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Periodical volume

Full text: Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim Issue 2014

Stadt Pforzheim
Stadtkämmerei

Beteiligungsbericht
Jahresabschlüsse 2014

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim
Jahresabschlüsse 2014

Herausgegeben von der Stadtkämmerei der Stadt Pforzheim. Gedruckt auf Recyclingpapier.

Fachliche Verantwortung: Bearbeitung:

komm. Stadtkämmerer Konrad Weber Anja Weit Alexandra Lössl Nicola Hartmann

Pforzheim, im Oktober 2015

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Vorwort

Vorwort
Mitte des Jahres 1997 wurde anhand des ersten Beteiligungsberichts der Stadt Pforzheim über die Lage der städtischen Beteiligungen, damals noch auf freiwilliger Basis, berichtet. Seit dem Jahr 1999 besteht die gesetzliche Verpflichtung zur Veröffentlichung eines jährlichen Beteiligungsberichts. Mit Vorlage des aktuellen, mittlerweile zwanzigsten Berichts, kommen wir dieser Verpflichtung gerne nach. Der Beteiligungsbericht enthält verschiedene Informationen, die über die gesetzlich vorgeschriebenen hinausgehen. Er bietet die Möglichkeit, sich über den Stand der Erfüllung der öffentlichen Aufgaben, welche außerhalb des kommunalen Haushalts erbracht werden, umfassend zu informieren. Besonderer Dank für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Beteiligungsmanagement der Stadt gilt den Geschäftsführungen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beteiligungen der Stadt Pforzheim sowie deren Wirtschaftsprüfern. Pforzheim, im Oktober 2015

Gert Hager Oberbürgermeister

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Inhalt

Inhaltsverzeichnis
Seite

Vorwort ...................................................................................................................... 3 Abkürzungsverzeichnis............................................................................................ 6 1 Allgemeiner Teil .................................................................................................. 7
1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 Begriffsdefinitionen ................................................................................................................... 7 Änderungen der Beteiligungsverhältnisse................................................................................ 7 Beteiligungsübersicht ............................................................................................................... 8 Gesamtübersicht über die wesentlichen Beteiligungen ......................................................... 10 Abschlussprüfer der städtischen Beteiligungen und Eigenbetriebe ....................................... 14

2

Einzeldarstellung der Beteiligungsgesellschaften ........................................ 15
2.1 Wesentliche Beteiligungen ..................................................................................................... 15 2.1.1 2.1.2 2.1.3 2.1.4 2.1.5 2.1.6 2.1.7 2.1.8 2.1.9 2.1.10 2.1.11 2.1.12 2.1.13 2.1.14 2.1.15 2.1.16 2.1.17 2.1.18 2.1.19 2.1.20 2.1.21 2.1.22 2.1.23 Betriebs-GmbH für die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte der Manfred Bader-Stiftung ....................................................................................... 17 Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Pforzheim (GBE) ....................................................................................................... 27 Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim GmbH, Trägergesellschaft .......... 35 Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH (PKM) .................................................. 47 Incinea GmbH............................................................................................................ 57 Stadtbau GmbH Pforzheim ....................................................................................... 63 Jugendmusikschule Pforzheim GmbH ...................................................................... 77 Ganztagesschule Pforzheim GmbH - Schiller-Gymnasium - .................................... 87 Volkshochschule Pforzheim - Enzkreis GmbH .......................................................... 99 SJR Betriebs GmbH ................................................................................................ 109 Eigenbetrieb Goldstadtbäder Pforzheim ................................................................. 117 Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim.......................................... 125 Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim ........................................................... 143 Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe ........................................................... 165 SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG ........................................................ 181 Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH ............................................................. 193 Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH ............................................ 197 OptiMal GmbH ......................................................................................................... 203 OptiMist Biogas GmbH ............................................................................................ 209 Heizkraftwerk Pforzheim GmbH .............................................................................. 213 SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG ....................................................... 223 SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH .................................................. 237 Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH ......................................................... 243

2.2 Weitere Beteiligungen .......................................................................................................... 255 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.2.6 2.2.7 HELIOS Klinikum Pforzheim GmbH ........................................................................ 256 Wirtschaftsförderung Zukunftsregion Nordschwarzwald GmbH ............................. 258 Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH ............................................................... 260 Regionales Rechenzentrum Karlsruhe VermietungsGdbR ..................................... 262 Schwarzwald Tourismus GmbH .............................................................................. 264 beka GmbH ............................................................................................................. 267 Einkaufsgemeinschaft kommunaler Verwaltungen im Deutschen Städtetag eG .... 269

Anhang I: Erläuterung der Finanzkennzahlen .................................................... 271 Anhang II: Auszug aus der Gemeindeordnung Baden-Württemberg und dem Haushaltsgrundsätzegesetz .............................................. 273
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Abkürzungen

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Abkürzungsverzeichnis
AG AktG AR BGV EEG e.G. EKV EPV ESP e.V. GBE GbR GemO GF GmbH GmbHG GuV GVP GWh GWR-ÄndG HGrG HKW i.e.S. k. A. KEA KoSt. KWh MWh ÖPNV PG. Pkm PKM GmbH Sk StB SWDKO SWP Tz Vhs VPE Vz WFG WP ZV Aktiengesellschaft Aktiengesetz Aufsichtsrat Badischer Gemeinde-Versicherungsverband Erneuerbare-Energien-Gesetz eingetragene Genossenschaft Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Verwaltungen eG im Deutschen Städtetag Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim eingetragener Verein Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung Gesellschaft des bürgerlichen Rechts Gemeindeordnung Geschäftsführer Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung Gewinn- und Verlustrechnung Gasversorgung Pforzheim Land Gigawattstunde Gemeindewirtschaftsrechts-Änderungsgesetz Haushaltsgrundsätzegesetz Heizkraftwerk im engeren Sinne keine Angaben Klimaschutz- und Energieagentur Kostenstelle Kilowattstunde Megawattstunde Öffentlicher Personennahverkehr Produktgruppe Personenkilometer Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH Sachkonto Steuerberater Südwestdeutsches Kammerorchester Stadtwerke Pforzheim Teilzeit Volkshochschule Verkehrsverbund Pforzheim - Enzkreis Vollzeit Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wirtschaftsprüfer Zweckverband

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Allgemeiner Teil

1

Allgemeiner Teil

1.1 Begriffsdefinitionen
Im vorliegenden Bericht werden die Beteiligungen der Stadt Pforzheim wie folgt klassifiziert: Wesentliche Beteiligungen Hierbei handelt es sich um Unternehmen des privaten Rechts, an denen die Stadt Pforzheim unmittelbar mit mindestens 25 % oder mittelbar mit mehr als 50 % beteiligt ist. Nach § 105 Abs. 2 GemO sind diese Beteiligungen im jährlichen Beteiligungsbericht umfassend darzustellen, wobei der Mindestinhalt der Darstellung genau definiert ist. Aus der Tatsache, dass der Gesetzgeber für diese Beteiligungen die umfassende Darstellung fordert, kann abgeleitet werden, dass er sie für wesentlich hält. Die Eigenbetriebe der Stadt Pforzheim werden ebenfalls zu dieser Gruppe gezählt. Die Beteiligungen nach § 105 Abs. 2 GemO und die Eigenbetriebe können zusammen mit der Stadt als „Konzern Stadt Pforzheim“ interpretiert werden. Die wichtigsten aggregierten Daten dieser Gesellschaften sind unter Kapitel 1.3 angegeben. Die Einzeldarstellungen der wesentlichen Beteiligungen finden sich in Kapitel 2.1. Weitere Beteiligungen Hierunter fallen alle sonstigen unmittelbaren Beteiligungen. Gemäß § 105 Abs. 2 letzter Satz GemO muss für diese Gesellschaften im Beteiligungsbericht lediglich der Gegenstand des Unternehmens, die Beteiligungsverhältnisse und der Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks dargestellt werden. Diese Angaben finden sich im vorliegenden Bericht in Kapitel 2.2.

1.2 Änderungen der Beteiligungsverhältnisse
Im Beteiligungsbericht 2014 wird aufgrund der Änderung der Beteiligungsverhältnisse erstmals die SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH bei den wesentlichen Beteiligungen dargestellt. Neu beigetreten (Vorlage P 1802) ist die Stadt Pforzheim im Jahr 2014 der Einkaufsgemeinschaft kommunaler Verwaltungen im Deutschen Städtetag eG (EKV). Die Genossenschaft ist unter den weiteren Beteiligungen abgebildet.

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Allgemeiner Teil

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

1.3 Beteiligungsübersicht

Beteiligungen und Eigenbetriebe

Anteil der Stadt

Umsatzerlöse
T€

JahresZuschuss überschuss / der Stadt -fehlbetr.
T€ T€

Betriebs-GmbH für die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte der Manfred Bader-Stiftung Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Pforzheim (GBE) Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim GmbH, Trägergesellschaft Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH (PKM) Incinea GmbH Stadtbau GmbH Pforzheim Jugendmusikschule Pforzheim GmbH Ganztagesschule Pforzheim GmbH Volkshochschule Pforzheim - Enzkreis GmbH SJR Betriebs GmbH SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH OptiMal GmbH OptiMist Biogas GmbH Heizkraftwerk Pforzheim GmbH SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH wesentliche Beteiligungen insgesamt: Eigenbetrieb Goldstadtbäder Pforzheim Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe Eigenbetriebe insgesamt:

100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 60% 50% 26% 65% mittelbar mittelbar mittelbar mittelbar mittelbar 100% mittelbar 27,5%

36 k.A. 424 1.235 1.152 18.534 656 3.618 2.398 2.665 291.550 3 0 k.A. k.A. 30.120 17.022 0 0 369.413

8 k.A. -86 0 26 1.332 9 -176 67 29 10.163 3 0 k.A. k.A. 745 -478 0 0 11.642 k.A. -6.894 15 231 -6.648

463 k.A. 554 2.762 0 0 464 30 277 1.886 0 0 0 0 0 0 0 0 114 6.550 k.A. 7.824 0 0 7.824

Eigenbetr. Eigenbetr. Eigenbetr. Eigenbetr.

k.A. 1.338 26.531 13.512 41.381

Gesamtsumme 2014:

410.794

4.994

14.374

Gesamtsumme 2013:

427.245

8.786

13.195

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Allgemeiner Teil

Beteiligungen und Eigenbetriebe

Bilanzsumme
T€

Eigenkapital
T€

Darlehensverbindlichkeiten
T€
1

Arbeitnehmer

Betriebs-GmbH für die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte der Manfred Bader-Stiftung Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Pforzheim (GBE) Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim GmbH, Trägergesellschaft Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH (PKM) Incinea GmbH Stadtbau GmbH Pforzheim Jugendmusikschule Pforzheim GmbH Ganztagesschule Pforzheim GmbH Volkshochschule Pforzheim - Enzkreis GmbH SJR Betriebs GmbH SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH OptiMal GmbH OptiMist Biogas GmbH Heizkraftwerk Pforzheim GmbH SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH wesentliche Beteiligungen insgesamt: Eigenbetrieb Goldstadtbäder Pforzheim Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe Eigenbetriebe insgesamt:

130 k.A. 537 13.871 1.105 121.842 92 1.578 1.078 924 271.050 91 26.302 k.A. k.A. 19.382 9.107 38 1.181 468.308 k.A. 15.593 250.759 59.416 325.768

80 k.A. 131 26 827 46.086 52 691 550 182 109.149 83 25.940 k.A. k.A. 6.571 0 35 51 190.454 k.A. 1.156 140 45.515 46.811

0 k.A. 11 0 0 56.698 0 0 73 0 83.522 0 0 k.A. k.A. 6.613 346 0 0 147.263 k.A. 0 181.122 9.045 190.167

11 k.A. 17 52 10 44 39 53 172 45 423 0 2 2 2 8 244 0 8 1.132 k.A. 37 81 3 121

Gesamtsumme 2014:

794.076

237.265

337.430

1.253

Gesamtsumme 2013:
1

798.004

237.657

329.078

1.219

Die hier aufgeführten Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen nur einen Teil der Verbindlichkeiten dar. Hinzu kommen i.d.R. weitere Verbindlichkeiten i.S.d. § 266 Handelsgesetzbuch (z.B. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung).

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Allgemeiner Teil

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

1.4 Gesamtübersicht über die wesentlichen Beteiligungen
Die Umsatzerlöse der Stadtwerke haben sich im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2.176 T€ auf 291.550 T€ verringert. Der Grund für diese Verringerung liegt im Wesentlichen in deutlich geringeren Gas- und Fernwärmeerlösen, welche überwiegend durch die milde Witterung unter denen des Vorjahres liegen. Der witterungsbedingte Erlösrückgang konnte durch eine deutliche, überwiegend preisbedingte, Steigerung der Erlöse in der Sparte Stromversorgung teilweise kompensiert werden. Auch bei der Heizkraftwerk Pforzheim GmbH war das Geschäftsjahr 2014 von gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkenen Stromerlösen und witterungsbedingt deutlich gesunkenen Wärmeerlösen geprägt. Die Umsatzerlöse sind in Folge dessen von 33.653 T€ in 2013 um 3.533 T€ auf 30.120 T€ zurückgegangen. Bei der Stadtbau ist die abnehmende Entwicklung der Umsätze von 25.409 T€ im Vorjahr um 6.875 T€ auf 18.534 T€ in 2014 auf hohe Verkaufserlöse des Vorjahres zurückzuführen. Durch den Verkauf von 23 Wohnungen des Projekts „Wohnen mit Service“ im ‚tiergarten‘ sowie die Veräußerung der Gebäude und Grundstücke im Herrenstriet konnten im Jahr 2013 8.313 T€ erlöst werden. Aufgrund der turnusmäßig in den ungeraden Jahren stattfindenden Fachmessen „Turning-Days®“ sowie der jährlich stattfindenden Tourismusmesse „MomenTour®“ sind die Umsätze der PKM mit dem Vorjahr nicht zu vergleichen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden bei der Incinea GmbH (Krematorium) insgesamt 4163 Einäscherungen vorgenommen. Dies bedeutet eine Zunahme um 618 Einäscherungen gegenüber den Einäscherungen im Jahr 2013 mit 3545. Die Zunahme der Einäscherungszahlen resultiert aus dem Störfall im April 2013 und dem sich daraus ergebenden eingeschränkten Betrieb der Anlage in 2013. Aufgrund dessen erhöhten sich die Umsatzerlöse der Gesellschaft um 162 T€ von 990 T€ auf 1.152 T€. Das Jahr 2014 schließt für die SWP mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 10.163 T€ (Vorjahr 12.650 T€) ab. Der Jahresüberschuss liegt im Wesentlichen witterungsbedingt um 2.332 T€ unter dem Wirtschaftsplanergebnis 2014. Das Heizkraftwerk schließt das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresüberschuss von rd. 745 T€ ab. Gegenüber dem Planergebnis i.H.v. 970 T€ ergibt sich eine Reduzierung von 225 T€. Zum Vorjahresergebnis 2013 mit 1.354 T€ stellt sich eine Ergebnisverringerung von 609 T€ ein. Der Rückgang ist dabei überwiegend auf die geringeren Umsatzerlöse für Strom und Wärme zurückzuführen, was vor allem der milden Witterung im Jahr 2014 geschuldet ist. Die Stadtbau schließt mit einem Jahresüberschuss von 1.332 T€ ab. Geplant war ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 248 T€. Mehrerlöse aus Vermietung (ca. 160 T€), sonstige Erträge (ca. 450 T€) und geringere Instandhaltungskosten (ca. 560 T€) insbesondere auch durch zeitliche Verschiebungen führten gegenüber der Planung zu einer Verbesserung des Jahresergebnisses. Der Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe hat im Jahr 2014 einen Jahresüberschuss von 231 T€ (Vorjahr 2.033 T€) ausgewiesen. Das Jahresergebnis ist insbesondere auch beeinflusst durch die im Vergleich zum Vorjahr um 1.616 T€ niedrigeren Zins- und Beteiligungserträge, die insbesondere die auf den EPV entfallende Gewinnabführung der SWP enthalten. Das im Geschäftsjahr 2014 erreichte Betriebsergebnis (ohne Beteiligungserträge, Zinsen und Steuern) in Höhe von -6.375 T€ (Vj: -5.970 T€) aus Regiebetrieb und Verkehr, fällt um 271 T€ besser aus als im Wirtschaftsplan für 2014 veranschlagt. Nennenswerte Ergebnisrückgänge waren ferner zu verzeichnen beim Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim (-94 T€, Fehlbetrag -86 T€), beim Schillergymnasium (-131 T€, Fehlbetrag -176 T€), bei der VHS (-65 T€, Überschuss 67 T€), beim SJR (-31 T€, Überschuss 29 T€) und beim WSP (-451 T€, Fehlbetrag -6.894 T€). Ergebnisverbesserungen konnten von Incinea (+118 T€, Überschuss 26 T€) und SVP (+2.710 T€, Fehlbetrag -478 T€) erzielt werden. Die in der Übersicht auf S. 8 und 9 dargestellten städtischen Beteiligungen (ohne Eigenbetrieb Goldstadtbäder und GBE) hatten zum 31.12.2014 eine Bilanzsumme von insgesamt 794.076 T€, davon waren 237.265 T€ Eigenkapital und 337.430 T€ Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Rest entfällt unter anderem auf sonstige Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Sonderposten. Die Stadt hat die Beteiligungen und Eigenbetriebe im Berichtsjahr 2014 mit insgesamt 11.612 T€ (bereinigt um den im WSP-Zuschuss enthaltenen Zuschuss an die PKM) bezuschusst. In 2014 waren durchschnittlich 1.253 Arbeitnehmer beschäftigt.

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Stadt Pforzheim

Eigenbetriebe

Eigenbetriebe

unmittelbare Eigengesellschaften

unmittelbare Beteiligungen

Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe
StK: 5.000 T€

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim
StK: 0 €

100%

Betriebs-GmbH für die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte der Manfred Bader-Stiftung StK: 26 T€

60%

Ganztagesschule Pforzheim GmbH
StK: 26 T€

65%

SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG
StK: 50.000 T€

Eigenbetrieb Goldstadtbäder Pforzheim
StK: 2.000 T€

100%

Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Pforzheim (GBE) StK: 50 T€ Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim GmbH, Trägergesellschaft StK: 75 T€

50%

Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis GmbH
StK: 52 T€

100%

Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH
StK: 50 T€

Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim StK: 50 T€

100%

26%

SJR Betriebs GmbH
StK: 25 T€

100%

Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH StK: 30 T€

100%

Pforzheim Kongressund Marketing GmbH
StK: 26 T€

100%

Incinea GmbH
StK: 100 T€

5,1%

HELIOS Klinikum Pforzheim GmbH
StK: 40.000 T€

100%

OptiMal GmbH
StK: 25 T€

11,14%

Wirtschaftsförderung Zukunftsregion Nordschwarzwald GmbH StK: 96 T€

100%

Stadtbau GmbH Pforzheim
StK: 12.750 T€

100%

OptiMist Biogas GmbH
StK: 25 T€

0,25%

Schwarzwald Tourismus GmbH StK: 101 T€

100%

Jugendmusikschule Pforzheim GmbH
StK: 25 T€

60,0%

Heizkraftwerk Pforzheim GmbH
StK: 52 T€

100%

SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG
StK: 1.200 T€

Weitere Beteiligungen und Zweckverbände: - Volksbank Pforzheim e.G. - Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH - Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken - Regionales Rechenzentrum Karlsruhe VermietungsGdbR - Zweckverband Tierische Nebenprodukte Neckar-Franken - Einkaufsgemeinschaft kommunaler Verwaltungen im Deutschen Städtetag eG - beka GmbH

100%

SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH
StK: 25 T€

27,5%

Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH
StK: 51 T€

StK = Stammkapital Es werden i.d.R. nur unmittelbare Beteiligungen und mittelbare Beteiligungen > 50 % dargestellt.

Stand: 31.12.2014

Beteiligungen und Eigenbetriebe

Zuschüsse
Manfred-Bader-Stiftung Betriebs-GmbH Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbh Pforzheim Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim GmbH Incinea GmbH Stadtbau GmbH Pforzheim Jugendmusikschule Pforzheim GmbH Ganztagesschule Pforzheim GmbH Pforzheimer Reisebüro GmbH Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH Volkshochschule Pforzheim - Enzkreis GmbH Pforzheimer Sportstätten-Betriebs-GmbH i.L. SJR Betriebs GmbH SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH OptiMal GmbH OptiMist Biogas GmbH Heizkraftwerk Pforzheim GmbH SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH Eigenbetrieb Goldstadtbäder Pforzheim Städtische Verkehrsbetriebe Pforzheim/ Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim Summe

2005 T€ 363 806 465 0 0 39 0 3.448 236 0 0 0 0 0

2006 T€ 370 440 465 0 0 42 3.541 237 0 0 0 0 0 0 83

2007 T€ 366 407 465 0 0 38 2.293 235 0 0 0 0 0 0 0 79 2.169 0 0 4.407

2008 T€ 385 429 516 0 0 41 2.425 295 0 1.348 0 0 0 0 0 0 81 2.278 0 0 5.474 13.272

2009 T€ 405 559 554 0 0 41 2.288 296 0 1.495 0 0 0 0 0 0 92 2.471 0 0 5.573 13.774

2010 T€ 417 424 554 0 0 43 2.408 301 0 1.602 0 0 0 0 0 0 0 95 2.415 0 0 5.867 14.126

2011 T€ 408 530 554 0 0 33 2.222 284 1.329 0 0 0 0 0 0 0 95 2.475 0 0 5.942 13.872

2012 T€ 433 610 554 0 0 0 35 2.850 271 1.498 0 0 0 0 0 0 0 103 2.528 0 0 6.123 15.005

2013 T€ 501 645 554 0 0 431 32 2.509 272 1.786 0 0 0 0 0 0 0 105 2.872 0 0 6.360 16.067

2014 T€ 463 k.A. 554 0 0 464 30 2.762 277 1.886 0 0 0 0 0 0 0 0 114 k.A. 0 0 7.824 14.374

79

0 0

0 0

5.436

5.178

10.459

Beteiligungen und Eigenbetriebe

Darlehen geg. Kreditinstituten
Manfred-Bader-Stiftung Betriebs-GmbH Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbh Pforzheim Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim GmbH Incinea GmbH Stadtbau GmbH Pforzheim Jugendmusikschule Pforzheim GmbH Ganztagesschule Pforzheim GmbH Pforzheimer Reisebüro GmbH Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis GmbH Pforzheimer Sportstätten-Betriebs-GmbH i.L. SJR Betriebs GmbH SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH OptiMal GmbH OptiMist Biogas GmbH Heizkraftwerk Pforzheim GmbH SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH Eigenbetrieb Goldstadtbäder Pforzheim Städtische Verkehrsbetriebe Pforzheim/ Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim Summe

2005 T€ 0 0 0 409 65.708 0 0 0 132 0 32.736 0 0 1.735

2006 T€ 0 0 71 303 66.366 0 0 123 0 38.626 0 0 2.351 0 0

2007 T€ 0 0 65 193 65.954 0 0 114 0 36.300 0 1.668 2.093 0 0 0 3.838 71.541 0

2008 T€ 0 21 58 78 62.973 0 0 104 0 0 34.063 0 1.668 0 3.128 571 0 0 3.763 78.199 0 184.626

2009 T€ 0 17 51 0 62.056 0 0 94 0 0 61.652 0 1.668 0 3.299 1.417 0 0 3.686 99.059 0 232.999

2010 T€ 0 0 44 0 62.295 0 0 83 0 0 61.187 0 0 1.569 0 4.736 1.203 0 0 3.607 125.150 0 259.874

2011 T€ 0 0 36 0 61.640 0 0 72 0 58.029 0 0 0 0 4.106 989 0 0 3.528 166.701 0 295.101

2012 T€ 0 0 28 0 60.496 0 0 0 109 0 53.253 0 0 0 0 3.477 775 0 200 3.447 179.022 0 300.807

2013 T€ 0 0 20 0 61.926 0 0 0 89 0 74.317 0 0 0 0 7.545 561 0 1.839 3.364 181.256 0 330.917

2014 T€ 0 k.A. 11 0 56.698 0 0 0 73 0 83.522 0 0 k.A. k.A. 6.613 346 0 0 k.A. 9.045 181.122 0 337.430

0

3.986 68.066

3.913 69.877

172.772

181.630

181.766

1.5 Abschlussprüfer der städtischen Beteiligungen und Eigenbetriebe

Beteiligungen und Eigenbetriebe
Betriebs-GmbH für die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte der Manfred Bader-Stiftung Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim GmbH, Trägergesellschaft Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH (PKM) Incinea GmbH

Abschlussprüfer Jahresabschluss 2012
Rechnungsprüfungsamt BSM Bauer - Dr. Schmidt Merz GmbH + Co. KG, Pforzheim BSM Bauer - Dr. Schmidt Merz GmbH + Co. KG, Pforzheim Link & Rotter Treuhand GmbH, Pforzheim BSM Bauer - Dr. Schmidt Merz GmbH + Co. KG, Pforzheim PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Abschlussprüfer Jahresabschluss 2013
Rechnungsprüfungsamt BSM Bauer - Dr. Schmidt Merz GmbH + Co. KG, Pforzheim BSM Bauer - Dr. Schmidt Merz GmbH + Co. KG, Pforzheim Link & Rotter Treuhand GmbH, Pforzheim BSM Bauer - Dr. Schmidt Merz GmbH + Co. KG, Pforzheim PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Rechnungsprüfungsamt

Abschlussprüfer Jahresabschluss 2014
Rechnungsprüfungsamt

BSM Bauer - Dr. Schmidt Merz GmbH + Co. KG, Pforzheim Link & Rotter Treuhand GmbH, Pforzheim BSM Bauer - Dr. Schmidt Merz GmbH + Co. KG, Pforzheim PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Rechnungsprüfungsamt

Stadtbau GmbH Pforzheim Jugendmusikschule Pforzheim GmbH

Ganztagesschule Pforzheim dhmp GmbH & Co. KG GmbH
Volkshochschule Pforzheim Glück und Mäschke Enzkreis GmbH

dhmp GmbH & Co. KG

Glück und Mäschke

Glück und Mäschke

Glück und Mäschke

SJR Betriebs GmbH

dhmp GmbH & Co. KG

dhmp GmbH & Co. KG

dhmp GmbH & Co. KG

Eigenbetrieb Goldstadtbäder Rechnungsprüfungsamt Pforzheim Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH OptiMal GmbH Rechnungsprüfungsamt Rödl & Partner GmbH und Rechnungsprüfungsamt Rölfs RP AG und Rechnungsprüfungsamt Ernst & Young GmbH

Rechnungsprüfungsamt

Rechnungsprüfungsamt Rödl & Partner GmbH und Rechnungsprüfungsamt Baker Tilly Roelfs AG und Rechnungsprüfungsamt PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Dr. Fritz Kesel & Partner OHG, München

Rechnungsprüfungsamt Rödl & Partner GmbH und Rechnungsprüfungsamt Baker Tilly Roelfs AG und Rechnungsprüfungsamt PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Ernst & Young GmbH

Ernst & Young GmbH Dr. Fritz Kesel & Partner OHG, München

OptiMist Biogas GmbH Heizkraftwerk Pforzheim GmbH PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Baker Tilly Roelfs AG

Ernst & Young GmbH

KPMG AG SVP Stadtverkehr Pforzheim WirtschaftsprüfungsGmbH & Co. KG gesellschaft SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH Verkehrsverbund PforzheimGlück und Mäschke Enzkreis GmbH

Baker Tilly Roelfs AG

Glück und Mäschke

Glück und Mäschke

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Einzeldarstellungen

2 Einzeldarstellung der Beteiligungsgesellschaften 2.1 Wesentliche Beteiligungen
Die 19 wesentlichen Beteiligungen der Stadt Pforzheim (s. Übersicht S. 8 und 9) sind zusammen mit den vier Eigenbetrieben im Folgenden gemäß den Bestimmungen des § 105 Abs. 2 GemO ausführlich dargestellt.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kupferdächle

2.1.1 Betriebs-GmbH für die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte der Manfred Bader-Stiftung

Kallhardtstraße 31 75173 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 2 80 95 - 0 07231/ 2 80 95 - 29 info@kupferdaechle.de www.kupferdaechle.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 03.12.1980 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 15.07.2014.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte der Manfred Bader-Stiftung. Die Gesellschaft hat dabei den Zielsetzungen der Manfred BaderStiftung Rechnung zu tragen. Näheres ist durch Vereinbarung mit der Manfred Bader-Stiftung geregelt. Zweck der Manfred Bader-Stiftung ist die Errichtung und der Betrieb einer konfessionell und parteipolitisch unabhängigen Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte mit sozialpädagogischer Anleitung. Die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte soll der geistigen und musischen Entwicklung und der Förderung handwerklicher Fertigkeiten von Jugendlichen dienen. Die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte trägt den Namen „Jugendkulturtreff Kupferdächle“.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: 26.000 € 26.000 € = 100 %

Organe
Gesellschafterversammlung Geschäftsführung: Detlef Wagner

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Kupferdächle

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Geschäftsführung erfolgt im Rahmen einer Nebentätigkeit. Die Angaben über die Vergütung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder ein vergleichbares Organ.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Aufgrund der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht erfolgt die Darstellung der Zuschüsse ab dem Berichtsjahr 2013 nach dem Verursachungsprinzip (zuvor: Kassenwirksamkeitsprinzip). Die Zuschüsse werden hier künftig entsprechend den Aufwendungen im städtischen Jahresabschluss dargestellt. Die Stadt übernimmt laufende Betriebs- sowie nicht gedeckte Programmkosten der Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte. Für die laufenden Betriebskosten wurde im Jahr 2014 ein Zuschuss in Höhe von 469.350 € aufwandswirksam bezahlt. Darin enthalten ist ein Personalkostenzuschuss für das Jahr 2013 in Höhe von 5.637 €. Ferner erfolgte im Jahr 2015 eine teilweise Rückerstattung des Sachkostenzuschusses in Höhe von 713 €. Nach Abzug des Personalkostenzuschusses für 2013 und der Rückerstattung in 2015 ergibt sich für das Jahr 2014 eine Zuschusszahlung in Höhe von 463.000 €.
in € Hhst. 1.4602.715000 THH 5, PG. 3620 KoSt. 50006542, Sk. 43150000 2010 391.542 2011 416.370 2012 421.594 2013 499.248 2014 469.350

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Das Stammkapital wurde um 435 € erhöht und die ausstehende Gesellschaftseinlage in Höhe von 12.783 € wurde eingebracht.

Kontrakte mit der Stadt Pforzheim
Für die Kostenerstattung gelten die Verträge zwischen der Stadt Pforzheim und der Manfred Bader-Stiftung vom 9. Februar 1979 und 1. Dezember 1980 und die Verträge zwischen Stadt Pforzheim und der Betriebs-GmbH vom 1. Dezember 1980 und 5. März 1982.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kupferdächle

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Regelmäßige Angebote pro Woche Musik 1 Theater Medien sonstiges ArGe Kinder- u. Jugendkunst Gesamt
1

2010 18 7 7 3 5 40

2011 26 7 6 5 2 46

2012 22 3 8 6 2 41

2013 21 6 6 6 2 41

2014 35 9 6 5 2 57

feste Gruppen, Projekte und langfristige pädagogische Angebote

Veranstaltungen Konzerte Theater Ausstellungen sonstiges Gesamt
Workshops, Kurse Musik 1 Theater Medien sonstiges ArGe Kinder- u. Jugendkunst Gesamt
1

2010 50 14 6 21 91
2010 47 28 15 19 21 130

2011 53 19 4 23 99
2011 42 18 18 17 25 120

2012 50 21 5 29 105
2012 21 31 33 26 13 124

2013 51 11 5 27 94
2013 59 26 21 44 15 165

2014 50 13 5 38 106
2014 24 17 18 36 12 107

Seit dem Jahr 2011 findet die Veranstaltung 'School of Rock' nur alle 2 Jahre statt.

Angebote, Veranstaltungen, Kurse, etc.
180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 2010 2011 2012 2013 2014

Regelmäßige Angebote Veranstaltungen

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

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Kupferdächle

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft wurde am 3. Dezember 1980 gegründet. Bis zum 14. Juli 2014 galt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 17. Februar 1982. Seit 15. Juli 2014 gilt ein neuer, aktualisierter Gesellschaftsvertrag, der den zwischenzeitlich gewandelten Anforderungen des Gemeindewirtschaftsrechtes nach §§ 102 ff. Gemeindeordnung Baden-Württemberg entspricht. An der Gesellschaft ist die Stadt Pforzheim zu 100% beteiligt. Gegenstand des Unternehmens war im Berichtsjahr sowohl nach dem Inhalt des alten als auch des neuen Gesellschaftsvertrages der Betrieb der Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte der Manfred Bader-Stiftung. Die Gesellschaft hat dabei den Zielsetzungen der Manfred BaderStiftung Rechnung zu tragen. Zweck der Manfred Bader-Stiftung ist die Errichtung und der Betrieb einer konfessionell und parteipolitisch unabhängigen Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte mit sozialpädagogischer Anleitung. Die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte soll der geistigen und musischen Entwicklung und der Förderung handwerklicher Fertigkeiten von Jugendlichen dienen. Die Gesellschaft stellt somit eine klassische Betreibergesellschaft dar, deren Geschäftszweck in der Umsetzung der Vorgaben der Manfred Bader-Stiftung besteht. Die Manfred Bader-Stiftung ist Eigentümerin des Betriebsgebäudes in der Kallhardtstraße 31 in Pforzheim (Erbpacht), welches sie an die Gesellschaft verpachtet. Die Gesellschaft trägt neben dem Pachtzins sämtliche Lasten aus dem Gebäudeunterhalt sowie die Personal-, Sach- und Programmkosten für den Betrieb der Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte. Aufgrund ihrer stiftungsvertraglichen Verpflichtungen hat sich die Stadt Pforzheim in zwei Vereinbarungen vom 1. Dezember 1980 und vom 5. März 1982 gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, die entstehenden Sachkosten für das Betriebsgebäude und die Personalkosten für vier pädagogische Mitarbeiter, einen Hausmeister und eine ¾ Verwaltungskraft zu ersetzen. Ebenso werden nach diesen Verträgen die Programmkosten der Einrichtung bis zu einem Wert von € 25.565,00 p. a. durch die Stadt Pforzheim ersetzt. Tatsächlich übernimmt der Stifter, Herr Manfred Bader, bislang die gesamten jährlichen Programmkosten der Einrichtung als freiwillige Leistung in Form einer Spende an die Stadt Pforzheim. Der Stifter hat seinen Spendenbetrag mittlerweile erhöht, um dem gestiegenen Programmkostenanteil Rechnung zu tragen. Wirtschaftsbericht Entsprechend dem Gesellschaftszweck setzte die Einrichtung im Berichtsjahr ihren Auftrag zur geistigen und musischen Entwicklung und Förderung von Jugendlichen zwischen 12 und 27 Jahren wie bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich fort. Mit im Berichtsjahr knapp 25.000 Besuchern hat es die Einrichtung in den vergangenen zwölf Jahren geschafft, die Zahl der Nutzer des fast ausschließlich jugendkulturellen Angebotes nahezu zu verdoppeln. Die Gesellschaft, welche in der Stadtgemeinschaft in Anlehnung an die Fassade des Betriebsgebäudes in der Kallhardtstraße „Kupferdächle“ genannt wird, zählt heute im Bereich der Jugendkultur zu den wichtigsten kulturellen Akteuren in der Stadt Pforzheim sowie im gesamten Umland. Die Einrichtung zeichnet sich insbesondere durch die hohe Aktualität ihrer Bildungs- und Kunstangebote aus, so dass es ihr regelmäßig gelingt, Jugendliche auch weit über den Stadtkreis hinaus zu Kursen und Veranstaltungen in die Einrichtung zu ziehen. Sowohl die programminhaltliche als auch die organisatorische Mitbestimmung wird innerhalb der Einrichtung durch den in der Manfred Bader-Stiftung verfassten Jugendausschuss gewährleistet, welcher jährlich gewählt wird. Auch im Berichtsjahr 2014 war dieser durchgehend besetzt und gewährleistete durch seine aktive Mitarbeit ein hoch attraktives Programm für Jugendliche im vorgenannten Altersspektrum. Die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gestaltete sich im Berichtsjahr entsprechend einem konsumtiv orientierten Kulturbetrieb unter pädagogischer Anleitung mit gesellschaftsvertraglichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen geordnet. - 20 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kupferdächle

Aufgrund der vertraglichen und stiftungsrechtlichen Vereinbarungen der Gesellschaft mit der Stadt Pforzheim ist die Ertragslage, die im Wesentlichen aus dem jährlichen Betriebszuschuss der Stadt Pforzheim für Personal- und Sachkosten besteht, gesichert. Ebenso ist die Finanzlage des Unternehmens, welches als Dienstleistungsunternehmen im Kulturbereich nicht den üblichen Risiken eines produzierenden Unternehmens oder eines Handelsunternehmens am Markt unterworfen ist, sehr stabil. Die für das Jahr 2014 prognostizierten Erlöse und Aufwandszahlen wurden weitestgehend erreicht. Im Vergleich zum Jahr 2013 ergab sich im Berichtsjahr zwar eine – geplante – Verringerung der Erträge um rund € 45.000,00, jedoch korrespondierte damit auch eine Verringerung der Aufwandspositionen um rund € 53.000,00, so dass im Vergleich zum Vorjahr ein Ertrag von rund € 8.000,00 erwirtschaftet werden konnte. Die nicht unerhebliche Verringerung der Erlös- und Aufwandspositionen im Verhältnis zum Jahr 2013 ist vornehmlich dem Abschluss der großen Sanierungsmaßnahmen am Betriebsgebäude geschuldet, die im Jahr 2013 noch vollständig abzuwickeln waren und damit auch zu einer Vergrößerung der Bilanzsumme führten. Das Berichtsjahr selbst kann hingegen als „Normaljahr“ gewertet werden, in welchem die Gesellschaft in nahezu demselben Umfang in den Substanzerhalt des Pachtgegenstandes und der Einrichtung investierte, in dem auch Abschreibungen anfielen. Schließlich ist zu erwähnen, dass die Alleingesellschafterin Stadt Pforzheim im Zuge der Neufassung des Gesellschaftsvertrages im Berichtsjahr auch ihre bislang ausstehenden Gesellschaftseinlagen von € 12.783,00 in die Gesellschaft einbrachte und gleichzeitig eine Stammkapitalerhöhung von € 435,00 durchführte, so dass die Gesellschaft nunmehr einen Euro-geglätteten Stammkapitalbetrag von € 26.000,00 ausweist. Der hierdurch für die Gesellschaft gewonnene Kapitalbetrag von insgesamt € 13.218,00 wird im Jahr 2015 zusammen mit dem erwirtschafteten Gewinn von rund € 7.600,00 in die Ertüchtigung von Räumlichkeiten investiert. Im Berichtsjahr arbeiteten im pädagogischen Bereich insgesamt fünf tarifbeschäftigte Mitarbeiter auf insgesamt etwas weniger als 3,5 Stellendeputaten. Daneben waren zwei Verwaltungskräfte auf insgesamt einem 0,75 Stellendeputat und ein Hausmeister auf einem 0,8 Stellendeputat bei der Gesellschaft tarifbeschäftigt. Die Gesellschaft beschäftigte damit sowohl im pädagogischen als auch im Verwaltungsbereich weniger Tarifbeschäftigte, als ihr dies nach den Vereinbarungen mit der Stadt Pforzheim möglich wäre. Die Stellenreduzierung wurde von der Gesellschaft auf freiwilliger Basis bereits vor mehreren Jahren eingeführt, um einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung der Stadt Pforzheim zu leisten. Inwieweit diese Stellenreduzierung auch in der Zukunft gelingt, ist offen, da das Betriebsgebäude aufgrund seines Alters einen erheblichen Unterhaltungsbedarf hat, so dass zumindest die Ausweitung der Hausmeisterstelle auf das mögliche volle Stellendeputat in der Zukunft möglich erscheint. Im Übrigen sind in der Gesellschaft noch einige geringfügig Beschäftigte – hierzu zählt auch die Stelle des Geschäftsführers – sowie zwei Jugendliche im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BufDi) sowie eine Jugendliche im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) tätig. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Prognosebericht Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Aufgrund der Erfahrungen der Geschäftsführung und der Mitarbeiter des Hauses mit den Entwicklungen im Jugendkulturbereich kann auch für das Jahr 2015 mit einem konstanten Geschäftsverlauf gerechnet werden. Im investiven Bereich wurde bereits mit den Vorarbeiten einer Schallschutzmaßnahme im Innenbereich zwischen zwei Betriebsräumen begonnen, die eine bessere Nutzbarkeit beider Räumlichkeiten bei Veranstaltungen gewährleisten soll. Die Maßnahme wird im Wesentlichen aus dem erwirtschafteten Gewinn des Berichtsjahres sowie aus der verbesserten Eigenkapitalausstattung finanziert.

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Kupferdächle

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Darüber hinaus werden im Jahr 2015 verschiedene Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen im „Großen Saal“ vorgenommen, die einerseits dem Erhalt der Substanz dienen und andererseits zu einer Verbesserung im energetischen Bereich sowie im Schallschutzbereich des Gebäudes führen sollen. Chancen und Risikobericht Die Gesellschaft ist nahezu ausschließlich im kulturellen Umfeld tätig und erhält aufgrund ihres gesamtgesellschaftlichen Auftrages und der daraus resultierenden vertraglichen Vereinbarungen mit der Stadt Pforzheim eine vollumfängliche Kostenerstattung durch ihre Hauptgesellschafterin. Die Gesellschaft ist daher weder besonderen branchenspezifischen noch ertragsorientierten noch finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Die Gesellschaft verwendet zur Finanzierung ihrer Maßnahmen ausschließlich vorhandenes bzw. sicher zufließendes Vermögen und vermag aufgrund einer Liquiditätsreserve die regelmäßig im betrieblichen Verkehr entstehenden Verbindlichkeiten jederzeit sicher zu bedienen. Personalkosten werden direkt durch die Organisation der Stadt Pforzheim (Personal- und Organisationsamt) berechnet, von dort an die Beschäftigten ausbezahlt und mit dem zustehenden Zuschuss verrechnet. Unregelmäßigkeiten in der Begleichung der Hauptverbindlichkeiten der Gesellschaft oder eine nicht korrekte Mittelverwendung im Personalkostenbereich sind daher ausgeschlossen. Sämtliche Risiken aus Elementarschäden – bei denen insbesondere das Risiko durch eintretendes Wasser durch die nahegelegene Nagold zu erwähnende ist – sind versichert. Der dauerhafte 24/7Betrieb der sog. Sumpfpumpen, die das unterhalb des Wasserniveaus befindliche Fundament des Betriebsgebäudes vor dem „Aufschwimmen“ bewahren, wird nicht nur durch regelmäßige Wartung sondern auch durch eine eigene Notstromversorgung für den Fall eines unvorhergesehenen Ausfalls der Stromversorgung gewährleistet. Klassische Risiken aus dem Veranstaltungsbereich (z. B. aufgrund größerer oder schwer beherrschbarer Menschenansammlungen) werden durch entsprechende Versicherungen und den gezielten Einsatz von baulichen Sicherheitsvorkehrungen und / oder Sicherheitspersonal begegnet. Hierzu berücksichtigt die Veranstaltungsplanung (Booking) insbesondere die marktgängigen und professionell erstellten Prognosezahlen für Veranstaltungsbesucher, die für eine Vielzahl von Bands und Gruppen erhältlich sind. Auch werden eventuell bei der Gesellschaft verbleibende finanzielle Risiken durch Einnahmeausfall bei Veranstaltungen aufgrund von mangelndem Besucherinteresse (z. B. aufgrund witterungsbedingter Unannehmlichkeiten bei Open-Air-Veranstaltungen) bei gleichzeitig hohen Verpflichtungen durch Fixkosten (Gagen, Bühnenaufbauten, etc.) dadurch gemanaged, dass bereits im Vorfeld bei der Veranstaltungsplanung durch Worst-Case-Szenarien die maximale Verlusthöhe eingeschätzt und das Risiko durch geeignete Gegenmaßnahmen (Schadensteilung durch weitere Veranstaltungspartner, Gagenreduzierung bei Konzertausfall aufgrund höherer Gewalt, etc.) reduziert wird. Darüber hinaus berücksichtigt die Planung auch die Möglichkeit, einen eventuellen Einnahmeausfall durch Rücklagen oder geeignete Einsparmaßnahmen im sonstigen Veranstaltungsbereich im laufenden Haushaltsjahr auszugleichen. So wird eine Veranstaltung, deren Worst-CaseBetrachtung einen für die Gesellschaft substantiellen Finanzschaden ergäbe, erst dann durchgeführt, wenn die im Vorfeld identifizierten Risiken entweder durch weitere Umfang- und / oder Kostenreduzierung der konkreten Veranstaltung oder durch entsprechende Verpflichtungen zur Schadensteilung durch Mitveranstalter soweit verringert wurden, dass sich der Schaden selbst im ungünstigsten Fall für das Unternehmen nicht existenzgefährdend auswirkte. Im Übrigen verbleibende Finanzrisiken einer Veranstaltung werden darüber hinaus mit konkreten Rücklagen oder Einsparvolumina im übrigen Veranstaltungsbereich unterlegt, so dass sämtliche Risiken aus der konkreten Veranstaltung abgesichert sind. Die vorgenannten Maßnahmen zur Risikominimierung sind langjährig erprobt und gewährleisten, dass die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens im Haushaltsjahr durchgehend stabil bleibt.

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Kupferdächle

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Verwaltungspersonal 1 Pädagogisches Personal Hauswart Aushilfen Beschäftigte insgesamt 2 5 1 8 16 2011 2 4 1 9 16 2012 2 4 1 6 13 2013 2 5 1 4 12 2014 2 5 1 3 11

nachrichtlich: - Zivildienstleistende / Freiwillige
1

2

2

3

3

3

incl. Geschäftsführung (als Nebentätigkeit)

(Quelle: Betriebs-GmbH für die Jugendbegegnungs- und Jugendbildungsstätte der Manfred Bader-Stiftung)

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Kupferdächle

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Jahresabschlussdaten
Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 0 48 8 40 0 87 2 10 0 75 1 136 2014 Ist 0 49 6 43 0 81 1 3 0 77 0 130 Veränd. 13/14 0 1 -2 3 0 -6 -1 -7 0 2 -1 -6

Ausstehende Einlagen Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 62 13 49 0 15 40 19 0 136

2014 Ist 80 26 46 8 14 20 16 0 130

Veränd. 13/14 18 13 -3 8 -1 -20 -3 0 -6

Eigenkapital Stammkapital Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/-verlust Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

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Kupferdächle

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 41 584 625 -103 -326 -11 -185 -625 0 0 0 0 0 0 0 0 2014 Ist 36 542 578 -101 -325 -18 -126 -570 8 0 0 8 0 8 0 8 2014 Plan 25 518 543 -76 -334 -17 -116 -543 0 0 0 0 0 0 0 0 2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 25 555 580 -76 -348 -17 -138 -579 1 0 0 1 0 1 0 1 -5 -42 -47 2 1 -7 59 55 8 0 0 8 0 8 0 8 11 24 35 -25 9 -1 -10 -27 8 0 0 8 0 8 0 8

Umsatzerlöse Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Zuschuss Stadt Pforzheim 1
1

501

463

463

500

-38

0

enthalten in Sonstige betriebliche Erträge

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 25,7 40,7 158,1 105,1 60,3 24,6 8,0 54

2012 39,3 59,8 152,4 9,1 4,7 2,8 6,2 23

2013 35,3 45,6 129,2 0,0 0,0 0,0 6,6 11

2014 37,7 61,5 163,3 22,2 10,0 6,2 6,3 26

% % % % % % % T€

43,2 23,7 54,9 -154,2 -132,1 -31,4 4,5 -9

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO. Das Erfordernis der 25-prozentigen Aufwandsdeckung durch Umsatzerlöse ist nicht gegeben, da die Gesellschaft vor Inkrafttreten des GWR-ÄndG 1999 bestand und keine Hinwirkungspflicht nach Artikel 8 § 1 dieses Gesetzes besteht.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

GBE

2.1.2 Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Pforzheim (GBE)

Bleichstraße 56 - 68 75173 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 34 00 07231/ 39 34 02 info@gbe-pforzheim.de www.gbe-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 30.10.1989 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 25.11.2014.

Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Gesellschaft ist a) im Rahmen ihrer kommunalen Aufgabenstellung der Abbau vorhandener Defizite bei schwer vermittelbaren Arbeitslosen, welche die (Re-) Integration in den geregelten Arbeitsprozess verhindern bzw. erschweren. In diesem Sinne wird die Gesellschaft im Wesentlichen für die Stadt Pforzheim tätig. b) im Rahmen der Wohlfahrtspflege und zur Förderung der Integration und Inklusion, welche auch kommunale Aufgaben sind, die lokale Schaffung von Arbeitsplätzen für die Beschäftigung, Qualifizierung und sozialpädagogische Betreuung von Menschen, die aufgrund erheblicher, insbesondere behinderungsbedingter Einschränkungen, keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden. In diesem Sinne wird die Gesellschaft auch über Kooperationen und Beteiligungen tätig. Der Zweck der Gesellschaft wird insbesondere durch folgenden Unternehmensgegenstand verwirklicht: a) hinsichtlich des Zwecks gem. lit. a) dadurch, dass das Unternehmen arbeitslosen Personen Beschäftigungsmöglichkeiten bei Dritten vermitteln und selbst auch sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten vorübergehend bereitstellen wird, sei es in Form von eigenen Beschäftigungsprojekten oder im Rahmen der (wieder-) eingliederungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung an Dritte. Hinzu kommt die Vermittlung von arbeitsweltlichen und beruflichen Informationen sowie die Durchführung von Trainingsund Qualifizierungsmaßnahmen für diesen Personenkreis, soweit es zur Klärung oder zur Verbesserung von beruflichen Perspektiven erforderlich ist. Der Unternehmenszweck wird weiterhin insbesondere verwirklicht durch das Angebot von (sozial-) pädagogischer Betreuung/Begleitung dieses Personenkreises, soweit soziale und/oder persönliche Konflikte oder Defizite dessen (Wieder-) Eingliederung in den geregelten Arbeitsprozess blockieren bzw. erschweren.

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GBE

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Die o.g. Maßnahmen für arbeitslose Personen, insbesondere ihre Beschäftigung, sind in Umfang und Dauer nur soweit zulässig, wie es der genannte Personenkreis benötigt, um den Anforderungen des geregelten Arbeitsprozesses gewachsen zu sein. Das Unternehmen beabsichtigt nicht, über die Stammbelegschaft hinaus dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen. Ausnahmen sind im Einzelfall möglich, wenn bspw. Zeiten bis zum Rentenbezug o.ä. sinnvoll überbrückt werden sollen oder wenn nachweislich gravierende Einschränkungen vorliegen, durch die Dauerarbeitslosigkeit, dauerhafter Bezug von Sozialleistungen oder Dauerabhängigkeit von anderen öffentlichen Unterstützungsleistungen droht. In den o.g. Angeboten des Unternehmens sollen gemäß den Zielen der Beschäftigungsförderung neben sozial- auch beschäftigungspolitische Aspekte berücksichtigt werden, vor allem um die lokale Beschäftigungssituation gemeinsam mit der Agentur für Arbeit, den Kammern sowie anderen lokalen Akteuren nachhaltig und wenn möglich in Kooperation mit der Privatwirtschaft zu verbessern. b) hinsichtlich des Zwecks gem. lit. b) dadurch, dass das Unternehmen Menschen, die aufgrund erheblicher, insbesondere behinderungsbedingter Einschränkungen keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden, Beschäftigungsmöglichkeiten bei Dritten vermitteln und selbst auch sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten lokal bereitstellen wird, sei es in Form von eigenen Beschäftigungsprojekten oder im Rahmen der (wieder-) eingliederungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung an Dritte. Hinzukommt die Vermittlung von arbeitsweltlichen und beruflichen Informationen sowie die Durchführung von Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen für diesen Personenkreis, soweit es zur Klärung oder zur Verbesserung von beruflichen Perspektiven und zur Förderung der Integration und Inklusion erforderlich ist. Der Unternehmenszweck wird weiterhin insbesondere verwirklicht durch das Angebot zielgerichteter (sozial-) pädagogischer Betreuung/Begleitung dieses Personenkreises.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: 50.000 € 50.000 € = 100 %

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Bürgermeisterin Monika Müller, Vorsitzende Rüdiger Staib, stv. Vorsitzender Stadtrat Jörg Augenstein (ab 30.07.2014) Stadtrat Joachim Bott (ab 30.07.2014) Stadträtin Monika Descharmes (bis 30.07.2014) Stadtrat Thomas Dörflinger (bis 30.07.2014) Stadträtin Ellen Eberle (bis 30.07.2014) Stadträtin Dr. Marianne Engeser Stadträtin Anneliese Graf (bis 30.07.2014) Stadtrat Dr. Bernd Grimmer Uwe Jung – Pätzold (ab 24.11.2014) Stadträtin Dr. Brigitte Langer-Glock (ab 30.07.2014) Reiner Müller Stadträtin Jacqueline Roos (bis 30.07.2014) Stadtrat Michael Schwarz (ab 30.07.2014) Stadtrat Fritz Sinzenich (bis 30.07.2014) Stadträtin Renate Thon (bis 30.07.2014) Stadtrat Dr. Hans Eckard von Laue (ab 30.07.2014) Stadtrat Henry Wiedemann (ab 30.07.2014) Stadtrat Bernd Zilly (ab 30.07.2014)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

GBE

Mathias Auch (Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim) – beratend (bis 07/2014) Hans-Günter Engelsberger (Handwerkskammer Karlsruhe) - beratend Max Hohenschläger (Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Region Nordschwarzwald) - beratend Mathias Morlock (Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis) - beratend Jens Mühleisen (IHK Nordschwarzwald) - beratend Stephanie Schake (Jobcenter Pforzheim)- beratend Jürgen Schwab (Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim) – beratend (ab 07/2014) Geschäftsführung: Markus Bossert

Gesamtbezüge der Geschäftsführung und der Mitglieder des Aufsichtsrates
Die Angaben über die Vergütung der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine Vergütung oder Aufwandsentschädigung.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

(Quelle: GBE mbH)

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GBE

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Verbindung zum städtischen Haushalt
Die Stadt leistet einen jährlichen Zuschuss. Aufgrund der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht erfolgt die Darstellung der Zuschüsse ab dem Berichtsjahr 2013 nach dem Verursachungsprinzip (zuvor: Kassenwirksamkeitsprinzip). Die Zuschüsse werden hier künftig entsprechend den Aufwendungen im städtischen Jahresabschluss dargestellt.
in € Hhst. 1.4392.178200 1 Hhst. 1.4392.620000 Hhst. 1.4392.717000 Hhst. 1.4392.718000 THH 8, PG. 5710 KoSt. 56007000, Sk.43170000 2,3 THH 8, PG. 5710 KoSt. 56007000, Sk.43180000 4,5,6,7
1 2

2010 21.731 0 15.000 449.622 -

2011 0 39.678 0 429.190 -

2012 0 0 0 428.816

2013 0 0 0 468.325

2014 0 0 0 53.368 463.695

Bei den Einnahmen handelt es sich um zurückgezahlte Zuschüsse.

Der Zuschuss Verbundausbildung wird ab dem Jahr 2014 separat dargestellt. Im Jahr 2014 ist eine Zahlung für 2013 i.H.v. 694 € enthalten, die im Jahr 2014 aufwandswirksam wurde. Nicht enthalten ist die Restzahlung für die Verbundausbildung 2014 i.H.v. 2.773 €, da die Zahlung in 2015 geleistet (aufwandswirksam) wurde.

3 4

Der Pauschalzuschuss 2012 betrug lt. Haushaltsansatz der Stadt 240.000 €. Unter Berücksichtigung der Zuschusserhöhung von 13.733 € und der Restzahlung für 2011 in Höhe von 12.000 € erfolgte eine liquiditätswirksame Auszahlung von 265.733 €. Hinzu kommen Auszahlungen für den Jobladen von 103.979 €, die Verbundausbildung in Höhe von 50.751 € und das Projekt BestE in Höhe von 8.353 €.

Im Jahr 2013 ist der Pauschalzuschuss in Höhe von 281.200 €, ein Zuschuss für die Verbundausbildung 2013 in Höhe von 52.435 €, ein JobladenZuschuss für 2013 in Höhe von 107.345 € und ein Zuschuss für das Projekt BestE in Höhe von 22.500 € enthalten. Des weiteren wurde ein JobladenZuschuss für 2012 in Höhe von 4.845 € berücksichtigt, da er im Haushaltsjahr 2013 aufwandswirksam wurde.
6

5

Im Jahr 2014 ist der Pauschalzuschuss i.H.v. 281.200 €, ein Jobladen-Zuschuss für 2013/2014 i.H.v. 2.745 €/99.750 €, ein Zuschuss für das Projekt BestE i.H.v. 15.000 € und ein Zuschuss für das Projekt BIWAQ i.H.v. 65.000 € enthalten.

7

Nicht enthalten ist der restliche Jobladen-Zuschuss 2014 i.H.v. 5.250 €, die Restzahlung des BestE Zuschusses 2014 i.H.v. 4.500 € und die Restzahlung für den Zuschuss BIWAQ 2014 i.H.v. 3.507 €, da diese erst im Haushaltsjahr 2015 geleistet (aufwandswirkam) wurden.

(Quelle: GBE mbH)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

GBE

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Kontrakte mit der Stadt Pforzheim
Die Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Pforzheim erhielt seit 1996 bis 2010 einen Pauschalzuschuss in Höhe von jährlich 281 T€, im Jahr 2011 betrug dieser Zuschuss 240 T€, in 2012 wurde er in Höhe von 254 T€ gewährt und im Jahr 2013 und 2014 wieder in Höhe von 281 T€.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
1

2010

2011

2012

2013

2014

Durchschnittliche Anzahl der Projektteilnehmer Übernahmen in reguläre Beschäftigung Abbrecher
1

273 % % 18,1 28,3

232 17,0 25,5

245 16,8 33,7

257 11,9 42,4

Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert Der Lagebericht lag zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2

2010 Angestellte 1 Aushilfen Beschäftigte insgesamt
1 2

2011 38 0 38

2012 38 0 38

2013 34 0 34

2014

42 0 42

incl. Geschäftsführung

Der Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

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GBE

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Jahresabschlussdaten1

Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 186 2 184 0 1.119 31 625 0 463 2 1.307 2014 Ist Veränd. 13/14 -186 -2 -184 0 -1.119 -31 -625 0 -463 -2 -1.307

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 836 50 525 0 0 261 37 290 140 4 1.307

2014 Ist

Veränd. 13/14 -836 -50 -525 0 0 -261 -37 -290 -140 -4 -1.307

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Bilanzgewinn Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

1

Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

GBE

Gewinn- und Verlustrechnungen
2

in T€

2013 Ist 888 0 3.660 4.548 -267 -3.425 -76 -600 -4.368 180 1 -2 179 0 179 -4 175

2014 Ist

2014 Plan 938 0 3.193 4.131 -152 -3.275 -85 -619 -4.131 0 0 0 0 0 0 0 0

2015 Plan

Veränd. Abweich. 13/14 Plan/Ist 14 -888 0 -3.660 -4.548 267 3.425 76 600 4.368 -180 -1 2 -179 0 -179 4 -175 -938 0 -3.193 -4.131 152 3.275 85 619 4.131 0 0 0 0 0 0 0 0

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Zuschüsse
2

in T€ Zuschuss Stadt Pforzheim
SGB XII Kommunale Beschäft.förderung - Pauschalzuschuss - Beschäft.projekte, Zeitverträge Sonstige Projekte Kosten der Unterkunft

2013 Ist 645
131 498 281 217 1 15

2014 Ist

2014 Plan 659
70 509 281 228 60 20

2015 Plan

Veränd. Abweich. 13/14 Plan/Ist 14 -645
-131 -498 -281 -217 -1 -15

-659
-70 -509 -281 -228 -60 -20

Zuschuss Jobcenter Zuschuss Agentur für Arbeit
- sonstige Maßnahmen - Erstattung Altersteilzeit

772 22
22 0

882 0
0 0

-772 -22
-22 0

-882 0
0 0

Zuschuss EU, Bund und Land Zuschuss Tafel Zuschuss Zivil-/Freiwill.dienst Zuschüsse insgesamt 1
1 2

2.147 0 3 3.589

1.608 0 17 3.166

-2.147 0 -3 -3.589

-1.608 0 -17 -3.166

enthalten in Sonstige betriebliche Erträge

Die Erstellung des Wirtschaftsplanes 2015 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

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GBE

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2009 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2010 22,4 59,0 263,5 6,9 9,6 5,6 23,9 165

2011 17,4 57,5 330,8 -9,5 -11,9 -5,4 21,6 39

2013 14,2 64,0 449,5 19,7 20,9 13,4 20,3 210

2014

% % % % % % % T€

28,9 57,3 198,5 -25,1 -45,8 -26,1 24,0 -186

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO. Das Erfordernis der 25-prozentigen Aufwandsdeckung durch Umsatzerlöse ist nicht gegeben, da die Gesellschaft vor Inkrafttreten des GWR-ÄndG 1999 bestand und keine Hinwirkungspflicht nach Artikel 8 § 1 dieses Gesetzes besteht.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWDKO

2.1.3 Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim GmbH, Trägergesellschaft

Westliche Karl-Friedrich-Straße 257 a 75172 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 46 46 44 07231/ 46 46 43 info@swdko-pforzheim.de www.swdko-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 01.01.1985 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 19.01.2005 unter Berücksichtigung der Änderungen durch Gesellschafterbeschluss vom 05.09.2007.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen Aufgabenstellung die Förderung von Kunst und Kultur durch Trägerschaft und Betrieb des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: 75.000 € 75.000 € = 100 %

Organe
Gesellschafterversammlung Verwaltungsrat: Oberbürgermeister Gert Hager, Vorsitzender Dr. Isabel Greschat, stv. Vorsitzende Stadtrat Hans-Joachim Bruch (ab 30.07.2014) Dr. Gerhard Flöck Stadträtin Uta Golderer (bis 30.07.2014) Christoph Heinkele, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Stadtrat Dr. Klaus Kasten (ab 30.07.2014) Stadtrat Jens Kück (ab 30.07.2014) Stadtrat Dr. Hans Eckard von Laue (ab 30.07.2014) Prof. Dr. Hartmut Löffler Jens Mühleisen Stadtrat Philipp Paschen (bis 30.07.2014) Stadträtin Dorothea Patberg (ab 30.07.2014) - 35 -

SWDKO

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Stadtrat Dr. Kai Reichard (bis 30.07.2014) Stadträtin Brigitte Römer (ab 30.07.2014) Stadtrat Dr. Joachim Rösch (bis 30.07.2014) Stadtrat Christof Weisenbacher (ab 30.07.2014) Helga Woelk Stadtrat Carsten von Zepelin (bis 30.07.2014) Geschäftsführung: Andreas Herrmann

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Verwaltungsrates
Die Angaben über die Vergütung der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten keine Vergütung oder Aufwandsentschädigung.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Aufgrund der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht erfolgt die Darstellung der Zuschüsse ab dem Berichtsjahr 2013 nach dem Verursachungsprinzip (zuvor: Kassenwirksamkeitsprinzip). Die Zuschüsse werden hier künftig entsprechend den Aufwendungen im städtischen Jahresabschluss dargestellt. Die Stadt leistet einen jährlichen Zuschuss.
in € Hhst. 1.3320.715000 THH 4, PG. 2620 KoSt. 41006420, Sk. 43150000 2010 554.400 2011 554.400 554.400 2012 2013 554.400 2014 554.400

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWDKO

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
2010 Konzerte Pforzheim Baden-Württemberg übrige Bundesländer Ausland insgesamt: Rundfunk- und CD-Produktionen Gesamtveranstaltungen/ Produktionen Zuschuss Stadt Pforzheim Zuschuss pro Veranstaltung bzw. Produktion € 2011 2012 2013 2014

41 20 13 3 77 13

58 26 16 3 103 10

54 22 15 4 95 8

65 15 8 2 90 12

57 20 14 2 93 13

90 554.400

113 554.400

103 554.400

102 554.400

106 554.400

€

6.160

4.906

5.383

5.435

5.230

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.
Gesamtveranstaltungen/ Produktionen

Zuschuss pro Veranstaltung bzw. Produktion
7.000 6.000 5.000 € 4.000 3.000

100 80 60 40 20 0 2010 2011 2012 2013 2014

2.000 1.000 0

Konzerte Rundfunk- und CD-Produktionen

2010

2011

2012

2013

2014

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage Künstlerische Entwicklung Im Berichtsjahr absolvierte das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim insgesamt 106 Veranstaltungen, die sich aus 93 Konzerten bzw. musikalischen Veranstaltungen und 13 Rundfunk- und CD-Produktionen (gewichtet) zusammensetzten. Die Entwicklung der Anzahl der Konzertveranstaltungen und ihre örtliche Verteilung stellt sich wie folgt dar:

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SWDKO

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gesamtübersicht Veranstaltungen Konzerte insgesamt - Pforzheim - Baden-Württemberg (ohne Pforzheim) - Deutschland (ohne Pforzheim/Bad.-Württ.) - Ausland Rundfunk- und CD-Produktionen (gewichtet) Gesamtsumme Veranstaltungen:

2014 93 57 20 14 2 13 106

2013 90 65 15 8 2 12 102

2012 95 54 22 15 4 8 103

2011 103 58 26 16 3 10 113

2010 77 41 20 13 3 13 90

2009 85 32 16 34 3 15 100

Entwicklung der Konzertanzahl in den Jahren 2003-2014 2003 60 2004 74 2005 72 2006 75 2007 86 2008 89 2009 85 2010 77 2011 103 2012 95 2013 90 2014 93

Auch im Jahr 2014 darf man die Abonnementkonzerte des Kammerorchesters als künstlerische Höhepunkte ansprechen – sowohl von der Konzeption her als auch von der Resonanz bei Publikum und Presse. Alle Solisten waren erneut international renommierte und bekannte Vertreter ihres Fachs oder herausragende „Newcomer“, die als Preisträger internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam gemacht haben: die zur ersten Garde zählende Geigerin Viviane Hagner (mit einem Mozart-Konzert), die beim Internationalen ARD-Wettbewerb ausgezeichnete, junge japanische Fagottistin Rie Koyama (mit dem selten zu hörenden Konzert von Jolivet), der russische Geiger und Pforzheimer „Publikumsliebling“ Sergej Krylov (mit den „Jahreszeiten“ von Vivaldi und Piazzolla, von ihm auch selbst geleitet), die italienische Pianistin Enrica Cicarelli (mit Chopins Klavierkonzert Nr. 1 in der Fassung mit Streichorchester) mit dem Beginn der Konzertsaison 2014/15 dann der Trompeter Reinhold Friedrich (mit den beiden berühmten Trompetenkonzerten von Haydn und Hummel) und schließlich die beiden Sängerinnen Helene Schneiderman und Maria Rosendorfsky. Die Konzeption der Abonnementkonzerte erfolgte auch unter dem neuen Künstlerischen Leiter weiterhin unter besonderen inhaltlichen Schwerpunkten. Erneut standen aussagekräftige und anregende Titel wie „Verklärte Nacht“, „Acht Jahreszeiten“ oder „Romanische Glut“ für die jeweilige Ausgangsidee des Programms und unterstützten damit Werbung und Kartenverkauf. Eine ansprechende Mischung aus Werken des traditionellen, klassisch-romantischen Repertoires, selten zu hörender Stücke berühmter Komponisten (ein besonderer Aspekt der Saison 2014/15) und auch zeitgenössische Musik charakterisierte ein Programm, das gleichzeitig ein breites Publikum erreichen soll und den hohen Anspruch des Kammerorchesters deutlich machen soll. Einerseits wird die Basis und Tradition des Ensembles als Streichorchester gepflegt, andererseits aber auch durch größere Besetzungen das Repertoire des Orchesters erweitert, um den Abonnenten immer wieder Neues zu bieten und zusätzliche Besucherkreise anzusprechen. Nach dem großen Erfolg der zur Saison 2013/14 erstmalig präsentierten Veranstaltungsserie „Das besondere Konzert“ wurde sie auch in der Saison 2014/15 weitergeführt. Im Berichtsjahr 2014 zählten dazu das Programm „Jazz trifft Klassik“ mit dem Jazztrio Sebastian Studnitzky in Kooperation mit der Baugenossenschaft Arlinger (100-jähriges Bestehen), das Programm „Flautissimo“ mit dem Flötisten Michael Martin Kofler im Rahmen der Maulbronner Klosterkonzerte und „Weihnachten bei den Buddenbrooks“ mit dem bekannten Schauspieler Friedrich von Thun (Lesung) in Kooperation mit dem Kulturhaus Osterfeld. Zu den weiteren Aktivitäten des Kammerorchesters an seinem Heimat- und Sitzort Pforzheim gehörten auch 2014 die seit vierzig Jahren bestehenden Stadtteilkonzerte, das Sonderkonzert des Fördervereins, die „Grüntöne“ (früher „Begegnung im Stadtgarten“), die Teilnahme am Stadtteilkulturfest „Brötzinger Samstag“, ein gemeinsames Konzert mit der Badischen Philharmonie Pforzheim zum 23. Februar (Brittens „War Requiem“ zum 70. Jahrestag der Zerstörung Pforzheims 1945), die Teilnahme des Kammerorchesters am „Tag der Musik“ des Pforzheimer Kulturrates und ein Goodwill-Konzert für die Bewohner des Seniorenzentrums Paul Gerhardt und ihre Angehörigen. - 38 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWDKO

Im Rahmen des sehr gut angenommenen Angebotes des Kammerorchesters für Kinder, Schulen und Familien wurden im Berichtsjahr zwei neue Programme entwickelt: Als moderierte Veranstaltung für Grundschulklassen hatte das Programm „Ach, wie gut, das niemand weiß … - ein Märchenerlebnis mit Goldrauschmusik und Feuertanz“ Premiere. Neben dieser Vertonung des „Rumpelstilzchen“ durch Chefdirigent Timo Handschuh wird für ältere Schüler das Programm „Mensch, Mozart! – das Leben des jungen, wilden Wolfgang Amadeus“ angeboten. Daneben war das Kammerorchester erneut mit einer Probe im Reuchlingymnasium Pforzheim zu Gast. Im Zuge der regelmäßigen Zusammenarbeit mit der künstlerischen Hochschulausbildung in Baden-Württemberg stellte sich das Kammerorchester wie alljährlich als Partner für Abschlusskonzerte der Musikhochschule Stuttgart (Kirchenmusik A) zur Verfügung. Im Rahmen des „Deutschen Dirigentenpreises“ war es Partner der Bad Homburger Schlosskonzerte, die von einem Sonderpreisträger geleitet werden, im Rahmen des 2. Internationalen Violinwettbewerbs Freiburg begleitete es die Halbfinalisten. Daneben war es zum zweiten Mal bei der Celloakademie Rutesheim zu Gast, wo es sowohl das Dozentenkonzert als auch das Konzert mit den besten studentischen Teilnehmern der dortigen Meisterkurse übernahm. Auch im Jahr 2014 trat das Kammerorchester als kultureller Botschafter, Werbe- und Imageträger der Stadt Pforzheim und des Landes Baden-Württemberg in Erscheinung. International bekannte Solisten, mit denen es in diesem Jahr zusammenarbeitete, waren neben den Solisten der Abonnementkonzerte u.a. der russische Bratscher und Dirigent Yuri Bashmet (in der Tonhalle Zürich), die amerikanische Jazzsängerin Dee Dee Brigewater (beim Internationalen Jazz-Festival Palatia, Speyer), der Cellist Maximilian Hornung (Bad Homburger Schlosskonzerte), der Trompeter Gábor Boldoczki (Internationale Festspiele Weilburger Schlosskonzerte), der Klarinettist Sebastian Manz (Oettinger Residenzkonzerte) oder die Cellisten Lászlo Fenyö, Wen-Sinn Yang, Wolfgang Emanuel Schmidt, Claudio Bohorquez und Jens-Peter Maintz (Celloakademie Rutesheim). Daneben präsentierte das Orchester herausragende Solisten der Generation „Stars von morgen“, zum Beispiel den Pianisten Nuron Mukumiy und die Geigerin Liv Migdal. In dem neuen Geschäftsfeld der Seminare und Workshops für Führungskräfte, in denen Manager die Arbeit eines Orchesters kennenlernen und daraus für ihre Führungs- und Teamkompetenz profitieren sollen, war das Kammerorchester ebenfalls wieder aktiv: Wiederholt fand das vom früheren Chefdirigenten Prof. Sebastian Tewinkel selbst mit entwickelte Projekt „Leadership by Music“ im CongressCentrum und im Parkhotel Pforzheim statt. Darüber hinaus war das Orchester eingeladen, bei zwei weiteren Projekten mitzuwirken: bei der Veranstaltung „Dirigieren & Führen“ des ehemaligen Berliner Philharmonikers Prof. Gernot Schulz und bei der Veranstaltung „The Conductor’s Perspective“ mit Dr. Raphael Graf von Hoensbroech in Zusammenarbeit mit der Landesbank Baden-Württemberg. Im Bereich der Ton- und Filmaufnahmen wurden im Jahr 2014 folgende Produktionen realisiert: Tonträger-und Filmproduktionen

-

CD-Produktion „Bad Homburger Schlosskonzerte live“. Aufzeichnungen aus der Konzertreihe in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Dirigentenpreis; Ivo Hentschel, Leitung CD-Produktion „Memento“: Sebastian Studnitzky, Trompete und Klavier; Sebastian Tewinkel, Leitung (Label Contemplate) CD-Produktion Rodolphe Kreutzer: Konzerte für Violine und Orchester. Laurent Albrecht Breuninger, Violine; Timo Handschuh; in Kooperation mit dem SWR (Label cpo) CD-Produktion „Schlosskonzerte Königs Wusterhausen live“. Gerlint Böttcher, Klavier; Timo Handschuh, Leitung CD-Produktion Müller, Konzerte für Flöte und Orchester. Tatjana Ruhland, Flöte; Timo Handschuh, Leitung. (Label cpo) Filmaufzeichnung Celloakademie Rutesheim CD-Produktion „Maulbronner Klosterkonzerte live“. Michael Martin Kofler, Flöte; Timo Handschuh, Leitung (Label K&K)

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SWDKO

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Hörfunksendungen

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Ausstrahlung von CD-Aufnahmen und Hörfunkproduktionen des Kammerorchesters in den Programmen in- und ausländischer Sender (SWR, WDR, Bayerischer Rundfunk (BR Klassik), HR, NDR, Deutschlandradio Kultur, Radio Swiss Classic, Klassik Radio u.a.)

