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Bürgerstiftungen und ihre Engagierten

Full text: Analysen, Daten, Trends (Rights reserved) Ausgabe 2014/15 Bürgerstiftungen und ihre Engagierten (Rights reserved)

Bürgerstiftungen und ihre Engagierten Analysen, Daten, Trends 2014/15 Bürgerstiftungen und ihre Engagierten Analysen, Daten, Trends 2014/15 Die Initiative Bürgerstiftungen ist ein Projekt des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Sie dankt ihren Projektförderern: DR. JÜRGEN REMBOLD STIFTUNG ZUR FÖRDERUNG DES BÜRGERSCHAFTLICHEN ENGAGEMENTS Impressum Herausgeber: Bundesverband Deutscher Stiftungen Haus Deutscher Stiftungen Mauerstraße 93 | 10117 Berlin Telefon (030) 89 79 47-0 | Fax -81 www.stiftungen.org www.buergerstiftungen.org V.i.S.d.P.: Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär Verantwortlich: Ulrike Reichart, Leiterin Initiative Bürgerstiftungen Redaktion: Sebastian Bühner, Franziska Rötzsch Berlin, September 2014 ISBN: 978-3-941368-67-5 Statistik: Gabriele Fleischer, Caroline Gleim Lektorat: Nicole Woratz Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese P ­ ublikation in der Deutschen ­ ationalbibliografie. N D ­ etaillierte bibliografische Daten im Internet unter: http://dnb.d-nb.de abrufbar. Druck: trigger.medien.gmbh Gestaltung und Satz: Christian Mathis, stickfish productions Bildnachweis: Titelfoto: Eva Kell für die Stiftung Bürger für Leipzig; S. 6 l.o.: Delmenhorster Kreisblatt; S. 6 r.o.: Bürgerstiftung Herdecke; S. 6 l.u.: Stiftung Lesen; S. 6 r.u.: Bürgerstiftung Unna; S. 9–13: Eva Kell; S. 26: Alexander Sell; S. 28/29: BürgerKolleg; S. 30: Sarah Neuendorf; S. 81: David Ausserhofer Die Rechte an den Fotos der zitierten Bürgerstifter liegen bei den jeweiligen Personen oder bei der Initiative ­ ürgerstiftungen B (IBS). Falls nicht anders vermerkt, liegen die Rechte der Fotos bei den Bürgerstiftungen oder der IBS. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und der Vereinfachung wird in der vorliegenden Publikation nur eine geschlechts­ spezifische Form verwendet. Es sind jedoch immer sowohl das männliche als auch das weibliche Geschlecht eingeschlossen. Inhalt Inhalt Vorwort | von Ulrike Reichart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 I. Schwerpunkt bürgerschaftliches Engagement Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement: Bürgerstiftungen bieten beides von Franziska Rötzsch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Ergebnisse der RegionalTreffs 2014: Engagement in Bürgerstiftungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Plakate, Anzeigen, Kontakte: Wie Bürgerstiftungen Mitstreiter finden von Andreas Schreck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Das Engagement beginnt am Stammtisch | von Ruth Romanowski-Steger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Man muss auch „Nein“ sagen können | von Juliane Graichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Die Arbeit mit bürgerschaftlich Engagierten aus rechtlicher Sicht von Prof. Dr. Burkhard Küstermann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Kein Abbild der Gesellschaft – über die Gremienarbeit in Bürgerstiftungen von Prof. Dr. Wolfgang Anders . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Es geht auch ohne Ochsentour: Über die Vorteile von Bürgerstiftungen in der heutigen Engagementkultur | Interview mit Prof. Dr. Sebastian Braun . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 „Ich bin direkt an Menschen dran“ | von Sebastian Bühner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Schulbank statt Vereinsheim dank BürgerKolleg | Interview mit Kris Kunst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Durch Standards falsche Erwartungen vermeiden | von Barbara Buchsteiner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Die Agentur unterm Stiftungsdach | von Frauke Adrians . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 II. Bürgerstiftungen in Deutschland Steckbrief Bürgerstiftung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die 10 Merkmale einer Bürgerstiftung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . „Mehr begriffliche Klarheit wäre wünschenswert“ | Interview mit Dr. Ulrich Maly . . . . . . . . . . . . . . . Vom Aufbruch 2030 zum Zukunftsprogramm Bürgerstiftungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der deutsche Bürgerstiftungssektor in Zahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Bürgerstiftungen in den Bundesländern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 38 40 43 44 48 III. Die Initiative Bürgerstiftungen Das unabhängige Kompetenzzentrum: Die Initiative Bürgerstiftungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 Strategien, Standards, Stiftungswissen – Die BürgerstiftungsWerkstatt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Experten in den Bundesländern: Die Regionalkuratoren der IBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 IV. Adressteil Die deutschen Gütesiegel-Bürgerstiftungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 3 Vorwort Das größte Geschenk Bürgerstiftungen sind auf Menschen angewiesen, die dieses Modell mit Leben füllen, auf Menschen, die sich bürgerschaftlich engagieren – mit Geld, Zeit und Ideen. „Das größte Geschenk, das unser Land sich selbst gemacht hat“, hat Joachim Gauck das Engagement der vielen Freiwilligen in Deutsch­ land genannt. Der Bundespräsident hat recht: Das bürger­ schaftliche Engagement in unserem Land ist ein Geschenk von unschätzbarem Wert. Berechnen kann man freilich den Gegenwert der geleiste­ ten Arbeitsstunden: 4,6 Milliarden sind es laut Freiwilligenatlas von Prognos und Generali im Jahr. Legte man nur den gesetzlichen Mindest­ lohn von 8,50 Euro zugrunde, entspräche das Engagement in diesem Land einem Wert von mehr als 39 Milliarden Euro. Schon das ist eine beachtliche Größe. Doch der Wert dieses Geschenkes für un­ sere Gesellschaft ist noch größer: Freiwilliger Einsatz für die Gesellschaft schafft ein Werteund Gemeinschaftsgefühl, das unbezahlbar ist. Nicht zufällig beginnt der Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürger­ schaftlichen Engagements“ mit den Worten: „Bürgerschaftliches Engagement ist eine unver­ zichtbare Bedingung für den Zusammenhalt der Gesellschaft.“ Die 25.500 Bürgerstifter haben einen maßgeb­ lichen Anteil an diesem Geschenk an unser Land. Ihr Engagement hob der Bundespräsident beim 4 Deutschen StiftungsTag 2014 besonders hervor. „Beeindruckende Persönlichkeiten“ nannte er die Bürgerstifter, denen er bei einem seiner ersten Termine im Amt, der Preisverleihung des Ideenwettbewerbs für Bürgerstiftungen, begeg­ net war. Auch bei den Bürgerfesten des Bundespräsi­ denten zeigte Joachim Gauck seine große Wert­ schätzung der Bürgerstiftungsarbeit: So lud er in diesem und im vergangenen Jahr jeweils zehn von der Initiative Bürgerstiftungen vorgeschla­ gene Bürgerstifter ins Schloss Bellevue ein und dankte ihnen – stellvertretend für alle Bürger­ stifter – für ihr Engagement. Bürgerstifter bringen sich vor Ort mit Zeit, Geld und Ideen ein. Erst sie machen es möglich, dass eine Bürgerstiftung die Gemeinschaft mitgestal­ ten und positiv verändern, dass sie zu Plattform und Netzwerk bürgerschaftlicher Beteiligung im Lokalen werden kann. Und sie tun dies ganz überwiegend unentgeltlich: 95 Prozent aller in Bürgerstiftungen aktiven Menschen verdienen damit nicht ihren Lebensunterhalt, sondern en­ gagieren sich hier in ihrer Freizeit. Schon diese Zahl macht deutlich: Bürger­ schaftliches Engagement ist für Bürgerstiftungen elementar. Und dies ist keinesfalls nur dem Umstand geschuldet, dass der Stiftungszweck Das größte Geschenk Ulrike Reichart, Leiterin Initiative Bürgerstiftungen oftmals nicht allein aus dem gerade in den An­ fangsjahren geringen Kapital verwirklicht werden kann. Bürgerschaftliches Engagement ist ein Wesensmerkmal einer Bürgerstiftung, das sich sowohl in der Arbeit der Gremien als auch der Durchführung von Projekten widerspiegelt. Kurz gesagt: Bürgerstiftungen ohne bürger­ schaftliches Engagement – das geht nicht. Und weil dieses Geschenk der Engagierten so un­ gemein wertvoll ist, gilt es, richtig damit um­ zugehen. Wie setzen Bürgerstiftungen Freiwillige ad­ äquat ein? Wie gewinnen sie sie? Wie kann die Zusammenarbeit so gestaltet werden, dass sie für beide Seiten gewinnbringend ist? Diesen Fragen widmete sich die Initiative Bürgerstiftungen (IBS) in den vergangenen Mo­ naten, sie bildeten die Diskussionsgrundlage der RegionalTreffs der BürgerstiftungsWerkstatt im Frühjahr 2014. Hier kamen mehr als 130 Bürger­ stifterinnen und Bürgerstifter zusammen, um sich über die Arbeit mit Engagierten auszutauschen und Handlungsempfehlungen zu formulieren. Diese hat die IBS zu Qualitätsstandards verdich­ tet, die den Bürgerstiftungen zur Überprüfung ihrer Arbeit dienen, Hilfestellung bieten und zur weiteren Professionalisierung und zum Erfolg der Bürgerstiftungen beitragen. Die Jahrespublikation bietet über die Veröffent­ lichung der Qualitätsstandards hinaus weitere Informationen und Anregungen zum Thema. Sie erläutert Begriffe, lässt Experten zu Wort kom­ men, gibt Praxisbeispiele und einen Überblick über die Bürgerstiftungsbewegung mit aktuellen Daten. Die Vielfalt des bürgerschaftlichen Enga­ gements in Bürgerstiftungen zeigt auch der Blick in die Bundesländer: In zahlreichen Projekten bringen sich Menschen vor Ort in Bürgerstiftun­ gen für ihre Region ein – ein Projekt aus jedem Bundesland stellt diese Publikation vor. Die Projekte können freilich nur Beispiele sein. Mehr als 600.000 Arbeitsstunden wurden 2013 in den Bürgerstiftungen mit Gütesiegel von Engagierten geleistet. Sie arbeiten kostenlos – umsonst hingegen arbeiten sie nicht. Denn, wie die weltweit größte Langzeitstudie zur Zufrieden­ heit feststellte: Menschen, die sich gemeinnützig engagieren, sind glücklicher. So gesehen sind nicht nur die Engagierten für das „Glück“ der Bürgerstiftungen unentbehrlich. Auch Bürgerstiftungen tragen – den richtigen Umgang mit bürgerschaftlichem Engagement vorausgesetzt – zum Glück ihrer Mitstreiter bei. Eine anregende Lektüre wünscht Ihre Ulrike Reichart 5 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement: Bürgerstiftungen bieten beides Die Begriffe „Bürgerschaftliches Engagement“ und „Ehrenamt“ werden häufig synonym verwendet. Die genauere Betrachtung zeigt jedoch klare Unterschiede. Übungsleiter im Sportverein, Rettungssanitäter, Gemeinderäte, Organisatoren von Bibelkreisen, Seniorencafés oder Selbsthilfegruppen, Sterbe­ begleiter, Lesepaten für Kinder, Feuerwehrleute, Mitarbeiter im Eine-Welt-Laden, Unterstützer einer Bürgerinitiative und nicht zuletzt Stifter: Bürgerschaftliches Engagement ist vielfältig – und nicht selten wird es im alltäglichen Sprach­ gebrauch mit „Ehrenamt“ bezeichnet. Fragt man engagierte Menschen danach, wie sie ihre Tätigkeit selbst bezeichnen, so stehen „Freiwilligenarbeit“ und „Ehrenamt“ weit vorn, so die jüngste Freiwilligensurvey des Bundes­ ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Begriff „Bürgerschaftliches Engage­ ment“ hingegen steigt zwar in seiner Popularität, allerdings nur auf sehr niedrigem Niveau: Gerade einmal 9 Prozent der Engagierten nutzten ihn 2009 für ihre eigene Arbeit. Im Bereich der Engagementförderung ist der Begriff aber inzwischen etabliert, bestätigt Karin Haist, Leiterin des Forums Engagementförderung Engagieren kann man sich auf vielfältige Art. Nicht immer muss es ein Ehrenamt sein. 6 Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement Von Franziska Rötzsch, Initiative Bürgerstiftungen beim Bundesverband Deutscher Stiftungen und des Bereichs Gesellschaft der Körber-Stiftung, wenngleich „im Alltag unbedacht auch mal das Wort Ehrenamt“ verwendet werde. Betrachtet man beide Bezeichnungen ge­ nau, so zeigen sich Unterschiede: Zunächst einmal ist bürgerschaftliches Engagement der weiter gefasste Begriff. Die Enquete-Kommis­ sion „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engage­ ments“ bestimmte in ihrem Bericht 2002 „bür­ gerschaftliches Engagement“ als freiwillig und gemeinwohlorientiert. Es spielt sich im öffent­ lichen Raum ab und ist nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet. „Bürgerschaftliches Engagement“ ist weiter gefasst – und politischer Ehrenamt ist damit eine Form bürgerschaftlichen Engagements – bei Weitem jedoch nicht die einzige. Heute bezeichnet der Begriff im eigent­ lichen Sinn jenes bürgerschaftliche Engagement, das mit der Übernahme eines Amtes bzw. einer Position in festen Strukturen verbunden ist. Karin Haist sieht einen weiteren Unterschied: „Ehrenamt ist ein Angebot einer Organisation, beim bürgerschaftlichen Engagement gehen Motivation und Ausgestaltung vom Einzelnen aus.“ Damit sei bürgerschaftliches Engagement auch „ein Stück weit politischer“, so Haist. „Wer ein Ehrenamt übernimmt, bestätigt damit auch den Status quo gesellschaftlicher Strukturen und wirkt stabilisierend. Bürgerschaftliches En­ gagement hingegen enthält das Element der Selbstbestimmung und der Abgrenzung von diesen Strukturen.“ Der gesellschaftliche Wandel hin zu mehr Mo­ bilität, flexibleren Arbeitsbedingungen und dem erstarkenden Willen der Bürger mitzubestim­ men, verstärkt den Trend hin zu neuen Formen bürgerschaftlichen Engagements. So schrieb der damalige Leiter der Enquete-Kommission zum bürgerschaftlichen Engagement Michael Bürsch: „Während Menschen sich früher typi­ scherweise langfristig einer bestimmten Orga­ nisation verpflichteten und ,ihremʻ Verein ein Leben lang verbunden blieben, engagieren sich heute immer mehr Menschen eher spontan und projektförmig. Engagement muss zur jeweiligen Lebenssituation passen.“ Noch bedeutsamer aber sei die Beobachtung, dass „bürgerschaft­ lich Engagierte mit ihren Aktivitäten heute in stärkerem Maße Bedürfnisse nach Eigenver­ antwortung und Selbstbestimmung verbinden als früher“. Für Bürgerstiftungen seien sowohl das klas­ sische Ehrenamt als auch flexiblere Formen bürgerschaftlichen Engagements wichtig, sagt Karin Haist: „Bürgerstiftungen brauchen Men­ schen, die sich in Strukturen wohlfühlen und Ämter übernehmen, ebenso wie engagierte Bürger, die selbstbestimmter etwas anpacken wollen und punktuell zu einem bestimmten Thema bei der Bürgerstiftung anknüpfen. Bür­ gerstiftungen können beides bieten. Das ist eine große Chance.“ 7 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Ergebnisse der RegionalTreffs 2014: Engagement in Bürgerstiftungen Welche Aspekte sind für die Zusammenarbeit mit Engagierten zentral? Und wie lassen sich diese erfolgreich gestalten? Mit diesen Fragen haben sich mehr als 130 Bürgerstiftungsakteu­ re bei sieben RegionalTreffs im Frühjahr 2014 beschäftigt. Dabei orientierten sich die Teilneh­ mer an drei Phasen, in die sich das Engagement gliedern lässt: Zunächst ging es um das Werben von Freiwilligen und um den Beginn der Tätigkeit, dann um die konkrete Zusammenarbeit im Alltag der Bürgerstiftung und schließlich um die Frage, wie man die Engagierten gut verabschiedet und danach weiter informiert. Das vorliegende Papier hält die wichtigsten Ergebnisse dieser Treffen fest. Bürgerschaftlich Engagierte gewinnen Bürgerstiftungen müssen Engagierte finden, die zu unterschiedlichen Aufgaben bereit sind, um das Spektrum von Organisations- und Koordina­ tionsaufgaben bis hin zur Projektarbeit erledigen zu können. Die zu vergebenden Aufgaben müssen klar definiert und kommuniziert werden. Die Enga­ gierten müssen entsprechend qualifiziert sein – auch, um später Enttäuschungen zu vermeiden. Daher ist ein Personalkonzept nötig, aus dem hervorgeht, wie viele Engagierte man in welchen Zeiträumen für welche Tätigkeiten braucht. Es ist wichtig, eine Beziehungskultur zu entwickeln und zu klären, wer wen anspricht. Besonders erfolgreich bei der Rekrutierung von bürgerschaftlich Engagierten sind Bürger­ stiftungen, wenn sie Menschen zielgerichtet und persönlich ansprechen. Anlässe gibt es viele: 8 öffentliche Veranstaltungen, Ehrenamtsmessen, Aktionen der Bürgerstiftungen oder Stände in Fußgängerzonen und auf Marktplätzen. Auch mit Stammtischen lassen sich Neugierige an­ locken. Manche Bürgerstiftungen organisieren Tref­ fen, zu denen sie alle Angehörigen eines Jahr­ gangs einladen (auch mithilfe der Stadtverwal­ tung), etwa alle, die in dem Jahr 60 werden. In größeren Städten gibt es oft Kooperati­ onen mit Freiwilligenzentren. In Leipzig etwa werden die meisten Engagierten über die Frei­ willigenagentur rekrutiert, bei der das benötigte Stellenprofil hinterlegt ist. Ein Vorteil: Die Zeit­ spanne zwischen Bewerbung und Einsatz ist oft sehr kurz. Sinnvoll ist es, die Mitarbeit in konkreten Projekten anzubieten. Das geht durch die persön­ liche Ansprache, durch Werbung mit Plakaten, Projektberichte in den Medien. Einige Bürgerstif­ tungen schreiben die Stellen aus. In den eigenen Publikationen wie Newsletter, Stifterzeitung, Neujahrsbrief können Annoncen veröffentlicht werden. Manchmal veröffentlicht auch die Stadt Monatshefte, in denen die Bürgerstiftung für En­ gagement werben kann. In München recherchiert ein Praktikant themenbezogen nach Akteuren bei entsprechenden Organisationen. Wenn die Bürgerstiftung in den Medien ist, melden sich häufiger Menschen, die mitma­ chen wollen. Daher ist die Pressearbeit nicht zu vernachlässigen. Empfehlenswert ist, sich feste Ansprechpartner in den Lokalredaktionen zu su­ chen – und natürlich regelmäßig über die eigene Arbeit zu informieren. Ergebnisse der RegionalTreffs 2014 Manche Projekte zielen auf Kooperationen mit Unternehmen. Diese können Mitarbeiter für bestimmte Aktionen freistellen oder das Enga­ gement auf andere Art begünstigen (Brücken bauen in Braunschweig). Bürgerstiftungen kön­ nen auch einen Marktplatz organisieren, auf dem gemeinnützige Organisationen und Unterneh­ men zusammenkommen (wie in Aachen), oder eine Projektbörse (wie in Osnabrück), auf der Engagementinteressierte (vornehmlich aus der Wirtschaft) und Projektträger sich finden. Soziale Medien können dazu beitragen, eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Dabei ist es wichtig, authentisch zu kommunizieren. Außer­ dem haben Bürgerstiftungen die Möglichkeit, direkt in Schulen und Universitäten zu werben. Wichtig ist, die Konditionen deutlich zu ma­ chen: Art, Dauer und Umfang des Engagements. Es hilft, konkrete Anforderungsprofile zu erstel­ len – also nicht allgemein nach jemandem für die Öffentlichkeitsarbeit zu suchen, sondern die spezifischen Aufgaben anzugeben (zum Beispiel Erstellen von Verteilern, Aufbau von Journalisten­ kontakten, Pflegen der Website). Die Fotos entstanden im Rahmen des Projekts „Video der Generationen“ der Stiftung Bürger für Leipzig. andere setzen sich ständig damit auseinander oder halten zumindest die Augen auf, wer die Bürgerstiftung gut vertreten könnte. Die meisten Akteure meinen, dass Gremienmitglieder auch Stifter sein müssen. Ausschreibungen halten die meisten Bürgerstiftungen für keine gute Idee. Sinnvoll ist es, vorausschauend zu planen und einen Zeitpuffer zu haben. Bedingungen, die die Rekrutierung b ­ ürgerschaftlich Engagierter erleichtern: Die Eintritts- und Austrittsschwelle muss nied­ rig sein. Hilfreich ist zudem ein hoher Bekannt­ heitsgrad. Daran zu arbeiten lohnt sich, etwa, indem die Bürgerstiftung gezielt Projekte und Aktionen durchführt, die einen starken Marketin­ geffekt haben und mediale Resonanz erzeugen (zum Beispiel Bürgerfrühstück oder Aktionen zu Weihnachten, etwa auf dem Weihnachtsmarkt, oder eine Aktion, bei der die ganze Stadt betei­ ligt ist, wie das Freiburger Münsterderby). Auch Vorleseaktionen werden häufig als guter Einstieg genannt. Für manche Themen ist es schwieriger, Engagierte zu gewinnen, zum Beispiel für Natur­ wissenschaften. Wichtig ist ferner, die Website stets aktuell und informativ zu halten. Hilfreich ist ansprechend und interessant gestaltetes Informationsmaterial. Um einen höheren Anreiz für Zeitstifter zu schaffen, kann das Einräumen eines Stimmrech­ tes für diese reizvoll sein. (Die Stadtteil-Stiftung Hemelingen praktiziert dies.) Weitere Tipps, um Ehrenamtliche zu gewinnen: Engagierte bitten, Bekannte mit­ zubringen. ■■ Bei der Stadtverwaltung fragen, wer in ­ ente R geht. ■■ Menschen mit großen Netzwerken und be­ trächtlicher Reichweite wie Politiker oder Unternehmer überzeugen, für die Bürger­ stiftung zu werben. ■■ Neue Projekte mit einem Runden Tisch star­ ten. So werden alle relevanten Akteure mit­ samt ihrer Expertise involviert. Vielleicht folgen Hinweise auf weitere Experten. ■■ Mehrere Bürgerstiftungen berichten, mit Patenprojekten gute Erfahrungen gemacht zu haben, weil sich leicht Engagierte finden lassen. ■■ Bereits 9 Die Frage, wie man neue Gremienmitglieder gewinnt, wird sehr unterschiedlich beantwortet. In einigen Bürgerstiftungen kommt das Thema nur aus aktuellem Anlass auf die Tagesordnung, Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Mit bürgerschaftlich Engagierten arbeiten An der Frage, ob das bürgerschaftliche Engage­ ment einer vertraglichen Basis bedarf, scheiden sich die Geister. Einige Bürgerstiftungen (wie in Dresden oder Leipzig) lehnen es ab, Verträge zu schließen, meist, weil sie zu formal wirken und daher abschrecken könnten. Es gibt jedoch auch die Erfahrung, dass Verträge von den Engagierten erwartet werden, gerade auch aus versicherungs­ technischen Gründen. Klar ist: Ein Vertrag ersetzt nicht intensive persönliche Gespräche. Sie sind die Grundlage, auf der das Engagement fußt. In vielen Bürgerstiftungen gibt es keine Verträge, sondern Protokolle und Zielvereinbarungen. Auch die Anforderung, ein polizeiliches Füh­ rungszeugnis einzureichen, kann heikel sein, wenn sie als Zeichen des Misstrauens verstanden wird. Hier ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Manche halten das Führungszeugnis jedoch für ein Qualitätsmerkmal, das den Engagierten die Verantwortung der Aufgabe vor Augen führt. Mitunter schließt die Bürgerstiftung Haftpflicht­ versicherungen für ihre Ehrenamtlichen ab. Eine Möglichkeit für einen guten Start der Enga­ gierten besteht darin, an der Mitarbeit Interessierte über Schnupperphasen an das Engagement he­ ranzuführen und sie mitentscheiden zu lassen, wo sie sich gern einbringen würden. Probehalber können sie an Besprechungen teilnehmen, um einen Eindruck von der Atmosphäre zu bekommen. In jedem Fall sollten die bürgerschaftlich Engagier­ ten mit dem Selbstverständnis der Bürgerstiftung vertraut und einverstanden sein. Die Engagierten sind Partner, nicht bloß Helfer Für die Ehrenamtlichen ist es wichtig, dass sie Freude an der Arbeit haben. Verschiedene Faktoren können das unterstützen. Dazu zählen Verlässlichkeit und klare Strukturen. Die bürgerschaftlich Engagierten sollten als Partner und nicht lediglich als Helfer der Haupt­ amtlichen gesehen werden. Dazu gehört eine Kommunikation auf Augenhöhe, wobei eine klare Aufgabenverteilung zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen Voraussetzung für die erfolgrei­ che Zusammenarbeit ist. Wichtig ist auch, die Entscheidungsbefugnisse zu klären. Teilweise „Fündig geworden?“ Mit flottem Spruch und witzigem Video nahm die Stiftung Bürger für Leipzig am Ideenwettbewerb der Initiative Bürgerstiftungen und der Herbert 10 QuandtStiftung teil. Ergebnisse der RegionalTreffs 2014 werden Möglichkeiten der Mitbestimmung ein­ geräumt – bis hin zur Beteiligung an Budgetent­ scheidungen. Mehrfach wurde jedoch gesagt, dass es besonders für Stiftungen, die ausschließlich ehrenamtlich geführt werden, schwierig ist, Eh­ renamtliche kontinuierlich zu betreuen. Die Videos sollten gerade älteren Menschen Lust machen, sich zu engagieren. So kann die Koordination ohne Hauptamt­ iche l gelingen: Die Bürgerstiftung Wiesbaden mit einem ehrenamtlichen Vorstand ohne haupt­ amtliche Geschäftsstelle arbeitet mit Kern­ teams, die sich erfolgreich um ihre jeweiligen Projekte kümmern. In den Kernteams überneh­ men für die Aufgabe geeignete Ehrenamtliche auch Führungspositionen. Von überragender Bedeutung für den Erfolg von Projekten ist, dass der Vorstand der Bürgerstiftung den Ehrenamtlichen in den Kernteams Vertrauen entgegenbringt. Gruppengröße: Einige Bürgerstiftungen haben die Erfahrung gemacht, dass die En­ gagierten sich besser mit der Bürgerstiftung und ihrer Arbeit identifizieren können, wenn die Gruppen nicht zu groß sind. In Hamburg gibt es Arbeitsgruppen mit ehrenamtlichen Gutachtern, die aus maximal 25 Personen bestehen und von einem Hauptamtlichen begleitet werden. So werden die Engagierten informiert und qualifiziert: Um gut ins Engagement einzuführen, bedarf es einer systematischen Herangehensweise. Am Anfang brauchen die Ehrenamtlichen eine detaillierte Einführung, Betreuung und Integra­ tion in das Team. Dazu gehört die Möglichkeit, sich vorzustellen und zu erfahren, wer welche Zuständigkeiten hat – eine wichtige und aufwen­ dige Aufgabe, die bis zu einem Jahr dauern kann. Das wird erleichtert durch einen Leitfaden, der die Ziele der Arbeit beschreibt sowie Aufgaben und Rechte definiert. Bei Fragen und Unklarheiten muss es feste Ansprechpartner geben. Regelmäßige Treffen dienen dem Austausch. Hier können die Engagierten offene Fragen erörtern und sich untereinander kennenlernen. In einem gewachsenen Netzwerk finden die Engagierten Ansprechpartner für unterschiedliche Fragen und Themen. Bei der Arbeit in der Geschäfts­ stelle kann ein Jour fixe sinnvoll sein, wenn die Zusammenarbeit nicht ohnehin sehr eng ist. Konstruktiv sind Reflexionsgespräche nach einer bestimmten Engagementdauer, etwa nach drei oder sechs Monaten. Wichtige Informationen erhalten die Engagier­ ten auch im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit (aktuelle Homepage, Stifterbrief, Newsletter, sonstige Mailings, Einladung zu Veranstaltungen). Zu beachten: Für viele Engagierte sind Qualifikationen, die sie im Rahmen des Engagements erwerben, eine wichtige Zusatzmotivation. In Dresden werden Lesepaten an vier Wochenenden ge­ schult, etwa durch die Arbeit mit Schauspie­ lern und Sprecherziehern. Diese Schulungen ermöglichen einen intensiven Austausch, was die Bindung stärkt. So bleiben die Engagierten auch länger dabei. 