mit 91%. Ausschlaggebend dafür sind Leistung und Infrastruktur der STOAG. - 51 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Neubau Verwaltungsgebäude Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Oberhausen AG entspricht energietechnisch nicht den heutigen Anforderungen. Auf Grund von Defiziten in der Bausubstanz, einer veränderten Mitarbeiterstruktur und nicht zuletzt den teilweise nicht mehr den Standards entsprechenden Büroräumen musste das heutige Verwaltungsgebäude umfassend saniert oder neu gebaut werden. Unter Einbeziehung energietechnischer und ökologischer Aspekte sowie der Standardanforderungen an moderne Arbeitsplätze entschloss sich die Unternehmensführung zum Neubau. Die Grundsteinlegung fand am 08. April 2008 statt. Beim Bau wurden insbesondere Kriterien zur energetischen Optimierung in der Gebäudebewirtschaftung und zur Verbesserung des Raumklimas berücksichtigt. Die Klimatisierung erfolgt über Kühldecken und Fußbodenheizung als Wärme-dämmverbundsystem. Für die optimale Nutzung dieses Systems wurden die Büros nach Norden ausgerichtet. Das neue Verwaltungsgebäude mit einer Gesamtfläche von 2 000 m² (Altbau: ca. 1.350 m²) ist selbstverständlich barrierefrei. Die Leitstelle, zurzeit an der Haltestelle Neue Mitte ansässig, wird in den Neubau integriert. Die Arbeitsabläufe im Unternehmen können zukünftig besser koordiniert werden. Der Neubau ist im April 2009 bezugsfertig. Eine getrennte Ein- und Ausfahrt der Busse ermöglicht ein verändertes Abstellkonzept der Fahrzeuge auf dem Betriebshof und führt zur Einsparung von Dieselkraftstoff sowie zur Reduzierung des CO2-Ausstosses. Das Einsparvolumen beträgt ca. 30 TEUR pro Jahr. Regenwassermanagement Die STOAG plant auf dem Betriebshof Maßnahmen zur gezielten Regenwasserbewirtschaftung. Zukünftig soll das auf den Hallendächern und den befestigten Hofflächen anfallende Regenwasser vom Mischkanalnetz abgekoppelt werden. Derzeit werden technische Möglichkeiten und deren Finanzierung über die Emschergenossenschaft geprüft. Dazu wurde im Jahr 2007 ein Antrag zur Teilnahme am Programm "Förderung/Finanzierung von Maßnahmen der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung durch die Emschergenossenschaft" gestellt. Die Förderung beträgt 80% der Projektkosten. 3. Mitarbeiter Personalkennzahlen Am Stichtag 31. Dezember beschäftigte die STOAG – ohne Auszubildende, geringfügig Beschäftigte und Mitarbeiter in der Ruhephase der Altersteilzeit – 477 Mitarbeiter. Damit erhöhte sich die Belegschaft um acht Mitarbeiter, blieb allerdings wie im Vorjahr unter der Grenze von 500. Personalbestand Personalbestand Management Fahrdienst Werkstatt und Infrastruktur Verwaltung Gesamt 2008 8 377 54 38 477 2007 8 368 56 37 469 technische - 52 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Das Durchschnittsalter der Beschäftigten betrug wie im Vorjahr 46 Jahre. Dieser relativ hohe Wert ergibt sich aus der zurückhaltenden Einstellungspraxis der vergangenen Jahre. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit lag bei 18 Jahren. Daraus resultiert auch die große Anzahl an Jubilaren, die für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Unternehmen geehrt wurden: zwölf Mitarbeiter blickten auf eine 25-jährige Dienstzeit zurück, weitere 13 waren 35 Jahre und drei Mitarbeiter 40 Jahre im Unternehmen tätig. Altersstruktur Alter in Jahren 21-30 31-40 41-50 51-60 über 60 Anteil der Beschäftigten in % 4,78 17,26 40,33 33,26 4,37 Personalaufwand Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 24.108 TEUR und lag damit um rund 0,6 % unter dem Vorjahreswert. Die unterschiedlich hohen Rückstellungen für die Altersteilzeit sind Grund für die Schwankungen des Personalaufwands der letzten Jahre. Am 31. März 2008 haben die Tarifverhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehrsbetriebe (TV-N NW) ihren Abschluss gefunden. Hierbei wurden folgende Ergebnisse erzielt: Ab 1. Januar 2008 erhalten alle Entgeltgruppen einen Sockelbetrag von 50 EUR brutto sowie anschließend eine Tariferhöhung von 3,1 %. Ab 1. Januar 2009 erfolgt eine weitere prozentuale Erhöhung um 2,8 %. Im Januar 2009 erhalten alle Beschäftigten eine einmalige Sonderzahlung von 225 EUR/brutto. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Sonderzahlung anteilig, entsprechend dem Umfang ihrer Arbeitszeit. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wurde ab 1. Juli 2008 von 38,5 Stunden auf 39 Stunden erhöht. Entwicklung des Personalaufwands Jahr 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 Personalaufwand in TEUR 24.785 25.469 25.127 25.511 23.880 24.386 24.242 24.108 - 53 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Personalaufwand Aufwandsart Entgelte Jahressonderzahlung Jubiläumsgeld/Sachbezüge Krankenbezüge Mehrarbeit Gesetzliche Sozialversicherung Beiträge zur Berufsgenossenschaft Sonstiger Personalaufwand (u. a. Rückstellungen) Prozentualer Anteil 63,17 4,94 1,29 4,86 1,70 13,21 0,51 10,32 Aus- und Weiterbildung 16 junge Menschen waren 2008 in einem der drei Ausbildungsberufe, die im Unternehmen angeboten werden, beschäftigt: neun zur Ausbildung als Kfz.-Mechatroniker – diese Ausbildung wird in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH (WBO) durchgeführt – fünf zur Ausbildung als Kauffrau bzw. Kaufmann für Verkehrsservice. Seit dem 01. September 2008 bildet die STOAG zum ersten Mal zwei Jugendliche zur Fachkraft im Fahrbetrieb aus. Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst Schwerpunkte im Bereich der Arbeitsorganisation, der Planung und Disposition des Fahrbetriebes, des Vertriebs von Dienstleistungen, der Bearbeitung von Kundeneingaben, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Beschwerdemanagement sowie der kaufmännischen Betriebsführung. Während der Ausbildung werden diese Auszubildenden den Führerschein zur Fahrgastbeförderung erlangen. Vier Auszubildende haben 2008 ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurden in ein zunächst befristetes Arbeitsverhältnis übernommen, sofern dieses auch dem Wunsch des fertigen Auszubildenden entsprach. Am 01. September 2008 haben sechs Auszu-bildende ihre Tätigkeit bei der STOAG begonnen. Deeskalationstraining Beschäftigte von Verkehrsunternehmen, die durch ihre Tätigkeit regelmäßig Kontakt zu Kunden haben, sind immer häufiger Konflikten ausgesetzt, die eskalieren und zu verbalen oder nonverbalen Übergriffen führen können. Im Berichtsjahr wurden für Beschäftigte im Fahrdienst und im Kundendienst freiwillige Seminare angeboten, in denen deeskalierende Techniken anhand von praxisnahen Übungen und Informationen vermittelt wurden. Das richtige Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Kunden gegenüber entscheidet, ob ein Konflikt entsteht oder eine Eskalation verhindert werden kann. In 15 Seminaren wurden insgesamt 134 Beschäftigte trainiert. audit berufundfamilie® Als strategisches Managementinstrument unterstützt das audit berufundfamilie® Unternehmen, eine familienbewusste Personalpolitik nachhaltig umzusetzen. Das audit erfasst den Status quo der bereits vorhandenen Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das betriebsindividuelle Entwicklungspotential wird systematisch ermittelt und aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu einer umfassenden und erfolgreichen Gesamtstrategie entwickelt. Die individuell zugeschnittenen Lösungen erfordern ein gesamtunternehmerisches Handeln. - 54 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die STOAG hat konkrete Ziele und Maßnahmen erarbeitet und wurde am 25. August 2008 auditiert. Die Umsetzung ist auf drei Jahre angelegt und berücksichtigt sowohl die Bedürfnisse der Beschäftigten als auch die Möglichkeiten des Unternehmens. Zurzeit werden Vorbereitungen getroffen, um erste Maßnahmen einzuleiten. Laut einer von der berufundfamilie gGmbH in Auftrag gegebenen Studie steigen Zufriedenheit und Motivation (in 85% der Fälle) sowie die Qualität der Arbeit (in 70% der Fälle). Betriebliche Gesundheitsförderung Seit zehn Jahren beschäftigt sich der Arbeitskreis Gesundheit mit Themen der betrieblichen Gesundheitsförderung und entwickelt Maßnahmen zur Prävention mit dem Ziel, die Arbeits- und Beschäftigungsvoraussetzungen gerade auch im Hinblick auf die längere Lebensarbeitszeit und das relativ hohe Durchschnittsalter der Beschäftigten zu erhalten. Schwerpunkte des Jahres 2008 waren neben dem Kursangebot „Ernährung und Bewegung“ die Themen „Aufrechterhaltung des Fahrdienstes bei Pandemie“, „Steigendes Durchschnittsalter der Beschäftigten“ sowie die für 2009 geplante Mitarbeiterbefragung. Im Sommer fanden in Kooperation mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung Lungenfunktionsmessungen statt, im Frühjahr 2008 wurde durch den BAD die Augenuntersuchung für Bildschirmarbeitsplätze und im Herbst die jährliche Grippeschutzimpfung durchgeführt. Des Weiteren fand im September 2008 anlässlich des zehnjährigen Jubiläums ein Gesundheitstag unter Federführung der AOK und des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung statt. Im Mai 2009 wird eine Mitarbeiterbefragung zu den Schwerpunktthemen Arbeitsbelastung und Arbeitszufriedenheit durchgeführt. Die Befragung basiert auf einem Fragebogen des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung, der im Arbeitskreis modifiziert wurde. Der Krankenstand verringerte sich im Jahr 2008 und lag bei 7,9% (Vorjahr bei 9,6%). Arbeitssicherheit Alle mit Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beauftragten Fachleute und Führungskräfte haben ihre Aufgaben mit Unterstützung des betriebsärztlichen Dienstes auch über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus erfüllt. Mit 25 an die Berufsgenossenschaft gemeldeten Betriebs- und Wegeunfällen erhöhte sich die Zahl von 4,0 Arbeitsunfällen pro 100 Beschäftigte im Jahr 2007 auf 5,3 Arbeitsunfälle pro 100 Beschäftigte. 4. Ausblick Haushaltssituation der Stadt Oberhausen und Auswirkungen auf das ÖPNV-Angebot Die Finanzsituation der Stadt Oberhausen hat auf der Grundlage der Verfügung der Bezirksregierung Düsseldorf zum Haushalt 2007 zu einer umfassenden Prüfung sowohl der städtischen Finanzsituation als auch der städtischen Beteiligungen geführt. Bei der STOAG wurden die Angebotsqualität und die wirtschaftliche Erbringung der Verkehrsleistung untersucht. Die Analyse ergab, dass die Leistungen wirtschaftlich und effektiv erbracht werden, das Leistungsangebot gegenüber vergleichbaren anderen Städten überdurchschnittlich hoch ist. Aufgrund der extrem angespannten Haushaltssituation der Stadt – der Haushaltsentwurf 2008 weist einen Fehlbetrag in Höhe von 140 Millionen Euro auf – wurde die STOAG gebeten, Lösungsvorschläge zur Reduzierung der Finanzierung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen durch die Stadt Oberhausen zu unterbreiten. Im Haushaltssicherungskonzept 2008 der Stadt wurde beschlossen, das ÖPNV-Angebot kontinuierlich bis zum Jahr 2012 zu reduzieren. Mit dem Fahrplanwechsel im August 2008 wurden Linienleistungen für rund - 55 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 104 TEUR eingespart. Für das Jahr 2009 müssen weitere 878 TEUR durch Reduzierung im Leistungsangebot eingespart werden. Mit Zustimmung der Stadt Oberhausen als Aufgabenträger wird zum Fahrplanwechsel am 14. Juni 2009 die SchnellBus-Linie 95 eingestellt. Gleichzeitig wird der Betrieb der Buslinien auf ein neues Nachtnetz umgestellt, das ab 21 Uhr einsetzt. Darüber hinaus trägt ein Sommerfahrplan den geringeren Fahrgastzahlen in der Ferienzeit Rechnung. Die Leistungsreduzierung soll eine Einsparung von zwei Millionen Euro pro Jahr erbringen. Die Haushaltssicherung wird Schwerpunktaufgabe der Stadt in den nächsten Jahren sein. Das Augenmerk der STOAG muss darauf gerichtet sein, die Kundenzufriedenheit, die daraus resultierenden Fahrgastzahlen und die Einnahmen nicht zu gefährden. Neufassung des PBefG Der vom Bundesministerium Verkehr, Bau und Städtebau (BMVBS) vorgelegte Entwurf für eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) hat zu intensiven und kontroversen Diskussionen geführt. Eine Neufassung des PBefG wird angestrebt, da mit Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung 1370/2007 zum 03.12.2009 das vorhandene PBefG teilweise widersprüchliche Aussagen zu der EU-Verordnung trifft. Der Arbeitskreis ÖPNV sowie die Verkehrsministerkonferenz sind beauftragt, die Stellungnahme des Bundesrates auf Basis der Vorschläge der Länder zu koordinieren und zu einer einheitlichen Position zu führen. Der Auftrag wurde aufgrund fehlender Aussicht auf eine Einigung zwischen den Ländern zurückgegeben. Der Bund-/Länderfachausschuss befasst sich weiterhin mit der Neufassung des PBefG. Aufgrund der unterschiedlichen Stellungnahmen erscheint es nicht ausgeschlossen, dass es zu keiner Verabschiedung eines neuen PBefG und damit vor Inkrafttreten der EU-Verordnung 1370/2007 am 03.12.2009 kommt. Dies führt dazu, dass u. a. zurzeit auf Bundesebene zwei Optionen diskutiert werden. Die eine Option sieht vor, dass das PBefG nicht geändert wird. Dies hätte zur Folge, dass im Falle von Rechtstreitigkeiten das derzeitige PBefG im Lichte des Europarechtes, also der EU-Verordnung 1370/2007, und des Primärrechts ausgelegt werden müsste. Zu welchen Ergebnissen eine solche Auslegung führen würde, ist kaum prognostizierbar. Zahlreiche Vorschriften im PBefG sind mit der Verordnung 1370/2007 nicht vereinbar. Als zweite Option wird diskutiert, die Zuständigkeit für den ÖPNV im Rahmen der Föderalismusreform im Kern an die Länder verantwortlich zu übertragen. Dies hätte wiederum zur Folge, dass das Land NRW sein ÖPNV-Gesetz innerhalb kürzester Zeit mit den entsprechenden materiell rechtlichen Regelungen ergänzen müsste. Ob dies bis zum 03.12.2009 gelingen wird, ist fraglich. Es ist deshalb für einen gewissen Übergangszeitraum nach dem 3.12.2009 mit einer erhöhten Rechtsunsicherheit infolge des nicht an den EU-Rechtsrahmen angepassten PBefG zu rechnen. Da die Weiterauslegung des Begriffs der Eigenwirtschaftlichkeit im § 13 PBefG auf die Teilbereichsausnahme in Art. 1 der EG-Verordnung 1191/69 zurückzuführen ist, die EU-Verordnung 1370/2007 jedoch zukünftig keine Teilbereichausnahmen mehr vorsehen wird, kann der Begriff der Eigenwirtschaftlichkeit nicht mehr wie bisher ausgelegt werden. Das könnte dazu führen, dass die Verkehre, die mit gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen betraut werden, zukünftig nur nach § 13 a PBefG genehmigt werden können. Im § 13 PBefG könnten sich dann die vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen favorisierten „kommerziellen Verkehre“ wieder finden. Es besteht damit die Gefahr einer möglichen „Rosinenpickerei“ bei der Erteilung von Liniengenehmigungen. Privat geführte Verkehrsunternehmen könnten auf diese Weise die Genehmigung für ertragsstarke Linien erlangen. Die kommunalen Verkehrsunternehmen im VRR gleichen heute auch mit den Gewinnen ertragsstarker Linien die Verluste schwächerer Linien aus. Die ertragsstarken Linien würden dann den kommunalen - 56 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Verkehrsunternehmen nicht mehr zur Verfügung stehen mit der möglichen Konsequenz, dass die Ausgleichzahlungen an die kommunalen Unternehmen infolge verringerter Einnahmen steigen. Kundenforum Mehr Mitspracherecht für Fahrgäste ermöglichen die Kundenforen, die ab 2009 zweimal jährlich bei der STOAG durchgeführt werden. Fahrgäste sollen dazu ermutigt werden, offen ihre Meinung zu äußern und mit Experten des Unternehmens ins Gespräch zu kommen. Ein erfahrener Moderator wird das Gespräch leiten, an dem maximal 50 Kunden teilnehmen. Das Kundenforum steht für ein neues Angebot in der Unternehmenskommunikation. Durch den unmittelbaren Kontakt und die persönliche Diskussion wird die partnerschaftliche Kundenbeziehung gestärkt – ein wichtiges Instrument der Kundenbindung also, aber auch der Informationserschließung aus dem Kundenkreis. Erfahrungsgemäß fördert gerade die freie Diskussion der Kunden auch die Kreativität: Neue Gedanken und Ideen werden erwartet. Bereits eine gute Idee aus dem Kundenforum kann hilfreich für die Optimierung von Unternehmensprozessen sein. Die Kundenforen sind für April und November 2009 terminiert. Elektronische Einstiegskontrolle Im zweiten Halbjahr 2009 wird die STOAG den ganztägigen kontrollierten Vordereinstieg in Verbindung mit einem elektronischen Einstiegskontrollsystem einführen. Der in den meisten VRR-Mitgliedsunternehmen bereits praktizierte ganztägige kontrollierte Vordereinstieg weist eine große Lücke im Kontrollsystem auf, da das Fahrpersonal nur Papiertickets, nicht aber die Chip-Karten prüfen kann, da hier die prüfungsrelevanten Daten nicht sichtbar sind. Durch Einführung der elektronischen Einstiegskontrolle kann die Überprüfung auf alle derzeit gültigen Ticketmedien ausgeweitet werden. Die STOAG rechnet mit einem Anstieg der Einnahmen der EinzelTickets um zwei bis drei Prozent im ersten Jahr nach der Einführung. Die Nachrüstung der Busse mit elektronischen Einstiegskontrollsystemen wird von der VRR AöR mit einem Fördersatz von 85% bezuschusst. Ein entsprechender Antrag wurde in 2008 gestellt. Ertragslage Die zum 01.08.2008 durchgeführte Tarifstrukturreform und die damit verbundene Tarifanpassung wirken noch im Jahr 2009 nach. Für den 01.08.2009 ist eine weitere Preisanpassung in Höhe von 3,4% geplant. Die STOAG geht von Mehreinnahmen in Höhe von rund 2% aus unter Berücksichtigung der Leistungsreduzierungen beim Liniennetz in der zweiten Jahreshälfte. Die Vorhaltekostenförderung reduziert sich weiter. Erstmals wird auf der Ertragsseite die Einspeisevergütung aus der Ende 2008 in Betrieb genommenen Photovoltaikanlage verbucht. Die Kraftstoffpreise werden weiterhin starken Schwankungen unterliegen, sich aber langfristig tendenziell auf hohem Niveau einpendeln. Reduzierungen im Liniennetz werden im Jahr 2009 durch Einsparungen an Subunternehmerleistungen vorgenommen. Restrukturierungsmaßnahmen führen zu weiter rückläufigen Mitarbeiterzahlen, der Personalaufwand wird dennoch unter Berücksichtigung der Tarifsteigerung leicht ansteigen. - 57 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Erstmalig wird die STOAG 2009 Beteiligungserträge von der GMVA Niederrhein GmbH erhalten, die zu einem prognostizierten Gesamtbetriebsergebnis führen werden, das ein geringeres Defizit als im Geschäftsjahr 2008 aufweist. Vermögens- und Finanzlage Das Finanzvermögen hat sich gegenüber den vergangenen Jahren nicht geändert. Die STOAG verfügt über eine ausreichende Eigenkapitalquote. Größere Investitionen werden über Kredite getätigt. Durch Bürgschaften der Stadt Oberhausen können hierfür bei den Banken günstigere Konditionen ausgehandelt werden. 5. Risikomanagement Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verpflichtet Kapitalgesellschaften unter anderem zur Einrichtung eines Risikomanagementsystems, um frühstmöglich Entwicklungen zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können und rechtzeitig angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Zur Sicherung der Unternehmensziele, des künftigen Erfolges des Unternehmens sowie zur Senkung der Risikokosten führt die STOAG jährlich eine Risikoinventur durch. Alle erfassten Risiken werden durch Risikopaten hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung eingestuft. Die Risiken werden dabei nicht nur auf die mit den Risiken verbundenen Kosten, Erlöseinbußen, Margenverluste oder Betriebsunterbrechungen untersucht, es wird auch der Einfluss auf Ressourcen, wie z. B. Personenschäden oder Imageverlust analysiert. In der Risikoinventur 2008 wurden dieselben elf Risiken wie im Vorjahr erfasst. Wesentliche Veränderungen gab es nur beim Risiko Nr. 11 – Verlust von Konzessionen. Die EUVerordnung 1370/2007 sieht neben den Regularien im ÖPNV vor, dass der Aufgabenträger sein eigenes Unternehmen mit der Erbringung von ÖPNV-Leistungen beauftragen kann. Die Rechtsnorm EU-Verordnung 1370/2007 muss noch in nationales Recht durch ein neues PBefG umgesetzt werden. Derzeitig wird nicht angenommen, dass zum 03.12.2009 ein neues PBefG in Deutschland gilt. Auch wird diskutiert, ob kommerzielle Verkehre Vorrang bei der Direktvergabe an den internen Betreiber haben sollen. Falls dieses in Zukunft zutreffen würde, müsste gegebenenfalls die STOAG in Konkurrenz zu anderen Anbietern bei Erteilung von Linienkonzessionen treten. Entwicklungen, die im Sinne des KonTraG existenzbedrohend sein könnten oder in der Lage sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich zu beeinträchtigen, sind derzeit nicht zu erkennen. Oberhausen, den 07. April 2009 Stadtwerke Oberhausen Aktiengesellschaft Peter Klunk, Vorstand Werner Overkamp, Vorstand - 58 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 59 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Buschhausener Straße 149 46049 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208 / 8587-30 0208 / 8578-404 info@wbo-online.de www.wbo-online.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 1.250,00 Gesellschafter: REMONDIS GmbH, Essen STOAG Stadtwerke Oberhausen AG Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens sind T€ 612,50 637,50 % 49,00 51,00 1. die Gebäudereinigung und Unterhaltung von Gebäuden in den Bereichen - Zentralheizungs- und Lüftungsbauerhandwerk - Elektroinstallationshandwerk - Tischlerhandwerk - Maler- und Lackiererhandwerk sowie das Gebäudemanagement 2. der Betrieb von Bädern 3. die Unterhaltung von Verkehrsflächen und Signalanlagen 4. die Planung, der Bau und die Unterhaltung von Grünflächen, Sportplätzen und Friedhöfen 5. die Planung, der Bau und die Unterhaltung von Entwässerungsanlagen 6. die Reinigung von Verkehrsflächen 7. die Abfallwirtschaft 8. Aufgaben im Rahmen des DSD 9. das Management kommunaler Dienste. Die Gesellschaft ist berechtigt, zur Erfüllung dieser Aufgaben Geschäftsbesorgungsverträge abzuschließen. - 60 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Gesellschaft ist zu allen Rechtsgeschäften und sonstigen Maßnahmen berechtigt, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben oder sich an solchen beteiligen. Wichtige Verträge Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Dienstleistungsvertrag vom 15.01.2008 Leistungsvertrag zwischen der Stadt Oberhausen und der WBO GmbH vom 12.01.1996 Personalgestellungsvertrag zwischen der Stadt Oberhausen und der WBO GmbH vom 07.12.1995 Überleitungstarifvertrag zwischen der Stadt Oberhausen, der WBO GmbH und der ÖTV (nunmehr ver.di) vom 07.12.1995 Überleitungsvertrag zwischen der Stadt Oberhausen und der WBO GmbH vom 07.12.1995 Vereinbarung Geobasisdaten vom 03.03.2006 Vereinbarung zu Abnahme, Transport und Entsorgung von Laub vom 01.07.2007 - 31.12.2010 Vereinbarung zu Abnahme, Transport Straßenlaub vom 01.07.2007 - 31.12.2010 und Entsorgung von Vertrag über die Abrechnung von Ingenieurleistungen Kanalbau vom 22.01.1998 Vertrag über die Abrechnung von Ingenieurleistungen Straßenbau vom 26.01.2001 Vertrag über die Regelung der Grundsätze der Alttextilerfassung in Oberhausen vom 08.03.2000; Nachtrag vom 19.11.2004 Vertrag über die Reinigung der Bundesautobahn-Anschlussstellen im Stadtgebiet Oberhausen vom 20.08.2008 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Geschäftsführer Buttler, Dirk Woidtke, Karsten Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Wehling, Klaus - 61 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Aufsichtsrat: Vorsitzender Vornholt, Hans stellv. Vorsitzender (AN) Crämer, Wolfgang stellv. Vorsitzender Motschull, Frank Mitglied gem. § 113 GO Elsemann, Bernhard Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Bankamp, Andreas Broß, Klaus Dieter Grunauer, Walburga Hanning, Guido Hols, Werner Nagels, Hans-Jürgen Paßgang, Walter Reinemann, Bernd Ruschewey, Roland Steinberg, Wolfgang Telli, Ercan Bußkamp, Klaus Czekan, Peter Horatz, Stefan Langenbusch, Jürgen di Lorenzi, Ursula Schüll, Michael Prokura: Prokurist van Gemmeren, Heinz c) Beteiligungen unmittelbar Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO T€ 12,50 % 5,94 - 62 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 19.763,71 16.039,15 10,06 % 55,2 44,8 0,0 T€ 18.563,68 30.102,09 3,35 % 38,1 61,9 0,0 T€ 17.575,33 9.905,31 51,58 % 63,8 36,0 0,2 T€ -988,35 -20.196,78 % -5,32 -67,09 48,23 1.439,70 Bilanzsumme 35.812,91 100,00 48.669,13 100,00 27.532,23 100,00 -21.136,90 -43,43 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 14.040,01 2.879,56 18.893,34 % 39,2 8,0 52,8 T€ 14.938,82 3.069,07 30.661,24 % 30,7 6,3 63,0 T€ 5.273,59 3.595,81 18.662,82 % 19,2 13,1 67,8 T€ -9.665,23 526,74 -11.998,42 % -64,70 17,16 -39,13 Bilanzsumme 35.812,91 100,00 48.669,13 100,00 27.532,23 100,00 -21.136,90 -43,43 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 39.377,26 4.205,74 0,00 781,55 17.382,89 16.721,40 2.020,24 2.725,21 85,40 191,96 5.408,25 1.930,56 76,41 3.401,28 2.502,47 2008 T€ 48.710,34 -9.667,90 15,32 1.333,29 13.469,61 16.877,18 1.953,25 1.834,74 132,54 587,45 5.801,36 1.996,10 72,06 3.733,19 3.401,28 38.670,37 1.761,21 6,86 922,44 15.002,51 17.234,14 2.000,87 2.253,13 186,33 298,85 4.757,72 2.193,33 61,92 2.502,47 2.130,08 2.130,08 2.502,47 5.903,75 7.134,47 - 63 - Stadt Oberhausen cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: 6,47 21,69 4.503,34 113,94 41,67 Beteiligungsbericht 2008 31.12.2007 8,64 37,65 5.421,52 123,23 37,69 31.12.2008 7,66 -200,61 5.686,44 110,96 41,78 Angaben in % % T€ T€ % dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 54,42 39,20 60,80 Angaben in 31.12.2007 37,68 30,69 69,31 31.12.2008 63,30 19,15 80,85 % % % e) Lagebericht 1. Darstellung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2008 schloss mit einer Gesamtleistung von TEUR 40.391 ab. Die nachstehende Tabelle bietet einen Überblick über die Entwicklung der zur Gesamtleistung beitragenden Positionen sowie einen Vergleich zum Vorjahr: 2008 TEUR 48.710 -9.668 16 1.333 40.391 2007 TEUR 39.377 4.206 0 782 44.365 Veränderung TEUR 9.333 -13.874 16 551 -3.974 Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Gesamtleistung Das Umsatzvolumen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 23,7 %. Der Anstieg erklärt sich durch eine vergleichsweise hohe Summe schlussgerechneter Kanalbaumaßnahmen im Berichtsjahr (TEUR 9.364 Mehrerlöse). Infolge der erhöhten Schlussrechnung von Kanalbaumaßnahmen aus Vorjahren reduziert sich der Bestand der nicht abgeschlossenen Baumaßnahmen um TEUR 9.734. Saldiert mit den Bestandsveränderungen für den Bebauungsplan Koppenburgstraße sowie für sonstige Maßnahmen des Betriebs Kanäle und Straßen ergibt sich in Summe eine Bestandsverminderung in Höhe von TEUR 9.668 für die WBO. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 730 der Deutschen Steinkohle für Kanalbaumaßnahmen enthalten. In der folgenden Tabelle sind die reinen Umsatzerlöse der WBO dargestellt: - 64 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Leistungsvertrag Stadt OB andere Umsätze Stadt OB / städt. Beteiligungen Sonderbauprogramme Stadt OB sonstige Umsätze Summe 2008 TEUR 24.833 3.297 14.748 5.832 48.710 2007 TEUR 24.731 3.330 5.384 5.932 39.377 Veränderung TEUR % 102 0,41 -33 -0,99 9.364 173,92 -100 -1,69 9.333 23,70 Im Vergleich zum Vorjahr konnten Steigerungen in den Umsatzkategorien Leistungsvertrag und Sonderbauprogramme erwirtschaftet werden. Im Leistungsvertrag war ein Anstieg von 0,4 % zu verzeichnen, der sich aus Mengenerhöhungen in der Sparte Straßenunterhaltung ergibt. Der Preisindex blieb gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse aus Sonderbauprogrammen stark gestiegen, während die zugehörigen Bestandsveränderungen reduziert wurden. In Summe über beide Positionen konnten in 2008 Leistungen in Höhe von TEUR 5.799 (inklusive der Abrechnung von Leistungen mit der Deutschen Steinkohle) erzielt werden, was einer Reduzierung um ca. 38% gegenüber dem Vorjahr (TEUR 9.366) entspricht. Die sonstigen Umsätze sind gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % gesunken. Hierfür zeichnet sich insbesondere die Ausschreibung der DSD GmbH hinsichtlich der Erfassung und Sammlung von Leichtverpackungen und Glas im Stadtgebiet Oberhausen (TEUR 536) verantwortlich. Der Umsatzrückgang konnte durch gestiegene Erlöse aus Grundstücksverkäufen an der Koppenburgstraße nicht vollständig kompensiert werden. Die Investitionstätigkeit (TEUR 1.045) hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht erhöht. 2008 TEUR Imm. Vermögensgegenstände Grundstücke und Bauten Andere Anlagen, BGA Finanzanlagen Summe 21 1 1.017 6 1.045 2007 TEUR 59 39 876 0 974 Veränderung TEUR % -38 -64,41 -38 -97,44 141 16,10 6 0,00 71 7,28 Die Investitionen bedurften keiner Fremdfinanzierung. 2. Darstellung der Lage der Gesellschaft Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von TEUR 3.733 erwirtschaftet. Damit konnte das Vorjahresergebnis in Höhe von TEUR 3.401 um T€ 332 übertroffen werden. Maßgeblich hierzu beigetragen haben die stark gestiegenen Umsatzerlöse für Ingenieurleistungen im Kanal- und Straßenbau. Saldiert mit den korrespondierenden Bestandsveränderungen ergibt sich daraus ein um TEUR 530 erhöhter Ergebnisbeitrag. Desweiteren war das Ergebnis in 2007 durch Wertberichtigungen der Forderungen aus den Entsorgungskosten des Altpapiers mit TEUR 746 belastet. - 65 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Kennzahlen des Unternehmens stellen sich wie folgt dar: 2008 7,7% 15,7% 242,6% 2007 8,6% 7,4% 29,5% Umsatzrentabilität* Gesamtkapitalrentabilität** Eigenkapitalrentabilität*** * ** *** Gewinn x 100 / Umsatz (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) x 100 / Bilanzsumme [Gesamtkapital] Gewinn x 100 / gezeichnetes Kapital + Rücklage Die gesunkene Umsatzrentabilität erklärt sich aus dem vergleichsweise hohen Anteil schlussgerechneter Kanalbaumaßnahmen am Umsatzvolumen ohne Gewinnmarge. Aufgrund der erhöhten Schlussrechnungen im Kanalbauprogramm reduzieren sich die Bilanzpositionen „Unfertige Erzeugnisse“ und „Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen“. Damit sinkt die Bilanzsumme und die Gesamtkapitalrentabilität erhöht sich. Die starke Erhöhung der Eigenkapitalrentabilität ist Konsequenz der bilanziell zum 20.02.08 vollzogenen Kapitalherabsetzung. Im Zuge dieser Maßnahme wurde das Stammkapital der Gesellschaft von TEUR 11.249 um T€ 9.999 auf TEUR 1.250 reduziert. Die Vermögens- und Finanzlage spiegeln folgende Kennzahlen wider: 2008 TEUR 5.273 19,2% 80,8% 30,0% 2007 TEUR 14.939 30,7 % 69,3 % 80,5 % Eigenkapital Eigenkapitalquote* Verschuldungsgrad** Anlagendeckungsgrad*** * ** *** Eigenkapital x 100 / Bilanzsumme [Gesamtkapital] Fremdkapital x 100 / Bilanzsumme [Gesamtkapital] Eigenkapital x 100 / Anlagevermögen Infolge der Kapitalherabsetzung sinken auch die Eigenkapitalquote und der Anlagendeckungsgrad. Der Verschuldungsgrad hingegen erhöht sich entsprechend. Die Innenfinanzierungskraft (Jahresüberschuss + Abschreibungen + Veränderung der langfristigen Rückstellungen) beläuft sich im Berichtsjahr auf einen Betrag von TEUR 5.721. Bedingt durch den erhöhten Jahresüberschuss fällt sie zur Vergleichszahl aus dem Vorjahr (TEUR 5.601) um TEUR 120 höher aus. 3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2008 sind nicht eingetreten. 4. Zukünftige Entwicklung / Risiken der zukünftigen Entwicklung Die WBO GmbH agiert auf der Grundlage langfristiger Verträge mit der Stadt Oberhausen und ihren Gesellschaften sowie aufgrund von Verträgen mit dem Gesellschafter Remondis relativ unabhängig von Marktentwicklungen. Die Gewinne aus den Verkäufen der Baugrundstücke „Koppenburgstraße“ werden ab 2009 zurückgehen, da der Stadt Oberhausen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen 70 % der Verkaufserlöse über TEUR 600 zustehen. - 66 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die WBO GmbH ermittelt regelmäßig ihre Risiken im Rahmen des Risikomanagements, um Risiken und Chancen rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und der Geschäftsführung die Möglichkeit zur rechtzeitigen Gegensteuerung zu geben. Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WBO GmbH haben, sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Die Reduzierung des Stammkapitals und die Auszahlung der Einlagen an die Gesellschafter in 2007 sind durch Fremdfinanzierung erfolgt. Bis zur endgültigen Darlehenstilgung im Jahre 2015 werden weitere Zinsaufwendungen von ca. TEUR 2.150 die künftigen Ergebnisse belasten. Bestandsgefährdende Risiken sind von der Geschäftsführung derzeit nicht zu erkennen. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft im Jahre 2008. Wir vertrauen auch weiterhin auf den Einsatz und die Leistungsbereitschaft der Belegschaft. Oberhausen, den 20. Februar 2009 WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH Dirk Buttler Karsten Woidtke - 67 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 68 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 69 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Bahnhofstr. 66 46145 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/ 835 5301 0208/853983 lichtenheld@eno-gmbh.de - Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 255,65 Gesellschafter: evo Energieversorgung Oberhausen AG Stadtsparkasse Oberhausen STOAG Stadtwerke Oberhausen AG T€ 102,26 23,01 130,38 % 40,00 9,00 51,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die wirtschaftliche Entwicklung ausgewählter Gewerbestandorte mit dem Ziel, zur Stärkung und Förderung zukunftsorientierter Wirtschaftsstrukturen geeignete Gewerbeflächen und -objekte marktreif anbieten zu können. Die Gesellschaft wird zu diesem Zweck insbesondere Grundstücke und Gebäude erwerben oder sich das Verfügungsrecht darüber sichern, deren künftige Nutzung selbst oder mit Unterstützung Dritter konzipieren, die wirtschaftlichen, rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen zur Vermarktung und Nutzung schaffen sowie Grundstücke geeigneten Investoren, Eigennutzern, Projektentwicklern oder sonstigen Dritten veräußern oder überlassen. Soweit dies dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit nicht zuwiderläuft, beachtet die Gesellschaft insbesondere bei der Auswahl der Erwerber die wirtschaftsfördernden Ziele. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Rechtsgeschäften berechtigt, durch die der vorgenannte Gesellschaftszweck auch mittelbar gefördert werden kann. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligen. - 70 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Wichtige Verträge OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH Geschäftsbesorgungsvertrag mit der O.VISION Projektgesellschaft mbH b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Lichtenheld, Frank Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Overkamp, Werner Aufsichtsrat: Vorsitzender (Mitglied gem. § 113 GO) stellv. Vorsitzender Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Wehling, Klaus Gieske, Hartmut Emmerich, Karl-Heinz M.d.L. Große Brömer, Wolfgang Dr. Mathenia, Thomas Merzig, Karlheinz Overkamp, Werner Schranz, Daniel Zimkeit, Stefan c) Beteiligungen unmittelbar OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH T€ 25,00 % 100,00 - 71 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag T€ 28,53 3.404,04 0,07 5.912,76 % 0,3 36,4 0,0 63,3 T€ 27,52 2.003,95 0,90 6.819,92 % 0,3 22,6 0,0 77,0 T€ 1,51 7.489,67 0,07 5.250,92 % 0,0 58,8 0,0 41,2 T€ -26,01 5.485,72 -0,83 -1.569,00 % -94,51 273,75 -92,22 -23,01 Bilanzsumme 9.345,39 100,00 8.852,28 100,00 12.742,17 100,00 3.889,89 43,94 Passiva Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 1.280,34 8.065,06 % 13,7 86,3 T€ 482,69 8.369,60 % 5,5 94,5 T€ 2.353,94 10.388,23 % 18,5 81,5 T€ 1.871,25 2.018,63 % 387,67 24,12 Bilanzsumme 9.345,39 100,00 8.852,28 100,00 12.742,17 100,00 3.889,89 43,94 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufsvermögens Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit außerordentliche Erträge außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 37,13 40,85 2008 T€ 4.193,36 370,78 20,00 5.589,96 105,08 663,06 2,45 9.447,32 784,73 25,00 846,35 -4.504,40 164,22 1,01 892,87 371,82 151,32 1,01 3.539,08 461,87 298,70 -907,02 290,58 1.024,02 577,05 577,05 -5,15 0,51 -4.504,90 -4.504,90 0,14 -907,16 -907,16 37,21 1.569,00 1.569,00 - 72 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 0,04 0,00 100,00 Angaben in 31.12.2007 -2.443,50 -100,00 -906,15 77,97 210,62 31.12.2008 37,42 -100,00 1.570,01 4.564,14 3,32 Angaben in -80,59 -100,00 -4.477,45 1.898,35 11,64 % % T€ T€ % 31.12.2007 0,03 0,00 100,00 31.12.2008 0,01 0,00 100,00 % % % e) Lagebericht PBO – Lagebericht 2008 Im März 2008 haben PBO (einschließlich der zum 1.1.2008 verschmolzenen O.Vision Zukunftspark Oberhausen GmbH, Oberhausen – OVZ) und O.Vision Projektgesellschaft mbh, Oberhausen, (OVP) von Euro Auctions Immobilien GmbH (EAI) Zahlungen in Höhe von 590 T€ (300 T€ aus dem abbedungenen Einbehalt für die Beseitigung von Teerölschäden sowie 290 T€ aus der Verwertung an Landgard) erhalten. Weitere Erlöse aus Grundstücksverwertungen konnten in 2008 nicht erzielt werden. Im Oktober 2008 ist die 1. Änderung des B-Plans Nr. 465 rechtskräftig vollzogen worden. EAI wurden danach vertragsgemäß 6,4 Mio. € in Rechnung gestellt. Nachdem die Zahlung trotz Mahnung nicht erfolgte, hat die PBO eine Klage gegen EAI und die Bürgin Danske Bank vorbereitet. Der Vertrag über die Übernahme der Abwasseranlagen, der Verkehrsflächen und der Verkehrsgrünflächen durch die Stadt Oberhausen wurde im November 2008 unterzeichnet. Wirtschaftsplanung: Die Liquidität der Gesellschaften PBO und OVP wurde in 2008 wie im Vorjahr über Gesell-schafterdarlehen bzw. einen Marketingzuschuss in Höhe von bis zu 1.800 T€ sichergestellt. Die PBO weist zum Abschluss des Geschäftsjahres 2008 einen Jahresüberschuss von 1.569 T€ aus. Das negative Eigenkapital hat sich hierdurch auf 5.251 T€ verringert. Die Überschuldung wurde durch entsprechende Rangrücktritte beseitigt. Die Aufwandsseite ist im Wesentlichen von Aufwendungen im Zusammenhang mit Grundstücksübertragungen, Einzelwertberichtigung auf die Forderung gegen EAI und Zinsaufwendungen geprägt. Die Erlösseite wird durch die Einbuchung von 6,4 Mio. € aus der Änderung des B-Plans und von 0,29 Mio. € aus der Grundstücksverwertung Landgard (Anteil PBO inkl. OVZ = 4,125 Mio. €) sowie durch den Gewinn aus der Verschmelzung der OVZ und Zinserträge aus interner Verrechnung mit der OVP bestimmt. - 73 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Ausblick: Im Januar 2009 hat EAI von den in Rechnung gestellten 6,4 Mio. € einen ersten Betrag in Höhe von 0,5 Mio. € bezahlt. Nachdem danach trotz einer letzten Zahlungsaufforderung keine weiteren Zahlungen erfolgten, wurde die Klage gegen EAI und die Bürgin Danske Bank im Februar 2009 eingereicht. Im März 2009 erfolgte eine zweite Zahlung in Höhe von 3,6 Mio. €. Im März wird ein Bescheid des Finanzamts Oberhausen-Süd zur Zahlung von ca. 1,0 Mio. € Umsatzsteuer aus Betriebsprüfung erwartet. Mit dem Bau eines Hotelprojektes ist begonnen worden. Weitere Grundstücksverwertungen werden in 2009 aus den Projekten CasinO und Lidl erwartet. Ein erster Teil der restlichen Erschließungsarbeiten soll in 2009 durchgeführt werden. Oberhausen, 23.03.2009 Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Frank Lichtenheld - 74 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 75 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Bahnhofstr. 66 46145 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/ 825 2010 0208/ 825 5222 - Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 25,00 Gesellschafter: PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Gegenstand des Unternehmens: T€ 25,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens ist die wirtschaftliche Entwicklung ausgewählter Gewerbestandorte, insbesondere von Grundstücksteilflächen des ehemaligen Stahlwerks Oberhausen mit dem Ziel, zur Stärkung und Förderung zukunftsorientierter Wirtschaftsstrukturen geeignete Gewerbeflächen und -objekte marktreif anbieten zu können. Die Gesellschaft wird zu diesem Zweck insbesondere Grundstücke und Gebäude erwerben oder sich das Verfügungsrecht darüber sichern, deren künftige Nutzung selbst oder mit Unterstützung Dritter konzipieren, die wirtschaftlichen, rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen zur Vermarktung und Nutzung schaffen sowie Grundstücke geeigneten Investoren, Eigennutzern, Projektentwicklern oder sonstigen Dritten veräußern oder überlassen. Soweit dies dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit nicht zuwiderläuft, beachtet die Gesellschaft insbesondere bei der Auswahl der Erwerber die wirtschaftsfördernden Ziele. Die Gesellschaft ist nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Wichtige Verträge PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Stadt Oberhausen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der O.VISION Projektgesellschaft mbH Erklärung einer Mittelverwendungsbürgschaft der Stadt über 18.491 TDM vom 17.11.1999 zur Sicherung des Investitionszuschusses des Landes an die O.Vision Projektgesellschaft mbH - 76 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Klunk, Peter Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Overkamp, Werner d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag T€ 0,20 534,25 % 0,0 5,6 T€ 0,14 378,11 % 0,0 3,8 T€ 0,08 2.565,93 0,21 % 0,0 23,8 0,0 76,2 T€ -0,06 2.187,82 0,21 -1.246,64 % -42,86 578,62 8.974,15 94,4 9.468,32 96,2 8.221,68 -13,17 Bilanzsumme 9.508,60 100,00 9.846,58 100,00 10.787,91 100,00 941,33 9,56 Passiva Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 64,80 9.443,80 % 0,7 99,3 T€ 110,80 9.735,78 % 1,1 98,9 T€ 1.157,79 9.630,12 % 10,7 89,3 T€ 1.046,99 -105,66 % 944,94 -1,09 Bilanzsumme 9.508,60 100,00 9.846,58 100,00 10.787,91 100,00 941,33 9,56 - 77 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 0,00 0,00 22,46 0,06 68,61 2008 T€ 2.565,30 10.760,64 -10.068,60 21,02 0,87 242,70 73,60 1.007,27 -464,18 284,29 0,06 1.066,07 443,55 -489,77 489,07 1.294,39 43,34 49,13 -513,31 -513,31 4,41 -494,18 -494,18 4,41 1.246,64 1.246,64 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: -4,77 -100,00 -512,44 -100,00 -494,12 31.12.2007 31.12.2008 48,60 -100,00 1.246,70 Angaben in % % T€ T€ % dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 0,00 0,00 100,00 Angaben in 31.12.2007 0,00 0,00 100,00 31.12.2008 0,00 0,00 100,00 % % % e) Lagebericht Nachdem in 2006 der Verkauf der gewerblich nutzbaren Flächen an die Euro Auctions Immobilien GmbH (EAI) erfolgt ist, hat die Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 keine eigene Geschäftstätigkeit mehr entwickelt. Die weiteren Arbeiten im Zusammenhang mit der Abwicklung des mit EAI geschlossenen Kaufvertrages wurden vereinbarungsgemäß in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 und werden auch in Zukunft ausschließlich von der Gesellschafterin PBO übernommen. Weitere Umsatzerlöse aus dem Vertrag mit EAI konnten im Geschäftsjahr 2008 für die Änderung des BPlans und für die Grundstücksverwertung Landgard eingebucht werden. Am Gesamtbetrag von 6,69 Mio. € erhält die OVP einen Anteil in Höhe von € 2,6 Mio. - 78 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Durch den Verkauf der gesamten nutzbaren Fläche an einen Investor wurde vom Finanzamt eine Neubewertung der im Rahmen der in Vorjahren stattgefundenen Betriebsprüfung festgesetzten Umsatzsteuerverbindlichkeiten vorgenommen. Danach konnten Umsatzsteuer-verbindlichkeiten und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 284 ausgebucht wer-den. Im Geschäftsjahr 2008 konnte die OVP trotz der hohen Zinsbelastung, insbesondere aus den Gesellschafterdarlehen, einen Jahresüberschuss in Höhe von € 1,2 Mio. erzielen. Die Liquidität der Gesellschaft wurde in 2008 hauptsächlich über Gesellschafterdarlehen sichergestellt. Zur Vermeidung der bilanziellen Überschuldung haben die PBO und die WFO Rangrücktritte für ihre Forderungen gegen die OVP erklärt. Der Vertrag über die Übernahme der Abwasseranlagen, der Verkehrsflächen und der Verkehrsgrünflächen durch die Stadt Oberhausen wurde im November 2008 unterzeichnet. Ausblick Aufgrund der Gestaltung des mit EAI abgeschlossenen Vertrages bestehen Chancen auf zukünftige, zusätzliche Umsatzerlöse. Entsprechend erwartet die Gesellschaft in 2009 und 2010 weitere Verwertungsprovisionen im Zusammenhang mit den von EAI getätigten Grundstücksverkäufen. Eine eigene operative Geschäftstätigkeit der OVP ist für das Jahr 2009 und auch für die Folgejahre nicht geplant. Im Oktober 2008 wurden EAI von PBO und OVP zusammen € 6,4 Mio. für die Änderung des B-Plans in Rechnung gestellt. Im Januar 2009 hat EAI einen ersten Teilbetrag in Höhe von € 0,5 Mio. bezahlt. Nachdem danach trotz einer letzten Zahlungsaufforderung keine weiteren Zahlungen erfolgten, wurde die Klage gegen EAI und die Bürgin Danske Bank im Februar eingereicht. Im März erfolgte eine weitere Zahlung von EAI in Höhe von € 3,6 Mio. Darüber hinaus ergeben sich Aufgrund des Verkaufs des Stahlwerksgrundstücks Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rückforderungen der gezahlten Fördermittel an das Land / die EU. Oberhausen, 23.03.2009 O.VISION Projektgesellschaft mbH Peter Klunk - 79 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 80 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 81 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 evo Energieversorgung Oberhausen AG a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Danziger Str. 31 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/ 8350 0208/ 8352620 service@evo-energie.de www.evo-energie.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: AG 32.768,00 Gesellschafter: FSO GmbH & Co.KG RWE Rhein-Ruhr AG STOAG Stadtwerke Oberhausen AG T€ 26.214,40 3.276,80 3.276,80 % 80,00 10,00 10,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist -jedwede Art der Erzeugung, gewerblichen Nutzung und Verteilung von Energie (Strom, Gas und Fernwärme) und Wasser im jeweiligen Gebiet der Stadt Oberhausen sowie im Zusammenhang damit die Abgabe solcher Energien in Netze außerhalb des Stadtgebietes; -die Entsorgung von Abfällen jeglicher Art; -die Planung und Durchführung von baulichen und maschinellen Anlagen auf den Gebieten der Energie- und Wasserversorgung und -verteilung sowie der Abfallentsorgung auch für Dritte; -die Erbringung von Dienstleistungen; -sowie die Errichtung und der Betrieb von Anlagen im Bereich der Telekommunikation. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen oder ihm unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann insbesondere - 82 - Stadt Oberhausen -Dienstleistungen erbringen Beteiligungsbericht 2008 -Anlagen und Einrichtungen aller Art erwerben, errichten und betreiben, allein oder gemeinsam mit anderen, für eigene oder fremde Rechnung; -Forschung und Entwicklung betreiben; -Patente oder sonstige gewerbliche Schutzrechte, Kenntnisse oder Erfahrungen erwerben, verwerten und veräußern; -Grundstücke und andere Immobilien erwerben, verwerten und veräußern. Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben an anderen Unternehmen beteiligen, fremde Unternehmen erwerben sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten. Wichtige Verträge Energiehandelsgesellschaft West mbH E.ON Ruhrgas AG E.ON Sales & Trading GmbH evo Energie-Netz GmbH Stromlieferungsvertrag vom 22.07.2002 mit der Energiehandelsgesellschaft West mbH Erdgaslieferungsvertrag mit der E.ON Ruhrgas AG und RWE RheinRuhr AG vom 19.09.2001 Stromlieferungsrahmenvertrag mit der E.ON Sales & Trading GmbH vom 27.11.2006 Pachtvertrag über Strom- und Gasversorgungsnetze zuwischen der evo AG und der evo-netz vom 16.11.2006; Pachtvertrag über Fernwärmeversorgungsnetze zwischen der evo AG und der evo-netz vom 16.11.2006; Arbeitnehmerüberlassungsvertrag zwischen der evo AG und der evo-netz vom 16.11.2006 GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH LAH Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Verantaltungszentrum Oberhausen GmbH Österreichische ElektrizitätswirtschaftsAktiengesellschaft RWE Rhein-Ruhr AG Vertrag über Energielieferungen und -bezug sowie über die Betriebsführung mit der Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH vom 12.01.1988 Vertrag über Einrichtung, Betrieb, Wartung und Überlassung von technischen Anlagen Rahmenvereinbarung über Fahrplanlieferungen vom 15.03.2005 mit der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft Rahmenvertrag über den Kauf/Verkauf von elektrischer Energie und Optionen mit der RWE Rhein-Ruhr AG vom 28.06.2006; Vertrag über Tagesanpassungen von Fahrplänen und Ausgleich von Fahrplanabweichungen mit der RWE Rhein-Ruhr AG vom 08.02.2005; Vertrag über die Vorhaltung von Reserveleistung und die Lieferung von Reserveenergie mit der RWE Rhein-Ruhr AG vom 13.12.2006; Langfristiger Stromliefervertrag mit der RWE Rhein-Ruhr AG vom 03.06.2005 RWE Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH 50 Lieferantenrahmenverträge, welche auf Basis der Vorgaben nach dem neuen EnWG den Netzzugang und die Netznutzung regeln. Von Bedeutung ist der Vertrag über Netzanschluss, Anschlussnutzung und Netznutzung mit der RWE Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH vom 14.02.2006 - 83 - Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Konzessionsvertrag zwischen der Stadt Oberhausen und der evo vom 23.11.1995 über die Versorgung mit Elektrizität, Gas und Fernwärme in Oberhausen; Gebäudeenergie-Servicevertrag mit der Stadt Oberhausen vom 31.01.1997 STOAG Stadtwerke Oberhausen AG Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der von der STOAG und der RWE Rhein-Ruhr AG im Geschäftsjahr 2003 gegründeten FSO GmbH & Co. KG und der EVO vom 16.12.2003 Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der evo und STOAG vom 24.09.2004 im Rahmen der kaufmännischen Verwaltung für die STOAG Rahmenvereinbarung über allgemeine Bedingungen über die Lieferung von Elektrizität mit der Trianel European Energy Trading GmbH vom 11.02.2005 Geschäftsbesorgungsvertrag vom 18.10.2004 über die Erbringung der gesamten Geschäftsbuchführung für GEG und deren Tochtergesellschaften STOAG Stadtwerke Oberhausen AG Trianel European Energy Trading GmbH WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Vorstand: Mitglied Mitglied Gieske, Hartmut Dr. Mathenia, Thomas Hauptversammlung: Vorstand der STOAG Aufsichtsrat: Vorsitzender 1. stellv. Vorsitzender Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Mitglied (AN) Wehling, Klaus Böddeling, Bernd Kühr, Gretel Loege, Josef Dr. Oelert, Lothar Reichardt, Jürgen Schranz, Daniel Dr. Schulte, Franz-Josef Vöpel, Dirk Göllner, Gido Grefer, Stefan Heitmann, Rudolf Michel, Ralf Ocklenburg, Raimund 2. stellvertretender Vorsitzender - 84 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Prokura: Prokuristin Prokurist Prokurist Slomma, Claudia Homberg, Bernd Schön, Norbert c) Beteiligungen unmittelbar Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO evo Energie-Netz GmbH PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Projektgesellschaft FIBE S.p.A., Neapel/Italien T€ 12,50 30,00 102,26 % 5,94 100,00 40,00 0,01 mittelbar OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH T€ 10,00 % 40,00 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 77.491,00 85.957,00 53,00 % 47,4 52,6 0,0 T€ 82.018,00 84.127,00 45,00 % 49,4 50,6 0,0 T€ 74.321,00 96.889,00 42,00 % 43,4 56,6 0,0 T€ -7.697,00 12.762,00 -3,00 % -9,38 15,17 -6,67 Bilanzsumme 163.501,00 100,00 166.190,00 100,00 171.252,00 100,00 5.062,00 3,05 - 85 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Passiva Eigenkapital Sonderposten mit Rücklagenanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 36.992,00 16.720,00 57.925,00 43.364,00 8.500,00 % 22,6 10,2 35,4 26,5 5,2 T€ 36.992,00 14.866,00 49.317,00 58.304,00 6.711,00 % 22,3 8,9 29,7 35,1 4,0 T€ 36.992,00 13.117,00 53.057,00 63.005,00 5.081,00 % 21,6 7,7 31,0 36,8 3,0 T€ 0,00 -1.749,00 3.740,00 4.701,00 -1.630,00 % 0,00 -11,77 7,58 8,06 -24,29 Bilanzsumme 163.501,00 100,00 166.190,00 100,00 171.252,00 100,00 5.062,00 3,05 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen Erträge aus anderen Wertpapieren und 2007 T€ 2008 T€ 225.438,00 58,00 168.508,00 212.673,00 -1.451,00 973,00 13.433,00 -110,00 66,00 6.250,00 6.023,00 154.656,00 33.934,00 9.641,00 11.272,00 93.102,00 144.278,00 39.722,00 9.862,00 21.859,00 7,00 2.065,00 1.585,00 33.468,00 9.167,00 12.063,00 7,00 3.020,00 1.284,00 5.720,00 279,00 203,00 20.093,00 5.932,00 eines 589,00 Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Aufwendungen aus Verlustübernahmen Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufsvermögens Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aufgrund Gewinneiner oder Gewinngemeinschaft, 7.517,00 198,00 304,00 17.992,00 5.500,00 12.492,00 15.088,00 3.186,00 11.902,00 14.161,00 Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 - 86 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 37,45 22,62 77,38 Angaben in 31.12.2007 5,87 33,77 21.857,00 472,74 15,29 31.12.2008 5,28 32,17 21.543,00 515,63 14,66 Angaben in 8,40 38,28 24.302,00 374,92 21,89 % % T€ T€ % 31.12.2007 38,74 22,26 77,74 31.12.2008 40,85 21,60 78,40 % % % e) Lagebericht vgl. Konzernlagebericht bei FSO GmbH & Co. KG (S. 95) - 87 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 88 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 89 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 evo Energie-Netz GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Danziger Str. 15 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/ 8350 0208/ 8352620 service@evo-energie-netz.de www.evo-energie-netz.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 30,00 Gesellschafter: evo Energieversorgung Oberhausen AG T€ 30,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist - die Verteilung von Energie (Strom, Gas und Fernwärme) an Weiterverteiler und Letztverbraucher, - die Erbringung von energienahen Dienstleistungen, - die Planung, der Neu- bzw. Ausbau, die Änderung und der Betrieb (Bedienung, Überwachung bzw. Inspektion, Wartung, Reparaturen und Erneuerungen) der Verteilungsanlagen, - die Vermarktung der Kapazitäten der Verteilungsanlagen. Die Gesellschaft kann andere Unternehmen gründen, erwerben und sich an Ihnen beteiligen. Wichtige Verträge evo Energieversorgung Oberhausen AG Pachtvertrag über Strom- und Gasversorgungsnetze zuwischen der evo AG und der evo-netz vom 16.11.2006; Pachtvertrag über Fernwärmeversorgungsnetze zwischen der evo AG und der evo-netz vom 16.11.2006; Arbeitnehmerüberlassungsvertrag zwischen der evo AG und der evo-netz vom 16.11.2006 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Dr. Zahn, Günter - 90 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Vorstand der evo AG Prokura: Prokurist Prokurist Dr. Jaeger, Herbert Krapoth, Georg d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 38,00 19.558,00 11,00 % 0,2 99,8 0,1 T€ 32,00 15.847,00 11,00 % 0,2 99,7 0,1 T€ -6,00 -3.711,00 0,00 % -15,79 -18,97 0,00 Bilanzsumme 19.607,00 100,00 15.890,00 100,00 -3.717,00 -18,96 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 1.142,00 9.052,00 9.413,00 % 5,8 46,2 48,0 T€ 1.142,00 8.746,00 4.366,00 1.636,00 % 7,2 55,0 27,5 10,3 T€ 0,00 -306,00 -5.047,00 1.636,00 % 0,00 -3,38 -53,62 Bilanzsumme 19.607,00 100,00 15.890,00 100,00 -3.717,00 -18,96 - 91 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bb) GuV 2007 T€ Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Erträge aus Verlustübernahmen Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2008 T€ 71.085,00 -141,00 370,00 38.980,00 1.203,00 38.896,00 248,00 -7.517,00 -1.295,00 6.222,00 0,00 0,00 78.381,00 7,00 1.286,00 43.035,00 945,00 41.699,00 285,00 -5.720,00 -777,00 4.943,00 0,00 0,00 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2007 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: -6,31 -432,84 -4.943,00 9.959,25 1,19 31.12.2008 -8,75 -544,83 -6.222,00 8.914,25 1,69 Angaben in % % T€ T€ % dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2007 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 5,82 94,18 7,19 92,81 Angaben in 31.12.2008 % % % e) Lagebericht vgl. Konzernlagebericht bei FSO GmbH & Co. KG (S. 95 ) - 92 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 93 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 FSO GmbH & Co.KG a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Danziger Str. 31 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/ 8350 0208/ 835 2620 service@evo-energie.de - Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH & Co. KG 30,00 Gesellschafter: RWE Rhein-Ruhr AG STOAG Stadtwerke Oberhausen AG T€ 15,00 15,00 % 50,00 50,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens sind -das Erbringen von Dienstleistungen für die Energieversorgung Oberhausen AG, insbesondere die Pflege, Wartung und Reparatur des Wagenparks sowie die Reinigung des Werksgeländes -das Halten einer Beteiligung an der Energieversorgung Oberhausen AG mit Sitz in Oberhausen und deren Verwaltung. Darüber hinaus ist die Gesellschaft zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck gefördert werden kann. b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Bevollmächtigter der RWE Rhein-Ruhr AG Bevollmächtigter STOAG der Geschäftsführung der FSO Verwaltungs- GmbH - 94 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 c) Beteiligungen unmittelbar evo Energieversorgung Oberhausen AG T€ 26.214,40 % 80,00 mittelbar Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO evo Energie-Netz GmbH OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Projektgesellschaft FIBE S.p.A., Neapel/Italien T€ 10,00 24,00 8,00 81,81 % 4,75 80,00 32,00 32,00 0,01 e) Lagebericht Konzern-Lagebericht Inhaltsverzeichnis 1. Unternehmen 2. Rahmenbedingungen 2.1. 2.2. Allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Lage Allgemeine Regulierungssituation 3. Unternehmensentwicklung 3.1. Absatz- / Preisentwicklung 3.1.1. 3.1.2. 3.1.3. 3.1.4. 3.1.5. 3.2. Netz Strom Netz Erdgas Vertrieb Strom Vertrieb Erdgas Vertrieb Fernwärme Entwicklung Dienstleistungen 3.2.1. 3.2.2. 3.2.3. Gebäude-Energieservice Ingenieurdienstleistungen FSO 4. Ertragslage 4.1. 4.2. Umsatz und Ergebnis Ergebnisbeitrag nach Segmenten 5. Finanz- und Vermögenslage 5.1. 5.2. Finanzbewegung Finanzierungsbilanz 5.2.1. 5.2.2. 5.3. 5.4. Mittelverwendung Mittelherkunft Investitionen Anlagestrategie - 95 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 6. Nachtragsbericht 7. Risikobericht 7.1. 7.2. Risikomanagementsystem Klassifizierung der Chancen und Risiken 8. Prognosebericht 1. Unternehmen Der FSO-Konzern umfasst neben der FSO GmbH & Co. KG (FSO) als Konzernmutter auch die Konzerntochter Energieversorgung Oberhausen AG (evo AG) sowie die Konzernenkelin evo EnergieNetz GmbH (evo-netz). Ebenso ist die Komplementärin FSO Verwaltungs-GmbH (FSO GmbH) einbezogen; sie hält keinen Kapitalanteil an der FSO. Als Kommanditisten sind die RWE Rhein-Ruhr AG (RWE) und die Stadtwerke Oberhausen AG (STOAG) jeweils zur Hälfte am Festkapital der FSO beteiligt. Das Ergebnis wird aufgrund der satzungsgemäßen Gewinnverteilungsabrede an die beiden Kommanditisten hälftig abgeführt. Sowohl zwischen der FSO und der evo AG als auch zwischen der evo AG und der evo-netz bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge (EAV). Darüber hinaus ist eine steuerliche Organschaft gegeben. mit der FSO (Organträger) und den evo-Gesellschaften (Organgesellschaften) Die FSO legt ihren Fokus auf die Erbringung von Dienstleistungen für die evo AG, insbesondere die Pflege, Wartung und Reparatur des Wagenparks sowie die Reinigung des Werksgeländes. Ein weiterer Unternehmensgegenstand der FSO ist das Halten der 80 %-igen Beteiligung an der evo AG. Jeweils 10 % der Anteile an der evo AG sind im Eigentum der FSO-Kommanditisten RWE und STOAG. Die evo AG nimmt im Stadtgebiet Oberhausen flächendeckend den Vertrieb von Energie (Strom, Erdgas, Fernwärme und Energieservice), die Erbringung energienaher Dienstleistungen sowie die Energieerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungsprozessen wahr. Sie hat damit eine signifikante regionale Stellung. Der Bezug von Erdgas erfolgt von E.ON Ruhrgas AG und RWE. Die Fernwärme und die elektrische Energie werden in zwei eigenen Heizkraftwerken (HKWs) an den Standorten AltOberhausen und Sterkrade erzeugt, im Übrigen von weiteren Stromhändlern und der GemeinschaftsMüllver-brennungsanlage Niederrhein GmbH (GMVA) bzw. der OXEA Group (nur Abwärme) bezogen. Daneben betreibt die evo AG eine Dampferzeugungsanlage auf einem durch Einräumung einer befristeten Dienstbarkeit überlassenen Grundstück. - 96 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die evo AG ist sehr gut auf dem vom Wettbewerb geprägten Markt aufgestellt. Dafür gibt es vier wichtige Säulen: innovative Produkte und Dienstleistungen, die dem Markt und den Bedürfnissen der Kunden ständig angepasst werden, innovative Arbeitsabläufe und interne Prozesse, die ständig optimiert werden, innovative Technologien (u. a. zum Schutz der Umwelt), Erhaltung der Netze und Organisationsmanagement (durch Zertifizierung bestätigt), innovative Mitarbeiter, die durch Führungskräfteentwicklung und Mitarbeiterentwicklung optimal eingesetzt und gefördert werden. Die Strategie der evo AG zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes besteht in der Fokussierung auf das Kerngeschäft Energie (Erzeugung, Beschaffung, Vertrieb) einschließlich energienaher Dienstleistungen in Oberhausen und Umgebung, ergänzt durch Aktivitäten im Bereich Wasser. Dabei ist dem Gesichtspunkt der sicheren und umweltverträglichen Versorgung Rechnung zu tragen. Das frühere Kerngeschäft der Verteilung wird seit dem 1. Januar 2007 durch die evo-netz realisiert. Die Stärkung der Wettbewerbsposition der evo AG erfolgt durch intensive Kundenbetreuung, Akquisition, konsequente Geschäftsprozessoptimierung, nachhaltige Kostenoptimierung sowie motivierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierbei ist eine zielgenaue Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden zwingend erforderlich sowie gegebenenfalls das Anstreben von strategischen Partnerschaften. Das Kerngeschäft der evo-netz - mit der alleinigen Gesellschafterin evo AG - ist darauf ausgerichtet, das Strom- und Gasnetz entsprechend den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) diskriminierungsfrei zu betreiben, zu warten und bedarfsgerecht auszubauen. In die Gesellschaft wurde zusätzlich das Fernwärmenetz integriert, um vorhandene Synergiepotentiale im Netzbereich zu erhalten. Darüber hinaus gehören die Unterhaltung der Öffentlichen Beleuchtung für die Stadt Oberhausen und die Wartung von Nahwärme-Anlagen zur Geschäftstätigkeit der evo-netz. Zur Sicherstellung des operativen Geschäftes der evo-netz wurden zum 1. Januar 2007 diejenigen Aktiva und Passiva, die den früheren Netzaktivitäten der evo AG zuzuordnen waren, auf die evo-netz ausgegliedert. Alle Netzanlagen verbleiben im Eigentum der evo AG und werden zur Bewirtschaftung an die evo-netz verpachtet. Das gesamte Netzbetriebspersonal - mit Ausnahme von sieben Mitarbeitern und dem Geschäftsführer wird durch die evo AG im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung der evo-netz zur Verfügung gestellt. - 97 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Durch weitere Dienstleistungsverträge werden zusätzliche Aufgaben, Rechte und Pflichten zwischen der evo AG und der evo-netz geregelt. 2. Rahmenbedingungen 2.1. Allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Lage Der Wettbewerb auf den Energiemärkten hat auch 2008 weiter zugenommen. Weitere neue Anbieter drängten vor allem beim Strom auf den Markt. Somit ist das Marktumfeld der evo AG schwieriger geworden. Die Wechselbereitschaft der Endverbraucher hat weiter zugenommen und die Energiepreise stehen weiterhin im Fokus. Die Wechselbereitschaft ist insbesondere dann zu spüren, wenn Preiserhöhungen angekündigt werden. Jedoch bleibt die evo AG mit einem Marktanteil von rund 95 % beim Strom und nahezu 100 % beim Erdgas ein starker Partner für ihre Privatkunden. Dem gegenüber stehen deutlich gestiegene Bezugskosten bei der evo AG beim Strom, aber insbesondere beim Erdgas. Von Januar bis Juli 2008 haben sich die Heizölpreise deutlich erhöht. Beim Rohölpreis wurde im Juli mit knapp 150 US-Doller pro Barrel ein neues Allzeithoch erreicht. Zum einen ist die Nachfrage nach Rohöl und Erdgas weiter gestiegen. Vor allem in den Volkswirtschaften von Indien und China wird die Nachfrage an Rohstoffen immer größer. Zum anderen hat die Immobilienkrise in den USA dafür gesorgt, dass Spekulanten in den Rohstoffmarkt drängten. Somit wurde der Preis durch Spekulationen in die Höhe getrieben. Der Gaspreis folgt aufgrund der Preisbindung den Ölpreisen mit einer zeitlichen Verzögerung von drei bis sechs Monaten. Dementsprechend sind auch die Bezugskosten für Erdgas deutlich gestiegen. Dieser allgemeine Trend wurde vom starken Euro im Vergleich zum Dollar ein wenig abgemildert, weil Erdöl an den weltweiten Handelsmärkten in Dollar gehandelt wird. In der zweiten Jahreshälfte sind die Ölpreise aufgrund der internationalen Finanzkrise wieder deutlich gesunken. Aufgrund einer sinkenden Industrieproduktion nimmt auch die Nachfrage nach Rohstoffen ab und somit sinkt der Preis. Diese Entwicklung hat zum Jahresende zu leicht sinkenden Bezugskosten bei Erdgas bei der evo AG geführt. Dieser Trend wird sich Anfang 2009 fortsetzen. Der Trend steigender Preise für Stromprodukte an den Märkten hielt auch 2008 für zukünftige Lieferungen elektrischer Energie an. Die Strompreise orientieren sich an der Strombörse (EEX) in Leipzig. Nach dem wirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage wird der Strom dort gehandelt. Seit Ende des Jahres 2008 sinken auf dem Großhandelsmarkt die Strompreise wieder. Da viele Marktteilnehmer jedoch für die kommenden Jahre ihren Strombedarf vorzeitig gedeckt haben, führt diese Entwicklung erst mit einer großen Zeitverzögerung zu Preissenkungen bei den Kunden. Aufgrund der gestiegenen Endverbraucherpreise für Energie steht die Branche weiterhin im Fokus der Politik und der Öffentlichkeit. Die Energieversorgungsunternehmen werden in die Pflicht genommen, den Kunden einen marktkonformen und möglichst günstigen Preis anzubieten. Hinzu kommt, dass durch den gestiegenen Wettbewerb der Druck auf die Preise zugenommen hat. Somit können nicht die gesamten - 98 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 gestiegenen Bezugskosten an den Endverbraucher weitergegeben werden, sondern nur ein Teil davon. Darüber hinaus fordert die Politik von den Unternehmen ein starkes Engagement für Umwelt- und Klimaschutz. Mit lokalem Engagement und einem guten Service vor Ort versucht die evo AG diesem negativen Trend für Image und Ansehen in der Oberhausener Bevölkerung entgegenzuwirken. Das Unternehmen unterstützt zahlreiche Vereine und Institutionen in der Stadt. Dazu gehören viele kleine Sportvereine sowie kulturelle und soziale Einrichtungen. Das Engagement geht über Sponsoring, Spenden und Ausbildung hinaus. Zahlreiche Förderprogramme unterstützen Bürger und Stadt zum Beispiel beim Klimaschutz. So wird die Anschaffung eines Erdgasfahrzeuges mit einem Tankgutschein unterstützt und Elektro-Wärmepumpen werden ebenfalls gefördert. Die evo AG hat darüber hinaus im April 2008 eine neue Tarifstruktur für Privatkunden mit den so genannten „TOB-Tarifen“ für Strom und Erdgas eingeführt. Die neuen Tarife sind transparenter und einfacher, weil Leistungsmerkmale wie Kesselgröße und Wohneinheiten entfallen. Bei den TOB-Tarifen gibt es bei Strom und Erdgas nur noch einen Grund- und einen Arbeitspreis. Außerdem bietet die evo AG neben der Grundversorgung eine attraktive Preisgestaltung an. Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit waren ebenfalls sehr wichtige Aspekte bei der Entwicklung der neuen Tariflandschaft. Die evo AG ist davon überzeugt, ihren Kunden damit attraktive Angebote anbieten zu können. Im Rahmen der neuen Tarifeinführung wurden auch die Verträge und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen überarbeitet und ebenfalls vereinfacht. Auch damit soll die Energielieferung der evo AG für den Kunden transparenter werden. Zum 50. Jubiläum der Fernwärmeversorgung in Oberhausen hat die evo AG ein besonderes Angebot herausgegeben. Fernwärme-Hausanschlüsse wurden zu vergünstigten Konditionen angeboten. Die Rahmenbedingungen auf dem deutschen Energiemarkt verändern sich permanent. Gerade kleine und mittlere Energieversorgungsunternehmen im Stromund sehen sich zunehmend konfrontiert. mit Die komplexen nationalen Energiebeschaffungsaufgaben Gasbereich Energiegroßhandelsmärkte unterliegen starken preislichen Schwankungen. Genaue Zahlen sind kurzund mittelfristig schwer vorhersehbar. Um im Energiebeschaffungsbereich langfristig effizient zu sein und Synergieeffekte zu erreichen, haben sich mehrere Energieversorgungsunternehmen nun in einer eigenen Beschaffungsgesellschaft zusammengeschlossen. Dazu zählt auch die evo AG. Hier kann der organisatorische und personelle Aufwand in Grenzen gehalten werden. Durch die Kooperation erreichen die Unternehmen gemeinsam eine größere Einkaufsmenge auf den Energiemärkten. Somit kann - so ist das Ziel - zu günstigeren Preisen eingekauft werden. Seit Anfang des Jahres 2008 wurden bei der evo AG die entsprechenden Voraussetzungen für die Beteiligung an dieser Beschaffungsgesellschaft geschaffen. Die evo AG hält am Stammkapitel der - 99 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Quantum GmbH einen Anteil von 10 % und ist damit der zweitgrößte Partner nach der SWK Energie GmbH aus Krefeld. Hauptaufgabe der Quantum GmbH ist der Handel mit Energie und Dienstleistungen im Bereich der Energiebeschaffung. Ziel ist es, die örtliche Energieversorgung in den Kommunen zu stärken. Hierzu gehört insbesondere die Reaktion auf die geänderten Rahmenbedingungen. Vor allem im Gasbeschaffungsmarkt hat es in den vergangenen Jahren fundamentale Veränderungen gegeben. Die steigende Wettbewerbsintensität und die zunehmende Komplexität der Energiebeschaffung sind für Stadtwerke risikoreicher geworden. 2.2. Allgemeine Regulierungssituation Nach der ersten Kostensenkungsrunde durch die Regulierungsbehörden zur Festlegung der genehmigten Netznutzungsentgelte in den Bereichen Strom und Erdgas erfolgte bei der evo-netz in 2008 beim Strom eine erneute Kürzung auf nunmehr 29,7 Millionen € (vorher 32,3 Millionen €). Beim Erdgas wurde die Genehmigung unverändert bis Ende 2008 verlängert. Diese Genehmigungen bilden nun den Startpunkt für die so genannte Anreizregulierung zum 1. Januar 2009. Ende 2008 hat die evo-netz die Effizienzwerte für das Strom- und das Erdgasnetz zugewiesen bekommen. Beim Erdgas ist dies ein Effizienzwert von 93,4 %, beim Strom ein Effizienzwert von 93,7 %. Im Vergleich zu anderen Energieversorgungsunternehmen ist die evo-netz sehr gut aufgestellt. Diese Effizienzwerte sind die wesentlichen Bausteine bei der Ermittlung der Erlösobergrenzen für die erste Regulierungsperiode. 3. Unternehmensentwicklung 3.1. Absatz- / Preisentwicklung 3.1.1. Netz Strom Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Netzentgelte für den Bereich Strom in der zweiten Regulierungsrunde zum 1. Februar 2008 für die evo-netz auf Basis der vorgelegten Kalkulation festgelegt. Die genehmigten Netzentgelte wurden bei den Transportkunden in Rechnung gestellt. Es wurde in 2008 eine Menge von 768,6 GWh durch die gepachteten Stromnetze der evo-netz geleitet. Dies waren 6,8 GWh weniger als im vorherigen Geschäftsjahr. Die abgerechnete Strommenge führt bei dem genehmigten Netzentgeltsystem zu einem Umsatz von 39,5 Millionen €. - 100 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 3.1.2. Netz Erdgas Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW hat den Genehmigungszeitraum der Netzentgelte für den Bereich Erdgas bis zum 31. Dezember 2008 verlängert. Im Geschäftsjahr 2008 wurden durch die gepachteten Erdgasnetze der evo-netz 1.023,5 GWh an Erdgaskunden verteilt. Damit wurden im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr 70,8 GWh mehr Erdgas durch die Netze geleitet. Für das Geschäftsjahr 2009 wurden die neuen Entgelte auf Basis der von der Landesregulierungsbehörde NRW festgelegten Erlösobergrenze kalkuliert. 3.1.3. Vertrieb Strom Im Geschäftsjahr 2008 ging der Stromabsatz leicht zurück. Er sank insgesamt um 4,2 % auf 633,7 GWh. Diese Reduzierung findet sich bei den Kundengruppen Privat- und Gewerbekunden mit -4,6 % und bei den Industriekunden mit -3,8 % wieder. Der Absatz an Nachtstromspeicherheizungen blieb mit 16,9 GWh annähernd konstant. Die Strompreise des Allgemeinen Stromtarifs für Privat- und Gewerbekunden stiegen zum 1. Januar 2008 um 0,7 Cent/kWh (netto). Für Geschäfts- und Industriekunden wurden die Preise individuell kalkuliert und überwiegend zum Jahresbeginn 2008 neu festgesetzt. Der Marktanteil der evo AG bei Oberhausener Privatkunden lag zum Ende des Jahres 2008 bei rund 95 %. Der Trend steigender Preise auf der Strombezugsseite der evo AG setzte sich über das Jahr 2008 fort. 3.1.4. Vertrieb Erdgas Der Erdgasabsatz ist im Wesentlichen von witterungsbedingten Einflüssen geprägt. So machten sich die niedrigeren Temperaturen im Jahr 2008 deutlich bemerkbar. Als Indikator dient die Gradtagzahl. Diese stieg um rund 8,5 %. So erhöhte sich der Erdgasabsatz insgesamt um 7,4 % auf 1023,5 GWh. Aufgrund der stärkeren Witterungsabhängigkeit stieg der Absatz bei Privat- und Gewerbekunden mit 9,1 % deutlicher als bei Geschäfts- und Industriekunden mit 1,0 %. Die Absatzpreise wurden zum 1. Januar 2008 um 0,3 ct/kWh an die Bezugskosten angepasst; zum 1. September 2008 um weitere 0,9 ct/kWh und zum 1. Dezember 2008 nochmals um 0,55 ct/kWh erhöht. - 101 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Der Marktanteil fremder Erdgasanbieter liegt zum Jahreswechsel deutlich unter 1 %. 3.1.5. Vertrieb Fernwärme Im Bereich der Fernwärme spiegelt sich ebenfalls die Witterungsabhängigkeit wider. Hier stieg der Gesamtabsatz um 5,2 % auf 397,5 GWh. Die Nettopreise wurden zum 1. Januar 2008 um 0,24 ct/kWh, zum 1. September 2008 um weitere 0,81 ct/kWh und zum 1. Dezember 2008 nochmals um 0,60 ct/kWh erhöht. 3.2. Entwicklung Dienstleistungen 3.2.1. Gebäude-Energieservice Der Absatz beim Gebäude-Energieservice (GES) ging um 6,5 % auf 47,7 GWh zurück. Dieser Absatzrückgang liegt nicht in der Witterung des Jahres 2008 begründet. Hier spielt die Zuordnung des tatsächlichen Absatzes zu den Kalenderjahren 2007 und 2008 eine entscheidende Rolle, so dass sich für 2008 ein geringerer Verbrauch der GES-Kunden darstellt. 3.2.2. Ingenieurdienstleistungen Im Berichtsjahr hat die evo AG Ingenieurdienstleistungen sowohl für eigene Projekte als auch für Dritte erbracht. Den Schwerpunkt der Tätigkeiten bildeten Ingenieurdienstleistungen für die evo AG selbst. Weitere Beratungs- und Planungsleistungen wickelte das Unternehmen in 2008 für ein großes Kohlekraftwerk im westlichen Ruhrgebiet ab. Der Consulting-Bereich der evo AG hat in 2008 für die Hitachi Power Europe GmbH (HPE) mit Sitz in Duisburg (ehemals Oberhausen) im Rahmen des Ingenieurauftrages zur Projektkoordination der Elektrotechnik für Block 10 des Kraftwerkes Walsum umfangreiche Ingenieurdienstleistungen erbracht. Aufgabe der evo AG ist insbesondere die Koordination und Überwachung der Planung und der Abwicklung der elektrotechnischen Komponenten des 750 MW Blockes zwischen dem Generalunternehmer HPE, den diversen Komponentenlieferanten und den Endkunden der HPE. Für die evo AG selbst hat der Consulting-Bereich in 2008 die Planung für die komplette Erneuerung der Prozessleittechnik in beiden Heizkraftwerken durchgeführt und die europaweite Ausschreibung und Vergabe aller hierfür erforderlichen Lieferungen und Leistungen unterstützt. Die evo AG hat in 2008 verschiedene Varianten zur Ausweitung der Stromeigenerzeugung und zur weiteren Verbesserung der CO2-Bilanz untersucht. Zum einen wurden unterschiedliche Möglichkeiten für die Errichtung eines Gemeinschafts-Heizkraftwerkes am Standort Ruhrchemie zusammen mit Partnern untersucht. Zum anderen bezog sich dies auf die Konkretisierung eines Biomasse-Heizkraftwerkes. - 102 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Hierzu wurden gemeinsam mit einem privaten Contracting-Unternehmen die technische Planung gestartet, die wirtschaftlichen Randbedingungen geprüft und erste vertragliche Beziehungen der Zusammenarbeit abgestimmt. 3.2.3. FSO Die FSO legte ihren Fokus auf die Erbringung von Dienstleistungen für die evo AG, insbesondere die Pflege, Wartung und Reparatur des Wagenparks sowie die Reinigung des Werksgeländes. 4. Ertragslage 4.1. Umsatz und Ergebnis Die wesentlichen Angaben der Einzelgesellschaften mit dem jeweiligen operativen Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2008 stellen sich wie folgt dar: Gesellschaft ----------------Position FSO GmbH Mio € FSO Mio € evo AG Mio € evo-netz Mio € Summe Mio € Kon-zern Mio € Umsatzerlöse (ohne Energiesteuern) 0 0,516 225,438 71,085 297,039 184,046 Materialaufwand 0 0,153 154,656 38,980 193,789 110,864 Personalaufwand 0 0,315 33,934 1,203 35,452 35,451 Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen 0 0 9,641 0 9,641 9,641 Konzessions-abgabe 0 Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit 0 0 9,604 9,604 9,604 0,003 0,108 22,605 - 7,517 15,199 15,191 Steuern vom Ertrag - 0,001 - 0,018 - 4,481 1,295 - 3,205 - 3,981 Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag 0,002 0,090 18,124 - 6,222 11,994 11,210 Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 0,002 13,250 20,532 0,158 20,797 Mitarbeiter (Köpfe im Jahresdurchschnitt) 0 5 473 8 486 486 - 103 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Der Ergebnisbeitrag der FSO GmbH als Komplementärin der FSO mit 0,003 Mio € ist für den Konzern von untergeordneter Bedeutung und resultiert aus der Geschäftsführungs- und Haftungsvergütung von der FSO. Der Jahresüberschuss in Höhe von 0,002 Mio € wird vorgetragen; die Steuern vom Ertrag beinhalten ausschließlich Körperschaftsteuer. Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal, da die Geschäftsführung einheitlich durch den evo AG Vorstand wahrgenommen wird. Das operative Geschäft der FSO - ohne die Gewinnabführung und die Steuerumlage von den Untergesellschaften evo AG und evo-netz - beläuft sich auf 0,090 Mio €. Es steigt damit gegenüber dem Vorjahr (0,051 Mio €) um 0,039 Mio €, dies ist auf die erstmalige Verzinsung der Gewinnabführung der evo AG zurückzuführen. Die Umsätze belaufen sich im Berichtsjahr auf 0,516 Mio € und resultieren weitestgehend auf der vertraglichen Abrechnung von Dienstleistungen an die evo AG. Das Konzernergebnis wird in besonderer Weise durch die evo AG beeinflusst. Der Jahresüberschuss vor Übernahme des Verlustes der evo-netz beläuft sich auf 18,1 Mio € (Vorjahr 17,4 Mio €). Das um die Verlustübernahme und Steuerumlage der evo-netz bereinigte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, welches das operative Betriebsergebnis quantifiziert, beläuft sich auf 22,6 Mio €. Die Umsatzerlöse erhöhen sich auf 225,4 Mio € (Vorjahr 212,7 Mio €); die Ursache für diesen Anstieg resultiert aus dem deutlich gestiegenen Preisniveau auf dem Gasmarkt. Die evo AG musste auf diese Preisentwicklung reagieren und die gestiegenen Bezugspreise beim Gas und die höheren Erzeugungskosten in der Fernwärme an die Endkunden weitergeben. Des Weiteren lag die Gradtagszahl 2008 um 8,5 % über dem Wert des vorangegangenen milden Geschäftsjahres 2007. Diese positive Entwicklung wurde durch ein gemindertes Finanzergebnis, welches aufgrund sinkender Renditen und Kursentwicklungen bei Finanzinstrumenten infolge der Finanzkrise zustande kam, sowie im Personalbereich durch eine außergewöhnlich hohen Tarifabschluss im Bereich des öffentlichen Dienstes kompensiert. Ferner wurden im Ergebnis die möglichen Risiken einer Mehrerlösabschöpfung im Zuge der Genehmigung der Stromnetznutzungsentgelte durch die BNetzA berücksichtigt. Bei den Ertragsteuern handelt es sich im Wesentlichen um eine Steuerumlage an den ertragsteuerlichen Organträger, die FSO. Die Steuerersparnis aus der Verlustübernahme für die evo-netz beläuft sich auf nahezu 1,3 Mio €. Das erst im Vorjahr begonnene operative Geschäft der evo-netz zeigt in 2008 ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 7,5 Mio €. Der von der evo AG übernommene Jahresfehlbetrag beläuft sich nach Steuerumlage auf rund 6,2 Mio €. Das Ergebnis der evo-netz wird weiterhin maßgeblich durch die Leistungsbeziehungen mit der evo AG geprägt. So beinhalten die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 71,1 Mio € im Wesentlichen die an die evo - 104 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 AG fakturierten Netznutzungsentgelte und die für die evo AG durchgeführten Investitionsprojekte. Ferner wurden auch bei der evo-netz im Ergebnis die möglichen Risiken einer Mehrerlösabschöpfung im Zuge der Genehmigung der Gasnetznutzungsentgelte durch die Landesregulierungsbehörde NRW berücksichtigt. Zur Ermittlung des Jahresüberschusses für den FSO-Konzern sind die jeweiligen Einzelabschlüsse um die Leistungsinterdependenzen zwischen den Konzerngesellschaften zu korrigieren. Darüber hinaus ist das Ergebnis durch die Minderung aktiver latenter Steuern in Höhe von 0,776 Mio € negativ beeinflusst (Vorjahr 0,124 Mio € negativ); welches insbesondere auf eine erstmalige handelsrechtliche Anpassung des Rechnungszinsfußes von 6 % auf 5,5 % bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen zurückzuführen ist. Aufgrund des im Juli 2007 verabschiedeten Unternehmensteuerreformgesetzes wurde nach internen Berechnungen der Ertragsteuersatz für zukünftige Steuerabgrenzungen ab 2007 auf 31 % festgesetzt und für 2008 beibehalten. Weitere abweichende Konzernbewertungsvorschriften, wie die fehlende Anerkennung von Sonderposten, korrigieren die Jahresergebnisse aus den Einzelabschlüssen in Höhe von 0,008 Mio €. 4.2. Ergebnisbeitrag nach Segmenten Hinsichtlich der FSO GmbH und der FSO ist eine Aufteilung der Ergebnisse in weitere Geschäftsbereiche nicht zielführend. Neben der untergeordneten Bedeutung für das gesamte Konzernergebnis - insbesondere bei der FSO GmbH - gehörte es zu den primären Motiven für die Gründung der FSO, wenige und zusammenhängende Aktivitäten der evo AG transparent darzustellen. Das EnWG stellt an Energieversorgungsunternehmen detaillierte Anforderungen hinsichtlich ihrer Rechnungslegung und internen Buchführung. Neben der ab dem Geschäftsjahr 2007 gelebten gesellschaftsrechtlichen Trennung der beiden Gesellschaften evo AG und evo-netz sind beide Gesellschaften von diesen Anforderungen zusätzlich betroffen. Im Rahmen ihrer unternehmensinternen Ergebnisrechnung ermittelt die evo-netz Teilbereichsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung (Stromnetz), Erdgasverteilung (Erdgasnetz) und andere Tätigkeiten. Die evo AG ermittelt Abschlüsse für die Tätigkeiten Stromvertrieb, Erdgasvertrieb, Pacht Stromnetz, Pacht Erdgasnetz und andere Aktivitäten. Dabei bestehen zwischen den einzelnen Tätigkeiten interne Beziehungen. Für die evo AG kann zusammengefasst gesagt werden, dass alle Teilbereichsabschlüsse ein positives Teilergebnis zum Gesamtergebnis beigetragen haben. Das negative Ergebnis der evo-netz resultiert aus den negativen Ergebnisbeiträgen der Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung (Stromnetz) und Erdgasverteilung (Erdgasnetz). Wie erwartet, wurden im Rahmen der Entgeltgenehmigungsverfahren wesentliche Kostenbestandteile des Netzbetriebes nicht anerkannt. Die auf Basis der genehmigten Entgelte erzielbaren Erlöse reichen somit nicht aus, die gesamten Kosten des Netzbetriebes zu decken. - 105 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die anderen Tätigkeiten tragen insgesamt ein leicht positives Ergebnis zum Gesamtergebnis der evonetz bei. 5. Finanz- und Vermögenslage 5.1. Finanzbewegung Die Finanzierungsbilanz wurde für das Berichtsjahr analog der Kapitalflussrechnung nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2008 ergab sich ein Finanzbedarf von insgesamt 36,0 Mio € (Vorjahr 25,5 Mio €). Die Mittel aus der Innenfinanzierung deckten in vollem Umfang unsere Investitionen. Die in der Finanzierungsbilanz ausgewiesenen Mittel aus den Abschreibungen, den Anlageabgängen und den zugeführten Rückstellungen wurden für Neuinvestitionen in das Anlagevermögen und für den Ankauf von Wertpapieren der Liquiditätsreserve eingesetzt. 5.2. Finanzierungsbilanz 5.2.1. Mittelverwendung Ist 2008 in Mio € Zugang Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen 14,9 Ist 2007 in Mio € 12,0 Zugang Finanzanlagen 0,0 5,3 Zugang Finanzmittel 8,2 4,7 Abgang empfangene Ertragszuschüsse und Zugang sonstige Posten des Umlaufvermögens 12,9 3,5 Gesamt 36,0 25,5 - 106 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 5.2.2. Mittelherkunft Ist 2008 in Mio € Abgang Finanzanlagen 13,7 Ist 2007 in Mio € 4,7 Abschreibungen und Anlageabgänge 9,6 9,2 Abgang sonstige Posten des Umlaufvermögens 3,5 4,9 Zugang Rückstellungen Zugang Verbindlichkeiten und andere Passiva 3,5 5,7 0,4 6,3 Gesamt 36,0 25,5 5.3. Investitionen Die Investitionen im Anlagevermögen des Konzerns sind fast ausschließlich durch Maßnahmen der evo AG geprägt. Diese wurden im Jahr 2008 durch Mittel der Innenfinanzierung realisiert. Die technischwirtschaftliche Optimierung in den Netzbereichen wurde weiter vorangetrieben. Der Anteil der Netzinvestitionen in 2008 an den gesamten Investitionen des Sachanlagevermögens und der Immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 74 %. Des Weiteren wurden erste Schritte zur Erneuerung der Leittechnik des HKW I eingeleitet. Budget 2009 in Mio € Investitionen Abschreibungen 17,9 9,8 Ist 2008 in Mio € 15,0 9,6 Ist 2007 in Mio € 12,0 9,2 Neben den Normalinvestitionen von 15,2 Mio € sieht das Investitions-Budget 2009 weitere Sondermaßnahmen durch unvermeidbare Erneuerungen in den Heizkraftwerken über 2,7 Mio € vor, - 107 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 welche planungsgemäß auch in den nachfolgenden Jahren bis 2013 den Sachinvestitionsverlauf zunehmend prägen werden. Ferner ist es beabsichtigt, den Ausbau der Fernwärme im Stadtgebiet Oberhausen-Osterfeld voran zu treiben. Eine Änderung der Rechtssprechung führte in 2008 dazu, dass die seit Ausgliederung der Netzaktivitäten von evo-netz vereinnahmten Baukostenzuschüsse (BKZ) für die Segmente Strom und Erdgas rückwirkend ab 2007 dort als Vorauszahlung auf die Netzentgelte passiviert und ratierlich ertragswirksam über 20 Jahre aufgelöst werden. Somit entfällt eine aktivische Absetzung bei der evo AG in diesen beiden Bereichen. Die BKZ für den Bereich der Fernwärmeversorgung bleiben hiervon unberührt und werden weiterhin aktivisch vom Anlagevermögen der evo AG abgesetzt. Die im Berichtsjahr um erhaltene Zuschüsse gekürzten Investitionen betrugen rund 15,0 Mio € und teilen sich wie folgt auf: Ist 2008 in Mio € Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Stromversorgung Erdgasversorgung Fernwärmeversorgung Energieservice Gemeinsame Anlagen Gesamtbetrag 4,795 3,862 3,900 0,962 1,124 0,282 Ist 2007 in Mio € 0,238 2,108 3,516 4,538 0,032 1,520 14,925 11,952 Auch für das kommende Geschäftsjahr gehen wir davon aus, dass die Mittel aus der Innenfinanzierung die erforderlichen Investitionen - welche von der technisch-wirtschaftlichen Optimierung der Versorgungsnetze, dem Ausbau der Fernwärmeversorgung und der Kraftwerksanierung geprägt sein werden - decken. - 108 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 5.4. Anlagestrategie Das Finanzergebnis des Konzerns wird insbesondere durch die evo AG geprägt. Im Rahmen einer zentralen Anlagestrategie wurde eine konzernweite Cash-Pooling Vereinbarung getroffen. Diese besagt, dass sich die evo AG bereit erklärt, der evo-netz ein Darlehen zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen zu gewähren. Die Verzinsung des Darlehens erfolgt hierbei zu Geldmarktsätzen am Frankfurter Bankplatz. Zu gleichen Konditionen wird auch freie Liquidität der evo-netz durch evo AG angelegt und als Zinsgutschriften an evo-netz weitergegeben. Analog zu diesen Regelungen wird das Cash-Pooling zwischen evo AG und der FSO abgewickelt. Nach einer Vertragsverlängerung mit dem bisherigen Finanzdienstleister erfolgt die Anlage liquider Mittel unter folgenden Prämissen: kurzfristige Anlagen erfolgen in geldmarktnahen und risikofreien Investmentfonds; neben einer marktkonformen Verzinsung ist eine jederzeitige Veräußerung möglich. Zudem erfolgen Anlagen in Tages- und Festgeldern, sofern der Anlagehorizont unter sechs Wochen liegt. Das Portfolio wird ergänzt durch die Anlage in Aktien und Schuldverschreibungen mit einem Wertsicherungskonzept, grundsätzlich ist für alle Anlagen ein Rating der Bonitätsklasse „BBB“ oder besser Voraussetzung. Neben den kurzfristigen liquiden Mitteln wurden zur nachhaltigen Wertsteigerung und zur Schaffung einer soliden Basis für die nächsten Jahre zwei Spezialfonds mit unterschiedlichen Partnern aufgelegt. Die Vorteile von Spezialfonds lassen sich in folgenden Punkten zusammenfassen: die Absicherung erfolgt über eine mit dem Partner vereinbarte Sicherungsstrategie (95 % des bei der Anlage eingebrachten Buchwertes) mit Anlagehorizont bis Ende 2010 und über die Zulassung durch das BaFin, des Weiteren konnte mit den Vertragsparteien eine Umkehr der Beweislast zu Gunsten der evo AG herbeigeführt werden, evo AG wirkt im Anlageausschuss aktiv durch mindestens eine Person mit und kann so die Anlagestrategie bei Bedarf maßgeblich selber beeinflussen. Trotz der anhaltenden Finanzkrise auf den Kapitalmärkten bestehen keine Hinweise, dass die abgesicherte Wertgrenze unterschritten wird. Ferner wurden im Jahresabschluss 2008 bereits alle Verwerfungen durch eine entsprechende Niederstbewertung für sämtliche bilanzierten Wertpapiere abgebildet. - 109 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 6. Nachtragsbericht Vom Geschäftsjahres-Ultimo bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2008 sind keine Tatsachen aufgetreten oder bekannt geworden, welche die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage negativ beeinflussen. Vor dem Hintergrund des bei der Stadt Oberhausen eingeleiteten Haushaltssicherungverfahrens erörtern die Anteilseigner STOAG und RWE die Möglichkeiten bezüglich Kapitalherabsetzungen sowohl bei der evo AG als auch bei der FSO über rd. 7,8 Mio €. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden jedoch noch keine derartigen Beschlüsse gefasst. 7. Risikobericht 7.1. Risikomanagementsystem Zur Sicherung der Unternehmensziele, des künftigen Erfolges des Unternehmens sowie zur Senkung der Risikokosten führt die evo AG halbjährlich eine Risikoinventur durch. Diese Aufgabe wird auch für die evo-netz wahrgenommen. Damit Risiken frühzeitig erkannt und rechtzeitig angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können, ist bei der evo AG ein Risikomanagementsystem gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) implementiert. Alle erfassten Risiken werden durch Risikopaten hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoauswirkung eingestuft. Die Risiken werden dabei nicht nur auf die mit den Risiken verbundenen Kosten, Erlöseinbußen, Margenverlusten oder Betriebsunterbrechungen untersucht, es wird auch der Einfluss auf Ressourcen, wie z. B. Personenschäden oder Imageverlust analysiert. Die beiden halbjährigen Risikoinventuren haben keine Bestand gefährdenden Risiken aufgezeigt. Auch für die Zukunft sind keine derartigen Risiken erkennbar. Insbesondere sind auch keine gewichtigen Ausfall- oder Liquiditätsrisiken zu verfolgen. 7.2. Klassifizierung der Chancen und Risiken Der Wettbewerb auf dem lokalen Markt wird für die evo AG auf der Basis der neuen Rahmenbedingungen zunehmen. Mit einem Marktanteil im Privatkundengeschäft bei der Stromversorgung von 95 % hat die evo AG eine starke Position. Bei der Erdgasversorgung werden neue Anbieter auf den Markt kommen, die die Unzufriedenheit der Kunden über das in der gesamten Bundesrepublik existierende hohe Preisniveau nutzen werden. Die evo-netz wird im Rahmen der Anreizregulierung aufgefordert ihre Effizienz zu steigern. Es wird eine pauschale Kürzung der Netznutzungsentgelte erwartet, die kaum eine faire Chance lässt, dass die evonetz selbst durch engagierte Ausschöpfung sämtlicher Einsparungspotentiale die Anreizziele übertreffen - 110 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 kann. Es besteht eher das Risiko, dass mittelfristig keine Gewinne aus dem regulierten Netzbetrieb erzielt werden können. 8. Prognosebericht Auch im Geschäftsjahr 2009 wird das Konzernergebnis maßgeblich durch das evo AG Ergebnis bestimmt werden. Für die Einzelgesellschaften FSO GmbH und FSO werden Ergebnisbeiträge analog dem Vorjahr prognostiziert. Wettbewerb, Regulierung, politischer Einfluss und die öffentliche Meinung - diese Bereiche werden auch in 2009 die Herausforderungen für das Unternehmen darstellen. Die öffentliche Diskussion über Energiepreise wird weiter anhalten, auch wenn in der ersten Jahreshälfte eine deutliche Preissenkung beim Erdgas zu erwarten ist. Langfristig ist davon auszugehen, dass die Kosten für Energie weiter steigen werden. Die Politik wird auch weiterhin nicht bereit sein, Steuern und Abgaben zu senken, um die Verbraucher zu entlasten. Die evo AG versucht diesem Trend entgegenzusteuern, indem das Engagement des Unternehmens in der Stadt deutlich gemacht werden soll. Dies führt zu einer Werbekampagne in 2009. Hier sollen die Stärken der evo AG und das Engagement nach außen getragen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Politik in Brüssel weiter die Zerschlagung der Energiekonzerne fordert (Ownership Unbundling). Außerdem werden derzeit schon die Abgabe von Kraftwerkkapazitäten und weitere Regulierungsmaßnahmen gefordert. Hier bleibt die Energiewirtschaft weiterhin im Blickfeld der Politik. Der Wettbewerb und die Wechselbereitschaft der Endverbraucher werden weiter zunehmen. Vor allem im Erdgasmarkt werden neue Anbieter mit neuen Produkten auf den Markt drängen. Das Internet wird dabei in Zukunft verstärkt zur Vermarktung genutzt. Dieser Trend wird anhalten. Das bedeutet einen steigenden Druck auf die Margen. In diesem Zusammenhang wird der Internetauftritt der evo AG in 2009 neu überarbeitet und den Kundenbedürfnissen angepasst. Das Unternehmen wird, um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, weiter Kosten reduzieren. Kooperationen oder gemeinsame Gesellschaften mit anderen Energieversorgungsunternehmen sind weiterhin geplant. Hier ist zum Beispiel eine gemeinsame Marktmanagement-Gesellschaft zum unterstützenden Vertrieb von Strom denkbar. Das Jahr 2009 ist das erste Jahr der Anreizregulierung. Von diesem Jahr an wird das System der kostenbasierten Erlösgenehmigung dadurch abgelöst, dass die zugestandene Erlössumme aus Netzentgelten in den Bereichen Strom und Erdgas durch einen Effizienzvergleich ermittelt werden. Damit liegen jetzt die Erlösmöglichkeiten der evo-netz für die Folgejahre fest. Darüber hinaus wird sich das Unternehmen den gesetzlichen Anforderungen des „Zwei-Mandaten-Modell“ stellen und Maßnahmen einleiten, um die gesetzlichen Fristen einzuhalten. - 111 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Trotz dieser Festlegung bleiben wirtschaftlich relevante Themen auch in 2009 und in den Folgejahren strittig. Hier ist zum einen das Thema „Verlustenergie“ zu nennen, da die Bundesnetzagentur die Kosten für den Einkauf von Verlustenergie auch nicht annähernd in der wirklichen Höhe anerkennt. Ein zweites Thema wird die so genannte „Mehrerlösabschöpfung“ sein. Demnach sind aus früheren Perioden angeblich zuviel gezahlte Netznutzungsentgelte Erlös mindernd in der Zukunft zu berücksichtigen. Auch dies trifft den Konzern wirtschaftlich erheblich. Darüber hinaus muss sich der Konzern auch auf die nächste Kostenrunde vorbereiten. Wichtiges Thema wird hier sein, ob die Aufstellung der Netzgesellschaft, wie sie sich derzeit darstellt, unter den neuen Randbedingungen nach wie vor optimal ist. Die Bearbeitung all dieser Themen - neben weiteren zu erwartenden Anfragen der BNetzA - wird auch im Jahr 2009 zahlreiche Mitarbeiter beschäftigen, so dass dies allein schon mit einem sehr großen Personalkostenaufwand verbunden ist. Der Antrag der evo AG auf Zuteilung von Emissionsberechtigungen gemäß Zuteilungsgesetz 2012 für die zweite Zuteilungsperiode von 2008 bis 2012 wurde von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) positiv beschieden. Hiervon sind die Heizkraftwerke I und II sowie das Heizwerk Meiderich betroffen. Normale Witterung im Zeitraum 2009 bis 2012 vorausgesetzt, hat die evo AG trotz des genannten Kürzungsfaktors ausreichend Emissionsberechtigungen erhalten. Vorsorglich hat das Unternehmen für die zweite Emissionshandelsperiode ein Kontingent von 10.000 Tonnen Emissionsberechtigungen am Markt gekauft. Dieser Konzernlagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des FSO Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Der Konzern ist davon überzeugt, den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein. Um diese Einschätzung zu bestätigen, plant die evo AG im Laufe des Geschäftsjahres 2009 ein erneutes Unternehmensrating. Die letzte Notation aus Mai 2005 durch die Unternehmen TÜV Rheinland Service GmbH und Euler Hermes Rating GmbH ergab hier ein Ratingurteil von „A+ stabil“ (gesamtwirtschaftlich betrachtet war dieses deutlich überdurchschnittlich und branchenbezogen war die evo AG besser positioniert als viele andere Energieversorger). Oberhausen, den 27. März 2009 FSO GmbH & Co. KG, vertreten durch die Geschäftsführung der FSO Verwaltungs-GmbH Hartmut Gieske Dr. Thomas Mathenia - 112 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 113 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 FSO Verwaltungs- GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Danziger Str. 31 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/ 8350 0208/ 835 2620 service@evo-energie.de - Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 30,00 Gesellschafter: RWE Rhein-Ruhr AG STOAG Stadtwerke Oberhausen AG T€ 15,00 15,00 % 50,00 50,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende, geschäftsführende Gesellschafterin an der FSO GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck gefördert werden kann. b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Geschäftsführer Gieske, Hartmut Dr. Mathenia, Thomas - 114 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Bevollmächtigter der RWE Rhein-Ruhr AG Bevollmächtigter STOAG der Prokura: Prokurist Schön, Norbert e) Lagebericht vgl. Konzernlagebericht bei FSO GmbH & Co. KG (S. 95) - 115 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 116 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 117 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 RWE Aktiengesellschaft a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Opernplatz 1 45128 Essen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0201/ 1200 0201/ 1215199 www.rwe.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: AG 1.439.756,80 Gesellschafter: STOAG Stadtwerke Oberhausen AG T€ 3.012,68 % 0,21 Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft leitet eine Gruppe von Unternehmen, die insbesondere auf folgenden Geschäftsfeldern tätig sind: -Beschaffung und Erzeugung von sowie Versorgung und Handel mit Energie und Energieträgern einschließlich des Baus, des Betriebs und der sonstigen Nutzung von Transportsystemen für Energie und Energieträger; -Umweltdienstleistungen und -technik einschließlich der Versorgung mit Wasser und Behandlung von Abwasser; -Aufsuchung, Gewinnung und Verarbeitung von Bodenschätzen und anderen Rohstoffen sowie von chemischen und petrochemischen Erzeugnissen; -Elektro-, Gebäude- und Kommunikationstechnik, Elektronik, sonstiger Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau sowie Erbringung von Ingenieurleistungen; -Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb von Bauten aller Art sowie Erbringung von Gebäudeleistungen; -Telekommunikation, Datenübertragung sowie Dienstleistungserbringung und Handel auf elektronischem Wege; - Immobilienwirtschaft; - Handel, Logistik, Transport und Erbringung weiterer Dienstleistungen insbesondere auf den vorbezeichneten Geschäftsfelder. - 118 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen oder ihm unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann auf den in Absatz 1 bezeichneten Geschäftsfeldern auch selbst tätig werden. Die Gesellschaft kann auch andere Unternehmen gründen, erwerben und sich an ihnen beteiligen, insbesondere an solchen, deren Unternehmensgegenstände sich ganz oder teilweise auf die vorgenannten Geschäftsfelder erstrecken. Sie kann Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, unter ihrer einheitlichen Leitung zusammenfassen oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern oder verbundenen Unternehmen überlassen. b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Vorstand: Vorsitzender Dr.-Ing. Großmann, Jürgen Hauptversammlung: Bevollmächtigte/r STOAG der e) Lagebericht Der Lagebericht wird auf Grund des Umfangs nicht abgedruckt. Der Bericht ist im Internet unter www.rwe.de Stichwort „Konzerngeschäftsbericht 2008“ nachlesbar. - 119 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 120 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 121 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 RW Holding Aktiengesellschaft a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Herzogstr. 15 40199 Düsseldorf Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0211 826-4623 0211 826-6168 www.westlb.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: AG 74.362,86 Gesellschafter: Stadtsparkasse Oberhausen STOAG Stadtwerke Oberhausen AG T€ 237,96 661,83 % 0,32 0,89 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die damit verbundene Wahrung wirtschaftlicher Interessen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die der Erreichung und Förderung des Gegenstandes der Gesellschaft notwendig oder nützlich erscheinen. b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Hauptversammlung: Bevollmächtigte/r STOAG der Aufsichtsrat: Mitglied Wehling, Klaus sowie weitere Mitglieder acht - 122 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 e) Lagebericht Über die Gesellschaft werden gemeinsam mit dem Verband der kommunalen RWE-Aktionäre die Interessen der Kommunen in der RWE AG vertreten. Die RW Holding AG hält eine Beteiligung von 33,22 % am Hafttkapital der RW Energie Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Dortmund (RWEB), welche eine Beteiligung in Höhe von 15,55 % am Grundkapital der RWE AG mit einem Stimmrechtsanteil von 16,68 % hält. Die wirtschaftliche Entwicklung der RW Holding AG hängt von den zukünftig zu erzielenden Dividendenerträgen aus der RWEB und somit der indirekten Beteiligung an der RWE AG ab. Da die Gesellschaft über die Beteiligung an RWEB hinaus keine weiteren wirtschaftlichen Tätigkeiten entfaltet, wird auf eine Darstellung der Unternehmensdaten verzichtet. Die Wahrnehmung der Interessen in der Hauptversammlung erfolgt durch einen Vertreter der STOAG. Ein Aufsichtsrat ist bestellt. Die STOAG erhält jährlich eine Gewinnausschüttung in Höhe der jeweiligen Dividende auf die RWEStammaktien über die Beteiligung an der RWEB. In Höhe dieser Dividende verringert sich der verbleibende Finanzierungsbetrag gegenüber der STOAG und damit auch die Belastung der Stadt. - 123 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 124 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 125 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Buschhausener Straße 46049 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/8594-0 0208/8594-210 info@gmva.de www.gmva.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 255,65 Gesellschafter: REMONDIS Oberhausen GmbH STOAG Stadtwerke Oberhausen AG Wirtschaftsbetriebe der Stadt Duisburg AöR T€ 125,27 38,81 91,57 % 49,00 15,18 35,82 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand der Gesellschaft sind die Errichtung und der Betrieb von Abfallentsorgungsanlagen. Dabei ist sie verpflichtet, sämtliche in den Städten Duisburg und Oberhausen anfallenden und von diesen Städten angelieferten Abfälle im Rahmen ihrer technischen Möglichkeiten vorrangig zur Entsorgung anzunehmen. Die Abfallentsorgung durch die Gesellschaft dient vorrangig der Erfüllung des gesetzlichen Auftrages der an der Gesellschaft beteiligten Städte zur Abfallentsorgung nach Maßgabe der jeweils geltenden kommunalen Abfallentsorgungssatzungen. Beim Betrieb der Anlage sind die gesetzlichen Ziele der Abfallentsorgung nach den für die Abfallentsorgung erlassenen Gesetzen und Verordnungen in der jeweils gültigen Fassung, der Immissionsschutzgesetzgebung sowie die im Einzelfall festgesetzten Auflagen und Bedingungen einzuhalten. Die Gesellschaft kann sich an anderen Gesellschaften, die sich mit ähnlichen Aufgaben befassen, beteiligen und ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig und nützlich sind. Wichtige Verträge evo Energieversorgung Oberhausen AG Vertrag über Energielieferungen und -bezug sowie über die Betriebsführung mit der Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH vom 12.01.1988 Vertrag zwischen der GMVA und der Gesellschaft für Schlackenaufbereitung (GfS) über die Müllschlackenabfuhr und aufbereitung in der Fassung vom 10.09.1996 Gesellschaft für Schlackenaufbereitung mbH - 126 - Stadt Oberhausen Kreis-Kleve-Abfallwirtschaftsgesellschaft mbh Stadt Duisburg Beteiligungsbericht 2008 Abfallanliefervertrag zwischen der GMVA und der Kreis-KleveAbfallwirtschaftsgesellschaft mbH vom 16.08.1996 Vereinbarung über die Abnahme und Verbrennung von Abfällen zwischen der GMVA und der Stadt Duisburg in der Fassung vom 10.10.2001 Vereinbarung über die Abnahme und Verbrennung von Abfällen zwischen der GMVA und der Stadt Oberhausen in der Fassung vom 30.10.2001 Stadt Oberhausen b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Geschäftsführer Geschäftsführer Schellenberger, Ingo Schusky, Karl Bernhard Dr. Terbeck, Gerd Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Wehling, Klaus Aufsichtsrat: Vorsitzender 1. stellv. Vorsitzender 2. stellv. Vorsitzender 3. stellv. Vorsitzender Enzweiler, Rainer Vornholt, Hans Loege, Josef von Häfen, Werner wird vertreten durch Herrn Helmut Czichy wird vertreten durch Herrn Dirk Vöpel Mitglied gem. § 113 GO Elsemann, Bernhard Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Dr. Fendel, Ansgar Dr. Foppe, Gerhard Gänzler, Rainer Dr. Greulich, Peter Hanning, Guido Hols, Werner Dr. Kelsch, Udo Mauthe, Jürgen Niederau, Franz Dr. Reloe, Hubertus Slykers, Manfred Steinberg, Wolfgang Susen, Thomas Johannes- wird vertreten durch Frau Christa Müthing - 127 - Stadt Oberhausen Mitglied (AN) Mitglied (AN) stellv. Mitglied (gem. § 113 GO) stellv. Mitglied stellv. Mitglied Hagen, Armin Pazuk, Andre Czichy, Helmut Müthing, Christa Vöpel, Dirk Beteiligungsbericht 2008 Pers. Stellvertreter für Herrn Bernhard Elsemann Pers. Stellvertreterin Herrn Dr. Udo Kelsch Pers. Stellvertreter Herrn Josef Loege für für Prokura: Prokurist Arens, Matthias d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 257.429,35 36.115,35 10.702,44 % 84,6 11,9 3,5 T€ 231.934,37 37.543,03 1.743,89 % 85,5 13,8 0,6 T€ 211.235,11 49.258,15 1.491,39 % 80,6 18,8 0,6 T€ -20.699,26 11.715,12 -252,50 % -8,92 31,20 -14,48 Bilanzsumme 304.247,14 100,00 271.221,28 100,00 261.984,65 100,00 -9.236,63 -3,41 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 8.913,23 9.002,54 37.657,07 248.674,29 % 2,9 3,0 12,4 81,7 T€ 13.208,31 6.150,56 19.971,57 231.890,84 % 4,9 2,3 7,4 85,5 T€ 24.484,08 8.342,59 14.050,60 215.107,38 % 9,3 3,2 5,4 82,1 T€ 11.275,77 2.192,03 -5.920,97 -16.783,46 % 85,37 35,64 -29,65 -7,24 Bilanzsumme 304.247,14 100,00 271.221,28 100,00 261.984,65 100,00 -9.236,63 -3,41 - 128 - Stadt Oberhausen bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust Beteiligungsbericht 2008 2007 T€ 97.492,95 31,60 1.882,10 19.898,13 11.081,16 22.508,43 9.696,22 461,41 1.167,27 35.516,85 12.907,50 -12.907,50 18.367,72 -53,45 4.295,08 8.657,59 12.952,67 2008 T€ 98.766,75 31,36 623,88 20.791,15 10.941,17 22.709,70 9.646,84 958,15 680,70 35.610,57 91.190,24 108,29 866,16 19.138,58 10.290,21 22.054,58 9.937,95 180,02 1.700,35 29.223,04 10.612,49 -10.612,49 -695,56 173,64 19.132,47 -10.474,89 8.657,59 11.418,55 155,15 24.036,88 191,56 24.228,44 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: 20,98 7.483,97 41.187,05 500,90 11,17 31.12.2007 4,41 1.680,09 26.803,52 540,25 11,15 31.12.2008 24,34 9.402,41 46.746,58 537,42 11,00 Angaben in % % T€ T€ % dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 84,57 2,93 97,07 Angaben in 31.12.2007 85,42 4,87 95,13 31.12.2008 80,55 9,35 90,65 % % % - 129 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 e) Lagebericht Lagebericht 2008 Inhaltsverzeichnis A. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses 1. Darstellung des Unternehmens 2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 3. Umsatzentwicklung und Auftragsentwicklung 4. Geschäftsergebnis 5. Analyse und Erläuterungen von finanziellen Leistungsindikatoren 6. Produktion 7. Beschaffung 8. Investitionen 9. Finanzierungsmaßnahmen / -vorhaben 10. Personal- und Sozialbereiche 11. Umweltschutz 12. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Darstellung der Lage des Unternehmens 1. Ertragslage 2. Finanzlage 3. Vermögenslage 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Risikobericht 1. Umfeldrisiken und Branchenrisiken 2. Unternehmensstrategische Risiken 3. Leistungswirtschaftliche Risiken 4. Personalrisiken 5. Informationstechnische Risiken 6. Finanzwirtschaftliche Risiken 7. Sonstige Risiken Prognosebericht Zuverlässigkeit des unternehmensinternen Planungssystems sowie der zugrunde gelegten Daten und Annahmen Sonstige Pflichtangaben nach § 289 Abs. 2 HGB B. C. D. E. F. - 130 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses Darstellung des Unternehmens Die GMVA Gemeinschafts – Müll – Verbrennungsanlage Niederrhein Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Oberhausen ist mit Wirkung vom 1. Januar 1984 durch Umwandlung eines seit 1968 bestehenden kommunalen Zweckverbandes gegründet worden. Die Gesellschaft betreibt die Müllverbrennungsanlage in Oberhausen, die 1972 ihren Betrieb aufgenommen hat. Gegenstand der Gesellschaft sind die Errichtung und der Betrieb von Abfallentsorgungsanlagen. Die GMVA ist verpflichtet, vorrangig sämtliche in den Städten Duisburg und Oberhausen anfallenden andienungspflichtige Abfälle im Rahmen ihrer technischen Möglichkeiten zur Entsorgung anzunehmen. Gesellschafter sind die Wirtschaftsbetriebe Duisburg – Anstalt öffentlichen Rechts - (35,82 %), die Stadtwerke Oberhausen AG (15,18 %) und die REMONDIS Oberhausen GmbH (49,0 %). Zwischen REMONDIS Oberhausen GmbH, den Städten Duisburg und Oberhausen und der GMVA bestehen Verträge, die Mindestanlieferungsmengen und Preise festlegen. Ein wesentlicher Teil der zukünftig entstehenden Forderungen an die Städte Duisburg und Oberhausen wurde in 2002 an die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG verkauft. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das seit 01. Juni 2005 bestehende Verbot der Ablagerung von organisch belasteten Abfällen wirkte sich auch im ersten Halbjahr 2008 noch auf die Auslastung und die Abfallpreise aus. In der zweiten Jahreshälfte 2008 führte die in den letzten Jahren erhöhte Kapazität der thermischen Behandlungsanlagen zu einer deutlichen Reduzierung der Abfallpreise. Darüber hinaus verstärkten die hohen Energiepreise im 1. Halbjahr die Bemühungen der industriellen Großbetriebe, ihren Energiebedarf durch die energetische Verwertung von Ersatzbrennstoffen aus Abfällen zu sichern. Die dadurch bedingte verstärkte Nachfrage nach Abfällen hat den Preisverfall auf dem Abfallmarkt verstärkt. Auch die derzeitige Rezession und die deutlich gesunkenen Energiepreise werden diesen Trend nur vorübergehend bremsen. Die Verringerung des Bruttosozialprodukts und die damit verbundene Reduzierung der für die thermische Abfallbehandlung geeigneten Abfälle werden zu einem weiteren Sinken der Abfallpreise führen. Ein Abbau der derzeit vorhandenen Überkapazitäten bei den thermischen Abfallbehandlungsanlagen ist kurzfristig nicht zu erwarten. Umsatzentwicklung und Auftragsentwicklung Im Jahr 2008 wurde nur eine unwesentliche Umsatzsteigerung (98,767 Mio. € gegenüber 97,493 Mio. € 2007) erzielt. Diese Umsatzsteigerung beruht im Wesentlichen auf zwei gegensätzlichen Entwicklungen. Bei einer leicht gesunkenen Durchsatzmenge (702.250 t gegenüber 707.864 t) haben sich die auf dem freien Abfallmarkt erzielten Erlöse so stark reduziert, dass eine Umsatzreduzierung aus der thermischen Abfallbehandlung um 4,1 Mio. € hingenommen werden musste. Erfreulich war dem gegenüber die Steigerung der Energieerlöse um 5,3 Mio. €, die auf einer leicht erhöhten Absatzmenge und einem deutlich erhöhten Preis beruhten. Auch die kommunalen Abfallanlieferungen sind deutlich gesunken. Bei der Papierverwertung war Ende 2008 ein drastischer Preiseinbruch zu verzeichnen. - 131 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Während die kommunalen Abfallanlieferungen durch langfristige Verträge gesichert sind, werden auf dem Markt für industrielle Abfälle zur Verwertung im Regelfall nur kurzfristige Verträge abgeschlossen. Hier wird sich der Preisverfall 2009 deutlich auswirken. Der Energieliefervertrag wird 2009 zu verbesserten Konditionen fortgeführt. Geschäftsergebnis Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (35,6 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr (35,5 Mio. €) nur unwesentlich erhöht. Der Steueraufwand wurde auch 2008 durch die latenten Steuern beeinflusst. Analyse und Erläuterung von finanziellen Leistungsindikatoren 2008 2007 2006 Anlagenintensität in % 80,6 85,5 84,9 Bilanzsumme in T€ 261.985 271.218 304.247 Fremdkapitalquote in % * 90,7 95,1 97,1 Jahresergebnis in T€ 24.037 4.295 19.132 Umsatzerlöse in T€ 98.767 97.493 91.190 Materialaufwand in T€ 20.791 19.898 19.132 Personalaufwand in T€ 10.941 11.081 10.290 * incl. passiver Rechnungsabgrenzungsposten 2005 83,6 318.788 100,0 11.133 71.435 17.567 10.452 Produktion Die Verbrennungsleistung lag auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr (699.365 t gegenüber 701.182 t). Durch den ganzjährigen Betrieb der beiden Turbinen konnte die Bruttostromerzeugung von 423 auf 427 Mio. KWh gesteigert werden. Die Nettostromabgabe stieg von 340 auf 349 Mio. KWh. Der Fernwärmeabsatz sank nachfragebedingt von 71 Mio. KWh auf 51 Mio. KWh. Die durchschnittliche Verbrennungsleistung belief sich auf 22,45 (22,95) t/Kesselbetriebsstunde. Beschaffung Ein großer Teil des Müllaufkommens ist durch langfristige Verträge mit den Kommunen und REMONDIS gesichert. Auch 2008 war eine langfristige Absicherung der erforderlichen Gewerbeabfallanlieferungen nicht möglich. Investitionen Im Jahre 2008 wurden nur kleinere Ersatz- und Neuinvestitionen getätigt. Mit der Investition „Notstromdiesel“ wurde begonnen. Finanzierungsmaßnahmen / -vorhaben Die Verbindlichkeiten wurden 2008 planmäßig getilgt. Darüber hinaus wurde eine Sondertilgung in Höhe von 3,6 Mio. € vorgenommen. Das bestehende Darlehen hat einen festen Zinssatz für die gesamte Laufzeit. Aufgrund der guten Liquiditätslage musste 2008 die eingeräumte Kreditlinie nicht in Anspruch genommen werden. In den nächsten beiden Jahren sind keine Darlehensaufnahmen geplant. Personal- und Sozialbereiche Zum Jahresende 2008 waren 197 Arbeitnehmer, davon 9 Auszubildende (Vorjahr 195 Arbeitnehmer, davon 8 Auszubildende) bei der GMVA beschäftigt. Durch das Ausscheiden einiger Arbeitnehmer und wegen langer Krankheitsausfälle konnten trotz der Tarifsteigerungen die Gesamtpersonalkosten geringfügig vermindert werden. Wesentliche Änderungen auf dem Personalsektor sind in den nächsten Jahren nicht beabsichtigt. - 132 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Umweltschutz Die geltenden Umweltvorschriften, insbesondere die strengen Vorgaben der 17. BImSchV, wurden eingehalten und zum großen Teil deutlich unterschritten. Investitionsvorhaben, die wesentliche Umweltveränderungen bewirken könnten, sind in den nächsten Jahren nicht geplant. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Am 14.11.2008 wurde die GMVA als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. Darstellung der Lage des Unternehmens 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind leicht auf 98,767 Mio. € (Vorjahr 97,493 Mio. €) gestiegen. Bei fast gleichem Durchsatz sind die Erlöse aus Abfallanlieferungen wegen der deutlich gesunkenen Abfallpreise im zweiten Halbjahr um 4,1 Mio. € zurückgegangen. Während die Personalkosten, die Abschreibungen, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe fast unverändert blieben, sind die in den Aufwendungen für bezogene Leistungen enthaltenen Entsorgungsleistungen durch Dritte (Abfallaustausch) auf 4 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €) gestiegen. Durch die verstärkte Tilgung der Darlehen in den letzten Jahren konnte ein positiver Zinssaldo erzielt werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte die Höhe des Vorjahres. 2. Finanzlage Das Gesamtvermögen ist lediglich zu 8,6 % fremdfinanziert (Vorjahr 9,6 %). Das Vermögen ist zu 82,1 % aus einem Forfaitierungsgeschäft finanziert (passiver Rechnungsabgrenzungsposten). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gem. DRS 2 betrug 23,6 Mio. € (Vorjahr 23,7Mio. €). Die gute Liquiditätslage war weiterhin gut und ermöglichte weiter Sondertilgungen. Die Zahlungsbereitschaft war jederzeit gewährleistet. In Zukunft erwartet die GMVA keine Probleme bei der Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten. Vermögenslage Das langfristig gebundene Vermögen hat sich weiter von 232 Mio. € auf 211 Mio. € vermindert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich von 232 Mio. € auf 215 Mio. € reduziert. Die Neuinvestitionen beliefen sich in 2008 auf 2 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €). Die Abschreibungen haben sich leicht auf 22,7 Mio. € (Vorjahr 22,5 Mio. €) erhöht. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die GMVA wurde im Jahr 2008 durch die deutliche Reduzierung der Preise für Abfälle zur Verwertung und durch einen drastischen Einbruch der Preise für Sekundärrohstoffe (Papier, Schrott) betroffen. Durch die konsequente Fortsetzung der technischen und wirtschaftlichen Optimierung der Müllverbrennungsanlage und durch die Erhöhung der Energiepreise konnten die Auswirkungen des Preisverfalls zum großen Teil kompensiert werden. 3. 4. C. 1. Risikobericht Umfeldrisiken und Branchenrisiken Im zweiten Halbjahr sind die Preise auf dem Abfallmarkt deutlich gesunken. Die Rezession wird zu einer weiteren Reduzierung des Abfallanfalls führen. Die Inbetriebnahme der derzeit sich im Bau befindlichen Müllverbrennungs- und EBS-Anlagen werden die Überkapazitäten bei der thermischen Abfallbehandlung weiter erhöhen und den Druck auf die Abfallpreise verstärken. Durch eine enge Abstimmung mit dem Gesellschafter REMONDIS versucht die GMVA die negativen Auswirkungen dieser Marktentwicklung zu begrenzen. - 133 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 2. Unternehmensstrategische Risiken Die Unternehmensstrategie für die nächsten 5 bis 10 Jahre ist darauf ausgelegt, dass sich unser Unternehmen mit der Anlage in Oberhausen auf aktuellem technischem Stand im Rahmen der umweltrechtlichen Vorgaben als eine der größten Anlagen in NRW nachhaltig behaupten kann. Risiken könnten sich aus derzeit nicht vorhersehbaren umweltrechtlichen Auflagen und Einschränkungen sowie aus drastisch sinkenden Preisen für gewerbliche Abfälle ergeben. Weiterhin werden durch die Finanzmarktkrise die Anforderungen bei Fremdkapitalaufnahmen deutlich steigen. Leistungswirtschaftliche Risiken Die Unternehmensstrategie der GMVA ist darauf ausgerichtet, ihre Stellung als eine der größten Abfallverbrennungsanlagen in NRW nachhaltig zu behaupten. Risiken drohen durch die drastisch sinkenden Preise für gewerbliche Abfälle, durch die Reduzierung der Restabfallmengen und die Verschärfung des Umweltrechts. Eine angemessene Auslastung der Abfallverbrennungsanlage kann nur erreicht werden, wenn ausreichende Restabfallmengen zu auskömmlichen Preisen auf dem Abfallmarkt akquiriert werden können. Im technischen Bereich können Probleme durch die auf dem Markt angebotenen hochkalorischen Abfälle auftreten. Dieses für alle Hausmüllverbrennungsanlagen bestehende Risiko kann durch intensive InputKontrollen minimiert werden. Für weitere Risiken sieht das Risikomanagement angemessene Reaktionen vor. Durch eine Verbesserung des Versicherungsschutzes und durch den Eintritt in einen Ausfallverbund hat die GMVA das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Anlagenstillstands reduziert. Personalrisiken Wesentliche Personalrisiken sind derzeit nicht vorhanden. Informationstechnische Risken Die EDV wird ständig der aktuellen Entwicklung angepasst. Finanzwirtschaftliche Risken Dem durch die geringe Eigenkapitalausstattung bestehenden finanzwirtschaftlichen Risiko soll weiterhin durch angemessene Gewinne und Rückstellungen, ausreichendem Cashflow und durch Reduzierung der Verbindlichkeiten begegnet werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die GMVA eine PPP-Gesellschaft ist. Sonstige Risiken Aus dem anhängigen Steuerstreitverfahren kann sich bei negativem Ausgang bis zum Jahre 2020 eine steuerliche Mehrbelastung von saldiert 7,4 Mio. € ergeben. Durch Steuerrückstellungen wird diesem Risiko Rechnung getragen. 3. 4. 5. 6. 7. D. Prognosebericht In den nächsten zwei Jahren sind keine Änderungen der Unternehmensstrategie geplant. Die GMVA strebt weiterhin eine Auslastung ihrer Kapazität von 700 T t/a an. Die organisatorische und betriebswirtschaftliche Optimierung der Anlage wird trotz des Preisverfalls auf dem Abfallmarkt und auf den Sekundärrohstoffmärkten konsequent fortgesetzt. Für 2009 und 2010 werden Ergebnisse nach Steuern von etwas über 10 Mio. € angestrebt. In diesen beiden Jahren sind Investitionen in Höhe von 5,7 Mio. € geplant. Die GMVA ist zuversichtlich, dass sie ihre Planungen trotz der bestehenden Risiken realisieren und ihre Position im Abfallmarkt behaupten kann. - 134 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 E. Zuverlässigkeit des unternehmensinternen Planungssystems sowie der zugrunde gelegten Daten und Annahmen Das Planungssystem der GMVA weist eine angemessene Planungssicherheit und Planungstiefe aus. Mit der Gemeinschaft der Verbrennungsanlagen NRW, der VKS/VKU, der ITAD und der Firma REMONDIS wird der intensive Informationsaustausch über abfallwirtschaftliche Entwicklungen auch in Zukunft gepflegt. F. Sonstige Pflichtangaben nach § 289 Absatz 2 HGB Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten bei der GMVA keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Oberhausen, den 13. Februar 2009 gez. I. Schellenberger gez. B. Schusky gez. Dr. G. Terbeck - 135 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 136 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 137 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 VKA Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Baedecker Straße 5 45128 Essen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0201/ 221377 0201/ 222974 info@vka-rwe.de www.vka-rwe.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 127,82 Gesellschafter: Stadt Oberhausen Stadtsparkasse Oberhausen T€ 0,81 0,51 % 0,63 0,40 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand der Gesellschaft ist die Bildung einer einheitlichen Auffassung der Gesellschafter in energiewirtschaftlichen und damit zusammenhängenden kommunalpolitischen Fragen sowie die Unterstützung ihrer Gesellschafter bei deren Aufgaben zur Sicherung einer wirtschaftlich sinnvollen Daseinsvorsorge und bei der Darbietung einer sicheren und preiswerten Ver- und Entsorgung in den Bereichen Strom, Öl, Gas, Wasser, Abwasser und Abfall. Hierzu hat die Gesellschaft die Aufgaben -die Interessen der Gesellschafter in den Fragen der Versorgung und Entsorgung ihrer Gebiete wie auch des angemessenen Einsatzes heimischer Energieträger zu koordinieren, soweit dies erforderlich ist, und diese gegenüber staatlichen Stellen, gegenüber anderen Verbänden und gegenüber der Öffentlichkeit zu vertreten; -die Gesellschafter und ihre Gemeinden in allen Fragen der Versorgung und der Entsorgung zu beraten. Die Gesellschaft kann nach Beschluss der Gesellschafterversammlung weitergehende Aufgaben auf dem Gebiet der öffentlichen Ver- und Entsorgungswirtschaft übernehmen. Die Übernahme sonstiger Aufgaben bedarf einer Änderung des Gesellschaftsvertrages. - 138 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Geschäftsführer Holl, Heinz-Eberhard Löchelt, Ernst Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Wehling, Klaus Verwaltungsrat: Vorsitzende 1. stellv. Vorsitzender 2. stellv. Vorsitzender Mühlenfeld, Dagmar Dr. Reiniger, Wolfgang Schick, Claus sowie weitere 10 Mitglieder - 139 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 140 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH 100% Marina Oberhausen am Centro GmbH je 50 % Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH 51 % PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH 51 % . Stadtwerke Oberhausen AG 100 % 40% O.Vision Projektgesellschaft mbH 100% Energieversorgung Oberhausen AG 10 % . 80% evo Energie-Netz GmbH 100% Ver- und Entsorgung FSO GmbH & Co. KG 50% FSO Verwaltungs- GmbH 50% RWE AG 0,22 % RW Holding AG 0,89 % Gemeinschafts-MüllVerbrennungsanlage Niederrhein GmbH 15,2 % Verband der kommunalen RWEAktionäre GmbH 0,63 % RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0036 % - 141 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Am Schloß Broich 1-3 45479 Mülheim an der Ruhr Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/ 44331 0208/ 4433233 rww@rwe.com www.rww.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 15.381,95 Gesellschafter: RWE Aqua GmbH Stadt Bottrop Stadt Gladbeck Stadt Mülheim Stadt Oberhausen Stadt Recklinghausen T€ 12.274,80 861,39 646,04 1.538,20 0,55 61,53 % 79,80 5,60 4,20 10,00 0,00 0,40 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die Erfüllung wassertechnischer und wasserwirtschaftlicher Aufgaben und Dienstleistungen auf dem Wasser- und Abwassersektor. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, die geeignet erscheinen, den Gegenstand des Unternehmens zu fördern. Die Gesellschaft ist so zu führen, dass die geltenden Gesetze, insbesondere die Vorschriften der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (Gemeindeordnung NW - GO NW) beachtet werden. - 142 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Arnold, Lothar Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Janßen, Anne Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzender stellv. Vorsitzender Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied (AN) Mitglied (AN) Böddeling, Bernd Bonan, Uwe Dr. Kreul, Klemens Dr. Hilz, Christoph Püll, Markus Roland, Ulrich Dr. Weck, Hans-Jürgen Birr, Thomas Brockmann, Bernd Randazzo, Gaetano Prokura: Prokurist Prokurist Prokurist Dr. Bundermann, Gerhard Kaudelka, Andreas Schubert, Achim Dr. Donner, Christoph c) Beteiligungen unmittelbar Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO Gesellschaft für Stadtmarketing mbH, Bottrop IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH RRW Rheinruhrwasser GmbH SEG Stadtentwässerung Schwerte GmbH Wasserverbund Niederrhein GmbH WRH Wasserver- und Entsorgung Rhein-Haardt GmbH T€ 3,83 % 1,82 1,13 22,50 100,00 48,00 26,00 25,10 - 143 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 e) Lagebericht 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr (im Folgenden „RWW“ genannt), ist als regionaler Trinkwasserdirektversorger eines der größten deutschen Wasserversorgungsunternehmen. RWW wurde 1912 gegründet und versorgt in Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Dorsten, Reken, Velen, Borken, Gescher, Schermbeck und Raesfeld ca. 1 Mio. Einwohner mit hochwertigem Trinkwasser. Im Bereich der unteren Ruhr in Essen-Kettwig, in Mülheim an der Ruhr sowie am Rhein in DuisburgMündelheim betreibt RWW fünf Flusswasserwerke, die ausgehend von der traditionell im Ruhrtal weit verbreiteten künstlichen Grundwasseranreicherung in einem modernen und leistungsfähigen mehrstufigen Aufbereitungsprozess qualitativ hochwertiges Trinkwasser liefern. Im nördlichen Versorgungsgebiet verfügt RWW im Verbreitungsgebiet der „Halterner Sande“ über drei Wasserwerke, die natürliches Grundwasser fördern. Betriebswasser fördert RWW aus dem Seewasserwerk in Dorsten. Die Wasserverteilung erfolgt über ein weit verzweigtes Rohrnetz mit einer Gesamtlänge von ca. 3.000 km. Zur Wartung und Reparatur des Rohrnetzes sind sieben regionale Service-Points im Versorgungsgebiet eingerichtet, die über die zentrale Betriebsdirektion in Bottrop gesteuert werden. Zum 30. September 2008 ist der bisherige Geschäftsführer, Herr Gert Franke, aus dem Unternehmen ausgeschieden. Das Unternehmen wird ab diesem Zeitpunkt von Herrn Arnold als Alleingeschäftsführer geleitet. Das Unternehmen ist funktional gegliedert. Der kaufmännisch/administrative Bereich umfasst die Organisationseinheiten Recht/Personal, Finanzen, Controlling, Personalcontrolling, Vertrieb, Kommunales Marketing und Informationsmanagement. Der technische Bereich gliedert sich in die Organisationseinheiten Technik, mit einer weiteren Strukturierung in Wasserwerke und Verteilnetz, sowie die technischen Querschnittsfunktionen Wassergüte/Wasserwirtschaft, Arbeitsschutz/Umweltmanagement und Liegenschaften. Die Organisationseinheiten Kommunikation, Geschäftsentwicklung und Strategie sowie Interne Revision sind der Geschäftsführung als Stabsfunktionen zugeordnet. Zur Steuerung des Unternehmens setzt RWW das Kennzahlensystem des RWE-Konzerns ein, das sich an ergebnis- und liquiditätsorientierten Kennzahlen ausrichtet. RWE Aqua GmbH ist mit 79,8 % Hauptgesellschafter der RWW. Die Städte Mülheim an der Ruhr, Bottrop, Gladbeck, Oberhausen sowie der Kreis Recklinghausen, für die wasserwirtschaftliche Dienstleistungen erbracht werden, sind darüber hinaus Gesellschafter des Unternehmens. Die Gesellschaft erfüllt mit ihrer Tätigkeit voll umfänglich den dringenden öffentlichen Zweck der Trinkwasserversorgung (§§ 107f GO NW). Die Kommunen sind in den Aufsichtsgremien des Unternehmens unmittelbar vertreten. RWW ist Bestandteil der Regionalorganisation der RWE Rhein-Ruhr AG und wird von ihr geführt. Das Unternehmen mit Sitz in Essen bündelt als Regionalführungsgesellschaft den Vertrieb von Strom, Gas und Wasser sowie energienaher Dienstleistungen unter Führung der RWE Energy AG in der Region Mitte (westliches Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz). RWW gehört als das regionale Kompetenzcenter Wasser der RWE Rhein-Ruhr AG zum Kern des Wassergeschäftes der RWE Energy Gruppe. Als größtes, operativ tätiges Wasserversorgungsunternehmen im Mehrheitsbesitz des RWE Konzerns hat RWW die Aufgabe, die Wasseraktivitäten in ihrer - 144 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Kernversorgungsregion und dem der RWE Rhein-Ruhr AG zu bündeln, zu koordinieren und unter strategischen Gesichtspunkten weiter auszubauen. Das Wassergeschäft in Deutschland und Kontinentaleuropa gehört weiterhin zu den Kernaktivitäten der RWE Gruppe und wird unter der Führung der RWE Energy in engem Einklang mit den bestehenden Energieaktivitäten weiterentwickelt. Das Wassergeschäft schafft aufgrund seiner Langfristigkeit und der hiermit einhergehenden engen Kundenbindung direkt und indirekt einen Wachstumsbeitrag sowie einen Mehrwert für das Energiegeschäft der gesamten Gruppe. Die Intensivierung vertrieblicher Aktivitäten und die weitere Verbesserung betrieblicher Prozesse bildeten auch in 2008 einen Schwerpunkt der Arbeiten. Die Entwicklung und Vermarktung technischer Dienstleistung aus den Kernkompetenzbereichen des Unternehmens konnte auch in 2008 erfolgreich weitergeführt werden. Im Zusammenhang mit dem Auslaufen von Konzessionsverträgen für zwei Stadtteile der Stadt Borken in 2009 wurde bereits in 2008 zusammen mit dem zukünftigen Konzessionsnehmer, den Stadtwerken Borken, ein umfassendes Konzept für die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen entwickelt. Es ist vorgesehen, dass RWW neben der Trinkwasserlieferung zur Versorgung der beiden Stadtteile auch den Verteilnetzbetrieb in den entsprechenden Stadtgebieten durchführt. Das kommunale Marketing hat sich in der Betreuung bestehender und potentieller kommunaler Kunden weiter etabliert. Erstmals wurden in 2008 Vertreter aus Politik und Verwaltung der Konzessionsstädte und –gemeinden zu Wasserforen eingeladen, um mit Unternehmensvertretern aktuelle Fragestellungen der kommunalen Wasserwirtschaft zu diskutieren. Die Marketingaktivitäten leisten zunehmend einen wichtigen Beitrag für die Umsetzung der Vertriebsstrategie des Unternehmens. Die Umstellung des SAP-Systems der RWW auf den SAP-Energy-Master der RWE-Energy-Gruppe wurde planmäßig zum 01. Januar 2008 abgeschlossen. Hiermit wurde das bisherige RWW-individuelle System erfolgreich zu Gunsten des gemeinsamen RWE SAP-Standardsystems abgelöst. Das neue SAP-System bietet für RWW neben ökonomischer Vorteile im Betrieb darüber hinaus wichtige neue Anwendungsmodule, wie z. B. das für den Instandhaltungsbereich einsetzbare SAP-PM-Modul. Seit Mitte 2008 wurde intensiv an einer Reorganisation des gesamten technischen Bereiches gearbeitet. Zielstellung war, gleichartige Aufgabenstellungen stärker zu bündeln, Prozessverantwortungen überschneidungsfrei zu definieren, die Kernkompetenzen des Unternehmens weiter zu stärken sowie die Umsetzung einer gesamtheitlichen und nachhaltigen Investitions- und Instandhaltungsstrategie effektiver zu gestalten. Die Vorbereitungen zum Start der neuen Organisationsstruktur werden Anfang 2009 abgeschlossen sein und die Umsetzung zum 01. Februar 2009 erfolgen. Auch im Jahr 2008 war das Thema PFT-Konzentration in der Ruhr mehrfach Gegenstand von Berichterstattungen in der Presse. Mit Bekanntwerden der PFT-Problematik an der obere Ruhr und der Möhne im Mai 2006 hat die RWW sofort umfangreiche eigene Untersuchungen zum Vorkommen dieser Substanzen in der unteren Ruhr und im RWW-Trinkwasser durch unabhängige Prüflaboratorien veranlasst, die bis heute regelmäßig in monatlichen Abständen durchgeführt werden. Diese Untersuchungsergebnisse werden gegenüber den Behörden und Gesundheitsämtern aber auch den Kunden und Kommunen kommuniziert. Zusätzlich kontrolliert RWW regelmäßig in ihren Ruhrwasserwerken die dort in der Wasseraufbereitung seit Jahrzehnten im Betrieb befindlichen Aktivkohle-Filter auf ihre Wirkung und Leistung hinsichtlich der - 145 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Elimination von PFT. Die Reaktivierung der Aktivkohle erfolgt bedarfsgerecht. Es ist bekannt, dass in der Trinkwasseraufbereitung insbesondere der Einsatz von Aktivkohle zum PFT-Abbau beiträgt. Die PFT-Konzentrationen der beiden wichtigsten PFT-Leitsubstanzen PFOA (Perfluorooctonoat) und PFOS (Perfluoroctansulfonat), die anfänglich auch an der unteren Ruhr knapp über dem langfristig angestrebten Zielwert von 100 Nanogramm pro Liter lagen, sind durch Steuerungsmaßnahmen des Ruhrverbandes zurückgegangen und unterschreiten seit September 2006 deutlich diesen Zielwert. Der in der Stellungnahme der Trinkwasserkommission des Bundesgesundheitsamtes für Trinkwasser festgelegte Leitwert von 300 Nanogramm pro Liter, der die Unbedenklichkeit für eine lebenslange Aufnahme von Trinkwasser für alle Bevölkerungsgruppen festschreibt, sowie der langfristig angestrebte Zielwert von 100 Nanogramm pro Liter werden bereits heute jederzeit von RWW eingehalten. RWW besitzt mit dem bekannten „Mülheimer Verfahren“, das seit über 30 Jahren erfolgreich in ihren Ruhrwasserwerken praktiziert wird, eine Aufbereitungstechnologie zur Elimination vielfältiger Stoffe wie die organischen Spurenstoffe, beispielsweise Arzneimittel oder Flammschutzmittel, zu denen auch alle PFTSubstanzen zu zählen sind. Untersuchungen der eingesetzten Aufbereitungsstufen bei RWW zeigen, dass die im Verfahren fest installierten Aktivkohle-Filter hauptsächlich den PFT-Abbau bewerkstelligen. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen an der Ruhr, die zwischenzeitlich ihre Aktivkohle-Anlagen abgeschaltet hatten, wurden und werden die Aktivkohle-Filter bei RWW permanent betrieben und dies seit Jahrzehnten. 2. Ertragslage Nachfolgende strukturierte Gewinn- und Verlustrechnungen geben einen Überblick über die wesentlichen Posten. 2008 Mio. € 106,0 7,4 - 25,0 - 36,9 - 11,0 - 26,2 2,2 - 6,1 10,4 2007 Mio. € 108,0 13,2 - 26,7 - 39,3 - 12,4 - 25,9 0,4 - 8,9 8,4 Umsatzerlöse (einschl. aktivierte Eigenleistungen) Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen (einschl. Steuern) Zins- und Finanzergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuss sonstige Die im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse liegen mit 105,4 Mio. € um 2,0 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Mit 1,5 Mio. € ergibt sich der größte Rückgang bei der Wasserabgabe. Die Umsatzerlöse aus Anschlussarbeiten und Reparaturen, Stromabgabe sowie Rohrnetzkostenzuschüssen sind ebenfalls rückläufig. Die Umsatzerlöse der Tarifkunden gingen um 2,8 Mio. € auf 78,3 Mio. € zurück. Die Vorjahreszahl beinhaltet 1,8 Mio. € Umsatzerlöse aus der Trinkwasserabgabe Ratingen. Die Endkundenversorgung ist zum 31.12.2007 an die Stadtwerke Ratingen GmbH abgegeben worden, die als Sondervertragskunde seit dem 01.01.2008 weiter mit Trinkwasser versorgt werden. Die Umsatzerlöse der Sondervertragskunden steigen um 1,3 Mio. € auf 22,7 Mio. €. Nachfolgende Tabelle gibt einen Mengenüberblick der Wasserbeschaffung bzw. der Wasserabgabe bei RWW: - 146 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 2008 in Mio. m³ Wasserbeschaffung Eigenerzeugung Fremdbezug Wasserabgabe Sonderabnehmer Trinkwasser Betriebswasser Tarifabnehmer Unentgeltlicher Verbrauch und Netzverluste Eigenverbrauch, Rohrbrüche, Feuerlöschwasser, Spülung, Netzverluste 76,1 15,1 91,2 2007 in Mio. m³ 76,5 15,9 92,4 28,6 20,3 48,9 37,7 86,6 4,6 28,6 19,1 47,7 39,8 87,5 4,9 Mit 86,6 Mio. m³ liegt die Gesamtabgabe an Trink- und Betriebswasser um 0,9 Mio. m³ unter der Vorjahresmenge von 87,5 Mio. m³. Auf das Kundensegment Sondervertragskunden einschließlich Weiterverteiler (Trink- und Betriebswasser) entfällt eine Abgabemenge von 48,9 Mio. m³. Auf die Trinkwasserabgabe entfallen 66,3 Mio. m³, davon 37,7 Mio. m³ auf die Trinkwasserlieferungen an Tarifkunden - das sind ca. 2,1 Mio. m³ weniger als im Vorjahr. Die Vorjahresmenge beinhaltet jedoch mit 0,9 Mio. m³ die Wasserabgabe für das am 31.12.2007 veräußerte Versorgungsgebiet Ratingen, so dass sich ein bereinigter Rückgang von 1,2 Mio. m³ ergibt. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 7,4 Mio. € um 5,9 Mio. € unter dem Vorjahreswert, im Wesentlichen bedingt durch erhöhte Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen des Vorjahres. Der Materialaufwand reduziert sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. € auf 25,0 Mio. €. Während die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 1,0 Mio. € und die bezogenen Leistungen um 0,9 Mio. € unter den Vorjahreswerten liegen, steigen die Aufwendungen für Energiebezug um 0,2 Mio. € an. Der Personalaufwand liegt mit 36,9 Mio. € um 2,4 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang entfällt mit 0,7 Mio. € auf die Aufwendungen für Löhne und Gehälter, mit 0,1 Mio. € auf die Sozialabgaben und mit 1,6 Mio. € auf die Aufwendungen für Altersversorgung. Der Rückgang der Aufwendungen für Altersversorgung ist auf die Anpassung des Abzinsungssatzes der Pensionsrückstellung um 0,75 % auf 5,0 % im Vorjahr zurückzuführen. Im Berichtsjahr erfolgte eine Erhöhung des Rententrends um 0,25 % auf 1,25 % für den wesentlichen Teil der Versorgungsberechtigten. Die Aufwendungen für Altersversorgung erhöhten sich hierdurch um 1,5 Mio. €. Zum Stichtag 31.12.2008 beschäftigt RWW 465 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon befinden sich 24 Mitarbeiter in der Freistellungsphase der Altersteilzeit. Die Zahl der kaufmännisch und technisch Angestellten verringert sich von 234 auf 227. Im gewerblichen Bereich reduziert sich die Anzahl der Mitarbeiter um 5 auf 238. Im Berichtsjahr beträgt der Anteil der weiblichen Beschäftigten 19,1 % der Gesamtbelegschaft, bezogen auf den Angestelltenbereich beträgt ihr Anteil 30,4 %. Auch im Berichtsjahr bildet RWW über den eigenen Bedarf hinaus aus. Am 31.12.2008 befinden sich 19 Jugendliche in einer Ausbildung in den Berufsbildern Industriekaufmann/-frau, Anlagenmechaniker, Elektroniker/in für Betriebstechnik und Industriemechaniker. RWW beschäftigt zum Jahresende 22 anerkannt schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. - 147 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen mit 11,0 Mio.€ um 1,4 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € auf 26,2 Mio. €. Während die Aufwendungen für Konzessionsabgaben geringfügig um 0,2 Mio. € auf 10,0 Mio. € und die Aufwendungen für die sonstigen Beiträge und Gebühren um 0,4 Mio. € auf 5,3 Mio. € anstiegen, reduzierten sich die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,3 Mio. € auf 10,8 Mio. €. Das Zins- und Finanzergebnis liegt mit 2,2 Mio. € um 1,8 Mio. € über dem Vorjahres-ergebnis. Diese Ergebnisverbesserung ergibt sich im Wesentlichen aufgrund deutlich erhöhter Zinserträge (+ 1,0 Mio. €), die einerseits auf das gestiegene Zinsniveau und andererseits auf eine höhere jährliche Geldanlage zurückzuführen sind. Darüber hinaus verringerten sich die Zinsaufwendungen aufgrund planmäßiger Tilgungen von Fremdkapital (+ 0,2 Mio. €). Im Vorjahr wurde das Zins- und Finanzergebnis aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung auf eine Beteiligung mit 0,6 Mio. € belastet. 3. Finanzlage RWW ist als Konzernunternehmen der RWE AG in den Cash Pool der RWE Rhein-Ruhr AG, Essen, einbezogen. Das Cash Management umfasst die Durchführung von Zahlungsver-kehr, Liquiditätsdisposition und Liquiditätsausgleich einschließlich der Führung von Cash Pools sowie die Anlage und die Aufnahme von Tages- und Termingeldern. Zum 31.12.2008 waren 59,6 Mio. € im Cash Pool des RWE Konzerns verzinslich angelegt. Wie der nachfolgend wiedergegebenen Kurzfassung der Kapitalflussrechnung zu entnehmen ist, ergibt sich eine zahlungswirksame Erhöhung des Finanzmittelbestandes um 14,1 Mio. €. 2008 Mio. € 36,6 - 4,9 - 17,6 14,1 2007 Mio. € 14,7 4,1 - 8,6 10,2 Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit Cash flow aus Investitionstätigkeit Cash flow aus Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Erhöhung des Finanzmittelbestandes Sämtliche Investitionen des Geschäftsjahres konnten aus dem Cash flow finanziert werden. Darüber hinaus wurden die Bankverbindlichkeiten um 7,6 Mio. € reduziert. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit wird wesentlich durch die Vereinnahmung der Forderung aus dem Verkauf von Teilen des Ortsrohrnetzes Ratingen positiv beeinflusst. Der dynamische Verschuldungsgrad (Differenz zwischen Fremdkapital und flüssige Mittel im Verhältnis zum Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit) ist im Berichtsjahr auf 1,5 (Vorjahr 4,9) gesunken. 4. Vermögenslage Nachfolgende Bilanzstruktur gibt einen Überblick über die wesentlichen Posten: 31.12.2008 Mio. € Anlagevermögen 126,9 Umlaufvermögen 70,1 Rechnungsabgrenzungsposten 1,1 Bilanzsumme 198,1 31.12.2007 Mio. € 132,0 72,6 1,2 205,8 - 148 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Eigenkapital Sonderposten Rohrnetzkostenzuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten (einschl. passive Rechnungsabgrenzung) Bilanzsumme 75,2 0,0 12,9 99,0 11,0 198,1 74,7 0,2 13,8 95,9 21,2 205,8 Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum 31.12.2007 um 7,7 Mio. € reduziert – im Wesentlichen bedingt durch ein geringeres Anlagevermögen. Auf der Passivseite reduzierten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch planmäßige Rückzahlung von Darlehen. RWW weist für das Geschäftsjahr 2008 einen Jahresüberschuss von 10,4 Mio. € aus. Im Geschäftsjahr 2008 sind den Gewinnrücklagen 1,6 Mio. € entnommen worden, die zusammen mit dem Jahresüberschuss des Jahres 2007 von 8,4 Mio. € ausgeschüttet wurden. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 38,0 % (Vorjahr 36,3 %). Die Rückstellungen erhöhten sich um 3,0 Mio. €. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aufgrund der Anpassung des Rententrends der Pensionsrückstellungen von 1,0 % auf 1,25 % bei gleichzeitigem Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 2,4 Mio. €. Die Steuerrückstellungen liegen mit 2,3 Mio. € auf Vorjahresniveau. Bei Gesamtinvestitionen von 8,4 Mio. €, Abgängen von 2,5 Mio. € und verrechneten Abschreibungen von 11,0 Mio. € reduziert sich das Anlagevermögen um 5,1 Mio. € auf 126,9 Mio. €. Von den Gesamtinvestitionen in Höhe von 8,4 Mio. € (einschließlich geleisteter Anzahlungen und Anlagen im Bau) entfallen 0,1 Mio. € auf Grundstücke und Bauten, 2,4 Mio. € auf technische Anlagen und Maschinen, 4,5 Mio. € auf Rohrnetz und Wasserzähler, 1,2 Mio. € auf Betriebs- und Geschäftsausschattung sowie 0,2 Mio. € auf die Finanzanlagen. 5. Nachtragsbericht Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2009 wird die RRW Rheinruhrwasser GmbH (im Folgenden „RRW“ genannt), die 26 % der Anteile an der WVN Wasserverbund Niederrhein GmbH hält, auf die RWW verschmolzen. Sämtliche Anteile an RRW hält RWW. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2008 eingetreten sind und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben, sind nicht zu verzeichnen. 6. Risikobericht RWW ist vollständig in das Risikomanagement des RWE Konzerns eingebunden. Die Risikomanagementprozesse der Gesellschaft sind daher vollständig auf die Vorgehensweisen und Berichtsstrukturen der Führungsgesellschaft RWE Rhein-Ruhr AG abgestellt. Innerhalb der RWW ist ein Risikomanagement-Ausschuss implementiert, der sich aus Vertretern der wesentlichen Bereiche der Gesellschaft zusammensetzt. So ist sichergestellt, dass alle Risikokategorien entsprechend berücksichtigt und bewertet werden können. Alle identifizierten Risiken, unabhängig von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikohöhe, werden in einem Risikokatalog zusammengestellt. Der Risikomanagement-Ausschuss tagt regelmäßig, um diesen Katalog entsprechend zu aktualisieren. Der Risikomanagement-Ausschuss-Vorsitzende berichtet direkt an die Geschäftsführung, die die Funktion des Risikokoordinators wahrnimmt. - 149 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Zu den vorbeugenden Maßnahmen des Risikomanagements zählen detaillierte Arbeits- und Verfahrensanweisungen, regelmäßige Wartungen und Überprüfungen der Anlagen, Schulungen sowie Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und entsprechend dem Bedarf Versicherungen. Hierdurch soll das Risikopotential minimiert werden. Die interne Revision, die direkt der Geschäftsführung zugeordnet ist, verfolgt in ihrer Tätigkeit einen risikoorientierten Prüfungsansatz und ist ebenfalls in die Revisionsprozesse der Führungsgesellschaft eingebunden. Bestandsgefährdende sowie sonstige wesentliche Risiken bestanden weder im Geschäftsjahr, noch sind solche im laufenden Geschäftsjahr erkennbar oder zu erwarten. zurückliegenden Transparenz, offene Kommunikation sowie eine klare Ausrichtung der Gesellschaft und deren Organisation auf die vereinbarten Ziele bilden einen wesentlichen Baustein innerhalb des Risikomanagements der Gesellschaft. Monatliche Sitzungen des in 2005 eingerichteten Management-Teams, dem Vertreter der wichtigen Funktionsbereiche des Unternehmens angehören, geben der Geschäftsführung die Möglichkeit, alle relevanten Themen mit den Verantwortlichen eingehend und zeitnah zu diskutieren. Ergänzend hierzu werden die verantwortlichen Leiter der Linienbereiche zu regelmäßigen Jour-Fixe-Terminen oder erweiterten Geschäftsführungssitzungen hinzugezogen. 7. Prognosebericht RWW ist bestrebt, seine Marktposition als leistungsfähiger regionaler Wasserversorger stetig auszubauen. Das Unternehmen wird sich als „Regionales Kompetenzcenter Wasser“ der RWE Rhein-Ruhr weiter etablieren, seine Stärken und fachlichen Kompetenzen auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft weiter systematisch in den Unternehmensverbund der RWE Energy einbringen und Synergien in der Zusammenarbeit mit Unternehmen der RWE-Gruppe erschließen. RWW wird seine Leistungsfähigkeit, Kosten- und Kundenorientierung als Wasserwirtschaftsunternehmen kontinuierlich weiterentwickeln. Wachstum für RWW und das Wassergeschäft der RWE Energy AG, die kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die nachhaltige Absicherung der erreichten Wertsteigerungen sind die wesentlichen mittel- und langfristigen Ziele des Unternehmens. Erfolge im Vertriebsbereich und damit verbundenes externes Wachstum sind ausschlaggebend für das Erreichen der gesetzten Ziele. RWW wird sich daher zukünftig weiter auf den Ausbau der vertrieblichen Aktivitäten konzentrieren. Die Überprüfung der Professionalität und Effizienz der Kernprozesse des Unternehmens und hiermit verbundene Anpassungen gehören für RWW zur Routine im Hinblick auf eine stetige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Absicherung der derzeitigen Position des Unternehmens im Versorgungsgebiet bildet zukünftig ebenso einen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der RWW wie das Erreichen eines organischen Wachstums in den Bereichen Trinkwasser-Konzessionen und Vorlieferantenpositionen für Weiterverteiler sowie die Übernahme von Betriebsführungs- und Dienstleistungsfunktionen. In den folgenden Jahren wird RWW sich insbesondere darauf konzentrieren, auslaufende Konzessionsverträge zu verlängern, seine Position als Vorlieferant für Trinkwasser weiter auszubauen und wassernahe Dienstleistungen am Markt zu platzieren. Die Investitionen der kommenden Jahre konzentrieren sich mit einem Jahresvolumen von ca. 9,0 Mio. € bis 10,0 Mio. € ausschließlich auf die Kernbereiche des Unternehmens mit einem Schwerpunkt auf Erhaltungsinvestitionen im Verteilnetz. - 150 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Aktivitäten zur Ausweitung der Tätigkeiten im Abwassersektor werden auch in den kommenden Geschäftsjahren fortgesetzt. RWW wird sich dabei in erster Linie auf Ausschreibungen von Betriebsführungen konzentrieren. Darüber hinaus wird Wachstum durch den Erwerb ausgewählter Beteiligungen an Wasser- und Abwasserunternehmen in (Teil-) Privatisierungsverfahren angestrebt. RWW steht in einem sich nur langsam entwickelnden und verändernden Wassermarkt in einem starken Wettbewerb zu anderen Wasserversorgungsunternehmen. Die Gesellschaft wird daher zur Erreichung der gesteckten Ziele insbesondere auch Chancen zur Zusammenarbeit mit starken Partnern innerhalb und außerhalb des RWE-Konzerns nutzen. In diesem Zusammenhang wird RWW die Möglichkeit von Kooperationen mit benachbarten Versorgungsunternehmen auch weiter in Betracht ziehen. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist positiv - für 2009 wird ein ähnlich zufrieden stellendes Ergebnis wie 2008 prognostiziert. Die Geschäftsführung erwartet auch für die Zukunft eine weiterhin solide Fortentwicklung der finanziellen und technischen Kenngrößen des Unternehmens. Mülheim an der Ruhr an der Ruhr, 15.01.2009 RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH Die Geschäftsführung - 151 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 152 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Wirtschaftsförderung WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Stadtentwicklung Entwicklungsgesellschaft NeuOberhausen mbH ENO 50% VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH 100% TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH 100% - 153 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 154 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Stadtentwicklung Entwicklungsgesellschaft NeuOberhausen mbH ENO 50% VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH 100% TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH 100% - 155 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Centroallee 263 46047 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/85036-0 0208 / 853983 info@wfo-gmbh.de www.wfo-gmbh.de/ Rechtsform: Stammkapital in TDM: GmbH 50,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen TDM 50,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Verbesserung der räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Struktur der Stadt Oberhausen durch die Entwicklung und Förderung von Industrie, Gewerbe, Handel, Handwerk und Dienstleistungen auf allen Gebieten und Entwicklungen des Arbeitsmarktes Entwicklung von Nutzungskonzepten für Industrie- und sonstige Grundstücke, deren Aufbereitung zum Zwecke der Vermarktung einschließlich aller damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten, insbesondere im Gebiet von Oberhausen Wichtige Verträge Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH ENO evo Energieversorgung Oberhausen AG Geschäftsbesorgungsvertrag vom 02.01.2007 Geschäftsbesorgungsvertrag vom 18.10.2004 über die Erbringung der gesamten Geschäftsbuchführung für GEG und deren Tochtergesellschaften Gasometer Oberhausen GmbH Gasometer Oberhausen GmbH Überlassungsvertrag Gasometer vom 17.10.1995/18.10.1995 Vertrag vom 25.10.1995 über den Betrieb und die Verwaltung des Gasometers Stadt Oberhausen Theater Oberhausen TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH Vertrag über die Überlassung des LaGa-Grundstücks vom 04.10.1999 Vertrag über die Anmietung der Probebühne vom 01.10.1998 Geschäftsbesorgungsvertrag vom 25.10.1995 - 156 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Lichtenheld, Frank Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Elsemann, Bernhard Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzender M.d.L. Große Brömer, Wolfgang Hausmann, Wilhelm Mitglied gem. § 113 GO Wehling, Klaus Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Grünewald, Dirk Janßen, Anne Kühr, Gretel Merzig, Karlheinz Motschull, Frank Schranz, Daniel Vöpel, Dirk Wingens, Ursula Zimkeit, Stefan Prokura: Prokurist Siegers, Norbert - 157 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 c) Beteiligungen unmittelbar Gasometer Oberhausen GmbH TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH TDM 50,00 300,00 % 100,00 100,00 mittelbar TheatrO. CentrO. GmbH i. L. T€ 24,50 % 24,50 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag T€ 4.342,32 4.951,67 1.588,10 % 39,9 45,5 14,6 T€ 3.741,60 5.608,09 1.871,63 % 33,3 50,0 16,7 T€ 3.591,18 5.344,77 1.938,43 % 33,0 49,2 17,8 T€ -150,42 -263,32 66,80 % -4,02 -4,70 3,57 Bilanzsumme 10.882,08 100,00 11.221,33 100,00 10.874,39 100,00 -346,94 -3,09 Passiva Sonderposten mit Rücklagenanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 1.412,42 683,09 8.769,22 17,36 % 13,0 6,3 80,6 0,2 T€ 1.339,39 725,79 9.150,83 5,32 % 11,9 6,5 81,5 0,0 T€ 1.275,75 769,19 8.829,45 % 11,7 7,1 81,2 T€ -63,64 43,40 -321,38 % -4,75 5,98 -3,51 -5,32 -100,00 Bilanzsumme 10.882,08 100,00 11.221,33 100,00 10.874,39 100,00 -346,94 -3,09 - 158 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufsvermögens Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 679,96 0,00 664,38 0,00 2008 T€ 625,05 842,94 -2.042,37 789,16 681,73 314,70 171,95 579,27 625,95 162,61 697,75 651,21 150,59 559,80 120,00 23,62 0,00 130,68 -1.583,26 33.324,66 -33.324,66 5,38 53,02 -34.966,32 -263,64 -33.324,66 -1.905,29 41,45 44,72 130,44 -230,95 123,68 -13,78 53,02 -283,97 -1.905,29 0,00 -2.189,26 53,02 -66,80 -2.189,26 -2.256,07 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: -4.148,13 -1.835,22 -34.794,37 -58,61 -76,71 31.12.2007 -41,76 -12,97 -121,36 112,03 46,56 31.12.2008 -10,69 -2,96 83,79 118,80 49,83 Angaben in % % T€ T€ % dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 22,63 0,00 100,00 Angaben in 31.12.2007 20,49 0,00 100,00 31.12.2008 19,77 0,00 100,00 % % % - 159 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 e) Lagebericht Nach Umfirmierung der Wirtschaftsförderung Oberhausen zum 01.01.2007 setzt die Gesellschaft im Wesentlichen auf das Modell der Public-Private-Partnership. So steht die Wirtschaftsförderung auf zwei Säulen: 1. die WFO, als 100%ige Tochter der Stadt und 2. die ENO (Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH), mit ihren 60 Gesellschaftern, Unternehmen aus der Region, die über Zielvereinbarungen und Verträge Projekte und Aufgaben der Wirtschaftsförderung formuliert und finanziert. Diese enge Zusammenarbeit von Stadt und Wirtschaft ermöglicht die Bündelung von Kräften und sorgt dafür, dass Synergien wirkungsvoll genutzt werden können – zum Vorteil der Unternehmen. Sie profitieren vom Know-how der verschiedensten Spezialisten und von einem gut strukturierten Netzwerk, das ihnen weitere Kontakte und Erfolge bringt. Das strategische Ziel der Wirtschaftsförderung ist es, Oberhausen zu einem zukunfts-orientierten Wirtschaftsstandort auszubauen, indem zusätzliche Arbeitsplätze durch Bestandsentwicklung, Neuansiedlung und Unternehmensgründungen geschaffen werden. Die Weiterentwicklung des Wirtschaftsraumes Oberhausen wird durch Öffentlichkeitsarbeit und Marketingmaßnahmen gezielt unterstützt. Die Organisation von Projekten und Veran-staltungen sowie Messeauftritten dienen der Förderung des Standortes und seiner Akteure. Das Leistungsportfolio umfasst die Gründungs-, Entwicklungs-, und Standortberatung von Unternehmen sowie Betreuung und Steuerung von Projekten. Neben Informationen zur Finanzierung gehören die Personal- und Flächenvermittlung (Grundstücke und Immobilien) ebenso dazu wie das begleitende Genehmigungsmanagement. Im Rahmen unserer Mitwirkung an der Kompetenzfeldwirtschaft im Ruhrgebiet konzentrieren wir hier unsere Projektarbeit auf die Handlungsfelder unternehmens- und industrienahe Dienstleistungen, Gesundheitswirtschaft und Kreativwirtschaft. Im Rahmen der Kooperation mit der ENO und auf Grundlage des Geschäftsbesorgungs-vertrages vom 02.01.2007 wurden zahlreiche Projekte konzipiert, initiiert und umgesetzt. 2008 wurden 13 Projektverträge mit einem finanziellen Volumen von rd. 625 TEUR geschlossen. Die aktive Unterstützung der Gründungs- und Festigungsvorhaben ist ein wichtiger Baustein zur Errichtung neuer Betriebe in Oberhausen. Hier sind umfassende Ansätze zur Förderung gegeben. Schwerpunkte sind erneut das „Beratungsprogramm Wirtschaft“, die „Potenzialberatung“ und das „Gründercoaching Deutschland“. Die intensive Betreuung und Beratung von Gründern und Jungunternehmern nahm auch 2008 einen breiten Raum in unserer Arbeit ein. Stellvertretend wird hier auf die Durchführung von Seminaren, von regelmäßigen GründerTREFFs (10), der Oberhausener Gründermesse und die Teilnahme an der Startmesse verwiesen. Hier bewährt sich auch die enge Kooperation mit dem STARTERCENTER NRW, den Weiterbildungsanbietern, den Banken, der Agentur für Arbeit sowie den Unternehmen vor Ort. Die Oberhausener Qualifizierungsoffensive – kurz ForumQ – ist seit einem Jahr am Start und nimmt zunehmend Fahrt auf. ForumQ fügt sich reibungslos in die erfolgreichen Strukturen von Public-Private-Partnership in Oberhausen ein. Das operative Geschäft liegt in den Händen der WFO, der auch die Aufgaben der Geschäftsstelle obliegen. Die insbesondere von der Wirtschaft gewünschte Lotsenstelle sozusagen als zentrale Kümmerer-Stelle - ist zwischenzeitlich eingerichtet. Der angesprochene integrative Ansatz von ForumQ erweist sich vor allem deshalb als sehr Erfolg versprechend, weil die Bundesagentur für - 160 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Arbeit, die ARGE/SODA, die SLV, RAG Bildung, IHK und UVG gemeinsam mit im Boot sitzen und ihre unterschiedlichen Möglichkeiten zur Qualifizierung und Förderung von Arbeitnehmern und Unternehmen sehr zielgerichtet mit einbringen. Bei einer Reihe von Kooperationsprojekten, wie z.B. dem „Familienfreundlichen Unternehmen“, der Seniorenmesse, dem Unternehmerinnenbrief NRW, dem Projekt Gründen im Team sowie dem Schulprojekt GRÜNDUNG der Friedrich-Ebert-Realschule wirkt die WFO inhaltlich intensiv mit und bringt Manpower, Know-how und ihre Kontakte in die Projekte ein. WFO inside. – das ist seit 2008 das Print-Magazin der Wirtschaftsförderung, das über Wirtschaftsthemen und das wirtschaftliche Geschehen in Oberhausen informiert und an mehr als 2000 Adressaten verschickt wird. Der WFO-Newsletter ist ein schnelles Online-Informationsmedium, das die mehr als 1000 Adressaten unmittelbar erreicht und mit aktuellen Informationen versorgt. Mit den Flächen Grüner Gewerbepark „Im Erlengrund“, Gewerbepark „Am Kaisergarten“ und Gewerbegebiet „Waldteich“ stehen der Wirtschaftsförderung attraktive Flächen für kleine, mittlere und große Neuansiedlungen und Umsiedlungen von Unternehmen zur Verfügung. In der konkreten Rolle der Wirtschaftsförderung als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer werden Interessenten intensiv betreut und begleitet. Der gestiegene Flächenbedarf und die tatsächlich getätigten Verkäufe von Gewerbe- und Industrieflächen in Oberhausen zeigen, dass die vorhandenen Gebiete endlich sind und weiteren Nachfragen von Unternehmen auf dem Stadtgebiet von Oberhausen nicht mehr in allen Fällen entsprochen werden kann. Hier sollten frühzeitig die Weichen für neue Flächenentwicklungen gestellt werden, um als Standort für Unternehmensansiedlungen - im harten Wettbewerb zu den anderen Städten im Ruhrgebiet - attraktiv zu bleiben. Daneben stellten die Bemühungen um die Vermarktung und Erschließung des Wohn- und Gewerbeparks Osterfeld einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeiten der WFO dar. Als wesentliche Erschwernisse für die Vermarktung sind hier die Erschließungskosten und der Zuschnitt der Grundstücksflächen im Mischgebiet und im Gewerbegebiet zu nennen. Über die bisher veräußerten Flächen hinaus konnten im Jahre 2008 keine weiteren Flächen vermarktet werden. Wie bereits berichtet, hatten aufgrund der Vermarktungsbroschüre „Wohnen und Arbeiten Am Olgapark“ und persönlicher Gespräche zunächst 9 mögliche Investoren Interesse an der Wohnbaufläche signalisiert, wovon letztlich 3 Firmen konkretere Vorstellungen äußerten. Für die Mischgebiets- und die Gewerbefläche gibt es nach wie vor keine ernsthaften Interessenten. Fragen zur Finanzierung der äußeren Erschließung als Voraussetzung für eine mögliche Vermarktung sowie zum Ausschreibungsverfahren werden derzeit geprüft. Im Laufe des Jahres 2008 konnte eine Vollvermietung des Steigerhauses erreicht werden. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird weiterhin durch die finanzwirtschaftliche Restabwicklung aus dem Erwerb und der Entwicklung der ehemaligen Thyssen-Fläche (Neue Mitte Oberhausen) beeinflusst. Eine endgültige Entscheidung des Finanzministeriums NRW über die Reduzierung der Restkaufpreiszahlung von 4,66 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR aus dem Erwerb der ehemaligen Thyssen-Fläche steht weiterhin aus. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass das Land der Reduzierung zustimmen wird und darüber hinaus 2009 Entscheidungen zur Fälligkeit des Betrages getroffen werden. Ein Finanzierungskonzept wird derzeit erarbeitet. - 161 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Das Geschäftsjahr 2008 endet mit einem Bilanzverlust in Höhe von 2.256 TEUR. Hiervon entfallen 2.189 TEUR auf Vorjahre (Verlustvortrag aus 2007)) und 67 TEUR auf das Geschäftsjahr 2008. Damit liegt dieser Betrag mit 243 TEUR unter der Planzahl lt. Wirtschaftsplan 2008 in Höhe von -310 TEUR. Das Ergebnis gegenüber den Planansätzen 2008 ist im Wesentlichen auf den Zufluss aus der Gewinnausschüttung Gasometer GmbH (120 TEUR), höheren Zinseinnahmen (35 TEUR) und der Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (56 TEUR) zurückzuführen. Zur Vermeidung einer Überschuldung hat die Gesellschafterin Stadt Oberhausen hinsichtlich ihrer Forderung gegen die WFO bereits 2007 die Rangrücktrittserklärung in Höhe von 1,2 Mio. EUR abgegeben, so dass zzt. noch keine Überschuldung gegeben ist. Unter Zugrundelegung der aktuellen Planung ist im Jahre 2009 mit einem Verlust von ca. 373 TEUR zu rechnen (keine Gewinnausschüttung, erhebliche Zinssenkungen usw.). Wesentliche Einsparmöglichkeiten auf der Ausgabenseite sind kaum noch realisierbar. In Anbetracht der vielfältigen Aufgaben der klassischen Wirtschaftsförderung und der Stadtentwicklung örtlich und überregional, können diese Verluste aus dem eigenen operativen Geschäft nicht gedeckt werden. Auf Dauer sind daher gesicherte Finanzierungsformen erforderlich. Ein Gesamt-Finanzierungskonzept für die WFO GmbH – insbesondere im Hinblick auf den Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft – setzt die dringende Klärung der Frage voraus, ob und in welchem Umfang die Stadtsparkasse Oberhausen und/oder andere künftige ENO-Gesellschafter eine erhöhte Finanzierung leisten werden und/oder ob in sonstiger Weise höhere Einnahmen generiert werden können. Oberhausen, den 28. April 2009 WFO - Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH Geschäftsführung Lichtenheld Koch - 162 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Stadtentwicklung Entwicklungsgesellschaft NeuOberhausen mbH ENO 50% VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH 100% TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH 100% - 163 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Essener Str. 3 46047 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/85037-0 0208/851518 lerch@tzu.de www.tzu.de/ Rechtsform: Stammkapital in TDM: GmbH 300,00 Gesellschafter: WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH TDM 300,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: - die Weiterentwicklung und der Betrieb des Technologiezentrums Umweltschutz sowie die Förderung der Technologiezentren - die Entwicklung von Grundstücken mit allen damit zusammenhängenden Tätigkeiten, insbesondere die Erarbeitung von Nutzungskonzepten sowie die Aufbereitung und Vermarktung der Grundstücke - die Entwicklung, Betreuung und der Betrieb von Projekten mit besonderer Strukturrelevanz für den Standort Oberhausen Wichtige Verträge OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Stadt Oberhausen WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH Pachtvertrag vom 22.12.2006 Tilgungsvereinbarung Stadt/GEG/TZU/SSO Geschäftsbesorgungsvertrag vom 25.10.1995 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Lerch, Klaus Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Wehling, Klaus - 164 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag T€ 11.615,27 4.040,18 57,58 3.276,70 % 61,2 21,3 0,3 17,3 T€ 10.539,79 4.723,12 28,87 3.084,73 % 57,4 25,7 0,2 16,8 T€ 9.783,96 5.008,22 16,98 1.478,53 % 60,1 30,7 0,1 9,1 T€ -755,83 285,10 -11,89 -1.606,20 % -7,17 6,04 -41,18 -52,07 Bilanzsumme 18.989,74 100,00 18.376,51 100,00 16.287,69 100,00 -2.088,82 -11,37 Passiva Sonderposten mit Rücklagenanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 6.749,18 5.237,40 7.003,15 % 35,5 27,6 36,9 T€ 6.299,41 5.202,87 6.874,24 % 34,3 28,3 37,4 T€ 5.864,96 3.671,18 6.751,55 % 36,0 22,5 41,5 T€ -434,45 -1.531,69 -122,69 % -6,90 -29,44 -1,78 Bilanzsumme 18.989,74 100,00 18.376,51 100,00 16.287,69 100,00 -2.088,82 -11,37 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 748,00 664,47 14,46 4,25 795,48 138,75 16,65 284,22 191,97 2008 T€ 741,00 2.085,20 0,00 3,70 754,05 115,15 25,93 281,76 1.697,48 91,28 1.685,78 971,70 643,27 210,22 803,74 765,87 57,89 4.001,39 -3.709,12 91,64 -3.800,76 -35.055,03 -2.079,06 -36.776,74 0,00 191,97 -36.776,74 0,00 -36.584,76 -34.978,56 1.606,20 -36.584,76 - 165 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 59,69 0,00 100,00 Angaben in 31.12.2007 25,66 0,52 987,45 31.12.2008 216,76 4,59 2.360,25 Angaben in -225,46 -10,33 -2.997,02 531,50 7,91 % % T€ T€ 0,30 0,13 % 31.12.2007 57,35 0,00 100,00 31.12.2008 60,07 0,00 100,00 % % % e) Lagebericht Geschäftsverlauf und Lage Für das Geschäftsjahr 2008 wurden, bedingt durch den mit der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH abgeschlossenen Pachtvertrag, Mieteinahmen in Höhe von 741.000 EUR für den Büro- und Veranstaltungsbereich erzielt. Durch die konstanten Mieteinnahmen war die Liquidität der Gesellschaft für das gesamte Jahr gesichert. Die eingenommenen Gelder wurden auf Festgeldkonten angelegt und führten so zu den geplanten Zinseinnahmen. Wie bereits in den Vorjahren wurde auch in 2008 alle am Betriebsort „Musical Theater“ eingesetzten Arbeitskräfte von den beteiligten Firmen der TZU Management GmbH gemeldet und vereinbarungsgemäß an die NRW.Bank weitergeleitet. Mit dem Start der neuen Musicalproduktion „Tanz der Vampire“ im Oktober 2008 erhöhte sich die Anzahl der eingesetzten Arbeitskräfte gegenüber der Show „Blue Man Group“ auf ca. 150 Arbeitskräfte. Dadurch wird sich der erwartete Rückforderungsbetrag entsprechend verringern. Der erzielte Jahresüberschuss in Höhe von ca. 1.606.000 EUR resultiert vor allem aus der Teilauflösung der Rückstellung für die gewährten Arbeitsplatzsubventionen und der Aufzinsung der Forderung aus Grundstücksveräußerung an Stage Entertainment in 2005 in Höhe von ca. 187.000 EUR. Im Gewerbepark Kaisergarten konnte durch den Verkauf von Grundstücken nicht planbare Einnahme in Höhe von 65.000 EUR für die vorfinanzierte Abwasserleitung erzielt werden. Durch die angelegten Festgeldkonten wurden Zinserträge in Höhe von ca. 26.000 EUR erzielt. Insbesondere durch die Teilauflösung der beschriebenen Rückstellungen, die unter dem Aspekt der vorsichtigen Bewertung – entgegen den bisher vorliegenden Berechnungen der NRW.Bank – unter Zugrundelegung der Vorsaussetzung „Schaffung von Dauerarbeitsplätzen“ auf Basis der bisher niedrigsten Monatsmeldung von Arbeitskräften und – in Übereinstimmung mit der NRW.Bank – mit einer Verzinsung ab dem 18. Dezember 2005 erfolgte, fielen nicht planbare Steuern i. H. v. ca. 91.000 EUR an. - 166 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Aufgrund des Jahresüberschusses konnten das negative Eigenkapital und damit die bilanzielle Überschuldung zum 31. Dezember 2008 auf ca. 1.479.000 EUR reduziert werden. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung der TZU Management GmbH liegt allerdings nicht vor, da der im Oktober 2007 ermittelte Verkaufswert der Grundstücke TZU I, II und IV mit 15,61 Mio. EUR um rd. 5,8 Mio. EUR über dem Buchwert zum 31. Dezember 2008 liegt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Durch den im Dezember 2006 abgeschlossenen fünfjährigen Pachtvertrag mit der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH sind auch für die nächsten zwei Jahre alle im normalen Geschäftsbetrieb bei der TZU Management GmbH anfallenden Kosten gedeckt. Da am 18.03.2009 die fünfjährige Nachweispflicht der am Betriebsort eingesetzten Arbeitskräfte endet und anschließend nach entsprechender Prüfung ein Rückforderungsbescheid von der NRW.Bank an die TZU Management GmbH ergehen wird, sollten zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen möglichst frühzeitig Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium, der NRW.Bank und Stage Entertainment mit dem Ziel geführt werden, den geforderten Rückforderungsbetrag mit Hilfe der gegen die Stage Entertainment bestehenden Kaufpreisforderung in Höhe von 4,6 Mio. EUR abzulösen. Sollte der Rückforderungsanspruch der NRW.Bank bedeutend geringer ausfallen als die zum 31. Dezember 2008 bestehende Rückstellung (ca. 3.281.000 EUR), können durch die Auflösungsverträge, die das negative Eigenkapital weiter reduzieren, auch ergebnis- und liquiditätswirksame Steuerzahlungen anfallen. Oberhausen, den 7. April 2009 Klaus Lerch (Geschäftsführer) TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH - 167 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 168 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Stadtentwicklung Entwicklungsgesellschaft NeuOberhausen mbH ENO 50% VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH 100% TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH 100% - 169 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Centroallee 263 46047 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/85036-0 0208/853983 info@eno-gmbh.de www.eno-gmbh.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 218,80 Gesellschafter: aconsea GmbH Albrecht GmbH & Co. Verpachtungs KG Arnim Koch (Marré-Dahms-Koch) August Heine Baugesellschaft mbH & Co. KG Autohaus Gottfried Becker GmbH & Co. KG Autohaus Kruft GmbH & Co. KG Bangel GmbH & Co. IndustriebauProjektierungs KG Bangel & Plaßmeier GbR Bassier, Bergmann & Kindler B & H Elektro-Anlagenbau GmbH binary GmbH & Co.KG b+w Electronic Systems GmbH Celanese GmbH Consalis GmbH Contect gmbH Der Baustoff-Mann Schneider oHG Elevator GmbH Evers GmbH evo Energieversorgung Oberhausen AG Gehring Archivdepot GmbH Gerstmann Holding GmbH & Co. KG T€ 0,52 0,26 0,50 0,61 0,61 0,26 1,28 0,41 0,50 0,51 0,50 1,02 6,39 0,50 0,50 0,36 0,31 0,50 12,50 0,51 0,77 %* 0,25 0,12 0,24 0,29 0,29 0,12 0,61 0,19 0,24 0,24 0,24 0,48 3,04 0,24 0,24 0,17 0,15 0,24 5,94 0,24 0,37 - 170 - Stadt Oberhausen GEWA GmbH GMF Gesellschaft für Mittelstandförderung mbH GreyStone Internationale Managementberatung GmbH Gutehoffnungshütte Baugesellschaft mbH Gutehoffnungshütte Radsatz GmbH Harpering EDV-Systeme Heinrich Grünewald Bauunternehmung GmbH & Co. KG Hermann Nottenkämper OHG Ingenieurbüro Dipl. Ing. Nühlen Kreishandwerkerschaft Lenord, Bauer & Co. GmbH LMI Lean Management Institut GmbH Lohmar & Meller oHG MAN Gutehoffnungshütte Immobilien GmbH Marx Ingenieurgesellschaft mbH Möbel Heck Einrichtungshaus KG Möbelstadt Rück GmbH & Co. KG Montan Grundstücksgesellschaft mbH National-Bank AG Essen OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Pantecta GmbH PHOENIX Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Plaßmeier GmbH Radio NRW GmbH Real Trust GmbH REMONDIS Oberhausen GmbH Rheinische Grundbesitz AG RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH Stadt Oberhausen Stadtsparkasse Oberhausen STOAG Stadtwerke Oberhausen AG TAC GmbH Control Systems Tersus Gebäudedienste GmbH & Co KG TZU Akademie GmbH UVRN-Unternehmensverband-RuhrNiederrhein e.V. VERITAS Unternehmensberatungs- und Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft Versatel West GmbH Beteiligungsbericht 2008 0,50 0,52 0,50 0,61 0,51 0,50 0,51 0,36 0,26 0,26 0,26 0,52 0,61 6,39 0,50 0,31 0,66 0,51 1,00 12,50 0,31 0,50 0,50 0,26 0,50 1,00 0,51 3,83 109,40 6,39 12,50 1,02 0,50 0,50 0,75 0,50 0,26 0,24 0,25 0,24 0,29 0,24 0,24 0,24 0,17 0,12 0,12 0,12 0,25 0,29 3,04 0,24 0,15 0,31 0,24 0,48 5,94 0,15 0,24 0,24 0,12 0,24 0,48 0,24 1,82 52,00 3,04 5,94 0,48 0,24 0,24 0,36 0,24 0,12 - 171 - Stadt Oberhausen Volksbank Rhein-Ruhr eG WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH Weiterbildungsinstitut WBi GmbH ZIELGRUPPE.NET GmbH * prozentualer Anteil unter Berücksichtigung der von der ENO gehaltenen eigenen Anteile Beteiligungsbericht 2008 0,51 12,50 0,51 0,52 0,24 5,94 0,24 0,25 Gegenstand des Unternehmens: Verbesserung der räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Struktur der Stadt Oberhausen durch Entwicklung und Förderung von Industrien, Gewerbe, Handel, Handwerk und Dienstleistungen auf allen Gebieten und Entwicklung des Arbeitsmarktes. Wichtige Verträge CGE Grünewald GmbH & Co KG WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH Mietvertrag Geschäftsbesorgungsvertrag vom 02.01.2007 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Geschäftsführer Lichtenheld, Frank Koch, Burkhard Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Elsemann, Bernhard Aufsichtsrat: Vorsitzender (Mitglied gem. § 113 GO) stellv. Vorsitzender Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Wehling, Klaus Grünewald, Dirk Albrecht-Mainz, Elia Gieske, Hartmut M.d.L. Große Brömer, Wolfgang Hausmann, Wilhelm Janßen, Dieter Koppers, Peter Kühr, Gretel Merzig, Karlheinz Schmidt, Hartmut Walterfang, Heinrich Dr. Heine, Stephan Kruft-Lohrengel, Jutta - 172 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ % T€ 12,50 % 1,0 3,1 95,4 0,5 T€ % T€ % -12,50 -100,00 27,21 1.168,07 6,23 2,3 97,2 0,5 -12,56 -49,06 -0,10 -31,58 -4,03 -1,58 33,26 1.322,88 6,23 2,4 97,1 0,5 39,77 1.217,13 6,33 Bilanzsumme 1.362,37 100,00 1.275,72 100,00 1.201,50 100,00 -74,22 -5,82 Passiva Eigenkapital Sonderposten mit Rücklagenanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 1.136,87 % 83,4 T€ 1.036,23 32,11 % 81,2 2,5 13,5 1,8 T€ 1.012,73 % 84,3 T€ -23,50 % -2,27 -32,11 -100,00 158,28 30,49 13,2 2,5 -14,24 8,12 -8,25 36,30 181,68 43,81 13,3 3,2 172,52 22,37 Bilanzsumme 1.362,37 100,00 1.275,72 99,02 1.201,50 100,00 -74,22 -5,82 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 45,45 334,86 407,72 20,21 902,91 34,25 0,00 -916,28 0,46 -916,75 -916,75 0,00 2008 T€ 11,27 234,98 285,61 17,63 858,24 28,36 0,00 -886,87 0,46 -887,34 -887,34 0,00 67,82 144,73 718,89 17,32 327,56 26,06 0,01 -825,16 0,46 -825,62 -825,62 0,00 - 173 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 2,31 83,45 16,55 Angaben in 31.12.2007 -2.017,20 -88,47 -896,54 126,77 107,21 31.12.2008 -7.876,08 -87,62 -869,70 123,12 115,98 Angaben in -1.217,40 -72,62 -808,30 27,25 338,22 % % T€ T€ % 31.12.2007 3,04 81,23 18,77 31.12.2008 2,23 84,29 15,71 % % % e) Lagebericht Gegenüber dem Wirtschafts- und Erfolgsplan für 2008 mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 929 ergab sich tatsächlich ein Jahresfehlbetrag von T€ 887. Abgedeckt wird dieser Fehlbetrag über den Zuschuss der Stadt Oberhausen in Höhe von T€ 435, den Betriebs-kostenzuschuss des Gesellschafterkreises Wirtschaft in Höhe von T€ 399 sowie Entnahmen aus den Rücklagen in Höhe von T€ 53. Die tatsächlichen Ergebnisse für Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 1.161 entsprachen nahezu dem Planansatz (T€ 1.199). Die gesamten tatsächlichen Erträge lagen mit T€ 274 um T€ 4 über dem Planansatz. Die aufgezeigte Entwicklung führte dazu, dass die Entnahme aus den Kapitalrücklagen zum 31.12.2008 um T€ 41 unter dem Planansatz lag. Eigene Geschäftsanteile wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von € 8.421 (VJ € 9.131) gehalten. Bezogen auf die in der Gesellschafterversammlung vom 22.11.2007 beschlossene Kapitalerhöhung um € 15.750 konnten keine Geschäftsanteile auf neue Gesellschafter aus dem Gesellschafterkreis Wirtschaft übertragen werden. Die Bilanzsumme beträgt per 31.12.2008 T€ 1.202 (VJ T€ 1.276). Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Das laufende Geschäftsjahr 2009 wird gemäß des vom Aufsichtsrat am 26.11.2008 beschlossenen Wirtschafts- und Erfolgsplans 2009 voraussichtlich mit einem Jahresfehl-betrag von T€ 959 enden. Abgedeckt werden soll dieser über den Zuschuss der Stadt Oberhausen in Höhe von T€ 435, die Betriebskostenzuschüsse des Gesellschafterkreises Wirtschaft in Höhe von T€ 385 sowie der Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von T€ 139. Die Gesellschafterversammlung hat durch Gesellschafterbeschluss vom 26.11.2008 erneut eine vorratsweise Erhöhung des Stammkapitals um höchstens € 15.750 beschlossen. Der üblichen Fluktuation von Alt-Gesellschaftern wird jedoch grundsätzlich mit der Akquisition neuer Gesellschafter begegnet. Auch für 2009 zeichnet sich eine Stabilität ab - trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Lage. An dieser Stelle ist beispielhaft die Kündigung des Geschäftsanteils der MAN GHH Immobilien GmbH zu nennen. Hier ist es der Gesellschaft gelungen, das Unternehmen MAN Turbo AG für - 174 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 die Übernahme dieses Geschäftsanteils zu gewinnen, sodass der jährliche Zuschuss in Höhe von 25.560 € erhalten geblieben ist. Mit höheren Betriebskostenzuschüssen wird die Gesellschaft insbesondere in die Lage versetzt, den inhaltlichen Anforderungen im Rahmen der Neuausrichtung bzw. Optimierung der Oberhausener Wirtschaftsförderung Rechnung zu tragen. Schließlich ist es jedoch schwierig, in diesen Zeiten entsprechende Partner zu finden, die den finanziellen Spielraum für eine Beteiligung haben. Auf der Grundlage des zum 01.01.2007 geschlossenen Geschäftsbesorgungsvertrags zwischen ENO und der Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH (WFO) wurde die WFO seitens der ENO mit der Realisierung der Wirtschaftsförderungsprojekte beauftragt. Die zum Teil bereits 2007 initiierten und 2008 erfolgreich weitergeführten Einzelprojekte werden in enger Kooperation zwischen ENO und WFO realisiert. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um folgende Inhalte: • Gründungsoffensive Oberhausen in Kooperation mit dem STARTER CENTER NRW Oberhausen: Intensivberatungen, Durchführung von Workshops, Seminaren und TREFFs, Klärung von Finanzierungen, Standortfragen, Fördermittelinformation, Gründermesse Oberhausen, UnternehmerinnenBrief NRW Unternehmensservice, Bestandspflege und Bestandsentwicklung Projektentwicklung, Immobilienvermarktung, Flächenvermarktung Präsenz auf internationalen Immobilienmessen, EXPO REAL München, MIPIM Cannes Pflege der Internetseiten mit ENO Gesellschafterportraits Durchführung von Veranstaltungen: Business Breaks, ENO-Gesellschaftertreffen Beteiligungen an Veranstaltungen und Projekten: Oberhausener Seniorenmesse, Familienfreundliches Unternehmen Mitwirkungen bei: Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, VWE – Verband der Wirtschaftsförderungen und Entwicklungsgesellschaften, Potentialanalyse des Wirtschaftsstandortes Oberhausen Flächenmanagement örtlich und überörtlich ForumQ – Qualifizierungsmaßnahmen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen Konzeption eines Jahresberichts und einer Standortbroschüre Standortmarketing: Newsletter, Magazin WFO inside, Internetauftritte Kulturhauptstadt 2010 Geschäftsstraßenmanagement Wissenstransfer Clustermanagement Auslandskooperationen • • • • • • • • • • • • • • • • Die Darstellung der Projekte ist weder abschließend noch sind die Projekte auf das laufende Geschäftsjahr beschränkt. Um nachhaltige Wirkungen zu erzielen, sind sie auf Dauer angelegt und werden kontinuierlich weiterverfolgt. Darüber hinaus reagiert die Wirtschaftsförderung auch in Zukunft auf aktuelle Entwicklungen und Anforderungen der Wirtschaft flexibel mit entsprechenden Projekten. In Anbetracht der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind 2009 bereits weitere Projekte bzw. Projektbeteiligungen in Angriff genommen worden: - 175 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 • • • • Kreativwirtschaft Unternehmenssicherung Bildungsscheck Beratungsstelle für Unternehmen mit Kurzarbeit in Kooperation mit der Wirtschafts-förderung Mülheim & Business GmbH und der Unternehmerverbands-Gruppe e. V. Aufgrund der speziellen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft kommt der Entwicklung des Gesellschafterbestandes auch weiterhin eine besondere Bedeutung zu. Zukünftig soll die finanzielle Basis über die Akquisition weiterer Gesellschafter im Rahmen von Erhöhungen des Stammkapitals, eine weitere Abveräußerung eigener Geschäftsanteile und projekt-bezogene Geschäftsbesorgungen für Dritte weiter gestärkt werden. Das Vermögen der Gesellschaft ist wie im Vorjahr durch umfängliche flüssige Mittel und eine hohe Eigenkapitalquote geprägt. Oberhausen, den 12.03.2009 Frank Lichtenheld Geschäftsführer Burkhard Koch Geschäftsführer - 176 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Stadtentwicklung Entwicklungsgesellschaft NeuOberhausen mbH ENO 50% VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH 100% TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH 100% - 177 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Schwartzstr. 72 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/825-2230 0208/825-5001 maria.guthoff@oberhausen.de - Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 25,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen T€ 25,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, der Umbau (als Generalübernehmer) sowie die Verwaltung und Vermarktung des Verwaltungszentrums Sterkrade. Die Gesellschaft wird zu diesem Zweck die künftige Nutzung selbst oder mit Unterstützung Dritter konzipieren sowie die wirtschaftlichen, rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen zur Vermarktung und Nutzung schaffen. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Rechtsgeschäften berechtigt, durch die der vorgenannte Gesellschaftszweck auch mittelbar gefördert werden kann. Die Gesellschaft kann sich zur Förderung ihres Unternehmenszweckes an anderen Unternehmen beteiligen. Wichtige Verträge MAN Gutehoffnungshütte AG OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Grundstückskaufvertrag vom 18.08.1999 Betreibervertrag zwischen der VZS GmbH und der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH vom 26. September / 25. Oktober 2001 Mietvertrag zwischen der VZS GmbH und der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH vom 26. September / 25. Oktober 2001 OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH - 178 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführerin Geschäftsführer Guthoff, Maria Kalthoff, Horst Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Klunk, Peter d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag T€ 31.587,96 0,56 606,19 % 98,1 0,0 1,9 T€ 30.346,55 18,15 992,87 % 96,8 0,1 3,2 T€ 29.982,23 131,95 951,74 % 96,5 0,4 3,1 T€ -364,32 113,80 -41,13 % -1,20 627,00 -4,14 Bilanzsumme 32.194,72 100,00 31.357,57 100,00 31.065,92 100,00 -291,65 -0,93 Passiva Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 8,30 32.186,42 % 0,0 100,0 T€ 6,85 31.350,72 % 0,0 100,0 T€ 8,12 31.057,80 % 0,0 100,0 T€ 1,27 -292,92 % 18,54 -0,93 Bilanzsumme 32.194,72 100,00 31.357,57 100,00 31.065,92 100,00 -291,65 -0,93 - 179 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 3.015,80 7,31 210,80 9,57 1.387,13 147,34 1.654,95 -386,68 0,00 2008 T€ 3.308,18 145,14 233,53 25,19 1.387,12 163,48 1.602,87 41,13 3.007,63 1,59 207,86 9,57 1.390,23 138,49 1.679,46 -416,40 -416,40 -2.004,31 -2.420,71 -386,68 -2.420,71 -2.807,39 41,13 -2.807,39 -2.766,26 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 98,12 0,00 100,00 Angaben in 31.12.2007 -12,82 -13,77 1.000,45 31.12.2008 1,24 1,49 1.428,25 Angaben in -13,84 -17,20 973,82 % % T€ T€ 0,32 0,32 0,73 % 31.12.2007 96,78 0,00 100,00 31.12.2008 96,51 0,00 100,00 % % % e) Lagebericht Der Rat der Stadt Oberhausen hat 1998 den Erwerb des leerstehenden Bürokomplexes im Zentrum von Oberhausen-Sterkrade und die Gründung der VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH (VZS) mit einem Stammkapital von 25.000,-- € beschlossen. Mit dieser Maßnahme sollte eine Unterstützung des Nebenzentrums Sterkrade erfolgen; so konnten 600 Arbeitsplätze für die Sterkrader Innenstadt dauerhaft gesichert und deren Struktur damit gestärkt werden. Seitens der Stadt Oberhausen sollten mit der Realisierung des Technischen Rathauses Sterkrade insbesondere ein verbesserter Bürgerservice sowie Haushaltskonsolidierungsbeiträge durch die Einsparung - 180 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 von Unterhaltungs- und Sanierungskosten sowie organisatorische Synergieeffekte realisiert sowie den dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern moderne Arbeitsbedingungen geboten werden. Darstellung des Geschäftsverlaufes der Gesellschaft und der Lage der Gesellschaft Die 1999 begonnene Baumaßnahme zur Umkonzeptionierung der alten GHH-Hauptverwaltung wurde im Juni 2002 abgeschlossen. Nach Fertigstellung erfolgte eine direkte Vermietung an die OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) als Generalmieterin des Technischen Rathauses, die wiederum (neben der Eigennutzung von Teilflächen) im Wesentlichen an die Stadt Oberhausen untervermietet. Die VZS wurde im Juni 2007 durch die Stadt Oberhausen mit dem Bau eines Parkhauses auf dem direkt an das Technische Rathaus Sterkrade anschließenden „Grundstück II“ beauftragt. Mit der baulichen Umsetzung wurde die OGM im Rahmen eines Generalübernehmervertrages beauftragt (Volumen 3,2 Mio. € netto). In gleicher Gesamthöhe sind Darlehen bei der Stadtsparkasse Oberhausen bzw. der NRW.Bank aufgenommen worden, deren Refinanzierung über langfristige Mietverträge mit der OGM bzw. der Stadt Oberhausen gesichert ist. Der Betrieb des Parkhauses erfolgt über die OGM. Im Herbst 2008 wurde mit der baulichen Umsetzung begonnen, die Fertigstellung erfolgte im Juni 2009. Darüber hinaus wurden 2008 keine weiteren Darlehen aufgenommen. Die Finanzierung aller anfallenden Schuldendienste ist über die Mieteinnahmen sichergestellt; die langfristigen Darlehen sind in voller Höhe über eine Bürgschaft der Stadt Oberhausen, eingetragene Grundschulden bzw. Abtretungserklärungen abgesichert. Zum Stichtag 31.12.2008 waren bei der VZS lediglich 2 Geschäftsführer beschäftigt; alle übrigen betriebsnotwendigen Leistungen wurden eingekauft. Der operative Geschäftsbetrieb der VZS bestand im Berichtszeitraum in der Vermietung des Technischen Rathauses. Zum 01.01.2008 wurde gemäß den mietvertraglichen Regelungen eine Anpassung der Grundmiete für das Technische Rathaus vorgenommen, so dass die zukünftigen Jahresfehlbeträge reduziert werden können. Die Mieterlöse aus dem Gebäude konnten im Berichtsjahr 2008 in der kalkulierten Höhe erzielt werden. Das positive Jahresergebnis von 41 T€ ist beeinflusst durch einen einmaligen Ertrag (Zuschuss) bezogen auf die Errichtung des o. g. Parkhauses in Höhe von 145 T€: Lässt man diesen unberücksichtigt, so verbleibt ein Defizit von 104 T€, das Plandefizit von 154 T€ konnte um 32,46% unterschritten werden. Das rechnerische Defizit basiert in erster Linie auf den Abschreibungen und Zinsaufwendungen für die zur Umsetzung der Baumaßnahmen aufgenommenen Kapitalmarktdarlehen. Die Zinsen werden auf Grund planmäßiger Tilgungsleistungen in Folgejahren rückläufig sein. Bei einem Bilanzverlust von nunmehr –2.766 TEUR ist das Eigenkapital der Gesellschaft aufgezehrt; zum 31.12.2008 ist ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 952 TEUR auszuweisen. Dieser ist im mehrjährigen Wirtschaftsplan der Gesellschaft berücksichtigt. Das Projekt "Technisches Rathaus Sterkrade" ist langfristig ausgerichtet. Bedingt durch anfänglich hohe Zinsaufwendungen und Abschreibungen entstehen der Gesellschaft in der ersten Phase kontinuierlich Verluste, die zu diesem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag geführt haben. Ab dem Jahr 2010 werden auf Grund der sinkenden Zinslasten durch erfolgte Tilgungen Überschüsse erwartet, die dann zum Abbau des Fehlbetrages führen: - 181 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Jahresergebnisse der VZS GmbH in T€ + 300 + 200 + 100 +0 - 100 - 200 - 300 - 400 - 500 IST 2005 IST 2006 IST 2007 IST 2008 Plan 2009 Plan 2010 Plan 2011 Plan 2012 Plan 2013 Eine Insolvenzantragspflicht ergibt sich auf Grund stiller Reserven im Grundbesitz, der Ausfallbürgschaft der Stadt Oberhausen, ausreichender Liquidität und einer positiven Fortbestehensprognose gemäß Bestätigung durch den Wirtschaftsprüfer jedoch nicht. Zukünftige Entwicklung Vorgänge von wesentlicher Bedeutung sind nach dem 31.12.2008 nicht eingetreten. Das Jahresergebnis 2009 wird aufgrund der o. g. Voraussetzungen wiederum negativ ausfallen, entspricht aber dem mehrjährigen Businessplan der Gesellschaft. Seit dem 01.01.2001 ist die OGM (ebenfalls eine 100%-Tochter der Stadt Oberhausen) langfristige Generalmieterin für den Gesamtkomplex "Technisches Rathaus Sterkrade". Per Vertrag übernimmt die OGM den Betrieb und die Verwaltung für das Gebäude, einschließlich Finanzierung und Abrechnung der Nebenkosten sowie der Unterhaltung von Dach und Fach. Die der VZS zufließenden Mieterträge dienen somit nach Abzug der Betriebskosten fast ausschließlich der Bedienung der Darlehen. Liquide Mittel zur Bedienung der Schuldendienste stehen der VZS in ausreichender Höhe zur Verfügung. Bedingt durch diese Tilgungen ergeben sich direkte positive Auswirkungen auf die zukünftigen Jahresergebnisse (Reduzierung Zinsaufwand). Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Auf Grund der langfristigen Darlehensverträge mit festen Zinssätzen, den langfristigen Mietverträgen mit der OGM (und der Stadt für Teilflächen des Parkhauses ) und den langfristigen OGM-Betreiberverträgen ergeben sich aus dem operativen Geschäft der Gesellschaft keine erkennbaren Risiken, zumal es sich bei der OGM ebenfalls um eine 100%-Tochter der Stadt Oberhausen handelt. Hinsichtlich der Entwicklung der Gesellschaft nach Auslaufen der langfristigen Darlehensverträge und den dann notwendigen Anschlussfinanzierungen (ab 2009) ist das zukünftige Zinsniveau von ausschlaggebender Bedeutung; daraus resultieren sowohl Chancen als auch Risiken, die aber heute noch nicht abschließend beurteilt werden können. Die Geschäftsführung ist jedoch bemüht, das aktuell niedrige Zinsniveau insbesondere im Kurzfristbereich durch evtl. Abschlüsse von Zinssicherungsmechanismen zu nutzen. - 182 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Weiterhin sind keine Änderungen rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen absehbar, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VZS GmbH haben. Oberhausen, im Juli 2009 Maria Guthoff Horst Kalthoff - 183 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 184 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Freizeit und Tourismus WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Gasometer Oberhausen GmbH 100% Freizeit & Tourismus Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH 90% Luise-Albertz-Halle Tagungsund Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH 100% IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH 100% Revierpark Vonderort GmbH 25% - 185 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 186 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Gasometer Oberhausen GmbH 100% Freizeit & Tourismus Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH 90% Luise-Albertz-Halle Tagungsund Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH 100% IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH 100% Revierpark Vonderort GmbH 25% - 187 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Gasometer Oberhausen GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Essener Str. 3 46047 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/85037-30 0208/85037-33 info@gasometer.de www.gasometer.de/ Rechtsform: Stammkapital in TDM: GmbH 50,00 Gesellschafter: WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH TDM 50,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Betrieb und Verwaltung des Gasometers. Wichtige Verträge WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH Überlassungsvertrag Gasometer vom 17.10.1995/18.10.1995 Vertrag vom 25.10.1995 über den Betrieb und die Verwaltung des Gasometers b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführerin Schmitz, Jeanette Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Buttler, Dirk - 188 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 31,24 1.656,27 0,20 % 1,9 98,1 0,0 T€ 24,71 1.866,57 8,45 % 1,3 98,3 0,4 T€ 19,43 1.946,90 % 1,0 99,0 T€ -5,28 80,33 % -21,37 4,30 -8,45 -100,00 Bilanzsumme 1.687,71 100,00 1.899,73 100,00 1.966,32 100,00 66,59 3,51 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 1.637,10 32,00 18,61 % 97,0 1,9 1,1 T€ 1.758,02 32,20 109,51 % 92,5 1,7 5,8 T€ 1.609,40 33,80 108,96 214,17 % 81,8 1,7 5,5 10,9 T€ -148,62 1,60 -0,55 214,17 % -8,45 4,97 -0,50 Bilanzsumme 1.687,71 100,00 1.899,73 100,00 1.966,32 100,00 66,59 3,51 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 886,05 0,94 215,40 467,22 169,72 9,74 357,73 51,05 2008 T€ 979,46 -0,43 341,66 659,28 254,21 11,02 474,33 54,23 764,20 4,56 12,88 364,31 119,09 11,84 303,86 29,10 0,00 11,64 149,03 13,15 -23,91 -10,25 14,97 -28,62 316,59 14,97 -3,33 14,97 120,92 -3,33 0,00 120,92 287,97 - 189 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: -0,44 -0,20 8,51 781,64 15,24 31.12.2007 13,65 7,39 130,66 1.102,38 15,40 31.12.2008 -2,92 -2,17 -17,60 660,35 19,25 Angaben in % % T€ T€ % dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 1,85 97,00 3,00 Angaben in 31.12.2007 1,30 92,54 7,46 31.12.2008 0,99 81,85 18,15 % % % e) Lagebericht Im Geschäftsjahr 2008 wurde die in 2007 eröffnete Ausstellung „Das Auge des Himmels“ fortgeführt. Die großformatigen Satellitenbilder, die für rein wissenschaftliche Zwecke gemacht wurden, überzeugten durch ihre atemberaubende Schönheit erneut 194.465 Besucher. Bis zum Ausstellungsende am 2.11.2008 konnten somit insgesamt 375.962 Besucher gezählt werden. Mit der Ausstellung konnten im Geschäftsjahr 559.392,31 Nettoeintrittsgelder erzielt werden. Außerdem Einnahmen in Höhe von 28.860,58 €, durch Positionen, die in direkter Verbindung zur Ausstellung standen (Bookshop, Kataloge und Poster, Gastronomie). Dem standen Betriebskosten in Höhe von 228.151,73 € sowie Produktionskosten für die Erweiterung der Ausstellung (100.615,71 €) auf der ersten Etage im Gasometer zur Europäischen Industriekultur (ERIH) und für die Gasometerdokumentationsausstellung gegenüber. Nach Abzug aller Kosten konnten über die Einnahmen aus der Ausstellung ein Deckungsbeitrag zu den allgemeinen Gesellschaftskosten in Höhe von 259.485,45 € erwirtschaftet werden. Erstmals wurde eine von der Gasometer GmbH produzierte Ausstellung zur Wanderausstellung. Das „Auge des Himmels“ wurde vom Saarland (Gemeinde Merchweiler) ausgeliehen. Die Gesellschaft konnte eine zusätzliche Einnahme von 30.000 € verbuchen. Die Ausstellung ist noch bis Oktober 2009 im Saarland zu sehen. Ggf. folgen weitere Wanderstationen. Wie vertraglich vereinbart erhielt die Gesellschaft im Geschäftsjahr über den RVR die vom Land zugesagte Förderung zu den Gebäudeunterhaltungskosten in Höhe von 246.000 €. Außerdem die noch ausstehende Förderung aus 2007 in Höhe von 25.000 € (10%) plus der zurückerstatteten Umsatzsteuer. In einer verbindlichen Auskunft hat das Finanzamt Oberhausen bestätigt, dass der Förderbetrag nicht der Umsatzsteuerpflicht unterliegt. Gegenüber dem vom Aufsichtsrat genehmigten Wirtschaftsplan für das Jahr 2008 fällt der Verlust in Höhe von 28.621,56 € niedriger aus als geplant, was in erster Linie auf höhere Einnahmen aus Eintrittsgeldern und dem bereits vereinnahmten Sponsoring des DLR zurückzuführen ist. - 190 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 In 2009 wird die erfolgreiche Kooperation zwischen der Gasometer Oberhausen GmbH und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt fortgeführt. Realisiert wird eine Aus-stellung, die unser Sonnensystem in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Höhepunkt ist ein - von Wolfgang Volz geplanter – 25 m großer Mond, der im Luftraum des Gasometers inszeniert wird. Die Produktionskosten der Ausstellung „Sternstunden – Wunder des Sonnensystems“ sind mit 1 Million € berechnet. Ein Drittel zahlt das DLR, ein Drittel die Gasometer GmbH und auch für das letzte Drittel übernimmt die Gasometer GmbH die finanzielle Absicherung – falls keine Sponsoren gefunden werden. Jede realisierte Ausstellung im Gasometer ist ein positives Aushängeschild für die Stadt Oberhausen. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation wird es jedoch in Zukunft nicht einfacher Sponsoren zu finden, die durch ihre Unterstützung bei der Realisierung einer Ausstellung einen werblichen Effekt erwarten. Die Gesellschaft wird immer häufiger nur noch Ausstellungen durchführen können, wenn sie frei über ihre finanziellen Rücklagen verfügen und daraus Anschubfinanzierungen für neue, große Ausstellungen leisten kann. Nur mit dem entwickelten Geschäftsmodell der Gasometer Oberhausen GmbH, in wirtschaftlich starken Zeiten Zuführungen zur Kapitalrücklage zu bilden, die dann in der schwächeren Periode als Puffer und für Anschubfinanzierungen für neue Ausstellungen dienen, kann der Gasometer langfristig betrieben werden. Im Rahmen der Beratungen der Stadt Oberhausen zur Haushaltskonsolidierung ist immer wieder über eine Reduzierung der Kapitalrücklage und Ausschüttung an WFO nachgedacht worden. Basis für die Weiterführung des erfolgreichen Geschäftsmodells der Gesellschaft ist jedoch, dass die Kapitalrücklage als Fundament erhalten bleibt (siehe auch Lagebericht im Jahresabschlussbericht 2007). Jede Reduktion der erwirtschafteten Kapitalrücklage erhöht die wirtschaftlichen Risiken der Gesellschaft und führt in der Folge direkt oder indirekt zu einem Risiko für den Haushalt der Stadt. Fazit: Sollte die Gasometer GmbH nicht mehr über die Kapitalrücklage verfügen oder über die Verringerung der Ertragskraft diese mittelfristig nicht mehr bedienen können, wird das gesamte Geschäftsmodell in Frage gestellt. Die Folge davon könnte die völlige Einstellung des Ausstellungsbetriebes sein und nur noch die Nutzung des Gebäudes als Aussichtsturm. Dann könnte im Jahr höchstens noch mit 20 % der Besucherzahlen gerechnet werden. der Gasometer würde als Imageträger für die Stadt verloren gehen. Hinzu kommt, dass der Gasometer einen jährlichen Zuschussbedarf hätte. Die laufenden Betriebs- sowie Instandhaltungskosten könnten von den dann wesentlich geringeren Einnahmen nicht gedeckt werden. Oberhausen, den 30. April 2008 Jeanette Schmitz Geschäftsführerin - 191 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 192 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Gasometer Oberhausen GmbH 100% Freizeit & Tourismus Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH 90% Luise-Albertz-Halle Tagungsund Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH 100% IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH 100% Revierpark Vonderort GmbH 25% - 193 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 TMO Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Schwartzstr. 