Im Bereich Personal konnten beim künstlerischen Personal im Orchester (14 Musikerstellen) die bisherigen Vakanzen beendet werden: Besetzt wurden die zweite (gleichberechtigte) Konzertmeisterposition (50%) und die Position Solo-Kontrabass. Eine neue Vakanz ergab sich im Laufe des Geschäftsjahres dadurch, dass ein Musiker (Violine 1) als Vorspieler in das Radiosinfonieorchester Berlin berufen wurde. In der Geschäftsstelle (1 Vollzeitstelle Geschäftsführer und 1,83 Stellen, verteilt auf drei Teilzeitkräfte) gab es keine Änderungen. Wirtschaftliche Entwicklung Das Geschäftsjahr 2014 schließt – erstmals nach fünf Jahren – nicht mit einem Überschuss (Ergebnis im Vorjahr: 8 TEUR), sondern trotz höherer Einnahmen mit einem Fehlbetrag von -86 TEUR ab. Hierdurch ist das Eigenkapital zum 31.12.2014 auf 131 TEUR (Vorjahr: 217 TEUR) zurückgegangen. Entwicklung des Jahresergebnisses in den Jahren 2003-2014 (in TEUR) 2003 -31 2004 -61 2005 -82 2006 -121 2007 -38 2008 -49 2009 9 2010 61 2011 46 2012 10 2013 8 2014 -86

Einnahmen Die Betriebsleistung (Summe der Einnahmen) hat sich mit 1.650 TEUR gegenüber dem Vorjahr (1.610 EUR) um 40 TEUR verbessert: Die Zuschüsse der Gesellschafterin Stadt Pforzheim blieben auch im Berichtsjahr 2014 nun im sechsten Jahr in Folge (seit 2009) unverändert bei einem Betrag von 554 TEUR. Die Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg dagegen erhöhten sich entsprechend dem Staatshaushaltsplan und dem Wirtschaftsplan des Kammerorchesters von 549 TEUR im Vorjahr auf 570 TEUR im Berichtsjahr. Entwicklung der unmittelbaren öffentlichen Zuschüsse in den Jahren 2003-2014 (in TEUR ) 2003 516 524 1040 2004 465 474 939 2005 465 471 936 2006 465 471 936 2007 465 474 939 2008 516 474 990 2009 554 484 1038 2010 554 535 1089 2011 554 545 1099 2012 554 548 1102 2013 554 549 1103 2014 554 570 1124

Stadt Land Summe

Die Umsatzerlöse konnten im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (391 TEUR) um 33 TEUR auf 424 TEUR gesteigert werden. Die Steigerung resultiert vor allem aus dem Bereich Konzerthonorare: Nach der Beendigung des Findungsverfahrens für einen neuen Künstlerischen Leiter durch die Wahl von Timo Handschuh und seinem Antritt als Chefdirigent im September 2013 stieg das Vertrauen der Veranstalter, was sich im Geschäftsjahr 2014 bereits mit einem Anstieg von 248 TEUR auf 301 TEUR positiv niederschlug. Beim Ticketverkauf (Abonnements und Einzelkartenverkauf für die 6 Abonnementkonzerte im CongressCentrum) ging das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr (102 TEUR) um -1 TEUR zurück. Während sich die Einnahmen aus den Abonnements um 2 TEUR verringerten, konnten die Einnahmen aus dem Einzelticketverkauf um 1 TEUR leicht gesteigert werden. Trotz des insgesamt leichten Rückgangs zeigt das Ergebnis, dass das Kammerorchester über einen stabilen Abonnentenstamm und eine stabile Zahl an Einzelbesuchern verfügt.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWDKO

Die Einnahmen aus Honoraren für CD- und Rundfunkaufnahmen, die nach dem „Ausfalljahr“ 2012 (0 TEUR) im Jahr 2013, auch durch terminlich von den Auftraggebern verschobene Produktionen, das besonders hohe Ergebnis von 37 TEUR erreicht hatten, gingen im Berichtsjahr wieder auf einen durchschnittlichen Wert von 19 TEUR zurück. Bei den Sonstigen betrieblichen Erträgen konnte im Bereich Spenden und Sponsoring ein Anstieg von 33 TEUR auf 43 TEUR erzielt werden. Die gegenüber früheren Jahren 2013 deutlich gesteigerten Einnahmen aus Anzeigen-Werbung in der Saisonbroschüre und den Programmheften des Kammerorchesters blieben auch 2014 auf dem hohen Niveau von 24 TEUR. Die Erträge aus der Erstattung von Aufstockungsbeträgen in der Altersteilzeit aus den Vorjahren (2012: 9 TEUR, 2013: 32 TEUR) entfallen ab dem Jahr 2014. Ausgaben Der Betriebsaufwand stieg von 1.598 TEUR im Jahr 2013 sehr deutlich um 135 TEUR auf 1.733 TEUR im Jahr 2014 an und führte trotz deutlich erhöhter Umsatzerlöse und geringerer Ausgaben in verschiedenen Bereichen zu einem Fehlbetrag im Jahresergebnis. Geringere Ausgaben als im Vorjahr verursachten die Honorare für krankheits- und elternzeitbedingte Vertretungen, vakanzbedingte Vertretungsmusiker und partiturbedingte Verstärkungen (d. h. Honorare für zusätzliche Gastmusiker bei groß besetzten Projekten): Sie fielen von insgesamt 203 TEUR auf 146 TEUR. Durch die Wiederbesetzung bisher vakanter Stellen reduzierten sich insbesondere die Ausgaben für die entsprechenden Vertretungsmusiker von 52 TEUR auf 34 TEUR. Ausschlaggebend für das negative Jahresergebnis des Jahres war der weit überdurchschnittliche Anstieg der Personalkosten (Gehälter, Sozialabgaben und Zusatzversorgungsleistungen), die von 1.028 TEUR im Vorjahr um 215 TEUR auf 1.243 TEUR im Berichtsjahr anstiegen. Verursacht wurde dies zum einen durch die Situation, dass bisher vakante und finanziell überdurchschnittlich bezahlte Stimmführerpositionen (Konzertmeister, Solo-Kontrabass) wiederbesetzt wurden. Trotz einer erneuten Vakanz (Violine I tutti) waren im Verlauf des Wirtschaftsjahres 2014 insgesamt mehr Stellen länger besetzt als im Vorjahr. Noch gravierender wirkte sich die Tarifentwicklung aus. So trat nach mehreren Jahren erfolgloser Verhandlungen zwischen der Orchestergewerkschaft DOV und dem Arbeitgeberverband Deutscher Bühnenverein ein neuer Tarifvertrag mit entsprechenden Gehaltsanhebungen in Kraft. Neben den regulären Tarifsteigerungen war trotz der unter dem Vorbehalt einer Einigung stehenden, freiwilligen Vorauszahlungen des Kammerorchesters seit 2010 im Jahr 2014 eine Nachzahlung in Höhe von 30 TEUR notwendig. Hinzu kam die entsprechende Tarifentwicklung für die Angestellten der Geschäftsstelle laut TVöD. Diese enorme Steigerung der Personalkosten gegenüber den Vorjahren konnte trotz aller Bemühungen und trotz deutlicher Verbesserung der Umsatzerlöse und einer Verbesserung der Spenden- und Sponsoreneinnahmen nicht aufgefangen werden. Insbesondere wurde eine für den Dezember 2014 vorgesehene Tournee des Programms „Jazz trifft Klassik“ kurzfristig abgesagt, die die Einnahmenseite im Bereich der Konzerthonorare nochmals erhöht hätte. Hier zeigen sich ganz besonders die Auswirkungen der Tatsache, dass – im Gegensatz zum Zuschuss des Landes Baden-Württemberg – der städtische Zuschuss für das Kammerorchester seit dem Jahr 2009 sechs Jahre in Folge nicht erhöht wurde. Durch immer wieder „ausgenutzte“ Einsparungen im Bereich der Personalkosten konnte diese Situation bisher kompensiert werden. Die Entwicklung im Jahr 2014 zeigt aber deutlich, dass hier eine Grenze erreicht ist und das Kammerorchester, das mit insgesamt 18 Angestellten (14 Musiker, 4 Mitarbeiter der Geschäftsstelle) an die tarifvertragliche Entwicklung gekoppelt ist, von städtischer Seite her inzwischen unterfinanziert ist.

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SWDKO

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Im Jahr 2015 wird der Zuschuss des Landes Baden-Württemberg entsprechend dem Staatshaushaltsplan 2015/16 voraussichtlich von 570 TEUR im Jahr 2014 um 19 TEUR auf 589 TEUR ansteigen, der Ansatz für 2016 liegt bei 603 TEUR (+14 TEUR). Als unmittelbarer Zuschuss der Stadt Pforzheim ist im Haushaltsplan der Stadt Pforzheim für das Jahr 2015 ein Betrag von 565 TEUR angesetzt. Damit würde der seit 2009 bei 554 TEUR „eingefrorene“ städtische Zuschuss um einen Betrag von 11 TEUR wieder leicht angehoben. Für das Jahr 2016 sieht der Haushaltsplan den Ansatz von 577 TEUR vor, eine Steigerung um weitere 12 TEUR. Der gravierende Fehlbetrag zum 31.12.2014 macht deutlich, dass eine stärkere Berücksichtigung der tariflichen Entwicklung - neben den eigenen Bemühungen des Orchesters um eine weitere Steigerung der Umsatzerlöse - zur künftigen wirtschaftlichen Absicherung des Kammerorchesters unerlässlich ist. Das Kammerorchester strebt für die Umsatzerlöse im Konzertbereich angesichts der wieder stabilisierten Marktposition des Kammerorchesters einen gegenüber dem Ergebnis des Jahres 2014 (301 TEUR) weiter ansteigende Entwicklung an (Ansatz im Wirtschaftsplan 2015: 388 TEUR). Die Verbesserung der Marktchancen durch die erfolgreiche Wahl eines neuen Künstlerischen Leiters nach einer Zeit der Ungewissheit und des Übergangs von insgesamt zwei Jahren (städtisches Prüfungsverfahren zum Weiterbestand des Orchesters, Findungsverfahren Künstlerischer Leiter) hat sich bereits 2014 positiv ausgewirkt und soll sich trotz allgemein schwieriger Marktlage weiter fortsetzen. Die bereits erfolgte, frühzeitige Planung der Abonnementkonzerte 2015/16 und 2016/17 erhöht die Chancen, diese Programme – unter anderem durch Einbindung einer neuen Agentur – verstärkt bei anderen Veranstaltern als Anschluss- bzw. Tourneegastspiele zu platzieren. Die Eintrittspreise zu den Abonnementkonzerten müssen nach dreijähriger Pause zur Saison 2015/16 deutlicher als bisher angehoben werden, wobei die Attraktivität und der im Durchschnitt 35%ige Preisnachlass des Abonnements besonders hervorgehoben werden soll. Die Veranstaltungen der Reihe „Das besondere Konzert“ müssen - wo sinnvoll, als Eigenveranstaltungen mit eigenem Risiko - auch zur Verbesserung der Umsatzerlöse beitragen. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Mit seinem grundsätzlichen Beschluss vom 14.02.2012 über die Fortführung der Orchesterarbeit und einem Zuschussbeschluss für den Zeitraum 2012 bis 2014 hatte der Pforzheimer Gemeinderat dem Kammerorchester nahezu einstimmig (bei 3 Enthaltungen und ohne Gegenstimmen) quer durch alle im Gemeinderat vertretenen Fraktionen und Gruppierungen die außerordentlich positive künstlerische Arbeit des Kammerorchesters gewürdigt und ihm einen großen politischen Rückhalt gegeben. Durch die Veränderungen infolge der Kommunalwahl 2014 bleibt allerdings abzuwarten, wie stabil dieser Rückhalt auch in den kommenden Jahren sein wird. Das Kammerorchester will durch hervorragende künstlerische und bildungsorientierte Arbeit, anhaltend hohe Präsenz in der Stadt und durch eine verstärkte Kommunikation in der Öffentlichkeit darauf hinwirken, hier auch in Zukunft zu überzeugen. Es liegt auf der Hand, dass neben den unter Ziffer 2, Absatz 2 aufgeführten Maßnahmen auch die Sponsoren des Kammerorchesters und der Förderverein verstärkt eingebunden werden müssen. Das 65-jährige Bestehen des Kammerorchesters im Jahr 2015 soll als „kleines Jubiläum“ als Anreiz und weitere Chance zugleich genutzt werden. Die erstmals im Lagebericht 2008 festgestellte mittelfristige Gefährdung des wirtschaftlichen Bestands der Gesellschaft hat sich durch das nach fünf Jahren erstmals wieder negative Jahresergebnis 2014 in Höhe von -86 TEUR deutlich erhöht. Der Fehlbetrag kann zwar für das Jahr 2014 mit dem Gewinnvortrag der vergangenen Jahre verrechnet werden, das Eigenkapital geht dadurch aber von 217 TEUR im Vorjahr auf den Betrag von nun 131 TEUR zurück. So gilt das in den Lageberichten für die Jahre 2010 bis 2013 Gesagte in verstärktem Maße fort: Aufgrund der Marktabhängigkeit der Umsatzerlöse sowie der von Vakanzen und Krankheitsfällen abhängigen Personalkosten sind neben der künstlerischen Entwicklung des Orchesters weiterhin alle Bemühungen auf eine weitere wirtschaftliche Stabilisierung der Trägergesellschaft zu richten. - 42 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWDKO

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Kaufm. Angestellte 1 Orchestermitglieder 2 Beschäftigte insgesamt
1 2

2011 4 13 17

2012 4 14 18

2013 4 13 17

2014 4 13 17

4 14 18

incl. Geschäftsführung incl. Künstlerischer Leitung

Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim im Weltkulturerbe Kloster Maulbronn
(Quelle: Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim, Foto: Regine Landauer)

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SWDKO

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Jahresabschlussdaten
Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 345 0 327 18 201 114 86 0 1 0 546 2014 Ist 348 0 319 29 189 109 79 0 1 0 537 Veränd. 13/14 3 0 -8 11 -12 -5 -7 0 0 0 -9

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Gebäude Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 217 75 134 8 73 185 71 546

2014 Ist 131 75 142 -86 42 296 68 537

Veränd. 13/14 -86 0 8 -94 -31 111 -3 -9

Eigenkapital Stammkapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim beim Konzert im Großen Saal der Tonhalle Zürich / Schweiz.
(Quelle: Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim, Foto: Simon Dolaček)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWDKO

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 391 0 1.218 1.609 -400 -1.028 -10 -159 -1.597 12 0 -4 8 0 8 0 8 2014 Ist 424 0 1.226 1.650 -328 -1.243 -11 -152 -1.734 -84 0 -2 -86 0 -86 0 -86 2014 Plan 521 0 1.274 1.795 -201 -1.430 -9 -152 -1.792 3 0 -3 0 0 0 0 0 2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 527 0 1.288 1.815 -193 -1.449 -10 -160 -1.812 3 0 -3 0 0 0 0 0 33 0 8 41 72 -215 -1 7 -137 -96 0 2 -94 0 -94 0 -94 -97 0 -48 -145 -127 187 -2 0 58 -87 0 1 -86 0 -86 0 -86

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand incl. Honorare Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Zuschuss Stadt Pforzheim Zuschuss Land B.-W. Zuschuss Deutscher Musikrat Zuschüsse insgesamt 1
1

554 549 4 1.107

554 570 0 1.124

554 570 6 1.130

565 589 6 1.160

0 21 -4 17

0 0 -6 -6

enthalten in Sonstige betriebliche Erträge

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SWDKO

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 62,3 34,4 55,3 9,3 23,1 8,9 29,8 90

2012 63,4 37,7 59,5 2,4 4,8 2,4 26,5 -2

2013 63,2 39,7 62,9 2,0 3,7 2,2 24,4 -5

2014 64,8 24,4 37,6 -20,3 -65,6 -15,6 24,4 -100

% % % % % % % T€

61,3 25,5 41,6 15,2 39,9 10,5 25,6 77

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO. Das Erfordernis der 25-prozentigen Aufwandsdeckung durch Umsatzerlöse ist nicht gegeben, da die Gesellschaft vor Inkrafttreten des GWR-ÄndG 1999 bestand und keine Hinwirkungspflicht nach Artikel 8 § 1 dieses Gesetzes besteht.

(Quelle: Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim)

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PKM

2.1.4 Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH (PKM)

Am Waisenhausplatz 1 - 3 75172 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 1 45 45 - 0 07231/ 1 45 45 - 45 info@pkm.de www.pkm.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 08.08.1984 gegründet. Eine Neustrukturierung und -firmierung erfolgte im Jahr 1996. Bis 2004 wurden die Anteile an der Gesellschaft von der Pforzheimer Reisebüro GmbH gehalten. Im Zeitraum vom 19.08.2004 bis 31.12.2006 hat die Stadt Pforzheim 100 % der Anteile an der Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH (PKM) direkt gehalten. Im Rahmen der Ausgliederung des Geschäftsbereichs Touristik/Marketing aus der PKM und dessen Zuordnung zum Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) ab dem 01.01.2007 wurde der Gesellschaftsvertrag am 21.12.2006 neu gefasst und zuletzt geändert durch Gesellschafterbeschluss vom 21.11.2007. Mit Wirkung vom 01.01.2007 hält die Stadt Pforzheim 100 % der Anteile an der PKM über den Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP).

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen Aufgabenstellung der Betrieb des CongressCentrums Pforzheim und sonstiger Einrichtungen der Stadt Pforzheim zur Durchführung von Veranstaltungen aller Art sowie die mietweise und sonstige Überlassung an Dritte zu diesem Zweck. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. Sie kann sich hierbei anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben oder pachten. Die Gesellschaft arbeitet mit der Stadt Pforzheim, insbesondere dem Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim, im Sinne eines einheitlichen und abgestimmten Stadtmarketings eng und vertrauensvoll zusammen und ist gegenüber der Stadt Pforzheim zu regelmäßiger und umfassender wechselseitiger Information und zur Abstimmung der Aktivitäten verpflichtet.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim über Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim: 26.000 €

26.000 €

=

100 % - 47 -

PKM

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Organe
Gesellschafterversammlung Geschäftsführung: Oliver Reitz Günter Ihlenfeld

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Angaben über die Vergütung der Geschäftsführung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder ein vergleichbares Organ.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Die Stadt leistet gemäß dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats vom 05.11.1985 einen jährlichen Zuschuss. Seit dem Jahr 2007 zahlt die Stadt den Zuschuss an die PKM über den Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP).
in € Hhst. 1.7902.715000 THH 8, PG. 5710 KoSt. 20906115, Sk. 43150000 2010 2.408.000 2011 2.222.000 2012 2.850.000 2013 2.508.252 2014 2.762.688

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Veranstaltungsmix CCP 2014

Ausstellungen 13% Sport 1%

Proben/Training 6%

Kultur 13% Gastronomie u. Gesellschaft 24%

Tagungen, Kongresse 43%

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

PKM

CCP Veranstaltungsmix

2010

2011

2012

2013

2014

Kultur Gastronomie u. Gesellschaft Tagungen, Kongresse Sport Ausstellungen Proben/Training Veranstaltungen gesamt

75 96 174 5 49 29 428

65 125 190 5 63 30 478

58 126 190 5 51 33 463

59 118 206 5 106 27 521

57 103 191 4 59 26 440

CCP Raumbelegung nach Sälen

2010

2011

2012

2013

2014

Großer Saal (alle Varianten) Auslastung
(Basis: 365 mögl. Belegungstage)

Tage %

397 109

423 116

403 110

343 94

376 103

Mittlerer Saal (alle Varianten) Auslastung
(Basis: 365 mögl. Belegungstage)

Tage %

414 113

362 99

440 121

453 124

472 129

Kleiner Saal (alle Varianten) Auslastung
(Basis: 365 mögl. Belegungstage)

Tage %

312 85

344 94

393 108

327 90

343 94

Großer, Mittlerer und Kleiner Saal Gesamtauslastung

Tage %

1.123 103

1.129 103

1.236 113

1.123 103

1.191 109

St. Maur-Halle Veranstaltungsmix

2010

2011

2012

2013

2014

Kultur Gastronomie u. Gesellschaft Tagungen, Kongresse Sport Ausstellungen Proben/Training Veranstaltungen gesamt

0 159 1 143 14 140 457

0 116 0 141 6 192 455

0 116 0 101 10 189 416

0 130 0 96 8 182 416

0 114 0 106 0 190 410

St. Maur-Halle Belegung

2010

2011

2012

2013

2014

St. Maur-Halle Auslastung
(Basis ab 2010: 365 mögl. Belegungstage)

Tage %

472 129,3

456 124,9

419 114,8

426 116,7

410 112,3

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

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PKM

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Entwicklung der Branche Die anhaltend gute konjunkturelle Entwicklung beeinflusste auch das Buchungsverhalten im Geschäftsjahr 2014. Die Industrie als Veranstalter von Tagungen und Kongressen investiert weiterhin mehr in Fort- und Weiterbildung, was sich auch im Buchungsaufkommen bundesweit positiv auswirkte. Das Ergebnis der Umfrage des EITW (Europ. Institut für TagungsWirtschaft GmbH) im Auftrag der Branchenverbände EVVC (Europ. Verband der Veranstaltungs-Centren), GCB (German Convention Bureau) und der DZT (Deutsche Zentrale für Tourismus) für das Meeting- und EventBarometer Deutschland 2014/2015 stellt bei einer Erhöhung des Angebots an Veranstaltungsstätten im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% eine Steigerung beim Veranstaltungsaufkommen um 1,0% fest. Davon profitieren aufgrund der nachgefragten Raumgrößen allerdings in erster Linie die Tagungshotels. Die durchschnittliche Veranstaltungsdauer erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr minimal um 0,08% auf 1,6 Tage. Die Anzahl der Teilnehmer stieg um 3,3% an. Bei den Messen und Ausstellungen setzte sich der positive Trend aus dem Vorjahr fort: Die Aussteller- und Besucherzahlen zogen weiter leicht an. Unverändert ist bei den Fachmessen der Trend zur Spezialisierung – die alles umfassenden „Mega-Messen“ werden zugunsten themen-bezogener Fachmessen weiterhin an Bedeutung verlieren. Eine Trendwende ist bei den typischen Verbraucherausstellungen festzustellen. Waren in den vergangenen Jahren ständig Rückgänge bei der Anzahl der Aussteller und den Besucherzahlen zu verzeichnen, scheint sich dieser Markt zu stabilisieren. Obwohl der bequeme Einkauf über das Internet weiter an Bedeutung gewinnt, vermisst der Verbraucher bei dieser Art des Einkaufs die Beratung. Allerdings möchte der Verbraucher keinen „Gemischtwarenladen“ aufsuchen. In den letzten Jahren konnte daher auch im Bereich der Verbrauchermessen ebenfalls ein Trend zu themen-bezogenen Spezialmessen oder Schwerpunkten wie z. B. „Bauen, Renovieren“, „Umwelt, Energie“ oder „Lifestyle“ festgestellt werden. Umsatz- und Auftragsentwicklung Aufgrund der turnusmäßig nur in den ungeraden Jahren stattfindenden Fachmessen „TurningDays® SÜD/WEST“ sowie der jährlich stattfindenden Tourismusmesse „MomenTour®“ sind die Umsätze mit dem Vorjahr nicht zu vergleichen. Insgesamt lagen im Geschäftsjahr 2014 die Umsatzerlöse um 3,3% über der Prognose. Im Sektor „Tagungen, Kongresse“ konnte 2013 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 mit 206 Veranstaltungen ein Zuwachs von 8,5% verzeichnet werden. Im Geschäftsjahr 2014 wurde dieses hohe Niveau erwartungsgemäß durch einen Rückgang um knapp 7% auf 191 Veranstaltungen nicht erreicht, liegt aber damit immer noch über dem Ergebnis 2012. Die Anzahl der Veranstaltungen im CCP verringerte sich um rund 15% auf 440 (Vj. 521). Der Rückgang ist in erster Linie auf die turnusmäßig geringere Belegung durch Messen und Ausstellungen zurückzuführen. Trotz etwas weniger Veranstaltungen gastronomischer Art erhöhte sich der Gastronomieumsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 11%, dadurch stiegen die Pachterlöse um 10%. Der Anteil der Tagungen und Kongresse am Gesamtveranstaltungsaufkommen betrug 44%. Rund 26.000 (Vj. 28.500) Tagungs- und Kongressteilnehmer aus Deutschland sowie dem europäischen Ausland waren ein wichtiger Umsatzfaktor für die örtliche Hotellerie und brachten zusätzliche Kaufkraft nach Pforzheim. Seit Mitte April 2009 ist die PKM GmbH ganzjährig für das Eissportzentrum St. Maur-Halle zuständig. Im Geschäftsjahr 2014 gingen die Umsätze insgesamt entgegen der Planung zurück. Ein Ventilschaden an der Kompressoranlage, der zu einer Verlegung des Saisonbeginns führte und der recht warme Oktober führten zu einem Besucherrückgang, sodass die Umsätze aus dem Eissportbetrieb (Publikumslauf/Eisdisco) mit Minus 9% nicht den Erwartungen entsprachen. Die Akquisition des Schulsports führte weiterhin zu einer Belebung der Nutzung der Vormittage von Montag bis Freitag.

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PKM

Eigenveranstaltungen Die Messe für den Kurzreise- und Tagestourismus „MomenTour®“ besetzt eine Nische, die von den großen Tourismusmessen nicht bedient werden kann. Im März 2014 konnten bei der dritten Auflage die Anzahl der Aussteller im Vergleich zum Vorjahr um rund 44% auf 89 gesteigert werden. Die hohe Ausstellerzufriedenheit und die große Anzahl von Vorreservierungen für 2015 stimmen optimistisch und lassen den Schluss zu, bei der vierten Auflage das prognostizierte Ziel eines Gewinns erreichen zu können. Für das traditionelle Silvesterkonzert konnte mit dem Czech National Symphony Orchestra eines der besten tschechischen Orchester mit 85 Musikern verpflichtet werden. Die Konzertbesucher waren begeistert und drückten dies mit „Standing Ovations“ aus. Investitionen Die getätigten Investitionen ohne GWG in Höhe von insgesamt T€ 142 standen im Zusammenhang mit dem Umbau der Verwaltung sowie der Verbesserung der technischen Infrastruktur des CCP und des Eissportzentrums St. Maur-Halle und teilen sich wie folgt auf: CCP (Betr. 1000): Rund T€ 46 entfielen auf die Investition in eine Messe-Software. Fast T€ 28 stehen im Zusammenhang mit dem Umbau der Verwaltung und betreffen die Einrichtung des Büros für den Vertriebsmitarbeiter, eine Schiebetür-Schrankwand im Verwaltungsflur sowie die Ausstattung des Besprechungszimmers in der Verwaltung. Knapp T€ 12 wurden in einen Skoda Kombi (Praktik) als Ersatz für den Sprinter-Bus investiert und rund T€ 13 entfielen auf die Erweiterung des Kassensystems für die Gastronomie. Weitere T€ 38 entfielen auf die Aufrüstung der EDV-Technik (Server, PC’s), die Projektionstechnik sowie die Licht- und Tontechnik. Eissportzentrum St. Maur-Halle (Betr. 2000): Eine Investition in Höhe von T€ 5 für einen Bandenfräser. Finanzierungsmaßnahmen bzw. –vorhaben Bis auf die laufende Finanzierung für das CCP inkl. der Erweiterung um den Mittleren Saal und den Verbindungsbau vom Kleinen Saal zum Parkhotel gibt es keine nennenswerten Finanzierungsmaßnahmen. Besondere Finanzierungsvorhaben sind derzeit nicht geplant. Personalbereich Entsprechend dem genehmigten Stellenplan waren für 2014 16,30 Stellen vorgesehen zuzüglich 2,0 Auszubildender. Am Bilanzstichtag waren 17,00 Personalstellen und 1,00 Ausbildungsplatz besetzt. Im Jahresdurchschnitt waren 15,58 MitarbeiterInnen und 2,17 Auszubildende tätig. Der Stellenplan wurde damit um 0,72 Stellen unterschritten. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die mittlerweile 23 Jahre alte Technik zur Eisbereitung im Eissportzentrum St. Maur-Halle sorgt immer wieder für unliebsame Überraschungen. So musste die für Mitte September 2014 geplante Saisoneröffnung auf Anfang Oktober verschoben werden, da zwei Ventile an den mit Ammoniak gefüllten Leitungen aufgrund von Undichtigkeiten ausgetauscht werden mussten. Den Reparaturkosten in Höhe von rund T€ 8 standen erhebliche Einnahmeausfälle durch den verspäteten Saisonbeginn beim Publikumslauf und der Vermietung an den 1. CfR für Trainingszeiten gegenüber. Die sehr energieaufwändige Herstellung der Eisfläche musste wiederholt werden, was weitere Kosten verursachte.

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PKM

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Darstellung der Lage Vermögenslage Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 13.871 (Vj. T€ 13.476). Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sie sich um T€ 395 (Vj. T€ 330) und damit um 2,9%. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um T€ 20 erhöht. Das Sachanlagevermögen blieb im Vergleich zum Vorjahr mit T€ 571 unverändert. Das Umlaufvermögen verringerte sich insgesamt um T€ 37. Das Eigenkapital betrug unverändert 26.000 €. Finanzlage Zum Bilanzstichtag standen der Gesellschaft liquide Mittel von T€ 8 (Vj. T€ 8) zur Verfügung. Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen um rund T€ 37 über dem Planansatz. Der Aufwand unterschritt insgesamt die Prognose für das Geschäftsjahr 2014 um rund T€ 40. Der Planansatz für die Personalkosten wurde aufgrund von angefallenen Überstunden um T€ 28 überschritten. Das Ergebnis nach Steuern betrug € 0,00 (Vj. € 0,00). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringerten sich um T€ 17 (Vj. +T€ 10). Die sonstigen Steuern blieben mit T€ 105 auf dem Niveau des Vorjahres. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug T€ 130 (Vj. T€ 147). 16.800,00 € des Zuschusses für 2014 wurden nicht verbraucht und werden an den WSP zurückgeführt werden. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Alle erkennbaren Risiken wurden im Jahresabschluss in Form von Wertberichtigungen und Rückstellungen berücksichtigt. Aufgrund der von haushaltsrechtlichen Grundsätzen geprägten Entscheidungen des Zuschussgebers bestehen stets etwaige Risiken aus potentiellen Zuschusskürzungen. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Der Gemeinderat der Stadt Pforzheim hat in seiner Sitzung am 16.12.2014 den Wirtschaftsplan 2015 in der Fassung vom 24.09.2014 mit einem Betriebsergebnis von -2.703.000 € beschlossen, die Festsetzung durch die Gesellschafterversammlung erfolgte in der Sitzung am 17.12.2014. Der Wirtschaftsplan beinhaltet den Anstrich der Unteransichten der Dachüberhänge des CCP, den Anstrich der Stützen des Mittleren Saales sowie die Erneuerung des Bühnenbodens im Großen Saal. Die nach 28 Jahren mittlerweile verrosteten Töpfe der Einbauleuchten in den Unteransichten der Dachüberhänge werden bei dieser Renovierungsmaßnahme gegen energiesparende Leuchtkörper ausgetauscht. Insgesamt wurden für diese Maßnahmen T€ 95 eingeplant. Turnusmäßig werden im Geschäftsjahr 2015 aufgrund der erhöhten Messeaktivitäten mit den „Turning Days® SÜD und WEST“ sowie der „MomenTour®“ die Umsätze steigen. Die Marktposition des CCP ist sehr gut. Ein hoher Bekanntheitsgrad und eine große Kundenzufriedenheit wirken sich positiv auf das Empfehlungsmarketing aus. Aufgrund des großen Wettbewerbsdrucks versuchen einige Mitbewerber zum Teil mit Erfolg mittels Preisdumpings, bestehende Kunden abzuwerben. Der konsequente Ausbau der Serviceleistungen zur Umsatzsteigerung im Vermietungsgeschäft wird dem entgegengesetzt. Außerdem wird die Kundenakquisition und Kundenpflege kontinuierlich fortgesetzt.

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PKM

Die zufriedenstellende konjunkturelle Entwicklung wird sich 2015 und wahrscheinlich auch noch 2016 im CCP positiv auf das Buchungsaufkommen und die Umsatzerlöse auswirken. Der Ausbau des Publikumslaufs im Eissportzentrum St. Maur-Halle wird fortgesetzt. Die 2011 erfolgreich begonnene Akquisition von Schulen zur besseren Auslastung der Vormittage an den Werktagen entwickelt sich überaus positiv. Die konsequente Vermarktung der Publikumslaufzeiten an den Wochenenden wird zu einer Erhöhung der Frequenz und damit der Umsätze führen. Der hohe Energieaufwand für die Eisbereitung verbunden mit den steigenden Energiekosten wird sich mittelfristig auch auf die Mieten für die Nutzung des Eissportzentrums auswirken. Als Ergebnis der regelmäßigen Sachverständigenprüfungen entspricht der Regel- und Schaltschrank für die Kälteanlage nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen. Für die nicht aufzuschiebende Erneuerung wurden T€ 105 im Wirtschaftsplan eingestellt. Die Eishockeyabteilung des 1. CfR spielt mit der 1. Mannschaft in der BW-Landesliga. Mittelfristiges Ziel ist ein Aufstieg in die Regionalliga, was zu höheren Umsätzen aufgrund der größeren Anzahl an Ligaspielen und der Steigerung bei der Anzahl der Trainingseinheiten führen wird. In der eisfreien Zeit wird die St. Maur-Halle für Messen genutzt werden. Der Zeitraum beschränkt sich allerdings lediglich auf den Zeitraum ab Mitte April bis Ende Mai aufgrund der danach rapide abfallenden Aussteller- und Besuchernachfrage. Sonstige Angaben Finanzinstrumente - Finanzrisikomanagement Das fortlaufende Controlling basiert auf dem genehmigten und von der Gesellschafterversammlung festgesetzten Wirtschaftsplan mit Erfolgs-, Investitions-, Vermögens- und Stellenplan. Durch monatliche betriebswirtschaftliche Auswertungen ist eine ständige Budgetkontrolle sichergestellt. Darüber hinaus besteht seit 2006 ein EDV-gestütztes Risikomanagementsystem. Auf der Basis eines Risikomanagement-Handbuches werden Quartalsberichte erstellt und geprüft. Geplante Investitionen werden im gesetzlichen Umfang ausgeschrieben, bei Anschaffungen werden mindestens drei Angebote eingeholt. Die Finanzinstrumente liegen wie in der Bilanz angegeben vor. Besondere Sicherungsgeschäfte gibt es keine. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die über das übliche Maß hinausgehen, existieren nicht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Der Pächter der Gastronomie im Eissportzentrum St. Maur-Halle musste zum 31.01.2015 das Pachtverhältnis lösen. Bis Saisonende übernahm die PKM GmbH in eigener Regie die gastronomische Versorgung. Gleichzeitig erfolgte eine Ausschreibung für die Suche eines Pächters spätestens zum Beginn der Eissportsaison 2015/2016. Die vom Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsberatungen Anfang 2015 beschlossene Senkung der Gewerbesteuer führte zur Forderung von Einsparungen durch die Verwaltung an den WSP in sechsstelliger Höhe. Der Anteil der PKM GmbH an den Kürzungen beträgt T€ 38, das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2015 reduziert sich dadurch auf -2.665.000 €.

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Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Angestellte 1 Aushilfen Beschäftigte insgesamt nachrichtlich: Auszubildende
1

2011 14 36 50

2012 13 38 51

2013 14 38 52

2014 16 36 52

14 33 47

3

2

4

4

2

incl. Geschäftsführung

Jahresabschlussdaten2
Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 13.155 165 572 12.418 306 10 288 8 15 13.476 2014 Ist 13.522 186 571 12.765 269 10 251 8 80 13.871 Veränd. 13/14 367 21 -1 347 -37 0 -37 0 65 395

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 26 26 0 0 126 13.268 56 13.476

2014 Ist 26 26 0 0 105 13.685 55 13.871

Veränd. 13/14 0 0 0 0 -21 417 -1 395

Eigenkapital Stammkapital Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

2

Die Feststellung des Jahresabschlusses stand zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch aus.

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PKM

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 3.248 2.529 5.777 -3.386 -1.054 -121 -1.048 -5.609 168 0 -21 147 0 147 -147 0 2014 Ist 1.235 2.780 4.015 -1.716 -1.127 -128 -894 -3.865 150 1 -20 131 0 131 -131 0 2014 Plan 1.133 2.923 4.056 -1.730 -1.078 -203 -912 -3.923 133 1 -16 118 0 118 -118 0 2015 Plan 3.248 2.870 6.118 -3.549 -1.229 -169 -1.021 -5.968 150 1 -13 138 0 138 -138 0
2

Veränd. Abweich. 13/14 Plan/Ist 14 -2.013 251 -1.762 1.670 -73 -7 154 1.744 -18 1 1 -16 0 -16 16 0 102 -143 -41 14 -49 75 18 58 18 0 -4 13 0 13 -13 0

Umsatzerlöse Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Zuschuss Stadt Pforzheim 1
- CongressCentrum Pforzheim - St. Maur-Halle
1 2

2.509
2.399 110

2.762
2.620 142

2.780
2.704 76

2.703
2.510 193

253
221 32

-18
-84 66

enthalten in Sonstige betriebliche Erträge

Aufgrund der im Rahmen der Haushaltsberatungen vom WSP geforderten Einsparungen wurde nach Beschluss des Wirtschaftsplanes 2015 durch die PKM eine interne Kürzung i.H.v. 38 T€ vorgenommen. Der Zuschuss nach Kürzung beläuft sich auf 2.665 T€.

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PKM

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Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 95,4 0,2 0,2 0,0 0,0 0,2 56,6 96

2012 95,8 0,2 0,2 0,0 0,0 0,2 28,9 109

2013 97,6 0,2 0,2 0,0 0,0 0,2 56,2 121

2014 97,5 0,2 0,2 0,0 0,0 0,1 30,8 128

% % % % % % % T€

95,9 0,2 0,2 0,0 0,0 0,2 31,2 107

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff.1 GemO

(Quelle: PKM GmbH)

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PKM

2.1.5 Incinea GmbH

Ispringer Straße 42 75177 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 25 75 07231/ 39 13 95 Aike.Kremser@stadt-pforzheim.de www.incinea-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Der Gemeinderat der Stadt Pforzheim hat am 17. Februar 2004 beschlossen, den Betriebszweig des städtischen Krematoriums aus dem Regiebetrieb „Grünflächenamt - Abteilung Friedhöfe“ der Stadt mit allen Aktiva und Passiva auf die neu zu gründende Kapitalgesellschaft Incinea GmbH auszugliedern (Ausgliederung zur Neugründung gem. § 168 UmwG). Die Ausgliederung ist mit Eintragung in das Handelsregister am 5. März 2004 wirksam geworden. Die Übernahme des Vermögens des ausgegliederten Betriebszweigs erfolgte im Innenverhältnis mit Wirkung ab dem 01. Januar 2004. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 23. Februar 2004.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen Aufgabenstellung nach §§ 17 bis 19 BestattG Baden-Württemberg der Erhalt und der Betrieb eines Krematoriums für das Gemeindegebiet sowie das Umland zur Gewährleistung einer würdevollen örtlichen Kremation der Toten unter Berücksichtigung der bestehenden Bestattungskultur.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: 100.000 € 100.000 € = 100 %

Organe
Gesellschafterversammlung Geschäftsführung: Aike Kremser

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Incinea

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Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Geschäftsführung erfolgt im Rahmen einer Nebentätigkeit. Die Angaben über die Vergütung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder ein vergleichbares Organ.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Aus dem Mietvertrag vom 05.08.2004 besteht eine finanzielle Verbindung zum städtischen Haushalt.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
2010 2011 2012 2013 2014

Anzahl der Einäscherungen

3.930

3.968

4.268

3.545

4.163

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Ofenraum Incinea 2014
(Quelle: Incinea GmbH)

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Incinea

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Entwicklung der Einäscherungszahlen 2014 Im Geschäftsjahr 2014 wurden insgesamt 4.163 Einäscherungen vorgenommen. Dies bedeutet eine Erhöhung um 618 Einäscherungen gegenüber den Einäscherungen im Jahr 2013 mit 3.545.

Ertragslage 2014 Durch die gestiegenen Einäscherungszahlen erhöhten sich die daraus zu erzielenden Umsatzerlöse um 162 T€ auf 1.152 T€. Durch den Neubau des Einäscherungsofens stand die Anlage rd. 1 ½ Monate still. Deshalb blieben die Einäscherungsgebühren bei Fremdkrematorien mit 93 T€ (i.V. 96 T€) nahezu unverändert. Trotz der Halbierung der Energiekosten (- 42 T€) liegen insgesamt die Aufwendungen für bezogene Leistungen auf dem Niveau des Jahres 2013, da die Einsparung durch die Erhöhung der Überführungskosten (+ 30 T€) und der Leichenschaugebühren (+ 13 T€) kompensiert wurde. Die Abschreibungen reduzierten sich um – 93 T€, da die abgebrochene alte Ofenanlage im Jahr 2013 ganz abgeschrieben wurde. Nach dem Anstieg der Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung im Zusammenhang mit dem Störfall in 2013, konnten sie in diesem Jahr um - 67 T€ reduziert werden und liegen damit wieder auf dem Niveau der Vorjahre. Nach einem Jahresfehlbetrag im Jahr 2013 mit - 92 T€ konnte nunmehr ein Jahresüberschuss in Höhe von 26 T€ erzielt werden. Im ursprünglichen Wirtschaftsplan für 2014 war ein Jahresüberschuss von 132 T€ eingeplant, da von einem stärkeren Rückgang der Kosten für die Wartung der neuen Anlage ausgegangen wurde. Durch den Jahresüberschuss von 26 T€ erhöht sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 auf 827 T€ und beträgt somit 75 % des Gesamtkapitals. Personal Durch die Neueinstellungen im Jahr 2013 (1 Betriebsleiter + 1,5 Arbeiterstellen) erhöhten sich die Personalkosten um 95 T€ auf 431 T€.

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Incinea

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Veränderungen an der Anlage Die Anlage blieb seit Inbetriebnahme des neuen Ofens am 18.02.2014 unverändert. Die für 2015 geplante Erneuerung des Sammelkanals musste auf das Jahr 2014 vorgezogen werden, weil die Schadstellen einen ordnungsgemäßen Betrieb nicht mehr zuließen. Nachtragsbericht Die Kooperation mit dem Krematorium Osterburken wurde im Februar 2015 aufgelöst, mit der Folge, dass kurzfristig der Überführungsdienst mit eigenen Fahrzeugen organisiert werden musste. Die erfolgreiche Umsetzung wird sich auch positiv auf die Einäscherungszahlen auswirken, da mit dieser Veränderung gleichzeitig zusätzliche Bestatterkunden nach Pforzheim gelenkt werden konnten. Bezüglich der seit 2014 anhängigen Klage im Zusammenhang mit dem Störfall in der Rauchgasreinigung hat die INCINEA einen Vergleichsvorschlag vom Februar 2015 zurückgewiesen und setzt den Rechtsstreit fort. Nachdem bei der Sanierung des Sammelkanals Ende letzten Jahres Keramikfasern verwendet wurden, die den hohen Temperaturen des Rauchgases auf Dauer nur bedingt Stand halten, wurde im Mai 2015 im Rahmen der Gewährleistung der Sammelkanal mit Schamottsteinen gänzlich ausgemauert. Die Anlage war deshalb 2 Wochen nicht in Betrieb, so dass zusätzliche Einäscherungskosten fremder Krematorien angefallen sind. Prognosebericht Der neue Ofen hat nach einem Jahr Betriebszeit seine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Durch den Dauerbetrieb mit den gleichbleibenden hohen Temperaturen kann der Verschleiß erheblich reduziert werden. Es ist nach den derzeitigen Einäscherungszahlen (2.164 Einäscherungen Stand 27.05.2015) damit zu rechnen, dass zum Jahresende um die 5.000 Einäscherungen erreicht werden können. Der im Wirtschaftsplan 2015 geplante Jahresüberschuss mit 153 T€ könnte somit erzielt werden, sofern keine unvorhergesehene Ereignisse eintreten.

Bericht über Chancen und Risiken Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung vor finanziellen Risiken jeglicher Art. Die Incinea GmbH verfügt über ein effizientes Mahnwesen und arbeitet mit einem Inkassobüro zusammen. Außer Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben werden keine weiteren Finanzinstrumente eingesetzt. Die Liquiditätslage ist gut. Die nicht für die Investitionen in die neuen Anlagen benötigten liquiden Mittel werden weiterhin auf Tagesgeldkonten angelegt. Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht erkennbar.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Verwaltungspersonal 1 Arbeiter Aushilfen Beschäftigte insgesamt
1

2011 2 1 5 8

2012 2 1 5 8

2013 2 2 5 9

2014 2 4 4 10

2 1 5 8

incl. Geschäftsführung (als Nebentätigkeit)

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Incinea

Jahresabschlussdaten
Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 251 0 251 0 763 4 179 0 580 7 24 1.045 2014 Ist 745 0 745 0 336 6 189 0 141 6 18 1.105 Veränd. 13/14 494 0 494 0 -427 2 10 0 -439 -1 -6 60

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktive latente Steuern Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 801 100 551 242 -92 120 124 0 1.045

2014 Ist 827 100 551 150 26 125 114 39 1.105

Veränd. 13/14 26 0 0 -92 118 5 -10 39 60

Eigenkapital Stammkapital Gewinnrücklagen Gewinvortrag Jahresüberschuss Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Krematorium der Stadt Pforzheim
(Quelle: Incinea GmbH)

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Incinea

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Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 990 70 1.060 -304 -336 -185 -371 -1.196 -136 2 0 -134 0 -134 42 -92 2014 Ist 1.152 39 1.191 -300 -431 -92 -329 -1.152 39 0 -1 38 0 38 -12 26 2014 Plan 1.100 40 1.140 -255 -360 -143 -200 -958 182 0 0 182 0 182 -50 132 2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 1.100 40 1.140 -230 -360 -80 -250 -920 220 0 0 220 0 220 -67 153 162 -31 131 4 -95 93 42 44 175 -2 -1 172 0 172 -54 118 52 -1 51 -45 -71 51 -129 -194 -143 0 -1 -144 0 -144 38 -106

Umsatzerlöse Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität
1

2011 37,8 76,4 202,3 14,8 22,0 16,9 111,8 251

2012 22,1 82,1 372,1 17,4 22,3 18,3 115,2 303

2013 24,0 76,7 319,1 -9,3 -11,5 -8,8 85,8 93

2014 67,4 74,8 111,0 2,3 3,1 2,4 98,9 118

% % % % %

60,0 74,3 123,8 17,6 36,8 29,8 116,3 326

Gesamtkapitalrentabilität % Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

% T€

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

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Stadtbau

2.1.6 Stadtbau GmbH Pforzheim

Schlossberg 20 75175 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 31 10 07231/ 39 15 15 info@stadtbau-pforzheim.de www.stadtbau-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 22.07.1966 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 27.03.2009.

Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Gesellschaft ist es, im Rahmen ihrer kommunalen Aufgabenstellung 1. vorrangig eine sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für breite, insbesondere einkommensschwächere Schichten der Bevölkerung sicherzustellen, 2. die kommunale Siedlungspolitik und Maßnahmen der Infrastruktur zu unterstützen, 3. städtebauliche Entwicklungs- und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: 12.750.000 € 12.750.000 € = 100 %

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Bürgermeister Alexander Uhlig, Vorsitzender komm. Stadtkämmerer Konrad Weber, stv. Vorsitzender Stadtrat Axel Baumbusch Stadtrat Carol Braun (ab 01.09.2014) Stadtrat Rolf Constantin Stadträtin Monika Descharmes (bis 01.09.2014) Stadträtin Ellen Eberle Stadtrat Dr. Bernd Grimmer (bis 01.09.2014) Stadtrat Klaus Gutscher (bis 01.09.2014) Stadtrat Dr. Klaus Kasten (ab 01.09.2014) Stadtrat Helmut Metzger (bis 01.09.2014) Stadtrat Wolfgang Schick (ab 01.09.2014) Stadtrat Wolfgang Schulz (ab 01.09.2014) Stadtrat Fritz Sinzenich (bis 01.09.2014) Stadträtin Christine Stavenhagen - 63 -

Stadtbau

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Stadtrat Bernd Zilly (ab 01.09.2014) Geschäftsführung: Ulrich Füting

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
in € Geschäftsführung 1 Aufsichtsrat
1

2010 21.060

2011 21.473

2012 21.060

2013 20.280

2014 21.060

Die Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

Beteiligungen
Die Stadtbau GmbH war am 31.12.2014 an Kapitalgesellschaften bzw. Genossenschaften wie folgt beteiligt: Beteiligungswert 762.500 € 7.176.160 € 84.480 € 1.260 € 300 € Stimmrechtsanteile 50,0 % 38,6 % < 5,0 % < 5,0 % < 5,0 %

1. 2. 3. 4. 5.

Konversionsgesellschaft Buckenberg mbH: Pforzheimer Bau und Grund GmbH: Familienheim Pforzheim Baugenossenschaft eG: Baugenossenschaft Huchenfeld eG: Volksbank Pforzheim eG:

Verbindung zum städtischen Haushalt
Aus Übertragung von bebautem städtischem Grundbesitz an die Stadtbau GmbH Pforzheim besteht ein Gesellschafterdarlehen der Stadt Pforzheim, das am 31.12.2014 noch eine Restschuld von 12.480.000 € hatte. Hierfür sind jährliche Zins- und Tilgungsraten an die Stadt Pforzheim zu entrichten.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

(Quelle: Stadtbau GmbH)

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Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
2010 2011 2012 2013 2014

1. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen Gewerbe Garagen sonstige Einheiten zusammen: 2. Bautätigkeit eigene Objekte - fertiggestellt Mietwohnungen Gewerbe Garagen zusammen: 3. Modernisierung eigene Objekte - fertiggestellt Mietwohnungen 4. Verwaltete Objekte Dritter Miet-/Eigentumswohnungen Gewerbe Garagen sonstige Einheiten zusammen: 5. Eigentumsobjekte - fertiggestellt verkaufte Wohnungen verkaufte Gewerbeeinheiten zusammen:

2.736 69 1.271 8 4.084

2.727 68 1.297 9 4.101

2.722 68 1.299 7 4.096

2.776 70 1.342 7 4.195

2.747 71 1.338 6 4.162

0 0 0 0

8 0 28 36

0 1 0 1

60 1 45 106

0 0 0 0

34

42

44

164

37

87 15 120 1 223

75 15 109 1 200

75 15 109 1 200

101 15 142 1 259

107 15 147 1 270

0 0 0

0 0 0

0 0 0

31 0 31

4 0 4

Bautätigkeit und Verwaltung von Objekten
300 250 200
Objekte
Bautätigkeit eigene Objekte Modernisierung eigene Objekte

150 100 50 0 2010 2011 2012 2013 2014

Verwaltete Objekte Dritter Eigentumsobjekte

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

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Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Grundlagen des Unternehmens Die STADTBAU GmbH PFORZHEIM wurde am 22. Juli 1966 unter dem damaligen Namen Wohnungsbau- und Verwaltungs-Gesellschaft mbH Pforzheim gegründet. Im Jahre 1991 erfolgte eine Namensänderung in STADTBAU GmbH PFORZHEIM. Vorgänger war das am 22. Oktober 1946 als Pforzheimer Bautreuhand GmbH, Organ der staatlichen Wohnungspolitik, ins Leben gerufene kommunale Wohnungsbauunternehmen. Diese wurde aber 1961 nach dem Willen des damaligen Gemeinderates der Stadt Pforzheim liquidiert. Da der freie Wohnungsmarkt nicht in der Lage war, eine sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für Pforzheim zu leisten, wurde 1966 eine neue kommunale Wohnbaugesellschaft gegründet. Nach wie vor verpflichtet sich unser Unternehmen, dem sozialen Auftrag gerecht zu werden, preisgünstige Wohnungen zu bauen und zu vermieten. Neben Familien- und Kinderfreundlichkeit und dem Verständnis für den sozial Schwächeren, werden wir diesem sozialen Auftrag nachkommen. Dies wird auch in Zukunft Leitlinie unserer unternehmerischen Entscheidungen sein. Seit 1999 ist die STADTBAU GmbH PFORZHEIM maßgeblich an der Pforzheimer Baugesellschaft Bau und Grund mit 38,67 % beteiligt. Am 29.11.2006 wurde die Konversionsgesellschaft Buckenberg mbH gegründet, an der die STADTBAU GmbH PFORZHEIM zu 50 % beteiligt ist. Zentrale Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens bilden die Leerstands- und Fluktuationsquote. Allgemeine Entwicklung in Baden-Württemberg Das Wirtschaftswachstum in Baden-Württemberg hat sich 2014 nach einem guten 1. Quartal im Jahresverlauf abgeschwächt. Laut Aussage des statistischen Landesamtes ist ein reales Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 1 - 2 % für 2015 zu erwarten. Bei einer Gesamtbetrachtung der Konjunkturindikatoren zeigt sich, dass mit einer geringen Abschwächung bis Mitte 2015 zu rechnen ist, sodass ebenfalls für 2015 ein reales BIP Wachstum von ca. 1 % zu erwarten ist. Das steigende Wirtschaftswachstum wird für eine weitere ansteigende Nachfrage nach Arbeitskräften sorgen. Mit weiterem Zuzug von Arbeitskräften nach Baden-Württemberg ist zu rechnen. Dies löst eine weitere Nachfrage nach Wohnraum aus. Das Bauhauptgewerbe weist eine positive Entwicklung infolge der ungebrochenen Nachfrage nach Wohnraum auf, begünstigt durch niedrige Kapitalmarktzinsen. Arbeitslosigkeit Der Arbeitsmarkt hat sich in Baden-Württemberg selbst in einem schwierigen Konjunkturumfeld weiter gut behauptet. Die Beschäftigung ist auch im Jahr 2014 gestiegen, sodass sich die Zahl der Erwerbstätigen um ca. 1,2 % erhöht hat. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg belief sich Ende 2014 auf nur 3,8 %. Pforzheim bildet mit 7,4 % das Schlusslicht hinter Heilbronn und Mannheim. Im Dezember 2014 waren insgesamt 4.585 Personen in Pforzheim arbeitslos gemeldet, davon 1.468 Personen (32,0 %) in der Arbeitslosenversicherung und 3.117 Personen (68,0 %) in der Grundsicherung (Harz IV). Wieder einmal und dies seit Jahren, zeigen diese Zahlen deutlich das Spannungsfeld zwischen dem Stadtkreis Pforzheim und dem umliegenden Enzkreis. - 66 -

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Stadtbau

Bevölkerungsentwicklung in Pforzheim Die Zuwanderung nach Baden-Württemberg stieg auch 2014 an. Die gute Lage auf dem hiesigen Arbeitsmarkt war hierfür ausschlaggebend. Die überwiegende Mehrheit der neu hinzugekommenen ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner kam aus anderen EU-Staaten. Besonders stark war der Anstieg aus den mittel- und osteuropäischen Staaten, die 2004 und 2006 der EU beitraten. Hinzu kamen Bewohner aus den von der Wirtschafts- und Finanzkrise besonders betroffenen Ländern. Zum 01. Januar 2014 entfielen in Deutschland die Arbeitnehmerfreizügigkeitsbeschränkungen für Rumänien und Bulgarien. Wie vermutet hat es sich gezeigt, dass die kräftige Zuwanderung nach Baden-Württemberg anhält und das Geburtendefizit mehr als ausgeglichen wurde. In Pforzheim ist in diesem Zeitraum wieder ein Wanderungsgewinn zu verzeichnen, die die negative natürliche Bevölkerungsbilanz mehr als ausgleichen konnte. Der größte Teil dieser Zuwanderer in Pforzheim kommt aus mittel- und osteuropäischen Staaten oder sind syrische und irakische Flüchtlinge. Siedlungsentwicklung und Wohnbautätigkeit Gemessen am baugewerblichen Umsatz ist der Wohnungsbau mit knapp 40 % die größte Sparte des Bauhauptgewerbes. Die ungebrochene Nachfrage nach Wohnraum zeigt sich in verschiedenen Kennzahlen. Der baugewerbliche Umsatz im Wohnungsbau stieg in den ersten drei Quartalen 2014 um 8,2 % zum Vorjahreszeitraum und damit zu den übrigen Hochbausparten deutlich an. In Pforzheim stehen wir vor besonderen Herausforderungen dadurch, dass viele Sozialwohnungen, die preisgebunden sind, auslaufen und keine adäquate Nachfolgeprogramme den Wohnungsmarkt entlasten. Hinzu kommt, dass der „zweiten Miete“, also den insbesondere durch die wachsenden Energiekosten ausgelösten Mehrbelastungen, Einhalt zu bieten ist. Preise Dämpfend auf die Preisentwicklung wirkten 2014 insbesondere die Preisrückgänge bei Mineralölprodukten unter das Vorjahresniveau. Auffällig war auch der deutlich verlangsamte Preisanstieg für Nahrungsmittel. Die Ausgaben rund ums Wohnen, dazu gehören vor allem Ausgaben für Mieten, Nebenkosten sowie Heiz- und Stromkosten, sind der größte Posten im Budget eines durchschnittlichen Haushalts. Die mit 21 % im Verbraucherindex am höchsten gewichteten Nettokaltmieten stiegen im Durchschnitt der ersten 10 Monate 2014 um 1,6 % über das Vorjahrsniveau. Dies ist der stärkste Anstieg seit 2008. Haushaltsenergie dagegen war in diesem Zeitraum bei sinkenden Heizölpreisen und steigenden Strompreisen, um durchschnittlich 0,4 % günstiger als im Vorjahr. Nachhaltigkeit Eine nachhaltige Entwicklung zielt auf einen Ausgleich zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen, zwischen den Bedürfnissen von Industrieländern und Ländern der so genannten 3. Welt, aber auch den Bedürfnissen der heute lebenden Menschen und künftiger Generationen. Nachhaltigkeit als gesellschaftliches Leitbild für die Zukunft hat folglich nicht nur einen ökologischen Bedeutungsinhalt, sondern bezieht ebenso Fragen ökonomischer Produktivität und sozialer Gerechtigkeit mit ein. Nachhaltige Entwicklung steht somit gleichsam für eine wirtschaftlich leistungsfähige, ökologisch verträgliche und sozial gerechte Entwicklung. Uns kommt in all diesen Dimensionen eine herausragende Verantwortung zu, wenn es darum geht, die Grundlagen einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu schaffen und zu bewahren. Bei uns liegen entscheidende Hebel z.B. durch moderne Technologien, Umweltbelastungen zu vermindern oder mit erfolgreichen Geschäftsmodellen Beschäftigung zu sichern oder als fairer Geschäftspartner Gemeinwohl zu stärken. In unserer Firmenphilosophie ist nachhaltiges Denken und Handeln als Grundlage festgeschrieben. - 67 -

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Bei all unseren Investitionen, insbesondere im baulichen Bereich, führen wir diese Nachhaltigkeitsdiskussion, da sie nicht zuletzt die wirtschaftliche Qualität unseres Unternehmens auf Dauer kennzeichnet. Umsatz und Geschäftsfelder Der Umsatz aus Vermietung und Verpachtung im Jahr 2014 hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 406.660,26 auf EUR 17.371.593,43 erhöht (gegenüber Plan 2014 um EUR 482.593,00). Dies resultiert aus der Erhöhung der abzurechnenden Betriebskosten, aus moderaten Mieterhöhungen, insbesondere nach durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen, und aus Neuvermietung von fertiggestellten Projekten. Im Berichtszeitraum wurden 4 Wohnungen unseres Projekts „Wohnen mit Service“ im ‚tiergarten‘ an die Käufer übergeben; dadurch konnten EUR 1.007.300,00 (Vorjahr EUR 8.313.140,00, Plan 2014 EUR 1.500.000,00) erlöst werden. Die Umsatzerlöse betragen EUR 18.534.154,13 (Vorjahr EUR 25.409.190,55, Plan 2014 EUR 18.559.000,00). Vermietung, Verpachtung, Leerstände Die Gesamt-Leerstandsquote des Unternehmens lag am 31.12.2014 bei 2,1 %. Die Quote fiel damit um 0,9 % - Punkte gegenüber dem Jahr 2013. Davon wurden 0,5 % der leer stehenden Wohnungen aufgrund von anstehenden Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen nicht weiter vermietet. Wegen beabsichtigter Verkäufe sind weitere 0,9 % der Wohnungen nicht vermietet, sodass der tatsächliche Leerstand am 31.12.2014 lediglich 0,7 % des gesamten Wohnungsbestandes ausmacht. Entwicklung des Wohnungsleerstandes (ohne gewerbliche Einheiten) durch Mietausfall Stand im Dezember 2013 Anzahl Sollmiete Wohnungen EUR 2.776 874.623 84 3,0 % 6.727 0,8 % Stand im Dezember 2014 Anzahl Sollmiete Wohnungen EUR 2.747 882.892 57 2,1 % 3.520 0,4 %

Gesamtbestand : Leerstehende Wohnungen insgesamt : = in Prozent darunter : wegen laufender/beabsichtigter Modernisierung/Abbruch = in Prozent wegen Verkaufsabsicht = in Prozent somit : tatsächlicher Leerstand = in Prozent

18 0,6 % 45 1,6 % 21 0,8 %

2.246 0,3 %

14 0,5 % 24 0,9 % 19 0,7 %

116 0,0 %

4.481 0,5 %

3.404 0,4 %

Leerstands- und Fluktuationsquote gesamt 2009 2.743 107 3,9 % 283 10,3% 2010 2.736 92 3,4 % 279 10,2% 2011 2.727 57 2,1 % 263 9,6% 2012 2.722 45 1,7 % 255 9,4% 2013 2.776 84 3,0 % 247 8,9 % 2014 2.747 57 2,1 % 236 8,6 %

Gesamtbestand 31.12. Anzahl WE Leerstand Anzahl WE Leerstand in % Fluktuation Anzahl WE Fluktuation in %

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Die Fluktuationsrate hat sich gegenüber dem Jahr 2013 leicht um 0,3 Prozent - Punkte auf 8,6 % gemindert. Davon sind 1,8 % Mieter innerhalb unseres eigenen Bestandes umgezogen. Die Auswertung der Fluktuation hat folgende meist genannten Kündigungsgründe ergeben:

• • • • • •

Wohnung zu klein rein private Gründe Sonstiges Erwerb von Eigentum Alten- und Pflegeheim / zur Familie Arbeitsplatzwechsel

Auch im Jahr 2014 haben wir die Leerstandszeiten genutzt, um die Wohnungen zu modernisieren, insbesondere die Erneuerung der Böden und Sanitäreinrichtungen. Hier ist nach wie vor ein hoher Investitionsbedarf notwendig. Mietausfälle aufgrund der Leerstandsquote haben auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zwar Einfluss, der aber nicht von wesentlicher Bedeutung ist. Datenschutz Wir haben einen externen Datenschutzbeauftragten beauftragt, diese Aufgabe zu übernehmen. Die mit ihm getroffenen Maßnahmen besitzen die Eignung im Sinne des § 9 BDSG, die Ausführung der Vorschriften des Bundesdatenschutzes zu gewährleisten. Bauträgergeschäft Wohnen mit Service“ 'tiergarten' Pforzheim Ein wesentlicher Bestandteil des Planungskonzeptes 'tiergarten' ist die Planung und der Bau des Projektes „Wohnen mit Service“ unmittelbar angrenzend an das begrünte Dach des Einkaufszentrums. Das Berliner Architekturbüro Léon Wohlhage Wernik wurde mit der Planung beauftragt. Das städtebauliche Konzept sieht eine Wohnanlage, bestehend aus 4 solitären Gebäuden mit übergreifender Tiefgarage vor. Die versetzte Anordnung der Baukörper ermöglicht unterschiedliche Durchblicke, schafft fließende Übergänge und bezieht die parkartige Umgebung mit ein. Alle Gebäude haben jeweils 4 Vollgeschosse und ein zusätzliches zurückgesetztes Penthouse-Geschoss. Alle Wohnungen erhalten ihren Bezug zum Außenraum über Terrassen, Balkone und Loggien, die den skulpturalen Charakter der Punkthäuser stark prägen. Die 76 Wohnungen werden generationenübergreifend genutzt und sind barrierefrei ausgeführt. Ein geringer Teil der erdgeschossigen Wohnungen sind zudem rollstuhlgerecht hergestellt. Im Untergeschoss sind Kellerräume und eine Tiefgarage mit 60 Stellplätzen und weitere 43 Stellplätze im Freien. Im Erdgeschoss befindet sich ein Concierge-Bereich mit Büro und Mehrzweckraum, der das Angebot für das „Wohnen mit Service“ abrundet. Zusätzlich werden im Untergeschoss Flächen für Fitness vorgehalten. Bis heute sind 27 Wohnungen (Vorjahr 23 Wohnungen) übergeben, eine weitere Wohnung ist notariell verkauft, wird aber erst in 2015 übergeben. Die restlichen Wohnungen sind der Vermietung vorbehalten. Im Sommer 2014 wurden die restlichen Außenanlagen hergestellt. Das Projekt ist komplett bis auf den Innenausbau von wenigen Wohnungen fertiggestellt. Dienstleistungsgeschäft Die Eigentumsverwaltung und Geschäftsbesorgung bei der Verwaltung von Wohnungen für Dritte hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die in 2014 verwalteten Einheiten belaufen sich auf 122 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Beim Objekt „Wohnen mit Service“ bieten wir für die Kapitalanleger eine Mietverwaltung an. 7 Kapitalanleger nehmen diese Dienstleistung in Anspruch.

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Die eingesetzten Personal- und Sachkosten sind abgedeckt. In diesem Geschäftsfeld besteht kein nennenswertes Unternehmensrisiko. Die Projektentwicklung und Beratertätigkeit der STADTBAU GmbH PFORZHEIM für Projekte Dritter ist nach wie vor gefragt z. B. für die Konversionsmaßnahme Buckenberg. Der Deckungs- und Ergebnisbetrag für diese Dienstleistung ist für die nächsten Jahre festgelegt, womit auch hier kein Risiko besteht. Finanz- und Vermögenslage, Kosten- und Ertragssituation Das Anlagevermögen ist auf EUR 113.137.933,30 angestiegen. Die Erhöhung resultiert aus der Umwidmung der zum Bilanzstichtag nicht veräußerten Wohnungen des Projektes „Wohnen mit Service“ vom Umlauf- ins Anlagevermögen. Dieser stehen planmäßige Abschreibungen gegenüber, die über den Investitionen für die Neubaumaßnahmen und den angefallenen Modernisierungen des Wohnungsbestandes liegen. Investitionen erfolgten im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 945.931,70 (Plan 2014 EUR 1.343.000,00). Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt nunmehr 92,9 %. Das Eigenkapital beträgt zum Jahresende EUR 46.086.417,28 = 37,8 % am Gesamtvermögen und ist damit gegenüber dem Jahr 2013 gestiegen. Unverändert stehen auf der Passivseite das Eigenkapital (EUR 46.086.417,28) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 56.734.560,95) im Vordergrund. Schaubild Anlagevermögen

120.000.000 €

114.269.867

113.157.844

110.142.832

108.085.102 106.038.758 113.137.933

100.000.000 €

80.000.000 €

60.000.000 €

40.000.000 €

20.000.000 €

0€

2009

2010

2011

2012

2013

2014

Nach wie vor ist die Liquidität gesichert, da ausreichend Finanzvolumen zur Verfügung steht. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Jahresüberschuss von EUR 1.331.979,21 ab. Geplant war ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 248.000,00. Mehrerlöse aus Vermietung (ca. EUR 160.000,00), sonstige Erträge (ca. EUR 450.000,00) und geringere Instandhaltungskosten (ca. EUR 560.000,00) insbesondere auch durch zeitliche Verschiebungen führen gegenüber der Planung zu einer Verbesserung des Jahresergebnisses. Wie in den letzten Jahren wurde auch im Jahr 2014 der Haupterlös der STADTBAU GmbH PFORZHEIM im Vermietungsbereich erwirtschaftet. Da hier der Schwerpunkt unserer Unternehmenstätigkeit liegt, ist die Erhaltung des Anlagevermögens für uns äußerst wichtig. Daher werden wir nach wie vor hohe Investitionen in umfangreiche Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen tätigen, um dieses Unternehmensziel langfristig zu sichern.