11 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Wie Bürgerstiftungen das Engagement würdigen: Bei der Arbeit mit Freiwilligen ist es sehr wich­ tig, eine Kultur des Lobes und der Dankbarkeit zu entwickeln. Das kann ritualisiert werden, sodass wiederkehrende Anlässe (Jubiläen, Tag der (Bürger-)Stiftung) genutzt werden, um die Wertschätzung zu teilen. Ansonsten sind kleine Aufmerksamkeiten hilfreich: zum Geburtstag gratulieren, für besondere Einsätze loben, Feed­ back weiterleiten. Darüber hinaus unterstreichen Einladungen zu ausgewählten Veranstaltungen die Wertschätzung für die Ehrenamtlichen (Weih­ nachtsessen der Geschäftsstelle, Führungen, Ausflüge, sonstige Events wie gemeinsames Kochen oder Tanzen). Wichtig ist auch, kritische Punkte klar und un­ missverständlich anzusprechen und die Arbeit regelmäßig gemeinsam zu reflektieren. Nur da­ durch lässt sich aus Fehlern lernen. Außerdem wird so die Arbeit gewürdigt und den Engagier­ ten signalisiert, dass sie wichtig sind. Nur wenn ihnen gezeigt wird, wo ihre Stärken und Schwä­ chen liegen, können sie sich weiterentwickeln. Daneben geben solche Gespräche den Enga­ gierten Raum, sich mit Rückmeldungen, Verbes­ serungsvorschlägen, Wünschen und Problemen in den Prozess einzubringen. Wenn die Zusammenarbeit nicht klappt: Bei Problemen bieten sich Vier-Augen-Gesprä­ che an. Einige Bürgerstiftungen empfehlen, Kon­ flikte öffentlich zu machen – nicht um jemanden bloßzustellen, sondern um zu zeigen, wie in Kon­ fliktsituationen verfahren wird. In jedem Fall muss die Sache vorher mit der betroffenen Person geklärt werden. Eine offene Kommunikation verhindert Tratsch und die Verbreitung von Halbwahrheiten. Von Seiten der Stiftungen besteht häufig die Angst vor „schlechtem Gerede“. Viele Bürger­ stiftungen raten aber zu einem „Ende mit Schre­ cken“ als zu einem „Schrecken ohne Ende“. Wichtig ist auch hier, dass die Gespräche auf Augenhöhe stattfinden. Freiwillige sollten die Chance haben, mit Würde und erhobenem Haupt aus dem Gespräch zu gehen. Dass über­ haupt solch ein Gespräch geführt wird, wird von vielen bereits als Anerkennung wahrgenommen. Konkrete Ideen und Praktiken der Würdigung: ■■ Die Bürgerstiftung Wiesloch organisiert ein 12 Sommerfest für die ganze „BürgerstiftungsFamilie“, dabei gibt es Essen und Getränke zum Selbstkostenpreis. ■■ Bürgerstiftung Hirschberg an der Bergstraße: Stifter und Spender werden mit einer Urkun­ de gewürdigt, die im Rathaus ausgestellt ist. ■■ Fast schon eine Selbstverständlichkeit sind Engagementnachweise, die sich etwa für Bewerbungen eignen. ■■ Der Ehrenamtspass (Dresden) bietet ver­ schiedene Vergünstigungen und Rabatte für Engagierte. Er ist auf 5.000 Stück limitiert. ■■ In Dresden gibt es zusätzlich jedes Jahr zwei große Veranstaltungen zusammen mit der Freiwilligenagentur für 450 bürgerschaftlich Engagierten der Stadt Dresden mit Kultur, Catering und Oberbürgermeister. ■■ Bürgerstiftungen können Engagierte wür­ digen, indem sie sie für den deutschen Engagementpreis vorschlagen. ■■ Der Tag des Ehrenamts am 5. Dezember bietet sich ebenfalls für ein besonderes Dankeschön an. ■■ Für fünf- oder zehnjähriges Engagement können Urkunden überreicht werden. ■■ Einige Bürgerstiftungen hängen die Stifter­ liste an prominenter Stelle aus (zum Beispiel im Rathaus oder eine Art Hall of Fame in der Geschäftsstelle). Besonders wichtig: ■■ Das Engagement muss Freude machen und von Vertrauen geprägt sein. Engagierten brauchen Klarheit. Dazu gehören auch kritische Anmerkungen. ■■ Demokratische und transparente Verfahren stärken die Legitimität der Bürgerstiftung. Begrenzte Amtszeiten von Gremienmitglie­ dern sind sinnvoll, zum Beispiel maximal drei mal drei Jahre. Dann ist es aber gut, darauf zu achten, dass nicht alle auf einmal gehen. Auch eine Altersgrenze kann sich anbieten. ■■ Man muss als Bürgerstiftung nicht immer alles allein machen. Oft kann es ­ rojekte P ■■ Die Ergebnisse der RegionalTreffs 2014 Die Jury des Ideenwettbewerbs honorierte den provokan­ ten Ansatz. Die Stiftung Bürger für Leipzig kam auf den 3. Platz. beflügeln, wenn man externe Experten hin­ zuzieht, etwa im Rahmen eines Runden Tisches. ■■ Die Zusammenarbeit sollte im Bewusstsein darüber erfolgen, dass die Engagierten mit der Stiftung in Verbindung gebracht werden. Daher sollte von beiden Seiten ein respekt­ voller Umgang herrschen. ■■ Manche Bürgerstiftungen zahlen Aufwands­ entschädigungen, etwa für Sachaufwendun­ gen oder Fahrtkosten. Diese Posten können steuerlich geltend gemacht werden. In Sach­ sen erhalten bürgerschaftlich Engagierte vom Freistaat eine Aufwandsentschädigung. werden können. Wenn die Zusammenarbeit erfolgreich war, müssen Bürgerstiftung und En­ gagierte auch nach Ablauf eines Projektes nicht unbedingt getrennte Wege gehen. Die Würdigung bei der Verabschiedung sollte sich an der geleisteten Arbeit orientieren. Viele Bürgerstiftungen präferieren praktische, indivi­ duelle Geschenke gegenüber Anstecknadeln – sicherlich eine Frage der Größe der Bürgerstiftung. Auch innerhalb der Stiftung sollte mit den an­ deren Mitarbeitern offen und transparent über die Verabschiedung gesprochen und erfragt werden, welche Wünsche und Erwartungen sie haben. Eine resümierende Einschätzung der Engagierten hilft der Bürgerstiftung, sich weiterzuentwickeln. Bürgerschaftlich Engagierte verabschieden Jeder bürgerschaftlich Engagierte ist ein Botschaf­ ter der Bürgerstiftung und hat Einfluss auf deren Image – auch nach dem Ausscheiden. Nach Ab­ schluss der Projektarbeit ist eine wertschätzende Verabschiedung wichtig. So bleibt die Tür offen, auch für eine etwaige Fortsetzung der Arbeit in einem anderen Projekt. Bei Gremienmitgliedern bietet es sich häufig an, zu prüfen, inwiefern sie weiterhin in die Stiftungsarbeit eingebunden Zum Abschied ■■ In Braunschweig dürfen scheidende Vorstän­ de der städtischen Bibliothek im Namen der Bürgerstiftung etwas schenken. ■■ Zeugnisse oder Bestätigungen sind vor allem für junge Menschen wichtig. ■■ Kommunikationskanäle sollten gepflegt werden, sodass ehemals Engagierte auf dem Laufenden gehalten werden. 13 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Plakate, Anzeigen, Kontakte: Wie Bürgerstiftungen Mitstreiter finden Mehr als 100 Freiwillige engagieren sich für die Bürgerstiftung Göttingen. Wie die Bürgerstiftung sie sucht, hängt vor allem von der Funktion ab, für die sie die Engagierten braucht. Seit 2001 verfügt die Bürgerstiftung Göttingen über eine Geschäftsstelle mit professionell be­ setzter Geschäftsführung (20 Wochenstunden). Von 2012 bis Ende 2014 ist zudem eine Bürger­ arbeiterin tätig. Mit der Betreuung der EDV, des Internetauftritts, der Gestaltung von Werbemit­ teln sowie der Facebook-Aktivitäten werden Dienstleister beauftragt, die allerdings nur einen Bruchteil ihrer Leistungen in Rechnung stellen. Nahezu 100 Personen engagieren sich eh­ renamtlich in der Bürgerstiftung Göttingen. Etwa 15.000 Stunden wenden sie so pro Jahr für junge Menschen auf. Wie wir unsere Engagierten gewin­ nen, hängt auch von der gewünschten Funktion ab. So lassen sich fünf Formen bürgerschaftli­ chen Engagements unterscheiden: 1. Dauerhaft Projektbeteiligte Die beiden Patenschaftsprojekte „Zeit für ein Kind“ und „Zeit für Jugendliche“ werden von erfahrenen Projektkoordinatoren geleitet. In den beiden Patenprojekten sind aktuell 35 Erwach­ sene zwischen 20 und 84 Jahren für mindestens ein Jahr – im Durchschnitt für vier Jahre – enga­ giert. Die Paten kommen zu uns, weil sie von uns gehört haben oder sie der Internetauftritt neugierig gemacht hat. Mit der Veranstaltung „Paten gesucht“ werben wir einmal pro Jahr an der Volkshochschule Göttingen gezielt um Paten. Außerdem helfen Infostände in der Fuß­ gängerzone, mit Menschen, die sich engagieren möchten, ins Gespräch zu kommen. Seit 2013 legen wir bei Veranstaltungen und in den beiden Göttinger Freiwilligenzentren auch Einzelblätter mit Stellenanzeigen aus, die uns schon Anfragen eingebracht haben. Im Herbst 2013 schlug eine Studentin vor, an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen ein Plakat „Paten gesucht“ aufzu­ hängen. Dieses schlicht gehaltene und günstig produzierte Plakat, das wir einfach aufhängten, führte sofort zu drei Anfragen, aus der bislang eine Patenschaft resultierte. Einen erheblichen Beitrag, Paten zu gewin­ nen, leistet die beständige und aufmerksame Begleitung der aktiven Patinnen und Paten. So gratulieren wir allen Paten zum Geburtstag, laden sie zum Göttinger Bürgerfrühstück ein und sie können kostenlos den jährlichen Pädagogischen Kongress an der Universität Göttingen (Teilnah­ megebühr 70 Euro) besuchen. Etliche Paten über­ nehmen nach dem Ende einer Patenschaft, die meist auf Veränderungen aufseiten des Kindes/ Jugendlichen beruht, eine neue Patenschaft. 2. Unterstützer bei (einmaligen) Aktionen Eine herausragende Aktion unserer Bürgerstif­ tung ist das jährlich stattfindende Göttinger Bürgerfrühstück. Neben dem Unterhaltungs- und Genussfaktor dient diese Veranstaltung auch dazu, die Arbeit der Bürgerstiftung Göttingen vorzustellen und die Geschäftsstelle durch Spon­ sorenerlöse zu finanzieren. Am Auf- und Abbau und an der Bedienung der Gäste beteiligen sich Helferteams verschiedener Organisationen wie dem Sportverein ASC Göttingen, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk. Zu­ dem unterstützen uns (ehemalige) Angestellte 14 Wie Bürgerstiftungen Mitstreiter finden von Lebensmittellieferanten. Ebenso sind alle Vorstandsmitglieder, teilweise mit Familienan­ gehörigen, beteiligt. Dieser etwa 50 Personen umfassende Helferkreis ist seit vier Jahren ziem­ lich stabil. Zum Dank werden alle einige Tage nach dem Event zu einem Abendessen einge­ laden. Insbesondere für das Kinderprogramm fanden sich bislang stets junge Menschen, die manchmal gleich fürs nächste Jahr ihre Beteili­ gung zusagten. Für weitere Aktionen wie die jährliche Teilnah­ me an der „Grünen Woche“ (Erlebniskochen im Einkaufszentrum) oder Leseaktionen am bun­ desweiten Vorlesetag greift die Bürgerstiftung Göttingen auf Göttinger Bundestagsabgeordnete und Landesminister aus dem Stiftungsrat zurück, die sich für öffentlichkeitswirksame Auftritte meist leicht gewinnen lassen. 3. Unterstützer in Verwaltung und Projektentwicklung Die Bürgerstiftung Göttingen hat eine Prakti­ kumsvereinbarung mit der Universität Göttingen unterzeichnet, um Studenten bis zu drei Mona­ te (kostenlos) beschäftigen zu können. Hierzu liegen noch keine Erfahrungen vor. Ein Ziel ist es, empirisch abgesicherte Erkenntnisse über den „Wert“ unserer Arbeit zu gewinnen. Abge­ schlossen wurde im April 2014 eine studentische Gruppenarbeit, die der Evaluation und Mitarbei­ terrekrutierung im Projekt „Zeit für Jugendliche“ diente. Die vier Studenten der Privaten Hoch­ schule Göttingen beschafften für die weitere Arbeit relevante Erkenntnisse, etwa indem sie aktive Paten und Göttinger Passanten befrag­ ten. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Göttinger Hochschulen soll ausgeweitet werden. 4. Gremienmitglieder Um eine Strategie zu entwickeln, um neue Gre­ mienmitglieder zu gewinnen, hat die Bürger­ stiftung Göttingen im Oktober 2013 einen Stra­ tegieworkshop der BürgerstiftungsWerkstatt durchgeführt. Ein Sitz im Vorstand ist seit April 2014 bewusst vakant, da mittelfristig ein neuer Finanzvorstand gefunden werden muss. Wegen der umsatzsteuerlich aufwendigen Abrechnung Von Andreas Schreck, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Göttingen des Bürgerfrühstücks und der Verwaltung von fünf Treuhandstiftungen wird derzeit in persön­ lichen Gesprächen nach einer Persönlichkeit gesucht, die an der Aufgabe Freude hätte und die erforderliche Fachkompetenz aufweist. Da­ neben erwägen wir, im „Göttinger Tageblatt“ eine Stellenanzeige zu schalten. Aufgrund der satzungsmäßig verankerten „Selbstorganisation“ des Stiftungsrats können Impulse in personeller wie inhaltlicher Hinsicht nur von diesem selbst ausgehen. 5. Menschen, die ohne konkreten Projektbezug „etwas Sinnvolles“ machen möchten Auf Spontan-Interessierte ist die Bürgerstiftung Göttingen nur bedingt vorbereitet. Durch Fotos an den Bürowänden wird auf Beteiligungsformen hingewiesen. Zudem informieren Flyer über die Projekte und die Rahmenbedingungen wie etwa Versicherungsschutz oder Aufwandsentschädi­ gungen. Nicht leicht durchschaubar ist zuweilen, wenn hinter einem Angebot ehrenamtlichen Engage­ ments auch kommerzielle Interessen stecken (Beispiel: kostenloses personalintensives Fit­ nessangebot für Jugendliche, mit dem Ziel, neue Kunden für das Fitnessstudio zu akquirieren). Abschließend lässt sich sagen, dass es nicht nur einen Bedarf an bürgerschaftlich Engagier­ ten aufseiten der Bürgerstiftung Göttingen gibt, sondern offenbar auch den Bedarf vieler Bürge­ rinnen und Bürger, sinnvoll an der Gestaltung des Gemeinwesens mitzuwirken: Hierbei rückt die Bürgerstiftung mehr und mehr in den Fokus. 15 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Das Engagement beginnt am Stammtisch Die Projektarbeit ist das Aushängeschild einer Bürgerstiftung – und wird meist von ­ ürgerschaftlich b Engagierten gestemmt. Ein erfolgreiches Zusammenspiel zwischen Projektkoordinatoren und den E ­ ngagierten ist an Voraussetzungen geknüpft: Die Engagierten müssen ihre Rolle kennen und ausfüllen können, die Koordinatoren müssen über den Projektverlauf stets auf dem Laufenden sein. 16 2007 hat die Bürgerstiftung Ditzingen das Projekt „Jobpaten“ gestartet. Ehrenamtlich Engagierte unterstützen dabei Hauptschüler in ihrer Be­ werbungsphase von der achten Klasse bis in die Ausbildungszeit hinein. Sie helfen ihnen dabei, Stärken und Begabungen zu erkennen, unterstützen bei der Suche nach geeigneten Berufsfeldern, nach Praktikumsplätzen und Aus­ bildungsstellen. In der Gruppe üben die Jugend­ lichen Telefon- und Vorstellungsgespräche oder simulieren Einstellungstests. Alle zwei bis vier Wochen gehen die Jobpaten in Einzelgesprächen auf die persönliche Situation der Jugendlichen ein. Jede Woche investieren die Jobpaten etwa zwei Stunden. Da es sich bei der Bürgerstiftung Ditzingen um eine kleine Stiftung handelt, gibt es einen regen Austausch zwischen dem Vor­ stand und den Engagierten. Das Projekt startete mit sieben Engagierten und bekam im Laufe der Zeit starken Zulauf – u.a. durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit der Bür­ gerstiftung. So liegt die Zahl der Engagierten seit Jahren recht konstant bei 25. Wer entschlossen ist, Pate zu werden, ist hochmotiviert und würde gern sofort aktiv werden. Bis zum Beginn des Pro­ jekts, das zweimal jährlich startet, muss dieser Tatendrang aufrechterhalten werden. Für die Bürgerstiftung Ditzingen ist dafür das Mittel der Wahl der Stammtisch. Er bietet eine gute Gelegenheit, die Interessenten über die Patenschaften zu informieren. Jobpaten tau­ schen sich hier über ihre Arbeit, die Probleme und verschiedene Lösungswege aus. Die neuen Paten bekommen so einen tieferen Einblick in die Tätigkeit und werden – noch ehe sie ihr En­ gagement beginnen – in die Gruppe integriert. Das gibt ihnen Sicherheit. Um die Paten auf ihren Einsatz vorzubereiten, bietet die Bürgerstiftung Ditzingen ein Basis­ seminar an. Im Vordergrund stehen fachliche Informationen über den Bewerbungsverlauf bis hin zum Vertragsabschluss zwischen den Jugend­ lichen und den ausbildenden Unternehmen. Die Paten lernen, wie es gelingt, ein Interessenprofil zu erstellen, passende Berufe zu identifizieren sowie Vorstellungsgespräche und Einstellungs­ tests vorzubereiten. Rollenspiele sensibilisieren sie dafür, Gespräche konstruktiv zu führen. Als erfahrene Paten können die Koordinatoren ver­ schiedene Aspekte mit praktischen Beispielen ergänzen. Sensibilisierung der Paten In diesen Seminaren darf auch das Thema „Gren­ zen des Ehrenamtes“ nicht fehlen. Bei Jugendli­ chen, die aus schwierigen familiären Verhältnis­ sen kommen, kann es Probleme geben, die sich mit ehrenamtlicher Hilfe nicht lösen lassen. Hier ist darauf zu achten, die Grenze zur Arbeit profes­ sioneller Kräfte (wie etwa Therapeuten oder Sozi­ alarbeiter) nicht zu überschreiten. Uns ist wichtig zu vermitteln, dass familiäre oder persönliche Probleme von Jugendlichen distanziert gesehen werden müssen. Außerdem dürfen Misserfolg, abweisendes Verhalten oder Desinteresse der Jugendlichen nicht als persönliches Unvermö­ gen oder gar als Versagen empfunden werden. Im Jahresverlauf erhalten die Mitarbeiter weitere Fortbildungen. Das Angebot reicht von Das Engagement beginnt am Stammtisch Von Ruth Romanowski-Steger, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Ditzingen Seminaren zu fachlichen Themen wie zum Bei­ spiel Onlinebewerbungen über themenbezoge­ ne Vorträge bis zu moderierten Gesprächen mit örtlichen Unternehmern. Als Projektleiter ist es wichtig, aufmerksam und offen für die Anliegen der Projektbeteilig­ ten zu sein. Als zum Beispiel eine Schülerin mit ihrem Jobpaten nicht glücklich war, war ein anderer Schüler bereit, zu tauschen. Seither verlaufen beide Patenschaften harmonisch. Bei allen Projekten haben wir gute Einblicke in das Projektgeschehen, weil wir den engen persön­ lichen Kontakt per Mail oder Telefon suchen, regelmäßig nach Problemen im Ablauf fragen und bei den Treffen über die Erfahrungen und Befindlichkeiten reden. Das Projekt immer wieder überdenken Wer aus dem Projekt ausscheidet, hat meist berufliche oder familiäre Gründe. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen Paten sich überfordert füh­ len oder Erwartungen nicht erfüllt werden, zum Beispiel weil die Schüler nicht motiviert sind. Dann hilft ein Zweiergespräch, um herauszu­ finden, was zu der Situation geführt hat, ob wir das Problem lösen können und ob die Tätigkeit unter anderen Bedingungen fortgesetzt werden kann. Alle Gründe, die zu einem vorzeitigen Ende der ehrenamtlichen Tätigkeit führen, müssen wir erforschen. Zudem denken wir immer wieder über die Organisation des Projekts nach und sind bereit, das Konzept zu überarbeiten und Erfah­ rungen aus anderen Projekten zu übernehmen. Stellt sich heraus, dass ein Engagierter für das Projekt ungeeignet ist, muss das Gespräch sehr feinfühlig geführt werden. Einmal boten wir einer Patin eine Mitarbeit in einem anderen Projekt an. Hier bringt sie sich nun begeistert ein. An unseren Projekten beteiligen sich viele Engagierte, die ihre Aufgaben mit großer Freu­ de und Hingabe erfüllen. Diese Menschen sind eine zentrale und wertvolle Ressource der Bür­ gerstiftung Ditzingen. Um dieses Engagement angemessen zu würdigen, laden wir sie jährlich zu einer kleinen kulturellen Veranstaltung ein, bei der sich die Mitarbeiter projektübergreifend ken­ nenlernen, vernetzen und austauschen können. 17 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Man muss auch „Nein“ sagen können Nicht immer funktioniert die Zusammenarbeit mit Engagierten reibungslos. Sich vorzeitig zu trennen kann unangenehm sein, aber nötig, um Schaden abzuwenden – vom Projekt und von dem Engagierten. 18 Bürgerstiftungen sind von dem Gedanken des bürgerschaftlichen Engagements getragen. Sie fördern ehrenamtliche Projekte und werden bei ihrer Arbeit selbst von Engagierten unter­ stützt. Auf unterschiedlichen Ebenen treffen Menschen aufeinander, um eine gemeinsame Sache voranzubringen. Dabei bringt jeder En­ gagierte seine Geschichte, seine persönlichen Wertvorstellungen und Ressourcen ein. Aber so unterschiedlich wie die Projektideen und Motivationen der Menschen sein können, so unterschiedlich sind auch die Vorstellungen von der „richtigen“ Umsetzung einer Idee. Und mitunter stellt sich heraus, dass die Erwartungen und Vorstellungen der Engagierten nicht mit den Zielen des Projektes übereinstimmen. Hier heißt es, eine gute Form des Nein-Sagens zu finden. Nur: Wie sag ich, dass es nicht passt? Bei der Bürgerstiftung Halle konnten wir in den vergangenen zehn Jahren mit unseren Pa­ tenprojekten „Halle hat Talent“ und „Max geht in die Oper“ aber auch im Bereich allgemeiner Stiftungsaufgaben unterschiedliche Erfahrungen mit dem Thema sammeln. Dieser Artikel konzen­ triert sich auf die Patenprojekte. Das Motto „Zusammenpassen versus Falsch­ sein“ hat sich für uns als Leitfaden in der Arbeit mit Engagierten herauskristallisiert. Wir prüfen, ob beide Seiten Gleiches erwarten und erreichen wollen. Wie sieht der Pate seine eigene Rolle? Wie füllt er die Aufgaben aus? Entspricht das Selbstverständnis (noch) den gemeinsam for­ mulierten Standards? Was simpel klingt, entpuppt sich in der Praxis als praktikable Folie, Engagierte zu gewinnen und den Kontakt zu pflegen, aber eben auch, sie zu verabschieden. Wer seine eigenen Bedürfnis­ se kennt – also weiß, was er sich für sein Projekt wünscht und welche Erwartungen die Stiftung hat –, kann diese auch klar formulieren. Manchmal passt ein anderes Projekt besser Der angehende Pate erfährt dann schon am An­ fang, worauf er sich einlassen würde. Manchmal klappt die Zusammenarbeit nicht, weil es einfach nicht passt. Wobei „nicht passend“ eben nicht heißt, prinzipiell ungeeignet zu sein, sondern nur in Bezug auf dieses Projekt. Mitunter kann man dann auf ein anderes Projekt verweisen. Vielleicht kristallisiert sich auch heraus, dass das Zeitbudget eines Bewerbers nicht ausreicht, die Vorstellungen auseinanderklaffen oder die Lebensumstände zu unsicher für eine verbind­ liche Aufgabe sind. Dann nimmt er vielleicht selbst Abstand von der Idee. Bei beiden Patenschaftsprogrammen ist das Kennenlerngespräch mit anschließender Be­ denkzeit elementar. Ob anschließende Probe­ zeit oder regelmäßige Gespräche – wichtig ist, dass Gesprächsanlässe geschaffen werden, bei denen die Anfangserwartungen mit den neuen Erfahrungen abgeglichen werden können. Beide Seiten haben so Gelegenheiten zu sagen: Es war gut, aber danke, jetzt nicht mehr, weil … Leider läuft es nicht immer ideal. Es gibt Si­ tuationen, in denen die Wahrnehmungen nicht in Übereinstimmung zu bringen sind. Es ist wohl niemandem angenehm, eine Person, die helfen möchte, abzulehnen. Doch bewahrt man sie so Mann muss auch „Nein“ sagen können Von Juliane Graichen, Projektleiterin der Bürgerstiftung Halle vor größeren Enttäuschungen, wenn man nur die Passung und nicht die Person anzweifelt. Manchmal muss man Nein sagen können, wenn man zu den eigenen Vorstellungen Ja sagen will. Dafür ganz individuell geeignete Formulierun­ gen zu finden, braucht Zeit und Geduld. Bei den Patenschaften können wir meist plausibel darlegen, dass es für diesen Menschen gerade kein „passendes Kind“ gibt oder kein Team denkbar ist, wo sich Eigenschaften gut ergänzen würden. Trotzdem gelingt es nicht immer, dass das Gegenüber die wertschätzende Absage oder den Abschied auch so wertschätzend versteht. Die ersten Versuche haben dementsprechende „Bauchschmerzen“ verursacht. Der Austausch im Team oder mit anderen Patenprojekten kann hier gut entlasten. Dass wir uns Zeit nehmen, ist dem Engagierten wichtig Aber auch wenn die Zusammenarbeit reibungs­ los verlief, kann es Gründe geben, sich zu ver­ abschieden – etwa, weil ein Projekt ausläuft, der Ehrenamtliche neue Herausforderungen sucht oder den Wohnort wechselt. Hier ist es leichter, Abschied zu nehmen. Dennoch: Was heißt ein guter Abschied? Wie erkenne ich das Engagement an? Unsere Paten spiegeln uns immer wider, wie wichtig es ihnen ist, dass wir uns für sie Zeit nehmen. Ein passendes Ritual ist aus unserer Sicht ein Abschiedsgespräch, ein Austausch über die Erfahrungen, die die Paten gemacht haben. Wir blicken gemeinsam zurück und klä­ ren, wie wir künftig Kontakt halten wollen. In der Regel erhalten sie unseren E-Mail-Newsletter, als Paten noch zusätzliche Informationen aus dem Projekt. Falls gewünscht, gibt es ein Zertifikat für ihr Engagement. Vor Kurzem bin ich einer ehemaligen Patin be­ gegnet, an deren schwieriges Abschiedsgespräch vor etwa einem Jahr ich mich noch sehr gut erin­ nern kann. Innerhalb der Patenschaft hatte sich gezeigt, dass die Vorstellungen über Kultur und Patenrolle doch nicht zusammenpassen. Das Gespräch war anstrengend – viel Unverständnis und Enttäuschung standen wie eine Mauer im Raum. Ich habe versucht, die Vorstellungen der Patin zu verstehen und meine eigenen zu erläu­ tern – ohne sie wertend nebeneinanderzustellen oder die Patin überzeugen zu wollen. So konnten wir am Ende jede Seite mit ihrer Sicht stehen lassen. Ob dies ein gelungener Abschied war, habe ich damals trotzdem eher bezweifelt; zu viele negative Emotionen schienen im Spiel zu sein. Dass es dennoch gelungen ist, war erst bei dieser Wiederbegegnung offensichtlich. Als ich die Patin traf meinte sie: „,Max geht in die Operʻ ist eines der besten Projekte, die ich für Halle kenne, nur halt nicht für mich als Patin, aber für Max gespendet habe ich gerade.“ Fazit: Wir würden allen Projektverantwortli­ chen empfehlen, es von Anfang an als Bestand­ teil mitzudenken, Engagierte zu verabschieden oder abzulehnen. 19 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Die Arbeit mit bürgerschaftlich Engagierten aus rechtlicher Sicht Wer sich bürgerschaftlich engagiert, den treibt der Wunsch, Gutes zu tun. Die Frage nach den rechtlichen Rahmenbedingungen des Einsatzes erscheint da manch einem als eher fernliegend. Gleichwohl ist es hilfreich, die rechtliche Sicht auf die Arbeit als Engagierter und mit Engagierten zu kennen; vor allem, wenn es um die Basis der Zusammenarbeit und Fragen der Haftung geht. Bürgerschaftlich Engagierte schließen in aller Regel – auch wenn ihnen dies nicht bewusst ist – mit der gemeinnützigen Organisation, für die sie tätig werden, einen Vertrag ab: Sie erklä­ ren sich bereit, der Organisation ihre Zeit und Arbeitsleistung unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Das entspricht aus rechtlicher Sicht den Charakteristika eines Auftrags, den die Organi­ sation dem Engagierten erteilt. Damit ist für den ehrenamtlich Engagierten zugleich ein Anspruch auf Erstattung von erforderlichen Geld- und Sach­ aufwendungen verbunden. Auch wenn dies – sieht man von einigen Ausnahmen ab – gesetzlich nicht gefordert wird, so kann es doch sinnvoll sein, die getroffene Vereinbarung schriftlich zu fixieren. Dies schafft Klarheit über den Verantwor­ tungsbereich des Engagierten und führt ihm vor Augen, dass die Organisation auf seinen Einsatz vertraut. Wünscht eine Seite, das Engagement zu beenden, kann die Organisation den Auftrag zu jedem Zeitpunkt widerrufen, der Engagierte den Vertrag jederzeit kündigen. Bürgerschaftliches Engagement und Haftung Die Frage nach der Haftung bürgerschaftlich En­ gagierter sorgt immer wieder für Verunsicherung. Daher ist es sinnvoll, sich die unterschiedlichen rechtlichen Beziehungen, in denen es zu haf­ tungsrechtlichen Ansprüchen kommen kann, vor Augen zu führen: Ein Vorstandsmitglied hat vielfältige Pflichten. Verletzt es sie, kann das bedeuten, haften zu müssen, wie es sich aus der Satzung, dem Zivil-, Steuer- oder Sozialversicherungsrecht ergibt. Diese Umstände sollen das bürgerschaftliche En­ gagement jedoch nicht behindern. Daher hat der Gesetzgeber für Vorstände, die unentgeltlich tätig sind oder für ihre Tätigkeit eine Vergütung von we­ niger als 720 Euro pro Jahr erhalten, eine Haftungs­ erleichterung vorgesehen: Sie haften für einen in Wahrnehmung ihrer Vorstandspflichten verursach­ ten Schaden gegenüber der Organisation nur dann selbst, wenn Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen. Müssen sie gegenüber Dritten haften, haben sie möglicherweise einen Regressanspruch gegenüber der Organisation. Der Vorstandsvorsit­ zende einer Bürgerstiftung hätte also zum Beispiel möglicherweise einen Regressanspruch gegenüber der Bürgerstiftung. Sind die Aufgabenbereiche auf mehrere Vorstandsmitglieder verteilt und ist das schriftlich fixiert, kann das die Verantwortlichkeit weiter reduzieren – zumindest in haftungsrechtli­ cher Hinsicht. Bei Engagierten, die keine Gremi­ enposition innehaben, kann eine angemessene Verteilung der Haftung zwischen Organisation und Engagierten herbeigeführt werden, wenn man die im Arbeitsrecht geltenden Grundsätze des „inner­ betrieblichen Schadensausgleichs“ entsprechend anwendet. Diese nehmen eine Verteilung der Haftung zwischen Unternehmen und Arbeitneh­ mer vor, die sich am Grad des Verschuldens des Arbeitnehmers orientiert. Gemeinnützige Organisation Engagierter (Freiwilliger o. Vorstand) 20 Geschädigter Dritter Die Arbeit mit bürgerschaftlich Engagierten aus rechtlicher Sicht Von Prof. Dr. Burkhard Küstermann, LL.M., Initiative Bürgerstiftungen Versicherungsschutz für Engagierte Versicherungsschutz für Engagierte ist vor allem in zwei Richtungen denkbar. Kommt der bürger­ schaftlich Engagierte im Rahmen seines Einsatzes selbst zu schaden, ist es von Vorteil, wenn zu seinen Gunsten eine Unfallversicherung besteht. Schädigt der Engagierte einen außenstehenden Dritten, so kann zu seinen Gunsten eine Haft­ pflichtversicherung eingreifen. Folgende Arten des Versicherungsschutzes sind möglich: 1. Der Engagierte kann eine private (Unfall- oder Haftpflicht-)Versicherung abschließen, die auch den Einsatz im Ehrenamt erfasst. 