62 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax Fax e-Mail Internet 0208/82457-0 0208/8245711 0208/8245721 tourist-info@oberhausen.de www.tmo-oberhausen.de/ Rechtsform: Stammkapital in TDM: GmbH 50,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen Stadtsparkasse Oberhausen TDM 45,00 5,00 % 90,00 10,00 Gegenstand des Unternehmens: Touristische Werbung für die Stadt Oberhausen und die Koordination von Tourismusangeboten innerhalb des Stadtgebietes sowie die Touristeninformation Wichtige Verträge Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Leistungsvertrag Projekt-TeamCity Verlustabdeckung der Gesellschaftsvertrags Gesellschaft nach § 4 des b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Koch, Burkhard Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Wehling, Klaus - 194 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Aufsichtsrat: Vorsitzende stellv. Vorsitzender Albrecht-Mainz, Elia Nakot, Werner Mitglied gem. § 113 GO Klunk, Peter Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Bandel, Frank Bruns, Klaus Grüll, Lothar Heckhoff, Christian Janßen, Dieter Jäntsch, Angelika Merzig, Karlheinz Osmann, Denis Stehr, Simone Tatjana Wilke, Volker Prokura: Prokurist Prokurist Muckel, Franz Wolf, Dietmar d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 9,32 251,73 0,90 % 3,6 96,1 0,3 T€ 7,15 247,46 2,17 % 2,8 96,4 0,8 T€ 6,02 214,73 5,48 % 2,7 94,9 2,4 T€ -1,13 -32,73 3,31 % -15,80 -13,23 152,53 Bilanzsumme 261,95 100,00 256,77 100,00 226,23 100,00 -30,54 -11,89 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 53,08 66,74 142,12 % 20,3 25,5 54,3 T€ 42,15 45,59 169,04 % 16,4 17,8 65,8 T€ 36,92 57,86 131,45 % 16,3 25,6 58,1 T€ -5,23 12,27 -37,59 % -12,41 26,91 -22,24 Bilanzsumme 261,95 100,00 256,77 100,00 226,23 100,00 -30,54 -11,89 - 195 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 1.109,04 122,85 911,33 501,03 3,64 176,50 1,05 2008 T€ 1.040,00 176,02 843,18 519,62 2,07 201,53 1,33 0,14 1.130,74 133,38 921,45 511,60 9,65 171,73 0,71 -349,59 -0,00 -359,56 -0,00 -0,01 -349,18 -0,33 -349,59 -423,77 -423,77 -349,59 -359,55 -349,59 -349,59 -359,55 -348,85 -359,55 -359,55 -348,85 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 3,16 20,26 79,74 Angaben in 31.12.2007 -32,42 -89,51 -355,91 87,99 40,67 31.12.2008 -33,54 -90,43 -346,78 101,33 42,73 Angaben in -30,92 -86,82 -339,95 90,29 40,47 % % T€ T€ % 31.12.2007 2,54 16,41 83,59 31.12.2008 2,55 16,32 83,68 % % % - 196 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 e) Lagebericht A) Geschäftsverlauf einschließlich Geschäftsergebnis Das Geschäftsjahr 2008 war gekennzeichnet durch um 68T€ geringer Umsatzerlöse als im Vorjahr 2007. Im Geschäftsjahr 2008 summieren sich die Umsatzerlöse über alle drei Handlungsfelder der Gesellschaft auf 1.041 T€. Zum Vergleich erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2007 Umsatzerlöse von insgesamt 1.109T€. Im Handlungsfeld Tourismus erzielte die Gesellschaft aus Umsatzerlösen 595 T€. Das Handlungsfeld Stadt/Citymarketing erzielte einen Betrag von 189T€ aus Umsätzen. Der Bereich Stadtwerbung konnte 257T€ Umsatzerlöse erzielen. In allen drei Bereichen sind aus den sonstigen betrieblichen Erträgen zusätzliche 182 T€ (+ 47%) erzielt worden. Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge summieren sich somit auf einen Betrag von 1.223 T€. Den Umsätzen und Erträgen von 1.223 T€ stehen Gesamtaufwendungen von 1.567 T€ gegenüber. Der Kostendeckungsgrad in 2008 liegt somit stabil bei ca. 78%. Der Jahresfehlbetrag 2008 liegt bei 344T€. Die der Gesellschaft zugeflossenen Mittel durch vertraglich fixierter Verlustabdeckung, tarifbedingter Personalkostenanpassungen, sowie Arbeitsplatzkostenzuschüssen liegen bei exakt 344 T€. Somit wird der Jahresfehlbetrag kompensiert. B) Lage des Unternehmens Gemäß der Struktur der Gesellschaft wurden die Leistungen in den drei Geschäftsbereichen Tourismus, Stadt-/Citymarketing und Stadtwerbung/Öffentlichkeitsarbeit erbracht. Demnach ist es sinnvoll, das Ergebnis der Gesellschaft nach den entsprechenden Geschäftsbereichen aufzugliedern. Bereich Tourismus: Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2008 summiert sich auf (-)212T€. Das ist eine positive Differenz von 15T€ zum Plan, der ein Ergebnis von (-) 227 T€ vorgesehen hat. Im Jahr 2008 sind die geplanten Umsatzerlöse von 691T€ nicht erreicht worden. Der Betrag ist um 96T€ unterschritten worden. Die Umsatzerlöse liegen bei 595T€. Grund hierfür ist die nicht beeinflussbare Tatsache, dass im Metronom Theater ein Wechsel der Musicalproduktion stattgefunden hat. 2 Monate wurde dort keine Vorstellung gespielt, somit konnten auch nur anteilig Umsatzerlöse aus Ticketing in der Tourist Info erzielt werden. Als weiterer Grund können geringere Provisionen insbesondere im 3. und 4. Quartal aus den Hotelbuchungen identifiziert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge konnten allerdings um 47T€ zum Planansatz auf 119T€ erhöht werden. Ein außerordentlich gutes Ergebnis durch die Kooperationen und Beteiligungen in den Bereichen Werbung und Internet. Der Personalaufwand konnte um 9T€ zum Plan unterschritten werden. Die Summe liegt bei 283T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 36T€ höher als der Planansatz. Sie betrugen 145T€ statt der geplanten 109 T€. Die Abweichungen begründen sich in die Erstellung einer außerplanmäßigen Analyse des Erlebnisraumes Oberhausen zur Kulturhauptstadt 2010 und der Bewerbung um eine Visitor Center. Außerdem musste wegen des Wechsels in der Geschäftsführung der Gesellschaft ein Dienstwagen aus dem bestehenden Leasingvertrag ausgelöst werden. Der Kostendeckungsgrad im Bereich Tourismus liegt bei 77%. Den Erlösen von 715T€ stehen Aufwendungen von 927 T€ gegenüber. - 197 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Bereich Stadt-/Citymarketing: Das im Wirtschaftsplan 2008 geplante Ergebnis von (-)110T€ konnte um 17T€ unterschritten werden. Das Ergebnis liegt bei (-)93T€. Insbesondere die Kooperationen zum Weihnachtsmarkt, wie auch die Erhöhung des Zuschusses zur Schwangerschaftsvertretung um 17T€ haben ihren Anteil zur Erhöhung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen geleistet. Die Materialaufwendungen konnten drastisch reduziert werden. Statt der geplanten 145T€ wurden 126T€ benötigt Ein Reduktion um 13%. Durch das erhebliche Aufkommen an Überstunden, teils durch nicht Besetzung einer vakanten Stelle, teils durch Krankheit sind die Personalkosten im Bereich Stadt/Citymarketing mit insgesamt183T€ um 19T€ überschritten worden. Der Kostendeckungsgrad aus 252T€ Erlösen zu 345 T€ Aufwendungen liegt bei 73%. Dieser kann nur reduziert werden, wenn im kommenden Wirtschaftsjahr der Personalaufwand angepasst werden kann. Bereich Stadtwerbung/Öffentlichkeitsarbeit: Die gemäß Rahmenleistungsverträge mit der Stadt Oberhausen erzielten Umsatzerlöse wurden mit entsprechender Zweckbindung wieder verausgabt. Die Rahmenleistungsverträge sind im laufenden Geschäftsjahr wegen der finanziellen Gesamtsituation der Stadt Oberhausen und der Haushaltskonsolidierung um (-)16T€ von 143T€ auf 127T€ reduziert worden. Eine weitere Reduktion ist für 2009 vorgesehen. Diese Reduktion stellt die Gesellschaft vor eine echte Herausforderung. Ein Kompensation der fehlenden Umsätze, etwa aus weiteren Kooperationen ist in der derzeitigen allgemeinen wirtschaftlichen Situation kaum darstellbar. Die Umsatzerlöse konnten durch weitere Medienkooperationen um 63T€ erhöht werden. Dem gegenüber stehen jedoch Materialaufwendungen von 156T€. Diese liegen also um 65T€ über dem Planansatz. Der Bereich Stadtwerbung konnte summiert das geplante Ergebnis von (-) 18T€ nicht erreichen und schließt das Geschäftsjahr 2008 daher mit einem Jahresfehlbetrag von (-)38T€ ab, wovon allein die Hälfte den nicht geplanten und nicht beeinflussbaren HSK Maßnahmen zuzuschreiben sind. C) Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2008 war ein Jahr der Veränderungen in der Gesellschaft. Zum ersten fand zum November des Geschäftsjahres ein Geschäftsführerwechsel statt. Herr Biermann verlässt die Gesellschaft und wechselt zur RTG. Herr Koch übernimmt die Geschäftsführerverantwortung ab dem 15: November 2008. Zweitens wird die TMO im Rahmen der Kulturhauptstadtaktivitäten ein neues, zusätzliches Besucherzentrum voraussichtlich ab November 2009 betreiben. Hierfür wurde ein Förderantrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt. Mit dem Bewilligungsbescheid ist im Juni 2009 zu rechnen. Zum Dritten haben die erheblichen Einsparungsanforderungen der Beteiligungsverwaltung, sowie der Stadtkämmerei deutliche Auswirkungen auf die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft. Die Rahmenleistungsverträge sind für 2008 bereits um 16 T€ reduziert worden. Für 2009 ist eine weitere Kürzung in derselben Höhe zu erwarten, somit steigen ebenso die Ambitionen an die Gesellschaft den Anteil der Eigenfinanzierung zu erhöhen. Durch die enge Zusammenarbeit in allen drei Handlungsfeldern der Gesellschaft konnten die Synergien - 198 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 noch besser genutzt werden. Die Effizienz in den Bemühungen bei den Kooperationen mit Dritten, sowie der Kofinanzierungen auf Projektbasis wurde nochmals optimiert. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen ist eine erhebliche Größe von Überstunden und Urlaubrückstellungen entstanden die das Jahresergebnis negativ belasten. Gerade dieser Sachverhalt zeigt, dass die personelle Ausstattung der Gesellschaft äußerst dünn ist. Gerade für die Herausforderungen der nächsten zwei Geschäftsjahre (KulturhaupstadtRUHR2010) muß darüber nachgedacht werden, die Struktur der Gesellschaft erneut anzupassen, um den ambitionierten Anforderungen weiter gerecht werden zu können. Auch im Geschäftsjahr 2008 ist eine anteilige Verlustausgleichszahlung durch den Gesellschafter Sparkasse Oberhausen ausgeblieben. Aus sparkassenrechtlichen Gründen konnte dieser Ausgleich in Höhe von 34T€ nicht gezahlt werden. Ebenso wurde der Verlustausgleich für die tarifbedingte Erhöhungen der Personalgehälter gemäß TVÖD nicht durch den Gesellschafter Stadt Oberhausen angepasst. Beide Positionen mussten aus dem originären Geschäftsbetrieb der TMO kompensiert werden. Im Jahr 2008 wurde die Gesamtanzahl der Übernachtungen in Oberhausen erneut gesteigert. Die Steigerung viel zwar nur marginal aus, dennoch konnte ein erneuter Übernachtungsrekord festgestellt werden. Die positiven Entwicklungen bei den Übernachtungen in der Stadt Oberhausen waren sehr deutlich bis September 2008 spürbar. Die Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen Krise machten sich aber bereits im 4. Quartal bemerkbar. Die Buchungen und Übernachtungen sind rückläufig. Die Übernachtungen haben einen Rückgang von bis zu 15% zu verzeichnen. Deshalb kann auch ein Rückgang bei den Hotelprovisionen bei Buchungen durch die TMO beobachtet werden. Die Erlöse aus diesem bereich haben sich reduziert. Die Aussicht für 2009 ist deshalb auch nicht als positiv zu betrachten. Eine Tendenz kann nicht abgegeben werden. Das Geschäftsjahr 2008 kann für die Gesellschaft dennoch als positiv bewertet werden. Die Umsätze und sonstigen betrieblichen Erlöse betragen 1.223 T€, die Aufwendungen summieren sich auf 1.567T€, somit ist das Jahresergebnis (-) 343 T€ und fällt damit um 12T€ besser aus als der geplante Jahresfehlbetrag von ()355 T€. D) Berichterstattung über Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung. Die Geschäftsjahre 2009 und 2010 werden für die TMO Jahre der Chancen und Herausforderungen sein. Im Zeichen der Kulturhauptstadt RUHR 2010 wird Oberhausen mit seinem Erlebnisareal eine ganz besondere Rolle spielen. Die Erwartungen an die Leistungsfähigkeit der TMO sind deshalb besonders hoch, weil mit einem deutlich höheren touristisch begründeten Besucherstrom gerechnet werden muß. Gleichzeitig präsentiert sich die Stadt als „guter Gastgeber“. Die positiven Seiten dieser lebens- und liebenswerten Stadt sollen deutlich herausgestellt werden. Die Kulturschaffenden werden ein umfangreiches Kulturangebot aufstellen, dass sich in zusätzlichen Aktivitäten über das gesamte Jahr 2010 widerspiegelt. Im Jahr 2009 sind die ersten Veranstaltungen geplant, das Großereignis des Kulturhauptstadtjahres wirft seine Schatten voraus. Die TMO hat einen Förderantrag zum Betrieb eines Visitor Centers bei der Bezirksregierung in Düsseldorf gestellt. Um den zukünftigen, touristischen Anforderungen gerecht werden zu können, soll eine weitere Tourist Info in der neuen Mitte Oberhausen betrieben werden. Hier werden die größten Besucherströme im Kulturhauptstadtjahr erwartet. Das Visitor Center wird mit Hilfe von Fördermitteln technisch ausgestattet. Der Betrieb wäre bei einem positiven Bescheid für zunächst 5 Jahre durch die Förderung von Personalkosten, Miet- und Mietnebenkosten möglich. Zusätzlich Aufwendungen müssen durch zusätzliche Erlöse aus Provisionen und Ticketing erwirtschaftet werden. Die Anzahl der städtischen Publikationen als Visitenkarte der Stadt Oberhausen wird auch erhöht werden müssen. Bereits bestehende Produkte müssen angepasst werden. Insbesondere die Katalogpublikationen an Endkunden und Wiederverkäufer müssen einen neuen Look erhalten. Das Image der Stadt, aber auch - 199 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 der TMO muß modern und aus einer Hand wirken. Das Internet wird einen wesentlichen Anteil daran haben. In 2009 wird das eine besonders ambitionierte Aufgabe für die TMO werden. Im Bereich der Stadtwerbung wird ab Oktober der Bereichsleiter und Prokurist in den Ruhestand gehen. Die Stelle wird aus HSK Gründen nicht neu besetzt. Es wird erwartet, dass der Mehraufwand durch die bestehende Personalstruktur und decke aufgefangen werden kann. Das wird eine Herausforderung für das gesamte Team. Der Aufbau der Struktur des Visitor Centers wird ebenso einen großen Kraftakt für die Mitarbeiter und die Struktur der Gesellschaft bedeuten. Es entsteht immerhin eine neuen Niederlassung, an die größte Erwartungen geknüpft werden. Der Bereich Stadt-/Citymarketing wird auch durch die Personalunion des Bereichsleiters und Prokurist mit der Bereichsleitung des Projektes Team City erschwert. Der Arbeits- und Zeitaufwand ist erheblich. Die erwartete Kompensation durch zusätzliches Personal als Unterstützung konnte bis heute durch eine langzeitbedingte Erkrankung nicht aufgefangen werden. Die bekannt dünne Finanzdecke der Gesellschaft macht es notwendig Kooperationen mit Dritten ein zu werben. In der aktuellen wirtschaftlichen Zeit und mit den Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrise sind aber diese Bemühungen kaum erfolgreich. Es ist eine erhöhte Zurückhaltung bei potentiellen Partnern sich in kulturellen oder touristischen Projekten zu engagieren zu erkennen. Sehr positiv zu Bemerken ist die Erhöhung der Hotelbettenkapazitäten im Bereich der Stadt Oberhausen. Bestehenden Hotels sind erweitert worden, ein Hotelneubau ist hinzugekommen. Dieser wird im Herbst 2009 eröffnet. Somit ist Oberhausen für das Kulturhauptstadtjahr 2010 gut vorbereitet. Das bedeutet natürlich auch für die TMO einen positiven Impuls. Abschließend kann zusammengefasst werden, dass die Jahre 2009 und 2010 für die Tourismus&Marketing Oberhausen GmbH zwei Jahre mit höher Herausforderungen sein werden. Die Chancen, die sich aus dem Tourismusmotor Kulturhauptstadt ergeben können sind einmalig. Allerdings sind sowohl die finanzielle, als auch die personelle Ausstattung den ambitionierten Anforderungen und Zielen kaum gewachsen. Ebenso läßt die finanzielle Situation der Stadt Oberhausen kein höheres finanzielles Engagement zu. Den noch sieht die Geschäftsführung den beiden Jahren positiv entgegen. Mit Engagement und Motivation werden sich die Mitarbeiter den einmaligen Chancen stellen und ambitioniert das Projekt umsetzen. Oberhausen, im Mai 2009 Burkhard Koch - 200 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Gasometer Oberhausen GmbH 100% Freizeit & Tourismus Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH 90% Luise-Albertz-Halle Tagungsund Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH 100% IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH 100% Revierpark Vonderort GmbH 25% - 201 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 LAH Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Düppelstraße 1 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208 / 859080 0208 / 8590811 Info@luise-albertz-halle.de www.luise-albertz-halle.de/ Rechtsform: Stammkapital in TDM: GmbH 500,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen TDM 500,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung und der Betrieb der Luise-Albertz-Halle Oberhausen. Die Luise-Albertz-Halle ist eine öffentliche Einrichtung im Sinne des § 8 GO: NW. Sie dient als Veranstaltungs- und Tagungszentrum sowie als Erholungs-, Versammlungs-, Kultur- und Bildungsstätte und steht allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zu diesen Zwecken zu Benutzung offen. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Rechtsgeschäften berechtigt, durch die der vorgenannte Gesellschaftszweck unmittelbar geöfrdert werden kann. Die Gesellschaft kann den die Luise-Albertz-Halle betreffenden Grundbesitz erwerben, verwalten und veräuißern. Die Gesellschaft kann sich zur Förderung ihres Unternehmenszwecks an anderen Gesellschaften beteiligen. Wichtige Verträge Deutsche Leasing für Sparkassen und Mittelstand GmbH Elektrolux Financial Services GmbH Mietkaufvertrag Großenkücheneinrichtung vom 01.10.2008. Mietkaufvertrag zur Finanzierung der neuen Großkücheneinrichtung vom 02.12.1999. Dieser Vertrag wurde im Jahr 2008 durch die Deutsche Leasing für Sparkassen und Mittelstand GmbH abgelöst. Vertrag über Einrichtung, Betrieb, Wartung und Überlassung von technischen Anlagen evo Energieversorgung Oberhausen AG - 202 - Stadt Oberhausen Hubert Imhoff GmbH OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Pachtvertrag vom 26.03.1999 Beteiligungsbericht 2008 Dienstleistungsvertrag (insbesondere Gebäudeinnen- und Fensterreinigung sowie Transportarbeiten), Vertragsbeginn 01.01.1999 (ehem. Vertrag mit WBO) Grundstücksübertragungsvertrag vom 08.02.1999 Verlustausgleichsvertrag zwischen der Stadt Oberhausen und LuiseAlbertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH vom 08.02.1999 Leasingvertrag Klimaanlage vom Juli 2006. Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadtsparkasse Oberhausen b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Raith, Jörn Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Elsemann, Bernhard Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzender Loege, Josef Broß, Klaus Dieter Mitglied gem. § 113 GO Guthoff, Maria Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Grotthaus, Uwe Jäntsch, Angelika Klein, Margit Köhler, Hans-Jürgen - 203 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag T€ % T€ % T€ 31,25 % 0,4 80,8 3,5 1,8 13,5 T€ 31,25 -334,20 -22,33 47,91 -5,52 % 7.622,49 200,89 26,11 1.189,88 84,3 2,2 0,3 13,2 7.315,48 326,90 109,50 1.174,66 82,0 3,7 1,2 13,2 6.981,28 304,57 157,41 1.169,14 -4,57 -6,83 43,75 -0,47 Bilanzsumme 9.039,37 100,00 8.926,54 100,00 8.643,66 100,00 -282,88 -3,17 Passiva Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 155,59 8.883,78 % 1,7 98,3 T€ 175,09 8.751,45 % 2,0 98,0 T€ 35,30 8.608,36 % 0,4 99,6 T€ -139,79 -143,09 % -79,84 -1,64 Bilanzsumme 9.039,37 100,00 8.926,54 100,00 8.643,66 100,00 -282,88 -3,17 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit sonstige Steuern Erträge aus Verlustübernahmen Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 1.007,72 2008 T€ 929,14 1.065,38 18,08 24,02 1.042,04 412,04 307,36 240,95 0,96 417,83 -1.311,78 77,70 1.175,98 -213,50 -213,50 63,18 840,16 386,42 308,22 216,26 0,53 403,43 -1.083,06 77,70 1.175,98 15,22 15,22 156,77 719,23 399,19 310,22 346,69 0,47 423,78 -1.112,73 57,74 1.175,98 5,52 5,52 - 204 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 83,97 0,00 100,00 Angaben in 31.12.2007 -115,19 7.626,55 -852,54 97,35 36,08 31.12.2008 -125,97 21.223,26 -860,24 108,59 36,76 Angaben in -130,42 -650,81 -1.082,12 123,05 37,21 % % T€ T€ % 31.12.2007 81,59 0,00 100,00 31.12.2008 80,77 0,00 100,00 % % % e) Lagebericht A. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf Ein professionelles Management, eine gute Erreichbarkeit und Leistungen gebündelt aus nur einer Hand stellen die besonderen Anforderungen an die heutige Veranstaltungsdestination dar. Bestätigung finden diese Maximen in den aktuellen Branchen-Umfragen des deutschen Kongressfachverbandes DeGefest und dem Europäischen Verband der Veranstaltungszentren (EVVC). Gute Erreichbarkeit, eine ausreichende Anzahl Parkplätze und eine professionelle Betreuung sind die herausragenden Anforderungen der Tagungskunden an Tagungsstätten. Das ist ein Ergebnis der jüngsten Trendanalyse „Kundenerwartung 2009“ des Kongressverbandes DeGefest (Deutsche Gesellschaft zur Förderung und Entwicklung des Seminar- und Tagungswesens), die von der Hochschule Heilbronn in 2008 durchgeführt wurde. Bei der Beurteilung der Eignung einer Veranstaltungsstätte rangiert eine ausreichende Zahl Parkplätze ganz oben, gefolgt von flexibler Bestuhlung, klimatisierten Räumen und Tageslicht. Ganz unten in der Skala rangiert die Verfügbarkeit von Tanzflächen, eines Pressezentrums und unkonventioneller Raumformen. Bei der technischen Ausstattung sind vor allem audiovisuelle Medien, wie z.B. Beamer, Laptop, Video-Anlagen, Projektoren und Fernsehgeräte gefragt. Den geforderten Markt-Vorgaben entspricht das Kongresszentrum Luise-Albertz-Halle (LAH) nahezu vollständig. Die gute Erreichbarkeit, die multifunktionalen Möglichkeiten und das Prinzip „One face to the customer“ sind die Vorteile, die viele Kunden in Oberhausen zu schätzen wissen. Gleichwohl darf nicht vergessen werden, dass der Veranstalter-Markt im Bereich der Veranstaltungsflächen weitestgehend gesättigt ist. Gerade im Ballungszentrum des Ruhrgebietes ist dieser Umstand deutlich spürbar und der Preiskampf daher in den letzten Jahren noch härter geworden. Auf Basis der o. a. Branchen-Kennzahlen hat sich die LAH in diesem Markt richtig aufgestellt. Kongress- und Veranstaltungszentren erhalten lt. EVVC bei der Beurteilung ihrer Qualität die beste Benotung mit 1,69 und überholen damit die Tagungshotellerie in der Bewertung. Dies zeigt eindeutig, dass die deutschen Kongresszentren einen klaren Imagegewinn verzeichnen können. Deutschland ist weltweit die Nummer zwei, europaweit die Nummer eins als Meeting- und Eventstandort. Nach Einschätzung von Experten wird die Zahl der Tagungen und Veranstaltungen von Unternehmen in externen - 205 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Veranstaltungsstätten zunehmen. Auch die Budgets der Unternehmen für das MICE-Segment werden steigen. Im Business-Mix verzeichnen Kultur- und Unterhaltungs-Events mit 3,8 % die höchste Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl kleiner Meetings mit 20 bis 50 Teilnehmern nimmt deutlich ab. Die Anzahl von Tagungen und Kongressen insbesondere im Bereich 250 bis 1.000 Teilnehmer nimmt hingegen klar zu. Experten schätzen, dass die Zahl der Inhouse-Veranstaltungen in den Unternehmen noch weiter zunehmen wird. Wirtschaftliche Veranstaltungen finden zu 58,4 % in Großstädten mit über 500.000 Einwohnern statt; für Wissenschaftliche Veranstaltungen werden kleinere Städte von 100.000 bis 500.000 Einwohnern gewählt. Virtuelle Kommunikationsmöglichkeiten werden persönliche Kontakte nicht ersetzen, darin sind sich 91,5 % der befragten Experten einig. Auch in der Zukunft wird das Bedürfnis nach interaktiven persönlichen Treffen noch steigen. Damit entspricht die LAH auch in diesen Bereichen der Markterwartung. Der Veranstaltungs-Markt ist immer schnelllebiger; die Anbuchungszeiten verkürzen sich ständig. Kunden an das eigene Haus zu binden, bedeutet zunehmend, schnell und sehr flexibel auf alle Wünsche eingehen zu können. Da die LAH mit nur wenigen Mitarbeitern im eigenen Haus agiert, muss sich das Unternehmen auf seine umfangreichen Dienstleister verlassen können, die dafür sorgen, dass die Veranstaltungen reibungslos stattfinden können. Mit vielen Dienstleistern unterhält die LAH feste Rahmenverträge, um die Kommunikationswege zu verkürzen und preisliche Vorteile zu erzielen. Die eigenen Personalkosten werden dadurch erheblich reduziert. Durch dieses ´Outsourcing´ konzentriert sich die Gesellschaft auf ihre eigene Kernkompetenz. Den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen begegnet die LAH mit ihrem QualitätsmanagementSystem nach ISO 9001:2000, das auf die „Akquise, Beratung, Planung und Durchführung von Veranstaltungen“ ausgerichtet ist. In 2008 ist das QM-System - auch im Hinblick auf die Ausrichtung hin zur Bespielung weiterer Veranstaltungsflächen - neu zertifiziert worden. Mit der erfolgreichen Bespielung weiterer Veranstaltungsstätten (LVR-Industriemuseum „RIM“; TZU) trägt sie dem Wunsch der Veranstalter Rechnung, insbesondere auch im gastronomischen Umfeld auf Alternativen setzen zu können. Darüber hinaus ist das ausgeklügelte und in der Branche einmalige Customer Relationship Managementsystem (CRM) der LAH das unternehmensweit integrierte Führungs- und Organisationsprinzip, das alle Aktivitäten, Maßnahmen und Instrumente umfasst, die auf eine verbesserte Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit ausgerichtet sind. Zugute kommen der LAH insbesondere die Vorstands-Tätigkeiten des Geschäftsführers in der Deutschen Gesellschaft zur Förderung und Entwicklung des Seminar- und Tagungswesens (DeGefest) und der Prüfungsvorsitz in der IHK Essen für die Veranstaltungskaufleute. Der Betrieb eines bundesdeutschen, kommunalen Veranstaltungshauses wird erst durch die finanzielle Hilfe der Kommune ermöglicht. Die finanzielle Ausstattung der LAH ist aufgrund der schwierigen Haushaltslage der Stadt Oberhausen deutlich unterdurchschnittlich. Die Pro-Kopf-Unterstützung bezogen auf die Einwohner ergibt in Oberhausen einen Zuschuss von 5,42 € für die LAH, während in direkter kommunaler Nachbarschaft weiterhin 13,29 € pro Kopf aufgewendet werden dürfen. Zur Problemlösung tragen insbesondere öffentlichkeitswirksame Kommunikations-Formen bei. Zur Kompensation fehlender MarketingGelder setzt das Management konsequent auf PR-Maßnahmen. So ist seit 2008 die Geschäftsstelle des deutschen Kongress-Fachverbandes DeGefest in den Geschäftsraumen der LAH untergebracht. Zuvor war der Kongress-Fachverband in Berlin beheimatet. Die DeGefest ist ein einzigartiger Verbund von Fachleuten der Tagungswirtschaft und der Weiterbildung. Sie vereint sowohl Kongreßhäuser, Tagungshotels, Bildungszentren der Wirtschaft als auch Kongreßorganisatoren (PCOs), Trainer, Firmen des Messebaus und der Tagungstechnik, Konferenzdolmetscher, Fachjournalisten und andere Dienstleister, die im weitesten Sinne etwas mit der Tagungs- und Weiterbildungswirtschaft zu tun haben. Die LAH profitiert durch den ständigen Erfahrungsaustausch mit Experten aus der Veranstaltungsbranche und kann so flexibel und schnell am Veranstaltungsmarkt agieren. Wissenschaftliche Ausarbeitungen, wie z.B. die einleitenden Kennzahlen, sind für die erfolgreiche Arbeit der LAH unentbehrlich und fließen in die Arbeit aller Mitarbeiter ein. Daher fällt die - 206 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Bilanz „das erste Jahr der Geschäftsstelle in Oberhausen“ positiv aus. Auch in der Öffentlichkeit ist die Präsenz der LAH durch die Geschäftsstelle des Bundesverbandes im eigenen Haus nachhaltig gestärkt worden. Gleichwohl darf nicht vergessen werden, dass mit diesen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen die fehlenden Marketing-Gelder nicht vollständig kompensiert werden kann. Im Veranstaltungsbereich konnte die LAH das Niveau der Vorjahre sowohl im Bereich der Veranstaltungsdichte als auch inhaltlich halten und damit den Kongressstandort Oberhausen sowie das Image der Stadt nachhaltig stärken. Das konsequent fortgeführte und weiterentwickelte Customer Relationship Management im Vertriebsbereich der LAH kann mit dem Resultat der durchgeführten Veranstaltungen sehr zufrieden sein. Gerade Veranstaltungen wie der 2. Oberhausener HebammenKongress in Zusammenarbeit mit dem EKO, die christliche Wirtschaftskonferenz, die Hauptversammlung der GEA AG, der Qualitätskongress für angehenden Veranstaltungsprofis, der Chorleiterkongress des Sängerbundes NRW e.V. und die Fachtagungen des Landessportbundes NRW trugen mit erlösstarken Veranstaltungen zum Erfolg der LAH bei. Besonders diese Kongresse und Tagungen unterstützen wesentlich die Umwegrentabilität in Oberhausen, insbesondere im Dienstleistungssektor. Den wirtschaftlichen Aspekt dieser Art von Veranstaltungen ist daher im Hinblick auf den Standort Oberhausen nicht zu unterschätzen. Dies auch vor dem Hintergrund der Diversifikations-Maßnahmen, die in 2008 ebenfalls viele Veranstalter nach Oberhausen geholt haben. Durch das Anbieten des Rheinischen Industriemuseums können Kundenwünsche noch individueller bearbeitet werden. Allerdings muss auch die LAH dem harten Wettbewerb innerhalb der Veranstaltungshäuser ihren Tribut zollen und hat dadurch zwei Großkongresse nicht in Oberhausen platzieren können. Im Unterhaltungs- und Showbereich konnten zum erfolgreichen Veranstaltungsportfolio der LAH zusätzlich viele beliebte und publikumsträchtige Veranstaltungen beitragen. Die besondere Qualität dieser Veranstaltungen und die damit verbundene Präsenz der LAH in der Presse erzeugen gerade bei den Oberhausener Bürgern ein positives Image der LAH. Bekannte Künstler und Showgrößen wie Peter Kraus, Jürgen von der Lippe, Herbert Knebel oder Matthias Richling haben im Rahmen ihrer Tourneen Gastspiele in der LAH gegeben. Diese Erfolge sind ebenfalls das Ergebnis stetiger CRM-Kontakte im Unterhaltungsbereich. Nicht zu unterschätzen sind auch die vielen Traditionsveranstaltungen, die in der LAH stattfinden. „Die gute Stube der Stadt“, wie die LAH auch heute noch von vielen Oberhausener Bürgern genannt wird, ist hier nach wie vor Treffpunkt und Spielstätte für die Veranstaltungen vieler Oberhausener Vereine und Gruppierungen. Angefangen bei den beliebten Karnevalsveranstaltungen über verschiedene Konzerte der Oberhausener Chöre bis hin zu Mitgliederversammlungen und Vereinsfesten bietet die LAH jedem eine geeignete Versammlungsstätte. Die moderne Ausrichtung als Kongresszentrum Oberhausen nach außen und als Oberhausener Bürgerhaus innerhalb der Stadt bedeutet eine hohe Flexibilität des Personals in sämtlichen Bereichen. Die guten Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsbefragungen zeigen allerdings, dass die Mitarbeiter der LAH diesen Spagat zur Zufriedenheit aller Veranstalter meistern. Weiter ausgebaut wurden die Diversifikations-Maßnahmen: das Bespielen dritter Veranstaltungsstätten. Dabei mietet die LAH Veranstaltungsflächen in Oberhausen an und bespielt sie mit ihren Spezialistenteams. Während die LAH in den Vorjahren diese Veranstaltungsstätten nur dann angemietet hat, wenn das eigene Haus voll war, begannen in 2006 erste Aktivitäten, dritte Häuser auch dann den Kunden anzubieten, wenn auch das eigene Haus noch nicht belegt war. Damit entsprach die LAH den besonderen Kundenwünschen – insbesondere auch im Bereich der gastronomischen Veranstaltungen. In diesem Umsatzsegment werden in 2008 auch durch umfangreiche Vermarktungsmaßnahmen zusätzliche Umsätze generiert werden, die in den nächsten Jahren das Geschäftsbild der LAH deutlich prägen sollen. Die notwendigen Ressourcen sind bereits geschaffen. Diese Aspekte der zusätzlichen Bespielung von fremden Veranstaltungshäusern zeigen deutlich, dass das LAH-Team mit dem vorhandenen Know-How und Fachwissen gute Gründe für diese Diversifikations-Maßnahmen mitbringt. - 207 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 In 2008 haben sich Rat und Verwaltung wie auch die LAH mit den vorgeschlagenen Konsoldierungsmaßnahmen der externen Unternehmensberatung BPG Krefeld beschäftigt. Das Gutachten der BPG schlägt eine Fortführung des Kongresszentrums Luise-Albertz-Halle als städtische Tochter unter Einbeziehung eines konzernumfassenden Veranstaltungsmanagements vor - konkret empfiehlt das Gutachten der Unternehmensberatung alle kommunalen Veranstaltungsaktivitäten unter einem Dach zu bündeln; eine Veräußerung der Immobilie – ein weiterer Vorschlag – wurde vom Rat der Stadt Oberhausen in seiner Sitzung am 23.06.2008 zugunsten eines Gesamt-Oberhausener Veranstaltungsmanagements abgelehnt. Um dieses Vorhaben in die Realität umzusetzen, müssen neben der Erfassung aller Veranstaltungen in der Stadt auch oder gerade die kommunalen Veranstaltungsaktivitäten (Management von Veranstaltungsflächen; Durchführung von Veranstaltungen) an anderer Stelle intensiver untersucht werden. Die Projektziele wurden wie folgt festegelegt: IST-Situation „Veranstaltungsmarkt Oberhausen gesamt“ IST-Situation „Kommunale Beteiligung am Veranstaltungsmarkt Oberhausen“ Empfehlung für eine „künftige kommunale Veranstaltungs-Ausrichtung“ Eine wissenschaftliche Begleitung erfährt dieses Projekt durch die FH Heilbronn. Unser der Leitung von Prof. Dr. Jaworski wird im Rahmen einer Bachelor-Arbeit der Gesamt-Veranstaltungsmarkt Oberhausen ermittelt und bewertet. Zeitgleich ermittelt das Management der LAH die kommunale Beteiligung am Veranstaltungsmarkt. Welche Mitarbeiter aus den städtischen Beteiligungen resp. dem Rathaus beschäftigen sich mit Veranstaltungen? Welche Dienstleistungen werden rund um die Veranstaltung durch kommunale Mitarbeiter erbracht? Welche Veranstaltungsflächen sind ganz oder teilweise in kommunaler Hand? Wie kann die Stadt ihr Veranstaltungsmanagement in künftigen Jahren ausrichten? Welche Einsparpotentiale lassen sich identifizieren? Durch den großen Umfang dieser Arbeit mit vielen Beteiligten wird dieses Projekt auch in 2009 fortgeführt. Zwischen-Informationen wurden in den Aufsichtsratssitzungen der LAH gegeben. Die geschilderten Entwicklungen und Umstände haben sich im Zahlenwerk der Gesellschaft wie folgt ausgewirkt: Die LAH hat im Jahr 2008 inklusive der Pacht- und Nebenkosteneinnahmen eine Gesamtleistung von 929 T€ erbracht und liegt damit um 13,2% unter dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Buchungszurückhaltung potentieller Kunden im 2. und 3. Quartal des Jahres, die auf die öffentliche Diskussion über die Schließung der Halle zurück zu führen war. Diese Diskussion erfolgte im Zuge der Sparmaßnahmen der Stadt Oberhausen. Nach Entscheidung über die Weiterführung der Halle konnte im letzten Quartal 2008 wieder der normale Umsatz erreicht werden. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ist die Auflösung der Rückstellungen für Umsatzsteuerrückzahlungen in Höhe von 147 T€ hervor zu heben. Diese resultiert aus einem erfolgreich geführten Einspruchsverfahren gegenüber der Finanzbehörde. Der Waren-/Leistungseinsatz konnte erneut verbessert werden. Gegenüber 2007 reduzierte er sich um 14,4 % von 840 T€ auf 719 T€. Der Rohertrag stieg demgemäß von 231 T€ im Vorjahr auf 357 T€ im Berichtsjahr. Zur Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Jahr 2008 hat im Wesentlichen die erstmals für das volle Geschäftsjahr zu leistende Leasingrate für die Klimaanlage (113 T€ p.a.) beigetragen. - 208 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Personalkosten erhöhten sich tarifbedingt von 386 T€ auf 399 T€, die Abschreibungen blieben nahezu konstant. Der Zinsaufwand betrug 424 T€ in 2008 nach 403 T€ in 2007. Der Anstieg ist auf den Sondereffekt aus der Auflösung des Electrolux-Vertrages zurück zu führen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -1.113 T€ steht einem Vorjahreswert von -1.083 T€ gegenüber (-2,7%). Grundsteuern von 58 T€ reduzieren die jeweiligen Jahresergebnisse. Nach deren Abzug und Berücksichtigung des festgeschriebenen Verlustübernahmebetrages der Stadt Oberhausen von 1.176 T€ ergibt sich für 2008 ein Jahresüberschuss von 6 T€ gegenüber 15 T€ in 2007. Geschäftsjahr Euro Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur Vorjahr Euro Anlagevermögen x 100 Gesamtvermögen Anlagenintensität in % 7.012.529,44 7.474.512,29 93,82 7.315.478,46 7.751.884,65 94,37 Kennzahlen zur Finanz- und Liquiditätsstruktur Fremdkapital - Flüssige Mittel Nettoverschuldung 8.643.655,26 4.239,43 8.639.415,83 8.926.542,63 35.926,08 8.890.616,55 B. Lage des Unternehmens Kongresshäuser wie die Luise-Albertz-Halle müssen heutzutage als „Agentur“ für Dienstleistungen rund um den Gast agieren, um den Wettbewerb auf Abstand zu halten. Das hauseigene Customer-Relationship-Management-System wurde auch in 2008 weiter ausgebaut und verfeinert. In 2008 wurde das eingeführte QM-System nach ISO9001:2000 neu zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft zur Qualifizierung von Management-Systemen, Frankfurt (DQS). Besonderes Augenmerk lag hier auf dem Bereich der Bespielung weiterer Veranstaltungsflächen als zusätzliches Leistungsangebot. Ständige Erfolgskontrollen in Form von Kundenzufriedenheitsabfragen bestätigen die Qualität der Mitarbeiter in allen Bereichen. Dieser Feedback-Mechanismus wird von der LAH genutzt, um den kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Unternehmen aufrecht zu erhalten. Die Kundenzufriedenheit dient als Indikator für die Qualität – eingebunden in die ISO 9001:2000 - von Kundenbindungsmaßnahmen und Qualitätsmanagement und wird in der Luise-Albertz-Halle durch persönliche Interviews durch die Mitarbeiter im Event-Management zeitnah nach einer Veranstaltung ermittelt. Im Überblick ergibt sich folgende Auswertung (Kennzahlen): - 209 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Sales-Management: Betreuung Sales-Management: Erwartungserfüllung Event-Management: Fachkompetenz Event-Management: Zeitnahe Bearbeitung der Kundenwünsche Operation-Management: Flexibilität/Erfüllg.v.Sonderwünschen Operation-Management: Freundlichkeit der Mitarbeiter Gastronomie**: Erwartungserfüllung Gastronomie**: Preis-/Leistungsverhältnis Werte über alles / Gesamtbewertung * Abfrage ab 04/2008 ** Incl. externe Gastronomie – 2009 verstärkt außerhaus (Diversifikation) Die Bewertungszahlen: 1 Punkt: Mangelhaft 2 Punkte: Ausreichend 3 Punkte: Befriedigend 4 Punkte: Gut 5 Punkte: Sehr gut 6 Punkte: „Ich bin begeistert.“ Gemessen wird die Kundenzufriedenheit in 8 Bereichen / 46 Unterpunkten. 2008 NN* 5.3 5.4 5.5 5.5 5.6 4.9 4.3 5.2 01 – 03 2009 5.5 5.3 5.4 5.8 5.8 5.6 5.0 5.3 5.4 Akquise Monitoring Akquise / Kundenkontakte (Customer Relationship Management) Kontakte gesamt Gesamt Davon in die weitere Betreuung übernommen 2008 4.471 4.045 01-03/2009 1.167 1.145 Zum Zeitpunkt der Berichterstellung lagen an Buchungen (Erlöse) für 2009 vor: FIX (gebucht mit Vertrag am 06.05.2009) 612 T€ Die Gesellschaft erwirtschaftet weiterhin keine ausreichenden finanziellen Mittel aus der üblichen Geschäftstätigkeit, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Insbesondere die finanzielle Belastung aus der Immobilie ist ein wesentlicher Grund für die Deckungslücke. Zum Ausgleich der Liquiditätslücke gewährt der Gesellschafter einen Verlustausgleichsbeitrag in max. Höhe von 1.176 T€. Unter Ausschöpfung des Kreditrahmens ist die Gesellschaft allerdings unter den gegebenen wirtschaftlichen Umständen in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. - 210 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 C. Unternehmenssteuerung und Risikomanagement C1. Organisation der Risikoanalyse Die Geschäftsführung der LAH hat seit der ISO9001:2000-Zertifizierung geeignete Maßnahmen sowie ein Überwachungssystem eingeführt, um den Fortbestand der Gesellschaft zu gewährleisten und gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Regelmäßige Hochrechnungen für das laufende Jahr, die den Verlauf der Umsatzentwicklungen aufzeigen sowie unterjährige Erfolgsplanungen bilden die Basis. Dadurch können frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden und die weiteren Vorgehensweisen angepasst werden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird darauf geachtet, dass Risikofaktoren bereits im Vorfeld vermindert oder komplett vermieden werden. Hierzu hat die LAH in hauseigenen Prozessen Strategien entwickelt, die diese Maßnahmen unterstützen. Die Verantwortung der Führung ist im Qualitätsmanagementsystem verankert. Es wird ein umfangreiches Benchmarking durchgeführt, um das Wettbewerbsverhalten der Konkurrenz zu analysieren. Die Mitarbeiter sind in diese Prozesse eingearbeitet und sensibilisiert. Die Akquisition im Rahmen des CRM-Systems ist ein wichtiger Bestandteil, um Ausfälle im Anbuchungsverhalten auszugleichen C2. Ertrags-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken Wie schon erläutert ist die LAH abhängig von der Entwicklung des Veranstaltungsmarktes, insbesondere im regionalen Umfeld. Das eingerichtete Qualitätssicherungs- und CRM-System ist jedoch Garant für eine überdurchschnittliche Entwicklung im Verhältnis zur Branche. Hinzu kommt die erfolgreiche Bespielung weiterer Veranstaltungsstätten, da mit diesem Konzept dem Wunsch der Veranstalter nach Alternativen Rechnung getragen wird. Stark belastend für die Rentabilität und die Liquidität sind insbesondere die erheblichen Finanzierungskosten der Immobilie. Die Liquidität ist darüber hinaus nur dann sichergestellt, wenn die vorhandenen und an die Stadtsparkasse Oberhausen abgetretenen Sicherheiten die Kreditinanspruchnahme ausreichend deckt. Ausfallrisiken bestehen branchentypisch, werden jedoch durch aktives Forderungsmanagement gering gehalten. Es besteht ein funktionierendes Mahnwesen. Im Bedarfsfall werden Forderungen per Anwalt bzw, gerichtlich beigetrieben. D. Berichterstattung über Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die LAH unterliegt einer Vielzahl von Risiken, deren Eintreten die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen kann. Seit 2006 sind jedoch mit Blick auf die Zukunft eine Vielzahl von Maßnahmen von der LAH entwickelt worden, um das Geschäftsrisiko so gering wie möglich zu halten. Zu nennen sind hier, neben strukturellen Veränderungen im Umsatzbereich, insbesondere eine ab 2007 greifende Personalkostenreduzierung und die strikte Einhaltung von Kostenrelationen durchgeführter Veranstaltungen. - 211 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Flankiert wurden diese Maßnahmen „aus eigener Kraft“ durch umfangreiche Vertragsanpassungsverhandlungen, um den dauerhaften Fortbestand (Fortführungsannahme) der LAH zu gewährleisten. Die Verhandlungen mit den Entscheidungsträgern der OGM, der evo und der Stadtsparkasse Oberhausen konnten erfolgreich geführt und abgeschlossen werden. Darüber hinaus konnte in 2008 mit Wirkung zum 1.1.2009 mit Electrolux die Aufhebung des Mietkaufvertrages der Großküche und des dazugehörigen Wartungsvertrages erreicht werden. Der Mietkaufvertrag wird von der Deutsche Leasing für Sparkassen und Mittelstand GmbH und der Stadtsparkasse Oberhausen weitergeführt. Die Aufhebung des Wartungsvertrages führt bis 2013 zu einer jährlichen Einsparung von rd. 23 T€. Risiken ergeben sich für die Gesellschaft, sofern die in der Fortführungsprognose getroffenen Annahmen nicht dauerhaft erreicht werden können. Dazu zählen insbesondere Konjunktur-, Markt- und Branchenrisiken. Darüber hinaus existieren Risiken aus dem aufgezehrten Eigenkapital. Die in den Vorjahren identifizierten Optimierungspotenziale werden in einem weiteren Schritt in 2009 umgesetzt. Zum 30.06.2009 endet die Festzinsbindung eines Darlehens der Stadtsparkasse Oberhausen (3.427 T€) und zum 15.08.2009 die Festzinsbindung des KfW-Darlehens (2.991 T€). Beide Darlehen werden von der Stadtsparkasse Oberhausen fortgeführt. Allerdings führen die neuen Zinsvereinbarungen zu einer erheblichen Aufwandsreduzierung. Auch die Liquidität wird sich aufgrund der neuen Vereinbarungen beginnend in 2009, noch deutlicher ab 2010, erbeblich verbessern. Insgesamt zeigt die Planrechnung für 2009 ein positives Ergebnis. Ab 2010 sind erhebliche Ergebnis- und Liquiditätsverbesserungen zu erwarten. Im Personalbereich setzt die LAH auch künftig auf einen Kernstamm von Mitarbeiter-Spezialisten, die in allen Bereichen von Auszubildenden ergänzt werden. Diese „Kaderschmiede“ findet ihre Berechtigung in den Kompetenzen des Kernstammes sowie dem IHK-Prüfungsvorsitz für Veranstaltungskaufleute durch die Geschäftsführung. Die Rahmenbedingungen erlauben es der LAH grundsätzlich nicht, Risiken einzugehen (z.B. für eigene Veranstaltungskonzepte Geld einzusetzen). Es ist eine der wesentlichen Aufgaben der Geschäftsführung, Rahmenbedingungen und Prozesse des Risikomanagements für die LAH festzulegen, deren Einhaltung zu überwachen und mit den Mitarbeitern (insbesondere im Vertrieb) regelmäßig die Entwicklung der Risiken in den jeweiligen Bereichen zu analysieren. Grundlage für ein gutes Risikomanagement ist die zuverlässige und schnelle Versorgung der Geschäftsführung mit relevanten Informationen zum Verlauf des Geschäftes. Dazu hat die LAH ein Controlling- und Berichtssystem aufgebaut, mit dem im monatlichen Rhythmus über die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen der Geschäftstätigkeit der einzelnen Bereiche und über die monetären Ergebnisse berichtet wird. Das Risikoprofil der LAH hat sich im Hinblick auf die wesentlichen Risikofelder im Geschäftsjahr 2008 zu den Vorjahren kaum verändert. Der Wettbewerb im Veranstaltungsstättenmarkt im Rhein-Ruhr-Gebiet hat in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich zugenommen. In dem Markt sind Anbieter tätig bzw. es drängen Anbieter in ihn hinein, die über ein breites Serviceportfolio und auch etablierte Kundenbeziehungen verfügen. Die zukünftige Entwicklung der LAH hängt wesentlich davon ab, wie gut es dem Unternehmen gelingt, als spezialisierter Dienstleister für alle Veranstaltungsformen am Markt adäquate Preise für seine Dienstleistungen durchzusetzen. Umsatzplanungen unterliegen immer einer gewissen Unsicherheit, da die Verträge mit den Kunden immer kurzfristiger geschlossen werden und es oft nur Einzelverträge für Veranstaltungen gibt (Ausnahme: Langzeitvertrag über 6 Jahre in 2006 geschlossen). - 212 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die von der LAH für namhafte Kunden durchgeführten Veranstaltungen sind teilweise mit einer erheblichen Wirkung in der Öffentlichkeit verbunden. Qualitätsmängel bei der Leistungserbringung können daher zu einer negativen Außenwirkung führen, die den Verkauf der angebotenen Leistungen und damit die zukünftige Geschäftsentwicklung in signifikantem Umfang beeinträchtigen würde. Auf der Grundlage der verfügbaren Informationen sind gegenwärtig keine weiteren Risiken erkennbar, die den Fortbestand der LAH gefährden. Für das Jahr 2009 und die Folgejahre ist die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft nach erfolgten Sanierungsmassnahmen und unter der Voraussetzung des weiterhin notwendigen Verlustausgleichs der Stadt Oberhausen in zumindest derselben Höhe wie bisher, stabil. Ein latentes Risiko besteht darin, dass sich der Erbbaurechtsgeber für den Fall der Insolvenz den entschädigungslosen Rückfall des Erbbaurechts nebst aufstehendem Gebäude im Erbbaurechtsvertrag vorbehalten hat. Ein weiteres Risiko besteht im Personalbereich darin, dass den Mitarbeitern über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) Ansprüche auf Versorgungsrenten und andere Leistungen zustehen. Da die Zusatzversorgungskasse als Unterstützungskasse konzipiert ist, besteht eine Einstandspflicht der LAH für etwaige Deckungslücken zwischen anteiligem Vermögen der LAH an der Unterstützungskasse und Versorgungsansprüchen der versicherten Mitarbeiter. Zum Ausgleich dieser Deckungslücke erhebt die ZVK derzeit einen jährlichen Sanierungsbeitrag von ihren Mitgliedern in Höhe von 2,5% auf die beitragspflichtigen Löhne und Gehälter. Risiken bestehen insbesondere in der weiteren Entwicklung dieses Beitrages sowie in der allgemeinen demographischen Entwicklung, die steigende Umlagesätze erwarten lässt. Nicht zuletzt ist die aktuelle Finanzmarktkrise, die mittlerweile die gesamte Wirtschaft erfasst hat, ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor, der sowohl die weitere notwendige Finanzierung der Gesellschaft, die Zahl der Anbuchungen der Halle als auch die Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nachhaltig negativ beeinflussen kann. Den Risiken stehen Chancen gegenüber, bei deren Eintreten die LAH ihre Ziele übertreffen könnte. Wesentliche Chancen liegen in dem Kundenstamm, dem Markennamen Kongresszentrum Oberhausen und der Leistung der Mitarbeiter, vor allem derjenigen mit Vertriebs- und Kundenbetreuungsaufgaben. Über das hinaus, was planerisch unterstellt wird, könnten diese drei Faktoren derzeit noch nicht absehbare Einzelaufträge aus dem Kundenstamm oder eine höhere Neukundenquote als geplant bewirken. Darüber hinaus kann eine geglückte Akquisition eine erhebliche positive Veränderung der geplanten Entwicklung bewirken. E. Berichterstattung zum öffentlichen Zweck und zur Zweckerreichung Die Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH ist im Jahre 1962 gegründet worden. Alleinige Gesellschafterin ist die Stadt Oberhausen. Gegenstand des Unternehmens ist es, die für Tagungs-, Kongress-, Veranstaltungs-, Kultur- und Bildungszwecke in den Jahren 1999/2000 umgebaute Luise-Albertz-Halle zu bewirtschaften. Darüber hinaus darf sich die Gesellschaft an Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art beteiligen und alles tun, was dem Zweck der Gesellschaft förderlich ist. Mit dieser Aufgabenstellung erfüllt die Gesellschaft in ihrer über 45-jährigen Entwicklung Aufgaben im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge gemäß § 107 Abs. 2 Gemeindeordnung NRW (nichtwirtschaftliche Betätigung). - 213 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Der Zwecksetzung entsprechend dem Gesellschaftsvertrag ist die Gesellschaft in allen Geschäftsfeldern nachgekommen. F. Ereignisse nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, sind nicht zu verzeichnen. G. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Das sehr gute Personal und die hervorragende Kundenbetreuung lassen trotz aller geschilderten Schwierigkeiten eine positive Umsatzentwicklung erwarten. Das restriktiv umgesetzte Kostenmanagement führt zu einer weiteren Verbesserung der Unternehmensergebnisse. Aufgrund der Entwicklung der ersten Monate des Jahres 2009 und den Anbuchungszahlen für das Jahr 2009, gehen wir davon aus, dass der reine Veranstaltungsumsatz 825 T€ betragen wird. Dies wird voraussichtlich zu einem positiven Jahresergebnis führen. Hierbei ist weiterhin unterstellt, dass der Verlustausgleich des Gesellschafters auch zukünftig in Höhe von 1.176 T€ p.a. übernommen wird und der Erbbauzins weiterhin ausgesetzt bleibt. Die Erfahrungswerte der Vergangenheit und die Einschätzung der Zukunft haben wir in einer Planrechnung für 2009 bis 2013 abgebildet. Hiernach ergeben sich nach unserer Überzeugung dauerhaft positive, steigende Ergebnisse und eine signifikant verbesserte Liquiditätsssituation ab 2010. Alle getroffenen Annahmen unserer Prognose basieren auf unserem derzeitigen Wissensstand und unterliegen planungsimmanent nicht vorhersehbaren Unwägbarkeiten. Oberhausen, den 16.Mai 2009 Jörn Raith Geschäftsführer - 214 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Gasometer Oberhausen GmbH 100% Freizeit & Tourismus Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH 90% Luise-Albertz-Halle Tagungsund Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH 100% IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH 100% Revierpark Vonderort GmbH 25% - 215 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Grillostr. 34 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax Internet Internet 0208 / 825 2420 0208 / 825 5413 info@kurzfilmtage.de www.kurzfilmtage.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: gGmbH 25,57 Gesellschafter: Stadt Oberhausen T€ 25,57 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sowie die Förderung des internationalen Kurzfilms und anderer kurzer Formen technischer Medien. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Rechtsgeschäften berechtigt, durch die der vorgenannte Gesellschaftzweck auch mittelbar gefördert werden kann. Wichtige Verträge OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Leistungsvertrag vom 20.02./18.04.2002 im Bereich der Materialwirtschaft, Postdienste, Vervielfältigungen, Speditionsdienste, Arbeitssicherheit und Telekommunikation Überlassungsvertrag bezüglich des Film- und Videoarchivs Überlassungsvertrag bezüglich des Grundstücks Grillostr. 34 nebst aufstehendem Gebäude inkl. Inventar Überleitungsvertrag Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Dr. Gass, Lars Henrick - 216 - Stadt Oberhausen Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Tsalastras, Apostolos Beteiligungsbericht 2008 Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzende Schranz, Daniel Jäntsch, Angelika wird vertreten durch Stehr, Simone-Tatjana wird vertreten durch Wolter, Horst wird vertreten durch Neumann, Jürgen wird vertreten durch Bandel, Frank wird vertretendurch Kleber, Wolfgang (Bgm.) wird vertreten durch Köhler, Hans-Jürgen wird vertreten durch Emmerich, Karl-Heinz wird vertreten durch Cotta, Jürgen wird vertreten durch Albreht-Mainz, Elia wird vertreten durch Reinemann, Bernd wird vertreten durch Janßen, Dieter wird vertreten durch Kemper, Elke wird vertreten durch Grotthaus, Uwe wird vertreten durch Bellen, Gina (Bgm.) wird vertreten durch Schneider, Andreas wird vertreten durch Bierroth, Stefan (Bgm.) wird vertreten durch Radtke, Dorothee Mitglied gem. § 113 GO Hüttemann, Claudia Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Benter, Christian Bron, Karsten Broß, Klaus Dieter Cordes, Hubert Dittmeyer, Frank Flore, Manfred Grefermann, Jürgen Grunauer, Walburga Heckhoff, Christian Klein, Margit Koß, Elisabeth Kühr, Gretel Laß, Heike Lepges, Gerd Oberste-Kleinbeck, Kirsten wird vertreten durch Grüll, Lothar Scheithauer, Dagmar wird vertreten durch Breuckmann, Ludgerus (Bgm.) wird vertreten durch Kolkenbrock, Barbara (Bgm.) wird vertreten durch Pflugbeil, Karl-Heinz wird vertreten durch WillingSpielmann, Ulrike Mitglied Schneider, Josef Mitglied Mitglied Wingens, Ursula Wolter, Marita - 217 - Stadt Oberhausen Mitglied stellv. Mitglied (gem. § 113 GO) stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied Telli, Ercan Neumann, Jürgen Albrecht-Mainz, Elia Bandel, Frank Bellen, Gina Bierroth, Stefan Cotta, Jürgen Emmerich, Karl-Heinz Grothe, Helga Grotthaus, Uwe Grüll, Lothar Janßen, Dieter Kleber, Wolfgang Köhler, Hans-Jürgen Kolkenbrock, Barbara Nakot, Werner Pflugbeil, Karl-Heinz Reinemann, Bernd Schneider, Andreas Stehr, Simone Tatjana Willing-Spielmann, Ulrike Wolter, Horst Scheffler, Stefan Breuckmann, Ludgerus Beteiligungsbericht 2008 Nachfolger für Herrn Disselmeyer Pers. Stellvertretung für Hüttemann, Claudia Pers. Stellvertretung für Flore, Manfred Pers. Stellvertretung für Benter, Christian Pers. Stellvertretung für Koß, Elisabeth Pers. Stellvertretung für Laß, Heike Pers. Stellvertretung für Dittmeyer, Frank Pers. Stellvertretung für Cordes, Hubert Pers. Stellvertretung für Telli, Ercan Pers. Stellvertretung für Klein, Margit Pers. Stellvertretung für Oberste-Kleinbeck, Kirsten Pers. Stellvertretung für Grunauer, Walburga Pers. Stellvertretung für Bron, Karsten Pers. Stellvertretung für Broß, Klaus-Dieter Pers. Stellvertretung für Schneider, Josef Pers. Stellvertretung für Koß, Elisabeth Pers. Stellvertretung für Wingens, Ursula Pers. Stellvertretung für Grefermann, Jürgen Pers. Stellvertretung für Kühr, Gretel Pers. Stellvertretung für Schranz, Daniel Pers. Stellvertretung für Wolter, Martia Pers. Stellvertretung für Jäntsch, Angelika pers. Stellv. für Lepges, Gerd Pers. Stellvertretung für Scheithauer, Dagmar - 218 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 40,15 313,86 3,16 % 11,2 87,9 0,9 T€ 26,51 279,88 2,65 % 8,6 90,6 0,9 T€ 17,90 284,52 2,66 % 5,9 93,3 0,9 T€ -8,61 4,64 0,01 % -32,48 1,66 0,38 Bilanzsumme 357,18 100,00 309,04 100,00 305,08 100,00 -3,96 -1,28 Passiva Eigenkapital Sonderposten mit Rücklagenanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 166,08 4,01 137,61 49,47 % 46,5 1,1 38,5 13,9 T€ 123,50 1,18 141,86 42,49 % 40,0 0,4 45,9 13,7 T€ 98,07 % 32,1 T€ -25,43 % -20,59 -1,18 -100,00 152,37 11,63 43,00 49,9 3,8 14,1 10,51 -30,86 43,00 7,41 -72,63 Bilanzsumme 357,18 100,00 309,04 100,00 305,08 100,00 -3,96 -1,28 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 168,27 2008 T€ 197,06 -2,80 200,45 2,80 1.091,47 671,75 464,09 17,41 120,62 3,64 24,50 24,50 24,50 0,00 1.123,52 754,35 448,54 22,56 115,53 6,60 -42,58 -42,58 -42,58 0,00 1.089,36 727,17 459,74 20,18 108,31 6,35 -25,43 -25,43 -25,43 - 219 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.07.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.7.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 3,35 46,50 53,50 Angaben in 31.07.2007 -25,31 -34,48 -20,02 161,47 34,72 31.07.2008 -12,90 -20,59 -5,25 142,63 35,82 Angaben in 12,22 14,75 41,90 143,86 35,84 % % T€ T€ % 31.7.2007 3,36 39,96 60,04 31.7.2008 4,55 32,15 67,85 % % % e) Lagebericht Entwicklung In den Festivaljahren 2000 bis 2008 haben die Kurzfilmtage bei abnehmenden oder stagnierenden öffentlichen Zuwendungen und gleichzeitiger erheblicher Erweiterung des Leistungsumfangs und -spektrums im Bereich Dienstleistungen und Personalkosten erhebliche Einsparungen erbracht. Die Personalkosten der Gesellschaft liegen derzeit leicht über dem Stand von 1997. Während im Zeitraum 2000 bis 2008 die allgemeinen Arbeitskosten um mehr als 10 v.H. stiegen, liegt der Anstieg in der Gesellschaft bei nur 7 v.H. Der Personalkostenanteil konnte im Geschäftsjahr 2007/08 mit 38 v.H. konstant gehalten werden. Lag der Personalkostenanteil 1997 noch bei 44 v.H., so konnte in zehn Jahren eine Reduzierung von 6 v.H. erreicht werden. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Arbeitskostensteigerung in diesem Zeitraum entspricht dies einer Reduzierung von rd. 60.000 Euro. Der Index für allgemeine Kostensteigerungen der Gesellschaft beträgt derzeit 110,5 (Basisjahr 2000) und liegt mit 4,3 Punkten unter dem vom statistischen Bundesamt angegebenen Index für inflationsbedingte Kostensteigerungen. Gleichzeitig wurde in den letzten zehn Jahren die Anzahl der gezeigten Programme und Filme, aber auch der eingereichten Filme erheblich gesteigert. Die Besucherzahl inkl. Nebenveranstaltungen hat sich mehr als vervierfacht. Der Anteil der Umsatzerlöse am Gesamtbudget (ohne Sonderprojekte) konnte von 4,6 v.H. auf über 14 v.H. erhöht werden. Mit Ende des Geschäftsjahres 2007/08 schließt die Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gemeinnützige GmbH erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr ab. Zwar weist das Jahresergebnis einen Verlust aus, doch resultiert dieser ausschließlich aus der Durchführung von einmaligen zusätzlichen Maßnahmen. Zur Finanzierung solcher Projekte wurden in Vorjahren satzungsmäßige Rücklagen gebildet und nun entsprechend zur Deckung des aus Projekten entstandenen Jahresfehlbetrags verwendet. Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Aktivitäten schließt die gGmbH das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis ab. Entgegen der ursprünglichen Planung konnten die zusätzlichen Maßnahmen so teilweise aus den laufenden Mitteln finanziert und die zu Beginn des Geschäftsjahres angenommene Rücklagenentnahme reduziert werden. Wie in den Vorjahren lag das Hauptaugenmerk der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2007/08 in der Erfüllung des ihr vorgegebenen Satzungszwecks. Mit der Durchführung des Festivals und den Aktivitäten im - 220 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Bereich Archiv/Verleih sowie den genannten Sonderprojekten wurden diese satzungsmäßigen Aufgaben wahrgenommen. In der Aufsichtsratssitzung vom 17.04.2007 wurden die inhaltlichen und finanziellen Ziele für das Geschäftsjahr 2007/08 festgelegt. Der Wirtschaftsplan wurde im Geschäftsjahresverlauf fortgeschrieben und in der Aufsichtsratssitzung vom 22.04.2008 letztmalig den aktuellen Entwicklungen angepasst. Die im angepassten Wirtschaftsplan festgelegten finanziellen und inhaltlichen Ziele für das Geschäftsjahr 2007/08 wurden weitgehend erreicht. Beantragte Zuschüsse waren in diesem Geschäftsjahr nicht von Kürzungen betroffen und wurden in voller Höhe bewilligt. Der beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung eingereichte Zuschussantrag wurde negativ beschieden. Sponsoren- und Anzeigeneinnahmen konnten im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden und trugen erneut wesentlich zur Sicherung des Festivals bei. Die Erlöse aus dem Verleih verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr, bei den Eintrittserlösen waren hingegen Steigerungen zu verzeichnen. In der Summe konnten im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse gesteigert werden. Das Festival war zu jeder Zeit finanziell abgesichert. Auf Grund der Vorlage der Steuererklärungen erhielt die Gesellschaft am 7. August 2008 vom Finanzamt Oberhausen-Süd, vorbehaltlich der Nachprüfung, den Freistellungsbescheid für 2007 zur Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer. Laut Freistellungsbescheid ist die Körperschaft nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer und nach § 3 Nr. 6 GewStG von der Gewerbesteuer befreit, weil sie ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. AO dient. Die für das Festival 2008 beantragten Zuschüsse öffentlicher Geldgeber wurden mit Ausnahme des Presseund Informationsamtes der Bundesregierung gewährt. Auf Grund der Forderung der Bezirksregierung Düsseldorf an die Stadt Oberhausen sämtliche Zuschüsse an Beteiligungen auf den Stand des Jahres 2005 zurückzuführen wurde der Zuschuss der Stadt Oberhausen zu Beginn des Geschäftsjahres herabgesetzt. Im Rahmen der Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung wurden die Eintrittsgelder für das Festival erhöht und der städtische Zuschuss durch Beschluss des Rates im Juni 2008 um die prognostizierten Mehreinnahmen um 3.000 Euro p.a. gekürzt. Für die Jahre 2008 bis 2010 ist damit ein städtischer Finanzierungsbeitrag in Höhe von 655.948 Euro vorgesehen. Die Umsatzerlöse übersteigen den angepassten Planansatz um 3,58 v.H. Im Bereich Anzeigen konnte eine Einnahmesteigerung zum Planansatz von 10 v.H. erzielt werden. Im Bereich Sponsoring wurde der angepasste Planansatz erreicht. Die Umsatzerlöse im Zweckbetrieb Archiv lagen im Geschäftsjahr 2007/08 mit rund 6,3 v.H. unter dem angepassten Plansoll. Es ist festzustellen, dass zwar die Zahl der Verleihanfragen stabil ist, jedoch Goethe-Institute und insbesondere auch kommunale Kinos auf Grund geringerer Mittel insgesamt weniger Titel ausleihen. Die Umsatzerwartungen im Bereich Eintrittsgelder wurden ebenfalls erreicht und lagen rund 21 v.H. über denen des Vorjahres. Die Besucherzahlen im Kinderund Jugendkino konnten durch eine aufwändige und langfristige Akquise und durch engagierte Mitwirkung aller Beteiligten in diesem Jahr wieder deutlich gesteigert werden. Mit der weiterhin wachsenden Zahl von Fachbesuchern stieg die Gesamtbesucherzahl im Vergleich zum Vorjahr um 8 v.H. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Umsatzerlöse insgesamt um 17,1 v.H. gesteigert werden. Neben den gewöhnlichen Aktivitäten wurden im Geschäftsjahr 2007/08 zusätzliche einmalige Projekte durchgeführt. Mit der Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen konnten Digitalisierungsmaßnahmen zum Substanzerhalt des Filmarchivs fortgeführt werden. Weiter wurde die Publikation des Buches „Kinomuseum“ unterstützt, die Produktion einer Kunst-DVD beauftragt sowie der Außenauftritt des Festivals weiter ausgebaut. Die Finanzierung der Projekte konnte größtenteils durch die Inanspruchnahme von in Vorjahren für diese Zwecke gebildeten Rücklagen erfolgen. Zum Jahresende 2007 wurde in Kooperation mit dem Goethe-Institut und der Bundeszentrale für politische Bildung die MuVi-DVD 2003-2007 produziert. Die Gesellschaft übernahm die organisatorische Abwicklung. Mit finanzieller Unterstützung der genannten Partner konnte das Projekt kostenneutral durchgeführt werden. Die Kostenentwicklung differierte in einigen Positionen vom Plan auf Grund vorzunehmender Rückstellungen, Kostensteigerungen, aber auch Kostenreduzierungen, die zum Zeitpunkt der Planerstellung - 221 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 nicht vollends absehbar waren. Anders als im Wirtschaftsplan 2007/08 angesetzt, konnten durch den insgesamt positiven Geschäftsverlauf im Bereich der gewöhnlichen Aktivitäten sowie Minderausgaben bei den Digitalisierungsmaßnahmen die Inanspruchnahme von Rücklagen verringert werden. Personal Im Personalbereich ergaben sich im Geschäftsjahr 2007/08 Veränderungen zum Vorjahr. Im Verlauf des Geschäftsjahres legte die Auszubildende ihre Abschlussprüfung ab und wurde in ein kurzzeitiges Anstellungsverhältnis übernommen. Mit Ablauf des Geschäftsjahres beschäftigt die Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH acht festangestellte Mitarbeiter, inklusive des angestellten Geschäftsführers. Zwei der Mitarbeiter sind auf Teilzeitbasis mit flexibler Jahresarbeitszeit eingestellt, zwei auf Teilzeitbasis mit verringerter Wochenarbeitszeit. Zwei weitere Mitarbeiter werden auf der Basis von Werkverträgen für das Festival aktiv. Weiterhin beschäftigt die Gesellschaft durchschnittlich drei studentische Aushilfen und stundenweise einen freien Mitarbeiter im Bereich des Archivs und Verleihs. Für den Festivalbetrieb beschäftigt die Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH auf Basis von kurzfristigen und geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen zwischen 20 und 25 Aushilfen. Kuratoren, Künstler, Autoren, Übersetzer und Filmvorführer werden auf Basis von Werks- und Honorarverträgen beschäftigt. Perspektiven Hauptziel der Gesellschaft ist auch weiterhin die langfristige Sicherung und offensive Weiterentwicklung und Vermarktung des Festivals. Dies bezieht sich zum einen auf die Akquise von Sponsoren und Medienpartnern, die Einbindung weiterer öffentlicher Zuschussgeber und Partner für Einzelprojekte, zum anderen auf die Akquise von neuen Besuchergruppen und die Erschließung neuer Projekte. Die Professionalisierung der Sponsoringakquise wurde seit dem Jubiläumsfestival 2004 erheblich verbessert, etwa durch aufwändig gestaltete Unterlagen mit aussagekräftigem Zahlenmaterial zur Leistungsbilanz und zu den Darstellungsmöglichkeiten. Die Umsatzerlöse konnten in diesem Geschäftsjahr zwar nicht das Ergebnis des Jubiläumsfestivals erreichen, im Vergleich zum Vorjahr aber wieder deutlich gesteigert werden. Die Umsatzerlöse erhöhten sich in den Bereichen Sponsoring und Anzeigen um 12,8 v.H., bei den Eintrittsgeldern um 21,6 v.H. Im Vergleich zum Jahr 2003 konnte eine Steigerung der Umsatzerlöse von beinahe 80 v.H. erreicht werden. Auf Basis der erreichten Erfolge wird das Festival versuchen, langfristige Partnerschaften zu etablieren sowie durch verstärkte Ansprache neue Kooperationen einzugehen und weitere Sponsoren und Anzeigenkunden zu gewinnen. Zudem werden die Anstrengungen verstärkt, die Kontakte zur freien Wirtschaft zu festigen. Es werden wie in den Vorjahren weitere intensive Akquisetätigkeiten bei öffentlichen und privaten Institutionen und Firmen erfolgen. Auf Grund der anhaltend angespannten wirtschaftlichen Lage gestaltet sich die Akquise von Sponsorengeldern und Anzeigenkunden tatsächlich zunehmend schwieriger, insbesondere auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Kulturhauptstadt Europas im Ruhrgebiet im Jahr 2010, die fraglos Mittel umleitet. Die Gesellschaft rechnet in folgenden Festivaljahren mit stagnierenden oder sogar sinkenden Einnahmen in diesen Bereichen. Eine Prognose für die Bereiche Sponsoring und Anzeigenverkauf kann gegenwärtig noch nicht abgegeben werden. Im Vergleich zum Vorjahr erwartet die gGmbH jedoch zunächst auch weiterhin für das Geschäftsjahr 2008/09 ein gleich bleibendes Ergebnis in den Bereichen Sponsoring und Anzeigenverkauf. Auch im Geschäftsjahr 2008/09 soll die Konsolidierung des Festivals fortgesetzt werden. Insbesondere ein Ausbleiben der dringend erforderlichen Anpassung des städtischen Zuschusses macht ab dem Geschäftsjahr 2009/10 zusätzliche Einsparungen notwendig. Für das Festivaljahr 2009 werden alle Anträge auf öffentliche Förderung bis Ende des Jahres 2008 gestellt. Eine Aussage zur Wahrscheinlichkeit der Bewilligung kann gegenwärtig noch nicht getroffen werden. Auf Grund der unsicheren Haushaltssituationen bei Bund, Ländern und Gemeinden kann die Gesellschaft kein wirklich aussagekräftiges Szenario zur möglichen Entwicklung der Zuschüsse erstellen. Zumindest wurden - 222 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bisher keine weiteren Kürzungen angekündigt. Sollten sich Kürzungen bei öffentlichen Zuschussgebern ergeben, wird die Gesellschaft versuchen, diese durch Sponsoren- und Anzeigeneinnahmen zu kompensieren. Sollte dies nicht möglich sein, so werden voraussichtlich Leistungsspektrum und Leistungsbilanz des Festivals hiervon unmittelbar betroffen sein. Kürzungen bei den öffentlichen Zuschussgebern sind auch in 2009 nicht auszuschließen. Die Landesregierung in NRW hat jedoch bereits für das kommende Jahr eine gleich bleibende Förderung zugesichert. Auch die Regularien des neu aufgelegten MEDIA-Programms, die sich mit der derzeitigen internationalen Ausrichtung des Festivals nicht in Einklang bringen lassen, schließen eine Förderung durch die EU aus. Das Festival kann den von der EU geforderten Anteil von 70% europäischer Filme nicht garantieren und wahrscheinlich auch nicht erreichen. Für 2009 sind die öffentlichen Zuschüsse zwar nicht als gesichert einzustufen, jedoch, mit Ausnahme des gekürzten Zuschusses der Stadt Oberhauen, in bisheriger Höhe in Aussicht gestellt. Die Geschäftsführung versucht, wo es ihr möglich ist, positiv auf die Zuschussgeber einzuwirken. Das Festival hat im Vergleich mit der Festivallandschaft in Deutschland bereits eine überproportionale Quote an privaten Mitteln erreicht. Eine weiterhin verstärkte Ansprache der Privatwirtschaft bleibt für das Festival vor dem Hintergrund zwar nicht rückläufiger, aber gleich bleibender Zuschüsse dennoch unerlässlich, wobei eine Sicherung des Festivalbetriebes auch künftig einzig durch öffentliche Zuschussgeber gewährleistet werden kann. Mit der anhaltenden Popularität des Festivals und der damit immer weiter ansteigenden Flut von Filmeinreichungen gehen erhöhte Kosten für die Bearbeitung von Filmen, Katalogerstellung, Versand etc. einher, die nicht allein durch erhöhte Einnahmen aus Umsatzerlösen gedeckt werden können. Damit einher gehen auch Kosten für Sichtung und Bearbeitung neuer Formate (DVD). Mit „reelport“ wurde allerdings ein Projekt etabliert, um die Kostenentwicklung im Bereich Einreichung langfristig umzudrehen. Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde der Vertrag mit dem Festivalkino Lichtburg Filmpalast für die Dauer von fünf Jahren neu verhandelt. Durch verkürzte Auf- und Abbauzeiten der Technik, konnte eine leicht verringerte Mietdauer vereinbart und damit der Mietzins für das kommende Festivaljahr auf dem bisherigen Niveau gehalten werden. Für die Folgejahre wurde zur Deckung zu erwartender allgemeiner Kostensteigerungen eine jährliche Anpassung des Mietzinses in Höhe von 1,5 v.H. festgeschrieben. Im Personalbereich werden im Geschäftsjahr 2008/09 verschiedene Änderungen vorgenommen. Zum 01.08.2008 wurde erstmalig eine Ausbildungsstelle zur Bürokauffrau besetzt. Durch den Wegfall einer Honorarkraft wird mit einer neuen Aufgabenverteilung die Wochenarbeitszeit einer Teilzeitkraft heraufgesetzt. Auf Grund längerer Erkrankung einer Mitarbeiterin sowie der Schwangerschaft einer weiteren Angestellten werden Vertretungsregelungen notwendig. Die Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH wird im Geschäftsjahr voraussichtlich neun festangestellte Mitarbeiter, inklusive des angestellten Geschäftsführers und der Auszubildenden, beschäftigen. Alle kontinuierlich anfallenden Arbeiten werden mit dieser Personaldecke betreut werden können. Die unmittelbare Festivalvorbereitung kann nach wie vor nur unter Zuhilfenahme von kurzfristigen Aushilfen, Zeitarbeits- und Honorarkräften sowie freien MitarbeiterInnen erfolgen. An der Aufschlüsselung der steuerbegünstigten wirtschaftlichen Betätigungsfelder der Gesellschaft in die Zweckbetriebe „Festival“ und „Archiv & Verleih“ wird auch für das Geschäftsjahr 2008/09 festgehalten. Das Festival ist bestrebt, seine internationale Bedeutung und Anerkennung fortlaufend neu zu behaupten. Dabei steht die behutsame Weiterentwicklung der historischen Substanz des Festivals im Mittelpunkt der Bemühungen der Markenführung. Hier wurden in den letzten Jahren zahlreiche erhebliche Erfolge erzielt, etwa durch den „MuVi-Preis“, das Onlinemagazin „shortfilm.de“ oder durch „reelport“. Fortgeführt wird diese Weiterentwicklung durch die im Festivaljahr 2006 neu eingeführten und sehr gut angenommenen Programmsegmente „Podium“ und „Screenings“. Die Fähigkeit, gesellschaftliche Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen, auf diese zu reagieren und sie in Programme zu übertragen, hat in Oberhausen Tradition. Mit den jüngsten Neuerungen, der Erweiterung des Filmmarktes um Vorführungen internationaler Verleiher aus dem Bereich Video und Experimentalfilm, der Etablierung der Diskussionsforen „Podium“ und der - 223 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 verstärkten Ansprache der Kunstszene, verfolgt die Geschäftführung eine Unternehmensstrategie, die dem Festival fortwährend neue Zielgruppen erschließen soll. Für 2009 ist in diesem Zusammenhang die Einführung eines eigenen NRW-Wettbewerbs sowie eines Open Screenings vorgesehen, in dessen Rahmen eingereichte, aber abgelehnte Arbeiten von den Filmemacherinnen und Filmemachern selber vorgestellt werden können. Durch diese Maßnahme erwartet die Geschäftsführung noch mehr regionale Aufmerksamkeit. Nur eine strategische internationale Vernetzung mit wichtigen Partnern, ein Programmprofil, das höchsten Ansprüchen im internationalen Vergleich genügt, sowie anhaltend intensive und kreative Öffentlichkeitsarbeit können die Gesellschaft nachhaltig sichern. Oberhausen, 31. Oktober 2008 gez. Dr. Lars Henrik Gass - 224 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 100% Gasometer Oberhausen GmbH 100% Freizeit & Tourismus Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH 90% Luise-Albertz-Halle Tagungsund Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH 100% IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH 100% Revierpark Vonderort GmbH 25% - 225 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Revierpark Vonderort GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Bottroper Str. 322 46117 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/999680 0208/9996899 info@revierpark.com www.revierpark.com/ Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 41,00 Gesellschafter: Regionalverband Ruhr Stadt Bottrop Stadt Oberhausen T€ 20,50 10,25 10,25 % 50,00 25,00 25,00 Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft hat gemäß § 3 des Gesellschaftsvertrags den Zweck, der Bevölkerung einen Park - den Revierpark Vonderort - mit seinen Einrichtungen zur Sportausübung und zur Erholung zur Verfügung zu stellen. Mit den Anlagen und Einrichtungen bezweckt die Gesellschaft die Förderung des Sportes und die Erholung der im Umkreis der Parkanlage wohnenden gesundheitlich besonders gefährdeten Bevölkerung. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig. Es wird kein wirtschaftlicher Erwerb oder Gewinn angestrebt. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Das Vermögen und alle Einrichtungen der Gesellschaft dürfen nur für gemeinützige Zwecke im Sinne des Gesellschaftsvertrages verwendet werden. Wichtige Verträge Diverse Verschiedene Pachtverträge bezüglich der gastronomischen Bereiche, des Betriebs von Kiosken, einer Minigolfanlage und eines Bootsverleihs Pachtvertrag mit der OGM vom 14.09.2006 (Betriebsführung der Eislaufhalle). OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH - 226 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Geschäftsführer Geschäftsführer Frind, Reinhard von der Heide, Jochem Dr. Kreul, Klemens Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Wagner, Walter Verwaltungsrat: Vorsitzender Marschan, Rainer Mitglied gem. § 113 GO Klunk, Peter Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Fischer, Joachim Großenbrink, Guntram Hagenbruck, Karlheinz Dr. Hubbert, Eva-Maria Kutzner, Uwe Partenheimer, Gabriele Paßgang, Walter Pfingsten, Jutta Tischler, Bernd Tönsgerlemann, Willi d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 2.792,48 1.554,16 3,42 % 64,2 35,7 0,1 T€ 2.615,54 1.451,86 3,44 % 64,3 35,7 0,1 T€ 2.399,57 1.291,63 4,02 % 64,9 35,0 0,1 T€ -215,97 -160,23 0,58 % -8,26 -11,04 16,86 Bilanzsumme 4.350,06 100,00 4.070,84 100,00 3.695,22 100,00 -375,62 -9,23 - 227 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 3.753,11 112,78 483,00 1,17 % 86,3 2,6 11,1 0,0 T€ 3.418,89 152,20 498,55 1,21 % 84,0 3,7 12,2 0,0 T€ 3.085,62 123,89 484,59 1,12 % 83,5 3,4 13,1 0,0 T€ -333,27 -28,31 -13,96 -0,09 % -9,75 -18,60 -2,80 -7,44 Bilanzsumme 4.350,06 100,00 4.070,84 100,00 3.695,22 100,00 -375,62 -9,23 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 1.873,64 730,27 1.124,66 1.445,38 278,12 439,42 51,04 2008 T€ 1.950,33 738,43 1.224,16 1.442,28 247,19 440,96 47,10 1,57 2.230,32 838,96 1.160,74 1.558,10 300,59 361,06 31,32 0,21 -280,11 -632,63 3,90 -620,30 0,05 13,51 -633,85 -633,85 0,00 4,51 -284,61 -300,59 15,97 13,51 -650,04 -650,04 0,00 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: -12,76 -7,62 15,97 93,01 50,76 31.12.2007 -34,69 -19,01 -371,91 86,80 55,51 31.12.2008 -32,50 -20,54 -386,66 99,58 53,64 Angaben in % % T€ T€ % - 228 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 64,19 86,28 13,72 Angaben in 31.12.2007 64,17 83,98 16,02 31.12.2008 64,88 83,50 16,50 % % % e) Lagebericht Der Geschäftsverlauf der Revierpark Vonderort GmbH war nicht befriedigend. Einnahmen in Höhe von 2.044 T€ (Vorjahr 1.979 T€ ) standen Ausgaben in Höhe von 3.122 T€ (Vorjahr 3.027 T€ ) gegenüber. Der Zuschussbedarf beläuft sich somit auf 1.078 T€ . Dies entspricht einem Kostendeckungsgrad von 65,5 % (Vorjahr 65,4 %) . Die Gesellschafter haben einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 691 T€ gezahlt; 387 T€ wurden der Rücklage entnommen. Gegenüber dem Vorjahr sind folgende Veränderungen festzustellen: Gesamteinnahmen Bei den Gesamteinnahmen war ein Zugang um 65 T€ (3,28 % ) von 1.979 T€ auf 2.044 T€ zu verzeichnen. Die Umsatzzuwächse in den Bereichen Solbad 51 T€ 5,06% Freibad 22 T€ 38,74% stehen Einbußen in der Sauna von -4 T€ -0,79% gegenüber. Die Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahr sind darauf zurückzuführen, dass in 2007 das Solbad fast 4 Wochen geschlossen und in 2008 ganzjährig geöffnet war. Ansonsten sind die Umsatzrückgänge auf die rückläufige Attraktivität und die weiterhin allgemeine konjunkturelle Lage zurückzuführen. Durch die Beteiligung an der RuhrTOPCard ist eine in der Größenordnung des Budgets Öffentlichkeitsarbeit anfallende Quersubventionierung entstanden. Die Maßnahme läuft Ende des Jahres 2009 aus. Gesamtausgaben Bei den Gesamtausgaben war ein Anstieg um 95 T€ ( 3,14% ) von 3.027 T€ auf 3.122 T€ zu verzeichnen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 3.122 T€ entfallen 1.442 T€ = 46,2 % auf Personalkosten (Vorjahr: 1.445 T€ = 47,8 %) 750 T€ = 24,0 % auf Energiekosten (incl. Frisch- und Abwasser) Vorjahr 611 T€ = 20,19 %) 235 T€ = 7,5 % auf Instandhaltungen (Vorjahr: 276 T€ = 9,1 %) Die Kosten für Hilfs- und Betriebsstoffe erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 10 T€ auf 117 T€ = 3,7% der Gesamtkosten. Gegenüber dem Vorjahr ist bei den Personalkosten eine Reduktion um 3 T€ festzustellen. Die Energiekosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 139 T€. Ursache hierfür sind die erheblich gestiegenen Bezugspreise. Die Instandhaltungskosten reduzierten sich um 41 T€ . Im Jahresdurchschnitt wurden 27 Mitarbeiter/innen und 2 Auszubildende beschäftigt. Zu berücksichtigen sind weiter die Rückstellungen für Altersteilzeit von 2 Mitarbeiter/innen der GmbH und notwendige Urlaubsrückstellung als eigenständiger Kostenblock. - 229 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Seitens des Gesellschafters RVR bestand die Vorgabe, die Zuschüsse der Gesellschafter für 2008 auf den Stand von 2007 zu belassen. Auch für das Jahr 2009 bleibt der Zuschuss in dieser Höhe. In der Gesellschafterversammlung vom 18.09.2008 wurde der Wirtschafts- und Betriebsplan 2008 verabschiedet. Nach Auffassung der Gesellschaft ist eine zeitnahe Umsetzung des geplanten Ausbaus der Saunalandschaft erforderlich, damit sie in Zukunft wettbewerbsfähig sein kann. - 230 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Wohnungsgenossenschaften Wohnungsgenossenschaften Bau- und Wohngenossenschaft Werkbundsiedlung Am Ruhrufer e.G. 79,04 % - 231 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Bau- und Wohnungsgenossenschaft "Werkbundsiedlung Am Ruhrufer" e.G. a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Hauerweg 16 46049 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/845534 0208/8485464 gar-boehm@web.de - Rechtsform: Stammkapital in T€: eG 212,19 Gesellschafter: Sonstige Genossenschaftsmitglieder Stadt Oberhausen Gegenstand des Unternehmens: T€ 44,48 167,70 % 20,96 79,04 Errichtung und Bewirtschaftung von Wohneinheiten und Gemeinschaftsanlagen mit verschiedenen Rechts- und Nutzungformen im Bebauungsplangebiet Nr. 137 B - Behrensstr./Fährstr.'/Am Ruhrufer Sanierungsgebiet Zechengelände Alstaden. b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Vorstand: Mitglied Mitglied Mitglied Böhm, Hartmut Jörchel, Erwin Vatterot, Gerd Aufsichtsrat: van Bremen, Harald Hammen, Margret Mühle, Stefan Nagel, Werner van Suntum, Ute Generalversammlung: Guthoff, Maria Vertreterin Oberhausen der Stadt - 232 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 1.405,49 111,98 2,11 % 92,5 7,4 0,1 T€ 1.382,91 127,70 2,11 % 91,4 8,4 0,1 T€ 1.370,73 139,22 1,42 % 90,7 9,2 0,1 T€ -12,18 11,52 -0,69 % -0,88 9,02 -32,70 Bilanzsumme 1.519,58 100,00 1.512,72 100,00 1.511,37 100,00 -1,35 -0,09 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 399,83 22,48 1.083,65 13,62 % 26,3 1,5 71,3 0,9 T€ 419,41 20,18 1.065,05 8,07 % 27,7 1,3 70,4 0,5 T€ 452,46 8,95 1.047,04 2,92 % 29,9 0,6 69,3 0,2 T€ 33,05 -11,23 -18,01 -5,15 % 7,88 -55,65 -1,69 -63,82 Bilanzsumme 1.519,58 100,00 1.512,72 100,00 1.511,37 100,00 -1,35 -0,09 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 132,49 -0,72 4,80 2008 T€ 131,80 0,21 18,83 43,04 23,32 11,36 4,47 35,96 41,64 5,52 36,11 2,33 36,61 1,83 128,32 3,46 42,17 22,58 4,87 1,40 43,94 19,62 5,52 14,10 1,01 13,41 1,70 43,94 22,58 10,63 2,42 36,73 25,11 5,52 19,59 1,70 18,96 2,33 - 233 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 92,49 26,31 73,69 Angaben in 31.12.2007 14,79 4,70 42,17 31.12.2008 27,40 8,01 59,44 Angaben in 10,99 3,54 36,68 % % T€ T€ % 31.12.2007 91,42 27,73 72,27 31.12.2008 90,69 29,94 70,06 % % % e) Lagebericht Ein Lagebericht wird nicht erstellt. - 234 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Sonstige Gesellschaften BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH 100% ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH 100% ASO Service GmbH 100 % Sonstige Unternehmen ARGE SODA 50% Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH 12,60% Betriebsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH & Co. KG 0,52% Public Konsortium d-NRW GbR 1,27% Stadtsparkasse Oberhausen Trägerschaft - 235 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 236 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH 100% ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH 100% ASO Service GmbH 100 % Sonstige Unternehmen ARGE SODA 50% Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH 12,60% Betriebsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH & Co. KG 0,52% Public Konsortium d-NRW GbR 1,27% Stadtsparkasse Oberhausen Trägerschaft - 237 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Gewerkschaftsstr. 76-78 46045 Oberhausen bis 30.06.2009: Essener Str. 57 46047 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/46839100 0208/46839111 achim.kawicki@bfo.oberhausen.de - Rechtsform: Stammkapital in T€: gGmbH 25,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen T€ 25,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: - die aktive Beschäftigungsförderung, die sich an die am Arbeitsmarkt benachteiligten Personengruppen richtet, insbesondere an -- Sozialhilfeempfänger/innen, die aufgrund Arbeitslosigkeit oder unzureichenden Erwerbseinkommens Sozialhilfe beziehen -- Arbeitslose, die von Sozialhilfebedürftigkeit bedroht sind, -- Geringqualifizierte und Jugendliche ohne Schul- und/oder Berufsabschluss -- Berufsrückkehrer/innen nach der Familienphase Wichtige Verträge OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Leistungsvertrag mit der OGM GmbH vom 05.03.2001 Dienstleistungsvertrag mit der Stadt Oberhausen vom 20.12.00 Vereinbarung mit der Stadt Oberhausen vom 20.12.00 ( Leistungsvertrag) b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Kawicki, Achim - 238 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Frind, Reinhard Aufsichtsrat: Vorsitzende Oberste-Kleinbeck, Kirsten wird vertreten durch Kösling, Klaus wird vertreten durch Stehr, Simone-Tatjana wird vertreten durch Poß, Hans-Georg wird vertreten durch Grotthaus, Uwe wird vertreten durch Messing, Reinhard (Bgm.) wird vertreten durch Janßen, Anne wird vertreten durch Zimkeit, Stefan wird vertreten durch Wagner, Walter (Bgm.) wird vertreten durch Grunauer, Walburga wird vertreten durch Raspel, Ingrid (Bgm.) wird vertreten durch Bandel, Frank wird vertreten durch Grefermann, Jürgen wird vertreten durch Dittmeyer, Jürgen wird vertreten durch Heckhoff, Christian wird vertreten durch Benter, Christian wird vertreten durch Kösling, Anja (Bgm.) wird vertreten durch Albrecht-Mainz, Elia stellv. Vorsitzender Schneider, Andreas Mitglied gem. § 113 GO Siodmak, Brigitte Mitglied Brands, Beatriks Mitglied Groß-Mühlenbruch, Werner Mitglied Grothe, Helga Mitglied Grüll, Lothar Mitglied Holtz, Gerd Mitglied Jäntsch, Angelika Mitglied Kamps, Jochen Mitglied Dr. Kelsch, Udo Mitglied Koppers, Peter Mitglied Leischen, Claudia Mitglied Motschull, Frank Mitglied Nagels, Hans-Jürgen Mitglied Radtke, Dorothee Mitglied Reinemann, Bernd - 239 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Mitglied Schepers, Hermann-Josef wird vertreten durch Oesterbeck, Barbara Sporkmann, Bernhard Stappert, Claudia wird vertreten durch Niemczyk, Heinz (Bgm.) wird vertreten durch Opitz, Stefanie Wird vertreten durch Tatzki, Marc wird vertreten durch Loege, Josef Pers. Stellvertreter für Siodmak, Brigitte Pers. Stellvertretung für Reinemann, Bernd Pers. Stellvertreter für Dr. Kelsch, Udo Pers. Stellvertretung für Nagels, Hans-Jürgen Pers. Stellvertretung für Leischen, Claudia Pers. Stellvertretung für Koppers, Peter Pers. Stellvertreter für Brands, Beatriks Pers. Stellvertretung für Jäntsch, Angelika Pers. Stellvertretung für Motschull, Frank Pers. Stellvertreter für Grothe, Helga Pers. Stellvertreter für Radtke, Dorothee Pers. Stellvertreter für Oberste-Kleinbeck, Kirsten Pers. Stellvertreter für Willing-Spielmann, Ulrike Pers. Stellvertreter für Telli, Ercan Mitglied Mitglied Mitglied Vogel, Dagmar Mitglied Willing-Spielmann, Ulrike Mitglied Telli, Ercan stellv. Mitglied (gem. § 113 GO) stellv. Mitglied Poß, Hans-Georg Albrecht-Mainz, Elia stellv. Mitglied Bandel, Frank stellv. Mitglied Benter, Christian stellv. Mitglied Dittmeyer, Frank stellv. Mitglied Grefermann, Jürgen stellv. Mitglied Grotthaus, Uwe stellv. Mitglied Grunauer, Walburga stellv. Mitglied Heckhoff, Christian stellv. Mitglied Janßen, Anne stellv. Mitglied Kösling, Anja stellv. Mitglied Kösling, Klaus stellv. Mitglied Koß, Elisabeth stellv. Mitglied Loege, Josef - 240 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 stellv. Mitglied Messing, Reinhard Pers. Stellvertretung für Groß-Mühlenbruch, Werner Pers. Stellvertretung für Stappert, Claudia Pers. Stellvertretung für Schepers, Hermann-Josef Pers. Stellvertreter für Vogel, Dagmar Pers. Stellvertreter für Kamps, Jochen Pers. Stellvertretung für Schneider, Andreas Pers. Stellvertretung für Holz, Gerd Pers. Stellvertreter für Grüll, Lothar stellv. Mitglied Niemczyk, Heinz stellv. Mitglied Oesterbeck, Barbara stellv. Mitglied Opitz, Stefanie stellv. Mitglied Raspel, Ingrid stellv. Mitglied Stehr, Simone Tatjana stellv. Mitglied Wagner, Walter stellv. Mitglied Zimkeit, Stefan d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 32,44 1.433,71 0,02 % 2,2 97,8 0,0 T€ 50,58 1.412,48 0,02 % 3,5 96,5 0,0 T€ 57,84 1.494,80 0,02 % 3,7 96,3 0,0 T€ 7,26 82,32 0,00 % 14,35 5,83 0,00 Bilanzsumme 1.466,17 100,00 1.463,08 100,00 1.552,66 100,00 89,58 6,12 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 187,98 245,34 579,51 453,34 % 12,8 16,7 39,5 30,9 T€ 207,49 433,46 822,13 % 14,2 29,6 56,2 T€ 240,01 36,07 1.276,57 % 15,5 2,3 82,2 T€ 32,52 -397,39 454,44 0,00 % 15,67 -91,68 55,28 Bilanzsumme 1.466,17 100,00 1.463,08 100,00 1.552,66 100,00 89,58 6,12 - 241 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bb) GuV 2006 T€ sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Veränderungen der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 5.776,75 735,96 4.769,24 12,55 270,17 30,68 19,51 2008 T€ 6.093,16 632,23 4.749,78 19,33 296,80 29,81 424,83 392,24 -392,24 0,07 2.750,66 318,23 2.187,91 26,73 257,42 10,51 -29,12 -29,12 -29,12 0,00 19,51 19,51 0,00 32,52 32,52 0,00 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: -15,49 -2,39 28,65 79,54 9,40 32,06 27,38 82,56 13,55 51,86 28,88 77,95 31.12.2007 31.12.2008 Angaben in % % T€ T€ % dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 2,21 12,82 87,18 Angaben in 31.12.2007 3,46 14,18 85,82 31.12.2008 3,73 15,46 84,54 % % % e) Lagebericht Die BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH (BFO) ist ab dem Jahr 2005 im Rahmen der konkreten Umsetzung des Sozialgesetzbuches II (SGB II) – auf der Grundlage des § 9 Abs. 2 des Vertrages über die Gründung und Ausgestaltung der Arbeitsgemeinschaft in Oberhausen vom 16.11.2004 – mit der Organisation und Koordination sämtlicher von der ARGE bewilligten Arbeitsgelegenheiten nach § 16 Abs. 3 SGB II (ab 1.1.2009 = § 16 d SGB II) beauftragt. Die große Anzahl der besetzbaren Stellen mit ihrer breiten inhaltlichen Streuung der Einsatzfelder, bot auch im Jahr 2008 eine gute Basis zur individuellen Beratung und Vermittlung sowie im Bedarfsfall zur - 242 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 sozialpädagogischen Betreuung der betroffenen Oberhausener Bürger/innen. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 2.365 Oberhausener Bürger/innen - zum Teil mehrfach - beraten. Die nachfolgende Tabelle der Teilnehmerzahlen, dokumentiert und bestätigt die erfolgreiche Arbeit im Jahr 2008: Maßnahme § 16 Abs. 3 SGB II "Mehraufwandsvariante" § 16 Abs. 3 SGB II "Entgeltvariante" Arbeitsbeschaffungsmaß-nahmen Übergänge in den 1. Arbeitsmarkt 2008 1.250 303 10 176 1.739 Insgesamt konnten auf dieser Basis Erträge in Höhe von rd. 5,7 Mio. EUR erzielt werden. Die hohe Teilnehmerzahl führte auf der Aufwandsseite zu einem Anstieg der durchzuführenden Qualifizierungsmaßnahmen. So wurden hierfür rd. 630.000 EUR ausgegeben, der ursprüngliche Planansatz belief sich auf rd. 368.000 EUR. Ausblick Die Platzkontingente für die Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwands- und in der Entgeltvariante sind aufgrund einer geringeren Mittelzuweisung des Bundes an die ARGE SODA für das Jahr 2009 erheblich reduziert worden. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass diese Reduzierungen im Laufe des Jahres zumindest teilweise auf der Grundlage eines Nachtragshaushaltes rückgängig gemacht werden können. Die BFO hat sich schon jetzt bereit erklärt, die Teilnehmerplätze kurzfristig wieder aufzustocken. Für den Fall, dass es jedoch bei der reduzierten Platzzahl bleibt, sind Auswirkungen auf die Ertragslage und die Wirtschaftsplanung 2009 nicht zu vermeiden. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mit seinem Urteil vom 20.12.2007 die gem. § 44b SGB II zwischen den Kommunen und der Bundesagentur für Arbeit gegründeten Arbeitsgemeinschaften für verfassungswidrig erklärt. Die aufgrund der Entscheidung des BVerfG spätestens zum 1.1.2011 umzusetzende Neuorganisation der Aufgabenwahrnehmung, hat bisher leider noch keine gesetzliche Grundlage erhalten. Fazit Wie eine Entscheidung über die Neuorganisation der Aufgabenwahrnehmung aussehen wird, kann derzeit von hier aus nicht prognostifiziert werden. Es steht zu befürchten, dass dieses Organisationsmodell erst nach der nächsten Bundestagswahl, die im September 2009 stattfindet, erarbeitet und anschließend beschlossen wird. Eine Umsetzung wird dann unter erheblichem Zeitdruck erfolgen müssen. Eine Prognose zum Bestand der BFO gGmbH ab dem Jahr 2011 kann vor diesem Hintergrund derzeit nicht abgegeben werden. Oberhausen, 20.04.2009 gez. A. Kawicki Geschäftsführer - 243 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 244 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH 100% ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH 100% ASO Service GmbH 100 % Sonstige Unternehmen ARGE SODA 50% Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH 12,60% Betriebsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH & Co. KG 0,52% Public Konsortium d-NRW GbR 1,27% Stadtsparkasse Oberhausen Trägerschaft - 245 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Elly-Heuss-Knapp-Strraße 3 46145 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/6911 0208/691770 udo.spiecker@oberhausen.de www.aso-ggmbh.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: gGmbH 25,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen T€ 25,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Zweck der Gesellschaft ist die Unterbringung, Betreuung, Versorgung sowie die ambulante und stationäre Pflege in der Regel alter Menschen. Zu diesem Zweck betreibt die Gesellschaft Altenpflegeheime. Darüber hinaus bewirtschaftet die Gesellschaft Alten- und Betreuerwohnungen und betreibt eine Tagespflegeeinrichtung. Wichtige Verträge Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen ASO Service GmbH Diverse Stadt Oberhausen Stadt Oberhausen Pachtverträge mit der ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH Dienstleistungsvertrag mit der ASO Service GmbH Heimverträge, Pachtverträge, Mietverträge, Betreuungsverträge Dienstleistungsvertrag mit der Stadt Oberhausen vom 27.05.2002 Überleitungsvertrag vom 17.12.2001 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Spiecker, Udo - 246 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Frind, Reinhard Aufsichtsrat: Vorsitzende Oberste-Kleinbeck, Kirsten wird vertreten durch Kösling, Klaus Schneider, Andreas wird vertreten durch Stehr, Simone-Tatjana wird vertreten durch Siodmak, Brigitte wird vertreten durch Grotthaus, Uwe wird vertreten durch Messing, Reinhard (Bgm.) wird vertreten durch Janßen, Anne wird vertreten durch Zimkeit, Stefan Pers. Stellvertretung für Jäntsch, Angelika wird vertreten durch Wagner, Walter wird vertreten durch Grunauer, Walburga wird vertreten durch Raspel. Ingrid wird vertreten durch Bandel, Frank wird vertreten durch Grefermann, Jürgen wird vertreten durch Dittmeyer, Jürgen wird vertreten durch Heckhoff, Christian wird vertreten durch Benter, Christian wird vertreten durch Kösling, Anja (Bgm.) wird vertreten durch Albrecht-Mainz, Elia stellv. Vorsitzender Mitglied gem. § 113 GO Poß, Hans-Georg Mitglied Brands, Beatriks Mitglied Groß-Mühlenbruch, Werner Grothe, Helga Mitglied Mitglied Grüll, Lothar Mitglied Grunauer, Walburga Mitglied Holtz, Gerd Mitglied Jäntsch, Angelika Mitglied Kamps, Jochen Mitglied Dr. Kelsch, Udo Mitglied Koppers, Peter Mitglied Leischen, Claudia Mitglied Motschull, Frank Mitglied Nagels, Hans-Jürgen Mitglied Radtke, Dorothee Mitglied Reinemann, Bernd - 247 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Mitglied Schepers, Hermann-Josef wird vertreten durch Oesterbeck, Barbara Sporkmann, Bernhard Stappert, Claudia wird vertreten durch Niemczyk, Heinz (Bgm.) wird vertreten durch Opitz, Stefanie wird vertreten durch Tatzki, Marc wird vertreten durch Loege, Josef Pers. Stellvertretung für Poß, Hans-Georg Pers. Stellvertretung für Reinemann, Bernd Pers. Stellvertretung für Dr. Kelsch, Udo Pers. Stellvertretung für Nagels, Hans-Jürgen Pers. Stellvertretung für Leischen, Claudia Pers. Stellvertretung für Koppers, Peter Pers. Stellvertretung für Brands, Beatriks Pers. Stellvertretung für Motschull, Frank Pers. Stellvertretung für Grothe, Helga Pers. Stellvertretung für Radtke, Dorothee Pers. Stellvertretung für Oberste-Kleinbeck, Kirsten Pers. Stellvertreter für Willing-Spielmann, Ulrike Pers. Stellvertretung für Telli, Ercan Pers. Stellvertretung für Groß-Mühlenbruch, Werner Mitglied Mitglied Mitglied Vogel, Dagmar Mitglied Willing-Spielmann, Ulrike Mitglied Telli, Ercan stellv. Mitglied (gem. § 113 GO) stellv. Mitglied Siodmak, Brigitte Albrecht-Mainz, Elia stellv. Mitglied Bandel, Frank stellv. Mitglied Benter, Christian stellv. Mitglied Dittmeyer, Frank stellv. Mitglied Grefermann, Jürgen stellv. Mitglied Grotthaus, Uwe stellv. Mitglied Heckhoff, Christian stellv. Mitglied Janßen, Anne stellv. Mitglied Kösling, Anja stellv. Mitglied Kösling, Klaus stellv. Mitglied Koß, Elisabeth stellv. Mitglied Loege, Josef stellv. Mitglied Messing, Reinhard - 248 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 stellv. Mitglied Niemczyk, Heinz Pers. Stellvertretung für Stappert, Claudia Pers. Stellvertretung für Schepers, Hermann-Josef Pers. Stellvertretung für Vogel, Dagmar Pers. Stellvertretung für Kamps, Jochen Pers. Stellvertretung für Schneider, Andreas Pers. Stellvertretung für Holtz, Gerd Pers. Stellvertretung für Grüll, Lothar stellv. Mitglied Oesterbeck, Barbara stellv. Mitglied Opitz, Stefanie stellv. Mitglied Raspel, Ingrid stellv. Mitglied Stehr, Simone Tatjana stellv. Mitglied Wagner, Walter stellv. Mitglied Zimkeit, Stefan c) Beteiligungen unmittelbar ASO Service GmbH T€ 25,00 % 100,00 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 1.204,14 6.978,95 % 14,7 85,3 T€ 1.377,08 8.486,29 4,35 % 14,0 86,0 0,0 T€ 1.264,99 9.733,11 10,09 % 11,5 88,4 0,1 T€ -112,09 1.246,82 5,74 % -8,14 14,69 131,95 Bilanzsumme 8.180,09 100,04 9.867,71 100,00 11.008,18 100,00 1.140,47 11,56 Passiva Eigenkapital Sonderposten mit Rücklagenanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 2.537,28 4,36 3.978,94 1.659,51 % 31,0 0,1 48,6 20,3 T€ 3.070,13 2,63 4.776,35 2.018,61 % 31,1 0,0 48,4 20,5 T€ 3.625,90 0,90 5.249,35 2.132,04 % 32,9 0,0 47,7 19,4 T€ 555,77 -1,73 473,00 113,43 % 18,10 -65,78 9,90 5,62 Bilanzsumme 8.180,09 100,00 9.867,71 100,00 11.008,18 100,00 1.140,47 11,56 - 249 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 22.399,71 1,73 1.229,20 3.841,75 13.537,36 300,15 5.625,84 240,01 25,11 540,45 7,61 2008 T€ 22.697,05 1,73 790,42 4.003,29 14.259,97 264,87 4.677,20 294,59 23,06 555,40 -0,38 555,77 555,77 21.326,36 3,21 1.080,93 3.949,07 13.169,18 272,71 4.611,46 145,68 25,86 527,91 527,91 527,91 532,84 532,84 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: 2,48 26,27 800,62 58,82 58,76 31.12.2007 2,38 21,00 832,99 53,71 57,29 31.12.2008 2,45 18,10 820,65 52,43 60,71 Angaben in % % T€ T€ % dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 14,31 31,02 68,98 Angaben in 31.12.2007 13,63 31,11 68,89 31.12.2008 11,22 32,94 67,06 % % % - 250 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 e) Lagebericht 1. 1.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen Der ASO-Unternehmensverbund Die gesamten Aufgaben des ehemaligen Stadtamtes 54/Amt für Alteneinrichtungen sind zum 1. Januar 1993 auf die neu gegründete eigenbetriebsähnliche Einrichtung „Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen“ übertragen worden. Das operative Geschäft dieser Einrichtung ist entsprechend dem Ratsbeschluss vom November 2001 aus der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung herausgelöst und auf die „ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH“ übertragen worden. Diese hat ihren Geschäftsbetrieb am 1. Januar 2002 aufgenommen. Ende 2002 hat der Rat der Stadt beschlossen, den ASO-Verbund aus „Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen“ und „ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH“ um ein weiteres Unternehmen zu ergänzen, und zwar um die „ASO Service GmbH.“ Diese Gesellschaft ist zum 1. Februar 2003 als 100 %ige Tochter der bereits bestehenden gGmbH gegründet worden und soll künftig ausschließlich hauswirtschaftliche Dienstleistungen für das Mutterunternehmen erbringen. Dieser Lagebericht bezieht sich ausschließlich auf die „ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH“. 1.2 Entwicklung des operativen Geschäfts Seit Eröffnung der Seniorenresidenz am OLGA-Park betreibt die ASO gGmbH vier stationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 581 Plätzen. Im vollstationären Bereich konnte jahresdurchschnittlich ein Auslastungsniveau von 98,65 % und damit eine vergleichbar hohe Auslastung wie im vorangegangenen Jahr (98,67 %) erreicht werden. Mit 99,5 % bzw. 99,41 % wurde im Haus Bronkhorstfeld bzw. in der Seniorenresidenz am OLGA-Park eine nahezu optimale Auslastung erreicht. Mit 98,85 % Auslastung konnte auch im Louise-Schroeder-Heim ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden, obwohl die dortigen Rahmenbedingungen durch den hohen 2-Bett-Zimmer-Anteil die Akquisition erschweren. Die Auslastung im Haus am Brunnen lag mit 96,84 % geringfügig unter dem zuletzt erzielten Ergebnis von 97,16 %, was zum einen auf die dortigen baulichen Bedingungen und zum anderen auf die in der Öffentlichkeit diskutierte Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Entwicklung dieses ältesten Teils der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung zurückgeführt werden muss. Insgesamt kann jedoch auch die erzielte Auslastung in diesem Haus noch als ausgesprochen erfreulich gewertet werden. Die Auslastung der beiden Tagespflegezentren lag im Berichtsjahr im Jahresdurchschnitt bei 100,76 % (Louise-Schroeder-Tagespflegezentrum) bzw. 102,49 % (Tagespflegezentrum am Steigerhaus). Die höchsten Auslastungsquoten wurden im zweiten Halbjahr 2008 erreicht. Der Grund dafür dürfte sowohl am guten Ruf der beiden Einrichtungen als auch in den deutlich angehobenen finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung zu suchen sein. Zu den Besonderheiten der Tagespflege werden jedoch immer auch mögliche Einbrüche in der Auslastungsquote zählen. Dies gilt vor allem dann, wenn Tagespflegegäste durch Krankheit, - 251 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Tod oder Wechsel in eine stationäre Einrichtung ausscheiden, die einen Nutzungsvertrag über vier oder fünf Wochentage gehabt hatten. Dadurch ist es z. B. im Tagespflegezentrum am Steigerhaus im Januar 2009 zu einem Auslastungseinbruch von fast 25 % gekommen. Der „Häusliche Pflegedienst der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung“ hat sich auch im zurückliegenden Berichtsjahr am ambulanten Pflegemarkt behaupten können und hat weiterhin sein wesentliches wirtschaftliches Standbein in dem betreuten Wohnungsbestand auf dem Gelände der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung. Bei den abgerechneten Leistungen hat sich erneut eine weitere Zunahme im SGB V-Bereich gezeigt. Hier konnten die Erträge von 216.700 EUR im Vorjahr auf 240.000 EUR im Berichtsjahr gesteigert werden. Die Steigerung um knapp 11 % ist nicht zuletzt auf die im Verhältnis zu vielen anderen Anbietern attraktive Preisgestaltung und auf das zunehmende Kostenbewusstsein auf Seiten der Verbraucher bzw. Kunden zurückzuführen. Die Umsetzung des allgemein gewollten Grundsatzes „ambulant vor stationär“ wird sicherlich auch künftig vermehrt dazu führen, dass der interessierten Öffentlichkeit die nach wie vor bestehenden hohen Preisunterschiede bewusst und Preisvergleiche angestellt werden. Die Auslastung des vermieteten Wohnungsbestandes lag wie bereits im vorangegangenen Berichtsjahr erneut bei 100 %, wobei diese hohe Quote sicherlich vor allem auf das in der EllyHeuss-Knapp-Stiftung praktizierte Konzept des betreuten Wohnens zurückzuführen sein dürfte. Die angebotene Leistungspalette und insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis können auch 14 Jahre nach Gründung der Betreuungsgemeinschaft bzw. nach Einführung des Betreuungsvertrages als vorbildlich bezeichnet werden. Die Ausbildungsbemühungen des Unternehmens wurden trotz der Ungewissheit hinsichtlich des Fortbestands vom „Haus am Brunnen“ auf dem Stand des Vorjahres fortgesetzt. Zum Zeitpunkt des jährlichen Ausbildungsbeginns am 1. Oktober 2008 standen 18 angehende Fachkräfte im Dienst des Unternehmens. 1.3 Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres 1.3.1 Fortbildungskonzept „Kompetenz Demenz“ Das groß angelegte Schulungsprojekt ist in Basis- und Aufbaumodule gegliedert. Der überwiegende Teil der vom Projekt erfassten 350 Beschäftigten konnte bislang die Basismodule durchlaufen. Darüber hinaus wurden den Wohnbereichsleitungen sowie den Pflegefachkräften und den Fachkräften des sozialen Dienstes vier Aufbaumodule angeboten, von denen drei ebenfalls bereits abgeschlossen worden sind. Auch außerhalb dieses Projekts wurde im Rahmen der betrieblichen Fortbildung ein besonderer Schwerpunkt dem Demenz-Komplex beigemessen. Zehn Beschäftigten wurde der Besuch einer einjährigen „Weiterbildungsmaßnahme zum Demenzexperten“ ermöglicht. - 252 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 1.3.2 Klageerhebung gegen die Bangel und Plaßmeier GbR Mit Bezug auf die Inbetriebnahme der gepachteten „Seniorenresidenz am OLGAPark/Tagespflegezentrum am Steigerhaus“ hatte der Aufsichtsrat im August 2007 beschlossen, aufgrund der aufgetretenen Mängel und erfolgloser außergerichtlicher Verständigungsversuche die Ansprüche aus dem Pacht- und Instandhaltungsvertrag vom 11. Oktober 2005 gegen den Investor Bangel und Plaßmeier GbR gerichtlich geltend zu machen. Auf der Grundlage von zwei Sachverständigengutachten wurde im Juni 2008 vor dem Landgericht Duisburg Klage erhoben. Der Aufsichtsrat ist kontinuierlich über die Entwicklung des Verfahrens unterrichtet worden. Nach Einschätzung der klägerischen Rechtsvertreter muss mit einer Verfahrensdauer in der ersten Instanz von etwa zwei Jahren gerechnet werden. Im Zeitpunkt der Abfassung dieses Lageberichts (31. März 2009) war vom Landgericht noch kein Verhandlungstermin anberaumt worden. 1.3.3 Erneuerung der Heizungs- und Warmwasseranlagen im Louise-Schroeder-Heim Die Heizungsanlage für Haus I und Haus II des Louise-Schroeder-Heims war ebenso wie die Warmwasser-Bereitungsanlage für Haus I fast fünfzig Jahre alt und entsprach weder dem aktuellen Stand der Technik noch den aktuellen Anforderungen an Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Ein weiteres Aufrechterhalten des Ist-Standes durch permanentes sehr zeitaufwendiges Reparieren schadhafter Teile war nicht länger vertretbar. Da eine Sanierung oder Teilerneuerung nach übereinstimmender Auffassung der hinzugezogenen Fachleute ausschied, kam nur eine Erneuerung der kompletten Anlage in Betracht. Die Maßnahme ist Ende des Jahres begonnen worden und wird in den ersten Monaten des Folgejahres abgeschlossen werden. Im Zuge der Planung der erforderlichen Arbeiten wurde auch die Installation einer Photovoltaik- und/oder einer Solaranlage geprüft. Unter ökologischen Gesichtspunkten wäre eine solche Erweiterung zu begrüßen gewesen. Sie scheiterte jedoch an den hohen Zusatzkosten und insbesondere an der in den Augen des hinzugezogenen Statikers unzureichenden Dachlast des Gebäudes. Insgesamt ist die Maßnahme mit Kosten von etwa 230 TEUR veranschlagt. 1.3.4 Gebäudestruktur der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung Im letzten Lagebericht wurde bereits angedeutet, dass eine Brandschutzoptimierung von Haus I der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung in Anbetracht der damit verbundenen Kosten von fast drei Millionen Euro unter betriebswirtschaftlichen Überlegungen mehr als fragwürdig wäre. Zugleich wurde die Frage gestellt, ob es nicht sinnvoller wäre, auf die Brandschutzoptimierung zu verzichten und stattdessen das Gebäude abzureißen und zum Erhalt der Arbeits- und Pflegeplätze auf dem Gelände der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung einen Ersatzneubau zu errichten. Für sinnvoll wurde es zugleich gehalten, den eventuellen Ersatzneubau über den ASOEigenbetrieb errichten zu lassen und nach dessen Fertigstellung von diesem anzupachten. Bereits Anfang 2008 war klar, dass die vom ASO Eigenbetrieb benötigte Darlehenssumme nur mit Zustimmung der Düsseldorfer Bezirksregierung möglich sein würde. Ende 2008 musste nach Einschätzung des Kämmerers davon ausgegangen werden, dass die insoweit benötigten - 253 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Darlehen von der Bezirksregierung als sogenannte „nicht rentierliche Darlehen“ gewertet werden und damit nicht genehmigt würden. Zugleich zeichnete sich in weiteren Gesprächen mit Feuerwehr, Bauordnung und dem Brandschutzsachverständigen ab, dass diese unter bestimmten Auflagen eine weitere Nutzung von Haus I im Umfang von maximal zwei Jahren noch tolerieren würden. Vor diesem Hintergrund wurde von der ASO-Betriebsleitung eine sehr umfangreiche Beschlussvorlage zur „Weiterentwicklung der Gebäudestruktur des ASO-Eigenbetriebs“ gefertigt. In dieser Vorlage wurde ausführlich dargestellt, dass ein Verzicht auf die ursprünglich angedachte Brandschutzoptimierung von Haus I zwingend dazu führen würde, dass nach Ablauf des Toleranzzeitrahmens von zwei Jahren der Heimbetrieb eingestellt werden müsse. Zugleich wurde erläutert, dass die damit verbundenen negativen Konsequenzen für die Beschäftigten und für die Betagten allein durch einen Ersatzneubau zu einem großen Teil verhindert werden könnten. Die mit einem solchen Ersatzneubau verbundenen Risiken, insbesondere das entscheidende Auslastungsrisiko, wurden als vertretbar eingestuft. 2. 2.1 Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Die Gesamterträge der ASO gGmbH beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf 23.784 TEUR nach 23.871 TEUR im Vorjahr. Die Umsatzerlöse weisen eine Höhe von 22.697 TEUR nach 22.400 TEUR im Vorjahr auf. Von den Umsatzerlösen entfallen auf den Bereich der vollstationären Pflege 20.885 TEUR (Vorjahr 20.694 TEUR) aus Erträgen aus Vergütungssätzen (allgemeine Pflegeleistungen, Unterkunft und Verpflegung) sowie aus gesondert berechenbaren Investitionsaufwendungen (nach Landespflegegesetz Nordrhein-Westfalen). Die Gesamtaufwendungen der ASO gGmbH beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf 23.228 TEUR nach 23.338 TEUR im Vorjahr. Die Personalaufwendungen haben einen Anteil von 61,4 % (Vorjahr 58,0 %) an den Gesamtaufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 4.677 TEUR (Vorjahr 5.626 TEUR) enthalten 3.077 TEUR (Vorjahr 3.050 TEUR) Pachtund Mietaufwendungen, die im Wesentlichen auf die als Mietobjekte betriebenen Pflegeeinrichtungen entfallen. Für das Geschäftsjahr 2008 ergibt sich ein Jahresüberschuss von 556 TEUR nach 533 TEUR im Vorjahr. 2.2 Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen wird vom langfristigen Kapital um 2.791 TEUR (Vorjahr 2.153 TEUR) überdeckt. In dieser Höhe ist das Umlaufvermögen mit langfristigem Kapital finanziert. Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr 2008 um den Jahresüberschuss von 556 TEUR auf 3.626 TEUR. Vom Eigenkapital entfallen 25 TEUR auf das Stammkapital. Das Eigenkapital nimmt einen Anteil von 32,9 % der Bilanzsumme (Vorjahr 31,1 %) ein. Am 31. Dezember 2008 errechnet sich eine Liquidität auf kurze Sicht von 2.830 TEUR (Vorjahresbilanzstichtag 2.181 TEUR), der ein betriebsgewöhnlicher monatlicher Finanzbedarf von 1.936 TEUR (Vorjahr 1.945 TEUR) gegenübersteht. 3. Nachtragsbericht Nach Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Sozialausschuss wurden am 9. Februar 2009 vom Rat der Stadt folgende Entscheidungen getroffen, die unter anderem für die ASO gGmbH langfristige und nachhaltige Auswirkungen haben werden: - 254 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Von einer weiteren brandschutzmäßigen Ertüchtigung von Haus I ist abzusehen; im Interesse der pflegebedürftigen Betagten und der ASO-Beschäftigten soll von der ASO gGmbH auf dem Gelände der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung ein Ersatzneubau mit etwa 64 stationären Pflegeplätzen errichtet werden; im Interesse einer Fortentwicklung des ASO-Dienstleistungsangebots sollen von der ASO gGmbH die baulichen Voraussetzungen für die Bildung einer Pflegewohngruppe mit acht bis zehn Personen geschaffen werden; nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des Ersatzneubaus soll der Heimbetrieb von Haus I aufgegeben und das Gebäude einschließlich Wintergarten, Wandelgang und Saal abgerissen werden. Danach soll die durch den Abriss freigewordene Fläche von der ASO gGmbH neugestaltet werden; den im Bericht der Betriebsleitung gemachten Finanzierungsvorschlägen wird zugestimmt; die Organe des ASO-Eigenbetriebs und der ASO gGmbH werden aufgefordert, die zur Umsetzung der vorstehenden Entscheidungen notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Die im Bericht enthaltenen Finanzierungsvorschläge sehen unter anderem vor, dass die mit dem Abriss von Haus II und Haus I verbundenen Kosten im Ergebnis von der ASO gGmbH getragen werden müssen. Dies gilt auch für die Lasten, die nach den Abrissarbeiten mit der Umschuldung oder weiteren „Bedienung“ neuer bzw. alter Darlehen verbunden sind. Per 31. Dezember 2008 wird somit eine Darlehenssumme von ca. 2.850.000 EUR dauerhaft von der ASO gGmbH getragen werden müssen. Hinzu kommen geschätzte Kosten von etwa 0,5 Millionen EUR für die Neugestaltung der Grünfläche sowie die gesamten mit der Finanzierung des Ersatzneubaus verbundenen Kosten. Die mit den Abrissen von Haus I und Haus II anfallenden Sonderabschreibungen von etwa 4,9 Millionen EUR werden jedoch nicht von der ASO gGmbH sondern vom ASO-Eigenbetrieb getragen. Aufgrund der vom Rat am 9. Februar 2009 beschlossenen Entscheidungen war eine Änderung des Wirtschaftsplanes 2009 der ASO gGmbH erforderlich. Diese wurde ebenfalls im Februar 2009 vom Aufsichtsrat beschlossen. 4. Risikobericht Seinerzeit wurde die mit dem Betrieb der beiden neuen Pflegeheime „Haus Bronkhorstfeld“ und „Seniorenresidenz am OLGA-Park“ verbundene enorm hohe Steigerung des Investitionskostensatzes als kritischer Punkt auch im Rahmen der Lageberichte benannt. Die Steigerung des Investitionskostensatzes hat sich jedoch definitiv nicht negativ auf das Nachfrageverhalten ausgewirkt. Dies konnte durch die Entwicklung im Jahre 2007 bereits - 255 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bestätigt werden. Die vorgenannten beiden Einrichtungen haben erneut die höchsten Auslastungsquoten der vier stationären Einrichtungen. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. 5. Prognosebericht Die Entscheidungen, die der Rat zur Sicherung der Arbeits- und Pflegeplätze am 9. Februar 2009 getroffen hat, werden dauerhaft zu einer hohen finanziellen Belastung des Unternehmens führen. Die Wettbewerbssituation vor Ort lässt jedoch die Einschätzung zu, dass es der ASO gGmbH gelingen wird, sich trotz dieser Zusatzlasten gegenüber der Konkurrenz am örtlichen Pflegemarkt zu behaupten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich auch der geplante Ersatzneubau positiv durch Lage, architektonische Gestaltung und überzeugende Konzepte für die pflegerische, soziale und hauswirtschaftliche Betreuung von den stationären Angeboten der Mitbewerber abhebt. Insgesamt wird auch für 2009 und 2010 damit gerechnet, dass es zu keiner wesentlichen Veränderung in der Auslastung kommen wird. Die Geschäftsführung hält es auch für eher unwahrscheinlich, dass die beiden neuen Einrichtungen, die 2009 von den Mitbewerbern im Stadtgebiet eröffnet werden, sich nachteilig auf die Nachfrage nach ASO-Angeboten auswirken werden. Um die eigene Wettbewerbssituation zu stärken, sollen die nächsten Entgeltverhandlungen erst mit Wirkung für das Jahr 2010 geführt werden. Realistisch dürfte in den Jahren 2010 und 2011 eine Steigerung von jeweils 3 % sowie von jeweils etwa 2 % in den Jahren 2012 und 2013 sein. Der Entwicklung im Ertragsbereich stehen geschätzte Aufwandssteigerungen im Personalbereich von geschätzt maximal 2,75 % für 2010 und 2011 sowie von weiteren maximal 2 % für die Jahre 2012 und 2013 gegenüber. Im Hinblick auf den für 2010 geplanten Platzabbau wird davon ausgegangen, dass es gelingen wird, die Personalstärke entsprechend dem reduzierten Platzangebot anzupassen. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass trotz der zusätzlichen Belastungen durch die Ratsentscheidung vom Februar 2009 im Trend mit weiterhin positiven Jahresergebnissen gerechnet wird. Oberhausen, 30. März 2009 Udo Spiecker Geschäftsführer - 256 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH 100% ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH 100% ASO Service GmbH 100 % Sonstige Unternehmen ARGE SODA 50% Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH 12,60% Betriebsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH & Co. KG 0,52% Public Konsortium d-NRW GbR 1,27% Stadtsparkasse Oberhausen Trägerschaft - 257 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 ASO Service GmbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Elly-Heuss-Knapp-Straße 3 46145 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/6911 0208/691770 udo.spiecker@oberhausen.de - Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 25,00 Gesellschafter: ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH T€ 25,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Zweck der Gesellschaft ist die ausschließliche Erbringung von Dienstleistungen aus den Bereichen Gebäudereinigung, Küchen-, Catering-, Wäscherei- und Stationshilfen für die ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH. Wichtige Verträge ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH Dienstleistungsvertrag mit der ASO Service GmbH b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Spiecker, Udo Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Frind, Reinhard - 258 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Umlaufvermögen T€ 34,33 % 100,0 T€ 31,19 % 100,0 T€ 32,55 % 100,0 T€ 1,36 % 4,36 Bilanzsumme 34,33 100,00 31,19 100,00 32,55 100,00 1,36 4,36 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 25,00 3,00 6,33 % 72,8 8,7 18,4 T€ 25,00 3,00 3,19 % 80,2 9,6 10,2 T€ 25,00 3,00 4,55 % 76,8 9,2 14,0 T€ 0,00 0,00 1,36 % 0,00 0,00 42,63 Bilanzsumme 34,33 100,00 31,19 100,00 32,55 100,00 1,36 4,36 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 554,64 0,68 543,58 11,73 0,01 2008 T€ 467,23 1,11 458,45 9,89 0,00 0,00 0,00 0,00 741,59 0,53 726,60 15,52 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: 0,00 0,00 0,00 19,53 97,91 31.12.2007 0,00 0,00 0,00 14,24 97,89 31.12.2008 0,00 0,00 0,00 14,30 97,89 Angaben in % % T€ T€ % - 259 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 72,82 27,18 80,15 19,85 76,81 23,19 Angaben in 31.12.2007 31.12.2008 % % % e) Lagebericht 1 Geschäft und Rahmenbedingungen Weiterentwicklung des ASO-Unternehmensverbundes durch Gründung der ASO Service GmbH Die gesamten Aufgaben des ehemaligen Stadtamtes 54/Amt für Alteneinrichtungen sind zum 1. Januar 1993 auf die neu gegründete eigenbetriebsähnliche Einrichtung „Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen“ übertragen worden. Das operative Geschäft dieser Einrichtung ist entsprechend dem Ratsbeschluss vom November 2001 aus der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung herausgelöst und auf die „ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH“ übertragen worden. Diese hat ihren Geschäftsbetrieb am 1. Januar 2002 aufgenommen. Ende 2002 hat der Rat der Stadt beschlossen, den ASO-Verbund aus „Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen“ und „ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH“ um ein weiteres Unternehmen zu ergänzen, und zwar um die „ASO Service GmbH“. Diese Gesellschaft ist zum 1. Februar 2003 als 100 %ige Tochter der bereits bestehenden gGmbH gegründet worden und soll künftig ausschließlich hauswirtschaftliche Dienstleistungen für das Mutterunternehmen erbringen. Organe der ASO Service GmbH sind die Geschäftsführung sowie die Gesellschafterversammlung. Geschäftsführer ist Herr Udo Spiecker. Dieser Lagebericht bezieht sich ausschließlich auf die „ASO Service GmbH“. 2 2.1 Darstellung des Geschäftsverlaufs Umsatz- und Ertragsentwicklung Die Gesamterträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf 468.335,68 EUR. Dieser Betrag entspricht im Wesentlichen den tatsächlich entstandenen Personalkosten. Diese werden der ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH monatlich in Rechnung gestellt, und zwar aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft ohne Umsatzsteuer. Gleiches gilt für den in Rechnung gestellten Betrag zur Abdeckung der entstehenden Allgemeinkosten, die ebenfalls von der ASO gGmbH getragen werden müssen. 2.2 Personalbereich - 260 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Im Jahresdurchschnitt 2008 waren in der ASO Service GmbH insgesamt 14,31 Kräfte beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr sind dies durchschnittlich 3,68 Vollkräfte weniger. 2.3 Investitionen Investive Maßnahmen wurden und werden aufgrund der rechtlichen Konstruktion der ASO Service GmbH nicht von dieser durchgeführt oder finanziert. Investitionen werden vielmehr ausschließlich über den ASO Eigenbetrieb bzw. die ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH abgewickelt. Auf deren Jahresabschlüsse wird insoweit an dieser Stelle verwiesen. 2.4 Vermögens- und Finanzlage Das Eigenkapital nimmt einen Anteil von 76 % der Bilanzsumme ein. Am 31. Dezember 2008 errechnet sich eine Liquidität auf kurze Sicht von 25 TEUR (Vorjahr 25 TEUR), der ein betriebsgewöhnlicher monatlicher Finanzbedarf von 39 TEUR (Vorjahr 46 TEUR) gegenübersteht. 3 Nachtragsbericht Seit Abschluss des Geschäftsjahres 31. Dezember 2008 bis zur Aufstellung des Lageberichtes Ende März 2009 gab es keine signifikanten Abweichungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation. Risikobericht Die ASO Service GmbH wurde mit dem Ziel gegründet, durch eine Reduzierung der Kosten im hauswirtschaftlichen Bereich die Wettbewerbsfähigkeit des Mutterunternehmens zu stärken. Der zu diesem Zweck seinerzeit mit Ver.di vereinbarte Haustarifvertrag sah dazu gegenüber dem damaligen BMT-G ein etwas günstigeres Entgeltgefüge vor. Nach Ablösung des BMT-G durch den TVöD wurde die neu geschaffene Niedriglohngruppe des TVöD genutzt, um ein noch größeres Einsparpotential zu erschließen. Einstellungen im hauswirtschaftlichen Bereich wurden nicht mehr im Bereich der ASO Service GmbH, sondern wieder in der ASO gGmbH vorgenommen. Entsprechend sank in den zurückliegenden drei Jahren kontinuierlich die Zahl der in der ASO Service GmbH Beschäftigten. In den Lageberichten der zurückliegenden Jahre wurde darauf aufmerksam gemacht und zugleich auf die Unsicherheit hingewiesen, die sich aus dem Umstand ergaben, dass der Anwendungsbereich der neuen Entgeltgruppe 1 (EG1) unterschiedlich beurteilt werden konnte und darüber hinaus die Tarifvertragsparteien sich bislang noch nicht auf eine klare Zuordnung des Begriffs der „einfachsten Tätigkeiten“ verständigt hatten. Am 28.01.2009 hat sich das Bundesarbeitsgericht erstmalig mit dem Anwendungsbereich der neuen Entgeltgruppe 1 befasst. Der Beschluss des BAG bzw. dessen Begründung lässt die Folgerung zu, dass die im Haustarifvertrag der ASO Service GmbH geregelten Tätigkeiten innerhalb der ASO gGmbH wahrscheinlich einer höheren als der bislang herangezogenen Entgeltgruppe 1 zugeordnet werden müssen. Im Gegensatz zum bislang praktizierten Verfahren werden deshalb künftig wieder die Beschäftigungsmöglichkeiten der ASO Service GmbH genutzt. Den zuletzt befristet Beschäftigten der ASO gGmbH wird im Zeitpunkt der möglichen Entfristung ein Wechsel zur ASO Service GmbH angeboten. Prognosebericht Die Entwicklung des Unternehmens ist aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft und des Gesellschaftszwecks untrennbar mit der Geschäftsentwicklung der ASO gGmbH als Muttergesellschaft verbunden. Diese konnte zuletzt durch die Eröffnung der beiden neuen Pflegeheime die Attraktivität des stationären Betriebszweiges erheblich steigern. Auch aufgrund der jüngsten Entscheidung des Rates der Stadt bzw. des Aufsichtsrats der ASO gGmbH, auf die 4 5 - 261 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Brandschutzoptimierung von Haus I der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung zu verzichten und statt dessen ein neues Pflegeheim zu errichten, wird die Wettbewerbsfähigkeit der stationären Angebote gestärkt werden. Deshalb wird die weitere Entwicklung der Muttergesellschaft am Oberhausener Pflegemarkt trotz weiterer Angebote neuer Anbieter durchaus optimistisch beurteilt. Aufgrund der dargestellten Verbindung gilt diese Einschätzung auch für die ASO Service GmbH, zumal sich der Rat der Stadt im Juni 2008 gegen den BPG-Vorschlag ausgesprochen hat, Eigentum und Betrieb einem neuen Betreiber zu übertragen. Oberhausen, 30. März 2009 Udo Spiecker Geschäftsführer - 262 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH 100% ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH 100% ASO Service GmbH 100 % Sonstige Unternehmen ARGE SODA 50% Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH 12,60% Betriebsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH & Co. KG 0,52% Public Konsortium d-NRW GbR 1,27% Stadtsparkasse Oberhausen Trägerschaft - 263 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 ARGE SODA (Soziale Dienstleistungen am Arbeitsmarkt) a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Centroallee 273-277 46047 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208-62134301 0208/8506855 SODA-Oberhausen@arge-sgb2.de www.arge-oberhausen.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: Gesellschaft öffentlichen Rechts sui generis 0,00 Gesellschafter: Agentur für Arbeit Oberhausen Stadt Oberhausen T€ 0,00 0,00 % 50,00 50,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand der ARGE ist die Wahrnehmung von Aufgaben der Grundsicherung für Arbeitssuchende für die Agentur und die Kommune, die der ARGE durch Gesetz zugewiesen sind oder ihr von den Vertragspartnern auf der Grundlage dieses Vertrages übertragen werden. Die ARGE nimmt gemäß § 44 b Abs. 3 Satz 1 SGBII sämtliche der Agentur nach dem SGB II obliegenden Aufgaben wahr. Wichtige Verträge Stadt Oberhausen Vertrag über die Gründung und Ausgestaltung einer Arbeitsgemeinschaft gemäß 44 b SGB II vom 16.11.2004 - 264 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Gleibs, Annette Trägerversammlung: Frind, Reinhard Groß, Dieter Grüll, Lothar Klar, Andreas Lehnert, Heinrich Muss, Ralf Nagels, Hans-Jürgen Oberste-Kleinbeck, Kirsten Wilke, Heike e) Lagebericht Ein Lagebericht wird nicht erstellt. - 265 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 266 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH 100% ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH 100% ASO Service GmbH 100 % Sonstige Unternehmen ARGE SODA 50% Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH 12,60% Betriebsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH & Co. KG 0,52% Public Konsortium d-NRW GbR 1,27% Stadtsparkasse Oberhausen Trägerschaft - 267 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Essener Str. 99 46047 Oberhausen Kontakt: Telefon Telefon Fax Fax e-Mail Internet Internet 0201/319390 0208/4500794 0201/3193918 0208/4500739 www.106.2radiooberhausen.de/ www.92.9radiomuelheim.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH 25,56 Gesellschafter: Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH Stadt Oberhausen Zeitungsverlag Niederrhein GmbH & CO. Essen Kommanditgesellschaft T€ 3,17 3,22 19,17 % 12,40 12,60 75,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der Kommanditgesellschaft "Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH & Co. KG" als persönlich haftende Gesellschafterin sowie die Übernahme der Geschäftsführung und Vertretung dieser Gesellschaft. Darüber hinaus sind Gegenstand des Unternehmens alle mit Satz 1 unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden Geschäfte. Wichtige Verträge Veranstaltergemeinschaft Lokalfunk für das Vertretungsgebiet der Städte Mülheim an der Ruhr und Oberhausen e.V. - 268 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Geschäftsführer Weske, Hans-Jürgen Hölscher, Ulrich Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Tsalastras, Apostolos Prokura: Prokurist Raußmüller, Willy e) Lagebericht Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Gesellschaft führt keinen eigenen Geschäftsbetrieb. Sie ist ausschließlich als Komplementärin an der Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG beteiligt. Die Gesellschaft nimmt in ihrer Funktion die Geschäftsführung und Vertretung der Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG als persönlich haftende Gesellschafterin wahr. Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist sie für die Entwicklung der Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG durch ihre aktive Geschäftsführungsfunktion maßgeblich. Das wirtschaftliche Umfeld hat sich im Geschäftsjahr 2008 durch die weltweite Finanzkrise gegenüber den Vorjahren deutlich verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklima-Index verlor seit Juni 2008 (Index: 101,0) stetig und liegt im Februar 2009 nur noch bei einem Wert von 82,6. Auch wenn von den Regierungen führender Wirtschaftsnationen große Anstrengungen unternommen werden, die Negativentwicklung aufzuhalten, ist bisher noch keine Besserung der wirtschaftlichen Lage ersichtlich. Dieses wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus, im Februar 2009 stieg die Arbeitslosenquote weiter an und liegt nun bei 8,5 %. Der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Herr Weise, gibt im Februar 2009 an, dass die 3 wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes eine Negativentwicklung aufweisen: „die Arbeitslosigkeit stieg, die Erwerbstätigkeit nahm ab und die Arbeitskräftenachfrage ging weiter zurück.“ (Quelle: www.arbeitsagentur.de, Pressemeldung 09-019) Auf den bundesweiten Werbemarkt 2008 hatte diese Entwicklung bisher nur bedingt Einfluss, das Wachstum der Bruttoumsätze verlangsamte sich lediglich, konnte aber um weitere 0,7 % zulegen. Allerdings gingen die Umsätze der Gattung Radio um 0,8 % zurück, so dass sich der Marktanteil um 0,1 % auf nun 6,1 % reduzierte. (Quelle: Nielsen Media Research GmbH/ RMS Werbetrend 2008) - 269 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2008 konnte das Ergebnis in der operativen Betriebsgesellschaft nur unwesentlich verbessert werden. Die Umsätze gingen um 3,0 % zurück, die anteilige Gewinnausschüttung seitens radio NRW verringerte sich um 6,8 %. Die Kosten verringerten sich vor allem durch geringere Werbemaßnahmen gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis der Berichtsgesellschaft resultiert aus Zinseinnahmen aus der Bereitstellung von Finanzmitteln, der Haftungsrisikovergütung für ihre Tätigkeit in der operativen Betriebsgesellschaft, abzüglich der anfallenden Verwaltungs- und Prüfungskosten. Die Ertragslage ist stabil und unterliegt keinen nennenswerten Veränderungen. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich über Einnahmen aus der Risikovergütung und der Bereitstellung von Finanzmitteln aus den Einlagen der Gesellschafter. Die Liquidität der Gesellschaft ist ausreichend und gesichert. Forderungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt ausschließlich über Umlaufvermögen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 40 T€. Neben dem unveränderten gezeichneten Kapital (25,6 T€) und einem Gewinnvortag sind auf der Passivseite Rückstellungen in Höhe von 3,1 T€ bilanziert. Wesentliche Abweichungen zum Vorjahr bestehen nicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ablauf des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Risikobericht Für die Berichtsgesellschaft sind Risiken nur aus dem Geschäft der operativen Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG zu erwarten. Diese Gesellschaft schloss auch im Geschäftsjahr 2008 mit einem negativen Ergebnis ab. Die von der Geschäftsführung angestrebten Umsatzsteigerungen durch den in 2007 vollzogenem Markenrelaunch konnten 2008 nicht erzielt wurden. Als ein Grund hierfür sind die verschlechterten Rahmenbedingungen durch die aufgetretene Finanzkrise zu sehen. Die Geschäftsführung will in 2009 weitere Einsparpotentiale ermitteln und diese durch sinnvolle Maßnahmen heben. Sollte eine anhaltende negative Geschäftsentwicklung eintreten, ist der Fortbestand des Senders und der Berichtsgesellschaft gefährdet. Prognosebericht Das Werbepotential im Verbreitungsgebiet der operativen Betriebsgesellschaft ist noch nicht abgeschöpft. Die Werbekunden sollen mit neuen, innovativen Produkten und Ideen an die Werbegattung Radio gebunden werden, zudem sollen hiermit Neukunden von dem Werbemedium Radio überzeugt werden. Zudem ermöglicht der Split des Senders gezielter auf die Wünsche der Werbetreibenden und der Hörer in den Städten Mülheim an der Ruhr und Oberhausen einzugehen, was sich durch weniger Streuverluste und günstigen Preisen realisieren lässt. - 270 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Um in den Folgejahren deutliche Ergebnisverbesserungen zu erzielen wird die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2009 einen neuen Restrukturierungsprozess starten um den Fortbestand der operativen Gesellschaft, und damit auch der Berichtsgesellschaft, dauerhaft zu sichern. Eine Inanspruchnahme durch Gläubiger der Kommanditgesellschaft aus der persönlichen Haftung für Schulden der Kommanditgesellschaft ist bis zum heutigen Tage nicht erfolgt und ist auch nicht zu erwarten. Die bilanzielle Überschuldung der Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG ist durch die Gewährung von Gesellschafterdarlehen, die nur bedingt rückzahlbar sind, keine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne. Essen, 06. April 2009 Hans-Jürgen Weske Ulrich Hölscher - 271 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 272 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH 100% ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH 100% ASO Service GmbH 100 % Sonstige Unternehmen ARGE SODA 50% Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH 12,60% Betriebsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH & Co. KG 0,52% Public Konsortium d-NRW GbR 1,27% Stadtsparkasse Oberhausen Trägerschaft - 273 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH & CO. KG a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Essener Str. 99 46047 Oberhauen Kontakt: Telefon Telefon Fax Fax e-Mail Internet Internet 0201/319390 0208/4500764 0201/3193918 0208/4500739 www.106.2radiooberhausen.de/ www.92.9radiomuelheim.de/ Rechtsform: Stammkapital in T€: GmbH & Co. KG 725,00 Gesellschafter: Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH Peter Fiele Stadt Oberhausen Zeitungsverlag Niederrhein GmbH & CO. Essen Kommanditgesellschaft T€ 1,24 178,77 1,24 543,75 % 0,17 24,66 0,17 75,00 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die Wahrnehmung folgender Aufgaben, die sich aus dem Landesrundfunkgesetz für den Betrieb lokalen Rundfunks ergeben: Die zur Produktion und zur Verbreitung des lokalen Rundfunks erforderlichen technischen Einrichtungen zu beschaffen und dem Vertragspartner zur Verfügung zu stellen. Dem Vertragspartner die zur Wahrnehmung seiner gesetzlichen und durch Vereinbarung bestimmten Aufgaben erforderlichen Mittel im vertraglich bestimmten Umfang zur Verfügung zu stellen. Für den Vertragspartner Produktionshilfen zur Verfügung zu stellen. Hörfunkwerbung zu verbreiten. - 274 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Darüber hinaus sind Gegenstand des Unternehmens alle mit Satz 1 unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden Geschäfte. Zu diesem Zweck kann sich die Gesellschaft an anderen Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gesellschaftszweck beteiligen, derartige Untrnehmen erwerben, Tochtergesellschaften gründen, Zweigniederlassungen errichten sowie alle sonstigen den Gesellschaftszweck fördernde Geschäfte vornehmen. b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Geschäftsführer Geschäftsführer Weske, Hans-Jürgen Hölscher, Ulrich Vertreter der Stadt / der städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung: Tsalastras, Apostolos e) Lagebericht Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Tätigkeit der Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG erstreckt sich im Wesentlichen auf die Verbreitung von Hörfunkwerbung, die Zurverfügungstellung von Sende- und Produktionstechnik für die vertraglich gebundene Veranstaltergemeinschaft Lokalfunk für die Städte Mülheim an der Ruhr und Oberhausen e.V., sowie die Erstattung der durch die Veranstaltergemeinschaft verursachten Kosten. Die Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG ist nach dem Landesmediengesetz verpflichtet, die Sende- und Produktionstechnik für die Veranstaltergemeinschaft Lokalfunk für die Städte Mülheim an der Ruhr und Oberhausen e.V. zur Verfügung zu stellen und die dort verursachten Kosten zu übernehmen. Das Kerngeschäft der Betriebsgesellschaft ist die Vermarktung von Hörfunkwerbung im lizenzierten Sendegebiet der Veranstaltergemeinschaft Lokalfunk für die Städte Mülheim an der Ruhr und Oberhausen e.V., der Lokalfunkmarken “92.9 Radio Mülheim“ und „106.2 Radio Oberhausen“. Sie bedient sich hier der Dienstleistungen der Westfunk GmbH & Co. KG, die im eigenen Namen für fremde Rechnung mit qualifiziertem Verkaufs- und Marketingpersonal für die Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG im Sendegebiet tätig ist. radio NRW produziert und liefert täglich das Rahmenprogramm, das im Anschluss an die originär im Sender produzierten Lokalstunden auf den Frequenzen von 92.9 Radio Mülheim und 106.2 Radio Oberhausen gesendet wird. radio NRW lässt die Werbeminuten vor der jeweils vollen Stunde von der Radio Marketing Service GmbH, Hamburg, national vermarkten und bestreitet daraus die Produktion des Rahmenprogramms. - 275 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Nach Abzug der Kosten werden, neben einer Gewinnabschöpfung durch die Gesellschafter in Höhe von 15 %, die Überschüsse nach einem Umlageschlüssel der erzielten Reichweiten der Lokalfunksender in NRW verteilt. Das wirtschaftliche Umfeld hat sich im Geschäftsjahr 2008 durch die weltweite Finanzkrise gegenüber den Vorjahren deutlich verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklima-Index verlor seit Juni 2008 (Index: 101,0) stetig und liegt im Februar 2009 nur noch bei einem Wert von 82,6. Auch wenn von den Regierungen führender Wirtschaftsnationen große Anstrengungen unternommen werden, die Negativentwicklung aufzuhalten, ist bisher noch keine Besserung der wirtschaftlichen Lage ersichtlich. Dieses wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus, im Februar 2009 stieg die Arbeitslosenquote weiter an und liegt nun bei 8,5 %. Der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Herr Weise, gibt im Februar 2009 an, dass die 3 wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes eine Negativentwicklung aufweisen: „die Arbeitslosigkeit stieg, die Erwerbstätigkeit nahm ab und die Arbeitskräftenachfrage ging weiter zurück.“ (Quelle: www.arbeitsagentur.de, Pressemeldung 09-019) Auf den bundesweiten Werbemarkt 2008 hatte diese Entwicklung bisher nur bedingt Einfluss, das Wachstum der Bruttoumsätze verlangsamte sich lediglich, konnte aber um weitere 0,7 % zulegen. Allerdings gingen die Umsätze der Gattung Radio um 0,8 % zurück, so dass sich der Marktanteil um 0,1 % auf nun 6,1 % reduzierte. (Quelle: Nielsen Media Research GmbH/ RMS Werbetrend 2008) Die Aktivitäten der Landesanstalt für Medien (LfM) in Bezug auf die digitale Verbreitung von Radioprogrammen haben in 2008 abgenommen. So gibt die LfM an, das erst in 2009/2010 weitere digitale Kapazitäten zur Verfügung stehen werden. Hier bleibt zudem abzuwarten, wie schnell die Hörer die neu benötigten Endgeräte kaufen und nutzen werden und wer die hohen technischen Investitionssummen tätigen wird. Die Betriebsgesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2008 die Vorjahresumsätze annähernd erreichen. Ein Grund für das geringe Minus ist auch in der zum Jahresende aufgetretenen Finanzkrise begründet. Die Umsätze sanken auf 1.218 T€ (- 3,0 %). Die in den Vorjahren erfolgreiche Angebots- und Preispolitik wurde fortgeführt. Neben dem klassischen Angebot im Werbeblock werden für die Werbetreibenden crossmediale Produkte in Verbindung mit Mehrwertdiensten und Interneteinbindung immer wichtiger und beliebter. Ertragslage In diesem Geschäftsjahr verringerten sich die Umsätze um 3,0 % (-38 T€) und lagen 2008 bei 1.218 T€. Die Erlöse aus der radio NRW-Überschussbeteiligung verringerten sich um 32 T€ auf 440 T€ (-6,8 %). Grund hierfür war vor allem die geringere Gesamtausschüttung von radio NRW, die Reichweite der Sender „106.2 Radio Oberhausen“ und „92.9 Radio Mülheim“ liegt annähernd auf Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Stundenreichweite (Mo.-So.) lag mit 5,3 % (gem. E.M.A. NRW 2008 I) um 0,1 % unter dem Vorjahreswert. Der Anteil bei den „Hörern gestern Montag – Freitag“ entwickelte sich – gem. E.M.A. NRW 2008 I – negativ und liegt nun bei 22,0 % (Vorjahr: 24,0 %). Bei den Aufwendungen verringerten sich die Werbekosten (inkl. Reise- und Bewirtungskosten) um –183 T€, die Aufwendungen aus Kostenumlagen und Dienstleistungen stiegen um 84 T€. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr nur leicht verbessert werden und liegt im Geschäftsjahr 2008 bei -597 T€ (+15 T€). Es bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Finanzkrise verändern werden. Die Geschäftsführung wird an der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft aus den Vorjahren festhalten und gegebenenfalls notwendige Entscheidungen treffen, um die Entwicklung der Betriebsgesellschaft zu verbessern. - 276 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Finanzlage Der Cashflow hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Kapitalflussrechnung nach DRS 2: 2008 T€ 2007 T€ Laufende Geschäftstätigkeit: Periodenergebnis Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens und auf immaterielle Vermögensgegenstände Zunahme/Abnahme der RST Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens Zunahme/Abnahme der Forderungen aus L&L sowie andere Aktiva, die nicht der Investitionsund Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme/Abnahme der Verbindllichkeiten aus L&L sowie andere Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit Investitionstätigkeit: Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände Erlöse aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögensgegenständen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -598,0 135,7 -613,1 130,1 14,7 0,0 18,7 0,0 2,0 27,1 -47,4 211,7 -493,0 -225,5 -9,2 -167,7 0,0 0,0 -9,2 -167,7 Finanzierungstätigkeit Einzahlung aus Kapitalerhöhung der Gesellschafter Haftungsrisikovergütung der Komplementärin Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 795,0 -2,6 792,4 485,0 -2,6 482,4 - 277 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Entwicklung des Finanzmittelfonds Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds - Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit - Cash Flow aus der Investitionstätigkeit - Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -493,0 -9,2 792,4 290,2 -479,1 -188,9 290,2 -225,5 -167,7 482,4 89,2 -389,9 -479,1 89,2 Finanzmittelbestand am Anfang der Periode Finanzmittelbestand am Ende der Periode Veränderung Finanzmittelbestand Die Gesellschaft finanziert sich über Einnahmen aus der Vermarktung von Werbezeiten und Sonderwerbeformen (inklusive Onlineangebote). Aufgrund der Einbeziehung in das inländische Cash-Pooling der WAZ Mediengruppe ist die Liquidität jederzeit gesichert, da die Gesellschaft von der allgemein bekannten Bonität der WAZ Mediengruppe profitiert. Vermögenslage In diesem Geschäftsjahr veränderte sich die Bilanzsumme der Gesellschaft nur gering und liegt bei 4.049 T€ (Vorjahr: 4.062 T€). Auf der Passivseite erhöhten sich die zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlagen um 310 T€. Im Gegenzug verringerten sich die Verbindlichkeiten um 338 T€. Auf der Aktivseite reduzierte sich das Anlagevermögen um 126 T€, der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag stieg um 116 T€. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich auf 6 %. Hierbei handelt es sich um Anlagevermögen für Produktions- und Sendetechnik, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Lizenzrechte im Wert von insgesamt 252 T€. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ablauf des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Risiken Die Gesellschaft wird durch folgende Risiken beeinflusst: Markt- und Wettbewerbsrisiken Die negative wirtschaftliche Entwicklung durch die aktuelle Finanzkrise wirkt sich auch auf den Werbemarkt aus, so wurden z. B. die Marketing-Budgets namhafter Unternehmen für 2009 deutlich reduziert. Dieser Umstand wird zu einer Erhöhung des Konkurrenzkampfes der Mediengattungen untereinander und innerhalb der Gattung Radio führen. Die lokalen privaten Radiogesellschaften stehen in direkter Konkurrenz zu den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Regionalsendern. Die Gattung Radio steht zudem in Konkurrenz mit weiteren Werbegattungen wie Print, TV und Plakat. Besonders groß ist der Marktdruck auf - 278 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 die Privatsender, da sich diese selbst finanzieren müssen und somit auf die Werbeeinnahmen angewiesen sind. Den Kunden wird vermehrt angeboten, crossmedial zu werben. Hier werden die klassischen Werbespots z. B. mit Mehrwertdiensten, Sonderwerbeformen und Internetwerbung ergänzt. Auch wenn diese Zusatzleistungen bei den Kunden immer beliebter werden, so ist momentan der Umsatzanteil dieser Produkte noch relativ gering. Die crossmedialen Zusatzangebote sollen dazu dienen, den Kernumsatz zu stabilisieren und ggf. auszubauen. Gelingt es nicht, dem Kunden interessante Angebote im Zusammenhang mit klassischen Werbespots anzubieten, könnte dieses zu Umsatzeinbussen führen. Rechtliche Risiken Die befristet erteilten rundfunkrechtlichen Lizenzen sind mit bestimmten Auflagen verbunden und konzentrationsrechtlichen Meldepflichten unterworfen, deren Beachtung und Befolgung wesentlich für den Bestand der Genehmigungen sind. Diese Sendelizenzen sind in Deutschland zeitlich befristet erteilt. Die Lizenz wurde der Veranstaltergemeinschaft Lokalfunk für die Städte Mülheim an der Ruhr und Oberhausen e.V. bis zum 31.08.2010 erteilt. Eine Verlängerung der Fristen wird in der Regel gewährt, jedoch ohne Garantie. Die Lizenzen und Genehmigungen beinhalten zum Teil auch Auflagen, deren Nichtbefolgung die Landesmedienanstalten auch während der Laufzeit zu einem Widerruf berechtigen. Gesamtrisiko In der Gesellschaft wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Die Geschäftsführung wird das wirtschaftliche Umfeld und die Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Geschäftsjahr 2009 beobachten und ggf. Maßnahmen entwickeln und umsetzen, um einer möglichen negativen Entwicklung entgegentreten zu können. Sollte eine dauerhafte negative Geschäftsentwicklung eintreten, wäre der Fortbestand der Berichtsgesellschaft gefährdet. Risikomanagement Die Gesellschaft verfügt über geeignete Planungs-, Reporting- und Controllingsysteme die die Geschäftsführung in der Risikobewertung und Steuerung der Gesellschaft unterstützen. Durch ein implementiertes Risikomanagement können Risiken rechtzeitig erkannt werden. Es sind Entscheidungsgrundlagen vorhanden, die der Geschäftsführung die Möglichkeit geben Risiken zu erkennen, abzuwenden oder zu minimieren. Prognosebericht Die Anstrengungen der Geschäftsführung, eine positive Entwicklung des Senders und der Betriebsgesellschaft zu erreichen wird durch das deutlich verschlechterte wirtschaftliche Umfeld erschwert. Die Produkte sind, auch unter dem Gesichtspunkt der von vielen Werbetreibenden geforderten „crossmedialen“ Werbung, auf den Werbemarkt abgestimmt. Mit neuen, individuellen Angeboten sollen die Werbetreibenden an die Gesellschaft gebunden werden. Das Werbepotential im Verbreitungsgebiet ist noch nicht abgeschöpft. Durch eine weiterhin hohe Intensität der Marktaktivitäten und Weiterentwicklung der Produkte soll das vorhandene Potential gehoben werden. Die Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG wird 2009 durch aktive Kundenansprachen alle Anstrengungen unternehmen, um vor allem auf dem lokalen Werbemarkt die Werbetreibenden an das Medium Radio zu binden und Neukunden hiervon zu überzeugen. Zudem ermöglicht der Split des Senders gezielter auf die Wünsche der Werbetreibenden und der Hörer in den Städten Mülheim an der Ruhr und Oberhausen einzugehen, was sich durch weniger Streuverluste und günstigen Preisen realisieren lässt. Die Reichweiten sollen durch interessante Programmelemente gesteigert - 279 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 werden. In der Sendestrecke „Ruhrgebiets-Drive-Time“ (wochentags 18-21 Uhr) soll der Hörer am Abend durch Themen aus der Region weiter an den Sender gebunden werden. Der Internetauftritt wurde in Form eines Relaunches den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst und soll so zu vermehrten Seitenaufrufen führen. Um in den Folgejahren deutliche Ergebnisverbesserungen zu erzielen wird die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2009 einen neuen Restrukturierungsprozess starten um den Fortbestand der operativen Gesellschaft, und damit auch der Berichtsgesellschaft, dauerhaft zu sichern. Eine Inanspruchnahme durch Gläubiger der Kommanditgesellschaft aus der persönlichen Haftung für Schulden der Kommanditgesellschaft ist bis zum heutigen Tage nicht erfolgt und ist auch nicht zu erwarten. Die bilanzielle Überschuldung der Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/ Oberhausen mbH & Co. KG ist durch die Gewährung von Gesellschafterdarlehen, die nur bedingt rückzahlbar sind, keine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne. Essen, 26. Mai 2009 Hans-Jürgen Weske Ulrich Hölscher - 280 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH 100% ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH 100% ASO Service GmbH 100 % Sonstige Unternehmen ARGE SODA 50% Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH 12,60% Betriebsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH & Co. KG 0,52% Public Konsortium d-NRW GbR 1,27% Stadtsparkasse Oberhausen Trägerschaft - 281 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Public Konsortium d-NRW GbR a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Lise-Meitner-Allee 4 44801 Bochum Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0234/43870330 0234/43870335 info@d-nrw.de - Rechtsform: Stammkapital in T€: GbR 1.163,47 Gesellschafter: Dortmunder Systemhaus GKD Gemeinsame Kommunale Datenzentrale Recklinghausen Kreis Mettmann krz Komm. Rechenzentrum MindenRavensberg/Lippe Land NRW Stadt Monheim Stadt Oberhausen T€ 29,55 30,46 9,95 93,36 969,92 15,91 14,30 % 2,54 2,62 0,86 8,02 83,36 1,37 1,23 Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der Ruhr-digital Besitz-GmbH & Co. KG b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Fischer, Jonas Konsortialversammlung: Mitglied gem. § 113 GO Suhr, Rainer - 282 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 c) Beteiligungen unmittelbar Ruhrdigital Besitz-GmbH & Co. KG T€ 20,00 % 80,00 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen T€ 1.020,00 10,03 % 99,0 1,0 T€ 1.020,00 22,59 % 97,8 2,2 T€ 1.020,00 146,01 % 87,5 12,5 T€ 0,00 123,42 % 0,00 546,35 Bilanzsumme 1.030,03 100,00 1.042,59 100,00 1.166,01 100,00 123,42 11,84 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 1.020,59 5,40 4,04 % 99,1 0,5 0,4 T€ 1.034,89 4,80 2,90 % 99,3 0,5 0,3 T€ 1.159,21 4,59 2,21 % 99,4 0,4 0,2 T€ 124,32 -0,21 -0,69 % 12,01 -4,38 -23,79 Bilanzsumme 1.030,03 100,00 1.042,59 100,00 1.166,01 100,00 123,42 11,84 bb) GuV 2006 T€ sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 0,69 2008 T€ 0,62 0,00 11,34 7,11 0,04 -18,41 -18,41 -18,41 4,91 0,05 -4,17 -4,17 -4,17 5,03 0,15 -4,26 -4,26 -4,26 - 283 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 99,08 0,92 99,26 0,74 99,42 0,58 Angaben in 31.12.2007 31.12.2008 Angaben in % -1,77 -18,41 0,00 282.745,89 -0,40 -4,17 0,69 -0,37 -4,26 0,62 % T€ T€ % 31.12.2007 31.12.2008 % % % e) Lagebericht Darstellung des Geschäftsverlaufes der Gesellschaft a) Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das Geschäftsjahr der Public Konsortium d-NRW GbR war geprägt durch eine gemäßigte Entwicklung der Wirtschaftslage. Die weltwirtschaftlichen Auswirkungen der Bankenkrise haben sich nicht auf die Entwicklung der Gesellschaft übertragen. Die Gesellschaft hat ihr operatives Geschäft auf einer soliden Arbeitsgrundlage und -struktur verfolgt Einziger Gegenstand der Gesellschaft ist dabei die Beteiligung als Kommanditistin an der Ruhrdigital BesitzGmbH & Co. KG mit Sitz in Dortmund. b) Umsatz- und Auftragsentwicklung Aufgrund des Gesellschaftszwecks können als Erlöse nur die Beteiligungserträge aus der Ruhrdigital BesitzGmbH & Co. KG erzielt werden. Sonstige Erträge im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden grundsätzlich nicht erzielt. Die Ruhrdigital Besitz-GmbH & Co. KG hat im Geschäftsjahr 2008 einen Gewinn von 252 T€ erwirtschaftet. Dies bedeutet gegenüber dem Geschäftsjahr 2007 eine erhebliche Verbesserung. Die Gruppe der Konsorten hat sich im Jahr 2008 um die Zweckverbände krz Minden-Ravensberg/Lippe und GKD Recklinghausen erweitert. Weiterhin sind auch das Land NRW, der Kreis Mettmann sowie die Städte Dortmund, Monheim am Rhein und Oberhausen Konsorten der Gesellschaft. Gespräche mit weiteren Städten und Gemeinden in NRW zur Gewinnung weiterer Konsorten wurden im Jahr 2008 geführt und sollen im Jahr 2009 zu zahlreichen weiteren Beitritten führen. c) Investitionen Die Gesellschaft hat im Jahr 2008 keine Investitionen durchgeführt. - 284 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Gesellschaft hat im Jahr Finanzierungsvorhaben geplant. e) Personal- und Sozialbereich Bei der Gesellschaft ist ausschließlich der Geschäftsführer angestellt. Im Personal- und Sozialbereich gab es in 2008 keine Veränderungen. f) sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Sonstige wichtige Vorgänge waren im Geschäftsjahr 2008 nicht zu verzeichnen. Lage der Gesellschaft Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist zufriedenstellend. Anhaltspunkte für eine Veränderung dieser Situation im Jahr 2009 bestehen nicht. a) Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist zufriedenstellend. Sie verfügt durch die Beitrittsentgelte der Konsorten und deren Jahresbeiträge über ausreichende Liquidität. c) Ertragslage Aufgrund des Gesellschaftszwecks wird die Gesellschaft über die Beteiligungserträge der Ruhrdigital BesitzGmbH & Co. KG keine weiteren Erträge erwirtschaften. Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Als Chance sieht die Gesellschaft den Ausbau des operativen Geschäftes bei der Tochtergesellschaft. Wirtschaftliche oder rechtliche bestandsgefährdende Risiken sind für die Gesellschaft unter Berücksichtigung des besonderen Gesellschafterhintergrundes und der positiven Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaft nicht erkennbar. Anzeichen für eine Zahlungsunfähigkeit bestehen nicht. Bochum, im September 2009 Der Geschäftsführer Markus Both 2008 keine Finanzierungsmaßnahmen durchgeführt bzw. - 285 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 286 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH 100% ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH 100% ASO Service GmbH 100 % Sonstige Unternehmen ARGE SODA 50% Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH 12,60% Betriebsgesellschaft Radio Mülheim / Oberhausen GmbH & Co. KG 0,52% Public Konsortium d-NRW GbR 1,27% Stadtsparkasse Oberhausen Trägerschaft - 287 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Stadtsparkasse Oberhausen a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Marktstr. 97 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet Rechtsform: Stammkapital in T€: 0208/8340 0208/8343231 info@stadtsparkasse-oberhausen.de www.stadtsparkasse-oberhausen.de/ Anstalt des öffentlichen Rechts 0,00 Träger: Stadt Oberhausen T€ 0,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Die Stadtsparkasse Oberhausen mit dem Sitz in Oberhausen ist eine mündelsichere dem gemeinsamen Nutzen dienende rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie führt ihre Geschäfte nach kaufmännischen Grundsätzen. Die Erzielung von Gewinn ist nicht Hauptzweck des Geschäftsbetriebs. b) Besetzung der Organe (Stand: 31.12.2008) Vorstand: Vorsitzender Mitglied Merzig, Karlheinz Karbach, Rolf Verhinderungsvertreter für drittes Vorstandsmitglied (ab 01.02.2008). Mitglied Salhofen, Ulrich Verwaltungsrat: Vorsitzender M.d.L. Große Wolfgang Brömer, stellv. Vorsitzende Janßen, Anne stellv. Vorsitzender Mitglied Mitglied Schranz, Daniel Alff, Udo Benter, Christian - 288 - Stadt Oberhausen Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Brands, Beatriks Grotthaus, Uwe Grüll, Lothar Neumann, Britta Scheike, Thomas Schepers, Hermann-Josef Steinke, Holger Wingens, Ursula Wolter, Horst Zorn, Klaus Beteiligungsbericht 2008 c) Beteiligungen unmittelbar Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Projektentwicklungsgesellschaft Hansapark Oberhausen mbH Rheinischer Sparkassen und Giroverband RSL Rheinische Sparkassen-Leasingsbeteiligungsgesellschaft mbH & CO. KG RSOB Rheinischer Sparkassen-Online-Broker Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG RW Holding Aktiengesellschaft S-Direkt-Verwaltungs GmH & Co. KG SfZ Sparkassen-Servicegesellschaft für Zahlungssysteme im Rheinland mbH & CO. KG S-Logistik Rhein-Ruhr GmbH S-Service-Rhein-Ruhr GmbH S-Versicherungs- und Immobilienvermittlungs GmbH TMO Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH VKA Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH T€ 6,39 23,01 77,00 17.193,00 1.328,00 5.840,00 237,96 449,00 53,00 122,50 227,50 100,00 (TDM) 5,00 0,51 % 3,04 9,00 50,00 1,75 1,74 1,55 0,32 1,00 2,94 49,00 51,00 100,00 10,00 0,40 mittelbar OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH T€ 2,25 % 9,00 - 289 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Barreserve Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden Schuldverschreibungen festverzinsliche Wertpapiere Aktien und andere nicht festverzinsliche und andere T€ 82.802,21 242.904,16 1.561.196,25 477.464,79 % 3,3 9,6 61,8 18,9 T€ 46.757,22 524.494,31 1.595.369,55 228.187,03 % 1,8 20,1 61,3 8,8 T€ 73.181,33 408.974,69 1.529.274,28 276.022,44 % 1,4 7,8 29,3 5,3 T€ 26.424,11 -115.519,62 -66.095,27 47.835,41 % 56,51 -22,02 -4,14 20,96 69.919,39 2,8 91.774,50 3,5 104.917,61 2,0 13.143,11 14,32 Wertpapiere Beteiligungen Anteile an verbundenen Unternehmen Treuhandvermögen Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen Sonstige Vermögensgegenstände Rechnungsabgrenzungsposten 38.757,52 227,50 371,60 129,04 47.764,52 3.739,19 271,69 1,5 0,0 0,0 0,0 1,9 0,1 0,0 49.624,35 227,50 330,53 110,71 61.987,80 5.204,79 550,38 1,9 0,0 0,0 0,0 2,4 0,2 0,0 43.950,60 252,50 293,98 55,46 72.561,03 2.845,13 553,45 0,8 0,0 0,0 0,0 1,4 0,1 0,0 -5.673,75 25,00 -36,55 -55,25 10.573,23 -2.359,66 3,07 -11,43 10,99 -11,06 -49,91 17,06 -45,34 0,56 Bilanzsumme 2.525.547,85 100,00 2.604.618,68 100,00 5.212.882,51 48,21 2.608.263,8 3 100,14 Passiva Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Verbriefte Verbindlichkeiten Treuhandverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Rückstellungen Genußrechtskapital Eigenkapital T€ 921.177,55 1.445.589,97 16.087,29 371,60 3.188,22 778,41 33.080,80 2.557,41 102.716,59 % 36,5 57,2 0,6 0,0 0,1 0,0 1,3 0,1 4,1 T€ 987.168,64 1.400.747,60 73.091,49 330,53 4.085,19 843,53 32.686,15 2.484,76 103.180,81 % 37,9 53,8 2,8 0,0 0,2 0,0 1,3 0,1 4,0 T€ 829.827,05 1.488.253,52 52.860,03 293,98 3.899,05 924,16 30.799,51 2.407,63 103.617,59 % 15,9 28,5 1,0 0,0 0,1 0,0 0,6 0,0 2,0 T€ -157.341,59 87.505,92 -20.231,46 -36,55 -186,14 80,63 -1.886,64 -77,13 436,78 % -15,94 6,25 -27,68 -11,06 -4,56 9,56 -5,77 -3,10 0,42 Bilanzsumme 2.525.547,85 100,00 2.604.618,68 100,00 5.212.882,51 48,21 2.608.263,8 3 100,14 - 290 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 bb) GuV 2006 T€ Zinserträge Zinsaufwendungen Laufende Erträge Erträge aus Gewinngemeinschaften, oder 119.694,77 61.121,13 3.816,85 738,31 2007 T€ 120.864,16 70.051,03 5.270,52 948,61 2008 T€ 127.972,69 79.290,77 5.924,65 1.097,07 GewinnabführungsTeilgewinnabführungsverträgen Provisionserträge Provisionsaufwendungen Nettoertrag/-aufwand aus Finanzgeschäften Sonstige betriebliche Erträge Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Personalaufwand Abschreibungen und Wertberichtigungen 15.585,91 744,45 48,39 3.456,91 53.584,54 27.834,07 auf 3.318,74 15.251,18 768,49 20,42 2.616,71 57.143,86 24.500,48 3.624,67 15.378,72 693,83 19,87 3.465,39 49.029,82 25.261,82 4.724,16 immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf 2.325,96 9.680,28 2.422,99 2.493,48 1.507,62 3.803,06 Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen Kreditgeschäft Abschreibungen Beteiligungen, Unternehmen und Wertberichtigungen an auf 7.322,43 7.974,96 14.319,79 zu Rückstellungen im Anteile und wie verbundenen Anlagevermögen behandelte Wertpapiere Aufwendungen aus Verlustübernahmen Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 29,71 5.213,90 2.704,02 438,21 2.071,67 2.071,67 492,13 -210,38 238,29 464,22 464,22 489,36 -162,95 215,53 436,78 436,78 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: 1,48 2,06 2.071,67 255.174,89 19,90 31.12.2007 0,33 0,45 464,22 267.044,04 17,21 31.12.2008 0,29 0,42 436,78 264.741,43 16,80 Angaben in % % T€ T€ % - 291 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 1,89 4,07 95,93 31.12.2007 2,38 3,96 96,04 31.12.2008 1,39 1,99 98,01 Angaben in % % % e) Lagebericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Weltwirtschaft Die sich im Spätsommer 2007 entwickelnde US-Subprime- und Kreditmarktkrise ging im Jahr 2008 in eine umfassende Krise des Banken- und Finanzsystems über, die sich sehr belastend auf das weltweite Wirtschaftswachstum auswirkte. Die mit der Krise verbundenen Verwerfungen an den Finanzmärkten erinnern in ihren Größenordnungen an die Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren. Seit Mitte 2008 gab es nahezu täglich neue, alarmierende Meldungen über Rekordverluste, Schieflagen und Zusammenbrüche vor allem aus dem Kreis international tätiger Finanzinstitute. Ein Höhepunkt wurde im September 2008 mit der Insolvenz einer der größten Investmentbanken der Welt – Lehman Brothers – erreicht. Auf eine staatliche Rettung der Bank wurde vergebens gehofft und das zuvor Undenkbare wurde Realität, mit der Folge eines nachhaltigen Vertrauensverlustes, der den Interbankenmarkt praktisch völlig zum Erliegen brachte. Zur Abwendung eines Kollaps der Finanzmärkte senkten die Notenbanken ihre Leitzinssätze im Rekordtempo und versorgten die Geldmärkte umfassend mit Liquidität. Eine weitere Belastung für das Wachstum der Weltwirtschaft stellte die Entwicklung der Rohstoffpreise dar. Bis in den Sommer 2008 hinein stiegen die Preise für Rohöl und andere Rohstoffe steil an. Die hiervon ausgehenden Inflationssorgen erwiesen sich allerdings nur als ein kurzes Zwischenspiel. In Folge des Einbruchs der Rohöl- und Rohstoffnotierungen in Verbindung mit den zunehmenden Konjunktursorgen, wurden die Inflations- von Deflationssorgen abgelöst. Insgesamt hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2008 zunehmend abgeschwächt. Die durchschnittliche Wachstumsrate im Jahr 2008 liegt mit voraussichtlich 3,1 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 5 %. Diese noch vergleichsweise hohe Wachstumsrate resultiert aus den noch hohen Wachstumsraten zu Beginn des Jahres 2008, die sich im Laufe des Jahres in vielen Ländern sukzessive reduziert haben. Die höchsten Wachstumsraten konnten wieder einmal in Asien (mit Ausnahme von Japan) erreicht werden. Aber auch die Schwellenländer in Mittel- und Osteuropa und Lateinamerika weisen hohe Wachstumsraten auf. Dennoch liegen die in 2008 zu verzeichnenden Wachstumsraten deutlich unter den Vorjahreswerten. Ein Zeichen dafür, dass sich die Wachstumsregionen, wie vielfach angenommen, nicht von den Industrieländern abkoppeln konnten. Sowohl die USA, als auch die EU und Japan stürzten mit voraussichtlichen Wachstumsraten von 1,1 % (Japan -0,7 %) im Jahr 2008 in eine Rezession. Europa Für den Euroraum musste mit einem Wachstum von nur noch 0,7 % der stärkste Einbruch der Wirtschaft seit Bestehen der Währungsunion verzeichnet werden. Im Vorjahr konnte noch ein Wachstum von 2,6 % erzielt - 292 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 werden. Ursächlich für diesen dramatischen Rückgang sind neben der globalen Finanzmarktkrise und der weltweiten Konjunkturschwäche aber auch Probleme einzelner Mitgliedsländer. Dies gilt z. B. für Spanien und Irland, deren Wachstum in Folge der durchlebten länderspezifischen Immobilienkrisen belastet wurde. Verbunden mit dem wirtschaftlichen Abschwung ist ein bisher moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 7,5 % nach 7,4 % im Vorjahr, welche aber voraussichtlich zukünftig deutlich ansteigen wird. Deutschland Die globale Wachstumsabschwächung schlägt auf Deutschland als vom Export abhängige Nation besonders stark durch. Das für 2008 zu verzeichnende Wachstum von 1,3 % beruht dabei im Wesentlichen auf dem sehr starken ersten Quartal 2008. Mit zwei darauf folgenden Quartalen rückläufiger wirtschaftlicher Entwicklung befand sich die deutsche Wirtschaft damit bereits im Herbst 2008 in einer Rezession. Die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal weisen einen noch größeren Rückgang der Wirtschaftsleistung auf als die Quartale zuvor. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in 2008 hat sich alleine aus der Inlandsnachfrage gespeist, da der bisherige Wachstumstreiber „Außenhandel“ einen negativen Beitrag zum Wachstum lieferte. Das Ende des weltweiten Investitionsbooms belastete hierbei die deutsche Wirtschaft, die durch einen hohen Investitionsgüteranteil geprägt ist. Eine Stimulation der Wirtschaftsleistung durch den privaten Konsum konnte auch in 2008 nicht verzeichnet werden. Gegenüber dem Vorjahr stagnierte der private Konsum. Den größten Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung leisteten im Jahr 2008 die Bruttoinvestitionen, wobei hier insbesondere die erneut gestiegenen Investitionen der Unternehmen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge zu Buche schlagen. Im Vergleich zum Euroraum konnte Deutschland noch ein leicht stärkeres Wirtschaftswachstum erreichen. Das bereits im Jahr 2007 sehr niedrige gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit von -0,2 % in Relation zum Bruttoinlandsprodukt konnte im Jahr 2008 nochmals reduziert werden und weist eine Defizitquote von nur noch -0,1 % auf. Ursächlich sind hierfür die gesunkenen Sozialausgaben und die hohen Steuereinnahmen in 2008. Das Maastrichter-Defizit-Kriterium von maximal -3,0 % wird somit eingehalten. Im Jahresdurchschnitt sank die Arbeitslosenzahl um 0,5 Mio. Personen von 3,8 Mio. Personen auf 3,3 Mio. Personen. Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosenquote in % der zivilen Erwerbspersonen von im Jahresdurchschnitt 9,0 % in 2007 auf 7,8 % weiter zurück. Allerdings zeigt die Abnahme der wirtschaftlichen Dynamik zum Jahresende 2008 auch erste Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Saisonbereinigt kam es zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen und einem Rückgang der gemeldeten offenen Stellen. Die Anzeigen für Kurzarbeit nahmen im Schlussquartal kräftig zu. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stieg in 2008 mit plus 2,6 % so stark wie seit 2001 nicht mehr (Vorjahr 2,2 %). Die Sparquote stieg gegenüber dem Jahr 2007 um 0,6 %-Punkte auf 11,4 %. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte im Jahr 2008 vor dem Hintergrund steigender Inflationsraten zunächst den Leitzins auf 4,25 %, um ihn dann im Zuge der Bewältigung der Finanzmarktkrise auf 2,5 % zum Ende des Jahres und auf 1,5 % im März 2009 abzusenken. Ein solches Niveau wies der EZB-Leitzins zuletzt im Juni 2003 auf. Die Sätze der Einlagefazilität, der Hauptrefinanzierungsgeschäfte und der Spitzenrefinanzierungsfazilität betragen seit der letzten Anpassung im März 2009 0,50 %, 1,50 % bzw. 2,50 %. Während die Umlaufrendite als Indikator für das Zinsniveau noch bis Mitte Juli anstieg, führten die konjunkturellen Probleme und die heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten in der zweiten Jahreshälfte zu einer Flucht der Anleger in sichere Staatsanleihen, so dass sich die Umlaufrendite massiv reduzierte. Entgegen dieser Entwicklung stiegen die von Kreditinstituten für die Aufnahme von Refinanzierungsmitteln zu zahlenden Spreads deutlich an. Insgesamt kam es zum Ende des Jahres auch in Folge der Senkung der Leitzinsen durch die EZB zu einer Normalisierung der Zinskurve, nachdem bis Mitte des Jahres eine inverse Zinskurve vorherrschte. - 293 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 An den Aktienmärkten mussten 2008 historisch hohe Verluste hingenommen werden. Der globale Schock im Zusammenhang mit der Lehman Brothers Pleite und die anschließenden massiven Kursbewegungen führten zu den größten Jahresverlusten seit über 70 Jahren. Allein der DAX verlor in diesem Umfeld über 40 % seines Wertes. Oberhausen Die Stadt Oberhausen ist geprägt durch mittel- und kleinständische Unternehmen. Ein neuer wirtschaftlicher Schwerpunkt stellt seit der Eröffnung des CentrO’s der Bereich Dienstleistungen und Tourismus dar. Die Stadt Oberhausen weist eine seit Jahren rückläufige Einwohnerzahl auf. Die Folgen des strukturellen Wandels, den die Stadt Oberhausen in Folge des Rückgangs der Montanindustrie in den letzten Jahrzehnten zu meistern hatte, zeigen sich sowohl bei den Arbeitnehmerentgelten als auch beim verfügbaren Einkommen. Aus der ehemaligen Arbeiterstadt mit hohen Verdiensten ist eine Stadt mit unterdurchschnittlichem Einkommen und ebenso unterdurchschnittlichen Arbeitnehmerentgelten geworden. Neben der allgemeinen deutschland-weiten wirtschaftlichen Entwicklung, der sich auch die Stadt Oberhausen nicht entziehen kann, wird die wirtschaftliche Lage durch die prekäre Finanzsituation der Stadt Oberhausen zusätzlich belastet. Die schwierige wirtschaftliche Lage, in der sich die Stadt Oberhausen befindet, zeigt sich auch in der deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegenden Arbeitslosenquote, die im Dezember 2008 11,3 % betrug (Deutschland 7,4 % per 12.2008). Gegenüber dem Dezember des Vorjahres konnte allerdings wie auch im Jahr zuvor ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosenquote in Höhe von 1,4 %Punkten erzielt werden. Dieser Trend hat sich in Folge der wirtschaftlichen Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2009 allerdings nicht fortgesetzt. Branchensituation Für das Bankgewerbe stellte die Finanzmarktkrise sowie die damit verbundenen Turbulenzen und Auswirkungen das prägende Ereignis im Jahr 2008 dar. Die schon im Jahr 2007 einsetzende Vertrauenskrise unter den Kreditinstituten, aber auch der Kunden gegenüber den Instituten, wurde durch den Kollaps verschiedener Institute geschürt bzw. noch weiter verschärft. Zur Verhinderung eines Zusammenbruchs des gesamten Finanzsystems senkten die Notenbanken in konzertierten Aktionen weltweit die Leitzinsen und versorgten die Kreditinstitute umfangreich mit Liquidität. Auch die Regierungen versuchten mit der Verabschiedung milliardenschwerer Rettungspakete angeschlagene Finanzinstitute zu retten und die Vertrauenskrise zwischen den Kreditinstituten zu beheben. Zur Beruhigung der Bürger und der Verhinderung eines „Run’s“ auf die Kreditinstitute sprach die Bundesregierung eine Garantie für alle Einlagen bei deutschen Kreditinstituten aus. In Folge der Krise konnten besonders die Sparkassen hohe Einlagenzuwächse verzeichnen, da die Kunden die Sparkassen als solide und solvente Kreditinstitute schätzen. Das bisherige Primat möglichst hoher Zinsen wich einem hohen Sicherheitsbedürfnis der Kunden. Trotz des auch im Jahr 2008 vorherrschenden massiven Wettbewerbs konnte aufgrund der günstigen Zinssituation die Erosion bei den Margen gestoppt werden. Der massive Wettbewerb im Provisionsbereich, z. B. mit kostenlosen Girokonten, setzte sich weiter fort. Die Ertragsperspektiven aus der Durchführung der Fristentransformation haben sich aufgrund der weiterhin flachen und zum Teil inversen Zinskurve auch in 2008 noch nicht entscheidend verbessert. Erst im letzen Quartal zeigte sich eine Normalisierung der Zinskurve. Besonders belastend waren für eine Vielzahl der Kreditinstitute die aus der Finanzmarktkrise resultierenden Abschreibungen auf die eigenen Wertpapierbestände. Vielfach konnten diese nur durch eine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt werden. Auch im Jahr 2008 konnten über alle Banken hinweg betrachtet sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft mit Nichtbanken Steigerungen erzielt werden. Dies gilt ebenfalls für die rheinischen Sparkassen, die sowohl im Kundenkreditgeschäft als auch bei den Kundeneinlagen Zuwächse erzielen konnten. Bei den Kundeneinlagen standen als Resultat der aggressiven Preispolitik der Wettbewerber Produkte mit geld- bzw. kapitalmarktnaher Verzinsung im Vordergrund. Ein weiterer Grund für diese Präferenz ist die im Zuge der Finanzmarktkrise stark gestiegene Bedeutung der ständigen Verfügbarkeit der Gelder (Liquiditätsaspekt). - 294 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Vor dem Hintergrund der Eskalation der Finanzkrise hat das Wertpapiergeschäft mit Kunden starke Einbußen verzeichnen müssen. Insgesamt war die private Vermögensbildung der Kunden der rheinischen Sparkassen weiter positiv, wenn auch auf gegenüber dem Vorjahr leicht niedrigerem Niveau. Im Jahr 2008 hat sich die Zahl der Kreditinstitute in Deutschland weiter reduziert. Insgesamt ging die Anzahl der Institute um 35 und davon die der Sparkassen um 8 Institute zurück. Die Bedeutung des Drei-Säulen-Modells der deutschen Kreditwirtschaft wurde im Krisenjahr 2008 besonders deutlich. Insbesondere die Sparkassen haben mit ihrem stabilen Geschäftsmodell dazu beigetragen, dass die Krise nicht noch schlimmere Auswirkungen gezeigt hat. Gerade im Zuge der Finanzmarktkrise haben sich die Vorteile der kleinteiligen Struktur der deutschen Kreditwirtschaft mit ihrer Vielzahl an eigenständigen Sparkassen und Genossenschaftsbanken und der damit verbundenen Risiko diversifizierenden Wirkung gezeigt. Die Kunden haben dies mit ihrem Anlageverhalten im Jahr 2008 eindrucksvoll gewürdigt. Rechtliche Grundlagen Die Stadtsparkasse Oberhausen ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Wesentliche Grundlage neben dem Kreditwesengesetz (KWG) ist das Sparkassengesetz Nordrhein-Westfalen (SpkG NW). Zentraler Inhalt des Sparkassengesetzes NW ist der öffentliche Auftrag und das Regionalprinzip. Hiernach hat die Stadtsparkasse Oberhausen die Aufgaben: Der geld- und kreditwirtschaftlichen Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft insbesondere des Geschäftsgebietes und ihres Trägers zu dienen. Die Stärkung des Wettbewerbs im Kreditgewerbe. Die Förderung der finanziellen Eigenvorsorge und Selbstverantwortung vornehmlich bei der Jugend, aber auch in allen sonstigen Altersgruppen und Strukturen der Bevölkerung. Die Versorgung im Kreditgeschäft vornehmlich des Mittelstandes sowie der wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungskreise. Zur Finanzierung der Schuldnerberatung in Verbraucher- und Schuldnerberatungsstellen beizutragen. Die Sparkasse ist Mitglied des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes in Düsseldorf. Hierüber ist sie dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. mit Sitz in Berlin angeschlossen. Träger der Stadtsparkasse Oberhausen ist die Stadt Oberhausen. Alle Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen sind dem leistungsfähigen Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Es besteht aus drei Elementen, die in einer Haftungsgemeinschaft verbunden sind: dem Sparkassenstützungsfonds der regionalen Sparkassen- und Giroverbände, der Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen, dem Sicherungsfonds der Landesbausparkassen. Das System schützt die angeschlossenen Institute und gewährleistet ihre Liquidität und Solvenz. Die Ansprüche unserer Kunden können somit bei Fälligkeit in voller Höhe ohne betragsmäßige Begrenzung erfüllt werden. - 295 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Geschäftsentwicklung der Stadtsparkasse Oberhausen Trotz des zu verzeichnenden Rückgangs des Geschäftsvolumens um 3,5 % und des wiederum sehr geringen Jahresüberschusses sind wir vor dem Hintergrund der Entwicklung unseres Kundengeschäftes und den mit der Finanzmarktkrise verbundenen Herausforderungen für die Kreditwirtschaft insgesamt mit dem im abgelaufenen Jahr erzielten Ergebnis noch zufrieden. Die nachfolgende Übersicht zeigt einige wesentliche Zahlen zur Entwicklung: 31.12.2008 Mio. € Bilanzsumme Geschäftsvolumen Jahresüberschuss nach Steuern Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden Eigene Wertpapierbestände Sachanlagen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Verbriefte Verbindlichkeiten Sicherheitsrücklage Nettoabsatz Wertpapiere Vermittlungssumme Lebensversicherungen (Wertungssumme) Abschlusssumme Bausparverträge 2.512,9 2.571,4 0,4 409,0 1.529,3 380,9 72,6 829,8 1.488,3 52,9 103,2 -6,6 22,8 53,9 31.12.2007 Mio. € 2.604,6 2.663,6 0,5 524,5 1.595,4 320,0 62,0 987,2 1.400,7 73,1 102,7 3,9 20,7 54,1 Veränderung in Mio. € -91,7 -92,2 -0,1 -115,5 -66,1 60,9 10,6 -157,4 87,6 -20,2 0,5 -10,5 2,1 -0,2 Veränderung in % -3,5 -3,5 -20,0 -22,0 -4,1 19,0 17,1 -15,9 6,3 -27,6 0,5 -269,2 10,1 -0,4 Bilanzsumme Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanzsumme um absolut 91,7 Mio. € (= 3,5 %) reduziert. Ursächlich ist hierfür der unter Risikoaspekten erfolgte bewusste Abbau von Beständen bei den Eigenanlagen sowie die Reduktion der Forderungen an Kunden. Auf der Passivseite konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden deutlich gesteigert werden, so dass sich verbunden mit dem Rückgang auf der Aktivseite die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich reduziert haben. Kreditgeschäft Unser Kundenkreditgeschäft hat sich im Jahr 2008 deutlich reduziert. Maßgeblich ist allerdings der Rückgang im Kommunalkreditgeschäft, so dass unter Ausblendung dieser Sonderentwicklung, getrieben durch das gewerbliche Kreditgeschäft, auch im Jahr 2008 ein Wachstum in unserem originären Kundenkreditgeschäft erzielt werden konnte. Der in 2007 begonnene Aufbau eines Schuldscheinportfolios haben wir vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise aus Risikoüberlegungen heraus gestoppt. Unsere volle Konzentration liegt auf der Begleitung unserer heimischen Kreditkundschaft. Forderungen an Kreditinstitute und eigene Wertpapierbestände Insgesamt haben sich die eigenen Wertpapierbestände gegenüber dem Vorjahr um 60,9 Mio. € oder 19,0 % erhöht. Bei der Bestandsentwicklung muss allerdings berücksichtigt werden, dass ca. 70 Mio. € im Rahmen einer Wertpapierleihe verliehen sind und somit in der Position „Forderungen an Kreditinstitute“ als Sachdarlehn bilanziert sind. Dies ist ein Rückgang der Wertapierleihe um 30 Mio. € zum Vorjahreswert. Insgesamt sind die Eigenanlagen (Forderungen an KI und eigene Wertpapierbestände) auch aus Risikoaspekten heraus gegenüber dem Vorjahr reduziert worden. - 296 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Einlagengeschäft Der seit Jahren zu verzeichnende Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden konnte im Jahr 2008 gestoppt und mit einem Plus von absolut 87,6 Mio. € ein deutlicher Anstieg verzeichnet werden. Trotz des Rückgangs bei den verbrieften Verbindlichkeiten konnten die Kundenanlagen wie im Jahr 2007 gesteigert werden. Nach einem Plus von 0,8 % im Jahr 2007 betrug der Anstieg in 2008 4,6 %. In Folge des veränderten Zinsniveaus konnten wir mit wettbewerbsfähigen Konditionen Einlagen halten bzw. zurückgewinnen. Besonders kurz laufende Produkte wie Geldmarktkonten und Termingelder waren bei unseren Kunden gefragt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Bedingt durch den Rückgang des Eigengeschäftes und der Forderungen gegenüber Kunden bei gleichzeitigem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben wir die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich abbauen können. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Position zum Jahresende hin um 157,4 Mio. € oder 15,9 % reduziert. Bilanzneutrales Geschäft Das bilanzunwirksame, provisionstragende Kundenwertpapier- und Bausparvermittlungsgeschäft hat sich in 2008 gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Während im Bereich des Nettoabsatzes von Wertpapieren ein deutlicher Rückgang der Absatzzahlen verzeichnet werden musste, konnte beim Absatz von Bausparverträgen ein Ergebnis fast auf der Höhe des Rekordergebnisses des Vorjahres erzielt werden. Der Absatz von Lebensversicherungsprodukten konnte gegenüber dem Vorjahr um 10 % gesteigert werden. Weiter positiv entwickelt hat sich die Vermittlung innovativer Finanzprodukte wie z. B. Finanzswaps an unsere Kunden über die International Rhein-Ruhr GmbH. Hier konnte wiederum ein erfreuliches Vermittlungsergebnis erzielt werden. Die Stellung der Stadtsparkasse Oberhausen in diesem Marktsegment konnte mit der Beratungs- und Produktqualität der International Rhein-Ruhr in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden. Zur weiteren Intensivierung des Konsumentenkreditgeschäftes hat die Stadtsparkasse Oberhausen Ende 2008 ihre Vermittlungstätigkeiten in diesem Geschäftsfeld weiter ausgebaut. Nachdem in der Vergangenheit die Finanzierung von Neu- und Gebrauchtwagen bereits über den S-Auto-Kredit der Deutschen Sparkassen Leasing abgewickelt wurde, werden die übrigen Konsumentenkredite seit Dezember 2008 ebenfalls als Vermittlungsgeschäft über den ready & go-credit der readybank AG erfolgreich abgesetzt. Wirtschaftlichkeit Zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit haben die Stadtsparkasse Oberhausen und die Sparkasse Mülheim an der Ruhr Marktfolge- und Stabsabteilungen in gemeinsame Tochterunternehmen ausgelagert. Ziel dieser Auslagerungen ist es, über Effizienzgewinne und Skaleneffekte eine Verbesserung unserer Kostenstrukturen zu erreichen. Ein weiterer Schwerpunkt zur Senkung der Sachaufwandsquote Sachkostenmanagement mit der Installierung eines Sachkostenmanagers dar. Investitionen Der Neubau unserer Sparkassenhauptstelle konnte im Jahr 2008 abgeschlossen und bezogen werden. Weitere wesentliche Investitionen sind im Jahr 2008 nicht erfolgt. Unsere Mitarbeiter Unsere Mitarbeiterzahl hat sich im Jahr 2008 im Rahmen des geplanten Mitarbeiterabbaus um weitere 31 Personen reduziert. Insgesamt wurden zum 31.12.2008 627 Personen (mit Mitarbeitern/-innen in der Freizeitphase der Altersteilzeit, mit ruhenden Beschäftigungsverhältnissen) beschäftigt. Allein 49 stellt das dauerhafte - 297 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Auszubildende in insgesamt 3 Ausbildungsjahrgängen gehörten zum Stichtag 31.12.2008 zu unseren Mitarbeitern. Die Stadtsparkasse Oberhausen unterstreicht damit ihre Bereitschaft zur Übernahme gesamtgesellschaftlicher Verantwortung insbesondere für die Stadt Oberhausen und die Bedeutung, die unser Haus der Ausbildung junger Menschen beimisst. Im Januar 2008 haben 18 Auszubildende die Abschlussprüfung zum Bankkaufmann /-frau vor der Industrieund Handelskammer absolviert. 9 Auszubildende übernahmen wir in ein unbefristetes und die verbleibenden 9 in ein befristetes Angestelltenverhältnis. Einer Teilzeitbeschäftigung sind 157 Mitarbeiter/-innen nachgegangen (inklusive Altersteilzeitkräfte). Von der Möglichkeit, eine Altersteilzeit-Regelung in Anspruch zu nehmen, haben im Jahr 2008 3 Mitarbeiter/-innen Gebrauch gemacht. Als Folge der Verlagerung von Abteilungen unseres Hauses in die gemeinsamen Tochterunternehmen mit der Sparkasse Mülheim an der Ruhr arbeiten nunmehr 107 Mitarbeiter/-innen im Rahmen einer Entsendung bei den nachfolgend genannten Tochterunternehmen. Seit der Gründung dieser Unternehmen haben uns aufgrund eigener Kündigung bzw. im Rahmen des Betriebsüberganges nach § 613 a BGB 30 Mitarbeiter verlassen, um ein anderes oder neues Aufgabengebiet in der Service Rhein-Ruhr GmbH oder der Logistik Rhein-Ruhr GmbH zu übernehmen. Sonstiges Die Sparkassen unterstützen als Förderer und Sponsoren in vielfältiger Weise das soziale und gesellschaftliche Leben und Engagement. Ohne diese Unterstützung der Sparkassen könnte so manche gemeinnützige, karitative oder mildtätige Einrichtung nicht existieren. Auch die Stadtsparkasse Oberhausen unterstützt mit Ihrer Stiftungsinitiative umfangreich das soziale und gesellschaftliche Engagement. Die Sparkassen-Bürgerstiftung ist die älteste Stiftung im Rahmen der Stiftungsinitiative der Stadtsparkasse Oberhausen. Sie wurde bereits 1983 gegründet. Die Förderschwerpunkte der Sparkassen-Bürgerstiftung liegen in den Bereichen Kultur, Wohlfahrtswesen, Bildung, Jugend und dem Heimatgedanken. Seit ihrer Gründung hat die Sparkassen-Bürgerstiftung Vereine, Institutionen und Projekte in einem Gesamtvolumen von rund 12,3 Mio. € gefördert. Im Jahr 2008 lag das Fördervolumen bei rund 360.000,-- €. Neben dieser „passiven“ Förderung hat die Sparkassen-Bürgerstiftung in 2008 erneut auch „aktiv“ einen Bürgerpreis mit der Zielrichtung „Kinder fördern – in die Zukunft investieren“ im Wert von 10.000,-- € ausgeschrieben und vergeben. Das Stiftungskapital der Sparkassen-Bürgerstiftung liegt zum 31.12.2008 bei 3,73 Mio. €. Lage der Stadtsparkasse Oberhausen Vermögenslage Nach der Zuführung des Bilanzgewinns 2007 beträgt die Sicherheitsrücklage 103,2 Mio. €. Auf Basis der im Jahr 2008 geänderten Regelungen des SpkG NW wird der Rat der Stadt Oberhausen über die Verwendung des gesamten Bilanzgewinnes 2008 in Höhe von 0,4 Mio. € entscheiden. Neben der Sicherheitsrücklage verfügen wir über umfangreiche weitere Eigenkapitalbestandteile im Sinne des KWG. Die Berechnung der bankaufsichtsrechtlich geforderten Eigenkapitalquote erfolgt seit dem 01.01.2008 auf Basis der Solvabilitätsverordnung. Die geforderte Mindest-Eigenkapitalquote wird von der Stadtsparkasse Oberhausen deutlich übertroffen. Das Verhältnis der anrechenbaren Eigenmittel bezogen auf die Summe der gewichteten Risikoaktiva und Marktrisikopositionen überschreitet gemäß der Berechnung auf Basis der Solvabilitätsverordnung per 31.12.2008 mit einer Gesamtkennziffer von 11,1 % deutlich den von der Bankenaufsicht geforderten Mindestwert von 8 %. - 298 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 12,0 in % der anrechnungspflichtigen Positionen 10,9 10,2 11,1 10,3 10,0 8,0 6,0 IstMindestkennzahl 4,0 2,0 0,0 Mrz 08 Jun 08 Sep 08 Dez 08 Kennziffer gemäß Solvabilitätsverordnung 2008 Die Bilanzstruktur der Stadtsparkasse Oberhausen ist gekennzeichnet durch eine starke Ausprägung des Kundengeschäftes. Dieses stellt auf der Aktivseite mit 61 % den herausragenden Bilanzposten dar. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil der Forderungen an Kunden konstant geblieben, liegt aber mit 5 %Punkten unter dem Durchschnittswert der rheinischen Sparkassen (Verbandswert 66 %). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Wertpapierbestände zu Lasten der Forderungen an Kreditinstitute um 3 %-Punkte angestiegen, während die Forderungen an Kreditinstitute um 4 %-Punkte gesunken sind. Hier macht sich allerdings ein gegenüber dem Vorjahr reduzierter Wertpapierleihebestand bemerkbar, der unter anderem zu einem Anstieg der Wertpapierposition führte. Im Verbandsdurchschnitt zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung. Die dominierende Position auf der Passivseite stellen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit 59 % dar. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden an der gesamten Passivseite um 5 %-Punkte erhöht. Die gesamten Kundenverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und verbriefte Verbindlichkeiten) sind um 4 %-Punkte auf 61 % angestiegen. Mit dieser für uns sehr erfreulichen Entwicklung konnten wir den Abstand zum Durchschnitt aller rheinischen Sparkassen auf nunmehr 6 %-Punkte (Vorjahr 9 %-Punkte) reduzieren. Insgesamt hat der Umfang des Kundengeschäftes am gesamten Geschäftsvolumen (Aktiv- und Passivgeschäft) zugenommen. - 299 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Bilanzst rukt ur Akt iva Forderungen an KI Kundenforderungen Wertpapiere Sonstiges Passiva Verbindlichkeiten gegenüber KI Verbindlichkeiten ggü. Kunden Eigenkapital Verbriefte Verbindlichkeiten Sonstiges 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 7 12 8 15 100% 90% 80% 70% 60% 14 3 2 4 2 54 59 61 61 50% 40% 30% 20% 38 33 20 2007 16 2008 10% 0% 2007 2008 Die Bewertung des Wertpapierbestandes erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips. Aufgrund der Verfassung der Wertpapiermärkte im Zuge der Finanzmarktkrise mussten wir im Rahmen der Bewertung der Wertpapierbestände größtenteils eine modellbasierte Bewertung mit Hilfe des Discounted Cashflow Verfahren (DCF Modell) vornehmen. Mit den gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen ist den Risiken im Kreditgeschäft und den sonstigen Verpflichtungen entsprechend den strengen Bewertungsmaßstäben unseres Hauses ausreichend Rechnung getragen worden. Für die besonderen Risiken des Geschäftszweiges der Kreditinstitute besteht zusätzliche Vorsorge. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Stadtsparkasse Oberhausen war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die bankaufsichtsrechtlich geforderte Liquiditätsquote wurde von uns deutlich übertroffen. Sie lag in 2008 in einer Bandbreite zwischen 1,66 und 2,72. 3,00 2,72 2,50 2,26 2,00 2,18 2,07 1,94 2,00 1,87 1,74 1,50 1,66 1,79 1,99 1,92 IstMindestkenn 1,00 0,50 0,00 Jan 08 Feb 08 Mrz 08 Apr 08 Mai 08 Jun 08 Jul 08 Aug 08 Sep 08 Okt 08 Nov 08 Dez 08 Kennziffer gemäß Liquiditätsverordnung 2008 Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden Guthaben bei der Deutschen Bundesbank in erforderlicher Höhe unterhalten. - 300 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die eingeräumte Kreditlinie bei der Westdeutschen Landesbank wurde dispositionsbedingt zeitweilig in Anspruch genommen. Die Möglichkeit, bei der Deutschen Bundesbank Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften abzuschließen, wurde im abgeschlossenen Geschäftsjahr in unterschiedlicher Höhe genutzt. Ertragslage Die nachfolgenden Ausführungen zur Ertragslage stützen sich neben der Betrachtung der Gewinn- und Verlustrechnung auch auf den bundeseinheitlichen Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation. Im Rahmen des Betriebsvergleiches erfolgt eine detaillierte Darstellung der Erfolgspositionen im Verhältnis zur Durchschnittsbilanzsumme und eine Trennung zwischen ordentlichen und außerordentlichen Ergebnispositionen. Der Bilanzgewinn im Geschäftsjahr 2008 liegt mit 0,4 Mio. € geringfügig unter dem Ergebnis des Vorjahres (0,5 Mio. €). Unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Finanzmarktkrise und vor dem Hintergrund der Beibehaltung unserer strengen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind wir mit dem erzielten Ergebnis noch zufrieden. Während wir im ordentlichen Ergebnisbereich eine Steigerung unseres Betriebsergebnisses erreichen konnten, wurde das Gesamtergebnis durch die der Finanzmarktkrise geschuldeten Bewertungsergebnisse deutlich belastet. Die nachfolgende Übersicht zeigt wesentliche Zahlen zur Ertragslage: 31.12.2008 31.12.2007 Veränderung Veränderung Mio. € Mio. € in Mio. € in % 48,7 50,8 -2,1 -4,1 Zinsüberschuss Lfd. Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungsoder Teilgewinnabführungsverträgen Provisionsüberschuss Nettoergebnis aus Finanzgeschäften Sonstige betriebliche Erträge Summe Erträge Personalaufwand Sachaufwand Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen Überschuss aller sonstigen Aufwendungen über die übrigen Erträge Jahresüberschuss vor Steuern Steuern vom Einkommen und Ertrag („+“ = Erstattung) Sonstige Steuern Jahresüberschuss nach Steuern Rücklagendotierung Bilanzgewinn 5,9 5,3 0,6 11,3 1,1 14,7 0,0 3,5 73,9 25,3 23,8 4,7 19,6 0,5 +0,1 -0,2 0,4 0,0 0,4 0,9 14,5 0,0 2,6 74,1 24,5 32,6 3,6 12,9 0,5 +0,2 -0,2 0,5 0,0 0,5 0,2 0,2 0,0 0,9 -0,2 0,8 -8,8 1,1 6,7 0,0 -0,1 -0,0 -0,1 0,0 -0,1 22,2 1,4 0,0 34,6 -0,3 3,3 -27,0 30,6 51,9 0,0 -50,0 -0,0 -20,0 0,0 -20,0 Insgesamt reduzierten sich die Erträge laut Gewinn- und Verlustrechnung geringfügig um 0,3 % auf 73,9 Mio. €. Der gesamte Aufwand vor Bewertung und Steuern konnte dagegen um 7,8 Mio. € = -12,4 % reduziert werden. Das Verhältnis dieser Aufwendungen zu den Erträgen (Cost-Income-Ratio) - 301 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 verbesserte sich daher deutlich auf 74,8 % (Vorjahr 85,2 %). Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Gesamtaufwand 2007 die Aufwendungen für die Stützung der WestLB AG enthält. Ohne diese Sonderbelastung beträgt die Cost-Income-Ratio 2007 77,3 %. Auf Basis des einheitlichen Betriebsvergleiches der Sparkassen, der eine Trennung zwischen ordentlichen und außerordentlichen Ergebnissen (z. B. aperiodische Erträge und Aufwendungen, Sonderabschreibungen) vorsieht, ergibt sich eine verbesserte CIR von 76,1 % gegenüber 77,3 % im Vorjahr. Das zinstragende Geschäft stellt weiterhin die bedeutendste Ertragsquelle dar. Im Jahr 2008 hat sich der Zinsüberschuss aufgrund eines stärker gestiegenen Zinsaufwandes weiter reduziert. Ursächlich für diese Entwicklung sind geringere Erträge aus der Schließung von Swap-Positionen (Close-Out-Zahlungen) sowie der Anstieg der unverzinslichen Aktiva (Neubau Sparkassenhauptstelle), die zu einer Belastung des Zinsergebnisses führten. Im Kundengeschäft konnten wir trotz des massiven Wettbewerbs das Zinsergebnis stabil halten. Auf Basis der durchschnittlichen Bilanzsumme ergibt sich bei gestiegener Durchschnittsbilanzsumme für die Stadtsparkasse Oberhausen ein Rückgang der Zinsspanne von 2,14 % in 2007 auf 2,05 % im Jahr 2008 (ermittelt nach den Regeln des Betriebsvergleiches der Sparkassen). Damit liegt die Stadtsparkasse Oberhausen allerdings weiterhin oberhalb des Verbandsdurchschnitts. Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % oder 0,2 Mio. € gesteigert werden. Ursächlich für diese geringfügige Verbesserung ist der Anstieg des Provisionsertrages aus dem bilanzunwirksamen Wertpapiergeschäft. Bei der Beurteilung der Entwicklung der Erträge aus Provisionen ist allerdings zu berücksichtigen, dass ein Großteil der Provisionserträge aus dem Verbundgeschäft in der -Versicherungs- und ImmobilienVermittlungsgesellschaft mbH anfällt, der als „Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen“ in die Gewinn- und Verlustrechnung einfließt. Dieser Wert hat sich auch in 2008 weiter verbessert und liegt um 0,1 Mio. € oder 15,6 % über dem Vorjahresergebnis. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften – Ergebnis aus dem Handel mit Wertpapieren, Devisen und Derivaten – hat sich gegenüber dem Vorjahreswert nicht verändert und ist für die Beurteilung der Ertragslage der Stadtsparkasse Oberhausen weiterhin von untergeordneter Bedeutung. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (Personal- und Sachaufwand) sind gegenüber dem Vorjahreswert deutlich um 8,0 Mio. € oder 14,0 % gesunken. Ein Grund für diese hohe Reduktion der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stellen die im Wert des Jahres 2007 enthaltenen Aufwendungen im Rahmen der Hilfsmaßnahmen für die WestLB AG in Höhe von 5,8 Mio. € dar. Darüber hinaus gelang es auch im Jahr 2008 die originären allgemeinen Verwaltungsaufwendungen weiter um insgesamt 2,2 Mio. € zu reduzieren. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen lagen im Jahr 2008 mit insgesamt 4,7 Mio. € um 1,1 Mio. € deutlich über dem Wert des Vorjahres. Hier spiegelt sich die Fertigstellung und der Abschreibungsbeginn unseres neuen Hauptstellengebäudes wider. Aufgrund der durch die Kapitalmarktentwicklung und der nötigen Risikovorsorge im Kreditbereich erforderlichen Abschreibungen und Wertberichtigungen wurden - nach Verrechnung von Kursgewinnen, Zuschreibungen und der Auflösung von freien Reserven - Aufwendungen in Höhe von 18,1 Mio. € (Vorjahr Aufwand 10,5 Mio. €) ausgewiesen. Dabei belasteten ein im Zuge der Finanzmarktkrise gestiegener Wertberichtigungsbedarf bei eigenen Wertpapieren und erforderliche Wertberichtigungen für im Eigenbestand gehaltene Kreditstrukturen das Bewertungsergebnis deutlich stärker als im Vorjahr. Beim Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft konnte dagegen ein merklicher Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert verzeichnet werden. Aufgrund der erheblichen Belastung des Ergebnisses durch die erforderlichen Wertberichtigungen, insbesondere im Wertpapiergeschäft, kommt es für das Jahr 2008 zu keiner Belastung des Ergebnisses durch Steuern vom Einkommen und Ertrag. Der gesamte Steueraufwand liegt auf Höhe des Vorjahreswertes. - 302 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Vertretung des Trägers entscheidet nach der Feststellung des Jahresabschlusses über die Verwendung des Jahresüberschusses. Sofern eine Zuführung zur Sicherheitsrücklage beschlossen wird, ermöglicht das Gesamtergebnis nur eine geringe Aufstockung des Eigenkapitals um maximal 0,4 Mio. €. Abweichend von unserer Einschätzung der voraussichtlichen Entwicklung im Jahr 2008 mussten wir aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten eine deutliche Belastung unseres Bewertungsergebnisses im Wertpapiergeschäft verzeichnen. Die Verwaltungskosten haben sich dagegen positiver gegenüber den prognostizierten Werten entwickelt. Alle übrigen Ergebniskomponenten haben sich entsprechend unserer Einschätzung entwickelt. Angesichts unserer im Jahr 2008 erreichten Erfolge im originären Kundengeschäft und vor dem Hintergrund der schwierigen Situation an den Kapitalmärkten und unseren teilweise begrenzten Reaktionsmöglichkeiten sind wir mit dem erzielten Ergebnis noch zufrieden. Die wirtschaftliche Lage der Stadtsparkasse Oberhausen ist insgesamt als positiv zu werten, wobei allerdings der harte Wettbewerb und die Entwicklung an den Kapitalmärkten ihre Spuren hinterlassen. Das vorhandene Kundenpotenzial, die operative Ertragskraft und die Eigenkapitalausstattung bilden eine gute Basis für die weitere Geschäftsentwicklung. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Stadtsparkasse Oberhausen sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Risikoberichterstattung Risikomanagementziele und -methoden Die geschäftliche Tätigkeit einer Sparkasse beinhaltet das bewusste Eingehen von Risiken. Deren aktive Steuerung sowie die gezielte Transformation von Risiken sind Kernfunktionen unserer Sparkasse. Eine erfolgreiche Sparkasse zeichnet sich dadurch aus, dass sie die mit der Geschäftstätigkeit untrennbar verbundenen Risiken zeitnah erkennt, bewertet, umfassend steuert und die Steuerungsmaßnahmen laufend überwacht. Wesentlicher Bestandteil unserer Risikomanagementsysteme ist die Beachtung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Risiken werden bewusst eingegangen, wenn sie zur Erzielung von Erträgen sinnvoll und im Verhältnis zu den Chancen vertretbar sind. Die Übernahme von Risiken ist in der Stadtsparkasse Oberhausen eingebunden in eine ertrags- und wertorientierte Gesamtbanksteuerung, die das Erreichen der mittel- bis langfristigen Finanzziele sicherstellt. Als Fundament unserer Risikosteuerung dienen perioden- und wertorientierte Risikotragfähigkeitskonzepte, welche die dauerhafte Bestandssicherung des Unternehmens zur Aufgabe haben. Für alle risikorelevanten Geschäfte ist bis in die Ebene des Vorstands eine funktionelle Trennung zwischen Markt und Marktfolge festgelegt. Zwischen der Risikosteuerung und der Risikokontrolle besteht mindestens eine personelle Funktionstrennung. Im Rahmen des Risikomanagements sind die Abteilungen Unternehmenssteuerung, KreditService sowie die Revisionsabteilung beteiligt. Der Abteilung Unternehmenssteuerung obliegt die risikoüberwachende Funktion. Sie ist verantwortlich für die Entwicklung der Gesamtbanksteuerungssysteme sowie das Risikocontrolling der einzelnen Risikokategorien. Die Erfüllung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist eine weitere Kernaufgabe. Die Abteilung Unternehmenssteuerung ist organisatorisch von den Marktbereichen getrennt. Darüber hinaus betreibt die Abteilung Unternehmenssteuerung die Liquiditätssteuerung der Stadtsparkasse Oberhausen im Rahmen der vom Vorstand festgelegten Rahmenbedingungen. Im Rahmen der Steuerung der Marktpreisrisiken, insbesondere der Zinsänderungsrisiken, ist sie zudem für die Erarbeitung von Handlungsvorschlägen für den Vorstand verantwortlich. Die Ausführung der Beschlüsse erfolgt durch die von der Unternehmenssteuerung organisatorisch getrennten Händler. - 303 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Betreuung der im Kreditbereich eingesetzten Rating- und Scoring-Systeme sowie des Frühwarnsystems zur frühzeitigen Identifizierung wesentlicher Risiken obliegt der Abteilung KreditService. Sie ist organisatorisch ebenfalls vom Marktbereich getrennt. Die Revisionsabteilung prüft die Einhaltung der festgelegten internen Regeln sowie der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Sie überprüft die Angemessenheit und Wirksamkeit des Managements der einzelnen Risikoarten und begleitet als unabhängige Instanz die Weiterentwicklung der Gesamtbanksteuerungssysteme. Eine Darstellung der Aufbauorganisation im Risikomanagement sowie der Ausgestaltung der Risikomanagement- und -controllingprozesse findet sich in dem Risikohandbuch der Stadtsparkasse Oberhausen. In der vom Vorstand festgelegten Risikostrategie sind ferner die Ziele und Leitlinien verankert, die die Stadtsparkasse mit der Risikoübernahme und -steuerung verfolgt. Die Beurteilung der Risiken erfolgt hinsichtlich ihrer G.u.V.-Wirkungen und, soweit möglich, zusätzlich im Rahmen eines vermögenswertorientierten Value-at-Risk-Ansatzes. Zur Quantifizierung der einzelnen Risiken werden Szenarioanalysen durchgeführt, die auf historischen bzw. erwarteten Veränderungen von risikobeeinflussenden Parametern beruhen. Soweit eine Berechnung der Risiken aufgrund des Entwicklungstandes der Systeme noch nicht möglich ist (z. B. Immobilienrisiken), tragen wir dem durch die Reservierung von Risikokapital im Rahmen unserer Risikotragfähigkeitskonzepte Rechnung. Im Rahmen der Steuerung der Risiken setzen wir zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken Finanzderivate ein. Die per 31.12.2008 bestehenden Finanzderivate können der Übersicht im Anhang zum Jahresabschluss entnommen werden. Daneben hat die Sparkasse innerhalb ihres Spezialfonds während des gesamten Jahres 2008 Finanzderivate zur Absicherung von Aktienkursrisiken eingesetzt. Risikotragfähigkeitskonzeption Zentrales Element unserer Risikosteuerung sind die implementierten Risikotragfähigkeitskonzepte. Seit 2005 setzt die Stadtsparkasse Oberhausen zusätzlich zu dem perioden- auch ein wertorientiertes System ein. In der periodenorientierten Sichtweise werden die Risiken danach gemessen, ob und in welcher Höhe ihr Eintritt Auswirkungen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss der Sparkasse hat. Im Rahmen der periodenorientierten Risikotragfähigkeit bilden das über die intern festgelegte MindestSolvabilitätskoeffizienzquote hinausgehende freie haftende Eigenkapital und das operative Ergebnis (nach Abzug eines definierten Mindestergebnisses) die Risikodeckungsmasse. Diese wird auf die Risikokategorien Zinsspannenrisiko, Provisionsüberschussrisiko, Aufwandsrisiko, Adressenrisiko Eigenhandel, Bewertungsrisiko Wertpapiere und Kreditrisiken verteilt. Im Rahmen der wertorientierten Betrachtung bestimmt sich das Risiko als Vermögensminderung, die innerhalb eines festgelegten Zeitraums und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eintritt. Für die Risikotragfähigkeitskonzeption erfolgt zunächst die Ermittlung des Reinvermögens nach Erträgen und Kosten. Hiervon wird der strategische Eigenkapitalbedarf in Abzug gebracht. Die verbleibende Risikodeckungsmasse wird auf die Adressenausfallrisiken (unerwartete Kreditrisiken), Beteiligungsrisiken, Marktpreisrisiken (Zinsbuch, Aktien/Fonds und Immobilien) und Operationelle Risiken verteilt. Vor dem Hintergrund der extremen Marktverwerfungen im Rahmen der Finanzkrise wurden die dargestellten Risikotragfähigkeitskonzepte im Herbst 2008 ausgesetzt und bis zum 31.12.2008 durch ein Limitsystem ersetzt, welches allein auf die Sicherstellung der Tragfähigkeit der G.u.V.-Risiken des Gesamthauses abstellt. Über die Limiteinhaltung wird monatlich mit Hilfe eines Ampelsystems berichtet, wobei die gelbe Ampelstufe bei einer 80-prozentigen Limitauslastung erreicht wird. Risikoreporting Über die eingegangenen Risiken sowie die Auslastung der verschiedenen Limite wird dem Gesamtvorstand monatlich im Rahmen eines umfassenden Gesamtrisikoreports schriftlich berichtet. Die Ausführungen - 304 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 enthalten neben einer zusammenfassenden Beurteilung der Risikosituation und der Limitauslastungen auch Handlungsempfehlungen zur Risikosteuerung, über die der Vorstand entscheidet. Der Risikoreport wird vierteljährlich um einen ausführlichen Kreditrisikoteil sowie Ausführungen zu den Operationellen Risiken ergänzt. Darüber hinaus erhält der Vorstand mindestens wöchentlich, in der Regel täglich, einen Report über die Marktpreis- und Adressenausfallrisiken der Eigenhandelsgeschäfte. Eine Ad-hoc-Berichterstattung erfolgt bei Risikoereignissen von wesentlicher Bedeutung. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich ausführlich über die von der Sparkasse eingegangenen Risiken und die aktuellen Auslastungen sämtlicher Risikolimite informiert. Die Risiken, die wir im Rahmen unseres Risikomanagement- und -controllingsystems steuern, haben unterschiedliche Ursachen und bedürfen speziell abgestimmter Instrumente und Methoden zu deren Erfassung und Begrenzung. Die zentralen Risiken stellen für uns dabei folgende Risikoarten dar: Risikoarten Adressenausfallrisiken Adressenausfallrisiken Marktpreisrisiken Liquiditätsrisiken Operationelle Risiken Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir die Gefahr des Ausfalls vertraglich zugesicherter Leistungen, so dass die Definition des Adressenausfallrisikos zum einen den Ausfall, zum anderen aber auch bereits eine mögliche Bonitätsverschlechterung einer Person oder eines Unternehmens beinhaltet. Zu den Adressenausfallrisiken zählt die Stadtsparkasse Oberhausen folgende Risikokategorien: 1. Kreditrisiko Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr einer Bonitätsverschlechterung (Bonitätsrisiko) und/oder des Ausfalls (Ausfallrisiko) einer Person oder einer Unternehmung, zu der eine Kreditbeziehung besteht. 2. Kontrahentenrisiko Unter Kontrahentenrisiko verstehen wir das Risiko, dass eine Gegenpartei – vornehmlich im Bereich der Eigenhandelsgeschäfte – ausfällt und die entsprechende Position zum aktuellen, für die Sparkasse ungünstigeren Marktkurs abgewickelt werden muss. 3. Emittentenrisiko Das Emittentenrisiko bezeichnet die Gefahr des Ausfalls eines Emittenten von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten. 4. Strukturrisiko Das Strukturrisiko beschreibt die mangelnde Diversifikation des Kreditportfolios. Es handelt sich folglich um Risikokonzentrationen, die immer dann entstehen, wenn eine bedeutende Anzahl oder ein bedeutendes Volumen von Krediten ähnliche Risikoeigenschaften aufweisen. 5. Länderrisiko Das Länderrisiko im grenzüberschreitenden Kreditgeschäft besteht in der Gefahr, dass Zins- und Tilgungsleistungen ausländischer Kreditnehmer nicht termingerecht, nicht vollständig oder gar nicht geleistet werden, wobei die Zahlungsunfähigkeit oder die fehlende Zahlungsbereitschaft durch das Land verursacht wird, in dem der Schuldner ansässig ist, und nicht durch den Schuldner oder durch dessen Bonität. 6. Beteiligungsrisiko - 305 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Das Beteiligungsrisiko wird als die Gefahr verstanden, dass aus der Eigenkapitalbeteiligung an Dritten Verluste entstehen. Insgesamt lässt sich das Adressenausfallrisiko der Sparkasse in zwei große Bereiche gliedern: das Risiko aus dem Kundenkreditgeschäft sowie das Adressenausfallrisiko aus Eigenhandelsgeschäften. Die Basis für die Steuerung der Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft bildet die Risikostrategie der Stadtsparkasse Oberhausen. Sie enthält neben den Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft auch die unter Berücksichtigung der Gesamtbankrisikotragfähigkeit geplanten Aktivitäten im Kreditgeschäft. Dazu gehören neben risikobegrenzenden Maßnahmen auch Aktivitäten zur Weiterentwicklung des Instrumentariums der Kreditrisikosteuerung. In der Risikostrategie hat die Sparkasse Leitlinien bezüglich Kreditarten, Einzelkreditvolumen, Rating sowie Branchen der Kreditnehmer festgelegt. Hierdurch werden Bonitäts- und Konzentrationsrisiken eingeschränkt. Zur Beurteilung der Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft auf Kundenebene setzt die Sparkasse die Rating- und Scoringmodelle des DSGV ein. Firmenkunden, Gewerbekunden, Geschäftskunden, Freiberufler und Existenzgründer werden grundsätzlich mit dem Standardrating, Bauträger, Investoren und Wohnungsbaugesellschaften mit dem Immobiliengeschäftsrating bewertet. Gewerbliche Kunden, die über ein Gesamtobligo von weniger als 250 TEUR verfügen, werden monatlich mit dem automatisierten Kleinstkundenrating bewertet. Für das Privatkundengeschäft sind Antrags-Scorekarten für Konsumentenkredite und Baufinanzierungen sowie ein Verhaltensscoring für Girokonten in den Kreditentscheidungsprozess integriert. Die Ratingergebnisse bilden die Basis für die Festlegung risikoadjustierter Kreditkonditionen. Die Bonität einzelner Kreditnehmer wird zudem jährlich durch die Innenrevision der Sparkasse in umfangreichen Stichproben geprüft. Der überwiegende Teil des gewerblichen Kreditgeschäftes entfällt auf Kreditnehmer in Risikoklassen mit moderaten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Bis Ende 2008 wurde für 1.616 Unternehmenskunden mindestens einmal das Standard- oder das Immobiliengeschäftsrating durchgeführt. Bezogen auf das zugrunde liegende Kreditvolumen weisen 41,4 % (Vorjahr 40,0 %) eine Ratingnote zwischen 1 und 5 auf. Der Volumensanteil in den Ratingklassen 1 bis 9, auf die gemäß der Kreditrisikostrategie Geschäfte mit gewerblichen Neukunden beschränkt werden sollen, liegt bei 71,6 % (Vorjahr 73,9 %). Zur Früherkennung von Kreditrisiken auf Kundenebene wird ein automatisiertes System eingesetzt, das hinsichtlich definierter Frühwarnindikatoren auffällig gewordene Kreditnehmer identifiziert und die nachfolgende Bearbeitung mit der erforderlichen Betreuungsintensität (Intensivbetreuung, Sanierung) technisch unterstützt. Das Kreditvolumen (inklusive Avale und Bürgschaften) nach Kundensegmenten verteilt sich per Ende 2008 wie folgt: 31.12.2008 %-Anteil 31,2 9,6 2,2 1,8 1,9 12,7 1,1 39,5 100,0 31.12.2007 %-Anteil 28,2 8,6 2,3 1,6 1,8 17,6 0,9 39,0 100,0 Firmenkunden Gewerbekunden Geschäftskunden Bauträger Existenzgründer Kommunale Kunden Großkunden Privatkunden Summe - 306 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die Großkredite gemäß § 13 Abs. 1 KWG machten am 31.12.2008 das 1,32-fache (Höchstgrenze gemäß § 13 Abs. 3 KWG: das 8-fache) des am Bilanzstichtag geltenden haftenden Eigenkapitals aus (31.12.2007: das 1,41-fache). Die Beurteilung der Kreditrisiken auf Portfolioebene erfolgt durch die Analyse des gesamten Kreditportfolios nach unterschiedlichen Kriterien wie z. B. der Branchen-, Größenklassen- oder Ratingverteilung. Zur Verbesserung der Messung der Kreditrisiken auf Portfolioebene wurde bereits in 2007 das Kreditportfoliomanagement-Tool CPV (CreditPortfolioView) eingeführt. Mit Hilfe dieses Programms erfolgt die Analyse des Kreditportfolios hinsichtlich der Darstellung der erwarteten Verluste und des ökonomischen Eigenkapitalbedarfs (CreditValue-at-Risk) sowie der Berechnung von Größenkonzentrationen (Klumpenrisiken) und deren Wirkung auf den CreditValue-at-Risk des Gesamtportfolios. Für den Eintritt von Adressensausfallrisiken hat die Sparkasse durch die Bildung von Wertberich-tigungen und Vorsorgereserven eine angemessene Vorsorge getroffen. Wertberichtigungen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse und des Zahlungsverhaltens der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen nach den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Darüber hinaus erfolgt eine Bewertung der existierenden Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörungen noch zu erwarten sind. Die Angemessenheit der vorgesehenen Wertberichtigungen sind Prüfungsgegenstand der Innenrevision. Latente Ausfallrisiken werden darüber hinaus durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Mit einem im Vergleich zum Verbandsdurchschnitt überproportionalen Anteil an Privatkunden weist das Kreditportfolio der Stadtsparkasse Oberhausen insgesamt eine gute Diversifizierung auf. Risiken resultieren allerdings aus dem in den letzten beiden Jahren zu beobachtenden Wachstum im gewerblichen Kundenkreditgeschäft und dem damit einhergehenden Wachstum in höhervolumigen Größenklassen. Die in 2008 erforderliche Bildung von Wertberichtigungen für Adressenausfallrisiken im Kundenkreditgeschäft bewegte sich innerhalb der vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit abgestimmten Grenzen und weist einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr auf, so dass die Sparkasse mit ihrem Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft in 2008 leicht unter dem Durchschnitt der Verbandsinstitute liegt. Für die Eigenhandelsgeschäfte im Sinne der Mindestanforderungen an das Risikomanagement hat die Sparkasse detaillierte Regelungen bezüglich des zulässigen Kontrahenten- und Emittentenkreises sowie bezogen auf die unterschiedlichen Geschäftsarten - hinsichtlich der zulässigen Volumina je Kontrahent / Emittent eingesetzt. Zur Beurteilung des Adressenausfallrisikos werden externe Ratings herangezogen. Die seit dem Spätsommer 2007 vorherrschenden Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten haben zu einer generellen Neubewertung von risikobehafteten Positionen geführt. Diese Entwicklung hat sich im Zuge der Ausweitung dieser Turbulenzen zu einer globalen Finanzkrise in 2008 nochmals verstärkt. Auch die mit Adressenrisiken behafteten Wertpapiere im Depot A der Stadtsparkasse Oberhausen sind von den deutlich ausgeweiteten Credit-Spreads betroffen und entsprechend bewertet worden. Die Anlagen erfolgten im Rahmen der strategischen Vermögensallokation und dienen somit der langfristigen Anlage. Die Bewertungsrisiken sind per 31.12.2008 durch die vorhandene Risikodeckungsmasse gedeckt, wobei aufgrund der vorliegenden Inaktivität diverser Marktsegmente (u. a. Märkte für Unternehmensanleihen und Bankschuldverschreibungen) zur Ermittlung der beizulegenden (Zeit-)Werte größtenteils auf Bewertungsmodelle zurückgegriffen wurde. Die Bewertung mit Hilfe dieser Modelle erfolgt auf der Basis der zukünftig erwarteten, diskontierten Zahlungsströme, wobei die notwendigerweise zu treffenden Annahmen naturgemäß mit Unsicherheit behaftet sind. Aufgrund der größtenteils guten Bonität der zum Jahresende im Depot A enthaltenen Emittenten – sämtliche Direktanlagen der Stadtsparkasse Oberhausen verfügen per Jahresende über ein Rating im Investment Grade-Bereich – wird allerdings erwartet, dass es in den nächsten Jahren zu keinen nennenswerten tatsächlichen Ausfällen im Bereich der Eigenanlagen kommen wird. - 307 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Der Anteil von Kreditstrukturen am gesamten Depot A der Stadtsparkasse Oberhausen macht per 31.12.2008 1,2 % aus (Vorjahr 4,2 %). Marktpreisrisiken Unter Marktpreisrisiken sind mögliche Ertrags- und Vermögenseinbußen zu verstehen, die sich aus der Veränderung von Marktpreisen ergeben. Bei den Marktpreisrisiken werden die folgenden Risikoarten unterschieden: Zinsänderungsrisiko (im Zusammenhang mit Handelsgeschäften und auf Gesamtbankebene), Währungsrisiko, Aktienkursrisiko, Immobilienrisiko, Optionsrisiko und Rohwarenrisiko. Für die Sparkasse weisen insbesondere das Zinsänderungs- und das Aktienkursrisiko eine zentrale Bedeutung auf. Die Ermittlung der Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften, d. h. sowohl des Zinsänderungsrisikos als auch des Risikos aus den in einem Spezialfonds gehaltenen Aktien, erfolgt zum einen anhand einer G.u.V.orientierten Ermittlung des Abschreibungsrisikos, zum anderen anhand von Value-at-Risk-Szenarien mit einer Haltedauer von 10 Tagen, bei denen das Risiko auf Basis der täglichen Kurs- bzw. Renditeveränderungen der letzten 200 Handelstage ermittelt wird. Dieser Ermittlung liegt eine Vergangenheitsbetrachtung zugrunde, die es erlaubt, den Risikokurs anzugeben, der mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit nicht unterschritten wird. Sämtliche Marktpreisrisiken des Eigenanlagegeschäftes werden mindestens wöchentlich, in der Regel aber täglich durch die Abteilung Unternehmenssteuerung nach Art und Höhe bewertet und an die Geschäftsleitung kommuniziert. Darüber hinaus wird monatlich ein Worst-CaseSzenario für extreme Marktentwicklungen simuliert. Im Rahmen der Finanzkrise waren – insbesondere bei adressenrisikotragenden Wertpapieren – in 2008 deutliche Marktverwerfungen zu beobachten, von denen zum Teil auch die Eigenanlagen der Stadtsparkasse Oberhausen betroffen waren. So haben gestiegene Credit Spreads sowie aufgrund der allgemeinen Verunsicherung deutlich gestiegene Liquiditätsspreads bei Unternehmensanleihen, aber auch bei Inhaberschuldverschreibungen deutscher Kreditinstitute und bei Pfandbriefen zu Kursabschlägen geführt, die nicht in jedem Fall durch das allgemein gesunkene Zinsniveau kompensiert wurden. Wie bereits bei den Ausführungen zu den Adressenausfallrisiken erläutert wird das Risiko aus den Eigenanlagen aufgrund der größtenteils guten Bonität der Emittenten insgesamt aber als überschaubar eingeschätzt. Neben den Berechnungen für die Eigenhandelsgeschäfte wird auch eine Beurteilung des Zinsänderungsrisikos auf Gesamtbankebene vorgenommen. Das Risiko wird sowohl hinsichtlich der Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung als auch im Hinblick auf mögliche Wertveränderungen der verzinslichen Vermögens- und Schuldpositionen untersucht. Die Ergebnisse der Risikobetrachtung werden der Geschäftsleitung im Rahmen des Gesamtrisikoberichtes monatlich vorgelegt. Im Rahmen der G.u.V.-orientierten Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt die Messung auf der Grundlage von Simulationsberechnungen, die alle Bilanzpositionen und deren voraussichtliche Entwicklung einbeziehen. Im Rahmen der wertorientierten Risikobetrachtung werden alle zinstragenden Geschäfte in einer einheitlichen Cash-Flow-Übersicht abgebildet. Für Geschäfte ohne feste Zins- und / oder Kapitalbindungen werden dabei produktspezifische Ablauffiktionen zugrunde gelegt. Für den aus dem Gesamt-Cash-Flow der Sparkasse errechneten Barwert wird anschließend das Verlustrisiko (Value-at-Risk) ermittelt. Dieses errechnet sich auf Basis einer historischen Simulation von Renditeveränderungen über den Planungshorizont von 6 Monaten mit einem Konfidenzniveau von 99 %. Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die Sparkasse an einer als effizient eingeschätzten Benchmark. Abweichungen von dieser Benchmark zeigen ggf. Bedarf von Steuerungsmaßnahmen an und dienen als zusätzliche Information für zu tätigende Geschäfte. - 308 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Im Rahmen der Steuerung des gesamten Zinsbuches hat die Sparkasse Zins-Swaps in Form von MacroHedges eingesetzt. Nähere Informationen können der Übersicht im Anhang zum Jahresabschluss entnommen werden. Zur Absicherung der in einem Spezialfonds gehaltenen Aktienposition wurden zudem während des gesamten Jahres ebenfalls Finanzderivate eingesetzt. Während die Absicherung zu Beginn des Jahres 2008 über Put-Optionen durchgeführt wurde, erfolgte im Laufe des Jahres ein Übergang zu einer Absicherung über Future-Geschäfte, die den gesamten Aktienbestand umfasste. Zur Begrenzung der Risiken aus Marktpreisrisiken hat die Sparkasse auf Basis der eingesetzten Risikotragfähigkeitskonzepte Limite definiert, die die Übernahme von Marktpreisrisiken auf ein für die Stadtsparkasse Oberhausen tragbares Niveau begrenzen. Vor dem Hintergrund der extremen Marktverwerfungen im Rahmen der Finanzkrise wurden die bis dahin festgelegten Limite für Marktpreisrisiken im Herbst 2008 ausgesetzt und bis zum 31.12.2008 durch ein streng G.u.V.-orientiertes Limitsystem ersetzt, welches allein auf die Sicherstellung der Tragfähigkeit der G.u.V.-Risiken des Gesamthauses abstellt. Zum 31.12.2008 wurden diese Marktpreisrisiko-Limite vollständig eingehalten. Liquiditätsrisiken Die Liquiditätsrisiken werden in das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne, das Refinanzierungsrisiko sowie das Marktliquiditätsrisiko unterteilt. Unter dem Liquiditätsrisiko im engeren Sinne wird die Gefahr verstanden, dass die Sparkasse ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneingeschränkt nachkommen kann. Beim Refinanzierungsrisiko handelt es sich um das Risiko, dass Liquidität bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Als Marktliquiditätsrisiko bezeichnet man schließlich die unterschiedliche Leichtigkeit und Schnelligkeit, mit der Finanzmarktprodukte zu einem fairen Preis wieder veräußert werden können. Als Basis für die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit der Sparkasse dient die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl gemäß Liquiditätsverordnung (Quotient aus den liquiden Aktiva und den Liquiditätsabflüssen für den folgenden Monat), die im abgelaufenen Jahr stets deutlich über dem erforderlichen Mindestwert von 1,0 lag und am Jahresende einen Wert von 1,92 % aufweist. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko mittels fünf standardisierter Szenariorechnungen beurteilt. Durch eine ausreichende Liquiditätsvorsorge versucht die Sparkasse Liquiditätsrisiken zu vermeiden. Zur Steuerung der Liquidität bestehen umfangreiche Kreditlinien bei der Deutschen Bundesbank und der WestLB. Als weiteres Instrument nutzt die Sparkasse Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank. Die in 2008 erfolgte Umwidmung einzelner Wertpapiere in das Anlagevermögen hat dabei keine Auswirkung auf die Liquiditätslage und -planung der Sparkasse, da die Wertpapiere aufgrund der Beibehaltung des strengen Niederstwertprinzips auch weiterhin als refinanzierungsfähige Sicherheiten bei der Europäischen Zentralbank zugelassen sind. Zur Beurteilung des Refinanzierungsrisikos beobachtet die Sparkasse die Entwicklung des Verhält-nisses von Kundeneinlagen zu Kundenausleihungen. Hieraus ergibt sich ein Bild über den erforderlichen Refinanzierungsumfang bei anderen Kreditinstituten. Sämtliche Daten werden monatlich ermittelt und der Geschäftsleitung schriftlich berichtet. Eine Erfordernis zur Aufnahme längerfristiger Refinanzierungsmittel war in 2008 – auch aufgrund des deutlich Zuwachses bei den Kundeneinlagen – nicht gegeben. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund erfreulich, dass sich im Rahmen der Finanzkrise die Aufschläge für institutionelle Refinanzierungsmittel deutlich erhöht haben und das Refinanzierungsrisiko somit deutlich gestiegen ist. Zur Begrenzung des Refinanzierungsrisikos hat die Stadtsparkasse Oberhausen zudem in 2008 die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Erstemission eines Structured Covered Bonds der Landesbank Berlin geschaffen. Hierbei bündelt diese Forderungen aus privaten Wohnungsbaufinanzierungen und emittiert darauf basierend eine gedeckte Schuldverschreibung. Im Gegenzug erhält die Sparkasse ein Refinanzierungsdarlehen, welches einen deutlichen Refinanzierungsvorteil gegenüber einer ungedeckten institutionellen Refinanzierung bietet. Zur Begrenzung des Marktliquiditätsrisikos wird bei Anlageentscheidungen die Liquidierbarkeit der entsprechenden Papiere als Entscheidungskriterium mit berücksichtigt. Im Rahmen der Finanzkrise hat sich - 309 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 2008 allerdings gezeigt, dass beinahe sämtliche Märkte von dem Marktliquiditätsrisiko betroffen sein können, so dass die entsprechenden Papiere überhaupt nicht oder nicht zu angemessenen Preisen veräußert werden konnten. Die Stadtsparkasse Oberhausen hat allerdings keine außergewöhnlich hohen Eigenhandelsaktivitäten an liquiditätsmäßig engen Märkten betrieben. So beschränken sich die Wertpapierdirektanlagen der Sparkasse per 31.12.2008 nahezu ausschließlich auf Pfandbriefe deutscher Emittenten sowie Inhaberschuldverschreibungen von deutschen Kreditinstituten. Operationelle Risiken Unter Operationellen Risiken sind die Risiken zusammengefasst, die zu Schäden für die Sparkasse infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge von externen Einflüssen führen können. In dieser Definition ist das Rechtsrisiko enthalten, d. h. die Gefahr von Schäden durch Rechtsprozesse, Klagen etc. Im Rahmen der Weiterentwicklung der internen Risikoquantifizierungs- und -steuerungsverfahren wurden in 2007 Systeme zur Identifikation, Messung und Überwachung von Operationellen Risiken eingeführt. So werden zur Identifizierung zukünftiger wesentlicher Schadenspotenziale jährlich Szenarien über mögliche Schadensereignisse aus den risikorelevanten Bereichen der Sparkasse und der Tochtergesellschaften erhoben und anschließend in Form einer Risikolandkarte dargestellt. Zur Schaffung einer einheitlichen Datenbasis und als Grundlage für die Ableitung von entsprechenden Maßnahmen werden des Weiteren die bereits eingetretenen Schäden aus Operationellen Risiken laufend in einer zentralen Schadensfalldatenbank erfasst. Bedeutende Schadensfälle im Sinne der Mindestanforderungen an das Risikomanagement, in der Sparkasse definiert als Schadensfälle mit einer Bruttoschadenshöhe von mehr als 100 TEUR, sind in 2008 nicht eingetreten. Zur Begrenzung und Steuerung von Operationellen Risiken existieren aufgrund der vielschichtigen Ursachen diverse Regelungen und Verfahren in der Stadtsparkasse Oberhausen. Potenziellen Schäden durch Betrug, Irrtum oder Fahrlässigkeit von Mitarbeitern oder Dritten begegnet die Sparkasse mit entsprechenden Kontrollsystemen, deren Funktionsfähigkeit regelmäßig von der Innenrevision überwacht wird. Die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter wird durch bedarfsgerechte Aus- und Fortbildungsmaßnahmen gestärkt und im Rahmen eines periodischen Beurteilungssystems überprüft. Für technische Risiken wie den Ausfall technischer Geräte und der erforderlichen EDV-Programme existieren entsprechende Notfallkonzepte, die die Funktionsfähigkeit des Betriebsablaufes auch bei unvorhersehbaren Ereignissen sicherstellen. Ferner sollen Operationelle Risiken durch die Auswahl zuverlässiger Dienstleister vermindert werden. Darüber hinaus wurden Versicherungen abgeschlossen, die gegebenenfalls eintretende Vermögensschäden weitgehend abfangen sollen. Die Abwendung von Rechtsrisiken wird durch die Nutzung aktueller Vertragsvordrucke des Deutschen Sparkassen Verlages und bei außerhalb des Standards liegenden Verträgen durch die Einbindung unserer in die Service Rhein-Ruhr GmbH ausgelagerten Rechtsabteilung erreicht. Im Bedarfsfall bedienen wir uns zusätzlicher externer Rechtsberatung. Sonstige Risiken Im Rahmen unseres G.u.V.-orientierten Risikotragfähigkeitskonzeptes haben wir auch für das Provisionsüberschussrisiko und das Aufwandsrisiko im Verwaltungskostenbereich durch die Reservierung von Risikodeckungsmasse Vorsorge getroffen. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Die Entwicklungen an den Finanzmärkten im Jahr 2008 haben generell zu einer Neubewertung von Risiken geführt. Die massiven Ausweitungen der Credit- bzw. Liquiditätsspreads konnten im Vorfeld nicht prognostiziert und durch die eingesetzten Risikomanagementsysteme auch nicht adäquat abgebildet werden. Infolge dessen kam es im Laufe des Jahres 2008 zu einer Überschreitung der definierten - 310 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Risikolimite mit der Konsequenz, dass die bis dahin gültigen Risikotragfähigkeitskonzepte bis Jahresende ausgesetzt und durch ein streng G.u.V.-orientiertes Limitsystem ersetzt wurden. Als weitere Folge der Finanzkrise und der damit einhergegangenen Inaktivität zahlreicher Marktsegmente musste bei der Ermittlung der beizulegenden (Zeit-)Werte zudem größtenteils auf Bewertungsmodelle zurückgegriffen werden. Unter Berücksichtigung der dargestellten Maßnahmen zur adäquaten Berücksichtigung der Folgen der Finanzkrise lag die Auslastung sämtlicher Risikolimite zum 31.12.2008 innerhalb der festgelegten Grenzen. Das Verhältnis der eingegangenen Risiken der Sparkasse zur Vermögens- und Ertragslage ist demzufolge als angemessen zu bezeichnen; das Gesamtbankrisiko wird durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt. Im Rahmen des Risikocontrollings legt die Stadtsparkasse Oberhausen weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die Adressenrisiko tragenden Wertpapiere im Depot A. Die Anlagen erfolgten im Rahmen der strategischen Vermögensallokation und dienen der langfristigen Anlage. Aufgrund der größtenteils guten Bonität der zum Jahresende im Depot A enthaltenen Emittenten wird erwartet, dass es in den nächsten Jahren zu keinen nennenswerten tatsächlichen Ausfällen im Bereich der Eigenanlagen kommen wird. Prognosebericht Künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung Aufgrund der sich zu einer globalen Wirtschaftskrise ausgewachsenen Finanzmarktkrise muss für das Jahr 2009 weltweit von einer Rezession ausgegangen werden. Im Vergleich zum Vorjahr dürfte das WeltBruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2009 zum ersten Mal seit den 1930er-Jahren gesunken sein. Für das Gesamtjahr 2009 wird ebenfalls ein negatives Wachstum erwartet und dies trotz der massiven Bemühungen der Regierungen und Notenbanken, den Bankensektor zu stabilisieren und die Konjunktur anzuregen. Eine konjunkturelle Wende wird frühestens für das zweite Halbjahr 2009, wahrscheinlicher aber erst für das Jahr 2010 erwartet. Ein Kernproblem für die Erholung der Weltwirtschaft stellt die anhaltende Verunsicherung an den Finanzmärkten dar, die ihre Ursache in der Sorge um die Solvenz des Bankensektors hat und den Geldfluss zwischen den Wirtschaftsakteuren merklich belastet. Hinzu kommt in wichtigen Ländern eine Krise der Immobilienmärkte, deren Ende noch nicht absehbar ist und den Abschreibungsbedarf der Banken erhöht. Insbesondere die Betroffenheit der USA durch die Finanzkrise führt zu einer Belastung der weltwirtschaftlichen Entwicklung, da die USA in den vergangenen Jahren der Wachstumsmotor war. Ein echter Ersatz hierfür ist derzeit nicht in Sicht. Auch im Euroraum wird sich im kommenden Jahr die konjunkturelle Entwicklung deutlich eintrüben. Nach einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts in 2008 in Höhe von voraussichtlich nur noch 0,8 % wird für 2009 ein negatives Wachstum von -2,7 % erwartet (Quelle: WestLB-Prognose). Neben den Auswirkungen der Krise im Finanzsektor belasten auch die Immobilienkrisen in Spanien und Irland die Dynamik der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum. Zusätzlich zu diesen Krisenfaktoren müssen auch stark exportabhängige Länder aufgrund einer schwächelnden Auslandsnachfrage Anpassungsprozesse ihrer Wirtschaft durchlaufen. Diese Prozesse werden die wirtschaftliche Entwicklung zunächst belasten. Deutschland wird auf Basis der Prognose der WestLB mit einem voraussichtlichen Rückgang von -3,5 % in 2009 den schärfsten Rückgang in seiner Geschichte erleben. Der bislang höchste Rückgang wurde Mitte der Siebziger Jahr mit einem Minus von 0,9 % verzeichnet. Auch andere BIP-Prognosen erwarten für 2009 ähnliche und teilweise noch dramatischere Minus-Werte. Hier zeigen sich insbesondere die Folgen der starken Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft, die im Zuge der schweren Rezession in den Hauptabnehmerländern deutlich belastet wird. So rechnet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) mit einem realen Rückgang der Exporte um 8,9 %. Einen Rückgang der Exporte hat es das letzte Mal 1993 gegeben. Auch die Investitionstätigkeit wird in 2009 wohl deutlich reduziert werden, da die Unternehmen angesichts einer stark gesunkenen Auslastung und verschlechterter - 311 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Absatzperspektiven Erweiterungsinvestitionen verschieben bzw. ganz aufgeben. Um dem erwarteten Rückgang der Wirtschaftleistung entgegen zu treten, versucht die Bundesregierung mit den beschlossenen Konjunkturpaketen einen entsprechenden Konjunkturimpuls zu geben. Neben den zusätzlichen Staatsausgaben werden voraussichtlich auch die privaten Konsumausgaben einem stärkeren Rückgang des Bruttoinlandsproduktes entgegenwirken. Denn trotz der absehbaren Verschlechterung der Lage auf dem Arbeitsmarkt werden die verfügbaren Einkommen in 2009 aufgrund der Tariflohnsteigerungen des letzten Jahres, dem Anstieg verschiedener Transfereinkommen und der geplanten Steuersenkungen zunehmen. Zusammen mit dem Rückgang der Inflation werden die verfügbaren Einkommen auf Basis der WestLBPrognose um 2,3 % ansteigen. Insgesamt wird ein Anstieg der Konsumausgaben um 0,5 % und eine Erhöhung der Sparquote auf 12,3 % erwartet. Rezessionsbedingt wird sich die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt in diesem Jahr eintrüben. Allerdings wirken verschiene Aspekte dämpfend auf die Entwicklung ein. Hierzu zählt die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes von 6 auf 18 Monate, der Abbau von Arbeitszeitguthaben aus dem letzten Aufschwung und die demografische Entwicklung. Laut Prognose der WestLB wird ein Anstieg auf 8,3 % nach 7,8 % im Jahr 2008 erwartet. Nach dem mit -0,1 % in % des BIP sehr geringen negativen Finanzierungssaldo der öffentlichen Haushalte im Jahr 2008 wird für 2009 aufgrund der zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise erfolgten massiven Ausweitung der Staatsausgaben mit -3,0 % in Relation zum Bruttoinlandsprodukt ein deutlich negativerer Wert erwartet. Die Maastricht Kriterien werden hiernach nur knapp eingehalten. Für Oberhausen erwarten wir eine wirtschaftliche Entwicklung, die der für Deutschland prognostizierten Entwicklung entspricht. Eine zusätzliche Belastung resultiert aus der prekären wirtschaftlichen Situation der Stadt Oberhausen. Aufgrund der verhängten Haushaltssperre und der Sparauflagen der Bezirksregierung ist der finanzielle Bewegungsspielraum sehr eingeschränkt. Die Wirtschaft stimulierende Impulse können daher von dieser Seite her nicht erwartet werden. Im Rahmen der Einschätzung der Zinsentwicklung gehen wir aufgrund der aktuellen Wirtschaftsentwicklung von einer weiterhin expansiven Zinspolitik der Notenbanken verbunden mit weiter rückläufigen Leitzinsen aus. Perspektivisch erwarten wir eine Senkung des Leitzinses auf 1,0 %. Die Renditestrukturkurve wird nach unserer Einschätzung weiter sehr steil bleiben, wobei wir für das lange Ende auf mittlere Sicht eine leichte Erhöhung erwarten. Branchenentwicklung Aufgrund der nach wie vor ungelösten Finanzmarktkrise kann es auch im Jahr 2009 zu einer Belastung der Ertragsentwicklung der Banken kommen. Der harte (Konditionen-)Wettbewerb, insbesondere um Kundeneinlagen zur Sicherung einer preiswerten Refinanzierung, wird nach unserer Einschätzung im laufenden und im Folgejahr wieder aufleben und die Ertragsentwicklung belasten. Für das Jahr 2009 erwarten wir im Zuge einer Normalisierung der Zinsstrukturkurve eine Ertragsverbesserung durch eine wieder mögliche Fristentransformation. Vor dem Hintergrund der prognostizierten wirtschaftlichen Entwicklung und der Verschärfung der Kreditstandards gehen wir grundsätzlich von einem Rückgang der Kreditnachfrage aus. Verbunden mit der Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung erwarten wir steigende Kreditausfälle. Voraussichtliche Entwicklung der Stadtsparkasse Oberhausen Die Verbesserung der Cost-Income-Ratio über die Erhöhung der Erträge bei gleichzeitiger Reduktion der Verwaltungskosten sowie die Steigerung des Kundengeschäftsvolumens stellen die zentralen Ziele unseres mittel- und langfristigen Handelns dar. Hierbei steht die dauerhafte Bindung unserer Kunden an unser Haus im Fokus unserer Bemühungen zur Steigerung der Erträge. Die umfassende, ganzheitliche Beratung unserer Kunden durch gut ausgebildete - 312 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 und motivierte Mitarbeiter ist Mittelpunkt unserer Vertriebsstrategie. Zentrales Merkmal hierfür ist eine enge Kunde/Berater-Verbindung. Unterstützt wird diese Strategie durch eine kundenorientierte und effiziente Vertriebsorganisation, attraktive und am Kundenbedürfnis ausgerichtete Produkte sowie ansprechende und moderne Geschäftsräume. Zur Erreichung unserer Ziele in den Jahren 2009 und 2010 wollen wir über eine Umstrukturierung in unserem größten Vertriebsbereich, dem Filialvertrieb, die Vertriebszeit unserer Kundenberater deutlich erhöhen und über den verstärkten Kundenkontakt und einen erhöhten Produktabsatz die Rentabilität steigern. Die Fortsetzung unserer Bemühungen zur Senkung der Verwaltungskosten stellt die zweite Säule zur Erreichung unserer mittel- und langfristigen Ziele dar. Im Rahmen eines konsequenten und permanenten Kostenmanagements stehen alle Ausgaben auf dem Prüfstand. Die Gewinnung neuer Mandanten für unsere gemeinsamen Tochterunternehmen mit der Sparkasse Mülheim an der Ruhr und die konsequente Hebung von Synergie- und Skaleneffekten sind weitere Elemente im Rahmen unserer Kostenstrategie zur Senkung des Verwaltungsaufwandes. Gerade die Finanzmarktkrise zeigt, wie wichtig eine funktionierende Gesamtbanksteuerung ist, in deren Mittelpunkt ein Risikomanagement steht, das das langfristige Überleben der Bank garantiert und es dennoch ermöglicht, durch die Übernahme von Risiken Ertragspotenziale zu heben. Mit dem Ausbau unseres Gesamtbanksteuerungsinstrumentariums, insbesondere des Risikosteuerungsinstrumentariums und einem optimierten Vermögenseinsatz wollen wir Chancen nutzen und Risikokosten reduzieren. So planen wir für das Jahr 2009 die Einführung einer neuen Softwarelösung zur Optimierung der Vermögensallokation und die Überarbeitung unserer Risikotragfähigkeitskonzeption. Der harte (Konditionen-) Wettbewerb unter den Kreditinstituten wird uns auch in den kommenden zwei Jahren begleiten. Zur Verteidigung und Festigung unserer Marktposition werden wir die Entwicklung und das Angebot attraktiver Produkte fortsetzen sowie mit einer ertragsorientierten Vertriebssteuerung den Schwerpunkt auf die Rentabilitätserfordernisse setzen. Aus dem harten Wettbewerb heraus erwarten wir dennoch weiteren Druck auf der Ertragsseite. Über den Ausbau des Kundengeschäftsvolumens unter Berücksichtigung von Rentabilitätserfordernissen, einem optimierten Vermögenseinsatz und einer kostengünstigen, effizienten Produktion gilt es hier, einen Ausgleich für sinkende Zinsmargen zu schaffen. Durch die deutlich steilere Zinskurve erwarten wir aus der Übernahme der Fristentransformation nunmehr wieder eine moderate Verbesserung der Ertragslage. Durch eine optimierte Vermögensallokation werden wir versuchen, diese Möglichkeit unter Berücksichtigung unserer Risikotragfähigkeit zu nutzen. Im Kreditgeschäft gehen wir vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung und unserer Risikostrategie von einer Seitwärtsentwicklung aus. Bei den Kundeneinlagen erwarten wir trotz des wieder härter werdenden Wettbewerbs einen leichten Anstieg gegenüber dem Jahr 2008. Insgesamt erwarten wir eine sich tendenziell seitwärts entwickelnde Bilanzsumme. Auf Basis unserer Planungsrechnungen und unter Berücksichtigung der oben genannten Belastungen für die Zinsspanne gehen wir für die Jahre 2009 und 2010 von einem rückläufigen ordentlichen Zinsergebnis aus. Das Zinsergebnis bleibt weiterhin die wichtigste Ertragsposition. Für das Provisionsergebnis erwarten wir leichte Ergebnisverbesserungen, die hauptsächlich vom Wertpapiergeschäft getragen werden. Im Bereich der Σ-Versicherungs- und ImmobilienVermittlungsgesellschaft mbH gehen wir aufgrund eines anziehenden Altersvorsorgegeschäftes ebenfalls von einer Verbesserung der Ergebnisses aus. Im Bereich der Verwaltungskosten unterstellen wir aufgrund von Preis- und Tarifsteigerungen einen leichten Anstieg. Aufgrund der negativen Konjunkturerwartungen erwarten wir bei den Kreditrisiken eine deutliche Verschärfung der Risikosituation und damit einen Anstieg des negativen Bewertungsergebnisses. Beim Bewertungsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft gehen wir aufgrund der von uns erwarteten Veränderung - 313 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 des Zinsniveaus und einer zum Jahresende 2009 erwarteten Beruhigung an den Kapitalmärkten von einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahr aus. Insgesamt gehen wir für die nächsten Jahre von einer stetigen Geschäftsentwicklung verbunden mit Jahresüberschüssen aus, die eine Stärkung des Eigenkapitals der Stadtsparkasse Oberhausen zulassen. Risiken für den erwarteten Unternehmenserfolg stellen insbesondere die negative konjunkturelle Entwicklung, verbunden mit steigenden Kreditrisiken, der verschärfte, mit geringen Margen verbundene Konditionenwettbewerb sowie eine nochmalige Verschärfung der Finanzkrise, die das Bewertungsergebnis bei den eigenen Wertpapieren belasten könnte, dar. Der Prognosebericht gibt die Erwartung der Stadtsparkasse Oberhausen zur zukünftigen Entwicklung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Sparkasse zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes wieder. Trotz der vorhandenen Steuerungsinstrumente können die tatsächlichen Ergebnisse von der Prognose abweichen. STADTSPARKASSE OBERHAUSEN Oberhausen, im März 2009 Merzig Salhofen Karbach - 314 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Eigenbetriebsähnliche Einrichtungen Eigenbetriebsähnliche Einrichtungen Theater Oberhausen 100% Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen 100% - 315 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 316 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Eigenbetriebsähnliche Einrichtungen Theater Oberhausen 100% Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen 100% - 317 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Theater Oberhausen a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Ebertstr. 82 46045 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/85780 0208/8578325 info@theater-oberhausen.de www.theater-oberhausen.de/ Rechtsform: Stammkapital in TDM: Eigenbetriebsähnlicher Betrieb 100,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen TDM 100,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Das Theater der Stadt Oberhausen bildet eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung und wird auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften und den Bestimmungen der Betriebssatzung geführt. Wichtige Verträge Stadt Oberhausen Treuhandüberlassungsvertrag vom 01.12.1998 zur Nutzung des Grundstücks (inkl. Gebäude) Ebertstraße 82 einschließlich fest verbundener Einbauten sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung des Theaters Vertrag über die Anmietung der Probebühne vom 01.10.1998 WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Betriebsleiter Betriebsleiter Hennemann, Jürgen Carp, Peter Betriebsausschuss: Vorsitzender stellv. Vorsitzende Schranz, Daniel Jäntsch, Angelika wird vertreten durch Stehr, Simone-Tatjana wird vertreten durch Wolter, Horst - 318 - Stadt Oberhausen Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Benter, Christian Bron, Karsten Broß, Klaus Dieter Cordes, Hubert Dittmeyer, Frank Flore, Manfred Grefermann, Jürgen Grunauer, Walburga Heckhoff, Christian Klein, Margit Koß, Elisabeth Kühr, Gretel Laß, Heike Lepges, Gerd Beteiligungsbericht 2008 wird vertreten durch Bandel, Frank wird vertreten durch Kleber, Wolfgang (Bgm.) wird vertreten durch Köhler, Hans-Jürgen wird vertreten durch Emmerich, Karl-Heinz wird vertreten durch Cotta, Jürgen (Bgm.) wird vertreten durch Albrecht-Mainz, Elia wird vertreten durch Reinemann, Bernd wird vertreten durch Janßen, Dieter wird vertreten durch Kemper, Elke wird vertreten durch Grotthaus, Uwe wird vertreten durch Bellen, Gina (Bgm.) wird vertreten durch Schneider, Andreas wird vertreten durch Bierroth, Stefan (Bgm.) wird vertreten durch Radtke, Dorothee Oberste-Kleinbeck, Kirsten wird vertreten durch Grüll, Lothar Scheithauer, Dagmar wird vertreten durch Breuckmann, Ludgerus (Bgm.) wird vertreten durch Kolkenbrock, Barbara (Bgm.) wird vertreten durch Pflugbeil, Karl-Heinz wird vertreten durch WillingSpielmann, Ulrike Nachfolger für Herrn Disselmeyer Pers. Stellvertretung für Flore, Manfred Pers. Stellvertretung für Benter, Christian Pers. Stellvertretung für Koß, Elisabeth Pers. Stellvertretung für Laß, Heike Pers. Stellvertretung für Dittmeyer, Frank Mitglied Schneider, Josef Mitglied Mitglied Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied Wingens, Ursula Wolter, Marita Telli, Ercan Albrecht-Mainz, Elia Bandel, Frank Bellen, Gina Bierroth, Stefan Cotta, Jürgen - 319 - Stadt Oberhausen stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied Emmerich, Karl-Heinz Grothe, Helga Grotthaus, Uwe Grüll, Lothar Janßen, Dieter Kleber, Wolfgang Köhler, Hans-Jürgen Kolkenbrock, Barbara Nakot, Werner Beteiligungsbericht 2008 Pers. Stellvertretung für Cordes, Hubert Pers. Stellvertretung für Telli, Ercan Pers. Stellvertretung für Klein, Margit Pers. Stellvertretung für Oberste-Kleinbeck, Kirsten Pers. Stellvertretung für Grunauer, Walburga Pers. Stellvertretung für Bron, Karsten Pers. Stellvertretung für Broß, Klaus-Dieter Pers. Stellvertretung für Schneider, Josef Pers. Stellvertretung für Koß, Elisabeth, Nachfolger für Bellen, Gina Pers. Stellvertretung für Wingens, Ursula Pers. Stellvertretung für Lepges, Gerd Pers. Stellvertretung für Grefermann, Jürgen Pers. Stellvertretung für Kühr, Gretel Pers. Stellvertretung für Schranz, Daniel Pers. Stellvertretung für Wolter, Marita Pers. Stellvertretung für Jäntsch, Angelika Pers. Stellvertretung für Scheithauer, Dagmar stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied Pflugbeil, Karl-Heinz Radtke, Dorothee Reinemann, Bernd Schneider, Andreas Stehr, Simone Tatjana Willing-Spielmann, Ulrike Wolter, Horst Breuckmann, Ludgerus - 320 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten T€ 743,83 150,13 % 83,2 16,8 T€ 504,83 146,99 % 77,4 22,6 T€ 816,31 154,37 % 84,1 15,9 T€ 311,48 7,38 % 61,70 5,02 Bilanzsumme 893,96 100,00 651,82 100,00 970,68 100,00 318,86 48,92 Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten T€ 130,99 473,00 288,76 1,21 % 14,7 52,9 32,3 0,1 T€ 135,10 401,70 112,99 2,03 % 20,7 61,6 17,3 0,3 T€ 144,23 564,88 148,77 112,80 % 14,9 58,2 15,3 11,6 T€ 9,13 163,18 35,78 % 6,76 40,62 31,67 110,77 5.456,65 Bilanzsumme 893,96 100,00 651,82 100,00 970,68 100,00 318,86 48,92 bb) GuV 2006 T€ Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand sonstige betriebliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 408,75 8.770,00 878,01 6.587,93 1.708,69 4,11 4,11 4,11 2008 T€ 365,57 8.572,74 817,66 6.561,97 1.549,54 9,13 9,13 9,13 531,69 8.697,17 914,48 6.594,24 1.814,19 -94,06 -94,06 -94,06 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.07.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: -17,69 -41,80 -94,06 66,88 71,45 31.07.2007 1,01 3,14 4,11 67,49 71,77 31.07.2008 2,50 6,76 9,13 67,71 73,41 Angaben in % % T€ T€ % - 321 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.7.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 14,65 85,35 20,73 79,27 14,86 85,14 Angaben in 31.7.2007 31.7.2008 % % % e) Lagebericht Geschäfts- und Rahmenbedingungen Das Theater Oberhausen wird in der Rechtsform einer Öffentlichen Einrichtung betrieben und hat aufgrund seiner Satzung vom 19. Juni 2006 den Auftrag , die Darstellende Kunst mit Durchführung von Theateraufführungen und mit der Öffnung zu anderen Kunstgattungen zu fördern. Es betreibt dabei auch ein Kinder- und Jugendtheater. Das Theater Oberhausen wird nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (EigVO NRW) und nach den Bestimmungen der Betriebssatzung geführt. Das Theater Ober-hausen wird überwiegend öffentlich finanziert und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung (AO). Die Stadt Oberhausen ist eine im Strukturwandel befindliche Stadt im westlichen Ruhrgebiet mit ca. 220.000 Einwohnern. Weitere theatertragende Städte im Umfeld sind Duisburg, Moers, Essen und Gelsenkirchen. Ertragslage In Klammern : jeweils der Vorjahreswert In der Spielzeit 2007/08 wurden insgesamt 376 ( 340) Veranstaltungen mit 55.179 (56.358) Besuchern durchgeführt. Die Platzausnutzung der eigenen Produktionen betrug 60,5 % (70,7 % ) der angebotenen Plätze. Der Spielplan umfasste im Großen Haus 14 (14), im Malersaal elf (11) und in Außenspielstätten und Rauchbar sieben (2) Produktionen bzw. Veranstaltungsreihen. Außerdem fanden 25 (34) Gastspiel- und Sonderveranstaltungen und null (5) eigene Abstecher statt. Entwicklung der Umsatzerlöse: 31.07.07 EUR Eintrittseinnahmen und Abstecher 405.213,09 Betriebl. Nebenerlöse 3.535,25 31.07.08 EUR 362.319,72 3.248,25 408.748,34 365.567,97 Das wirtschaftliche Ergebnis schloss mit einem Jahresüberschuss von 4.113,12) ab. EUR 9.134,46 (Vorjahr EUR Die Erträge lagen um TEUR 222 unter dem Planansatz. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Tages- und Abonnementeinnahmen sowie aus dem unveränderten Zuschuss der Stadt Oberhausen, der um TEUR 232 unter dem Planansatz lag. Mehreinnahmen betrafen insbesondere die Landeszuschüsse mit TEUR 97. - 322 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Auf der Kostenseite haben sich im Bereich der Personalkosten Einsparungen in Höhe von TEUR 308 ergeben. Hier haben sich Konsolidierungsbemühungen bei Arbeitern und Angestellten sowie Einsparungen im Künstlerischen Bereich ausgewirkt. Mehraufwendungen bei den Sachkosten ( TEUR 77 ) betrafen überwiegend die Werbung ( TEUR 36 ). Die Entwicklung im Bereich Personal stellt sich wie folgt dar: Zahl der Beschäftigten Künstler u. Künstl.-techn-Pers. Verwaltungspersonal Arbeiter 1.8.07 60,5 10,0 61,0 131,5 31.7.08 57,5 9,5 59,5 126,5 Veränderung -3,0 -0,5 -1,5 -5,0 Der Aufwand betrug TEUR 2.854 für Künstler und BTT –Kräfte und TEUR 2.744 für Beschäftigte nach TVöD. Gesetzliche und tarifvertragliche Sozialaufwendungen beliefen sich auf TEUR 1.266. Im Aufwand für das Künstl. Pers. sind auch Kosten für Gastschauspieler, -Regisseure und –Ausstatter enthalten. Vermögens- und Finanzlage Die vermögens- und Finanzlage stellt sich wie folgt dar: 31. Juli 2007 TEUR % 31. Juli 2008 TEUR % Veränderung Unfertige Ausstattungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen an die Stadt Oberhausen Übrige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten Kasse / Bank Gesamtvermögen 24 4,0 32 3,5 8 5 178 0,8 29,6 3 656 0,3 71,3 -2 478 364 30 601 60,6 5,0 100,0 207 22 920 22,5 2,4 100,0 -157 -8 319 Rücklagen Gewinn Eigenkapital Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 76 8 84 402 12,7 1,3 14,0 66,9 77 16 93 565 8,4 1,7 10,1 61,4 1 8 9 163 100 16,6 134 14,6 34 - 323 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten Kurzfristiges fremdkapital Gesamtkapital 15 517 601 2,5 86,0 100,0 128 827 920 13,9 89,9 100,0 113 310 319 Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt: 01.08.2007 Stammkapital Allg.Rücklage Zweckgebundene Rücklage Rücklage Gewinn Aufl. zweckgeb.Rücklage Allg. Rücklage Jahresüberschuss Gewinn 51.129,19 1.118,44 Zuführung 0,00 4.113,12 Auflösung 0,00 0,00 31.07.2008 51.129,19 5.231,56 75.159,93 7.692,16 0,00 3.579,04 71.580,89 3.579,04 0,00 4.113,12 0,00 16.292,54 135.099,72 16.826,62 7.692,16 144.234,18 9.134,46 Entwicklung der Rückstellungen: 01.08.2007 Instandhaltung Zuwendung 13. Gehalt Jahresabschlußprüfung Abfindungen 81.600,00 118.500,00 20.000,00 0,00 Verbrauch 0,00 0,00 20.000,00 0,00 Auflösung 0,00 0,00 0,00 0,00 Zuführung 10.000,00 0,00 20.000,00 72.000,00 31.07.2008 91.600,00 118.500,00 20.000,00 72.000,00 - 324 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Sanierung Vorbühnenzüge 0,00 0,00 0,00 53.000,00 53.000,00 Sanierung Lüftungsanlage Übrige 150.000,00 31.600,00 401.700,00 0,00 25.799,85 45.799,85 0,00 300,15 300,15 0,00 54.282,00 209.282,00 150.000,00 59.782,00 564.882,00 Risikobericht Die bestandsgefährdenden Risiken werden regelmäßig im Rahmen des Risikomanagements überprüft. Durch fachlich begleitete Betriebsbegehungen sowie die regelmäßige Wartung und Instandsetzung der Anlagen kann die Risikowahrscheinlichkeit verringert werden. So wird den Folgen Höherer Gewalt ( z.B. die Vernichtung eines Teil oder des gesamten Theatergebäudes, der Werkstätten und Probebühnen ) durch regelmäßige Maßnahmen des Brandschutzes, turnusmäßige TÜV- bzw. Sachverständigenprüfungen und Wartungspläne für die maschinellen Anlagen begegnet. Den entsprechenden Maßnahmen wird durch ausreichende Vorsorge im Wirtschaftsplan Rechnung getragen. Der Versicherungsschutz wird durch den Rechtsbereich der Stadt Oberhausen sichergestellt. Auch weniger gravierenden Risiken wird durch angemessene organisatorische Maßnahmen begegnet. Das Besucherverhalten wird in regelmäßigen Sitzungen analysiert. Veränderungen des Kommunalenund des Landeszuschusses unterliegen nicht den Handlungsmöglichkeiten der Theaterleitung. Prognosebericht Zur künftigen Entwicklung ist festzustellen, dass die Lebensfähigkeit des Theaters von der Bezuschussung durch die Stadt Oberhausen abhängig ist. Hinsichtlich der voraussichtlichen Entwicklung muss auf die dramatisch angespannte Haushaltslage der Stadt Oberhausen verwiesen werden. Für das Wirtschaftsjahr 2008/09 liegt ein mit Datum vom 08.9.2008 durch den Rat der Stadt Oberhausen beschlossener Wirtschaftsplan vor. Jedoch hat die Bezirksregierung Düsseldorf mit Datum vom 8.9.2008 die Stadt Oberhausen unter Bezug auf § 82 GO unter vorläufige Haushaltsführung gestellt. Dementsprechend hat der Kämmerer der Stadt Oberhausen gem. § 24 Gemeindehaushaltsverordnung eine haushaltswirtschaftliche Sperre ausgesprochen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Stadt Oberhausen mittelfristig gezwungen sein wird, Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen weit jenseits der 50-Mio Euro-Grenze umzusetzen. Inwieweit damit auch die sogenannten freiwilligen Leistungen (u. a. Theaterzuschuss ) betroffen sein werden, ist derzeit noch offen. Bereits am 23.Juni 2008 hatte der Rat der Stadt ein Konsolidierungspaket beschlossen, dass u. a. beim Theater Einsparungen in Höhe von TEUR 750 in 2010 und 2011 und 1 Mio. Euro ab 2012 vorsah. Diese Vorgabe wäre ohne eine grundsätzliche Gefährdung des Theaterbetriebes umsetzbar gewesen. Oberhausen, den 02.Oktober 2008 Peter Carp Theater Oberhausen, Betriebsleitung Jürgen Hennemann - 325 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 326 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Eigenbetriebsähnliche Einrichtungen Theater Oberhausen 100% Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen 100% - 327 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Anschrift: Elly-Heuss-Knapp Str. 3 46145 Oberhausen Kontakt: Telefon Fax e-Mail Internet 0208/6911 0208/691770 udo.spiecker@oberhausen.de www.aso-ggmbh.de/ Rechtsform: Stammkapital in TDM: Eigenbetriebsähnlicher Betrieb 3.500,00 Gesellschafter: Stadt Oberhausen TDM 3.500,00 % 100,00 Gegenstand des Unternehmens: Die "Ellly-Heuss-KnappStiftung" und das Louise-Schroeder-Heim" bilden einen Eigenbetrieb und werden auf der Grundlage der entsprechenden Regelungen der Eigenbetriebsverordnung und der Betriebssatzung geführt. Zweck des Eigenbetriebs ist die Unterbringung, Betreuung, Versorgung sowie die ambulante und stationäre Pflege alter Menschen (Personenkreis im Sinne des § 53 der Abgabenordnung). Der Eigenbetrieb führt den Namen "Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen". Der Eigenbetrieb verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch den Betrieb und die Unterhaltung der in Absatz 1 genannten Einrichtung. Der Eigenbetrieb ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Eigenbetriebes dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Eigenbetriebs fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Stadt Oberhausen erhält bei der Auflösung des Eigenbetriebs oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke nicht mehr als ihre eingezahlten Kapitaleinlagen und den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurück. - 328 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Der Geschäftsbetrieb der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung liegt jedoch seit der erfolgten Ausgründung des ASO Alteneinrichtunge der Stadt Oberhausen gGmbH seit dem 01.01.2002 ausschließlich in der reinen Vermögensverwaltung, d. h. in der Verwaltung der Grundstücks- und Gebäudekomplexe Elly-Heuss-Knapp-Stiftung und Louise-Schroeder-Heim. Aufgrund der zwischen der eigenbetriebsähnlichen Enrichtung und ASO gGmbH abgeschlossenen Pachtverträge obliegen Instandhaltungen sowie eventuelle Pächtereinbauten allein der ASO gGmbH, während gebäudebezogene Investitionen im handels- und steuerrechtlichen Sinne übe die eigenbetriebsähnliche Einrichtung abzuwickeln sind. Wichtige Verträge ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH Diverse Pachtverträge mit der ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH Mietverträge b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2008) Geschäftsführung: Betriebsleiter Spiecker, Udo Betriebsausschuss: Vorsitzende stellv. Vorsitzender Oberste-Kleinbeck, Kirsten wird vertreten Kösling, Klaus Schneider, Andreas durch wird vertreten durch Stehr, Simone-Tatjana wird vertreten Siodmak, Brigitte wird vertreten Grotthaus, Uwe durch durch Mitglied gem. § 113 GO Poß, Hans-Georg Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Brands, Beatriks Groß-Mühlenbruch, Werner Grothe, Helga Grüll, Lothar Holtz, Gerd Jäntsch, Angelika Kamps, Jochen Dr. Kelsch, Udo wird vertreten durch Messing, Reinhard (Bgm.) wird vertreten Janßen, Anne wird vertreten Zimkeit, Stefan wird vertreten Wagner, Walter durch durch durch wird vertreten durch Grunauer, Walburga wird vertreten Raspel, Ingrid wird vertreten Bandel, Frank durch durch - 329 - Stadt Oberhausen Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Koppers, Peter Leischen, Claudia Motschull, Frank Nagels, Hans-Jürgen Radtke, Dorothee Reinemann, Bernd Beteiligungsbericht 2008 wird vertreten Grefermann, Jürgen wird vertreten Dittmeyer, Jürgen wird vertreten Heckhoff, Christian durch durch durch wird vertreten durch Benter, Christian wird vertreten durch Kösling, Anja (Bgm.) wird vertreten Albrecht-Mainz, Elia durch Schepers, Hermann-Josef wird vertreten durch Oesterbeck, Barbara Sporkmann, Bernhard Stappert, Claudia Vogel, Dagmar Willing-Spielmann, Ulrike Telli, Ercan wird vertreten durch Niemczyk, Heinz (Bgm.) wird vertreten durch Opitz, Stefanie wird vertreten durch Tatzki, Marc wird vertreten durch Loege, Josef Pers. Stellvertretung Poß, Georg Pers. Stellvertretung Reinemann, Bernd für für stellv. Mitglied (gem. § Siodmak, Brigitte 113 GO) stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied Albrecht-Mainz, Elia Bandel, Frank Benter, Christian Dittmeyer, Frank Grefermann, Jürgen Grunauer, Walburga Heckhoff, Christian Janßen, Anne Kösling, Anja Kösling, Klaus Koß, Elisabeth Pers. Stellvertretung für Dr. Kelsch, Udo Pers. Stellvertretung Nagels, Hans-Jürgen Pers. Stellvertretung Leischen, Claudia Pers. Stellvertretung Koppers, Peter Pers. Stellvertretung Jäntsch, Angelika Pers. Stellvertretung Motschull, Frank Pers. Stellvertretung Grothe, Helga Pers. Stellvertretung Radtke, Dorothee für für für für für für für Pers. Stellvertretung für Oberste-Kleinbeck, Kirsten Pers. Stellvertretung für Willing-Spielmann, Ulrike / Nachfolge von Herrn Tatzki Pers. Stellvertretung Telli, Ercan für stellv. Mitglied Loege, Josef - 330 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied stellv. Mitglied Messing, Reinhard Niemczyk, Heinz Oesterbeck, Barbara Opitz, Stefanie Raspel, Ingrid Stehr, Simone Tatjana Wagner, Walter Zimkeit, Stefan Grotthaus, Uwe Pers. Stellvertretung für Groß-Mühlenbruch, Werner Pers. Stellvertretung Stappert, Claudia für Pers. Stellvertretung für Schepers, Hermann-Josef Pers. Stellvertretung Vogel, Dagmar Pers. Stellvertretung Kamps, Jochen Pers. Stellvertretung Schneider, Andreas Pers. Stellvertretung Holtz, Gerd Pers. Stellvertretung Grüll, Lothar Pers. Stellvertretung Brands, Beatriks für für für für für für - 331 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 d) Geschäftsentwicklung aa) Bilanzdaten 2006 2007 2008 Veränderungen Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen T€ 37.052,62 658,56 % 98,3 1,7 T€ 35.908,40 1.374,66 % 96,3 3,7 T€ 34.939,68 1.730,40 % 95,3 4,7 T€ -968,72 355,74 % -2,70 25,88 Bilanzsumme 37.711,18 100,00 37.283,05 100,00 36.670,08 100,00 -612,97 -1,64 Passiva Eigenkapital Sonderposten mit Rücklagenanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten T€ 8.288,95 663,24 163,36 28.595,63 % 22,0 1,8 0,4 75,8 T€ 8.584,14 644,63 184,00 27.870,28 % 23,0 1,7 0,5 74,8 T€ 8.719,20 626,02 305,00 27.019,86 % 23,8 1,7 0,8 73,7 T€ 135,06 -18,61 121,00 -850,42 % 1,57 -2,89 65,76 -3,05 Bilanzsumme 37.711,18 100,00 37.283,05 100,00 36.670,08 100,00 -612,97 -1,64 bb) GuV 2006 T€ andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit sonstige Steuern Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2007 T€ 18,61 2.867,50 1.144,22 552,90 35,68 913,07 311,59 16,40 295,20 295,20 2008 T€ 18,61 2.595,73 1.148,72 438,94 48,80 924,03 151,46 16,40 135,06 135,06 18,61 1.960,05 1.010,85 210,32 8,62 711,84 54,27 16,40 37,88 37,88 - 332 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 cc) Kennzahlen zur Ertragslage 31.12.2006 Umsatzrentabilität: Eigenkapitalrentabilität: Cash-Flow: Gesamtleistung je Mitarbeiter: Personalaufwandsquote: dd) Kennzahlen zur Vermögensund Kapitalstruktur 31.12.2006 Sachanlagenintensität: Eigenkapitalquote: Fremdkapitalquote: 98,25 21,98 78,02 Angaben in 31.12.2007 31.12.2008 Angaben in % 0,46 1.048,73 3,56 1.439,42 1,57 1.283,78 % T€ T€ % 31.12.2007 96,31 23,02 76,98 31.12.2008 95,28 23,78 76,22 % % % e) Lagebericht 1. 1.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen Der ASO-Verbund Der ASO-Verbund besteht aus den beiden privatrechtlichen Gesellschaften „ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH“ und „ASO Service GmbH“ sowie aus der öffentlich-rechtlichen eigenbetriebsähnlichen Einrichtung „ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen“. Dieser Lagebericht bezieht sich ausschließlich auf die eigenbetriebsähnliche Einrichtung. Entsprechend der aktuellen Betriebssatzung vom Mai 2006 liegt der Geschäftsbetrieb der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung in der vermögensrechtlichen Erhaltung, Verwaltung und Weiterentwicklung der Grundstücks- und Gebäudekomplexe zur Ermöglichung der Unterbringung, Betreuung, Versorgung sowie der ambulanten und der stationären Pflege in der Regel alter Menschen. Der Zweck der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung liegt somit nicht im operativen Bereich der pflegerischen Dienstleistungspalette, sondern in der reinen Vermögensverwaltung. Organe der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sind gemäß Eigenvertriebsordnung und Betriebssatzung der Betriebsausschuss und der Betriebsleiter. Die Aufgaben des Betriebsausschusses werden von den Mitgliedern des Sozialausschusses wahrgenommen. Betriebsleiter ist Herr Udo Spiecker. - 333 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 1.2 1.2.1 Investitionen in die Grundstücks- und Gebäudekomplexe Abgrenzung der Verantwortlichkeiten zwischen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und der ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH Die Nutzung der sich über die eigenbetriebsähnliche Einrichtung im Eigentum der Stadt Oberhausen befindlichen Grundstücks- und Gebäudekomplexe richtet sich zunächst nach den beiden Pachtverträgen, die am 20. Juni 2002 zwischen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und der ASO gGmbH abgeschlossen worden sind. Danach ist die ASO gGmbH als Pächterin verpflichtet, die Substanz des gepachteten Anlagevermögens zu erhalten und zu erneuern. Dazu führt die Pächterin eigenverantwortlich Unterhaltungs- und Instandhaltungsarbeiten im Bereich der Einrichtungen für eigene Rechnung durch und übernimmt somit sämtliche mit der Abwicklung dieser Baumaßnahmen verbundenen Aufwendungen. Die Bausubstanz betreffende Investitionen (Erweiterung, Neubau), soweit es sich nicht um sogenannte Pächtereinbauten handelt, sind alleinige Sache der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung als Verpächterin, die sich zur Umsetzung ihrer Projekte der Pächterin bedient. Pächtereinbauten sind vor Beginn der jeweiligen Maßnahme mit der Verpächterin abzustimmen. Gebäudebezogene Investitionen im handels- und steuerrechtlichen Sinne sind, wie bereits vor Gründung der ASO gGmbH im Jahre 2001, über die vermögensverwaltende eigenbetriebsähnliche Einrichtung abzuwickeln, da die ASO gGmbH die hierfür entstehenden Kosten nicht bilanziell aktivieren kann (Investition in fremdes Eigentum). Der sich auf die Elly-Heuss-Knapp-Stiftung beziehende Pachtvertrag vom 20. Juni 2002 wurde am 22. Dezember 2006 dahingehend redaktionell verändert, dass eindeutig klargestellt wurde, dass Sonderabschreibungen von der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung getragen werden müssen und nicht in den von der ASO gGmbH zu tragenden Pachtzins einbezogen werden können. Durch eine weitere Änderung des Pachtvertrages vom 22. Dezember 2006 wurden die zum „Haus Bronkhorstfeld“ gehörende Grundstücksfläche und die zu ihm gehörende Gebäudesubstanz aus der Pachtzinsberechnung vom 20. Juni 2002 herausgelöst und insoweit auf die besonderen Regelungen des Pachtvertrages vom 22. Dezember 2006 zwischen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und der ASO gGmbH für das neu errichtete „Haus Bronkhorstfeld“ verwiesen. 