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Stadtbau

Organtätigkeit Im Jahr 2014 wurden 5 Aufsichtsratssitzungen durchgeführt und 1 Besichtigungsfahrt zu den aktuellen Bauvorhaben. Die Gesellschafterversammlung fand am 02. Juli 2014 statt. Beteiligung an anderen Unternehmen Pforzheimer Bau und Grund GmbH Die STADTBAU GmbH PFORZHEIM zeichnet am Stammkapital der Pforzheimer Bau und Grund GmbH derzeit 38,67 %. Aufgrund der uns vorliegenden Daten ist die wirtschaftliche Situation des Unternehmens Pforzheimer Bau und Grund GmbH geordnet. Konversionsgesellschaft Buckenberg mbH An der am 29.11.2006 gegründeten Konversionsgesellschaft Buckenberg mbH ist die STADTBAU GmbH PFORZHEIM mit 50 % beteiligt. Weitere Gesellschafter sind die Haus GmbH der Sparkasse Pforzheim Calw Grundstücksgesellschaft & Co. KG, die AJS-Projekt GbR, die Arbeitsgemeinschaft Pforzheimer Wohnungsunternehmen GbR und die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG. Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen der kommunalen Aufgabenstellung die Vorbereitung, Planung, Entwicklung und Neuerschließung des Konversionsgeländes der BuckenbergKaserne in Pforzheim und die Bewirtschaftung, Vermarktung und der Verkauf der neu gebildeten Grundstücke und Grundstücksrechte. Das rund 20 ha umfassende Gelände der ehemaligen Buckenberg-Kaserne wurde im Oktober 1996 durch die französischen Streitkräfte geräumt. Das Gelände befand sich bis 2006 im fiskalischen Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, BImA, Stuttgart. Am 21.12.2006 erfolgte der Kauf des Areals durch die Konversionsgesellschaft Buckenberg mbH, nachdem der Gemeinderat der Stadt Pforzheim die bau- und planungsrechtlichen Voraussetzungen in Form eines Bebauungsplanes für das Gelände beschlossen hat. Bis zum 31.12.2014 sind insgesamt 121 Grundstücke verkauft worden, 23 weitere Grundstücke sind reserviert und 1 Grundstück hat einen Gutbefund. Insgesamt umfasst das Erschließungsgebiet 'tiergarten' 171 Einfamilienhausgrundstücke neben einer größeren zusammenhängenden Mischgebietsfläche im nördlichen Teil des Areals, die komplett veräußert ist. Zusammengefasst hat sich die positive Entwicklung des Projektes 'tiergarten' auch im Jahre 2014 fortgesetzt. Organisation und Mitarbeiter Kundenorientierung und Servicequalität standen im abgelaufenen Geschäftsjahr wie auch in den vergangenen Jahren im Vordergrund bei der Ausrichtung unserer Mitarbeiter. Regelmäßige Mitarbeitergespräche dienen dazu, Unternehmensstrategien und -ziele zu definieren. Durch Mitarbeiterqualifizierung sichern wir die Kompetenz unserer Beschäftigten. Wir haben für unser Unternehmen Richtlinien zur Korruptionsvorbeugung erarbeitet und unseren Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Um im Wettbewerb bestehen zu können, sind eine starke Kundenbindung aber auch ein positives Image wichtige Erfolgsfaktoren. Mit der Zielsetzung, Kundenbedürfnisse frühzeitig wahrnehmen und diese zielgruppenspezifisch stärker in zukünftige Bestandsmaßnahmen einzubeziehen, um Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu verbessern und die Neukundengewinnung zu fördern, beschäftigen wir uns seit 2011 schwerpunktmäßig.

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Risikomanagement Das für unser Unternehmen aufgebaute Risikomanagement zielt darauf ab, die Geschäfts- und ITRisiken frühzeitig zu identifizieren. Dies umfasst folgende Punkte:

• • • •

Festlegung von Zielen auf der Basis von unterschiedlichen Strategien Identifikation von Risiken mit Bewertung Steuerung der Risikoabwehr Früherkennung und Risikoabwehr

So wird als Beispiel der Auslauf von Zinsbindungen ständig überwacht und seit den 80er Jahren eine breit gestreute Laufzeit bei Prolongationen eingehalten. Damit ist das Risiko bei anstehenden Zinsprolongationen eingegrenzt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten oder, soweit absehbar, in diesen Bericht bereits aufgenommen. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung / Mittlere Finanzplanung und Zahlungsfähigkeit 4 Wohnungen unseres Projekts „Wohnen mit Service“ im ‚tiergarten‘ wurden ergebniserhöhend veräußert. Außerdem sind bei einigen geplanten Instandhaltungsmaßnahmen zeitliche Verzögerungen entstanden, die erst 2015 abgeschlossen werden. Neben weiteren Kosteneinsparungen sind diese Punkte die Hauptgründe dafür, dass der Jahresüberschuss deutlich höher als geplant ausfiel. Die hohen Investitionen, die wir tätigen, tragen zur wirtschaftlichen Stabilisierung des örtlichen Handwerks bei. Der Aufsichtsrat wurde kontinuierlich über die aktuelle wirtschaftliche Situation des Unternehmens informiert und über die Entwicklung der STADTBAU GmbH PFORZHEIM unterrichtet. Zusammengefasst kann für das Jahr 2014 festgestellt werden, dass wie in den vergangenen Jahren kein Risiko aus laufenden Geschäften oder abgeschlossenen Rechtsgeschäften zu verzeichnen ist. Es gab keine Rechtsstreitigkeiten von Bedeutung. Versicherungen zur Abdeckung von Haftungen und Betriebsrisiken sind in ausreichendem Maße abgeschlossen. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war und ist jederzeit gewährleistet. Der Abschreibungsbedarf bei Mieten bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau. Dies ist im Wesentlichen auf das bestehende straffe Mahnwesen zurückzuführen. Die STADTBAU GmbH PFORZHEIM hat sich in den vergangenen Jahren intensiv um die Bestandserneuerung ihrer Gebäude bemüht. Schwerpunkt waren dabei die Sanierungen vor allem der von der Stadt Pforzheim übernommenen Wohngebäude, die häufig unter Denkmalschutz stehen und dadurch einen erhöhten Investitionsaufwand erforderlich machten. Die Mietobjekte aus den 60er – 70er Jahren bilden einen weiteren Schwerpunkt bei unseren Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Hier gehen wir von einer ganzheitlichen Sanierung aus, die zum einen die Außenhaut und Balkone der Gebäude betrifft und zum anderen die inneren Bereiche eines Gebäudes wie Bäder, Küchen, Sanitärleitungen, Abwasser, Aufzug usw. Nach wie vor verfolgen wir das Neubausegment Geschosswohnungsbau stetig weiter mit der Zielrichtung, mietgünstigen Wohnraum mit bezahlbaren Nebenkosten zu bauen. Dies war auch im Jahr 2014 ein Schwerpunkt unseres unternehmerischen Handelns. Wir führen ständig Mieterbefragungen durch, die den Stand unserer Bemühungen zeigen. Die Mieterzeitung geht auf aktuelle Themen ein und wird gerne gelesen.

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Um die gesamtwirtschaftlichen Risiken zu mindern, beobachten wir permanent die wirtschaftliche Entwicklung unseres Raumes. Hier lassen sich momentan insofern Risiken erkennen, als dass die Arbeitslosenquote trotz der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Pforzheim nach wie vor über dem Durchschnitt Baden-Württembergs und vor allem des unmittelbaren Umfeldes liegt. Der Bedarf an preisgünstigen Wohnungen wird weiter steigen. Mieterberatung und das Forderungs- und Mahnwesen werden besonders gefordert sein. Bestandsgefährdende Risiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Das Thema Unterbringung von Asylbewerbern, ebenso wie die der anerkannten Asylbewerbern, wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Bereits 2014 haben wir uns mit diesem Aufgabenbereich beschäftigt. Wir gehen davon aus, dass dies auch in den nächsten Jahren der Fall sein wird. Bei den betrieblichen Risiken kann man feststellen, dass der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2015 den Vorgaben des Wirtschaftsplanes entspricht. Die Instandhaltungsmaßnahmen werden im Jahr 2015 nochmals um annähernd EUR 600.000,00 steigen. Wir erwarten trotzdem einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 217.000,00. Auch in 2016 sind kostenintensive Instandhaltungsmaßnahmen vorgesehen.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Kaufm. Mitarbeiter 1 Techn. Mitarbeiter Hauswarte/geringf. Besch. Beschäftigte insgesamt nachrichtlich: Auszubildende
1

2011 12 11 21 44

2012 14 11 20 45

2013 14 11 19 44

2014 15 12 17 44

12 11 20 43

2

2

2

1

1

incl. Geschäftsführung

(Quelle: Stadtbau GmbH)

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Jahresabschlussdaten Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 106.039 42 97.722 8.275 19.861 15.597 865 0 3.399 52 125.952 2014 Ist 113.138 19 105.094 8.025 8.659 5.124 802 0 2.733 45 121.842 Veränd. 13/14 7.099 -23 7.372 -250 -11.202 -10.473 -63 0 -666 -7 -4.110

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Verkaufsgrundstücke, Vorräte, Unfertige Leist. Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 44.754 12.750 30.109 0 1.895 806 80.288 104 125.952

2014 Ist 46.086 12.750 32.138 0 1.198 815 74.848 93 121.842

Veränd. 13/14 1.332 0 2.029 0 -697 9 -5.440 -11 -4.110

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Verlustvortrag Bilanzgewinn/-verlust Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

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Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 25.409 278 548 26.235 2014 Ist 18.534 -308 489 18.715 2014 Plan 18.559 -1.090 31 17.500 2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 18.005 415 115 18.535 -6.875 -586 -59 -7.520 -25 782 458 1.215

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Aufwand für bezogene Lieferungen und Leistungen Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Zinserträge, Ertr. aus Beteilig. Zinsaufwand Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag Einstellungen in bzw. Entnahmen aus Rücklagen (-/+) Bilanzgewinn/-verlust

-15.302 -1.745 -3.538 -732 -21.317 4.918 94 -2.453 2.559 0 2.559 -453 2.106 -211 1.895

-8.983 -1.859 -3.442 -973 -15.257 3.458 656 -2.320 1.794 0 1.794 -462 1.332 -134 1.198

-9.247 -1.895 -3.490 -850 -15.482 2.018 592 -2.401 209 0 209 -457 -248 248 0

-9.810 -1.896 -3.860 -848 -16.414 2.121 386 -1.821 686 0 686 -469 217 -22 195

6.319 -114 96 -241 6.060 -1.460 562 133 -765 0 -765 -9 -774 77 -697

264 36 48 -123 225 1.440 64 81 1.585 0 1.585 -5 1.580 -382 1.198

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 90,0 34,1 37,9 8,0 3,2 3,3 97,8 4.321

2012 85,0 33,6 39,5 5,3 2,1 2,8 64,0 4.272

2013 84,2 35,5 42,2 8,3 4,7 3,6 104,9 5.644

2014 92,9 37,8 40,7 7,2 2,9 2,9 102,7 4.774

% % % % % % % T€

92,9 33,2 35,7 0,9 0,4 2,4 94,5 3.660

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

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JMS

2.1.7 Jugendmusikschule Pforzheim GmbH

Deimlingstr. 12 75175 Pforzheim

Telefon: 07231/ 39 35 00 Telefax: 07231/ 39 35 29 E-Mail: info@jugendmusikschulepforzheim.de Internet: www.jugendmusikschulepforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde mit notarieller Urkunde vom 10.12.2012 gegründet und am 23.01.2013 in das Handelsregister eingetragen. Der Gesellschaftsvertrag datiert vom 10.12.2012.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen der kommunalen Aufgabenstellung die Förderung von Kunst und Kultur durch Betrieb einer Jugendmusikschule zur musikalischen Erziehung und Weiterbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie soll das Interesse an der Musik und das praktische Musizieren auf breiter Basis wecken und fördern. Darüber hinaus soll sie auch den sozial schwächer gestellten Bevölkerungskreisen die Musikausbildung ermöglichen. Ihre besonderen Aufgaben sind: A. die Heranbildung des Nachwuchses für das Laienmusizieren B. die Förderung des gemeinsamen Musizierens in kleinen und großen Gruppen C. die Begabtenauslese D. die studienvorbereitende Ausbildung.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: 25.000 € 25.000 € = 100 %

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Oberbürgermeister Gert Hager, Vorsitzender Dr. Isabel Greschat komm. Stadtkämmerer Konrad Weber

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Geschäftsführung:

Stefan Hauswirth

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Angaben über die Vergütung für die Geschäftsführung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine Vergütung oder Aufwandsentschädigung.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Die Stadt gewährt der Jugendmusikschule zur teilweisen Finanzierung ihrer Betriebskosten einen jährlichen Zuschuss. Im Jahr 2014 wurde insgesamt ein Zuschuss in Höhe von 463.521 € aufwandswirksam ausbezahlt. Darin enthalten ist der Betriebskostenanteil in Höhe von 197.300 €, der Mietkostenanteil von 236.221 € und ein Sonderzuschuss zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung der Gesellschaft in Höhe von 30.000 €.

in €

2013

2014

THH 4, PG. 2630 KoSt. 41006420, Sk. 43180000 THH 4, PG. 2630 KoSt. 65003318, Sk. 42310000/42310200

197.300 234.017

227.300 236.221

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
1

2010

2011

2012

2013

2014

Durchschnittliche Schülerzahl Gesamtwochenstunden
1

905 580

904 611

889 577

843 564

814 538

Die Jugendmusikschule Pforzheim GmbH wurde am 10.12.2012 gegründet. Der Betrieb ging zum 01.01.2013 auf die GmbH über und wurde zuvor von einem gemeinnützigen Verein wahrgenommen.

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Durchschnittliche Schülerzahl 920 900 880 860 840 820 800 780 760

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Das Geschäftsjahr 2014, das zweite komplette Geschäftsjahr der Jugendmusikschule Pforzheim GmbH, schloss mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 9.146,18 Euro. Das Volumen des Gesamthaushalts belief sich auf 1.280.463,17 Euro, die Bilanzsumme auf 92.192,12 Euro. Die Gesellschaft wurde zum 10.12.2012 gegründet. In dem Rumpfgeschäftsjahr 2012 waren keine Aktivitäten zu verzeichnen, das erste vollständige Geschäftsjahr schloss mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 17.498,39 Euro. Bei Betrachtung der Ertragslage ist festzustellen, dass die Umsatzerlöse in Form der Unterrichtsgebühren gegenüber 2013 um 2,3 % (15 T€) gestiegen sind. Dies liegt an der ab April 2014 wirksamen Gebührenerhöhung um durchschnittlich knapp 3 %. Die Zuschüsse von Land, Stadt Pforzheim, Enzkreis und umliegenden Gemeinden stiegen um 6,75 % (38 T€). Diese Steigerung resultiert jedoch nahezu vollständig durch einen kurz vor Jahresende gewährten Sonderzuschuss durch die Stadt Pforzheim in Höhe von 30 T€ zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung der Gesellschaft. Zusätzlich zum Barzuschuss übernimmt die Stadt Pforzheim die Miet- und Mietnebenkosten für die Unterbringung der Jugendmusikschule. Der Zuschuss für Miete und Mietnebenkosten wurde 2014 erstmals im Wirtschaftsplan veranschlagt und ist im Jahresabschluss eingebucht. Der Zuschuss des Enzkreises blieb nach einer Kürzung im Jahr 2013 im Berichtsjahr konstant. Die Zuschüsse des Landes blieben weitgehend konstant, während die Zuschüsse der umliegenden Kommunen erfreulich um 3 T€ angestiegen sind. Im Bereich der sonstigen Einnahmen und Erträge macht sich die Neugründung der Gesellschaft im Jahr 2013 auch im Abschluss 2014 deutlich bemerkbar. Die mit der Gründung einhergehenden Sondereffekte wie die Barspende des Fördervereins in Höhe von 30 T€ fehlen im Jahr 2014. Das Spendenaufkommen ging folglich wieder auf vergleichbare Werte aus Vereinszeiten zurück. Insgesamt gesehen ist das Spendenaufkommen als niedrig anzusehen. Leider gelingt es dem Förderverein nicht, nachhaltig ein höheres Spendenaufkommen zu generieren. Zurückgegangen sind die Erträge aus dem Landesprogramm Singen – Bewegen – Spielen ( - 3 T€), das in Pforzheimer Kindergärten angeboten wird. Auf der Aufwandsseite konnten die Personalkosten erfreulicherweise weitestgehend auf dem Niveau des Vorjahrs gehalten werden (+ 8 T€). Die Tarifsteigerungen wurden durch einen Rückgang an Unterrichtseinheiten ausgeglichen. Ausscheidende Lehrkräfte wurden nicht durch neue Kräfte ersetzt, die Unterrichtsstunden wurden im Kollegium verteilt oder durch Honorarkräfte ersetzt. Dies wird auch zukünftig der Kurs sein. Ausscheidende Lehrkräfte werden durch Honorarkräfte ersetzt, neue Festanstellungen oder Erhöhungen von Deputaten sind nicht möglich.

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Ansonsten bewegen sich die Ergebnisse im Wesentlichen im Rahmen der Vorjahre. Anpassungen gab es bei den Versicherungen sowie bei Gebühren und Beiträgen, z.B. durch die GEZ-Gebühren. Geringe Mehrausgaben sind bei Werbungskosten und Instandhaltungskosten zu verzeichnen, die sich dennoch auf insgesamt sehr niedrigem Niveau bewegen. Alle sonstigen Kosten fallen nach wie vor kaum ins Gewicht. Den großen Spardruck der Jugendmusikschule kann man allerdings an zwei Positionen besonders deutlich erkennen. Für Noten, Fachliteratur und Zeitschriften wurden nur noch 289,73 Euro verausgabt. Fortbildungskosten reduzierten sich weiter auf mittlerweile nur noch 378,20 Euro. Bei den Leistungskennziffern der Jugendmusikschule sind insbesondere die Schülerzahlen und die Gesamtwochenstunden von Interesse. Die Schülerzahl sank zum Meldezeitpunkt für den Verband der Musikschulen abermals von 843 SchülerInnen auf 814 SchülerInnen, ein Rückgang um 29 SchülerInnen (3,4 %). Die Verteilung der Rückgänge auf die Altersgruppen konzentriert sich vor allem auf die Altersgruppen unter 6 Jahren durch weniger Kurse im Bereich Früherziehung. Nach wie vor häufigste Unterrichtsform ist der Einzelunterricht (592 SchülerInnen, gut 80 % Anteil Einzelunterricht zu Gruppenunterricht), danach folgt Unterricht in einer 2-er Gruppe (80 Gruppen), alle anderen Unterrichtsformen werden nur sehr gering nachgefragt. Erfreulich, dass das Orchester weiterhin mit 16 TeilnehmerInnen auf einem relativ konstant guten Stand bleibt, so dass der Klangkörper weiterhin aktiv auftreten kann. 114 SchülerInnen werden in Klassenformen wie der Musikalischen Früherziehung oder den Musikzwergen unterrichtet, dies ist ein erheblicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (173). Die Gesamtwochenstunden (Unterrichtseinheiten zu 45 Minuten) haben sich im Geschäftsjahr von 564 auf 538 Stunden reduziert. Damit setzte sich der aus den Vorjahren zu beobachtende Rückgang weiter fort. Insgesamt gab die Jugendmusikschule im Jahr 2014 57 (Vj. 43) Auftritte. Dabei waren 753 (Vj. 809) Mitwirkende (SchülerInnen und LehrerInnen) aktiv und rund 4.245 Besucher (Vj. 3.500) konnten gezählt werden. Diese Zahlen verdeutlichen das große Engagement der Schule für die SchülerInnen Auftrittsgelegenheiten zu schaffen, um das im Unterricht Erlernte auch auf der Bühne präsentieren zu können. Bei der Betrachtung der Gesamtlage fällt auf, dass das Jahresergebnis im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2014 deutlich positiver ausfällt. Dies liegt allerdings einzig am kurz vor Jahresende gewährten Sonderzuschuss in Höhe von 30 T€ durch die Stadt Pforzheim. Ohne diesen Zuschuss wäre das Jahresergebnis deutlich negativ ausgefallen und die Gesellschaft stark insolvenzgefährdet gewesen. Ohne nachhaltig und deutlich erhöhte Zuschussleistungen ist die Gesellschaft in der jetzigen Form kaum überlebensfähig. Nur durch deutliche Reduzierungen der Schülerzahlen und dem damit einhergehenden Personalabbau wäre eine tragfähige Finanzierung denkbar. Dies ist allerdings ein Prozess, der nicht kurzfristig erfolgen kann. Die Gesellschaft beschäftigt zum 31.12.2014 insgesamt 28 Lehrkräfte, davon 1 in Vollzeit und 27 Teilzeitkräfte. Zusätzlich sind 7 Honorarkräfte im Einsatz. In der Verwaltung arbeiten zwei Teilzeitbeschäftigte, zusätzlich gibt es zwei geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. Chancen, Risiken, Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 Die Lage der Gesellschaft ist spätestens gegen Ende 2014 als äußerst problematisch zu bezeichnen. Ohne den im Dezember 2014 durch die Stadt Pforzheim gewährten Sonderzuschuss wäre ein deutlich negatives Jahresergebnis zu verzeichnen gewesen und die Gesellschaft trotz aller Konsolidierungsbemühungen stark insolvenzgefährdet gewesen. Diese Entwicklung hatte sich bereits beim Jahresabschluss 2013 angedeutet. Dies zeigt sich besonders darin, wenn man dem damaligen Jahresgewinn von 18 T€ die einmalige „Mitgift“ des ehemaligen Vereins in Höhe von 30 T€ gegenüberstellt. Unter Berücksichtigung des periodenfremden Ertrags in Höhe von 6 T€ belief sich schon 2013 das operative Defizit auf 18 T€.

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JMS

Durch die in 2014 zu leistenden Tarifsteigerungen wurde das Jahresergebnis weiter belastet und die Situation verschärft. Entgegengewirkt wurde dem durch eine Gebührenerhöhung zum Schuljahreswechsel im April 2014. Dadurch konnten die Umsatzerlöse zwar gesteigert werden, die Mehrerträge reichten jedoch deutlich nicht aus, um die bestehenden Finanzierungslücken zu decken. Zu besorgen ist weiterhin, dass die Zuschüsse des Landes, des Enzkreises und der umliegenden Gemeinden mit den Kostensteigerungen im Personalbereich nicht mitgehen, sondern allenfalls konstant bleiben. Die Zuschüsse der Gemeinden sind zudem Freiwilligkeitsleistungen und bedeuten keine stabile Grundlage. Auch 2015 werden die Tarifabschlüsse erneut zu Mehrbelastungen führen, die im Wirtschaftsplan berücksichtigt wurden. Als Gegenmaßnahme wurden zur Steigerung der Ertragslage auch für das Jahr 2015 eine weitere Gebührenerhöhung beschlossen und zum April 2015 umgesetzt. Ferner beantragte die Gesellschaft im Herbst 2014 eine Erhöhung des Zuschusses der Stadt Pforzheim um 30 T€ pro Jahr. Die erforderlichen Haushaltsmittel wurden durch den Gemeinderat der Stadt Pforzheim am 12.05.2015 bereitgestellt. Der Wirtschaftsplan 2015 enthält bereits die erhöhten städtischen Zuschüsse. Die seit vielen Jahren den MitarbeiterInnen gewährte Freiwilligkeitsleistung eines Weihnachtsgeldes (25 % des vereinbarten Deputats) bleibt auch 2015 nicht leistbar. Insgesamt bleibt die Situation auch nach der Zuschusserhöhung durch die Stadt kritisch und nur durch konsequente weitere Sparanstrengungen kann ein auskömmlicher Geschäftsbetrieb gewährleistet werden. Daher muss die Finanzierungsgrundlage der Gesellschaft ständig überwacht und diskutiert werden. Die Abhängigkeit der Gesellschaft von wenigen Faktoren ist höchstproblematisch, da kaum Möglichkeiten des Gegensteuerns bestehen. Über 95 % der Aufwendungen resultieren aus den Personalausgaben, wenn man den „durchlaufenden Posten“ des Zuschusses für Miete und Mietnebenkosten bei der Betrachtung außen vor lässt. Folglich werden aufwandsseitig Tarifsteigerungen stets zu deutlichen Belastungen führen, die ertragsseitig letztlich nur durch höhere Zuschüsse der öffentlichen Hand aufgefangen werden können. Ein weiteres Drehen an der Gebührenschraube ist bei ohnehin schon hoher Belastung nur noch begrenzt möglich, da ansonsten die Differenz zu den vielen Angeboten im Privatunterrichtssegment noch größer wird. Durch die Erhöhung im Jahr 2015 wird erstmals die Grenze von 100 Euro/Monat für 45 Minuten Einzelunterricht überschritten. Andere wesentliche Stellschrauben bestehen nicht. Durch die zurückgehenden SchülerInnenzahlen drohen ferner Lehrkräfte unter ihr vertraglich fixiertes Deputat zu rutschen. Das bedeutet, dass vertragliche Gehaltsforderungen bestehen, für die keine adäquate Gegenleistung in Form von Unterricht/Gebühren erbracht wird. Die Schulleitung versucht dem aktiv durch Etablierung zahlreicher Kooperationen mit Schulen in Pforzheim entgegenzusteuern. Die Auslastung der Lehrkräfte wird sehr eng begleitet, allerdings bleiben so genannte „Unterdeputate“ nicht immer aus. Dies wird auch immer dann offenbar, wenn Instrumente „außer Mode“ kommen. Ein Trompetenlehrer kann dann nicht einfach eine Geigenklasse übernehmen. Frei werdende Stellen werden allenfalls durch Honorarkräfte abgedeckt, interne Deputatsausweitungen sind nicht möglich. Es wird weiterhin ein strenger Sparkurs gefahren. Außerdem sollen im Jahr 2015 die bisherigen Arbeitsverträge durch aktualisierte Arbeitsverträge ersetzt werden. Die „neuen“ Arbeitsverträge enthalten eine so genannte Flexklausel, die bei Absinken unter das vereinbarte Deputat für die Gesellschaft die Möglichkeit vorsieht, das Entgelt bis zu einem Prozentsatz (geplant bis zu 20 %) entsprechend zu kürzen. Inhaltlich geprägt wird das Jahr 2015 insbesondere durch die Teilnahme am städtischen Kulturfestival WerkStadt mit einem trinationalen Cross-Over-Orchesterprojekt. Gemeinsam mit MusikerInnen aus den Pforzheimer Partnerstädten Tschenstochau und St. Maur wird es in jeder Stadt einen Auftritt geben. Neben den musikalischen Herausforderungen ist die Organisation und Durchführung des Projekts für die Jugendmusikschule eine große Aufgabe. Mit viel Einsatz konnten viele Fördergelder unter anderem aus dem ERASMUS+ Programm generiert werden. Auch die Stadt Pforzheim unterstützt das Vorhaben aus dem Festivaletat. Hinzu kommen weitere Förderungen internationaler Jugendwerke. Für die teilnehmenden Jugendlichen werden mit den Reisen nach Polen und Frankreich und den damit verbundenen Begegnungen, dem gemeinsamen Musizieren und dem Kennenlernen des europäischen Kontexts besondere Erfahrungen verbunden sein.

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Die Situation der Gesellschaft wurde gegen Ende des Geschäftsjahres 2014 zunehmend kritisch. Ohne den Sonderzuschuss der Stadt Pforzheim wäre die Gesellschaft in eine äußerst bedrohliche Situation geraten. Die Liquidität der Gesellschaft wird ständig überwacht und war weitestgehend gesichert. Ferner werden vierteljährliche Berichte zur Entwicklung des Geschäftsjahrs und zur Liquiditätssituation erstellt. Besondere Ergebnisse nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2

2010 Lehrkräfte - Angestellte Lehrkräfte - Honorarkräfte Verwaltung - Angestellte Geringfügig Beschäftigte
1

2011 30 3 2 1 36

2012 30 4 2 1 37

2013 29 5 2 2 38

2014 28 7 2 2 39

29 3 2 1 35

Beschäftigte insgesamt
1 2

incl. Geschäftsführung (als Nebentätigkeit)

Die Jugendmusikschule Pforzheim GmbH wurde am 10.12.2012 gegründet. Der Betrieb ging am 01.01.2013 auf die GmbH über und wurde zuvor von einem gemeinnützigen Verein wahrgenommen.

(Quelle: Jugendmusikschule Pforzheim GmbH)

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Jahresabschlussdaten Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 2 2 0 66 0 33 0 33 1 69 2014 Ist 2 2 0 89 0 35 0 54 1 92 Veränd. 13/14 0 0 0 23 0 2 0 21 0 23

Anlagevermögen Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 42 25 0 17 7 16 4 69

2014 Ist 52 25 18 9 3 16 21 92

Veränd. 13/14 10 0 18 -8 -4 0 17 23

Eigenkapital Stammkapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

(Quelle: Jugendmusikschule Pforzheim GmbH)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 641 0 643 1.284 -1 -991 -1 -274 -1.267 17 0 0 17 0 17 0 17 2014 Ist 656 0 624 1.280 -1 -999 -1 -270 -1.271 9 0 0 9 0 9 0 9 2014 Plan 643 0 583 1.226 0 -986 -4 -236 -1.226 0 0 0 0 0 0 0 0 2015 Plan 664 0 623 1.287 0 -1.005 -1 -271 -1.277 10 0 0 10 0 10 0 10 Veränd. Abweich. 13/14 Plan/Ist 14 15 0 -19 -4 0 -8 0 4 -4 -8 0 0 -8 0 0 -8 0 -8 13 0 41 54 -1 -13 3 -34 -45 9 0 0 9 0 0 9 0 9

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteiligungen, Wertpapieren, etc. Abschreibungen auf Finanzanl., Wertpap. und Sonstiges Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Zuschuss Stadt Pforzheim Zuschuss Land B.-W. Zuschuss Enzkreis Sonstige Zuschüsse gesamt 1
1

431 87 29 15 562

464 89 28 20 601

408 87 29 34 558

438 87 29 44 598

33 2 -1 5 39

56 2 -1 -14 43

Enthalten in Sonstige Betriebliche Erträge.

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Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2

2012 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1 2

2013 2,9 60,9 2.100,0 2,7 40,5 24,6 50,6 23

2014 2,2 56,5 2.600,0 1,4 17,3 9,8 51,6 10

% % % % % % % T€

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

Die Jugendmusikschule Pforzheim GmbH wurde am 10.12.2012 gegründet. Der Betrieb wurde zuvor von einem gemeinnützigen Verein wahrgenommen.

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Schiller-Gymnasium

2.1.8 Ganztagesschule Pforzheim GmbH - Schiller-Gymnasium -

Siedlungstraße 38 75180 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 30 31 07231/ 39 30 33 info@schiller-gymnasium.com www.schiller-gym.pf.bw.schule.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 20.08.1986 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 23.01.2008.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen der kommunalen Aufgabenstellung der Betrieb einer privaten Ganztagesschule nach den jeweils geltenden Vorschriften des Landes BadenWürttemberg. Das Schiller-Gymnasium ist ein staatlich anerkanntes Ganztagesgymnasium.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: Förder- und Freundeskreis des Schiller-Gymnasiums Pforzheim e.V.: 26.000 € 15.600 € = 60 %

10.400 €

= 40 %

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Oberbürgermeister Gert Hager, Vorsitzender komm. Stadtkämmerer Konrad Weber, stv. Vorsitzender Dr. med. Peter Olles (Vorsitzender des Förder- und Freundeskreises Schiller-Gymnasium Pforzheim e.V. mit Sitz in Pforzheim) Georg Busch

Geschäftsführung:

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Schiller-Gymnasium

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Angaben über die Vergütung für die Geschäftsführung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine Vergütung bzw. Aufwandsentschädigung.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Aufgrund der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht erfolgt die Darstellung der Zuschüsse ab dem Berichtsjahr 2013 nach dem Verursachungsprinzip (zuvor: Kassenwirksamkeitsprinzip). Die Zuschüsse werden hier künftig entsprechend den Aufwendungen im städtischen Jahresabschluss dargestellt. Die Stadt leistet einen jährlichen Zuschuss, der sich nach der Anzahl der Schüler bemisst. Durch die Anwendung des Vermieter-/Mietermodells ist grundsätzlich die Erhebung einer Echtmiete erforderlich. Im Jahr 2014 wurde ein Zuschuss von 30.108 € ausgezahlt. Des Weiteren erfolgte Im Jahr 2014 die „Verrechnung“ an das Gebäudemanagement auf der Grundlage einer kostenechten Miete für 2013 und 2014 in Höhe von jeweils 104.371 €. Insgesamt ermittelt sich für das Jahr 2014 ein Gesamtzuschuss in Höhe von 134.479 €.

in € Hhst. 1.2390.715000 THH 3, PG. 2150 KoSt. 40660600, Sk. 43150000 THH 3, PG. 2150 KoSt. 65008117, Sk. 42310000

2010 217.493 -

2011 141.655 -

2012 137.911 -

2013 30.732 -

2014 30.108 208.742

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014

Durchschnittliche Schülerzahl Klassenteiler

441 24,5

469 24,7

455 23,9

428 25,2

426 25,1

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Schiller-Gymnasium

Durchschnittliche Schülerzahl 480 460 440 420 400

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Darstellung des Geschäftsverlaufs Entwicklung der Branche Ziel des Gymnasiums ist es laut Schulgesetz, „Schülern mit entsprechender Begabung und Bildungsabsichten eine breite und vertiefende Allgemeinbildung, die zur Studierfähigkeit führt“, zu vermitteln. Damit schafft es zugleich die Voraussetzungen sowohl für eine berufliche Ausbildung ohne Studium als auch für Führungsaufgaben in Berufen, die einen Hochschulabschluss verlangen. Im Schuljahr 2013/2014 wurden ca. 1,56 Mill. Schüler an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen im Land unterrichtet. Im Schuljahr 2005/2006 lag die Gesamtschülerzahl bei ca. 1,71 Mill., noch um rund 150.000 höher. Hauptursache für den Rückgang waren zahlenmäßig geringer besetzte Altersjahrgänge. Der Wandel in der Schullandschaft Baden-Württembergs u.a. durch die Einführung der Gemeinschaftsschule und die Aufhebung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung erschwert die Vorausrechnung. Die bisherige Praxis, die Rechnung allein auf Erfahrungswerte der Vergangenheit zu stützen, kann nicht angewandt werden. Nun sind zusätzlich Annahmen über künftige Entwicklungen – z.B. zum Ausbau der Gemeinschaftsschulen – erforderlich. An den allgemeinbildenden Schulen wurden im Schuljahr 2013/14 insgesamt 1,14 Mill. Schüler gezählt. Bis 2020/21 könnte ihre Zahl um rund 62.000 (– 5 %) zurückgehen. An den beruflichen Schulen wurden 2013/14 rund 423.500 Schüler ausgebildet. Nach den Annahmen der Modellrechnung ergibt sich für das Schuljahr 2020/21 eine Schülerzahl von 367.900 (– 13 %). Insgesamt würden dann 2020/21 knapp 1,45 Mill. Schüler unterrichtet. Zum Schuljahr 2013/14 wechselten von den 93.700 Viertklässlern der Grundschulen 44,6 % auf ein Gymnasium, 36,2 % auf eine Realschule und nur noch 11,9 % auf eine Werkreal-/Hauptschule. Für eine der noch im Aufbau befindlichen Gemeinschaftsschulen entschieden sich 5,7 %. Im Schuljahr 2011/12 – vor Aufhebung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung – war der Anteil der Werkreal-/Hauptschule mit 23,7 % noch doppelt so hoch. Vor 25 Jahren (1988/89) war die damalige Hauptschule mit knapp 38 % noch die vorherrschende Schulart. Auf ein Gymnasium wechselten damals 30 % der Viertklässler, auf eine Realschule knapp 28 %. Eine Stabilisierung der Geburtenzahlen dürfte dafür sorgen, dass die Schülerzahlen an den Grundschulen bis 2018/19 nur noch leicht absinken und anschließend wieder etwas ansteigen könnten.

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Schiller-Gymnasium

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gegenüber dem Schuljahr 2013/14 läge die Schülerzahl 2020/21 mit 367.200 nur um etwa 1.000 niedriger. An den weiterführenden Schulen wird der Ausbau der Gemeinschaftsschulen für eine deutliche Verlagerung der Schülerzahlen sorgen. Die in der Modellrechnung getroffenen Annahmen zum weiteren Ausbau ergeben für sie bis 2020/21 eine Schülerzahl von 119.500. Dagegen würde die Schülerzahl der Werkreal-/ Hauptschulen von rund 127.100 im Schuljahr 2013/14 bis 2020/21 auf 48.100 (– 62 %) zurückgehen und die der Realschulen von knapp 239.400 auf 185.200 (– 23 %). Die Schülerzahl an den Gymnasien läge 2020/21 mit 288.700 um rund 28.400 (– 9 %) unter dem Wert des Schuljahres 2013/14. (Statistisches Landesamt Baden-Württemberg „statistik AKTUELL“ Ausgabe 2014 Entwicklung der Schülerzahlen in Baden-Württemberg). Umsatzentwicklung Die Gesellschaft finanziert sich durch Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg, des Enzkreises und der Stadt Pforzheim. Der Enzkreis hat den Zuschuss um zwei Drittel reduziert und wird diesen im Jahr 2015 ganz einstellen. Daneben bezahlen die Eltern ein monatliches Schulgeld in Höhe von € 330,00 (seit dem Schuljahr 2010/2011). Die Anzahl der Schüler hat sich von 428 Schülern im Vorjahr auf 426 Schüler im Berichtsjahr reduziert. Die Umsatzerlöse haben sich auf 3.618.158,04 € (Vj: 3.588.052,43 €) um 30.105,61 € aufgrund der Anpassung der Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg erhöht. Leistung der Ganztagesschule Pforzheim GmbH Die staatliche Anerkennung der Ganztagesschule Pforzheim GmbH ("Schiller Gymnasium") garantiert, dass alle Zeugnisse und Abschlüsse bis hin zum Abitur den staatlichen Gymnasien gleichen. Dies beinhaltet auch, dass ein Wechsel von oder zu einer staatlichen Schule in BadenWürttemberg jederzeit möglich ist. Unterschiede zu den Lehrplänen an staatlichen Schulen existieren nicht. Der besondere Charakter zeigt sich in der gebundenen Form der Ganztagesschule und den angebotenen Projekten und Arbeitsgemeinschaften bzw. Kursen. Ganztagesunterricht mit Mehrstunden, intensive und individuelle Betreuung, gemeinsames und selbstständiges Lernen, sind die wichtigsten Grundlagen der pädagogischen Konzeption am Schiller-Gymnasium. Durch eine vorgegebene Klassenstärke von 26 Schülern sowie Mehr- und Doppelstunden können wir uns mehr Zeit für eine intensive und individuelle Förderung nehmen. Das gemeinsame Mittagessen, attraktive Arbeitsgemeinschaften bis Klasse 8, Exkursionen und Klassenfahrten tragen darüber hinaus zu einer positiven Schulatmosphäre und einem sozialen Miteinander bei. In Klasse 5 durchlaufen alle Schülerinnen und Schüler vier Module. Hierbei stehen Sport, Handarbeiten und Werken, der Umgang mit Internet und PC sowie das „Lernen lernen“ im Vordergrund. Schon früh steht die Berufs- und Studienorientierung im Mittelpunkt. Es werden Grundkenntnisse über betriebs- und volkswirtschaftliche Zusammenhänge vermittelt. Dazu gehören Betriebserkundungen, Unternehmenswettbewerbe oder Veranstaltungen mit Fachleuten. Bewerbertraining, Besuche an Hochschulen und Ausbildungsmessen sind nur eine kleine Auswahl. Berufspraktika und das Kennenlernen sozialer Einrichtungen runden das Konzept ab. Für dieses Engagement ist das Schiller-Gymnasium von der Landesstiftung Baden-Württemberg mit der Verleihung des Gütesiegels „BoriS“ Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg 2010 und 2013 für die besonderen Leistungen zur Berufswahlvorbereitung und Studienorientierung ausgezeichnet worden. Da das Gymnasium eine Ganztagesschule ist, ist es notwendig, dass die Schüler ein täglich frisch zubereitetes Mittagessen bekommen. Pro Tag müssen ca. 380 bis 400 Essen (einschließlich ca. 40 vegetarische Essen) zubereitet und Getränke bereitgestellt werden. Daneben erhalten die Schüler in den Pausen frisches Obst.

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Beschaffung Die Beschaffung der Lebensmittel für das Mittagessen erfolgt nach ökologischen und wirtschaftlichen Maßstäben. Im Zuge von Angebotsvergleichen orientiert man sich ständig am Markt. Derzeit werden 85 % der Waren über einen Großhändler eingekauft. Daneben werden Waren von regionalen Lieferanten bezogen. Dabei wird sehr stark darauf geachtet, dass die Lieferanten zertifiziert sind. Bei allen weiteren Beschaffungen orientiert sich die Gesellschaft an den Vorgaben nach der VOL. Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen im Bereich des Anlagevermögens i.H.v. T€ 6,7 getätigt. Die Investitionen konnten durch Eigenmittel finanziert werden. Finanzierungsmaßnahmen und – vorhaben wurden im laufenden Geschäftsjahr aus dem Cash flow der laufenden Geschäftstätigkeit getätigt. Personal- und Sozialbereich Entsprechend dem genehmigten Stellenplan waren im Berichtsjahr insgesamt 47,4 Stellen vorgesehen. Am Bilanzstichtag waren 44,9 Stellen besetzt. Für die Weiterbildung des technischen Personals werden intern regelmäßig Schulungen durchgeführt. Darüber hinaus werden gezielt von Mitarbeitern externe Schulungen besucht. Das pädagogische Personal nutzt die Fortbildungsmaßnahmen des Kultusministeriums Baden-Württemberg. Die Ganztagesschule Pforzheim GmbH hat ein Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen für den Gesundheits- und Arbeitsschutz beauftragt. Der Vertrag umfasst u.a. die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung nach dem Arbeitssicherheits- und dem Arbeitsschutzgesetz sowie Umweltschutz und Arbeitsplatzmessungen. Das Unternehmen unterliegt keiner Tarifbindung. Die Bezahlung der Entgelte erfolgt in Anlehnung an den Tarifvertrag TVÖD für den kommunalen Bereich. Das Entgeltsystem wurde in einer Betriebsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und dem Betriebsrat zum 01.01.2008 geregelt. Umweltschutz Die Verwertung der Speisereste (Küche) erfolgt in einer amtlich zugelassenen Biogas-Anlage. Speiseölreste werden gesammelt und an den Lieferanten zur weiteren Verarbeitung zurückgegeben. Die Gesellschaft hat auf dem Dach der Schule eine Photovoltaikanlage mit insgesamt 124 kwpi installiert und verwendet den damit erzeugten Strom selbst. Der darüber hinaus erzeugte Strom wird in das Netz eingespeist. Darstellung der Lage des Unternehmens Ertragslage Im Geschäftsjahr 2013/2014 waren an der Schule 426 (Vj: 428) Schüler. Die Schüler kommen in erster Linie aus Pforzheim (193) und dem Enzkreis (180). Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 ff. der Abgabenordnung. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde ein Jahresverlust in Höhe von T€ -175,8 (Vj: T€-44,8) ausgewiesen. Es führten folgende Positionen zu diesem Ergebnis:

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In den Vorjahreszahlen laut obigen Tabelle wurden, wie auch im Berichtsjahr und im Gegensatz zur Darstellung der Vorjahresgewinn- und Verlustrechnung, die Erträge aus Verbrauch von Altersteilzeitrückstellungen personalaufwandsmindernd berücksichtigt. Der Jahresfehlbetrag ergibt sich also aus einer erneuten signifikanten Steigerung der Personalaufwendungen bei nur geringfügigem Anstieg der Einnahmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für Substanzerhaltung, sowie den Einspeisevergütungen der SWP für die Photovoltaikanlage und dem Kioskverkauf. Die Personalkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies resultiert aus der tariflichen Steigerung und einer höheren Deputatsverteilung durch die Aufnahme einer zusätzlichen fünften Klasse. Außerdem werden die Personalkosten der in der Freiphase der Altersteilzeit befindlichen Beschäftigten berücksichtigt. Dies waren im Vorjahr noch durchgängig zwei Beschäftigte und im laufenden Geschäftsjahr bis zum Februar 14 zwei und noch ein weiterer Beschäftigter bis zum Juli 14. Das Interesse und die Nachfrage nach Schulplätzen an der Ganztagesschule Pforzheim GmbH ist groß. Das Interesse bei der jährlich durchgeführten Informationsveranstaltung für die neuen 5. Klassen zeigt, dass die Klassen auch in Zukunft voll besetzt sein werden. Die Anzahl der Quereinsteiger in den Klassen 6-11 ist erfreulich hoch. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.905,4 auf T€ 1.577,7 um T€ 327,7 reduziert. Die Aktivseite der Bilanz wird dabei von den liquiden Mitteln mit einem Anteil von 59,5 % (Vj. 61,2 %) bestimmt. Die Sachanlagen haben einen Anteil von 30,2 % (Vj. 28,1 %). Der Buchwert der Sachanlagen ist auf Grund der im Geschäftsjahr 2013/2014 durchgeführten Investitionen in Höhe von T€ 6,7 (Vj. T€ 55,7) und der Abschreibungen auf Sachanlagen T€ 66,5 (Vj. T€ 72,7) auf T€ 475,9 (Vj. T€ 535,7) gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Wesentlichen auf Grund der zu aktivierenden anteiligen Zuschüsse für das Vorjahr vom Land zum Bilanzstichtag verändert. Der Kassenbestand hat sich im Geschäftsjahr um T€ -230,3 auf T€ 323,8 vermindert und die Wertpapiere haben sich um T€ 1,6 auf T€ 613,1 erhöht. Die Passivseite wird von den Betriebsmittelrücklagen und den sonstigen Rückstellungen geprägt. Die Eigenkapitalquote hat sich von 45,5 % auf 43,8 % reduziert. Die sonstige Rückstellungen haben einen Anteil von 54,0 % (Vj. 51,5 %) und veränderten sich insbesondere durch die Reduzierung der Rückstellungen für die Altersteilzeit und die Sozialversicherung. Finanzlage Die Summe der Zahlungsmittel einschließlich der Wertpapiere reduziert sich auf Grund des Liquiditätsbedarfs aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres von T€ 1.165,6 um T€ 228,7 auf T€ 936,9. - 92 -

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Die Ganztagesschule Pforzheim GmbH investierte im Geschäftsjahr 2013/2014 insgesamt T€ 6,7 (Vj.: T€ 55,7). Geringfügige Wirtschaftsgüter in Höhe von T€ 2,3 wurden gleichzeitig als Abgang berücksichtigt. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahr haben sich die Investitionen um T€ 49 reduziert. Den Gesamtinvestitionen standen Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 66,5 (Vj. T€ 72,7) gegenüber. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierte sich von im Vorjahr T€ -32,6 auf T€ -222,0. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im laufenden Geschäftsjahr T€ -6,7. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2013/2014 T€ 0,0 (Vj. T€ 0,0). Chancen- und Risikobericht Im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeiten ist die Gesellschaft auch Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die im Hause vorhandene Berichterstattung und Kommunikation gibt der Unternehmensleitung die Möglichkeit, auf unternehmerische Risiken zu reagieren. Das Rechnungswesen (z.B. Buchhaltung und betriebswirtschaftliche Auswertungen) erlaubt der Geschäftsführung eine laufende Kontrolle, so dass zeitnah auf Veränderungen reagiert werden kann. Der statistische Trend zeigt mittelfristig sinkende Schülerzahlen in Baden-Württemberg. Langfristig werden sich diese wieder stabilisieren. Diese demografische Entwicklung und die Schulsituation in Pforzheim haben sich verändert. Daraus folgt, dass gewisse Risiken erkennbar sind und die Schule auf diese geänderten Rahmenbedingungen reagieren muss. Risiken können sich zukünftig aus einer Reduzierung der Zuschüsse Dritter (Land, Stadt Pforzheim und Enzkreis) ergeben. Der Enzkreis hat mit Kreistagsbeschluss vom 12. Juli 2010 folgende Regelung getroffen. Die Zuschüsse an Schulen in freier Trägerschaft wurden ab den Jahren 2012 ff. in gleichmäßigen Schritten reduziert und ab dem Jahr 2015 ganz eingestellt. Die Reduzierung bei der vollständigen Einstellung beträgt rd. T€ 30. Diese Änderung wurde bereits im Wirtschaftsplan und der mittelfristigen Finanzplanung berücksichtigt. Die Stadt Pforzheim bezahlt 156 € je Pforzheimer Schüler/in pro Rechnungsjahr. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über die von uns darüber hinaus als wesentlich erachteten Risiken: Risiken aus Informationstechnologie Den typischen Risiken der elektronischen Medien, beispielsweise in Form von Hacker- und Virenangriffen, wird im Unternehmen mit umfangreichen Sicherungsmaßnahmen begegnet. Eine strikte Trennung der hausinternen EDV-Verwaltung sowohl im Schulnetz als auch im Verwaltungsnetz und Online-Verbindungen über Internet u.ä. wird eingehalten. Sollten wider Erwarten in diesem Bereich signifikante Probleme auftreten, kann dies die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Risikobegrenzung durch Versicherungen Alle im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehenden, relevanten Risiken sind durch Versicherungen abgedeckt. Der Umfang der Versicherungen wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst bzw. erweitert. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanzund Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. - 93 -

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Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Chancen ergeben sich für die Schule im Wesentlichen aus der langjährigen Tradition und dem pädagogischen Konzept, mit dem gut ausgebildeten und motivierten Lehrkörper. Außerdem durch die jährlichen Infoveranstaltungen zur Vorstellung des Lehrkonzeptes durch die Schulleitung. Zusammenfassung der Chancen- und Risikosituation Entsprechend der Unternehmensgröße und Organisation ist eine unternehmensinterne Kommunikation, die eine Wahrnehmung von Chancen bei gleichzeitiger Minimierung der genannten Risiken gewährleistet, vorhanden. Auf der Grundlage der heute bekannten Informationen sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination eine unmittelbare Entwicklungsbeeinträchtigung oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden würden. Nachtragsbericht Seit dem Schluss des Berichtsjahres verläuft das Geschäft im Rahmen der Erwartungen. Besondere Ereignisse nach dem Schluss des Geschäftsjahres mit Wirkung auf den Jahresabschluss sind nicht eingetreten. Prognosebericht Ziel für das laufende Geschäftsjahr und das nächste Geschäftsjahr ist es, dass die Vorgaben des Wirtschaftsplanes eingehalten und erfüllt werden können. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Schülerzahl bei ca. 430 Schülern in den kommenden Jahren bleibt und dadurch die Umsatzerlöse gesichert sind. Der neu eingeführte Schulausschuss mit allen am Schulleben Beteiligten sorgt für eine laufend durchgeführte Kommunikation. Dabei werden Vorschläge zur Konzeptverbesserung dargelegt und wird das Ziel verfolgt, dass auch künftig Eltern Ihre Kinder am SchillerGymnasium anmelden. Durch Beschluss des Aufsichtsrats wurde das Schulgeld ab dem 01.08.2015 auf 350 € monatlich angehoben. Daneben wurde vom Aufsichtsrat der Auftrag erteilt, den Personalaufwand zu prüfen und mit dem Betriebsrat eine einvernehmliche Lösung zu finden, die Ausgaben zu reduzieren, um ein ausgeglichenes Jahresergebnis zu erreichen. Die Geschäftsführung geht in ihrer Planung davon aus, dass sich der Fehlbetrag aus 2013/2014 in 2014/2015 noch einmal wiederholen wird, da die geplanten Maßnahmen erst im darauf folgenden Geschäftsjahr 2015/2016 greifen werden. Bis dahin können die Verluste durch die Liquiditätsreserven der Gesellschaft aufgefangen werden. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Die Geschäftsleitung der Gesellschaft samt Schulleitung sind der Auffassung, dass sie auch zukünftig den Auftrag einer Ganztagesschule voll erfüllen können, vorausgesetzt, dass sich die Rahmenbedingungen für den Schulbetrieb nicht maßgeblich ändern.

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Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014

Angestellte - pädag. P. sonstige Angestellte Arbeiter Aushilfen Beschäftigte insgesamt
1

42 4 7 2 55

43 4 7 2 56

42 5 6 3 56

42 5 6 3 56

40 6 6 1 53

1

incl. Geschäftsführung

Jahresabschlussdaten Bilanzen
Aktiva in T€
2012/2013 2013/2014

Veränd.
12/13 zu 13/14

Ist

Ist

Anlagevermögen Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

536 536 0 1.342 15 162 611 554 27 1.905

476 476 0 1.084 17 130 613 324 18 1.578

-60 -60 0 -258 2 -32 2 -230 -9 -327

Passiva in T€

2012/2013 2013/2014

Veränd.
12/13 zu 13/14

Ist

Ist

Eigenkapital Stammkapital Gewinnrücklagen Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

867 26 886 -45 981 48 9 1.905

691 26 841 -176 852 27 8 1.578

-176 0 -45 -131 -129 -21 -1 -327

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Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€
2012/2013 2013/2014 2013/2014 2014/2015

Veränd.
12/13 zu 13/14

Abweich.
Plan/Ist 13/14

Ist

Ist

Plan

Plan

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteilig., Sonstige Zinsen u.ä. Erträge, u.a. Abschreibungen auf Finanzanl., Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

3.588 0 259 3.847 0 -3.268 -72 -581 -3.921 -74 34 -5 -45 0 -45 0 -45

3.618 0 163 3.781 0 -3.314 -66 -601 -3.981 -200 28 -4 -176 0 -176 0 -176

3.650 0 196 3.846 0 -3.290 -55 -540 -3.885 -39 39 0 0 0 0 0 0

3.678 0 108 3.786 0 -3.360 -67 -569 -3.996 -210 34 0 -176 0 -176 0 -176

30 0 -96 -66 0 -46 6 -20 -60 -126 -6 1 -131 0 -131 0 -131

-32 0 -33 -65 0 -24 -11 -61 -96 -161 -11 -4 -176 0 -176 0 -176

Zuschuss Stadt Pforzheim 1 Zuschuss Land B.-W. Zuschuss Enzkreis Zuschüsse gesamt 2
1

32 1.894 22 1.948

30 1.943 14 1.987

31 1.956 10 1.997

31 1.991 0 2.022

-2 49 -8 39

-1 -13 4 -10

Da das Schuljahr und das Haushaltsjahr zeitlich nicht identisch sind, können sich rechnerische Differenzen zwischen dem Zuschuss gemäß Jahresabschluss der Gesellschaft und dem Zuschuss gemäß Jahresabschluss der Stadt Pforzheim ergeben. enthalten in Umsatzerlöse

2

(Quelle: Ganztagesschule Pforzheim GmbH)

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Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014

Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

% % % % % % % T€

3,8 42,0 1.102,7 0,6 2,7 1,1 42,6 18

5,0 41,5 838,0 2,2 9,8 4,4 44,9 133

26,6 43,8 164,7 0,2 0,7 0,6 43,7 23

28,1 45,5 161,8 -1,3 -5,2 -2,1 41,8 -56

30,2 43,8 145,2 -4,9 -25,5 -10,9 40,9 -181

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

Schulgebäude Schiller-Gymnasium
(Quelle: Ganztagesschule Pforzheim GmbH)

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2.1.9 Volkshochschule Pforzheim - Enzkreis GmbH

Zerrennerstraße 29 75172 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 38000 07231/ 3800-34 info@vhs-pforzheim.de www.vhs-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 18.12.1991 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 06.03.2007.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen Aufgabenstellung der Betrieb einer Volkshochschule mit Abendgymnasium und Abendrealschule unter Beachtung der Grundsätze für die Errichtung und den Betrieb der Volkshochschule nach § 13 Abs. 3 h) und unter Zugrundelegung folgender Leitsätze: a) Die Volkshochschule nimmt als gleichberechtigte Einrichtung im Bildungswesen für die Stadt Pforzheim und den Enzkreis den gesetzlichen Auftrag der Weiterbildung nach dem Gesetz zur Förderung der Weiterbildung und des Bibliothekswesens des Landes Baden-Württemberg wahr. Als öffentlich verantwortete und geförderte Weiterbildungseinrichtung ist die Volkshochschule elementarer Bestandteil der Daseinsvorsorge. Sie leistet als konfessionell und politisch unabhängige Einrichtung im Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung eine den Zielen des Grundgesetzes und der Landesverfassung förderliche Weiterbildungsarbeit. Sie erfüllt darin auch eine Aufgabe der Daseinsvorsorge. Der Zugang zu den Veranstaltungen der Volkshochschule ist jedermann ohne Rücksicht auf Staatsangehörigkeit, gesellschaftliche und berufliche Stellung sowie politische und weltanschauliche Zugehörigkeit offen. Die Gesellschaft arbeitet im Rahmen ihres Programms mit anderen Kultureinrichtungen, Verbänden und Organisationen zusammen. Sie soll den Verbänden im Bereich der Erwachsenenbildung angehören.

b)

c)

d)

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: Enzkreis: 52.000 € 26.000 € 26.000 € = = 50 % 50 % - 99 -

vhs

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Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Landrat Karl Röckinger, Vorsitzender Oberbürgermeister Gert Hager, stv. Vorsitzender Bürgermeisterin Monika Müller Kulturdezernent Roland Hübner Stadtrat Rolf Constantin (bis 30.07.2014) Kreisrätin Christine Danigel (ab 24.07.2014) Kreisrat Heinrich Furrer Stadtrat Dr. Bernd Grimmer (bis 30.07.2014) Kreisrat Hans-Peter Huber Kreisrat Bruno Klopfer (bis 24.07.2014) Stadträtin Dorothea Luppold Kreisrat Udo Mack Stadträtin Brigitte Römer ( ab 30.07.2014) Stadträtin Christine Stavenhagen Stadträtin Renate Thon (ab 30.07.2014) Rolf Becker - beratend Klaus-Peter Böhringer - beratend Prof. Dr. Barbara Burkhardt-Reich - beratend Wilfried Dölker - beratend Michael Gutjahr - beratend Dieter Müller - beratend Murat Sanlitürk - beratend Andrea Schumacher – beratend Geschäftsführung: Dagobert Breitkreutz (bis 12.12.2014) Dr. Philipp Salamon-Menger (ab 12.12.2014)

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
in € Geschäftsführung 1 Aufsichtsrat
1

2010 1.235

2011 1.110

2012 1.110

2013 912

2014 1.881

Die Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Die Stadt leistet einen jährlichen Zuschuss zum Betrieb der Volkshochschule, der Freiwilligen Agentur Pforzheim-Enzkreis (FRAG) sowie für die im Auftrag der Stadt angebotene Hausaufgabenbetreuung, die Ergänzende Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule (früher Kernzeitbetreuung) und die Schulkindbetreuung „Hort an der Schule“. Aufgrund der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht erfolgt die Darstellung der Zuschüsse ab dem Berichtsjahr 2013 nach dem Verursachungsprinzip.

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(Zuvor: Kassenwirksamkeitsprinzip). Die Zuschüsse werden hier künftig entsprechend den Aufwendungen im städtischen Jahresabschluss dargestellt.
in € VHS – Barzuschuss Hhst. 1.3500.716000 THH4, PG 2710 2 KoSt. 41006420, Sk.43150000 VHS – Raumbenutzungskosten für Schulen 1 Hhst. 1.3500.716000 THH4, PG 2710 3 KoSt. 41006420, Sk.43180000 VHS – Freiwilligen Agentur PforzheimEnzkreis (FRAG) 4 Hhst. 1.3500.716000 THH4, PG 2710 4 KoSt. 41006420, Sk.43160000 Verlässliche Grundschule 1 Hhst. 1.2910.676000 THH4, PG 2710 5,6,7,9,10,11 KoSt. 40310100, Sk.44560000 Schulkindbetreuung 1 Hhst. 1.2910.676000 THH3, PG 2110 8,9,10,12,13 KoSt. versch., Sk.44560000 Hausaufgabenbetreuung Hhst. 1.4650.7057001 THH3 14 KoSt. 40670600, Sk.43180000
1 2 3

2010

2011

2012

2013

2014

242.833 -

219.207 -

226.325

222.229

232.232

57.754 -

55.560 -

0

49.587

45.121

16.988 160.000 596.000 8.599 839.341

12.434 130.000 558.000 5.281 761.275

17.500 0 616.000 0 859.825

17.386 160.000 980.000 0 1.429.202

14.586 187.500 911.000 10.054 1.400.493

Schwankungen aufgrund unterschiedlicher Abrechnungszeiträume. Barzuschuss: In 2012 wird der liquidiätswirksame Zuschuss dargestellt, dieser enthält eine Nachzahlung für das Jahr 2011 i.H.v. 7.779 €.

Die Raumbenutzungskosten für das Jahr 2012 i.H.v. 53.647 € wurden erst im Jahr 2013 kassenwirksam ausgezahlt, jedoch dem Jahr 2012 zugerechnet, so dass eine Aufnahme in die Tabelle aufgrund der Darstellungsänderung unterblieben ist.
4 5

FRAG Zuschuss 2011/2012/2013/2014 i. H. v. 19.000 € abzügl. Rückerstattung für 2010/2011/2012/2013 von 6.566 €/1.500 €/1.614 €/4.414 €.

In 2013 wurde zusätzlich ein Zuschuss für Kernzeitbetreuung i.H.v. 120.000 € und Ferienbetreuung i.H.v. 10.000 € bezahlt, jedoch dem Jahr 2012 zugerechnet, so dass eine Aufnahme in die Tabelle aufgrund der Darstellungsänderung unterblieben ist. In 2014 ist ein Zuschuss für die Kernzeitbetreuung 2012 i.H.v. 14.500 € und für 2013 i.H.v. 10.000 € enthalten.

6 7

In 2015 wurde für die Kernzeitbetreuung 2014 zusätzlich ein Betrag i.H.v 36.000 € bezahlt. Der Betrag ist nicht in der Tabelle dargestellt, da er im Jahr 2014 nicht aufwandswirksam wurde. Im Jahr 2013 ist eine Zahlung für Schulkindbetreuung 2012 i.H.v. 61.000 € enthalten, die im Haushaltsjahr 2013 aufwandswirksam wurde.

8 9

Im Jahr 2013 wurden zusätzlich für die Kernzeit- und Schulkindbetreuung folgende Beträge kassenwirksam bezahlt, jedoch dem Haushaltsjahr 2012 zugerechnet, so dass eine Darstellung in der Tabelle unterblieb: für das Jahr 2010: 2.064 €, 2011: 64.861 €.

10 Im Jahr 2013 ist unter dem Zuschuss Schulkindbetreuung eine Abschlagszahlung 2012 für Schulkindbetreuung/Kernzeitenbetreuung/Ferienbetreuung i.H.v. 70.000 € enthalten, die im Haushaltsjahr 2013 aufwandswirksam wurde. 11 12 13

Im Jahr 2014 ist bei der Verlässlichen Grundschule ein Betrag für die Ferienbetreuung 2013/2014 i.H.v. 1.500 €/11.500 € enthalten. Im Jahr 2014 ist für die Schulkindbetreuung 2013 ein Betrag i.H.v. 90.000 € enthalten.

In 2015 wurde zusätzlich für die Schulkindbetreuung 2014 ein Betrag i.H.v. 286.000 € bezahlt. Der Betrag ist nicht in der Tabelle dargestellt, da er im Jahr 2014 nicht aufwandswirksam wurde.
14

In 2014 wurde der Zuschuss für die Hausaufgabenbetreuung 2012 i.H.v. 6.448 € und 2013 i.H.v. 3.606 € ausgezahlt.

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vhs

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
2010 2011 2012 2013 2014

Kursveranstaltungen gesamt davon VHS-Betrieb Unterrichtsstunden gesamt davon VHS-Betrieb Teilnehmer gesamt davon VHS-Betrieb Zuschuss Stadt Pforzheim für VHS-Betrieb Zuschuss VHS-Betrieb pro Veranstaltung pro Unterrichtsstunde pro Teilnehmer

2.586 2.482 84.274 41.548 32.492 28.345

2.534 2.450 85.253 38.754 32.175 29.166

2.534 2.434 103.500 38.995 31.098 28.567

2.394 2.284 103.277 36.712 30.716 27.700

2.285 2.184 106.805 33.790 29.498 26.708

€

242.833

219.207

218.546

222.229

232.232

€ € €

97,84 5,84 8,57

89,47 5,66 7,52

89,79 5,60 7,65

97,30 6,05 8,02

106,33 6,87 8,70

Kursveranstaltungen gesamt
3.000 2.800 2.600 2.400 2.200 2.000 1.800 1.600 1.400 1.200 1.000 2010 2011 2012 2013 2014

Teilnehmer gesamt
35.000 30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 2010 2011 2012 2013 2014

Zuschuss pro Veranstaltung VHS-Betrieb
140 120 100 € 80 60 40 20 0 2010 2011 2012 2013 2014 10 9 8 7 6 € 5 4 3 2 1 0

Zuschuss pro Teilnehmer VHS-Betrieb

2010

2011

2012

2013

2014

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

vhs

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Unternehmensprofil Die Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis GmbH (vhs) betreibt Erwachsenenbildung sowie verschiedene Nebenbetriebe (insbesondere Horte, Kernzeit- und Ferienbetreuung im Schulkindbereich sowie Schulen des zweiten Bildungswegs) in Pforzheim und dem Enzkreis. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Die beiden Gesellschafter der vhs sind die Stadt Pforzheim und der Enzkreis. Sie finanziert sich aus Eigenmitteln, Zuschüssen der Gesellschafter und leistungsabhängigen Zuschüssen des Landes. Ihre Eigenfinanzierung liegt bei 88 % und damit erheblich über dem Landesdurchschnitt von 57 %. Die Zuschüsse der Gesellschafter machen 8 %, die des Landes 3 % des Haushalts aus. Die Ertragslage und damit der Zuschussbedarf sind geprägt von der Entwicklung der Teilnehmerzahlen in den Kursen der Volkshochschule und durch die Erweiterung der Nebenbetriebe. Während bei den Nebenbetrieben noch einmal ein leichter Zuwachs möglich war, ging die Teilnehmerzahl im Hauptbetrieb zurück. Die Nebenbetriebe machen derzeit etwa 60 % des Haushaltsvolumens aus. Vermögens- / Finanz- und Ertragslage Das Geschäftsjahr 2014 schloss mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 67.197,33 €, die Bilanzsumme belief sich auf 1.078.480,63 €. Das Volumen des Gesamthaushalts betrug 5.583.137,81 €. Somit erhöhte sich das Haushaltsvolumen 2014 gegenüber 2013 in der Größenordnung von etwa 220 T€, wobei der größte Anteil auf die Ausweitung der Kernzeit-, Hort-, Ferien- und Hausaufgabenbetreuung zurückgeht. Die Steigerungen bei den Aufwendungen, insbesondere bei den Personalkosten, die sich im Wesentlichen durch die Betreuungserweiterungen ergeben haben, wurden durch entsprechende Zuschüsse und Drittmittel kompensiert. Die Umsatzerlöse sanken um etwa 120 T€ im Hauptbetrieb, stiegen aber in den Nebenbetrieben um 75 T€, so dass insgesamt ein Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von 45 T€ festzustellen ist. Grund hierfür war ein Rückgang bei den Teilnehmerzahlen, insbesondere im förderfähigen Bereich. Die sonstigen Einnahmen stiegen um ca. 39 T€. Auf Grund der Erhöhung der Landeszuschüsse waren Mehreinnahmen in Höhe von gerundeten 10 T€ zu verzeichnen, auch die Rücknahme von Teilen der Kürzungen durch die Gesellschafter schlägt sich hier nieder. Die Leistungskennziffern Veranstaltungen, Teilnehmer und Unterrichtseinheiten (UE) zeigen, dass in der Gesamtsumme Rückgänge in vielen Bereichen zu verzeichnen waren. So nahm die Zahl aller durchgeführten Veranstaltungen von 2.394 auf 2.285 (um 4,5 %) ab. Die Teilnehmerzahl ging von 30.716 auf 29.498 (um 4 %) zurück. Die Gesamtzahl der durchgeführten UE stieg von 103.277 auf 106.805 (um 3,4 %). Unterscheidet man zwischen den sogenannten „förderfähigen“ und „nichtförderfähigen“ Unterrichtseinheiten, ist festzustellen, dass die förderfähigen Unterrichtseinheiten von 36.712 UE auf 33.790 UE (um 8 %) zurückgingen. Die nicht-förderfähigen Unterrichtseinheiten stiegen dagegen von 66.656 UE auf 73.015 UE (um 9,5 %) an. Hierfür ist der Ausbau der Kinderbetreuung verantwortlich. Die Sprachen sind dem landesweiten Trend entsprechend weiterhin rückläufig, mit der Ausnahme des Deutschbereichs. Lediglich der Bereich Gesundheit konnte die Zahl der Teilnehmenden leicht ausbauen (um 0,5 %). Die Zahl der UE sank in allen Teilbereichen in einer Spanne von 1 % bis 8 %.