2. Der bürgerschaftlich Engagierte kann kraft Gesetzes unfallversichert sein oder hat unter Umständen die Möglichkeit, sich freiwillig in der gesetzlichen Unfallversicherung zu versi­ chern. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung für gewählte oder beauftragte Eh­ renamtsträger in gemeinnützigen Organisationen. 3. Die gemeinnützige Organisation kann zuguns­ ten des Engagierten eine private (Unfall- oder Haftpflicht-)Versicherung abschließen. 4. Der Engagierte kann über einen Sammelversi­ cherungsvertrag versichert sein, den sein Bun­ desland zum Schutz der bürgerschaftlich Enga­ gierten abgeschlossen hat. Vielfach besteht der daraus resultierende Versicherungsschutz jedoch nur für Personen, die ihr Engagement in rechtlich unselbständigen Einrichtungen ausüben (zum Beispiel in freien Initiativen oder nicht eingetragenen Vereinen). Einkommensteuerliche Begünstigung des Ehrenamtes Zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements sieht das Steuerrecht vor, dass bestimmte Ein­ nahmen steuerfrei sind. Hierzu zählen einerseits jährliche Einnahmen bis zu einer Größenordnung von 2.400 Euro, die in Ausübung bestimmter be­ günstigter Tätigkeiten erzielt werden (sogenannter Übungsleiterfreibetrag), andererseits Einnahmen aus ehrenamtlicher gemeinnütziger Tätigkeit bis zu einer Höhe von insgesamt 720 Euro (sogenannte Ehrenamtspauschale). Hingewiesen sei letztlich darauf, dass eine Spendenbescheinigung für den Zeiteinsatz bürgerschaftlich Engagierter nur unter sehr engen Voraussetzungen erteilt werden kann. Fazit Bürgerschaftliches Engagement attraktiv zu ma­ chen, verlangt von den Verantwortlichen, Rah­ menbedingungen zu schaffen, die den Einsatz unterstützen und fördern. Wissen über die recht­ lichen Strukturen ist daher ebenso wichtig, wie über Möglichkeiten eines versicherungsrechtlichen Schutzes nachzudenken. Weiterführende Informationen: ■■ Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Unfallversichert im freiwilligen Engagement, Berlin 2014 ■■ B. Küstermann: Rechtsratgeber Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement, Berlin 2010 ■■ www.ehrenamt-deutschland.org 21 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Kein Abbild der Gesellschaft – über die Gremienarbeit in Bürgerstiftungen Sie haben die Bürgerstiftung initiiert, eine Vision entwickelt, Projektideen umgesetzt – dabei tragen Gremienmitglieder von Bürgerstiftungen viel Verantwortung. Überrascht es da, dass sie nicht immer ein Spiegelbild der Gesellschaft sind, sondern überwiegend aus bildungsaffinen Milieus stammen? Bürgerstiftungen entstehen oft nach dem „Prinzip des glücklichen Zufalls“: Bürger einer Kommune kommen ins Gespräch und thematisieren dabei Notwendigkeit und Optionen zivilgesellschaftli­ chen Engagements. Sie planen, dieses Thema zu vertiefen, stoßen auf das Konzept der Bür­ gerstiftung, informieren sich und beschließen die Gründung einer solchen. Aus der informellen Runde wird eine Bürgerstiftungsinitiative, die daran arbeitet, die formalen Voraussetzungen zu erfüllen, um möglichst zügig die Stiftung ins Leben zu rufen. In dieser Konstellation bilden die Bürger, die eine Bürgerstiftung auf den Weg bringen, (natür­ lich) nicht die Bevölkerungsstruktur der Kommune repräsentativ ab. Sie haben (zwangsläufig) auch nicht alle Themen auf der Agenda, die aus Sicht anderer prioritär sind. Pioniere wollen vor allem freie Hand Diese holzschnittartige Skizzierung der Genese von Bürgerstiftungen entspricht durchaus den Forschungserkenntnissen zur Entwicklung von Organisationen. In der Regel werden sie von einem Pionier oder einer Pioniergruppe betrieben und mit viel Handlungsfreiheit für den Einzelnen sowie Platz für Spontanität eingerichtet – ohne generelle Regelungen, Formalisierung und Spezialisierung. Die Arbeit verändert sich erst, wenn Organisatio­ nen nach einigen Jahren (oder Jahrzehnten) eine bestimmte Größe erreicht haben: Sie wird profes­ sioneller, differenzierter und stärker formalisiert. Diese Phase kann durchaus kritisch sein, denn die Pioniere können sich eingeengt und von der eigentlichen Sache abgelenkt fühlen.1 Bedenkenswert ist auch, dass ein Merkmal der modernen Zivilgesellschaft der hohe Mitglie­ derschwund bei Großorganisationen wie Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, aber auch Vereinen ist. Das hat weniger mit Inhalten als mit mit­ gliedschaftlichen, bindenden und auch formalen Strukturen dieser Institutionen zu tun, die heute nicht mehr so angesagt zu sein scheinen. Bürger wollen ihre Gemeinschaft mitgestalten, nur eben zunehmend jenseits klassischer Formen. Sie wollen Beteiligung und Teilhabe – aber flotter, atmender, innovativer und von der Verbindlichkeit her eher niederschwelliger. Die Gemengelage ist also schwierig und kom­ plex für Organisationen der Zivilgesellschaft –auch für Bürgerstiftungen? Alle zu beteiligen, ist nicht immer möglich Bürgerstiftungen als Graswurzel-Organisationen haben Beteiligung und Teilhabe zu gewährleis­ ten, um eben als Bürgerstiftungen bezeichnet werden zu können – zumindest nach den An­ forderungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen –, unabhängig von Entwicklungsstufe, Alter, Größe, Reife der jeweiligen Bürgerstiftung. 22 1 Siehe zum Beispiel Steinmann, Horst u.a.: Management, Wiesbaden 2013, S. 422 Kein Abbild der Gesellschaft – über die Gremienarbeit in Bürgerstiftungen Von Prof. Dr. Wolfgang Anders, Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen Diejenigen, die sich in Bürgerstiftungen enga­ gieren, müssen die Chance haben, sich ein­ zubringen in die Entscheidungsfindung und deren Umsetzung. Grundsatz sollte dabei sein: so viel direkte, unmittelbare Beteiligung und so wenig indirekte, mittelbare Beteiligung wie möglich! Die intensive Beteiligung mag mitunter beschwerlich sein. Sie muss geübt und trainiert werden. Dieses Prinzip bedeutet aber nicht, dass alle an allem gleichzeitig partizipieren. Nach Interesse und Talent findet Beteiligung in unterschiedlichen Formen statt: in Projekten, Veranstaltungen und Initiativen, in der Administration, in den Gremien. Auch bei Pioniergruppen und jungen Organisa­ tionen gibt es einen (Mindest-)Grad an Regeln, Struktur und Arbeitsteilung. Gütesiegel-Bürgerstiftungen fühlen sich diesen Prinzipien verpflichtet. Aber: Es können nur die Menschen eingebunden werden, die die Bürger­ stiftung erreicht, die sich von ihr angesprochen fühlen. Mit zunehmendem Alter, Bekanntheits­ grad und stärkerer Breite des Wirkens werden auch neue und andere Kreise der Bevölkerung erreicht werden. Es wäre vermessen, von einer BürgerstiftungsPioniergruppe ein systematisches strategisches Vorgehen zu erwarten im Hinblick auf die re­ präsentative Abbildung der Kommune in den Gremien oder auf die Analyse der notwendigen strategischen Themenfelder für die Kommune (Gap-Analyse, Potenzial- und Bedarfsbetrach­ tungen oder dergleichen). Derlei kann man aus der Vogelperspektive blickend leicht einfordern, aus der Froschperspektive der ehrenamtlich in der Freizeit agierenden Pioniergruppe ist das aber meist nicht zu leisten. Die Entwicklung einer Bürgerstiftung braucht Zeit. Und die 18 Jahre, die es Bürgerstiftungen nun in Deutschland gibt, sind noch keine lange Zeit. Bürgerstiftungen müssen aber von Anfang an dafür Sorge tragen, ihre Existenz dauerhaft zu si­ chern. Das ist der unabdingbare Teil des Marken­ kerns von Stiftungen! Auch wenn die Initiatoren einer Bürgerstiftung meist das aktive Handeln im Fokus haben, auch mit der Zukunftsfähigkeit ihrer Bürgerstiftung und mit formalen Aspekten ihrer Arbeit müssen sie sich auseinandersetzen. In den Gremien müssen bestimmte Kompetenzen vorhanden sein Ein zentraler formaler Aspekt von Bürgerstiftungen ist die Gremienarbeit: Es braucht einen Vorstand und einen Stiftungsrat bzw. ein Kuratorium sowie Foren zur Einbindung aller Mitwirkenden (Stifter, Projektengagierte, …). Bei Gründung und in den ersten Jahren sind es primär Vertreter der Pioniergruppe, die in den Gre­ mien wirken. Bestimmte Notwendigkeiten lassen es dabei sinnvoll erscheinen, sich verschiedener Qualifikationen zu versichern – zum Beispiel kauf­ männische Kompetenzen oder Rechtsexpertise. Sie findet sich in den Netzwerken der Pioniere oder in ortsansässigen Serviceklubs. Möglicher­ weise unterstützen die kommunalen Medien den Organisationsaufbau durch ihre Berichterstattung. All dies mag kritisiert werden können. Die Rede ist dann von einer „bürgerstiftungstypische[n] elitäre[n] Gremienstruktur“, von Rekrutierungen 23 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement „nach dem Ähnlichkeitsprinzip“ als „Folge von Planungsdefiziten“.2 Doch müssen junge Orga­ nisationen auch pragmatisch agieren, um voran­ zukommen. Das mag schlicht klingen, abstrakte Anmerkungen aus der Vogelperspektive helfen aber nicht weiter! Was meines Erachtens wichtig ist: Von vorn­ herein sollte auf ein offenes Zusammenwirken zwischen Vorstand, gegebenenfalls Geschäftsfüh­ rung, Stiftungsrat und den Zeitstiftern geachtet werden. Es sollten feste Zeitfenster zum Kommu­ nizieren etabliert werden, damit eine transpa­ rente Kommunikations- und Beteiligungskultur selbstverständlich wird. Das Selbstverständnis der einzelnen Gremien und Foren sollte ge­ meinschaftlich definiert und immer mal wieder hinterfragt werden. Gerade die Rolle des Stiftungsrates verdient von vornherein Beachtung. Angesichts der wahr­ scheinlich dünnen Personaldecke in den Bürger­ stiftungen sollte eine aktive Rolle ins Auge gefasst werden. Je mehr Schultern die Aufgaben tragen, desto besser! Gremienmitarbeit ist nicht immer nur vergnüg­ lich, da es auch um sperrige, sensible Fragen wie Amtszeiten, Nachfolgeregelungen, Quali­ tätskontrolle oder die persönliche Eignung für bestimmte Ämter geht. Für derlei Themen mit Konfliktpotential gibt es keine Patentrezepte. Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ muss ein kommunikativ offener Weg gegangen werden. Nur dann sind gute Ergebnisse mit breiter Akzeptanz möglich. Das ist nicht selbstverständlich, muss gelernt und gelebt werden – auch auf die Gefahr hin, dass es dabei Verletzungen oder Irritationen geben könnte. Fragen, die für das Gedeihen der eigenen Bürgerstiftung existentiell sind, dürfen nicht ausgeklammert werden. Bei Bedarf können Bürgerstiftungen Unterstützung erhalten – zu denken ist dabei zuerst an das Team der Initiative Bürgerstiftungen oder an die Regionalkuratoren der Initiative Bürgerstiftungen. Bei allem Anspruch an Beteiligung und allem Ehrgeiz sollten die Anspruchshürden in jeder einzelnen Bürgerstiftung nicht so hoch gelegt werden, dass sie sich als Hemmnis erweisen; nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil es sich eben um freiwillig Engagierte handelt, die das Geschäft besorgen. So ist beides drin: Luft nach oben für die weitere Zukunft der Bürgerstiftungen und darüber hinaus auch die bleibende Freude und Lust am bürgerschaftlichen Engagement. 24 2 Sandberg, Berrit: Zeitstifter gesucht; Bürgerstiftungen 2030: Strategien für die Zukunft, Bundesverband Deutscher Stiftungen, Berlin 2013, S. 26. Interview mit Prof. Dr. Sebastian Braun Es geht auch ohne Ochsentour: Über die Vorteile von Bürgerstiftungen in der heutigen Engagementkultur Interview mit Prof. Dr. Sebastian Braun, Direktor des Instituts für empirische Integrations- und Migra­ ionsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin, über Entwicklungen im Engaget mentsektor, die Stärken von Bürgerstiftungen und ihre Potentiale, gesellschaftliche Minderheiten zu integrieren. Herr Professor Braun, das bürgerschaftliche Engagement befindet sich im Wandel. Welche Tendenzen sind Ihrer Meinung nach am bedeutsamsten? Seit rund 20 Jahren diskutieren wir unter an­ derem über einen grundlegenden Strukturwandel des Ehrenamts. Dabei wird behauptet, dass sich die Menschen im Zuge gesellschaftlicher Moder­ nisierungsprozesse weniger stark an traditionelle intermediäre Großorganisationen wie Parteien, Gewerkschaften, Kirchen oder Wohlfahrtsver­ bände binden würden und bereit wären, ihre Zeit und ihr Wissen als freiwillig und ehrenamt­ lich Engagierte bereitzustellen. So wachsen die Ehrenamtlichen nicht mehr aus dem sozialen Milieu in eine typische Trägerorganisation hinein, in der sie sich langfristig für die „gemeinsame Sache“ engagieren, sondern sie engagieren sich projektbezogener im Kontext ihrer biografischen Gelegenheiten. Die Organisationen können inso­ fern nicht mehr so weitreichend wie früher auf die klassische Ochsentour bauen. Aber haben sich nicht auch die Organisationen selbst verändert? Speziell unter dem Eindruck international zirkulierender neoliberaler Steuerungsregime scheinen sich gerade auch traditionelle verband­ liche Großorganisationen mit dem Vereinswesen als organisatorischem Unterfutter zunehmend zu wandeln: von zivilgesellschaftlich fest ver­ ankerten, bedarfswirtschaftlich ausgerichteten „Solidargemeinschaften“ mit langfristigen Mit­ gliedschaften und einem belastbaren „Ehrenamt“ zu betriebswirtschaftlich geführten Dienstleis­ tungsorganisationen auf (Quasi-)Märkten mit zielgruppenorientierten Angeboten für Kunden und Konsumenten. Außerhalb dieser traditionellen Strukturen engagieren sich Menschen aber nach wie vor? Speziell soziale Bewegungen im politischen Raum, die ihre wachsende Mobilisierungskraft aus neuen Kommunikationsmedien und virtu­ ellen Netzwerken moderner Medienvielfalt zu ziehen scheinen, kann man als Reaktion darauf verstehen, dass quer durch die gesellschaftlichen Großgruppen die Loyalität gegenüber verbandlich organisierten intermediären Großorganisationen abgenommen hat, während das Selbstorganisa­ tionspotenzial von Bürgerinnen und Bürgern an Effektivität und Effizienz sowie an gesellschafts­ politischem Einfluss gewinnt. „Stuttgart 21“ ist bestenfalls das medial inszenierte Großereignis, das diese Entwicklung exemplifiziert; denn auch in den vermeintlich „unpolitischeren“ Hand­ lungsfeldern lassen sich ähnliche Entwicklungen beobachten. Und was geht verloren, wenn die Menschen auf die Organisation in diesen Strukturen verzichten? Ohne rückwärtsgewandte normative Welt­ versionen revitalisieren zu wollen, erscheint die These nicht unbegründet, dass die kurzfristigen, spontaneren und flexibleren Formen zivilgesell­ schaftlicher Selbstorganisation die grundlegenden Vergemeinschaftungs- und Vergesellschaftsfunkti­ onen des traditionellen Vereinswesens unter dem Dach der Verbände nicht so ohne Weiteres über­ nehmen können. Diese Organisationen werden 25 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Prof. Dr. Sebastian Braun, Direktor des Instituts für empirische Integrationsund Migrationsforschung (BIM) Als multifunktionale Organisationsform kann sich die Bürgerstiftung den Bedarfen anpassen, die vor Ort vorhanden sind. Wenn neue Orte der Vergemeinschaftung nicht erforderlich sind, weil vorhandene Strukturen hinreichend gegeben sind, dann können Bürgerstiftungen auch primär als Dienstleister und Mittelbeschaffer fungieren, um gesellschaftliche Projekte vor Ort zu unterstützen. Welche Chancen gibt es, Minderheiten über bürgerschaftliches Engagement in die Gesellschaft zu integrieren? Hinter den gängigen Vorstellungen über die besonderen sozialintegrativen Potenziale bür­ gerschaftlichen Engagements steht eine doppelte Argumentationsfigur, die sich vereinfacht wie folgt zusammenfassen lässt: Erstens wird angenom­ men, dass Menschen, die sich bürgerschaftlich engagieren, über ihre gemeinschaftliche Arbeit mit anderen immer auch in die frei gewählte Gemein­ schaft sozial integriert würden. Bürgerschaftliches Engagement wird gemeinhin und weitgehend unkritisch mit dem sozialen Einbezug des Einzel­ nen in die jeweilige Gemeinschaft gleichgesetzt. Diese gängige Argumentationsfigur lässt sich als binnenintegrative Leistung bürgerschaftlichen Engagements bezeichnen. Zweitens wird angenommen, dass bürger­ schaftlich Engagierte über ihr Engagement in die Gesellschaft integriert würden. Diese „grenzüber­ schreitende“ Argumentationsfigur basiert auf einer Transferannahme: Demnach baut der Engagierte durch sein Engagement und die damit verbundene Binnenintegration in die jeweilige Gemeinschaft bestimmte Kompetenzen und Beziehungen auf, die ihn befähigen, auch in anderen gesellschaft­ lichen Kontexten sinnhafter, verständiger und erfolgreicher zu agieren. Das lässt sich als au­ ßenintegrative Leistungen bürgerschaftlichen Engagements bezeichnen. Diese doppelte Argumentationsfigur themati­ siert also die besondere Bedeutung von bürger­ schaftlichem Engagement auf der gesellschaftli­ chen Mesoebene, wo diesem Engagement eine dynamische Katalysatorfunktion zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft zugesprochen wird. Und vor diesem Hintergrund wird für die Makroebene der Gesellschaft geschlussfolgert: Je höher der Anteil der Personen ist, die sich bürger­ traditionell auch als Scharniere betrachtet, die das Individuum mit der Gesellschaft verbinden. Wo sehen Sie die Stärken von Bürgerstiftungen? Bürgerstiftungen können auf regionaler Ebene höchst unterschiedliche Gestalt annehmen – ab­ hängig davon, wie die maßgeblichen Akteure die Bürgerstiftung faktisch ausgestalten. Natürlich kann eine Bürgerstiftung auch Menschen vereinen, die eine starke Identifikation zu ihr entwickeln. Sie kann aber auch in erster Linie ein Instrument sein, durch das Menschen versuchen, finanzielle Mittel zu generieren, um sie für gesellschaftliche Zwecke einzusetzen. Lassen sich Bedingungen formulieren, welche Eigenschaften Bürgerstiftungen aufweisen müssten, um möglichst viele positive Funktionen zu erfüllen? Eine Stärke besteht vermutlich darin, die spe­ zifisch kulturellen Besonderheiten vor Ort in den Vordergrund der Arbeit rücken zu können, sich also an den Bedingungen und Bedarfen in der unmit­ telbaren Lebenswelt ausrichten zu können. Die Flexibilität und Elastizität der Organisationsform erlaubt es, eine Vielzahl unterschiedlicher Funktio­ nen wahrzunehmen. Wie sie konkret ausgestaltet werden, hängt aber vom jeweiligen Kontext ab. Gerade in kleinen Gemeinden stoßen Bür­ gerstiftungen mitunter auf Widerstand, weil sie von der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Schüt­ zenverein als Konkurrenz und damit als störend wahrgenommen werden. 26 Interview mit Prof. Dr. Sebastian Braun schaftlich engagieren, desto höher sei auch die soziale Integration in der Gesellschaft. Deshalb werden in der empirischen Sozialforschung En­ gagementquoten als ein wichtiger Indikator zur Beschreibung des Zustands des sozialen Zusam­ menhalts der Gesellschaft bewertet. In diesem Kontext wissen wir aus zahlreichen Studien beispielsweise, dass sich etwa Menschen mit Migrationshintergrund, die in erster, zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben, oder bildungsferne soziale Milieus seltener bürger­ schaftlich engagieren als die Bevölkerungsanteile ohne Migrationshintergrund oder die bildungs­ affinen gesellschaftlichen Milieus. Wie ließen sich auch Gruppen für die Arbeit von und in Bürgerstiftungen begeistern, die sich bislang nicht beteiligen? Wenn das Engagement zum Beispiel eher paternalistisch-fürsorgliche Züge hat, dann kann das dazu beitragen, dass es auf wenig Akzep­ tanz bei den sogenannten Zielgruppen trifft, die sich eher selten bürgerschaftlich engagieren. Ergiebiger könnte es sein, gemeinsam mit der jeweiligen Zielgruppe Ideen zu entwickeln, die dazu anregen können, sich selbst auch aktiv an der Arbeit der Organisation zu beteiligen. Bei Projekten für Gruppen, die mit einem geringen ökonomischen, kulturellen und sozialen Kapital ausgestattet sind und die in den aktuellen Debat­ ten häufig als „sozial Benachteiligte“ bezeichnet werden, kann es sinnvoll sein zu fragen, ob sie in die vielfältigen Formate der gesellschaftlichen Mitwirkung in Organisationen ihre Perspektiven hinreichend einbringen können. Wenn sich Bürgerstiftungen als Stiftungen von Bürgern für Bürger verstehen, impliziert das nicht auch, ein Spiegel der Gesellschaft zu sein? Das kommt darauf an, wie Sie sich einen solchen Spiegel vorstellen. Wenn Sie damit mei­ nen, dass in Bürgerstiftungen eine ähnliche so­ ziale Zusammensetzung der sozialen Milieus, der Geschlechter, der Migrationshintergründe usw. gegeben sein sollte wie in der regionalen Bevölkerungsstruktur, in der die Bürgerstiftung angesiedelt ist, dann wäre dies wohl eine allzu einfache Vorstellung von der Reproduktion sozia­ ler Ungleichheiten im Raum der Zivilgesellschaft. Zum Beispiel sagt kaum ein anderer Indikator so stark ein bürgerschaftliches Engagement voraus wie das Bildungskapital des Einzelnen. Für die bil­ dungsaffinen gesellschaftlichen Gruppen stellt ein bürgerschaftliches Engagement offenbar immer auch eine kulturelle Praxis im öffentlichen Raum dar, die individuelle Erfahrungs- und Perspektiver­ weiterungen wie auch Selbstverwirklichungspo­ tenziale in der zivilgesellschaftlichen Wirklichkeit eröffnet. Denn analog zur bevorzugten Literatur oder Musik lässt sich ein solches Engagement auch als Ausdruck eines bestimmten Lebensstils mit den entsprechenden Praktiken der symbo­ lischen Lebensführung deuten. Und in diesem Kontext scheint ein bürgerschaftliches Engage­ ment vor allem solche Gruppen anzusprechen, die einen Lebensstil bevorzugen, der in der sozialen Praxis bildungsorientierter Gesellschaftsgruppen sozialisiert wird. Dennoch ließe sich die Distanz zwischen den Akteuren und den Empfängern bestimmter Leis­ tungen möglicherweise verringern, wenn bei­ spielsweise die Zielgruppen auch an entschei­ dender Position mitarbeiten können – etwa in den Gremien. Durchaus. Das kann die Glaubwürdigkeit erhöhen und damit auch die Legitimität des Organisationshandelns stärken. Der Mobilisie­ rungsaufwand ist dafür aber höher. Von außen lassen sich leicht entsprechende Empfehlungen aussprechen, aber es muss dann innerhalb der Organisation auch Strategien geben und Personal, das dieses Thema bearbeitet. Das wäre sicherlich eine wichtige organisationsinterne Aufgabe, um soziale Ungleichheiten zu thematisieren und auch praxiswirksam zu bekämpfen. Obwohl sich das Konzept der Bürgerstiftung in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland sehr dynamisch verbreitet hat, ist der Bekanntheitsgrad von Bürgerstiftungen noch relativ niedrig. Worauf führen Sie das zurück? Das ist doch eine ziemlich kurze Zeitspanne. Meiner Meinung nach ist ein längerer Zeitraum erforderlich, um Organisationen im kollektiven Gedächtnis einer Gesellschaft zu verankern. 27 Das Interview führte Sebastian Bühner. Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement „Ich bin direkt an Menschen dran“ Bürgerstiftungen sind auf die Mitarbeit von Freiwilligen angewiesen. Junge Menschen sind in den meisten Bürgerstiftungen unterrepräsentiert – nicht so in Berlin-Neukölln. Doch was motiviert sie, sich hier zu engagieren? Bürgerstiftungen mögen eine Art Jungbrunnen sein, schließlich hält Engagement fit. Für junge Menschen scheint das Engagement in einer Bür­ gerstiftung jedoch nur bedingt attraktiv zu sein. So finden sich in vielen Bürgerstiftungen vor allem Zeitspender mit viel Lebenserfahrung. Bei der Bürgerstiftung Neukölln ist das anders. In dem angesagten Stadtteil engagieren sich viele junge Menschen aus verschiedenen Nationen. Beim bekanntesten Projekt der Stiftung, den „Talentpaten“, lautet die Grundannahme, dass jedes Kind Talente hat. Sie müssen nur gesehen und gefördert werden. In Neukölln, einem ärmeren Berliner Stadtteil, ist das keine Selbstverständlichkeit. Doch seit Oktober 2008 haben die Projektkoordinatoren mehr als 140 Patenschaften zustande bekommen – und es sind ganz überwiegend junge Menschen, die sich bereit erklären, Talente von Kindern aus häufig benachteiligten Familien zu fördern. Was treibt sie? Welche Motivationen und Erwartun­ gen haben sie? Andere Lebensumstände sehen Die 23-jährige Janina Mütze hat sich schon früh engagiert, auch politisch. Als sie zu einem Kennenlernnachmittag kam, hat ihr Patenkind sofort gesagt, „das ist meine neue Patin“. Was Janina Mütze besonders gefällt: „Ich bin direkt an Menschen dran und sehe das Ergebnis mei­ nes Engagements.“ Mit ihrem Patenkind habe sie viel gekocht. Weil sie dabei immer Musik gehört haben, sei ihr aufgefallen, wie musika­ lisch ihr Kind sei. Also habe sie ihr einen Chor gesucht. Während der zwölf Monate dauernden Patenschaft habe Janina Mütze realisiert, dass sie sich während ihres Studiums immer im glei­ chen Milieu bewegt habe. Diese Abwechslung, auch mal andere Lebensumstände zu sehen, sei ihr sehr willkommen. Auch Peter Feldkamp hat sich schon mehr­ fach bürgerschaftlich engagiert. Der 32-Jäh­ rige hat mit Behinderten gearbeitet und sich politisch in der Fakultät betätigt. Als er vom Talentpatenprojekt hörte, dachte er: „Was für eine tolle Idee – ein Projekt, bei dem nicht die Defizite im Vordergrund stehen, sondern das Positive kommuniziert wird.“ Besonders sprach 1. Platz im Plakatwettbewerb der Bürgerstiftung. Mit 2.500 dieser Plakate werden in Berlin neue Paten gesucht. 28 „Ich bin direkt an Menschen dran“ Von Sebastian Bühner, Initiative Bürgerstiftungen ihn der lokale Bezug an: „Deutsche und Men­ schen mit Migrationshintergrund, Menschen, die ziemlich arm sind, und andere, die nicht so aufs Geld achten müssen – wir leben Haustür an Haustür, doch die Wahrscheinlichkeit, uns wirklich zu begegnen, geht gegen null.“ Er finde es gut, wenn sich die Lebenswelten mischten. Zusätzlich motivierte ihn der Gedanke, etwas für mehr Bildungsgerechtigkeit zu tun. Besonders habe er sich gefreut, als er merkte, wie sich die Patenschaft auszahlt, wie sein Patenkind sein Vokabular erweitert. „Außerdem war toll, wie mich die Familie aufgenommen hat.“ Auch wenn es stressig wird, bewahrt sie die Ruhe Viele der jungen Engagierten reizt das Un­ bekannte. Ein Projekt, das Menschen aus un­ terschiedlichen Kontexten zusammenbringt, scheint ein Erfolgsrezept zu sein. Jedenfalls war auch Suska Ihracky Feuer und Flamme, als sie von der Idee hörte. Die Familie ihres Patenkin­ des stammt aus Gambia; am Anfang sei sie sehr distanziert gewesen. „Sie hatten große Angst, negativ betrachtet zu werden“, sagt die 26-Jähri­ ge. Doch nach und nach habe sich das Mädchen geöffnet, und mit ihr die ganze Familie. Gemein­ sam haben sie viel ausprobiert, waren häufig im Kindertheater. Das Schönste war für Suska Ihracky die Zuneigung, die ihr entgegengebracht wurde. „Außerdem holen mich diese Treffen to­ tal aus dem Alltag raus.“ Bereichert fühlt sie sich auch dadurch, eine ganz andere Perspektive auf die Welt erfahren zu haben. „Und ich habe gelernt, in sehr stressigen Situationen die Ruhe zu bewahren.