1.2.2 Darstellung der auf die eigenbetriebsähnliche Einrichtung entfallenden Baumaßnahmen Unter Berücksichtigung der durch die vorgenannten Pachtverträge geschaffenen Verantwortlichkeiten wurden durch die eigenbetriebsähnliche Einrichtung im Berichtsjahr keine Investitionen in die Grundstücksund Gebäudesubstanz vorgenommen. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung hat zuletzt gemäß der Entscheidung des Betriebsausschusses aus 2007 einen Betrag in Höhe von 180 TEUR für die gärtnerische Gestaltung der Außenanlage von „Haus Bronkhorstfeld“ investiert. Im Interesse der pflegebedürftigen Betagten, aber auch im Interesse des Gesamteindrucks der Elly-HeussKnapp-Stiftung, sollte die Außenanlage des neuen Pflegeheims besonders attraktiv gestaltet werden. Dazu waren unter anderem Flächenvergrößerungen, die Anlage von Hochbeeten, die Anschaffung zusätzlicher Bänke und vor allem die Anlage zusätzlicher Wegeflächen erforderlich. Die benötigten finanziellen Mittel standen im Rahmen der Gesamtfinanzierung des Ersatzneubaus zur Verfügung. Die Gestaltung der Außenanlage wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. - 334 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die bisherige Rückmeldung von Betagten, Angehörigen und Beschäftigten ist ebenso wie im Hinblick auf das Gebäude ausgesprochen positiv und belegt, dass die mit der Außengestaltung verbundenen Ziele in vollem Umfange erreicht werden konnten. Insbesondere dürfte die Grünanlage dauerhaft einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbssituation von Haus Bronkhorstfeld leisten: Denn alle anderen in jüngster Vergangenheit entstandenen Angebote der Konkurrenz können ihren Bewohnerinnen und Bewohnern nichts Vergleichbares bieten. 1.3 1.3.1 Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres Zurückweisung der Vorschläge des BPG-Gutachtens Im Rahmen der von der Düsseldorfer Bezirksregierung veranlassten Überprüfung der wirtschaftlichen Betätigung der Stadtverwaltung und der städtischen Tochterunternehmen wurde unter anderem auch der ASO-Verbund auf eventuelle Einsparpotenziale hin untersucht. Im Hinblick auf den ASO-Verbund hatten die Gutachter empfohlen, die Möglichkeiten einer Übertragung von Eigentum und Betrieb der Einrichtungen auf einen neuen Betreiber zu sondieren. In den ersten Monaten des Berichtsjahres wurde diese Empfehlung diskutiert. In seiner Sitzung am 23. Juni 2008 lehnte der Rat der Stadt aber sowohl den Verkauf der Immobilien als auch einen Verkauf des Betriebes ab. 1.3.2 Abriss von Haus II der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung und Brandschutzoptimierung von Haus I („Haus am Brunnen“) der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung Im letzten Lagebericht ist bereits auf den beschlossenen Abriss von Haus II und auf die ausstehende Notwendigkeit der Brandschutzoptimierung von Haus I eingegangen worden. Zugleich ist auf die sich abzeichnende enorme Kostensteigerung von ursprünglich etwa einer Million Euro auf fast drei Millionen Euro hingewiesen worden. Deshalb wurde zugleich die Frage aufgeworfen, ob es nicht ggf. sinnvoller wäre, auf die Brandschutzoptimierung zu verzichten und stattdessen das Gebäude abzureißen, zum Erhalt der Arbeits- und Pflegeplätze auf dem Gelände der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung einen Ersatzneubau zu errichten und diesen dann wie im Falle von „Haus Bronkhorstfeld“ an die ASO gGmbH langfristig zu verpachten. Bereits Anfang 2008 war klar, dass die Aufnahme der vom ASO Eigenbetrieb benötigten Darlehenssumme nur mit Zustimmung der Düsseldorfer Bezirksregierung möglich sein würde. Ende 2008 musste nach Einschätzung des Kämmerers davon ausgegangen werden, dass die insoweit benötigten Darlehen von der Bezirksregierung als sogenannte „nicht rentierliche Darlehen“ gewertet werden und damit nicht genehmigt würden. Zugleich zeichnete sich in weiteren Gesprächen mit Feuerwehr, Bauordnung und dem Brandschutzsachverständigen ab, dass diese unter bestimmten Auflagen eine weitere Nutzung von Haus I von maximal zwei Jahren noch tolerieren würden. Vor diesem Hintergrund wurde von der ASO-Betriebsleitung eine sehr umfangreiche Beschlussvorlage zur „Weiterentwicklung der Gebäudestruktur des ASO-Eigenbetriebs“ gefertigt. In dieser Vorlage wurde ausführlich dargestellt, dass ein Verzicht auf die ursprünglich angedachte Brandschutzoptimierung von Haus I zwingend dazu führen würde, dass nach Ablauf des Toleranzzeitrahmens von zwei Jahren der Heimbetrieb eingestellt werden müsste. Zugleich wurde erläutert, dass die damit verbundenen negativen Konsequenzen für die Beschäftigten und für die Betagten allein durch einen Ersatzneubau zu einem großen Teil verhindert werden könnten. Die mit einem solchen Ersatzneubau verbundenen Risiken, insbesondere das entscheidende Auslastungsrisiko, wurden als vertretbar eingestuft. - 335 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Nach Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Sozialausschuss wurden am 9. Februar 2009 vom Rat der Stadt Entscheidungen getroffen, die sowohl für den ASOEigenbetrieb als auch für die ASO gGmbH langfristige und nachhaltige Auswirkungen haben werden. Diese sind im Nachtragsbericht dieses Lageberichts dargestellt. 2 2.1 Wirtschaftliche Verhältnisse Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen ist in Höhe von 1.419 TEUR durch langfristiges Kapital gedeckt. Im Vorjahr lag die Überdeckung bei 1.118 TEUR. In Höhe von 1.419 TEUR ist das kurzfristige Vermögen mit langfristigem Kapital finanziert. Das Eigenkapital nimmt einen Anteil von 24 % der Bilanzsumme (Vorjahr 23 %) ein. Im Geschäftsjahr sind Investitionen von 180 TEUR getätigt worden. Bei den Darlehen wurden Tilgungen in Höhe von 784 TEUR (Vorjahr 759 TEUR) vorgenommen. Die eigen erwirtschafteten Mittel (1.265 TEUR) reichten aus, um die Investitionen und Darlehenstilgungen zu finanzieren. Die darüber hinaus nicht benötigten Mittel schlugen sich in einer Verbesserung der Liquidität nieder. 2.2 Ertragslage Die Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen schließen zum 31. Dezember 2008 mit einem Jahresüberschuss von 135.060,01 EUR nach einem Jahresüberschuss von 295.197,89 EUR im Vorjahr. 3 Nachtragsbericht Seit Abschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2008 bis zur Aufstellung des Lageberichtes Ende März 2009 gab es keine signifikanten Abweichungen hinsichtlich der Entwicklung der wirtschaftlichen Situation. Am 9. Februar 2009 sind vom Rat der Stadt Oberhausen Entscheidungen betreffend Haus I und Haus II der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung getroffen worden, die sowohl für den ASO-Eigenbetrieb als auch für die ASO gGmbH langfristige und nachhaltige Auswirkungen haben werden: von einer weiteren brandschutzmäßigen Ertüchtigung von Haus I ist abzusehen; im Interesse der pflegebedürftigen Betagten und der ASO-Beschäftigten soll von der ASO gGmbH auf dem Gelände der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung ein Ersatzneubau mit etwa 64 stationären Pflegeplätzen errichtet werden; im Interesse einer Fortentwicklung des ASO-Dienstleistungsangebots sollen von der ASO gGmbH die baulichen Voraussetzungen für die Bildung einer Pflegewohngruppe mit acht bis zehn Personen geschaffen werden; nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des Ersatzneubaus soll der Heimbetrieb von Haus I aufgegeben und das Gebäude einschließlich Wintergarten, Wandelgang und Saal abgerissen werden. Danach soll die durch den Abriss freigewordene Fläche von der ASO gGmbH neugestaltet werden; den im Bericht der Betriebsleitung gemachten Finanzierungsvorschlägen wird zugestimmt; die Organe des ASO-Eigenbetriebs und der ASO gGmbH werden aufgefordert, die zur Umsetzung der vorstehenden Entscheidungen notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. - 336 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Die vom Rat beschlossenen Finanzierungsvorschläge sehen unter anderem vor, dass die mit dem Abriss von Haus II und Haus I verbundenen Kosten im Ergebnis von der ASO gGmbH getragen werden müssen. Dies gilt auch für die Lasten, die nach den Abrissarbeiten mit der Umschuldung oder weiteren „Bedienung“ neuer bzw. alter Darlehen verbunden sind. Per 31. Dezember 2008 wird somit eine Darlehenssumme von ca. 2.850.000 Euro dauerhaft von der ASO gGmbH getragen werden müssen. Hinzu kommen geschätzte Kosten von etwa 0,5 Millionen Euro für die Neugestaltung der Grünfläche sowie die gesamten mit der Finanzierung des Ersatzneubaus verbundenen Kosten. Die mit den Abrissen von Haus I und Haus II anfallenden Sonderabschreibungen von etwa 4,9 Millionen Euro werden jedoch nicht von der ASO gGmbH, sondern vom ASO-Eigenbetrieb getragen. In der Ratssitzung am 9. Februar 2009 wurden nicht allein die vorgenannten Entscheidungen getroffen, sondern zugleich der Wirtschaftsplan 2009 des ASO-Eigenbetriebs beschlossen. 4 Risikobericht Die gesamte Gebäudesubstanz einschließlich des neu errichteten „Haus Bronkhorstfeld“ ist langfristig an die ASO gGmbH verpachtet. Der vereinbarte Pachtzins refinanziert die Erstellungskosten in vollem Umfange. Die Absicherung der Pachterlöse ist jedoch unmittelbar mit der finanziellen Entwicklung der ASO gGmbH als Betreiberin des operativen Geschäfts verbunden. Deshalb wurde seinerzeit im Rahmen des Risikoberichts die enorm hohe Steigerung des Investitionskostensatzes für die 99 stationären Pflegeplätze von „Haus Bronkhorstfeld“ als kritischer Punkt benannt. Die Steigerung des Investitionskostensatzes hat sich jedoch definitiv nicht negativ auf das Nachfrageverhalten ausgewirkt. Dies konnte bereits durch die Entwicklung im Jahre 2007 bestätigt werden und wird durch die mit 99,5% höchste Auslastungsquote der von der ASO gGmbH betriebenen stationären Einrichtungen erneut belegt. 5 Prognosebericht Aufgrund der dargestellten Entscheidungen des Rates vom Februar 2009 wird es im ersten Halbjahr 2009 zu dem bereits 2004 beschlossenen Abriss von Haus II der Elly-Heuss-KnappStiftung kommen. Die damit verbundenen Belastungen hätten eigentlich in vollem Umfange vom ASO-Eigenbetrieb getragen werden müssen. Aufgrund der vom Rat getroffenen Beschlusslage wird der ASO-Eigenbetrieb nun aber allein mit der abrissbedingten Sonderabschreibung belastet werden. Durch die Ratsentscheidung vom Februar 2009 ist nun auch die weitere Entwicklung der Gebäudesubstanz von Haus I geklärt. Dieses wird nur noch für einen Interimszeitraum von knapp zwei Jahren mit den insoweit unabdingbar notwendigen Maßnahmen brandschutzmäßig optimiert, dann aber einschließlich Wintergarten, Saal und Wandelgang abgerissen. Die dann anfallenden Abrisskosten werden aber ebenso wie die Kosten für die Neugestaltung der Grünanlage nicht vom Eigenbetrieb getragen werden müssen, sondern von der ASO gGmbH. Die durch den Abriss von Haus I anfallende Sonderabschreibung von knapp drei Millionen Euro muss der Eigenbetrieb zwar tragen. Aber dies wird sich nicht auf dessen liquide Mittel auswirken, sondern allein auf dessen buchmäßiges Eigenkapital und somit auf den bei der Stadt bilanzierten Wert des Anlagevermögens für den Eigenbetrieb. Der ASO-Eigenbetrieb wird somit durch die Weiterentwicklung der Gebäudestruktur nicht belastet, sondern gegenüber der zur Zeit maßgebenden Aufteilung der Verantwortlichkeiten zusätzlich entlastet. Die ASO gGmbH wird dem Eigenbetrieb im Jahre 2009 einen einmaligen Zuschuss in Höhe der Abrisskosten von Haus II gewähren und darüber hinaus einen dauerhaften jährlichen Zuschuss in Höhe des noch auf Haus II liegenden Kapitaldienstes. - 337 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Der Eigenbetrieb ist jedoch verpflichtet, der ASO gGmbH als Gegenleistung für den einmaligen Zuschuss zur Finanzierung der Abrisskosten von Haus II, für den 2011 fälligen einmaligen Zuschuss zur Finanzierung der Abrisskosten von Haus I sowie für den künftigen jährlich fälligen Zuschuss in Höhe des noch auf Haus II und auf Haus I liegenden Kapitaldienstes die für die Errichtung des neuen Pflegeheims benötigte Grundstücksfläche zur dauerhaften Nutzung von fünfzig Jahren zu überlassen. Die bislang bestehenden Pachtverträge müssen im Jahre 2009 ebenfalls entsprechend der vom Rat festgelegten Beschlusslage angepasst werden. Oberhausen, 30. März 2009 Udo Spiecker Betriebsleiter - 338 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Besetzung der Gesellschaftsorgane Vertreter/innen der Stadt Oberhausen in Hauptversammlungen, Gesellschafterversammlungen FSO Verwaltungs- GmbH RWE Aktiengesellschaft evo Energie-Netz GmbH Lokalfunk Verw. mbH FSO GmbH & Co.KG ASO gGmbH ASO Service RW Holding Gasometer Revierpark Lokalfunk STOAG d-NRW Marina GMVA RWW WBO X OGM Buttler, Dirk Elsemann, Bernhard Frind, Reinhard Janßen, Anne Klunk, Peter Overkamp, Werner Suhr, Rainer Tsalastras, Apostolos Wagner, Walter Wehling, Klaus X X X X X X X X X X X 3 3 3 1 2 3 3 3 3 3 X X X X X X X X X X evo AG FSO Verwaltungs- GmbH OGM Stadt Oberhausen STOAG - 339 - WFO TMO ENO PBO BFO VKA OVP LAH TZU VZS evo IKF Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Besetzung der Gesellschaftsorgane Vertreter/innen der Stadt Oberhausen in Aufsichtsräten u. ä. Ruhrdigital BesitzGmbH & Co. KG ASO gGmbH RW Holding Revierpark STOAG GMVA WBO X X X OGM Albrecht-Mainz, Elia Balthaus, Dirk Bandel, Frank Benter, Christian Bierroth, Stefan Brands, Beatriks Breuckmann, Ludgerus Bron, Karsten Broß, Klaus Dieter Bruns, Klaus Cordes, Hubert Cotta, Jürgen Czichy, Helmut Dittmeyer, Frank Elsemann, Bernhard Emmerich, Karl-Heinz Flore, Manfred Grefermann, Jürgen Große Brömer, Wolfgang Großenbrink, Guntram Groß-Mühlenbruch, Werner Grothe, Helga Grotthaus, Uwe Grüll, Lothar Grunauer, Walburga Guthoff, Maria Hausmann, Wilhelm Heckhoff, Christian Holtz, Gerd Hüttemann, Claudia Janßen, Anne Janßen, Dieter Jäntsch, Angelika Kamps, Jochen Kelsch, Udo Kleber, Wolfgang Klein, Margit Klunk, Peter Köhler, Hans-Jürgen Koppers, Peter Kösling, Anja Kösling, Klaus Koß, Elisabeth Kühr, Gretel (X) (X) (X) (X) (X) (X) X X X (X) (X) X (X) (X) X X X (X) (X) X X X X X X X X X (X) (X) X X X (X) X X X X X X X X X X X (X) (X) X X X X (X) (X) X X X (X) X (X) (X) X X (X) (X) X X X X X X X (X) (X) (X) X X X X X X X X X X X (X) X X (X) X (X) X X (X) (X) (X) (X) (X) (X) X X X X X X X X X X X X X X X X X X - 340 - WFO X TMO ENO PBO BFO SSO LAH evo IKF Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Ruhrdigital BesitzGmbH & Co. KG ASO gGmbH RW Holding Revierpark STOAG GMVA WBO X X X X X OGM Laß, Heike Leischen, Claudia Lepges, Gerd Loege, Josef Messing, Reinhard Motschull, Frank Müthing, Christa Nagels, Hans-Jürgen Nakot, Werner Neumann, Jürgen Niemczyk, Heinz Oberste-Kleinbeck, Kirsten Oesterbeck, Barbara Opitz, Stefanie Osmann, Denis Paßgang, Walter Pflugbeil, Karl-Heinz Poß, Hans-Georg Radtke, Dorothee Raspel, Ingrid Reinemann, Bernd Scheffler, Stefan Scheithauer, Dagmar Schepers, Hermann-Josef Schneider, Andreas Schneider, Josef Schranz, Daniel Siodmak, Brigitte Sporkmann, Bernhard Stappert, Claudia Stehr, Simone Tatjana Telli, Ercan Vogel, Dagmar Vöpel, Dirk Wagner, Walter Wehling, Klaus Wilke, Volker Willing-Spielmann, Ulrike Wingens, Ursula Wolter, Horst Wolter, Marita Zimkeit, Stefan X X X X (X) (X) (X) (X) X X X X (X) (X) (X) (X) X X (X) (X) (X) (X) X X X X (X) X (X) X X (X) (X) X X X X X X X X X X X (X) X (X) (X) X X (X) X X X X X X X X X (X) X X X X X (X) (X) X X X X X (X) (X) X X X X (X) (X) X X X (X) X (X) X X X X X X (X) (X) X X X X Mitglied (X) stellvertretendes Mitglied Vertreter/in gemäß § 113 Abs. 2 GO NRW - 341 - WFO X X X X X TMO ENO PBO BFO SSO LAH evo IKF Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Besetzung der Betriebsausschüsse Vertreter/innen der Stadt Oberhausen ASO Eigenbetrieb Albrecht-Mainz, Elia Bandel, Frank Benter, Christian Bierroth, Stefan Brands, Beatriks Breuckmann, Lugerus Bron, Karsten Broß, Klaus Dieter Cordes, Hubert Cotta, Jürgen Dittmeyer, Frank Emmerich, Karl-Heinz Flore, Manfred Grefermann, Jürgen Groß-Mühlenbruch, Werner Grothe, Helga Grotthaus, Uwe Grüll, Lothar Grunauer, Walburga Heckhoff, Christian Holtz, Gerd Janßen, Anne Janßen, Dieter Jäntsch, Angelika Kamps, Jochen Kelsch, Udo Kleber, Wolfgang Klein, Margit Köhler, Hans-Jürgen Koppers, Peter Kösling, Anja Kösling, Klaus Koß, Elisabeth Kühr, Gretel Laß, Heike Leischen, Claudia Lepges, Gerd Messing, Reinhard Motschull, Frank Nagels, Hans-Jürgen Nakot, Werner Niemczyk, Heinz (X) (X) X X (X) X X X (X) (X) (X) X X X X X X (X) X (X) X (X) (X) X (X) (X) X (X) X X (X) (X) (X) X X (X) X (X) X X X (X) X (X) X X (X) X (X) Theater Oberhausen (X) (X) X (X) - 342 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 ASO Eigenbetrieb Oberste-Kleinbeck, Kirsten Oesterbeck, Barbara Opitz, Stefanie Pflugbeil, Karl-Heinz Poß, Hans-Georg Radtke, Dorothee Raspel, Ingrid Reinemann, Bernd Scheithauer, Dagmar Schepers, Hermann-Josef Schneider, Andreas Schneider, Josef Schranz, Daniel Siodmak, Brigitte Sporkmann, Bernhard Stappert, Claudia Stehr, Simone Tatjana Telli, Ercan Vogel, Dagmar Wagner, Walter Willing-Spielmann, Ulrike Wingens, Ursula Wolter, Horst Wolter, Marita Zimkeit, Stefan (X) (X) X X (X) X X (X) X X X X X (X) X X (X) (X) Theater Oberhausen X (X) (X) (X) X (X) X X (X) X (X) X (X) X - 343 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 344 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Anlagen Wesentliche gesetzliche Grundlagen der wirtschaftlichen Betätigung (Stand nach Änderung der Gemeindeordnung im Oktober 2007) Art. 28 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz Den Gemeinden muss das Recht gewährleistet sein, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln. § 107 GO NRW - Zulässigkeit wirtschaftlicher Betätigung 1) Die Gemeinde darf sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben wirtschaftlich betätigen, wenn 1. ein dringender öffentlicher Zweck die Betätigung erfordert, 2. die Betätigung nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zu der Leistungsfähigkeit der Gemeinde steht und 3. bei einem Tätigwerden außerhalb der Energieversorgung, der Wasserversorgung, des öffentlichen Verkehrs sowie des Betriebes von Telekommunikationsleitungsnetzen einschließlich der Telefondienstleistungen der dringende öffentliche Zweck durch andere Unternehmen nicht ebenso gut und wirtschaftlich erfüllt werden kann. Das Betreiben eines Telekommunikationsnetzes umfasst nicht den Vertrieb und/oder die Installation von Endgeräten von Telekommunikationsanlagen. Als wirtschaftliche Betätigung ist der Betrieb von Unternehmen zu verstehen, die als Hersteller, Anbieter oder Verteiler von Gütern oder Dienstleistungen am Markt tätig werden, sofern die Leistung ihrer Art nach auch von einem Privaten mit der Absicht der Gewinnerzielung erbracht werden könnte. 2) Als wirtschaftliche Betätigung im Sinne dieses Abschnitts gilt nicht der Betrieb von 1. 2. Einrichtungen, zu denen die Gemeinde gesetzlich verpflichtet ist, öffentlichen Einrichtungen, die für die soziale und kulturelle Betreuung der Einwohner erforderlich sind, insbesondere Einrichtungen auf den Gebieten Erziehung, Bildung oder Kultur (Schulen, Volkshochschulen, Tageseinrichtungen für Kinder und sonstige Einrichtungen der Jugendhilfe, Bibliotheken, Museen, - 345 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Ausstellungen, Opern, Theater, Kinos, Bühnen, Orchester, Stadthallen, Begegnungsstätten), Sport oder Erholung (Sportanlagen, zoologische und botanische Gärten, Wald-, Park- und Gartenanlagen, Herbergen, Erholungsheime, Bäder, Einrichtungen zur Veranstaltung von Volksfesten), Gesundheitsoder Sozialwesen (Krankenhäuser, Bestattungseinrichtungen, Sanatorien, Kurparks, Senioren- und Behindertenheime, Frauenhäuser, soziale und medizinische Beratungsstellen), 3. Einrichtungen, die der Strassenreinigung, der Wirtschaftsförderung, der Fremdenverkehrsförderung oder der Wohnraumversorgung dienen, 4. Einrichtungen des Umweltschutzes, insbesondere der Abfallentsorgung oder Abwasserbeseitigung sowie des Messe- und Ausstellungswesens, 5. Einrichtungen, die ausschließlich der Deckung des Eigenbedarfs von Gemeinden und Gemeindeverbänden dienen. Auch diese Einrichtungen sind, soweit es mit ihrem öffentlichen Zweck vereinbar ist, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu verwalten und können entsprechend den Vorschriften über die Eigenbetriebe geführt werden. Das Innenministerium kann durch Rechtsverordnung bestimmen, daß Einrichtungen, die nach Art und Umfang eine selbständige Betriebsführung erfordern, ganz oder teilweise nach den für die Eigenbetriebe geltenden Vorschriften zu führen sind; hierbei können auch Regelungen getroffen werden, die von einzelnen der für die Eigenbetriebe geltenden Vorschriften abweichen. 3) Die wirtschaftliche Betätigung außerhalb des Gemeindegebietes ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 vorliegen und die berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften gewahrt sind. Bei der Versorgung mit Strom und Gas gelten nur die Interessen als berechtigt, die nach den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes eine Einschränkung des Wettbewerbs zulassen. Die Aufnahme einer wirtschaftlichen Betätigung auf ausländischen Märkten ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 vorliegen. Die Aufnahme einer solchen Betätigung bedarf der Genehmigung. 4) Die nichtwirtschaftliche Betätigung außerhalb des Gemeindegebiets ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 vorliegen und die berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften gewahrt sind. Diese Voraussetzungen gelten bei in den Krankenhausplan des Landes aufgenommenen Krankenhäusern als erfüllt. Die Aufnahme einer nichtwirtschaftlichen Betätigung auf ausländischen Märkten ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 vorliegen. Die Aufnahme einer solchen Betätigung bedarf der Genehmigung. - 346 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 5) Vor der Entscheidung über die Gründung von bzw. die unmittelbare oder mittelbare Beteiligung an Unternehmen im Sinne des Absatzes 1 ist der Rat auf der Grundlage einer Marktanalyse über die Chancen und Risiken des beabsichtigten wirtschaftlichen Engagements und über die Auswirkungen auf das Handwerk und die mittelständische Wirtschaft zu unterrichten. Den örtlichen Selbstverwaltungsorganisationen von Handwerk, Industrie und Handel und der für die Beschäftigten der jeweiligen Branche handelnden Gewerkschaften ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu den Marktanalysen zu geben. (6) Bankunternehmen darf die Gemeinde nicht errichten, übernehmen oder betreiben. (7) Für das öffentliche Sparkassenwesen gelten die dafür erlassenen besonderen Vorschriften § 108 GO NRW - Unternehmen und Einrichtungen des privaten Rechts 1) Die Gemeinde darf Unternehmen und Einrichtungen in einer Rechtsform des privaten Rechts nur gründen oder sich daran beteiligen, wenn 1. bei Unternehmen (§ 107 Abs. 1) die Voraussetzungen des § 107 Abs. 1 Satz 1 gegeben sind, 2. bei Einrichtungen (§ 107 Abs. 2) die Voraussetzungen des § 8 Abs. 1 gegeben sind und ein wichtiges Interesse der Gemeinde an der Gründung oder der Beteiligung vorliegt, 3. eine Rechtsform gewählt wird, welche die Haftung der Gemeinde auf einen bestimmten Betrag begrenzt, 4. die Einzahlungsverpflichtung der Gemeinde in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Leistungsfähigkeit steht, 5. die Gemeinde sich nicht zur Übernahme von Verlusten in unbestimmter oder unangemessener Höhe verpflichtet, 6. die Gemeinde einen angemessenen Einfluß, insbesondere in einem Überwachungsorgan, erhält und dieser durch Gesellschaftsvertrag, Satzung oder in anderer Weise gesichert wird, 7. das Unternehmen oder die Einrichtung durch Gesellschaftsvertrag, Satzung oder sonstiges Organisationsstatut auf den öffentlichen Zweck ausgerichtet wird, 8. bei Unternehmen und Einrichtungen in Gesellschaftsform gewährleistet ist, dass der Jahresabschluss und der Lagebericht, soweit nicht weitergehende gesetzliche Vorschriften gelten oder andere gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, aufgrund des Gesellschaftsvertrages oder der Satzung in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt - 347 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 und ebenso oder in entsprechender Anwendung der für Eigenbetriebe geltenden Vorschriften geprüft werden. 9. bei Unternehmen der Telekommunikation einschließlich von Telefondienstleistungen nach § 107 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 im Gesellschaftsvertrag die unmittelbare oder im Rahmen einer Schachtelbeteiligung die mittelbare Haftung der Gemeinde auf den Anteil der Gemeinde bzw. des kommunalen Unternehmens am Stammkapital beschränkt ist. Zur Wahrnehmung gleicher Wettbewerbschancen darf die Gemeinde für diese Unternehmen weder Kredite nach Maßgabe kommunalwirtschaftlicher Vorzugskonditionen in Anspruch nehmen noch Bürgschaften und Sicherheiten i. S. von § 87 leisten. Die Aufsichtsbehörde kann von den Vorschriften der Nummern 3, 5 und 8 in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen. 2) Gehören einer Gemeinde mehr als 50 vom Hundert der Anteile an einem Unternehmen oder einer Einrichtung in Gesellschaftsform, muss sie darauf hinwirken, dass 1. in sinngemäßer Anwendung der für die Eigenbetriebe geltenden Vorschriften a) b) für jedes Wirtschaftsjahr ein Wirtschaftsplan aufgestellt wird, der Wirtschaftsführung eine fünfjährige Finanzplanung zugrunde gelegt und der Gemeinde zur Kenntnis gebracht wird, c) die Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Ergebnisses sowie das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unbeschadet der bestehenden gesetzlichen Offenlegungspflichten öffentlich bekannt gemacht werden und der Jahresabschluss und der Lagebericht bis zur Feststellung des folgenden Jahresabschlusses zur Einsichtnahme verfügbar gehalten werden, 2. in dem Lagebericht oder in Zusammenhang damit zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung Stellung genommen wird, 3. nach den Wirtschaftsgrundsätzen (§ 109) verfahren wird, wenn die Gesellschaft ein Unternehmen betreibt. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung sind dem Haushaltsplan als Anlage beizufügen. Gehört der Gemeinde zusammen mit anderen Gemeinden oder Gemeindeverbänden die Mehrheit der Anteile an einem Unternehmen oder an einer Einrichtung, soll sie auf eine Wirtschaftsführung nach Maßgabe des Satzes 1 Nr. 1 a) und b) sowie Nr. 2 und Nr. 3 hinwirken. 3) Die Gemeinde darf unbeschadet des Absatzes 1 Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft nur gründen, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen, - 348 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 wenn der öffentliche Zweck nicht ebenso gut in einer anderen Rechtsform erfüllt wird oder erfüllt werden kann. 4) Die Gemeinde darf unbeschadet des Absatzes 1 Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nur gründen oder sich daran beteiligen, wenn durch die Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags sichergestellt ist, dass 1. die Gesellschafterversammlung auch beschließt über a) den Abschluss und die Änderungen von Unternehmensverträgen im Sinne der §§ 291 und 292 Abs. 1 des Aktiengesetzes, b) c) den Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen, den Wirtschaftsplan, die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses sowie d) die Bestellung und die Abberufung der Geschäftsführer, soweit dies nicht der Gemeinde vorbehalten ist, und 2. der Rat den von der Gemeinde bestellten oder auf Vorschlag der Gemeinde gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats Weisungen erteilen kann, soweit die Bestellung eines Aufsichtsrates gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. 5) Vertreter der Gemeinde in einer Gesellschaft, an der Gemeinden, Gemeindeverbände oder Zweckverbände unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 25 vom Hundert beteiligt sind, dürfen a) der Gründung einer anderen Gesellschaft oder einer anderen Vereinigung in einer Rechtsform des privaten Rechts, einer Beteiligung sowie der Erhöhung einer Beteiligung der Gesellschaft an einer anderen Gesellschaft oder einer anderen Vereinigung in einer Rechtsform des privaten Rechts nur zustimmen, wenn die vorherige Entscheidung des Rates vorliegt, für die Gemeinde selbst die Gründungs- bzw. Beteiligungsvoraussetzungen vorliegen und - sowohl die Haftung der gründenden Gesellschaft als auch die Haftung der zu gründenden Gesellschaft oder Vereinigung durch ihre Rechtsform auf einen bestimmten Betrag begrenzt sind oder - sowohl die Haftung der sich beteiligenden Gesellschaft als auch die Haftung der Gesellschaft oder Vereinigung, an der eine Beteiligung erfolgt, durch ihre Rechtsform auf einen bestimmten Betrag begrenzt sind; - 349 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 b) einem Beschluss der Gesellschaft zu einer wesentlichen Änderung des Gesellschaftszwecks oder sonstiger wesentlicher Änderungen des Gesellschaftsvertrages nur nach vorheriger Entscheidung des Rates zustimmen. In den Fällen von Satz 1 Buchstabe a) gilt Absatz 1 Satz 2 entsprechend. Als Vertreter der Gemeinde im Sinne von Satz 1 gelten auch Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und Mitglieder von sonstigen Organen und ähnlichen Gremien der Gesellschaft, die von der Gemeinde oder auf ihre Veranlassung oder ihren Vorschlag in das Organ oder Gremium entsandt oder gewählt worden sind. Beruht die Entsendung oder Wahl auf der Veranlassung oder dem Vorschlag mehrerer Gemeinden, Gemeindeverbände oder Zweckverbände, so bedarf es der Entscheidung nur des Organs, auf das sich die beteiligten Gemeinden und Gemeindeverbände oder Zweckverbände geeinigt haben. Die Sätze 1 bis 4 gelten nicht, soweit ihnen zwingende Vorschriften des Gesellschaftsrechts entgegenstehen. 6) Die Gemeinde kann einen einzelnen Geschäftsanteil an einer eingetragenen Kreditgenossenschaft erwerben, wenn eine Nachschusspflicht ausgeschlossen oder die Haftungssumme auf einen bestimmten Betrag beschränkt ist. § 109 GO NRW - Wirtschaftsgrundsätze 1) Die Unternehmen und Einrichtungen sind so zu führen, zu steuern und zu kontrollieren, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt wird. Unternehmen sollen einen Ertrag für den Haushalt der Gemeinde abwerfen, soweit dadurch die Erfüllung des öffentlichen Zwecks nicht beeinträchtigt wird. 2) Der Jahresgewinn der wirtschaftlichen Unternehmen als Unterschied der Erträge und Aufwendungen soll so hoch sein, dass außer den für die technische und wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens notwendigen Rücklagen mindestens eine marktübliche Verzinsung des Eigenkapitals erwirtschaftet wird. - 350 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 § 110 GO NRW - Verbot des Missbrauchs wirtschaftlicher Machtstellung Bei Unternehmen, für die kein Wettbewerb gleichartiger Unternehmen besteht, dürfen der Anschluss und die Belieferung nicht davon abhängig gemacht werden, dass auch andere Leistungen oder Lieferungen abgenommen werden. § 111 GO NRW - Veräußerung von Unternehmen, Einrichtungen und Beteiligungen 1) Die teilweise oder vollständige Veräußerung eines Unternehmens oder einer Einrichtung oder einer Beteiligung an einer Gesellschaft sowie andere Rechtsgeschäfte, durch welche die Gemeinde ihren Einfluß auf das Unternehmen, die Einrichtung oder die Gesellschaft verliert oder vermindert, sind nur zulässig, wenn die für die Betreuung der Einwohner erforderliche Erfüllung der Aufgaben der Gemeinde nicht beeinträchtigt wird. 2) Vertreter der Gemeinde in einer Gesellschaft, an der Gemeinden, Gemeindeverbände oder Zweckverbände unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 50 v. H. beteiligt sind, dürfen Veräußerungen oder anderen Rechtsgeschäften i.S. des Absatzes 1 nur nach vorheriger Entscheidung des Rates und nur dann zustimmen, wenn für die Gemeinde die Zulässigkeitsvoraussetzung des Absatzes 1 vorliegt. § 112 GO NRW - Informations- und Prüfungsrechte, Beteiligungsbericht 1) Gehören einer Gemeinde unmittelbar oder mittelbar Anteile an einem Unternehmen oder einer Einrichtung in einer Rechtsform des privaten Rechts in dem in § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes bezeichneten Umfang, so soll sie 1. 2. die Rechte nach § 53 Abs. 1 des Haushaltsgrundsätzegesetzes ausüben, darauf hinwirken, dass ihr die in § 54 des Haushaltsgrundsätzegesetzes vorgesehenen Befugnisse eingeräumt werden. 2) Ist eine Beteiligung der Gemeinde an einer Gesellschaft keine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes, so soll die Gemeinde, so weit ihr Interesse dies erfordert, darauf hinwirken, daß ihr im Gesellschaftsvertrag oder in der Satzung die Befugnisse nach § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes eingeräumt werden. Bei mittelbaren Minderheitsbeteiligungen gilt dies nur, wenn die Beteiligung den vierten Teil der Anteile übersteigt und einer Gesellschaft zusteht, an der die Gemeinde allein oder zusammen mit anderen Gebietskörperschaften mit Mehrheit im Sinne des § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes beteiligt ist. - 351 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 § 113 GO NRW - Vertretung der Gemeinde in Unternehmen und Einrichtungen 1) Die Vertreter der oder Gemeinde in Beiräten, Ausschüssen, von Gesellschafterversammlungen, juristischen Personen oder Aufsichtsräten entsprechenden Organen Personenvereinigungen, an denen die Gemeinde unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, haben die Interessen der Gemeinde zu verfolgen. Sie sind an die Beschlüsse des Rates und seiner Ausschüsse gebunden. Die vom Rat bestellten Vertreter haben ihr Amt auf Beschluß des Rates jederzeit niederzulegen. Die Sätze 1 bis 3 gelten nur, soweit durch Gesetz nichts anderes bestimmt ist. 2) Bei unmittelbaren Beteiligungen vertritt ein vom Rat bestellter Vertreter die Gemeinde in den in Absatz 1 genannten Gremien. Sofern weitere Vertreter zu benennen sind, muss der Bürgermeister oder der von ihm vorgeschlagene Bedienstete der Gemeinde dazuzählen. Die Sätze 1 und 2 gelten für mittelbare Beteiligungen entsprechend, sofern nicht ähnlich wirksame Vorkehrungen zur Sicherung hinreichender gemeindlicher Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten getroffen werden. 3) Die Gemeinde ist verpflichtet, bei der Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages einer Kapitalgesellschaft darauf hinzuwirken, daß ihr das Recht eingeräumt wird, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Über die Entsendung entscheidet der Rat. Zu den entsandten Aufsichtsratsmitgliedern muß der Bürgermeister oder ein von ihm vorgeschlagener Bediensteter der Gemeinde zählen, wenn diese mit mehr als einem Mitglied im Aufsichtsrat vertreten ist. Dies gilt sowohl für unmittelbare als auch für mittelbare Beteiligungen. 4) Ist der Gemeinde das Recht eingeräumt worden, Mitglieder des Vorstandes oder eines gleichartigen Organs zu bestellen oder vorzuschlagen, entscheidet der Rat. 5) Die Vertreter der Gemeinde haben den Rat über alle Angelegenheiten von besonderer Bedeutung frühzeitig zu unterrichten. Die Unterrichtungspflicht besteht nur, soweit durch Gesetz nichts anderes bestimmt ist. 6) Wird ein Vertreter der Gemeinde aus seiner Tätigkeit in einem Organ haftbar gemacht, so hat ihm die Gemeinde den Schaden zu ersetzen, es sei denn, daß er ihn vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat. Auch in diesem Falle ist die Gemeinde schadensersatzpflichtig, wenn ihr Vertreter nach Weisung des Rates oder eines Ausschusses gehandelt hat. § 116 GO NRW – Gesamtabschluss 1) Die Gemeinde hat in jedem Haushaltsjahr für den Abschlussstichtag 31. Dezember einen Gesamtabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufzustellen. Er besteht aus der Gesamtergebnisrechnung, der Gesamtbilanz und dem Gesamtanhang und ist um - 352 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 einen Gesamtlagebericht zu ergänzen. Der Rat bestätigt den geprüften Gesamtabschluss durch Beschluss. § 96 findet entsprechende Anwendung. 2) Zu dem Gesamtabschluss hat die Gemeinde ihren Jahresabschluss nach § 95 und die Jahresabschlüsse des gleichen Geschäftsjahres aller verselbstständigten Aufgabenbereiche in öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Form zu konsolidieren. Auf den Gesamtabschluss sind, soweit seine Eigenart keine Abweichung erfordert, § 88 und § 91 Abs. 2 entsprechend anzuwenden. 3) In den Gesamtabschluss müssen verselbstständigte Aufgabenbereiche nach Absatz 2 nicht einbezogen werden, wenn sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage der Gemeinde zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Dies ist im Gesamtanhang darzustellen. 4) Am Schluss des Gesamtlageberichtes sind für die Mitglieder des Verwaltungsvorstands nach § 70, soweit dieser nicht zu bilden ist für den Bürgermeister und den Kämmerer, sowie für die Ratsmitglieder, auch wenn die Personen im Haushaltsjahr ausgeschieden sind, anzugeben: 1. 2. 3. der Familienname mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen, der ausgeübte Beruf, die Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i. S. d. § 125 Abs. 1 Satz 3 des Aktiengesetzes, 4. die Mitgliedschaft in Organen von verselbstständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Form, 5. 5) die Mitgliedschaft in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen. Der Gesamtabschluss ist innerhalb der ersten neun Monate nach dem Abschlussstichtag aufzustellen. § 95 Abs. 3 findet für die Aufstellung des Gesamtabschlusses entsprechende Anwendung. 6) Der Gesamtabschluss ist vom Rechnungsprüfungsausschuss dahingehend zu prüfen, ob er ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage der Gemeinde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ergibt. Die Prüfung des Gesamtabschlusses erstreckt sich darauf, ob die gesetzlichen Vorschriften und die sie ergänzenden Satzungen und sonstigen ortsrechtlichen Bestimmungen beachtet worden sind. Der Gesamtlagebericht ist darauf zu prüfen, ob er mit dem Gesamtabschluss in Einklang steht und ob seine sonstigen Angaben nicht eine falsche Vorstellung von der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage der Gemeinde erwecken. § 101 Abs. 2 bis 8 gilt entsprechend. 7) In die Prüfung nach Absatz 6 müssen die Jahresabschlüsse der verselbstständigten Aufgabenbereiche nicht einbezogen werden, wenn diese nach gesetzlichen Vorschriften geprüft worden sind. - 353 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 § 117 GO NRW – Beteiligungsbericht 1) Die Gemeinde hat einen Beteiligungsbericht zu erstellen, in dem ihre wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Betätigung, unabhängig davon, ob verselbstständigte Aufgabenbereiche dem Konsolidierungskreis des Gesamtabschlusses angehören, zu erläutern ist. Dieser Bericht ist jährlich bezogen auf den Abschlussstichtag des Gesamtabschlusses fortzuschreiben und dem Gesamtabschluss beizufügen. 2) Der Beteiligungsbericht ist dem Rat und den Einwohnern zur Kenntnis zu bringen. Die Gemeinde hat zu diesem Zweck den Bericht zur Einsichtnahme verfügbar zu halten. Auf die Möglichkeit zur Einsichtnahme ist in geeigneter Weise öffentlich hinzuweisen. § 394 AktG Aufsichtsratsmitglieder, die auf Veranlassung einer Gebietskörperschaft in den Aufsichtsrat gewählt oder entsandt worden sind, unterliegen hinsichtlich der Berichte, die sie der Gebietskörperschaft zu erstatten haben, keiner Verschwiegenheitspflicht. Für vertrauliche Angaben und Geheimnisse der Gesellschaft, namentlich Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse, gilt dies nicht, wenn ihre Kenntnis für die Zwecke der Berichte nicht von Bedeutung ist. § 395 AktG 1) Personen, die damit betraut sind, die Beteiligungen einer Gebietskörperschaft zu verwalten oder für eine Gebietskörperschaft die Gesellschaft, die Betätigung der Gebietskörperschaft als Aktionär oder die Tätigkeit der auf Veranlassung der Gebietskörperschaft gewählten oder entsandten Aufsichtsratsmitglieder zu prüfen, haben über vertrauliche Angaben und Geheimnisse der Gesellschaft, namentlich Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, die ihnen aus Berichten nach § 394 bekanntgeworden sind, Stillschweigen zu bewahren; dies gilt nicht für Mitteilungen im dienstlichen Verkehr. Bei der Veröffentlichung von Prüfungsergebnissen dürfen vertrauliche Angaben und Geheimnisse der Gesellschaft, namentlich Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse, nicht veröffentlicht werden. 2) - 354 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Rechtsformen wirtschaftlicher Betätigung Für die wirtschaftliche Betätigung der Gemeinde stehen unterschiedliche öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Formen zu Verfügung. Im Wesentlichen sind dies: in öffentlich-rechtlicher Form: Regiebetrieb, eigenbetriebsähnliche Einrichtung, Eigenbetrieb, Anstalt des öffentlichen Rechts, in privatrechtlicher Form: GmbH, Aktiengesellschaft, eingetragene Genossenschaft. Nachfolgend werden die Besonderheiten der einzelnen Rechtsformen und die Einflussmöglichkeiten der Stadt kurz erläutert. Regiebetrieb Der Regiebetrieb ist ein rechtlich und wirtschaftlich unselbstständiger Betriebszweig der Stadt, der rechnungsmäßig gemäß der kameralistischen Einnahmen- und Ausgabenrechnung ausschließlich im Haushaltsplan der Stadt erfasst wird. Soweit es sich um kostenrechnende Einrichtungen (Gebührenhaushalte) handelt, wird eine Betriebsabrechnung im Rahmen der erweiterten Kameralistik durchgeführt. Der Regiebetrieb ist organisatorisch uneingeschränkt in die Gemeinde eingebunden. Steuerrechtlich kann ein Regiebetrieb zum Betrieb gewerblicher Art (BgA) werden, wenn er nicht überwiegend der Ausübung der „öffentlichen Gewalt“ (Hoheitsbetrieb) dient. - 355 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Eigenbetrieb / eigenbetriebsähnliche Einrichtung Eigenbetriebe sind Rechtspersönlichkeit. Betriebssatzung und Sondervermögen vom verselbstständigte gemeindliche wirtschaftliche Unternehmen ohne eigene Sie werden gemäß Eigenbetriebsverordnung NW (EigVO NW) mit eigener eigenem (kaufmännischem) Rechnungswesen geführt; ihr Vermögen ist als übrigen Gemeindevermögen getrennt. Der Eigenbetrieb verfügt zwar über eigene Leitungs- und Kontrollorgane (Werkleiter, Werksausschuss); die Kompetenzen dieser Organe werden jedoch vom Rat der Stadt in der Betriebssatzung festgelegt. Insgesamt untersteht der Eigenbetrieb dem Rat und dem Oberbürgermeister. Eigenbetriebsähnliche Einrichtungen sind solche Betriebe, die nach der Definition des § 107 GO NW nicht als wirtschaftliche Betätigung gelten, die aber dennoch nach den Vorschriften der EigVO NW betrieben werden. Anstalt des öffentlichen Rechts Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts nach § 114a GO NW (AöR) Die AöR ist eine Mischform zwischen Eigenbetrieb und GmbH. Ihre Rechtsverhältnisse werden nach der GO NW durch eine Satzung geregelt, welche die Gemeinde aufstellt. Die Organe der AöR sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Die Leitung der AöR obliegt dem Vorstand in eigener Zuständigkeit, soweit nicht gesetzlich oder durch die Satzung etwas anderes bestimmt ist. Der Verwaltungsrat ist für Entscheidungen des Aufgabenkataloges aus § 114a Abs. 7 GO NW zuständig, unterliegt jedoch bei bestimmten Entscheidungen (Erlass von Satzungen, Beteiligungen) den Weisungen des Rates der Stadt. Die Weisungsverpflichtung kann durch die Satzung ausgeweitet werden. Die Gemeinde haftet als Gewährträgerin für die Verbindlichkeiten der AöR unbeschränkt, soweit nicht Befriedigung aus deren Vermögen zu erlangen ist. Die Einflussmöglichkeiten des Rates der Stadt sind insbesondere durch die Satzungsaufstellung definiert. - 356 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Sparkassen Auch Sparkassen sind gemäß § 2 SpkG rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts. Gemäß § 1 SpkG können Gemeinden und Gemeindeverbände Sparkassen errichten. Für deren Verbindlichkeiten haftet die Gemeinde als Gewährträgerin uneingeschränkt. Durch das SpkG werden zahlreiche Verbindungen zwischen der Gemeinde und der Sparkasse festgeschrieben, die der Gemeinde Einflussmöglichkeiten eröffnen, die dem Gewährträgerverhältnis Rechnung tragen (Besetzung des Verwaltungsrates und des Kreditausschusses, Beanstandungsrecht des Hauptverwaltungsbeamten, Beschluss des Rates über die Ergebnisverwendung sowie die Entlastung der Sparkassenorgane etc.). Gesellschaft mit beschränkter Haftung Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist eine juristische Person des Privatrechts mit eigener Rechtspersönlichkeit. Die innere Struktur der Gesellschaft wird im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben und kann von den Gesellschaftern unter Beachtung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) relativ frei und flexibel geregelt werden, so dass die Eigenheiten und Erfordernisse der jeweiligen Gesellschaft optimal berücksichtigt werden können. Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Ein Aufsichtsrat kann gebildet werden; grundsätzlich besteht hierzu (mit Ausnahme der mitbestimmten Gesellschaften mbH) jedoch keine Pflicht. Einflussmöglichkeiten des Rates bestehen ausschließlich im Rahmen des Gründungsbeschlusses (Gestaltung des Gesellschaftsvertrages etc.) sowie über Weisungen an die jeweiligen Vertreter/innen der Stadt in der Gesellschafterversammlung und Empfehlungen an die städtischen Vertreter/innen im Aufsichtsrat. Aktiengesellschaft Wie die GmbH ist auch die Aktiengesellschaft (AG) eine privatrechtliche Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit. Auch hier wird die innere Struktur der Gesellschaft in der Satzung festgeschrieben. Allerdings enthält das Aktiengesetz (AktG) eine Vielzahl von verbindlichen Regelungen und Formvorschriften, so dass den Aktionären für eine flexible Gestaltung unter Berücksichtigung der Erfordernisse der einzelnen Gesellschaft nur wenig Spielraum verbleibt. Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Vorstand und der Aufsichtsrat, der hier, im Gegensatz zur GmbH, zwingend vorgeschrieben ist. Die Einflussmöglichkeiten des Rates sind im Prinzip die gleichen wie bei der GmbH. Da allerdings zum einen die Satzung den restriktiven Anforderungen des AktG genügen muss und zum anderen die Entscheidungskompetenzen der Hauptversammlung durch das AktG vorgegeben und nicht frei gestaltbar sind, sind die Einflussmöglichkeiten letztlich geringer als bei der GmbH. eingetragene Genossenschaft Wie die GmbH und die AG hat auch die e. G. eine eigene Rechtspersönlichkeit. Die innere Struktur richtet sich nach der Satzung, die den Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes (GenG) Rechnung tragen muss. Organe der e.G. sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Generalversammlung bzw. bei Genossenschaften mit mehr als dreitausend Mitgliedern die Vertreterversammlung. - 357 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Anders als bei der GmbH oder der AG, bei der die Höhe des gehaltenen Kapitals über die Anzahl der Stimmen in der Gesellschafterversammlung bzw. Hauptversammlung entscheidet, hat hier jeder Genosse, unabhängig von der Anzahl seiner Genossenschaftsanteile, nur eine Stimme. Damit sind die Einflussmöglichkeiten der Stadt äußerst gering. Im Übrigen kann im Rahmen der Vertreterversammlung nur eine natürliche, unbeschränkt geschäftsfähige Person, die auch Mitglied der Genossenschaft ist, zum Vertreter bestellt werden. In den Fällen, in denen aufgrund der Anzahl der Mitglieder die Vertreterversammlung das Organ der Genossen ist, hat die Stadt als juristische Person des öffentlichen Rechts keine Möglichkeit, ein Mitglied zu entsenden. - 358 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Beteiligungsrichtlinien der Stadt Oberhausen Stand: Ratsbeschluss 16.12.2002 - 359 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Richtlinien über die wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Betätigung der Stadt Oberhausen (Beteiligungsrichtlinien) Präambel Die Stadt Oberhausen hat in den vergangenen Jahren in weitreichendem Maße Gesellschaften zur Wahrnehmung kommunaler Aufgaben gegründet. Die Argumente dafür waren unterschiedlich. Neben erwarteten Effektivitätssteigerungen und der Notwendigkeit zur Haushaltskonsolidierung waren auch Strukturwandelaspekte für die Entscheidung maßgebend, Aufgaben in privaten Rechtsformen wahrzunehmen. Unabhängig von der Frage in welcher Rechtsform städtische Aufgaben erledigt werden, muss der Rat der Stadt die ihm von den Bürgerinnen und Bürgern übertragene Verantwortung sowie die in der Gemeindeordnung festgeschriebenen Rechte wahrnehmen können. Hierzu müssen die Steuerungsmöglichkeiten des Rates und der einzelnen Ratsmitglieder weiter gestärkt werden. Durch die Ausweitung der städtischen Beteiligungen stellen sich neue Anforderungen an die Arbeit der politischen Gremien und an die Verwaltung. Insbesondere die Sicherung der politischen Steuerung des Rates und die umfassende Information der Ratsmitglieder muss gewährleistet sein. Dazu sind konzernpolitische Vorgaben notwendig. Hierdurch werden politische Wertungen mit städtischem Gesamtbetrachtungsansatz möglich. Die Grundlagen dafür werden durch die nachfolgenden Beteiligungsrichtlinien geschaffen. 1. Wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Betätigung Die wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Betätigung der Stadt Oberhausen richtet sich nach den in der Gemeindeordnung NW (GO NW) festgelegten Grundsätzen. 2. Geltungsbereich „Beteiligungen“ im Sinne dieser Richtlinien sind alle nach den Vorschriften des Gemeindewirtschaftsrechts des Landes Nordrhein- Westfalen zulässigen Formen der wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Betätigung der Gemeinden, derer die Stadt Oberhausen sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben bedient. Diese Richtlinien gelten grundsätzlich in allen Fällen, in denen die Stadt Oberhausen an juristischen Personen des privaten oder öffentlichen Rechts unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 20 % beteiligt ist, für alle im Oberhausener Stadtgebiet tätigen Beteiligungen der Sparte Ver- und Entsorgung, sowie sinngemäß für eigenbetriebsähnliche Einrichtungen, - 360 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Eigenbetriebe und Anstalten des öffentlichen Rechts, soweit keine übergeordneten Regelungen entgegenstehen. Sie binden Rat und Verwaltung sowie die entsprechenden Vertreterinnen und Vertreter in den Organen und Gremien der Beteiligungen. 3. Steuerung der Beteiligungen 3.1. Die Steuerung der Beteiligungen im Sinne dieser Richtlinien vollzieht sich durch den Rat der Stadt Oberhausen, den Hauptausschuss, den Finanzausschuss, die Fachausschüsse, den Verwaltungsvorstand, die jeweils zuständige Verwaltungseinheit für Beteiligungsangelegenheiten. 3.2. Die jeweils zuständige Verwaltungseinheit für Beteiligungsangelegenheiten (Beteiligungsverwaltung) sichert die Wahrung der kommunalen Rechte und Pflichten in den Beteiligungen. 4. Zuständigkeiten im Rahmen der Beteiligungsverwaltung 4.1 Rat der Stadt Oberhausen Der Rat der Stadt beschließt Grundsätze und Ziele der wirtschaftlichen Betätigung der Stadt Oberhausen, über Gründung, Erweiterung, Auflösung, Veräußerung sowie Änderung der Rechtsform einer Beteiligung, über Rechtsgeschäfte, die den Einfluss der Stadt Oberhausen auf Beteiligungen verändern, die Bestellung und Abberufung der Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Oberhausen in Gesellschaftsversammlungen, Aufsichtsräten und vergleichbaren Organen und Gremien, Änderungen der Gesellschaftsverträge, den Beteiligungsbericht, in für die Stadt besonders wichtigen Angelegenheiten über Weisungen an die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt in Gesellschafterversammlungen und vergleichbaren Organen sowie Empfehlungen und -soweit rechtlich zulässig- Weisungen an die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt in Aufsichtsorganen und -gremien. Der Rat ist für die Gesamtsteuerung der städtischen Beteiligungen zuständig. - 361 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 4.2 Hauptausschuss 4.2.1 Der Hauptausschuss berät alle Angelegenheiten vor, die vom Rat der Stadt zu beschließen sind und erteilt entsprechende Beschlussempfehlungen. 4.2.2 Der Hauptausschuss erhält im Rahmen der Gesamtsteuerung der Beteiligungen regelmäßig Berichte über von ihm ausgewählte Beteiligungen . Über Berichtsintervalle entscheidet er im Einzelfall. Berichtet wird u.a. über die Tätigkeiten, Zielvereinbarungen und Ergebnisverläufe der Beteiligungsgesellschaften, insbesondere über wirtschaftliche, personelle und finanzielle Entwicklungen, außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung über erhebliche Veränderungen der prognostizierten Entwicklungen. Der Hauptausschuss stellt die Beachtung des gesamtstädtischen Interesses gegenüber den Beteiligungen sicher. In für die Stadt besonders wichtigen Angelegenheiten kann er Weisungen an die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt in Gesellschafterversammlungen und vergleichbaren Organen und Empfehlungen an die Vertreterinnen und Vertreter in den Aufsichtsorganen und -gremien beschließen, sofern dies dem Rat nicht möglich ist. 4.2.3 Der Hauptausschuss ist als Fachausschuss zuständig für die Beschlüsse über Zielvereinbarungen für die Gesellschaften des Strukturwandels und die Kontrolle ihrer Einhaltung. 4.2.4 Der Hauptausschuss beschließt Rahmenbedingungen über die grundsätzliche Struktur der Verträge und Anstellungsbedingungen der Werkleitungen, Vorstände, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sowie Prokuristinnen und Prokuristen, soweit vorhanden. Die Entscheidung über Auswahl und Anstellung trifft das jeweilige Aufsichtsorgan oder -gremium. Der/ die Vertreter/in der Stadt in der Gesellschafterversammlung oder dem ihr entsprechenden Organ nimmt die Bestellung vor, soweit nicht gesetzlich etwas anderes vorgeschrieben ist. Einzelheiten der Verträge, Entlohnung und Prämienzahlungen sind jeweils durch einen im Gesellschaftsvertrag oder der Satzung festzulegenden Personalausschuss des Aufsichtsrates zu bestimmen. - 362 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 4.3 4.2.5 Finanzausschuss Der Finanzausschuss berät alle Angelegenheiten der Beteiligungen, die finanzwirtschaftliche Auswirkungen auf den Haushalt und das Vermögen der Stadt Oberhausen haben, insbesondere Zuschüsse, Verlustabdeckungsverträge, und Bürgschaften. 4.4 Fachausschüsse Die Fachausschüsse beschließen die strategischen Zielvereinbarungen und kontrollieren ihre Einhaltung durch die Beteiligungen, die inhaltlich in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Hierzu erhalten sie regelmäßige Berichte über Abarbeitung dieser Zielvereinbarungen. Über Berichtsintervalle und Gestaltung des Berichtswesens entscheiden sie im Einzelfall. Die Fachausschüsse werden über Abweichungen von den Zielvereinbarungen außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung informiert. Sie erhalten auf Wunsch Berichte über die Kontrolle der Aufgabenerledigung der Gesellschaften in ihrem Aufgabenbereich und, im Rahmen der Budgetierung, über die Verwendung der entsprechenden Haushaltsmittel. 4.5. Verwaltungsvorstand Der Verwaltungsvorstand ist zuständig für die Koordination der Arbeit der städtischen Beteiligungen, die Durchsetzung der städtischen Gesamtinteressen und die Gesamtkontrolle der Aufgabenerledigung der Beteiligungen durch die Stadt. Grundsätzlich sollen Dezernentinnen und Dezernenten die Aufgaben der Vertreterinnen und Vertreter in Gesellschafterversammlungen und diesen vergleichbaren Organen wahrnehmen. Die Zuordnung erfolgt analog zur Zuordnung der Beteiligungen zu den Fachausschüssen. 4.6 Verwaltungseinheit für Beteiligungsangelegenheiten 4.6.1 Die zuständige Verwaltungseinheit für Beteiligungsangelegenheiten hat folgende Aufgaben: A. Unabhängige Beratung und betreffenden Angelegenheiten • Information bei allen die Beteiligungen Abstimmung der Beschlüsse des Rates der Stadt und seiner Ausschüsse mit den Zielen und Planungen der Beteiligungen, - 363 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 • Überwachung der sich aus den Gesellschaftsverträgen, Geschäftsordnungen und vergleichbaren Regelungswerken für die Gesellschaften und ihre Organe ergebenden Pflichten, Erstellung des Beteiligungsberichtes, haushaltsmäßige Abwicklung der beteiligungsrelevanten Angelegenheiten. • • B. Beschluss- und Vertragsvorbereitung • Vorbereitung von beteiligungsrelevanten Gremienbeschlüssen Kooperation mit zuständigen Verwaltungseinheiten, Vorbereitung von Geschäftsordnungen, Gesellschaftsverträgen, Satzungen ggfls. in • sowie • Prüfung der Vereinheitlichung von bestehenden Gesellschaftsverträgen und Satzungen (dabei soll den Aufsichtsräten ein umfassender Zuständigkeitskatalog übertragen werden), Vorbereitung von ProkuristinnenGeschäftsführer/innen-Verträgen, und Prokuristen-, Vorstandsund • • Vorbereitung von Rats- und Ausschussbeschlüssen. C. Beschluss- und Verfahrenskontrolle • Überprüfung der mit der Beteiligung angestrebten Ziele anhand der politischen Beschlüsse, Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen. • D. Beratung und Information Angelegenheiten • • • • bei allen die Beteiligung betreffenden insbesondere der Ratsmitglieder der Vertreterinnen und Vertreter in Gesellschafts- und Aufsichtsgremien der Verwaltung der Geschäftsführungsorgane in Beteiligungsangelegenheiten. - 364 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 E. Rechtliche Prüfungen • • Zulässigkeit von Beteiligungen und Maßnahmen, die die Beteiligungen betreffen Notwendigkeit und Zulässigkeit von Unterbeteiligungen. F. Strategie- und Finanzcontrolling • • • • • Wahrnehmung des Informationsrechtes der Stadt als Gesellschafterin Vorbereitung von Zielvereinbarungen Erarbeitung eines Controllingkonzeptes Einführung einer einheitlichen und konsolidierungsfähigen Rechnungslegung Organisation eines Erfahrungsaustausches Controllingmaßnahmen der Gesellschaften Entwicklung und Wahrnehmung eines orientierten Finanz- und Zielcontrollings an über betriebliche • kommunalpolitischen Zielen • Entwicklung und Wahrnehmung eines Risikomanagements für die Stadt G. Aktenführung • • Aufbewahrung der Beteiligungsakten Aufbewahrung der Anstellungsverträge der Werkleitungen, Vorstände, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sowie Prokuristinnen und Prokuristen. 4.6.2 Zur Steigerung der Effektivität der Aufgabenwahrnehmung nimmt die zuständige Verwaltungseinheit an den Sitzungen der Aufsichtsräte und der Gesellschafterversammlungen der Beteiligungsgesellschaften mit Gaststatus teil soweit höherrangiges Recht dem nicht entgegensteht. 5. Beteiligungscontrolling 5.1 Durch das Beteiligungscontrolling wird die zentrale Planung, Steuerung und Kontrolle der Beteiligungen durch die Stadt Oberhausen sichergestellt. Dazu ist es erforderlich, Zielvereinbarungen zu definieren, die als Grundlage für das Beteiligungscontrolling dienen. - 365 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 5.2 Die Zielvorgaben und Rahmenbedingungen werden durch die Gremien des Rates der Stadt beschlossen. Sie sollen Festlegungen in folgenden Bereichen enthalten: • Strategie Strategische Zielvereinbarungen berücksichtigen - stadtentwicklungspolitische Anforderungen, finanzwirtschaftliche Aspekte, Angebot an Bürgerinnen und Bürger. • Operatives Geschäft Zielvorgaben im operativen Bereich können u. a. umfassen: - innerorganisatorische Angelegenheiten, Umfang der Anforderungen aus gesetzlichen Bestimmungen (Berichte im Rahmen des KonTraG). • Finanzwirtschaft Zielvereinbarungen können folgendes Spektrum umfassen: - Haushalt der Stadt (Zuschusshöhe/Gewinne), städtisches Vermögen, Anforderungen aus dem KonTraG, Wirtschaftsplan (z. B. Umsätze der Gesellschaft). 5.3 Die Einhaltung der Zielvereinbarungen wird durch ein Berichtswesen dokumentiert. Bei außergewöhnlichen Abweichungen werden Gegensteuerungsmaßnahmen aufgezeigt und den städtischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt. 5.4 Das regelmäßige Berichtswesen für die Einzelgesellschaften erfolgt gestaffelt nach der Bedeutung der Beteiligungen für die Stadt. Eine entsprechende Staffelung, sowie Einzelheiten zur Gestaltung des Berichtswesen beschließt der Hauptausschuss. Im Rahmen des Berichtswesens wird ein betriebswirtschaftliches Kennzahlensystem für die Gesellschaften der Sparte Ver- und Entsorgung eingeführt. Eine Gesamtübersicht über die über die Entwicklung der Beteiligungen erfolgt zweimal jährlich. - 366 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 6. Rechte und Pflichten der Vertreterinnen und Vertreter in Organen und Gremien der Beteiligungen 6.1.1 Die Vertreterinnen und Vertreter in Organen und Gremien der Beteiligungen wahren die Interessen der Stadt Oberhausen und sind an die Beschlüsse des Rates und seiner Ausschüsse gebunden, soweit nicht höherrangiges Recht entgegensteht. Die Verwaltung bereitet auf der Grundlage der Sitzungsunterlagen Stellungnahmen für die Vertreterinnen und Vertreter in Organen und Gremien der Beteiligungen vor und gibt Beschlussempfehlungen. 6.1.2 • Die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt in Gesellschafterversammlungen und vergleichbaren Organen unterrichten den Rat und die Ausschüsse im Rahmen deren Zuständigkeit, Aufsichtsräten sowie vergleichbaren Organen und Gremien (bestellt nach § 113 GO) unterrichten den Oberbürgermeister und in Absprache mit diesem die zuständigen Ausschüsse, der Oberbürgermeister den Rat und den Hauptausschuss • über alle wesentlichen Angelegenheiten der Beteiligungen frühzeitig und umfassend. 6.1.3 Die Vertreterinnen und Vertreter in Organen und Gremien der Beteiligungen setzen sich aktiv für die Umsetzung dieser Beteiligungsrichtlinien ein und tragen dafür Sorge, dass entsprechende Anweisungen an die jeweils Verantwortlichen in den Beteiligungen ergehen. Zudem arbeiten sie in ihren Organen und Gremien darauf hin, dass die in diesen Beteiligungsrichtlinien genannten Punkte, soweit sie nicht Inhalt des jeweiligen Gesellschaftsvertrages oder der jeweiligen Satzung sind, in Geschäftsordnungen für die Geschäftsführungen und Aufsichtsorgane und -gremien manifestiert werden. 7. Inkrafttreten 7.1 Diese Beteiligungsrichtlinien treten am 01.01.2003 in Kraft. - 367 - Stadt Oberhausen - 368 - Stadt Oberhausen - 369 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen AB-Maßnahmen a. F. AG AktG AO ARGE ASO ASS-Maßnahmen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen alte Fassung Aktiengesellschaft Aktiengesetz Abgabenordnung Arbeitsgemeinschaft Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen "Arbeit statt Sozialhilfe"-Maßnahmen BFO BgA BVR Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH Betrieb gewerblicher Art Busverkehr Rheinland ca. CPO circa Circus Park Oberhausen Betriebs GmbH DM DSD Deutsche Mark Duales System Deutschland e. G. EGV EigVO NW ekz etc. EU EUR ENO e. V. EVO eingetragene Genossenschaft Vertrag über die Europäische Gemeinschaft Eigenbetriebsverordnung NW Einkaufszentrale für Bibliotheken GmbH et cetera Europäische Union EURO Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH eingetragener Verein Energieversorgung Oberhausen GbR GEG GenG GE-WO gGmbH GKDO GmbH Gesellschaft bürgerlichen Rechts Grundstücksentwicklungsgesellschaft Oberhausen mbH Genossenschaftsgesetz Gemeinnützige Wohnungsbau e. G. Oberhausen-Osterfeld gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesellschaft für kommunale Dienste Oberhausen Gesellschaft mit beschränkter Haftung - 370 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 GmbHG GMVA GO NW Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen ha HGrG HSt Hektar Haushaltsgrundsätzegesetz Haushaltsstelle IBA IKF i. L. inkl Internationale Bauaustellung Emscherpark Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH in Liquidation inklusive KG KOSTAT-DST KVR Kommanditgesellschaft Kommunalstatistik-Deutscher Städtetag GmbH Kommunalverband Ruhrgebiet LAH LAGL LEG LGO Luise-Albertz-Halle Landesarbeitsgemeinschaft für Gartenbau und Landespflege NW Landesentwicklungsgesellschaft NW Landesgartenschau Oberhausen GmbH Mio. MVA Millionen Müll-Verbrennungsanlage Nr. NW Nummer Nordrhein-Westfalen OBG o. g. OGM OLGA ÖPNV OVP OVZ Oberhausener Bauförderungsgesellschaft mbH oben genannte Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Oberhausener Landesgartenschau 1999 öffentlicher Personennahverkehr O.Vision Projektgesellschaft mbH O.Vision Zukunftspark GmbH PBO PPP Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Public-Private-Partnership rd. RW rund Rheinisch-Westfälisch - 371 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 RWE RWW RZO RWE AG Rheinisch-Westfälische-Wasserwerksgesellschaft Recycling-Zentrum Oberhausen SODA SpkG SPNV STOAG Soziale Dienstleistungen am Arbeitsmarkt Sparkassengesetz Schienenpersonennahverkehr Stadtwerke Oberhausen TASi TCO TDM TEUR TMO TZU Technische Anleitung Siedlungsabfall TheatrO CentrO GmbH Tausend Deutsche Mark Tausend EURO Tourismus & Marketing Oberhausen GmbH Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH UA u. a. m. UMSICHT Unterabschnitt und anderes mehr Institut für Umwelt- und Sicherheitstechnik VkA vorl. Ist VRR VU VZS Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH vorläufiges Ist Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Verkehrsunternehmen Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH WBO WDR WFO WE Wirtschaftsbetriebe Oberhausen Westdeutscher Rundfunk Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH Wohneinheiten ZV Zweckverband - 372 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 Alphabetisches Inhaltsverzeichnis Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen ARGE SODA (Soziale Dienstleistungen am Arbeitsmarkt) ASO Alteneinrichtungen der Stadt Oberhausen gGmbH ASO Service GmbH Bau- und Wohnungsgenossenschaft "Werkbundsiedlung Am Ruhrufer" e.G. BFO Beschäftigungsförderung Oberhausen gGmbH Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH & CO. KG Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH - ENO evo Energieversorgung Oberhausen AG evo Energie-Netz GmbH FSO GmbH & Co.KG FSO Verwaltungs- GmbH Gasometer Oberhausen GmbH GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH LAH Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH Marina Oberhausen am Centro GmbH OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH OVP O.Vision Projektgesellschaft mbH Public Konsortium d-NRW GbR PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft Oberhausen mbH Revierpark Vonderort GmbH RWE Aktiengesellschaft RW Holding Aktiengesellschaft RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH Stadtsparkasse Oberhausen STOAG Stadtwerke Oberhausen AG Theater Oberhausen TMO Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH TZU Technologiezentrum Umweltschutz Management GmbH VKA Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH VZS Verwaltungszentrum Sterkrade GmbH WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH 328 264 246 258 232 238 268 274 170 82 90 94 114 188 126 216 202 34 24 76 282 70 226 118 122 142 288 38 318 194 164 138 178 60 156 - 373 - Stadt Oberhausen Beteiligungsbericht 2008 - 374 -
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