- 103 -

vhs

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

An Aufwendungen für das Personal im vhs-Hauptbetrieb mussten 6 T€ mehr Finanzmittel aufgebracht werden, was hauptsächlich mit den Tarifsteigerungen in 2014 zusammenhing. Bei Honoraren und nebenberuflichen Kräften reduzierten sich auf Grund der oben erwähnten Rückgänge die Aufwendungen um 35 T€. Mieten stiegen um 10 T€ und Abschreibungen stiegen um 14 T€ an, die sonstigen Sachkosten nahmen um 32 T€ zu. Der positive Jahresabschluss ist im Wesentlichen auf zwei Gründe zurückzuführen. Ein nicht unwesentlicher Faktor war die Vakanz der Stellvertretenden Leitung. Ausweitungen in Kernzeit- und Hortbetreuungsangeboten waren zudem in größerem Umfang als erwartet zu verzeichnen. Das Ergebnis zeigt, dass zwar die Gebührenerhöhung im Vorjahr die Eigenfinanzierung im Hauptbetrieb verbessern konnte, allerdings ist dieser Effekt beinahe kompensiert worden durch den Rückgang der Teilnehmerzahlen. Ein weiteres zentrales Ergebnis ist, dass die Drittmittelfinanzierung in steigendem Maße essentiell für die vhs-Gesamtfinanzierung wird. Damit sind nicht unerhebliche Risiken für den Kernbetrieb verbunden, der in immer stärkere Abhängigkeit von Nebenbetrieben, Projekten und Eigenfinanzierung durch Auftragsmaßnahmen gerät. In diese Bereiche fließen zudem nennenswerte Anteile der Arbeitskraft. Mitarbeiter Die Zahl der Beschäftigten lag im Geschäftsjahr 2014 bei durchschnittlich 172 Personen, etwa 630 freiberufliche Dozenten waren auf Honorarbasis tätig. Die 26 Außenstellen wurden ehrenamtlich gegen Aufwandsentschädigung geleitet. Die Belegschaft der vhs wird von einem aus fünf Personen bestehenden Betriebsrat vertreten. Chancen- und Risikobericht Mit Blick auf die Herausforderungen für die Stadt Pforzheim und den Enzkreis sieht die vhs ihre Chancen vor allem darin, bestimmte Fachbereiche (Deutsch und Gesundheit wären an erster Stelle zu nennen) auszubauen, um somit einen nachhaltigen Beitrag für die Entwicklung des Umfelds zu leisten. In der Aufsichtsratssitzung vom 19. Juli 2005 wurde das Risikomanagementsystem der vhs vorgestellt und jährlich ergänzt und fortgeschrieben. In der Aufsichtsratssitzung am 25. Februar 2015 wurden alle Risiken noch einmal zusammenfassend dargestellt. Größere Risiken könnten in einer möglichen Mehrwertsteuerangleichung durch die EU liegen. Eine Kürzung öffentlicher Zuschüsse ist zur Zeit nicht aktuell, bleibt aber auf Grund der Erfahrung der letzten Jahre latent bestehen. Für den Hauptbetrieb stellen Überlastung der Mitarbeiter und ein weiterer Rückgang der Teilnehmer die größten Risikofaktoren dar. In den Nebenbetrieben ist vor allem der Umbruch in der Schullandschaft von Baden-Württemberg zu nennen. Es sollen mehr staatliche Ganztagesschulen (in gebundener oder offener Form) eingeführt werden. Nicht unerhebliche Risiken sieht die vhs in der nahen Zukunft darin, dass keine weiteren Hort-Einrichtungen mehr finanziell vom Land gefördert werden. Damit ist ein Ausbau in diesem Segment nicht mehr zu erwarten. Nachtrags- und Prognosebericht Das Jahresergebnis von 67 T€ liegt, in Relation zum Haushaltsvolumen von 5.583 T€, mit 1,2 % in einer durchaus normalen Schwankungsbreite hinsichtlich Plan-Zahl und Ist-Zahl. Für das Geschäftsjahr 2015 zeichnet sich bereits ab, dass die Dozentenhonorare im Nachgang zu den Tariferhöhungen aus 2013 und 2014 angepasst werden müssen. Ferner wird die Stelle der stellvertretenden Geschäftsführung wieder besetzt. Sie wird in 2015 entsprechende Finanzmittel beanspruchen. Ein positiver Abschluss steht damit nicht mehr zu erwarten. Besondere Ergebnisse nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben. Für 2015 sieht der Erfolgsplan ein ausgeglichenes Ergebnis vor.

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vhs

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Angestellte - Kernbetrieb 1 Aushilfen - Kernbetrieb Betreuer/-innen an den Grundschulen Lehrer/innen Abendgymnasium Lehrer/innen Abendrealschule sonst. Beschäftigte - in Nebenbetrieben Beschäftigte insgesamt 21 27 56 18 17 1 140 2011 23 26 58 18 17 2 144 2012 24 31 59 19 17 2 152 2013 25 28 67 19 16 6 161 2014 23 29 78 20 14 8 172

nachrichtlich: - Zivildienstleistende
1

2

1

0

0

0

incl. Geschäftsführung

(Quelle: vhs)

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vhs

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Jahresabschlussdaten Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 212 8 204 0 838 0 274 0 564 19 1.069 2014 Ist 216 19 197 0 846 0 504 0 342 16 1.078 Veränd. 13/14 4 11 -7 0 8 0 230 0 -222 -3 9

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 483 52 93 206 132 157 350 79 1.069

2014 Ist 550 52 93 338 67 178 270 80 1.078

Veränd. 13/14 67 0 0 132 -65 21 -80 1 9

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

vhs

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 2.443 0 2.915 5.358 -1.143 -3.367 -32 -682 -5.224 134 2 -4 132 0 132 0 132 2014 Ist 2.398 0 3.185 5.583 -1.123 -3.613 -46 -733 -5.515 68 1 -2 67 0 67 0 67 2014 Plan 2.449 0 2.895 5.344 -1.278 -3.427 -59 -552 -5.316 28 8 -4 32 0 32 0 32 2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 2.449 0 3.042 5.491 -1.197 -3.692 -44 -558 -5.491 0 1 -1 0 0 0 0 0 -45 0 270 225 20 -246 -14 -51 -291 -66 -1 2 -65 0 -65 0 -65 -51 0 290 239 155 -186 13 -181 -199 40 -7 2 35 0 35 0 35

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

(Quelle: vhs)

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vhs

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Zuschüsse
in T€
Zuschuss Stadt Pforzheim

2013 Ist
1.387

2014 Ist
1.608

2014 Plan
1.434

2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14
1.461 221 174

- Vhs-betrieb
- Hausaufgaben-, Kernzeit- und Schulkindbetreuung - Freiwilligen Agentur Pforzheim-Enzkreis (FRAG)

272
1.102 13

277
1.312 19

290
1.125 19

278
1.164 19

5
210 6

-13
187 0

Zuschuss Enzkreis
- Volkshochschulbetrieb - Familienbildung - "Förd. leistungsschwach. Schüler" - Freiwilligen Agentur Pforzheim-Enzkreis (FRAG)

227
161 32 33 1

237
174 33 28 2

245
171 37 30 7

242
173 32 30 7

10
13 1 -5 1

-8
3 -4 -2 -5

Zuschuss Land B.-W.
- Volkshochschulbetrieb - Hausaufgaben- und Schulkindbetreuung

183
178 5

191
188 3

193
189 4

194
189 5

8
10 -2

-2
-1 -1

Zuschuss Regierungspräsidi.
- Abendschulen - Kernzeit- und Schulkindbetreuung

792
448 344

758
358 400

736
396 340

777
397 380

-34
-90 56

22
-38 60

Enzkreis-Gemeinden
- Kernzeit- und Schulkindbetreuung

199
199

254
254

190
190

240
240

55
55

64
64

Landkreis Calw - Gemeinden
- Volkshochschulbetrieb

16
16

10
10

13
13

10
10

-6
-6

-3
-3

Sonstige
- Volkshochschulbetrieb

11
11

5
5

0
0

0
0

-6
-6

5
5

Sonstige
- unterstützende Projekte

15
15

61
61

10
10

0
0

46
46

51
51

Zuschüsse insgesamt 1
1

2.830

3.124

2.821

2.924

294

303

enthalten in Sonstige betriebliche Erträge

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 15,9 36,5 228,9 0,6 3,7 1,7 48,3 7

2012 18,1 37,8 208,9 -1,3 -8,3 -2,7 47,5 -36

2013 19,8 45,2 227,8 5,4 27,3 12,7 46,7 135

2014 20,0 51,0 254,6 2,8 12,2 6,4 43,5 106

% % % % % % % T€

15,9 31,1 195,7 2,8 16,1 5,4 47,0 117

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SJR

2.1.10 SJR Betriebs GmbH

Oranierstraße 15 75175 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 14428-0 07231/ 14428-28 info@sjr-pforzheim.de www.sjr-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 07.12.2007 gegründet und am 21.12.2007 in das Handelsregister eingetragen. Der Verein „Stadtjugendring Pforzheim e.V.“, Pforzheim, hat im Wege der Ausgliederung mit wirtschaftlicher Wirkung rückwirkend zum 01.01.2008 den Geschäftsbetrieb zur Ausführung von Kinder- und Jugendarbeit in Pforzheim auf die Gesellschaft ausgegliedert. Die Ausgliederung ist am 05.11.2008 wirksam geworden. Der Gesellschaftsvertrag wurde geändert durch Beschlüsse vom 23.06.2008 und vom 30.04.2009.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist nach Maßgabe der gemeindewirtschaftsrechtlichen Bestimmungen der Gemeindeordnung Baden-Württemberg - die Förderung und Kooperation der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit öffentlichen und freien Trägern - die Durchführung von Maßnahmen der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes im Sinne der §§ 9, 11-14 SGB VIII; - die Durchführung von Freizeiten, Ferienlagern, Ferienprogrammen und Studienfahrten auch in Zusammenarbeit mit Mitgliedsverbänden des Stadtjugendrings Pforzheim e.V.; - die Verwaltung der Jugendfreizeitstätten „Lindelbrunn“ und „Jugendzeltplatz Hoheneck“; - die Verleihung bzw. Vermietung von Ausrüstungsgegenständen für die Jugendarbeit insbesondere für die Mitglieder des Stadtjugendring Pforzheim e.V.; - die Wahrnehmung der Geschäftsstellentätigkeit für den Stadtjugendring Pforzheim e.V., namentlich auch die Bearbeitung der Jugendfördermittel. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. Sie kann sich hierbei anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben oder pachten.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadtjugendring Pforzheim e.V.: Stadt Pforzheim: 25.400 € 18.800 € 6.600 € = = rd. 74 % rd. 26 %

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SJR

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Organe
Gesellschafterversammlung Geschäftsführung: Hartmut Wagner

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Angaben über die Vergütung der Geschäftsführung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder ein vergleichbares Organ.

Beteiligungen
Im Jahr 2014 betrug die Beteiligung an der Baugenossenschaft Arlinger eG 1.230 €.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Aufgrund der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht erfolgt die Darstellung der Zuschüsse ab dem Berichtsjahr 2013 nach dem Verursachungsprinzip (zuvor: Kassenwirksamkeitsprinzip). Die Zuschüsse werden hier künftig entsprechend den Aufwendungen im städtischen Jahresabschluss dargestellt. Um eine einheitliche Darstellung der Zuschüsse zu gewährleisten werden ab dem Berichtsjahr 2014 Projektzuschüsse ebenfalls in die Tabelle aufgenommen.

in € Hhst. 1.4600.717000 THH 5, PG. 3160 1,2 KoSt. 50006542, Sk. 43180000
1

2010 1.584.400 -

2011 1.098.707 -

2012 1.460.750

2013 1.689.320

2014 1.861.262

Im Jahr 2014 ist der Pauschalzuschuss 2014 i.H.v. 1.747.400 €, eine Zuschusserhöhung für 2013 i.H.v. 60.000 €, ein Zuschuss für die Kompetenzagentur 2014 i.H.v. 36.998 €, ein Zuschuss für das Projekt individuelle Lernbegleiter i.H.v. 4.800 €, ein Zuschuss für das Projekt Zukunft durch Ausbildung i.H.v. 10.263 € und ein Zuschuss für das Projekt Azubi statt ungelernt i.H.v. 1.801 € enthalten.
2

Nicht enthalten ist der restliche Zuschuss Kompetenzagentur 2014 i.H.v. 1.950 €, da dieser erst im Jahr 2015 ausbezahlt (aufwandswirksam) wurde.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Kontrakte mit der Stadt Pforzheim
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 13.11.2007 mit Vorlage O 1343 Ziffer 8 den Abschluss einer Zuschussvereinbarung zwischen SJR Betriebs GmbH und Stadt Pforzheim beschlossen. Die Fortsetzung dieses Vertrags vom 01.01.2011 bis 31.12.2011 mit der Maßgabe, dass sich der Zuschussbetrag von 1.558.400 € auf 1.289.400 € reduziert, wurde am 14.12.2010 vom Gemeinderat beschlossen. Die Fortsetzung dieses Vertrages mit der Maßgabe, dass der für das Jahr 2011 beschlossene Zuschussbetrag von 1.289.400 € im Bewilligungszeitraum vom 01.01.2012 bis 31.12.2012 unverändert fortgeschrieben wird, wurde mit Vorlage P 957 am 11.10.2011 vom Gemeinderat beschlossen.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SJR

Mit Vorlage P 1263 hat der Gemeinderat am 24.07.2012 die Zuschusskürzung mit Wirkung zum 01.09.2012 zurückgenommen und den Zuschuss 2012 somit auf 1.379.070 € festgesetzt. Dazu kam mit Beschlussvorlage P 1012 die Einrichtung der Mobilen Jugendarbeit in der Nordstadt mit 97.800 € jährlich. Davon wurden 2012 für die Monate März bis Dezember 81.500 € bereitgestellt. Das Budget 2013 und 2014 setzt sich wie folgt zusammen: 1.558.400 € (Budget 2010) plus 2 % pauschale Erhöhung 31.200 € (Vorlage P 1473) und 97.800 € für die MJA Nord. Mit der Vorlage P 1860 erfolgte eine Erhöhung des Budgets um 60.000 €. Dies ergibt ein Gesamtbudget für 2013 und 2014 in Höhe von 1.747.400 €.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
2010 2011 2012 2013 2014

Offene Jugendarbeit Zentrale Angebote regelmäßige Besucher sporadische Besucher Sportevents Konzerte Kinderfeste Jugendarbeit Stadtteile regelmäßige Besucher sporadische Besucher Sportevents Spielefest Mobile Jugendarbeit / Streetwork Mobile Angebote für Kinder Kinder- und Jugendreisen Freizeiten Cool on Tour (Klassenfahrten) Jobmobil Sozialtraining Bewerbungswerkstatt Jugendbüro Ost u. West1 Kompetenzagentur Zukunft durch Ausbildung1 Gesamt
1

5.340 3.560 490 650 100 1.800 520 1.780 290 280 680 530 1.751 3.385 1.701 1.069 632 658 217 441 0 153 0 12.988

8.160 4.980 530 610 80 3.100 660 3.180 460 330 740 1.650 2.168 4.053 1.106 433 673 528 206 322 0 161 0 16.176

8.560 5.110 590 660 80 2.990 790 3.450 490 370 890 1.700 2.989 4.412 1.041 412 629 470 172 298 100 216 206 17.994

8.831 5.151 610 670 76 2.780 1.015 3.680 630 390 880 1.780 3.114 4.398 1.256 432 824 833 41 792 156 191 311 19.090

6.766 3.136 620 810 51 850 805 3.630 570 480 860 1.720 3.042 4.896 1.154 447 707 197 0 197 285 163 2.246 18.749

Projektbeginn 2012

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SJR

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Besucheranzahl Offene Jugendarbeit
10.000 9.000 8.000 7.000 6.000 5.000 4.000 3.000 2.000 2010 2011 2012 2013 2014 25.000 22.500 20.000 17.500 15.000 12.500 10.000 7.500 5.000 2010

Besucheranzahl insgesamt

2011

2012

2013

2014

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Gesellschaft hat zulässigerweise keinen Lagebericht erstellt.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Angestellte - päd. Mitarbeiter Angestellte - Verwaltung geringfügig Beschäftigte Beschäftigte insgesamt
1

2011 26 4 7 37

2012 29 4 6 39

2013 32 5 7 44

2014 33 5 7 45

24 5 7 36

nachrichtlich: - Auszubildende2 - Praktikanten - Zivildienstl. / Freiwillige
1 2

1 3 3

1 6 2

1 3 2

2 3 3

2 1 3

incl. Geschäftsführung Im Jahr 2013/2014: DHBW Studenten

- 112 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SJR

Jahresabschlussdaten1
Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 70 22 47 1 839 2 146 691 0 909 2014 Ist 58 19 38 1 864 2 86 776 2 924 Veränd. 13/14 -12 -3 -9 0 25 0 -60 85 2 15

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 153 25 0 20 108 1 131 400 224 909

2014 Ist 182 25 0 75 82 6 143 382 211 924

Veränd. 13/14 29 0 0 55 -26 5 12 -18 -13 15

Eigenkapital Stammkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

1

Die Feststellung des Jahresabschlusses und die Entscheidung über die Einstellung in die Gewinnrücklagen stand zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch aus.

- 113 -

SJR

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gewinn- und Verlustrechnungen
2

in T€

2013 Ist 2.444 -1 254 2.697 -548 -1.589 -22 -476 -2.635 62 2 0 64 0 64 -4 60 55 0 -7 108

2014 Ist 2.665 0 139 2.804 -630 -1.691 -20 -433 -2.774 30 1 0 31 0 31 -2 29 108 0 -55 82

2014 Plan 2.344 0 238 2.582 -8 -1.740 -25 -805 -2.578 4 5 -5 4 0 4 0 4

2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 221 1 -115 107 -82 -102 2 43 -139 -32 -1 0 -33 0 -33 2 -31 53 0 -48 -26 321 0 -99 222 -622 49 5 372 -196 26 -4 5 27 0 27 -2 25

Umsatzerlöse 1 Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge 1 Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag Gewinn-/Verlustvortrag aus Vorjahr Entnahmen aus Gewinnrücklagen Einstellungen in Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/-verlust
1

Durch die Umgruppierung der Teilnehmerbeiträge in 2014 entsteht eine Differenz zw. den Umsatzerlösen und den sonst. betriebl. Erträgen.

2

Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht lag noch kein von der Gesellschafterversammlung beschlossener Wirtschaftsplan vor.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SJR

Zuschüsse
2

in T€ Zuschuss Stadt Pforzheim
- Personal-, Programm- und Betriebskosten - separate Projekte

2013 Ist 1.786
1.747 39

2014 Ist 1.886
1.747 139

2014 Plan 1.816
1.747 69

2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 100
0 100

70
0 70

Jugendfonds Pforzheim Zuschuss Enzkreis Zuschuss Land B.-W.
- Landesjugendplan-Mittel - verschiedene Einzelprojekte

0 16 68
18 50

0 19 132
22 110

0 0 228
228 0

0 3 64
4 60

0 19 -96
-206 110

Zuschuss Bund
- Projekte - Erst. Zivildienst/Altersteilzeit/Freiwillige

82
82 0

76
76 0

97
97 0

-6
-6 0

-21
-21 0

Sonstige
- ESF-Mittel - EU Projekte - sonstige Projekte

354
218 127 9

279
113 145 21

99
99 0 0

-75
-105 18 12

180
14 145 21

Zuschüsse insgesamt 1
1 2

2.306

2.392

2.240

86

152

In der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten in Umsatzerlöse.

Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht lag noch kein von der Gesellschafterversammlung beschlossener Wirtschaftsplan vor.

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010
Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011
8,6 27,6 321,5 -6,4 -54,1 -15,0 4,8 -114

2012
8,7 11,7 134,8 -5,9 -124,7 -14,6 4,4 -93

2013
7,7 16,8 218,6 2,5 39,2 6,6 5,2 82

2014
6,3 19,7 313,8 1,1 15,9 3,1 9,8 49

% % % % % % % T€

10,0 44,2 441,1 6,5 39,4 17,5 5,6 122

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EGP

2.1.11 Eigenbetrieb Goldstadtbäder Pforzheim

Gerberstraße 4 75175 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 - 2630 07231/ 39 - 1657 stadtbad@stadt-pforzheim.de www.goldstadtbaeder.de

Rechtliche Grundlage
Der Gemeinderat der Stadt Pforzheim hat am 14.11.2006 beschlossen, das städtische Bäderamt in einen Eigenbetrieb zu überführen. Der Eigenbetrieb wurde am 01.01.2007 gegründet. Es gilt die am 01.01.2007 in Kraft getretene Betriebssatzung. Eine Änderungssatzung trat am 01.01.2014 in Kraft.

Gegenstand des Unternehmens
Die Stadt Pforzheim erfüllt ihre Aufgaben im Bereich des Betriebs der öffentlichen Bäder in der Rechtsform eines Eigenbetriebs. Der Betrieb wird nach den Vorschriften des Eigenbetriebsgesetzes geführt. Dem Eigenbetrieb obliegen die Aufgaben des Betriebs, der Verpachtung und der Unterhaltung der öffentlichen Hallenbäder, Freibäder und Saunen der Stadt Pforzheim. Außerdem übernimmt der Eigenbetrieb die Bereitstellung eines Kreativzentrums im Altbau des Emma-Jaeger-Bades sowie die Verwaltung und Bewirtschaftung der im Anlagevermögen befindlichen Liegenschaften. Der Eigenbetrieb kann alle seinen Unternehmensgegenstand fördernden Geschäfte betreiben. Hierzu zählen insbesondere die Nebengeschäfte aus der gastronomischen oder sonstigen Versorgung der Badegäste, der Betrieb von Solarien oder von Energieanlagen. Der Eigenbetrieb dient der Förderung des Breiten- und Leistungssports, insbesondere der Gesundheit, Erholung und Freizeitgestaltung der Familien, Schulen und Vereine. Dabei ist den sozialen Gesichtspunkten ebenso zu entsprechen wie den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: 2.000.000 €

Der Eigenbetrieb Goldstadtbäder Pforzheim (EGP) ist ein Eigenbetrieb der Stadt Pforzheim.

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EGP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Organe
Gemeinderat Ausschuss für öffentliche Einrichtungen: Erster Bürgermeister Roger Heidt, Vorsitzender Stadtrat Jörg Augenstein (ab 30.07.2014) Stadtrat Hans Joachim Bruch (ab 30.07.2014) Stadtrat Rolf Constantin (ab 30.07.2014) Stadträtin Anneliese Graf (bis 30.07.2014) Stadtrat Wolfgang Peter Gremminger (ab 30.07.2014) Stadtrat Dr. Bernd Grimmer (bis 30.07.2014) Stadtrat Klaus Gutscher (bis 30.07.2014) Stadtrat Helmut Metzger (bis 30.07.2014) Stadtrat Prof. Dr. Bernd Noll (bis 30.07.2014) Stadträtin Jacqueline Roos Stadtrat Wolfgang Schick Stadtrat Michael Schwarz Stadtrat Claus Spohn (ab 30.07.2014) Stadträtin Renate Thon (bis 30.07.2014) Stadtrat Dr. Hans Eckard von Laue (ab 30.07.2014) Stadtrat Christoph Weisenbacher (ab 30.07.2014) Stadtrat Henry Wiedemann (ab 30.07.2014) Jugendgemeinderätin Kira Stelter – beratend (ab 20.05.2014) Jugendgemeinderätin Elena Toth – beratend (ab 20.05.2014) Oberbürgermeister: Betriebsleitung: Gert Hager Erich Forstner

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Angaben über die Vergütung der Betriebsleitung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen erhalten keine besondere Vergütung oder Aufwandsentschädigung.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Der für das Jahr 2014 geplante Zuschuss lt. Wirtschaftsplan betrug 2.570.000 €. Für die nichtinvestiven Kosten des Kreativzentrums 2014 hat die Stadt Pforzheim eine Zahlung von 78.800 € geleistet. Des Weiteren wurde der verbleibende Jahresverlust der Bäder aus dem Jahr 2013 in Höhe von 308.373 €, der Verlustvortrag aus Vorjahren von 11.059 € und der Jahresverlust des Kreativzentrums aus dem Jahr 2013 in Höhe von 52.409 € ausgezahlt. Insgesamt ermittelt sich im Jahr 2014 eine Bezuschussung in Höhe von 3.020.641 €.

- 118 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EGP

Der Zuschuss der Stadt wird in der Bilanz solange als Verbindlichkeit ausgewiesen, bis der förmliche Beschluss des Gemeinderates über die Verlustabdeckung vorliegt.
in € Hhst. 1.5700.715000 THH3, PG. 4240: KoSt. 20906110, Sk. 43150000 2010 2.414.800 2011 2.475.000 2012 2.713.824 2.553.019 2013 2014 3.020.641

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Anzahl der Badegäste 2010 2011 2012 2013 2014

Emma-Jaeger-Bad Stadtteilbäder Freibäder insgesamt:

265.320 200.981 64.871 531.172

239.782 244.888 83.212 567.882

218.382 237.588 108.482 564.452

231.996 240.282 129.010 601.288

227.052 226.598 87.771 541.421
1

Defizit

2010

2011

2012

2013

2014

pro Badegast
1

€

4,78

4,30

4,64

4,67

Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem in der Betriebssatzung festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

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EGP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2

2010 Vollzeitbeschäftigte 1 Teilzeitbeschäftigte Saisonbeschäftigte Beschäftigte insgesamt nachrichtlich: Auszubildende
1 2

2011 31 9 6 46

2012 29 9 7 45

2013 29 7 9 45

2014

31 9 5 45

9

8

9

9

incl. Betriebsleitung

Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

Ferienprogramm des Stadtjugendrings im Wartbergfreibad
(Quelle: Eigenbetrieb Goldstadtbäder)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EGP

Jahresabschlussdaten4 Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 12.373 89 12.284 0 501 16 481 0 4 0 12.874 2014 Ist Veränd. 13/14

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 61 2.000 933 -11 -2.861 199 235 12.084 295 12.874

2014 Ist

Veränd. 13/14

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Verlust aus Vorjahren Jahresverlust Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Logo des Eigenbetriebs Goldstadtbäder Pforzheim
(Quelle: Eigenbetrieb Goldstadtbäder)

4

Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

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EGP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 2014 Ist 2014 Plan 2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand
Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

1.914 0 97 2.011 -1.965 -2.018 -332 -362 -4.677
-2.666 0 -194 -2.860

1.957 0 260 2.217 -1.821 -2.012 -455 -311 -4.599
-2.382 0 -266 -2.648

1.875 0 472 2.347 -2.005 -2.150 -509 -337 -5.001
-2.654 0 -275 -2.929

außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern
Jahresüberschuss/-fehlbetrag

0 -2.860 -1
-2.861

0 -2.648 -1
-2.649

0 -2.929 -1
-2.930

2

3

Zuschuss Stadt Pforzheim 1
1

2.500

2.649

2.930

Der Zuschuss der Stadt muss in der Bilanz solange als Verbindlichkeit ausgewiesen werden bis der förmliche Beschluss des Gemeinderates über die Verlustabdeckung vorliegt. Ab diesem Zeitpunkt kann der Betrag als Eigenkapital behandelt werden.
2 3

Der Betrag setzt sich aus 2.570 T€ Jahresverlust Bäder und 79 T€ Verlust Kreativzentrum zusammen. Der Zuschuss 2015 beinhaltet den Jahresverlust der Bäder in Höhe von 2.930 T€.

Poolympiade im Wartbergfreibad
(Quelle: Eigenbetrieb Goldstadtbäder)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EGP

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 95,1 5,6 5,9 -129,4 n.def. -20,4 39,8 -2.031

2012 98,1 3,5 3,6 -143,1 n.def. -22,4 40,2 -2.359

2013 96,1 0,5 0,5 -149,5 n.def. -20,7 39,3 -2.529

2014

% % % % % % % T€

98,8 5,0 5,1 -81,6 n.def. -11,4 39,7 -1.111

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

WSP

2.1.12 Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim

Lindenstr. 2 75175 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 - 18 57 07231/ 39 - 25 95 oliver.reitz@ws-pforzheim.de www.ws-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Am 19.12.2006 hat der Gemeinderat der Stadt Pforzheim die Gründung des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) beschlossen. Dem Geschäftsfeld des Eigenbetriebs WSP wurden die früheren zum Teil selbständig, zum Teil unselbständig geführten städtischen und privaten Bereiche „Wirtschaftsförderung“, „Tourismus, Eventmanagement, Enzauenpark“, „Citymarketing“ und „Hallen und Messen“ zugeordnet. Der Geschäftsbereich „Hallen und Messen“ wird in Form einer GmbH geführt. Zum 01.01.2008 wurde ferner die zuvor beim Hauptamt angesiedelte Kommunale Statistikstelle als Geschäftsbereich V in den WSP eingegliedert. Innerhalb einer betriebsinternen Umstrukturierung wurden in 2008 die Aufgabenbereiche „Eventmanagement“ und „Enzauenpark“ dem Geschäftsbereich Citymarketing zugeordnet. Am 15.12.2009 hat der Gemeinderat der Stadt Pforzheim die Gründung des sechsten Geschäftsbereichs „Kreativwirtschaft“ zum 01.01.2010 beschlossen. Es gilt die am 01.01.2007 in Kraft getretene Betriebssatzung, Änderungssatzungen traten am 01.01.2008, am 01.01.2009 und am 01.01.2010 in Kraft.

Gegenstand des Unternehmens
Die Stadt Pforzheim erfüllt ihre Aufgaben im Bereich der Wirtschaftsförderung, des Stadtmarketings und der Stadtentwicklung, des Citymarketings, der Steuerung und Koordination im Bereich des Hallen- und Messewesens, der Kommunalen Statistikstelle und der Förderung der Kreativwirtschaft in der Rechtsform eines Eigenbetriebs. Der Betrieb wird nach den Vorschriften des Eigenbetriebsgesetzes geführt. Dem Eigenbetrieb obliegen dabei insbesondere folgende Aufgaben: a) im Bereich der strategischen Gesamtausrichtung - Strategisches Stadtmarketing/Stadtentwicklung einschließlich Imagebildung - Strategische Entscheidungen zur Förderung von Wirtschaft, Handel, Verkehr und Tourismus b) im Bereich der Wirtschaftsförderung - Bestandspflege der ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen - Förderung der Ansiedlung von Unternehmen - Mitwirkung bei der Gewerbeflächenvorsorge und Standortplanung - Existenzgründungs- und Innovationsförderung - Entwicklung und Management wirtschaftsfördernder Projekte - Betrieb des Technologie- und Gründerzentrums Innotec - Betrieb des Plakatanschlagwesens - Unternehmer-Service Pforzheim (USP)

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WSP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

c) im Bereich des Stadtmarketings/der Stadtentwicklung - Operatives Stadtmarketing - Eventmanagement - Management von Veranstaltungen im Enzauenpark - Betrieb einer Touristeninformation zur Betreuung von Touristen und Einheimischen und aller Geschäfte, die der Förderung des Städtetourismus dienlich sind d) im Bereich des Citymarketings - Maßnahmen zur Stärkung der (Handels-)zentralität der Stadt Pforzheim - Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt und zur Verbesserung der innerstädtischen Atmosphäre - Zentrenmanagement - Ladenlokalmanagement e) im Bereich der Kommunalen Statistikstelle - Aufgaben nach dem Landesstatistikgesetz (LStatG) sowie verwaltungsintern beauftragte statistische Erhebungen und Analysen f) im Bereich der Kreativwirtschaft - Aufbau umfangreicher Kooperationen mit der Hochschule Pforzheim mit dem Ziel der Unterstützung der Kreativwirtschaft - Abwicklung der beantragten Förderung der regionalen Clusterinitiativen im Rahmen der EFRE-Förderung 2007-2013 unter dem Titel „Netzwerkmanagement – Unterstützungsleistungen für ein Cluster der Kreativwirtschaft“ - Management des zukünftigen Kreativzentrums - Entwicklung weiterer Maßnahmen im Sinne einer branchenspezifischen Wirtschaftsförderung zugunsten der Kreativwirtschaft Dem Eigenbetrieb obliegt weiter im Bereich des Hallen- und Messewesens die Koordination und Steuerung von Maßnahmen und Aktivitäten mit der PKM GmbH. Er ist zu regelmäßiger und umfassender wechselseitiger Information und Abstimmung der Aktivitäten mit dem Kulturmarketing des Kulturamts verpflichtet. Er sucht und pflegt den Kontakt und die Zusammenarbeit mit den wirtschaftlichen Interessenverbänden und Gesellschaften auf lokaler und regionaler Ebene.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: 50.000 €

Der WSP wird als Eigenbetrieb der Stadt Pforzheim geführt.

Organe
Gemeinderat Wirtschaftsförderungsausschuss: Oberbürgermeister Gert Hager, Vorsitzender Stadtrat Jörg Augenstein Stadtrat Joachim Bott (ab 30.07.2014) Stadtrat Carol Braun (ab 14.02.2014) Stadtrat Thomas Goßweiler (ab 30.07.2014) Stadtrat Dr. Bernd Grimmer (bis 30.07.2014) Stadtrat Andreas Herkommer (bis 30.07.2014) Stadtrat Jens Kück Stadtrat Dr. Brigitte Langer-Glock (ab 30.07.2014) Stadtrat Maximilian Müssle (ab 30.07.2014) Stadträtin Brigitte Römer (bis 30.07.2014) Stadtrat Dr. Joachim Rösch (bis 30.07.2014) Stadträtin Jaqueline Roos (ab 30.07.2014) Stadträtin Sibylle Schüssler Stadtrat Michael Schwarz (bis 13.02.2014)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

WSP

Stadtrat Christopher Seidemann (ab 30.07.2014) Stadtrat Claus Spohn (ab 30.07.2014) Patrick Stöber - beratend Markus Wexel – beratend (ab 01/2014) Oberbürgermeister: Betriebsleitung: Gert Hager Oliver Reitz

Gesamtbezüge der Mitglieder der Betriebsleitung und des Wirtschaftsförderungsausschusses
Die Angaben über die Vergütung der Betriebsleitung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses erhalten keine besondere Vergütung oder Aufwandsentschädigung.

Beteiligungen
Der Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim war in 2014 an Gesellschaften wie folgt beteiligt: Beteiligungswert Stimmrechtsanteile 1. Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH, Pforzheim 26.000 € 100 % 2. Wirtschaftsförderung Zukunftsregion Nordschwarzwald GmbH, Pforzheim 11.000 € 11,14 % 3. Schwarzwald Tourismus GmbH 1€ 0,25 %

Verbindung zum städtischen Haushalt
Der für das Jahr 2014 geplante Zuschuss lt. Wirtschaftsplan betrug 7.823.545 €. Ferner wurde für die Beteiligung an der Studie Regionalmonitor Nordschwarzwald ein überplanmäßiger Zuschuss in Höhe von 17.850 € ausbezahlt. Insgesamt ermittelt sich somit für das Jahr 2014 ein Gesamtzuschuss von 7.841.395 €. Seitens des WSP erfolgte eine Rückzahlung erübrigter Mittel aus 2012 an die Stadt in Höhe von 109.341. €. Der Zuschuss der Stadt wird in der Bilanz solange als Verbindlichkeit ausgewiesen, bis der förmliche Beschluss des Gemeinderates über die Verlustabdeckung vorliegt.
in € Hhst. 1.7902.715000 THH 8, PG. 5710 KoSt. 20906115, Sk. 43150000 THH 8, PG. 5710 Auftrag 571001, Sk. 31450000 2010 5.870.388 2011 5.938.900 2012 6.067.467 2013 6.360.456 2014 7.841.395 -109.341

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

- 127 -

WSP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Geschäftsbereich I Wirtschaftsförderung Wirtschaftsdaten sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Arbeitslosenquote Gewerbesteueraufkommen 2010 2011 2012 2013 2014

% Mio. €

49.497 8,9 47

50.727 8 76

51.124 7,7 105

53.313 8 99,5

55.500 7,2 90,9

Unternehmerservice Pforzheim (USP) Unternehmensansiedlungen 1 Unternehmensumsiedlungen 2 Unternehmenserweiterungen Gewerbeimmobilienvermittlungen Unternehmensbesuche 3 Messebeteiligungen Veranstaltungen Innotec Pforzheim Akquisegespräche mit Interessenten Aufnahme von Existenzgründern und jungen Unternehmen Anz. der Unternehmen im Innotec Vermietungsquote % Arbeitsplätze bei Innotec-Unternehmen Auszüge/Umsiedlung innerhalb Pforzheim Veranstaltungen im Innotec Wirtschaftsfördernde Projekte 4
1 2 3 4

11 9 2 41 27 9 18

10 15 5 52 120 15 12

9 12 6 50 125 8 10

8 15 16 53 122 10 6

8 17 16 50 126 6 11

13 8 23 95 120 4 8 9

12 2 24 85 95 1 7 8

10 3 22 85 115 1 15 8

8 4 25 80 105 1 12 8

6 4 25 75 105 2 7 8

In 2014 laufende Fälle (keine abgeschlossenen Fälle). In 2014 abgeschlossene und laufende Fälle. Änderung der Datenerfassungsgrundlage ab 2011, enthalten sind nun auch Unternehmensbesuche ohne Begleitung des Oberbürgermeisters. In 2014: Clusterinitiative HOCHFORM, Fachkräfte-Allianz, Offen für Morgen, Unternehmer-Service

Geschäftsbereich II Tourismusmarketing Gäste davon vom Ausland Übernachtungen davon vom Ausland Besuchergruppen 1,2 Teilnahme an Messen Eigenveranstaltungen 3,4 Besucher
1 2 3 4

2010

2011

2012

2013

2014

101.714 105.783 106.934 104.724 110.993 22.268 24.414 24.091 21.792 22.366 214.956 220.838 230.687 227.487 236.781 47.737 50.314 56.091 49.777 48.951 210/5.800 162/4.759 115/5.073 99/2.316 84/2.156 9 9 9 10 10 8 8 6 4 5 20.000 200.000 20.000 5.000 3.000

Anzahl Gruppen/ Anzahl Besucher (incl. drei Goldstadt-Tipps-Angebote). Rückgang aufgrund Personalreduzierung im Geschäftsbereich II. In 2014: Hobby-Schmuck-Kurs, 24-Stunden-Wanderung/ WanderOpening Die hohe Teilnehmeranzahl im Jahr 2011 ist auf die Großveranstaltung 'Motorissimo' zurückzuführen.

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WSP

Geschäftsbereich III Citymarketing Mitgliedsunternehmen Events und Aktionen 1 Kundenbindungsinstrumente Merchandising-Artikel Verkauf
1

2010

2011

2012

2013

2014

Besucher Teilnehmer
2

Stück

137 553.500 14.000 1.150

138 586.000 14.000 1.250

138 551.000 21.000 1.300

134 562.000 20.000 1.250

122 552.000 18.000 1.150

Darunter in 2014 zwei verkaufsoffene Sonntage (Pforzheimer Wirtschaftswunder und Goldstadtfieber), eine lange Einkaufsnacht, Nightgroove, City on Ice, CityLauf, Gruschtelmarkt, OechsleFest, Bierbörse, Mobil ohne Auto, Großes Lichterfest (Enzauenpark), Tour de Ländle.
3

Darunter in 2014: Goldi (Citymaskottchen, Plüschbär), Goldi-Tassen, Goldstadtschirm, Wirtschaftswundertüten, Wirtschaftswunder-Pins.

Geschäftsbereich V Kommunale Statistik eigene Publikationen 1 Verkauf Mietspiegel 2 Statistische Analysen und Sonderauswertungen 3,4 Sonderprojekte 5 Umfragen und Befragungen 6
1 2 3 4 5 6

2010

2011

2012

2013

2014

Stück Stück

6 338 30 9

6 232 29 6

7 265 43 8 5

6 173 47 7 4

6 256 102 6 4

Darunter das Stat. Jahrbuch, Halbjahresberichte, Wahlanalysen. Neuerhebung des Mietspiegels alle 4 Jahre, Fortschreibung nach Verbraucherpreisindex alle 2 Jahre. Der Anstieg im Jahr 2014 ist auf einen gestiegenen Bedarf an Sonderauswertungen zurück zu führen. Meist Berichte und Auswertungen für die Stadtverwaltung sowie lokale Medien. Sonderprojekte in 2014 u.a.: Kommunalwahl, Asylstandorte, Gewerbeflächenprognose.

In 2014 u.a.: Evaluation von WSP-Veranstaltungen (Messen, Werkstofftag, Offen für morgen), Befragung Innenstadtsanierung, Regionalmonitor.

Geschäftsbereich VI Kreativwirtschaft Messebeteiligungen 2 Messebesuche Unternehmensbesuche Netzwerkveranstaltungen 3 Sonderprojekte 1
1 2 3

2010

2011

2012

2013

2014

0 5 4 9 2

1 2 k.A. 15 3

2 2 8 17 1

5 5 15 14 1

3 3 10 12 3

In 2014: Young European Talents Workshop, Schöne Bescherung, Eröffnung EMMA - Kreativzentrum Pforzheim In 2014: Blickfang Zürich, Gründermessen. In 2014: Creative After Work, Creative Business Roundtable, Sprechtag Orientierungsberatung.

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem in der Betriebssatzung festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

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WSP

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Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Lage und Geschäftsverlauf Strukturelle Änderungen und Weiterentwicklungen des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) Der Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing (WSP) wurde zum 1. Januar 2007 gegründet. Ziele des WSP sind die Stärkung der Wirtschaftsförderung, eine Verbesserung der Gesamtsteuerung aller Bereiche sowie die Einbeziehung von Wirtschaft und Politik in die Entscheidungsprozesse. Die Initiierung von Maßnahmen zur Förderung von Handel und Tourismus stellen wichtige Unterziele in diesem Prozess dar. Eine Stärkung der kulturellen Aktivitäten Pforzheims wird über die Koordination mit dem Kulturmarketing erreicht. Die Integration der Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH in die Organisationsstrukturen des WSP garantiert eine optimale Verzahnung und Vernetzung des Messe- und Kongresswesens. Die innerbetriebliche Zusammenarbeit des WSP strukturiert sich unter der Geschäftsleitung in sechs Geschäftsbereiche. Die Leitung entwickelt die strategische Richtung des Eigenbetriebs und ist darüber hinaus für die Konzeption geschäftsbereichsübergreifender Maßnahmen sowie für die betriebliche Gesamtsteuerung und Koordination verantwortlich. Des Weiteren unterstützt sie die Aufgaben der Wirtschaftsförderung im operativen Bereich und entwickelt neue Aufgabenfelder insbesondere im Bereich der Wirtschaftsförderungspolitik, des Standort- und Stadtmarketings sowie des Tourismus- und Citymarketings. Die Geschäftsbereiche sind in ihrer operativen Arbeit sowie im Einsatz der finanziellen und personellen Ressourcen selbständig. Dieses Maß an Autonomie bedeutet jedoch gleichzeitig ein hohes Maß an Kooperationswillen und -fähigkeit zwischen den einzelnen Bereichen. Insgesamt waren beim WSP zum Ende des Jahres 2014 53 Personen (inklusive Auszubildende) tätig. Das nachfolgende Organigramm zeigt die Zuständigkeiten innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche (Stand Dezember 2014).

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WSP

In der zweiten Jahreshälfte 2014 erfolgte eine Umstrukturierung innerhalb des WSP, die zum 01. Januar 2015 in Kraft trat. Demzufolge wurden die Strukturen auf drei Geschäftsbereiche zzgl. der Geschäftsleitung optimiert (siehe Organigramm auf der folgenden Seite). Der WSP arbeitet in institutionalisierter Form mit externen Gruppierungen aus Wirtschaft und Politik zusammen. Gemäß der Zielsetzung ist hierauf besonders Wert zu legen. Die folgende Aufstellung von Gremien und Institutionen verdeutlicht die intensive Vernetzung des WSP: Geschäftsleitung: Gemeinderat Wirtschaftsförderungsausschuss Forum für Pforzheim Projektgruppe Innenstadtentwicklung Ost Fachbeirat der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH Fachkräfte-Allianz Pforzheim / Nordschwarzwald HOCHFORM-Arbeitskreise Wissensregion Nordschwarzwald Verkehrsverein Pforzheim e.V. Arbeitskreise Rad und Wandern der STG Citymarketingbeirat Arbeitskreis City-Einzelhandel Netzwerk Kreativwirtschaft Baden-Württemberg

Wirtschaftsförderung:

Steuerungskreis und Arbeitsgruppe: Tourismusmarketing:

Citymarketing / Veranstaltungsmanagement: Kreativwirtschaft:

Die unmittelbare Verknüpfung zur Kommunalpolitik erfolgt über die Gremienarbeit mit dem Wirtschaftsförderungsausschuss und dem Gemeinderat. Der Ausschuss tagte im Jahr 2014 achtmal. Der Gemeinderat beschäftigte sich in seinen Sitzungen in 2014 achtmal mit Themen aus dem Aufgabenbereich des WSP.

(Quelle: © Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim, Fotograf Janusch Tschech)

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WSP

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WSP

Geschäftsverlauf des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim Im folgenden Abschnitt werden die Aufgabenschwerpunkte und Aktivitäten des WSP im Jahr 2014 zu den einzelnen Geschäftsbereichen dargestellt.

Geschäftsleitung
In der Geschäftsführung werden alle Geschäftsbereiche des WSP übergreifend gebündelt. Hier werden strategische Entscheidungen für den Standort sowie für den WSP getroffen. Die im Vorjahr begonnenen konzeptionellen Veränderungen für den gesamten WSP (u. a. Expo Real, Tourismusmarketing) wurden im Jahr 2014 fortgeführt. Die Suche nach geeignetem Personal für verschiedene vakante Stellen beim WSP war zudem raumgreifend. Personelle Fluktuationen bedingt durch Elternzeiten direkt im Bereich der Geschäftsleitung rückten die Sicherstellung der zentralen administrativen Aufgaben in den Fokus. Prägend für das Jahr 2014 waren die Entwicklung und Umsetzung des neuen WSP-Organigramms. Dennoch wurden die Planungen für das 250-jährige Schmuck- und Uhrenjubiläum verstärkt. Mit dem ersten Pforzemer Bockschuss und seinem satirischen Jahresrückblick wurde bereits im März des Jahres eine neue Tradition angestoßen. Der Pforzheimer Wirtschaftspreis fand erneut regen Anklang im ansässigen Unternehmertum. Der neue WSP-Imagefilm feiert hier seine Premiere.

Wirtschaftsförderung (GB I)
Neben der Pflege des lokalen Unternehmensbestands und Anfragen von Investoren, wie etwa im Rahmen des „Unternehmerservices Pforzheim (USP)“, hat der Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung die Kontaktpflege und die Vernetzung von Unternehmen zur Aufgabe. Einen weiteren Baustein stellen hier die zahlreichen Unternehmensbesuche der Geschäftsleitung, der Vertreter des GB I sowie des Oberbürgermeisters dar. Der WSP und die Dezernatsleitung machen sich regelmäßig vor Ort ein Bild von der Arbeit der Unternehmen. Im Jahr 2014 besuchte darüber hinaus auch der Wirtschaftsförderungsausschuss vor seinen Sitzungen jeweils ein lokales Unternehmen. So konnte der Kontakt zwischen Politik und Wirtschaft weiter intensiviert werden. Das Clustermanagement „Hochform“ führte neben den mittlerweile erfolgreich etablierten Veranstaltungen neue Formate und Projekte durch. Im November 2014 fand erstmals das Format „Industrie trifft Hochschule“ – natürlich in Kooperation mit der Hochschule Pforzheim – statt. Als regelmäßige Austausch-Plattform zwischen Wissenschaft und Praxis geht es hier gezielt um die Förderung der Innovationstätigkeit der Clusterunternehmen. Daneben steht die Fachkräftegewinnung bei den beteiligten Unternehmen im Fokus. So startete ebenfalls 2014 die Auszubildendenkampagne koordiniert von Hochform. Witzige Motive sprechen hier speziell Jugendliche an, um für Ausbildungsberufe der Präzisionstechnik zu begeistern. Der erfolgreiche Werkstofftag ging 2014 bereits in die dritte Runde, und auch zahlreiche gemeinsame Messebesuche rundeten die mannigfaltigen Projekte der Clusterinitiative ab. Im Segment „Schmuck und Uhren“ bot die Wirtschaftsförderung lokalen Produzenten wieder Beteiligungen an Gemeinschaftsständen an. Pforzheimer Unternehmen waren in dieser Form auf der Inhorgenta in München sowie auf der Baselworld vertreten. Bei beiden Messen stand der gemeinsame Auftritt im Zeichen von „Gold.Stadt.Pforzheim. Unsere Unternehmen sind Gold wert“. Die vorausschauende Flächenentwicklung in Pforzheim ist von immenser Bedeutung für den Standort. Das Gewerbeflächenkonzept, welches federführend vom GB Wirtschaftsförderung erarbeitet wurde, verdeutlicht die dringend erforderliche Ausweisung von Gewerbeflächen, um auch mittel- bis langfristig ein attraktiver Standort für Investoren und Projektentwickler zu bleiben. Dass dies der Fall ist, zeigte sich auch 2014 im Rahmen des Messeauftritts bei der Expo Real. Die moderne Standgestaltung und die spannenden Möglichkeiten im Kontext des Entwicklungsvorhabens „Pforzheim-Mitte“ führten zu zahlreichen vielversprechenden Gesprächen.

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WSP

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Als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Studierenden verstärkte der WSP-Hochschulservice sein Marketing und führte neben einem Infoflyer auch das neue Veranstaltungsformat „Rotating Diner“ ein. Für Start-Ups bzw. Jungunternehmen bietet das Innotec Pforzheim – Zentrum für Software, Technik und Design auf einer Gesamtfläche von 5.500 m2 25 Untermietflächen und verzeichnete auch 2014 eine gute Auslastung.

Tourismusmarketing (GB II)
Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des WSP erfolgte im Geschäftsbereich Tourismusmarketing im Jahr 2014 keine Wiederbesetzung der Geschäftsbereichsleitung. Mit wissenschaftlicher Unterstützung durch Prof. Luppold von der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg Ravensburg wurde auf Basis der im Jahr 2013 erarbeiteten Studie zum Status Quo des Tourismusmarketing die zukünftige Ausrichtung weiter konkretisiert. Hierbei liegt der Fokus auf der Stärkung des Tagungstourismus insb. der MICE-Bereiche (Meetings Incentives Conventions Events). Ein gemeinsamer interner Workshop verdeutlichte zudem Zielgruppen, Angebote und Wertschöpfungsketten des Tourismus. Dieser Neuausrichtungsprozess ist noch nicht abgeschlossen und wird 2015 weitergeführt. Bei den Messeauftritten 2014 (ITB, CMT und Momentour) wurden insbesondere die Highlights von Pforzheim in Szene gesetzt. Gerade auf der ITB in Berlin sorgte der Auftritt eines Stelzenläufers aus dem Zeus-Stelzentheater mit seinem imposanten, goldenen Kostüm für Aufmerksamkeit bei den Besuchern. In fachlicher Hinsicht wurde die ITB in diesem Jahr für Gespräche mit Hotelinvestoren und –betreibern genutzt. Der Geschäftsbereich ist stets in einem großen Maß an lokalen und regionalen Kooperationsprojekten beteiligt. Unter anderem werden mit der Deutschen Zentrale für Tourismus, der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, der Schwarzwald Tourismus GmbH und der Touristik Nördlicher Schwarzwald gezielte Maßnahmen zur Förderung des Tourismus umgesetzt. Gemeinsam mit lokalen Leistungsträgern, wie dem Schmuckmuseum Pforzheim, den Schmuckwelten Pforzheim und dem Kulturamt hat das Tourismusmarketing diverse Angebote entwickelt. Die Tourismusbilanz verzeichnete wieder einen leichten Anstieg der Gäste- und Übernachtungszahlen von 105.000 im Vorjahr auf 111.000 Ankünfte im Berichtsjahr. Die Aufenthaltsdauer ist mit 2,1 Tagen im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben (2013: 2,2 Tage).

Citymarketing/ Veranstaltungsmanagement (GB III)
Ziele des Geschäftsbereichs Citymarketings sind die Etablierung des Oberzentrums Pforzheim als Einkaufsstadt und eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt. Dies wurde auch im Jahr 2014 mit der Durchführung der verschiedenen etablierten Events verfolgt. Die Veranstaltungssaison 2014 eröffnete der verkaufsoffene Sonntag unter dem Motto „Goldstadtfieber“. Im Mai folgten dann der „Große Kindertag“ sowie die „2. Pforzheimer Bierbörse“. In der sommerlichen Hochphase fanden in chronologischer Reihenfolge statt: „Mobil ohne Auto – Erlebnis Würmtal“, „SWP-Citylauf“, „40. Pforzheimer Gruschtelmarkt“, „Lichterfest“, „Oechslefest“. Auch der Herbst hat mit dem verkaufsoffenen Sonntag „Wirtschaftswunder“ und dem „Nightgroove“ zwei erfolgreiche Veranstaltungen zu bieten. Das Eislaufevent „City on Ice“ wurde in diesem Jahr mit einer „Langen Einkaufsnacht“ verbunden. Bei der „Tour de Ländle“ war Pforzheim im Jahr 2014 Zieleinfahrtsort und Partymeile im Enzauenpark, wohingegen die „VAUDE Trans Schwarzwald“ diesmal in Pforzheim Etappenausgangspunkt war.

Hallen und Messen (GB IV)
Der Geschäftsbereich Hallen und Messen wird operativ von der Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH (PKM) umgesetzt, die als Betreibergesellschaft des CongressCentrum Pforzheim (CCP) und des Eissportzentrums St. Maur-Halle fungiert.

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WSP

Das Veranstaltungsaufkommen im CCP CongressCentrum Pforzheim war im Vergleich zum Vorjahr mit 440 (Vj. 521) Veranstaltungen hauptsächlich aufgrund der turnusmäßig geringeren Anzahl an Messen und Ausstellungen rückläufig. 44% aller Veranstaltungen entfielen auf den Bereich „Tagungen und Kongresse“. Im Vergleich zum Vorjahr wurden mit 191 (Vj. 206) rund 7% weniger Tagungen und Kongresse durchgeführt. Die Anzahl der kulturellen Veranstaltungen blieb aufgrund des geringen Tourneeangebotes mit 57 (Vj. 59) nahezu unverändert. Allerdings gastierten mit Comedians wie z. B. Dieter Nuhr oder Kaya Yanar zahlreiche Garanten für einen ausverkauften Großen Saal im CCP. Die kulturellen Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Besuchern pro Konzert/Gastspiel haben wesentlichen Anteil am jährlichen Besucheraufkommen. Gastspiele und Konzerte namhafter Künstler wirken sich daher zwangsläufig positiv auf die Besucherzahlen aus. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Anzahl der Besucher um rund 9% auf 122.965 (Vj. 111.966). Die Bedeutung des CCP als wichtiger Wirtschaftsfaktor wird durch die hohe Anzahl von Tagungen und Kongressen wieder deutlich – der Kaufkraftzufluss allein durch die Tagungsund Kongressbesucher sowie die Aussteller und Besucher der Messen/Ausstellungen betrug geschätzt rund 10,5 Mio. €. Trotz des leichten Rückgangs beim Veranstaltungsaufkommen erhöhte sich die Anzahl der Raumbelegungen aufgrund zahlreicher mehrtägiger Kongresse geringfügig auf 1.191. Im März 2014 veranstaltete die PKM GmbH zum dritten Mal die „MomenTour®“ im CCP. Die von der PKM GmbH konzipierte jährlich stattfindende Publikumsmesse für den Kurz- und Tagestourismus besetzt eine Nische, die von den großen Tourismusmessen nicht bedient werden kann. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Ausstellerzahl um rund 44% gesteigert werden. Die 89 (Vj. 62) Aussteller äußerten sich wieder höchst zufrieden über den Messeverlauf, und auch die 4.120 Besucher (Vj. 4.200) waren vom Angebot überzeugt. Die Netto-Ausstellungsfläche erhöhte sich um rund 46% auf 845 qm (Vj. 578). Am letzten Messetag hatten etliche Aussteller ihre Buchungszusage für die „MomenTour® 2015“ bereits erteilt. Die Fachmessen „Turning Days® Süd“ in Villingen-Schwenningen und „Turning Days® West“ in Dortmund finden turnusmäßig immer in den ungeraden Jahren statt. Aus aller Welt kamen die rund 300 Teilnehmer zum zweitägigen Sales-Meeting-Kongress eines führenden deutschen Herstellers von Analyse-Systemen in das Pforzheimer CCP. Internationale Tagungsgäste konnte auch das Pforzheimer Unternehmen Meyle + Müller GmbH & Co. KG bei seinem New Media Symposium begrüßen ebenso wie die IBF Automatisierungs- und Sicherheitstechnik GmbH aus Vils in Österreich zu ihren dreitägigen CE-Praxistagen. An jeweils zwei Tagen im Frühjahr und Herbst tauschten Experten aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland beim Maschinenbauforum im CCP ihre Erfahrungen aus und auch die Versicherungsbranche wie z. B. Allianz und Axa genossen zum wiederholten Male die Gastfreundschaft im CCP. Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie führte ihren dreitägigen Kongress für Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte ebenso im CCP durch wie REWE seine Händlertagung mit 350 Teilnehmern aus dem gesamten Südwesten. Seit dem 15.04.2009 wird das Eissportzentrum St. Maur-Halle von der Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH ganzjährig betrieben. Im Jahr 2014 wurden an 208 (Vj. 202) Veranstaltungstagen insgesamt 410 (Vj. 416) Veranstaltungen wie z. B. Eisdiscos, Schulsport, Publikumslauf und Ligaspiele der Eishockeyabteilung des 1. CfR Pforzheim durchgeführt. Mangels Nachfrage fanden in der eisfreien Zeit im Berichtsjahr keine Messen/Ausstellungen statt. Im Vergleich zum Vorjahr war die Besucherzahl auch aufgrund der fehlenden Messen leicht auf 42.196 (Vj. 45.561) zurückgegangen. Der recht warme Monat Oktober führte bei den Publikumslaufveranstaltungen zu einem Rückgang der Besucherzahlen. Die durchschnittliche Besucherzahl pro Publikumslaufveranstaltung während der Eissportsaison verzeichnete dadurch im Vergleich zum Vorjahr mit 185 (Vj. 205) einen leichten Rückgang. Die fortgesetzte intensive Akquisition von Schulen zur Auslastung der schwachen Vormittage war weiterhin erfolgreich.

Kommunale Statistik (GB V)
Die Kernaufgabe des Geschäftsbereichs Kommunale Statistik ist das wissenschaftliche Aufbereiten und Zurverfügungstellen von Zahlen und Analysen für nahezu alle Bereiche der Verwaltung und Politik. - 135 -

WSP

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Dazu veröffentlicht der Geschäftsbereich regelmäßige statistische Halbjahresberichte, das Bevölkerungsheft oder das statistische Jahrbuch. Sie bilden Arbeitsgrundlage und Entscheidungshilfen für Kommunales Handeln in Pforzheim. Einen großen Schwerpunkt nahm im Jahr 2014 die statistische Begleitung der Kommunalwahl inkl. Erstellung einer Publikation ein. Weiterhin arbeitete der Geschäftsbereich V gemeinsam mit dem Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung am Gewerbeflächenkonzept. Hier erarbeitete die Kommunale Statistik die umfangreiche Gewerbeflächenprognose für den Standort Pforzheim. Als sehr aktuelles Thema war die Kommunale Statistik gemeinsam mit den anderen beteiligten Ämtern im Rahmen der Suche nach Asylstandorten tätig. Darüber hinaus zählten zu den Veröffentlichungen der Kommunalen Statistik auch in 2014 die beiden Halbjahresberichte und das Statistische Jahrbuch.

Kreativwirtschaft (GB VI)
Das Jahr 2014 stellte für den Geschäftsbereich Kreativwirtschaft einen sehr wichtigen Meilenstein dar. Denn das Kreativzentrum EMMA feierte Anfang Oktober 2014 endlich seine Eröffnung. Bis dahin waren jedoch noch zahlreiche Hürden des Umbaus zu bewältigen und in Einklang mit dem finanziellen Grundgerüst zu bringen. Da Kreativität und Design einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel der Stadt beitragen, verfolgt der seit 2010 bestehende Geschäftsbereich mit Hilfe von Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes BadenWürttemberg das Ziel, den Kreativstandort Pforzheim in Kooperation mit regionalen Akteuren nachhaltig zu stärken und überregional zu positionieren. Neben dem Kreativzentrum ist dazu das Clustermanagement von „CREATE PF!“ sehr aktiv. Dieses bezog bereits im August sein neues Domizil im Kreativzentrum und arbeitet seither von dort aus an der Förderung der Pforzheimer Kreativwirtschaft. So wurden auch im Jahr 2014 insgesamt siebenmal das Netzwerktreffen „Creative After Work“ durchgeführt, zu dem jeweils ein Gastreferent zu einem bestimmten Thema eingeladen wird. Auch der „Creative Business Roundtable“ fand erneut in Kooperation mit „Baden-Württemberg: Connected e.V (bwcon)“ und dem Netzwerk Kreativwirtschaft Baden-Württemberg unter dem Titel „Geschäftsidee auf dem Prüfstein“ statt. Weiterhin standen im Jahr 2014 auch wieder gemeinsame Messeauftritte der Clusterinitiative auf dem Programm. „Jewellery Virus – Fashion Infiltration“ hieß der diesjährige Young European Talents-Workshop, den CREATE! PF in Kooperation mit der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim zum sechsten Mal veranstaltet. Dabei ging es um die Beziehung bzw. die gegenseitige Beeinflussung von Schmuck und Mode. Diesmal waren Designer aus Mailand, London und Pforzheim dabei. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim Vermögenslage Die Bilanz 2014 des Eigenbetriebs WSP schloss zum 31.12.2014 mit der Summe von T€ 15.593 ab und steigerte sich damit um T€ 1.254 (2013: T€ 14.339). Dieser Erhöhung der Bilanzsumme liegt im Wesentlichen ein Anstieg bei den Forderungen sowie das Mieterdarlehen für die Gesellschaft für kommunale Verkehrs- und Versorgungsanlagen mbH (GkV) zur Finanzierung des CongressCentrums Pforzheim zu Grunde. Das Anlagevermögen besteht dementsprechend hauptsächlich aus den immateriellen Vermögensgegenständen in Form von Anteilen an der Wortmarke „Turning Days“ mit T€ 209 (2013: T€ 228). Die Verringerung erklärt sich durch die jährlichen Abschreibungen. Die Sachanlagen umfassen T€ 361 (2013: T€ 392). Der Großteil mit T€ 299 bilden dabei Bauten auf fremden Grundstücken (Innotec). Unverändert bleiben die Finanzanlagen des Eigenbetriebs WSP, die mit T€ 26 das Stammkapital der PKM GmbH und mit T€ 11 Anteile an der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH und der Schwarzwald Tourismus GmbH umfassen.

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WSP

Beim Umlaufvermögen nehmen den größten Anteil Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ein. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 130) sind T€ 12 als Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Den größten Anteil an der Summe haben bereits abgerechnete, aber noch ausstehende Forderungen gegenüber Dritten, wie Sponsorenrechnungen oder Umlagen. Mit T€ 12.839 (2013: T€ 12.494) beinhalten die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen das Mieterdarlehen für die GkV zur Finanzierung des CCP - erhöht um den jährlichen Betrag (T€ 347). Die Forderungen an die Stadt fallen mit T€ 1.812 deutlich höher aus als im Vorjahr (T€ 645). Dies begründet sich im Wesentlichen in der veränderten Ausweisung des Cashpools, der an dieser Stelle statt unter dem Kassenbestand bilanziert wird. Die sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 116 enthalten Forderungen für die noch ausstehenden Fördermittel für die Clusterinitiative Hochform und die Fachkräfteallianz. Der Kassenbestand beläuft sich auf T€ 5. Finanzlage Auf der Passivseite der Bilanz setzt sich das Eigenkapital ebenso wie im Vorjahr zusammen aus dem gezeichneten Kapital (T€ 50) und der Kapitalrücklage (T€ 8.000). Der Jahresfehlbetrag 2014 beträgt T€ 6.894 (2013: T€ 6.443). Im Verhältnis zur Bilanzsumme liegt eine Eigenkapitalquote von 51% vor. Das Fremdkapital setzt sich zusammen aus den Rückstellungen (T€ 454), den erhaltenen Anzahlungen aus Bestellungen (T€ 2), den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 161), den Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt und den Eigenbetrieben (T€ 13.538), den sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 53) und den Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 229). Abzuziehen ist der städtische Zuschuss zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags (T€ 6.894). Ertragslage Das Ergebnis nach Steuern betrug T€ 6.894 (2013: T€ 6.443) Der für das Jahr 2014 geplante erforderliche städtische Zuschuss laut Wirtschaftsplan betrug T€ 7.824. Nach Abdeckung des Jahresverlustes ergibt sich ein nicht verwendeter Zuschuss in Höhe von T€ 929. Damit liegt der WSP um 12 % unter dem Ansatz. Zu diesem Gesamtergebnis haben Wirtschaftsförderung einschließlich Innotec (T€ 250), Tourismusmarketing (T€ 257), Citymarketing mit Veranstaltungsmanagement (T€ 51), Hallen und Messen (T€ 31), Kommunale Statistik (T€ 61) sowie Kreativwirtschaft (T€ 280) beigetragen. Die Abweichung ist im Kern mit geringeren Personalkosten sowie Einsparungen in den administrativen und operativen Bereichen des WSP begründet. Durch Vakanzen (u. a. Elternzeit, Stellenwechsel) oder spätere Stellenbesetzungen wurden rund T€ 220 nicht verausgabt. Für die kommende Wirtschaftsplanung sollte gemeinsam mit dem Personal- und Organisationsamt versucht werden, solch größere Abweichungen zu vermeiden. Durch die baulich bedingte verspätete Inbetriebnahme des Kreativzentrums Anfang Oktober 2014 wurden rund T€ 110 nicht verausgabt. Die geringeren Ausgaben bei den Werbe- und Reisekosten von rd. T€ 270 sind größtenteils auf nicht durchgeführte Projekte zurückzuführen, da hier Personalkapazitäten fehlten. Mit etwa T€ 80 günstiger als geplant schlagen Administrationskosten (u. a. Versicherungen und Beiträge, Raumkosten oder Reparaturkosten) sowie um T€ 50 reduzierte Verbrauchskosten (Bürobedarf, Porto / Telefon, Rechts- und Beratungskosten) zu Buche. Komplettiert wird das Jahresergebnis durch zusätzliche Umsatzerlöse in Höhe von T€ 133. Dies ist zurückzuführen auf Einnahmensteigerungen bei Eigenveranstaltungen, Messebeteiligungen und sonstigen Erlösen (u. a. Fördermittel). Die PKM GmbH trägt mit einem geringeren Zuschussbedarf von T€ 31 zum Jahresergebnis bei. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse liegen insgesamt bei T€ 1.338. Davon entfallen in der Hauptsache T€ 419 auf die Einnahmen durch Eigenveranstaltungen (Sponsoring, Standgebühren), T€ 322 auf Messebeteiligungen, T€ 253 auf Mieteinnahmen (Innotec), T€ 110 auf Projektzuschüsse (Fördermittel), T€ 68 auf sonstige Erlöse (u.a. Teilnahmegebühren für Eigenveranstaltungen, sonstige Beteiligungen) und T€ 67 Mitgliedsbeiträge des Einzelhandels (Citymarketing). - 137 -

WSP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Personalaufwand Der Personalaufwand für das Berichtsjahr beträgt in Summe T€ 1.910 (2013: T€ 1.865). Dies setzt sich zusammen aus den Löhnen und Gehältern i.H.v. T€ 1.462 (2013: T€ 1.435), Sozialabgaben (2014: T€ 253, 2013: T€ 243) sowie Aufwendungen für die Altersvorsorge (2014: T€ 195, 2013: T€ 187). Die Beschäftigtenzahl (ohne PKM GmbH) lag zum 01.12.2014 bei 34 aktiv Beschäftigten davon 13 in Teilzeit (2013: 30, davon 9 in Teilzeit). Voraussichtliche Entwicklung Risiken Als städtischer Eigenbetrieb finanziert sich der WSP im Wesentlichen durch städtische Zuschüsse und unterliegt damit allen für die Gesamtstadt Pforzheim geltenden Rahmenbedingungen in haushalterischer Hinsicht. Mit der jährlichen Wirtschaftsplanung und deren Beschlussfassung im Gemeinderat ist der finanzielle Rahmen für den WSP abgesteckt. Unterjährige Veränderungen durch zusätzliche Aufgaben oder notwendige Einsparungen müssen durch Verlagerungen im Sachkostenbereich erfolgen. Gegebenenfalls muss auf zunächst geplante Projekte und Maßnahmen zugunsten anderer Prioritäten oder der Haushaltslage verzichtet werden. Die im Jahr 2015 erforderlichen Einsparungen werden im operativen Bereich sowie bei den Personalkosten im Zusammenhang mit Stellenwiederbesetzungen erzielt. Durch regelmäßige Quartalsberichte sind die aktuellen Buchungszahlen ablesbar und werden auf Basis der Wirtschaftsplanung geprüft. Erforderliche Gegensteuerungsmaßnahmen bei Fehlentwicklungen können somit nahezu unmittelbar ergriffen werde. Zusätzlich ist bei der PKM GmbH ein Risikofrüherkennungssystem eingeführt. Beim WSP werden die verschiedenen Maßnahmen überwiegend in Einzelprojekten durchgeführt, deren finanzieller Umfang jeweils klar definiert ist. Alle werden durch ein separates Projektcontrolling begleitet. Durch den Querverbund aller Geschäfts- und Fachbereiche ist zudem im Bedarfsfall zunächst ein Ausgleich nach dem Solidarprinzip vorstellbar. Aus derzeitiger Sicht steht der WSP vor Herausforderungen, die abhängig von der weiteren – auch politischen – Entwicklung Einfluss auf die finanzielle Situation des Eigenbetriebs haben werden. So wurde im Rahmen des RegionWIN-Programms das Projekt eines Zentrums für Präzisionstechnik ausgewählt. Derzeit befindet sich das Projekt in der Partnergewinnungs- und Konkretisierungsphase. Die förderfähigen Gesamtkosten belaufen sich auf rund 7 Mio. €, davon sind 30% komplementär durch den Projektträger (Stadt Pforzheim / WSP) zu leisten. Ein Gremienbeschluss zur Antragstellung auf EFRE-Fördermittel ist noch für das Spätjahr 2015 vorgesehen, da bis Januar 2016 der Antrag beim zuständigen Landesministerium eingegangen sein muss. Im Falle eines positiven Bescheids sind finanzielle Auswirkungen bereits ab dem Jahr 2016 spürbar. Zur Finanzierung sind Kreditaufnahmen erforderlich, welche den Zuschussbedarf des WSP in Sinne der Investitionskosten erhöhen. Ab dem Jahr 2019 kann es bedingt durch das Auslaufen der Fördermittel und Fortführung der angestoßenen Projekte zu einem deutlich höheren Zuschussbedarf aufgrund der Betriebskosten für ein zukünftiges Zentrum kommen (siehe BV P 2068). Mit Eröffnung des Kreativzentrums sind die laufenden Betriebskosten zu decken. Im Rahmen des nach wie vor bestehenden Vertrags zwischen WSP und dem Eigenbetrieb Goldstadtbäder (EGP) werden die laufenden Kredite durch die „Mietzahlungen“ des WSP gedeckt. Diese absehbaren Kosten sind bereits in der mittelfristigen Finanzplanung des WSP enthalten. Im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen der Bäderlandschaft bzw. der Fusionierung des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrsbetriebe (EPV) und des EGP wird derzeit die Herauslösung des Kreativzentrums aus deren Büchern geprüft. Sollte das Gebäude des Kreativzentrums – möglicherweise in Verbindung mit der ehemaligen Schwimmhalle des alten Emma-Jaeger-Bads – dem WSP zugeordnet werden, ist mit einer entsprechenden Veränderung im bilanziellen Anlagevermögen sowie mit den entscheidenden erforderlichen Instandhaltungskosten zu rechnen. Ebenfalls sind die Sanierung und der Betrieb des Alfons-Kern-Turms in der aktuellen Diskussion. Die räumliche Lage beim Kreativzentrum und in der Nähe der Fakultät für Gestaltung sowie die aktuelle Planung des Schmuckjubiläums 2017 führen zu Überlegungen, eine inhaltlich nahe Nutzungskonzeption zu erarbeiten und - 138 -

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WSP

umzusetzen. Auch hierdurch könnten finanzielle Auswirkungen in Form von Instandhaltungs- bzw. Betriebskosten auftreten. Im Jahr 2017 läuft die derzeitige Vertragskonstruktion des Congresscentrums mit der Gesellschaft für kommunale Versorgungseinrichtungen aus. Damit geht das Gebäude in das Eigentum der Stadt Pforzheim über. Dieser Fakt geht nahezu parallel mit einer personellen Veränderung bei der Geschäftsführung der PKM GmbH einher. Vor diesem Hintergrund ist die zukünftige Ausgestaltung des Innenverhältnisses von WSP und PKM und die entsprechende Aufgabenausgestaltung ein aktuell prägendes Thema. Je nach weiteren Entscheidungsläufen wird es bilanzielle Veränderungen beim WSP geben. Grundsätzlich strebt der WSP eine weitere Optimierung seiner inneren Struktur sowie die Steigerung der Effektivität und damit der Effizienz an. Durch die Einrichtung einer separaten Organisationseinheit für das Schmuckjubiläum 2017 hat der WSP hierfür keine Gesamtverantwortung mehr. Die entsprechenden Mittel und damit auch ein verbundenes Risiko ob eines möglichen Mittelmehrbedarfs, liegen nicht mehr beim WSP. Chancen Der Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim begleitet und unterstützt maßgeblich die Entwicklung des Wirtschaftsstand-orts Pforzheim. In der Konsequenz ist eine seiner wesentlichen Aufgaben, aktuelle Themen der Wirtschaftsförderung, Stadt- und Standortentwicklung aufzugreifen und für Pforzheim positiv umzusetzen. Der WSP mit seinen Geschäftsbereichen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist damit stets zukunftsorientiert und dynamisch ausgerichtet. Damit ergibt sich eine große Chance für den Eigenbetrieb, sich selbst, die eigenen Schwerpunkte sowie den Standort Pforzheim weiterzuentwickeln. Mit den oben genannten Projekten gehen Risiken einher, aber auch große Chancen, genau diesem Anspruch stets weiter und besser gerecht zu werden. Das Zentrum für Präzisionstechnik ist die Fortführung des erfolgreichen eingeschlagenen Wegs, Pforzheim als den Standort der Präzisionstechnik zu etablieren. In direkter Kooperation mit der Hochschule Pforzheim bietet sich somit die Möglichkeit, den zukunftsträchtigen Schwerpunkt Forschung und Entwicklung weiter auszubauen. Das bereits jetzt schon gut angenommene und im städtischen Kultur- und Kreativumfeld etablierte Kreativzentrum bedarf kommunaler Finanzmittel. Gemeinsam mit der inhaltlichen Projektgestaltung wie z. B. Designer in Residence oder auch der jährliche Workshop „Young European Talents“ gelingt die Entwicklung des Designstandorts. Für einen nachhaltigen Erfolg ist hier die Langfristigkeit ein wesentlicher Faktor, der diese Chance erst zum vollen Wirken bringt. Ergänzend hierzu kann die Entwicklung des Inselareals, insbesondere die Nutzung des Alfons-Kern-Turms im thematischen Kontext der Kreativwirtschaft, beitragen. Die Wichtigkeit der Entwicklung von Gewerbeflächen am Standort Pforzheim wurde in der Vergangenheit insbesondere mit dem Gewerbeflächenkonzept des WSP bestätigt. Der Immobilien- und Standortservice beim WSP konnte mit der Stellenbesetzung Mitte des Jahres 2014 erfolgreich seine Arbeit aufnehmen. Um den wichtigen Aspekt der Unternehmensansiedlung darüber hinaus zu unterstreichen, wird die im Jahr 2015 geschaffene Stelle „Akquise“ als Art Stabsstelle beim Direktor des WSP angesiedelt. Weiterhin stehen eine schärfere Profilierung des Tourismusmarketings sowie die Konsolidierung im Eventbereich im Fokus der WSP-Weiterentwicklung. Beide Bereiche sind bisher maßgeblich von historischen Aufgabenentwicklungen geprägt, die es jetzt, nach mittlerweile fast achtjährigem Bestehen des WSP zu prüfen gilt. Die bisherigen Strukturen des WSP wurden mit Jahresbeginn 2015 durch die Verschlankung auf nunmehr drei Geschäftsbereiche verändert. Hintergrund war hier die Nutzung von Synergieeffekten vor allem im Bereich der städtischen Gesamtvermarktung, was sich in der Zusammenführung in den Geschäftsbereich II Standortmarketing darstellt. Die „Erfüllung“ dieses neuen Organigramms dauert an und wird auch durch räumliche Veränderungen Ausdruck finden. Auch zukünftig wird die strukturelle Anpassung des WSP ein wichtiger Aspekt sein, um den Anforderungen, die an den WSP gestellt werden, gerecht zu werden, aber auch um erfolgreich neue Impulse für den Wirtschaftsstandort Pforzheim zu setzen. - 139 -

WSP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Hier besteht insbesondere durch aktuelle oder in den nächsten Jahren anstehenden personellen Veränderungen im Hinblick auf Ruhestandsphasen von Leitungskräften die Erfordernis und Chance, strukturell zu justieren und Nachwuchsführungskräfte zu etablieren. Resümee In den Jahren seit der Gründung des WSP konnte der Eigenbetrieb seine Aktivitäten und Beschäftigungsfelder weiter ausbauen. Die im Jahr 2015 erfolgte Überarbeitung der Unternehmensstrategie macht deutlich, wo der WSP inhaltlich seine Schwerpunkte setzt. Diese Unternehmensstrategie gilt es stets zu überprüfen und weiter zu entwickeln. Eine besondere herausragende Rolle werden nach wie vor die Unternehmenspflege, -ansprache und –akquise einnehmen. Dies steht darüber hinaus in einem engen Zusammenhang mit der ganzheitlichen Vermarktung der Gesamtstadt als attraktiver Lebensraum. Damit kann es gelingen, die strukturelle Situation Pforzheims zu verändern, indem höhere Gewerbe- und Einkommenssteuereinnahmen erzielt sowie kommunale Sozialleistungen verringert werden. Ein nachhaltiger Einsatz von Mitteln ist dabei Priorität des WSP. Neben dem stets effizienten Mitteleinsatz muss für den WSP zukünftig eine optimierte Mittelplanung weiter in den Fokus rücken. Darüber hinaus wird es wichtig sein, sich wirkungsorientiert mit den gesteckten und erreichten Zielen auseinanderzusetzen, um über das reine Zahlenwerk hinaus, Erfolgsmessungen und –argumente darzustellen.