“ Als Verena Zoppei für ihre Promotion in Jura nach Neukölln zog, musste sie sich vieler Vor­ urteile erwehren. Selbst in Italien, wo sie her­ kommt, hat Neukölln ein schlechtes Image. „Ich wollte nicht nur die Probleme sehen, sondern auch die andere Seite“, sagt Zoppei. Die 28-Jäh­ rige hatte sich zuvor schon für Fair-Trade-Kam­ pagnen und Amnesty International engagiert. Als Talentpatin wollte sie etwas für Menschen tun, die weniger Privilegien genießen. Mit ih­ rem Patenkind, dessen Familie aus Sri Lanka stammt, ging sie in Museen oder in die Natur. Die größte Freude konnte sie beobachten, als sie im Aquarium waren. Daneben habe sie aber auch gespürt, was für eine große Verantwortung sie trägt. Dachte sie am Anfang, das sei eine leichte Arbeit, musste sie schnell feststellen, wie anstrengend die Arbeit mit Kindern ist, weil sie viel Aufmerksamkeit brauchen. „Nach den Tref­ fen war ich immer ziemlich fertig und brauchte meine Ruhe“, sagt sie. Ihre Entscheidung, sich zu engagieren, hat sie dennoch nie bereut. 29 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Schulbank statt Vereinsheim dank BürgerKolleg Warum Bürgerstiftungen geeignet sind, andere Akteure der Zivilgesellschaft zu qualifizieren und wie das aussehen kann, erläutert Kris Kunst, Leiter des BürgerKollegs Wiesbaden, im Interview. Herr Kunst, seit 2010 qualifiziert das Wiesbadener BürgerKolleg Ehrenamtliche. Welche Idee stand dahinter? Die Wiesbaden Stiftung wollte Ehrenamtliche, Vereine, Initiativen und Gruppen stark machen für ihr gesellschaftliches Engagement. Mit dem Projekt BürgerKolleg unterstützen wir sie dabei, Schlüsselqualifikationen zu erwerben oder wei­ terzuentwickeln. Wir bieten ihnen Schulungen, die sich eigentlich an Führungskräfte aus der Wirtschaft richten. Welcher Verein könnte sich so etwas normalerweise leisten? Wenn sich die Ehrenamtlichen dabei auch noch vernetzen, haben wir zweierlei erreicht: Zum einen entfalten die En­ gagierten eine wesentlich höhere Wirksamkeit für die Gesamtgesellschaft. Zum anderen verstehen die Aktiven ein solches Angebot als große Aner­ kennung. Das stärkt auch ihre Motivation. Über den Hebel eines solchen Qualifizierungsangebots für Multiplikatoren kann eine Bürgerstiftung für ihre Stadtgesellschaft noch viel mehr erreichen als durch eigene kleine Projekte. Gibt es unterschiedliche Arten von Workshops? Wir haben Seminare, die frei zugänglich sind. Daneben gibt es sogenannte Inhouse-Workshops, die auf Initiative eines Vereins mit Interesse an einem bestimmten Thema zustande kommen. 30 in welcher Form es besser passt. Über unsere Feedback-Bögen oder einzelne Rückmeldungen von Teilnehmern oder Referenten kommen zu­ sätzliche Ideen hinzu. Natürlich informiere ich mich auch, was andere Anbieter machen, die Ehrenamtliche qualifizieren. Welche Angebote sind besonders gefragt? Die meisten Veranstaltungen haben wir im letz­ ten Jahr zum Thema „Vereinsrecht“ durchgeführt. Großes Interesse besteht auch darin zu lernen, Sie organisieren die Schulungen. Woher bekommen Sie die Themenanregungen? Vieles probiere ich einfach aus. Die Resonanz entscheidet über das weitere Prozedere. Was gut ankommt, bleibt im Programm. Was zu wenig an­ genommen wird, sortiere ich aus oder überlege, Schulbank statt Vereinsheim dank BürgerKolleg Kris Kunst, Leiter des BürgerKollegs Wiesbaden wie man eine Homepage gestaltet. Ansonsten machen wir viel zu Klassikern wie Führung, Kom­ munikation, PR, Rhetorik, Projektmanagement und Fundraising. Insgesamt haben wir schon über 20 Themen angeboten. Wie finanziert sich das BürgerKolleg? Aus Sponsorenmitteln. Die Wiesbaden Stif­ tung selbst könnte die circa 100.000 Euro nicht aufbringen, die das BürgerKolleg jährlich kostet. Als Hauptsponsorin übernimmt die R+V Versiche­ rung drei Viertel der Kosten, den Rest die Stadt Wiesbaden. Welche Besonderheiten gibt es bei der Qualifizierung von Ehrenamtlichen im Vergleich zu Hauptamtlichen? Ehrenamtliche kommen freiwillig und in ihrer Freizeit zu den Seminaren, obwohl sie fast immer sehr wenig Zeit haben. Deswegen sollte die Hür­ de möglichst niedrig sein: Die Angebote müssen kostenfrei und wohnortnah sein. Die Schulungs­ zeiten müssen günstig liegen; etwa am Samstag oder unter der Woche ab 18 Uhr. Welche Anforderungen werden an die Referenten gestellt? Zumindest bei den offenen Seminaren ver­ fügen die Teilnehmer über keinen einheitlichen Wissensstand. Die Referenten müssen daher ziemlich flexibel sein. Sie sollten zudem praxisnah argumentieren und die Teilnehmer stark einbe­ ziehen. Je mehr dies gelingt, umso produktiver werden die Seminare und umso zufriedener sind die Teilnehmer. Sind Bürgerstiftungen prädestiniert, solche Kollegs anzubieten? Durchaus. Einerseits, weil sie bürgernah agie­ ren, ein kooperatives Verhältnis zu anderen Ak­ teuren der Zivilgesellschaft pflegen, weil sie parteipolitisch neutral sind und sich als Plattform für alle Bürger verstehen. Andererseits, weil sie im Gegensatz zu vielen Vereinen Zugang zu Geld­ gebern haben, die ein solches Projekt sponsern können. 31 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Durch Standards falsche Erwartungen vermeiden Viele Bürgerstiftungen scheuen sich, das Engagement zu formalisieren – meist aus Sorge, Engagierte abzuschrecken. Ab einer bestimmten Größe sind geregelte Abläufe jedoch unverzichtbar. Nahezu 100 Anfragen von Menschen, die sich engagieren möchten, pro Jahr – wie reagiert man darauf in einer Stiftung, die sich zum Ziel setzt, bürgerschaftliches Engagement zu fördern? Wie findet man heraus, welche Fähigkeiten und Kompetenzen diese Interessierten mitbringen und was sie an welcher Stelle der Stiftung tun könnten? Wie kann man sie in ihrem freiwilligen Engagement unterstützen und würdigen? In der BürgerStiftung Hamburg wurden diese Fragen in den fast 15 Jahren ihres Bestehens im­ mer wieder diskutiert. Auf Basis unserer prakti­ schen Erfahrungen entstand in den vergangenen Jahren unser „Freiwilligenmanagement“, das wir in den stiftungsinternen „Grundsätzen des Freiwilligenmanagements“ niedergeschrieben haben und in der praktischen Arbeit übers Jahr umsetzen. Bei der Entwicklung dieser Grund­ sätze, die Aufgaben und Abläufe unserer Ehren­ amtsarbeit beschreiben, haben wir uns an inzwi­ schen bundesweit gängigen und veröffentlichten Standards der Freiwilligenarbeit orientiert, wie sie in Hamburg durch das Aktivoli-Netzwerk transportiert werden. Noch scheuen sich die meisten Bürgerstiftungen ihre Engagierten vertraglich zu binden, dabei schätzen viele Aktive eine gewisse Verbindlichkeit. 32 Durch Standards falsche Erwartungen vermeiden Von Barbara Buchsteiner, Vorstand der BürgerStiftung Hamburg Die Grundsätze beziehen sich auf die Phasen Akquise, Begleitung, Würdigung sowie Evalu­ ation und Weiterentwicklung von ehrenamtlich Engagierten. Für diese Phasen haben wir recht formalisierte Abläufe entwickelt, deren Schritte und Ergebnisse in den AG-Sitzungen beraten werden. Zu solchen Formalisierungen raten inzwi­ schen Experten verschiedener Bereiche gesell­ schaftlicher Freiwilligenarbeit. Unsere prak­ tischen Erfahrungen der vergangenen Jahre haben uns ebenfalls davon überzeugt: Der Re­ spekt vor Menschen, die sich in unserer Stiftung ehrenamtlich engagieren wollen, gebietet es, dass wir zeitnah und zuverlässig auf ihre Inter­ essensbekundung reagieren. Rechte und Pflichten müssen geklärt sein Konkret heißt das: In der Stiftung muss es eine bestimmte haupt- oder ehrenamtlich tätige Per­ son geben, die Anfragen aufnimmt und weiter­ leitet. Und es muss Personen geben, die die ersten inhaltlichen Interviews führen und Ori­ entierung geben, in welchen Bereichen diese Interessierten tätig werden könnten – entweder in der stiftungsinternen Arbeit (Verwaltung, AGs) oder in Projekten, oder ob man sie möglicher­ weise an andere Freiwilligenorganisationen ver­ weisen kann. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Interessierten gerade in dieser ersten Phase eine schnelle und klare Antwort schätzen. Ein solch professionelles Vorgehen erhöht auch die Reputation der Stiftung. Für die Arbeit in der Stiftung sind umgekehrt sorgfältige, vorbereitete Interviews von beson­ derer Bedeutung. Schließlich sollen sie dazu dienen, falsche Erwartungen auf beiden Sei­ ten zu vermeiden. Hierfür haben wir einen In­ terviewleitfaden entwickelt. Zur Sorgfalt der Interviewvorbereitung vonseiten der Stiftung gehören ebenso die regelmäßige Analyse und Reflexion, in welchen Bereichen der Stiftungs­ arbeit welche ehrenamtliche Unterstützung ge­ braucht wird. Zur Klärung der gegenseitigen Erwartungen dient unsere „Vereinbarung über die Zusam­ menarbeit“, die Rechte und Pflichten beider Sei­ ten festhält. Sie konkretisiert Aufgabenbereiche, Zeitraum und -aufwand, Versicherungsschutz, Auslagenerstattung, Datenschutz etc. Daneben gelten unsere stiftungsspezifischen „Leitlinien der Zusammenarbeit“. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Regelungen gerade bei unvor­ hergesehenen Ereignissen wie Unfällen oder Aufsichtsfragen nötig sind und das Wachstum der Stiftung mehr Übersichtlichkeit und damit auch klare Strukturen verlangt. Ehrenamtlich Engagierte zu begleiten und zu würdigen, gilt in der Freiwilligenarbeit inzwi­ schen nahezu als eine Selbstverständlichkeit. Wir führen Reflexionsgespräche nach einem halben Jahr des Engagements und erfahren aus den persönlichen Eindrücken auch viel über unsere Stiftungsarbeit. Hieraus wiederum ge­ winnt die Stiftung Impulse für die Weiterarbeit. Es lohnt sich also, diese Schätze systematisch zu bergen. 33 Schwerpunkt: bürgerschaftliches Engagement Die Agentur unterm Stiftungsdach Bürgerstiftungen und Ehrenamtsagenturen sind nicht identisch – aber häufig miteinander ­ erflochten. v Welche Auswirkungen es hat, wenn Bürgerstiftungen die Trägerschaft von Ehrenamtsagenturen übernehmen und welche Vorteile daraus erwachsen. Fünf Gütesiegel-Bürgerstiftungen gibt es in Thü­ ringen. Wenn alles gut geht, kommt bald eine sechste hinzu. Eine Initiative in Greiz will mit einer Neugründung das bürgerschaftliche En­ gagement in der südostthüringischen Kleinstadt bündeln und Projekte für die Gemeinschaft auf den Weg bringen. Torsten Röder, Mitinitiator der „Greizer Bür­ gerstiftung in Gründung“, beeilt sich allerdings zu betonen, dass man unter dem Dach der neu­ en Stiftung keine Ehrenamtsagentur einrichten möchte. Der Verband für Behinderte in Greiz un­ terhalte bereits eine solche Agentur. Man wolle nicht in gewachsene Strukturen eingreifen „und niemandem etwas wegnehmen“, sagt Röder. Bürgerstiftungen und Ehrenamtsagenturen vereint weit mehr, als sie trennt. Aus der Über­ schneidung von Aufgabenbereichen, das zeigt das Beispiel Greiz, kann zwischen Stiftungen, Sozialverbänden und Agenturen eine Konkurrenz um Geld und ehrenamtliche Kräfte erwachsen – muss aber nicht. Mehrere Bürgerstiftungen in Thüringen haben eigene Ehrenamtsagenturen eingerichtet – eine Konstellation, die sich, wie in Weimar oder Jena, über die Jahre bewährt hat. Niedrigschwellige Anlaufstelle Ehrenamts- oder Freiwilligenagenturen sind in vielen Städten die erste, niedrigschwellige An­ laufstelle für Menschen jeden Alters, die eine ehrenamtliche Aufgabe suchen. Die Agenturen, meist getragen von einer Stiftung, einem Sozial­ verband wie in Greiz oder der Kommune selbst, stellen den Kontakt zwischen Anbietern und Nehmern von Freiwilligenarbeit her. Sie organi­ sieren und koordinieren Großelterndienste, pla­ nen Schülerfreiwilligen- und Ehrenamtstage und helfen Interessierten bei der Suche nach einem geeigneten Ehrenamt. Sie beraten gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und Initiativen aus allen Bereichen des sozialen und kulturellen Lebens zu Fragen des Freiwilligenmanagements, organisie­ ren Fortbildungen und unterstützen Projektideen rund um das bürgerschaftliche Engagement. Die Aufgabe, ehrenamtliche Kräfte zu ge­ winnen, sie in Einsätze zu vermitteln und ihr Engagement kontinuierlich zu begleiten, ist auf ehrenamtlicher Basis kaum zu bewältigen. Nur eine Bürgerstiftung in gesicherten finanziellen Verhältnissen kann es sich daher „leisten“, eine Ehrenamtsagentur ins Leben zu rufen und somit als Serviceeinrichtung für Dritte aufzutreten. Auf Letzteres ist eine Bürgerstiftung nicht per se ausgerichtet. Freiwilligenagenturen haben nichts Elitäres Bürgerstiftungen sind zunächst einmal Interes­ sengemeinschaften. Wer eine solche Stiftung gründet oder sie – etwa als Zustifter – fördert, dem geht es darum, bestimmte Projekte in sei­ ner Stadt ideell, finanziell und mit Tatkraft zu unterstützen. Laut Definition der Initiative Bürger­ stiftungen zeichnen sich Bürgerstiftungen durch einen „breiten Stiftungszweck“ aus. Sie wirken „in einem breiten Spektrum des städtischen und regionalen Lebens“. Weiter heißt es: „Eine Bür­ gerstiftung fördert Projekte, die von bürgerschaft­ lichem Engagement getragen sind oder Hilfe zur 34 Die Agentur unterm Stiftungsdach Von Frauke Adrians, Thüringer Ehrenamtsstiftung Selbsthilfe leisten.“ Das muss die unmittelbare Förderung oder gar Initiierung ehrenamtlicher Arbeit nicht unbedingt einschließen. Eine Ehrenamtsagentur zu gründen, kann der Stiftung große Vorteile bringen, nicht zuletzt in der Außenwirkung. Eine Agentur als Anlaufstelle sowohl für ehrenamtlich Engagierte als auch für Ehrenamtsanbieter erreicht viel mehr Bürger und spricht ein breiteres gesellschaftliches Spektrum an, als es eine Bürgerstiftung allein könnte. Frei­ willigenagenturen haftet auch nicht das Image des Elitären an, das viele Menschen mit dem Begriff „Stiftung“ verbinden. Auch wenn Bürger­ stiftungen in der Praxis oft über mehr Idealismus als Geld verfügen und ihre Mittel aus Spenden sowie kleinen und kleinsten Zustiftungen bezie­ hen, hält sich in Teilen der Gesellschaft – gerade in Ostdeutschland – die Vorstellung, Stiftungen seien etwas für reiche Eliten. Die künftige Bürgerstiftung Greiz wird das Rad nicht neu erfinden und keine eigene Ehrenamts­ agentur gründen; für zwei Agenturen dieser Art ist die Zahl potenzieller Ehrenamtlicher in der Kleinstadt zu gering. Eine Zusammenarbeit mit der bestehenden Freiwilligenagentur planen die Stifter aber durchaus. Gemeinsame Projekte liegen nahe. So möchten die Mitstreiter der Bür­ gerstiftung den historischen Greizer Rosengar­ ten wiedererstehen lassen, der zu Wendezeiten dem Vandalismus zum Opfer fiel. Sie hoffen, Ehrenamtliche aus der Agentur für dieses Projekt begeistern zu können. Das würde nicht nur der Stadt guttun, sondern auch dem Bürgersinn in ihren Mauern. Die Thüringer Ehrenamtsstiftung Die Thüringer Ehrenamtsstiftung verleiht Ehrenamtszertifikate und vergibt gemeinsam mit den Kommunen eine Ehrenamtscard. Zwölfmal im Jahr küren der MDR und die Ehrenamtsstiftung den ehrenamtlich aktiven „Thüringer des Monats“. Zudem lobt die Stiftung 2014 zum zweiten Mal den Thüringer Engagement-Preis aus. 400 Einzelpersonen und Organisationen bewerben sich um diese Auszeichnung oder wurden dafür nominiert, häufig von „ihren“ Bürgerstiftungen und Ehrenamt­ sagenturen. Zudem veranstaltet die Thüringer Ehrenamtsstiftung mit Partnern seit 2008 jährlich einen Schülerfreiwilligentag. Rückmeldungen zeigen, dass es auf diese Weise tatsächlich gelingt, Jugendliche über den Tag hinaus für ein Ehrenamt zu gewinnen. Im September 2014 fand zudem erstmals ein landesweiter Freiwilligentag für Bürger jeden Alters statt. 35 Bürgerstiftungen in Deutschland Steckbrief Bürgerstiftung name: „Bürgerstiftung Ort und Kreis“ Meist tragen Bürgerstiftungen den Namen der Stadt, des Ortes, des Landkreises oder der Re­ gion, in der sie aktiv sind. besonderheiten: Bürger stiften gemeinsam Zeit, Geld und Ideen für das Gemeinwohl vor Ort Der Einsatz von Vermögenserträgen für einen guten Zweck ist nur ein Aspekt der Bürgerstif­ tungsidee. Eine Bürgerstiftung ist vielmehr eine Organisationsform für verantwortungsbewusste Bürger, in die sich diese mit Zeit, Geld und Ideen einbringen können. Die Zwecke einer Bürger­ stiftung sind vielfältig und zielen immer auf das Gemeinwohl vor Ort. art: Bürgerstiftungen gehören zur Familie der mehr als 20.000 gemeinnützigen Stiftungen in Deutschland, und damit zur nachhaltigsten Form bürgerschaftlichen Engagements Der Begriff der Stiftung ist – ebenso wie der der Bürgerstiftungen – kein geschützter Begriff und wird für verschiedene Organisationsformen ge­ braucht. Der „Prototyp“ einer Stiftung ist jedoch die rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts und auch die meisten Bürgerstiftungen haben diese Rechtsform. Unter ihrem Dach können sich dann weitere Stiftungen ansiedeln – sogenannte Treuhandstiftungen. Gemeinsam haben alle Stiftungen, dass ihr Vermögen auf Dauer für einen bestimmten (meist gemeinnützigen) Zweck angelegt ist. Die Erträge aus diesem Vermögen werden zur Verwirklichung des Zweckes eingesetzt. 36 stiftung: von Bürgern für Bürger Gegründet werden Bürgerstiftungen von Bürgern eines Ortes oder einer Region, die bei sich vor Ort etwas bewegen möchten. Organisationen wie Vereine, Kreditinstitute, Unternehmen oder andere lokale Akteure können als Zustifter hin­ zukommen. Wichtig sind Ausgewogenheit und Augenhöhe. Alle können mitmachen, kein Ein­ zelner darf den Ton angeben (insbesondere im Hinblick auf Kommune und Banken). Steckbrief Bürgerstiftung eigenschaften: 10 Merkmale für das Gütesiegel Um den Begriff „Bürgerstiftung“ zu stärken und Transparenz zu fördern, haben die Bürgerstif­ tungen im Jahr 2001 Kriterien festgelegt: die 10 Merkmale einer Bürgerstiftung. Sie benennen die wesentlichen Werte der Bürgerstiftungen. Erfüllt eine Bürgerstiftung diese Merkmale, kann sie sich um das Gütesiegel für Bürgerstiftungen bewerben. Es wird – nach der Prüfung einer unabhängigen Jury – vom Arbeitskreis Bürgerstiftungen im Bun­ desverband Deutscher Stiftungen für zunächst zwei, dann drei Jahre verliehen. Zu den Merkma­ len gehören die Unabhängigkeit von Kommune, Kreditinstituten oder Einzelpersonen, die Breite der Stiftungszwecke und ihr lokaler Bezug und die Transparenz der Arbeit. motivation: Bürgerstifter wollen gemeinsam, vor Ort, nachhaltig etwas für das Gemeinwohl erreichen Bürger, die sich in einer Bürgerstiftung einbringen, nennen meist vier Gründe für ihr Engagement: 1. Sie möchten vor Ort etwas verändern; 2. sie möchten das gemeinsam mit anderen tun; 3. es geht ihnen um die Verfolgung breiter gemein­ nütziger Stiftungszwecke und 4. ihnen ist die Nachhaltigkeit des Engagements wichtig. aktivitäten: Plattform lokalen Engagements Eine Bürgerstiftung kann operativ tätig sein, also eigene Projekte realisieren, oder Projekte anderer fördern. Meist tun Bürgerstiftungen beides. Sie sind dabei Plattform und Schnittstelle des viel­ fältigen bürgerschaftlichen Engagements vor Ort. Immer liegt der Fokus des Engagements auf dem Gemeinwohl vor Ort. Die Themen und Aktionsfel­ der sind dabei so vielfältig wie die Bedürfnisse im Umfeld der Bürgerstiftung: Sie engagieren sich im sozialen, kulturellen oder Umweltschutzbereich, sind in Sachen Bildung aktiv oder fördern Integ­ ration und den Generationendialog. ursprung: USA, 1914 in Cleveland – Deutschland: 1996/97 in Gütersloh und Hannover Die weltweit erste Stiftung von Bürgern für Bürger wurde 1914 in Ohio, USA, gegründet. Die Cleveland Foundation und mit ihr die inzwischen zahlrei­ chen Bürgerstiftungen weltweit feiern 2014 den 100. Geburtstag der Bürgerstiftungsbewegung. In Deutschland entstanden die ersten Bürger­ stiftungen in den 90er-Jahren in Gütersloh und Hannover. gemeinschaft: Bürgerstiftungen sind ­ emeinsam stark g Vernetzt sind die Bürgerstiftungen im Arbeits­ kreis Bürgerstiftungen, der zweimal jährlich zu­ sammenkommt. Die Initiative Bürgerstiftungen informiert und berät Bürgerstiftungen und Grün­ dungsinitiativen zudem in allen Fragen der Bür­ gerstiftungsarbeit. verbreitung: 275 Bürgerstiftungen mit Gütesiegel im Jahr 2014 Die Zahl der Bürgerstiftungen wächst stark: Heute gibt es in ganz Deutschland 275 Bürgerstiftun­ gen mit Gütesiegel – die meisten in NordrheinWestfalen und Baden-Württemberg. Rund 25.500 Menschen engagieren sich hier. 37 Bürgerstiftungen in Deutschland Die 10 Merkmale einer Bürgerstiftung Der Begriff „Bürgerstiftung“ ist nicht geschützt. Um Beliebigkeit zu vermeiden, haben Bürgerstiftungsver­ treter bereits im Jahr 2000 einen Kriterienkatalog erarbeitet – die „10 Merkmale einer Bürgerstiftung“. Auf dieser Grundlage vergibt der Bundesverband Deutscher Stiftungen jeweils für die Gültigkeitsdauer von zwei Jahren, beim dritten Mal für drei Jahre, das Gütesiegel für Bürgerstiftungen. Präambel: Eine Bürgerstiftung ist eine unabhängige, au­ tonom handelnde, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger mit möglichst breitem Stiftungszweck. Sie engagiert sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geographisch begrenzten Raum und ist in der Regel fördernd und operativ für alle Bürger ihres definierten Einzugsgebietes tätig. Sie unterstützt mit ihrer Arbeit bürgerschaftliches Engagement. 1. Eine Bürgerstiftung ist gemein­ nützig und will das Gemeinwesen stärken. Sie versteht sich als Element einer selbstbestimmten Bürgergesellschaft. 2. 3. Eine Bürgerstiftung wird in der R ­ egel von mehreren Stiftern er­ richtet. Eine Initiative zu ihrer Errichtung kann auch von Einzelpersonen oder ein­ zelnen Institutionen ausgehen. Eine Bürgerstiftung ist wirtschaft­ lich und politisch unabhängig. Sie ist konfessionell und parteipolitisch nicht gebunden. Eine Dominanz einzelner Stif­­­ ter, Parteien, Unternehmen wird abgelehnt. Politische Gremien und Verwaltungsspitzen dürfen keinen bestimmenden Einfluss auf Entscheidungen nehmen. 38 4. Das Aktionsgebiet einer Bürger­ stiftung ist geographisch ausge­ richtet: Auf eine Stadt, einen Landkreis, eine Region. Die Bürger­ stiftung N ­ ürnberg erhält ihre GütesiegelUrkunde auf der Arbeits­ kreistagung 2013. 5. Eine Bürgerstiftung baut kontinuierlich Stiftungskapital auf. Dabei gibt sie allen Bürgern, die sich einer bestimmten Stadt oder Region verbunden fühlen und die Stiftungsziele bejahen, die Möglichkeit einer Zustiftung. Sie sammelt darüber hinaus Projektspenden und kann Unterstiftungen und Fonds einrichten, die einzelne der in der Satzung aufgeführten Zwe­ cke verfolgen oder auch regionale Teilgebiete fördern. 8. Eine Bürgerstiftung macht ihre Pro­ jekte öffentlich und betreibt eine ausgeprägte Öffentlichkeitsarbeit, um allen Bürgern ihrer Region die Möglichkeit zu geben, sich an den Projekten zu beteiligen. 9. Eine Bürgerstiftung kann ein loka­ les Netzwerk innerhalb verschie­ dener gemeinnütziger Organisationen einer Stadt oder Region koordinieren. 6. Eine Bürgerstiftung wirkt in einem brei­ ten Spektrum des städtischen oder re­ gionalen Lebens, dessen Förderung für sie im Vordergrund steht. Ihr Stiftungszweck ist daher breit. Er umfasst in der Regel den kulturellen Sektor, Jugend und Soziales, das Bildungswesen, Natur und Umwelt und den Denkmalschutz. Sie ist fördernd und/oder operativ tätig und sollte innovativ tätig sein. 10. Die interne Arbeit einer Bürgerstif­ tung ist durch Partizipation und Transparenz geprägt. Eine Bürgerstiftung hat mehrere Gremien (Vorstand und Kont­ rollorgan), in denen Bürger für Bürger aus­ führende und kontrollierende Funktionen innehaben. 7. Eine Bürgerstiftung fördert Projekte, die von bürgerschaftlichem Engagement getragen sind oder Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Dabei bemüht sie sich um neue Formen des gesellschaftlichen Engagements. 39 Bürgerstiftungen in Deutschland „Mehr begriffliche Klarheit wäre wünschenswert“ Interview mit Dr. Ulrich Maly, Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister von N ­ ürnberg, zum Verhältnis von Kommunen zu Bürgerstiftungen und zum Umgang mit Bürger­ tiftungen, s die nicht den 10 Merkmalen entsprechen. Herr Dr. Maly, die Bürgerstiftungsbewegung wächst seit Gründung der ersten deutschen Bürgerstiftungen in den 90er-Jahren stark. Welche Rolle spielen Bürgerstiftungen Ihrer Meinung nach für das lokale Gemeinwesen heute? Die „Gründungswelle“ der Bürgerstiftungen ist auf jeden Fall eine große Erfolgsgeschichte, auch wenn der Aufbau des Stiftungskapitals nicht überall den ersten Hoffnungen entspricht. Das Grundkonzept der Bürgerstiftungen, das ich ganz kurz mit den Begriffen kooperativ, engagiert, trans­ parent und demokratisch umschreiben möchte, ist auf jeden Fall eine Bereicherung für das örtliche Gemeinwesen. In den letzten Jahren hat sich ja ins­ gesamt das Verhältnis zwischen den drei Sektoren Staat/Kommune, Wirtschaft und Zivilgesellschaft neu sortiert und vielerorts sehr gebessert: Man hat erkannt, dass man gemeinsam weiterkommt, als wenn man in alten Rollenverständnissen verhaftet bleibt. Da sind die Bürgerstiftungen ein ganz wich­ tiger Faktor für die Zivilgesellschaft, gerade weil sie verschiedene Rollen quasi „überparteilich“ über­ nehmen können, die bei anderen Organisationen der Zivilgesellschaft, die viel engere Zieldefinitio­ nen haben, so nicht akzeptiert würden. Wie sehen Sie das Zusammenspiel von Kommunen und Bürgerstiftungen? Im erwähnten Zusammenspiel Kommune – Wirtschaft – Zivilgesellschaft haben – nach meiner Beobachtung – die Bürgerstiftungen ein sehr gutes Standing, weil sie allgemein als Zusammenschluss besonders engagierter Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen werden. Für die Stadtpolitik und die Stadtverwaltung ist die Zusammenarbeit mit 40 den Bürgerstiftungen ein gutes Übungsfeld, wie man im Sinne von „Good Governance“ auf Augen­ höhe, kooperativ, nicht-dirigistisch, zielorientiert mit Organisationen der Zivilgesellschaft zusam­ menarbeiten kann. Das schließt unterschiedliche Auffassungen und Zielkonflikte natürlich nicht aus, ohne jedoch den Leitgedanken „Stadtgesellschaft im Dialog“ aus den Augen zu verlieren. Ich glaube, dass das viele Kolleginnen und Kollegen aus der Kommunalpolitik genauso sehen. Wenn ich mir die konkrete Zusammenarbeit von Stadt und Bürgerstiftung in meiner Stadt, in Nürn­ berg, anschaue, dann sehe ich: gute Kontakte, viel Unterstützung der Bürgerstiftung auch – aber natürlich nicht nur – für kommunale Einrichtun­ gen (vor allem im Bereich „Kinder“) und einen grundsätzlichen gemeinsamen Zielkorridor, der in meiner Formulierung „Solidarische Stadtgesell­ schaft“ heißt. Dies beruht aber nicht auf konkreten Vereinbarungen. Die Bürgerstiftung in Nürnberg ist absolut selbständig, hängt nicht am „kommunalen Tropf“ und definiert in einem sehr demokratischen Verfahren unter Einbeziehung ihrer Ehrenamtli­ chen ihre Ziele und Aktivitäten selbst. Eine direkte Verbindung, die unser Gesamtper­ sonalrat initiiert hat und von mir unterstützt wurde, gibt es allerdings seit mehr als zehn Jahren: Wir haben für Mitarbeiter/-innen und Pensionäre der Stadtverwaltung den „Rest-Cent“ eingeführt, bei dem die Cent-Beträge hinter dem Komma bei der Gehaltsabrechnung freiwillig abgeführt werden können: Diese Beträge – immerhin mehrere Tau­ send Euro pro Jahr – gehen an die Bürgerstiftung Nürnberg, die aber über die Verwendung völlig frei verfügen kann. „Mehr begriffliche Klarheit wäre wünschenswert“ Dr. Ulrich Maly, Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister von ­ ürnberg N Unter welchen Bedingungen können Bürgerstiftungen am besten vor Ort arbeiten? Welchen Stellenwert haben Aspekte wie Unabhängigkeit und Transparenz? Bei Letzterem angefangen: Die Transparenz ist ein ganz wichtiger Faktor, der die Bürgerstiftungen vor vielen anderen Stiftungen auszeichnet und für ihre Glaubwürdigkeit enorm wichtig ist. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat ja bei einer Umfrage festgestellt, dass weniger als ein Fünftel der deutschen Stiftungen ausführlich über Geschäftstätigkeit und Finanzen zum Beispiel im Internet informiert. Wenn man aber eine Stiftung „von Bürgern für Bürger“ sein will und die Zustif­ tungen, Spenden und Mitarbeit von möglichst vie­ len Bürgerinnen und Bürgern erreichen will, dann ist dies eine unabdingbare Voraussetzung. Und mit der Unabhängigkeit verhält es sich ähnlich: Wenn die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sehen, dass sich eine Bürgerstiftung – von wem auch immer – instrumentalisieren lässt, dann werden Rückhalt und Glaubwürdigkeit nachlassen. Was für Bürgerstiftungen meines Erachtens heute noch an vielen Stellen schwierig ist, ergibt sich auch aus dem „Doppelgesicht“ der Ehren­ amtlichkeit: Der Wert und die Qualität von bürger­ schaftlichem Engagement – ich würde sagen: der Charme – liegt ja in der unbezahlten Mitarbeit und dem finanziellen Engagement vieler. Andererseits ist es ohne eine kontinuierliche hauptamtliche Struktur natürlich nicht einfach, die vielen Aufga­ ben, denen sich eine Bürgerstiftung zuwenden könnte und wollte, zu bewältigen. Da muss jede Bürgerstiftung vor Ort eine gute Lösung für ihr Pro­ jektmanagement und ihr Fundraising finden, und vielleicht auch eine sinnvolle Eingrenzung ihres Tätigkeitsspektrums. Nun ist der Begriff „Bürgerstiftungen“ rechtlich nicht geschützt, was dazu führt, dass auch andere Akteure ihn nutzen. Wie wichtig ist es für den Erfolg von Bürgerstiftungen, zu verhindern, dass der Begriff ausgehöhlt wird? Ich weiß, dass sich unter dem Begriff „Bürger­ stiftung“ viele finden, die stärker, als die originä­ ren, mit dem Gütesiegel ausgezeichneten Bürger­ stiftungen sich dies wünschen, von Kommunen, Sparkassen, genossenschaftlichen Kreditinstitu­ ten oder Stiftungsmanagern gesteuert werden. Ich spreche diesen Stiftungen keineswegs ihre Legitimität ab, würde mich aber freuen, wenn es zu mehr begrifflicher Klarheit käme. Ich halte deshalb das Vorhaben der „Initiative Bürgerstiftungen“ und der „Aktiven Bürgerschaft“ für richtig, mit diesen Stiftungen in den direkten Austausch zu treten. Übrigens haben wir begrifflich noch eine an­ dere, noch größere Aufgabe: Wir müssen dafür sorgen, dass immer weniger Leuten, wenn sie das Wort „Stiftung“ hören, Liechtenstein und Steuer­ tricks einfallen, sondern immer mehr Menschen sofort an die – weit über 90 Prozent – gemeinnüt­ zigen Stiftungen denken und vielleicht sogar eine aus ihrer Umgebung benennen können. Warum nicht die nächstgelegene Bürgerstiftung? 41 Bürgerstiftungen in Deutschland Wird in einer Kommune eine „Bürgerstiftung“ ins Leben gerufen, die gar keine im Sinne der Definition des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen ist, stehen die lokalen Akteure – seien es Bürgermeister oder engagierte Bürger – dem oft unsicher gegenüber. Was raten Sie in dieser Situation? Wie bei jeder anderen Stiftung: sich die Sat­ zung ansehen, die Transparenz prüfen, die Kon­ struktion ansehen – und am besten auch mit handelnden Personen sprechen. Eine Kommune kann und sollte es sich nicht leisten, mit Partnern aus der Zivilgesellschaft nicht zu sprechen! Insbesondere in Bayern wird eine Vielzahl von „Nichtbürgerstiftungen“ gegründet, die unter dem Namen Bürgerstiftung segelt; häufig errichtet von der Kommune oder von Kreditinstituten. Was kann aus Ihrer Sicht getan werden, um eine diesbezügliche Beliebigkeit zu vermeiden? Welche Akteure sind gefordert? Ich bin niemand, der gesetzliche Regelungen fordert, wo sie nicht unerlässlich sind. Ich setze auf Erkenntnisgewinn und Dialog. In sehr vielen Bereichen mit hoher gesellschaftlicher Dynamik – und dazu gehören die Bürgerstiftungen – mussten und müssen sich einheitliche Standards erst in einem längeren Prozess herauskristallisieren und durchsetzen. Unerlässlich dafür sind Foren, in denen man sich – auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene – austauscht und unterschiedli­ che Sichtweisen thematisiert. Da können auch die kommunalen Spitzenverbände als Partner mitspielen. 42 Vom Aufbruch 2030 zum Zukunftsprogramm Bürgerstiftungen Vom Aufbruch 2030 zum Zukunftsprogramm Bürgerstiftungen Um die Arbeit von Bürgerstiftungen weiter zu professionalisieren, wird die Initiative Bürgerstiftungen gemeinsam mit Bürgerstiftungen in den nächsten Jahren Qualitätsstandards entwickeln. Von Prof. Dr. BurkhardKüstermann, LL.M., Initiative Bürgerstiftungen In einem gut einjährigen Prozess haben die deut­ schen Bürgerstiftungen die Strategie „Aufbruch 2030“ entwickelt. Das finale Strategiepapier konn­ te schließlich bei der Tagung des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Herbst 2013 als gemeinsame Vision der deutschen Bürgerstiftungen vorgestellt werden, wo es auf breite Akzeptanz stieß. Das Pa­ pier zeigt die zentralen Aufgaben der deutschen Bürgerstiftungen auf: als Vermögensverwalter, als Plattformen für bürgerschaftliches Engagement und als Mittler und Moderatoren vor Ort. Diesen zunächst noch abstrakten Rollen wur­ den zwölf konkrete Indikatoren zugeordnet. Ne­ ben der eigenen Profilbildung zählen dazu unter anderem die unterschiedlichen Tätigkeiten von Bürgerstiftungen als Treuhandverwalter, als Denk­ fabrik, als Netzwerkarbeiter oder als Ermöglicher von Partizipation und Teilhabe. Bekanntlich ist Papier geduldig. Wie kann also gewährleistet werden, dass das Strategiepapier als Impuls dient zu einem wirklichen Aufbruch für die Bürgerstiftungsarbeit? Mit ihrem neu aufgelegten Zukunftsprogramm will die Initiative Bürgerstif­ tungen dazu einen Beitrag leisten. Das Zukunftsprogramm sieht folgende Schritte vor: Zunächst soll eine gezielte Umfrage unter den Bürgerstiftungen zu den einzelnen Indikatoren eine Vorstellung liefern, in welchem Umfang die Bürgerstiftungen diese Indikatoren bereits um­ setzen und wo noch Handlungsbedarf besteht. Im sich anschließenden Prozess, an dem eine möglichst große Zahl von Bürgerstiftungsvertretern beteiligt wird, werden Qualitätsstandards und praxisbezogene Anleitungen entwickelt, die sich in die tägliche Bürgerstiftungsarbeit integrieren lassen. Diese Standards und Praxishinweise sollen schließlich allen Bürgerstiftungen zur Verfügung gestellt und als Grundlage für weitergehende Work­ shops im Rahmen der BürgerstiftungsWerkstatt genutzt werden. Sie sollen zudem die „10 Merk­ male einer Bürgerstiftung“ inhaltlich vertiefen. Der Blick auf die Bürgerstiftungen wandelt sich zunehmend: Nach den ersten Jahren des Experi­ mentierens und der Identitätsentwicklung wächst die Erwartung, dass Bürgerstiftungen die ihnen anvertrauten Gelder verantwortungsvoll verwalten und mehren und zudem eine gestaltende Funkti­ on in der eigenen Kommune wahrnehmen – eine spannende Aufgabe, die das Selbstverständnis der Bürgerstiftungen vor Ort und als deutschland­ weite Bewegung prägen kann. Der künftige Erfolg von Bürgerstiftungen wird auch davon abhängen, inwiefern sie in der Lage sind, ein klar konturiertes Profil zu entwickeln und professionell zu arbeiten. Vielerorts tun sie das schon. Häufig ist es jedoch nötig, die Arbeit stärker zu professionalisieren. Das Zukunftsprogramm will diese Entwicklung vorantreiben – und so dafür sorgen, dass sich die Marke „Bürgerstiftungen“ weiter etabliert. 43 Bürgerstiftungen in Deutschland Der deutsche Bürgerstiftungssektor 2014 in Zahlen Der Bürgerstiftungssektor entwickelt sich wei­ terhin positiv. 275 Bürgerstiftungen tragen zum 1. Oktober 2014 das Gütesiegel, 16 mehr als im Vorjahr. Diese Zunahme ist nur ein Indikator für den stabilen Aufwärtstrend. Die Ergebnisse der Bürgerstiftungsumfrage1, mit der die Initiative Bürgerstiftungen seit 2003 die Entwicklung die­ ses zivilgesellschaftlichen Bereiches nachvoll­ zieht, zeigen, dass die Bürgerstiftungsszene weiter wächst. Zahlreiche Bürgerstiftungen sind mittlerweile von der Aufbruchs- in eine Phase der Konsolidierung eingetreten. Gesamtvermögen der Bürgerstiftungen Das Gesamtkapital der Bürgerstiftungen stieg bis Ende 2013 auf 265 Millionen Euro an. Ver­ glichen mit dem Vorjahr, in dem die Bürger­ stiftungen angaben, über 216 Millionen Euro zu verfügen, ist das ein gewaltiger Sprung: ein Zuwachs von fast 50 Millionen Euro. Diese Stei­ gerung beweist, dass Bürgerstiftungen sowohl als taugliches Konzept als auch als verlässliche Partner vor Ort wahrgenommen werden. So ma­ chen sich Bürgerstiftungen zunehmend auch 260 Mio. 240 Mio. 220 Mio. 200 Mio. 180 Mio. 160 Mio. 140 Mio. 120 Mio. 100 Mio. 80 Mio. 60 Mio. 40 Mio. 44 20 Mio. 0 1996 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Stiftungsvermögen der Bürgerstiftungen in Deutschland von 1996 bis 2013 in Euro (Quelle: Initiative Bürgerstiftungen) 1 Basis der Umfrage sind jeweils die Gütesiegel-Bürgerstiftungen. 2014 wurden demnach 259 Bürgerstiftungen befragt. Der deutsche Bürgerstiftungssektor 2014 in Zahlen als Vermögensverwalter einen Namen, unter deren Dach Treuhandstiftungen errichtet werden können, um bestimmte Zwecke effektiv umzuset­ zen. Auch das erklärt den deutlichen Kapitalan­ stieg. Im bundesweiten Durchschnitt verfügt eine Gütesiegel-Bürgerstiftung über 963.000 Euro. Aussagekräftiger ist hingegen der Median des Kapitals der Bürgerstiftungen – er liegt bei 355.000 Euro, was bedeutet, dass die Hälfte der Gütesiegel-Bürgerstiftungen ein Kapital in Höhe von weniger als 355.000 Euro besitzt, die andere Hälfte liegt darüber. Wenngleich also die Hälfte der Bürgerstiftun­ gen nur ein relativ geringes Vermögenskapital besitzt, ist auf der anderen Seite die Zahl der Bürgerstiftungen, die ein Millionenvermögen ver­ waltet, deutlich gestiegen: 58 Bürgerstiftungs­ millionäre gibt es inzwischen in Deutschland; 12 mehr als noch 2012. Somit verfügt gut ein Fünftel der Bürgerstiftungen über ein Stiftungskapital von mehr als 1 Million Euro. Auch die Zahl der Stifterinnen und Stifter ist stark gestiegen: Den Angaben der Bürgerstiftungen zufolge sind 2013 2.500 neue hinzugekommen. Die Gesamtzahl der Bürgerstifterinnen und Bürgerstifter liegt nunmehr bei 25.500. Die meisten Bürgerstiftungen gibt es mit 76 (2012: 69) nach wie vor in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg (58; 2012: 56) und Niedersachsen (49; 2012: 48). In den ost­ deutschen Bundesländern (ohne Berlin) gibt es insgesamt 21 Gütesiegel-Bürgerstiftungen. Die meisten davon haben ihren Sitz in Bran­ denburg (6). In der derzeitigen Niedrigzinssituation stehen immer mehr Bürgerstiftungen vor der Frage, wie sie weiterhin effektiv arbeiten können. Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, rät ihnen: Für kleine Stiftungen bietet sich in Zeiten niedriger Zinsen eine Vier-Säulen-Strategie an: Sie besteht darin, 1.) ihre Vermögensbe­ wirtschaftung zu verbessern; 2.) zu versuchen, andere Einnahmen als Vermögenserträge zu erzielen bzw. solche sonstigen Einnahmen zu steigern; 3.) zu prüfen, wo es Möglichkeiten gibt, die Effektivität bei der Mittelverwendung zu steigern und 4.) Einsparpotentiale bei den Verwaltungskosten zu nutzen. Bei der Vermögensbewirtschaftung sehen wir, dass Stiftungen mit mehr Know-how und moderner strategischer Ausrichtung tenden­ ziell mehr herausholen. Darum gilt es, dass sich auch kleinere und mittlere Stiftungen hier professionalisieren. Falls eine Bürgerstiftung noch keine Anlagerichtlinie hat, sollte sie die­ se schaffen – das ist übrigens nicht nur eine Frage des strategischen Vorgehens, sondern auch relevant für die Haftung von ehrenamt­ lichen Stiftungsvorständen, falls es zu Subs­ tanzverlusten kommt. Eine kleine Gruppe von Stiftungspionieren treibt zudem das Thema „Mission Investing“ voran; dabei unterstützt sie auch der Bundesverband Deutscher Stiftungen. Mission Investing bezeichnet die Verbindung von Vermögensanlage und satzungsgemäßen Zwecken und einer somit verstärkten Gemein­ wohlwirkung. Um zusätzliche Einnahmen zu erzielen, können Stiftungen ihr Fundraising verstärken. Bürgerstiftungen haben hier durchaus Vorteile im Wettbewerb um Zuwendungen: Sie können etwa Adressaten von Zustiftungen in Form von Stiftungsfonds sein und sie sind ein bestens geeignetes Dach für Treuhandstiftungen. Zu­ dem können Stiftungen Spendern MatchingModelle anbieten, bei denen gewissermaßen von 1 Spenden-Euro dann 2 Euro im Projekt ankommen, indem Spenden mit Erträgen ver­ doppelt werden. Um die Effektivität zu steigern, ist es häufig sinnvoll, Kooperationen zu intensi­ vieren. Auch in nicht finanzieller Hinsicht stel­ len Kooperationen einen vielversprechenden Hebel für die Stiftungsarbeit dar. Hinsichtlich der Verwaltungskosten können Bürgerstiftun­ gen Potentiale nutzen, wenn es ihnen gelingt, pro bono Verwaltungsdienstleistungen zu ak­ quirieren. Dazu empfiehlt es sich, das soziale Kapital der Stiftung einzusetzen – ihr Netzwerk. Mein Rat daher an betroffene Stiftungen: Nutzen Sie die Krise auch als Chance! 45 Bürgerstiftungen in Deutschland 7,0 Mio. 6,5 Mio. 6,0 Mio. 5,5 Mio. 5,0 Mio. 4,5 Mio. 4,0 Mio. 3,5 Mio. 3,0 Mio. 2,5 Mio. 2,0 Mio. 1,5 Mio. 1,0 Mio. 0,5 Mio. 0 1999 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Spendenentwicklung der Bürgerstiftungen in Deutschland von 1999 bis 2013 in Euro (Quelle: Initiative Bürgerstiftungen) Förderzwecke und Ausgaben der Bürgerstiftungen Was Bürgerstiftungen von vielen anderen Or­ ganisationen unterscheidet und auszeichnet, ist ihr breiter Satzungszweck. Innerhalb ihres Zuständigkeitsgebietes können sie meist viele der Zwecke verfolgen, die nach § 52 der Abga­ benordnung als gemeinnützig anerkannt sind. Worauf sie dann ihren Fokus legen, ist abhängig von den lokalen Bedürfnissen und der strategi­ schen Ausrichtung. In der aktuellen Bürgerstiftungsumfrage zeigt sich ein deutlicher Unterschied zum Vorjahr: Mit gut 34 Prozent rangiert zwar immer noch das Engagement für Bildung und Erziehung an erster Stelle (2012: 36 Prozent). Eine deutliche Verschiebung gibt es jedoch bei den sozialen Zwecken. Mit 23,8 Prozent gibt fast ein Vier­ tel der Gütesiegel-Bürgerstiftungen an, hier ih­ ren Schwerpunkt zu setzen; im Vorjahr taten es nur 8 Prozent. Dies geht vor allem zulasten des Förderschwerpunktes Jugend: Nur 11,8 Pro­ Brauchtum & Heimatpflege Jugend Wissenschaft & Forschung Bildung & Erziehung Umweltschutz 1 % 12  % 46 soziale Zwecke mildtätige Zwecke 3 % 24 % 1 % 34 % 1 % 13 % 1 % 10 % Kunst & Kultur Andere Generationenübergreifende Projekte Förderschwerpunkte der Bürgerstiftungen in Deutschland 2013 (Quelle: Initiative Bürgerstiftungen) Der deutsche Bürgerstiftungssektor 2014 in Zahlen zent der Bürgerstiftungen geben noch an, hier ihren Fokus zu haben; 2012 lag der Anteil bei 31 Prozent. Insgesamt haben die Bürgerstiftungen 2013 das Gemeinwohl mit rund 20 Millionen Euro (2012: 18 Millionen Euro) gefördert. Fast ein Drit­ tel (7 Millionen Euro) davon entstammte nicht den Vermögenserträgen, sondern kam durch Spenden zustande, die die Bürgerstiftungen ein­ geworben hatten. 2012 erhielten die Bürgerstif­ tungen Spenden in Höhe von 4,8 Millionen Euro. Haupt- und Ehrenamt Die deutsche Bürgerstiftungsbewegung ist noch immer getragen vom bürgerschaftlichen Enga­ gement. 95 Prozent der Bürgerstiftungsakteure antworteten in der Umfrage, dass die Arbeit in ihrer Bürgerstiftung unentgeltlich entrichtet wird. Nur 5 Prozent beschäftigen hauptamtliche Mitar­ beiter (meist in Teilzeit) – eine positive Tendenz, die sich etwas von den Vorjahren unterscheidet, in denen konstant angegeben wurde, dass nur 3 Prozent der Arbeit gegen Bezahlung erfolgt. Vielerorts fungieren Bürgerstiftungen als Platt­ formen für Engagement. Sie laden Menschen, die sich engagieren wollen, dazu ein und ge­ ben ihnen Möglichkeiten, in unterschiedlichen Bereichen für die Gesellschaft tätig zu werden. Dementsprechend ist auch die Zahl der unbe­ zahlten Arbeitsstunden deutlich gestiegen. Mehr als 600.000 Stunden lang betätigten sich bür­ gerschaftlich Engagierte 2013 in ihren Bürger­ stiftungen (2012: 535.000 Stunden). 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 0 100 200 300 400 500 600 Zahl der Ehrenamtsstunden (in Tausenden) Wachstum des Engagements in den Bürgerstiftungen seit 2007 (Quelle: Initiative Bürgerstiftungen) 47 Kapitelname Baden-Württemberg Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 58 (56) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Eberbach (2000) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürgerstiftung Stuttgart (606.000 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Kreis Ravensburg (1.632 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 5.365 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 42.001.249 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 724.159 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 372.166 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) 56 23 20 58 10 24 40 3 25 38 36 1 15 32 49 35 21 37 2 33 16 19 27 11 8 22 34 52 43 6 46 14 7 9 42 29 12 55 50 17 57 26 47 28 9 54 39 48 18 51 48 4 13 53 45 5 41 30 31 44 Baden-Württemberg Zum Beispiel: Museumsführer mit Roboter Ein fahrbarer Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Tech­ nologie (KIT) und dem Museum Bassermann­ haus für Musik und Kunst in Mannheim hat die Bürgerstiftung Karlsruhe ein Projekt gestartet, das es auch mobilitätseingeschränkten Men­ schen ermöglichen soll, ein Museum zu besu­ chen. Dazu befindet sich im Museum ein leicht zu bedienender Roboter, der im Wesentlichen aus einer fahr­ und lenkbaren Kamera sowie Mikrofon und Lautsprechern besteht. Dieser Roboter lässt sich über eine Internetverbindung von zu Hause aus lenken – gegebenenfalls mit Unterstützung eines Helfers. So können die Teilnehmer das Museum erkunden. Sie haben ein Ausstellungserlebnis und können dank der Roboter erlaubt Menschen einen Muse­ umsbesuch, die sonst nicht kommen könnten. Video­ und Tonübertragung in beide Richtungen auch mit Besuchern vor Ort kommunizieren. www.buergerstiftung-karlsruhe.de Bürgerstiftung der Region Achern Bürgerstiftung Backnang 3 Bürgerstiftung Baden­Baden 4 Bürgerstiftung Bad Dürrheim ­ Gelingendes Leben 5 Bürgerstiftung Bad Saulgau 6 Bürgerstiftung Bad Urach 7 Bürgerstiftung Ballrechten­Dottingen 8 Bürgerstiftung Biberach 9 Bürgerstiftung Böblingen 10 Bürgerstiftung Bruchsal 11 Bürgerstiftung Burgrieden 12 Bürgerstiftung Ditzingen 13 Bürgerstiftung Donaueschingen 14 Bürgerstiftung Dußlingen 15 Bürgerstiftung Eberbach 16 Bürgerstiftung Essingen 17 Bürgerstiftung Fellbach 18 Freiburger Bürgerstiftung 19 Bürgerstiftung Geislingen an der Steige 20 Bürgerstiftung Heidelberg 21 Heilbronner Bürgerstiftung 22 Bürgerstiftung Herrenberg 23 Bürgerstiftung Hirschberg 24 Bürgerstiftung Karlsruhe 25 Bürgerstiftung Kehl 26 Bürgerstiftung Kernen i. R. 27 Bürgerstiftung Laichinger Alb 28 Bürgerstiftung Leinfelden­Echterdingen 29 Bürgerstiftung Leutenbach 1 2 Bürgerstiftung Leutkirch im Allgäu Bürgerstiftung Lörrach 32 Bürgerstiftung Mühlacker 33 Bürgerstiftung Murrhardt 34 Urschelstiftung Bürger für Nagold 35 Bürgerstiftung Nordheim 36 Bürgerstiftung Oberndorf a.N. 37 BürgerStiftung Obersulm 38 Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas 39 Bürgerstiftung Ostfildern 40 Bürgerstiftung Rastatt 41 Bürgerstiftung Kreis Ravensburg 42 Bürgerstiftung Remseck 43 Bürgerstiftung Reutlingen 44 Bürgerstiftung Rheinfelden 45 Bürgerstiftung Rielasingen­Worblingen 46 Bürgerstiftung Rottenburg 47 Bürgerstiftung Sindelfingen 48 Bürgerstiftung Staufen i. Br. 49 Bürgerstiftung Straubenhardt 50 Bürgerstiftung Stuttgart 51 Bürgerstiftung Titisee­Neustadt 52 Bürgerstiftung Tübingen 53 Tuttlinger Bürgerstiftung 54 Bürgerstiftung Waldenbuch 55 Bürgerstiftung Warmbronn 56 Bürgerstiftung Weinheim 57 Bürgerstiftung Weinstadt 58 Bürgerstiftung Wiesloch 30 31 49 Bayern Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 25 (24) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Steingaden (1998) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürgerstiftung München (1,4 Mio. Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Junges Fichtelgebirge (606,4 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 1.509 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 17.499.347 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 699.974 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 360.186 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) Zum Beispiel: Begegnung von Künstlern und Senioren Der Umzug ins Altenheim stellt wohl für alle Menschen eine Zäsur da. Wenn der regelmäßige Rhythmus als monoton erscheint, kann durchaus Langeweile aufkommen. Die bildende Künstlerin Inge Gutbrod möchte eben das verhindern. Mit Unterstützung der Bürgerstiftung Fürth hat sie da­ her ein Projekt entwickelt, das sich um Senioren nach ihrem Umzug ins Altenheim kümmert. Das Projekt „Begegnung von Künstlern und Senioren“ versteht sich als Angebot, den Senioren Auf­ merksamkeit zu widmen, ihre Sinne anzuregen und ihnen ganz einfach eine Freude zu bereiten. Jede Woche erhalten Senioren Gelegenheit, in kleinen Gruppen mit Künstlern zu arbeiten. Sie machen Erfahrungen mit Materialien wie Wachs, sie malen oder stellen Fotocollagen zusammen, kurzum: Sie können sich kreativ betätigen. Immer wieder zeigt sich, dass es große Zufriedenheit erzeugt, gemeinsam etwas zu erschaffen. www.buergerstiftung-fuerth.de Die Künstlerin Inge Gutbrod lässt Senioren mit Wachs basteln. 50 Da machen auch Kinder gerne mit. Bayern Bürgerstiftung Augsburg Gemeinschaftsstiftung „Mein Augsburg“ 3 Bürgerstiftung Bad Tölz 4 Bürgerstiftung Erlangen 5 Bürgerstiftung „Junges Fichtelgebirge“ 6 Bürgerstiftung Freising 7 Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck 8 Bürgerstiftung Fürth 9 Bürgerstiftung Landkreis Günzburg 10 Bürgerstiftung Hof 11 Bürgerstiftung Holzkirchen 12 Bürgerstiftung Landshut 1 2 Bürgerstiftung München Bürgerstiftung Mindelheim 15 Bürgerstiftung Region Neumarkt 16 Bürgerstiftung Nürnberg 17 Bürgerstiftung Pettendorf 18 Stiftung für Pöcking 19 Bürgerstiftung Lebendiges Bayerisches Ries 20 Bürgerstiftung Rosenheim 21 Bürgerstiftung Sauerlach 22 Bürgerstiftung Unser Schwabach 23 Bürgerstiftung Landkreis Starnberg 24 Bürgerstiftung Steingaden 25 Bürgerstiftung Wasserburg (Bodensee) 13 14 10 5 4 8 16 22 15 17 19 12 9 1+2 7 14 18 23 6 13 21 3 11 20 51 24 25 Berlin Anzahl der Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 3 (3) Älteste Bürgerstiftung in Berlin (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Berlin (1999) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnern: Bürgerstiftung Berlin (ca. 3,5 Mio. Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Berlin (892 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 235 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 911.836 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 303.945 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 309.000 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) Zum Beispiel: Ehrenamtspreis für Lichtenberger Helden Mit einem Ehrenamtspreis, der sich speziell an Jugendliche richtet, will die Berliner Bürgerstif­ tung Lichtenberg drei Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren würdigen, die sich ehrenamtlich engagieren – ganz gleich, ob in Vereinen, Ver­ bänden, sonstigen Institutionen oder privat. Mit der Ehrung möchte die Bürgerstiftung Lichtenberg sichtbar machen und anerkennen, auf welche Weise sich Jugendliche im sozialen Bereich, im Sport, in Kultur, Bildung, Schule, im Verein und in der Nachbarschaftshilfe einsetzen. Zugleich soll die öffentliche Würdigung während einer Benefizgala weitere Jugendliche motivieren, sich ebenfalls für das Gemeinwohl zu engagieren. www.buergerstiftung-lichtenberg.de 52 Berlin 1 2 3 Bürgerstiftung Berlin Bürgerstiftung Lichtenberg Bürgerstiftung Neukölln 1 3 2 Drei junge Menschen wurden 2013 für ihr Engagement als „Lichten­ berger Helden“ aus­ gezeichnet. Brandenburg Anzahl der Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 6 (6) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Barnim Uckermark (2006) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürgerstiftung Barnim Uckermark (310.500 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Barnim Uckermark (4.552 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 358 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 732.967 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 122.161 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 101.005 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) 54 Brandenburg 1 3 4 5 1 2 3 4 5 6 Bürgerstiftung Barnim Uckermark Bürgerstiftung Cottbus und Region Bürgerstiftung Oranienburg Bürgerstiftung in der Region Rathenow Bürgerstiftung Schöneiche bei Berlin Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald 6 2 Zum Beispiel: Was-macht-die-Region-lebenswert-Kalender Die schönsten Ecken ihrer Heimat ließ die Bür­ gerstiftung Cottbus und Region Schüler malen. Lara Maria malte das Teehaus, Ludwig das Weberhäuschen, Willi einen Teich mit Schwan, Richard die Schloss­, Hannah die Klosterkirche. 31 junge Künstler zwischen 4 und 18 Jahren be­ teiligten sich an dem Wettbewerb, aus dem ein Kalender für das Jahr 2014 entstanden ist. Der Wettbewerb „… mal was Schönes!“ ist eine der ersten Aktionen der noch jungen Bürgerstiftung. Anfang 2013 erhielt sie die Anerkennungsurkun­ de, im Herbst das Gütesiegel. Für den „Was­ macht­die­Region­lebenswert­Kalender“ wählte eine Jury Cottbuser Künstler die schönsten Bil­ der aus. Für 15 Euro wurde der Kalender in der Region verkauft. Der Erlös kam gemeinnützigen Projekten zugute. Weil der Kalender auf so po­ sitive Resonanz stieß, veranstaltete die Bürger­ stiftung den Wettbewerb 2014 abermals. 125 junge Künstler beteiligten sich in diesem Jahr – viermal so viele wie im Vorjahr. www.buergerstiftung-cottbus.de 55 Bremen Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 3 (3) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Bremen (2002) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürgerstiftung Bremen (547.630 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Bremen (326 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 181 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 3.390.613 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 1.130.204 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 792.394 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) 3 1 1 2 2 3 Bürgerstiftung Bremen Stadtteil­Stiftung Hemelingen Bürgerstiftung Bremerhaven 56 Bremen Zum Beispiel: prakTISCH Gemeinsam mit Schulen und Unternehmen ver­ anstaltet die Stadtteil­Stiftung Hemelingen 2014 zum dritten Mal die Ausbildungsmesse „prak­ TISCH“. Schüler der achten und neunten Klassen treffen hier auf Betriebe der Region. Das Beson­ dere der Ausbildungsmesse: Im Vordergrund stehen nicht die Ausbildungsangebote der ein­ zelnen Firmen, sondern zunächst verschiedene Berufsfelder, in denen sich die Schüler auspro­ bieren können. In praktischen Übungen erleben die Jungen und Mädchen die unterschiedlichen Berufsmöglichkeiten. 500 Schüler besuchten die Messe 2013. Im Unterricht hatten sie sich zuvor auf den Besuch vorbereitet. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist neben Kul­ tur und Soziales ein Schwerpunkt der Stadtteil­ Stiftung Hemelingen. Daneben unterstützt und initiiert sie seit 2010 Projekte in Hemelingen, die der Förderung und Aufwertung des Stadt­ teils dienen. www.stiftung-hemelingen.de Bei der Ausbildungs­ messe „prakTISCH“ können Acht­ und Neunt­ klässler verschiedene Berufsfelder kennen­ lernen. 57 Hamburg Anzahl der Bürgerstiftungen: 2014 (2013): 1 (1) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): BürgerStiftung Hamburg (1999) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: BürgerStiftung Hamburg (1,8 Mio. Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: BürgerStiftung Hamburg (755 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 42 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2012: 30.392.972 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2012: 30.392.972 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2012: 30.392.972 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) Zum Beispiel: Der Kinderbeirat der BürgerStiftung Hamburg Bei der BürgerStiftung Hamburg sind Kinder nicht nur Empfänger von Förderung und Unter­ stützung – sie bestimmen mit. Im Kinderbeirat Hamburg entscheiden Kinder und Jugendliche, welche Projekte gefördert werden sollen. Die jungen Beiräte übernehmen die Patenschaft für einen Projektantrag und stellen sich gegen­ seitig die Anträge für Projektförderungen vor, sie diskutieren und entscheiden. Zwei Mal im Jahr steht ihnen in der Entscheidungssitzung ein Budget von 5.000 Euro zur Verfügung, bis zu 1.500 Euro kann der Kinderbeirat an ein ein­ zelnes Projekt vergeben. Ziel des Projekts ist es nicht nur, den Kindern die Möglichkeit zur Mitbestimmung zu geben. Es geht auch darum, Kinder und Jugendliche an Problemsituationen heranzuführen, ihnen Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und sie mit Engagementformen und unterschiedlichen Organisationen bekannt zu machen. Gemeinsam mit der Organisation „Children for a better world“ organisiert die Bür­ gerStiftung Hamburg den Kinderbeirat, den es ähnlich bereits in München, Berlin, Hanau und Dortmund gibt. www.buergerstiftung-hamburg.de 58 Hamburg 1 1 BürgerStiftung Hamburg Im Kinderbeirat können Kinder selbst entscheiden, welche Projekte gefördert werden. 59 Hessen Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 22 (19) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen (1989) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Stiftung Citoyen (2,5 Mio. Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Mittelhessen (5.381 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 2.050 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 37.983.166 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 1.726.508 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 264.056 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) 11 1 14 20 21 15 2 10 16 18 22 60 7 12 4+8 6 5 17 13 9 3 19 Hessen Bürgerstiftung Bad Emstal Bürgerstiftung „Ein Herz für Bad Nauheim“ 3 Bürgerstiftung Breuberg 4 Stiftung Citoyen 5 Bürgerstiftung Darmstadt 6 Bürgerstiftung Dreieich 7 Bürgerstiftung Eppstein 8 Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen 9 Bürgerstiftung Hanau Stadt und Land 10 Bürgerstiftung Unser Karben 11 Bürgerstiftung für die Stadt und den Landkreis Kassel 1 2 Bürgerstiftung Kelkheim Bürgerstiftung Lampertheim 14 Stiftung kinder­ und familienfreundliches Melsungen 15 Bürgerstiftung Mittelhessen 16 Bürgerstiftung Nidderau 17 Bürgerstiftung Pfungstadt 18 Bürgerstiftung Taunusstein 19 Bürgerstiftung Viernheim 20 Bürgerstiftung Werra­Meißner 21 Bürgerstiftung Wetzlar 22 Die Wiesbaden Stiftung 12 13 Zum Beispiel: Der Koch-Kultur-Treff Immer Integration geht in Taunusstein durch den Ma­ gen: Beim Koch­Kultur­Treff der Bürgerstiftung Taunusstein kochen die Teilnehmer gemeinsam mit Hobbyköchen aus verschiedenen Regionen der Welt, die in Taunusstein zu Hause sind, die Speisen ihrer Heimatländer. Nach Peru, Indi­ en, Russland, in die USA und die Türkei ging die kulinarische Weltreise schon. Auch Spei­ sen aus der Slowakei, den Philippinen, Marok­ ko und Rumänien stehen auf dem Koch­ und Speiseplan. Das Interesse ist groß – die Koch­ abende sind immer schnell ausgebucht. Acht Taunussteiner schneiden, marinieren, braten und rühren gemeinsam beim Koch­Kultur­Treff. Nebenbei erfahren sie Interessantes über Land und Leute. Am Ende wird gemeinsam gegessen. Menschen aus 99 Nationen leben in Tau­ nusstein. Die Idee, sie beim Kochen zusam­ menzubringen, hatte die gebürtige Peruanerin schnell ausgebucht: die inter­ kulturellen Kochabende Edda Bretz, sie organisiert die kulinarische In­ tegration gemeinsam mit Yasemin Bulut und Roswitha Kacmaczyk. www.buergerstiftung-taunusstein.de 61 Mecklenburg-Vorpommern Anzahl der Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 3 (3) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung der Hansestadt Wismar (1998) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Hanseatische Bürgerstiftung Rostock (204.240 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Hanseatische Bürgerstiftung Rostock (181 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 748 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 1.119.225 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 373.075 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 389.870 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) Zum Beispiel: Aus Schülern werden Zirkuskünstler Mit den Einnahmen aus dem Bürgerbrunch, den die Hanseatische Bürgerstiftung Rostock 2013 zum ersten Mal organisierte, konnte sie 220 Schülern der Rostocker Sprachheilschule ermöglichen, mit Künstlern und Akrobaten des „Ostdeutschen Projektcircus André Sperlich“ zu proben und ein eigenes Programm einzustudieren. Damit leistete die Bürgerstiftung einen Beitrag, ungeahnte Ta­ lente der Schülerinnen und Schüler, die Probleme mit dem Sprechen haben, sichtbar zu machen. Einige Kinder trauten sich, das Trapez zu erklim­ men, andere führten Ponys und Ziegen durch die Manege oder experimentierten mit Feuer, Schlangen, Nagelbrettern und Schwertern. Dabei lernten sie, stets den Kontakt zum Publikum zu suchen. Juliane Bombeck von der Bürgerstiftung war begeistert: „Diese Zirkuswelt werden die Kinder lange als besonderes gemeinschaftliches Erlebnis in Erinnerung behalten.“ 62 www.buergerstiftung-rostock.de Mecklenburg-Vorpommern 2 1 1 2 3 Bürgerstiftung der Hansestadt Wismar Hanseatische Bürgerstiftung Rostock Parchimer Bürgerstiftung 3 Am akro­ batischen Zirkus­ programm teilzunehmen kostet die Schüler Überwindung. Sie werden mit Applaus belohnt. 63 Niedersachsen Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 49 (48) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Hannover (1997) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürgerstiftung Hannover (519.619 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Ostfalen (3.040 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 4.600 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 47.387.282 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 967.087 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 403.386 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) 25 8 33 32 34 23 14 44 26 1 20 13 29 6 48 31 27 24 40 19 21 43 39 2 3 22 7 17 11 49 37 42 10 12 16 38 28 4 41 30 47 35 5 46 15 45 36 64 9 18 Niedersachsen Notfall-Orientierungs-System In entlegener Wer sich auf Borkum verläuft oder einen Unfall hat, dem kann schnell geholfen werden – dank des Notfall­Orientierungs­Systems der Borkum­ Stiftung. Auf Spazier­ und Fahrradwegen, am Strand, in den Dünen und auf Sitzbänken wurden SOS­Schilder angebracht – und jedes mit einer eigenen Nummer versehen. Wer per Handy den Notruf wählt, kann den Rettern die Nummer mittei­ len und wird so schnell gefunden. Bisher war das Auffinden von Hilferufenden auf der weitgehend unbewohnten Insel für Rettungskräfte ein Problem, da die Hilferufenden oft nicht wussten, wo genau sie sich befanden. Die Idee für das Projekt, das die Insel vor allem auch für Gäste sicherer macht, kam von Henrik Bote, bordtechnischer Offizier in einem Hubschrauber, und dem langjährigen Leiter der Borkumer Polizeidienststelle Karl­Heinz Beis­ mann. Die Bürgerstiftung, in der sich Insulaner Gegend verliert man leicht die Orientierung. seit 2006 für Borkum engagieren, unterstützte und finanzierte die Umsetzung. www.borkum-stiftung.de Bürgerstiftung Achim BürgerStiftung Alfeld 3 Bürgerstiftung Algermissen 4 Bürgerstiftung Bad Bentheim 5 Bürgerstiftung Bad Essen 6 Bürgerstiftung Region Bergen 7 Bürgerstiftung Bockenem/Ambergau 8 Borkum ­ Stiftung 9 Bürgerstiftung Bovenden 10 Bürgerstiftung Braunschweig 11 Bürgerstiftung Celle 12 Bürgerstiftung Cloppenburg 13 Bürgerstiftung der Stadt Dannenberg und Umgebung 14 Delmenhorster Bürgerstiftung 15 Agenda 21 ­ Stiftung für Diepholz 16 Bürgerstiftung Gemeinde Emsteck 17 Bürgerstiftung für Goslar und Umgebung 18 Bürgerstiftung Göttingen 19 Bürgerstiftung Hannover 20 Bürgerstiftung Hanstedt 21 Bürgerstiftung Hemmingen 22 Bürgerstiftung Hildesheim 23 Bürgerstiftung Hude 24 Bürgerstiftung Isernhagen 1 2 25 Juist ­ Stiftung 26 Bürgerstiftung 27 Lilienthal LindenLimmernStiftung 28 Lingener Bürgerstiftung 29 Bürgerstiftung Lüchow 30 Bürgerstiftung Neuenkirchen­Vörden 31 Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg 32 Bürgerstiftung Norden 33 Bürgerstiftung Norderney 34 Oldenburgische Bürgerstiftung 35 Bürgerstiftung Osnabrück 36 Bürgerstiftung Ostfalen 37 Bürgerstiftung Peine 38 StadtStiftung Quakenbrück ­ Bürger für ihre Stadt ­ 39 Bürgerstiftung Rössing 40 Stadtteilstiftung Sahlkamp­Vahrenheide 41 Bürgerstiftung Salzbergen 42 Bürgerstiftung Salzgitter 43 Bürgerstiftung Schaumburg 44 Bürgerstiftung Stuhr 45 Bürgerstiftung Syke 46 Bürgerstiftung Vechta 47 Bürgerstiftung Wallenhorst 48 Bürgerstiftung Wittingen 49 Bürgerstiftung Wolfsburg 65 Nordrhein-Westfalen Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 76 (69) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Gütersloh (1996) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürgerstiftung Köln (1,01 Mio. Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Hellweg-Region (2.436 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 7.321 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 53.972.068 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 710.159 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 350.502 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) 68 23 71 5 70 75 12 6 28 48 73 66 25 63 27 16 55 57 8 56 50 9 19 47 26 33 41 62 22 7 15 69 30 61 4 29 2 67 45 10 52 31+32 13 3 59 11 72 60 40 53 3644 18 39 51 35 24 34 1 65 17 14 54 76 43 64 46 20 37 38 38 58 7449 42 21 66 1 2 3 4 5 6 7 Bürgerstiftung Lebensraum Aachen BürgerStiftung Arnsberg Stadt Stiftung Bad Lippspringe Bad­Westernkotten­Stiftung Bielefelder Bürgerstiftung Bürgerstiftung Billerbeck Bürgerstiftung Förderturm Bönen Stiftung Aktive Bürger Borken Stadtlohn und Umgebung 9 Bottroper Bürgerstiftung 10 Briloner Bürgerstiftung 11 Bürgerstiftung Büren 12 Bürgerstiftung Coesfeld 13 Bürgerstiftung Detmold 14 Bürgerstiftung Dormagen 15 Dortmund­Stiftung 16 Bürgerstiftung Dülmen 17 Bürgerstiftung Düren 18 Bürgerstiftung Düsseldorf 19 Bürgerstiftung Duisburg gAG 20 BürgerStiftung Ehrenfeld 8 Nordrhein-Westfalen Zum Beispiel: Lohmars Top-Azubi Top­Azubi: Um zu zeigen, dass man auch ohne Hochschul­ studium erfolgreich und mit Freude einen Beruf ausüben kann, hat die BürgerStiftungLohmar ein Projekt initiiert, das der Ausbildungsförderung dient. Jedes Jahr zeichnet die Bürgerstiftung auf Vorschlag der Ausbilder eine Auszubildende oder einen Auszubildenden aus, die oder der sich durch eine besondere Leistung hervorgetan hat; das kann ein herausragendes Zeugnis, ein Verbes­ serungsvorschlag oder auch eine ehrenamtliche Betätigung sein. Die BürgerStiftungLohmar will deutlich machen, dass sich eine Ausbildung für junge Menschen lohnt, sie sich persönlich ent­ wickeln und ihre Berufsperspektiven langfristig verbessern können. 500 Euro erhält Lohmars Top­ Azubi als Prämie. Zugleich sollen die ausbildenden Ein Aus­ zubildender wird gewürdigt. Betriebe und Unternehmen für ihr Engagement in der Nachwuchsförderung gewürdigt werden. Die Bürgerstiftung will signalisieren, dass die Gesellschaft ihren Einsatz sieht und anerkennt. www.buergerstiftunglohmar.de Bürgerstiftung Eitorf Stiftung Bürgerstiftung EmscherLippe­Land 23 Bürgerstiftung Gempt 24 Bürgerstiftung Grevenbroich 25 Bürgerstiftung Gütersloh 26 Bürgerstiftung für Haan und Gruiten 27 Bürgerstiftung „Halterner für Halterner“ 28 Bürgerstiftung Havixbeck 29 Bürgerstiftung Hellweg­Region 30 BürgerStifung Herdecke 31 Herforder Bürgerstiftung 32 Unser Herz schlägt hier ­ Stiftung für die Bürger im Kreis Herford 33 Hertener Bürgerstiftung 34 Bürgerstiftung Herzogenrath 35 Bürgerstiftung Jüchen 36 Bürgerstiftung Kaarst 37 Stiftung KalkGestalten 38 Bürgerstiftung Köln 39 Bürgerstiftung für Korschenbroich im Rhein­Kreis Neuss 40 Bürgerstiftung Krefeld 41 Bürgerstiftung Unser Leohaus 42 BürgerStiftungLohmar 43 Marienheider Bürgerstiftung 44 Bürgerstiftung ­ Wir für Meerbusch 45 Bürgerstiftung Meschede 46 Stiftung LebenMülheim 47 Bürgerstiftung Mülheim an der Ruhr 48 Stiftung* Bürger für Münster 21 22 Wir für Niederkassel ­ Bürgerstiftung ­ Bürgerstiftung Neukirchen­Vluyn 51 Bürgerstiftung Neuss ­ Bü.NE 52 Stiftung „Wir in Olsberg“ 53 DumeklemmerStiftung Ratingen 54 Bürgerstiftung Remscheid 55 Bürgerstiftung Rheda­Wiedenbrück 56 KREAKTIV ­ Kinder fördern Bürgerstiftung Rhein­Lippe 57 Bürgerstiftung Rietberg 58 Bürgerstiftung Rösrath 59 Bürgerstiftung Salzkotten 60 Bürgerstiftung Schwalenberg 61 Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte 62 Bürgerstiftung Stadt Selm 63 Bürgerstiftung Sendenhorst Albersloh 64 Bürgerstiftung Siegen 65 Bürgerstiftung Stolberg 66 Bürgerstiftung Südlohn­Oeding 67 Bürgerstiftung Sundern 68 Aktive Bürgerstiftung Tecklenburger Land 69 Bürgerstiftung Unna 70 Bürgerstiftung Versmold 71 Bürgerstiftung Vreden 72 Bürgerstiftung Warburg 73 Stiftung ­ Bürger für Warendorf 74 Bürgerstiftung Wesseling 75 Bürgerstiftung Westmünsterland 76 Wir Wipperfürther ­ Bürgerstiftung Wipperfürth 49 50 67 Rheinland-Pfalz Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 9 (9) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Ludwigshafen am Rhein (2004) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürgerstiftung Pfalz (786.900 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Pfalz (3.742 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 602 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 4.293.048 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 477.005 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 196.599 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) 1 2 3 4 5 6 9 7 8 9 Bürgerstiftung Bernkastel­Kues Koblenzer Bürgerstiftung Konzer­Doktor­Bürgerstiftung BürgerStiftung Ludwigshafen am Rhein Bürgerstiftung Mutterstadt BürgerStiftung ‚Lebenswerte Stadt‘ Neustadt an der Weinstraße Bürgerstiftung Pfalz Bürgerstiftung Rheinhessen Bürgerstiftung Windhagen 2 1 3 8 68 6 5 4 7 Rheinland-Pfalz Zum Beispiel: Gut vernetzt Das Internet bietet unendliche Möglichkeiten – wenn man weiß, wie man es nutzt. Doch was für junge Menschen selbstverständlich ist, stellt gerade für Ältere oft ein Rätsel dar. Mitunter ha­ ben sie Berührungsängste, wissen nicht, welche Chancen das Netz bietet und wie sie einsteigen. An diesem Punkt setzt die BürgerStiftung Lud­ wigshafen an. Während einer regelmäßig statt­ findenden Projektwoche geben Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren ihre Kenntnisse an ältere Menschen weiter, ein Teen unterrichtet also einen Senioren. Unterstützung erhalten sie dabei im Vorfeld von einem Experten, der auch einen Wochenplan erstellt. So nutzt dieses Projekt beiden Seiten: Den Senioren erschließt sich eine neue Welt, sie erleben die Teens als geduldige, hilfsbereite Lehrer, die offen für alle Fragen sind. Die Jugendlichen erhalten neue Perspektiven, da sie nun diejenigen sind, die ihr Wissen an ältere Leute weitergeben. So soll das generationenübergreifende Projekt auch Jung und Alt zusammenbringen und gegenseitiges Verständnis vermitteln. www.bs-lu.de Junge Freiwillige erklären Senioren, wie man das Internet benutzt. 69 Sachsen Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 3 (3) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Dresden (1999) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnern: Stiftung Bürger für Leipzig (531.880 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Dresden (329 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 342 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 17.984.925 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 4.496.231 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 317.263 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) Zum Beispiel: Redefreiheit Zum 25­jährigen Jubiläum des Mauerfalls will die Stiftung Bürger für Leipzig die Geschichtsschrei­ bung um einen Aspekt erweitern. Mit einem Buchprojekt geht sie der Frage nach, welche Problemsichten, Werte und Sinnvorstellungen die passive Mehrheit der DDR­Bürger hatte, die sich – dem Beispiel einer mutigen Minderheit folgend – nach dem Mauerfall am 9. November 1989 zunehmend an den entstehenden öffent­ lichen Debatten beteiligte. Im Gegensatz zur gut erforschten Chronik der Friedlichen Revolution ist dieser Komplex nur lückenhaft aufgearbeitet, was nach Angaben der Stiftung vor allem der unzureichenden Quellensituation geschuldet ist. Das Buchprojekt „Redefreiheit“ dokumentiert erstmals die freien Redebeiträge Leipziger Bür­ gerinnen und Bürger, gibt ihre Streitgespräche und Anklagen wieder und wirft einen Blick auf die Bandbreite unterschiedlicher Positionen. So macht das Buch nachvollziehbar, wie die Men­ schen in Leipzig begannen, ihre neue (Rede­) Freiheit zu nutzen. www.buerger-fuer-leipzig.de 70 Sachsen 1 2 3 Bürgerstiftung für Chemnitz Bürgerstiftung Dresden Stiftung Bürger für Leipzig 3 2 1 In dem Buchprojekt „Redefreiheit“ dokumen­ tieren die drei Autoren, wie die Menschen nach dem Mauerfall begannen ihre Rede­ freiheit zu nutzen. 71 Sachsen-Anhalt Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 5 (4) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürger.Stiftung.Halle (2004) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürger.Stiftung.Halle (233.000 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Altmärkisch Bürgerstiftung Hansestadt Stendal (4.715 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 1.308 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 770.900 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 192.725 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 141.173 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) Zum Beispiel: Demenzservicezentrum „Anker – Halt im inneren Chaos“ heißt das Mo­ dellprojekt der Bürgerstiftung Salzland – Region Schönebeck, in dem sie gemeinsam mit ande­ ren Partnern der Region die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen verbessern will. 2013 war Spatenstich für den Bau eines Servicezentrums. Hier sollen unter anderem Wohnungen für Ehepaare mit einem an Demenz erkrankten Partner angeboten werden. Das Zentrum soll zur zentralen Anlaufstelle für Patienten, Angehörige und interessierte Bürger der Region werden. Außerdem wurde 2013 das regionale Demenz­Netzwerk gegründet, das Veranstaltungen, ein Angehörigencafé sowie das zweimal jährlich stattfindende Demenz­ Forum organisiert. 72 www.buergerstiftung-salzland.de Sachsen-Anhalt 5 1 2 3 4 2 4 5 Bürger.Stiftung.Halle Bürgerstiftung Magdeburg Bürgerstiftung für Quedlinburg Bürgerstiftung Salzland – Region Schönebeck Altmärkische Bürgerstiftung Hansestadt Stendal 3 1 Gemeinsam helfen sie, das Leben von Demenz­ kranken zu erleichtern. 73 Schleswig-Holstein Anzahl der Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 8 (7) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): BürgerStiftung Region Ahrensburg (2001) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürger-Stiftung Stormarn (227.260 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürger-Stiftung Ostholstein (1.392km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 598 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 5.798.445 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 724.806 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 460.341 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) 1 2 3 4 5 6 7 8 BürgerStiftung Region Ahrensburg Bürgerstiftung Brunsbüttel Bürgerstiftung Henstedt­Ulzburg Bürgerstiftung Nindorf Bürger­Stiftung Ostholstein Bürgerstiftung Ratzeburg Bürgerstiftung Region Rendsburg Bürger­Stiftung Stormarn 7 4 2 3 1 8 6 5 74 Schleswig-Holstein Zum Beispiel: Elternbriefe Eltern aus der Region bekommen von der Bürger­ Stiftung Ostholstein regelmäßig Post. Zunächst erhalten sie monatlich, später in größeren Ab­ ständen den Elternbrief des Arbeitskreises Neue Erziehung e.V. (ANE). Darin finden sie Informati­ onen über die Entwicklung ihres Kindes sowie Erziehungs­ und Alltagstipps – verständlich und humorvoll aufbereitet. Auf der Suche nach einem Projekt mit großer Wirkung kamen die Verantwortlichen in der Bürgerstiftung auf die Idee, die Elternbriefe zu versenden. Die Bürger­ stiftung kauft die benötigte Menge Briefe vom Verein ANE, der diese seit Jahrzehnten heraus­ gibt. In einer Datenbank werden die Empfänger mit Geburtsdaten der Kinder verwaltet, sodass die Briefe immer passend zum aktuellen Alter ins Haus flattern. In Geburtskliniken, über Heb­ ammen, bei Babykursen und an anderen Stellen wirbt die Bürgerstiftung für die kostenlosen Elternbriefe. Inzwischen ist der Empfängerkreis auf mehr als 600 Familien mit fast 800 Kindern gewachsen. www.buerger-stiftung-ostholstein.de Auf unter­ haltsame Weise informieren die Eltern­ briefe, welche Entwicklungen bei Babys anstehen. 75 Thüringen Anzahl der Gütesiegel­Bürgerstiftungen: 2014 (2013) 4 (5) Älteste Bürgerstiftung (Gründungsjahr): Bürgerstiftung Jena (1999) Größte Bürgerstiftung nach Einwohnerzahl: Bürgerstiftung Erfurt (206.384 Einwohner) Größte Bürgerstiftung nach Fläche: Bürgerstiftung Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (1.035 km²) Anzahl der Stifterinnen und Stifter: 254 Gesamtes Stiftungskapital zum 31.12.2013: 524.610 Euro Durchschnittliches Stiftungskapital zum 31.12.2013: 131.153 Euro (Bundesdurchschnitt 963.000 Euro) Median Stiftungskapital zum 31.12.2013: 120.633 Euro (Bundesweit 355.000 Euro) Zum Beispiel: Gute Sache Mit dem Programm „Gute Sache“ initiiert die Bür­ gerstiftung Jena die Entwicklung von Kooperatio­ nen zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen und sorgt für eine gemeinsame fachliche Basis. Dabei geht die Bürgerstiftung auf gemeinnützige Organisationen zu, die neue Wege für die Zusammenarbeit mit Unternehmen einschlagen wollen. Sie bietet Seminare und Workshops an, unterstützt darüber hinaus da­ bei, Kooperationsprojekte zu entwickeln. In der Zeit von Oktober 2013 bis Juni 2014 sind sieben Projekte zustande gekommen: So kooperiert der Bund Deutscher PfadfinderInnen mit dem Bauunternehmen Züblin und erhält Reste von Baumaterial, die sonst teuer entsorgt werden müssten, um sie auf einem Abenteuerspielplatz einzusetzen. Der Verein Querwege stellt einem Je­ naer IT­Unternehmen Know­how über IT­Vorgänge und den Workflow in Einrichtungen der sozialen Arbeit zur Verfügung. Im Gegenzug bekommt der Verein unter anderem Unterstützung bei Fragen der Datensicherheit. www.buergerstiftung-jena.de 76 Thüringen 1 4 2 3 1 2 3 4 Bürgerstiftung Erfurt Bürgerstiftung Jena Bürgerstiftung Landkreis Saalfeld­ Rudolstadt Bürgerstiftung Weimar In Rahmen des Projektes „Gute Sache“ qualifiziert die Bürger­ stiftung Jena gemein­ nützige Organisatio­ nen darin, erfolgreich Kooperatio­ nen mit Unternehmen einzugehen. 77 Die Initiative Bürgerstiftungen Das unabhängige Kompetenzzentrum: Die Initiative Bürgerstiftungen Die Initiative Bürgerstiftungen (IBS) ist das un­ abhängige Kompetenzzentrum für alle Fragen zu Bürgerstiftungen in Deutschland. Seit ihrer Gründung 2001, besteht ihre Aufgabe darin, Bürgerstiftungsinitiativen zu beraten und Bür­ gerstiftungen telefonisch, per Mail und vor Ort zu unterstützen, ihre Strukturen und ihre Arbeit zu professionalisieren. In enger Zusammenar­ beit mit dem Arbeitskreis Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen fördert IBS zudem die Netzwerkbildung und bietet Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch der Bürgerstiftungen untereinander. In der Öffent­ lichkeit wirbt sie darüber hinaus für das Kon­ zept der Bürgerstiftung. Die Initiative Bürger­ stiftungen hält zahlreiche Informations- und Arbeitsmaterialien bereit, die entweder bestellt oder von der IBS-Homepage (www.buergerstif­ tungen.org) heruntergeladen werden können. Seit Herbst 2005 wird die Initiative durch Re­ gionalkuratoren aus Bürgerstiftungen unter­ stützt, die in den einzelnen Bundesländern als Ansprechpartner fungieren und mit ihren Praxiserfahrungen aus Gremien- und Projekt­ arbeit dienen können. Die Beratungsleistung ist kostenfrei dank der Unterstützung durch die Projektpartner und Förderer: der Breuninger Stiftung, dem Bundes­ ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Bundesverband Deutscher Stif­ tungen, der Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur För­ derung bürgerschaftlichen Engagements, dem Generali Zukunftsfonds, der Körber-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der ZEIT-Stif­ tung Ebelin und Gerd Bucerius. Das Büro der Initiative Bürgerstiftungen ist in den Räumen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen in Berlin untergebracht. Schwerpunkte und Aktivitäten Mit der „BürgerstiftungsWerkstatt“ bietet die Initiative Bürgerstiftungen eine Plattform für Beratung, Qualifizierung und Austausch und bringt damit insbesondere die Strategieent­ wicklung von Bürgerstiftungen voran. Der inter­ nationale Gedankenaustausch – vor allem mit den angloamerikanischen Community Founda­ tions und Bürgerstiftungen in Mittel- und Ost­ europa – ist für die deutsche Bürgerstiftungs­ bewegung von großer Bedeutung, weshalb die Initiative Bürgerstiftungen engen Kontakt zu international orientierten Organisationen (efc, CFC, WINGS-CF u.a.) pflegt. 