(Quelle: © Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim, Fotograf Janusch Tschech)

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WSP

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Beamte Tarifbeschäftigte Aushilfen Beschäftigte insgesamt nachrichtlich: Auszubildende
1

2011 1 28 9 38

2012 1 28 11 40

2013 1 29 8 38

2014 1 29 7 37

1
1

26 9 36

3

3

3

3

2

incl. Betriebsleitung

Jahresabschlussdaten5 Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 657 228 392 37 13.486 62 12.800 0 624 197 14.340 2014 Ist 607 209 361 37 14.956 54 14.897 0 5 30 15.593 Veränd. 13/14 -50 -19 -31 0 1.470 -8 2.097 0 -619 -167 1.253

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen1 Wertpapiere Guthaben1 Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 1.607 50 8.000 0 -6.443 361 12.124 248 14.340

2014 Ist 1.156 50 8.000 0 -6.894 454 13.753 230 15.593

Veränd. 13/14 -451 0 0 0 -451 93 1.629 -18 1.253

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme
1

Im Jahr 2014 wird der Kassenbestand erstmals als Forderung gegenüber der Stadt Pforzheim ausgewiesen.

Die Feststellung des Jahresabschlusses stand zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch aus.

5

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Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 1.482 0 70 1.552 -1.211 -1.865 -91 -4.824 -7.991 -6.439 1 0 -6.438 0 -6.438 -5 -6.443 2014 Ist 1.338 0 76 1.414 -1.399 -1.910 -59 -4.934 -8.302 -6.888 2 -2 -6.888 0 -6.888 -6 -6.894 2014 Plan 1.276 0 14 1.290 -1.506 -2.133 -62 -5.405 -9.106 -7.816 0 0 -7.816 0 -7.816 -8 -7.824 2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 1.458 0 8 1.466 -1.733 -2.197 -56 -5.525 -9.511 -8.045 0 0 -8.045 0 -8.045 -8 -8.053 -144 0 6 -138 -188 -45 32 -110 -311 -449 1 -2 -450 0 -450 -1 -451 62 0 62 124 107 223 3 471 804 928 2 -2 928 0 928 2 930

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Zuschuss Stadt Pforzheim 1
1

6.361

7.824

7.824

7.556

1.463

0

Der Zuschuss der Stadt muss in der Bilanz solange als Verbindlichkeit ausgewiesen werden bis der förmliche Beschluss des Gemeinderates über die Verlustabdeckung vorliegt.

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 5,3 19,4 366,6 -365,8 -199,6 -38,7 21,3 -5.438

2012 4,8 12,1 251,6 -463,7 -371,9 -44,9 17,6 -6.255

2013 4,6 11,2 244,6 -434,8 -400,9 -44,9 18,5 -6.352

2014 3,9 7,4 190,4 -515,2 -596,4 -44,2 16,1 -6.835

% % % % % % % T€

6,0 21,9 365,6 -488,4 -195,6 -42,8 16,9 -5.519

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

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ESP

2.1.13 Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim

Am Mühlkanal 16 75172 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 24 58 07231/ 39 11 85 esp@stadt-pforzheim.de www.pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Der Gemeinderat der Stadt Pforzheim hat am 17.06.2003 beschlossen, den Bereich Stadtentwässerung des bisherigen Amtes für Stadtentsorgung in einen Eigenbetrieb zu überführen. Der Eigenbetrieb wurde am 01.01.2004 gegründet. Es gilt die am 01.01.2004 in Kraft getretene Betriebssatzung in der zuletzt am 16.12.2008 geänderten Fassung.

Gegenstand des Unternehmens
Erfüllung der Aufgaben der Stadt Pforzheim als Beseitigungspflichtige für Abwasser nach dem Bundes- und Landesrecht sowie den ortsrechtlichen Regelungen. Die Aufgaben des Eigenbetriebs sind die Bereitstellung folgender Produkte: - Bereitstellung und Betrieb von Anlagen zur Abwasserableitung und Abwasserreinigung (Schmutzwasser und das von befestigten Flächen abfließende Niederschlagswasser) - Dienstleistungen bei der Grundstücksentwässerung - Sonstige Dienstleistungen (Fachtechnische Prüfungen, Stellungnahmen und Beratungen) - Leistungen für andere Ämter der Stadtverwaltung - Leistungen für Dritte

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Auf die Festsetzung eines Stammkapitals wurde verzichtet.

Die Stadtentwässerung Pforzheim (ESP) wird als Eigenbetrieb der Stadt Pforzheim geführt.

Organe
Gemeinderat Werkeausschuss: Erster Bürgermeister Roger Heidt, Vorsitzender Stadtrat Hans-Joachim Bruch Stadträtin Uta Golderer (ab 30.07.2014) Stadtrat Florentin Goldmann Stadtrat Helge Hutmacher (bis 30.07.2014) Stadtrat Jens Kück Stadträtin Dr. Brigitte Langer-Glock (ab 30.07.2014) - 143 -

ESP

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Stadtrat Peter Pfeiffelmann (ab 30.07.2014) Stadtrat Dr. Joachim Rösch (bis 30.07.2014) Stadtrat Dr. Hans-Ulrich Rülke Stadträtin Sibylle Schüssler (bis 30.07.2014) Stadtrat Wolfgang Schulz (ab 30.07.2014) Stadtrat Christopher Seidemann (ab 30.07.2014) Stadtrat Fritz Sinzenich (bis 30.07.2014) Stadtrat Henry Wiedemann (ab 30.07.2014) Stadtrat Carsten von Zepelin Oberbürgermeister: Werkleitung: Gert Hager Thorsten Sudhof

Gesamtbezüge der Mitglieder der Werkleitung und des Werkeausschusses
Die Angaben über die Vergütung der Werkleitung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Mitglieder des Werkeausschusses erhalten keine besondere Vergütung oder Aufwandsentschädigung.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

(Quelle: ESP)

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ESP

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Betriebsleistungen 2010 2011 2012 2013 2014

Reinigung Abwasser

1.000 m³

17.615

15.088

16.111

17.784

15.714

Länge Kanalnetz

2010

2011

2012

2013

2014

Kanalnetz insgesamt Schmutzwasserkanäle1 Regenwasserkanäle1 Mischwasserkanäle1

km km km km

509 94 138 277

509 94 138 277

507 96 135 276

512 97 135 280

514 97 136 281

Sonderbauwerke

2010

2011

2012

2013

2014

Sonderbauwerke insgesamt Regenüberlaufbecken1 Regenklärbecken1 Regenrückhaltebecken1 Regenrückhaltekanäle1 Bodenfilter Pumpwerke1
1

54 34 5 9 1 5

56 36 5 9 1 5

55 31 5 4 8 1 6

56 31 6 4 8 1 6

60 33 6 6 8 1 6

Im Jahr 2012 ist eine Änderung in der Darstellung der Rückhaltekanäle erfolgt. Bis zum Jahr 2012 sind die Regenrückhaltekanäle unter den Becken erfasst. Ab dem Jahr 2012 werden sie separat dargestellt.

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im der Betriebssatzung festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Aufgaben Die Abwasserableitung und Abwasserreinigung sind Aufgaben der hoheitlichen Daseinsvorsorge. Die Stadt Pforzheim erfüllt diese Aufgaben als Beseitigungspflichtige für Abwasser nach dem Bundes- und Landesrecht sowie nach den ortsrechtlichen Regelungen, seit dem 01.01.2004 in der Rechtsform eines kommunalen Eigenbetriebes. Der Eigenbetrieb stellt eine Gestaltungsmöglichkeit eines kommunalen Unternehmens dar. Er ist eine besondere öffentlich-rechtliche Unternehmensform. Er hat keine eigene Rechtspersönlichkeit, sondern stellt ein ausgegliedertes Sondervermögen dar und ist organisatorisch und finanzwirtschaftlich aus der jeweiligen Gemeindeverwaltung ausgegliedert. Nach außen werden die rechtlichen Handlungen eines Eigenbetriebes der jeweiligen Gemeinde zugerechnet. Wesentliches Ziel der alltäglichen Aufgabenerfüllung des Eigenbetriebes Stadtentwässerung Pforzheim (ESP) ist es die Funktionalität des Kanalnetzes, des Klärwerkes und der Sonderbauwerke (Regenbecken u.a.) nach den gesetzlichen Bestimmungen und den gesellschaftlichen Anforderungen der Stadt Pforzheim kontinuierlich zu gewährleisten.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Das Erreichen eines wirtschaftlich optimierten Betriebes der Abwasserableitung und der Abwasserreinigung, bei angemessener Substanzerhaltung der Anlagen und gleichzeitiger Stabilisierung der Abwassergebühren, wird angestrebt. Die hierbei zu erfüllenden Aufgaben der Stadt sind im Einzelnen: Bereitstellung und Betrieb der öffentlichen Abwasseranlagen zur Abwasserbeseitigung und zur Abwasserreinigung Veranlassung der Entleerung von Anlagen auf privaten Grundstücken (geschlossene Abwassergruben und Kleinkläranlagen) Erhebung von Abwasserbeiträgen und Abwassergebühren (Schmutzwasser - Niederschlagswasser) Fachtechnische Prüfung und Genehmigung zum Anschluss von privaten Kanälen an das öffentliche Kanalnetz Fachliche Auskünfte und Informationen zu bestehenden öffentlichen und privaten Anlagen und zu Fragen bei Grundstücksentwässerungsanlagen, zur Ableitung, Nutzung und zur Versickerung von Niederschlagswasser auf Grundstücken und zur Ermittlung der abflusswirksamen Flächen hinsichtlich der Berechnung der Niederschlagswassergebühren Leistungen für Dritte (z. B. Ungezieferbekämpfung, Unterstützung des Betriebes öffentlicher Bedürfnisanstalten im Auftrag u. ä., sowie temporäre Unterstützungsleistungen für benachbarte Städte und Gemeinden bei Bedarf) Mitbehandlung des kommunalen Abwassers der Nachbargemeinde Birkenfeld nach den Vorgaben der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung.

-

-

Die hierfür notwendigen Aufwendungen werden nach dem Kommunalabgabengesetz von BadenWürttemberg über Gebühren und Beiträge finanziert. Fördermittel (Zuschüsse) des Landes für Investitionen in Abwasseranlagen, zur Verbesserung der Qualität der Oberflächengewässer sowie zum Schutz des Grundwassers werden, soweit möglich, ausgeschöpft. Geschäftsverlauf im Überblick Der Wirtschaftsplan 2014 wurde mit Vorlage P 1876 am 17.12.2013 vom Gemeinderat beschlossen. Am 06.03.2014 bestätigte das Regierungspräsidium Karlsruhe dies als gesetzmäßig und genehmigte die ausgewiesenen Kreditaufnahmen, Verpflichtungsermächtigungen und den Höchstbetrag der Kassenkredite. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung konnte das Geschäftsjahr 2014 noch besser abschließen als in der Vorlage Q 0252 vom 09.02.2015 über den vorläufigen Jahresbericht angekündigt und weist nun einen Jahresgewinn in Höhe von rund (+) 714 T€ aus. Von diesem Gewinn entfallen auf die Sparten Kleinkläranlagen ca. (+) 4 T€, auf Gewinn Bedürfnisanstalten ca. (+) 2 T€, auf Gewinn Ungezieferbekämpfung/Sonstige Leistungen ca. (+) 8 T€, auf Gewinn aus Betrieb gewerblicher Art (BgA) ca. (+) 1 T€ sowie (+) 699 T€ auf den Gewinn aus der Gesamttätigkeit zur Ableitung und Entsorgung von Schmutz- und Niederschlagswasser. Durch die Entnahme aus der Gebührenausgleichsrückstellung in Höhe von 535 T€ ergibt sich insgesamt ein Unternehmensgewinn von (+) 1.249 T€. Von diesem Unternehmensgewinn werden 1.234 T€ wieder in die Gebührenausgleichsrückstellung eingestellt. Der Gewinn aus den Nebengeschäften in Höhe von 15 T€ verbleibt im Unternehmen. Die Verbesserung des Ergebnisses um 1.249 T€ gegenüber dem Wirtschaftsplan 2014 (geplantes Ergebnis 2014 war ein Verlust von rd. 535 T€, vgl. Vorlage P 1876) ist im Wesentlichen durch nachfolgend beschriebene Verbesserungen begründet:

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ESP

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geminderter Materialaufwand (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe) von ca. 373 T€ geminderte Personalaufwendungen in Höhe von ca. 164 T€ geminderte Zinsaufwendungen in Höhe von ca. 715 T€ geminderte sonstige Aufwendungen in Höhe von 43 T€ gestiegene Umsatzerlöse in Höhe von ca. 122 T€.

Demgegenüber steht nur eine Position, die sich im Vergleich zum Wirtschaftsplan leicht negativ entwickelt hat: Erhöhung der Abschreibungen in Höhe von ca. 168 T€

Erklärung der Abweichungen: Beim Materialaufwand (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe) konnten gegenüber dem Planansatz insgesamt 373 T€ eingespart werden. Insbesondere bei Kanalreparaturen wie Schachtsanierungen, Wurzelfräsen und Kanalinnensanierungen konnten die tatsächlichen Aufwendungen erfreulicherweise deutlich unter dem Planansatz gehalten werden, ohne Nachteile für die Abwasserableitung zu erhalten. Der Personalaufwand konnte im Wesentlichen durch die Nichtbesetzung von im Stellenplan vorgesehenen Stellenbesetzungen reduziert werden. In Summe war damit der Personalaufwand um 164 T€ geringer als geplant. Gegenüber dem Vorjahr 2013 ist der Personalaufwand um insgesamt 242 T€ höher ausgefallen. Diese Steigerung ist begründet durch die tarifliche Lohn- und Gehaltserhöhung (zum 01.03.2014 3 %) und der teilweisen Wiederbesetzung von offenen Personalstellen die im Stellenplan genehmigt sind. Die Zinsaufwendungen konnten bedingt durch das allgemein niedrige Zinsmarktniveau im Vergleich zum Wirtschaftsplan deutlich um 715 T€ gesenkt werden. Der ESP konnte in Zusammenarbeit mit der Stadtkämmerei günstige neue Kreditprogramme u. a. der KFW – Bankengruppe in Anspruch nehmen. Ebenso konnten Altdarlehen mit einem unerwartet niedrigen Zinssatz umgeschuldet werden. Günstige Fremdkapitalzinssätze haben damit wesentlich zum positiven Ergebnis beigetragen. Dass der ESP Fremddarlehen zu besonders günstigen Konditionen abschließen konnte, war zum Zeitpunkt der Planerstellung nicht absehbar. Die sonstigen Aufwendungen konnten gegenüber dem Planansatz leicht um 43 T€ reduziert werden. Die Umsatzerlöse sind verglichen mit dem Erfolgsplan 2014 insgesamt um ca. 122 T€ gestiegen. Zu den in 2014 insgesamt generierten Betriebserträgen sind folgende Anmerkungen zu den wichtigsten Ertragspositionen zu machen: Die Schmutzwassergebühreneinnahmen haben sich 2014 planmäßig entwickelt, es wurden am Ende 5,82 Mio. m³ im Vergleich zu geplanten 5,75 Mio. m³ abgerechnet, also ein Plus von rd. 70.000 m³ (+162 T€). Bei den Niederschlagswassergebühren konnte ebenfalls eine leicht erhöhte Fläche mit 6,43 Mio. m² abgerechnet werden, was ein Einnahmeplus von rd. 84 T€ ergab. Leichte Erlössteigerungen gab es bei den Nebengeschäften (+54 T€), den Verwaltungsgebühren (+16 T€) und beim Klärgasverkauf (+6 T€). Deutlich angestiegen sind die sonstigen Einnahmen mit +306 T€. Hier ist vor allem eine Nachzahlung für die Kostenbeteiligung der Gemeinde Birkenfeld positiv ins Gewicht gefallen. Reduziert haben sich die Einnahmen beim Straßenentwässerungskostenanteil (-219 T€), hier profitierte die Stadt Pforzheim vom guten Ergebnis des ESP, bei den Sondereinleitern (-50 T€) sowie durch die von der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) gewünschten Veränderung bei der Auflösungsmethode der Baukostenzuschüsse (Abwasserbeiträge) (-171 T€). Die Abschreibungen haben sich im Jahr 2014 gegenüber dem Planansatz um 168 T€ erhöht. Die Funktionssicherheit beim Betrieb der Anlagen im Kanalnetz, in den Sonderbauwerken und im Klärwerk war im Berichtsjahr jederzeit in vollem Umfang gegeben.

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ESP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Betriebserträge Die Umsatzerlöse belaufen sich im Berichtsjahr auf 26,53 Mio. € (Vorjahr 27,25 Mio. €). Unter Einbeziehung der sonstigen Erträge und der aktivierten Eigenleistungen betragen die Gesamterträge in 2014 nun 27,79 Mio. € (Vorjahr 28,31 Mio. €). Der leichte Rückgang bei den Erträgen in 2014 ist bedingt durch den Sondereffekt in 2013, als über 672 T€ an periodenfremden Erträgen generiert wurden. Abbildung 1

Der Gemeinderat hat am 17.10.2006 (Vorlage O 868) die Einführung des gesplitteten Gebührenmaßstabs zum 01.01.2006 beschlossen. Mit der Beilage P 1875 (Gebührenkalkulation Niederschlagswasser/Schmutzwasser für die Jahre 2014/2015) wurde vom Gemeinderat am 17.12.2013 eine Erhöhung der Gebühren für Niederschlagswasser von 0,97 €/m² im Jahr auf 1,03 €/m² im Jahr beschlossen. Gleichzeitig wurde beschlossen, die bisher festgesetzte Gebühr für Schmutzwasser von 2,17 €/m³ unverändert zu lassen. Die Gebührenerhöhungen waren hauptsächlich den geplanten, erhöhten Aufwendungen (Zinsen und Abschreibungen) für die hohen Investitionen der Jahre 2011 – 2013 geschuldet. Abgerechnet wurde im Berichtsjahr 2014 eine Abwassermenge von insgesamt rund 5,82 Mio. m³. Gegenüber dem Planansatz 2014 von 5,75 Mio. m³ konnte eine kleine Steigerung um rd. 70.000 m³ erreicht werden. Verglichen mit dem Vorjahr 2013 (5,89 Mio. m³) ging die gebührenrelevante Schmutzwassermenge dagegen leicht zurück. Die Entwicklung der vergangenen 5 Jahre zeigt eine deutliche Stabilisierung der gebührenrelevanten Schmutzwassermengen, die sich zwischen 5,80 Mio. m³ und 5,90 Mio. m³ eingependelt haben. Die im Klärwerk gereinigten Abwassermengen beliefen sich 2014 auf 15,71 Mio. m³ (Vorjahr 17,78 Mio. m³). Die Ursache für die große Schwankung bei der gereinigten Abwassermenge (Schmutzwasser und Regenwasser) ist in der Tatsache begründet, wie feucht ein Jahr gewesen ist.

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ESP

Die Verbrauchsmenge wirkt sich direkt auf die Schmutzwassergebühreneinnahmen aus. Die Schmutzwassermengen der letzten Jahre haben sich wie folgt entwickelt: 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 6,08 Mio. m³ (Ist) 5,97 Mio. m³ (Ist) 5,90 Mio. m³ (Ist) 5,79 Mio. m³ (Ist) 5,88 Mio. m³ (Ist) 5,80 Mio. m³ (Ist) 5,82 Mio. m³ (Ist) 5,89 Mio. m³ (Ist) 5,82 Mio. m³ (Ist aus dem Jahresabschluss 2014)

Die Entwicklung der abflusswirksamen Fläche beeinflusst maßgeblich die Niederschlagswassergebühreneinnahmen. Bisherige abgerechnete Flächen waren: Privatflächen: 2006 5,79 Mio. m² (Ist) 2007 5,91 Mio. m² (Ist) 2008 6,15 Mio. m² (Ist) 2009 6,21 Mio. m² (Ist) 2010 6,23 Mio. m² (Ist) 2011 6,26 Mio. m² (Ist) 2012 6,29 Mio. m² (Ist) 2013 6,39 Mio. m² (Ist) 2014 6,43 Mio. m² (Ist) Straßenflächen: 2006 3,61 Mio. m² 2007 3,58 Mio. m² 2008 3,61 Mio. m² 2009 3,51 Mio. m² 2010 3,50 Mio. m² 2011 3,62 Mio. m² 2012 3,61 Mio. m² 2013 3,62 Mio. m² 2014 3,62 Mio. m² Summe: 9,40 Mio. m² 9,49 Mio. m² 9,76 Mio. m² 9,72 Mio. m² 9,73 Mio. m² 9,88 Mio. m² 9,90 Mio. m² 10,01 Mio. m² 10,05 Mio. m²

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass – seit Einführung der getrennten Abwassergebühren im Jahr 2006 – bei den abflusswirksamen Flächen von 9,40 Mio. m² (Grundstücke und öffentliche Straßen) bis zum Jahr 2013 mit 10,01 Mio. m² ein leichter Anstieg zu verzeichnen war. Die Abrechnung für das Jahr 2014 von insgesamt 10,05 Mio. m² lässt erkennen, dass dieser Trend eines leichten Anstiegs der versiegelten Fläche auf Grund der Neuerschließung von Gewerbe- und Wohngebieten anhält. Veränderungen der abflusswirksamen Flächen entstehen hauptsächlich durch Korrekturen nach Überprüfung der Ersterfassung sowie durch Entsiegelungen und Neuerschließungen. Aufwendungen Von den Gesamtaufwendungen in Höhe von 27,09 Mio. € (Vorjahr 26,65 Mio. €) entfällt ein großer Anteil von 14,68 Mio. € auf die Kapitalkosten (Abschreibung und Zins). Die Kapitalkosten liegen somit bei rd. 54 % (Vorjahr rd. 53 %; Bundesdurchschnitt 45 % [DWA Wirtschaftsdaten 2014]) der Gesamtaufwendungen. In der folgenden Abbildung 2 ist die Aufteilung der Gesamtaufwendungen im Jahr 2014 dargestellt.

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Abbildung 2

ESP Aufwendungen 2014
Sonst. Aufwand 11%

Material 18%

Zinsen 23%

Personal 17%

Abschreibung 31%

Der Zinsaufwand für die Fremd - Darlehen beläuft sich auf 6,30 Mio. € (2013: 6,12 Mio. €, 2012: 5,83 Mio. €, 2011: 6,32 Mio. €; 2010: 7,13 Mio. €) und steigert sich damit moderat um 0,18 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. An Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind 8,38 Mio. € (2013: 8,03 Mio. €, 2012: 7,42 Mio. €, 2011: 7,19 Mio. €, 2010 6,84 Mio. €) zu verzeichnen. Die Erhöhung der Abschreibungen um 0,35 Mio. € gegenüber dem Vorjahr kann ebenso als moderat bezeichnet werden. Die Anlagen die noch nicht in Betrieb gegangen sind (Bauzeiten länger als Ende des Wirtschaftsjahres), wurden als Zugang bei den Anlagen im Bau in Höhe von rd. 2,83 Mio. € dargestellt. Die Anlagen im Bau werden somit erst in den Folgejahren in den Abschreibungen enthalten sein. Das Gesamtvermögen der Anlagen im Bau beläuft sich somit auf 3,63 Mio. € (Vorjahr 2,38 Mio. €). Aufwendungen für bezogenes Material und Fremdleistungen sind in Höhe von 4,93 Mio. €, das entspricht rd. 18 % der Gesamtkosten, (2013: 4,99 Mio. €, 2012: 4,88 Mio. €, 2011: 5,03 Mio. €, 2010: 4,42 Mio. €) entstanden. Die Aufwendungen konnten damit wie Eingangs erklärt, deutlich unter dem Ansatz im Wirtschaftsplan gehalten werden. Der Personalaufwand liegt mit rd. 4,51 Mio. €, das entspricht rd. 17 % der Gesamtkosten (2013: 4,27 Mio. €, 2012: 4,30 Mio. €, 2011: 4,12 Mio. €, 2010 3,97 Mio.), um 164 T€ niedriger als im Ansatz des Wirtschaftsplans prognostiziert. Der Personalaufwand wurde im Wesentlichen durch die zeitweise Nichtbesetzung von im Stellenplan vorgesehenen Stellen reduziert. An sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren rd. 2,97 Mio. € (2013: 3,24 Mio. €, 2012: 2,72 Mio. €, 2011: 2,96 Mio. €, 2010: 2,87 Mio. €, 2009: 2,65 Mio. €) zu verzeichnen. Damit wurde der Planansatz um knapp 43 T€ unterschritten. Insgesamt konnten saldiert über alle Aufwandsposten hinweg rd. 1,13 Mio. € zum Wirtschaftsplanansatz eingespart werden.

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ESP

Investitionen und Finanzierung In das Anlagevermögen investiert wurde im Jahr 2014 inklusive Bauzeitzinsen und aktivierter Eigenleistungen ein Gesamtbetrag von 9,01 Mio. € (Vorjahr 9,02 Mio. €). Davon wurden 6,18 Mio. € im Anschaffungsjahr 2014 fertig gestellt (Vorjahr 7,30 Mio. €) und 2,83 Mio. € (Vorjahr 1,72 Mio. €) wurden für im Bau befindliche Anlagen auf 2015 vorgetragen. Mit der Investitionssumme von 9,01 Mio. € ist die Stadtentwässerung wieder auf einem durchschnittlichen Investitionsniveau angelangt. In den Vermögensplan war ursprünglich ein Investitionsvolumen von 12,45 Mio. € (Vorjahr 14,07 Mio. €) eingestellt worden. Insgesamt besteht eine Abweichung von 3,44 Mio. € Minderinvestitionen, diese sind im Wesentlichen bedingt durch die zeitliche Verschiebung des Bauprojekts Regenklärbecken 178 „Fritz-Ungerer-Straße“. Der Bau des Beckens hat sich auf Grund des erneuten Zuschussantrages beim Regierungspräsidium Karlsruhe um ein Jahr verschoben. Mittlerweile können wir die erfreuliche Nachricht vermelden, dass das Becken mit über 50 % durch das Land Baden-Württemberg gefördert und im 2. Quartal 2015 mit dem Bau begonnen wird. Im Bereich der Kläranlage wurden mehrere Projekte zeitlich verschoben, was in umfangreichen Konzepten erarbeitet wurde (z. B. Erneuerung Schlammentwässerung, Umgehung Denitrifikation 1 usw.). Der Mittelabfluss im Vermögensplan 2014 ist dadurch mit knapp 73 % etwas niedriger ausgefallen (Vergleich mit Vorjahren: 2013 waren es rund 64 % Mittelabfluss, 2012 rund 80 % und 2011 sogar 105 %). Im Jahr 2014 wurden 72 Baumaßnahmen (Investitionsaufträge) durchgeführt, fertig gestellt bzw. teilweise fertig gestellt. Die wichtigsten Maßnahmen waren: Kanalerneuerungen und Sanierungen (Investitionssumme 4,63 Mio. €) Gymnasiumstraße und Theaterstraße 3. BA, Benckiserstraße, Oechslestraße, verschiedene Inlinersanierungen, Meisenstraße, Bichlerstraße, Rosenstraße Erschließungsmaßnahmen (Investitionssumme 2,42 Mio. €) Erschließung Hegenach Ost 2. BA, Erschließung Hegenach 3. BA, Erschließung Lessingstraße Sonderbauwerke (Investitionssumme 427 T€) Planung RKB Fritz-Ungerer-Straße, Pumpwerk Hanfackerweg, Verbesserung Fernwirktechnik Sonderbauwerke, Nachrüstung Leittechnik Kläranlage (Investitionssumme 1,41 Mio. €) Betonsanierung Belebungsbecken 1, Umbau Flockmittelstation, Sanierung Betriebswohngebäude, Brandschutzmaßnahmen, Migration Prozessleitsystem auf Windows 7. Die Investitionen konnten finanziert werden aus den Abschreibungen, den erhaltenen Ertragszuschüssen (Abwasserbeiträgen), erübrigten Mitteln des Vorjahres sowie aufgenommenen Fremddarlehen i. H. v. anteilig rd. 5,0 Mio. €. Der laut Wirtschaftsplan 2014 bewilligte Kreditrahmen in Höhe von 10,96 Mio. € wurde damit mit 5,96 Mio. € deutlich geringer in Anspruch genommen. Diese positive Entwicklung war im Wesentlichen den geringeren Investitionsausgaben und den erübrigten Mitteln aus dem Jahr 2013 zu verdanken. Der Kassenstand zum 31.12.2014 beträgt Plus 6.413 T€. Der hohe Stand an kurzfristigen Finanzierungsmitteln wird aufs neue Jahr vorgetragen und dem Gebührenzahler durch Auflösung der Gebührenausgleichsrückstellung innerhalb der nächsten 5 Jahre wieder zurückgegeben. Das Anlagevermögen ist vollständig langfristig finanziert. Die Bankverbindlichkeiten (Neudarlehen abzüglich Tilgung) konnten um 134 T€ leicht reduziert werden. Bei der Erstellung des Wirtschaftsplanes 2014 war man noch davon ausgegangen, dass die Bankverbindlichkeiten um 2,86 Mio. € ansteigen werden. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung konnte damit wirtschaftlich optimiert werden, bei angemessener Substanzerhaltung und stabilisierten Gebühren.

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Finanzlage Der Kassenstand belief sich zum 31.12.2014 auf Plus 6.413 T€. Das langfristig gebundene Vermögen in Höhe 180,6 Mio. € (Vorjahr 179,1 Mio. €) ist durch langfristige Finanzierungsmittel in Höhe von 181,3 Mio. € (Vorjahr 181,4 Mio. €) vollständig langfristig finanziert. Die erübrigten Mittel des langfristigen Vermögens von ca. 0,7 Mio. € werden vom ESP in 2015 für Investitionen verwendet. Die kurzfristigen Finanzierungsmittel haben sich von 8,0 Mio. € auf 9,3 Mio. € erhöht. Vermögenslage Übersicht Entwicklung des Eigenkapitals und der Rückstellungen Entnahme 2014 Verwendung nicht benötigt

Stand 01.01.2014 EUR Kleinkläranlagen Bedürfnisanstalten Gewinn Ungezieferbekämpfung/ Sonstige Leistungen Gewinn aus BgA -18.100,92

Zugang 2014 EUR 4.120,14

Stand 31.12.2014 EUR -13.980,78

14.761,98

2.093,50

16.855,48

98.956,63

7.912,83

106.869,46

29.476,34

545,26

30.021,60

Eigenkapital

125.094,03

14.671,73

139.765,76

Rückstellung für Gebührenausgleich Übrige Rückstellungen

5.225.544,66

534.992,71

1.234.045,43

5.924.597,38

403.692,50

224.108,16

61.947,19

466.300,02

583.937,17

Sonstige Rückstellungen

5.629.237,16

224.108,16

596.939,90

1.700.345,45

6.508.534,55

Die Rückstellungen haben sich auf 6,51 Mio. € (Vorjahr 5,63 Mio. €) erhöht. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,71 Mio. € auf 250,76 Mio. € reduziert. Auf der Aktivseite ist ein Zuwachs beim Anlagevermögen um 606 T€ auf 241,35 Mio. € eingetreten. Das kurzfristig gebundene Umlaufvermögen hat sich um 2,32 Mio. € auf 9,41 Mio. € reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich infolge neuer Kreditaufnahmen, bei gleichzeitiger Tilgung von Darlehen, im Saldo um 0,61 Mio. € auf 181,93 Mio. € reduziert. Grundstücke Der Bestand an Grundstücken für den ESP hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. - 152 -

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Mitarbeiter Zum 31.12.2014 waren beim ESP insgesamt 80 Mitarbeiter (einschließlich Halbtagskräfte / ohne Werkleitung / Auszubildende) beschäftigt. Insgesamt stehen im Berichtsjahr vier Eintritte und zwei Austritte gegenüber. Die Fluktuation ist hauptsächlich durch auslaufende und neu geschaffene Zeitverträge bestimmt. Nach Ende der Ausbildung bekommen die Auszubildenden bei entsprechender Leistung die Möglichkeit, nach tariflichen Vorgaben bis zu 12 Monate im Betrieb zu bleiben, wenn sie nicht fest übernommen werden können. Je nach Bedarf und betrieblicher Notwendigkeiten werden auch längere Zeitverträge abgeschlossen. Die Personalaufwendungen sind insgesamt um 5,66 % zum Vorjahr gestiegen: Die Steigerung ist bedingt durch die tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerung von 3 % zum 01.03.2014 und der Wiederbesetzung von im Stellenplan vorgesehenen Personalstellen. Der Personalstand (ohne Werkleitung) setzt zum sich 31.12.2014 wie folgt zusammen:

Beamte Angestellte Arbeiter Gesamt nachrichtlich: Auszubildende

2014 2 45 33 80 10

2013 2 43 32 77 7

2012 2 40 34 76 9

Der gesamte Personalaufwand liegt innerhalb des Ansatzes vom Wirtschaftsplan. Die im Stellenplan genehmigte Anzahl der Stellen im ESP blieb unverändert. Der Personalaufwand hat sich wie folgt entwickelt:

2014 TEUR

2013 TEUR

Veränderung TEUR

Veränderung %

Bezüge; Löhne und Gehälter Sozialabgaben Altersversorgung und Unterstützung

3.423

3.235

+ 188

+ 5,81 %

693 399

662 376

+ 31 + 23

+ 4,68 % + 6,12 %

Insgesamt

4.515

4.273

+ 242

+ 5,66 %

Sonstige wichtige Ereignisse Anpassungsverlangen der Kostenbeteiligung Gemeinde Birkenfeld Die Stadtentwässerung hat im Herbst 2012 ein Anpassungsverlangen der Kostenbeteiligung an der Abwasserbehandlung an die Gemeinde Birkenfeld gestellt. Das Anpassungsverlangen war durch die sehr hohen Schmutzfrachtbelastungen, die im Oktober 2012 gemessen wurden, begründet. Mit der Ausschöpfung der vorhandenen vertraglichen Vereinbarungen konnten die verursachergerechten Kosten nicht abgebildet werden. - 153 -

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Die Abrechnung erfolgte zunächst nach der vorhandenen Vertragslage und es wurden Verhandlungen im Jahr 2013 und insbesondere 2014 über eine Vertragsanpassung geführt. Im Jahr 2014 wurde über verschiedene Studien und Gutachten der verursachergerechte Kostenanteil ermittelt und die Inhalte mit der Gemeinde Birkenfeld kommuniziert. Bis Ende 2014 wurde sich auf eine grundsätzliche Ausrichtung der Neugestaltung der vertraglichen Regelungen verständigt. Eine verursachergerechte Abrechnung durch eine vertragliche Anpassung, steht im laufenden Jahr 2015 an. Gebührenrechtlich sind die Auswirkungen der vertraglichen Anpassung bereits seit 2014 berücksichtigt, so dass kein Nachteil für die Pforzheimer Gebührenzahler entsteht. Die Neuregelung der vertraglichen Regelungen soll, wenn möglich, im Herbst 2015 durch den Gemeinderat verabschiedet werden. Diverse Arbeiten für Dritte Gemäß § 1 Absatz 3 der Betriebssatzung des Eigenbetriebes Stadtentwässerung Pforzheim (ESP) kann der ESP im Rahmen der kommunalrechtlichen Möglichkeiten Leistungen für die Stadt Pforzheim und Dritte übernehmen, wenn diese Tätigkeit mit dem Unternehmensgegenstand (Abwasserwirtschaftliche Betätigung) des Eigenbetriebs Berührungspunkte aufweist. Im Jahr 2014 bestanden folgende Kooperationen: Neuenbürg Mit Beschluss des Werkeausschusses vom November 2004 erbringt der ESP langfristig (bis September 2014) Leistungen zur Unterstützung der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG bei einer Dienstleistung (Klärschlamm-Entsorgung) für die Stadt Neuenbürg. Dabei handelt es sich um die Realisierung der Mitnutzung des von der Stadt Pforzheim (ESP) abgeschlossenen Vertrages zur Klärschlammentsorgung und -verwertung in einer thermischen Behandlungsanlage. Die Zusammenarbeit war seit 01.01.2005 reibungslos. Die Leistungen zur Klärschlammentsorgung wurden im Jahr 2014 neu ausgeschrieben und vergeben. Die Unterstützung der Stadt Neuenbürg wurde ab September 2014 nicht mehr notwendig, da die Stadt Neuenbürg einen separaten Vertrag mit der Entsorgungsfirma geschlossen hat. Schömberg Der ESP erfüllt seit 2008 den Wunsch der Gemeinde Schömberg nach einer temporären Unterstützung, z.B. durch eine zeitweise Übernahme der Betriebsleitung (als Urlaubsvertretung für die dortige Betriebsleitung) und bzw. oder Personaleinsatz für den Rufbereitschaftsdienst sowie durch fallweise Beratungsleistungen in betriebstechnischen Fragen der Kläranlage in Schömberg. In 2014 sind keine Aufwendungen angefallen. Risikobericht Chancen und Risikomanagement Seit Januar 2013 wurde vom ESP auf Gesamtbetriebsebene ein Chancen- und Risikomanagement eingeführt. Der Werkeausschuss wurde mit der Vorlage P 1743 darüber ausführlich informiert. Die Quartalsberichte des Jahres 2014 haben im Anhang jeweils eine Kurzübersicht (Ampeltechnik) über die maßgeblichen Risiken des ESP. Zielsetzung des Risikomanagements des ESP ist die langfristige Sicherung des Unternehmenserfolges und der Unternehmensziele durch die kontinuierliche Identifikation, Überwachung und Steuerung aller wesentlichen Unternehmensrisiken. Hierbei geht das Risikomanagement über die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KontraG) hinaus und liefert als standardisierter Managementprozess einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens.

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ESP

Erfassung und Bewertung aller identifizierten Risiken ermöglicht die Überwachung und Steuerung von Risiken, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einleiten zu können und betriebliche Chancen – wie etwa neue technische oder wirtschaftliche Entwicklungen – zu entdecken. Abbildung: Chancen- und Risikomanagementbericht 2014
Chancen- und Risikomanagementbericht für das Jahr 2014 Gesamt - Übersicht

Finanzen
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Gebührenrelevante Abwassermenge Abflusswirksame Fläche Liquidität Investitionscontroling Kreditvolumen Zinsentwicklung Finanzwirtschaftliche Kennzahlen

Organisation und Prozesse
9. AbwAG

10. Kanalreinigung 11. Kanalinspektion

Kunden und Umwelt
8. Kundenzufriedenheit

Mitarbeiter und Führung
12. Personalstruktur 13. Zunahme der Krankheitsfälle

Als Grundlage für die laufende Bewertung dient der vierteljährlich erstellte Chancen- und Risikomanagementbericht. In diesem wird die aktuelle Situation anhand der vier Zielkategorien „Finanzen“, „Kunden und Umwelt“, „Organisation und Prozesse“ sowie „Mitarbeiter und Führung“ dargestellt. Für jede Kategorie sind die Faktoren definiert, die den Geschäftsbetrieb wesentlich beeinflussen und bei kritischen Entwicklungen den Fortbestand des Eigenbetriebes gefährden würden. Die Abbildung zeigt die Zusammenfassung des Jahres 2014. Laut Chancen- und Risikomanagement für das Jahr 2014 bestanden keine maßgeblichen Risiken, die für den ESP nachteilige Auswirkungen gehabt hätten. Die Ampelfunktionen sind alle auf grün. Folgende Bewertungen der Risiken ergeben sich für das Jahr 2014: Finanzen 1. Gebührenrelevante Abwassermenge Die Entwicklung der gebührenrelevanten Abwassermenge korrespondiert mit der Frischwassermenge. Sie wirkt sich direkt auf die Schmutzwassergebühreneinnahmen aus und damit auf die Umsatzerlöse im Jahresergebnis. Für das Jahr 2014 waren in der Gebührenkalkulation 5,75 Mio. m gebührenrelevante Ab3 wassermenge angesetzt. Im Ergebnis des Jahresabschlusses wurde ein Plus von 73 T m 3 auf 5,82 Mio. m festgestellt. Zum 31.12.14 ist eine kleine Steigerung der gebührenrelevanten Abwassermenge gegenüber der Gebührenkalkulation zu verzeichnen und somit eine Steigerung der Erlöse um rd. 160 T € in den Schmutzwassergebühren zu verzeichnen.
3

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ESP

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2.

Abflusswirksame Fläche Die Entwicklung der abflusswirksamen Fläche beeinflusst maßgeblich die Niederschlagswassergebühren und damit die Umsatzerlöse im Jahresergebnis. Für das Jahr 2014 waren in der Gebührenkalkulation privaten abflusswirksame Flächen 2 2 von 6,45 Mio. m und öffentliche Straßen und Wege 3,58 Mio. m angesetzt. Im Ergebnis 2 des Jahresabschlusses konnten die privaten abflusswirksamen Flächen mit 6,43 Mio. m 2 und die der öffentlichen Straßen und Wege mit 3,61 Mio. m festgestellt werden. Die Versiegelungszahlen bewegen sich auf einem leicht steigenden Niveau durch die weitere Erschließung von Gewerbe- und Wohngebieten.

3.

Liquidität Im aktuellen Berichtszeitraum 2014 traten keine Liquiditätsengpässe auf. Der Kassenstand war zum 31.12.2014 mit 6.412.609,99 € positiv. Investitionscontrolling Dem Investitionscontrolling kommt eine große Bedeutung zu, weil Investitionsentscheidungen in der Regel mit hohem Kapitaleinsatz, langfristiger Kapitalbindung und weitreichenden Wirkungen in andere Unternehmensbereiche verbunden sind. Bei der Abwicklung des Vermögensplans wurden bis zum 31.12.2014 Ausgaben in Höhe von 9,01 Mio. € (Planansatz mit aktivierten Eigenleistungen und Bauzeitzinsen war 12,45 Mio. €) verbucht. In die Kanalnetzsanierung wurden im Jahr 2014 rd. 4,63 Mio. € investiert. Als Faustwert der Fachverbände müssen zur Verhinderung eines Substanzverlustes der Anlagen zur Abwasserableitung jährlich zwischen 5,00 € und 10,00 € - pro laufenden Meter Kanal – in das öffentliche Kanalnetz investiert werden. Für Pforzheim ist somit eine jährliche Sanierungsrate im Kanalnetz von 2,5 – 5,0 Mio. € notwendig und wird im Jahresergebnis 2014 erreicht. Die durchschnittliche Sanierungsrate über 5 Jahre liegt sogar bei rd. 4,85 Mio. € und zeigt deutlich auf, dass sich die jährlichen Sanierungsraten im oberen Bereich der Empfehlung der Fachverbände bewegen und somit kein Substanzverlust zu befürchten ist.

4.

5.

Kreditvolumen Da der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim zum größten Teil fremdfinanziert ist, kommt der Kreditfinanzierung durch Bankdarlehen ebenfalls eine große Bedeutung zu. Darlehen sind festverzinsliche Kredite, die an bestimmten vertraglich vereinbarten Terminen auszuzahlen oder zurückzuzahlen sind. Insgesamt waren Kreditaufnahmen von 10,96 Mio. € für das laufende Wirtschaftsjahr 2014 geplant. Zum 31.12.2014 wurden in Summe 5,0 Mio. € an neuen Darlehen aufgenommen. Insgesamt konnte die geplante Kreditaufnahme um 5,96 Mio. € reduziert werden.

6.

Zinsentwicklung Die allgemeine Zinsentwicklung bzw. das Controlling des Zinsaufwandes hat für die Gebührenentwicklung entscheidenden Charakter. Durch das vorhandene niedrige Zinsniveau für Kommunalkredite im Jahr 2014 konnte die Ablösung vorhandener auslaufender Kredite sowie die zur Finanzierung der Investitionen notwendige Darlehensaufnahme zu einem für den Eigenbetrieb recht günstigen Zeitpunkt erfolgen.

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ESP

Die Gesamthöhe des Zinsaufwandes für das Jahr 2014 wurde mit 7,01 Mio. € prognostiziert (Gebührenkalkulation 2014/15). Im Jahresabschluss sind rd. 6,29 Mio. € festgestellt worden. Damit sind rd. 715 T€ weniger Zinsaufwendungen entstanden, als ursprünglich geplant. 7. Finanzwirtschaftliche Kennzahlen Die Kostenkontrolle dient der Kontrolle der Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Leistungserstellung. Zur Wirtschaftlichkeitskontrolle bedient man sich des Soll-Ist-Vergleichs. Die geplanten Kosten werden mit den entstandenen Kosten verglichen. Kostenabweichungen werden dabei festgestellt, analysiert und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Insgesamt ergab sich im Jahr 2014 ein Gewinn aus der Gesamttätigkeit zur Abwasserbeseitigung von 714 T€. Der Ansatz im Wirtschaftsplan wurde somit um 1,249 Mio. € übertroffen.

Kunden und Umwelt 8. Kundenzufriedenheit Die Anzahl der Klagen und Widersprüche ist ein Indiz für die Bürgerzufriedenheit und eine Beurteilungsmöglichkeit unserer Abrechnungsbeauftragten SWP. Im Berichtszeitraum 2014 wurden 4 Klagen aus dem Jahr 2013, welche von einem Kläger mit drei Abnahmestellen stammten und sich in der Sache auf die Verbuchung von Niederschlagswassergebühren bezogen haben, durch das Verwaltungsgericht Karlsruhe im 2. Quartal 2014 abgewiesen. Somit waren zum 31.12.2014 keine Klagen mehr anhängig. Im Jahr 2014 gab es insgesamt 13 Widersprüche im Niederschlagswassergebührenbereich, wovon inzwischen 9 erledigt werden konnten, sowie 42 Widersprüche im Schmutzwassergebührenbereich, wovon 37 erledigt sind. Zum 31.12.2014 waren insgesamt noch 10 Widersprüche offen (5 beim Niederschlagswasser und 5 beim Schmutzwasser). Die Zahl der in 2014 insgesamt eingegangenen Widersprüche verringerte sich zum Vorjahr 2013 von 88 auf 55. Organisation und Prozesse 9. Abwasserabgabegesetz (AbwAG) Für das direkte Einleiten von Abwasser in Gewässer ist eine Abgabe zu zahlen. Sie richtet sich nach den Reinigungskosten der Kläranlage. Im Jahr 2014 wurden bei der Abwasserbehandlung in der Kläranlage Pforzheim alle vorgeschriebenen Überwachungswerte eingehalten, so dass sich keine Erhöhung bei der Abwasserabgabe ergeben hat. - 157 -

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10.

Kanalreinigung Im Arbeitsprozess „Kanalreinigung“ war die Gesamtreinigungsstrecke im Jahr 2014 ausreichend und somit im definierten unkritischen Bereich. Kanalinspektion Die durchgeführte Kanalinspektionsstrecke liegt im Jahr 2014 mit rd. 51,2 km deutlich über dem Bewertungswert von jährlich 44 km. Die gesetzlichen und betrieblichen Vorgaben werden damit ausreichend eingehalten.

11.

Mitarbeiter und Führung 12. Personalstruktur Zu den wichtigsten demografischen Kennzahlen bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört der Altersdurchschnitt. Die Altersstruktur ist laut eines IHK-Berichtes als „gesund“ zu bezeichnen, wenn der Altersdurchschnitt unter 45 Jahren liegt. Im Beobachtungszeitraum 2014 lag der Altersdurchschnitt im ESP mit 44,98 Jahren unter dem durch die IHK festgestellten gesunden Altersdurchschnitt.

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ESP

13.

Abnahme der Krankheitsfälle Die Krankheitsquote sollte bei einer überdurchschnittlichen Zahl auf Ihre Ursachen hin untersucht werden. Die Quote der Krankheitstage beim ESP lag 2014 mit 5,2 % im Durchschnitt der durch die AOK beschriebenen Vergleichsgruppe. Im Jahr 2013 waren aufgrund der Langzeitkranken und eines Betriebsunfalls mehr Krankheitstage festzustellen. Durch den Wegfall der Langzeitkranken nahm die Zahl der Krankheitstage im Jahr 2014 um 0,4 % ab.

Prognosebericht Mit der seit dem 01.01.2014 bestehenden Gebührenhöhe von 2,17 €/m³ für Schmutzwasser und 3 1,03 €/m für Niederschlagswasser und einer Auflösung aus der Gebührenausgleichsrückstellung 2014 in Höhe von 535 T€ sollten die notwendigen Aufwendungen für das Wirtschaftsjahr 2014 abgedeckt werden. Durch positive Effekte die vorhergehend ausführlich beschrieben wurden, konnte das Planergebnis sogar um rd. 1,25 Mio. € übertroffen werden. Dieser positive Abschluss im ersten Jahr des 2-jährigen Kalkulationszeitraumes 2014/2015 ist sehr erfreulich und setzte die bereits positive Tendenz aus dem vorigen Kalkulationszeitraum 2012/2013 fort. Mit den Wirtschaftsplänen 2014 (Vorlage P 1876) und 2015 (Vorlage Q 0143) und der Gebührenkalkulation 2014/2015 (Vorlage P 1875) wurde aufgezeigt, dass mit einer Auflösung aus der Gebührenausgleichsrückstellung von insgesamt ca. 1,36 Mio. € eine Kostendeckung erreicht wird. Die Kalkulation wurde durch das Ergebnis des Jahresabschlusses 2014 für das 1. Jahr bestätigt. Die Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem Wirtschaftsplan ist weitgehend durch nicht vorher zu sehende positive Effekte entstanden. Mit der Aufstellung des Wirtschaftsplans 2015 (Vorlage Q 0143) ist eine Fortschreibung der Gebührenprognose bis 2019 durchgeführt worden. Der Vermögensplan umfasst für das Jahr 2015 ein Investitionsvolumen, zum Neubau und zur Sanierung abwassertechnischer Anlagen von ca. 9,86 Mio. €. Auch der mittelfristige Vermögensplan 2015 – 2019 weist im Jahresdurchschnitt - über fünf Jahre – eine Investitionshöhe von rd. 10,47 Mio. € pro Jahr auf. Die Kostenentwicklung bis zum Jahr 2020 ist in Abbildung 3 dargestellt. Die guten Ergebnisse der Jahresabschlüsse 2012/2013 und die damit erhöhte Gebührenausgleichsrückstellung auf rd. 5,9 Mio. € sind in die Fortschreibung der Gebührenprognose eingeflossen. Die erwirtschafteten Unternehmensgewinne die in die Gebührenausgleichsrückstellung geflossen sind, werden nach den Vorgaben des Kommunalabgabengesetzes dem Gebührenzahler innerhalb von max. fünf Jahren zurückgegeben. Die nächste Abwassergebührenkalkulation der Stadtentwässerung Pforzheim erfolgt im Herbst 2015 für das Jahr 2016. Aktuell deutet der Trend in unserer Prognose auf eine Gebührensenkung hin.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Abbildung 3

Als Grundlage der Gebührenprognose wurde ein konstanter Frischwasserverbrauch (5,85 Mio. m³) und eine konstante abflusswirksame Fläche (6,40 Mio. m²) als Teiler zur Ermittlung der Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren angenommen. Kostensteigerungen der Personalkosten sind mit 3,0 % angesetzt worden, die Sachkosten werden leicht gesteigert. Die Zinsentwicklung sieht dagegen aus heutiger Sicht positiv aus. Hier wird eine konstante Entwicklung des Gesamtzinsaufwandes durch Umschuldung, Tilgung und laufender Kredite und Neuaufnahme zinsgünstiger Darlehen erwartet.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

ESP

Abbildung 4

Bei Eintreten der mit der Prognose hinterlegten Bedingungen ist nach vorsichtiger Schätzung ab 2016 (siehe Abb. 4) mit einer Senkung der Abwassergebühren zu rechnen. Im Zeitraum 2016 – 2020 sollte es möglich sein, die abgesenkten Abwassergebühren stabil zu halten. Der im Wirtschaftsplan 2014 prognostizierte Anstieg der Abwassergebühren konnte durch die guten Ergebnisse 2013/2014 erst einmal gestoppt werden. Die weitere Entwicklung ist jedoch stark von der Investitionsrate und der Erlössituation abhängig. Mit der Aufstellung des Wirtschaftsplans 2016 und gleichzeitiger Gebührenkalkulation für das Jahr 2016 erfolgt eine Fortschreibung der Gebührenprognose. Nachtragsbericht Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014, die eine geänderte Darstellung der im Lagebericht dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erfordert hätten, sind nicht eingetreten.

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ESP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Beamte Angestellte Arbeiter Beschäftigte insgesamt nachrichtlich: Auszubildende
1

2011 2 40 33 75

2012 2 41 34 77

2013 2 44 32 78

2014 2 46 33 81

2
1

36 32 70

9

9

9

7

10

incl. Werkleitung

Jahresabschlussdaten

Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 240.743 502 240.241 11.725 160 11.565 0 1 252.469 2014 Ist 241.349 440 240.909 9.410 237 9.173 0 0 250.759 Veränd. 13/14 606 -62 668 -2.315 77 -2.392 0 -1 -1.710

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbestand Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 125 0 0 108 17 61.831 1 5.629 184.810 73 252.469

2014 Ist 140 0 0 125 15 61.033 1 6.508 183.076 1 250.759

Veränd. 13/14 15 0 0 17 -2 -798 0 879 -1.734 -72 -1.710

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Gewinn/Verlust (-) des Vorjahres Jahresgewinn/ -verlust Empfangene Ertragszuschüsse Sonderposten aus Investitionszuschüssen Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

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ESP

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 27.249 845 215 28.309 -4.987 -4.273 -8.028 -4.894 -22.182 6.127 13 -6.119 21 0 21 -4 17 2014 Ist 26.531 856 939 28.326 -4.927 -4.514 -8.382 -4.200 -22.023 6.303 11 -6.295 19 0 19 -4 15 2014 Plan 26.671 930 74 27.675 -5.300 -4.678 -8.213 -3.009 -21.200 6.475 5 -7.010 -530 0 -530 -5 -535 2015 Plan 26.933 845 62 27.840 -5.927 -4.738 -8.422 -3.077 -22.164 5.676 6 -6.500 -818 0 -818 -5 -823 Veränd. Abweich. 13/14 Plan/Ist 14 -718 11 724 17 60 -241 -354 694 159 176 -2 -176 -2 0 -2 0 -2 -140 -74 865 651 373 164 -169 -1.191 -823 -172 6 715 549 0 549 1 550

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge 1 Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen 2 Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteilig., Sonstige Zinsen u.ä. Erträge, u.a. Abschreibungen auf Finanzanl., Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag 3
1

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Jahresergebnis 2013/2014 eine Entnahme aus der Gebührenausgleichsrückstellung i.H.v. 0 T€/535 T€ enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Jahresergebnis 2013/2014 eine Einstellung in Gebührenausgleichsrückstellung i.H.v. 1.660 T€/1.234 T€ enthalten.
3

2

Ohne Berücksichtigung der Entnahme aus der Gebührenausgleichsrückstellung, bzw. Einstellung in die Gebührenausgleichsrückstellung ergäbe sich für das Jahresergebnis 2013/2014 ein Jahresüberschuss i.H.v. von 1.677 T€/714 T€.

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 98,6 n. def. n. def. 0,1 n. def. 3,0 94,6 7.354

2012 97,2 n. def. n. def. 0,1 n. def. 2,4 95,9 7.410

2013 95,4 n. def. n. def. 0,1 n. def. 2,4 96,3 7.872

2014 96,2 n. def. n. def. 0,1 n. def. 2,5 93,7 8.330

% % % % % % % T€

98,5 n. def. n. def. 0,1 n. def. 3,3 96,1 6.906

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

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EPV

2.1.14 Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe

Blücherstraße 32 75177 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 - 38 01 07231/ 39 - 27 84 epv@stadt-pforzheim.de -

Rechtliche Grundlage
Der Gemeinderat der Stadt Pforzheim hat am 04.04.2006 nach einem europaweiten Vergabeverfahren beschlossen, den Busbetrieb aus dem bisherigen Eigenbetrieb Städtische Verkehrsbetriebe Pforzheim in eine Gesellschaft privater Rechtsform auszugliedern, einen Anteil von 51 % an die Connex Regiobahn GmbH zu veräußern und die gemeinsame SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG über einen Verkehrsvertrag mit der Erbringung der Nahverkehrsleistungen in Pforzheim zu beauftragen. Nachdem ein Bürgerentscheid gegen die Teilprivatisierung am 23.07.2006 das erforderliche Quorum verfehlte, wurde dieser Beschluss am 01.08.2006 vom Gemeinderat bestätigt. In Umsetzung der Beschlüsse wurde die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG gegründet, an der neben der Stadt Pforzheim mit 49 % die Veolia Verkehr Regio GmbH (vormals Connex Regiobahn GmbH), Berlin, mit 51 % beteiligt war. Auf diese SVP KG wurde der Fahrbetrieb und das Personal des bisherigen Eigenbetriebs SVP Städtische Verkehrsbetriebe Pforzheim im Wege der Umwandlung ausgegliedert und durch Abschluss eines Verkehrsvertrages die Durchführung des ÖPNV geregelt. Der bisherige Eigenbetrieb SVP fungiert damit als „Bestellereinheit“, dessen Hauptaufgaben in der Grundsatzplanung des Verkehrsangebots, dem Vertrags- und Qualitätsmanagement sowie der Tarif- und Einnahmenüberwachung liegen. Der Eigenbetrieb SVP wurde - um Verwechslungen mit der neuen SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG zu vermeiden - in „Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe“ (kurz: EPV) umbenannt. Mit Anteilskaufvertrag vom 01.08.2014 hat die Stadt Pforzheim die Anteile (51 %) der Veolia Verkehr Regio GmbH an der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2014 erworben. Somit hält die Stadt jetzt über den EPV 100 % der Anteile an der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG. Es gilt die Betriebssatzung vom 27.10.2006.

Gegenstand des Unternehmens
Die Aufgaben des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrsbetriebe liegen in der Grundsatzplanung des öffentlichen Verkehrsangebots, dem Vertrags- und Qualitätsmanagement, der Festlegung der Fahrpreise und der Weiterentwicklung des ÖPNV.

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EPV

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: 5.000.000 €

Der Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe (EPV) ist ein Eigenbetrieb der Stadt Pforzheim.

Organe
Gemeinderat Werkeausschuss: Erster Bürgermeister Roger Heidt, Vorsitzender Stadtrat Hans-Joachim Bruch Stadträtin Uta Golderer (ab 30.07.2014) Stadtrat Florentin Goldmann Stadtrat Helge Hutmacher (bis 30.07.2014) Stadtrat Jens Kück Stadträtin Dr. Brigitte Langer-Glock (ab 30.07.2014) Stadtrat Peter Pfeiffelmann (ab 30.07.2014) Stadtrat Dr. Joachim Rösch (bis 30.07.2014) Stadtrat Dr. Hans-Ulrich Rülke Stadträtin Sibylle Schüssler (bis 30.07.2014) Stadtrat Wolfgang Schulz (ab 30.07.2014) Stadtrat Christopher Seidemann (ab 30.07.2014) Stadtrat Fritz Sinzenich (bis 30.07.2014) Stadtrat Henry Wiedemann (ab 30.07.2014) Stadtrat Carsten von Zepelin Gert Hager Bernd Mellenthin

Oberbürgermeister: Betriebsleitung:

Gesamtbezüge der Mitglieder der Betriebsleitung und des Werkeausschusses
Die Angaben über die Vergütung der Betriebsleitung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Mitglieder des Werkeausschusses erhalten keine besondere Vergütung oder Aufwandsentschädigung.

Beteiligungen
Der Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe (EPV) war zum 31.12.2014 an Gesellschaften mit folgenden Einlagen beteiligt: Beteiligungswert Stimmrechtsanteile SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim 42.190.538 € 65 % SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG 100.000 € 100 % Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH (VPE), Pforzheim 14.061 € 27,5 % beka GmbH, Köln 5.113 € 0,78 %

1. 2. 3. 4.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EPV

Wichtige Vereinbarungen mit der Stadt Pforzheim
Es bestehen keine wichtigen Vereinbarungen mit der Stadt Pforzheim.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Der Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe erhält die auf die Stadt Pforzheim entfallenden Gewinnabführungen der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG (100 %) und der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG (65 %). Ferner werden vom Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe Verwaltungskostenbeiträge für verschiedene Leistungen der Stadt erhoben.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Stadtlinienverkehr 2010 2011 2012 2013 2014

Fahrgäste Verkehrseinnahmen brutto Ø-Erlös pro Fahrgast

Mio. T€ €

22,59 11.401 0,50

22,58 11.123 0,49

22,49 11.377 0,51

22,43 11.870 0,53

22,34 12.234 0,55

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem in der Betriebssatzung festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Grundlagen der Gesellschaft Die Aufgaben des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrsbetriebe (EPV) liegen in der Grundsatzplanung und Bestellung des öffentlichen Verkehrsangebots, dem Vertrags- und Qualitätsmanagement, der Festlegung der Fahrpreise und der Weiterentwicklung des ÖPNV im Stadtverkehr Pforzheim. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Allgemeine Entwicklung ÖPNV Laut Statistischem Bundesamt konnte 2014 ein Anstieg der Fahrgastzahlen im gesamten öffentlichen Personenverkehr um 0,6% verzeichnet werden. Insgesamt wurden 11,0 Milliarden Fahrten (+0,5%) im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen registriert. Intramodal zeichnet sich jedoch laut Statistischem Bundesamt (Destatis) ein differenziertes Bild. Während der Schienenpersonennahverkehr deutliche Wachstumsraten verzeichnen konnte (+2,1%) und auch der Nahverkehr mit Straßen-, Stadt- und U-Bahnen um +1,7% zunahm, sanken die Beförderungsfälle mit Nahverkehrsbussen bundesweit leicht um -1,1%. Die Fahrgastzahlen im Busverkehr belaufen sich demnach 2014 auf 5,28 Milliarden. Quelle: Pressemitteilung Nr. 043 vom 11. Februar 2015 – Statistisches Bundesamt.

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EPV

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Entwicklung Stadtverkehr Pforzheim in 2014 Der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) hat die Preise für Fahrten mit Bus und Bahn zum 15.12.2013 um durchschnittlich 4,03 % erhöht. Für den Stadtverkehr Pforzheim bedeutet das eine durchschnittliche Tariferhöhung um 3,16 %. Dieser Fahrpreisanpassung hat der Gemeinderat der Stadt Pforzheim am 12.11.2013 (Vorlage P 1813) zugestimmt. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2014 wurden Gesamterlöse von 13.934.860 € (Vj. 13.322.688 €), Aufwendungen von 20.310.156 € (Vj. 19.292.915 €) sowie Beteiligungs- und Zinserträge in Höhe von 6.704.023 € (Vj. 8.319.671 €) erzielt. Der Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe (EPV) schließt das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresergebnis von 231.216 € (Vj. 2.033.024 €) ab. Im Wirtschaftsplan für 2014 wurde von einem Jahresergebnis in Höhe von 534.000 € ausgegangen. Die niedrigeren Beteiligungserträgen der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG (-994.049 €) werden fast vollständig durch höhere Gesamterlöse (+981.860 €) kompensiert. Das verminderte Ergebnis gegenüber dem Wirtschaftsplan 2014 resultiert im Wesentlichen aus höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+523.093 €) und höheren Abschreibungen (+51.568 €). Der Materialaufwand betrug im Berichtsjahr 15.115.415 € (Vj: 15.659.470 €) und somit 115.415 € mehr als im Plan für 2014 angesetzt. Der Materialaufwand umfasst die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (1.564 €) und die bezogenen Leistungen. Neben den periodenfremden bezogenen Leistungen (9.530 €) stellt der Fremdbezug den wesentlichen Teil der Materialaufwendungen dar. Er setzt sich aus kleineren Positionen - wie Handwerkerleistungen, Zubestellung von Nachttaxi-Fahrten, etc. - (83.855 €) und den Abgeltungszahlungen sowie die zusätzlich bei der SVP bestellten Verkehrsleistungen in Höhe von 15.020.465 €, wie unter dem Punkt ‚Verkehrsvertrag‘ detailliert dargestellt, zusammen. Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Betriebsergebnis (ohne Steuern) in Höhe von -6.375.296 € (Vj -5.970.227 €) erzielt.

Fahrgastzahlen allgemein 2014 Beförderte Personen Fahrgelderlöse Brutto 22.341.606 12.232.600 € 2013 22.433.145 11.870.715 € Veränderung -91.539 361.885 € % -0,41% 3,05%

Bis einschließlich des 4. Quartals 2014 wurden Fahrgelderlöse ohne die Erstattung für den Schülerverkehr nach § 45a PBefG (1.266.793 €) in Höhe von 12.232.600 € brutto vereinnahmt. Im Vergleich zum Vorjahr (11.870.715 €) waren dies 361.885 € mehr. Dies entspricht einem Einnahmenzuwachs von 3,05 %. Die Fahrgeldeinnahmen werden von der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG vereinnahmt und treuhänderisch verwaltet. Sie entsprechen nicht eins zu eins den ergebnisrelevanten Erlösen des EPV aus dem Stadtverkehr. Diese ergeben sich erst nach der Einnahmeaufteilung gem. des Einnahmeaufteilungsvertrages des Verkehrsverbundes Pforzheim Enzkreis (VPE). Demnach stehen dem EPV im Berichtsjahr 2014 brutto 56.435 € weniger zur Verfügung als vor der Aufteilung. Insgesamt, d.h. inklusive kleinerer nicht einnahmeaufteilungspflichtiger Fahrgelderlöse (34.649 €) und exklusive der § 45a Ausgleichsgelder für den Schülerverkehr (1.266.793 €), belaufen sich die Gesamtfahrgelderlöse des EPV 2014 auf brutto 12.210.814 €. Die Anzahl der beförderten Personen in Höhe von 22.341.606 ist im Vergleich zum Vorjahr (22.433.145) um insgesamt 91.539 gesunken. Dies entspricht einer Minderung von -0,41 %. Zu- 168 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EPV

rückzuführen ist dies in erster Linie auf die rückläufige Anzahl von Beförderungsfälle im Schülerund Auszubildendenverkehr (-2,86%). Dieser Rückgang konnte auch nicht durch den deutlichen Anstieg der Beförderungsfälle bei den Nutzern des Tagestickets (+15,77%) kompensiert werden.

Beförderte Personen Einzelfahrscheine Tageskarten Zeitkarten Erwachsene Zeitkarten Schüler Zentr. DB- Fahrkarten Schwerbehinderte, Sonstige Summe

2014 1.206.435 535.878 10.747.320 7.680.860 200.440 1.970.673 22.341.606

2013 1.206.499 462.877 10.687.412 7.907.120 197.918 1.971.319 22.433.145

Veränderung -64 73.001 59.908 -226.260 2.522 -646 -91.539

% -0,01% 15,77% 0,56% -2,86% 1,27% -0,03% -0,41%

Fahrgelderlöse Einzelfahrscheine Tageskarten Zeitkarten Erwachsene Zeitkarten Schüler Zentr. DB- Fahrkarten Schwerbehinderte, Sonstige Summe

2014 2.278.434 € 515.455 € 5.737.676 € 2.617.009 € 64.342 € 1.019.681 € 12.232.600 €

2013 2.201.484 € 518.873 € 5.539.997 € 2.571.106 € 62.787 € 976.468 € 11.870.715 €

Veränderung 76.950 -3.418 197.679 45.903 1.555 43.213 361.885

% 3,50% -0,66% 3,57% 1,79% 2,48% 4,43% 3,05%

Ausgleichszahlungen und Erstattungsbeträge Die unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen führt zu einem Erstattungsanspruch gemäß § 145 SGB IX. Grundlagen dieser Erstattungszahlungen bilden zum einen die nachgewiesenen Fahrgeldeinnahmen des laufenden Jahres und zum anderen ein zu berücksichtigender Prozentsatz (9,62 %, Vj. 8,68 %) von beförderten schwerbehinderten Fahrgästen. Erstattungen wurden in Höhe von netto 909.513 € (Vorjahr 876.648 €) durch das Land Baden-Württemberg geleistet. Bereinigt um minimale Effekte aus dem Vorjahr verringert sich diese Erlösposition auf 907.473 € netto. Diesem Betrag liegen Zählungen aus dem Jahr 2013 zugrunde, die als Grundlage der Berechnung für die Jahre 2013 und 2014 dienen.

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EPV

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Sonstige Rückstellungen Für den Stadtbahnverkehr der AVG auf der Enztalbahn wurden insgesamt 612.000 € für die vertraglich vereinbarte Mitfinanzierung der Betriebskostenzuschüsse für die Jahre ab 2005 zurückgestellt. Eine endgültige Berechnung bzw. Forderung des Landes liegt nicht vor. Für die Kosten der Jahresabschlussprüfung wurden für das Jahr 2014 10.000 € sowie für die Steuerprüfung 3.000 € zurückgestellt. Insgesamt beträgt die Rückstellung 625.000 € für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Verkehrsvertrag Entsprechend § 27 (1) Verkehrsvertrag setzt sich die der SVP tatsächlich zustehende jährliche Abgeltung aus den folgenden Positionen zusammen: Die Gesamtkosten für das Jahr 2014 betragen netto 11.600.000 €. Hinzu kommt gem. § 30 Verkehrsvertrag (VV) i. V. m. Punkt 2 der Vereinbarung vom 10.05.2010 die Preisanpassung, bestehend aus 50 % des Betrags für 2013 (896.700 €) und 50 % des Betrags für 2014 (922.200 €). Der Ausgleichsbetrag für reduzierte Fahrzeugzuschüsse gem. § 31 VV beträgt unter Maßgabe der aktuellen „Förderung der Beschaffung von Omnibussen nach dem GVFG“ 269.415 €. Die Beteiligung an Ausgleichszahlungen (§45a PBefG und §145 SGB IX) liegt bei 302.179 €. Der Erlösbonus/-malus gem. § 28 (3) und (4) VV macht 671.013 € aus. Für zusätzlich bestellte Verkehrsleistungen wurden 547.167 € berechnet. Für die Haltestellenpflege wurden 21.000 € bezahlt. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde zudem eine Minderung für Schlechtleistungen in Höhe von -209.209 € (gem. Verkehrsvertrag) gegengerechnet. In Gänze umfasst die Abgeltung aus dem Verkehrsvertrag 15.020.465 € (Vorjahr 15.569.656 €). Diesen Aufwendungen an die SVP stehen anrechenbare Umsatzerlöse aus dem Bereich Verkehr von netto 13.511.842 € (Vorjahr 13.190.072 €) gegenüber. Ausgleichszahlung Altersversorgung Die Übernahmeverpflichtung aus der Neustrukturierung des Eigenbetriebs Städtische Verkehrsbetriebe Pforzheim für das übergegangene Personal zur SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG belastet das Betriebsergebnis des EPV im Geschäftsjahr 2014 mit:

• •

2014 persönliche Besitzstandszulage und ZVK-Beiträge 746.815 € Versorgungsaufwand frühere Mitarbeiter 48.668 € 795.483 €

Vj. 2013 792.307 € 22.873 € 815.180 €

In Summe:

Ertrags-, Finanz und Vermögenslage Ertragslage Das im Geschäftsjahr 2014 erreichte Betriebsergebnis in Höhe von -6.375.296 € (Vj: -5.970.227 €) aus Regiebetrieb und Verkehr zusammen, stellt ein gutes Ergebnis dar. Es fällt um 270.704 € besser aus als im Wirtschaftsplan für 2014 veranschlagt. Die Gesamtumsatzerlöse in 2014 sind auf 13.934.860 € (Vj: 13.322.688 €) angestiegen. Davon stellen die Umsatzerlöse der Sparte Verkehr mit 13.511.842 € (VJ: 13.190.072 €) den überwiegenden Anteil dar. Dieser Betrag umfasst die Nettofahrgelderlöse und die Ausgleichszahlungen des Landes Baden-Württemberg und des Verkehrsverbundes (VPE). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, verrechnet mit den sonstigen betrieblichen Erträgen, betragen -3.698.075 € (Vj: -2.816.427 €). Die Kostensteigerungen resultieren zum überwiegenden Teil aus erhöhten Rechts- und Beratungskosten und erhöhten Aufwendungen an den Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis. Die Beteiligungserträge betreffen mit 6.663.746 € (Vj: 8.246.575 €) im Wesentlichen die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG. - 170 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EPV

Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich ein positiver Cashflow in 2014 von 2.143 T€. Investitionen Im Berichtsjahr wurden Gesamtinvestitionen in Höhe von 3.315.096 € (VJ 2.030.796,63 €) getätigt. Der Wesentliche Teil entfällt hierbei auf Investitionen für Anlagen im Bau i. H. v. 2.888.288 € (VJ 552.146,79 €, Planungskosten) für den Neubau des Verwaltungsgebäudes auf dem Betriebshof. 424.146 € entfallen auf Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände, d.h. Konzessionen und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten. Für den Neubau waren im Wirtschaftsplan Investitionen i. H. v. 5.805.000 € vorgesehen, die im Rahmen eines Kommunaldarlehens bei der WL Bank finanziert wurden. Die Mittel wurden im Berichtszeitraum noch nicht vollständig umgesetzt. Vermögenslage Entwicklung des Eigenkapitals und der Rückstellungen AuflölöVerbrauch sung 2014

Stand 01.01.2014 Stammkapital Rücklagen Jahresgewinn (+) Jahresverlust (-) Eigenkapital Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Steuerrückstellung Sonstige Rückstellungen Rückstellungen 5.000.000 € 40.595.174 €

Zugang 2014

Aufzinsung 2014

Stand 31.12.2014 5.000.000 € 40.595.174 €

231.216 € -310.841 € 45.284.333 € 231.216 € -79.625 € 45.515.549 €

2.587.158 € -400.076 € 117.067 € -117.067 €

26.534 €

116.967 €

2.330.583 € 0€

625.537 € -115.537 € 3.329.762 € -632.680 €

115.000 € 141.534 €

0€ 116.967 €

625.000 € 2.955.583 €

Das Sachanlagevermögen ist im Berichtszeitraum 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2,49 Mio. € auf 4,09 Mio. € angewachsen, was im Wesentlichen durch den Baufortschritt des neuen Betriebsund Verwaltungsgebäudes und die damit einhergehende Erhöhung der Position ‚Anlagen im Bau‘ (+2,89 Mio. €) und der Minderung der Position ‚Grundstücke mit Bauten‘ (-0,38 Mio. €) bedingt ist. Das kurzfristig gebundene Umlaufvermögen ist um 1,42 Mio. € auf 9,67 Mio. € gesunken. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich deutlich um -4,47 Mio. € auf 1,73 Mio. € reduziert. Sie betreffen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Pforzheim.

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EPV

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Auf der Passivseite blieben das Stammkapital und die Allgemeinen Rücklagen mit insgesamt 45,60 Mio. € - wie auch schon im Vorjahr - unverändert. Das gesamte Eigenkapital hat sich zum 31.12.2014 durch die Ergebnisentwicklung in 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 0,23 Mio. € auf 45,52 Mio. € erhöht. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme blieb mit 76,60 % gegenüber dem Vorjahr konstant. Gemäß des versicherungsmathematischen Gutachtens der Mercer Deutschland GmbH haben sich die Pensionsrückstellungen auf 2,33 Mio. € (VJ 2,59 Mio. €) reduziert. Personal Die Aufgaben des EPV liegen in der Grundsatzplanung des öffentlichen Verkehrsangebots, dem Vertrags- und Qualitätsmanagement, der Festlegung der Fahrpreise und der Weiterentwicklung des ÖPNV. Durch diese Maßnahmen bleibt die politische Entscheidungshoheit über Preise, Angebotsdichte und Service der Stadt erhalten. Für diese Aufgaben stehen dem EPV gem. Gemeinderatsbeschluss vom 19.12.2006 insgesamt 2,5 Stellen zur Verfügung, die am 16.02.2007 besetzt wurden. Darüber hinaus übernimmt der EPV die Funktion des Controllings der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG im Kontext des Rückkaufs der SVP von der Veolia. Hierzu wurde am 20.05.2014 vom Gemeinderat in Rahmen der Beschlussfassung über den Beteiligungskaufvertrag (Rückkauf) der SVP der Schaffung einer entsprechenden Stelle beim EPV zugestimmt. Die Stelle wurde am 01.09.2014 besetzt. Der Personalaufwand hat sich wie folgt entwickelt: 2014 Vergütung Sozialabgaben Altersversorgung und Unterstützung Gesamt 182.277 € 24.028 € 32.775 € 239.080 € 2013 157.396 € 19.370 € 27.937 € 204.703 € Veränderung +24.881 € +4.658 € +4.838 € +34.377 €

Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014, die eine geänderte Darstellung der im Lagebericht dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erfordert hätten, sind nicht eingetreten. Risikobericht Risikomanagementsystem Im Jahr 2007 wurde mit Unterstützung der SWP ein Risikomanagementsystem erarbeitet und im Laufe des Jahres 2008 implementiert. Es besteht aus den Bausteinen Identifizierung, Quantifizierung (Bewertung), Steuerung und Kontrolle der Risiken. Im Rahmen der Risikoidentifizierung wird festgestellt, welche qualitativen und quantitativen Risikofaktoren im Einzelnen bestehen. Die Quantifizierung der Risikofaktoren und die Bestimmung der Messverfahren für alle Risikoarten bilden zum einen die Basis für ein System der Risikobegrenzung, zum anderen für ein Informationssystem zur Bewertung, Überwachung und Steuerung der Risikoarten. Eine besondere Rolle spielt dabei die Früherkennung von Risiken mittels geeigneter Indikatoren, sodass die Einleitung von Gegenmaßnahmen noch möglich ist. Des Weiteren dient das System als Basis zur Information des Werkeausschusses über die aktuelle Risikosituation des Eigenbetriebs. - 172 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EPV

Die Werkleitung des EPV ist verantwortlich für die Früherkennung und Abwendung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. Hierzu hat sie die im RisikomanagementHandbuch dokumentierten Verfahren und Maßnahmen erarbeiten lassen, in Kraft gesetzt und veranlasst in regelmäßigen Zeitabständen ihre Aktualisierung. Der Risikomanagement-Beauftragte des EPV übernimmt die zentrale Koordination. Der EPV hat die SWP mit der Erfüllung dieser Aufgabe beauftragt. Für die Steuerung der Risiken ist der Risikomanagement-Verantwortliche beim EPV zuständig. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert. Dazu gehören insbesondere die quartalsweisen Berichte über die Risikosituation des Unternehmens. Über Ad-hoc-Meldungen werden Risiken der Risikoklassen „mittleres Risiko“ und „wesentliches Risiko“ auch zwischen zwei Quartalserhebungen an das Unternehmen gemeldet. Chancen und Risiken Prognose- und Chancenbericht Auf Grund von Preissteigerungen der wesentlichen Faktorkosten Personal, der Fahrgasterhebung im Rahmen der Neuausgestaltung des Einnahmeaufteilungssystems im Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) und bedingt durch die Einführung des „RBL light“ (rechnerbasiertes Leitsystem) wurden die Fahrpreise im VPE-Tarifgebiet zum 14.12.2014 angepasst. Für den EPV ergeben sich hieraus prognostizierte Fahrgeldmehreinnahmen für den Stadtverkehr Pforzheim im Umfang von 2,99% für das Folgejahr. Im Wirtschaftsplan 2015 erwartet der EPV im Erfolgsplan Erträge von 21.968.800 €, Aufwendungen in Höhe von 21.324.000 € und somit ein Jahresergebnis von 644.800 €. Für die folgenden Wirtschaftsjahre gehen wir von moderat steigenden, inflationsdeckenden Erträgen und weitestgehend stabilen Aufwendungen aus. Abschluss eines Beteiligungskaufvertrages zum Rückerwerb der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG Der Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe (EPV) übernimmt seit 2006 die Aufgabenträgerschaft für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf dem Stadtgebiet Pforzheim. Die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG (SVP) erbringt auf Basis des bis zum 10.12.2016 laufenden Verkehrsvertrags mit der Stadt Pforzheim/EPV die Verkehrsleistung. In seiner Sitzung vom 23.07.2013 traf der Gemeinderat eine Grundsatzentscheidung über die weitere Organisation des öffentlichen Personennahverkehrs in Pforzheim für die Zeit nach dem Auslaufen des derzeitigen Verkehrsvertrages. Der Entscheidung zugrunde lag eine Untersuchung ausgewählter alternativer Modelle zur Gestaltung des zukünftigen ÖPNV. Der Gemeinderat beschloss, den öffentlichen Nahverkehr auch nach dem 10.12.2016 erneut in einem gemischt-wirtschaftlichen Unternehmen zu betreiben. Einerseits sollen so die finanziellen Risiken gegenüber einem rein kommunalen Unternehmen begrenzt werden, andererseits soll darüber hinaus ein ausreichender Einfluss auf die Qualität und Quantität des ÖPNV-Angebotes – auch über die Gesellschafterebene – gewährleistet werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit Wirkung zum 10.12.2016 eine PutOption gem. § 12 Absatz 2 des Konsortialvertrages zwischen der Stadt und der Veolia Verkehr Regio GmbH - bis dato mit 51% der Anteile Mehrheitseigentümerin der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co KG - i. d. F. der Ergänzungsvereinbarung vom 06.09./10.09.2012 auszuüben. Ziel war es, Verhandlungen über den Rückerwerb der Anteile an der SVP GmbH & Co. KG und/oder der für ein zukünftiges Unternehmen erforderlichen Wirtschaftsgüter der SVP GmbH & Co. KG zu führen. Als Grundbedingung für das Zustandekommen einer solchen Vereinbarung galt, dass die Vereinbarung für die Stadt im Vergleich zum Neuaufbau eines Verkehrsunternehmens bzw. den Kosten für den alternativen Erwerb gleichwertiger Wirtschaftsgüter vorteilhaft sein muss. Nach erfolgreicher Vorbereitung (Ausübung der Put-Option zum Jahresende 2013, Beraterauswahl, etc.) der für die Umsetzung des definierten Ziels erforderlichen Maßnahmen erfolgte 2014 der wesentliche Teil der Verhandlungen über den Rückerwerb der SVP im Rahmen einer interdis- 173 -

EPV

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

ziplinären Projektgruppe. Hierzu wurde am 28.02.2014 von der Stadt Pforzheim und am 05.03.2014 durch Veolia Verkehr GmbH ein Eckpunktepapier unterschrieben, welches die zentralen Inhalte für den Rückkauf durch die Stadt Pforzheim rückwirkend zum 01.01.2014 regelt. Das Hauptaugenmerk der Verhandlung lag – insbesondere unter beihilferechtlichen Gesichtspunkten auf einer Lastenfreistellung der Stadt Pforzheim. Im konkreten Fall bedeutet dies, dass die Stadt Pforzheim so zu stellen ist, als wäre Veolia bis Ende des Verkehrsvertrages 2016 Mehrheitsgesellschafterin und würde die bestehenden Verträge erfüllen. Insbesondere waren somit sämtliche bislang entstandenen und voraussichtlich bis zum 10.12.2016 noch entstehenden Verluste und Verbindlichkeiten der SVP durch die Einbringung ausreichender Liquidität seitens Veolia abzudecken. Für die Quantifizierung der beizubringenden Sicherheiten (Kapitaleinlagen) wurde im April 2014 eine Due Diligence in Auftrag gegeben. Die für den Betrieb der SVP bis zum 10. Dezember 2016 bestehenden Risiken (prognostizierte cash-wirksame Jahresdefizite für 2014 bis 2016, Dieselpreisrisiken, Risikopuffer für nicht realisierte bzw. nicht realisierbare Potentiale, Rückstellungen, etc.) wurden auf Grundlage des externen Gutachtens durch angemessene Risikopuffer und geeignete Regelungen im Kaufvertrag berücksichtigt und somit ein eventuelles Nachschussrisiko minimiert. Auf der Basis des o.g. Eckpunktepapieres, der Due Diligence und eines in Auftrag gegebenen Wertgutachtens, das die beihilferechtliche Unbedenklichkeit eines Rückkaufes bestätigte, wurde ein Beteiligungskaufvertrag erarbeitet. Dieser wurde von der Stadt Pforzheim und Veolia Verkehr am 01.08.2014 mit Rückwirkung zum 01.01.2014 unterschrieben. Damit gehört die SVP GmbH und Co. KG wieder zu 100 Prozent der Stadt Pforzheim. Mit dem lastenfreien Rückerwerb der Anteile der Veolia Verkehr GmbH wird die Stadt in die Lage versetzt, mit Auslaufen des Verkehrsvertrages im Dezember 2016, ihrem ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) eine neue Struktur zu geben. Der Vertragsunterzeichnung waren ein Gemeinderatsbeschluss am 20.05.2014 und die Abstimmung mit dem Regierungspräsidium vorausgegangen. Ausschreibung des Stadtlinienverkehrs für den Verkehrsvertragszeitraum Dezember 2016 - 2026 Im Kontext der Beschlussfassung des Gemeinderates vom 23.07.2013 (Vorlage P 1759), den Stadtlinienverkehr in Pforzheim auch nach Ablauf des aktuell gültigen Verkehrsvertrages erneut durch ein gemischt-wirtschaftliches Unternehmen zu betreiben, wurde die Verwaltung beauftragt alle erforderlichen Maßnahmen – u.a. die Ausschreibung der Beraterleistungen - für die Entwicklung des Verkehrskonzeptes ab dem 11.12.2016 einzuleiten. Die Beratungsgesellschaft bzw. das Beraterkonsortium soll den EPV maßgeblich bei der Erarbeitung eines finanzierbaren Verkehrskonzeptes zur Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplanes, des Nahverkehrsplanes, des Masterplanes und bei der Ausfertigung eines Verkehrsvertrages unterstützen. Im Fokus soll hierbei eine stetige Weiterentwicklung der Servicequalität zur nachhaltigen Steigerung der Fahrgastzahlen stehen. Weiterer zentraler Aufgabenbestandteil der Beratungsgesellschaft bzw. des Beraterkonsortiums ist die Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibung der Verkehrsleistungen sowie der Suche nach einem strategischen Partner für die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG. Mit der Beschlussfassung vom 01.07.2014 (Vorlage P 2115) genehmigte der Gemeinderat die Vergabe der Beratungsleistung und die Bereitstellung der hierfür erforderlichen Finanzmittel, die zuvor bereits im Wirtschaftsplan des EPV planerisch Berücksichtigung fanden. Dem Beschluss ging ein Vergabeverfahren nach der „Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen – VOF – Ausgabe 2009“ voraus. An dem ersten Verfahrensschritt - dem Teilnahmewettbewerb - bekundeten insgesamt 11 Bieter bzw. Bietergemeinschaften Interessen, von denen neun alle formalen Teilnahmevoraussetzungen erfüllten. Nachfolgend wurde die Eignung der Interessenten anhand ausgewählter, transparenter Entscheidungskriterien bewertet und drei Bieter bzw. Bietergemeinschaften in die engere Wahl genommen. Eine abschließende Empfehlung der Verwaltung erfolgte nach Abschluss der Verhandlungsphase, an der die drei Bestplatzierten Gelegenheit hatten ein letztverbindliches Pauschalangebot abzugeben. In o.g. Sitzung folgte der Gemeinderat dem Vorschlag der Verwaltung mehrheitlich. Die finanziellen Auswirkungen des Vergabeverfahrens für die Beratungsleistungen wurden im Abschnitt Finanz- und Vermögenslage (s. oben) abgebildet. Insgesamt wurden Aufwendungen für die Beratungsleistungen i.H.v. 490.000 € veranschlagt, die planmäßig größtenteils auf die Wirtschaftsjahre 2015 und 2016 entfallen. - 174 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EPV

Neubau Betriebshof Die geplante räumliche Zusammenführung der Technischen Dienste, des Veterinärdienstes, der Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG und des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrsbetriebe in einem modernen Verwaltungsgebäude in der Heinrich-Witzenmann-Straße schritt im zurückliegenden Wirtschaftsjahr 2014 deutlich voran. Mit dem in der Gemeinderatssitzung vom 08.11.2011 (bzw. bezüglich des Plusenergiestandards am 24.07.2012) beschlossenen Bauvorhaben auf dem Gelände des Busbetriebshofs zielt die Stadt – unter der Projektleitung des EPV – auf die Realisierung nennenswerter Synergieeffekte und Agglomerationsvorteile (kurze Wege und effiziente Betriebsorganisation) ab. Der Stadt erwächst zudem ein weiterer wesentlicher Vorteil durch die Zusammenlegung der Ämter bzw. Betriebe in Form einer signifikanten Flächenreduktion. Die frei werdenden Flächen können im Anschluss überplant und vermarktet werden. Für die Finanzierung des energetisch effizienten Neubaus wurden im Wirtschaftsjahr 2014 ein Annuitätendarlehen in Höhe von rund 5,8 Mio. € aufgenommen, die zum 01.12.2014 vollständig abgerufen wurden. Der Zinssatz beläuft sich auf 1,95%. Die Auswirkungen wurden unter den Rubriken Finanz- und Vermögenslage (s. oben) berücksichtigt. Die Planungen und Ausschreibungen für den Neubau verlaufen im Wesentlichen termingerecht. Bezüglich des Baufortschritts wurde im Februar 2014 mit dem umfassendsten Bauabschnitt, den Rohbauarbeiten, begonnen. Zum Ende des Berichtszeitraumes sind die Rohbau- und Stahlbauarbeiten weitestgehend abgeschlossen. Eine geringfügige Abweichung gegenüber dem Rahmenterminplan im Umfang von vier Wochen ergab sich auf Grund zusätzlicher Kampfmittel- und Schadstoffuntersuchungen im Zuge der Aushubarbeiten Mitte 2014. Um der Verschiebung entgegen zu wirken wird eine Kompensation durch die Straffung des Ausbauterminplans angestrebt. Bis Ende 2014 konnte das Gebäude abgedichtet und mit den ersten Ausbaugewerken (Trockenbau, Estrich, etc.) begonnen werden. Die leitungsgebundenen Installationen sowie für die auf Anfang 2015 geplanten Fassadenarbeiten konnten vorbereitet werden. Die ursprünglich veranschlagten Kosten für das Projekt Neubau Verwaltungsgebäude HeinrichWitzenmann-Straße i.H.v. 14.307 T € wurden durch die Planänderungstestate (PÄT) Nr.1a bis 3 bis Ende des Wirtschaftsjahres 2014 auf insgesamt 14.421 T € fortgeschrieben. Nach Abschluss des vierten Quartals 2014 waren 65% der zu vergebenden Bauaufträge vergeben, für die jedoch lediglich 59% des veranschlagten Budgets eingesetzt wurden. Hieraus resultiert ein sogenannter ‚Vergabegewinn‘ im Umfang von ca. 705 T € (6%), die zur Deckung von Nachträgen und Kostenunterdeckungen in kommenden Vergaben herangezogen werden können. Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich die Kosten im Rahmen des Kalkulierten befinden. Somit sind sowohl der Fortgang des Baufortschritts als auch die Kostenentwicklung insgesamt im Plan. Die Gesamtfertigstellung des Neubaus ist bis August 2015 geplant. Abschluss eines Einnahmeaufteilungsvertrages Im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr 2014 wurde im VPE eine grundlegende Neugestaltung des Einnahmeaufteilungssystems vorgenommen, welcher der Gemeinderat mit Beschluss vom 11.11.2014 (Vorlage Q 0052) zustimmte. Mit der Neugestaltung kommt der VPE der Verordnung (EG) 1370/2007 über Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße (EU-VO 1370) nach, die vorgibt, dass bei Vergaben im Öffentlichen Personennahverkehr das unternehmerische Risiko grundsätzlich bei den Verkehrsunternehmen liegen muss. Im neuen Einnahmeaufteilungssystem des VPE soll die tatsächliche Kundennachfrage die wesentliche Grundlage für die Zuscheidung der Einnahmen an die Verkehrsunternehmen sein. (Ermittelt wird die tatsächliche Verkehrsnachfrage anhand der Parameter Personenkilometer (Pkm), Anzahl der beförderten Personen (P) und der Anzahl der durchfahrenen Zonen (DZ) um eine transparente und leistungsgerechte Aufteilung im Sinne der EU-VO 1370 zu gewährleisten.) Die Finanzierung der regionalen Busverkehrsleistungen im Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) beruhte vor der Neugestaltung des Einnahmeaufteilungssystems (bis Ende 2013) im Wesentlichen auf den sog. Alteinnahmen; diese basierten auf den Einnahmen, die die Verkehrsunter- 175 -

EPV

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

nehmen in ihrem jeweiligen Haustarif, vor dem Beitritt zum VPE, erzielen konnten. Die Differenz zwischen den nach dem Beitritt tatsächlich durch die Verkehrsunternehmen jährlich erzielten Einnahmen im VPE-Tarif und dem Einnahmenanspruch auf Basis der fortgeschriebenen Alteinnahmen wurde durch die ÖPNV Aufgabenträger Enzkreis und Stadt Pforzheim – Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe ausgeglichen. Damit lag das Einnahmenrisiko auf der Seite der Aufgabenträger. Grundlage für die leistungsgerechte Aufteilung der Fahrgeldeinnahmen nach dem neuen Einnahmeaufteilungssystem ist eine Verkehrserhebung in Form einer Vollerhebung. Diese wurde im Geschäftsjahr 2014 in drei Erhebungswellen durchgeführt. Die Ergebnisse sollen im Sommer 2015 vorliegen. Auf dieser Basis werden dann im Anschluss die konkreten Einnahmeansprüche der einzelnen Verkehrsunternehmen ermittelt. Bis zum Vorliegen der endgültigen Ergebnisse der Vollerhebung wurden für die Aufteilung der Fahrgeldeinnahmen einvernehmlich Übergangsregelungen im Einnahmeaufteilungsvertrag vereinbart. Dies betrifft insbesondere das abgelaufene Geschäftsjahr 2014. Auf Basis der 2013 tatsächlich erzielten Einnahmeansprüche wurde ein Prozentschlüssel (bezogen auf die Gesamteinnahmen des Verkehrsverbundes) für jedes Verkehrsunternehmen abgeleitet. Der Einnahmeanspruch 2014 resultiert im Wesentlichen aus dem Produkt des prozentualen Schlüssels mit den Gesamteinnahmen des Verkehsverbundes des Jahres 2014. Dem Stadtverkehr Pforzheim stehen demnach 41,13% der VPE-Tarifeinnahmen (27.097.848 €; Vj: 26.405.156 €) zu. Dies entspricht 11.145.377 €. Die gesamten Bruttofahrgeldeinnahmen betragen 11.202.985 € (Vj: 10.895.138 €). Die von der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG vereinnahmten und treuhänderisch verwalteten kassenwirksamen Erlöse betrugen nach Auskunft des VPE 11.259 T €. Der Differenzbetrag wurde von der SVP im Namen des EPV ausgeglichen.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Angestellte1 Arbeiter Beschäftigte insgesamt nachrichtlich: Auszubildende
1

2011 3 0 3

2012 3 0 3

2013 3 0 3

2014 3 0 3

3 0 3

0

0

0

0

0

incl. Werkleitung

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EPV

Jahresabschlussdaten6 Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 47.259 3.348 1.601 42.310 11.097 0 11.097 0 0 58.356 2014 Ist 49.740 3.345 4.085 42.310 9.673 0 9.673 0 3 59.416 Veränd. 13/14 2.481 -3 2.484 0 -1.424 0 -1.424 0 3 1.060

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbestand Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 45.284 5.000 40.595 -2.344 2.033 3.330 9.573 169 58.356

2014 Ist 45.515 5.000 40.595 -311 231 2.956 10.779 166 59.416

Veränd. 13/14 231 0 0 2.033 -1.802 -374 1.206 -3 1.060

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

6 Die Feststellung des Jahresabschlusses stand zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch aus.

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EPV

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 13.190 0 133 13.323 -15.659 -205 -480 -2.949 -19.293 -5.970 8.320 2014 Ist 13.512 0 423 13.935 -15.115 -239 -835 -4.121 -20.310 -6.375 6.704 2014 Plan 12.823 0 130 12.953 -15.000 -218 -783 -3.598 -19.599 -6.646 7.624 2015 Plan 13.470 0 430 13.900 -15.300 -280 -996 -4.135 -20.711 -6.811 8.069 Veränd. Abweich. 13/14 Plan/Ist 14 322 0 290 612 544 -34 -355 -1.172 -1.017 -405 -1.616 689 0 293 982 -115 -21 -52 -523 -711 271 -920

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteilig., Sonstige Zinsen u.ä. Erträge, u.a. Abschreibungen auf Finanzanl., Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

-202 2.148 0 2.148 -115 2.033

-154 175 0 175 56 231

-420 558 0 558 -24 534

-583 675 0 675 -30 645

48 -1.973 0 -1.973 171 -1.802

266 -383 0 -383 80 -303

Zuführung Jahresüberschuss SVP GmbH & Co. KG (Anteil Stadt) 1 Zuführung Jahresüberschuss SWP GmbH & Co. KG (Anteil Stadt) 1 Verlustabdeckung durch Stadt Pforzheim
1

0

0

0

0

0

0

8.223

6.606

7.600

8.029

-1.617

-994

0

0

0

0

0

0

Darstellung in Gewinn- und Verlustrechnung unter Erträge aus Beteiligungen. Bei der Zuführung des Jahresüberschusses von der SWP erfolgt der Planansatz gemäß Mitteilung SWP.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

EPV

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 77,6 68,7 88,6 28,8 9,1 6,9 63,5 3.942

2012 76,5 72,4 94,6 31,3 9,2 7,1 66,3 4.063

2013 81,0 77,6 95,8 15,4 4,5 3,8 67,3 2.259

2014 83,7 76,6 91,5 1,7 0,5 0,6 66,2 809

% % % % % % % T€

78,2 61,5 78,6 18,0 6,2 4,6 61,5 2.808

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe
(Quelle: EPV)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP

2.1.15 SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG

Sandweg 22 75179 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 71 - 10 01 07231/ 39 71 - 22 09 info@stadtwerke-pforzheim.de www.stadtwerke-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Am 12.06.2001 hat der Gemeinderat der Stadt Pforzheim beschlossen, den Teilbetrieb Versorgung, bestehend aus den Betriebszweigen Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung, sowie die zur Versorgung gehörenden Bereiche Telekommunikation und Energiedienstleistungen einschließlich Kundenservice/Dienstleistungen im Wege der Spaltung entsprechend § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG aus den Stadtwerken Pforzheim auszugliedern. Der verbleibende Teilbetrieb Verkehr wurde als SVP Städtische Verkehrsbetriebe Pforzheim weitergeführt. Der ausgegliederte Teilbetrieb Versorgung wurde in die zu diesem Zweck bereits am 20.12.2000 gegründete Stadtwerke Pforzheim Versorgungs GmbH & Co. KG (in 2001 umbenannt in SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG), Pforzheim, aufgenommen. Die Ausgliederung ist mit Eintragung in das Handelsregister am 22.06.2001 wirksam geworden. Die Übernahme des Vermögens des ausgegliederten Teilbetriebes erfolgte im Innenverhältnis mit Wirkung ab dem 01.01.2001. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 18.06.2001. In der Gesellschafterversammlung vom 22.07.2002 wurde der Gesellschaftsvertrag bezüglich Unternehmenszweck sowie Aufgaben des Aufsichtsrats geändert.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die auch im öffentlichen Interesse liegende Versorgung anderer mit Energie (Gas, Strom, Wärme usw.) und Wasser, die Erzeugung, die Förderung, der Bezug und die Lieferung und der Verkauf der benötigten Energie- und Wassermengen sowie die Errichtung und der Betrieb der hierfür erforderlichen Anlagen. Zum Unternehmensgegenstand gehören ferner die damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen einschließlich solcher im Bereich der Telekommunikation. Zum Unternehmenszweck gehören weiterhin insbesondere: die Erbringung sämtlicher Dienstleistungen auf dem Gebiet der Beratung von öffentlichen oder privaten Unternehmen und Eigenbetrieben in allen betriebswirtschaftlich relevanten Bereichen, insbesondere auf den Gebieten des Beschaffungsmanagements, des Geschäftsprozessmanagements, des Projektmanagements, der Organisationsberatung, des Personalmanagements, des Rechnungswesens, des Controllings und des Marketings; die Erstellung von Einzel- oder Gesamtgewerken und Erbringungen von Dienstleistungen jeglicher Art im Bereich Telekommunikation, Elektrik, Elektronik, Metall, Bau, Wasser, Abwasser, Gasversorgung, Maschinen- und Anlagenbau sowie des Netzbaus.

-

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SWP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Beteiligungsverhältnisse
Kommanditkapital: Stadt Pforzheim über Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe: Thüga Aktiengesellschaft, München: 50.000.000 €

32.500.000 € 17.500.000 €

= =

65 % 35 %

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) ist die Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH. Sie leistet keine Einlage.

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Erster Bürgermeister Roger Heidt, Vorsitzender Dr. jur. Gerhard Holtmeier, stv. Vorsitzender (ab 01.11.2014) Bernd Rudolph, stv. Vorsitzender (bis 31.10.2014) Hans-Joachim Bruch (ab 16.09.2014) Stadträtin Dr. Marianne Engeser Stadtrat Florentin Goldmann Dr. Bernd Grimmer Eva Hennig Stadtrat Helge Hutmacher (bis 15.09.2014) Stadtrat Jens Kück Stadträtin Jacqueline Roos (ab 16.09.2014) Stadtrat Dr. Joachim Rösch (bis 15.09.2014) Stadtrat Dr. Hans-Ulrich Rülke (MdL) Stadtrat Wolfgang Schulz (ab 16.09.2014) Stadträtin Sibylle Schüssler Stadtrat Gerhard Sonnet (bis 15.09.2014) Stadtrat Carsten von Zepelin Die Geschäftsführung obliegt der Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH, Pforzheim, durch den Geschäftsführer Wolf-Kersten Meyer.

Geschäftsführung:

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
in € Geschäftsführung 1 Aufsichtsrat
1

2010 35.000

2011 35.000

2012 35.000

2013 35.000

2014 35.000

Die Angaben unterbleiben analog § 286 Abs. 4 HGB.

Beteiligungen
Die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG waren in 2014 an Gesellschaften und Zweckverbänden wie folgt beteiligt:

- 182 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14.

Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH, Pforzheim SWP Beteiligungsgesellschaft mbH, Pforzheim OptiMal GmbH, Pforzheim OptiMist Biogas GmbH, Bad Rappenau Heizkraftwerk Pforzheim GmbH, Pforzheim EBZ Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/ Enzkreis gGmbH, Pforzheim Gasversorgung Pforzheim Land GmbH, Pforzheim Konversionsgesellschaft Buckenberg mbH, Pforzheim Syneco GmbH & Co. KG, München Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG, München KEA Klimaschutz- und Energieagentur BadenWürttemberg GmbH, Stuttgart Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, Stuttgart Zweckverband Wasserversorgung der Gebietsgemeinden Tiefenbronn BGV-Versicherung Aktiengesellschaft, Karlsruhe

Beteiligungswert 50.000 € 25.939.762 € 0€ 1€ 31.200 € 12.500 € 2.556.459 € 76.250 € 265.732 € 1.319.439 € 2.659 € 3.231.850 € 269.434 € 9.300 €

Stimmrechtsanteile 100 % 100 % 100 % 100 % 60 % 50 % 20 % 5% rd. 2 % rd. 2 % <1%

Verbindung zum städtischen Haushalt
Die Stadt Pforzheim erhält über den Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe einen anteiligen Beteiligungsertrag. Der Gewinn muss nach Feststellung durch die Gesellschafterversammlung im Folgejahr innerhalb von zwei Wochen gutgebracht werden. Die Stadt Pforzheim erhält des Weiteren Einnahmen aus der Konzessionsabgabe.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Abgabeentwicklung 2010 2011 2012 2013 2014

Strom Gas Wärme Wasser

GWh GWh GWh Mio. m³

768,4 952,8 291,8 6,10

836,9 807,0 244,3 6,12

1.008,0 786,1 254,2 6,10

1.020,4 624,0 274,5 6,20

1.019,4 492,3 213,3 6,14

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Geschäfts- und Rahmenbedingungen Geschäftsmodell des Unternehmens Die Kernaufgaben der SWP sind der Energievertrieb und der Netzbetrieb in den Wettbewerbsmärkten Strom und Gas in Pforzheim und der Region sowie die Versorgung von Kunden in der - 183 -

SWP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Stadt Pforzheim mit Fernwärme und Trinkwasser. Erweitert wird die Angebotspalette der SWP um Energiedienstleistungen wie Contracting, Dienstleistungen im Bereich Telekommunikation, die Vornahme von kaufmännischen und technischen Betriebsführungen bei Beteiligungsgesellschaften, städtischen Eigenbetrieben sowie für die Wasserversorgungsbetriebe in mehreren Gemeinden in der Region Pforzheim. Außerhalb der Region Pforzheim betreibt die SWP eng mit externen Vertriebspartnern das Wachstum auf dem Strom- und Gasmarkt. Ziel des Unternehmens Die erfolgreiche nachhaltige Positionierung in den Wettbewerbsmärkten Strom und Gas mit der Erzielung eines den Renditeerwartungen der Gesellschafter entsprechenden Unternehmensergebnisses ist nach wie vor oberstes wirtschaftliches Ziel der Gesellschaft. Steuerungssystem Der wirtschaftliche Erfolg wird an der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens gemessen. Die zentralen Steuerungsgrößen für die Gesellschaft stellen hierbei die Spartenergebnisse sowie der Jahresüberschuss dar. Für die Messung wird ein Planungs- und Controlling System eingesetzt. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen „Die Energiewende schafft neue Rahmenbedingungen für die Versorger in Deutschland. Die "Großen Vier", also RWE, E.on, EnBW und Vattenfall, stehen schon länger vor massiven Herausforderungen und arbeiten daran, das Geschäftsmodell der Zukunft zu finden. Nun trifft die Welle der Veränderung zunehmend auch die regionalen Energieversorger – und belastet auch ihre zumeist kommunalen Eigentümer. Es zeichnet sich eine Krise mit Wirkung auf die gesamte Branche ab. Denn die Bedeutung der regionalen Energieversorger, also der Regionalversorger und Stadtwerke, als wichtige Säule des deutschen Energiesystems wird regelmäßig unterschätzt: Auf sie entfallen fast 30% des Branchenumsatzes in Deutschland – in Summe rund 70 Mrd. EUR. Zugleich betreiben regionale Energieversorger einen Großteil der Verteilnetze. Und obwohl ihr Fokus auf Energieverteilung und vertrieb liegt, spielen sie eine wichtige Rolle im Bereich kleinerer Erzeugungskapazitäten. Daher wird es für das Gelingen der Energiewende auch darauf ankommen, dass Regionalversorger und Stadtwerke erfolgreich am Markt bestehen. Dass Anpassungen bei den Unternehmen notwendig sind, ist offensichtlich. Vor allem politische Entscheidungen haben die Koordinaten in der Energiebranche dauerhaft verschoben. Es geht nicht mehr um das Ob einer unternehmerischen Neuausrichtung, sondern nur noch um das Wie. (Quelle: „Erfolgreich in der Energiewende“, Roland Berger Strategie Consultants) Geschäftsverlauf Das Jahr 2014 schließt für die SWP mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 10.163 TEUR (Vorjahr 12.650 TEUR) ab. Der Jahresüberschuss in Höhe von 10.163 TEUR wird den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. Die Nettoumsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2.176 TEUR auf 291.550 TEUR verringert. Der Grund für diese Verringerung liegt im Wesentlichen in deutlich geringeren Gas- und Fernwärmeerlösen, welche überwiegend durch die milde Witterung unter denen des Vorjahres liegen. Der witterungsbedingte Erlösrückgang konnte durch eine deutliche Steigerung der Nettoumsatzerlöse in der Sparte Stromversorgung teilweise kompensiert werden. Die Erlöse der Sparte Stromversorgung haben sich überwiegend preisbedingt um 6.817 TEUR auf 211.385 TEUR erhöht.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP

Die gesamten Materialaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.956 TEUR auf 225.022 TEUR verringert. Die Aufwendungen für den Energiebezug liegen dabei überwiegend witterungsbedingt und preisbedingt um 11.029 TEUR unter dem Vorjahreswert. Dagegen steht ein Anstieg der Aufwendungen für die EEG-Umlage um 6.879 TEUR sowie ein Anstieg bei den Netznutzungsentgeltzahlungen an fremde Netzbetreiber i.H.v. 2.540 TEUR. Die Personalaufwendungen liegen mit 27.763 TEUR um 2.817 TEUR über dem Vorjahr, was zum einen auf die tarifvertraglichen Lohnsteigerungen und zum anderen auf eine Erhöhung des Personalbestands zurück zu führen ist. Die Veränderung des Personalbestandes resultiert vor allem aus der Umwandlung von Zeitarbeitskräften in SWP Mitarbeiter. Das Ergebnis vor Steuern 2014 beträgt 11.202 TEUR. Der Jahresüberschuss in Höhe von 10.163 TEUR liegt im Wesentlichen witterungsbedingt um 2.332 TEUR unter dem Wirtschaftsplanergebnis 2014. Die verkaufte Abgabe in den Vertriebssparten hat sich wie folgt entwickelt:

Investitionen
Im Geschäftsjahr 2014 wurden insgesamt 23.404 TEUR in das Anlagevermögen investiert. Die Schwerpunkte der Investitionen lagen in den Verteilungsnetzen, den Grundstücken und Bauten sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Personal- und Sozialbereich
Zum 31.12.2014 waren in unserem Unternehmen 410 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im festen Arbeitsverhältnis beschäftigt (Vorjahr 397). Darüber hinaus bestanden zum Jahresende 55 befristete Arbeitsverhältnisse (Vorjahr 39). Der Personalstand insgesamt hat sich damit um 13 Beschäftigte erhöht. Außerdem wurde die Zahl der Auszubildenden um 2 verringert (Berichtsjahr 32, Vorjahr 34).

Aus- und Weiterbildung
Wie schon in den vergangenen Jahren engagierten sich die SWP auch im Berichtsjahr 2014 stark für die Ausbildung junger Menschen. Mit 32 Auszubildenden zum Stand 31.12.2014 bilden die SWP weit über den eigenen Bedarf aus. In regelmäßigen Unterweisungen werden die Mitarbeiter für die Belange der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung sensibilisiert.

Ertragslage
Die Nettoumsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2014 291.550 TEUR nach 293.726 TEUR im Vorjahr.

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SWP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 6.892 TEUR um 797 TEUR unter dem Vorjahreswert von 7.689 TEUR. Finanzlage Die zur Analyse der Finanzlage für das Geschäftsjahr 2014 erstellte Kapitalflussrechnung zeigt die Zahlungsströme getrennt nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Als Saldo der Kapitalflussrechnung ergibt sich die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes, der die flüssigen Mittel enthält.

Die Finanzlage ist weiterhin sehr stabil. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2014 jederzeit gewährleistet. Aufgrund der vorliegenden stabilen Finanzlage werden keine Liquiditätsrisiken gesehen. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31.12.2014 auf 271.050 TEUR. Auf der Aktivseite entfallen davon 56,5% auf das Sachanlagevermögen. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 8.554 TEUR erhöht. Das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt 109.149 TEUR. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 40,27 % gegenüber 41,58 % im Vorjahr. Die langfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2014 auf 74.075 TEUR nach 58.644 TEUR im Vorjahr. Am Gesamtkapital hatten sie einen Anteil von 27,33 % nach 22,34 % im Vorjahr.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP

Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014, die eine wesentliche Auswirkung auf die im Lagebericht dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, sind nicht eingetreten. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement bei den SWP Die Zielsetzung des bei den SWP eingerichteten Risikomanagements liegt in der Erkennung, Analyse, Bewertung und Steuerung der unternehmerischen Risiken. Unter Risiken verstehen wir alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens mit negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage. Die SWP haben hierzu im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtungen nach § 91 Abs. 2 AktG ein den unternehmerischen Aktivitäten entsprechendes unternehmensweites Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Basierend auf der Identifikation der Risiken in den betroffenen Hauptabteilungen werden diese entsprechend ihrer möglichen Auswirkungen in Risikoklassen eingeteilt und laufend aktualisiert. Wir sind uns bewusst, dass die Energiehandelsaktivitäten der SWP ein erhebliches Risikopotential für das Unternehmen beinhalten können. Aus diesem Grund wurde für den Bereich des Energiehandels ein spezielles Risikocontrolling-Handbuch in Kraft gesetzt. Dieses Handbuch beschreibt die Berechnung des Markt-, Adressausfall-, Liquiditäts- und des operationellen Risikos, die Schwellenwerte für die Risikobegrenzung sowie die Gegenmaßnahmen bei Überschreiten der Schwellenwerte. Zur Steuerung der Energiehandelsrisiken werden anerkannte Risikokennzahlen aus der Finanzwelt eingesetzt. Hierbei handelt es sich um die offenen Positionen und deren Bewertung nach dem Value-at-Risk-Verfahren sowie die Profit-and-Loss-Rechnung. Die Energiehandelsrisiken sind Teil des unternehmensweiten Risikomanagementsystems der SWP. Alle Bereiche des Risikomanagementsystems der SWP unterliegen einem kontinuierlichen Anpassungsprozess. Das Risikomanagementsystem der SWP erstreckt sich auch über die Beteiligungen. Somit fließen eventuell bestehende wesentliche Risiken aus den Beteiligungen in das Risikomanagement der SWP ein. Zentrales Organ des Risikomanagements ist das Risikokomitee der SWP. Das Risikokomitee legt die Verfahren und die Schwellenwerte fest. Die Berichterstattung an das Risikokomitee und die Kontrolle der Realisierung möglicher Gegenmaßnahmen obliegen einem von der Geschäftsführung eingesetzten Risikobeauftragten.

Unsere Chancen sehen wir im Wesentlichen in • • • • • •
der Kundenbindung bei Strom und Gas durch wettbewerbsgerechte Preise und den Interessen der Kunden entsprechende Angebote wie beispielsweise die Garantieverträge, ÖkopurProdukte, Premiumprodukte der Kundenneugewinnung in überregionalen Märkten, bei den RLM-Kunden durch die Nutzung von Internet-Plattformen und bei den SLP-Kunden durch den Verkauf von White-LabelProdukten in Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern der Optimierung des Energiebezugs bei Strom und Gas durch konsequente Ausnutzung des Wettbewerbs und Nutzung der Möglichkeiten einer strukturierten Beschaffung dem weiteren Ausbau von energienahen Dienstleistungen (z.B. Contracting) der Hebung von Effizienzen und Verbesserungen der Einnahmeseite bei den Netzentgelten durch Neuorganisation und kostengerechter Aufwandszuordnung der Ausweitung der Gasversorgung vor allem in die Region (Wurmberg, Tiefenbronn, Neuhausen) sowie in den Ortsteilen Huchenfeld und Hohenwart

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SWP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

• •

der Fortführung der Senkung der spezifischen Kosten vor allem durch die Optimierung der Prozessabläufe der Stärkung der Position in den neuen Konzessionsgebieten Ispringen (Strom), Keltern (Strom und Gas) und Neuhausen (Strom).

Folgende Risiken sind aktuell für die SWP als besonders bedeutend zu betrachten: Marktrisiken
Auf der Absatzseite beobachten wir einen stetig ansteigenden Wettbewerb um die Strom- und Gaskunden sowie eine weiterhin rückläufige Preisakzeptanz bei den Kunden. Durch konsequente Ausnutzung der Wettbewerbsangebote bei Strom und Gas, durch eine Reduzierung der Strukturierungskosten durch eine angepasste Portfoliobewirtschaftung, durch die Fortführung der bisherigen Preispolitik in Zusammenhang mit der Weitergabe von Änderungen bei den Beschaffungskosten sowie aller Umlagen, durch die Ausweitung des Marktgebiets und des Angebots energienaher Dienstleistungen begrenzen die SWP diese Risiken aus den Marktgegebenheiten weiterhin konsequent.

Adressausfallrisiken
Unter Adressausfallrisiken verstehen wir den Ausfall eines Geschäftspartners. Dieses Risiko kann in allen Sparten sowohl auf der Bezugs- als auch auf der Absatzseite auftreten. Wir begegnen diesem Risiko bei relevanten Geschäftspartnern in den Sparten Strom und Gas durch ein konsequentes Bonitätsmanagement bei Geschäftsaufnahme und in regelmäßigen Abständen.

Energiewirtschaftsrechtliche Risiken
Der komplexe Geschäftsprozess der Bilanzierung der Gas- und Stromnetze - aufgrund der hierfür notwendigen technischen und personellen Ressourcen mit hoher Qualifikation – beinhaltet für die SWP ein deutliches Risikopotential. Aus diesem Grund haben die SWP mit der Thüga Meteringservice GmbH einen kompetenten Partner mit der Systembetreuung des Energiedatenmanagements Netz und mit der Durchführung von operationellen Dienstleistungen beauftragt.

Technische Risiken
Das Aufzeigen möglicher technischer Risiken für die gesamten Versorgungseinrichtungen der SWP einschließlich der DV-unterstützten Anlagensteuerungen ist in das unternehmensweite Risikomanagementsystem der SWP eingebunden. Die organisatorischen Voraussetzungen zur kurzfristigen Schadensbehebung bei Störfällen sind jederzeit gegeben. Mittel- bis langfristige Konzeptionen zur Anlageninstandhaltung und zur Anpassung von Systemen an die technische Entwicklung liegen vor und werden im Zeitablauf umgesetzt. Zusammengefasste Risikobewertung Bei einer Gesamtbetrachtung der aktuell erfassten und bewerteten Risiken lassen sich keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklungen und Risiken erkennen. Die Risikokennzahlen halten alle Schwellenwerte ein und die Risikotragfähigkeit ist gegeben. Wir sehen gute Chancen für eine erfolgreiche Positionierung in den Wettbewerbsmärkten um die geplanten Unternehmensergebnisse zu erreichen. Prognosebericht Die erfolgreiche nachhaltige Positionierung in den Wettbewerbsmärkten Strom und Gas mit der Erzielung eines den Renditeerwartungen der Gesellschafter entsprechenden Unternehmensergebnisses ist nach wie vor oberstes wirtschaftliches Ziel der Gesellschaft. Dies schließt die volle Erwirtschaftung der Konzessionsabgabe mit ein.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP

Die sich nach wie vor schnell ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen der Energieversorgung mit dem Kernstück der Regulierung des Netzbetriebs bei Strom und Gas sowie der zunehmende Wettbewerb bei Gas erfordern hierbei sowohl kosten- als auch vertriebsseitig alle Anstrengungen. Andererseits bergen eine Reihe von Faktoren, die teilweise außerhalb unseres Einflussbereichs liegen, Ungewissheiten und Risiken, die dazu führen können, dass die Ergebniserwartungen nicht eintreten. Insbesondere zählen wir hierzu die Risiken der im Zusammenhang mit der Anreizregulierung in der kommenden Regulierungsperiode weiter sinkenden oder sich trotz Kostensteigerungen kaum erhöhenden Netznutzungsentgelte sowie die Auswirkungen des Wettbewerbs auf dem Gasmarkt und auf dem Strommarkt. Hinzu kommt, dass die Energiepreise in den Medien nach wie vor eine hohe Aufmerksamkeit erzielen, was auch zu einer immer stärkeren Preissensibilisierung der Kunden führt. Ergebnisentwicklung Für das Jahr 2015 erwarten die SWP in den Versorgungssparten Gas und Fernwärme witterungsbedingt einen Anstieg der Ergebnisse. Aus den restlichen Versorgungssparten sehen wir derzeit keine Ergebnisbelastungen. Der Jahresüberschuss 2015 wird leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2014 liegen.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Angestellte 1 Arbeiter Zeitverträge Beschäftigte insgesamt nachrichtlich: Auszubildende
1

2011 213 129 24 366

2012 219 134 21 374

2013 224 134 33 391

2014 235 141 47 423

208 130 23 361

30

34

31

31

28

incl. Geschäftsführung

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SWP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Jahresabschlussdaten
Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 178.656 2.934 141.172 34.550 81.472 3.316 74.828 0 3.328 2.368 262.496 2014 Ist 189.904 2.585 153.109 34.210 78.453 3.379 66.697 0 8.377 2.693 271.050 Veränd. 13/14 11.248 -349 11.937 -340 -3.019 63 -8.131 0 5.049 325 8.554

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 109.149 50.000 59.149 0 50 13.972 12.779 126.544 2 0 262.496

2014 Ist 109.149 50.000 59.149 0 50 15.373 8.983 137.255 5 235 271.050

Veränd. 13/14 0 0 0 0 0 1.402 -3.796 10.711 3 235 8.554

Eigenkapital Kapitalanteile Rücklagen Bilanzgewinn Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passive latente Steuern Bilanzsumme

(Quelle: SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 293.726 2.752 7.689 304.166 2014 Ist 291.550 3.213 6.892 301.655 2014 Plan 358.262 3.329 3.328 364.919 2015 Plan 343.370 3.084 3.396 349.850 Veränd. Abweich. 13/14 Plan/Ist 14 -2.176 461 -797 -2.511 1.956 -2.817 -434 873 -423 -2.934 203 -29 -8 -492 -3.260 0 -3.260 772 -2.487 0 2.487 0 -66.712 -116 3.564 -63.264 57.147 149 318 3.109 60.723 -2.541 97 -1 -2 -690 -3.137 0 -3.137 805 -2.332

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführung Erträge aus and. Wertpapieren und Ausleihungen sonst. Zinsen u.ä. Erträge Abschreibungen auf Finanzanl., Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss Einstellungen in bzw. Entnahmen aus Rücklagen (-/+) Gutschrift auf Gesellschafterkonten Bilanzgewinn

-226.978 -225.022 -282.169 -265.348 -24.946 -27.763 -27.912 -29.983 -10.783 -11.217 -11.535 -12.046 -27.968 -27.095 -30.204 -28.719 -290.674 -291.097 -351.820 -336.096 13.492 3.723 57 144 -2.954 14.462 0 14.462 -1.811 12.650 0 -12.650 0 10.558 3.926 28 136 -3.446 11.202 0 11.202 -1.039 10.163 0 -10.163 0 13.099 3.829 29 138 -2.756 14.339 0 14.339 -1.844 12.495 13.754 3.481 23 40 -3.052 14.246 0 14.246 -1.894 12.352

Gewinnabführung an Stadt Pforzheim -EPV- 1
1

8.223

6.606

8.122

8.029

-1.617

-1.516

Gewinnabführung (= anteiliger Beteiligungsertrag) an Stadt über den Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe. Aufgrund der zeitlich versetzten Planerstellung liegt für 2014 keine Übereinstimmung zwischen den Planzahlen von SWP und EPV vor.

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SWP

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 64,4 43,2 67,1 7,1 15,0 7,7 98,2 26.201

2012 68,1 43,2 63,5 5,6 14,1 7,3 100,8 25.632

2013 68,1 41,6 61,1 4,3 11,6 5,9 99,4 22.178

2014 70,1 40,3 57,5 3,5 9,3 5,0 98,6 22.435

% % % % % % % T€

63,8 43,6 68,3 6,9 14,0 7,3 101,8 26.696

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

(Quelle: SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP Verwaltungs GmbH

2.1.16 Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH

Sandweg 22 75179 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 71 - 10 10 07231/ 39 71 – 10 09 info@stadtwerke-pforzheim.de www.stadtwerke-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 20.12.2000 in das Handelsregister eingetragen. Alleiniger Gründungsgesellschafter war die Stadt Pforzheim. Mit notariellem Zessionsvertrag vom 09.02.2001 übertrug die Stadt Pforzheim den gesamten Geschäftsanteil auf die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 29.11.2000.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist in erster Linie die Geschäftsführung für die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG auf den Gebieten der Versorgung anderer mit Energie (Gas, Strom, Wärme usw.) und Wasser, die Erzeugung, die Förderung, der Bezug und die Lieferung und der Verkauf der benötigten Energie- und Wassermengen sowie die Errichtung und der Betrieb der hierfür erforderlichen Anlagen. Zum Unternehmensgegenstand gehören ferner die damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen einschließlich solcher im Bereich der Telekommunikation.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: 50.000 €

Das Stammkapital wird mit 100 % von der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim, gehalten (sog. Einheitsgesellschaft).

Organe
Gesellschafterversammlung Geschäftsführer: Wolf-Kersten Meyer

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SWP Verwaltungs GmbH

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Angaben über die Vergütung der Geschäftsführung unterbleiben analog § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder ein vergleichbares Organ.

Beteiligungen
Die Gesellschaft ist Komplementärin der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG. Sie übernimmt die persönliche Haftung und die Geschäftsführung der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Es besteht keine Verbindung zum städtischen Haushalt.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Geschäftsführung sowie die unbeschränkte Haftung bei der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Geschäftsumfeld und Geschäftsverlauf Die Gesellschaft übt keine eigene Geschäftstätigkeit aus. Ihre Aufgabe beschränkt sich auf die Komplementärfunktion in der Firma SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim, bei der sie keine Einlage geleistet hat. Sie erhält eine Haftungsvergütung in Höhe von 5 % des Stammkapitals für die Übernahme der Komplementärfunktion. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Finanzmittelfond hat sich um T€ 3 auf T€ 82 erhöht. Das Eigenkapital ist bedingt durch die vertraglich festgelegte Haftungsvergütung der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG im Wesentlichen gleichbleibend. Die Eigenkapitalquote beträgt 91,1% (Vorjahr 90,9%). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt T€ 2 (Vorjahr T€ 2). Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ein, über die zu berichten wäre. Risikobeurteilung Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Alleingesellschafterin SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim, eingebunden. - 194 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP Verwaltungs GmbH

Existenzgefährdende Risiken aus der verwaltenden Tätigkeit bestehen zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Die voraussichtliche Entwicklung als Komplementärin und Geschäftsführerin der GmbH & Co. ist mit der weiteren Entwicklung der Kommanditgesellschaft verbunden. Es wird erwartet, dass der Jahresüberschuss 2015 auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2014 liegen wird.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine Arbeitnehmer beschäftigt.

Jahresabschlussdaten Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 0 0 0 0 88 0 9 0 79 0 88 2014 Ist 0 0 0 0 91 0 9 0 82 0 91 Veränd. 13/14 0 0 0 0 3 0 0 0 3 0 3

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 80 50 0 30 6 2 0 88

2014 Ist 83 50 0 33 6 2 0 91

Veränd. 13/14 3 0 0 3 0 0 0 3

Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Rücklagen Bilanzgewinn Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

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SWP Verwaltungs GmbH

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gewinn- und Verlustrechnungen
1 1

in T€

2013 Ist 3 0 8 11 0 0 0 -8 -8 3 0

2014 Ist 3 0 7 10 0 0 0 -6 -6 4 0

2014 Plan

2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 0 0 -1 -1 0 0 0 2 2 1 0

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteilig., Sonstige Zinsen u.ä. Erträge, u.a. Abschreibungen auf Finanzanl., Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss Gewinn-/Verlustvortrag aus Vorjahr Bilanzgewinn/-verlust
1

0 3 0 3 -1 2 28 30

0 4 0 4 -1 3 30 33

0 1 0 1 0 1 2 3

Da sich die Tätigkeit der Stadtwerke Pforzheim Verwaltungs GmbH auf die Funktion der unbeschränkt haftenden Gesellschafterin der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Darstellung entsprechender Planungsrechnungen verzichtet.

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Auf die Ermittlung und Darstellung von Kennzahlen wird aufgrund der geringen Geschäftstätigkeit verzichtet.

- 196 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP BeteiligungsG

2.1.17 Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH

Sandweg 22 75179 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 71 – 20 10 07231/ 39 71 – 20 09 info@stadtwerke-pforzheim.de -www.stadtwerke-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 25.01.2010 in Pforzheim gegründet. Mit der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim (Organträger), wurde am 01.12.2010 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, dem die Gesellschafterversammlung am 01.12.2010 zugestimmt hat. Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 25.01.2010, zuletzt geändert durch Beschluss von 01.12.2010.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRA 701458 eingetragenen Kom9 GmbH & Co. KG, einer Kommanditgesellschaft, deren Unternehmensgegenstand der Erwerb, das unmittelbare oder mittelbare Halten und die Verwaltung von Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften ist, die ihrerseits mittelbar oder unmittelbar Aktien oder Geschäftsanteile an der im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 59888 eingetragenen Thüga AG mit Sitz in München oder deren Rechtsnachfolger halten.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim: 30.000 €

30.000 €

= 100 %

Organe
Gesellschafterversammlung Geschäftsführung: Wolf-Kersten Meyer

- 197 -

SWP BeteiligungsG

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Geschäftsführung erfolgt im Rahmen einer Nebentätigkeit. Die Angaben über die Vergütung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder ein vergleichbares Organ.

Beteiligungen
Am 01.12.2010 hat die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG ihren Kommanditanteil an der Kommanditgesellschaft Kom9 GmbH & Co. KG im Nominalbetrag von 20.010.000 € (entspricht einem Stimmrechtsanteil von 2,6 %) auf die Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH übertragen. Die Übertragung erfolgte rückwirkend zum 02.04.2010. Am 01.01.2012 hat sich die Beteiligung der Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH an der Kom9 GmbH & Co. KG auf 25.914.762 € erhöht.

(Quelle: Thüga AG / SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG)

Verbindung zum städtischen Haushalt
Es besteht keine Verbindung zum städtischen Haushalt.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Mit der Beteiligung der kommunalen Versorgungsunternehmen an der Thüga AG über die Kom9 GmbH & Co. KG soll die strategische Sicherung der zukünftigen Überlebensfähigkeit einer kommunalen Energie- und Wasserversorgung im globalen Markt erreicht werden. Der im Gesellschaftsvertrag festgelegte öffentliche Zweck des Unternehmens wird erfüllt.

- 198 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP BeteiligungsG

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH wurde am 25. Januar 2010 gegründet. Seit dem 01.12.2010 beträgt das Stammkapital 30.000 €. Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der Kom9 GmbH & Co. KG, einer Kommanditgesellschaft, deren Unternehmensgegenstand der Erwerb, das unmittelbare oder mittelbare Halten und die Verwaltung von Anteilen einer oder mehrerer Gesellschaften ist, die ihrerseits mittelbar oder unmittelbar Aktien oder Geschäftsanteile an der Thüga AG mit Sitz in München oder deren Rechtsnachfolger halten. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH und der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG. Die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG bilden dabei den Organträger, die Stadtwerke Beteiligungsgesellschaft mbH die Organgesellschaft. Die Beteiligung der Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH an der Kom9 GmbH & Co. KG beträgt 25.914.762 Euro. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf Das Geschäftsfeld der Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH beschränkte sich im Jahr 2014 auf das Halten der Beteiligung an der Kom9 GmbH & Co. KG. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf Das Beteiligungsergebnis aus 2014 entspricht weitestgehend dem im Vorjahr prognostizierten Wert. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das Anlagevermögen beinhaltet ausschließlich die Beteiligung an der Kom9 GmbH & Co. KG. Die Anlagenintensität beträgt 98,5% (Vorjahr 98,8%). Der Finanzmittelfond hat sich um T€ 28 auf T€ 29 verringert. Das Eigenkapital ist bedingt durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG unverändert. Die Eigenkapitalquote beträgt 98,6% (Vorjahr 98,9%). Das Beteiligungsergebnis beträgt T€ 2.637 (Vorjahr T€ 2.566). Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014, die eine wesentliche Auswirkung auf die im Lagebericht dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, sind nicht eingetreten. Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Alleingesellschafterin SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim, eingebunden. Chancen und Risiken ergeben sich für die Gesellschaft aus Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisentwicklung der Kom9 GmbH & Co. KG von der mittel- und langfristigen geplanten und er-

- 199 -

SWP BeteiligungsG

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

warteten Ergebnisentwicklung. Die Ergebnisentwicklung der Kom9 GmbH & Co. KG hängt wiederum von der Ergebnisentwicklung der Thüga AG ab. Die Kom9 GmbH & Co. KG geht in ihrer mittelfristigen Ergebnisplanung davon aus, dass sich das Ergebnis und die Ausschüttung auf der Höhe des Jahres 2014 bewegen werden. Das finanzwirtschaftliche Risiko wird damit als gering eingeschätzt. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages entstehen bei der SWP Stadtwerke Pforzheim Beteiligungsgesellschaft mbH weder Gewinne noch Verluste. Die Erträge der Gesellschaft hängen unmittelbar mit den Erträgen der Kom9 GmbH & Co. KG und mittelbar mit den Erträgen der Thüga AG zusammen. Nach den vorliegenden Planungen der Kom9 GmbH und Co. KG sowie der Thüga AG wird in den nächsten Jahren eine Ausschüttung erwartet, die derjenigen des Jahres 2014 entspricht.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte 1 Beschäftigte insgesamt
1

2011 0 2 2

2012 0 2 2

2013 0 2 2

2014 0 2 2

0 2 2

incl. Geschäftsführung

- 200 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SWP BeteiligungsG

Jahresabschlussdaten Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 25.915 0 25.915 307 0 250 57 0 26.222 2014 Ist 25.915 0 25.915 387 0 358 29 0 26.302 Veränd. 13/14 0 0 0 80 0 108 -28 0 80

Anlagevermögen Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 25.940 30 25.910 0 0 7 275 0 26.222

2014 Ist 25.940 30 25.910 0 0 7 355 0 26.302

Veränd. 13/14 0 0 0 0 0 0 80 0 80

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

- 201 -

SWP BeteiligungsG

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gewinn- und Verlustrechnungen
2 2

in T€

2013 Ist 0 0 0 0 0 0 0 -13 -13 -13 2.567 0 0 2.554 0 2.554 -2.554 0 0

2014 Ist 0 0 0 0 0 0 0 -11 -11 -11 2.644 0 0 2.633 0 2.633 -2.633 0 0

2014 Plan

2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 0 0 0 0 0 0 0 2 2 2 77 0 0 79 0 79 -79 0 0

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteilig., Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Abschreibungen auf Finanzanl. Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Aufwendungen aus Gewinnabführung Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Gewinnabführung an SWP 1
1 2

2.554

2.633

79

Gewinnabführung an SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG aufgrund Ergebnisabführungsvertrag. Von der Gesellschaft werden keine Wirtschaftspläne vorgelegt.

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Im Hinblick auf den Gesellschaftszweck und die daraus resultierende Bilanzstruktur der Gesellschaft wird auf die Ermittlung und Darstellung von Kennzahlen verzichtet.

- 202 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

OptiMal

2.1.18 OptiMal GmbH

Sandweg 22 75179 Pforzheim

Telefon: 07231/ 39 71 – 20 10 Telefax: 07231/ 39 71 – 20 09 E-Mail: Thomas.Engelhard@stadtwerkepforzheim.de Internet: -

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 01.07.2005 in Karlsbad gegründet. Die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG haben die Gesellschaft am 26.07.2005 erworben und den Sitz der Gesellschaft nach Pforzheim verlegt. Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 01.07.2005 unter Berücksichtigung der Änderung durch Gesellschafterbeschluss vom 26.07.2005.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen für öffentliche oder private Unternehmen und Eigenbetriebe auf dem Gebiet der Beratung in allen betriebswirtschaftlichen Fragen, insbesondere auf den Gebieten des Beschaffungsmanagements, des Geschäftsprozessmanagements, des Projektmanagements, der Organisationsberatung, des Personalmanagements, des Rechnungswesens und des Controllings, sofern und soweit sie der Energiewirtschaft dienen. Weiterhin ist Gegenstand des Unternehmens die Erbringung von Dienstleistungen für öffentliche oder private Unternehmen, Eigenbetriebe oder Privatkunden auf dem Gebiet der Energiewirtschaft, insbesondere Abrechnung, Rechnungsstellung und Beitreibung von Energie- und Wasserlieferungskosten sowie Abwassergebühren nebst der Erstellung sonstiger Mietnebenkostenabrechnungen. Im Jahr 2013 beschränkten sich die Aktivitäten der OptiMal GmbH auf die Verwaltung von Dachnutzungsverträgen für Photovoltaikanlagen.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim: 25.000 €

25.000 €

= 100 %

- 203 -

OptiMal

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Organe
Gesellschafterversammlung Geschäftsführung: Thomas Engelhard

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Geschäftsführung erfolgt im Rahmen einer Nebentätigkeit. Die Angaben über die Vergütung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder ein vergleichbares Organ.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Es besteht keine Verbindung zum städtischen Haushalt.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten
Bezüglich der Leistungsdaten wird auf den Bericht zum Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens verwiesen.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor. Um einen Überblick über die Lage des Unternehmens zu geben, wird im Folgenden zumindest der Lagebericht 2013 wiedergegeben: Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die OptiMal GmbH wurde 2005 gegründet und ist eine 100 %-Tochter der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH Co. KG. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungsdienstleistungen in allen betriebswirtschaftlichen Fragen, sofern und soweit sie der Energiewirtschaft dienen, sowie die Erbringung von Dienstleistungen für öffentliche oder private Unternehmen, Eigenbetriebe oder Privatkunden auf dem Gebiet der Energiewirtschaft. Geschäftsverlauf Im Jahr 2006 hatte sich die OptiMal GmbH insbesondere durch die Errichtung von Photovoltaikanlagen neue Betätigungsfelder im Markt der regenerativen Energien erschlossen. Im Bereich der Photovoltaik umfasste das Leistungsspektrum der OptiMal GmbH: - 204 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

OptiMal

-

Die Anmietung von Dachflächen für den Bau von Photovoltaikanlagen sowie die Prüfung der Eignung von Dachflächen, die Koordinierung, Steuerung und Überwachung des Baus auch mit Partnern.