78 Das unabhängige Kompetenzzentrum Das Team der IBS (v.l.n.r.): Burkhard Küstermann, Franziska Rötzsch, Katharina LippoldAndrae, Gabriele Fleischer, Sebastian Bühner und Ulrike Reichart Leiterin Ulrike Reichart Telefon (030) 89 79 47-94 ulrike.reichart@stiftungen.org Projektassistenz, Sekretariat Gabriele Fleischer Telefon (030) 89 79 47-90 gabriele.fleischer@stiftungen.org Referent Medien & Kommunikation Sebastian Bühner Telefon (030) 89 79 47-95 sebastian.buehner@stiftungen.org Referentin BürgerstiftungsWerkstatt Katharina Lippold-Andrae Telefon (030) 89 79 47-92 katharina.lippold-andrae@stiftungen.org Stiftungsberater Prof. Dr. Burkhard Küstermann Telefon (030) 89 79 47-95 burkhard.kuestermann@stiftungen.org Referentin BürgerstiftungsWerkstatt Franziska Rötzsch Telefon (030) 89 79 47-97 franziska.roetzsch@stiftungen.org Kontakt Initiative Bürgerstiftungen (IBS) Haus Deutscher Stiftungen Mauerstraße 93 | 10117 Berlin Telefon (030) 89 79 47-90 | Fax -91 buergerstiftungen@stiftungen.org www.www.buergerstiftungen.org 79 Die Initiative Bürgerstiftungen Strategien, Standards, Stiftungswissen: Die BürgerstiftungsWerkstatt Die BürgerstiftungsWerkstatt geht mit unterschiedlichen Formaten auf die Bedürfnisse von Bürgerstiftungsakteuren ein. Sie moderiert Strategiediskussionen von Bürgerstiftungen vor Ort, bietet in ThemenWorkshops Expertenwissen und in RegionalTreffs die Möglichkeit des Austauschs und der Partizipation an der Gestaltung einer Bürgerstiftungsbewegung. Um erfolgreich zu arbeiten, brauchen Bürger­ stiftungen zweierlei: ein klar definiertes Ziel und die Fähigkeit, dieses Ziel zu erreichen. Mit der BürgerstiftungsWerkstatt bietet die Initia­ tive Bürgerstiftungen seit 2010 ein Qualifizie­ rungsprogramm an, das heute drei Qualifizie­ rungsformate umfasst: StrategieWorkshops, ThemenWorkshops und RegionalTreffs – dank der Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kostenfrei. StrategieWorkshops: Antworten gemeinsam erarbeiten StrategieWorkshops führen wir mit Bürgerstif­ tungen durch, die ihr Profil schärfen oder eine langfristige Strategie entwickeln wollen. In die­ sem Format entwickeln sie eine maßgeschneider­ te Strategie, die auf ihre Ziele und Bedürfnisse ausgerichtet ist. Dabei können sie ihre bisherige Arbeit reflektieren und Schritte festlegen, mit denen sie ihre Ziele erreichen. Antworten und Lösungen erarbeitet die Gruppe gemeinsam. Das fördert die Identifikation der Engagierten mit der Bürgerstiftung. Der intensive Austausch stärkt darüber hinaus das Gruppengefühl. ThemenWorkshops: Anlage des ­ tiftungsvermögens S Ein weiterer Schwerpunkt unseres Fortbildungsund Qualifizierungsprogramms sind die The­ menWorkshops, bei denen spezifische Themen vermittelt werden. In diesen Workshops greifen wir Fragen auf, die in Gesprächen und Umfragen an uns herangetragen werden. Sie finden an un­ terschiedlichen Orten statt, zu denen Engagierte aus mehreren Bürgerstiftungen anreisen können. Ein momentan besonders wichtiges Thema ist die Anlage des Stiftungsvermögens. Gerade kleine und ehrenamtlich geführte Stiftungen ste­ hen in der derzeitigen Niedrigzinssituation vor einer großen Herausforderung. In dem eigens für diese Zielgruppe konzipierten ThemenWorkshop erhalten Informationen von Anlageprofis, lernen, wie andere Bürgerstiftungen mit den aktuellen Schwierigkeiten umgehen und welche Auswege es gibt, um dem Dilemma zu entkommen, das Stiftungsvermögen nur entweder unsicher oder unergiebig anlegen zu können. Für Bürgerstiftungen, die sich in der Grün­ dungsphase befinden, bieten wir Workshops an, die grundlegend in das Thema „Bürger­ 80 Strategien, Standards, Stiftungswissen: Die BürgerstiftungsWerkstatt Von Katharina Lippold-Andrae, Initiative Bürgerstiftungen stiftungen“ einführen. Künftige Bürgerstifter bekommen hier Informationen zu Satzungsund Organisationsfragen oder erhalten Rat, wie weitere Gründungsstifter gewonnen werden kön­ nen. Auch Alternativen zur Gründung einer Bür­ gerstiftung werden erörtert, falls grundlegende Bedingungen für eine erfolgreiche Arbeit nicht erfüllt werden. RegionalTreffs: Lokales Wissen für alle Seit 2013 veranstalten wir im Frühjahr in meh­ reren Bundesländern die RegionalTreffs. Unser Ziel dabei ist, mit diesem Angebot Bürgerstif­ tungen einer Region die Vernetzung zu erleich­ tern. Bei den Treffs diskutieren und erarbeiten die Bürgerstiftungsakteure Qualitätsstandards, die geeignet sind, die Arbeit in den Bürgerstif­ tungen effektiver zu gestalten und zu professi­ onalisieren. Lokales Wissen wird so der ganzen Bürgerstiftungsbewegung zur Verfügung gestellt. Zudem liefern die RegionalTreffs Erkenntnisse darüber, wie Bürgerstiftungen in den jeweiligen Regionen aufgestellt sind, welche Themen gera­ de anstehen, was gut läuft und wo Unterstützung nötig ist. Unsere Moderatoren sind erfahrene Bürger­ stiftungspraktiker, darunter der Arbeitskreis-Lei­ ter und Regionalkuratoren. Die Kombination aus Fachkenntnissen, Erfahrungen mit Bürgerstiftun­ gen und dem Blick von außen bietet die Chance, neue Impulse für die Bürgerstiftungsarbeit zu bekommen, Kontakte zu knüpfen und Motivation aus den Workshops mitzunehmen. 81 Die Initiative Bürgerstiftungen Experten in den Bundesländern: Die Regionalkuratoren der IBS Regionalkuratorin für Baden-Württemberg Hanna Lehmann Freiburger Bürgerstiftung Ziegelweg 28 79100 Freiburg Telefon (0761) 45 93-20 | Fax -26 hanna.lehmann@katholische-akademie-freiburg.de www.freiburger-buergerstiftung.de Regionalkuratoren für Bayern Ute Hirschfelder Bürgerstiftung Erlangen Komotauer Straße 3 91052 Erlangen Telefon (09131) 313 28 ute.hirschfelder@t-online.de www.buergerstiftung-erlangen.de Fritz Morgenstern Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck Pucher Straße 7 82256 Fürstenfeldbruck Telefon (08141) 34 87 22 Fax (08141) 88 82 69 info@buergerstiftung-lkr-ffb.de www.buergerstiftung-lkr-ffb.de Regionalkuratorin für Hessen und Rheinland-Pfalz Dr. Marie-Luise Stoll-Steffan Die Wiesbaden Stiftung – Bürgerstiftung Wilhelmstraße 24/26 65183 Wiesbaden Telefon (0611) 166 66-86 | Fax -82 stoll-steffan@die-wiesbaden-stiftung.de www.die-wiesbaden-stiftung.de Regionalkuratoren für Niedersachsen Gebhard Hitzemann Bürgerstiftung Schaumburg Forststraße 8 31688 Nienstädt Telefon (05724) 95 08-0 | Fax-30 ghi@hitzemann-kretschmer.de www.buergerstiftung-schaumburg.de Dieter Isensee Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg Kleine Drakenburger Straße 23 31582 Nienburg Telefon (05021) 28 99 Fax (05021) 91 33 91 d_isensee@hotmail.com www.buergerstiftung-nienburg.de 82 Experten in den Bundesländern: Die Regionalkuratoren der IBS Michael Koch Bürgerstiftung Isernhagen Sophienkamp 4 30916 Isernhagen Telefon (0511) 38 08 70 Fax (0511) 31 82 63 info@buergerstiftung-isernhagen.de www.buergerstiftung-isernhagen.de Regionalkuratoren für Nordrhein-Westfalen Anja Böllhoff Bielefelder Bürgerstiftung Elsa-Brändström-Straße 7 33602 Bielefeld Telefon (0521) 55 74-350 | Fax -352 info@bielefelder-buergerstiftung.de www.bielefelder-buergerstiftung.de Beate Mertmann Bürgerstiftung ‚Halterner für Halterner‘ Raiffeisenplatz 1 45721 Haltern am See Telefon (02364) 10 91-110 | Fax -118 mail@buergerstiftung-haltern.de www.buergerstiftung-haltern.de Hubert Schramm Bürgerstiftung Lebensraum Aachen Alexanderstraße 69/71 52062 Aachen Telefon (0241) 450 01-30 | Fax -31 info@buergerstiftung-aachen.de www.buergerstiftung-aachen.de Regionalkuratorin für Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz Sabine Heilmann Bürgerstiftung Pfungstadt Magistrat der Stadt Pfungstadt – Referat Recht, bes. Verwaltungsangelegenheiten Kirchstraße 12-14 64319 Pfungstadt Telefon (06157) 98 81 11-0 sabine.heilmann@pfungstadt.de www.buergerstiftung-pfungstadt.de Regionalkurator für Sachsen und Thüringen Winfried Ripp Bürgerstiftung Dresden Barteldesplatz 2 01309 Dresden Telefon (0351) 315 81-0 | Fax -81 ripp@buergerstiftung-dresden.de www.buergerstiftung-dresden.de Regionalkuratorin für Sachsen-Anhalt Ulrike Rühlmann Bürger.Stiftung.Halle Wilhelm-Külz-Straße 2-3 06108 Halle (Saale) Telefon (0345) 214 82 20 Fax (0345) 203 79 30 www.buergerstiftung-halle.de Regionalkurator für Schleswig-Holstein Dr. Michael Eckstein BürgerStiftung Region Ahrensburg An der Reitbahn 3 22926 Ahrensburg Telefon (04102) 67 84 89 Fax (04102) 82 34 56 m.eckstein@buergerstiftung-ahrensburg.de www.buergerstiftung-region-ahrensburg.de Regionalkuratorin Thüringen Doris Elfert Bürgerstiftung Weimar Teichgasse 12a 99423 Weimar Telefon (03643) 80 82 47 stiften@buergerstiftung-weimar.de www.buergerstiftung-weimar.de/ 83 Adressteil Die deutschen Gütesiegel- Bürgerstiftungen Träger des Gütesiegels für Bürgerstiftungen (Stand 01.10.2014) Bürgerstiftung Lebensraum Aachen Alexanderstraße 69/71 52062 Aachen T (0241) 450 01 30 F (0241) 450 01 31 info@buergerstiftung-aachen.de www.buergerstiftung-aachen.de Bürgerstiftung Achern und der Region c/o Mario Stutz Illenauer Allee 73 77855 Achern T (07841) 642 11 75 F (07841) 642 31 70 mario.stutz@achern.de www.achener-buergerstiftung.de Bürgerstiftung Achim Stadt Achim Obernstraße 38 28832 Achim T (04202) 50 39 27 F (04202) 50 39 29 info@buergerstiftung-achim.de www.buergerstiftung-achim.de Bürgerstiftung Region Ahrensburg An der Reitbahn 3 22926 Ahrensburg T (04102) 67 84 89 F (04102) 82 34 56 info@buergerstiftung-regionahrensburg.de www.buergerstiftung-regionahrensburg.de BürgerStiftung Alfeld Oberer Amselstieg 2 31061 Alfeld (Leine) T (05181) 28 08 20 F (05181) 28 08 21 stiften@buergerstiftung-alfeld.de www.buergerstiftung-alfeld.de Bürgerstiftung Algermissen Marktstraße 7 31191 Algermissen T (05126) 454 F (05128) 402 16 info@buergerstiftung-algermissen.de www.buergerstiftung-algermissen.de BürgerStiftung Arnsberg Hauptstraße 10-12 59755 Arnsberg T (02932) 910 95 30 F (02932) 910 95 29 info@buergerstiftung-arnsberg.de www.buergerstiftung-arnsberg.de Bürgerstiftung Sundern c/o Sparkasse Arnsberg-Sundern Hauptstraße 10-12 59755 Arnsberg T (02933) 980 95 20 F (02933) 980 95 29 info@buergerstiftung-sundern.de www.buergerstiftung-sundern.de Bürgerstiftung Augsburg im Bürgertreff Philippine Welser Straße 5a 86150 Augsburg T (0821) 647 46 info@buergerstiftung-augsburg.de www.buergerstiftung-augsburg.de Gemeinschaftsstiftung "Mein Augsburg" Morellstraße 33/II 86159 Augsburg T (0821) 508 49 62 F (0821) 508 49 84 info@meinaugsburg.de www.meinaugsburg.de Bürgerstiftung Backnang c/o Ulrich Schielke Dahlienweg 29 71522 Backnang T (07191) 625 09 kontakt@buergerstiftung-backnang.de www.buergerstiftung-backnang.de Bürgerstiftung Bad Bentheim Stadt Bad Bentheim Schlossstraße 2 48455 Bad Bentheim T (05922) 67 59 F (05922) 67 58 kuratorium@buergerstiftungbadbentheim.de www.buergerstiftung-badbentheim.de Bürgerstiftung Bad Dürrheim – „Gelingendes Leben“ Seible 27/3 78073 Bad Dürrheim T (07726) 72 66 eike.buchmann@t-online.de www.buergerstiftung-bad-duerrheim.de Bürgerstiftung Bad Emstal Kasselerstraße 57 34308 Bad Emstal T (05624) 99 97 13 F (05624) 99 97 33 info@buergerstiftung-bad-emstal.de www.buergerstiftung-bad-emstal.de Bürgerstiftung Bad Essen Lindenstraße 41/43 49152 Bad Essen T (05472) 401 40 F (05472) 401 123 info@buergerstiftung-badessen.de www.buergerstiftung-badessen.de 84 Die deutschen Gütesiegel-Bürgerstiftungen Stadt Stiftung Bad Lippspringe Friedrich-Wilhelm-Weber-Platz 1 33175 Bad Lippspringe T (05252) 261 19 F (05252) 261 66 info@stadtstiftung-bad-lippspringe.de www.stadtstiftung-bad-lippspringe.de Bürgerstiftung "Ein Herz für Bad Nauheim" Frankfurter Straße 28 61231 Bad Nauheim T (06032) 93 45 22 F (06032) 93 45 32 info@stiftung-bad-nauheim.de www.stiftung-bad-nauheim.de Bürger-Stiftung Stormarn Hagenstraße 19 23843 Bad Oldesloe T (04531) 50 87 70 01 F (04531) 50 87 70 99 info@buerger-stiftung-stormarn.de www.buerger-stiftung-stormarn.de Bürgerstiftung Bad Saulgau Schwarzachstraße 20 88348 Bad Saulgau T (07581) 200 80 F (07581) 200 83 18 info@buergerstiftung-bad-saulgau.de www.buergerstiftung-bad-saulgau.de Bürgerstiftung Bad Tölz c/o Johannes Bolz Auguste-Wittig-Straße 5 83646 Bad Tölz T (08041) 93 54 F (08041) 777 11 info@buergerstiftung-toelz.de www.buergerstiftung-toelz.de Bürgerstiftung Bad Urach Ostendstraße 47 72562 Bad Urach T (07125) 146 14 F (07125) 407 32 04 info@buergerstiftung-badurach.de www.buergerstiftung-badurach.de Bürgerstiftung Baden-Baden Geroldsauerstraße 2 76534 Baden-Baden T (07221) 39 61 69 F (07221) 39 61 70 info@buergerstiftung-baden-baden.de www.buergerstiftung-baden-baden.de Bürgerstiftung Ballrechten-Dottingen Am Klosteracker 4 79282 Ballrechten-Dottingen T (07634) 86 69 buergerstiftung.b-d@gmx.de www.buergerstiftung-ballrechtendottingen.de Bürgerstiftung Region Bergen Postweg 2 29303 Bergen T (05051) 98 90 50 F (05051) 98 90 90 info@buergerstiftung-bergen.de www.buergerstiftung-bergen.de Bürgerstiftung Berlin Schillerstraße 59 10627 Berlin T (030) 83 22 81 13 F (030) 83 22 81 14 mail@buergerstiftung-berlin.de www.buergerstiftung-berlin.de Bürgerstiftung Lichtenberg Möllendorffstraße 6 10367 Berlin T (030) 902 96 33 06 F (030) 902 96 33 09 info@buergerstiftung-lichtenberg.de www.buergerstiftung-lichtenberg.de Bürgerstiftung Neukölln Emser Straße 117 12051 Berlin T (030) 62 73 80 13 F (030) 62 98 34 71 info@neukoelln-plus.de www.neukölln-plus.de Bürgerstiftung Bernkastel-Kues c/o Verbandsgemeindeverwaltung Gestade 18 54470 Bernkastel-Kues T (06531) 541 00 F (06531) 541 07 u.hangert@bernkastel-kues.de www.buergerstiftung-bernkastelkues.de Bürgerstiftung Biberach Volksbank Biberach Bismarckring 57-61 88400 Biberach T (07351) 572 36 00 F (07351) 57 283 6 00 info@buergerstiftung-biberach.de www.buergerstiftung-biberach.de Bielefelder Bürgerstiftung Elsa-Brändström-Straße 7 33602 Bielefeld T (0521) 557 43 50 F (0521) 557 43 52 info@bielefelder-buergerstiftung.de www.bielefelder-buergerstiftung.de Bürgerstiftung Billerbeck Schmiedestraße 35 48727 Billerbeck T (02543) 376 F (02543) 65 82 info@buergerstiftung-billerbeck.de www.buergerstiftung-billerbeck.de Bürgerstiftung Böblingen Marktplatz 16 71032 Böblingen T (07031) 699 22 41 F (07031) 669 91 22 41 priester@boeblingen.de www.buergerstiftung.boeblingen.de Bürgerstiftung Bockenem/Ambergau Stadt Bockenem Postfach 130 31163 Bockenem T (05067) 24 22 11 F (05067) 242 71 kontakt@stiftung-bockenem.de www.stiftung-bockenem.de Bürgerstiftung Förderturm Bönen Alfred-Fischer-Platz 1 59199 Bönen T (02307) 212 34 F (02383) 93 31 19 info@foerderturm-boenen.de www.foerderturm-boenen.de Stiftung Aktive Bürger Borken Stadtlohn und Umgebung Butenwall 57 46325 Borken T (02861) 80 06 12 12 F (02861) 80 06 12 00 info@stiftung-aktivebuerger.de www.stiftung-aktivebuerger.de Borkum-Stiftung Postfach 1930 26745 Borkum T (04922) 919 02 10 F (04922) 919 12 29 info@borkum-stiftung.de www.borkum-stiftung.de Bottroper Bürger-Stiftung Böckenhoffstraße 1 46236 Bottrop T (02041) 766 94-0 F (02041) 766 94-11 info@buergerstiftung-bottrop.de www.buergerstiftung-bottrop.de Bürgerstiftung Bovenden Rathausplatz 1 37120 Bovenden T (0551) 820 86 72 F (0551) 88 02 info@buergerstiftung-bovenden.de www.buergerstiftung-bovenden.de 85 Adressteil Bürgerstiftung Braunschweig Haus der Braunschweigischen Stiftungen Löwenwall 16 38100 Braunschweig T (0531) 48 03 98 39 F (0531) 48 03 98 41 info@buergerstiftung-braunschweig.de www.buergerstiftung-braunschweig.de Bürgerstiftung Bremen Marcusallee 39 28359 Bremen T (0421) 243 41 04 F (0421) 243 42 99 info@buergerstiftung-bremen.de www.buergerstiftung-bremen.de Stadtteil-Stiftung Hemelingen Godehardstraße 19 28309 Bremen T (0421) 48 99 96 91 F (0421) 361 39 72 kontakt@stiftung-hemelingen.de www.stiftung-hemelingen.de Bürgerstiftung Bremerhaven c/o Sparkasse Bremerhaven Bürgermeister-Smidt-Straße 24-30 27568 Bremerhaven T (0471) 47 92 94 F (0471) 47 95 00 info@buergerstiftung-bremerhaven.de www.buergerstiftung-bremerhaven.de Bürgerstiftung Breuberg Engagement für Jugend, Umwelt, Kultur und Soziales Postfach 1111 64747 Breuberg T (06165) 30 15 78 F (06165) 62 71 info@buergerstiftung-breuberg.de www.buergerstiftung-breuberg.de Briloner Bürgerstiftung Bahnhofsstraße 18 59929 Brilon T (05258) 79 61 04 F (05258) 79 62 03 info@briloner-buergerstiftung.de www.briloner-buergerstiftung.de BürgerStiftung Bruchsal Stadt Bruchsal Kaiserstraße 66 76646 Bruchsal T (07251) 792 14 F (07251) 794 49 info@buergerstiftung-bruchsal.de www.buergerstiftung-bruchsal.de Bürgerstiftung Brunsbüttel c/o Wilfried Hansen Ziegelweg 21 25541 Brunsbüttel Bürgerstiftung Schaumburg Nordring 8a 31675 Bückeburg T (05722) 12 74 info@buergerstiftung-schaumburg.de www.buergerstiftung-schaumburg.de Bürgerstiftung Büren Charentoner Straße 22 33142 Büren T (02951) 63 05 info@buergerstiftung-bueren.de www.buergerstiftung-bueren.de Bürgerstiftung Burgrieden Fuggerweg 1 88483 Burgrieden T (07392) 979 29 58 F (07392) 16 36 89 buergerstiftung-burgrieden@ googlemail.com www.buergerstiftung-burgrieden.de Bürgerstiftung Celle Schloßplatz 10 29221 Celle T (05141) 279 12 49 F (05141) 279 17 89 info@buergerstiftung-celle.de www.buergerstiftung-celle.de Bürgerstiftung für Chemnitz Reitbahnstraße 23 a 09111 Chemnitz T (0371) 573 94 46 F (0371) 283 70 16 info@buergerstiftung-fuer-chemnitz.de www.buergerstiftung-fuer-chemnitz.de Bürgerstiftung Cloppenburg Sevelterstraße 6 49661 Cloppenburg T (04471) 850 45 32 info@buergerstiftung-clp.de www.buergerstiftung-clp.de Bürgerstiftung Coesfeld Münsterstraße 5 48653 Coesfeld T (02561) 73 28 90 F (02561) 73 28 29 info@buergerstiftung-coesfeld.de www.buergerstiftung-coesfeld.de Bürgerstiftung Cottbus und Region Töpferstraße 2 03046 Cottbus T (0355) 383 02 94 F (0355) 479 20 11 kontakt@buergerstiftung-cottbus.de www.buergerstiftung-cottbus.de Bürgerstiftung der Stadt Dannenberg und Umgebung Rosmarienstraße 3 29451 Dannenberg T (05861) 80 85 40 F (05861) 80 89 05 40 info@buergerstiftung-dannenberg.de www.buergerstiftung-dannenberg.de Bürgerstiftung Darmstadt Im Carree 1 64283 Darmstadt T (06151) 709 28 00 F (06151) 709 27 09 info@buergerstiftung-darmstadt.de www.buergerstiftung-darmstadt.de Delmenhorster Bürgerstiftung Königsberger Straße 65 27755 Delmenhorst T (04221) 685 16 81 F (04221) 685 16 82 kontakt@delmenhorsterbuergerstiftung.de www.delmenhorster-buergerstiftung.de Bürgerstiftung Detmold Bruchstraße 27 32756 Detmold T (05231) 962 12 77 efa@buergerstiftung-detmold.de www.buergerstiftung-detmold.de Bürgerstiftung Agenda 21 in Diepholz Rathausmarkt 2 49356 Diepholz T (05441) 92 75 05 F (05441) 92 75 06 agendadh@t-online.de Bürgerstiftung Ditzingen c/o Wolf Hafner Am Maurener Berg 50 71254 Ditzingen T (07156) 175 58 71 F (07156) 175 58 72 info@buergerstiftung-ditzingen.de www.buergerstiftung-ditzingen.de 86 Die deutschen Gütesiegel-Bürgerstiftungen Bürgerstiftung Donaueschingen Pfaffenhoffenstraße 4 78166 Donaueschingen T (0771) 25 76 F (0771) 25 66 info@buergerstiftungdonaueschingen.de www.buergerstiftungdonaueschingen.de Bürgerstiftung Dormagen Salm-Reifferscheidt-Allee 20 41540 Dormagen T (02133) 974 94 91 F (02133) 502 29 93 info@buergerstiftung-dormagen.de www.buergerstiftung-dormagen.de Dortmund-Stiftung c/o Spieker & Jaeger Partnerschaftsgesellschaft Kronenburgallee 5 44139 Dortmund T (0231) 95 85 86 15 F (0231) 958 58 49 63 info@dortmund-stiftung.de www.dortmund-stiftung.de Bürgerstiftung Dreieich c/o Dr. Heidi Soboll Hainer Weg 3a 63303 Dreieich T (0172) 315 69 93 F (06103) 83 07 85 mail@buergerstiftung-dreieich.de www.buergerstiftung-dreieich.de Bürgerstiftung Dresden Barteldesplatz 2 01309 Dresden T (0351) 315 81-0 F (0351) 315 81-81 info@buergerstiftung-dresden.de www.buergerstiftung-dresden.de Bürgerstiftung Duisburg gAG Flachsmarkt 12 47051 Duisburg T (0203) 393 88 86 F (0203) 393 88 87 info@buergerstiftung-duisburg.de www.buergerstiftung-duisburg.de Bürgerstiftung Dülmen Münsterstraße 29 48249 Dülmen T (02594) 41 27 F (02594) 78 37 78 info@buergerstiftung-duelmen.de www.buergerstiftung-duelmen.de Bürgerstiftung Düren Lessingstraße 11 52349 Düren T (02421) 20 80 80 F (02421) 920 58 80 info@buergerstiftung-dueren.de www.buergerstiftung-dueren.de Bürgerstiftung Düsseldorf Berliner Allee 33 40212 Düsseldorf T (0211) 878 56 00 F (0211) 878 39 10 info@buergerstiftung-duesseldorf.de www.buergerstiftung-duesseldorf.de Bürgerstiftung Dußlingen c/o Samuel Begasse Wehrstraße 18 72144 Dußlingen T (07072) 92 39 59 F (07072) 92 99 50 info@samuelbegasse.de www.buergerstiftung-dusslingen.de Bürgerstiftung Eberbach Leopoldsplatz 1 (Rathaus) 69412 Eberbach T (06271) 873 45 F (06271) 873 39 service@buergerstiftung-eberbach.de www.buergerstiftung-eberbach.de Bürgerstiftung Barnim Uckermark Eisenbahnstraße 3 16225 Eberswalde T (03334) 49 74 82 F (03334) 49 74 84 kontakt@buergerstiftung-barnimuckermark.de www.buergerstiftung-barnimuckermark.de Eitorf-Stiftung Postfach 1260 53775 Eitorf T (02243) 911 91 50 F (02243) 84 22 45 pia.wiedemann@eitorfstiftung.de www.eitorfstiftung.de Bürgerstiftung Gemeinde Emstek Postfach 1151 49682 Emstek T (04473) 94 84 23 F (04473) 94 84 74 info@buergerstiftung-emstek.de www.buergerstiftung-emstek.de Bürgerstiftung Eppstein c/o Dr. Christian Weiser Hauptstraße 99 65817 Eppstein T (069) 365 06 26 31 F (069) 365 06 26 32 christian.weiser@familie-weiser.de www.buergerstiftung-eppstein.de Bürgerstiftung Erfurt Fischmarkt 13 99084 Erfurt T (0361) 670 77 66 F ()info@buergerstiftung-erfurt.de www.buergerstiftung-erfurt.de Bürgerstiftung Erlangen Sekretariat Hofmannstraße 59a 91052 Erlangen T (09131) 88 18 18 F (09131) 88 11 11 info@buergerstiftung-erlangen.de www.buergerstiftung-erlangen.de Bad-Westernkotten-Stiftung c/o Wolfgang Marcus Fredegrastraße 3 59597 Erwitte T (02943) 26 41 F (02943) 491 38 WMarcus@t-online.de Bürgerstiftung Werra-Meißner c/o Verein für Regionalentwicklung Werra-Meißner e.V. Niederhoner Straße 54 37269 Eschwege T (05651) 705 11 F (05651) 33 11 66 info@buergerstiftung-werra-meissner.de www.buergerstiftung-werra-meissner.de Bürgerstiftung Essingen c/o Dr. phil. Rainer Lächele Aalener Straße 26 73457 Essingen T (07361) 524 96 74 F (07361) 524 96 75 information@ essingerbuergerstiftung.de www.essingerbuergerstiftung.de Bürger-Stiftung Ostholstein Am Rosengarten 3 23701 Eutin T (04521) 857 70 01 F (04521) 857 70 99 info@buerger-stiftung-ostholstein.de www.buerger-stiftung-ostholstein.de 87 Adressteil Bürgerstiftung Fellbach Stadt Fellbach Marktplatz 1 70734 Fellbach T (0711) 585 13 32 F (0711) 585 14 82 buergerstiftung@fellbach.de www.buergerstiftung.fellbach.de Stiftung CITOYEN aktiv für Bürgersinn Oederweg 43 60318 Frankfurt am Main T (069) 69 76 73 75 F (069) 69 76 88 49 info@stiftung-citoyen.de www.stiftung-citoyen.de Frankfurter BürgerStiftung im Holzhausenschlösschen Justinianstraße 5 60322 Frankfurt am Main T (069) 55 77 91 F (069) 59 88 05 info@frankfurter-buergerstiftung.de www.frankfurter-buergerstiftung.de Freiburger Bürgerstiftung c/o Dr. Wolfgang Klumb Kirchstraße 6 79312 Freiburg T (07641) 524 11 F (07641) 93 37 73 w.klumb@t-online.de www.freiburger-buergerstiftung.de Bürgerstiftung Freising Stadt Freising Amtsgerichtsgasse 6 85354 Freising T (08161) 544 30 00 F (08161) 54 530 00 info@buergerstiftung-freising.de www.buergerstiftung.freising.de Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck Leonhardplatz 2 82256 Fürstenfeldbruck T (08141) 34 87 22 F (08141) 88 82 69 info@buergerstiftung-lkr-ffb.de www.buergerstiftung-lkr-ffb.de Bürgerstiftung Fürth Friedrichstraße 4 90762 Fürth T (0911) 244 24 41 F (0911) 244 24 44 info@buergerstiftung-fuerth.de www.buergerstiftung-fuerth.de Bürgerstiftung Geislingen an der Steige c/o Dr. Rainer Welte Tälesbahnstraße 2 73312 Geislingen a. d. Steige T (07331) 645 79 F (07331) 693 51 info@buergerstiftung-geislingen.de www.buergerstiftung-geislingen.de Bürgerstiftung Mittelhessen Schiffenberger Weg 110 35394 Gießen T (0641) 70 05 66 60 00 F (0641) 70 05 86 61 99 info@buergerstiftung-mittelhessen.de www.buergerstiftung-mittelhessen.de Bürgerstiftung für Goslar und Umgebung Fischemäkerstraße 13 38640 Goslar T (05321) 70 99 23 F (05321) 70 99 53 info@buergerstiftung-goslar.de www.buergerstiftung-goslar.de Bürgerstiftung Göttingen Lange Geismarstraße 71 37073 Göttingen T (0551) 38 48 98 72 post@buergerstiftung-goettingen.de www.buergerstiftung-goettingen.de Bürgerstiftung Grevenbroich c/o *A*B*S Fahrsicherheitszentrum GmbH Elfgener Dorfstraße 1 41515 Grevenbroich T (02181) 757 02 22 F (02181) 757 01 11 mail@buergerstiftung-grevenbroich.de www.buergerstiftung-grevenbroich.de Bürgerstiftung Landkreis Günzburg c/o Landratsamt Günzburg An der Kapuzinermauer 1 89312 Günzburg T (08221) 951 76 F (08221) 954 40 buergerstiftung@landkreisguenzburg.de www.landkreis-guenzburg.de Bürgerstiftung Gütersloh Am Alten Kirchplatz 12 33330 Gütersloh T (05241) 97 13-0 F (05241) 97 13-68 info@buergerstiftung-guetersloh.de www.buergerstiftung-guetersloh.de Bürgerstiftung für Haan und Gruiten c/o Annette Braun-Kohl Kampstraße 152 42781 Haan T (02129) 82 44 info@buergerstiftung-haan-gruiten.de www.buergerstiftung-haan-gruiten.de Bürger.Stiftung.Halle Wilhelm-Külz-Straße 2-3 06108 Halle (Saale) T (0345) 214 82 20 F (0345) 203 79 30 info@buergerstiftung-halle.de www.buergerstiftung-halle.de Bürgerstiftung ‚Halterner für Halterner‘ Raiffeisenplatz 1 45721 Haltern am See T (02364) 109 11 10 F (02364) 109 11 18 mail@buergerstiftung-haltern.de www.buergerstiftung-haltern.de BürgerStiftung Hamburg Schopenstehl 31 20095 Hamburg T (040) 878 89 69 60 F (040) 878 89 69 61 info@buergerstiftung-hamburg.de www.buergerstiftung-hamburg.de Bürgerstiftung Hanau Stadt und Land c/o Sparkasse Hanau Am Markt 1 63450 Hanau T (06181) 29 87 27 F (06181) 29 81 10 buergerstiftung@sparkasse-hanau.de www.buergerstiftung-hanau.de Bürgerstiftung Hannover Warmbüchenstraße 19 30159 Hannover T (0511) 45 00 07 70 F (0511) 45 00 07 71 info@buergerstiftung-hannover.de www.buergerstiftung-hannover.de LindenLimmerStiftung Berdingstraße 6 30451 Hannover T (0511) 215 12 18 info@lindenlimmerstiftung.de www.lindenlimmerstiftung.de Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide Rumpelstilzchenweg 5 30179 Hannover T (0511) 60 69 88 02 F (0511) 606 97 29 stadtteilstiftung@htp-tel.de www.stadtteilstiftung.de 88 Die deutschen Gütesiegel-Bürgerstiftungen Bürgerstiftung Hanstedt Winsener Straße 5 21271 Hanstedt T (04184) 77 99 F (04184) 83 26 info@buergerstiftung-hanstedt.de www.buergerstiftung-hanstedt.de Bürgerstiftung Havixbeck c/o Klaus Gottschling Habichtstraße 16 48329 Havixbeck T (02507) 74 63 F (02507) 57 13 83 info@buergerstiftung-havixbeck.de www.buergerstiftung-havixbeck.de Bürgerstiftung Heidelberg Willy-Brandt-Platz 5 69115 Heidelberg T (06221) 652 27 58 mail@buergerstiftung-heidelberg.de www.buergerstiftung-heidelberg.de Heilbronner Bürgerstiftung Haus der Stiftungen Gymnasiumstraße 35 74072 Heilbronn T (07131) 973 55 21 F (07131) 973 55 44 info@heilbronner-buergerstiftung.de www.heilbronner-buergerstiftung.de Bürgerstiftung Ostfalen Volksbank Helmstedt eG Kornstraße 2 38350 Helmstedt T (05351) 53 11 41 F (05351) 53 11 45 info@buergerstiftung-ostfalen.de www.buergerstiftung-ostfalen.de Bürgerstiftung Hemmingen Rathausplatz 1 30966 Hemmingen T (0511) 70 03 30 21 info@buergerstiftung-hemmingen.de www.buergerstiftung-hemmingen.de Bürgerstiftung Henstedt-Ulzburg c/o Volker Dornquast Große Lohe 1 24558 Henstedt-Ulzburg T (04193) 90 11 03 F (04193) 90 11 14 volker.dornquas@ stiftung-hu.de www.buergerstiftung-hu.de BürgerStiftung Herdecke Bachstraße 6 58313 Herdecke T (02330) 66 92 24 F (02330) 66 92 25 info@buergerstiftung-herdecke.de www.buergerstiftung-herdecke.de Herforder Bürgerstiftung Hämelinger Straße 5 32052 Herford T (05221) 275 70 44 info@herforder-buergerstiftung.de www.herforder-buergerstiftung.de Unser Herz schlägt hier - Stiftung für die Bürger im Kreis Herford Auf der Freiheit 20 32052 Herford T (05221) 16 22 20 F (05221) 16 14 88 info@stiftung-uhsh.de www.stiftung-ushsh.de Bürgerstiftung Herrenberg Marktplatz 5 71083 Herrenberg T (07032) 92 42 22 F (07032) 92 43 65 info@buergerstiftung-herrenberg.de www.buergerstiftung-herrenberg.de Bürgerstiftung Landkreis Starnberg Bahnhofsplatz 4 82211 Herrsching am Ammersee T (08152) 37 11 31 F (08152) 37 11 85 info@buergerstiftung-starnberg.de www.buergerstiftung-starnberg.de Hertener Bürgerstiftung Langenbochumer Straße 341 45701 Herten T (02366) 93 73 46 F (02366) 93 73 48 info@hertenerbuergerstiftung.de www.hertenerbuergerstiftung.de Bürgerstiftung Herzogenrath c/o Stadtverwaltung Herzogenrath Rathausplatz 1 52134 Herzogenrath T (02406) 832 21 F (02406) 831 45 buergerstiftung@herzogenrath.de www.buergerstiftung.herzogenrath.de BürgerStiftung Hildesheim c/o Dr. Hans-Peter Geyer Eckemekerstraße 36 31134 Hildesheim T (05121) 80 90 20 F (05121) 96 71 81 info@buergerstiftung-hildesheim.de www.buergerstiftung-hildesheim.de Bürgerstiftung Hirschberg an der Bergstraße Kapellenweg 4 69493 Hirschberg T (06201) 555 03 info@buergerstiftung-hirschberg.de www.buergerstiftung-hirschberg.de Bürgerstiftung Hof Hermann-Hesse-Straße 20 95028 Hof T (09281) 937 86 info@buergerstiftung-hof.eu www.buergerstiftung-hof.eu Bürgerstiftung Holzkirchen Postfach 1103 83601 Holzkirchen T (08024) 10 75 info@buergerstiftung-holzkirchen.de