-

So wurden im Jahr 2006 auf den Dächern der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG und auf den kommunalen Dächern in den Gemeinden Karlsbad, Kappelrodeck und Gaggenau Anlagen installiert. Die Photovoltaikanlagen, die sich im Eigentum der OptiMal GmbH befanden, wurden zum 01.01.2011 an die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG verkauft, gleichzeitig wurden die für die Anlagen aufgenommenen Darlehen von den SWP übernommen. Die Dachmietverträge für die übrigen Photovoltaikanlagen wurden entsprechend der vertraglichen Möglichkeiten an die Eigentümer der Photovoltaikanlagen durchgereicht. Neue Anlagen wurden im Jahr 2013 nicht errichtet. Auch wurden weitere Geschäftsfelder nicht betrieben. Insbesondere durch die Weiterberechnung von Fremdleistungen für die technische Betriebsüberwachung, Fernabfrage sowie Wartung der an die SWP übergebenen Photovoltaikanlagen wurden sonstige betriebliche Erträge mit TEUR 1 (VJ 8) erzielt, denen Personalkosten, Materialaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen mit TEUR 14 (VJ 34) und ein negatives Finanzergebnis mit TEUR 3 (VJ 5) gegenüberstehen. Dies führte zu einem Jahresfehlbetrag von TEUR 17. Aufgrund des Jahresfehlbetrags 2013 hat sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag um TEUR 164 auf TEUR 180 erhöht. Um eine Überschuldung zu vermeiden, hat die Alleingesellschafterin SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG für das noch der OptiMal GmbH eingeräumte Darlehen in Höhe von 170.000 Euro den Rangrücktritt erklärt. Aufgrund des erklärten Rangrücktritts ist die Gesellschaft rechtlich nicht überschuldet. Die Gesellschaft hat kein hauptberufliches Personal. Der Geschäftsführer und der Prokurist arbeiten beide in Nebentätigkeit. Darüber hinaus hat die Gesellschaft kein weiteres Personal. Gemäß der Vereinbarung über die Erbringung kaufmännischer und finanzieller Dienstleistungen werden kaufmännische Aufgaben, soweit möglich und sinnvoll, als Dienstleistung durch die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG erbracht. Risikobericht Die vom Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) geforderten Maßnahmen zum Risikomanagement sind von der Gesellschaft in Jahr 2007 an die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG übertragen worden. Ausblick Der Geschäftsbetrieb soll weiter reduziert werden.

- 205 -

OptiMal

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
1

2011 0 2 2

2012 0 2 2

2013 0 2 2

2014 0 2 2

0 2 2

Beschäftigte insgesamt
1

incl. Geschäftsführung

Jahresabschlussdaten 1 Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 0 0 0 32 0 2 30 0 180 212 2014 Ist Veränd. 13/14

Anlagevermögen Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 0 25 0 -189 -16 180 0 4 208 0 212

2014 Ist

Veränd. 13/14

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag davon nicht durch Eigenkapital gedeckt Investitionszuschuss Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

1 Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

- 206 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

OptiMal

Gewinn- und Verlustrechnungen
1 1

in T€

2013 Ist 0 0 1 1 0 -5 0 -9 -14 -13 0 0 -3 -16 0 -16 0 -16

2014 Ist

2014 Plan

2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteilig., Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Abschreibungen auf Finanzanl. Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag
1

Von der Gesellschaft werden keine Wirtschaftspläne vorgelegt.

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 0,0 0,0 n.def. n.def. n.def. 72,0 0,0 26

2012 0,0 0,0 n.def. n.def. n.def. -13,6 0,0 -30

2013 0,0 0,0 n.def. n.def. n.def. -6,1 0,0 -16

2014

% % % % % % % T€

74,4 0,0 0,0 -46,3 n.def. 1,0 67,1 21

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

- 207 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

OptiMist

2.1.19 OptiMist Biogas GmbH

Sandweg 22 75179 Pforzheim

Telefon: 07231/ 39 71 – 30 00 Telefax: 07231/ 39 71 – 48 00 E-Mail: Christian.Schneider@ stadtwerke-pforzheim.de Internet: -

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 20.09.2006 in Pforzheim gegründet. Der Sitz der Gesellschaft wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 10.12.2014 von Bad Rappenau nach Pforzheim verlegt. Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 20.09.2006, geändert durch Beschlüsse vom 14.05.2007 und 10.12.2014.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb einer Biogasanlage zur Produktion und Lieferung von Energie aus der Verwertung von Biomasse.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim: 25.000 €

25.000 €

= 100 %

Organe
Gesellschafterversammlung Geschäftsführung: Christian Schneider

- 209 -

OptiMist

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Geschäftsführung erfolgt im Rahmen einer Nebentätigkeit. Die Angaben über die Vergütung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder ein vergleichbares Organ.

Beteiligungen
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Es besteht keine Verbindung zum städtischen Haushalt.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten
Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft war im Jahr 2013 weiterhin stark reduziert, so dass auf den Ausweis von Leistungsdaten verzichtet wird.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Nachdem in Zukunft Projekte unter sehr strengen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verfolgt werden sollen und im Augenblick keine neuen Geschäftstätigkeiten anstehen, bleibt der Geschäftsbetrieb weiterhin stark reduziert. Auch im Jahre 2013 wurden keine Investitionen getätigt. Aufgrund des eingeschränkten Geschäftsbetriebs hat die Gesellschafterversammlung die Geschäftsführung ermächtigt, den Jahresabschluss 2013 ohne Lagebericht zu erstellen.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
1

2011 0 2 2

2012 0 2 2

2013 0 2 2

2014 0 2 2

0 2 2

Beschäftigte insgesamt
1

incl. Geschäftsführung

- 210 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

OptiMist

Jahresabschlussdaten1 Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 0 0 0 19 0 0 19 0 19 2014 Ist Veränd. 13/14

Anlagevermögen Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 18 25 323 -329 -1 1 0 0 19

Eigenkapital Stammkapital Kapitalrücklage Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

1 Die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 hat sich verzögert. Die Daten lagen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für den Beteiligungsbericht noch nicht vor.

- 211 -

OptiMist

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gewinn- und Verlustrechnungen
1 1

in T€

2013 Ist 0 0 0 0 0 0 0 -1 -1 -1 0 0 -1 0 -1 0 -1

2014 Ist

2014 Plan

2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag
1

Von der Gesellschaft werden keine Wirtschaftspläne vorgelegt.

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Auf die Ermittlung und Darstellung von Kennzahlen wird aufgrund der geringen Geschäftstätigkeit verzichtet.

- 212 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

HKW

2.1.20 Heizkraftwerk Pforzheim GmbH

Sandweg 22 75179 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 39 71 – 80 01 07231/ 39 71 – 80 09 info@heizkraftwerk-pforzheim.de www.heizkraftwerk-pforzheim.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 25.09.1979 gegründet. Der Gesellschaftsvertrag vom 25.09.1979 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 17.12.1997 geändert und der Sitz der Gesellschaft nach Pforzheim verlegt. Der Name der Gesellschaft wurde in Heizkraftwerk Pforzheim GmbH geändert. Es gilt die Neufassung des Gesellschaftsvertrags vom 09.07.1998 unter Berücksichtigung der Änderungen durch Gesellschafterbeschluss vom 25.07.2001, vom 29.03.2007 und vom 12.03.2010.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Bezug, die Produktion und die Versorgung anderer mit Energie sowie der Bau von hierzu erforderlichen Energieversorgungsanlagen sowie die Vornahme aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Pforzheim und auch darüber hinaus.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: 52.000 €

SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim: 31.200 € EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe 15.600 € Thüga AG, München: 5.200 €

= = =

60,0 % 30,0 % 10,0 %

Thüga AG 10 % SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG 60 %

EnBW Energie Baden-Württemberg AG 30 %

- 213 -

HKW

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Erster Bürgermeister Roger Heidt, Vorsitzender Reiner Hönes, stv. Vorsitzender Rainer Allmannsdörfer Stadträtin Uta Golderer (ab 06.11.2014) Stadtrat Dr. Bernd Grimmer Helge Hutmacher Stadtrat Jens Kück Stadträtin Dr. Brigitte Langer-Glock (bis 06.11.2014) Stadtrat Dr. Bernd Noll (bis 06.11.2014) Andreas Sautter Stadtrat Janis Wiskandt (ab 06.11.2014) Martin Seitz

Geschäftsführung:

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
in € Geschäftsführung 1 Aufsichtsrat
1

2010 18.680

2011 18.130

2012 17.710

2013 17.180

2014 16.960

Die Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

Beteiligungen
Im Jahr 2014 betrug die Beteiligung an der BGV-Versicherung AG, Karlsruhe, 350 €.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Es besteht keine Verbindung zum städtischen Haushalt.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
2010 2011 2012 2013 2014

Stromabsatz Wärmeabsatz

Mio. kWh Mio. kWh

210,6 367,4

220,3 289,2

204,8 318,5

185,3 341,9

151,7 275,5

- 214 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

HKW

Strom- und Wärmeabsatz
400 350 300 250 200 150 100 50 0 2010 2011 2012 2013 2014

Mio. kWh

Stroma bsatzt Wärme absatz

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Geschäfts- und Rahmenbedingungen Geschäftsmodell des Unternehmens Die Heizkraftwerk Pforzheim GmbH (HKW) erzeugt in ihren Anlagen in mehreren Blöcken, unter Einsatz von im Wesentlichen Steinkohle, Erdgas und Biomasse, Strom und Fernwärme in KraftWärme-Kopplung. Alleiniger Abnehmer der Fernwärme sind die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG (SWP). Der mit Hilfe des Wirbelschichtblocks, des Kombiblocks (Gasturbine mit Abhitzekessel) und der Altbau-Kesselanlagen erzeugte Strom wird am Strommarkt veräußert, wobei sowohl langfristige Terminverkäufe als auch Lieferungen am kurzfristigen Spot- und Intradaymarkt vorgenommen werden. Die EEG-Stromerzeugung aus dem Biomasse-HKW wird entweder vom Netzbetreiber SWP aufgenommen und nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vergütet oder direkt an andere Handelspartner im Rahmen der Direktvermarktung verkauft. Ziel des Unternehmens Das Ziel des Unternehmens ist der Bezug, die Produktion und die Versorgung anderer mit Energie sowie der Bau von hierzu erforderlichen Energieversorgungsanlagen sowie die Vornahme aller damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte, im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Pforzheim und auch darüber hinaus. Steuerungssystem Der wirtschaftliche Erfolg wird an der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens gemessen. Die zentrale Steuerungsgröße für die Gesellschaft stellt hierbei der Jahresüberschuss dar. Für die Messung wird ein Planungs- und Controlling-System eingesetzt. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die einschneidende Veränderung der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland hat sich auch im Jahr 2014 fortgeführt. Der Verfall der Börsenstrompreise aufgrund der erheblichen Strommengen aus erneuerbaren Energien setzt sich fort. Inwieweit die mit Wirkung zum August 2014 in Kraft getretene Novellierung des EEG den weiteren Ausbau von EEG-Erzeugungsanlagen sinnvoll begrenzen kann, wird sich zeigen. Ersten Hochrechnungen zur Folge nahm der Anteil der - 215 -

HKW

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erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch mit 27,3 Prozent einen neuen Rekordwert ein. Vor diesem Hintergrund wird es immer schwieriger die notwendigen Margen aus der konventionellen Stromerzeugung zu erwirtschaften. Dieser Effekt tritt seit einigen Jahren bereits beim Brennstoff Erdgas ein und führt mittlerweile sogar dazu, dass die Grenzkosten von steinkohlebefeuerten Anlagen nur noch zeitweise erreicht werden. Ansonsten war das Jahr 2014 geprägt von einer überdurchschnittlich milden Witterung, welche einen deutschlandweit gesunkenen Primärenergiebedarf zur Folge hatte. Dies spiegelt sich in einem ebenso gesunkenen Bedarf an Strom und Fernwärme wieder. Geschäftsverlauf Vor diesem Hintergrund war das Geschäftsjahr 2014 für die Heizkraftwerk Pforzheim GmbH in wirtschaftlicher Hinsicht von gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkenen Stromerlösen und witterungsbedingt deutlich gesunkenen Wärmeerlösen geprägt. Das Geschäftsjahr 2014 schließt mit einem Jahresüberschuss von rd. TEUR 745 ab. Gegenüber dem Planergebnis i.H.v. TEUR 970 ergibt sich eine Reduzierung von TEUR 225. Zum Vorjahresergebnis 2013 mit TEUR 1.354 stellt sich eine Ergebnisverringerung von TEUR 609 ein. Die Verringerung ist dabei überwiegend auf geringere Umsatzerlöse für Strom und Wärme zurückzuführen, was vor allem der milden Witterung im Jahr 2014 geschuldet ist. Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 30.120 nach TEUR 33.653 im Vorjahr.

Unter Berücksichtigung der in den Materialaufwendungen enthaltenen Stromrückkäufe ergibt sich folgender saldierter Stromerlös:

Die Verringerung der saldierten Stromerlöse ergibt sich durch einen erheblichen, witterungs- und strompreisbedingten Mengenrückgang bei der Stromerzeugung aus dem Wirbelschichtblock und dem Kombiblock, welcher ohne eine gestiegene Stromerzeugung aus dem BioHKW aufgrund sehr guter Anlagenverfügbarkeit und höherem Kondensationsstromanteil noch stärker ausgefallen wäre. Die Wärmeerlöse des Berichtsjahres liegen trotz eines höheren Verrechnungspreises überwiegend mengenbedingt unter denen des Vorjahres. Die Aufwendungen für Brennstoffe, hauptsächlich für Kohle und Erdgas, sind gegenüber dem Vorjahr gesunken. Einzig für die Biomasse sind im Jahr 2014 die Bezugsaufwendungen marktbedingt angestiegen. Bei der Durchführung der Brennstoffbeschaffung wurden keine nennenswerten Veränderungen vorgenommen, da sich die Optimierungsmaßnahmen der Vorjahre als positiv etabliert haben.

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HKW

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Jahres 2014 liegen bei TEUR 380 (Vorjahr TEUR 577). Die Veränderung von TEUR 197 ist dabei überwiegend auf einen im Vorjahr enthaltenen Ertrag aus der Zuschreibung zum Anlagevermögen (TEUR 200) zurück zu führen. Der Materialaufwand ist überwiegend witterungsbedingt gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.128 gesunken. Die erwähnten Effekte haben sich reduzierend auf den Brennstoffeinsatz ausgewirkt. Für das Jahr 2014 wurden für die Fernwärmeerzeugung Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt, welche zusammen mit dem Übertrag aus dem Vorjahr und einer geringen Zukaufmenge den gegenüber Plan gesunkenen Bedarf sogar überdecken. Die verbleibenden, nicht benötigten Zertifikate in Höhe von 67.747 EAUs wurden auf das Jahr 2015 übertragen. Der Jahresüberschuss beträgt zum 31.12.2014 TEUR 745 (Vorjahr TEUR 1.354).

Energieabgabemengen
Die den saldierten Stromerlösen zugehörige Gesamtstromabgabe hat sich in 2014 um 18,2 % auf 151,5 Mio. kWh gegenüber dem Vorjahr reduziert. Der Wirbelschichtblock hat hierzu mit einer Reduzierung um 19,5 % beigetragen und die Erzeugung aus dem Gaskombiblock hat sich sogar um 80,2 % verringert. Hier zeigt sich der sog. Merrit-Order-Effekt der Strompreisbildung. Die subventionierten EEG-Strommengen drängen die konventionell erzeugten Strommengen durch Unterschreiten deren Grenzkosten aus dem Markt. Die Stromerzeugung aus dem Biomasseblock belief sich auf 77,0 Mio. kWh und liegt damit leicht über Vorjahresniveau. Die Fernwärmeerzeugung betrug im Jahr 2014 insgesamt 275,5 Mio. KWh und liegt damit um 19,4 % niedriger als im Jahr 2013, in welchem eine Menge von 341,8 Mio. KWh abgesetzt werden konnten.

Brennstoffeinsatz
Die gesamte Brennstoffeinsatzmenge im HKW ist gegenüber 2013 um 15,3 % auf 719,2 Mio. kWh gesunken. Dies liegt zum einen begründet in einem witterungsbedingt deutlich geringeren Erdgasverbrauch, zum anderen wurde im Wirbelschichtblock wegen eines vier Monate andauernden Sommerstillstandes weniger Kohle verbraucht. Ansonsten ergaben sich nahezu unveränderte Mengen der eingesetzten Brennstoffe. Der Gesamtnutzungsgrad aller Anlageblöcke liegt mit 59,4 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 62,1 %). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen Nutzungsgrad des Biomasseblocks (60,7 %) sowie des Wirbelschichtblocks (56,6 %), deren KWK-Anteil im Vergleich zum Vorjahr (mit der Folge eines niedrigeren Brennstoffnutzungsgrades) gesunken ist. Der Nutzungsgrad des Gaskombiblocks bzw. der Gaskesselanlage liegt mit 76% höher als im Vorjahr (63,8 %). Dies liegt an den geringen Betriebstagen des Gaskombiblockes, in welcher er jedoch in Mittel- bis Volllast betrieben wurde.

Betrieb und Instandhaltung
Die Maßnahmen im Bereich der Instandhaltung gewährleisteten auch im Jahr 2014 einen sicheren und hochverfügbaren Betrieb der Anlagen. Der Aufwand für Materialverbrauch und Fremdleistungen zur Instandhaltung der Anlagen beschränkte sich im Wesentlichen auf die planmäßigen Revisionen bei allen Anlagenblöcken. Im Geschäftsjahr waren in den Anlagen keine außerplanmäßigen Instandhaltungsaufwendungen notwendig, wozu die Optimierung der Vorjahre in hohem Maße beitrugen. Vermögenslage Die Bilanzsumme der HKW beläuft sich zum 31.12.2014 auf TEUR 19.382. Auf der Aktivseite entfallen davon 67,8% auf das Anlagevermögen. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.087 verringert.

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HKW

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Das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt TEUR 6.571. Das Eigenkapital verringerte sich um TEUR 608 aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 745. Gegenläufig wirkt sich die im Berichtsjahr 2014 vorgenommen Ausschüttung des Jahresüberschusses 2013 in Höhe von TEUR 1.353 aus. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beläuft sich daher auf 33,9% gegenüber 35,1% im Vorjahr. Die langfristigen Verbindlichkeiten hatten am Gesamtkapital einen Anteil von 29,6%. Dem langfristig gebundenen Vermögen (TEUR 13.136) stehen zum Bilanzstichtag langfristige Mittel in Höhe von TEUR 12.308 gegenüber. Finanzlage Die zur Analyse der Finanzlage für das Geschäftsjahr 2014 erstellte Kapitalflussrechnung zeigt die Zahlungsströme getrennt nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Als Saldo der Kapitalflussrechnung ergibt sich die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes, der die flüssigen Mittel enthält.

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf In der Prognose 2014 wurde für das Geschäftsjahr 2014 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 970 prognostiziert. Die prognostizierte Steuerungsgröße Jahresüberschuss konnte aufgrund des Umsatzrückgangs nicht vollständig erreicht werden. Grund hierfür war die milde Witterung des Jahres 2014. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr eine Rückstellung für Energiesteuern i.H.v. TEUR 98 aufgrund einer Prüfung durch das Hauptzollamt gebildet. Nachtragsbericht Nachträgliche Veränderungen oder Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Die Zielsetzung des Risikomanagements liegt in der Erhebung, Analyse, Bewertung und Steuerung der unternehmerischen Risiken. Unter Risiken werden hierbei die möglichen negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage betrachtet. Die erkannten Risiken werden entsprechend ihrer möglichen Auswirkungen in Risikoklassen eingeteilt und laufend aktualisiert. Risikobericht Folgende Risiken sind aktuell für die Gesellschaft insbesondere mit Blick auf die Auswirkungen auf die zentrale Steuerungsgröße Jahresüberschuss als besonders bedeutend zu betrachten:

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HKW

Marktpreisrisiken
Durch die hohe Volatilität der Marktpreise für den im HKW erzeugten Strom und für den dafür erforderlichen Brennstoff besteht beim Betrieb der Anlagen das Risiko rückläufiger Margen. Insbesondere vor diesem Hintergrund sowie aufgrund der steigenden Komplexität des Marktumfelds hat das HKW in 2010 ein erweitertes Risikomanagementsystem zur Steuerung der Risiken im Brennstoff-, Strom- und Emissionshandel eingeführt. Hierdurch werden mit den Prinzipien der Aufteilung der Strom- und Brennstoffmengen mit zeitlicher Streuung der Handelszeitpunkte sowie der jeweiligen Zeitgleichheit der Brennstoffbezugs- mit den Stromverkaufsgeschäften Schwankungsrisiken minimiert und offene Positionen vermieden. Überdies werden durch die Wärmeversorgungsvereinbarung mit den SWP die Marktpreisrisiken der Brennstoffbeschaffung größtenteils auf die SWP übertragen und verbleiben nur zu einem kleinen Teil beim HKW.

Gesetzliche Rahmenbedingungen
Derzeit liegen hierzu keine bekannten Risiken vor.

Technische Risiken
Das Aufzeigen technischer Risiken für den komplexen Anlagenbestand des HKW ist in das Risikomanagement eingebunden. Die Voraussetzungen zur kurzfristigen Schadensbehebung bei Störungen sind grundsätzlich gegeben, Konzeptionen zur mittelfristigen Anlageninstandhaltung sind definiert und werden im erforderlichen Zeitablauf umgesetzt. Das Risiko größerer Schadensfälle ist angemessen versichert.

Risikobericht Finanzinstrumente
Risiken, die sich beim Einsatz originärer Finanzinstrumente - dies sind auf der Aktivseite im Wesentlichen der Forderungsbestand und die flüssigen Mittel, auf der Passivseite die Verbindlichkeiten - durch die Veränderung von Marktpreisen, durch Zahlungsstromschwankungen, durch mangelnde Liquidität oder durch Forderungsausfälle ergeben, sind derzeit nicht erkennbar.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten
Ein nachhaltig bestandsgefährdendes Risiko ist derzeit nicht erkennbar. Chancenbericht Die Gesellschaft sieht Ihre Chancen im Wesentlichen in einem höheren Fernwärmeabsatz durch Ausbau der Fernwärmeversorgung in Form einer Nachverdichtung in bestehenden Versorgungsgebieten bzw. Vergrößerung des Versorgungsgebietes durch Neuverlegung von FernwärmeTransportleitungen. Prognosebericht Aufgrund des weiter zunehmenden Anstiegs der EEG-Stromerzeugung, verbunden mit einem steigenden Bedarf an schnell verfügbarer Regelenergie, ist von der Stromerzeugung zukünftig eine sehr hohe Einsatzflexibilität gefordert. Als Ersatzinvestition für den Wirbelschichtblock und perspektivisch auch für das BioHKW (Ende der EEG-Förderung in 2025) kommen aus heutiger Sicht verschiedene Anlagenkombinationen auf Basis von Gasturbinen in Frage, bei welchen die Regelenergie als Systemdienstleistung ein fester Erlösbaustein der Wirtschaftlichkeit sein wird. Die vorhandene Gasturbine soll durch einen Umbau auf Solobetrieb technisch auf den Regelenergiemarkt ausgerichtet werden. Der vom Aufsichtsrat des HKW für 2015 genehmigte Wirtschaftsplan beinhaltet einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 995. In der mittelfristigen Erfolgsplanung von 2016 bis 2019 geht das HKW ebenfalls von positiven Jahresergebnissen in der Höhe von TEUR 1.049 aus.

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HKW

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Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Vollzeitbeschäftigte 1 Teilzeitbeschäftigte
2

2011 3 4 7

2012 3 4 7

2013 4 4 8

2014 3 5 8

3 4 7

Beschäftigte insgesamt
1 2

incl. Geschäftsführung incl. geringfügig Beschäftigte

Jahresabschlussdaten Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 13.004 56 12.948 0 7.449 1.720 2.428 0 3.301 16 20.469 2014 Ist 13.136 36 13.100 0 6.225 2.031 3.014 0 1.180 21 19.382 Veränd. 13/14 132 -20 152 0 -1.224 311 586 0 -2.121 5 -1.087

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 7.180 52 5.774 0 1.354 0 119 13.170 0 20.469

2014 Ist 6.571 52 5.774 0 745 0 194 12.617 0 19.382

Veränd. 13/14 -609 0 0 0 -609 0 75 -553 0 -1.087

Eigenkapital Stammkapital Rücklagen Gewinn-/ Verlustvortrag Jahresüberschuss/ -fehlbetrag Sonderposten für unentgeltl. erh. Emissionsrechte Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

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HKW

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 33.653 0 577 34.230 -22.153 -453 -2.785 -6.549 -31.940 2.290 8 -306 1.992 0 1.992 -638 1.354 2014 Ist 30.120 0 380 30.500 -20.025 -419 -1.507 -7.129 -29.080 1.420 3 -257 1.166 0 1.166 -421 745 2014 Plan 31.212 0 21 31.233 -20.600 -390 -1.758 -6.792 -29.540 1.693 0 -306 1.387 0 1.387 -417 970 2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 29.833 0 11 29.844 -19.993 -390 -942 -6.822 -28.147 1.697 0 -245 1.452 0 1.452 -457 995 -3.533 0 -197 -3.730 2.128 34 1.278 -580 2.860 -870 -5 49 -826 0 -826 217 -609 -1.092 0 359 -733 575 -29 251 -337 460 -273 3 49 -221 0 -221 -4 -225

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag

(Quelle: HKW GmbH)

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HKW

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 73,6 31,1 42,2 3,4 19,7 8,1 97,8 3.861

2012 66,6 36,2 54,4 3,7 18,5 8,1 95,2 4.062

2013 63,5 35,1 55,2 4,0 18,9 8,1 102,3 4.139

2014 67,8 33,9 50,0 2,5 11,3 5,2 101,2 2.252

% % % % % % % T€

80,1 24,1 30,1 -9,9 -58,9 -12,6 83,9 16

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

(Quelle: HKW GmbH)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SVP GmbH & Co. KG

2.1.21 SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG

Sandweg 20 75179 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 8008-101 07231/ 8008-151 callcenter@svp-bus.de www.pforzheimfaehrtbus.de

Rechtliche Grundlage
Der Gemeinderat der Stadt Pforzheim hat am 04.04.2006 nach einem europaweiten Vergabeverfahren beschlossen, den Busbetrieb aus dem bisherigen Eigenbetrieb Städtische Verkehrsbetriebe Pforzheim in eine Gesellschaft privater Rechtsform auszugliedern, einen Anteil von 51 % an die Connex Regiobahn GmbH zu veräußern und die gemeinsame SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG über einen Verkehrsvertrag mit der Erbringung der Nahverkehrsleistungen in Pforzheim zu beauftragen. Nachdem ein Bürgerentscheid gegen die Teilprivatisierung am 23.07.2006 das erforderliche Quorum verfehlte, wurde dieser Beschluss am 01.08.2006 vom Gemeinderat bestätigt. Mit Vertrag vom 19.06.2006 und wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2006 wurde die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG gegründet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 17.08.2006. Alleinige Kommanditistin im Rahmen der Gründung war die Stadt Pforzheim mit einer Einlage von 1.000 €. Die Stadt Pforzheim hat mit Vertrag vom 23.08.2006 einen Anteil im Nennwert von 510 € an die Veolia Verkehr Regio GmbH (vormals Connex Regiobahn GmbH), Berlin, veräußert. Mit Vertrag vom 23.08.2006 und wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2006 hat die Stadt Pforzheim im Rahmen eines Ausgliederungs- und Übernahmevertrags Teile des Eigenbetriebs Städtische Verkehrsbetriebe Pforzheim in die Gesellschaft gegen Erhöhung ihres Kommanditanteils um 1.199.000 € eingebracht und mit Vertrag vom gleichen Tag einen Kommanditanteil in Höhe von 611.490 € an die Veolia Verkehr Regio GmbH veräußert. Übernahmestichtag war der 01.10.2006. Ergänzend zum Beteiligungskaufvertrag wurde ein Konsortialvertrag zwischen der Stadt Pforzheim und Veolia abgeschlossen, der die Grundlagen der Zusammenarbeit regelt. In diesem Rahmen wurden Call-/Put-Optionen zugunsten der Stadt Pforzheim bezüglich der an Veolia verkauften Kommanditanteile vereinbart. Diese erlauben der Stadt, unter bestimmten Voraussetzungen alle Anteile an der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG zurück zu erwerben (Call-Option) oder aber auch die bei der Stadt verbliebenen Anteile an Veolia zu verkaufen (Put-Option). Der Gemeinderat der Stadt Pforzheim hat am 23.07.2013 beschlossen, mit Wirkung zum 10.12.2016 die Put-Option auszuüben. Ferner hat der Gemeinderat in seinem Beschluss das Ziel formuliert, den städtischen ÖPNV ab dem 11.12.2016 (Ende des Verkehrsvertrages) erneut in einem gemischt-wirtschaftlichen Unternehmen zu betreiben. Als weiterer Bestandteil der städtischen Vorgehensweise wurde die Verwaltung beauftragt, eine Vorteilhaftigkeit des Rückerwerbs für die Stadt zu prüfen und ggf. mit der Veolia Verkehr Regio GmbH Verhandlungen über einen vorzeitigen lastenfreien Erwerb der Gesellschaftsanteile der Veolia an der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG aufzunehmen.

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SVP GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Am 01.12.2013 fand ein Bürgerentscheid zur zukünftigen Organisation des Stadtbusbetriebs in Pforzheim statt. Es wurde darüber abgestimmt, ob die Erbringung des Stadtbusverkehrs künftig durch ein rein kommunales Unternehmen oder weiterhin durch ein gemischtwirtschaftliches Unternehmen, an dem die Stadt selbst und ein Privater beteiligt sind, erfolgen soll. Der Bürgerentscheid hat das erforderliche Quorum verfehlt und der Gemeinderat hat das Ziel der Stadt Pforzheim, den städtischen ÖPNV ab 2017 erneut in einem gemischt-wirtschaftlichen Unternehmen zu betreiben, am 17.12.2013 bestätigt. Mit Datum vom 28.02.2014/5.3.2014 haben die Stadt Pforzheim und die Veolia Verkehr Regio GmbH nach einem entsprechenden Beschluss des Gemeinderats ein Eckpunktepapier zum Rückkauf der Anteile der Veolia Verkehr Regio GmbH an der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG unterschrieben. Gegenstand dieses Eckpunktepapiers waren die wesentlichen Bedingungen eines lastenfreien Rückerwerbs der Anteile mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2014. Auf Basis dieses Eckpunktepapiers wurde ein Anteilskaufvertrag ausgehandelt, mit dem die Stadt Pforzheim am 01.08.2014 die Anteile (51 %) der Veolia Verkehr Regio GmbH an der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG (SVP) erworben hat. Somit hält die Stadt jetzt 100% der Anteile an der SVP. Der neue Gesellschaftsvertrag der SVP datiert vom 01.08.2014.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen Aufgabenstellung die Erbringung von Verkehrsdienstleistungen im straßen- und schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr sowie mobilitäts- und artverwandte Dienstleistungen nach Maßgabe der gemeindewirtschaftsrechtlichen Bestimmungen der Gemeindeordnung Baden-Württemberg.

Beteiligungsverhältnisse
Kommanditkapital: Stadt Pforzheim über Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe: 1.200.000 €

1.200.000 €

= 100 %

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) ist die SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH. Sie verfügt über keinen Kapitalanteil sowie kein Stimmrecht.

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Erster Bürgermeister Roger Heidt, stv. Vorsitzender bis 31.07.2014, Vorsitzender ab 01.08.2014 Dr. Axel Sondermann, Vorsitzender (bis 31.07.2014) Jochen Biesinger (bis 31.07.2014) Stadtrat Hans-Joachim Bruch (bis 30.07. und ab 01.08.2014) Michael Dalhof (bis 31.07.2014) Stadtrat Ralf Fuhrmann (bis 01.08.2014) Stadträtin Uta Golderer (ab 01.08.2014) Stadtrat Florentin Goldmann (ab 01.08.2014) Stadtrat Helge Hutmacher (bis 30.07.2014) Stadtrat Jens Kück (ab 01.08.2014) Stadträtin Dr. Brigitte Langer-Glock (ab 01.08.2014) Stadtrat Peter Pfeiffelmann (ab 01.08.2014) Ralf Poppinghuys (bis 31.07.2014)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

SVP GmbH & Co. KG

Stadtrat Dr. Hans-Ulrich Rülke (ab 01.08.2014) Stadtrat Wolfgang Schulz (ab 01.08.2014) Stadtrat Michael Schwarz (ab 30.07.2014 bis 01.08.2014) Stadtrat Christopher Seidemann (ab 01.08.2014) Stadtrat Henry Wiedemann (ab 01.08.2014) Horst Windeisen (bis 31.07.2014) Stadtrat Carsten von Zepelin (ab 30.07.2014) Geschäftsführung: Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird durch die alleinige unbeschränkt haftende Gesellschafterin, die SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH, Pforzheim, wahrgenommen. Geschäftsführerin der Komplementärin war: Claudia Wiest

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
in € Geschäftsführung 1 Aufsichtsrat
1

2010 1.400

2011 1.400

2012 1.500

2013 800

2014 2.000

Die Angaben unterbleiben analog § 286 Abs. 4 HGB.

Beteiligungen1
Die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG hielt zum 31.12.2014 100 % der Geschäftsanteile an der SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH mit einem Beteiligungswert von 25.000 €.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Die Geschäftsanteile an der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG werden wirtschaftlich vom Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe (EPV) gehalten. Aus Verkehrsvertrag, Pachtvertrag und Betriebsführungsübertragungs- und Subunternehmervertrag bestehen finanzielle Verbindungen zum EPV.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

1

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. April 2013 hat die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG die 0,5 % Anteile der Willi Maisch Omnibus-Vermietung GmbH, Pforzheim an der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH (VPE) und der Firma Hermann Schuhmacher am VPE, sowie einen 3 % Anteil der VPO Verkehrs- und Beratungsgesellschaft privater Omnibusunternehmen mbH, Pforzheim am VPE übernommen. Die Beschlussvorlage wurde in der Gesellschafterversammlung des VPE genehmigt. Die Kaufverträge sind unterschrieben, die notarielle Beurkundung steht allerdings noch aus. Die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG ist ihrer sich aus der Anteilsübernahme ergebenden Belastung durch Übernahme der Verlustausgleichsverpflichtung für das Jahr 2013 nachgekommen.

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SVP GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Fahrgastbeförderung 2010 2011 2012 2013 2014

Fahrgäste Überlandverkehr Betriebsleistungen

Mio.

1,56 2010

1,68 2011

1,60 2012

2,03 2013

2,23 2014

Wagenkilometer Platzkilometer

1.000 1.000

4.602 364.939

4.630 367.159

4.732 373.828

5.175 408.825

5.182 409.378

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Grundlagen des Unternehmens Die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG war bis zum 01. August 2014 ein private-publicpartnership-Modell, wobei 51 % der Anteile durch die Veolia Verkehr Regio GmbH, Berlin, und 49 % der Anteile durch die Stadt Pforzheim gehalten wurden. Die Veolia Verkehr Regio GmbH, Berlin, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Veolia Verkehr GmbH, Berlin. Auftraggeber ist die Stadt Pforzheim mit ihrem Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe (EPV). Der zwischen der Stadt Pforzheim, Eigenbetrieb Städtische Verkehrsbetriebe, der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim, und der Veolia Verkehr Regio GmbH, Berlin, geschlossene Verkehrsvertrag regelt die Bedienungs- und Qualitätsstandards. Dieser endet am 10. Dezember 2016. Die Stadt Pforzheim schuldet der SVP eine Abgeltung in Höhe der angebotenen Gesamtkosten abzüglich der von der SVP vereinnahmten Nettofahrgelderlöse, NettoAusgleichsbeträge aus der Einnahmenaufteilung der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH (VPE) und Nettobeträge der gesetzlichen Ausgleichszahlungen sowie zu- und abzüglich weiterer Positionen, wie z. B. Preisgleitung, Ausgleich reduzierter Fahrzeugzuschüsse, Faktor Leistungsanpassungen oder zuzüglich Mehrkosten für Zubestellungen, Kürzungen für Nichtleistungen, Minderungen bei Schlechtleistungen sowie Erlösbonus/Erlösmalus aus speziell definierten Erlösanreizen. Für das Jahr 2014 wurden EUR 11.600.000 vereinbart. Seit dem 1. Januar 2007 können die jeweils aktuell angebotenen Gesamtkosten auf Verlangen einer Vertragspartei an die tatsächliche Kostenentwicklung angepasst werden, die sich aus der Multiplikation mit einem im Vertrag definierten Preiselementefaktor ergibt. Alle innerstädtischen Linienkonzessionen gehören der SVP. Darüber hinaus erbringt die SVP auch Leistungen auf zwei Regionallinien im Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis. Am 01. August 2014 erfolgte eine temporäre Rekommunalisierung der SVP KG. Die Stadt Pforzheim hat die Anteile der Veolia Verkehr Regio GmbH an der SVP KG erworben. Somit hält die Stadt Pforzheim 100% der Anteile an der SVP KG. Dieser Anteilskauf gilt rückwirkend zum 01. Januar 2014. Rechtzeitig vor Ende des Verkehrsvertrags am 10. Dezember 2016 wird, gemäß Beschluss des Gemeinderats der Stadt Pforzheim, eine EU-weite Ausschreibung des Stadtverkehrs erfolgen. Die Gesellschaft unterliegt den Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG).

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Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen „Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich seit dem Frühjahr deutlich abgeschwächt. Die Entwicklung der Weltwirtschaft und insbesondere die Konjunktur im Euroraum verlaufen schleppender als erwartet. Zudem drücken die Russland-Ukraine-Krise und andere Konflikte auf die Stimmung der Unternehmer. Nach dem leichten Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung im zweiten Quartal (revidiert: -0,1%) gab es im dritten Quartal ein geringes Wachstum von 0,1%. Positive Impulse lieferten dabei der private Konsum und der Außenbeitrag. Schwächere Investitionen in Bauten und Ausrüstungen wirkten dagegen dämpfend. Die Fundamentalfaktoren der deutschen Wirtschaft sind unverändert gut. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die soliden öffentlichen Haushalte, der robuste Arbeitsmarkt, die stabilen Preis und niedrige Zinsen sprechen dafür, dass sich die Aufwärtsbewegung beschleunigt, sobald die Verunsicherung der Marktteilnehmer 1 nachlässt. Für das Jahr 2015 wird ein Wachstum von 1,3% erwartet.“ Branchenbezogene Rahmenbedingungen Seit 2006 besteht in Baden-Württemberg eine pauschalierte Bezahlung von Ausgleichsleistungen an die Verkehrsunternehmen für rabattierte Fahrkarten für den Ausbildungsverkehr nach §45a PBefG. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg hat den Umsetzungstermin für die geplante Reform am 1. Januar 2015 nicht vollzogen. Die bestehende Pauschalregelung wurde um 2 Jahre verlängert. Damit besteht bis 2016 diesbezüglich eine gewisse Planungssicherheit. Dieses Thema wird die Busbranche aber auch zukünftig beschäftigen. Die angestrebte ÖPNV-Finanzierungsreform betrifft die oben erwähnten Ausgleichsleistungen. Sowohl die Mittel gemäß §45a PBefG (diese stehen den Verkehrsunternehmen zu), als auch die Mittel im Rahmen des baden-württembergischen Finanzausgleichsgesetz, FAG, §18 (diese gehen an die Stadt- und Landkreise), stellen eine wichtige Komponente der ÖPNV-Finanzierung dar. Der Landtag von Baden-Württemberg hat im April 2013 das Tariftreue- und Mindestlohngesetz für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg (LTMG) beschlossen. Die wesentlichen hiermit verbundenen Thematiken sind wie folgt:

• • • • •

Das Gesetz gilt für alle öffentlichen Aufträge (insbesondere für Ausschreibungen und Direktvergaben) im ÖPNV ab einem geschätzten Auftragswert von 20 TEUR netto. Das Gesetz gilt auch für freigestellte Verkehrsleistungen mit KOM. Es umfasst alle Vergabeverfahren die nach dem 27.11.2013 eingeleitet wurden. Das Gesetz gilt auch für Sub- und Verleihunternehmen. Jeder Unternehmer, der sich in Baden-Württemberg an Vergaben von Busverkehren beteiligt, muss erklären, dass er für den betreffenden Verkehr entweder nach WBO-Tarif oder nach dem Tarifvertrag für kommunale Nahverkehrsbetriebe (TV-N) bezahlt; auf jeden Fall muss aber der jeweils aktuell gültige Mindestlohn bezahlt werden.

Geschäftsverlauf Das Jahr 2014 wurde, wie bereits auch das Vorjahr, im Wesentlichen durch die Situation der angespannten Ergebnislage und den zwischen den Gesellschaftern stattfindenden Verhandlungen über eine vorzeitige Rekommunalisierung geprägt. Am 01. August 2014 wurde der Beteiligungskaufvertrag zwischen der Veolia Verkehr Regio GmbH, Berlin, und der Stadt Pforzheim unterzeichnet. Die Stadt Pforzheim ist nun alleinige Gesellschafterin der SVP KG. Die Belegschaft wurde entsprechend informiert und bzgl. des Themas Kostenbewusstsein weiter sensibilisiert. Mit dem Ausstieg aus dem Veolia Konzernverbund endete auch die Zusammenarbeit mit der Veolia Verkehr Süd-West GmbH. Fast alle bei der Veolia Verkehr Süd-West GmbH angestellten Busfahrer haben zum jeweiligen Auslaufen ihres Arbeitsvertrags, spätestens jedoch zum 01. August

1

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Monatsbericht 12/2014, Seite 32. In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 17. November 2014 vorlagen

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2014, ein arbeitsvertragliches Angebot der SVP KG erhalten. Bis auf eine Ausnahme wurden die Angebote angenommen. Die Konzessionen des Stadtverkehrs laufen, mit Ausnahme von einer Linie, bis Mitte 2017. Die Überlandkonzession für die Linien 720/721/722 haben bis 2023, und für die Linien 741/742 bis 2017 Gültigkeit. Die Gesamtkilometerleistung (ohne die Gesamtleistung der beauftragten Subunternehmer) betrug in 2014 TKM 3.856 (VJ: TKM 3.839). Im Berichtsjahr gab es 2 größere Unfälle; ein Unfall davon mit Personenschaden. Die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat hat sich auf einem grundsätzlich positiven Niveau etabliert; somit konnten bestimmte Themen sachlich und strukturiert bearbeitet werden. In 2014 gab es keine streikbedingten Ausfälle. Der Betriebsratsvorsitzende hat Ende 2014 die Gesellschaft verlassen und ist in den Veolia-Konzern gewechselt. Mit Abschluss des Sanierungstarifvertrags für den Zeitraum 2014 bis 2016 gab es am 01. Januar 2014 eine Lohn-/Gehaltserhöhung von 0,5%. Tarifvertraglich hatten in 2014 fast alle Mitarbeiter einen betriebsbedingten Kündigungsschutz. Insgesamt beschäftigte die SVP zum Ende des Berichtsjahrs 254 (i.Vj. 231) Mitarbeiter (inkl. Auszubildender und ATZler in der Freiphase). Investitionen in Fahrzeuge gab es in 2014 aufgrund der beschlossenen Restriktionen nicht. Aufgrund der Bautätigkeit auf dem Betriebshof für das neue Verwaltungsgebäude ist es im Berichtsjahr teilweise zu Beeinträchtigungen des Betriebsablaufs gekommen. Der geplante Umzug ist auf Sommer 2015 terminiert. Die diesjährige Befragung zur Kundenzufriedenheit wurde im Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli durchgeführt. Das Ergebnis der Gesamtnote (2,4) hat sich gegenüber der letzten Befragung um 0,2%-Punkte verbessert. Erwähnenswert ist die Beurteilung nach dem sogenannten „Top2 Wert“. Dieser liegt mit 65% deutlich über dem Vorjahreswert von 57%. Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den unzufriedenen Kunden; hier hat sich eine deutlich Verbesserung gegenüber der letztjährigen Befragung ergeben. Lage

Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Sie ist um TEUR 7.785 (46,1 %) niedriger als 2013. Diese Entwicklung ist maßgeblich durch die die im Beteiligungskaufvertrag vereinbarten Einlageverpflichtungen und den damit verbundenen Ausgleich der negativen Kapitalkonten beeinflusst. Die Bilanzsumme der SVP besteht zum 31. Dezember 2014 auf der Aktivseite (ohne aktiven Rechnungsabgrenzungsposten) zu 68,2 % (im Vorjahr: 41,2 %) aus Anlagevermögen, zu 26,4 % (im Vorjahr: 7,1 %) aus Umlaufvermögen und zu 5,4 % (im Vorjahr: 51,7 %) aus nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteile der Kommanditisten. Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen Fahrzeuge für Personenverkehr und Infrastruktursysteme (FGI) sowie Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Das Umlaufvermögen setzt sich im Wesentlichen aus den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von TEUR 256 (im Vorjahr: TEUR 250), den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 175 (im Vorjahr: TEUR 130), aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 517 (im Vorjahr: TEUR 345) sowie aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.382 (im Vorjahr: TEUR 79) zusammen. Die hohen Kassenbestände resultieren aus dem Beteiligungskaufvertrag vom 01.08.2014 und den damit zusammenhängenden Zahlungsströmen. Auf der Passivseite weist das Eigenkapital einen Wert von Null aus. Der Rückgang des Sonderpostens um TEUR 95 entsteht durch die planmäßige Abschreibung der GVFG-Landeszuschüsse. Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.241 auf TEUR 5.220 reduziert. Rückstellungsänderungen gab es insbesondere bei dem Sachverhalt Tantieme (TEUR -102), Al- 228 -

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tersteilzeit (TEUR -162), ausstehende Rechnungen (TEUR -72), für drohende Verluste (TEUR -1.155) und bei den sonstigen Verbindlichkeits-Rückstellungen (TEUR +288). Die Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag um TEUR 6.433 gesunken und betragen TEUR 3.102. Dies entspricht einer Verringerung von 67,5 %. Der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR -215) resultiert aus der planmäßigen Tilgung der darlehensfinanzierten Busse. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um TEUR 6.379 auf TEUR 2.154 reduziert. Dies resultiert aus dem Clearing der Veolia-Cash-PoolVerbindlichkeiten im Rahmen des Beteiligungskaufvertrags und dem geänderten Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Pforzheim. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen im Vorjahr die Stadt Pforzheim als Minderheitsgesellschafter und werden nun unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen (TEUR 2.070). Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 220 ist stichtagsbedingt. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme insgesamt beträgt 34,1 % (im Vorjahr: 56,4 %). Insgesamt konnten durch die im Beteiligungskaufvertrag vereinbarten Einlageverpflichtungen die negativen Kapitalkonten ausgeglichen und die Verbindlichkeiten des Cash Pools zurückgeführt werden.

Finanzlage
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte bis zum 01. August 2014 im Wesentlichen über ein Cash-Management-System mit der Veolia Verkehr GmbH, Berlin. Mit Vollzug des Beteiligungskaufvertrags ist die Gesellschaft in kein Cash-Management-System mehr eingebunden. Die Finanzierung erfolgt nun über die im Rahmen der Rekommunalisierung geflossenen Mittel.

Die Finanzmittel setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: Zusammensetzung der Finanzmittel Liquide Mittel Cash-Pool-Verbindlichkeiten (Forderungen) Finanzmittel am Ende der Periode 2014 TEUR 1.382 0 1.382 2013 TEUR 79 -7.262 -7.183

Die Veränderung der Finanzmittel zum 31. Dezember 2014 resultiert aus dem im Rahmen des Beteiligungskaufvertrags ausgeglichenen Veolia-Cash-Pool und weiteren damit zusammenhängenden Zahlungsströmen an die SVP KG. Bedingt durch die beschlossenen Sparmaßnahmen und den damit verbundenen Investitionsprämissen, wurden in 2014 Investitionen in Höhe von lediglich insgesamt TEUR 121 (i.Vj. TEUR 269) getätigt. Der Großteil der Investitionen erfolgte für Konzessionen und Lizenzen (TEUR 85), insbesondere für Dynamische Fahrgastinformationssysteme und für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 26). Im Geschäftsjahr wurde ein gebrauchter Geldeinzahlungsautomat für TEUR 15 angeschafft. Die Gesellschaft war in 2014 bis zum 01. August durch die Inanspruchnahme der Cash-Pool-Kreditlinie und danach durch die finanzielle Ausstattung im Rahmen des Beteiligungskaufvertrags jederzeit in der Lage ihre fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen.

Ertragslage
Die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG schließt das Wirtschaftsjahr 2014 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 478 ab. Die Umsatzerlöse sind im Wirtschaftsjahr 2014 um TEUR 836 geringer als im Vorjahr. Änderungen ergeben sich unter anderem bei den Zuschüssen für Verkehrsdurchführung (TEUR -512); im Wesentlichen bedingt durch die verkehrsvertraglich geregelte Absenkung der Abgeltungen. Darüber hinaus sind die Vertriebsboni um TEUR 202 gesunken. Die genannte Entwicklung bei den Vetriebsboni ist eine Folge des Wegfalls der Einmalkompensation für die Abschaffung der Mehrwegkarten aus 2013. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zu 2013 um TEUR 765 auf TEUR 4.533 gefallen. Ein maßgeblicher Ein- 229 -

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flussfaktor ist, im wesentlichen bedingt durch die im Laufe des Jahres sukzessive beendete Zusammenarbeit mit der Veolia Verkehr Süd-West GmbH, der weggefallene Miet-/Pachterlös (TEUR -1.070). Aufgrund der in 2013 erfolgten Umwidmung der passivierten Fahrzeugzuschüsse der Stadt in erfolgswirksame zusätzliche Abgeltungsbeträge, ergeben sich größtenteils hieraus für das Berichtsjahr geringere Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von TEUR 1.047, wohingegen die Auflösung der Drohverlustrückstellung im Berichtsjahr TEUR 1.362 beträgt. Parallel dazu ist der Materialaufwand im Berichtsjahr um TEUR 4.594 auf insgesamt TEUR 8.350 gefallen. Verursacht wurde dies im Wesentlichen durch geringere Mietaufwendungen für Fahrzeuge (TEUR -998) und gesunkene Kosten für Subvergaben (TEUR -727). Beide Entwicklungen sind eine Folge der in 2014 eingestellten Zusammenarbeit mit der Veolia Verkehr Süd-West GmbH. Darüber hinaus sind die Kosten für Diesel gesunken (TEUR -152). Dies begründet sich hauptsächlich durch gesunkene Treibstoffkosten und der buchungstechnischen Umgliederung von Diesel für Pool-/Geschäftsfahrzeuge. Darüber hinaus wurde der Saldo Zuführung der Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 2.622 im Vorjahr im Materialaufwand gebucht. Der Saldo in Höhe von TEUR 2.622 setzt sich zusammen aus dem Verbrauch der Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 663 sowie der Neubewertung in Höhe von TEUR 3.285. Durch die in 2014 beendete Zusammenarbeit mit der Veolia Verkehr Süd-West GmbH, und der damit einhergehenden reduzierten Vergabe von Leistungen an Subunternehmen, sind die Lohnund Gehaltszahlungen beim Fahrpersonal um TEUR 391 gestiegen. Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr verschiedene Themen, die zu einem Anstieg der Position Zuführung Personalrückstellung in Höhe von TEUR 257 geführt haben. Letztendlich sind die Personalaufwendungen, insbesondere aufgrund der Einstellung von 35 VVSW-Mitarbeitern, in Summe um TEUR 453 auf TEUR 11.084 gestiegen. Die Summe der Abschreibungen hat sich im Wesentlichen durch die Altersstruktur des Fahrzeugbestands um TEUR 112 auf TEUR 1.060 reduziert. In 2014 wurden keine Fahrzeuge angeschafft. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 139. Insgesamt konnte ein Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und außerordentlichen Erträgen) in Höhe von TEUR -481 erzielt werden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Verbesserung in Höhe von TEUR 2.513. Dies ist hauptsächlich bedingt durch den Wegfall der Zuführung der Drohverlustrückstellung und den von der Geschäftsführung durchgesetzten Einsparungen im Personalbereich. Im Berichtsjahr wurde durch die von der Veolia Verkehr Regio GmbH nicht in Anspruch genommene Verzinsung der Kapitalanteile ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von TEUR 291 erzielt. Darüber hinaus ist es ein permanenter Prozess der Geschäftsführung, die Belegschaft hinsichtlich Kostenbewusstsein weiter zu sensibilisieren.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Trotz der oben genannten positiven Entwicklungen des Jahresergebnisses hat sich die Gesamtlage der Gesellschaft nicht umfänglich entsprechend den Erwartungen entwickelt. Die geplanten bzw. eingeleiteten Maßnahmen konnten teilweise noch nicht bzw. nicht vollumfänglich umgesetzt werden. Insofern bleibt das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück. Die Gesamtsituation ist weiterhin angespannt. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die Geschäftsführung geht in ihren Planungen davon aus, dass es sich bei dem Verkehrsvertrag um ein bis zum Vertragsende im Dezember 2016 verlustbringendes Geschäft handelt. Aus diesem Grund wurde letztmals in 2013 die Drohverlustrückstellung neu bewertet. Aufbauend auf der zukünftigen Inanspruchnahme der gebildeten Drohverlustrückstellung, in Verbindung mit dem für 2015 – 2016 beschlossenen Maßnahmenpaket (TEUR 1.986), gelangt die Geschäftsführung zu - 230 -

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der Einschätzung, dass die Planziele, unter der Voraussetzung der umfänglichen Realisierung der mit dem Gesellschafter abgestimmten Maßnahmen, erreicht werden können. Wesentliche Säulen des Maßnahmenpakets 2015 bis 2016 sind:

• • • •

Erhöhung des Tabellenentgelts um jeweils 0,5 % in den Jahren 2015 bis 2016, Verzicht der Arbeitnehmer auf zwei bezahlte Freistellungstage pro Jahr, Restrukturierung der Werkstatt und Gewährung von Überstundenzuschlägen erst ab der 44. Wochenstunde

Darüber hinaus wurden bereits folgende Maßnahmen erfolgreich umgesetzt: Trennung von langzeitkranken Mitarbeitern und Versetzung von Verwaltungsmitarbeitern in den Fahrdienst. Das Basisentgelt laut Verkehrsvertrag wird auch in 2015 weiter absinken. Andererseits wird sich die Anwendung des Preiselementefaktors (Indexierung) in gewissem Umfang positiv auf das Ergebnis auswirken. Die Materialaufwendungen werden insbesondere durch die Dieselkosten beeinflusst. Um eine Deckelung der Dieselkosten für die Zukunft zu erreichen, wurde ab August 2014 bis zum Ende des Verkehrsvertrags eine Rohwaren Kaufoption (Call) abgeschlossen. Die als Einmalzahlung am 1.8.2014 geleistete Optionsprämie betrug TEUR 265. Die jährlichen KM-Leistungen werden sich bis zum Ende des Verkehrsvertrags (Dezember 2016) nicht wesentlich verändern. Die Geschäftsführung geht, in Anlehnung an die obige Darstellung davon aus, dass für die restlichen Jahre der Vertragslaufzeit ausgeglichene/positive Jahresergebnisse erzielt werden können. Für 2015 erwartet die Geschäftsführung bei Umsatzerlösen einschließlich sonstigen betrieblichen Erträgen) von TEUR 18.382 ein positives Betriebsergebnis (Operating Income) nach Inanspruchnahme der Drohverlustrückstellung. Chancen- und Risikobericht Durch die monatliche Analyse der Plan/Ist-Abweichungen, welche gemeinsam mit der Geschäftsführung, dem Besteller der Verkehre (Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe, EPV) und Vertretern der Kämmerei und des Personal- und Ordnungsamts der Stadt Pforzheim durchgeführt werden, sind die Voraussetzungen für ein effizientes Risikomanagement gegeben. Ein darüber hinausgehendes Risikomanagement ist für 2015 im Aufbau. In den monatlichen Durchsprachen werden bedarfsgerecht neben dem eigentlichen Zahlenwerk zusätzlich, folgende Indikatoren erläutert/analysiert:

-

die Entwicklung der Kilometer- und Stundenleistungen, die Entwicklung des Lohn- und Gehaltsgefüges im Rahmen der Tarifentwicklungen, die Entwicklung der Mitarbeiteranzahl und sonstige ad-hoc relevante Sachverhalte.

Im Rahmen des Finanzmanagements werden anlassbezogen, gemeinsam mit dem EPV, mögliche Risiken u. a. durch folgende Maßnahmen überwacht, quantifiziert und nach den Unternehmenszielen entsprechend aktiv gesteuert:

-

Freigabe von Teilbudgets nach sorgfältiger Risiko- und Wirtschaftlichkeitsanalyse, Kostenreduzierungsmaßnahmen zur Kompensation der verkehrsvertraglich bedingten Erlösausfälle, Liquiditätssteuerung ausgehend von der mittelfristigen Unternehmensplanung und aktuellen Hochrechnungen und Abweichungsanalysen des Working Capital.

Konkret unterliegt die Gesellschaft den Chancen und Risiken im Wettbewerb um Verkehrsverträge. Der Verkehrsvertrag endet im Dezember 2016. Aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses der Stadt Pforzheim aus 2013, erfolgt eine Neuausschreibung für die Folgezeit für einen Zeitraum von - 231 -

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weiteren 10 Jahren. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass bei der Vergabe neuer Verkehrsleistungen Wettbewerber den Zuschlag erhalten. Die Auswirkungen im Falle einer durch Ausschreibung bedingten Neuvergabe ab Ende 2016 können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkretisiert werden. Die SVP hat mit dem Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) für den Stadtverkehr eine Kooperationsvereinbarung zur Anwendung eines Einheitstarifes. Dafür erhält die SVP einen jährlichen Beteiligungsbeitrag. Mit den Regionallinien ist die SVP direkt Gesellschafter des VPE. Die SVP KG hält 4,5% der Anteile am VPE. Zum 01. Januar 2014 trat ein neuer öffentlicher Dienstleistungsauftrag zwischen Stadt, Enzkreis und allen Verbundunternehmen in Kraft. Wir gehen davon aus, dass es aufgrund des neuen Einnahmeaufteilungsverfahrens zu keinen wesentlichen finanziellen Änderungen kommt. Die Konzessionen der Regionallinien der SVP laufen bis 2017 (Linie 741/742) bzw. bis 2023 (Linie 720/721). In 2014 fand im Verbundgebiet eine Vollzählung statt. Die Ergebnisse hieraus werden eine Einnahme-Neuaufteilung bei allen Verkehrsunternehmen im Verbund zur Folge haben. Wir rechnen mit diesbezüglich belastbaren Daten zum Sommer 2015. Die in Baden-Württemberg für den 1. Januar 2015 geplante Reform der pauschalierten Bezahlung von Ausgleichsleistungen an die Verkehrsunternehmen für rabattierte Fahrkarten für den Ausbildungsverkehr nach §45a PBefG wurde durch das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur BadenWürttemberg nicht vollzogen. Die bestehende Pauschalregelung wurde um 2 Jahre verlängert. Darüber hinaus erwarten wir durch das geltende Tariftreue- und Mindestlohngesetz für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg (LTMG) keine spürbaren Änderungen. Der verkehrsvertragskonform sinkende Zuschuss für die zu erbringende Verkehrsleistung in 2015 stellt ein wesentliches finanzielles Risiko dar, welches durch den Preiselementefaktor (Indexierung) zwar etwas abgemildert wird, allerdings in keinster Weise dadurch kompensiert werden kann. Da die Gesellschaft unter anderem hierfür allerdings bereits in 2013 die bestehende Drohverlustrückstellung neu bewertet hat, gehen wir von einem kalkulierbaren Risiko aus. Der Jahresabschluss der SVP weist zum 31. Dezember 2014 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 478 (i.Vj. TEUR 3.188) aus. Das Eigenkapital ist vollständig aufgebraucht. Im Rahmen der vorzeitigen, temporären Rekommunalisierung haben die beiden ehemaligen Gesellschafter die SVP mit finanziellen Mitteln ausgestattet, damit die Liquidität der Gesellschaft bis zum Laufzeitende des Verkehrsvertrags gesichert ist. Ein permanenter Prozess sind zudem die Bemühungen um eine ergebnistechnische Konsolidierung im Rahmen einer dauerhaften Optimierung des Liniennetzes, der Umlauf- und Dienstplanung, sowie der Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation. Auf Basis der Planungen geht die Geschäftsführung davon aus, dass die im Rahmen des Beteiligungskaufvertrages vereinbarte Kapitalausstattung ausreicht, den Geschäftsbetrieb bis zum Ende des Verkehrsvertrages am 10. Dezember 2016 finanzieren zu können. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung liegt damit nicht vor. Es ist dennoch darauf hinzuweisen, dass bei wesentlichen Planabweichungen, insbesondere in den geplanten Cashflows, der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet sein könnte. Nachtragsbericht Aktuell werden mit dem Betriebsrat noch diverse Themen kontrovers diskutiert. Unter anderem geht es um Regelungen hinsichtlich der Auszahlungsmodalitäten des Weihnachtsgeldes und um unterschiedliche Auslegungen des abgeschlossenen Sanierungstarifvertrags. Das Risiko wurde im Jahresabschluss 2014 berücksichtigt. Aktuell findet eine Lohnsteuerprüfung für die Jahre 2009 bis 2013 statt. Ergebnisse liegen noch keine vor – es wird erwartet, dass keine größeren Korrekturen erfolgen müssen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die in dem Lagebericht zu erwähnen wären, sind nicht eingetreten.

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Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Verwaltung 1 Fahrer Werkstattmitarbeiter Leitstelle Kundendienst Mitarbeiter insgesamt nachrichtlich: Auszubildende
1

2011 28 173 27 11 12 251

2012 29 157 23 11 10 230

2013 28 151 21 11 10 221

2014 28 174 21 11 10 244

29 169 27 12 13 250

9

9

10

10

4

incl. Geschäftsführung

(Quelle: SVP GmbH & Co. KG)

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Jahresabschlussdaten Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 6.961 36 6.900 25 1.194 252 863 79 0 8.737 16.892 2014 Ist 6.024 81 5.916 27 2.330 256 692 1.382 275 478 9.107 Veränd. 13/14 -937 45 -984 2 1.136 4 -171 1.303 275 -8.259 -7.785

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Nicht d. Vermögenseinl. gedeckte Verlustant. der Kommanditisten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 0 0 0 25 854 6.461 9.536 16 16.892

2014 Ist 0 0 0 25 759 5.221 3.102 0 9.107

Veränd. 13/14 0 0 0 0 -95 -1.240 -6.434 -16 -7.785

Eigenkapital Kapitalanteile Rücklagen Ausgleichsposten f. akt. eig. Ant. Sonderposten f. Inv.zuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

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SVP GmbH & Co. KG

Gewinn- und Verlustrechnungen
2 2

in T€

2013 Ist 17.859 0 5.298 23.157 -12.944 -10.631 -1.171 -1.404 -26.150 -2.993 258

2014 Ist 17.022 0 4.533 21.555 -8.350 -11.084 -1.059 -1.543 -22.036 -481 0

2014 Plan

2015 Plan

Veränd. Abweich. 13/14 Plan/Ist 14 -837 0 -765 -1.602 4.594 -453 112 -139 4.114 2.512 -258

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteilig., Sonstige Zinsen u.ä. Erträge, u.a. Abschreibungen auf Finanzanl., Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag Verrechnung mit Gewinnrücklagen Belastung auf Kapitalkonten Ergebnis nach Verwendungsrechnung

-448 -3.183 0 -3.183 -5 -3.188 0 3.188 0

-284 -765 291 -474 -4 -478 0 478 0

164 2.418 291 2.709 1 2.710 0 -2.710 0

Gewinnabführung an Stadt Pforzheim -EPV- 1
1

0

0

0

Gewinnabführung (= anteiliger Beteiligungsertrag) an Stadt über den Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe. Bevor ein Gewinnanteil zur Auszahlung kommt, muss zunächst ein evtl. negativer Stand auf dem Verlustvortragskonto ausgeglichen werden.
2

Aufgrund des laufenden Prozesses der Restrukturierung wurden die Wirtschaftspläne 2014 bis 2016 im Gemeinderat nichtöffentlich behandelt.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1

2011 49,7 0,0 0,0 -29,0 n.def. -30,0 67,7 -809

2012 50,0 0,0 0,0 -6,3 n.def. -5,0 78,2 -1.123

2013 41,2 0,0 0,0 -17,9 n.def. -16,2 67,1 403

2014 66,1 0,0 0,0 -2,8 n.def. -2,1 76,2 -737

% % % % % % % T€

81,2 2,7 3,3 -0,1 -3,5 1,1 83,8 453

1

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO

(Quelle: SVP GmbH & Co. KG)

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SVP Verwaltungs GmbH

2.1.22 SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH

Sandweg 20 75179 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 8008 - 101 07231/ 8008 – 151 callcenter@svp-bus.de www.pforzheimfaehrtbus.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde mit Vertrag vom 19.06.2006 gegründet, die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 14.08.2006. Alleiniger Gründungsgesellschafter war die Stadt Pforzheim. Mit notariellem Vertrag vom 23.08.2006 übertrug die Stadt Pforzheim den gesamten Geschäftsanteil auf die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG. Es gilt die Neufassung des Gesellschaftsvertrags vom 01.08.2014 unter Berücksichtigung der Änderung durch Gesellschafterbeschluss vom 21.08.2014.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und Geschäftsführung bei der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG (nachstehend „KG“ genannt). Gegenstand des Unternehmens der KG ist im Rahmen seiner kommunalen Aufgabenstellung die Erbringung von Verkehrsdienstleistungen im straßen- und schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr sowie mobilitäts- und artverwandte Dienstleistungen nach Maßgabe der gemeindewirtschaftsrechtlichen Bestimmungen der Gemeindeordnung Baden-Württemberg.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: 25.000 €

Das Stammkapital wird mit 100 % von der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim, gehalten (sog. Einheitsgesellschaft).

Organe
Gesellschafterversammlung Geschäftsführerin: Claudia Wiest

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Die Geschäftsführerin bezieht von der Gesellschaft keine Vergütung. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder ein vergleichbares Organ.

Beteiligungen
Die Gesellschaft ist Komplementärin der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG. Sie übernimmt die persönliche Haftung und die Geschäftsführung der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG.

Verbindung zum städtischen Haushalt
Es besteht keine Verbindung zum städtischen Haushalt.

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Geschäftsführung sowie die unbeschränkte Haftung bei der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Grundlagen des Unternehmens Die SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH ist operativ nicht tätig. Die Verwaltungs GmbH übernimmt lediglich die Komplementärsfunktion der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG. Die Geschäftsführerin der SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH, Frau Claudia Wiest, wird gehaltstechnisch bei der SVP KG berücksichtigt. Im Berichtsjahr erfolgte am 1. August der Rückkauf der Anteile der Veolia Verkehr Regio GmbH an der SVP KG durch die Stadt Pforzheim. Somit gehört auch die SVP GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2014 nicht mehr zum Veolia Konzernverbund. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen „Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich seit dem Frühjahr deutlich abgeschwächt. Die Entwicklung der Weltwirtschaft und insbesondere die Konjunktur im Euroraum verlaufen schleppender als erwartet. Zudem drücken die Russland-Ukraine-Krise und andere Konflikte auf die Stimmung der Unternehmer. Nach dem leichten Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung im zweiten Quartal (revidiert: -0,1%) gab es im dritten Quartal ein geringes Wachstum von 0,1%. Positive Impulse lieferten dabei der private Konsum und der Außenbeitrag. Schwächere Investitionen in Bauten und Ausrüstungen wirkten dagegen dämpfend. Die Fundamentalfaktoren der deutschen Wirtschaft sind unverändert gut. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die soliden öffentlichen Haushalte, der robuste Arbeitsmarkt, die stabilen Preis und niedrige Zinsen sprechen dafür, dass sich die Aufwärtsbewegung beschleunigt, sobald die Verunsicherung der Marktteilnehmer nachlässt.

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11

SVP Verwaltungs GmbH

Für das Jahr 2015 wird ein Wachstum von 1,3% erwartet.“ Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Seit 2006 besteht in Baden-Württemberg eine pauschalierte Bezahlung von Ausgleichsleistungen an die Verkehrsunternehmen für rabattierte Fahrkarten für den Ausbildungsverkehr nach §45a PGefG. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg hat den Umsetzungstermin für die geplante Reform am 1. Januar 2015 nicht vollzogen. Die bestehende Pauschalregelung wurde um 2 Jahre verlängert. Dieses Thema wird die Busbranche somit auch zukünftig noch begleiten. Die angestrebte ÖPNV-Finanzierungsreform betrifft die oben erwähnten Ausgleichsleistungen. Sowohl die Mittel gemäß §45a PBefG (diese stehen den Verkehrsunternehmen zu), als auch die Mittel im Rahmen des baden-württembergischen Finanzausgleichsgesetz, FAG, §18 (diese gehen an die Stadt- und Landkreise), stellen eine wichtige Komponente der ÖPNV-Finanzierung dar. Der Landtag von Baden-Württemberg hat im April 2013 das Tariftreue- und Mindestlohngesetz für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg (LTMG) beschlossen. Die wesentlichen hiermit verbundenen Thematiken sind wie folgt:

• • • • •

Das Gesetz gilt für alle öffentlichen Aufträge (insbesondere für Ausschreibungen und Direktvergaben) im ÖPNV ab einem geschätzten Auftragswert von 20 TEUR netto Das Gesetz gilt auch für freigestellte Verkehrsleistungen mit KOM Es umfasst alle Vergabeverfahren die nach dem 27.11.2013 eingeleitet wurden Das Gesetz gilt auch für Sub- und Verleihunternehmen Jeder Unternehmer, der sich in Baden-Württemberg an Vergaben von Busverkehren beteiligt, muss erklären, dass er für den betreffenden Verkehr entweder nach WBO-Tarif oder nach dem Tarifvertrag für kommunale Nahverkehrsbetriebe bezahlt; auf jeden Fall muss aber der jeweils aktuell gültige Mindestlohn bezahlt werden.