www.buergerstiftung-holzkirchen.de Bürgerstiftung Hude Buchhandlung Lesen & Mehr Parkstraße 33 27798 Hude T (04408) 21 20 F (04408) 21 26 info@buergerstiftung-hude.de www.buergerstiftung-hude.de Bürgerstiftung Tecklenburger Land skf Ibbenbüren Oststraße 39 49477 Ibbenbüren T (05451) 96 86-0 F (05451) 96 86-86 buergerstiftung@skf-ibbenbueren.de www.buergerstiftungtecklenburgerland.de Bürgerstiftung Isernhagen Sophienkamp 4 30916 Isernhagen T (0511) 38 08 70 F (0511) 31 82 63 info@buergerstiftung-isernhagen.de www.buergerstiftung-isernhagen.de Bürgerstiftung Jena Unterlauengasse 3 07743 Jena T (03641) 639 29-0 F (03641) 639 29-29 info@buergerstiftung-jena.de www.buergerstiftung-jena.de Bürgerstiftung Jüchen Grevenbroicher Straße 9-11 41363 Jüchen T (02181) 47 01 30 info@buergerstiftung-juechen.de www.buergerstiftung-juechen.de Juist-Stiftung Herrenstrandstraße 7 26571 Juist T (04935) 10 51 F (04935) 13 99 info@juist-stiftung.de www.juist-stiftung.de 89 Adressteil Bürgerstiftung Kaarst c/o Gerda Junkers-Muck Rotdornstraße 1b 41564 Kaarst T (02131) 795 76 50 F (02131) 795 76 60 mail@buergerstiftung-kaarst.de www.buergerstiftung-kaarst.de Bürgerstiftung Unser Karben Westliche Ringstraße 2 61184 Karben T (06039) 52 53 info@stiftung-karben.de www.stiftung-karben.de Bürgerstiftung Karlsruhe c/o Cornelia Holsten Ortenaustraße 14 76199 Karlsruhe T (0721) 88 78 37 info@buergerstiftung-karlsruhe.de www.buergerstiftung-karlsruhe.de Bürgerstiftung für die Stadt und den Landkreis Kassel Wolfsschlucht 9 34117 Kassel T (0561) 712 43 13 13 F (0561) 712 43 13 99 info@buergerstiftung-kassel.de www.buergerstiftung-kassel.de Bürgerstiftung Kehl Am Riedgraben 8 77694 Kehl T (07851) 48 07 11 info@buergerstiftung-kehl.de www.buergerstiftung-kehl.de Bürgerstiftung Kelkheim Bettina-von-Arnim-Straße 2 65779 Kelkheim T (06195) 628 51 F (06195) 97 62 38 info@buergerstiftung-kelkheim.de www.buergerstiftung-kelkheim.de BürgerStiftung Kernen i.R. In den Kirchgärten 7 71394 Kernen-Rommelshausen T (07151) 433 31 F (07151) 94 77 50 info@buergerstiftung-kernen.de www.buergerstiftung-kernen.de Bürgerstiftung Pfalz Bahnhofstraße 1a 76889 Klingenmünster T (06349) 99 39 30 F (06349) 99 39 38 info@buergerstiftung-pfalz.de www.buergerstiftung-pfalz.de KoblenzerBürgerStiftung Hohenfelder Straße 16 56068 Koblenz T (0261) 201 78 78 F (0261) 201 78 79 info@koblenzerbuergerstiftung.de www.koblenzerbuergerstiftung.de BürgerStiftung Ehrenfeld Herbrandstraße 10 50825 Köln T (0221) 80 00 93 12 F (0221) 22 66 23 08 info@buergerstiftung-ehrenfeld.de www.buergerstiftung-ehrenfeld.de Stiftung KalkGestalten Kalker Hauptstraße 247-273 51103 Köln T (0221) 534 77 30 info@stiftung-kalkgestalten.org www.stiftung-kalkgestalten.de Bürgerstiftung Köln Hahnenstraße 57 50667 Köln T (0221) 22 12 46 77 F (0221) 226 45 21 47 info@buergerstiftung-koeln.de www.buergerstuftung-koeln.de Stiftung LebenMülheim c/o Stephan Brandt Holweider Straße 3 51065 Köln T (0221) 61 73 97 F (0228) 606 45 21 16 stephan.brandt@ stiftunglebenmuelheim.de www.stiftunglebenmuelheim.de Konzer-Doktor-Bürgerstiftung Konstantinstraße 50 54329 Konz T (06501) 922 76 01 info@konzer-doktor-buergerstiftung.de www.konzer-doktor-buergerstiftung.de Bürgerstiftung Krefeld Hochstraße 126 47798 Krefeld T (02151) 360 00 60 F (02151) 650 27 63 info@buergerstiftung-krefeld.de www.buergerstiftung-krefeld.de Bürgerstiftung Laichinger Alb Postfach 1160 89144 Laichingen T (07333) 891 98 F (07333) 891 60 info@buergerstiftung-laichinger-alb.de www.buergerstiftung-laichinger-alb.de Bürgerstiftung Lampertheim Postfach 1210 68602 Lampertheim T (06206) 93 52 87 F (06206) 93 52 97 w.hahl@lampertheim.de www.buergerstiftung-lampertheim.de Bürgerstiftung Landshut Marienburger Straße 7-9 84028 Landshut T (0871) 923 43-0 F (0871) 923 43-20 info@buergerstiftung-landshut.de www.buergerstiftung-landshut.de Bürgerstiftung LeinfeldenEchterdingen Geschäftsstelle Bürgerstiftung Neuer Markt 3 70771 Leinfelden-Echterdingen T (0711) 160 03 54 F (0711) 160 02 00 post@buergerstiftung-le.de www.buergerstiftung-le.de Stiftung Bürger für Leipzig Dorotheenplatz 2 04109 Leipzig T (0341) 960 15 30 F (0341) 960 15 33 post@buergerfuerleipzig.de www.buergerfuerleipzig.de Bürgerstiftung Gempt Gemptplatz 1 49525 Lengerich T (05481) 30 50-0 F (05481) 30 50-70 info@gempthalle.de www.gempthalle.de Bürgerstiftung Warmbronn Hauptstraße 42 71229 Leonberg T (07152) 92 91 80 info@buergerstiftung-warmbronn.de www.buergerstiftung-warmbronn.de Bürgerstiftung Leutenbach Bürgermeisteramt Rathausplatz 1 71397 Leutenbach T (07195) 189 12 F (07195) 189 10 info@buergerstiftung-leutenbach.de www.buergerstiftung-leutenbach.de Bürgerstiftung Leutkirch im Allgäu Dom.-Zimmermann-Straße 4 88299 Leutkirch T (07561) 53 10 vorstand@buergerstiftung-leutkirch.de www.buergerstiftung-leutkirch.de 90 Die deutschen Gütesiegel-Bürgerstiftungen Bürgerstiftung Lilienthal Klosterstraße 23 28865 Lilienthal T (04298) 46 77 01 F (04298) 46 73 15 info@buergerstiftung-lilienthal.de www.buergerstiftung-lilienthal.de Lingener Bürgerstiftung Neue Straße 3a 49808 Lingen T (0591) 901 27 65 F (0591) 901 27 64 info@lingener-buergerstiftung.de www.lingener-buergerstiftung.de BürgerStiftungLohmar Rathausstraße 4 53797 Lohmar T (02246) 151 15 F (02246) 15 81 15 info@buergerstiftunglohmar.de www.buergerstiftunglohmar.de Bürgerstiftung Lörrach Rathausgasse 6 79540 Lörrach T (07621) 168 22 77 F (07621) 168 22 78 kontakt@buergerstiftung-loerrach.de www.buergerstiftung-loerrach.de Bürgerstiftung "Kulturlandschaft Spreewald" Kirchplatz 1 03222 Lübbenau/Spreewald T (03542) 854 73 F (03542) 89 21 40 info@spreewaldstiftung.de www.spreewaldstiftung.de Bürgerstiftung Lüchow (Wendland) Theodor-Körner-Straße 14 29439 Lüchow T (05841) 12 64 10 F (05841) 126 94 10 claudia.lange@luechow-wendland.de www.buergerstiftung-luechow.de BürgerStiftung Ludwigshafen am Rhein c/o LUKOM Rheinuferstraße 9 67061 Ludwigshafen am Rhein T (0621) 504 42 00 F (0621) 690 95 49 buergerstiftung@bs-lu.de www.buergerstiftung-lu.de Bürgerstiftung Magdeburg c/o Michael Stage Bauhausstraße 16 39114 Magdeburg vorstand@buergerstiftungmagdeburg.de www.buergerstiftung-magdeburg.de Bürgerstiftung Rheinhessen c/o Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Drechslerweg 25 55128 Mainz T (06131) 936 80 18 F (06131) 936 80 50 info@buergerstiftung-rheinhessen.de www.buergerstiftung-rheinhessen.de Bürgerstiftung "Junges Fichtelgebirge" c/o VR-Bank Fichtelgebirge eG Postfach 560 95605 Marktredwitz T (09231) 60 22 52 F (09231) 66 01 31 info@junges-fichtelgebirge.de www.junges-fichtelgebirge.de Bürgerstiftung Wir für Meerbusch c/o Stadtverwaltung Meerbusch Bommershöfer Weg 2-8 40670 Meerbusch T (02132) 91 65 50 F (02159) 91 65 50 bettina.scholten@meerbusch.de www.wir-fuer-meerbusch.de Stiftung kinder- und familienfreundliches Melsungen Am Huberg 4 34212 Melsungen T (05661) 70 44 90 F (05661) 70 73 35 kinderundfamilienbuero@ melsungen-foerdert.de www.melsungen-foerdert.de Marienheider Bürgerstiftung Hauptstraße 20 51709 Marienheide T (02264) 404 41 44 F (02264) 404 42 61 buergerstiftung@gemeindemarienheide.de www.marienheider-buergerstiftung.de Bürgerstiftung Meschede c/o Monika Brunert-Jetter Haus Jetter 1 59872 Meschede T (02903) 410 04 info@buergerstiftung-meschede.de www.buergerstiftung-meschede.de Bürgerstiftung Mindelheim Sebastianspark 9 87719 Mindelheim T (08261) 75 97 89 F (08261) 75 97 90 buergerstiftung.mn@t-online.de www.buergerstiftung-mindelheim.de Bürgerstiftung Mühlacker Friedrichstraße 24 75417 Mühlacker T (07041) 89 98 70 F (07041) 89 98 90 info@buergerstiftung-muehlacker.de www.buergerstiftung-muehlacker.de Bürgerstiftung Mülheim an der Ruhr RWW-Haus Am Schloß Broich 1-3 45468 Mülheim an der Ruhr T (0208) 444 95 85 F (0208) 444 96 18 info@buergerstiftung-muelheim.de www.buergerstiftung-muelheim.de Bürgerstiftung München Klenzestraße 37 80469 München T (089) 20 23 81 11 F (089) 20 23 81 13 buero@buergerstiftung-muenchen.de www.buergerstiftung-muenchen.de Stiftung Bürger für Münster Gasselstiege 13 48159 Münster T (0251) 987 64 83 F (0251) 987 64 85 kontakt@buergerstiftung-muenster.de www.buergerstiftung-muenster.de Bürgerstiftung Murrhardt Marktplatz 10 71540 Murrhardt T (07192) 21 31 00 F (07192) 21 31 99 buergerstiftung@murrhardt.de www.murrhardt.de Bürgerstiftung Mutterstadt Eichenstraße 6a 67112 Mutterstadt T (06234) 24 31 F (06234) 302 00 69 info@buergerstiftung-mutterstadt.de www.buergerstiftung-mutterstadt.de Urschelstiftung – Bürger für Nagold Albert-Krieg-Straße 4 72202 Nagold T (07452) 42 64 F (07452) 81 03 17 info@urschelstiftung.de www.urschelstiftung.de Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden Küsterstraße 1 49434 Neuenkirchen T (05493) 912 88 22 F (05493) 912 88 21 info@buergerstiftung-nv.de www.buergerstiftung-neuenkirchenvoerden.de 91 Adressteil Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn Alte Mühle in der Dong 47506 Neukirchen-Vluyn T (0171) 537 03 12 F (02845) 317 22 kontakt@buergerstiftung-neukirchenvluyn.de www.buergerstiftung-neukirchenvluyn.de Bürgerstiftung Region Neumarkt c/o Bürgerhaus in der Altstadtpassage Untere Marktstraße 14 92318 Neumarkt i. d. Oberpfalz T (09181) 255 26 00 F (09181) 255 26 19 info@buergerstiftung-regionneumarkt.de www.buergerstiftung-regionneumarkt.de Bürgerstiftung für Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss c/o Sparkasse Neuss Oberstraße 110-124 41456 Neuss T (02131) 97 10 90 F (02131) 97 10 99 stiftung@sparkasse-neuss.de www.buergerstiftung-korschenbroich.de Bürgerstiftung Neuss – Bü.NE Sternstraße 54 41460 Neuss T (02131) 406 47 37 F (02131) 406 47 45 info@buergerstiftung-neuss.de www.buergerstiftung-neuss.de BürgerStiftung ‚Lebenswerte Stadt‘ Neustadt an der Weinstraße Mittelgasse 3 67433 Neustadt an der Weinstraße T (06321) 38 55 52 www.buergerstiftung-neustadt.eu Bürgerstiftung Nidderau Ostheimer Straße 57-61 61130 Nidderau T (06187) 920 info@buergerstiftung-nidderau.de www.buergerstiftung-nidderau.de Wir für Niederkassel – Bürgerstiftung An der Enggasse 18 53859 Niederkassel T (02208) 77 00 71 info@wir-fuer-niederkassel.de www.wir-fuer-niederkassel.de Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg Goetheplatz 4 31582 Nienburg T (05021) 60 53 04 F (05021) 91 74 35 info@buergerstiftung-nienburg.de www.buergerstiftung-nienburg.de Bürgerstiftung Nindorf Am Löschteich 20 25704 Nindorf T (04832) 26 90 info@buergerstiftung-nindorf.de www.buergerstiftung-nindorf.de Bürgerstiftung Norden An der Eiswiese 14 26506 Norden T (04931) 123 57 F (04931) 95 90 98 info@buergerstiftung-norden.de www.buergerstiftung-norden.de Bürgerstiftung Norderney Up Süderdün 5 26548 Norderney T (04932) 37 30 F (04932) 99 15 90 klaus.aldegarmann@web.de www.bürgerstiftung-norderney.de Bürgerstiftung Nordheim Hauptstraße 26 74226 Nordheim T (07133) 18 22 81 info@buergerstiftung-nordheim.de www.buergerstiftung-nordheim.de Bürgerstiftung Lebendiges Bayerisches Ries c/o Sparkasse Nördlingen Bei den Kornschrannen 1 86720 Nördlingen T (09081) 80 21 21 F (09081) 80 21 23 info@buergerstiftung-lbr.de www.buergerstiftung-lbr.de Bürgerstiftung Rössing Kirchstraße 30 31171 Nordstemmen T (05069) 66 59 F (05069) 41 56 97 info@buergerstiftung-roessing.de www.buergerstiftung-roessing.de Bürgerstiftung Nürnberg Nordring 98 90409 Nürnberg T (0911) 660 45 57 F (0911) 660 45 58 info@buergerstiftung-nuernberg.de www.buergerstiftung-nuernberg.de Bürgerstiftung Oberndorf a.N. c/o Sieglinde Schatz Bindäckerstraße 18 78727 Oberndorf am Neckar T (07423) 33 01 F (07423) 862 79 25 info@buergerstiftung-oberndorf.de www.buergerstiftung-oberndorf.de BürgerStiftung Obersulm Brückenstraße 21/1 74182 Obersulm T (07134) 155 55 info@buergerstiftung-obersulm.de www.buergerstiftung-obersulm.de Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas Hauptstraße 75-77 77652 Offenburg T (0781) 82 24 62 F (0781) 82 75 84 info@buergerstiftung-offenburg.de www.buergerstiftung-offenburg.de Oldenburgische Bürgerstiftung Osterstraße 14 26122 Oldenburg T (0441) 50 50 16 13 info@oldenburgischebuergerstiftung.de www.oldenburgische-buergerstiftung.de Bürgerstiftung Unser Leohaus Marktplatz 5 59399 Olfen T (02595) 980 20 kontakt@unser-leohaus.de www.unser-leohaus.de Stiftung „Wir in Olsberg“ Unterm Hagen 39 59939 Olsberg T (02962) 80 22 77 info@stiftung-olsberg.de www.stiftung-wir-in-olsberg.de Bürgerstiftung Oranienburg c/o Apotheke zu Bötzow Breite Straße 7 16515 Oranienburg T (03301) 868 07 60 info@buergerstiftung-oranienburg.de www.buergerstiftung-oranienburg.de Bürgerstiftung Osnabrück c/o Rathaus Bierstraße 28 49074 Osnabrück T (0541) 323 10 00 F (0541) 323 15 10 00 buergerstiftung@osnabrueck.de www.buergerstiftung-os.de 92 Die deutschen Gütesiegel-Bürgerstiftungen Bürgerstiftung Ostfildern Stadt Ostfildern Klosterhof 12 73760 Ostfildern T (0711) 340 42 19 F (0711) 34 04 92 19 info@buergerstiftung-ostfildern.de www.buergerstiftung-ostfildern.de Parchimer Bürgerstiftung Am Spargelacker 9/10 19370 Parchim T (03871) 62 16-0 F (03871) 62 16-16 info@parchimerbuergerstiftung.de www.parchimerbuergerstiftung.de Bürgerstiftung Peine Celler Straße 25 31224 Peine T (05172) 35 96 buergerstiftung@peine.de www.buergerstiftung-peine.de Bürgerstiftung Pettendorf Gemeinde Pettendorf Margarethenstraße 4 93186 Pettendorf reinfri@gmx.de Bürgerstiftung Pfungstadt Kirchstraße 12-14 64319 Pfungstadt T (06157) 988 11 10 F (06157) 988 13 00 buergerstiftung@pfungstadt.de www.buergerstiftung-pfungstadt.de Stiftung für Pöcking c/o Gemeindeverwaltung Feldafinger Straße 4 82343 Pöcking T (08157) 99 99 71 F (08157) 99 82 60 info@stiftungfuerpoecking.org www.stiftungfuerpoecking.org StadtStiftung Quakenbrück Von Steuben Allee 6 49610 Quakenbrück T (05431) 29 52 info@stadtstiftung-quakenbrueck.de www.stadtstiftung-quakenbrueck.de Bürgerstiftung für Quedlinburg Steinweg 90-91 06484 Quedlinburg T (03946) 96 40 42 F (03946) 96 40 12 info@buergerstiftung-quedlinburg.de www.buergerstiftung-quedlingburg.de Bürgerstiftung Rastatt c/o HATZ Immobilien AG Schloßplatz 2/2 76437 Rastatt T (07222) 765 14 F (07222) 765 16 info@buergerstiftung-rastatt.de www.buergerstiftung-rastatt.de Bürgerstiftung Region Rathenow Wilhelm-Külz-Straße 13 14712 Rathenow T (03385) 49 53 29 F (03385) 49 50 93 kontakt@buegerstiftungrathenow.de www.buergerstiftungrathenow.de DumeklemmerStiftung Ratingen Minoritenstraße 2-6 40878 Ratingen T (02102) 550 50 00 dumeklemmerstiftung@ratingen.de www.dumeklemmerstiftung.de Bürgerstiftung Ratzeburg Große Kreuzstraße 7 23909 Ratzeburg T (04541) 80 88 68 F (04541) 80 88 96 info@buergerstiftung-ratzeburg.de www.buergerstiftung-ratzeburg.de Bürgerstiftung Kreis Ravensburg Meersburger Straße 1 88213 Ravensburg T (0751) 84 16 37 F (0751) 84 11 04 info@buergerstiftung-kreis-rv.de www.buergerstiftung-kreis-rv.de Bürgerstiftung Remscheid Scharffstraße 7-9 42853 Remscheid T (2191) 899 49 40 info@buergerstiftung-remscheid.de www.buergerstiftung-remscheid.de Bürgerstiftung Remseck Fellbacher Straße 2 71686 Remseck am Neckar T (07146) 89 11 20 F (07146) 28 91 54 info@buergerstiftung-remseck.de www.buergerstiftung-remseck.de Bürgerstiftung Region Rendsburg Eiderstraße 69 24768 Rendsburg T (04331) 229 55 F (04331) 20 39 38 vorstand@buergerstiftung-regionrendsburg.de www.buergerstiftung-regionrendsburg.de Bürgerstiftung Reutlingen Marktplatz 1 72764 Reutlingen T (07121) 943 75 53 F (07121) 82 07 48 info@buergerstiftung-reutlingen.de www.buergerstiftung-reutlingen.de Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück Lange Straße 50 33378 Rheda-Wiedenbrück T (0160) 96 84 44 42 info@buergerstiftung-rhwd.de www.buergerstiftung-rhwd.de Bürgerstiftung Rheinfelden Kirchplatz 2 79618 Rheinfelden T (07623) 953 21 F (07623) 951 13 21 info@buergerstiftung-rheinfelden.de www.buergerstiftung-rheinfelden.de Bürgerstiftung Rielasingen-Worblingen Lindenstraße 21a 78239 Rielasingen-Worblingen T (07731) 267 63 buergerstiftung-riwo@t-online.de www.rielasingen-worblingen.de/ buergerstiftung Bürgerstiftung Rietberg Rathausstraße 31 33397 Rietberg T (05244) 98 62 78 F (05244) 98 61 72 78 info@buergerstiftung-rietberg.de www.buergerstiftung-rietberg.de Bürgerstiftung Rosenheim c/o Steuerkanzlei Böge-Klarner & Klarner Innstraße 26 83022 Rosenheim T (08031) 36 78-0 F (08031) 36 78-13 info@buergerstiftung-rosenheim.de www.buergerstiftung-rosenheim.de Bürgerstiftung Rösrath Schloss Eulenbroich Eulenbroicher Auel 19 51503 Rösrath T (02205) 80 21 01 F (02205) 80 21 30 info@buergerstiftung-roesrath.de www.buergerstiftung-roesrath.de 93 Adressteil Hanseatische Bürgerstiftung Rostock August-Bebel-Straße 11-12 18055 Rostock T (0381) 64 93 06 F (0381) 64 96 41 info@buergerstiftung-rostock.de www.buergerstiftung-rostock.de Bürgerstiftung Rottenburg am Neckar Mechthildstraße 60 72108 Rottenburg am Neckar T (07472) 214 42 F (07472) 262 43 info@buergerstiftung-rottenburg.de www.buergerstiftung-rottenburg.de Bürgerstiftung Landkreis Saalfeld-Rudolstadt c/o Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt Schloßstraße 24 07318 Saalfeld T (03671) 56 33 00 F (03671) 56 33 01 info@buergerstiftung-slf-ru.de www.buergerstiftung-slf-ru.de Bürgerstiftung Salzbergen Franz-Schratz-Straße 12 48499 Salzbergen T (05976) 94 79 27 F (05976) 94 79 20 buergerstiftung@salzbergen.de www.buergerstiftung-salzbergen.de Bürgerstiftung Salzgitter Klesmerplatz 1 38259 Salzgitter T (05341) 308 30 30 F (05341) 308 30 31 buergerstiftung-sz@t-online.de www.buergerstiftung-salzgitter.de Bürgerstiftung Salzkotten c/o Bernhard Temborius Karlsbader Straße 9 33154 Salzkotten T (05258) 53 98 info@buergerstiftung-salzkotten.de www.buergerstiftung-salzkotten.de Bürgerstiftung Sauerlach Münchener Straße 1 82054 Sauerlach T (08104) 88 76 60 F (08104) 88 76 69 info@buergerstiftung-sauerlach.de www.buergerstiftung-sauerlach.de 94 Bürgerstiftung Schwalenberg c/o Martin Grigat Marktstraße 23 32816 Schieder-Schwalenberg T (05284) 378 F (05284) 53 23 buergerstiftung-schwalenberg@ t-online.de www.buergerstiftung-schwalenberg.de Bürgerstiftung Salzland – Region Schönebeck Wilhelm-Hellge-Straße 259 39218 Schönebeck T (03928) 78 62 12 F (03928) 78 64 00 info@buergerstiftung-salzland.de www.buergerstiftung-salzland.de Bürgerstiftung Schöneiche bei Berlin c/o Klaus-Michael Heims August-Bebel-Straße 13 15566 Schöneiche bei Berlin T (030) 534 91 97 vorstand@buergerstriftungschoeneiche.de www.buergerstiftung-schoeneiche.de Bürgerstiftung Unser Schwabach Haimendorfstraße 22 a 91126 Schwabach T (09122) 60 87 60 F (09122) 93 54 44 info@buergerstiftung-schwabach.de www.buergerstiftung-schwabach.de Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte Ruhrstraße 20 58239 Schwerte T (02304) 201 30 01 F (02304) 201 30 02 info@rohrmeisterei-schwerte.de www.rohrmeisterei-schwerte.de Bürgerstiftung Stadt Selm Paulswiese 17 59379 Selm T (02306) 10 52 51 F (02306) 10 57 72 51 kontakt@buergerstiftung-selm.de www.buergerstiftung-selm.de Bürgerstiftung Sendenhorst Albersloh c/o Ulrich Habla Hermann Löns Straße 35 48324 Sendenhorst T (02526) 95 05 22 F (02526) 95 05 21 info@buergerstiftung-sendenhorstalbersloh.de www.buergerstiftung-sendenhorstalbersloh.de Bürgerstiftung Siegen Kölner Straße 58 57072 Siegen T (0271) 233 96 16 F (0271) 233 96 25 info@buergerstiftung-siegen.de www.buergerstiftung-siegen.de Bürgerstiftung Sindelfingen Rathausplatz 1 71063 Sindelfingen T (07031) 948 00 F (07031) 944 98 info@buergerstiftung-sindelfingen.de www.buergerstiftung-sindelfingen.de Bürgerstiftung Hellweg-Region Westenhellweg 1 59494 Soest T (02921) 39 35 55 F (02921) 39 35 09 info@buergerstiftung-hellweg.de www.buergerstiftung-hellweg.de Bürgerstiftung Westmünsterland Vredener Straße 119 48703 Stadtlohn T (02563) 20 73 17 F (02563) 20 73 14 info@buergerstiftung-wml.de www.buergerstiftungwestmuensterland.de Bürgerstiftung Straubenhardt c/o Hans-Frieder Traub Lerchenstraße 2 75334 Straubenhardt T (07082) 89 52 hftraub@gmx.de www.straubenhardt.de/ buergerstiftung Bürgerstiftung Staufen i. Br. Hauptstraße 53 79219 Staufen im Breisgau T (07633) 805 21 F (07633) 805 50 buergermeister@staufen.de Bürgerstiftung Steingaden Gemeinde Steingaden 86989 Steingaden T (08862) 910 10 F (08862) 64 70 gemeinde@steingaden.de www.steingaden.de/buergerstiftung.html Altmärkische Bürgerstiftung Hansestadt Stendal c/o Kay Timm Krähenwinkel 24 39576 Hansestadt Stendal T (03931) 58 21 04 F (03931) 58 20 22 info@buergerstiftung-stendal.de www.buergerstiftung-stendal.de Die deutschen Gütesiegel-Bürgerstiftungen Bürgerstiftung Stolberg (Rhld.) Am Halsbrech 1 52222 Stolberg T (2402) 265 98 F (0241) 45 24 36 info@buergerstiftung-stolberg.de www.buergerstiftung-stolberg.de Bürgerstiftung Stuhr Bremer Straße 9 28816 Stuhr T (0421) 80 60 98 74 F (0421) 82 87 77 46 info@buergerstiftung-stuhr.de www.buergerstiftung-stuhr.de Bürgerstiftung Stuttgart Vorstand & Projektbüro Olgastraße 57a 70182 Stuttgart T (0711) 72 23 51 24 F (0711) 72 23 51 29 info@buergerstiftung-stuttgart.de www.buergerstiftung-stuttgart.de Bürgerstiftung Südlohn-Oeding Eichendorffstraße 33 46354 Südlohn T (02862) 75 28 info@buergerstiftung-suedlohnoeding.de www.buergerstiftung-suedlohnoeding.de Bürgerstiftung Syke c/o Wilhelm Tesch Am Friedeholz 21 28857 Syke T (04242) 663 38 info@buergerstiftung-syke.de www.buergerstiftung-syke.de Bürgerstiftung Taunusstein Wiesbadener Straße 51 65232 Taunusstein T (06128) 48 04 81 F (0611) 292 94 dialog@buergerstiftung-taunusstein.de www.buergerstiftung-taunusstein.de Bürgerstiftung Titisee-Neustadt Finkenweg 13 79822 Titisee-Neustadt T (07651) 58 58 klaus.mennor@web.de Bürgerstiftung Tübingen Bei der Fruschtschranne 5 72070 Tübingen T (07071) 204 12 50 F (07071) 204 17 25 soziales@tuebingen.de www.buergerstiftungtuebingen.de Tuttlinger Bürgerstiftung Rathausstraße 1 78532 Tuttlingen T (07461) 992 01 F (07461) 994 80 info@tuttlinger-buergerstiftung.de Bürgerstiftung Unna c/o Sparkasse UnnaKamen Bahnhofstraße 37 59423 Unna T (02303) 10 41 42 F (02303) 10 43 72 info@buergerstiftung-unna.de www.buergerstiftung-unna.de Bürgerstiftung Vechta Burgstraße 6 49377 Vechta T (04441) 88 63 00 F (04441) 88 63 02 info@buergerstiftung-vechta.de www.buergerstiftung-vechta.de Bürgerstiftung Versmold c/o Lothar Hogreve Wittensteiner Straße 4e 33775 Versmold T (05423) 47 46 90 info@buergerstiftung-versmold.de www.buergerstiftung-versmold.de Bürgerstiftung Viernheim Blauehutstraße 49a 68519 Viernheim T (06204) 91 32 16 F (06204) 98 83 78 info@buergerstiftung-viernheim.de www.buergerstiftung-viernheim.de Bürgerstiftung Vreden Markt 6 48691 Vreden T (02564) 950 89 27 F (02564) 950 89 28 info@buergerstiftung-vreden.de www.buergerstiftung-vreden.de BürgerStiftung Waldenbuch Königsberger Straße 37 71111 Waldenbuch T (07157) 88 14-0 F (07157) 88 14-14 info@buergerstiftung-waldenbuch.de www.buergerstiftung-waldenbuch.de Bürgerstiftung Wallenhorst c/o Jochen Bruhn Stegerwaldstraße 7 49134 Wallenhorst T (05407) 27 68 F (05407) 25 10 jobruhn@aol.com www.buergerstiftung-wallenhorst.de Bürgerstiftung EmscherLippe-Land Am Moselbach 9 45731 Waltrop T (02309) 60 41 85 F (02309) 761 81 info@buergerstiftung-emscherlippe-land.de www.buergerstiftung-emscherlippe-land.de Bürgerstiftung Warburg c/o Winfried Volmert Am Markt 5 34414 Warburg T (05641) 89 83 info@buergerstiftung-warburg.de www.buergerstiftung-warburg.de Stiftung – Bürger für Warendorf Splieterstraße 54 48231 Warendorf T (02581) 63 66 60 F (02581) 63 66 34 info@buergerstiftung-warendorf.de www.buergerstiftung-warendorf.de Bürgerstiftung Wasserburg Hattnau 34 88142 Wasserburg (Bodensee) T (08382) 88 84 10 F (08382) 897 61 info@buergerstiftung-wasserburg.de www.buergerstiftung-wasserburg.de Bürgerstiftung Weimar Teichgasse 12a 99423 Weimar T (03643) 80 82 47 F (03643) 81 56 39 stiften@buergerstiftung-weimar.de www.buergerstiftung-weimar.de Bürgerstiftung Weinheim c/o Dr. Adalbert Knapp Siegfriedstraße 7 69469 Weinheim T (06201) 632 54 info@buergerstiftung-weinheim.de www.buergerstiftung-weinheim.de Bürgerstiftung Weinstadt Marktplatz 1 71384 Weinstadt T (07151) 69 32 84 F (07151) 69 32 90 kontakt@buergerstiftung-weinstadt.de www.buergerstiftung-weinstadt.de KREA(K)TIV - Kinder fördern Bürgerstiftung Rhein-Lippe Großer Markt 1 46483 Wesel T (0281) 922 31 45 F (0281) 922 32 22 dialog@buergerstiftung-rhein-lippe.de www.buergerstiftung-rhein-lippe.de 95 Adressteil Bürgerstiftung Wesseling c/o Thomas Lierz Auf dem Rheinberg 2 50389 Wesseling T (02236) 32 50 F (02236) 32 51 99 info@buergerstiftung-wesseling.de www.buergerstiftung-wesseling.de Bürgerstiftung Wetzlar c/o Sparkasse Wetzlar Seibertstraße 10 35576 Wetzlar T (06441) 40 92 01 F (06441) 40 94 47 kinnewz@t-online.de www.buergerstiftung-wetzlar.de Die Wiesbaden Stiftung c/o Industrie- und Handelskammer Wilhelmstraße 24-26 65183 Wiesbaden T (0611) 166 66 86 F (0611) 15 00 71 36 info@die-wiesbaden-stiftung.de www.die-wiesbaden-stiftung.de Bürgerstiftung Wiesloch Franz-Schubert-Straße 8 69168 Wiesloch T (06222) 38 38 74 F (06222) 38 38 76 vorstand@buergerstiftung-wiesloch.de www.buergerstiftung-wiesloch.de Bürgerstiftung Windhagen Talblick 5 53578 Windhagen T (02645) 97 22 18 info@bürgerstiftung-windhagen.de www.bürgerstiftung-windhagen.de Wir Wipperfürther – Bürgerstiftung Wipperfürth Wupperstraße 8-10 51688 Wipperfürth T (02267) 65 84 10 F (02267) 659 41 19 info@wirwipperfuerther.de www.wirwipperfuerther.de Bürgerstiftung der Hansestadt Wismar Juri-Gagarin-Ring 55 23966 Wismar T (03841) 75 71 00 F (03841) 75 71 99 info@buergerstiftung-wismar.de www.buergerstiftung-wismar.de Bürgerstiftung Wittingen Bahnhofstraße 35 29378 Wittingen T (05831) 261 00 F (05831) 262 91 00 buergermeister@wittingen.eu www.wittingen.de/162_ buergerstiftung-.html Bürgerstiftung Wolfsburg Porschestraße 49 38440 Wolfsburg T (05361) 28 22 04 F (05361) 28 18 28 buergerstiftung@stadt.wolfsburg.de www.buergerstiftung-wolfsburg.de 96 Initiative Bürgerstiftungen Haus Deutscher Stiftungen Mauerstraße 93 | 10117 Berlin Telefon (030) 89 79 47-90 | Fax -91 Bürgerstiftungen leben vom Einsatz ihrer Engagierten – 95 Prozent der Arbeit werden unentgeltlich geleistet. Zugleich wollen Bürgerstiftungen unverkennbar sein, streben immer stärker danach, sich zu professionalisieren. Doch wie verträgt sich dieser Anspruch mit dem hohen Anteil an Frei­ illigenarbeit? Was bedeutet das für die Gremienstruktur? w Und wie stark sollte das bürgerschaftliche Engagement in Bürgerstiftungen formalisiert sein, um eine gute Balance zwischen Freiwilligkeit und Verbindlichkeit zu finden? In ihrer jährlich erscheinenden Reihe „Analysen, Daten, Trends“ richtet die Initiative Bürgerstif­ tungen diesmal das Augenmerk auf unterschiedliche Facetten des Zusammenspiels von Bürgerstiftungen und ihren Engagierten. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt um aktuelle Informationen, zahlreiche Projektbeispiele, ein Adressregister aller Bürgerstiftungen sowie zentraler und regionaler Ansprechpartner. Die Initiative Bürgerstiftungen ist das unabhängige Kompetenzzentrum für alle Fragen zum Thema Bürgerstiftungen. Sie informiert und berät Bürgerstiftungen und Grün­ dungsinitiativen. Durch ihre Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote fördert sie die Professionalisierung der Bürgerstiftungsarbeit und die Entwicklung der Bürgerstiftungs­ bewegung. Angesiedelt beim Bundesverband Deutscher Stiftungen, vertritt sie zudem die Interessen der Bürgerstiftungen in der Öffentlichkeit. www.buergerstiftungen.org
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