Geschäftsverlauf Da die Gesellschaft operativ nicht tätig ist, entfällt diese Berichterstattung. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter Grundlagen. Frau Claudia Wiest ist seit dem 16. April 2012 Geschäftsführerin der SVP GmbH. Lage

Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2 auf TEUR 38 erhöht. Sie ist damit um 5,3% höher als in 2013. Die Bilanzsumme der SVP GmbH besteht zum 31. Dezember 2014 auf der Aktivseite zu 100,0 % aus Umlaufvermögen (VJ: 100,0%). Das Umlaufvermögen setzt sich im Wesentlichen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 38 zusammen. Auf der Passivseite weist das Eigenkapital einen Wert von TEUR 35 aus (VJ: TEUR 35). Die wesentlichen Positionen sind das gezeichnete Kapital mit unverändert TEUR 25 und der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 10 (VJ: TEUR 9). Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2 auf TEUR 3 erhöht. Rückstellungsänderungen gab es insbesondere bei den Jahresabschlusskosten. Aufgrund geänderter Anforderungen, verursacht durch den im August 2014 vollzogenen Beteiligungskaufvertrag zwischen der Stadt Pforzheim und der Veolia Verkehr Regio GmbH, Berlin, musste hierfür im Berichtsjahr erstmalig eine Rückstellung von TEUR 2 gebildet werden. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme insgesamt beträgt 0,0 % (im Vorjahr: 0,0 %).

11

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Monatsbericht 12/2014, Seite 32. In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 17. November 2014 vorlagen

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SVP Verwaltungs GmbH

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Finanzlage
Die Gesellschaft ist aufgrund des fehlenden operativen Bezugs in kein Cash-Management-System eingebunden. Die Gesellschaft erhält von der SVP KG eine jährliche Haftungsvergütung von 1,5 T€. Die liquiden Mittel betragen in 2014: 38 T€ (VJ: 36 T€).

Ertragslage
Die SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH schließt das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR -0,4 ab (VJ: TEUR 1). Die Umsatzerlöse definieren sich im Wirtschaftsjahr 2014, wie bereits auch in 2013, im Wesentlichen durch die erhaltene Haftungsvergütung der SVP KG. Aufwandsseitig sind im Wesentlichen Kosten für die Wirtschaftsprüfer und Nebenkosten für den Geldverkehr enthalten.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Im Hinblick auf die oben skizzierten Umstände kann von einer unproblematischen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gesprochen werden. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich bis zum Ende des Verkehrsvertrags zwischen der Stadt Pforzheim und der Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG (10.12.2016) keine berichtenswerten Änderungen hinsichtlich der Rahmenbedingungen und der Gesamtsituation der SVP GmbH ergeben werden. Chancen- und Risikobericht Da die Gesellschaft operativ nicht tätig ist existiert kein eigenständiges Risiko-Controlling. Eine laufende Chancen- und Risikoabschätzung erfolgt insofern nicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die in dem Lagebericht zu erwähnen wären, sind nicht eingetreten.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine Arbeitnehmer beschäftigt.

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SVP Verwaltungs GmbH

Jahresabschlussdaten Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 0 0 0 0 36 0 0 0 36 0 36 2014 Ist 0 0 0 0 38 0 0 0 38 0 38 Veränd. 13/14 0 0 0 0 2 0 0 0 2 0 2

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Wertpapiere Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 35 25 0 9 1 1 0 0 36

2014 Ist 35 25 0 10 0 3 0 0 38

Veränd. 13/14 0 0 0 1 -1 2 0 0 2

Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Rücklagen Gewinnvortrag Jahresfehlbetrag/ -überschuss Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

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SVP Verwaltungs GmbH

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gewinn- und Verlustrechnungen
1 1

in T€

2013 Ist 0 0 2 2 0 0 0 0 0 2 0

2014 Ist 0 0 2 2 0 0 0 -2 -2 0 0

2014 Plan

2015 Veränd. Abweich. Plan 13/14 Plan/Ist 14 0 0 0 0 0 0 0 -2 -2 -2 0

Umsatzerlöse Bestandsänd./akt. Eigenleist. Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Erträge aus Beteilig., Sonstige Zinsen u.ä. Erträge, u.a. Abschreibungen auf Finanzanl., Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentl. Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss
1

0 2 0 2 -1 1

0 0 0 0 0 0

0 -2 0 -2 1 -1

Da sich die Tätigkeit der SVP Stadtverkehr Pforzheim Verwaltungs GmbH auf die Funktion der unbeschränkt haftenden Gesellschafterin der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Darstellung entsprechender Planungsrechnungen verzichtet.

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Auf die Ermittlung und Darstellung von Kennzahlen wird aufgrund der geringen Geschäftstätigkeit verzichtet.

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VPE

2.1.23 Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH

Luitgardstraße 14-18 75177 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 41466-0 07231/ 41466-66 info@vpe.de www.vpe.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 15.11.1994 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 14.05.1997.

Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft nimmt für ihre Gesellschafter auf dem Gebiet des öffentlichen Personennahverkehrs im Rahmen des Verkehrsgebietes insbesondere folgende Aufgaben wahr: a) Vorbereitung der Aufstellung, Änderung und Ergänzung des gesetzlich vorgeschriebenen Nahverkehrsplanes für das Verkehrsgebiet der Gesellschaft, Koordination des von den Gesellschaftern, die als Unternehmer tätig sind (Verkehrsunternehmen), durchzuführenden regionalen Busverkehrs sowie Abstimmung mit dem Schienenpersonennahverkehr, Abstimmung zwischen regionalem Verkehr und Stadtverkehr Pforzheim, Stadtverkehr Mühlacker und gegebenenfalls weiteren innerörtlichen Verkehren, Entwicklung und Fortschreibung des Verbundtarifs und der Beförderungsbedingungen sowie des Liniennetzes und des regionalen Busfahrplanes, Beantragung von Zuschüssen für die Verkehrsunternehmen im Rahmen des Gesellschaftszwecks, Entwicklung eines Einnahmeaufteilungssystems (Fahrgeld und Zuschüsse) sowie dessen Durchführung, Erstellung von Verkehrsanalysen und Entwicklung von Verkehrsplanungen, Konzeption von Betriebstechnologie und Technik, umweltfreundliche Verkehrsgestaltung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Recht zum Erwerb von Liniengenehmigungen nach dem Personenbeförderungsrecht, ohne selbst die entsprechenden Verkehre durchzuführen und Zuordnung entsprechender Verkehre anhand von Richtlinien an Verkehrsunternehmen.

b)

c)

d)

e)

f)

g) h)

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VPE

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Beteiligungsverhältnisse12
Stammkapital: Stadt Pforzheim – EPV Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe: Enzkreis: VPO Verkehrs- und Beratungsgesellschaft privater Omnibusunternehmen mbH, Pforzheim: RVS Regionalbusverkehr Südwest GmbH, Karlsruhe: Albtal-Verkehrsgesellschaft mbH, Karlsruhe: DB Regio AG, Mannheim: RBS Regional Bus Stuttgart GmbH, Stuttgart: Reisebüro Binder GmbH, Stuttgart: Binder Omnibusse GmbH, Wurmberg: Richard Eberhardt GmbH, Engelsbrand: Müller-Reisen GmbH & Co. KG, Birkenfeld: Hermann Schuhmacher, Neuhausen: Reise- und Verkehrsgesellschaft Seitter GmbH & Co. KG, Friolzheim: Seiz Reisen GmbH, Engelsbrand: Wolf Reisen GmbH, Niefern-Öschelbronn: Willi Maisch Omnibusvermietung GmbH, Pforzheim: 51.129 €

14.061 € = 14.061 € = 10.226 € = 5.113 € 2.556 € 2.556 € 256 € 256 € 256 € 256 € 256 € 256 € 256 € 256 € 256 € 256 € = = = = = = = = = = = = =

27,5 % 27,5 % 20 % 10 % 5% 5% 0,5 % 0,5 % 0,5 % 0,5 % 0,5 % 0,5 % 0,5 % 0,5 % 0,5 % 0,5 %

Albtal-VerkehrsGesellschaft mbH 5,0%

DB Regio AG 5,0%

10 weitere Gesellschafter 5,0%

Stadt Pforzheim EPV Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe 27,5%

Regionalbusverkehr Südwest GmbH 10,0% VPO Verkehrsund Beratungsgesellschaft mbH 20,0%

Enzkreis 27,5%

12

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31.12.2012 ist die RBS Regional Bus Stuttgart GmbH als Gesellschafter ausgeschieden. Die Anteile werden durch die RVS Regionalbusverkehr Südwest GmbH Karlsruhe übernommen. Die Eintragung ins Handelsregister ist noch nicht erfolgt.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. April 2013 hat die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG die 0,5 % Anteile der Willi Maisch Omnibus-Vermietung GmbH, Pforzheim an der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH (VPE) und der Firma Hermann Schuhmacher am VPE, sowie einen 3 % Anteil der VPO Verkehrs- und Beratungsgesellschaft privater Omnibusunternehmen mbH, Pforzheim am VPE übernommen. Die Beschlussvorlage wurde in der Gesellschafterversammlung des VPE genehmigt. Die Kaufverträge sind unterschieben, die notarielle Beurkundung steht allerdings noch aus. Die SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG ist ihrer sich aus der Anteilsübernahme ergebenden Belastung durch Übernahme der Verlustausgleichsverpflichtung für das Jahr 2013 nachgekommen.

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VPE

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Landrat Karl Röckinger, Vorsitzender Oberbürgermeister Gert Hager, stv. Vorsitzender Karlheinz Binder Stadträtin Ellen Eberle Stefanie Haaks (ab 16.10.2014) Bürgermeister a.D. Reiner Herrmann Kreisrätin Antje Hill (bis 24.07.2014) Achim Kirchenbauer (bis 15.10.2014) Bernd Mellenthin Hartin Müller Kreisrätin Christa Pfisterer Dr. Alexander Pischon (bis 28.02.2014) Stadtrat Wolfgang Schick Andreas Schilling Sandra Schönherr (ab 26.03.2014) Margit Vetter (ab 24.07.2014) Markus Möller - beratend Oberbürgermeister Frank Schneider - beratend Sandra Schönherr (beratend bis 25.03.2014) Claudia Wiest - beratend Geschäftsführung: Axel Hofsäß

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
in € Geschäftsführung 1 Aufsichtsrat
1

2010 2.096

2011 2.454

2012 3.272

2013 2.301

2014 3.225

Die Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

Beteiligungen
Im Jahr 2014 betrug die Beteiligung an der BGV-Versicherung AG, Karlsruhe, 50 €.

Verbindung zum städtischen Haushalt bzw. zum EPV
Der EPV leistet Beteiligungsbeiträge an den Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH und deckt Teile des verbleibenden Verlusts ab.
in T€ Beteiligungsbeiträge Verlustabdeckung Summe 2010 1.003 95 1.098 2011 1.056 95 1.151 2012 1.338 103 1.441 2013 1.588 105 1.693 2014 1.619 114 1.733

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VPE

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Kapitalzuführungen / Kapitalentnahmen durch die Stadt Pforzheim bzw. den EPV
Es wurden keine Kapitalzuführungen oder Kapitalentnahmen vorgenommen.

Leistungsdaten / Erfüllung des öffentlichen Zwecks
2010 2011 2012 2013 2014

Anzahl der Bahnhöfe: Anzahl der Bushaltestellen: Verkehrsleistung:
davon Bahn: davon Bus:

40 1.493 Mio. Pkm
Mio. Pkm Mio. Pkm

40 1.501 308
66 242

40 1.503 307
65 242

40 1.505 304
64 240

40 1.507 302
64 238

317
66 251

Verkehrsleistung pro Einwohner: Umsatz je Einwohner:
Pkm = Personenkilometer

Pkm €

785 60,0

764 60,2

761 61,9

785 66,2

778 66,0

Die erbrachten Leistungen des Unternehmens entsprechen dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Unternehmenszweck. Somit wird der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Wirtschaftliche Entwicklung Geschäft und Rahmenbedingungen Der VPE hat gegenüber dem Vorjahr an seiner organisatorischen und rechtlichen Struktur nichts geändert. Der Verbund ist ein klassischer Mischverbund. Die Rechtsform ist eine GmbH. Der Verbund hält keine wesentlichen Beteiligungen an anderen Firmen. Die Leitung ist stablinienförmig organisiert. Es besteht ein internes Kontrollwesen. Sitz der Gesellschaft ist Pforzheim. Grundlegende Aufgabe des Verbundes ist es, die Gesellschafter, die öffentlichen Nahverkehr im Verbundgebiet betreiben, zu koordinieren. Der Verbund ist im Wesentlichen für Fahrpläne und Fahrpreisgestaltung, Marketing und Werbung sowie für das Finanzclearing der Gebietskörperschaften und der Verkehrsunternehmen zuständig. Das Gebiet des VPE besteht aus dem Enzkreis und der Stadt Pforzheim sowie aus einigen an den Enzkreis angrenzenden Kommunen. Der VPE sowie seine Verkehrsunternehmen stehen durch das geltende Konzessionsrecht noch nicht im direkten Wettbewerb. Die Gesellschaft wird hauptsächlich durch die Stadt Pforzheim, den Enzkreis und das Land BadenWürttemberg gefördert. Die Ausgleichs- und Förderungsmittel, die die Verkehrsunternehmen direkt erhalten, beeinflussen ebenfalls die Finanzierung des Verkehrsverbundes.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

VPE

Geschäftsverlauf Entwicklung Fahrgastzahlen Das ÖPNV-Nutzungsverhalten der Bevölkerung wird auch von den externen Faktoren wie der wirtschaftlichen Lage, der Altersstruktur sowie durch die Kosten des Individualverkehrs bestimmt. 2014 war ein leichter Rückgang der Fahrgäste von 0,44% auf Basis der verkauften Fahrscheine zu beobachten. Der Rückgang bei den Zeitkarten Schüler (0.61%) konnte durch höhere Verkaufszahlen bei StudiTickets und JobTickets Azubi gebremst werden. Bei der klassischen Schülermonatskarte waren deutlichere Rückgänge zu verzeichnen. Ein uneinheitliches Bild zeigte sich bei den Zeitkarten Erwachsene. Nach stetig steigenden Fahrgastzahlen in den Vorjahren gab es erstmals einen leichten Rückgang von 0,15%. Dabei sanken die Zahlen bei der Netz 9 erheblich und es gab einen Anstieg bei Vollzeitmonatskarten und JobTickets. Der Anteil der Gelegenheitskunden ging weiterhin zurück (0,87%). Die Verkürzung des Gültigkeitszeitraums der Tageskarten wirkt sich auf dieses Segment dauerhaft aus. Entwicklung Fahrgäste (in Tausend) 2014 Zeitkarten Schüler Zeitkarten Erwachsene Einzelfahrscheine, Tageskarten u.a. 15.947 15.288 4.168 35.403 Umwelt Zur Verringerung der Umweltbelastung sollte der ÖPNV weiter ausgebaut werden. Hierbei kommt dem Leopoldplatz in der Stadt Pforzheim als wichtige Zielhaltestelle und Umsteigestelle eine zentrale Bedeutung für den Busverkehr aus Stadt und Region. Eine Sperrung des Leopoldplatzes hätte für den gesamten ÖPNV im VPE nachhaltige negative Auswirkungen. Ebenso negativ für den Regionalbusverkehr wird die Sperrung der Schlossbergauffahrt beurteilt. Dadurch würde sich der Busverkehr auf der Achse Bahnhofstraße-Leopoldstraße verdichten und in Spitzenzeiten zu Engpässen und Verspätungen führen. Tarifmaßnahmen Wegen geringer Verkaufszahlen wurden zum Tarifwechsel am 14.12.2014 die SUN 14, die Ergänzungskarte für Zeitkarteninhaber sowie die Fahrradkarte eingestellt. Das Mindestalter der Seniorenkarte wurde wie in den Nachbarverbünden KVV und VVS auf 65 Jahre festgelegt. Bei Vorlage eines Rentenbescheids erhält man die Seniorenkarte bereits ab 60 Jahren. Bisherige Abonnenten genießen Bestandsschutz. Die Reduzierung des Tarifangebots hat auch den Vorteil einer besseren Übersichtlichkeit. Eine Tariferhöhung um durchschnittlich 5,05 % wurde durchgeführt. Fahrplanmaßnahmen Der alljährliche Fahrplanwechsel entfiel in 2014. Grund war der in Bau befindliche zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Pforzheim. Nach Inbetriebnahme des ZOBs im Juni 2015 werden sich zahlreiche Änderungen auf fast allen Linien bei Abfahrt und Ankunft der Busse ergeben. 2013 16.045 15.311 4.204 35.560 2012 16.250 15.044 4.694 35.988

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VPE

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Der Fahrplanwechsel findet im Juni 2015 statt. Voraussichtlich wird der nächste Fahrplanwechsel wieder im Dezember 2016 stattfinden. Im Sommerhalbjahr verkehrten wieder die beliebten Freizeitverkehre: Klosterstadt-Express nach Maulbronn, 3-Löwentakt-Radexpreß nach Bad Wildbad, Velo-Bus ins Enztal sowie der Freizeitbus zum Badesee Ehmetsklinge bei Zaberfeld. Finanzierungsmaßnahmen und –vorhaben Die Planansätze für das Haushaltsjahr konnten eingehalten werden. Die Kapitalausstattung der Gesellschaft war ausreichend; unvorhergesehene Besonderheiten traten nicht auf. Personal- und Sozialbereich Zum 1. Januar 2014 wurde die Planungsabteilung um eine Vollzeitstelle verstärkt. Die Personalstruktur ist trotzdem wegen der andauernden Fülle von neuen Aufgaben weiterhin eng und stark spezialisiert. Ein Ausfall vorhandener Mitarbeiter könnte zumindest zeitweise Engpässe mit entsprechenden Folgen haben. Der VPE wird in zunehmendem Maße mit Aufgaben belastet, die weit über seinen Aufgabenbereich hinausgehen. Durch die Umstellung der Finanzierungsinstrumente im Verbund und deren Folgen sowie das Umsetzen von Großprojekten ist die Personaldecke weiterhin als kritisch bis nicht ausreichend zu bezeichnen. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die Umsetzung der EU-Verordnung 1370/2007 war wie schon in den Vorjahren ein Tätigkeitsschwerpunkt der VPE-Geschäftsstelle. Damit eng verbunden waren die Durchführung der Verkehrserhebung sowie die Umsetzung eines neuen Einnahmenaufteilungssystems. Die Ende 2013 unterschriebenen neuen Finanzierungsvereinbarungen mit den Regionalbusunternehmen mussten noch im Detail ausgearbeitet werden. Die neu erlassene allgemeine Vorschrift für die Anwendung des Verbundtarifs kam im Geschäftsjahr voll zur Anwendung. Die Vorbereitungen für einen neuen Gesellschaftsvertrag wurden 2014 ebenfalls vorangetrieben. Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorbereitung von Infrastrukturmaßnahmen. Der Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Pforzheim führte zu erheblichem Abstimmungs- und Planungsaufwand. Pläne zur Umgestaltung der Bushaltebuchten am Leopoldplatz und die anvisierte Sperrung des Schlossbergs für den ÖPNV machten umfangreiche Stellungnahmen notwendig. Das Rechnergestützte Betriebsleitsystem (RBL light) ging 2014 in den Probebetrieb. Die Verkehrserhebung wurde komplett im Geschäftsjahr durchgeführt. Hierfür wurden die Mittel bei den Gebietskörperschaften abgerufen. Die vom Land Baden-Württemberg angeforderten Daten zu der geplanten Änderung der ÖPNVFinanzierung waren mit einem sehr hohen Arbeitsaufwand zu erstellen. Konkrete Ergebnisse sind wegen des erheblichen Abstimmungsbedarfs vorerst nicht zu erwarten. Ähnliches gilt für den geplanten Landestarif Baden-Württemberg. Geschäftsergebnis Ertragslage Die VPE GmbH selbst ist nicht operativ am Markt tätig und nicht unmittelbar mit der Erbringung der Verkehrsleistungen befasst. Sie dient vielmehr als Clearingstelle den Verbundmitgliedern (Verkehrsunternehmen und Gebietskörperschaften), wodurch die Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wesentlich das Ergebnis bestimmen. Im Hinblick auf die Tätigkeit der VPE als Clearingstelle wird der Eigenaufwand der Gesellschaft, soweit dieser nicht durch eigene Erträge des VPE oder Zuwendungen Dritter gedeckt ist, durch die Gesellschafter ausgeglichen. Die Gesellschaft weist ein ausgeglichenes Ergebnis aus.

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

VPE

Wegen des nicht stattgefundenen Fahrplanwechsels wurden keine Fahrpläne gedruckt, was das Geschäftsergebnis um ca. TEUR 40 positiv beeinflusste. Gegenläufig belasteten Tarifsteigerungen und die Schaffung einer zusätzlichen Planstelle den Personalaufwand, so dass dieser um TEUR 77 anstieg. Der Verlustausgleich der Gesellschafter beträgt für das laufende Geschäftsjahr TEUR 414 nach TEUR 383 im Vorjahr.

Finanzlage Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft ist von untergeordneter Bedeutung, wodurch keine hohen finanziellen Mittel notwendig sind. Die Liquidität des Unternehmens ist durch die monatlichen Gesellschafterumlagen gesichert. Vermögenslage Die längerfristigen Vermögenswerte sind in vollem Umfang durch längerfristig verfügbare Mittel finanziert. Die Eigenkapitalausstattung ist für den Geschäftsbetrieb ausreichend. Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen. Berichterstattung über Chancen und Risiken Geldanlagen wurden nur kurzfristig getätigt. Alle Gelder wurden bei der Sparkasse Pforzheim-Calw angelegt. Die Anlageformen sind grundsätzlich und seit Bestehen des VPE nie risikobehaftet. Die bestehenden, wichtigen Verträge der Gesellschaft sind langfristig ausgelegt und nicht risikobehaftet. Risikobehaftet ist die Höhe der Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg. Der bis zum Jahr 2019 laufende Vertrag steht unter haushaltsrechtlichen Vorbehalten und es besteht die Möglichkeit, dass durch Änderungen des europäischen Rechtsrahmens eine Änderung der Förderung erfolgen kann. Die Höhe der Förderung ist für den VPE von elementarer Bedeutung. Ein weiteres indirektes Risiko, zumindest für zukünftige Investitionen, stellt das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) und dessen Entwicklung dar. Die Festschreibung der Ausgleichsmittel nach § 45a PBefG wurde bis auf weiteres verlängert. Die weitere Entwicklung dieser Ausgleichsmittel ist für die Verkehrsunternehmen von existenzieller Bedeutung. Hier wird nach heutigem Sachstand von erheblichen Kürzungen ausgegangen. Dies hätte Folgen auf die Finanzierungsvereinbarungen mit den Busunternehmen, die voraussichtlich in der heutigen Form nicht mehr aufrechterhalten werden können. Chancen ergeben sich aus der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, wie im nächsten Abschnitt beschrieben. Ausblick Sinkende Mineralölpreise können zu sinkenden Benzin- und Dieselpreisen führen und sich negativ auf die Fahrgastentwicklung auswirken. Die gesamtdeutsche Branchenentwicklung im ÖPNV geht von stagnierenden Umsätzen aus. Die fallenden Zahlen bei der Schülerbeförderung sind nur sehr schwer durch Erhöhungen bei der Erwachsenenbeförderung zu kompensieren. Spürbare Einsparungen sind bei der Schülerbeförderung vorerst nicht möglich.

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VPE

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Die Sicherung der Landeszuschüsse für den Verbund wird als wichtigste Aufgabe erachtet. Im Jahr 2015 und in den Folgejahren steht der VPE vor zahlreichen neuen Aufgabenstellungen. Die Umsetzung der EU-Verordnung erfordert auch zwingend eine neue Einnahmeaufteilung. Die Auswertung und Verarbeitung der Ergebnisse der 2014 stattgefundenen Verkehrserhebung werden einen großen Teil des Jahres 2015 in Anspruch nehmen. Die Abrechnung der neuen Finanzierungsvereinbarungen für das Jahr 2014 steht ebenfalls an. Der Bau des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) geht in die Endphase. Die Inbetriebnahme ist für Juni 2015 geplant. Die bisherigen drei Busbahnhöfe Nord, Mitte und Süd werden zu einem Busbahnhof zusammengefasst. Für die Fahrgäste werden die Umstiege dadurch kürzer und bequemer, die Ankunft- und Abfahrtsituationen übersichtlicher und die Fußwege kürzer. Im Zuge dieser Maßnahme wird die Einrichtung von Mobilitätszentralen in Pforzheim und Mühlacker geprüft. Der neue Innenstadtring Pforzheim könnte sich positiv auf die Reisegeschwindigkeit der Regionalbusse auswirken, da der Verkehr insgesamt flüssiger werden soll. Eine weitere Verbesserung bei Fahrgastinformation, Pünktlichkeit und Anschlusssicherung soll durch die Einführung eines vereinfachten rechnergestützten Betriebsleitsystem (RBL light) erreicht werden. Die komplette Umsetzung wird Jahre in Anspruch nehmen. Für das Jahr 2015 sollen die Fahrzeuge soweit ausgerüstet werden, dass die Busse Echtzeitdaten liefern können. Ein höherwertiges Bussystem stellt die Einführung eines Metrobusses dar. Dieses System soll nicht auf die Stadtgrenzen Pforzheims beschränkt sein und kann eine moderne Alternative zu neuen Stadtbahnverbindungen sein. Das Land Baden Württemberg plant die Einführung landesweit gültiger Fahrscheine sowie ein landesweit gültiges Semesterticket. Diese Vorhaben werden Auswirkungen auf die Tarifgestaltung und die Einnahmen haben. Es wird zu intensiven Verhandlungen kommen.

(Quelle: Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH)

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Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

VPE

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer
2010 Angestellte Aushilfen Beschäftigte insgesamt 7 0 7 2011 7 0 7 2012 7 0 7 2013 7 0 7 2014 8 0 8

Jahresabschlussdaten
Bilanzen
Aktiva in T€ 2013 Ist 57 33 24 0 197 2 37 6 152 4 258 2014 Ist 38 22 16 0 1.139 3 509 5 622 4 1.181 Veränd. 13/14 -19 -11 -8 0 942 1 472 -1 470 0 923

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenst. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Sonstige Vermögensgegenstände Guthaben Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

Passiva in T€

2013 Ist 51 51 0 30 177 0 258

2014 Ist 51 51 0 544 586 0 1.181

Veränd. 13/14 0 0 0 514 409 0 923

Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme

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VPE

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gewinn- und Verlustrechnungen
in T€ 2013 Ist 429 429 0 -457 -15 -341 -813 -384 1 0 -383 383 0 0 0 2014 Ist 449 449 0 -522 -20 -321 -863 -414 0 0 -414 414 0 0 0 2014 Plan 504 504 0 -551 -9 -398 -958 -454 2 0 -452 452 0 0 0 2015 Plan 508 508 0 -559 -9 -396 -964 -456 0 0 -456 456 0 0 0 Veränd. Abweich. 13/14 Plan/Ist 14 20 20 0 -65 -5 20 -50 -30 -1 0 -31 31 0 0 0 -55 -55 0 29 -11 77 95 40 -2 0 38 -38 0 0 0

Sonstige betr. Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betr. Aufwendungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis Sonstige Zinsen u.ä. Erträge Zinsen u.ä. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Erträge aus Verlustübernahme Ergebnis vor Steuern Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag1

Zuschuss Stadt Pforzheim Zuschüsse anderer Gesellschafter Zuschüsse Land B.-W. 2 Zuschüsse insgesamt
1

105 278 383 766

114 300 414 828

124 328 452 904

125 331 456 912

9 22 31 62

-10 -28 -38 -76

Das Jahresergebnis ist beim Verkehrsverbund Pforzheim–Enzkreis GmbH immer ausgeglichen, da die entstehenden Defizite (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) durch Zuschüsse der Stadt Pforzheim und der anderen Gesellschafter abgedeckt werden. enthalten in Sonstige betriebliche Erträge

2

- 252 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

VPE

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010 Anlagenintensität Eigenkapitalquote Anlagendeckung I Umsatzrentabilität
2

2011 4,8 10,6 221,7 n. def. 0,0 0,0 n. def. 8

2012 13,4 15,1 113,3 n. def. 0,0 0,0 n. def. 13

2013 22,1 19,8 89,5 n. def. 0,0 0,0 n. def. 15

2014 3,2 4,3 134,2 n. def. 0,0 0,0 n. def. 20

% % % % % % % T€

3,0 5,8 196,2 n. def. 0,0 0,0 n. def. 9

Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Aufwandsdeckung Cash-Flow
1 2

1, 2

gem. § 103 Abs. 1 Ziff. 1 GemO Diese Kennzahlen sind nicht definiert, da die Gesellschaft keine Umsatzerlöse erzielt.

- 253 -

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Weitere Beteiligungen

2.2 Weitere Beteiligungen
Als weitere Beteiligungen der Stadt Pforzheim gelten all diejenigen, die nicht wesentliche Beteiligungen sind (Erläuterung s. Kapitel 1.1). Zum 31.12.2014 bestanden acht weitere Beteiligungen der Stadt. Außerdem war die Stadt Pforzheim Mitglied in den Zweckverbänden Tierische Nebenprodukte Neckar-Franken und Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken. Sieben der oben genannten weiteren Beteiligungen der Stadt sind im Folgenden in Kürze dargestellt. Auf eine explizite Darstellung der Beteiligung an der Volksbank Pforzheim eG wird verzichtet.

- 255 -

Weitere Beteiligungen

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

2.2.1 HELIOS Klinikum Pforzheim GmbH

Kanzlerstraße 2 - 6 75175 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 969 - 0 07231/ 969 - 2417 GF.Pforzheim@helios-kliniken.de www.helios-kliniken.de/Pforzheim

Rechtliche Grundlage
Die Stadt Pforzheim hat mit Gemeinderatsbeschluss vom 22.06.2004 der Privatisierung des Städtischen Klinikums Pforzheim zugestimmt. Das operative Geschäft wurde zum 01.07.2004 in die am 31.01.2003 gegründete RK Klinik Besitz GmbH Nr. 4 eingebracht, die in Klinikum Pforzheim GmbH umbenannt wurde. Mit Wirkung zum 28.02.2014 fand ein Trägerwechsel zur HELIOS Kliniken Gruppe statt. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 14.10.2005 unter Berücksichtigung der Änderung durch Gesellschafterbeschluss vom 12.06.2014.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist unter Berücksichtigung der jeweils gültigen krankenhausplanungsrechtlichen Vorgaben das Errichten, das Unterhalten und das Betreiben und Fortentwickeln eines Krankenhauses in der Stadt Pforzheim, insbesondere des früheren Städtischen Klinikums Pforzheim sowie die damit zusammenhängenden ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen und Gesundheitszentren. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann. Dazu zählt insbesondere auch die Etablierung eines Medizinischen Versorgungszentrums im Sinne von § 95 SGB V. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an anderen Unternehmen beteiligen, auch solche errichten oder erwerben.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: HELIOS Kliniken GmbH: 40.000.000 € 2.040.000 € 37.960.000 € = 5,10 % = 94,90 %

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Marcus Sommer, Vorsitzender (ab 01.03.2014) Dr. Dr. Martin Siebert, Vorsitzender (bis 28.02.2014) Prof. Dr. Rainer Arbogast

- 256 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Weitere Beteiligungen

Dr. Stefan Knoll Dr. Rolf Beier Frank Miertsch Erster Bürgermeister Roger Heidt Dr. Gerhard Bartzke (ab 28.03.2014) Sabine Schwörer (ab 27.06.2014) Birger Meßthaler (ab 28.03.2014) Prof. Dr. Michael Bamberg (bis 20.05.2014) Joachim Manz (bis 28.03.2014) Bernward Schröter (bis 28.02.2014) Geschäftsführung: Sascha John (bis 28.02.2014) Kristian Gäbler (ab 01.03.2014)

- 257 -

Weitere Beteiligungen

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2.2.2 Wirtschaftsförderung Zukunftsregion Nordschwarzwald GmbH

Westliche Karl-Friedrich-Straße 29-31 75172 Pforzheim

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

07231/ 15 43 69-0 07231/ 15 43 69-1 info@nordschwarzwald.de www.nordschwarzwald.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 11.07.1996 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 27.07.2005 unter Berücksichtigung der Änderungen durch Gesellschafterbeschluss vom 16.04.2008, vom 05.05.2011, vom 22.11.2011 und vom 14.07.2014.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Struktur der Region Nordschwarzwald durch eine gezielte Förderung der Wirtschaft, insbesondere mittels Anregung und Hilfestellung bei der Verwirklichung interkommunaler Gewerbegebiete, eines Regionalmarketings (nach innen und außen), die Entwicklung und Betreuung des vorhandenen Unternehmensbestandes, die Akquisition ansiedlungswilliger Unternehmen sowie die Information, Kooperation und Koordination in allen Bereichen der regionalen Wirtschaftsförderung. Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben arbeitet die Gesellschaft insbesondere mit den Gebietskörperschaften und den Organisationen der Wirtschaft in der Region zusammen.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim über Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim: Stadt Bad Teinach-Zavelstein: Stadt Freudenstadt Stadt Horb am Neckar: Stadt Maulbronn: Stadt Mühlacker: Stadt Nagold: Gemeinde Niefern-Öschelbronn: Landkreis Enzkreis: Landkreis Calw: Landkreis Freudenstadt: Regionalverband Nordschwarzwald: - 258 98.700 €

11.000 € 300 € 2.400 € 2.600 € 700 € 2.500 € 2.000 € 1.200 € 11.000 € 11.000 € 11.000 € 8.000 €

= = = = = = = = = = = =

11,14 % 0,30 % 2,43 % 2,63 % 0,71 % 2,53 % 2,03 % 1,22 % 11,14 % 11,14 % 11,14 % 8,11 %

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Weitere Beteiligungen

Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald: Sparkasse Pforzheim Calw: Kreissparkasse Freudenstadt: Handwerkskammer Karlsruhe:

8.000 € 16.000 € 8.000 € 3.000 €

= 8,11 % = 16,21 % = 8,11 % = 3,04 %

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Landrat Helmut Riegger (Landkreis Calw), Vorsitzender Präsident Burkhard Thost (IHK Nordschwarzwald), stv. Vorsitzender Oberbürgermeister Gert Hager (Stadt Pforzheim) Landrat Karl Röckinger (Landkreis Enzkreis) Landrat Dr. Klaus Michael Rückert (Landkreis Freudenstadt) Vorstandsvorsitzender Stephan Scholl (Sparkasse Pforzheim Calw) Verbandsvorsitzender Bürgermeister Heinz Hornberger (Regionalverband Nordschwarzwald) (bis 22.10.2014) Verbandsvorsitzender Jürgen Kurz (Regionalverband Nordschwarzwald) (ab 22.10.2014) Bürgermeister Jürgen Kurz (Gemeinde Niefern-Öschelbronn) Vorstandsvorsitzender Uwe Braun (Kreissparkasse Freudenstadt) Präsident Joachim Wohlfeil (Handwerkskammer Karlsruhe) Oberbürgermeister Jürgen Großmann (Stadt Nagold) Stadtrat Florentin Goldmann (Stadt Pforzheim) Bürgermeister Armin Jöchle (Gemeinde Eutingen im Gäu) Oberbürgermeister Julian Osswald (Stadt Freudenstadt) Oberbürgermeister Peter Rosenberger (Stadt Horb) Oberbürgermeister Frank Schneider (Stadt Mühlacker) Wirtschaftsbeauftragter Ralf Heinzelmann (Stadt Freudenstadt) Bürgermeister Markus Wendel (Stadt Bad Teinach-Zavelstein) Bürgermeister Andreas Felchle (Stadt Maulbronn) Steffen Schoch

Geschäftsführung:

- 259 -

Weitere Beteiligungen

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2.2.3 Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH

Gerokstraße 37 70184 Stuttgart

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

0711/ 2 36 47 20 0711/ 2 36 10 49 milla@kunststiftung.de www.kunststiftung.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 15.12.1977 gegründet und am 09.03.1978 ins Handelsregister eingetragen. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 15.12.1977 mit Nachtrag vom 28.02.1978, zuletzt geändert durch Gesellschafterbeschluss vom 17.07.2012.

Gegenstand des Unternehmens
Die Stiftung dient der Förderung der Kunst, vornehmlich in Baden-Württemberg. Die Stiftung dient unmittelbar und ausschließlich gemeinnützigen Zwecken. Ihre Tätigkeit ist darauf gerichtet, der Allgemeinheit durch die selbstlose materielle und geistige Förderung der Kunst zu dienen.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim: Landkreise und Städte, Firmen und Verbände sowie Einzelpersonen: 102.258 € 511 € = 0,50 %

101.747 €

= 99,50 %

Organe
Gesellschafterversammlung Kuratorium: Sabine Kurtz MdL, Vorsitzende Susanne Weber-Mosdorf, stv. Vorsitzende Dr. Peter Baumeister, stv. Vorsitzender Das Kuratorium besteht -einschließlich der Vorsitzenden- aus 40 Mitgliedern. Beirat: Helen Heberer MdL, Vorsitzende Brigitte Lösch MdL, stv. Vorsitzende Minister a.D. Helmut Rau MdL, stv. Vorsitzender

- 260 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Weitere Beteiligungen

Der Beirat besteht einschließlich des/der Vorsitzenden aus 26 Mitgliedern; 24 Mitglieder werden von der Gesellschafterversammlung gewählt (gekorene Mitglieder), 2 weitere Mitglieder werden vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg berufen (geborene Mitglieder). Geschäftsführung: Bernd Georg Milla

- 261 -

Weitere Beteiligungen

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2.2.4 Regionales Rechenzentrum Karlsruhe VermietungsGdbR

Pfannkuchstraße 4 76185 Karlsruhe

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

0721/9529-0 0721/9529-120 rechnungswesen@kivbf.de www.kivbf.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 13.07.1972 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 10.12.2009.

Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Gesellschaft ist die Vorhaltung und Vermietung eines jederzeit betriebsbereiten Betriebsund Verwaltungsgebäudes in Karlsruhe, Pfannkuchstraße 4, mit allen für den Betrieb eines Rechenzentrums erforderlichen Sondereinrichtungen. Das Gebäude und sein Inventar dienen zur Vermietung an den Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken, dessen Unternehmen und Einrichtungen. Diese Regelung gilt auch für Unternehmen und Einrichtungen, an denen der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken beteiligt ist. Eine Vermietung an Dritte ist möglich. Die Gesellschaft ist darüber hinaus zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. Geschäfte die dem Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken, dessen Unternehmen oder Einrichtungen oder Unternehmen und Einrichtungen an denen der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken beteiligt ist, obliegen, darf die Gesellschaft nicht übernehmen.

Beteiligungsverhältnisse
Allg. Rücklage: Stadt Pforzheim: Gemeinden: Kreise: Städte: 6.995.941 € 587.419 € 1.660.986 € 1.235.250 € 3.512.286 € = = = = 8,40 % 23,74 % 17,66 % 50,20 %

Organe
Gesellschafterversammlung

- 262 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Weitere Beteiligungen

Verwaltungsrat: (Stand: 31.12.2014)

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (Stadt Karlsruhe), Vorsitzender Landrat Jürgen Bäuerle (Landkreis Rastatt), 1. stv. Vorsitzender Oberbürgermeister Ralf Eggert (Stadt Calw), 2. stv. Vorsitzender Bürgermeister Toni Huber (Gemeinde Weisenbach), 3. stv. Vorsitzender Erster Bürgermeister Werner Hirth (Stadt Baden-Baden) Oberbürgermeister Hubert Schnurr (Stadt Bühl) Bürgermeister Thomas Nowitzki (Gemeinde Oberderdingen) Bernhard Enderes (Stadt Pforzheim) Landrat Helmut Riegger (Landkreis Calw) Bürgermeister Armin Jöchle (Gemeinde Eutingen im Gäu) William Schmitt

Geschäftsführung:

- 263 -

Weitere Beteiligungen

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

2.2.5 Schwarzwald Tourismus GmbH

Heinrich-von-Stephan-Straße 8b 79100 Freiburg

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

0761/ 89646-0 0761/ 89646-70 mail@schwarzwald-tourismus.info www.schwarzwald-tourismus.info

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 18.10.2001 gegründet und am 21.12.2001 ins Handelsregister eingetragen. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 18.02.2009 unter Berücksichtigung der Änderungen durch Gesellschafterbeschluss vom 09.07.2009.

Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft fördert und unterstützt die naturnahe, ökologische, nachhaltige und zukunftsgerichtete Entwicklung des Tourismus und des Kurwesens im Schwarzwald. Die Gesellschaft trägt zur positiven Imagebildung des Schwarzwaldes als Dachmarke national und international bei. Die Gesellschaft sorgt für die Bekanntheit und die Verbreitung des touristischen Angebotes des Schwarzwaldes und trägt zu einem optimierten Informationsservice für potentielle Gäste und Interessenten bei. Die Gesellschaft entwickelt, betreibt und aktualisiert ein eindeutiges und unverwechselbares Erscheinungsbild des Schwarzwaldes als Urlaubs- und Erholungsregion und fördert dadurch den Bekanntheitsgrad des Schwarzwaldes. Die Gesellschaft koordiniert und fördert die Vermarktung des touristischen Angebotes unter dem Dach des touristischen Markenbegriffs. Die Gesellschaft betreibt das operative touristische Marketinggeschäft für den gesamten Schwarzwald. Die Gesellschaft bezieht privatwirtschaftliche Unternehmen in ihre Marketingaktivitäten ein und koordiniert gemeinsame Werbung für die Marke Schwarzwald. Die Gesellschaft fördert Maßnahmen zur qualitativen und quantitativen Verbesserung des touristischen Angebotes. Zur Erledigung ihrer Aufgaben bedient sich die Gesellschaft eines Marketingkonzeptes und schreibt dieses fort und setzt es um. Die Gesellschaft nimmt ihre Aufgaben im gemeinsamen Interesse der Tourismusbranche und allen sonstigen vom Tourismus profitierenden Betrieben im Schwarzwald wahr. - 264 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Weitere Beteiligungen

Die Gesellschaft verfolgt öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. Die tourismuspolitischen Aufgaben werden als Klammerfunktion für den gesamten Schwarzwald gegenüber dem Bund, dem Land und den Fach- und Dachverbänden vertreten. Die Gesellschaft anerkennt die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit den Institutionen und Verbänden des Schwarzwaldes, die sich ebenfalls um die Förderung des Tourismus bemühen. Diese Institutionen und Verbände können ihre Interessen in einen Fachbeirat einbringen, welcher durch die Gesellschaft eingerichtet wird. Der Fachbeirat ist aus dem Landkreis-Tourismusausschuss zu entwickeln.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: 101.400 €

Stadt Pforzheim über Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim: 250 € KMK Karlsruher Messe- und Kongress GmbH: 1.000 € Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH: 900 € Landkreis Calw: 8.300 € Landkreis Rastatt: 3.400 € Enzkreis: 800 € Landkreis Freudenstadt: 10.700 € Landkreis Schwarzwald-Baar: 9.550 € Landkreis Rottweil: 1.700 € Ortenaukreis: 17.150 € Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG: 1.250 € Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: 26.600 € Landkreis Emmendingen: 3.100 € Landkreis Lörrach: 6.850 € Landkreis Waldshut: 8.450 € Landkreis Karlsruhe: 1.400 €

= =

0,25 % 0,99 %

= 0,89 % = 8,19 % = 3,35 % = 0,79 % = 10,55 % = 9,42 % = 1,68 % = 16,91 % = 1,23 %

= 26,23 % = 3,06 % = 6,75 % = 8,33 % = 1,38 %

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Landrat Frank Scherer, Vorsitzender (ab April 2014) Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Vorsitzende (bis April 2014) Landrat Dr. Klaus Michael Rückert, stv. Vorsitzender Landrat Sven Hinterseh, stv. Vorsitzender Klaus Hoffmann, stv. Vorsitzender Michael Kreft von Byern, stv. Vorsitzender Landrat Frank Scherer Landrätin Dorothea Störr-Ritter Brigitte Goertz-Meissner Dr. Bernd Dallmann Erster Bürgermeister Roger Heidt Bürgermeister Stefan Wirbser Bürgermeister Gabriel Schweizer Bürgermeister Michael Benitz Bürgermeister Armin Hinterseh - 265 -

Weitere Beteiligungen

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Landrat Helmut Riegger Bürgermeister Klaus Mack Landrat Hanno Hurth Landrat Karl Röckinger Bürgermeister Heinz Hornberger (bis November 2014) Oberbürgermeister Julian Osswald (ab November 2014) Landrat Dr. Christoph Schnaudigel Landrätin Marion Dammann Bürgermeister Andreas Wießner Bürgermeister Reinhard Schmälzle (bis November 2014) Bürgermeister a.D. Günter Gorecky (ab November 2014) Bürgermeister Siegfried Scheffold Bürgermeister Toni Vetrano (bis November 2014) Bürgermeister Hans-Jürgen Decker (ab November 2014) Landrat Jürgen Bäuerle Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel Bürgermeister Jörg Frey (bis April 2014) Bürgermeister Fritz Link (ab April 2014) Landrat Tilman Bollacher (bis November 2014) Landrat Dr. Martin Kistler (ab November 2014) Bürgermeister Herbert Kiefer (bis November 2014) Bürgermeister Stefan Dorfmeister (ab November 2014) Stefan Schürlein Klaus Bähr Markus Knoll Christoph Ebers (bis April 2014) Christian Rasch (ab April 2014) Ralf Müller Martin Keppler Geschäftsführung: Christopher Krull

- 266 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Weitere Beteiligungen

2.2.6 beka GmbH

Von-Werth-Straße 37 50670 Köln

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

0221/ 95 14 49-0 0221/ 95 14 49-20 info@beka.de www.beka.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 04.02.1921 gegründet. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 15.05.2012.

Gegenstand des Unternehmens
Der Ein- und Verkauf aller für den Bau, die Erhaltung und den Betrieb von Verkehrsbetrieben und ähnlichen Unternehmungen erforderlichen Wirtschaftsgüter. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und der öffentlichen Nahverkehrsunternehmungen durch Geschäfte und Maßnahmen aller Art. Die Gesellschaft kann solche Geschäfte und Maßnahmen im eigenen oder fremden Namen betreiben.

Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital: Stadt Pforzheim über Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrsbetriebe: 80 Unternehmen (überwiegend aus dem öffentlichen Verkehrssektor): 382.520 €

3.000 €

=

0,78 %

379.520 €

= 99,22 %

Organe
Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat: Dirk Biesenbach, Vorsitzender Martin in der Beek, stv. Vorsitzender Marc Kretkowski André Neiß Oliver Wolff Birgit Münster-Rendel Joachim Berends Ulf Middelberg Dr. Robert Frank - 267 -

Weitere Beteiligungen

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Geschäftsführung:

Dr. Robert Coenen

- 268 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Weitere Beteiligungen

2.2.7 Einkaufsgemeinschaft kommunaler Verwaltungen im Deutschen Städtetag eG

Gereonstraße 18-32 50670 Köln

Telefon: Telefax: E-Mail: Internet:

0221/ 34 03 99-20 0221/ 34 03 99-50 info@ekveg.de www.ekveg.de

Rechtliche Grundlage
Die Gesellschaft wurde am 20.01.2011 gegründet. Es gilt die Satzung in der Fassung vom 20.01.2011.

Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder durch Bündelung ihrer Einkaufsaktivitäten. Gegenstand des Unternehmens sind Dienstleistungen zur Versorgung der Mitglieder mit Bedarfsartikeln jeglicher Art sowie sonstige Dienstleistungen, insbesondere Durchführung rechtskonformer Ausschreibungen für die Mitglieder sowie die Vermittlung des Wareneinkaufs und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Die Genossenschaft kann Beteiligungen an anderen Unternehmen, erwerben, Tochtergesellschaften errichten und Zweigniederlassungen führen, insbesondere Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge abschließen und alle weiteren Geschäfte betreiben, die dem Gegenstand der Genossenschaft und/oder der Förderung der Mitglieder dienen oder zu dienen bestimmt sind. Entsprechende Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Beteiligungsverhältnisse
Geschäftsguthaben: Stadt Pforzheim: 59 Mitglieder (Städte, Kreis, Kommune, Genossenschaft, Einzelpersonen): 30.000 € 500 € (davon eingezahlt: 29.500 €) = 1,67 %

29.500 €

= 98,33 %

Organe
Vorstand: Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Articus, Vorsitzender - 269 -

Weitere Beteiligungen

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Aufsichtsrat:

Verwaltungsdirektor Heribert Schlaus Referent Wolfgang Köhler, Vorsitzender Oberbürgermeister Jörg Dehm (bis 08.10.2014) Kämmerer Torsten Dollinger Oberbürgermeister Peter Jung (ab 12.11.2014)

Generalversammlung Produktbereichsleiterstab: Tobias Behrens (Stadt Wolfsburg) Markus Grams (Stadt Karlsruhe)

- 270 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Anhang I

Erläuterung der Finanzkennzahlen
Für die jeweiligen Beteiligungsgesellschaften werden einheitlich untenstehende Finanzkennzahlen ausgewiesen. Im Folgenden wird ihre Berechnung und Interpretation erläutert: Kennzahl Anlagenintensität Anlagevermögen x 100 / Gesamtvermögen Erläuterung Prozentualer Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen. Eine hohe Anlageintensität ist ein Indiz für einen kostenintensiven Betrieb des Unternehmens, da ein hoher Anteil Anlagevermögen am Gesamtvermögen hohe Fixkosten impliziert. Prozentualer Anteil des Eigenkapital am Gesamtkapital. Eine hohe Eigenkapitalquote gilt als wichtiger Indikator für die Bonität eines Unternehmens und verschafft Sicherheit und Handlungsfreiheit. Diese Kennzahl ist vor allem im Branchenvergleich aussagefähig. Prozentualer Anteil des Eigenkapitals am Anlagevermögen. Gemäß einer grundlegenden Finanzierungsregel soll die Fristigkeit der Finanzierungsmittel der Nutzungsdauer der damit finanzierten Investitionsgüter entsprechen. Das bedeutet, dass zumindest langfristig gebundene Vermögenswerte (Anlagevermögen) durch langfristiges Kapital (Eigenkapital) finanziert sein sollen. Die Anlagendeckung dient der Beurteilung in welchem Maße diese Finanzierungsregel erfüllt ist. Prozentualer Anteil des Jahresüberschusses an den Umsatzerlösen. Die Umsatzrentabilität misst den Betriebserfolg an der Umsatztätigkeit. Sie ist eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens. Ihre Aussagekraft erhält sie vor allem durch den Vergleich über mehrere Jahre, da Erhöhungen bzw. Verminderungen der Umsatzrentabilität Rückschlüsse auf eine verbesserte oder verschlechterte Wirtschaftlichkeit des Betriebes zulassen. Prozentualer Anteil des Jahresüberschusses am Eigenkapital. Die Eigenkapitalrentabilität gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat.

Eigenkapitalquote Eigenkapital x 100 / Gesamtkapital

Anlagendeckung I Eigenkapital x 100 / Anlagevermögen

Umsatzrentabilität Jahresüberschuss x 100 / Umsatzerlöse

Eigenkapitalrentabilität Jahresüberschuss x 100 / Eigenkapital

- 271 -

Anhang I

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Gesamtkapitalrentabilität

Prozentualer Anteil des Jahresüberschusses am Gesamtkapital. (Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen) x Die Gesamtkapitalrentabilität gibt an, in welcher 100 / Gesamtkapital Höhe sich das eingesetzte (Gesamt-)Kapital im Geschäftsjahr verzinst hat. Mit der Berücksichtigung des Zinsaufwandes wird die unterschiedliche Ausstattung der Unternehmen mit Eigen- und Fremdkapital bzw. die daraus resultierende unterschiedliche Zinsbelastung neutralisiert. Um eine einheitliche Vergleichsbasis zu errechnen, wird unterstellt, alle Unternehmen würden nur mit Eigenkapital arbeiten. Deshalb wird dem Betriebsergebnis der tatsächlich entstandene Zinsaufwand für Fremdkapital zugeschlagen. Die Gesamtkapitalverzinsung bietet so vor allem im Branchenvergleich eine gute Grundlage zur Beurteilung der Ertragskraft unabhängig von der Kapitalstruktur. Aufwandsdeckung Umsatzerlöse x 100 / Gesamtaufwand Prozentualer Anteil der Umsatzerlöse am Gesamtaufwand. Der Aufwandsdeckungsgrad gibt an, in welchem Maße ein Unternehmen seine Aufwendungen am Markt über Umsatzerlöse decken kann. Nach § 103 GemO darf eine Gemeinde ein Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts nur errichten, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen, wenn die Aufwandsdeckung des Unternehmens nachhaltig mindestens 25 v. H. beträgt.

Cash-Flow

Der Cash-Flow beschreibt den Mittelzufluss (Einzahlungen) des Geschäftsjahres, dem kein unmittelbaJahresüberschuss rer Mittelabfluss (Auszahlungen) gegenübersteht. Er + Abschreibungen auf Anlagevermögen zeigt somit den aus der laufenden Umsatztätigkeit + Erhöhung der langfr. Rückstellungen resultierenden Finanzmittelüberschuss, der der Un./. Verminderung der langfr. Rückstellungen ternehmung für Investitionsausgaben, Tilgungszahlungen und Gewinnausschüttungen zur Verfügung steht.

- 272 -

Beteiligungsbericht der Stadt Pforzheim für das Geschäftsjahr 2014

Anhang II

Auszug aus der Gemeindeordnung Baden-Württemberg 13
3. Abschnitt „Unternehmen und Beteiligungen“
§ 102 Zulässigkeit wirtschaftlicher Unternehmen
(1) Die Gemeinde darf ungeachtet der Rechtsform wirtschaftliche Unternehmen nur errichten, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen, wenn 1. der öffentliche Zweck das Unternehmen rechtfertigt, 2. das Unternehmen nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Gemeinde und zum voraussichtlichen Bedarf steht und 3. bei einem Tätigwerden außerhalb der kommunalen Daseinsvorsorge der Zweck nicht ebenso gut und wirtschaftlich durch einen privaten Anbieter erfüllt wird oder erfüllt werden kann. (2) Über ein Tätigwerden der Gemeinde nach Absatz 1 Nr. 3 entscheidet der Gemeinderat nach Anhörung der örtlichen Selbstverwaltungsorganisationen von Handwerk, Industrie und Handel. (3) Wirtschaftliche Unternehmen der Gemeinde sind so zu führen, dass der öffentliche Zweck erfüllt wird; sie sollen einen Ertrag für den Haushalt der Gemeinde abwerfen. (4) Wirtschaftliche Unternehmen im Sinne der Absätze 1 und 2 sind nicht 1. Unternehmen, zu deren Betrieb die Gemeinde gesetzlich verpflichtet ist, 2. Einrichtungen des Unterrichts-, Erziehungsund Bildungswesens, der Kunstpflege, der körperlichen Ertüchtigung, der Gesundheitsund Wohlfahrtspflege sowie öffentliche Einrichtungen ähnlicher Art und 3. Hilfsbetriebe, die ausschließlich zur Deckung des Eigenbedarfs der Gemeinde dienen. Auch diese Unternehmen, Einrichtungen und Hilfsbetriebe sind nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu führen. (5) Bankunternehmen darf die Gemeinde nicht betreiben, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Für das öffentliche Sparkassenwesen verbleibt es bei den besonderen Vorschriften. (6) Bei Unternehmen, für die kein Wettbewerb
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gleichartiger Privatunternehmen besteht, dürfen der Anschluss und die Belieferung nicht davon abhängig gemacht werden, dass auch andere Leistungen oder Lieferungen abgenommen werden. (7) Die Betätigung außerhalb des Gemeindegebietes ist zulässig, wenn bei wirtschaftlicher Betätigung die Voraussetzungen des Absatzes 1 vorliegen und die berechtigten Interessen der betroffenen Gemeinden gewahrt sind. Bei der Versorgung mit Strom und Gas gelten nur die Interessen als berechtigt, die nach den maßgeblichen Vorschriften eine Einschränkung des Wettbewerbs zulassen.

§ 103 Unternehmen in Privatrechtsform
(1) Die Gemeinde darf ein Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts nur errichten, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen, wenn 1. das Unternehmen seine Aufwendungen nachhaltig zu mindestens 25 vom Hundert mit Umsatzerlösen zu decken vermag, 2. im Gesellschaftsvertrag oder in der Satzung sichergestellt ist, dass der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt wird, 3. die Gemeinde einen angemessenen Einfluss, insbesondere im Aufsichtsrat oder in einem entsprechenden Überwachungsorgan des Unternehmens erhält, 4. die Haftung der Gemeinde auf einen ihrer Leistungsfähigkeit angemessenen Betrag begrenzt wird, 5. bei einer Beteiligung mit Anteilen in dem in § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes bezeichneten Umfang im Gesellschaftsvertrag oder in der Satzung sichergestellt ist, dass a) in sinngemäßer Anwendung der für Eigenbetriebe geltenden Vorschriften für jedes Wirtschaftsjahr ein Wirtschaftsplan aufgestellt und der Wirtschaftsführung eine fünfjährige Finanzplanung zu Grunde gelegt wird,

in der Fassung vom 24. Juli 2000, zuletzt geändert durch Gesetz vom 16. April 2013 (GBl. S. 55)

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b) der Jahresabschluss und der Lagebericht in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften aufgestellt und in entsprechender Anwendung dieser Vorschriften geprüft werden, sofern nicht die Vorschriften des Handelsgesetzbuchs bereits unmittelbar gelten oder weitergehende gesetzliche Vorschriften gelten oder andere gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, c) der Gemeinde der Wirtschaftsplan und die Finanzplanung des Unternehmens, der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers übersandt werden, soweit dies nicht bereits gesetzlich vorgesehen ist, d) für die Prüfung der Betätigung der Gemeinde bei dem Unternehmen dem Rechnungsprüfungsamt und der für die überörtliche Prüfung zuständigen Prüfungsbehörde die in § 54 des Haushaltsgrundsätzegesetzes vorgesehenen Befugnisse eingeräumt sind, e) das Recht zur überörtlichen Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Unternehmens nach Maßgabe des § 114 Abs. 1 eingeräumt ist, f) der Gemeinde die für die Aufstellung des Gesamtabschlusses (§ 95 a) erforderlichen Unterlagen und Auskünfte zu dem von ihr bestimmten Zeitpunkt eingereicht werden. Die obere Rechtsaufsichtsbehörde kann in besonderen Fällen von dem Mindestgrad der Aufwandsdeckung nach Satz 1 Nr. 1 und dem Prüfungserfordernis nach Satz 1 Nr. 5 Buchst. b, wenn andere geeignete Prüfungsmaßnahmen gewährleistet sind, Ausnahmen zulassen. (2) Die Gemeinde darf unbeschadet des Absatzes 1 ein Unternehmen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft nur errichten, übernehmen oder sich daran beteiligen, wenn der öffentliche Zweck des Unternehmens nicht ebenso gut in einer anderen Rechtsform erfüllt wird oder erfüllt werden kann. (3) Die Gemeinde hat ein Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts, an dem sie mit mehr als 50 vom Hundert beteiligt ist, so zu steuern und zu überwachen, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt und das Unternehmen wirtschaftlich geführt wird; bei einer geringeren Beteiligung hat die Gemeinde darauf hinzuwirken. Zuschüsse der Gemeinde zum Ausgleich von Verlusten sind so gering wie möglich zu halten.

§ 103 a Unternehmen in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Die Gemeinde darf unbeschadet des § 103 Abs. 1 ein Unternehmen in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nur errichten, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen, wenn im Gesellschaftsvertrag sichergestellt ist, dass die Gesellschafterversammlung auch beschließt über 1. den Abschluss und die Änderung von Unternehmensverträgen im Sinne der §§ 291 und 292 Abs. 1 des Aktiengesetzes, 2. die Übernahme neuer Aufgaben von besonderer Bedeutung im Rahmen des Unternehmensgegenstands, 3. die Errichtung, den Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen, sofern dies im Verhältnis zum Geschäftsumfang der Gesellschaft wesentlich ist, 4. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses.

§ 104

Vertretung der Gemeinde in Unternehmen in Privatrechtsform
(1) Der Bürgermeister vertritt die Gemeinde in der Gesellschafterversammlung oder in dem entsprechenden Organ der Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts, an denen die Gemeinde beteiligt ist; er kann einen Gemeindebediensteten mit seiner Vertretung beauftragen. Die Gemeinde kann weitere Vertreter entsenden und deren Entsendung zurücknehmen; ist mehr als ein weiterer Vertreter zu entsenden und kommt eine Einigung über deren Entsendung nicht zu Stande, finden die Vorschriften über die Wahl der Mitglieder beschließender Ausschüsse des Gemeinderats Anwendung. Die Gemeinde kann ihren Vertretern Weisungen erteilen. (2) Ist der Gemeinde das Recht eingeräumt, mehr als ein Mitglied des Aufsichtsrats oder eines entsprechenden Organs eines Unternehmens zu entsenden, finden die Vorschriften über die Wahl der Mitglieder beschließender Ausschüsse des Gemeinderats Anwendung, soweit eine Einigung über die Entsendung nicht zu Stande kommt. (3) Die von der Gemeinde entsandten oder auf ihren Vorschlag gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats oder eines entsprechenden Überwachungsorgans eines Unternehmens haben bei

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ihrer Tätigkeit auch die besonderen Interessen der Gemeinde zu berücksichtigen. (4) Werden Vertreter der Gemeinde aus ihrer Tätigkeit in einem Organ eines Unternehmens haftbar gemacht, hat ihnen die Gemeinde den Schaden zu ersetzen, es sei denn, dass sie ihn vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt haben. Auch in diesem Fall ist die Gemeinde schadenersatzpflichtig, wenn ihre Vertreter nach Weisung gehandelt haben.

Vergleich mit den Werten des vorangegangenen Geschäftsjahres die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen, die wichtigsten Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats oder der entsprechenden Organe des Unternehmens für jede Personengruppe; § 286 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs gilt entsprechend. Ist die Gemeinde unmittelbar mit weniger als 25 vom Hundert beteiligt, kann sich die Darstellung auf den Gegenstand des Unternehmens, die Beteiligungsverhältnisse und den Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens beschränken. (3) Die Erstellung des Beteiligungsberichts ist ortsüblich bekannt zu geben; Absatz 1 Nr. 2 Buchst. b gilt entsprechend. (4) Die Rechtsaufsichtsbehörde kann verlangen, dass die Gemeinde ihr den Beteiligungsbericht und den Prüfungsbericht mitteilt.

§ 105 Prüfung, Offenlegung und Beteiligungsbericht
(1) Ist die Gemeinde an einem Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts in dem in § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes bezeichneten Umfang beteiligt, hat sie 1. die Rechte nach § 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 des Haushaltsgrundsätzegesetzes auszuüben, 2. dafür zu sorgen, dass a) der Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zusammen mit dessen Ergebnis, das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die beschlossene Verwendung des Jahresüberschusses oder die Behandlung des Jahresfehlbetrags ortsüblich bekannt gegeben werden, b) gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Jahresabschluss und der Lagebericht an sieben Tagen öffentlich ausgelegt werden und in der Bekanntgabe auf die Auslegung hingewiesen wird. (2) Die Gemeinde hat zur Information des Gemeinderats und ihrer Einwohner jährlich einen Bericht über die Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts, an denen sie unmittelbar oder mit mehr als 50 vom Hundert mittelbar beteiligt ist, zu erstellen. In dem Beteiligungsbericht sind für jedes Unternehmen mindestens darzustellen: 1. der Gegenstand des Unternehmens, die Beteiligungsverhältnisse, die Besetzung der Organe und die Beteiligungen des Unternehmens, 2. der Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens, 3. für das jeweilige letzte Geschäftsjahr die Grundzüge des Geschäftsverlaufs, die Lage des Unternehmens, die Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Gemeinde und im

§ 105 a Mittelbare Beteiligungen an Unternehmen in Privatrechtsform
(1) Die Gemeinde darf der Beteiligung eines Unternehmens, an dem sie mit mehr als 50 vom Hundert beteiligt ist, an einem anderen Unternehmen nur zustimmen, wenn 1. die Voraussetzungen des § 102 Abs. 1 Nr. 1 und 3 vorliegen, 2. bei einer Beteiligung des Unternehmens von mehr als 50 vom Hundert an dem anderen Unternehmen a) die Voraussetzungen des § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 bis 4 vorliegen, b) die Voraussetzungen des § 103 a vorliegen, sofern das Unternehmen, an dem die Gemeinde unmittelbar beteiligt ist, und das andere Unternehmen Gesellschaften mit beschränkter Haftung sind, c) die Voraussetzung des § 103 Abs. 2 vorliegt, sofern das andere Unternehmen eine Aktiengesellschaft ist. Beteiligungen sind auch mittelbare Beteiligungen. Anteile mehrerer Gemeinden sind zusammenzurechnen. (2) § 103 Abs. 3 und, soweit der Gemeinde für das andere Unternehmen Entsendungsrechte

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eingeräumt sind, § 104 Abs. 2 bis 4 gelten entsprechend. (3) Andere Bestimmungen zur mittelbaren Beteiligung der Gemeinde an Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts bleiben unberührt.

wickelten Wettbewerb teilnehmen und ihre Aufwendungen ohne Zuschüsse aus öffentlichen Haushalten zu decken vermögen oder b) mit der gesamten Tätigkeit einzelner Geschäftsbereiche an einem entwickelten Wettbewerb teilnehmen und dabei ihre Aufwendungen ohne Zuschüsse aus öffentlichen Haushalten zu decken vermögen, 2. bei Aufträgen der in § 100 Abs. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen genannten Art, 3. bei Aufträgen, deren Wert voraussichtlich weniger als 30 000 Euro (ohne Umsatzsteuer) beträgt. Auch bei Vorliegen der Ausnahmevoraussetzungen nach Satz 1 besteht die Verpflichtung nach Absatz 1, soweit die Unternehmen Aufträge für ein Vorhaben vergeben, für das sie öffentliche Mittel in Höhe von mindestens 30 000 Euro in Anspruch nehmen.

§ 106 Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen
Die Veräußerung eines Unternehmens, von Teilen eines solchen oder einer Beteiligung an einem Unternehmen sowie andere Rechtsgeschäfte, durch welche die Gemeinde ihren Einfluss auf das Unternehmen verliert oder vermindert, sind nur zulässig, wenn die Erfüllung der Aufgaben der Gemeinde nicht beeinträchtigt wird.

§ 106 a Einrichtungen in Privatrechtsform
Die §§ 103 bis 106 gelten für Einrichtungen im Sinne des § 102 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 in einer Rechtsform des privaten Rechts entsprechend.

§ 107 Energie- und Wasserverträge
(1) Die Gemeinde darf Verträge über die Lieferung von Energie oder Wasser in das Gemeindegebiet sowie Konzessionsverträge, durch die sie einem Energieversorgungsunternehmen oder einem Wasserversorgungsunternehmen die Benutzung von Gemeindeeigentum einschließlich der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze für Leitungen zur Versorgung der Einwohner überlässt, nur abschließen, wenn die Erfüllung der Aufgaben der Gemeinde nicht gefährdet wird und die berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Gemeinde und ihrer Einwohner gewahrt sind. Hierüber soll dem Gemeinderat vor der Beschlussfassung das Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen vorgelegt werden. (2) Dasselbe gilt für eine Verlängerung oder ihre Ablehnung sowie eine wichtige Änderung derartiger Verträge.

§ 106 b Vergabe von Aufträgen
(1) Die Gemeinde ist verpflichtet, ihre Gesellschafterrechte in Unternehmen des privaten Rechts, auf die sie durch mehrheitliche Beteiligung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt bestimmenden Einfluss nehmen kann, so auszuüben, dass 1. diese die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) sowie § 22 Abs. 1 bis 4 des Mittelstandsförderungsgesetzes anwenden und 2. ihnen die Anwendung der Verdingungsordnung für Leistungen (VOL) empfohlen wird, wenn diese Unternehmen öffentliche Auftraggeber im Sinne von § 98 Nr. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen sind. Satz 1 gilt für Einrichtungen im Sinne des § 102 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 in einer Rechtsform des privaten Rechts entsprechend. (2) Die Verpflichtung nach Absatz 1 entfällt in der Regel 1. bei wirtschaftlichen Unternehmen, soweit sie a) mit ihrer gesamten Tätigkeit an einem ent-

§ 108 Vorlagepflicht
Beschlüsse der Gemeinde über Maßnahmen und Rechtsgeschäfte nach § 103 Abs. 1 und 2, §§ 103 a, 105 a Abs. 1, §§ 106, 106 a und 107 sind der Rechtsaufsichtsbehörde unter Nachweis der gesetzlichen Voraussetzungen vorzulegen.

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Auszug aus dem Gesetz über die Grundsätze des Haushaltsrechts des Bundes und der Länder (Haushaltsgrundsätzegesetz - HGrG) 14

§ 53 Rechte gegenüber privatrechtlichen Unternehmen
(1) Gehört einer Gebietskörperschaft die Mehrheit der Anteile eines Unternehmens in einer Rechtsform des privaten Rechts oder gehört ihr mindestens der vierte Teil der Anteile und steht ihr zusammen mit anderen Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile zu, so kann sie verlangen, dass das Unternehmen 1. im Rahmen der Abschlussprüfung auch die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung prüfen lässt; 2. die Abschlussprüfer beauftragt, in ihrem Bericht auch darzustellen a) die Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage sowie die Liquidität und Rentabilität der Gesellschaft, verlustbringende Geschäfte und die Ursachen der Verluste, wenn diese Geschäfte und die Ursachen für die Vermögens- und Ertragslage von Bedeutung waren, die Ursachen eines in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresfehlbetrages;

§ 54 Unterrichtung der Rechnungsprüfungsbehörde
(1) In den Fällen des § 53 kann in der Satzung (im Gesellschaftsvertrag) mit Dreiviertelmehrheit des vertretenen Kapitals bestimmt werden, dass sich die Rechnungsprüfungsbehörde der Gebietskörperschaft zur Klärung von Fragen, die bei der Prüfung nach § 44 auftreten, unmittelbar unterrichten und zu diesem Zweck den Betrieb, die Bücher und die Schriften des Unternehmens einsehen kann. (2) Ein vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes begründetes Recht der Rechnungsprüfungsbehörde auf unmittelbare Unterrichtung bleibt unberührt.

b)

c)

3. ihr den Prüfungsbericht der Abschlussprüfer und, wenn das Unternehmen einen Konzernabschluss aufzustellen hat, auch den Prüfungsbericht der Konzernabschlussprüfer unverzüglich nach Eingang übersendet. (2) Für die Anwendung des Absatzes 1 rechnen als Anteile der Gebietskörperschaft auch Anteile, die einem Sondervermögen der Gebietskörperschaft gehören. Als Anteile der Gebietskörperschaft gelten ferner Anteile, die Unternehmen gehören, bei denen die Rechte aus Absatz 1 der Gebietskörperschaft zustehen.

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vom 19. August 1969, zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15. Juli 2013 (BGBl. I S. 2398)

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